GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung befasst sich mit einem Antrieb für ein Kraftfahrzeugschlossmodul,
mit einem Kraftfahrzeugschlossmodul, mit einem Kraftfahrzeugtürmodul und mit einem
Verfahren zum Öffnen einer Kraftfahrzeugtür.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
[0002] Türaußengriffe werden bei Kraftfahrzeugen verwendet, um ein Türschloss von außen
öffnen zu können. Aus unterschiedlichen Gründen, z.B. Aerodynamik, Akustik, Haptik,
Gestaltung und Komfort, kommen auch Türgriffe zum Einsatz, bei denen der Griff mit
einem Antrieb von einer Ruheposition, d.h. Verstauposition, in eine ausgefahrene Position
bewegt wird, in der der Griff zum Öffnen der Fahrzeugtür verwendet wird. Es hat sich
jedoch gezeigt, dass ein Bedarf besteht, den Nutzerkomfort noch weiter zu verbessern.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0003] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, einen möglichst einfach
zu bedienenden Türaußengriff zur Verfügung zu stellen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch einen Antrieb für ein Kraftfahrzeugschlossmodul, durch ein
Kraftfahrzeugschlossmodul, durch ein Kraftfahrzeugtürmodul und durch ein Verfahren
zum Öffnen einer Kraftfahrzeugtür nach einem der unabhängigen Ansprüche erreicht.
Beispielhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0005] Gemäß der Erfindung ist ein Antrieb für ein Kraftfahrzeugschlossmodul vorgesehen.
Der Antrieb weist einen Aktuator zum Erzeugen einer ersten Betätigungskraft für ein
Bewegen eines Türaußengriffs von einer Ruheposition in eine Aktivierungsposition und
zum Erzeugen einer zweiten Betätigungskraft für ein Öffnen eines Fahrzeugschlosses
auf. Ein erster mechanischer Verbindungsanschluss ist vorgesehen zum Übertragen der
ersten Betätigungskraft an den Türaußengriff, mit welcher der Türaußengriff in seine
Aktivierungsposition bringbar ist. Ein zweiter mechanischer Verbindungsanschluss ist
vorgesehen zum Übertragen der zweiten Betätigungskraft an das Fahrzeugschloss, mit
welcher das Fahrzeugschloss offenbar ist, d.h. geöffnet werden kann.
[0006] Der Antrieb weist also einen einzigen Aktuator zum Erzeugen der ersten und der zweiten
Betätigungskraft auf. Da der Aktuator sowohl mit dem Türaußengriff als auch mit dem
Fahrzeugschloss verbunden ist, kann ein und derselbe Aktuator für die mechanische
Aktivierung der beiden Funktionen verwendet werden. Die mechanische Aktivierung kann
auch als Hilfsantrieb oder Servoantrieb bezeichnet werden. Die mechanische Aktivierung
von Türaußengriff und Öffnen des Fahrzeugschlosses erfolgt durch den Aktuator im Regelbetrieb,
d.h. im Normalfall. Nur bei Ausfall des Aktuators, beispielsweise bei Ausfall der
Stromversorgung bei einem elektrischen Aktuator kann eine zusätzliche manuelle Bedienung
des Fahrzeugschlosses und des Türaußengriffs vorgesehen sein.
[0007] Der Antrieb kombiniert also zwei Funktionen (Ausstellen des Türaußengriffs und Öffnen
des Fahrzeugschlosses), für deren motorbetriebene Betätigung ein gemeinsamer Anrieb
in Form des Aktuators vorgesehen ist. Der Antrieb ist demnach ein bi-funktionaler
oder dualer Antrieb und der eine Aktuator kann als Dual-Aktuator bezeichnet werden.
Durch Verwendung des Aktuators für die beiden unterschiedlichen Aufgaben können Gewicht,
Bauraum und Kosten eingespart werden. Der so gestaltete Antrieb ergibt einen möglichst
einfach zu bedienenden Türaußengriff. Der Benutzerkomfort wird unter anderem dadurch
erhöht, dass der Griff nicht nur automatisch ausfährt, um das Signal für das Türöffnen
zu erzeugen, sondern dass auch das Türöffnen automatisch mit dem gleichen Antrieb
erfolgt.
[0008] Der "Antrieb" kann auch als Motorantrieb bezeichnet werden.
[0009] Das "Fahrzeugschloss" kann auch als Türschloss bezeichnet werden.
[0010] Der Begriff "Tür" bezieht sich auf Kraftfahrzeugtüren, z.B. Schwenk- oder Schiebetüren,
oder auch Flügeltüren, umfasst aber auch Kraftfahrzeugklappen, Kraftfahrzeugdeckel
oder Kraftfahrzeughauben, wie zum Beispiel Heckklappen, Heckdeckel oder Motorraumhauben.
[0011] Der Begriff "Türaußengriff" umfasst demnach auch Außengriffe, d.h. von außen her
zugängliche Griffe und Betätigungsvorrichtungen von Kraftfahrzeugklappen, Kraftfahrzeugdeckeln
oder Kraftfahrzeughauben.
