[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kältegerät, wie insbesondere einen Kühlschrank
oder einen Gefrierschrank, mit einem Innenraum und einer wärmeisolierenden Außentür.
Derartige - hinlänglich bekannte - Kältegeräte werden mit einer bestimmten Häufigkeit
nur deshalb geöffnet, um den Inhalt überprüfen bzw. betrachten zu können. Nach einer
derartigen Überprüfung bzw. Betrachtung wird dann häufig eine Einkaufsliste zur Ergänzung
der Vorräte erstellt. Eine derartige Öffnung des Kältegeräts führt insbesondere dann,
wenn es sich hierbei um ein schrankartiges Gerät mit einer vorderseitig öffenbaren
Tür handelt, zu einem erheblichen Ausströmen von Kaltluft und demzufolge Energieverlust.
[0002] Um einen Einblick in das Innere eines Kältegeräts zu schaffen, ohne Energie zu verlieren,
ist bei einem Einbaukühlschrank gemäß der
DE 201 00 997 U1 vorgesehen, eine transparente Isolierglastür für das wärmeisolierende Schließen des
Einbaukühlschranks vorzusehen und auf der Isolierglastür einen variablen Sichtschutz
anzubringen, der gesondert - beispielsweise in Form einer Tür - geöffnet werden kann
und somit einen Einblick in das Innere eines Einbaukühlschranks erlaubt. Eine derartige
Lösung ist aufgrund des zu verwendenden Isolierglases mit hohen Herstellungskosten
verbunden.
[0003] Die Offenlegungsschrift
JP 2000 249462 A offenbart ein Kältegerät gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1, und zeigt einen Kühlschrank
mit einem Innenraum, einer Zwischentür und einer Außentür.
[0004] Die Gebrauchsmusterschrift
DE 298 20 784 U1 zeigt eine Zusatzschiebetür für Kühlschränke, welche aus zwei durchsichtigen flexiblen
Schiebeelementen besteht.
[0005] Die Offenlegungsschrift
WO 2007/139352 A1 zeigt einen Kühlschrank mit mehreren Fachböden, welche voneinander getrennte Lagerräume
abgrenzen, wobei die Lagerräume mittels transparenten Glasplatten verschlossen sind.
[0006] Die Offenlegungsschrift
DE 103 08 671 A1 zeigt einen Kühlschrank umfassend einen Korpus, eine Tür und einer Abdeckeinrichtung,
die sich zwischen dem Korpus und der Tür befindet.
[0007] Die Offenlegungsschrift
US 2001/050521 A1 zeigt eine Fachbodenanordnung umfassend eine Glasplatte, welche mittels eines Rahmens
gelagert wird.
[0008] Die Offenlegungsschrift
WO 2004/059228 A1 zeigt einen Kühlschrank umfassend ein Gehäuse und eine innere und eine äußere Tür.
[0009] Die Offenlegungsschrift
DE 195 45 270 A1 zeigt einen Energiespar-Kühlschrank.
[0010] Die Offenlegungsschrift
DE 198 02 765 A1 zeigt eine Energiespartür für Kühlgeräte.
[0011] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kältegerät vorzuschlagen,
bei dem ein Öffnen der Außentür zur Besichtigung des Innenraums ohne erheblichen Luftaustausch
möglich sein soll, der zudem einfach in der Herstellung ist.
[0012] Diese Aufgabe wird mit einem Kältegerät gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0013] Ein erfindungsgemäßes Kältegerät zeichnet sich dadurch aus, dass zwischen dem Innenraum
und der Außentür eine zumindest bereichsweise transparente Zwischentür vorgesehen
ist, die weniger gut wärmeisolierend als die Außentür, vorzugsweise sogar nicht-wärmeisolierend,
jedoch den Luftaustritt aus dem Innenraum zumindest weitgehend behindernd, ausgebildet
ist. Unter "wärmeisolierend" ist hierbei zu verstehen, dass der Wärmedurchgangskoeffizient
durch das Material der Zwischentür - die beispielsweise eine Dicke von 1 bis 7 mm
aufweist - Werte aufweist, wie sie für Außenwände bzw. Türen von Kältegeräten wie
beispielsweise Kühlschränken oder Gefrierschränken üblich sind. Demzufolge bedeutet
"nicht-wärmeisolierend" oder "weniger gut wärmeisolierend", dass die entsprechenden
Wärmedurchgangswerte erheblich größer sind.
