[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Leitungsschutzschalter mit zwei parallel
geführten Strompfaden mit je einer Kontaktstelle, die als Haupt- und Nebenstrompfad
über eine Kontakteinrichtung mit einer Spule eines Magnetauslösers jeweils in Reihe
geschaltet sind.
[0002] Aus der
DE 10 2011 016 933 A1 ist bereits ein derartiger Leitungsschutzschalter bekannt, bei dem der Anker eines
Magnetauslösers im Störfall über einen Stößel oder Schlagstift die Kontaktstelle des
Hauptstrompfads öffnet, so dass der Strom nunmehr nur noch über den Nebenstrompfad
und dessen Kontaktstelle fließt. Die Öffnung der Kontaktstelle im Hauptstrompfad erfolgt
dabei ohne Bildung eines Lichtbogens, da die Kontaktstelle durch den Nebenstromkreis
kurzgeschlossen ist. Beim Auftreten eines Kurzschlussstroms wird die Kontaktstelle
des Nebenstrompfads, die als Abbrennkontakt ausgebildet ist, schlagartig vom Stößel
oder Schlagstift geöffnet, der hierzu von einem zweiten Anker angetrieben wird. Der
bei der Öffnung der Kontaktstelle auftretende Lichtbogen wird in bekannter Weise in
einer der Kontaktstelle zugeordneten Deionkammer zum Verlöschen gebracht. Da der Abbrennkontakt
und ein thermischer Auslöser für den Überstromstörfall im Nebenstrompfad liegen, durch
den im störungsfreien Fall kein Strom fließt, lassen sich die Energieverluste im Leitungsschutzschalter
im normalen Dauerbetrieb minimieren. Durch den Abbrand am Abbrennkontakt kann sich
jedoch die Auslösecharakteristik im Überstromstörfall ändern.
[0003] Ferner sind als Überstrom-Schutzeinrichtungen Schmelzsicherungssysteme bekannt, bei
denen ein austauschbarer Schmelzeinsatz zwischen einem Sicherungssockel, über den
ein Kontakt mit einer ersten Anschlussklemme hergestellt ist, und einer Schraubkappe
angeordnet, über die der elektrische Kontakt mit einer zweiten Anschlussklemme bereitgestellt
wird. Beim Auftreten eines Überstroms oder Kurzschlusses schmilzt ein Schmelzleiter
des Schmelzeinsatzes, um den Strompfad zwischen den Anschlussklemmen zu unterbrechen.
Um anzuzeigen, dass die Sicherung angesprochen hat, dass also der Schmelzleiter den
Strompfad zwischen den Anschlussklemmen unterbrochen hat, ist ein Kennmelder oder
Anzeigebolzen vorgesehen, der von einer Feder aus einem Kontaktkopf des Schmelzeinsatzes
herausgedrückt wird, wenn der Schmelzleiter und ein den Kennmelder haltender Haltedraht
geschmolzen sind.
[0004] Für den Netzanschluss sind als Anschlusseinrichtung in Gebäuden gemäß den "Technischen
Anschlussbedingungen TAB" Hausanschlusssicherungen vorgeschrieben, deren Größe der
Netzbetreiber vorgibt. Da Hausanschlusssicherungen nicht als Trennvorrichtung für
die Kundenanlage verwendet werden dürfen, ist zusätzlich eine selektive Überstromschutzeinrichtung
zum bedarfsweisen Freischalten der Anlage vorzusehen. Eine derartige Überstromschutzeinrichtung
weist üblicher Weise einen selektiven Leitungsschutzschalter, wie er beispielsweise
in der
DE 10 2011 016 933 A1 beschrieben ist, und eine im selben Leitungszug vorschriftsmäßig angeordnete Schmelzsicherung
auf. Dabei verbraucht diese Anordnung im Normalbetrieb ca. 0,5‰ der durch sie transportierten
und geschützten elektrischen Leistung. Hierbei kommt es zu einer Wärmeentwicklung
in den Überstromschutzeinrichtungen, Anschlusseinrichtungen und Stromkreisverteilern,
die Temperaturerhöhungen zur Folge hat, die bei der Konzeption der Überstromschutzeinrichtungen
zu berücksichtigen sind, um Funktionsstörungen durch die gegenseitige Beeinflussung
der Schutzschaltgeräte im System zu vermeiden.
[0005] Die
DE 10 2007 039 943 A1 zeigt einen Leitungsschutzschalter mit zwei parallelen Strompfaden. Diese werden
jedoch durch zwei separate Kontakteinrichtungen gekoppelt.
[0006] Die
US 3 553 038 A zeigt zwar die Verwendung einer herausnehmbaren Schmelzsicherung in einem Leitungsschutzschalter.
Die Schmelzsicherung dient jedoch nicht als Auslöseeinheit für ein Schaltschloss.
[0007] Die
US 2 939 936 A zeigt die Verwendung einer Schmelzsicherung mit einem Schlagstift als Auslöser in
einem dreiphasigen Leitungsschutzschalter. Der Schlagstift wirkt auf einen Schwenkhebel
ein, so dass dieser einen Auslösebolzen des Leitungsschutzschalters freigibt, um einen
Riegel eines Schaltschlosses zu lösen. Die Schmelzsicherung ist mit einem Bimetall
und einem Magnetauslöser des Leitungsschutzschalters in Reihe geschaltet.
[0008] Die
EP 2 690 642 A1 zeigt eine Kontakteinrichtung für elektromagnetisches Relay und der gleichen mit
einer Kontaktplatte in Dreiecksanordnung.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Leitungsschutzschalter bereitzustellen,
der bei im normalen Dauerbetrieb minimierten Energieverlusten die Ausbildung eines
Lichtbogens beim Unterbrechen des Stromkreises im Störfall und damit auch ein Abbrennen
von Kontakten weitgehend verhindert.
[0010] Diese Aufgabe wird durch den Leitungsschutzschalter nach Patentanspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
[0011] Erfindungsgemäß ist also bei einem Leitungsschutzschalter mit zwei parallel geführten
Strompfaden mit je einer Kontaktstelle, die als Haupt- und Nebenstrompfad über eine
Kontakteinrichtung mit einer Spule eines Magnetauslösers in Reihe geschaltet sind,
im Nebenstrompfad ein Unterbrecher- und Auslöseeinsatz vorgesehen, der im Kurzschlussfall
den Nebenstromkreis unterbricht und ein Schaltschloss zur Öffnung und Fixierung der
geöffneten Kontakteinrichtung auslöst. Erfindungsgemäß werden also die Funktionen
einer Hausanschlusssicherung mit der Trennvorrichtung in einem kompakten Schutzschaltgerät
kombiniert.
[0012] Erfindungsgemäß wird also durch die Anordnung eines Unterbrecher- und Auslöseeinsatzes
erreicht, dass auch im Kurzschlussfall die Kontaktstelle des Hauptstrompfads, die
als sogenannter Leerkontakt den Betriebsstrom führt, ohne Unterbrechung des Kurzschlussstroms
geöffnet wird, um diesen auf den Nebenstrompfad und damit durch den Unterbrecher-
und Auslöseeinsatz zu leiten. Dabei tritt kein Lichtbogen auf. Der Unterbrecher- und
Auslöseeinsatz unterbricht dann den Nebenstrompfad, ohne dass es beim anschließenden
Öffnen der Kontaktstelle des Nebenstrompfads an den entsprechenden Kontakten zu einem
Lichtbogen kommt.
[0013] Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn der Unterbrecher- und Auslöseeinsatz im
Nebenstrompfad austauschbar zwischen zwei Kontaktelementen, insbesondere Klemmenkontaktelementen
angeordnet ist. Hierdurch wird der einfache Austausch des Unterbrecher- und Auslöseeinsatzes
ermöglicht.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Unterbrecher- und Auslöseeinsatz ein Schmelzeinsatz
ist, dessen Schmelzdraht und/oder Haltedraht, der gemeinsam mit dem Schmelzdraht im
Kurzschlussfall schmilzt, einen Schlagstift gegen die Kraft einer Feder in seiner
Bereitschaftsstellung hält. Hierdurch wird nicht nur sichergestellt, dass ein Kurzschlussstrom
zuverlässig unterbrochen wird, sondern auch, dass das Schaltschloss ausgelöst wird,
um die Kontakteinrichtung in ihre AUS-Stellung zu bringen und darin zu fixieren. Das
Öffnen der Kontaktstelle des Nebenstrompfads erfolgt dabei stromlos, also ohne die
Gefahr der Entstehung eines Lichtbogens.
[0015] Durch die erfindungsgemäße Integration der vorgeschriebenen Schmelzsicherung als
Schmelzeinsatz in den Nebenstrompfad, in dem vorzugsweise auch der als Überstromauslöser
dienende thermische Auslöser liegt, gelingt es die Verlustleistungen des Überstromauslösers
und der Schmelzsicherung im Normalbetrieb gänzlich zu vermeiden, da der Überstromauslöser
und die Schmelzsicherung nur im Störungsfall zum Schutz von elektrischen Leitungen
von Strom durchflossen werden, nicht jedoch beim Normalbetrieb.
[0016] Um Stromunfälle auszuschließen ist vorgesehen, dass eine den Unterbrecher- und Auslöseeinsatz
im Nebenstrompfad abdeckende Gehäusekappe nur im ausgeschalteten Zustand des Leitungsschutzschalters,
insbesondere zum Austauschen des Unterbrecher- und Auslöseeinsatz bzw. der Schmelzsicherung
abnehmbar ist.
[0017] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus,
dass die Kontakteinrichtung eine Kontaktplatte aufweist, die mit drei Kontakten in
Eingriff bringbar ist, von denen der erste Kontakt mit einer Anschlussklemme, der
zweite Kontakt mit einer weiteren Anschlussklemme und der dritte Kontakt mit dem Unterbrecher-
und Auslöseeinsatz im Nebenstrompfad verbunden ist, wobei der dritte Kontakt vorzugsweise
über einen thermischen Auslöser, der insbesondere als Bimetallelement ausgebildet
ist, mit dem Unterbrecher- und Auslöseeinsatz im Nebenstrompfad verbunden ist.