[0012] Ein für die Betätigung ausfahrbarer Türaußengriff wird auch mit dem englischen Begriff
"deployable handle" bezeichnet.
[0013] Die Bewegung des Türaußengriffs von der Ruheposition in die Aktivierungsposition
(und auch zurück) kann mit verschiedenen Bewegungsmechanismen erfolgen. Beispielsweise
kann der Türaußengriff parallel ausgestellt werden, oder über einen Drehpunkt ausgeklappt
oder ausgeschwenkt werden, oder ausgefahren werden. Das Bewegen des Türaußengriffs
von der Ruheposition in die Aktivierungsposition kann auch als Ausstellen, Ausklappen,
Ausschwenken oder Ausfahren des Türaußengriffs bezeichnet werden.
[0014] Die "Ruheposition" kann auch als Verstauposition oder eingeklappte, eingeschwenkte
oder eingefahrene Position bezeichnet werden. Die "Aktivierungsposition" kann auch
als Bedienposition oder ausgeklappte, ausgeschwenkte oder ausgefahrene Position bezeichnet
werden.
[0015] Der Begriff "Öffnen des Fahrzeugschlosses" bezieht sich auf das Freigeben eines Schließbügels,
mit dem die Tür in geschlossenem Zustand mit dem Fahrzeugschloss gehalten ist. Das
Öffnen des Fahrzeugschlosses bezieht sich zum Beispiel auf ein Bewegen einer Drehfalle,
um den Schließbügel freizugeben.
[0016] Gemäß einem Beispiel sind die erste Betätigungskraft und die zweite Betätigungskraft
nacheinander erzeugbar. In einer Option wirkt der Aktuator für das Erzeugen der ersten
und der zweiten Betätigungskraft in einer gleichen Richtung.
[0017] In einem alternativen Beispiel wirkt der Aktuator für das Erzeugen der ersten Betätigungskraft
in einer ersten Richtung und für das Erzeugen der zweiten Betätigungskraft in einer
zweiten Richtung. Die erste Richtung ist anders als die zweite Richtung, zum Beispiel
sind die beiden Richtungen gegenläufig.
[0018] Gemäß einem Beispiel ist der Aktuator ein elektrischer Motor. Vorzugsweise ist der
elektrische Motor für das Erzeugen der ersten und der zweiten Betätigungskraft in
einer gleichen Drehrichtung betreibbar.
[0019] Der Aktuator ist beispielsweise ein elektrischer Aktuator, beispielsweise als linear
betreibbarer elektromagnetischer Aktuator (elektromagnetisches Stellglied) oder als
rotatorisch betreibbarer elektromagnetischer Aktuator (Elektromotor).
[0020] In einem alternativen Beispiel ist der Aktuator als pneumatischer Aktuator ausgebildet.
[0021] Gemäß einem Beispiel ist eine zweistufige Kupplung vorgesehen, die den Aktuator in
einer ersten Kupplungsstellung mit dem Türaußengriff kuppelt und die den Aktuator
in einer zweiten Kupplungsstellung mit dem Fahrzeugschloss kuppelt.
[0022] Die erste Kupplungsstellung wird auch als Grundstellung bezeichnet. Die zweite Kupplungsstellung
wird auch als Öffnungsstellung bezeichnet.
[0023] Beispielsweise ist der Türaußengriff in der ersten Kupplungsstellung temporär eingekuppelt
und das Fahrzeugschloss ist in der ersten Kupplungsstellung temporär ausgekuppelt
bzw. entkuppelt.
[0024] Beispielsweise ist das Fahrzeugschloss in der zweiten Kupplungsstellung temporär
eingekuppelt und der Türaußengriff ist in der zweiten Kupplungsstellung temporär ausgekuppelt
bzw. entkuppelt.
[0025] In einem anderen Beispiel ist in der ersten Kupplungsstellung der Türaußengriff eingekuppelt,
während das Fahrzeugschloss ausgekuppelt bzw. entkuppelt ist; und in der zweiten Kupplungsstellung
sind der Türaußengriff und das Fahrzeugschloss eingekuppelt. Der Türgriff bewegt sich
beispielsweise weiter, wenn das Schloss geöffnet wird.
[0026] In einem anderen Beispiel sind in der ersten Kupplungsstellung der Türaußengriff
und das Fahrzeugschloss eingekuppelt; und in der zweiten Kupplungsstellung ist der
Türaußengriff ausgekuppelt bzw. entkuppelt ist und das Fahrzeugschloss ist eingekuppelt.
Das Fahrzeugschloss wird beispielsweise anfangs parallel zu der Türgriffbewegung in
eine Vor-Öffhungsstellung gebracht, in der es aber noch nicht geöffnet ist, sondern
lediglich in eine das Öffnen vorbereitende Position gebracht wird.
