[0001] Erfindung betrifft ein Fahrzeug zur oberirdischen Montage von Rohren, insbesondere
von Sammelschienenrohren für Umspannwerke, wobei das Fahrzeug ein Fahrwerk, einen
oberhalb des Fahrwerks angeordneten Aufbau sowie eine Hebevorrichtung umfasst. Die
Hebevorrichtung weist einen Arm und eine Rohraufnahme auf, wobei ein erstes Endes
des Armes mit dem Aufbau verbunden ist. Der Arm ist so gestaltet, dass die Höhe eines
zweiten Endes des Armes und damit die Höhe der Rohraufnahme veränderbar ist.
[0002] Derartige Fahrzeuge sind aus der Praxis bekannt. Beispielsweise bei der Montage von
Sammelschienenrohren in Umspannwerken werden bisher ein oder zwei Fahrzeugkräne verwendet,
welche das Sammelschienenrohr in Aufnahmen von Sammelschienenträgern eines Umspannwerkes
hieven. Der bekannte Fahrzeugkran weist ein Fahrwerk sowie einen oberhalb des Fahrwerks
angeordneten Aufbau und eine Hebevorrichtung auf. Die Hebevorrichtung umfasst einen
Arm in Form eines höhenverschwenkbaren Teleskoparmes, wobei das erste Ende des Armes
mit dem Aufbau des Fahrzeugkrans verbunden ist. An einem zweiten Ende des Armes ist
ein Seil bzw. sind in mehrere Seile befestigt, welche an ihrem unteren Ende eine Rohraufnahme
beispielsweise in Form einer Schlaufe aufweisen.
[0003] Nachteilig an diesem aus der Praxis bekannten Stand der Technik ist vor allem, dass
die Rohre mit den Fahrzeugkränen sehr behutsam an die entsprechende Zielposition geführt
werden müssen. Denn häufig ist der Weg von einer Abladestelle der Sammelschienenrohre
bis zu der entsprechenden Zielposition des Sammelschienenrohrs in der Fläche und in
der Höhe sehr beengt, weil insbesondere in Umspannwerken viele Elemente (beispielsweise
Sammelschienen, Träger von Sammelschienen, von Trenn-, Erdungs- sowie Leistungsschaltern)
auf engem Raum fest installiert sind. Hinzu kommt, dass häufig viele dieser Elemente
auch während der Montage bzw. des Transportes der Sammelschienenrohre spannungsführend
sind, was zu einer weiteren Einengung führt. Dementsprechend gestaltet sich der Transport
und die Montage von Sammelschienenrohren, welche beispielsweise eine Länge von 22
m bei einem Durchmesser von 25 cm aufweisen, äußerst schwierig. So kann bereits ein
Windstoß ausreichen, dass das Sammelschienenrohr am Kranseil um 90° gedreht wird,
wenn keine anderweitigen Sicherungsmaßnahmen vorgenommen werden. Eine solche Sicherungsmaßnahme
besteht beispielsweise in der Verwendung eines zweiten Fahrzeugkranes, was aber wiederum
noch mehr Aufwand bei Transport und Montage von der Abladestelle zur Zielposition
des Sammelschienenrohrs bedeutet.
[0004] Der Erfindung liegt daher die technische Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeug der eingangs
genannten Art anzugeben, bei der die vorstehend beschriebenen Nachteile der bekannten
Ausführungsform zielführend vermieden werden können. Insbesondere liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, den Transport bzw. die oberirdische Montage von Rohren, insbesondere
von Sammelschienenrohren zu vereinfachen.
[0005] Zur Lösung dieser technischen Aufgabe lehrt die Erfindung ein Fahrzeug zur oberirdischen
Montage von Rohren, insbesondere von Sammelschienenrohren für Umspannwerke, wobei
das Fahrzeug ein Fahrwerk, einen oberhalb des Fahrwerks angeordneten Aufbau sowie
eine Hebevorrichtung umfasst, wobei die Hebevorrichtung einen Arm und eine Rohraufnahme
aufweist, wobei ein erstes Ende des Armes mit dem Aufbau verbunden ist, wobei der
Arm so gestaltet ist, dass die Höhe eines zweiten Ende des Armes und die Höhe der
Rohraufnahme veränderbar ist, wobei die Hebevorrichtung einen Rohrausrichter umfasst,
wobei die Rohraufnahme Bestandteil des Rohrausrichters ist, wobei der Rohrausrichter
mit dem zweiten Ende des Armes verbunden ist, wobei der Rohrausrichter einen Horizontalrotator
aufweist, wobei der Horizontalrotator mit der Rohraufnahme verbunden ist, so dass
ein in der Rohraufnahme aufgenommenes Rohr längs und quer zu einer Fahrtrichtung des
Fahrzeugs ausgerichtet werden kann.
[0006] Der Ausdruck "Horizontalrotator" meint insbesondere, dass die Drehbewegung des Horizontalrotators
in einer horizontalen Ebene stattfinden kann, wobei dieser Begriff insbesondere nicht
bedeuten soll, dass sich der Horizontalrotator nur in einer horizontalen Ebene drehen
darf. Der Ausdruck "längs und quer zu einer Fahrtrichtung" meint insbesondere die
Anordnung des Rohres bzw. der Fahrtrichtung aus der Vogelperspektive gesehen. Zweckmäßigerweise
ist das Fahrzeug so ausgebildet, dass die Drehachse des Horizontalrotators eine Position
senkrecht zu einer Aufstandsebene des Fahrzeugs einnehmen kann.
[0007] Der Horizontalrotator umfasst vorzugsweise ein Unterteil und ein Oberteil, wobei
ein Horizontaldrehlager zwischen dem Unterteil und dem Oberteil des Rotators angeordnet
ist. Es ist bevorzugt, dass das Oberteil des Horizontalrotators wenigstens mittelbar
und weiter bevorzugt unmittelbar mit der Rohraufnahme bzw. einer Unterseite der Rohraufnahme
neu verbunden ist. Der Horizontalrotator kann beispielsweise manuell (per Hand) oder
maschinell (z. B. elektrisch oder hydraulisch) angetrieben werden. Es ist besonders
bevorzugt, dass der Horizontalrotator feststellbar ist, so dass eine Drehbewegung
des Horizontalrotators nicht mehr möglich ist bzw. nur noch unter erhöhtem Kraftaufwand
möglich ist.
[0008] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass ein Rohrausrichter mit einem Horizontalrotator
die vorgenannten technischen Aufgaben zielführend löst.