[0014] Durch die Transparenz der Zwischentür ist eine Einsichtnahme in den Innenraum des
Kältegeräts, insbesondere wenn die Beleuchtung eingeschaltet ist, leicht möglich.
Der Grundgedanke der vorliegenden Erfindung beruht auf der Tatsache, dass bei nicht
allzu langem Öffnen eines Kältegeräts der Hauptenergieverlust durch ein Abfließen
kalter Luft aus dem Innenraum und nicht durch Wärmeleitung und Strahlungsverluste
erfolgt. Somit braucht die Zwischentür keinen vollständig luftdichten Abschluss des
Innenraums zu gewährleisten, wie es erforderlich wäre, wenn sie den Innenraum dauerhaft
luftdicht gegenüber dem Außenraum abschließen müsste. Vor allem braucht sie keine
guten Wärmeisolationseigenschaften (Wärmeleitung), da diese Funktion von der Außentür
übernommen wird. Da somit nur verhindert werden muss, dass kalte Luft in größeren
Mengen abfließt, reicht eine konstruktiv einfache und kostengünstig zu realisierende
Ausgestaltung der Zwischentür ohne allzu aufwendige Abdichtungsmaßnahmen. Aufgrund
der weniger guten Wärmeisolationseigenschaften der Zwischentür wird im "normalen",
geschlossenen Zustand des Kältegeräts auch der Bereich außerhalb der Zwischentür gekühlt.
[0015] Die Erfindung ist bei Kältegeräten gut einsetzbar, bei denen an der Innenseite der
Außentür mindestens ein in den Innenraum ragender Türabsteller vorgesehen ist. Da
die Zwischenwand schlecht oder nicht wärmeisolierend ist, also einigermaßen wärmeleitend,
wird somit der in dem mindestens einen Türabsteller befindliche Inhalt bei geschlossener
Außentür durch Wärmeleitung und nicht durch Konvektion gekühlt. Ein weiterer Vorteil
ergibt sich dann, wenn die Zwischentür auf ihrer der Außentür zugewandten Seite ein
Profil aufweist, das an das Profil der Innenseite der Außentür angepasst ist. Somit
kann beispielsweise die Zwischentür den mindestens einen Türabsteller regelrecht umschließen,
wenn sie bei geöffneter Außentür ebenfalls geöffnet ist und an der Außentür anliegt
und somit das Abfließen kalter Luft durch Konvektion bei geöffneter Außentür verhindern.
Dadurch bleibt der Inhalt der Türabsteller besser gekühlt als ohne Vorhandensein einer
Zwischentür.
[0016] Es kann von Vorteil im Hinblick auf eine Konstruktion der jeweiligen Schwenkachsen
sein, wenn die Außentür und die Zwischentür um die gleiche Schwenkachse verschwenkbar
sind. Das bedeutet, dass keine komplizierten Mechanismen vorgesehen werden müssen,
um eine "Nachführung" der Zwischentür an den Verschwenkungsweg der Außentür zu gewährleisten.
[0017] Eine besonders einfache und vielseitige Handhabung ergibt sich dann, wenn die Zwischentür
einen Griff aufweist, der auch bei geschlossener Außentür von außen zugänglich ist.
Dann wird beim Öffnen der Zwischentür durch Angreifen an diesem Griff automatisch
auch die Außentür mit geöffnet, und die Zwischentür bleibt in Anlage an der Außentür,
verhindert somit eine übermäßige Erwärmung des Inhalts von Türfächern oder von den
in den Türabstellern befindlichen Gegenständen und ermöglicht gleichzeitig einen ungehinderten
Zugriff auf den Innenraum des Kältegeräts. Wird dagegen die Außentür an ihrem daran
angebrachten Griff geöffnet, bleibt die Zwischentür verschlossen, gewährt dabei aber
aufgrund ihrer Transparenz trotzdem einen Einblick in den Innenraum des Kältegeräts
und schützt diesen weitgehend vor Erwärmung durch Verhindern des Abflusses kalter
Luft.