[0027] In einem anderen Beispiel ist die Kupplung mit dem Aktuator integriert ausgebildet.
[0028] In einem anderen Beispiel sind die Kupplung und der Aktuator separat ausgebildet.
[0029] Gemäß einem Beispiel ist die Kupplung durch den ersten mechanischen Verbindungsanschluss
aktivierbar, so dass ein Wechsel von der ersten zur zweiten Kupplungsstellung mittels
des Türaußengriffs aktivierbar ist.
[0030] Gemäß der Erfindung ist auch ein Kraftfahrzeugschlossmodul vorgesehen, das einen
Türaußengriff, ein Fahrzeugschloss, einen Antrieb nach einem der vorhergehenden Beispiele
und eine Sensoreinrichtung aufweist. Eine erste mechanische Verbindung koppelt den
ersten mechanischen Verbindungsanschluss des Aktuators mit dem Türaußengriff; eine
zweite mechanische Verbindung koppelt den zweiten mechanischen Verbindungsanschluss
des Aktuators mit dem Fahrzeugschloss. Mit der Sensoreinrichtung ist ein erstes Signal
erzeugbar zum Aktivieren des Aktuators, um die erste Betätigungskraft zu erzeugen.
Mit der Sensoreinrichtung ist auch ein zweites Signal erzeugbar zum Aktivieren des
elektrischen Aktuators, um die zweite Betätigungskraft zu erzeugen.
[0031] Der Aktuator ist beispielsweise ein elektrischer oder pneumatischer Aktuator.
[0032] Der Aktuator ist also sowohl für die Bewegung des Türaußengriffs in seine ausgefahrene
Position zuständig, als auch für das mechanische Öffnen des Fahrzeugschlosses.
[0033] Der Begriff "koppelt" bezieht sich auf die mechanische Verbindung zur Kraftübertragung.
[0034] Das erste Signal führt beispielsweise zu einem Ausfahren oder Ausklappen des Türaußengriffs.
Das zweite Signal führt beispielsweise zu einem Öffnen des Fahrzeugschlosses.
[0035] Die Sensoreinrichtung kann einen oder zwei oder mehr Sensoren aufweisen.
[0036] Gemäß einem Beispiel ist der Antrieb mit dem Türaußengriff integriert ausgebildet.
Mit der zweiten mechanischen Verbindung ist eine Kraft vom Türaußengriff zum Fahrzeugschloss
übertragbar. In einer Option ist die zweite mechanische Verbindung ein Bowdenzug,
mit dem eine Zugkraft vom Türaußengriff zum Fahrzeugschloss übertragen werden kann.
[0037] Die erste mechanische Verbindung kann als eine direkte Verbindung vom Antrieb zu
einem Bewegungsmechanismus des Türaußengriffs ausgebildet sein, z.B. durch direkte
mechanische Kopplung von Stell- oder Bewegungselementen.
[0038] Wenn der Antrieb im (Außen-) Griff angeordnet ist, ist ein Fehlsignal für das Öffnen
des Türschlosses ausgeschlossen, da das Signal nur erzeugt wird, wenn sich der Türgriff
in der Aktivierungsposition befindet.
[0039] Gemäß einem Beispiel ist der Antrieb mit dem Fahrzeugschloss integriert ausgebildet.
Mit der ersten mechanischen Verbindung ist eine Kraft vom Fahrzeugschloss zum Türaußengriff
übertragbar. In einer Option ist die erste mechanische Verbindung ein Bowdenzug, mit
dem eine Zugkraft vom Fahrzeugschloss zum Türaußengriff übertragen werden kann.
[0040] Die zweite mechanische Verbindung kann als eine direkte Verbindung vom Antrieb zum
Bewegungsmechanismus des Fahrzeugschlosses ausgebildet sein, z.B. durch direkte mechanische
Kopplung von Stell- oder Bewegungselementen.
[0041] Der Begriff "integriert" bezieht sich beispielsweise auf das Anordnen des Antriebs
innerhalb des gleichen Gehäuses wie das Fahrzeugschloss, bzw. innerhalb des gleichen
Gehäuses wie der Fahrzeuggriff. In einem anderen Beispiel bezieht sich "integriert"
auf das Befestigen an dem Gehäuse des Fahrzeugschlosses bzw. des Fahrzeuggriffs.
[0042] Gemäß einem Beispiel ist der Antrieb zwischen dem Türaußengriff und dem Fahrzeugschloss
angeordnet. Mit der ersten mechanischen Verbindung kann eine Kraft vom Fahrzeugschloss
zum Türaußengriff übertragen werden. Mit der zweiten mechanischen Verbindung kann
eine Kraft vom Türaußengriff zum Fahrzeugschloss übertragen werden. In einer Option
ist die erste mechanische Verbindung ein erster Bowdenzug, mit dem eine Zugkraft vom
Fahrzeugschloss zum Türaußengriff übertragbar ist; und die zweite mechanische Verbindung
ist ein zweiter Bowdenzug, mit dem eine Zugkraft vom Türaußengriff zum Fahrzeugschloss
übertragbar ist.