[0018] Durch den Einsatz einer einfachen, im Wesentlichen dreieckigen Kontaktplatte, die
mit drei ebenfalls ein Dreieck bildenden Kontakten in Eingriff bringbar ist, lässt
sich erfindungsgemäß die Kontakteinrichtung äußerst einfach und unkompliziert gestalten,
um gleichzeitig die Kontaktstelle des Hauptstrompfads und die Kontaktstelle des Nebenstrompfads
auszubilden. Ferner ermöglicht es die dreieckige Kontaktplatte den Leitungsschutzschalter
litzenfrei mit nur wenigen Teilen und damit kostengünstig herzustellen.
[0019] Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Kontaktplatte auf einem Schaft eines Kontaktplattenträger angeordnet ist und von
einer Feder gegen die Kontakte gedrückt wird, wenn der Kontaktplattenträger seine
EIN-Stellung einnimmt, wobei die Kontaktplatte zum Öffnen der Kontaktstelle des Hauptstrompfads
vom Anker des Magnetauslösers gegen die Kraft der Feder um eine vom ersten und dritten
Kontakt gebildete Schwenkachse vom zweiten Kontakt wegschwenkbar ist. Auf diese Weise
lässt sich insbesondere die Kontaktstelle des Hauptstrompfads auf einfache Weise zuverlässig
unterbrechen, ohne dass ein Lichtbogen auftritt, da die Kontaktstelle im Nebenstrompfad
zuverlässig geschlossen bleibt, also zuverlässig in ihrer EIN-Stellung gehalten wird.
Hierbei wird die Schließkraft der auf die Kontaktplatte wirkenden Feder für die Kontaktstelle
im Nebenstrompfad nicht beeinträchtigt, sondern durch die Schwenkbewegung der Kontaktplatte
gegen die Kraft der Feder vergrößert.
[0020] Vorteilhafterweise ist bei einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass die
Kontaktplatte unter der Wirkung einer Schaltfeder von den Kontakten trennbar ist,
wobei der Kontaktplattenträger und damit auch die Kontaktplatte von der am Kontaktplattenträger
angreifenden Schaltfeder zum Öffnen der Kontaktstellen aus seiner/ihrer Schließ- oder
EIN-Stellung in seine/ihre Offen- oder AUS-Stellung bewegbar ist.
[0021] Zweckmäßigerweise ist dabei vorgesehen, dass der Kontaktplattenträger von einer Klinke
des Schaltschlosses in seiner Schließ- oder EIN-Stellung fixierbar ist, wobei der
thermische Auslöser und der Schlagstift des Unterbrecher- und Auslöseeinsatz jeweils
im Auslösefall auf die Klinke des Schaltschlosses einwirken, um die Fixierung des
Kontaktplattenträgers zum Öffnen der Kontaktstellen zu lösen, so dass die Schaltfeder
die schlagartige Bewegung des Kontaktplattenträgers und der Kontaktplatte aus der
EIN- in die AUS-Stellung bewirkt.
[0022] Bei einer anderen vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Leitungsschutzschalter
ist vorgesehen, dass die Kontakteinrichtung eine Kontaktplatte aufweist, die mit drei
Kontakten in Eingriff bringbar ist, die ein Dreieck bilden und von denen der erste
Kontakt mit der Spule des Magnetauslösers, der zweite Kontakt mit dem Hauptstrompfad
und der dritte Kontakt mit dem Nebenstrompfad verbunden ist, dass die Kontaktplatte
von einer Feder gegen die Kontakte gedrückt wird, die innerhalb des von den Kontakten
gebildeten Dreiecks an der Kontaktplatte angreift, und dass der Anker des Magnetauslösers
im Störungsfall über einen Schwenkhebel eine Kraft auf die Kontaktplatte ausübt, die
in derselben Richtung auf die Kontaktplatte einwirkt wie die Kraft der Feder, um die
Kontaktplatte um eine vom ersten und dritten Kontakt gebildete Schwenkachse gegen
die Kraft der Feder zu verschwenken und um so die Kontaktplatte zum Öffnen der Kontaktstelle
des Hauptstrompfads vom zweiten Kontakt abzuheben.
[0023] Hier wirkt der Schlagstift des Magnetauslösers, der den Hauptstrompfad bei Überstrom
und Kurzschluss unterbricht, also erfindungsgemäß indirekt über einen Schwenkhebel
so auf die Kontaktplatte ein, so dass die vom Magnetauslöser erzeugte Kraft zum Öffnen
des Kontaktes von derselben Seite auf die Kontaktplatte einwirkt, wie die Feder zum
Schließen der Kontakte. Die Krafteinwirkung erfolgt dabei jedoch auf zwei Seiten einer
Schwenkachse, um die die Kontaktplatte wie eine Wippe schwenkbar ist. Auf diese Weise
wird erreicht, dass beim Öffnen des zweiten Kontakts zum Unterbrechen des Hauptstrompfads
die beiden anderen Kontakte zuverlässig geschlossen gehalten werden können, so dass
ein wenn auch nur kleiner Lichtbogen, der sonst beim Öffnen des zweiten Kontakts am
ersten oder dritten Kontakt auftreten könnte, zuverlässig verhindert werden kann,
da beim Öffnen des zweiten Kontakts zum Unterbrechen des Hauptstrompfads keine Kraft
in Öffnungsrichtung der Kontakte auf die Kontaktplatte einwirkt.
[0024] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Kontaktplatte
eine sich von der vom ersten und dritten Kontakt gebildeten Schwenkachse und vom Bereich
der Dreiecksanordnung der Kontakte weg erstreckende Verlängerung aufweist, an der
der Schwenkhebel angreift. Auf diese Weise lässt sich das Öffnungsverhalten der Kontaktplatte
besonders gut optimieren, da die von der Feder erzeugte Schließkraft und die vom Magnetauslöser
erzeugte Auslöse- oder Öffnungskraft zusätzlich über die Einstellung der Hebelverhältnisse
aufeinander abgestimmt werden können, um ein gewünschtes schnelles Öffnungsverhalten
zu erhalten.
[0025] Zweckmäßiger Weise ist die Kontaktplatte drei Gegenkontakte versehen, mit denen sie
mit den ersten bis dritten Kontakten in Eingriff bringbar ist.
[0026] Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Schwenkhebel
um eine Schwenkachse schwenkbar ist, die im Wesentlichen parallel zu der von dem ersten
und dem dritten Kontakt gebildeten Schwenkachse der Kontaktplatte verläuft, und dass
er einen ersten Hebelarm, an dem der Schlagstift des Magnetauslösers angreift, und
einen zweiten Hebelarm aufweist, mit dem Schwenkhebel mit der Verlängerung der Kontaktplatte
in Eingriff bringbar ist, um den zweiten Kontakt zu öffnen. Hierdurch lässt sich das
Öffnungsverhalten weiter optimieren.
[0027] Bei einer anderen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Unterbrecher-
und Auslöseeinsatz einen Schlagstift aufweist, mit dem er über einen Hebel auf das
Schaltschloss einwirkt, wobei der Hebel einen ersten Hebelarm, an dem der Schlagstift
des Auslöseeinsatz angreift, und einen zweiten Hebelarm aufweist, über den er auf
die Klinke des Schaltschlosses einwirkt.
[0028] Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
der auf das Schaltschloss einwirkende Hebel relativ zum auf die Kontaktplatte einwirkenden
Schwenkhebel so angeordnet ist, dass er den Schwenkhebel in dessen Auslösestellung
fixiert, wenn er aus seiner Ruhestellung in seine Auslösestellung geschwenkt ist,
wobei der zweite Hebelarm des Schwenkhebels eine Verlängerung aufweist, die sich in
Richtung quer zur Schwenkachse von dieser weg erstreckt, und der zweite Hebelarm des
Hebels und die Verlängerung des Schwenkhebels so ausgebildet sind, dass der zweite
Hebelarm mit seinem freien Ende an der Verlängerung angreift.
[0029] Obwohl es grundsätzlich möglich ist, das Abfallen des Ankers des Magnetauslösers
nach dem Unterbrechen des Nebenstrompfads im Kurzschlussfall und das Ansprechen des
Schallschlosses zum Bewegen der Kontaktplatte in ihre endgültige AUS-Stellung so aufeinander
abzustimmen, dass ein erneutes Schließen des Hauptstrompfads verhindert wird, wird
hierdurch erreicht, dass auf einfache Weise die Kontaktplatte von dem auf das Schaltschloss
einwirkenden Hebel über den auf die Kontaktplatte einwirkenden Schwenkhebel in ihrer
Öffnungs- oder Auslösestellung fixiert werden kann. Somit können der Magnetauslöser
und das Schaltschloss unabhängig voneinander für ihre jeweiligen Schaltaufgaben optimiert
werden.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0030] Die Erfindung wird im Folgenden beispielsweise anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1A eine schematische Schnittdarstellung eines Leitungsschutzschalters gemäß
einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung im eingeschalteten Zustand,
Figur 1B das Schaltbild des Leitungsschutzschalters nach Figur 1A, wobei die Stromführung
im eingeschalteten Zustand fett hervorgehoben ist,
Figur 2A den erfindungsgemäßen Leitungsschutzschalter bei Überstrom,
Figur 2B das Schaltbild des Leitungsschutzschalters, wobei die Stromführung bei Überstrom
fett hervorgehoben ist,
Figur 3 den Leitungsschutzschalter beim Auftreten eines Kurzschlusses,
Figur 4A den Leitungsschutzschalter gemäß der vorliegenden Erfindung im ausgeschalteten
Zustand,
Figur 4B das Schaltbild des ausgeschalteten Leitungsschutzschalters,
Figur 5A eine schematische Schnittdarstellung eines Leitungsschutzschalters gemäß
einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung im eingeschalteten Zustand,
Figur 5B eine schematische vergrößerte Schnittdarstellung des Auslösemechnismus des
Leitungsschutzschalters nach Figur 5A
Figur 5C das Schaltbild des Leitungsschutzschalters nach Figur 5A, wobei die Stromführung
im eingeschalteten Zustand fett hervorgehoben ist,
Figur 6A den erfindungsgemäßen Leitungsschutzschalter bei Überstrom,
Figur 6B das Schaltbild des erfindungsgemäßen Leitungsschutzschalters bei Überstrom,
Figur 7A den erfindungsgemäßen Leitungsschutzschalter im ausgeschalteten Zustand nach
Überstrom,
Figur 7B das Schaltbild des erfindungsgemäßen Leitungsschutzschalters im ausgeschalteten
Zustand nach Überstrom,
Figur 8A den erfindungsgemäßen Leitungsschutzschalter beim Auftreten eines Kurzschlusses,
Figur 8B das Schaltbild des erfindungsgemäßen Leitungsschutzschalters bei Kurzschluss,
Figur 9A den Leitungsschutzschalter gemäß der vorliegenden Erfindung im ausgeschalteten
Zustand nach Kurzschluss, und
Figur 9B das Schaltbild des nach Kurzschluss ausgeschalteten erfindungsgemäßen Leitungsschutzschalters.