[0009] Durch Verwendung eines Rohrausrichters wird erreicht, dass das Rohr starr zum Fahrzeug
ausgerichtet werden kann, so dass beispielsweise auch Sammelschienenrohre während
der Fahrt sicher beherrscht werden können. Hierdurch wird die Fahrt zwischen Abladestelle
der Rohre und deren Zielposition stark vereinfacht und kann entsprechend schneller
durchgeführt werden. Auch ist ein zweites Fahrzeug nicht mehr erforderlich, so dass
der Transport der Rohre deutlich vereinfacht wird. Der Horizontalrotator erlaubt eine
Rotation der Rohre relativ zum Fahrzeug dergestalt, dass die Rohre längs und quer
zur Fahrtrichtung ausgerichtet werden können. Hierdurch kann das Rohr sowohl während
der Fahrt als auch während der Aufnahme und des Einbaus stets optimal ausgerichtet
werden. In der Folge können insbesondere die Manöver der Aufnahme des Rohres und des
Rohreinbaus besonders effektiv gestaltet werden, da der Fahrer stets einen guten Blick
auf das Rohr hat und das Fahrzeug entsprechend leichter während dieser Manöver steuern
kann. Während der Fahrt hingegen ist eine Ausrichtung des Rohres längs zum Fahrzeug
vorteilhaft, um beispielsweise auch enge Gassen zügig passieren zu können. Daher wird
durch das erfindungsgemäße Fahrzeug der Aufwand bei Transport und Montage von Rohren
verringert. Vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung und deren Wirkungen werden nachfolgend
beschrieben.
[0010] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Horizontalrotator hydraulisch
antreibbar ausgebildet. Hierzu umfasst der Rohrausrichter zweckmäßigerweise wenigstens
einen hydraulischen Anschluss und weiter vorzugsweise wenigstens zwei hydraulische
Anschlüsse zwecks Verbindung des Horizontalrotators mit dem Fahrzeug bzw. mit dem
Arm. Es ist zweckmäßig, dass der Aufbau bzw. der Arm des Fahrzeugs wenigstens einen
Hydraulikanschluss und vorzugsweise wenigstens zwei Hydraulikanschlüsse umfasst. Der
bzw. die hydraulischen Anschlüsse des Rohrausrichters ist/sind vorzugsweise mit dem
Hydraulikanschluss bzw. den Hydraulikanschlüssen des Arms bzw. des Aufbaus verbunden.
Der Horizontalrotator ist bevorzugt für eine maximale Axialbelastung von wenigstens
3 kN, vorzugsweise von wenigstens 4 kN und besonders vorzugsweise von wenigstens 5
kN ausgelegt. Der Horizontalrotator ist zweckmäßigerweise ausgelegt für eine maximale
Axialbelastung von höchstens 100 kN, vorzugsweise von höchstens 80 kN und besonders
vorzugsweise von höchstens 60 kN.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Rohraufnahme so ausgebildet, dass
sie mechanisch betätigbar und vorzugsweise lediglich mechanisch betätigbar ist. Die
Rohraufnahme ist insbesondere so ausgebildet, dass eine Befestigung des Rohres in
der Rohraufnahme mechanisch und vorzugsweise rein mechanisch durchführbar ist. Der
Ausdruck "rein mechanisch" meint insbesondere, dass die Rohraufnahme weder elektrisch
noch hydraulisch betätigbar ist. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Rohraufnahme
zwingenartig und vorzugsweise schraubzwingenartig ausgebildet. Nach einer besonderen
Ausführungsform ist die Rohraufnahme so gestaltet, dass ein Schließen der Rohraufnahme
und ein Einspannen des Rohres voneinander entkoppelt sind, so dass die Rohraufnahme
bevorzugt wenigstens ein separat ausgebildetes Schließelement und vorzugsweise wenigstens
ein separat ausgebildetes Spannmittel aufweist.
[0012] Gemäß einer anderen Ausführungsform kann die Rohraufnahme auch als ein Greifer mit
beispielsweise zwei Greifarmen ausgebildet sein. Es ist möglich, dass die Rohraufnahme
so ausgebildet ist, dass ein Schließen der Rohraufnahme und ein Einspannen des Rohres
gleichzeitig vonstattengehen. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Rohraufnahme
wenigstens einen hydraulischen Anschluss und vorzugsweise zwei hydraulische Anschlüsse
aufweist, welche mit dem Aufbau / mit dem Arm / mit dem Horizontalrotator verbunden
werden können.
[0013] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Rohrausrichter bzw. die
Rohraufnahme so ausgebildet, dass das Rohr in einer gewünschten Position während einer
Fahrt des Fahrzeugs verbleiben kann. Der Begriff "Rohrausrichter" meint insbesondere
eine Vorrichtung aus ausschließlich starren bzw. feststellbaren Teilen, so dass beispielsweise
Elemente wie Kranseile ausgeschlossen sind. Der Ausdruck "Rohrausrichter" meint vorzugsweise
solche Vorrichtungen, welche ein oder mehrere bewegliche bzw. feststellbare Teile
zur Ausrichtung von Rohren umfassen. Ein bewegliches bzw. feststellbares Teil ist
beispielsweise der Horizontalrotator.
[0014] Es ist besonders bevorzugt, dass der Horizontalrotator einen Lösemechanismus aufweist,
durch welchen Lösemechanismus eine Feststellung des Horizontalrotators lösbar ist.
Gemäß einer Ausführungsform ist der Lösemechanismus vorzugsweise durch ein Betätigungselement
an einer Außenseite des Horizontalrotators betätigbar. Bevorzugt ist das Betätigungselement
so ausgebildet, dass ein Seil oder eine Schnur an dem Betätigungselement befestigt
werden kann. Hierdurch ist es beispielsweise möglich, dass während des Rohreinbaus
der Horizontalrotator erst dann gelöst wird, wenn sich die Monteure an den Aufnahmen
der Sammelschienenträger befinden. Dann müssen sie zum Lösen des Horizontalrotators
nur an dem Seil ziehen, um eine rotatorische Bewegungsfreiheit des Rohres zu erhalten,
so dass das Rohr besser in die Aufnahmen der Sammelschienenträger bewegt werden kann.
Dadurch entfällt der Arbeitsschritt, bei dem ein Monteur per Hebebühne hinauf zu der
Rohraufnahme bewegt wird, um dort den Lösemechanismus zu betätigen und um dann erst
die Fixierung in den Aufnahmen der Sammelschienenträger vorzunehmen. Es ist möglich,
dass eine Feststellung und/oder ein Lösen der Feststellung des Horizontalrotators
hydraulisch steuerbar ist. Zweckmäßigerweise umfasst der Lösemechanismus wenigstens
ein Ventil zur Steuerung des Lösens bzw. Feststellens.