[0043] Die Anordnung des Antriebs kann beispielsweise an separater Stelle innerhalb einer
Fahrzeugtür erfolgen.
[0044] Gemäß einem Beispiel weist die Sensoreinrichtung einen ersten Sensor auf, der das
erste Signal erzeugt, um den Türaußengriff mit dem Aktuator in seine Aktivierungsposition
zu bewegen. Vorzugsweise ist der erste Sensor als ein Näherungssensor ausgebildet,
der eine sich dem Türaußengriff auf eine erste Distanz nähernde Hand detektiert.
[0045] Das Erzeugen des ersten Signals kann an eine beispielsweise unmittelbar vorangegangene
Detektion einer Entriegelung des Fahrzeugschlosses gekoppelt sein. Die Entriegelung
kann beispielsweise über die Detektion eines sich in der Nähe befindlichen Schlüssels
erfolgen, zum Beispiel via drahtloser Detektion.
[0046] Gemäß einem Beispiel weist die Sensoreinrichtung einen zweiten Sensor auf, der das
zweite Signal erzeugt, um das Fahrzeugschloss mit dem Aktuator zu öffnen. Vorzugsweise
ist der zweite Sensor ein Auslösesensor, der i) eine Hand detektiert, die sich dem
Türaußengriff auf eine zweite Distanz nähert, die kleiner ist als die erste Distanz;
und/oder ii) einen oder mehrere Finger detektiert, der/die sich hinter den Türaußengriff
bewegen, der sich in seiner Aktivierungsposition befindet; und/oder iii) eine auf
den sich in seiner Aktivierungsposition befindlichen Türaußengriff aufgebrachte Zugkraft
erfasst.
[0047] Die Zugkraft kann beispielsweise eine erste Zugkraft sein, bei der sich der Türaußengriff
nicht oder nur minimal bewegen lässt.
[0048] Gemäß einem Beispiel ist der Türaußengriff in der Ruheposition mit einer ersten Haltekraft
gehalten. Der Türaußengriff ist durch Aufbringen einer ersten manuellen Öffnungskraft,
die größer ist als die erste Haltekraft, in eine manuelle Aktivierungsstellung bewegbar,
von der aus das Fahrzeugschloss über eine mechanische Verbindung geöffnet werden kann.
[0049] Gemäß einem Beispiel ist der Türaußengriff in der Aktivierungsposition oder in der
manuellen Aktivierungsposition mit einer zweiten Haltekraft gehalten. Durch Aufbringen
einer zweiten manuellen Öffhungskraft, die größer ist als die zweite Haltekraft, kann
der Türaußengriff in eine manuelle Öffnungsstellung bewegt werden, in der über eine
mechanische Verbindung das Fahrzeugschloss geöffnet werden kann.
[0050] Dadurch wird beispielsweise eine Notöffnungsfunktion bereitgestellt.
[0051] Gemäß der Erfindung ist ein Kraftfahrzeugtürmodul vorgesehen, das eine Multifunktionshalterung
für eine Kraftfahrzeugtür und ein Kraftfahrzeugschlossmodul nach einem der vorhergehenden
Beispiele aufweist. Wenigstens ein Element aus der Gruppe von Türaußengriff, Fahrzeugschloss,
Antrieb und Sensoreinrichtung ist an der Multifunktionshalterung befestigt. Die Multifunktionshalterung
ist an einer Türtragstruktur befestigbar.
[0052] Die Multifunktionshalterung wird auch als Multifunction-Bracket, MFB, bezeichnet.
[0053] Beispielsweise sind der Türaußengriff, das Fahrzeugschloss und der Antrieb an der
Multifunktionshalterung befestigt.
[0054] Gemäß der Erfindung ist auch ein Verfahren zum Öffnen einer Kraftfahrzeugtür vorgesehen,
das die folgenden Schritte aufweist: a) Erzeugen einer ersten Betätigungskraft mit
einem Aktuator und Bewegen eines Türaußengriffs einer Kraftfahrzeugtür von einer Ruheposition
in eine Aktivierungsposition; und b) Erzeugen einer zweiten Betätigungskraft mit dem
Aktuator und Öffnen eines Fahrzeugschlosses der Kraftfahrzeugtür. Die erste Betätigungskraft
wird mit einem ersten mechanischen Verbindungsanschluss an den Türaußengriff übertragen,
um den Türaußengriff in seine Aktivierungsposition zu bringen. Die zweite Betätigungskraft
wird mit einem zweiten mechanischen Verbindungsanschluss an das Fahrzeugschloss übertragen,
um das Fahrzeugschloss zu öffnen.