[0031] In den verschiedenen Figuren der Zeichnung sind einander entsprechende Bauteile mit
gleichen Bezugszeichen versehen.
[0032] Wie in Figur 1A und 1B dargestellt ist, weist der Leitungsschutzschalter gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung einen Magnetauslöser 10 mit einer Spule 11
und einem Anker 12 auf, der über einen Schlagstift 14 auf eine Kontaktplatte 15 einwirkt.
Die Spule 11 ist mit ihrem einen Ende mit einer Anschlussklemme 16 und mit ihrem anderen
Ende mit einem ersten Kontakt 17 verbunden. Im eingeschalteten Zustand ist der Kontakt
17 über die Kontaktplatte 15, an der der Gegenkontakt zum ersten Kontakt 17 ausgebildet
ist, mit einem zweiten Kontakt 18 verbunden, der über ein elektrisches Leitungselement,
das einen Hauptstrompfad 19 bildet, mit einer weiteren Anschlussklemme 20 verbunden
ist. Der Hauptstrompfad 19 liegt im eingeschalteten Zustand mit der Spule 11 des Magnetauslösers
10 in Reihe und verbindet so gemeinsam mit der Spule 11 die beiden Anschlussklemmen
16 und 20 des erfindungsgemäßen Leitungsschutzschalters. Im störungsfreien Betrieb
werden also die Anschlussklemmen 16 und 20 ausschließlich durch die Reihenschaltung
von der Spule 11, dem ersten Kontakt 17, der Kontaktplatte 15, dem zweiten Kontakt
18 und dem elektrischen Leitungselement des Hauptstrompfads 19 verbunden.
[0033] Parallel zum Hauptstrompfad 19 ist ein Nebenstrompfad 21 zwischen einen dritten Kontakt
22 und der weiteren Anschlussklemme 20 geschaltet. Der dritte Kontakt 22, der in der
Figur 1A sowie auch in den anderen Schnittdarstellungen des Leitungsschutzschalters
durch den ersten Kontakt 17 verdeckt ist, wirkt ebenfalls mit der Kontaktplatte 15
zusammen. Der dritte Kontakt 22 ist elektrisch mit einem vorzugsweise von einem Bimetallelement
gebildeten thermischen Auslöser 23 verbunden, der mit einem thermischen Unterbrecher-
und Auslöseeinsatz 24 in Reihe geschaltet ist. Der Unterbrecher- und Auslöseeinsatz
24 ist auswechselbar zwischen zwei nicht schaltende Kontaktelemente 25, 26, die als
Klemmkontakte ausgebildet sein können, eingesetzt, von denen das erste Kontaktelement
25 über ein Leitungselement 27 mit dem thermischen Auslöser 23 und das zweite Kontaktelement
26 über ein weiteres Leitungselement 28 mit der weiteren Anschlussklemme 20 verbunden
ist. Es ist jedoch auch möglich, die Reihenfolge von thermischem Auslöser 23 und Unterbrecher-
und Auslöseeinsatz 24 je nach den Einbaubedingungen im Leitungsschutzschalter umzukehren,
so dass der Unterbrecher- und Auslöseeinsatz 24 unmittelbar mit dem dritten Kontakt
22 verbunden ist, während der thermischen Auslöser 23 zwischen dem Unterbrecher- und
Auslöseeinsatz 24 und der weiteren Anschlussklemme 20 angeordnet ist.
[0034] Der Unterbrecher- und Auslöseeinsatz 24 weist einen Schlagstift 29 auf, mit dem er
auf ein Schaltschloss 30 einwirkt, wie durch die gestrichelte Linie 31 in Figur 1B
angedeutet ist. Das Bimetallelement des thermischen Auslösers 23 wirkt ebenfalls auf
das Schaltschloss 30 ein, wie durch die gestrichelte Linie 32 angedeutet ist.
[0035] Das Schaltschloss 30, das unten soweit erforderlich näher beschrieben wird, ist auch
von einem manuellen Schalter 33 betätigbar und wirkt seinerseits auch auf den Schalter
33 ein, wie durch den gestrichelten Doppelpfeil 34 gezeigt ist, um diesen in seine
AUS-Stellung zu bewegen, wenn der Leitungsschutzschalter im Störungsfalle den gestörten
Bereich des Stromnetzes unterbricht, wenn also der Leitungsschutzschalter aufgrund
eines Überstroms oder eines Kurzschlusses sowohl den Haupt- als auch den Nebenstrompfad
zwischen den Anschlussklemmen 16, 20 unterbricht.
[0036] Die vorzugsweise im Wesentlichen dreieckige oder V-förmige Kontaktplatte 15 weist
eine nicht näher dargestellte Durchgangsöffnung oder Durchgangsbereich zwischen den
Schenkeln des V auf und ist, wie besonders gut in Figur 4A zu erkennen ist, auf einem
Schaft 35 eines Kontaktplattenträgers 36 gelagert, der sich durch die Durchgangsöffnung
oder den Durchgangsbereich der Kontaktplatte 15 hindurch erstreckt. Der Kontaktplattenträger
36 und sein Schaft 35 sind parallel zur Schlagrichtung des Schlagstifts 14 des Magnetauslösers
10 in einem Gehäuse 37 des Leitungsschutzschalters verschiebbar gelagert. Zusammen
mit der Kontaktplatte 15 ist eine Feder 38 auf dem Schaft 35 gelagert, die sich mit
ihrem einen Ende an einer Schulter 39 des Kontaktplattenträgers 36 und mit ihrem anderen
Ende auf der Kontaktplatte 15 abstützt, um diese wie in Figur 1A dargestellt ist,
mit den ersten bis dritten Kontakten 17, 18, 22 oder wie in Figur 4A dargestellt,
mit einer Halteschulter 40 am Schaft 35 des Kontaktplattenträgers 36 in Eingriff zu
halten.
[0037] Wie in Figur 1A gezeigt ist, wird der Kontaktplattenträger 36 von einer Klinke 41
gegen die Kraft einer Schaltfeder 42 in seiner EIN-Stellung gehalten, in der die Kontaktplatte
15 von der Halteschulter 40 abgehoben ist und unter dem Druck der Feder 38 auf den
Kontakten 17, 18, 22 aufliegt, um den Leitungsschutzschalter in seinem EIN-Zustand
zu halten.
[0038] Im störungsfreien Normalbetrieb des erfindungsgemäßen Leitungsschutzschalters fließt
der Strom von der Anschlussklemme 16 über die Spule 11 des Magnetauslösers 10 zum
ersten Kontakt 17, über die Kontaktplatte 15 zum zweiten Kontakt 18 sowie über das
elektrische Leitungselement des Hauptstrompfads 19 zur weiteren Anschlussklemme 20.
Obwohl der Kontakt 22 geschlossen ist, fließt über den Nebenstrompfad mit dem thermischen
Auslöser 23 und dem Unterbrecher- und Auslöseeinsatz 24 praktisch kein Strom, da der
Nebenstrompfad 21 durch den Hauptstrompfad 19 kurzgeschlossen ist.
[0039] Tritt aufgrund einer Störung auf der Verbraucherseite des Stromnetzes ein Überstrom
auf, so spricht der Magnetauslöser 10 an und der Anker 12 schlägt den Schlagstift
14 gegen die Kontaktplatte 15, wie in Figur 2A gezeigt und in Figur 2B durch die gestrichelte
Wirklinie 43 dargestellt ist. Die Kontaktplatte 15 wird dadurch gegen die Kraft der
Feder 38 um eine von den Kontakten 17, 22 gebildete Schwenkachse geschwenkt, so dass
die Kontaktplatte 15 mit ihrem entsprechenden Gegenkontakt vom Kontakt 18 abgehoben
wird und der Kontakt 18 somit geöffnet ist, während der erste und dritte Kontakt 17,
22 geschlossen bleiben. Im dargestellten Fall ist als Feder 38 eine Druckfeder dargestellt,
die durch die Schwenkbewegung der Kontaktplatte 15 weiter zusammengedrückt wird, wodurch
die Kontaktplatte 15 mit erhöhter Kraft mit den Kontakten 17 und 22 in Eingriff gehalten
wird. Der Überstrom fließt weiterhin durch die Spule 11 des Magnetauslösers 10, die
Kontaktplatte 15 und nunmehr über den Nebenstrompfad 21 und damit durch das Bimetallelement
des thermischen Auslösers 23 und den Unterbrecher- und Auslöseeinsatz 24. Der Überstrom
erwärmt das Bimetallelement, bringt aber nicht den Unterbrecher- und Auslöseeinsatz
24 zum Ansprechen. Da der Überstrom beim Öffnen des ersten Kontakts 17, also beim
Unterbrechen des Hauptstrompfads 19 nicht unterbrochen, sondern nur auf den Nebenstrompfad
21 geleitet wird, tritt beim Öffnen des ersten Kontakts 17 kein Lichtbogen auf.