[0015] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist der Rohrausrichter wenigstens
einen Fuß für einen Zinken einer Gabel auf, wobei der Fuß einen Einführschacht zur
Aufnahme des Zinkens umfasst. Vorzugsweise weist der Rohrausrichter zwei Füße auf,
wobei die zwei Füße je einen Einführschacht für einen Zinken einer Gabel umfassen.
Zweckmäßigerweise sind die zwei Füße über ein Verbindungselement miteinander verbunden.
Vorteilhafterweise ist der Fuß bzw. sind die Füße so aus ausgebildet, dass der Zinken
bzw. die Zinken innerhalb des Einführschachtes bzw. innerhalb der Einführschächte
derart gesichert werden können, dass ein Abrutschen des/der Zinken aus dem Einführschacht/den
Einführschächten bei vertikal gehaltenem Zinken bzw. vertikal gehaltenen Zinken unterbunden
wird. Zweckmäßigerweise weist der Fuß bzw. weisen die Füße ein bzw. je ein Sicherungselement
auf, beispielsweise in Form eines Bolzens mit - z.B. - einem Splint.
[0016] Vorteilhafterweise umfasst der Rohrausrichter eine Gabel mit wenigstens einem und
vorzugsweise mit wenigstens zwei Zinken. Es ist bevorzugt, dass ein Abstand zwischen
den Zinken einstellbar ist.
[0017] Gemäß einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform weist der Rohrausrichter ein
Hauptbein auf, wobei vorzugsweise der Horizontalrotator mit einem oberen Ende des
Hauptbeins verbunden ist. Zweckmäßigerweise ist das bzw. ist ein Unterteil des Horizontalrotators
mit dem oberen Ende des Hauptbeins verbunden und vorzugsweise starr verbunden. Das
Hauptbein ist beispielsweise als Rohr ausgebildet. Das Hauptbein ist vorzugsweise
wenigstens 0,75 m, weiter vorzugsweise wenigstens 1 m und besonders vorzugsweise wenigstens
1,25 m lang. Das Hauptbein weist besonders vorzugsweise eine solche Länge auf, welche
die Länge des Winkelstückes derart kompensiert, so dass die Rohraufnahme oberhalb
des zweiten Endes des Armes befindlich ist bzw. befindlich sein kann. Der Rohrausrichter
umfasst bevorzugt wenigstens ein Stützbein und vorzugsweise zwei Stützbeine. Das wenigstens
eine Stützbein ist bevorzugt einenends mit dem Hauptbein und weiter vorzugsweise anderenends
mit dem bzw. mit einem der Füße verbunden, so dass ein Dreieck entsteht. Vorzugsweise
ist je ein Stützbein mit einem der Füße einenends und mit dem Hauptbein anderenends
verbunden, so dass das Hauptbein und die zwei Stützbeine ein Dreibein bilden.
[0018] Zweckmäßigerweise umfasst die Rohraufnahme wenigstens ein Positionierelement, welches
Positionierelement eine Position des Rohres in der Rohraufnahme definiert. Es ist
bevorzugt, dass das Positionierelement starr mit dem Horizontalrotator bzw. starr
mit dem Oberteil des Horizontalrotators verbunden ist. Das Positionierelement ist
beispielsweise ein Winkelblech oder ist aus zwei halbringförmigen Stützen gebildet.
[0019] Es ist möglich, dass der Rohrausrichter ein Winkelstück aufweist, welches Winkelstück
bevorzugt an dem Arm angeschlossen ist. Das Winkelstück ist vorzugsweise so ausgebildet
bzw. so an dem Arm angeschlossen, dass es zwischen sich und dem Arm einen Winkel bildet,
wodurch das Winkelstück im Verhältnis zu dem Arm weiter nach unten ragt. Zweckmäßigerweise
ist an einem nach unten ragenden Ende des Winkelstücks die Gabel angeschlossen. Bevorzugt
ist das Winkelstück so ausgebildet, dass es in einer untersten Position des Armes
so weit nach unten ragt, dass die Gabel mit etwa waagerecht gehaltenem bzw. gehaltenen
Zinken den Boden erreicht.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist die Rohraufnahme wenigstens ein Schließelement
zum Schließen bzw. Öffnen der Rohraufnahme auf. Der Ausdruck "Schließen" meint insbesondere,
dass die Rohraufnahme das Rohr wenigstens abschnittsweise entlang der Längsachse des
Rohres um wenigstens 190° und vorzugsweise um 360° umschließen kann. Es ist bevorzugt,
dass die Rohraufnahme zwei Schließelemente umfasst. Vorteilhafterweise ist das Schließelement
ein Schwenkarm bzw. sind die Schließelemente Schwenkarme. Der wenigstens eine Schwenkarm
bzw. die Schwenkarme sind bevorzugt um eine Schwenkstange bzw. um Schwenkstangen schwenkbar
ausgebildet. Die Schwenkstange bzw. die Schwenkstangen sind vorzugsweise starr mit
dem Horizontalrotator bzw. mit dem Oberteil des Horizontalrotators verbunden. Vorzugsweise
ist die Schwenkstange bzw. sind die Schwenkstangen parallel zur Drehachse des Horizontalrotators
ausgerichtet. Vorteilhafterweise umfasst die Rohraufnahme je Schwenkstange ein Gegenstück,
mit welchem das Schließelement bzw. die Schließelemente, vorzugsweise verrastend,
beim Schließen verbunden werden kann/können. Es ist zweckmäßig, dass das Schließelement
bzw. die Schließelemente so ausgebildet ist/sind, dass eine geöffnete Stellung gesichert
werden kann.
[0021] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Rohraufnahme wenigstens ein Spannmittel
zur Befestigung des Rohres in der Rohraufnahme aufweist, wobei das Spannmittel vorzugsweise
an dem Schließelement angeschlossen ist. Vorzugsweise weist die Rohraufnahme wenigstens
zwei Spannmittel auf. Es ist vorteilhaft, wenn das Spannmittel bzw. wenn die Spannmittel
so ausgebildet ist/sind, dass es bzw. sie - vorzugsweise im Zusammenspiel mit einer
anderen Komponente - eine Spannkraft auf das Rohr ausüben kann bzw. können, damit
das Rohr kraftschlüssig in der Rohraufnahme gehalten wird. Die andere Komponente ist
beispielsweise das Positionierelement. Das Spannmittel ist vorzugsweise so ausgebildet,
dass es sich entlang einer geraden Linie auf das Rohr zubewegen kann. Das Spannmittel
bzw. die Spannmittel umfasst/umfassen vorzugsweise eine Gewindespindel. Die Kraftrichtung
des Spannmittels bzw. der Spannmittel ist vorzugsweise etwa in Richtung der Drehachse
des Horizontalrotators ausgerichtet.