[0018] Eine besonders einfache Ausgestaltung der Abdichtung des Kältegeräts ergibt sich
dann, wenn die Zwischentür vollständig innerhalb der für die Abdichtung zwischen der
Außentür und dem Innenraum beispielsweise an der Außentür angebrachten umlaufenden
Dichtung angeordnet ist. "Vollständig innerhalb" bedeutet dabei, dass die Dichtung
dabei gleichsam einen Ring um die Zwischentür bildet und somit die Zwischentür die
Abdichtwirkung dieser Dichtung nicht beeinträchtigt. Alternativ ist es selbstverständlich
auch möglich, die Zwischentür zwischen entsprechende Dichtungen zwischen der Außentür
und dem Innenraum "einzuklemmen".
[0019] Erfindungsgemäß ist die Zwischentür in einen oberen und einen unteren Abschnitt unterteilt.
Diese verschiedenen Abschnitte weisen eine unterschiedliche Transparenz auf, so dass
beispielsweise die unteren Fächer des Innenraums besser oder schlechter einsehrbar
sind als die oberen. Außerdem kann es vorgesehen sein, dass der untere Abschnitt und
der obere Abschnitt getrennt geöffnet werden können. Ferner kann beispielsweise der
obere Abschnitt entsprechend den Türabstellern profiliert sein, während der untere
Abschnitt profillos bzw. flach ausgestaltet ist.
[0020] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist es vorgesehen, dass die Zwischentür
lösbar am Kältegerät befestigt ist. Somit kann die Zwischentür von einem Benutzer,
der dies wünscht, ganz oder zeitweise aus dem Kältegerät entfernt werden.
[0021] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Zwischentür derart ausgebildet,
dass sie im Innenraum verstaut werden kann. So kann eine derartige Zwischentür beispielsweise
nach einer Öffnungsbewegung um 90° in einer entsprechenden Ausnehmung in einer Seitenwand
des Innenraums versenkt werden. Alternativ kann die Zwischentür auch aufrollbar sein,
so dass sie sich nach Art eines Rollos verstauen bzw. aufwickeln lässt.
[0022] Gemäß einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist die Zwischentür aus Glas oder
Kunststoff, z.B. Polymethylmethacrylat (PMMA) oder Polycarbonat (PC), die allesamt
transparent bzw. durchsichtig sind. Zwischentüren aus PMMA oder PC können beispielsweise
extrudiert werden, und je nach Bedarf können sie nach der Extrusion mit einem entsprechenden
Rahmen oder Scharnieren zur schwenkbaren Befestigung am Kältegerät verschraubt oder
verklebt werden. Die Dicke einer derartigen Kunststofftür beträgt z.B. 0,2 - 3 mm,
vorzugsweise 0,5 - 1,5 mm, so dass Wärme recht gut hindurch geleitet werden kann.
Alternativ kann die Zwischentür auch aus einem Gewebe gebildet sein, welches in einem
entsprechenden Rahmen gehalten ist. Ein solches Gewebe kann ausreichend durchsichtig
ausgestaltet sein, wie es beispielsweise von Mückengittern bekannt ist, und solche
Gitter behindern auch Luftströmungen sehr stark und können daher den Luftaustritt
aus dem Inneren des Kältegeräts nahezu vollständig unterbinden. Bereichsweise, z.
B. im Rahmen, kann die Tür auch aus Holz bestehen.
[0023] Gemäß einer alternativen Ausführungsform kann die Zwischentür mit der Außentür durch
einen Kupplungsmechanismus lösbar gekuppelt sein, der so ausgelegt ist, dass er das
Öffnen der Zwischentür beginnt, sobald die Außentür weiter geöffnet wird als um einen
bestimmten ersten Öffnungswinkel von beispielsweise 70°. Wird also bei diesem Ausführungsbeispiel
die Außentür mittels eines an ihr angebrachten Griffs geöffnet, bleibt die Zwischentür
zunächst geschlossen. Dadurch sind Gegenstände, die sich in einem Türabsteller oder
in einem Türablagefach befinden, für einen Zugriff zugänglich. Außerdem kann der Innenraum
des Kältegeräts durch die Zwischentür hindurch eingesehen werden, ohne einen Energieverlust
hervorzurufen. Erst dann, wenn die Außentür über den ersten Öffnungswinkel hinaus
geöffnet wird, öffnet der Kupplungsmechanismus außerdem automatisch die Zwischentür
und macht somit auch den Innenraum für einen Zugriff durch einen Benutzer zugänglich.
Ein Benutzer benötigt also für einen wahlweisen Zugriff auf in der Tür befindliche
oder im Innenraum angeordnete Gegenstände nur einen einzigen an der Außentür angebrachten
Griff.