[0040] Durch den Überstrom wird das Bimetallelement des thermischen Auslösers 23 in Richtung
des in Figur 2A gezeigten Pfeils A verbogen und tritt mit einer ersten Kontaktnase
41' an der Klinke 41 in Kontakt und verschwenkt diese im Uhrzeigersinn um ihre Drehachse
44 gegen die Kraft einer nicht näher dargestellten Klinkenfeder, so dass die Klinke
41 einen Haltestift 45 am Kontaktplattenträger 36 freigibt. Die Schaltfeder 42 zieht
nach der Freigabe des Haltestiftes 45 des Kontaktplattenträgers 36 diesen in seine
in Figur 4A dargestellte AUS-Stellung. Gleichzeitig verschwenkt die Schaltfeder 42,
die an einem drehbar gelagerten Schalthebel 46 des Schalters 33 abgestützt ist, den
Schalthebel 46 in seine in Figur 4A dargestellte, den AUS-Zustand des Leitungsschutzschalters
anzeigende Stellung.
[0041] Wird nach der Behebung der Störung im Stromnetz der Schalter 33 manuell wieder in
seine EIN-Stellung gebracht, wird also der Schalthebel 46 aus der in Figur 4A dargestellten
Stellung im Uhrzeigersinn in die in Figur 1A dargestellte Stellung zurückbewegt, so
wird durch diese Bewegung auch die Klinke 41 aus ihrer in Figur 4A gezeigten AUS-Stellung
wieder in die in Figur 1A gezeigte EIN-Stellung bewegt, wobei sie wieder in Eingriff
mit der Klinkenfeder gelangt, die die Klinke 41 dabei in Gegenuhrzeigerrichtung so
verschwenkt, dass sie mit dem Haltestift 45 am Kontaktplattenträger 36 in Eingriff
gebracht beziehungsweise gehalten wird. Bei der weiteren Bewegung des Schalthebels
46 und der Klinke 41 wird der Kontaktplattenträger 36, der mit seinem Haltestift 45
mit der Klinke 41 in Eingriff steht, von der am drehbaren Schalthebel 46 angelenkten
Klinke 41 wieder in seine Schließ- oder EIN-Stellung bewegt. Dabei wird die Schaltfeder
42 gespannt.
[0042] Wurde der erfindungsgemäße Leitungsschutzschalter aufgrund eines Überstroms durch
den thermischen Auslöser 23 in seinen AUS-Zustand geschaltet, so ist er nach Beseitigung
der Störung ohne weitere Maßnahmen sofort wieder einschaltbar. Auch für den Fall,
dass der Überstrom nur kurzfristig am Leitungsschutzschalter anlag, da beispielsweise
ein nachgeschalteter Leitungsschutzschalter angesprochen hat und den gestörten Bereich
des Stromnetzes abgeschaltet hat, fällt der Anker 12 zurück und die Feder 38 kann
die Kontaktplatte wieder in die in Figur 1A dargestellte EIN-Stellung bringen.
[0043] Tritt jedoch ein Kurzschluss auf, so spricht wie im Fall eines Überstroms zunächst
der Magnetauslöser 10 an und unterbricht den Hauptstrompfad 19, so dass der Kurzschlussstrom
über den Nebenstrompfad fließt. Anders als beim Überstrom spricht jetzt der Unterbrecher-
und Auslöseeinsatz 24 an, der praktisch gleichzeitig den Nebenstrompfad unterbricht
und mittels seines Schlagstiftes 29 einen schwenkbar gelagerten Hebel 48 des Schaltschlosses
30 gegen den Uhrzeigersinn verschwenkt, wie in Figur 3A dargestellt. Der Hebel 48
weist an seinem Lagerteil 49 einen Nocken 50 auf, der mit einer zweiten Kontaktnase
51 der Klinke 41 bei der Schwenkbewegung in Eingriff tritt und diese gegen die Kraft
der Klinkenfeder im Uhrzeigersinn verschwenkt, so dass sie den Haltestift 45 des Kontaktplattenträgers
36 freigibt, woraufhin der Kontaktplattenträger 36 wie im Falle eines Überstroms von
der Schaltfeder 42 in seine in Figur 4A dargestellte AUS-Stellung gezogen wird. Hierbei
werden die aufgrund der Unterbrechung des Haupt- und Nebenstrompfads stromlosen Kontakte
17, 22 geöffnet, ohne dass es zu einem Lichtbogen kommen kann.
[0044] Der Unterbrecher- und Auslöseeinsatz 24 wird hierbei zweckmäßigerweise von einem
Schmelzeinsatz gebildet, dessen Schmelzdraht und/oder Haltedraht in nicht näher dargestellter
Weise den Kontaktstift 29 gegen die Kraft einer Auslösefeder in seiner in den Figuren
1A, 2A und 4A dargestellten Bereitschaftsstellung hält. Sobald der Schmelzdraht und
gegebenenfalls der Haltedraht des Schmelzeinsatzes aufgrund eines hohen Kurzschlussstroms
schmilzt, wird der Schlagstift 29 von der im Schmelzeinsatz vorgesehenen Auslösefeder
schlagartig in seine Auslösestellung bewegt, wodurch er das Schaltschloss 30 wie oben
beschrieben betätigt.
[0045] Nach dem Auslösen des Leitungsschutzschalters im Kurzschlussfall muss der Unterbrecher-und
Auslöseeinsatz 24 ersetzt werden. Hierfür ist, wie in der Zeichnung gestrichelt angedeutet,
am Gehäuse 37 des Leitungsschutzschalters eine abnehmbare Kappe 52 oder dergleichen
vorgesehen. Insbesondere ist die Kappe 52 mit einer stabförmigen Verlängerung 53 versehen,
die an ihrem freien Ende einen Haken 54 aufweist, der unter oder hinter den Unterbrecher-
und Auslöseeinsatz 24 greift. Wird die Kappe 52, gegebenenfalls nach dem Lösen von
geeigneten Befestigungsmitteln (nicht dargestellt), in der Zeichnung nach oben abgenommen,
so wird gleichzeitig der Unterbrecher- und Auslöseeinsatz 24 mit nach oben genommen
und zwischen den Klemmenkontaktelementen 25, 26 herausgezogen. Der Unterbrecher- und
Auslöseeinsatz 24 lässt sich somit ohne Werkzeug aus dem erfindungsgemäßen Leitungsschutzschalter
entnehmen und durch einen neuen ersetzen. Da der Schalthebel 46 im eingeschalteten
Zustand mit seinem Betätigungsabschnitt die Kappe 52 gegen ein Abnehmen sichert, muss
der Leitungsschutzschalter vor dem Auswechseln des Unterbrecher- und Auslöseeinsatzes
24 ausgeschaltet werden. Erfolgt dies jedoch nicht vorher, so wird der Leitungsschutzschalter
zwangsweise ausgeschaltet, da nicht nur der Betätigungsabschnitt des Schalthebels
46 des manuellen Schalters 33 die Abnahme der Kappe 52 blockiert und somit bei der
Abnahme der Kappe 52 zwangsweise betätigt wird, sondern da auch der Hebel 48, der
mit dem Schlagstift 29 des Unterbrecher- und Auslöseeinsatzes 24 zusammenwirkt, betätigt
wird. Somit kann sichergestellt werden, dass der nach der Abnahme der Kappe 52 geöffnete
Bereich des Leitungsschutzschalters spannungsfrei geschaltet ist. Die den Unterbrecher-
und Auslöseeinsatz (24) abdeckende Kappe (52) ist also nur im ausgeschalteten Zustand
des Leitungsschutzschalters abnehmbar.
[0046] Wie in Figur 5A und 5B dargestellt ist, weist ein Leitungsschutzschalter gemäß einem
anderen Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung einen Magnetauslöser 10 mit einer Spule
11 und einem Anker 12 auf, der über einen Schlagstift 14 und einen Schwenkhebel 114,
der unten noch näher beschrieben wird, auf eine Kontaktplatte 15 einwirkt. Die Spule
11 ist mit ihrem einen Ende mit einer Anschlussklemme 16 und mit ihrem anderen Ende
mit einem ersten Kontakt 17 verbunden. Im eingeschalteten Zustand ist der Kontakt
17 über die Kontaktplatte 15, an der ein Gegenkontakt 17' (siehe Figur 5B) zum ersten
Kontakt 17 ausgebildet ist, mit einem zweiten Kontakt 18 verbunden, der über ein elektrisches
Leitungselement, das einen Hauptstrompfad 19 bildet, mit einer weiteren Anschlussklemme
20 verbunden ist. Der Hauptstrompfad 19 liegt im eingeschalteten Zustand mit der Spule
11 des Magnetauslösers 10 in Reihe und verbindet so gemeinsam mit der Spule 11 die
beiden Anschlussklemmen 16 und 20 des erfindungsgemäßen Leitungsschutzschalters. Im
störungsfreien Betrieb werden also die Anschlussklemmen 16 und 20 ausschließlich durch
die Reihenschaltung von der Spule 11, dem ersten Kontakt 17, der Kontaktplatte 15,
dem zweiten Kontakt 18 und dem elektrischen Leitungselement des Hauptstrompfads 19
verbunden.
[0047] Parallel zum Hauptstrompfad 19 ist ein Nebenstrompfad 21 zwischen einen dritten Kontakt
22 und der weiteren Anschlussklemme 20 geschaltet. Der dritte Kontakt 22, der in der
Figur 5A sowie auch in den anderen Schnittdarstellungen des Leitungsschutzschalters
durch den ersten Kontakt 17 verdeckt ist, wirkt ebenfalls mit der Kontaktplatte 15
zusammen. Der dritte Kontakt 22 ist elektrisch mit einem vorzugsweise von einem Bimetallelement
gebildeten thermischen Auslöser 23 verbunden, der mit einem thermischen Unterbrecher-
und Auslöseeinsatz 24 in Reihe geschaltet ist. Der Unterbrecher- und Auslöseeinsatz
24 ist auswechselbar zwischen zwei nicht schaltende Kontaktelemente eingesetzt, von
denen ein erstes Kontaktelement 25 über ein Leitungselement 27 mit dem thermischen
Auslöser 23 und ein zweites Kontaktelement über ein weiteres Leitungselement (nicht
gezeigt) mit der weiteren Anschlussklemme 20 verbunden ist. Es ist jedoch auch möglich,
die Reihenfolge von thermischem Auslöser 23 und Unterbrecher- und Auslöseeinsatz 24
je nach den Einbaubedingungen im Leitungsschutzschalter umzukehren, so dass der Unterbrecher-
und Auslöseeinsatz 24 unmittelbar mit dem dritten Kontakt 22 verbunden ist, während
der thermischen Auslöser 23 zwischen dem Unterbrecher- und Auslöseeinsatz 24 und der
weiteren Anschlussklemme 20 angeordnet ist.