[0022] Gemäß einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform weist der Rohrausrichter ein
Vertikaldrehlager auf, wobei das Vertikaldrehlager ein Verkippen des Horizontalrotators
bzw. der Rohraufnahme derart gestattet, dass eine Höhenposition des Horizontalrotators
bzw. der Rohraufnahme einstellbar ist/sind. Es ist bevorzugt, dass das Vertikaldrehlager
so ausgebildet ist, dass die Drehachse des Vertikaldrehlagers ein Verkippen des Horizontalrotators
bzw. der Rohraufnahme derart gestattet, dass die Drehachse des Horizontalrotators
parallel zu einer Aufstandsebene des Fahrzeugs angeordnet werden kann. Es ist besonders
bevorzugt, dass das Vertikaldrehlager ein Verkippen derart ermöglicht, dass die Rohraufnahme
am Boden liegende Rohre aufnehmen kann. Es ist sehr vorteilhaft, wenn das Vertikaldrehlager
so ausgebildet ist, dass es ein Verkippen derart ermöglicht, dass die Rohraufnahme
höher angeordnet werden kann als das zweite Ende des Armes bzw. dass die Rohraufnahme
den höchsten Punkt des Fahrzeugs darstellt.
[0023] Es ist bevorzugt, dass die Gabel das Vertikaldrehlager aufweist. Gemäß einer anderen
Ausführungsform ist die Gabel an das Vertikaldrehlager angeschlossen. Zweckmäßigerweise
ist das Vertikaldrehlager zwischen dem zweiten Ende des Armes und dem Horizontalrotator
/ dem Hauptbein / dem Fuß / dem bzw. den Zinken angeordnet. Das Vertikaldrehlager
ist vorteilhaft hydraulisch antreibbar ausgebildet. Das Vertikaldrehlager ist bevorzugt
feststellbar.
[0024] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Hebevorrichtung so ausgebildet,
dass das zweite Ende des Armes unterhalb eines obersten Punktes des Rohrausrichters
befindlich sein kann und dabei den Rohrausrichter nach oben bewegen kann. Insbesondere
ist die Rohraufnahme nicht lediglich an einem Seil befestigt, weil dann das zweite
Ende des Armes nicht unterhalb eines obersten Punktes des Rohrausrichters befindlich
sein kann und dabei gleichzeitig den Rohrausrichter nach oben bewegen kann. Vorzugsweise
ist der Arm ein Teleskoparm, welcher bevorzugt hydraulisch steuerbar ausgebildet ist.
Die Hebevorrichtung ist zweckmäßigerweise so ausgebildet, dass der Arm bzw. das zweite
Ende des Armes über eine Winkelveränderung zwischen dem Aufbau und dem Arm höhenverschwenkbar
ist. Die maximale Hubhöhe des zweiten Endes des Armes beträgt wenigstens 4 m, vorzugsweise
wenigstens 5 m und besonders vorzugsweise wenigstens 6 m. Die maximale Hubhöhe des
Armes beträgt zweckmäßigerweise höchstens 40 m, vorzugsweise höchstens 35 m und besonders
vorzugsweise höchstens 30 m. Der Begriff "Hubhöhe" meint insbesondere die Höhe der
obersten Spitze des zweiten Endes des Armes der Hebevorrichtung. Es ist möglich, dass
der Aufbau des Fahrzeuges drehbar um eine Aufbauachse zum Fahrwerk des Fahrzeuges
gelagert ist, wobei die Aufbauachse bevorzugt senkrecht zu einer Aufstandsfläche des
Fahrzeugs ausgerichtet ist. Das Fahrzeug weist zweckmäßigerweise Abstützungen auf,
welche eine Aufstandsfläche definieren, welche größer ist als eine durch Räder definierte
Aufstandsfläche.
[0025] Zur Lösung der technischen Aufgabe lehrt die Erfindung ein Werkzeug zur oberirdischen
Montage von Rohren, insbesondere von Sammelschienenrohren für Umspannwerke, insbesondere
gemäß einem oder mehrerer der Merkmale des erfindungsgemäßen Fahrzeuges, wobei das
Werkzeug wenigstens ein Hauptbein umfasst, wobei an einem oberen Ende des Hauptbeins
ein Horizontalrotator angeordnet ist, wobei auf dem Hotizontalrotator eine Rohraufnahme
befestigt ist, so dass die Rohraufnahme relativ zu dem Hauptbein drehbar angeordnet
ist.
[0026] Zweckmäßigerweise umfasst das Werkzeug wenigstens einen Fuß, wobei der Fuß einen
Einführschacht für einen Zinken einer Gabel aufweist. Das Hauptbein kann an seinem
unteren Ende mit dem Fuß verbunden sein und erstreckt sich bevorzugt schräg oder senkrecht
zu einer Oberseite des Fußes nach oben. Es ist vorteilhaft, dass das Werkzeug zwei
Füße aufweist, wobei die zwei Füße je einen Einführschacht für einen Zinken einer
Gabel aufweisen. Zweckmäßigerweise sind die zwei Füße über ein Verbindungselement
miteinander verbunden. Es ist bevorzugt, dass der Fuß bzw. die Füße und das Hauptbein
starr miteinander verbunden sind. Vorzugsweise ist das Hauptbein nicht verschwenkbar
relativ zu dem Fuß bzw. zu den Füßen ausgebildet.
[0027] Zur Lösung der technischen Aufgabe lehrt die Erfindung ein Verfahren zur oberirdischen
Montage von Rohren, insbesondere von Sammelschienenrohren für Umspannwerke, wobei
ein Fahrzeug - insbesondere ein erfindungsgemäßes Fahrzeug - eine Hebevorrichtung
mit einer Rohraufnahme sowie mit einem Horizontalrotator aufweist, wobei das Fahrzeug
zu einem abgelegten Rohr fährt und das Rohrende der Rohraufnahme aufgenommen wird,
wobei das Rohr mittels des Horizontalrotators gedreht wird, so dass sich ein Winkel
zwischen einer Längsachse des Rohres und einer Fahrtrichtung des Fahrzeugs verändert,
wobei das Rohr dann mittels des Fahrzeuges in einen Zielbereich verfahren wird, wobei
das Rohr anschließend über die Hebevorrichtung nach oben in eine Zielposition bewegt
wird.