[0055] In einem Beispiel wird für Schritt a) ein erstes Signal durch eine Sensoreinrichtung
erzeugt, wenn eine sich dem Türaußengriff auf eine erste Distanz nähernde Hand detektiert
wird. In einer Option wird für Schritt b) ein zweites Signal durch die Sensoreinrichtung
erzeugt, wenn i) eine Hand detektiert wird, die sich dem Türaußengriff auf eine zweite
Distanz nähert, die kleiner ist als die erste Distanz; und/oder ii) ein oder mehrere
Finger detektiert werden, die sich hinter den Türaußengriff bewegen, der sich in seiner
Aktivierungsposition befindet; und/oder iii) eine Zugkraft erfasst wird, die auf den
sich in seiner Aktivierungsposition befindlichen Türaußengriff aufgebracht wird.
[0056] Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist eine Kombination von TürgriffBewegung und Türschloss-Öffnung
vorgesehen. Dazu ist ein einziger Motor vorgesehen, der beide Funktionen übernimmt,
d.h. Bewegen des Türgriffs und das Öffnen des Türschlosses.
[0057] Es sei darauf hingewiesen, dass die Merkmale der Ausführungsbeispiele des Antriebs
für ein Kraftfahrzeugschlossmodul auch für Ausführungsformen des Kraftfahrzeugschlossmoduls,
für Ausführungsformen des Kraftfahrzeugtürmodul und für Ausführungsformen des Verfahrens
zum Öffnen einer Kraftfahrzeugtür gelten und umgekehrt. Außerdem können auch diejenigen
Merkmale frei miteinander kombiniert werden, bei denen dies nicht explizit erwähnt
ist.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0058] Nachfolgend wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher auf Ausführungsbeispiele
der Erfindung eingegangen.
- Fig. 1
- zeigt eine schematische Darstellung eines Beispiels eines Antriebs für ein Kraftfahrzeugschlossmodul.
- Fig. 2
- zeigt ein weiteres Beispiel eines Antriebs für ein Kraftfahrzeugschlossmodul mit einer
zweistufigen Kupplung.
- Fig. 3
- zeigt ein Beispiel für ein Kraftfahrzeugtürmodul.
- Fig. 4
- zeigt ein Beispiel für Schritte eines Verfahrens zum Öffnen einer Kraftfahrzeugtür.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0059] Fig. 1 zeigt einen Antrieb 10 für ein Kraftfahrzeugschlossmodul. Der Antrieb 10 weist
einen Aktuator 12 zum Erzeugen einer ersten Betätigungskraft für ein Bewegen eines
Türaußengriffs von einer Ruheposition in eine Aktivierungsposition und einer zweiten
Betätigungskraft für ein Öffnen eines Fahrzeugschlosses auf. Ein erster mechanischer
Verbindungsanschluss 14 ist vorgesehen zum Übertragen der ersten Betätigungskraft
an den Türaußengriff, mit welcher der Türaußengriff in seine Aktivierungsposition
bringbar ist. Außerdem ist ein zweiter mechanischer Verbindungsanschluss 16 vorgesehen
zum Übertragen der zweiten Betätigungskraft an das Fahrzeugschloss, mit welcher das
Fahrzeugschloss offenbar ist.
[0060] Beispielsweise sind die erste Betätigungskraft und die zweite Betätigungskraft nacheinander
erzeugbar. In einer Option wirkt der Aktuator für das Erzeugen der ersten und der
zweiten Betätigungskraft in der gleichen Richtung.
[0061] Beispielsweise ist der Aktuator ein elektrischer Motor. In einer Option ist der elektrische
Motor für das Erzeugen der ersten und der zweiten Betätigungskraft in einer gleichen
Drehrichtung betreibbar.
[0062] Fig. 2 zeigt ein Beispiel eines Antriebs mit einer zweistufigen Kupplung 18, die
den Aktuator in einer ersten Kupplungsstellung mit dem Türaußengriff kuppelt, und
die den Aktuator in einer zweiten Kupplungsstellung mit dem Fahrzeugschloss kuppelt.
[0063] Beispielsweise ist die Kupplung durch den ersten mechanischen Verbindungsanschluss
aktivierbar, so dass ein Wechsel von der ersten zur zweiten Kupplungsstellung mittels
des Türaußengriffs aktivierbar ist.
[0064] Fig. 3 zeigt ein Kraftfahrzeugschlossmodul 50, das einen Türaußengriff 52, ein Fahrzeugschloss
54, einen Antrieb 56 nach einem der vorhergehenden Beispiele und eine Sensoreinrichtung
58 aufweist. Eine erste mechanische Verbindung 60 koppelt den ersten mechanischen
Verbindungsanschluss des elektrischen Aktuators mit dem Türaußengriff 52. Eine zweite
mechanische Verbindung 62 koppelt den zweiten mechanischen Verbindungsanschluss des
elektrischen Aktuators mit dem Fahrzeugschloss 54. Mit der Sensoreinrichtung ist ein
erstes Signal 64 erzeugbar zum Aktivieren des elektrischen Aktuators zum Erzeugen
der ersten Betätigungskraft. Mit der Sensoreinrichtung ist auch ein zweites Signal
66 erzeugbar zum Aktivieren des elektrischen Aktuators zum Erzeugen der zweiten Betätigungskraft.