[0048] Der Unterbrecher- und Auslöseeinsatz 24 weist einen Schlagstift 29 auf, mit dem er
über einen Hebel 148 auf ein Schaltschloss 30 einwirkt, wie durch die gestrichelte
Linie 31 in Figur 5C angedeutet ist. Das Bimetallelement des thermischen Auslösers
23 wirkt ebenfalls auf das Schaltschloss 30 ein, wie durch die gestrichelte Linie
32 angedeutet ist.
[0049] Das Schaltschloss 30, das unten soweit erforderlich näher beschrieben wird, ist auch
von einem manuellen Schalter 33 betätigbar und wirkt seinerseits auch auf den Schalter
33 ein, wie durch den gestrichelten Doppelpfeil 34 gezeigt ist, um diesen in seine
AUS-Stellung zu bewegen, wenn der Leitungsschutzschalter im Störungsfalle den gestörten
Bereich des Stromnetzes unterbricht, wenn also der Leitungsschutzschalter aufgrund
eines Überstroms oder eines Kurzschlusses sowohl den Haupt- als auch den Nebenstrompfad
19, 21 zwischen den Anschlussklemmen 16, 20 unterbricht.
[0050] Die Kontaktplatte 15 ist verschieb- und schwenkbar an einem Kontaktplattenträger
36 gelagert, der seinerseits parallel zur Schlagrichtung des Schlagstifts 14 des Magnetauslösers
10 in einem Gehäuse 37 des Leitungsschutzschalters verschiebbar gelagert ist. Zusammen
mit der Kontaktplatte 15 ist eine Feder 38 an dem Kontaktplattenträger 36 gelagert,
die sich mit ihrem einen Ende an dem Kontaktplattenträger 36 und mit ihrem anderen
Ende auf der Kontaktplatte 15 abstützt, um diese wie in Figur 5A dargestellt ist,
mit den ersten bis dritten Kontakten 17, 18, 22 oder wie beispielsweise in Figur 7A
dargestellt, mit einer Halteschulter 40 am Kontaktplattenträger 36 in Eingriff zu
halten.
[0051] Die Kontaktplatte 15 weist (siehe Figur 5B) drei Gegenkontakte 17', 18' und 22' auf
(von denen der dritte Gegenkontakt 22' entsprechend dem dritten Kontakt 22 in der
Zeichnung durch den ersten Gegenkontakt 17' verdeckt ist), mit denen sie mit den ersten
bis dritten Kontakten 17, 18 und 22 in Eingriff bringbar ist und die ein Dreieck bilden,
das der Dreiecksanordnung der ersten bis dritten Kontakten 17, 18 und 22 entspricht.
Die Kontaktplatte 15 weist ferner eine sich von einer von dem ersten und dem dritten
Kontakt 17, 22 gebildeten Schwenkachse und von dem Bereich 15" der Dreiecksanordnung
der Gegenkontakte 17', 18', 22' wegerstreckende Verlängerung 15' (siehe Figur 5B)
auf. Die Feder 38, die die Kontaktplatte 15 in Eingriff mit den ersten bis dritten
Kontakten 17, 18 und 22 hält, greift innerhalb des von den Kontakten 17, 18, 22 gebildeten
Dreiecks, also im Bereich 15" der Dreiecksanordnung der Gegenkontakte 17', 18', 22'
an der Kontaktplatte 15 an.
[0052] Der Schwenkhebel 114 ist um eine Schwenkachse 114' schwenkbar, die im Wesentlichen
parallel zu der von dem ersten und dem dritten Gegenkontakt 17', 22' gebildeten Schwenkachse
der Kontaktplatte 15 verläuft, und weist einen ersten Hebelarm 115, an dem im Störfall
der Schlagstift 14 des Magnetauslösers 10 angreift, und einen zweiten Hebelarm 116
mit einer Kontaknase 116' auf, mit der Schwenkhebel 114 im Störfall auf die Verlängerung
15' der Kontaktplatte 15 einwirkt, um diese um ihre von dem ersten und dem dritten
Gegenkontakt 17', 22' gebildete Schwenkachse zu verschwenken. Anstelle der Kontaktnase
116' kann der Schwenkhebel 114 auch einen anderen geeignet gestalteten Kontaktbereich
zum Eingriff mit der Kontaktplatte 15 aufweisen. Ferner ist an dem zweiten Hebelarm
116 des Schwenkhebels 114 eine Verlängerung 117 vorgesehen, die sich in Richtung quer
zur Schwenkachse 115 von dieser weg erstreckt.
[0053] Wie in Figur 5A und 5B gezeigt ist, wird der Kontaktplattenträger 36 von einer Klinke
41 gegen die Kraft einer Schaltfeder 42 und der Feder 38 in seiner EIN-Stellung gehalten,
in der die Kontaktplatte 15 von der Halteschulter 40 abgehoben ist und unter dem Druck
der Feder 38 auf den Kontakten 17, 18, 22 aufliegt, um den Leitungsschutzschalter
in seinem EIN-Zustand zu halten.
[0054] Im störungsfreien Normalbetrieb des erfindungsgemäßen Leitungsschutzschalters fließt
der Strom von der Anschlussklemme 16 über die Spule 11 des Magnetauslösers 10 zum
ersten Kontakt 17, über die Kontaktplatte 15 zum zweiten Kontakt 18 sowie über das
elektrische Leitungselement des Hauptstrompfads 19 zur weiteren Anschlussklemme 20.
Obwohl der Kontakt 22 geschlossen ist, fließt über den Nebenstrompfad 21 mit dem thermischen
Auslöser 23 und dem Unterbrecher- und Auslöseeinsatz 24 praktisch kein Strom, da der
Nebenstrompfad 21 durch den Hauptstrompfad 19 kurzgeschlossen ist.
[0055] Tritt aufgrund einer Störung auf der Verbraucherseite des Leitungsschutzschalters
ein Überstrom auf, so spricht der Magnetauslöser 10 an und der Anker 12 schlägt den
Schlagstift 14 gegen den ersten Hebelarm 115 um den Schwenkhebel 114 um seine Schwenkachse
14' im dargestellten Ausführungsbeispiel im Uhrzeigersinn zu schwenken, so dass er
mit der am zweiten Hebelarm 116 vorgesehenen Kontaktnase 116' auf die Verlängerung
15' der Kontaktplatte 15 einwirkt, wie in Figur 6A gezeigt und in Figur 6B durch die
gestrichelte Wirklinie 43 dargestellt ist. Die Kontaktplatte 15 wird dadurch gegen
die Kraft der Feder 38 um die von den Gegenkontakten 17', 22' gebildete Schwenkachse
geschwenkt, so dass die Kontaktplatte 15 mit ihrem entsprechenden Gegenkontakt 18'
vom Kontakt 18 abgehoben wird und der Kontakt 18 somit geöffnet ist, während der erste
und dritte Kontakt 17, 22 geschlossen bleiben. Im dargestellten Fall ist als Feder
38 eine Druckfeder dargestellt, die durch die Schwenkbewegung der Kontaktplatte 15
weiter zusammengedrückt wird, wodurch die Kontaktplatte 15 mit erhöhter Kraft mit
den Kontakten 17 und 22 in Eingriff gehalten wird. Ferner erzeugt auch der Magnetauslöser
10 eine Kraft, die von seinem Schlagstift 14 über den Schwenkhebel 114 in der gleichen
Richtung auf die Kontaktplatte 15 einwirkt wie die Kraft der Feder 38, jedoch auf
der anderen Seite der Schwenkachse. Die Kontaktplatte 15 wird dadurch nach Art einer
Wippe mit ihren Gegenkontakten 17', 22' gegen die Kontakte 17, 22 gedrückt, so dass
beim Öffnen des zweiten Kontakts 18 ein Öffnen des ersten und dritten Kontakts 17,
22 sicher verhindert wird, da die beim Öffnen des zweiten Kontakts 18 auf die Kontaktplatte
15 einwirkenden Kräfte von derselben Seite und nicht wie bisher von zwei Seiten auf
diese einwirken. Die einander entgegengesetzte Wirkung der Schließ- und Öffnungskräfte
wird dabei durch die Ausgestaltung der Kontaktplatte 15 als Schwenkplatte oder Wippe
erreicht.
[0056] Die Dauer des Unterbrechens des Hauptstrompfads 19, also die Dauer des Öffnens des
zweiten Kontakts 18 kann dabei durch eine geeignete Abstimmung der Kräfte der Feder
38 und des Magnetauslösers 10 auf die Masse und Struktur der Kontaktplatte 15 minimiert
werden.
[0057] Nach dem Öffnen des zweiten Kontakts 18 und der Unterbrechung des Hauptstrompfads
19 fließt der Überstrom weiterhin durch die Spule 11 des Magnetauslösers 10, die Kontaktplatte
15 und nunmehr über den Nebenstrompfad 21 und damit durch das Bimetallelement des
thermischen Auslösers 23 und durch den Unterbrecher- und Auslöseeinsatz 24. Der Überstrom
erwärmt das Bimetallelement, bringt aber nicht den Unterbrecher- und Auslöseeinsatz
24 zum Ansprechen. Da der Überstrom beim Öffnen des zweiten Kontakts 18, also beim
Unterbrechen des Hauptstrompfads 19 nicht unterbrochen, sondern nur auf den Nebenstrompfad
21 geleitet wird, tritt beim Öffnen des zweitn Kontakts 18 kein Lichtbogen auf.