[0028] Der Ausdruck "so dass sich ein Winkel zwischen der Längsachse des Rohres und einer
Fahrtrichtung des Fahrzeugs verändert" meint insbesondere einen Winkel gesehen aus
einer Vogelperspektive. Zweckmäßigerweise umfasst die Hebevorrichtung einen Arm und
insbesondere einen Teleskoparm. Der Horizontalrotator ist vorteilhafterweise so ausgebildet,
dass - aus einer Vogelperspektive gesehen - ein Winkel zwischen einer Längsachse des
Rohres und einer Längsachse des Armes einstellbar ist.
[0029] Es ist bevorzugt, dass der Horizontalrotator während der Fahrt des Rohres zum Zielbereich
wenigstens streckenweise festgestellt wird. Vorzugsweise umfasst der Horizontalrotator
einen Lösemechanismus, durch welchen Lösemechanismus ein Monteur die Feststellung
des Horizontalrotators in der Zielposition des Rohres löst, so dass der Monteur in
der Zielposition eine rotatorische Feinjustage zwecks Befestigung des Rohres vornehmen
kann. Die rotatorische Feinjustage findet vorzugsweise zu einem Zeitpunkt statt, während
das Rohr noch mittels eines Spannmittels bzw. mittels des/der Spannmittel eingespannt
ist. Es ist zweckmäßig, erst nach der rotatorischen Feinjustage und nach der Befestigung
des Rohres das/die Spannmittel zu lösen. Bevorzugt wird danach die Rohraufnahme über
ein Schließelement/über Schließelemente geöffnet, woraufhin die Rohraufnahme, beispielsweise
über einen/den Teleskoparm oder einen Fahrzeugmotor, zurückgefahren wird.
[0030] Es ist besonders bevorzugt, dass das Fahrzeug ein Vertikaldrehlager aufweist, durch
welches Vertikaldrehlager - nach der Aufnahme des Rohres durch die Rohraufnahme und
vor der Drehung durch den Horizontalrotator - die Rohraufnahme bzw. das Rohr nach
oben, vorzugsweise in eine Position oberhalb des restlichen Fahrzeugs, verschwenkt
wird bzw. werden. Nach der Drehung durch den Horizontalrotator ist das Fahrzeug fahrbereit.
[0031] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Werkzeug zur oberirdischen Montage von Rohren in einer Seitenansicht
mit einer in Fahrtrichtung ausgerichteten Rohraufnahme,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Rohrausrichters umfassend eine
Gabel und das Werkzeug aus Fig. 1, wobei das Werkzeug sich in einer etwa waagerechten
Position befindet und wobei die Rohraufnahme nun quer zur Fahrtrichtung eines Fahrzeugs
ausgerichtet ist,
- Fig. 3
- eine vergrößerte perspektivische Darstellung der Rohraufnahme aus Fig. 2,
- Fig. 4
- ein erfindungsgemäßes Fahrzeug mit dem Rohrausrichter aus Fig. 2, während der Aufnahme
eines Rohres,
- Fig. 5
- das Fahrzeug aus Fig. 4 während der Fahrt zu einer Zielposition und
- Fig. 6
- das Fahrzeug aus den Fig. 4 und 5 während einer Einbausituation des Rohres.
[0032] Fig. 1 zeigt einen stehenden, erfindungsgemäßen Rohrausrichter 7 zur oberirdischen
Montage von Rohren 1. Der Rohrausrichter 7 dieses Ausführungsbeispiels weist ein Werkzeug
27 zur oberirdischen Montage von Rohren 1, eine Gabel 28 sowie ein Winkelstück 23
auf. Dabei ist die Gabel 28 einenends mit dem Werkzeug 27 und anderenends mit dem
Winkelstück 23 verbunden. Das Winkelstück 23 wiederum ist an einen Arm 5 in Form eines
Teleskoparms eines in Fig. 1 nicht dargestellten Fahrzeugs angeschlossen. Die Gabel
28 umfasst ein Vertikaldrehlager 18, so dass Zinken 11 der Gabel 28 relativ zum Winkelstück
23 nach unten verschwenkt werden können.
[0033] Das Werkzeug 27 umfasst zwei Füße 10, ein Hauptbein 14, einen Horizontalrotator 8
sowie eine Rohraufnahme 6. Die Rohraufnahme 6 wurde mittels des Horizontalrotators
8 so gedreht, dass ein in der Rohraufnahme 6 befindliches und verkürzt dargestelltes
Rohr 1 etwa parallel zu den Füßen 10 ausgerichtet ist. Jeder der beiden Füße 10 ist
mit einem Stützbein 20 verbunden, wobei beide Stützbeine 20 mit ihrem oberen Ende
jeweils in einem oberen Bereich des Hauptbeins 14 mit dem Hauptbein 14 verbunden sind
und auf diese Weise ein Dreibein bilden.
[0034] Beide Füße 10 sind in diesem Ausführungsbeispiel als Hohlkantrohre ausgeführt und
weisen an ihrem jeweils linken Ende eine Einführöffnung auf, so dass beide Füße 10
jeweils einen Einführschacht 13 für die Zinken 11 der Gabel 28 aufweisen. An dem jeweils
rechten Ende der Füße 10 ist ein Verbindungselement 9 angeschlossen (in Fig. 1 nicht
erkennbar), welches die beiden Füße 10 miteinander verbindet. Ferner sind die beiden
Füße 10 auch über eine in Fig. ebenfalls nicht erkennbare Verbindungsstange etwa auf
der Höhe der unteren Enden der Stützbeine 20 miteinander verbunden. Das Hauptbein
14 ist an einer Oberseite des Verbindungselementes 9 angeschlossen und weist an seinem
oberen Ende einen Flansch zur Verbindung mit dem Horizontalrotator 8 auf.