[0024] Wenn der Kupplungsmechanismus so ausgebildet ist, dass er die Zwischentür bis an
die geöffnete Außentür heranführt und somit gegebenenfalls dort befindliche Türabsteller
und/oder Türablagefächer "verschließt", bietet dies den Vorteil, dass - abgesehen
von der kurzen Zeit der Bewegung der Zwischentür durch den Kupplungsmechanismus -
immer nur entweder der Innenraum oder der in der Tür vorgesehene Stauraum "offen"
ist und somit einem gewissen Energieverlust unterliegt.
[0025] Eine vorteilhafte Weiterbildung dieser Ausführungsform besteht darin, dass der Kupplungsmechanismus
eine Entriegelungsvorrichtung aufweist, mittels der die Verbindung der Zwischentür
mit der Außentür gelöst oder zumindest die selbsttätige Öffnung der Zwischentür durch
den Kupplungsmechanismus unterbunden werden kann, so lange der Öffnungswinkel der
Außentür kleiner ist als der erste Öffnungswinkel. Somit kann ein Benutzer das Kältegerät
in gewohnter Weise öffnen und Zugriff auf die in der Außentür verstauten Gegenstände
nehmen, ohne dass die Zwischentür geöffnet wird und einen Energieverlust aus dem Innenraum
zulässt. Diese Möglichkeit besteht ohne weiteren Eingriff des Benutzers nur bis zum
Erreichen des ersten Öffnungswinkels der Außentür. Will der Benutzer dagegen die Außentür
über den ersten Öffnungswinkel hinaus öffnen, ohne dass die Zwischentür geöffnet werden
soll, braucht er nur den Entriegelungsmechanismus zu betätigen, um auch bei weiterer
Öffnung der Außentür die Zwischentür im verschlossenen Zustand zu belassen. Will er
jedoch auf den Innenraum zugreifen, kann er in gewohnter Weise die Außentür vollständig
öffnen, wodurch der Kupplungsmechanismus automatisch die Zwischentür öffnet und somit
ohne weiteren Eingriff des Benutzers einen Zugang zum Innenraum ermöglicht. Eine derartige
Ausgestaltung der Erfindung kann den Komfort für einen Benutzer beträchtlich erhöhen.
[0026] Es sind verschiedenste technische Realisierungen für einen derartigen Kupplungsmechanismus
denkbar: So kann dieser beispielweise eine Anordnung aus einem Zylinder mit Kolben,
einen mit einer Feder beaufschlagten Seilzug oder Hebel umfassen, welche mit einem
Anschlag- oder Einrastmechanismus oder einer Reibschlusskupplung, die abhängig vom
jeweiligen Weg eine unterschiedliche Reibung und somit Blockierung gewährleistet,
versehen ist.
[0027] Es kann von Vorteil sein, wenn die Zwischentür als höhenverstellbarer Schieber ausgebildet
ist, um so den Temperaturausgleich im Innenraum des Kältegeräts bzw. den Abfluss kalter
Luft regulieren zu können. Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn die Zwischentür
nicht nur in ihrer Gesamtheit in der Höhe verstellbar ist, sondern beispielsweise
durch einen Teleskopmechanismus oder durch überlappendes Verschieben mit einer wählbaren
Gesamthöhe versehen werden kann.
[0028] Weitere Merkmale, Besonderheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung verschiedener Ausführungsformen der Erfindung
anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1
- in Draufsicht (von oben) eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kältegeräts;
- Fig. 2
- eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kältegeräts in schematischer Querschnittsdarstellung;
und
- Fig. 3
- eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kältegeräts in perspektivischer
Darstellung.
[0029] In Fig. 1 ist schematisch in Draufsicht ein Kältegerät 10 dargestellt, an dem eine
wärmeisolierende Außentür 14 zum Verschließen des Innenraums 12 angebracht ist. Die
Außentür 14 ist gemäß Darstellung in Fig. 1 um einen Winkel von etwa 60° geöffnet.
Zwischen der Außentür 14 und dem Innenraum 12 ist eine zusätzliche Tür, nämlich eine
Zwischentür 20 angebracht, die in einer um 30° geöffneten Stellung dargestellt ist.
