[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines elektrischen Steckers,
bei welchem ein Kabel mit einem EMV (elektromagnetische Verträglichkeit)-Schirmgeflecht
und zumindest einer Leitungslitze mit einem Kabelendstück in einem Steckergehäuse
montiert wird. Das von einem Kabelmantel umgebene EMV-Schirmgeflecht wird in axialer
Richtung des Kabels über eine Teillänge an einem Kabelmantelrand umgebogen und wird
in axialer Richtung außerhalb des Kabelmantels verlegt. Des Weiteren betrifft die
Erfindung auch einen elektrischen Stecker mit einem spezifischen EMV-Schirmsystem.
[0002] Elektrische Stecker beziehungsweise Steckverbinder sind in vielfältigsten Ausgestaltungen
bekannt. Sie nehmen üblicherweise Kabelendstücke auf, sodass dann an den Leitungslitzen
des Kabels angebrachte Kontakte mit steckerexternen elektrischen Kontakten zur Herstellung
einer elektrischen Verbindung kontaktiert werden können. Bei Steckern ist es üblich,
dass in dem Steckergehäuse Dichtungen und Halterungen für das Kabel angeordnet sind.
Darüber hinaus ist es auch wesentlich, dass die elektromagnetische Abschirmung des
Kabels, die durch das EMV-Schirmgeflecht gebildet wird, im Steckergehäuse entsprechend
kontaktiert wird.
[0004] Aus der
JP S61 110977 A ist ein elektrischer Stecker bekannt, bei welchem außerhalb eines Kabelmantels eine
doppellagige Ausgestaltung eines EMV-Schirmgeflechts ausgebildet ist.
[0005] Aus der
US 3 992 773 A ist ein Stecker bekannt, bei dem ein EMV-Schirmgeflecht umgebogen ist und ein Ring
über eine Lage geschoben ist.
[0006] Zwischen zwei Einzellagen befindet sich dieser Ring. Die äußere Lage des EMV-Schirmgeflechts
mit dem freien Ende zeigt nach vorne.
[0007] Aufgrund des sehr unterschiedlichen Aufbaus von Steckern, die insbesondere aufgrund
der Anforderungen resultiert, weist ein derartiger Stecker eine unterschiedliche Anzahl
von Bauteilen, eine unterschiedliche Anordnung dieser Bauteile als auch eine unterschiedliche
Ausgestaltung dieser einzelnen Bauteile auf. Daraus resultieren sehr unterschiedliche
Ausgestaltungen, ein derartiges Schirmgeflecht in einem derartigen Steckergehäuse
freizulegen und zu kontaktieren.
[0008] Davon abhängig ergeben sich daher auch umfängliche und teils sehr aufwendige Herstellungsverfahren.
Dies, da insbesondere das Schirmgeflecht außerhalb des Kabelmantels in teils aufwendiger
Weise bezüglich der Länge bearbeitet, insbesondere zugeschnitten werden muss.
[0009] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen eines elektrischen
Steckers sowie einen derartigen Stecker zu schaffen, mit welchem beziehungsweise bei
welchem eine vereinfachte Herstellung bei individuell verbesserter Kontaktierung der
elektrischen Abschirmung im Steckergehäuse erreicht ist.
[0010] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren und einen Stecker gemäß den unabhängigen Ansprüchen
gelöst.
[0011] Gemäß einem ersten Aspekt eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Herstellen eines
elektrischen Steckers wird ein Kabel mit einem EMV-Schirmgeflecht und zumindest einer
Leitungslitze mit einem Kabelendstück in einem Steckergehäuse des Steckers montiert.
Das von einem Kabelmantel umgebene EMV-Schirmgeflecht wird in axialer Richtung des
Kabels über eine Teillänge an einem Kabelmantelrand umgebogen und in axialer Richtung
außerhalb des Kabelmantels verlegt. Es erfolgt dabei ein Umbiegen um den Kabelmantelrand
nach hinten, sodass in axialer Richtung dieser umgebogene Teil des EMV-Schirmgeflechts
mit dem Kabelmantel überlappend positioniert wird. Die außerhalb des Kabelmantels
verlegte Teillänge des EMV-Schirmgeflechts wird nach dem Umbiegen um den Kabelmantelrand
nochmals in sich selbst zumindest einmal umgebogen, sodass das EMV-Schirmgeflecht
in radialer Richtung als zumindest doppellagig außerhalb des Kabelmantels ausgebildet
wird. Dadurch wird eine verbesserte Ausgestaltung der Anordnung des Schirmgeflechts
außerhalb des Kabelmantels erreicht. Dies begünstigt auch eine entsprechende Kontaktierung
dieses Teilbereichs des Schirmgeflechts außerhalb des Kabelmantels mit anderen Komponenten
des Steckers. Insbesondere wird dadurch auch eine vereinfachte Herstellung, insbesondere
die Konfektionierung, des Steckers ermöglicht, insbesondere die Verarbeitung von innenliegenden
EMV-Schirmen.