[0035] Der Horizontalrotator 8 umfasst ein Unterteil, ein Oberteil sowie ein zwischen dem
Unterteil und dem Oberteil befindliches Horizontaldrehlager auf. Das Unterteil des
Horizontalrotators 8 weist an seiner Unterseite einen Sternflansch auf, welcher mittels
entsprechender Schrauben mit dem Flansch des Hauptbeins 14 verbunden ist. Das Oberteil
des Horizontalrotators 8 wiederum ist mit einer Unterseite der Rohraufnahme 6 verbunden,
so dass die Rohraufnahme 6 gegenüber dem Hauptbein 14 bzw. den Füßen 10, vorzugsweise
in einer Ebene parallel zu den Füßen 10, verdrehbar ist. Der Horizontalrotator 8 weist
zwei hydraulische Anschlüsse auf, welche über zwei hydraulische Leitungen 21 nach
unten geführt werden, wo diese etwa auf halber Höhe des Hauptbeins 14 enden.
[0036] In Fig. 2 ist das Werkzeug 27 aus Fig. 1 in einer waagerechten Position dargestellt.
Dies wurde erreicht, indem die Zinken 11 der Gabel 28 in die Einführschächte 13 eingeführt
und mit Sicherungsbolzen gesichert wurden. Anschließend wurde das Vertikaldrehlager
18 betätigt, so dass die Zinken 11 nach unten zeigen und das Werkzeug 27 in die waagerechte
Position überführt wurde. Im Unterschied zu Fig. 1 wurde in der in Fig. 2 dargestellten
Situation der Horizontalrotator 8 über die hydraulischen Leitungen 21 mit entsprechenden
hydraulischen Anschlüssen des Fahrzeuges verbunden. Schließlich wurde die Rohraufnahme
6 mittels des Horizontalrotators 8 gedreht, so dass die Rohraufnahme 6 aus einer Vogelperspektive
gesehen quer zu einer Fahrtrichtung des Fahrzeugs ausgerichtet ist. Hierzu wurde die
hydraulische Steuerung des Fahrzeuges genutzt, welche u. a. über die hydraulischen
Leitungen 21 mit dem Horizontaldrehlager 8 verbunden ist.
[0037] In Fig. 3 ist die Rohraufnahme 6 vergrößert dargestellt. Die Rohraufnahme 6 weist
zunächst ein Positionierelement 15 in Form eines Winkelblechs auf, so dass das in
Fig. 1 abgebildete Rohr 1 eine definierte Position innerhalb der Rohraufnahme 6 erhält.
Nach Hineinbewegen des Rohres 1 in die Rohraufnahme 6 werden Schließelemente 16 in
Form von Schwenkarmen um jeweils eine Schwenkstange 12 herumgeschwenkt. Durch das
Herumschwenken der Schließelemente 16 kommen die Schließelemente in Kontakt mit Gegenstücken
22 und werden mit diesen vorzugsweise rastend verbunden. Die Gegenstücke 22 liegen
bezüglich des Positionierelementes 15 den Schwenkstangen 12 gegenüber. An beide Schließelemente
16 ist jeweils ein Spannmittel 17, vorzugsweise in Form einer Gewindespindel, angeschlossen.
Beide Spannmittel 17 weisen an ihrem dem Rohr 1 zugewandten Ende einen Kopf auf, durch
welchen ein sicherer Sitz auf dem Rohr 1 gewährleistet wird. Beide Schließelemente
16 sind so ausgebildet, dass sie in ihrer Offenstellung gesichert werden können.
[0038] Fig. 4 zeigt das erfindungsgemäße Fahrzeug mit dem Rohrausrichter 7 der Fig. 1 bis
3. Das Fahrzeug weist ein Fahrwerk 2, einen Aufbau 3 sowie eine Hebevorrichtung 4
auf. Die Hebevorrichtung 4 umfasst den Arm 5 sowie den Rohrausrichter 7. Der Rohrausrichter
7 weist neben dem Werkzeug 27, der Gabel 28 und dem Vertikaldrehlager 18 in diesem
Ausführungsbeispiel noch ein Winkelstück 23 auf. Der Arm 5 dieses Ausführungsbeispiels
ist höhenverschwenkbar und nach unten nur bis etwa zu einer Horizontalen verschwenkbar,
so dass das Winkelstück 23 gewährleistet, dass die Zinken 11 auch in einer waagerechten
Position auf dem Boden aufliegen können. In Fig. 4 ist allerdings die Situation der
Aufnahme des Rohres 1 dargestellt, bei welcher das Vertikaldrehlager 18 so verstellt
wurde, dass die Zinken 11 nach unten zeigen. Hier ist das Hauptbein 14 etwa waagerecht
ausgerichtet, so dass das Rohr 1 leicht in die Rohraufnahme 6 bewegt werden kann.
Zum Zwecke der Verkippung der Zinken 11 nach unten wurde der Arm 5 ein wenig nach
oben geschwenkt. Das Fahrzeug dieses Ausführungsbeispiels weist Abstützungen 24 auf,
welche aufgrund der beispielsweise 22 m langen und 500 kg schweren Aluminiumrohre
von Vorteil sind. Der Aufbau 3 sowie die Hebevorrichtung 4 dieses Ausführungsbeispiels
sind gegenüber dem Fahrwerk 2 rotierbar angeordnet.
[0039] Fig. 5 stellt eine Situation während der Fahrt zwischen dem in Fig. 4 dargestellten
Ablageort des Rohres 1 und einer Zielposition des Rohres 1 dar. Hierzu wurde das in
der Rohraufnahme 6 aufgenommene Rohr 1 mittels des Vertikaldrehlagers 18 so weit nach
oben geschwenkt, dass das Rohr 1 bzw. die Rohraufnahme 6 sich oberhalb des höchstens
Punktes des restlichen Fahrzeuges befindet. In einem zweiten Schritt wurde der Horizontalrotator
8 so angesteuert, dass das Rohr 1 in eine Fahrtrichtung des Fahrzeugs zeigt. Hierdurch
hat der Fahrer den vorderen Teil des Rohres 1 durch eine Frontscheibe 19 gut im Blick.
Außerdem kann er dann das Fahrzeug auch durch solche Gassen hindurchfahren, welche
nur etwa der Breite des Fahrzeugs entsprechen. Dies ist insbesondere in beengten Umgebungen
wie im Falle von Umspannwerken von großem Vorteil.
[0040] In Fig. 6 schließlich ist eine beispielhafte Einbausituation dargestellt, bei welcher
das Rohr 1 in Form eines Sammelschienenrohrs an seinen beiden Enden jeweils mit einem
Träger 25 verbunden werden soll. Hierzu wird das Rohr 1 mittels des Armes 5 nach oben
verfahren und in Aufnahmen 26 der beiden Träger 25 eingehängt. Nach Befestigung des
Rohres 1 in den Aufnahmen 26 werden die Spannmittel 17 gelöst, die Schließelemente
16 geöffnet und in der Offenstellung gesichert. Daraufhin wird die Rohraufnahme 6
vorsichtig zurückgefahren und das Fahrzeug kann zu dem nächsten zu montierenden Rohr
bewegt werden.