Sowohl die Außentür 14 als auch die Zwischentür 20 sind um eine nur schematisch dargestellte
gemeinsame Schwenkachse 11 verschwenkbar. Die Zwischentür 20 ist entweder vollständig
oder nur in bestimmten Bereichen durchsichtig bzw. transparent und ermöglicht so auch
im geschlossenen Zustand einen Einblick in den Innenraum 12. Die Zwischentür ist so
ausgelegt, dass sie nicht so gut wärmeisolierend ist wie die Außentür 14, wobei sie
vorzugsweise aus einem dünnen Kunststoffmaterial ist.
[0030] An der Innenseite der Außentür 14 sind mehrere Türabsteller angebracht, von denen
hier nur der oberste Türabsteller 15 zu sehen ist. Die Zwischentür 20 ist so ausgeformt,
dass sie nicht vollständig flach ist, sondern ein Profil aufweist, welches an das
Profil der Innenseite der Außentür 14 - hier geprägt durch das Profil der an der Außentür
14 angebrachten Türabsteller - angepasst ist. Damit der Innenraum 12 des Kältegeräts
10 dicht verschlossen werden kann, ist an der Innenseite der Außentür 14 eine nur
schematisch dargestellte umlaufende Dichtung 18 sowie an der Innenseite der Zwischentür
20 eine ebenfalls nur schematisch dargestellte umlaufende Dichtung 28 angebracht (von
denen der Einfachheit halber nur jeweils links der vertikal verlaufende Teil dargestellt
ist), die im verschlossenen Zustand beide durch die Außentür 14 und die Zwischentür
20 geklemmt werden.
[0031] An der Innenseite der Außentür 14 ist optional im oberen Bereich ein Ende eines Zylinders
34 befestigt, der mit einem Kolben 32 zusammenwirkt, der mit seinem freien Ende an
der Außenseite der Zwischentür 20 befestigt ist. Die Anordnung ist dabei so getroffen,
dass durch diese Anordnung aus dem Zylinder 34 und dem Kolben 32, welche einen Kupplungsmechanismus
30 bilden, der relative Öffnungswinkel zwischen der Außentür 14 und der Zwischentür
20 von 0° bis beispielsweise etwa 90° variiert werden kann. So kann zum Beispiel der
Kolben 32 teleskopisch ineinanderschiebbar sein. Der Kupplungsmechanismus 30 ist so
ausgelegt, dass er, wenn die Außentür 14 bei geschlossener Zwischentür 20 um mehr
als einen ersten Öffnungswinkel von beispielsweise 70° oder 80° geöffnet wird, die
Zwischentür 20 automatisch 20 an die Außentür 14 heranzieht und somit den Zugang zum
Innenraum 12 freigibt. Beispielsweise mittels Beaufschlagung durch eine Feder kann
dabei die Zwischentür 20 vollständig an die Außentür 14 herangeführt bzw. herangezogen
werden. Am Zylinder 34 ist eine Entriegelungsvorrichtung 40 in Form beispielsweise
eines Entriegelungsknopfs angebracht. Der Kupplungsmechanismus 30 mit der Entriegelungsvorrichtung
40 ist dabei so ausgelegt, dass bei Betätigung der Entriegelungsvorrichtung entweder
die Verbindung der Zwischentür 20 mit der Außentür 14 komplett gelöst wird, oder dass
zumindest die selbsttätige Öffnung der Zwischentür 20 durch den Kupplungsmechanismus
30 unterbunden werden kann. Dieses Unterbinden der selbsttätigen Öffnung wird dabei
nur in einem Bereich von 0° bis zum ersten Öffnungswinkel der Außentür 14 ermöglicht,
so dass beispielsweise die Außentür 14 vollständig geöffnet werden kann, ohne dass
sich die Zwischentür 20 automatisch mit öffnet. Die Verbindung von Zwischentür 20
und Außentür 14 kann beispielsweise dadurch vollständig gelöst werden, dass der Zylinder
34 an der Außentür 14 oder der Kolben 32 an der Zwischentür 20 ausgerastet bzw. ausgeklinkt
wird.
[0032] Alternativ zu der Ausgestaltung des Kupplungsmechanismus 30 in Form eines Zylinders
34 und eines Kolbens 32 kann auch ein mit einer Feder beaufschlagter Seilzug oder
ein Hebelsystem verwendet werden, welches eine Anschlagvorrichtung oder einen Einrastmechanismus
oder eine Reibschlusskupplung, bei der die Reibung und damit gegebenenfalls die Blockierung
von dem zurückgelegten Weg abhängt, aufweisen.