[0065] Beispielsweise ist der Antrieb mit dem Türaußengriff integriert ausgebildet. Mit
der zweiten mechanischen Verbindung 62 ist eine Kraft vom Türaußengriff 52 zum Fahrzeugschloss
54 übertragbar. Als Option ist vorgesehen, dass die zweite mechanische Verbindung
ein Bowdenzug ist, mit dem eine Zugkraft vom Türaußengriff zum Fahrzeugschloss übertragbar
ist.
[0066] In einem nicht gezeigten Beispiel ist der Antrieb mit dem Fahrzeugschloss integriert
ausgebildet. Mit der ersten mechanischen Verbindung ist eine Kraft vom Fahrzeugschloss
zum Türaußengriff übertragbar. Als Option ist vorgesehen, dass die erste mechanische
Verbindung ein Bowdenzug ist, mit dem eine Zugkraft vom Fahrzeugschloss zum Türaußengriff
übertragbar ist.
[0067] Beispielsweise ist der Antrieb, wie in Fig. 3 angedeutet, zwischen dem Türaußengriff
und dem Fahrzeugschloss angeordnet. Mit der ersten mechanischen Verbindung ist eine
Kraft vom Fahrzeugschloss zum Türaußengriff übertragbar; und mit der zweiten mechanischen
Verbindung ist eine Kraft vom Türaußengriff zum Fahrzeugschloss übertragbar.
[0068] Zum Beispiel ist die erste mechanische Verbindung ein erster Bowdenzug, mit dem eine
Zugkraft vom Fahrzeugschloss zum Türaußengriff übertragbar ist; und die zweite mechanische
Verbindung ist ein zweiter Bowdenzug, mit dem eine Zugkraft vom Türaußengriff zum
Fahrzeugschloss übertragbar ist.
[0069] Beispielsweise weist die Sensoreinrichtung einen ersten Sensor auf, der das erste
Signal erzeugt, um den Türaußengriff mit dem Aktuator in seine Aktivierungsposition
zu bewegen. Weiter vorzugsweise ist der erste Sensor als ein Näherungssensor ausgebildet,
der eine sich dem Türaußengriff auf eine erste Distanz nähernde Hand detektiert.
[0070] Beispielsweise weist die Sensoreinrichtung einen zweiten Sensor auf, der das zweite
Signal erzeugt, um das Fahrzeugschloss mit dem Aktuator zu öffnen. Weiter, vorzugsweise,
ist der zweite Sensor ein Auslösesensor, der i) eine Hand detektiert, die sich dem
Türaußengriff auf eine zweite Distanz nähert, wobei die zweite Distanz kleiner ist
als die erste Distanz; und/oder ii) einen oder mehrere Finger detektiert, die sich
hinter den Türaußengriff bewegen, der sich in seiner Aktivierungsposition befindet;
und/oder iii) eine auf den sich in seiner Aktivierungsposition befindlichen Türaußengriff
aufgebrachte Zugkraft erfasst.
[0071] In einem nicht gezeigten Beispiel ist vorgesehen, dass der Türaußengriff in der Ruheposition
mit einer ersten Haltekraft gehalten ist. Der Türaußengriff kann durch Aufbringen
einer ersten manuellen Öffhungskraft, die größer ist als die erste Haltekraft, in
eine manuelle Aktivierungsstellung bewegt werden, von der aus über eine mechanische
Verbindung das Fahrzeugschloss geöffnet werden kann.
[0072] In einem ebenfalls nicht gezeigten Beispiel ist vorgesehen, dass der Türaußengriff
in der Aktivierungsposition oder in der manuellen Aktivierungsposition mit einer zweiten
Haltekraft gehalten ist. In einer Option ist der Türaußengriff durch Aufbringen einer
zweiten manuellen Öffnungskraft, die größer ist als die zweite Haltekraft, in eine
manuelle Öffnungsstellung bewegbar, in der über eine mechanische Verbindung das Fahrzeugschloss
geöffnet werden kann.
[0073] Beispielsweise ist auch ein (nicht näher gezeigtes) Kraftfahrzeugtürmodul vorgesehen.
Das Kraftfahrzeugtürmodul weist eine Multifunktionshalterung für eine Kraftfahrzeugtür,
und ein Kraftfahrzeugschlossmodul nach einem der vorhergehenden Beispiele auf. Wenigstens
ein Element aus der Gruppe von Türaußengriff, Fahrzeugschloss, Antrieb und Sensoreinrichtung
ist an der Multifunktionshalterung befestigt. Die Multifunktionshalterung ist an einer
Türtragstruktur befestigbar.