[0058] Durch den Überstrom wird das Bimetallelement des thermischen Auslösers 23 in Richtung
des in Figur 6A gezeigten Pfeils A verbogen und tritt mit einem Kontaktarm 143 an
der Klinke 41 in Kontakt und verschwenkt diese im Uhrzeigersinn um ihre Drehachse
44 gegen die Kraft einer nicht näher dargestellten Klinkenfeder, so dass die Klinke
41 einen Haltestift 45 am Kontaktplattenträger 36 freigibt. Die Schaltfeder 42 zieht
nach der Freigabe des Haltestiftes 45 des Kontaktplattenträgers 36 diesen in seine
in Figur 7A dargestellte AUS-Stellung. Gleichzeitig verschwenkt die Schaltfeder 42,
die an einem drehbar gelagerten Schalthebel 46 des Schalters 33 abgestützt ist, den
Schalthebel 46 in seine in Figur 7A dargestellte, den AUS-Zustand des Leitungsschutzschalters
anzeigende Stellung.
[0059] Wird nach der Behebung der Störung im Stromnetz der Schalter 33 manuell wieder in
seine EIN-Stellung gebracht, wird also der Schalthebel 46 aus der in Figur 7A dargestellten
Stellung im Uhrzeigersinn in die in Figur 5A oder 6A dargestellte Stellung zurückbewegt,
so wird durch diese Bewegung auch die Klinke 41 aus ihrer in Figur 7A gezeigten AUS-Stellung
wieder in die in Figur 5A oder 6A gezeigte EIN-Stellung bewegt, wobei sie wieder in
Eingriff mit der Klinkenfeder gelangt, die die Klinke 41 dabei in Gegenuhrzeigerrichtung
so verschwenkt, dass sie mit dem Haltestift 45 am Kontaktplattenträger 36 in Eingriff
gebracht beziehungsweise gehalten wird. Bei der weiteren Bewegung des Schalthebels
46 und der Klinke 41 wird der Kontaktplattenträger 36, der über seinen Haltestift
45 mit der Klinke 41 in Eingriff steht, von der am drehbaren Schalthebel 46 angelenkten
Klinke 41 wieder in seine Schließ- oder EIN-Stellung bewegt. Dabei wird die Schaltfeder
42 gespannt und der Schalthebel 46 in Übertotpunktlage gehalten.
[0060] Wurde der erfindungsgemäße Leitungsschutzschalter aufgrund eines Überstroms durch
den thermischen Auslöser 23 in seinen AUS-Zustand geschaltet, so ist er nach Beseitigung
der Störung ohne weitere Maßnahmen sofort wieder einschaltbar. Auch für den Fall,
dass der Überstrom nur kurzfristig am Leitungsschutzschalter anlag, da beispielsweise
ein nachgeschalteter Leitungsschutzschalter angesprochen hat und den gestörten Bereich
des Stromnetzes abgeschaltet hat, fällt der Anker 12 zurück und die Feder 38 kann
die Kontaktplatte 15 wieder in die in Figur 5A oder 6A dargestellte EIN-Stellung bringen.
[0061] Tritt jedoch ein Kurzschluss auf, so spricht wie im Fall eines Überstroms zunächst
der Magnetauslöser 10 an und unterbricht den Hauptstrompfad 19, wie in Figur 8B durch
die gestrichelte Wirklinie 43 dargestellt ist, so dass der Kurzschlussstrom nur über
den Nebenstrompfad 21 fließt. Anders als beim Überstrom spricht jedoch jetzt der Unterbrecher-
und Auslöseeinsatz 24 an, der praktisch gleichzeitig den Nebenstrompfad 21 unterbricht
und mittels seines Schlagstiftes 29 den Hebel 148 im Uhrzeigersinn schwenkt, wie in
Figur 8A dargestellt.
[0062] Der Hebel 148, der um eine Schwenkachse 149 schwenkbar gelagert ist, weist einen
ersten Hebelarm 150, an dem der Schlagstift 29 des Unterbrecher- und Auslöseeinsatz
24 angreift, und einen zweiten Hebelarm 151 auf, an dem ein Fortsatz 152 ausgebildet
ist, der auf den Kontaktarm 143 der Klinke 41 des Schaltschlosses 30 einwirkt, um
den Kontaktplattenträger 36 freizugeben, so dass dieser von der Schaltfeder 42 in
die AUS-Stellung gebracht werden kann.
[0063] Wird der Hebel 148 aus seiner in Figur 5A gezeigten Ruhestellung durch den Schlagstift
29 des Unterbrecher- und Auslöseeinsatz 24 in die in Figur 8A gezeigte Auslösestellung
geschwenkt, so drückt er mit der freien Spitze des Fortsatzes 152 auf den ersten Kontaktarm
143 der Klinke 41 und schwenkt diese gegen die Kraft der Klinkenfeder im Uhrzeigersinn,
so dass sie den Haltestift 45 des Kontaktplattenträgers 36 freigibt, woraufhin der
Kontaktplattenträger 36 wie im Falle eines Überstroms von der Schaltfeder 42 in seine
in Figur 9A dargestellte AUS-Stellung gezogen wird. Hierbei werden die aufgrund der
Unterbrechung des Haupt- und Nebenstrompfads stromlosen Kontakte 17, 22 geöffnet,
ohne dass es zu einem Lichtbogen kommen kann.
[0064] Um nach dem Unterbrechen des Nebenstrompfads zu verhindern, dass die Kontaktplatte
15, die nun nicht mehr von dem Magnetauslöser 10 in ihrer in Figur 8A gezeigten Stellung
gehalten wird, in ihre Schließstellung zurück fällt, was dazu führen würde, dass der
Kurzschlußstrom über den Hauptstrompfad 19 fließen würde und dass beim Öffnen der
ersten und zweiten Kontakte 17 und 18 ein unerwünschter Lichtbogen aufträte, sind
der zweite Hebelann 151 des Hebels 148 und die Verlängerung 117 des Schwenkhebels
114 so ausgebildet, dass der zweite Hebelarm 151 mit seinem freien Ende 151' an einer
Seitenfläche 117' der Verlängerung 117 angreift, so dass der sich in seiner Auslösestellung
befindliche Schwenkhebel 114 daran gehindert ist in seine Ruhestellung zurückzukehren,
sobald der Schlagstift 14 des Magnetauslösers 10 diesen nicht mehr in seiner Öffnungs-
oder Auslösestellung hält. Der zweite Hebearm 151 des vom Schlagstift 29 des Unterbrecher-
und Auslöseeinsatz 24 verschwenkten Hebels 148 hält somit den Schwenkhebel 114 und
damit die Kontaktplatte 15 in der Stellung, in der der zweite Kontakt 18 geöffnet
und der Hauptstrompfad 19 unterbrochen ist, so dass sowohl der Haupt- als auch Nebenstrompfad
zuverlässig stromlos gehalten werden, bis die Kontaktplatte 15 und der sie tragende
Kontaktplattenträger 36 von der Schaltfeder 42 des Schaltschlosses 30 in die in Figur
9A dargestellte AUS-Stellung gezogen wurde.
[0065] Der Unterbrecher- und Auslöseeinsatz 24 wird hierbei zweckmäßigerweise von einem
Schmelzeinsatz gebildet, dessen Schmelzdraht und/oder Haltedraht in nicht näher dargestellter
Weise den Kontaktstift 29 gegen die Kraft einer Auslösefeder in seiner in den Figuren
5A, 5B und 6A dargestellten Bereitschaftsstellung hält. Sobald der Schmelzdraht und
der Haltedraht des Schmelzeinsatzes aufgrund eines hohen Kurzschlussstroms schmilzt,
wird der Schlagstift 29 von der im Schmelzeinsatz vorgesehenen Auslösefeder schlagartig
in seine Auslösestellung bewegt, wodurch er das Schaltschloss 30 über den Hebel 148
wie oben beschrieben betätigt.
[0066] Nach dem Auslösen des Leitungsschutzschalters im Kurzschlussfall muss der Unterbrecher-und
Auslöseeinsatz 24 wie oben beschrieben ersetzt werden.
1. Leitungsschutzschalter mit zwei parallel geführten Strompfaden mit je einer Kontaktstelle
(15, 18; 15, 22), die als Haupt- und Nebenstrompfad (19, 21) über eine Kontakteinrichtung
(15, 17, 18, 22) mit einer Spule (11) eines Magnetauslösers (10) in Reihe geschaltet
sind, dessen Anker (12) im Störungsfall die Kontaktstelle (15, 18) des Hauptstrompfads
(19) öffnet, der ausschließlich nur durch die Reihenschaltung der Kontakteinrichtung
(15, 17, 18) mit der Spule (11) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Nebenstrompfad (21) ein Unterbrecher- und Auslöseeinsatz (24) angeordnet ist,
der im Kurzschlussfall den Nebenstrompfad unterbricht und ein Schaltschloss (30) zur
Öffnung und Fixierung der Kontakteinrichtung (15, 17, 18, 22) auslöst.
2. Leitungsschutzschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterbrecher-und Auslöseeinsatz (24) im Nebenstrompfad (21) austauschbar zwischen
zwei Kontaktelementen (25, 26), insbesondere Klemmenkontaktelementen angeordnet ist.
3. Leitungsschutzschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterbrecher- und Auslöseeinsatz (24) ein Schmelzeinsatz ist, dessen Schmelzdraht
einen Schlagstift (29) gegen die Kraft einer Feder in seiner Bereitschaftsstellung
hält.
4. Leitungsschutzschalter nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine den Unterbrecher- und Auslöseeinsatz (24) im Nebenstrompfad (21) abdeckende
Gehäusekappe (52) nur im ausgeschalteten Zustand des Leitungsschutzschalters, insbesondere
zum Austauschen des Unterbrecher- und Auslöseeinsatzes (24) abnehmbar ist.
5. Leitungsschutzschalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakteinrichtung eine Kontaktplatte (15) aufweist, die mit drei Kontakten (17,
18, 22) in Eingriff bringbar ist, von denen der erste Kontakt (17) mit einer Anschlussklemme
(16), der zweite Kontakt (18) mit einer weiteren Anschlussklemme (20) und der dritte
Kontakt (22) mit dem Unterbrecher- und Auslöseeinsatz (24) im Nebenstrompfad (21)
verbunden ist.
6. Leitungsschutzschalter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Kontakt (22) über einen thermischen Auslöser (23), der insbesondere als
Bimetallelement ausgebildet ist, mit dem Unterbrecher- und Auslöseeinsatz (24) im
Nebenstrompfad (21) verbunden ist, und/oder dass die Kontaktplatte (15) auf einem
Schaft (35) eines Kontaktplattenträger (36) angeordnet ist und von einer Feder (38)
gegen die Kontakte (17, 18, 22) gedrückt wird, wenn der Kontaktplattenträger (36)
seine EIN-Stellung einnimmt.
7. Leitungsschutzschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktplatte (15) zum Öffnen der Kontaktstelle des Hauptstrompfads (19) vom
Anker (12) des Magnetauslösers (10) gegen die Kraft der Feder (38) um eine vom ersten
und dritten Kontakt (17, 22) gebildete Schwenkachse vom zweiten Kontakt (18) wegschwenkbar
ist, und/oder dass die Kontaktplatte (15) unter der Wirkung einer Schaltfeder (42)
von den Kontakten (17, 18, 22) trennbar ist.
8. Leitungsschutzschalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktplattenträger (36) und damit auch die Kontaktplatte (15) von der am Kontaktplattenträger
(36) angreifenden Schaltfeder (42) zum Öffnen der Kontaktstellen aus seiner/ihrer
Schließ- oder EIN-Stellung in seine/ihre Offen- oder AUS-Stellung bewegbar ist, und/oder
dass der Kontaktplattenträger (36) von einer Klinke (41) des Schaltschlosses (30)
in seiner Schließ- oder EIN-Stellung fixierbar ist.
9. Leitungsschutzschalter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der thermische Auslöser (23) und der Schlagstift (29) des Unterbrecher- und Auslöseeinsatz
(24) jeweils im Auslösefall auf die Klinke (41) des Schaltschlosses (30) einwirken,
um die Fixierung des Kontaktplattenträger (36) zum Öffnen der Kontaktstellen zu lösen.
10. Leitungsschutzschalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakteinrichtung eine Kontaktplatte (15) aufweist, die mit drei Kontakten (17,
18, 22) in Eingriff bringbar ist, die ein Dreieck bilden und von denen der erste Kontakt
(17) mit der Spule (11) des Magnetauslösers (10), der zweite Kontakt (18) mit dem
Hauptstrompfad (19) und der dritte Kontakt (22) mit dem Nebenstrompfad (21) verbunden
ist, dass die Kontaktplatte (15) von einer Feder (38) gegen die Kontakte (17, 18,
22) gedrückt wird, die innerhalb des von den Kontakten (17, 18, 22) gebildeten Dreiecks
an der Kontaktplatte (15) angreift, und dass der Anker (12) des Magnetauslösers (10)
im Störungsfall über einen Schwenkhebel (114) eine Kraft auf die Kontaktplatte (15)
ausübt, die in derselben Richtung auf die Kontaktplatte (15) einwirkt wie die Kraft
der Feder (38), um die Kontaktplatte (15) um eine vom ersten und dritten Kontakt (17,
22) gebildete Schwenkachse gegen die Kraft der Feder (38) zu verschwenken und um so
die Kontaktplatte (15) zum Öffnen der Kontaktstelle des Hauptstrompfads (19) vom zweiten
Kontakt (18) abzuheben.
11. Leitungsschutzschalter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktplatte (15) eine sich von der vom ersten und dritten Kontakt (17, 22)
gebildeten Schwenkachse und vom Bereich der Dreiecksanordnung der Kontakte (17, 18,
22) weg erstreckende Verlängerung (15') aufweist, an der der Schwenkhebel (114) angreift,
und/oder dass die Kontaktplatte (15) drei Gegenkontakte (17', 18', 22') aufweist,
mit denen sie mit den ersten bis dritten Kontakten (17, 18, 22) in Eingriff bringbar
ist.
12. Leitungsschutzschalter nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkhebel (114) um eine Schwenkachse (114') schwenkbar ist, die im Wesentlichen
parallel zu der von dem ersten und dem dritten Kontakt (17, 22) gebildeten Schwenkachse
der Kontaktplatte (15) verläuft, und dass er einen ersten Hebelarm (115), an dem der
Schlagstift (14) des Magnetauslösers (10) angreift, und einen zweiten Hebelarm (116)
aufweist, mit dem Schwenkhebel (114) mit der Verlängerung (15') der Kontaktplatte
(15) in Eingriff bringbar ist, um den zweiten Kontakt (18, 18') zu öffnen.
13. Leitungsschutzschalter nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterbrecher- und Auslöseeinsatz (24) einen Schlagstift (29) aufweist, mit dem
er über einen Hebel (148) auf das Schaltschloss (30) einwirkt.
14. Leitungsschutzschalter nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (148) einen ersten Hebelarm (150), an dem der Schlagstift (29) des Unterbrecher-
und Auslöseeinsatz (24) angreift, und einen zweiten Hebelarm (151) aufweist, über
den er auf die Klinke (41) des Schaltschlosses (30) einwirkt, wobei am zweiten Hebelarm
(151) ein Fortsatz (152) ausgebildet ist, der auf die Klinke (41) des Schaltschlosses
(30) einwirkt.
15. Leitungsschutzschalter nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der auf das Schaltschloss (30) einwirkende Hebel (148) relativ zum auf die Kontaktplatte
(15) einwirkenden Schwenkhebel (114) so angeordnet ist, dass er den Schwenkhebel (114)
in dessen Auslösestellung fixiert, wenn er aus seiner Ruhestellung in seine Auslösestellung
geschwenkt ist, wobei der zweite Hebelarm (116) des Schwenkhebels (114) eine Verlängerung
(117) aufweist, die sich in Richtung quer zur Schwenkachse (114') von dieser weg erstreckt,
und der zweite Hebelarm (151) des Hebels (148) und die Verlängerung (117) des Schwenkhebels
(114) so ausgebildet sind, dass der zweite Hebelarm (151) mit seinem freien Ende (151')
an der Verlängerung (117) angreift.
1. Circuit breaker with two current paths routed in parallel, each with one contact point
(15, 18; 15, 22), which as a main and secondary current path (19, 21) are connected
via a contact device (15, 17, 18, 22) in series with a coil (11) as a magnetic trip
device (10), the armature (12) of which opens the contact point (15, 18) of the main
current path (19), which is formed exclusively by the series connection of the contact
device (15, 17, 18) to the coil (11), in the event of a fault characterized in that in the secondary current path (21) an interruption and triggering element (24) is
arranged, which in the event of a short-circuit interrupts the secondary current path
and triggers a latching mechanism (30) for opening and fixing the contact device (15,
17, 18, 22) .
2. Circuit breaker according to Claim 1, characterized in that the interruption and triggering element (24) is arranged in the secondary current
path (21) in a replaceable manner between two contact elements (25, 26), in particular
terminal contact elements.
3. Circuit breaker according to Claim 1 or Claim 2, characterized in that the interruption and triggering element (24) is a fuse element, the fusible wire
of which holds a striker pin (29) in its standby position against the force of a spring.
4. Circuit breaker according to Claim 1, 2 or 3, characterized in that a housing cover (52) which covers the interruption and triggering element (24) in
the secondary current path (21) is only removable in the deactivated state of the
circuit breaker, in particular to replace the interruption and triggering element
(24).
5. Circuit breaker according to any of the preceding claims, characterized in that the contact device has a contact plate (15), which can be brought into engagement
with three contacts (17, 18, 22), of which the first contact (17) is connected to
a connection terminal (16), the second contact (18) is connected to a further connection
terminal (20) and the third contact (22) is connected to the interruption and triggering
element (24) in the secondary current path (21) .
6. Circuit breaker according to Claim 5, characterized in that the third contact (22) is connected via a thermal trip device (23), which is configured
in particular as a bimetallic element, to the interruption and triggering element
(24) in the secondary current path (21), and/or that the contact plate (15) is arranged
on a shaft (35) of a contact plate carrier (36) and is pressed by a spring (38) against
the contacts (17, 18, 22) when the contact plate carrier (36) occupies its ON-position.
7. Circuit breaker according to Claim 6, characterized in that in order to open the contact point of the main current path (19), the contact plate
(15) can be pivoted by the armature (12) of the magnetic trip device (10) away from
the second contact (18) about a pivot axis formed by the first and third contact (17,
22) against the force of the spring (38), and/or that the contact plate (15) can be
disconnected from the contacts (17, 18, 22) under the action of a switching spring
(42).
8. Circuit breaker according to Claim 7, characterized in that in order to open the contact points, the contact plate carrier (36) and therefore
also the contact plate (15) can be moved from its/their closed or ON-position into
its/their open or OFF-position by the switching spring (42), which engages with the
contact plate carrier (36), and/or that the contact plate carrier (36) can be fixed
in its closed or ON-position by a latch (41) of the latching mechanism (30).
9. Circuit breaker according to Claim 8, characterized in that the thermal trip device (23) and the striker pin (29) of the interruption and triggering
element (24) each act upon the latch (41) of the latching mechanism (30) in the event
of a trip, in order to release the fixing of the contact plate carrier (36) to open
the contact points.
10. Circuit breaker according to any of the preceding claims, characterized in that the contact device has a contact plate (15), which can be brought into engagement
with three contacts (17, 18, 22) which form a triangle, and the first contact (17)
of which is connected to the coil (11) of the magnetic trip device (10), the second
contact (18) is connected to the main current path (19) and the third contact (22)
to the secondary current path (21), that the contact plate (15) is pressed by a spring
(38) against the contacts (17, 18, 22), which spring engages with the contact plate
(15) inside the triangle formed by the contacts (17, 18, 22), and that in the event
of a fault the armature (12) of the magnetic trip device (10) exerts a force on the
contact plate (15) via a pivot lever (114), which acts on the contact plate (15) in
the same direction as the force of the spring (38), in order to pivot the contact
plate (15) about a pivot axis formed by the first and third contact (17, 22) against
the force of the spring (38) and thus to lift the contact plate (15) off the second
contact (18) to open the contact point of the main current path (19).