1. Fahrzeug zur oberirdischen Montage von Rohren (1), insbesondere von Sammelschienenrohren
für Umspannwerke, wobei das Fahrzeug ein Fahrwerk (2), einen oberhalb des Fahrwerks
(2) angeordneten Aufbau (3) sowie eine Hebevorrichtung (4) umfasst, wobei die Hebevorrichtung
(4) einen Arm (5) und eine Rohraufnahme (6) aufweist, wobei ein erstes Ende des Armes
(5) mit dem Aufbau (3) verbunden ist, wobei der Arm (5) so gestaltet ist, dass die
Höhe eines zweiten Endes des Armes (5) und damit die Höhe der Rohraufnahme (6) veränderbar
ist,
wobei die Hebevorrichtung (4) einen Rohrausrichter (7) umfasst, wobei die Rohraufnahme
(6) Bestandteil des Rohrausrichters (7) ist, wobei der Rohrausrichter (7) mit dem
zweiten Ende des Armes (5) verbunden ist, wobei der Rohrausrichter (7) einen Horizontalrotator
(8) aufweist, wobei der Horizontalrotator (8) mit der Rohraufnahme (6) verbunden ist,
so dass ein in der Rohraufnahme (6) aufgenommenes Rohr (1) längs und quer zu einer
Fahrtrichtung des Fahrzeugs ausgerichtet werden kann.
2. Fahrzeug nach Anspruch 1, wobei der Horizontalrotator (8) hydraulisch antreibbar ausgebildet
ist.
3. Fahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Rohraufnahme (6) mechanisch betätigbar
und vorzugsweise rein mechanisch betätigbar ausgebildet ist.
4. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Rohrausrichter (7) bzw. die Rohraufnahme
(6) so ausgebildet ist/sind, dass das Rohr (1) in einer gewünschten Position während
einer Fahrt des Fahrzeugs verbleiben kann.
5. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Horizontalrotator (8) einen Lösemechanismus
aufweist, durch welchen eine Feststellung des Horizontalrotators (8) lösbar ist.
6. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Rohrausrichter (7) wenigstens
einen Fuß (10) für einen Zinken (11) einer Gabel (12) aufweist, wobei der Fuß (10)
einen Einfüllschacht (13) zur Aufnahme des Zinkens (11) umfasst.
7. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Rohrausrichter (7) ein Hauptbein
(14) aufweist, wobei vorzugsweise der Horizontalrotator (8) mit einem oberen Ende
des Hauptbeins (14) verbunden ist.
8. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Rohrausrichter (7) ein Winkelstück
(23) umfasst, wobei das Winkelstück (23) vorzugsweise so an dem Arm (5) angeschlossen
ist, dass es zwischen sich und dem Arm (5) einen Winkel bildet, wodurch das Winkelstück
im Verhältnis zu dem Arm (5) weiter nach unten ragt.
9. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Rohraufnahme (6) wenigstens ein
Schließelement (16) zum Schließen bzw. Öffnen der Rohraufnahme (6) aufweist.
10. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Rohraufnahme (6) wenigstens ein
Spannmittel (17) zur Befestigung des Rohres (1) in der Rohraufnahme (6) aufweist,
wobei das Spannmittel (17) vorzugsweise an dem Schließelement (16) angeschlossen ist.
11. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei der Rohrausrichter (7) ein Vertikaldrehlager
(18) aufweist, wobei das Vertikaldrehlager (18) ein Verkippen des Horizontalrotators
(8) bzw. der Rohraufnahme (6) derart gestattet, dass eine Höhenposition des Horizontalrotators
(8) bzw. der Rohraufnahme (6) einstellbar ist/sind.
12. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Hebevorrichtung (4) so ausgebildet
ist, dass das zweite Ende des Armes (5) unterhalb eines obersten Punktes des Rohrausrichters
(7) befindlich sein kann und dabei den Rohrausrichter (7) nach oben bewegen kann.
13. Werkzeug (27) zur Montage von Rohren (1), insbesondere von Sammelschienenrohren für
Umspannwerke, insbesondere gemäß einem oder mehrerer der Merkmale nach einem der Ansprüche
1 bis 10, wobei das Werkzeug (27) wenigstens ein Hauptbein (14) umfasst, wobei an
einem oberen Ende des Hauptbeins (14) ein Horizontalrotator (8) angeordnet ist, wobei
auf dem Horizontalrotator (8) eine Rohraufnahme (6) befestigt ist, so dass die Rohraufnahme
(6) relativ zu dem Hauptbein (14) drehbar angeordnet ist.