[0074] Fig. 4 zeigt ein Verfahren 100 zum Öffnen einer Kraftfahrzeugtür, das die folgenden
Schritte aufweist: In einem ersten Schritt 102, auch als Schritt a) bezeichnet, erfolgt
ein Erzeugen einer ersten Betätigungskraft mit einem Aktuator und Bewegen eines Türaußengriffs
einer Kraftfahrzeugtür von einer Ruheposition in eine Aktivierungsposition. In einem
zweiten Schritt 104, auch als Schritt b) bezeichnet, erfolgt ein Erzeugen einer zweiten
Betätigungskraft mit dem Aktuator und Öffnen eines Fahrzeugschlosses der Kraftfahrzeugtür.
Die erste Betätigungskraft wird mit einem ersten mechanischen Verbindungsanschluss
an den Türaußengriff übertragen, um den Türaußengriff in seine Aktivierungsposition
zu bringen. Die zweite Betätigungskraft wird mit einem zweiten mechanischen Verbindungsanschluss
an das Fahrzeugschloss übertragen, um das Fahrzeugschloss zu öffnen.
[0075] Die oberhalb beschriebenen Ausführungsbeispiele können in unterschiedlicher Art und
Weise kombiniert werden. Insbesondere können auch Aspekte der Vorrichtungen für die
Ausführungsformen des Verfahrens verwendet werden und umgekehrt.
[0076] Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass "umfassend" keine anderen Elemente oder Schritte
ausschließt und "eine" oder "ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen,
dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele
beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten
anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen
in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.
1. Ein Antrieb (10) für ein Kraftfahrzeugschlossmodul, aufweisend:
- einen Aktuator (12) zum Erzeugen einer ersten Betätigungskraft für ein Bewegen eines
Türaußengriffs von einer Ruheposition in eine Aktivierungsposition und einer zweiten
Betätigungskraft für ein Öffnen eines Fahrzeugschlosses;
wobei ein erster mechanischer Verbindungsanschluss (14) vorgesehen ist zum Übertragen
der ersten Betätigungskraft an den Türaußengriff, mit welcher der Türaußengriff in
seine Aktivierungsposition bringbar ist; und
wobei ein zweiter mechanischer Verbindungsanschluss (16) vorgesehen ist zum Übertragen
der zweiten Betätigungskraft an das Fahrzeugschloss, mit welcher das Fahrzeugschloss
offenbar ist.
2. Antrieb nach Anspruch 1, wobei die erste Betätigungskraft und die zweite Betätigungskraft
nacheinander erzeugbar sind; und
wobei, vorzugsweise, der Aktuator für das Erzeugen der ersten und der zweiten Betätigungskraft
in einer gleichen Richtung wirkt.
3. Antrieb nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Aktuator ein elektrischer Motor ist; und
wobei, vorzugsweise, der elektrische Motor für das Erzeugen der ersten und der zweiten
Betätigungskraft in einer gleichen Drehrichtung betreibbar ist.
4. Antrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine zweistufige Kupplung (18)
vorgesehen ist, die den Aktuator in einer ersten Kupplungsstellung mit dem Türaußengriff
kuppelt, und die den Aktuator in einer zweiten Kupplungsstellung mit dem Fahrzeugschloss
kuppelt.
5. Antrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kupplung durch den ersten
mechanischen Verbindungsanschluss aktivierbar ist, so dass ein Wechsel von der ersten
zur zweiten Kupplungsstellung mittels des Türaußengriffs aktivierbar ist.
6. Ein Kraftfahrzeugschlossmodul (50), aufweisend:
- einen Türaußengriff (52);
- ein Fahrzeugschloss (54);
- einen Antrieb (56) nach einem der vorhergehenden Ansprüche; und
- eine Sensoreinrichtung (58);
wobei eine erste mechanische Verbindung (60) den ersten mechanischen Verbindungsanschluss
des Aktuators mit dem Türaußengriff koppelt;
wobei eine zweite mechanische Verbindung (62) den zweiten mechanischen Verbindungsanschluss
des Aktuators mit dem Fahrzeugschloss koppelt;
wobei mit der Sensoreinrichtung ein erstes Signal (64) erzeugbar ist zum Aktivieren
des elektrischen Aktuators zum Erzeugen der ersten Betätigungskraft; und
wobei mit der Sensoreinrichtung ein zweites Signal (66) erzeugbar ist zum Aktivieren
des elektrischen Aktuators zum Erzeugen der zweiten Betätigungskraft.
7. Kraftfahrzeugschlossmodul nach Anspruch 6, wobei der Antrieb mit dem Türaußengriff
integriert ausgebildet ist; und
wobei mit der zweiten mechanischen Verbindung eine Kraft vom Türaußengriff zum Fahrzeugschloss
übertragbar ist; und
wobei, vorzugsweise, die zweite mechanische Verbindung ein Bowdenzug ist, mit dem
eine Zugkraft vom Türaußengriff zum Fahrzeugschloss übertragbar ist.