11. Circuit breaker according to Claim 10, characterized in that the contact plate (15) has a pivot axis formed by the first and third contact (17,
22) and an extension (15'), which extends away from the region of the triangular arrangement
of the contacts (17, 18, 22) and with which the pivot lever (114) engages, and/or
that the contact plate (15) has three mating contacts (17', 18', 22'), with which
it can be brought into engagement with the first to third contacts (17, 18, 22).
12. Circuit breaker according to Claim 10 or 11, characterized in that the pivot lever (114) can be pivoted about a pivot axis (114'), which runs substantially
parallel to the pivot axis of the contact plate (15) formed by the first and third
contact (17, 22), and that it has a first lever arm (115) with which the striker pin
(14) of the magnetic trip device (10) engages, and a second lever arm (116), with
which the pivot lever (114) can be brought into engagement with the extension (15')
of the contact plate (15) in order to open the second contact (18, 18').
13. Circuit breaker according to any one of Claims 10 to 12, characterized in that the interruption and triggering element (24) has a striker pin (29) with which it
acts on the latching mechanism (30) via a lever (148).
14. Circuit breaker according to Claim 13, characterized in that the lever (148) has a first lever arm (150) with which the striker pin (29) of the
interruption and triggering element (24) engages, and a second lever arm (151), via
which it acts on the latch (41) of the latching mechanism (30), wherein on the second
lever arm (151) a continuation (152) is formed which acts on the latch (41) of the
latching mechanism (30).
15. Circuit breaker according to Claim 13 or 14, characterized in that the lever (148) acting on the latching mechanism (30) is arranged relative to the
pivot lever (114) acting on the contact plate (15) such that said lever fixes the
pivot lever (114) in the trip position thereof when it is pivoted out of its rest
position into its trip position, wherein the second lever arm (116) of the pivot lever
(114) has an extension (117) which extends away from the pivot axis (114') in the
direction perpendicular thereto, and the second lever arm (151) of the lever (148)
and the extension (117) of the pivot lever (114) are configured such that the second
lever arm (151) engages with its free end (151') on the extension (117) .
1. Disjoncteur de protection comprenant deux trajets de courant menés parallèlement ayant
chacun un point de contact (15, 18 ; 15, 22) qui, à titre de trajets de courant principal
et secondaire (19, 21), sont branchés en série à une bobine (11) d'un déclencheur
magnétique (10) via un moyen de mise en contact (15, 17, 18, 22), déclencheur dont
l'induit (12) ouvre le point de contact (15, 18) du trajet de courant principal (19)
en cas de perturbation, qui est formé exclusivement par le branchement en série du
moyen de mise en contact (15, 17, 18) avec la bobine (11), caractérisé en ce que dans le trajet de courant secondaire (21) est prévu un insert d'interruption et de
déclenchement (24) qui, en cas de court-circuit, interrompt le trajet de courant secondaire
et déclenche une serrure de commutation (30) pour ouvrir et fixer le moyen de mise
en contact (15, 17, 18, 22).
2. Disjoncteur de protection selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'insert d'interruption et de déclenchement (24) est agencé dans le trajet de courant
secondaire (21) de façon interchangeable entre deux éléments de contact (25, 26),
en particulier entre deux éléments de contact à borne.
3. Disjoncteur de protection selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'insert d'interruption et de déclenchement (24) est un insert fusible dont le fil
fusible retient un percuteur (29) dans sa position opérationnelle, à l'encontre de
la force d'un ressort.
4. Disjoncteur de protection selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce qu'un capot de boîtier (52) recouvrant l'insert d'interruption et de déclenchement (24)
dans le trajet de courant secondaire (21) n'est amovible que dans l'état éteint du
disjoncteur de protection, en particulier pour changer l'insert d'interruption et
de déclenchement (24).
5. Disjoncteur de protection selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen de mise en contact comprend une plaque de contact (15) susceptible de venir
en engagement avec trois contacts (17, 18, 22) dont le premier contact (17) est connecté
à une borne de raccordement (16), le second contact (18) est connecté à une autre
borne de raccordement (20) et le troisième contact (22) est connecté à l'insert d'interruption
et de déclenchement (24) dans le trajet de courant secondaire (21).
6. Disjoncteur de protection selon la revendication 5, caractérisé en ce que le troisième contact (22) est connecté à l'insert d'interruption et de déclenchement
(24) dans le trajet de courant secondaire (21) par un déclencheur thermique (23) qui
est réalisé en particulier sous forme d'élément bimétallique, et/ou
en ce que la plaque de contact (15) est agencée sur une tige (35) d'un support de plaque de
contact (36) et est pressée par un ressort (38) contre les contacts (17, 18, 22) lorsque
le support de plaque de contact (36) prend sa position ON.
7. Disjoncteur de protection selon la revendication 6, caractérisé en ce que pour ouvrir le point de contact du trajet de courant principal (19) de l'induit (12)
du déclencheur magnétique (10) à l'encontre de la force du ressort (38), la plaque
de contact (15) peut être basculée autour d'un axe de basculement, formé par le premier
et par le troisième contact (17, 22), en éloignement du second contact (18), et/ou
en ce que la plaque de contact (15) peut être séparée des contacts (17, 18, 22) sous l'effet
d'un ressort de commutation (42).
8. Disjoncteur de protection selon la revendication 7, caractérisé en ce que pour ouvrir les points de contact, le support de plaque de contact (36) et ainsi
également la plaque de contact (15) peuvent être déplacés de leur position fermée
ou ON jusque dans leur position ouverte ou OFF par le ressort de commutation (42)
attaquant le support de plaque de contact (36), et/ou en ce que
le support de plaque de contact (36) peut être fixé dans sa position fermée ou ON
par un cliquet (41) de la serrure de commutation (30).
9. Disjoncteur de protection selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'en cas de déclenchement, le déclencheur thermique (23) et le percuteur (29) de l'insert
d'interruption et de déclenchement (24) agissent chacun sur le cliquet (41) de la
serrure de commutation (30) pour désolidariser la fixation du support de plaque de
contact (36) pour ouvrir les points de contact.
10. Disjoncteur de protection selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen de mise en contact comprend une plaque de contact (15) qui peut être amenée
en engagement avec trois contacts (17, 18, 22) qui forment un triangle et dont le
premier contact (17) est connecté à la bobine (11) du déclencheur magnétique (10),
le second contact (18) est connecté au trajet de courant principal (19), et le troisième
contact (22) est connecté au trajet de courant secondaire (21), en ce que la plaque de contact (15) est pressée contre les contacts (17, 18, 22) par un ressort
(38) qui attaque la plaque de contact (15) à l'intérieur du triangle formé par les
contacts (17, 18, 22), et en ce qu'en cas de perturbation, l'induit (12) du déclencheur magnétique (10) exerce une force
sur la plaque de contact (15) par un levier basculant (114), qui agit sur la plaque
de contact (15) dans la même direction que la force du ressort (38) pour basculer
la plaque de contact (15) autour d'un axe de basculement formé par le premier et par
le troisième contact (17, 22) et pour ainsi soulever la plaque de contact (15) du
second contact (18) pour ouvrir le point de contact du trajet de courant principal
(19).
11. Disjoncteur de protection selon la revendication 10, caractérisé en ce que la plaque de contact (15) présente un prolongement (15') qui s'étend en éloignement
de l'axe de basculement formé par le premier et par le troisième contact (17, 22)
et en éloignement de la zone de l'agencement triangulaire des contacts (17, 18, 22),
prolongement sur lequel attaque le levier basculant (114), et/ou en ce que
la plaque de contact (15) présente trois contacts complémentaires (17', 18', 22')
par lesquels elle peut être amenée en engagement avec le premier, le second, le troisième
contacts (17, 18, 22).
12. Disjoncteur de protection selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que le levier basculant (114) est mobile en basculement autour d'un axe de basculement
(114') qui s'étend sensiblement parallèlement à l'axe de basculement de la plaque
de contact (15) formé par le premier et par le troisième contact (17, 22), et en ce qu'il comprend un premier bras de levier (115) sur lequel attaque le percuteur (14) du
déclencheur magnétique (10), et un second bras de levier (116) par lequel le levier
basculant (114) peut être amené en engagement avec le prolongement (15') de la plaque
de contact (15) pour ouvrir le second contact (18, 18').
13. Disjoncteur de protection selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que l'insert d'interruption et de déclenchement (24) comprend un percuteur (29) par lequel
il agit sur la serrure de commutation (30) via un levier (148).
14. Disjoncteur de protection selon la revendication 13, caractérisé en ce que le levier (148) comprend un premier bras de levier (150) sur lequel attaque le percuteur
(29) de l'insert d'interruption et de déclenchement (24), et un second bras de levier
(151) via lequel il agit sur le cliquet (41) de la serrure de commutation (30), un
prolongement (152) étant réalisé sur le second bras de levier (151) qui agit sur le
cliquet (41) de la serrure de commutation (30).
15. Disjoncteur de protection selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce que le levier (148) agissant sur la serrure de commutation (30) est agencé par rapport
au levier basculant (114) agissant sur la plaque de contact (15) de manière à fixer
le levier basculant (114) dans sa position de déclenchement lorsqu'il est basculé
depuis sa position de repos jusque dans sa position de déclenchement, le second bras
de levier (116) du levier basculant (114) comprenant un prolongement (117) qui s'étend
en direction transversale à l'axe de basculement (114') en éloignement de celui-ci,
et le second bras de levier (151) du levier (148) et le prolongement (117) du levier
basculant (114) sont réalisés de telle sorte que le second bras de levier (151) attaque
par son extrémité libre (151') le prolongement (117).