14. Verfahren zur Montage von Rohren (1), insbesondere von Sammelschienenrohren für Umspannwerke,
wobei ein Fahrzeug - insbesondere ein Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 12 -
eine Hebevorrichtung (4) mit einer Rohraufnahme (6) sowie mit einem Horizontalrotator
(8) aufweist, wobei das Fahrzeug zu einem abgelegten Rohr (1) fährt und das Rohr (1)
in der Rohraufnahme (6) aufgenommen wird, wobei das Rohr (1) mittels des Horizontalrotators
(8) gedreht wird, so dass sich ein Winkel zwischen einer Längsachse des Rohres (1)
und einer Fahrrichtung des Fahrzeugs verändert, wobei das Rohr (1) dann mittels des
Fahrzeuges in einen Zielbereich verfahren wird, wobei das Rohr (1) anschließend über
die Hebevorrichtung (4) nach oben in eine Zielposition bewegt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei das Fahrzeug ein Vertikaldrehlager (18) aufweist,
durch welches Vertikaldrehlager (18) - nach der Aufnahme des Rohres (1) durch die
Rohraufnahme (6) und vor der Drehung durch den Horizontalrotator (8) - die Rohraufnahme
(6) bzw. das Rohr (1) nach oben, vorzugsweise in eine Position oberhalb des restlichen
Fahrzeugs, verschwenkt wird bzw. werden.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Fahrzeug zur oberirdischen Montage von Rohren (1), wobei das Fahrzeug ein Fahrwerk
(2), einen oberhalb des Fahrwerks (2) angeordneten Aufbau (3) sowie eine Hebevorrichtung
(4) umfasst, wobei die Hebevorrichtung (4) einen Arm (5) und eine Rohraufnahme (6)
aufweist, wobei ein erstes Ende des Armes (5) mit dem Aufbau (3) verbunden ist, wobei
der Arm (5) so gestaltet ist, dass die Höhe eines zweiten Endes des Armes (5) und
damit die Höhe der Rohraufnahme (6) veränderbar ist,
wobei die Hebevorrichtung (4) einen Rohrausrichter (7) umfasst, wobei die Rohraufnahme
(6) Bestandteil des Rohrausrichters (7) ist, wobei der Rohrausrichter (7) mit dem
zweiten Ende des Armes (5) verbunden ist, wobei der Rohrausrichter (7) einen Horizontalrotator
(8) aufweist, wobei der Horizontalrotator (8) mit der Rohraufnahme (6) verbunden ist,
so dass ein in der Rohraufnahme (6) aufgenommenes Rohr (1) längs und quer zu einer
Fahrtrichtung des Fahrzeugs ausgerichtet werden kann, wobei der Rohrausrichter (7)
ein Vertikaldrehlager (18) aufweist, wobei das Vertikaldrehlager (18) ein Verkippen
des Horizontalrotators (8) bzw. der Rohraufnahme (6) derart gestattet, dass eine Höhenposition
des Horizontalrotators (8) bzw. der Rohraufnahme (6) einstellbar ist/sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Rohrausrichter (7) eine Gabel (28) mit wenigstens einem Zinken (11) umfasst,
wobei das Vertikaldrehlager (18) so verstellbar ist, dass der wenigstens eine Zinken
(11) nach unten zeigt.
2. Fahrzeug nach Anspruch 1, wobei der Horizontalrotator (8) hydraulisch antreibbar ausgebildet
ist.
3. Fahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Rohraufnahme (6) mechanisch betätigbar
und vorzugsweise rein mechanisch betätigbar ausgebildet ist.
4. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Rohrausrichter (7) bzw. die Rohraufnahme
(6) so ausgebildet ist/sind, dass das Rohr (1) in einer gewünschten Position während
einer Fahrt des Fahrzeugs verbleiben kann.
5. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Horizontalrotator (8) einen Lösemechanismus
aufweist, durch welchen eine Feststellung des Horizontalrotators (8) lösbar ist.
6. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Rohrausrichter (7) wenigstens
einen Fuß (10) für einen Zinken (11) einer Gabel (12) aufweist, wobei der Fuß (10)
einen Einführschacht (13) zur Aufnahme des Zinkens (11) umfasst.
7. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Rohrausrichter (7) ein Hauptbein
(14) aufweist, wobei vorzugsweise der Horizontalrotator (8) mit einem oberen Ende
des Hauptbeins (14) verbunden ist.
8. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Rohrausrichter (7) ein Winkelstück
(23) umfasst, wobei das Winkelstück (23) vorzugsweise so an dem Arm (5) angeschlossen
ist, dass es zwischen sich und dem Arm (5) einen Winkel bildet, wodurch das Winkelstück
im Verhältnis zu dem Arm (5) weiter nach unten ragt.
9. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Rohraufnahme (6) wenigstens ein
Schließelement (16) zum Schließen bzw. Öffnen der Rohraufnahme (6) aufweist.
10. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Rohraufnahme (6) wenigstens ein
Spannmittel (17) zur Befestigung des Rohres (1) in der Rohraufnahme (6) aufweist,
wobei das Spannmittel (17) vorzugsweise an dem Schließelement (16) angeschlossen ist.
11. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Hebevorrichtung (4) so ausgebildet
ist, dass das zweite Ende des Armes (5) unterhalb eines obersten Punktes des Rohrausrichters
(7) befindlich sein kann und dabei den Rohrausrichter (7) nach oben bewegen kann.
12. Werkzeug (27) zur Montage von Rohren (1), wobei das Werkzeug (27) wenigstens ein Hauptbein
(14) umfasst, wobei an einem oberen Ende des Hauptbeins (14) ein Horizontalrotator
(8) angeordnet ist, wobei auf dem Horizontalrotator (8) eine Rohraufnahme (6) befestigt
ist, so dass die Rohraufnahme (6) relativ zu dem Hauptbein (14) drehbar angeordnet
ist, wobei das Werkzeug (27) einen Fuß (10) umfasst, wobei der Fuß (10) einen Einführschacht
(13) für einen Zinken (11) einer Gabel (28) aufweist.
13. Verfahren zur Montage von Rohren (1), wobei ein Fahrzeug eine Hebevorrichtung (4)
mit einer Rohraufnahme (6) sowie mit einem Horizontalrotator (8) aufweist, wobei das
Fahrzeug zu einem abgelegten Rohr (1) fährt und das Rohr (1) in der Rohraufnahme (6)
aufgenommen wird, wobei das Rohr (1) mittels des Horizontalrotators (8) gedreht wird,
so dass sich ein Winkel zwischen einer Längsachse des Rohres (1) und einer Fahrrichtung
des Fahrzeugs verändert, wobei das Rohr (1) dann mittels des Fahrzeuges in einen Zielbereich
verfahren wird, wobei das Rohr (1) anschließend über die Hebevorrichtung (4) nach
oben in eine Zielposition bewegt wird, wobei die Hebevorrichtung (4) einen Rohrausrichter
(7) umfasst, wobei die Rohraufnahme (6) Bestandteil des Rohrausrichters (7) ist, wobei
der Rohrausrichter (7) ein Vertikaldrehlager (18) aufweist, wobei das Vertikaldrehlager
(18) ein Verkippen des Horizontalrotators (8) bzw. der Rohraufnahme (6) derart gestattet,
dass eine Höhenposition des Horizontalrotators (8) bzw. der Rohraufnahme (6) einstellbar
ist/sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Rohrausrichter (7) eine Gabel (28) mit wenigstens einem Zinken (11) umfasst,
wobei das Vertikaldrehlager (18) so verstellbar ist, dass der wenigstens eine Zinken
(11) nach unten zeigt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei das Fahrzeug ein Vertikaldrehlager (18) aufweist,
durch welches Vertikaldrehlager (18) - nach der Aufnahme des Rohres (1) durch die
Rohraufnahme (6) und vor der Drehung durch den Horizontalrotator (8) - die Rohraufnahme
(6) bzw. das Rohr (1) nach oben, vorzugsweise in eine Position oberhalb des restlichen
Fahrzeugs, verschwenkt wird bzw. werden.