[0033] Die Zwischentür 20 kann aus Glas, Polymethylmethacrylat (PMMA) oder Polycarbonat
(PC) hergestellt werden, wobei eine Herstellung aus PMMA beispielsweise durch Tiefziehen
erfolgen kann. Alternativ kann die Zwischentür 20 auch aus einem entsprechend durchsichtig
ausgestalteten Gewebe bestehen, welches dann zweckmäßigerweise in einem Rahmen gehaltert
und von diesem gespannt wird.
[0034] Bei den nachfolgenden Ausführungsformen sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen
bezeichnet, die zur Vermeidung von unnötigen Wiederholungen nicht erneut beschrieben
werden. Somit werden vorzugsweise diejenigen Details beschrieben, in denen sich das
Kältegerät 10 von der ersten Ausführungsform unterscheidet.
[0035] Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kältegeräts 10 in
einem horizontalen Querschnitt. Die Zwischentür 20 ist bei dieser zweiten Ausführungsform
nicht um die gleiche Schwenkachse 11 schwenkbar ausgebildet wie die Außentür 14, sondern
sie weist eine eigene Schwenkachse 21 auf, die weiter zum Zentrum des Kältegeräts
hin versetzt angeordnet ist als die Schwenkachse 11. Somit ist die gesamte Zwischentür
20, die im Gegensatz zu der in der ersten Ausführungsform gezeigten Gestalt weitestgehend
eben ist, auch weiter von der Außentür beabstandet und liegt somit näher an der Rückseite
des Kältegeräts 10. Die Zwischentür 20 ist dabei schmäler und weist einen Griff 22
auf, der bei geschlossener Außentür 14 nicht von außen zugänglich ist. Bei dieser
zweiten Ausführungsform kann die Zwischentür 20 aus dem Kältegerät 10 entfernt werden,
indem sie beispielsweise herausgeclipst oder einfach aus ihrer Lagerung ausgehängt
wird. In der rechten Seitenwand des Kältegeräts 10 ist ein Stauraum 27 zum Verstauen
der Zwischentür 20 vorgesehen, falls deren Benutzung nicht gewünscht ist und sie platzsparend
und leicht zugänglich verstaut werden soll. Die Zwischentür 20 ist einerseits höhenverstellbar
ausgebildet und andererseits in einen oberen Abschnitt und einen unteren Abschnitt
unterteilt. Dadurch können gewünschtenfalls horizontale Spalte oberhalb des oberen
Abschnitts und unterhalb des unteren Abschnitts und zwischen den beiden Abschnitten
gebildet werden, um so den Temperaturausgleich innerhalb des Kältegeräts steuern bzw.
regulieren zu können. Vorzugsweise ist die Zwischentür 20 so gestaltet, dass ihre
Gesamthöhe verändert werden kann, was beispielsweise durch eine Verschiebung des oberen
Abschnitts und des unteren Abschnitts relativ zueinander derart geschehen kann, dass
sie sich zumindest teilweise überlappen.
[0036] An der Vorderseite des Kältegeräts 10 ist eine umlaufende Dichtung 13 vorgesehen
(von der links nur der vertikal verlaufende Teil dargestellt ist), und die Zwischentür
20 liegt vollständig innerhalb der umlaufenden Dichtung 13. Somit erfolgt die Abdichtung
des Innenraums 12 des Kältegeräts 10 nach außen einzig und allein über die Dichtung
13, an der die Außentür 14 anliegt.
[0037] Fig. 3 zeigt eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kältegeräts in perspektivischer
Darstellung. An der Innenseite der Außentür 14 sind drei Türabsteller 15, 16 und 17
angebracht. Die Zwischentür 20 ist so ausgestaltet, dass sie dann, wenn sie an der
Außentür 14 anliegt, die Türabsteller 15 - 17 umgreift und abdichtet. Die Außentür
20 weist zumindest einen transparenten Abschnitt 24 auf.
[0038] Im Gegensatz zur ersten Ausführungsform, bei welcher die Zwischentür 20 durch den
Kupplungsmechanismus 30 geöffnet werden kann, ist bei dieser dritten Ausführungsform
an der linken Seite der Zwischentür 20 ein Griff 29 vorgesehen, der auch bei geschlossener
Außentür 14 von außen zugänglich ist. Will somit ein Benutzer die Außentür 14 zusammen
mit der Zwischentür 20 öffnen, braucht er nur an dem Griff 29 anzugreifen und die
Zwischentür 20 zusammen mit der Außentür 14 zu öffnen. Will er dagegen die Zwischentür
20 geschlossen halten, reicht eine Öffnung der Außentür 14 allein anhand des an ihr
angebrachten Außengriffs 19. Somit ist der Benutzer des Kältegeräts sehr flexibel
in der Art und Weise, auf welchen Teil des Kältegeräts 10 er zugreifen und/oder in
welchen Teil er Einsicht nehmen möchte.