8. Kraftfahrzeugschlossmodul nach Anspruch 6, wobei der Antrieb mit dem Fahrzeugschloss
integriert ausgebildet ist; und
wobei mit der ersten mechanischen Verbindung eine Kraft vom Fahrzeugschloss zum Türaußengriff
übertragbar ist; und
wobei, vorzugsweise, die erste mechanische Verbindung ein Bowdenzug ist, mit dem eine
Zugkraft vom Fahrzeugschloss zum Türaußengriff übertragbar ist.
9. Kraftfahrzeugschlossmodul nach Anspruch 6, wobei der Antrieb zwischen dem Türaußengriff
und dem Fahrzeugschloss angeordnet ist; und
wobei mit der ersten mechanischen Verbindung eine Kraft vom Fahrzeugschloss zum Türaußengriff
übertragbar ist; und mit der zweiten mechanischen Verbindung eine Kraft vom Türaußengriff
zum Fahrzeugschloss übertragbar ist; und
wobei, vorzugsweise, die erste mechanische Verbindung ein erster Bowdenzug ist, mit
dem eine Zugkraft vom Fahrzeugschloss zum Türaußengriff übertragbar ist; und die zweite
mechanische Verbindung ein zweiter Bowdenzug ist, mit dem eine Zugkraft vom Türaußengriff
zum Fahrzeugschloss übertragbar ist.
10. Kraftfahrzeugschlossmodul nach einem der Ansprüche 6 bis 9, wobei die Sensoreinrichtung
einen ersten Sensor aufweist, der das erste Signal erzeugt, um den Türaußengriff mit
dem Aktuator in seine Aktivierungsposition zu bewegen; und
wobei, vorzugsweise, der erste Sensor als ein Näherungssensor ausgebildet ist, der
eine sich dem Türaußengriff auf eine erste Distanz nähernde Hand detektiert;
11. Kraftfahrzeugschlossmodul nach einem der Ansprüche 6 bis 10, wobei die Sensoreinrichtung
einen zweiten Sensor aufweist, der das zweite Signal erzeugt, um das Fahrzeugschloss
mit dem Aktuator zu öffnen; und
wobei, vorzugsweise, der zweite Sensor ein Auslösesensor ist, der:
i) eine Hand detektiert, die sich dem Türaußengriff auf eine zweite Distanz nähert;
wobei die zweite Distanz kleiner ist als die erste Distanz; und/oder
ii) einen oder mehrere Finger detektiert, die sich hinter den Türaußengriff bewegen,
der sich in seiner Aktivierungsposition befindet; und/oder
iii) eine auf den sich in seiner Aktivierungsposition befindlichen Türaußengriff aufgebrachte
Zugkraft erfasst.
12. Kraftfahrzeugschlossmodul nach einem der Ansprüche 6 bis 11, wobei der Türaußengriff
in der Ruheposition mit einer ersten Haltekraft gehalten ist; und
wobei der Türaußengriff durch Aufbringen einer ersten manuellen Öffnungskraft, die
größer ist als die erste Haltekraft, in eine manuelle Aktivierungsstellung bewegbar
ist, von der aus über eine mechanische Verbindung das Fahrzeugschloss offenbar ist.
13. Kraftfahrzeugschlossmodul nach einem der Ansprüche 6 bis 12, wobei der Türaußengriff
in der Aktivierungsposition oder in der manuellen Aktivierungsposition mit einer zweiten
Haltekraft gehalten ist; und
wobei der Türaußengriff durch Aufbringen einer zweiten manuellen Öffnungskraft, die
größer ist als die zweite Haltekraft, in eine manuelle Öffnungsstellung bewegbar ist,
in der über eine mechanische Verbindung das Fahrzeugschloss öffenbar ist.
14. Ein Kraftfahrzeugtürmodul, aufweisend:
- eine Multifunktionshalterung für eine Kraftfahrzeugtür; und
- ein Kraftfahrzeugschlossmodul nach einem der Ansprüche 6 bis 13;
wobei wenigstens eins aus der Gruppe von Türaußengriff, Fahrzeugschloss, Antrieb und
Sensoreinrichtung an der Multifunktionshalterung befestigt ist; und
wobei die Multifunktionshalterung an einer Türtragstruktur befestigbar ist.
15. Ein Verfahren (100) zum Öffnen einer Kraftfahrzeugtür, das die folgenden Schritte
aufweist:
a) Erzeugen (102) einer ersten Betätigungskraft mit einem Aktuator und Bewegen eines
Türaußengriffs einer Kraftfahrzeugtür von einer Ruheposition in eine Aktivierungsposition;
und
b) Erzeugen (104) einer zweiten Betätigungskraft mit dem Aktuator und Öffnen eines
Fahrzeugschlosses der Kraftfahrzeugtür;
wobei die erste Betätigungskraft mit einem ersten mechanischen Verbindungsanschluss
an den Türaußengriff übertragen wird, um den Türaußengriff in seine Aktivierungsposition
zu bringen; und
wobei die zweite Betätigungskraft mit einem zweiten mechanischen Verbindungsanschluss
an das Fahrzeugschloss übertragen wird, um das Fahrzeugschloss zu öffnen.