[0039] Es versteht sich von selbst, dass das Einschalten der Innenbeleuchtung wie bei herkömmlichen
Kältegeräten mittels eines an der Außentür befindlichen Schalters bewirkt werden kann.
Somit ist der Innenraum bei geöffneter Außentür selbst dann, wenn die Zwischentür
(noch) verschlossen ist, beleuchtet, wodurch eine einfache Einsichtnahme in den Innenraum
möglich ist.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0040]
- 10
- Kältegerät
- 11
- Schwenkachse
- 12
- Innenraum
- 13
- Dichtung
- 14
- Außentür
- 15-17
- Türabsteller
- 18
- Dichtung
- 19
- Außengriff
- 20
- Zwischentür
- 21
- Schwenkachse
- 22
- Griff
- 24
- transparenter Abschnitt
- 27
- Stauraum
- 28
- Dichtung
- 29
- Griff
- 30
- Kupplungsmechanismus
- 32
- Kolben
- 34
- Zylinder
- 40
- Entriegelungsvorrichtung
1. Kältegerät (10), insbesondere Haushaltskältegerät, mit einem Innenraum (12) und einer
wärmeisolierenden Außentür (14),
wobei zwischen dem Innenraum (12) und der Außentür (14) eine zumindest bereichsweise
transparente Zwischentür (20) vorgesehen ist, die weniger gut wärmeisolierend als
die Außentür (14), jedoch den Luftaustritt aus dem Innenraum (12) zumindest weitgehend
behindernd, ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischentür (20) in einen oberen und einen unteren Abschnitt unterteilt ist,
wobei diese Abschnitte eine unterschiedliche Transparenz aufweisen.
2. Kältegerät (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite der Außentür (14) mindestens ein in den Innenraum (12) ragender
Türabsteller (15, 16, 17) vorgesehen ist.
3. Kältegerät (10) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischentür (20) auf ihrer der Außentür (14) zugewandten Seite ein Profil aufweist,
das an das Profil der Innenseite der Außentür (14) zumindest weitgehend angepasst
ist.
4. Kältegerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischentür (20) einen bei geschlossener Außentür (14) von außen zugänglichen
Griff (29) aufweist.
5. Kältegerät (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass eine umlaufende Dichtung (13) zur Abdichtung zwischen der Außentür (14) und dem Innenraum
(12) vorgesehen und die Zwischentür (20) vollständig innerhalb der Dichtung (13) angeordnet
ist.
6. Kältegerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischentür (20) lösbar am Kältegerät (10) befestigt ist.
7. Kältegerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischentür (20) so ausgebildet ist, dass sie im Innenraum (12) verstaubar, insbesondere
aufrollbar, ist.
8. Kältegerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischentür (20) aus Glas, Polymethylmethacrylat, Polycarbonat oder einem von
einem Rahmen (22) gehalterten Gewebe gebildet ist.
9. Kältegerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Kupplungsmechanismus (30) zum lösbaren Kuppeln der Zwischentür (20) mit der Außentür
(14) vorgesehen ist, der so ausgebildet ist, dass er selbsttätig eine Öffnung der
Zwischentür (20) einleitet, sobald die Außentür (14) weiter geöffnet ist als um einen
vorgegebenen ersten Öffnungswinkel.
10. Kältegerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischentür (20) als höhenverstellbarer Schieber, vorzugsweise mit einstellbarer
Gesamthöhe, ausgebildet ist.
1. Refrigeration appliance (10), in particular household refrigeration appliance, with
an interior space (12) and a thermally insulating outer door (14),
wherein an intermediate door (20) is provided between the interior space (12) and
the outer door (14), which intermediate door (20) is at least partially transparent
and is embodied in such a manner that it thermally insulates less effectively than
the outer door (14), but at least largely prevents air from escaping from the interior
space (12), characterised in that the intermediate door (20) is subdivided into an upper and a lower section, wherein
these sections have a different transparency.
2. Refrigeration appliance (10) according to claim 1,
characterised in that at least one door rack (15, 16, 17) protruding into the interior space (12) is provided
on the inner side of the outer door (14).
3. Refrigeration appliance (10) according to claim 1 or 2,
characterised in that the intermediate door (20) has a profile on its side facing towards the outer door
(14) which is at least largely adapted to the profile of the inner side of the outer
door (14).
4. Refrigeration appliance (10) according to one of the preceding claims,
characterised in that the intermediate door (20) has a handle (29) which is accessible from outside when
the outer door (14) is closed.
5. Refrigeration appliance (10) according to one of claims 1 to 3,
characterised in that a peripheral seal (13) for sealing between the outer door (14) and the interior space
(12) is provided and the intermediate door (20) is arranged entirely within the seal
(13).
6. Refrigeration appliance (10) according to one of the preceding claims,
characterised in that the intermediate door (20) is fastened to the refrigeration appliance (10) in a releasable
manner.
7. Refrigeration appliance (10) according to one of the preceding claims,
characterised in that the intermediate door (20) is embodied in such a manner that it can be stowed, in
particular rolled, in the interior space (12).
8. Refrigeration appliance (10) according to one of the preceding claims,
characterised in that the intermediate door (20) is formed of glass, polymethylmethacrylate, polycarbonate
or a fabric held by a frame (22).
9. Refrigeration appliance (10) according to one of the preceding claims,
characterised in that a coupling mechanism (30) for releasably coupling the intermediate door (20) to the
outer door (14) is provided, which is embodied in such a manner that it automatically
induces an opening of the intermediate door (20) as soon as the outer door (14) is
opened further than by a predefined first opening angle.
10. Refrigeration appliance (10) according to one of the preceding claims,
characterised in that the intermediate door (20) is embodied as a height-adjustable slider, preferably
with adjustable overall height.
1. Appareil frigorifique (10), en particulier appareil frigorifique ménager, avec un
espace intérieur (12) et une porte extérieure thermo-isolante (14),
une porte intermédiaire (20) au moins en partie transparente étant prévue entre l'espace
intérieur (12) et la porte extérieure (14), laquelle est réalisée pour être un peu
moins bonne sur le plan de l'isolation thermique que la porte extérieure (14), mais
empêchant tout de même au moins en grande partie la sortie d'air de l'espace intérieur
(12), caractérisé en ce que la porte intermédiaire (20) est subdivisée en une section supérieure et une inférieure,
ces sections présentant une transparence différente.
2. Appareil frigorifique (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que sur le côté interne de la porte extérieure (14) au moins un arrêt de porte (15, 16,
17) s'avançant dans l'espace intérieur (12) est prévu.
3. Appareil frigorifique (10) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que la porte intermédiaire (20) présente sur son côté tourné vers la porte extérieure
(14), un profilé au moins largement adapté au profil du côté interne de la porte extérieure
(14).
4. Appareil frigorifique (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la porte intermédiaire (20) présente une poignée (29) accessible depuis l'extérieur
quand la porte extérieure (14) est fermée.
5. Appareil frigorifique (10) selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce qu'un joint étanche périphérique (13) est prévu pour une fermeture hermétique entre la
porte extérieure (14) et l'espace intérieur (12) et la porte intermédiaire (20) est
entièrement disposée dans l'enceinte du joint étanche (13).
6. Appareil frigorifique (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la porte intermédiaire (20) est fixée détachable à l'appareil frigorifique (10).
7. Appareil frigorifique (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la porte intermédiaire (20) est réalisée de sorte qu'elle est escamotable dans l'espace
intérieur (12) en particulier enroulable.
8. Appareil frigorifique (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la porte intermédiaire (20) est constituée de verre, de polyméthyl-méthacrylate,
de polycarbonate ou d'un tissu supporté par un cadre (22).
9. Appareil frigorifique (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un mécanisme de couplage (30) est prévu pour le couplage détachable de la porte intermédiaire
(20) avec la porte extérieure (14), lequel est configuré pour amorcer automatiquement
l'ouverture de la porte intermédiaire (20) dès que l'ouverture de la porte extérieure
(14) est plus grande qu'un premier angle d'ouverture prédéfini.
10. Appareil frigorifique (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la porte intermédiaire (20) est réalisée comme une glissière réglable en hauteur,
de préférence avec une hauteur totale réglable.