[0012] In vorteilhafter Weise wird die Teillänge des EMV-Schirmgeflechts, welches sich außerhalb
des Kabelmantels befindet, derart definiert vorgegeben, dass bei den weiteren Herstellungsschritten
des Steckers ab dem Umbiegen dieser Teillänge um den Kabelmantelrand ein ablängungsloses
weiteres in sich selbst Umbiegen der Teillänge zur Erzeugung von in axialer Richtung
orientierten Teilunterlängen dieser Teillänge durchgeführt wird. Dies ist eine besonders
vorteilhafte Ausführung, denn dadurch kann beim Konfektionieren des Steckers die Längengestaltung
und auch die geometrische Gestaltung, mit der sich das EMV-Schirmgeflecht außerhalb
des Kabelmantels erstreckt und ausbildet, ohne einen derartigen Zuschneideschritt
durchgeführt wird. Dadurch wird das Montageverfahren beziehungsweise Herstellungsverfahren
eines derartigen Steckers wesentlich vereinfacht. Da derartige Zuschnittschritte,
in denen das zunächst bereitgestellte EMV-Schirmgeflecht spezifisch gekürzt werden
muss, nicht mehr erforderlich sind, können auch unerwünschte Längentoleranzen, die
durch ein derartiges Zuschneiden erfolgen, vermieden werden.
[0013] Nach dem Umbiegen des EMV-Schirmgeflechts um den Kabelmantelrand außerhalb des Kabelmantels
wird ein einlagiger Bereich des EMV-Schirmgeflechts erzeugt, auf welchen vor dem Erzeugen
der Doppellagigkeit eine den Bereich umgebende Klemmhülse aufgebracht wird. Dies ist
ein weiterer sehr vorteilhafter Verfahrensschritt, denn durch diese Klemmhülse, die
ein weiteres Funktionsbauteil des Steckers selbst ist, welches im fertiggestellten
Zustand dann auch in dem Stecker verbleibt und diesbezüglich funktionell eingesetzt
ist, wird das weitere Umbiegen beziehungsweise Falten der Teillänge in sich selbst
wesentlich begünstigt. Ein zielgerichtetes und somit auch örtlich präzises weiteres
Falten der Teile in sich selbst wird dadurch erreicht. Auch können dann die insbesondere
voneinander entkoppelten Geflechtfäden bezüglich ihrer genauen örtlichen Lage an ihren
dann definierten Umbiegestellen präzise bearbeitet werden.
[0014] Ein weiterer unabhängiger Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen
eines elektrischen Steckers, bei welchem ein Kabel mit einem EMV-Schirmgeflecht und
zumindest einer Leitungslitze mit einem Kabelendstück in einem Steckergehäuse montiert
wird. Das von einem Kabelmantel des Kabels umgebene EMV-Schirmgeflecht wird in axialer
Richtung des Kabels über eine Teillänge an einem Kabelmantelrand umgebogen und in
axialer Richtung außerhalb des Kabelmantels verlegt. Es wird insbesondere ein Umbiegen
um den Kabelrand nach hinten und somit mit dem Kabelmantel in axialer Richtung überlappend
durchgeführt. Die Teillänge wird dabei vor dem Umbiegen um den Kabelmantelrand derart
definiert vorgegeben, dass bei den weiteren Herstellungsschritten des Steckers ab
dem Umbiegen dieser Teillänge um den Kabelmantelrand ein ablängungsloses beziehungsweise
ablängungsfreies weiteres in sich selbst Umbiegen der Teillänge zur Erzeugung von
in axialer Richtung orientierten Teilunterlängen durchgeführt wird. Die diesbezüglichen
Vorteile wurden zur vorteilhaften Ausführung des oben genannten ersten Aspekts eines
erfindungsgemäßen Verfahrens bereits genannt.
[0015] Vorzugsweise wird die Teillänge vor dem Umbiegen um den Kabelmantelrand definiert
vorgegeben, indem eine Klemmbuchse des Steckers in einer Zwischenmontagestellung außenseitig
auf dem Kabelmantel derart aufgebracht wird, dass ein axialer Abstand zwischen einem
vorderen Ende des Kabels, bis zu welchem das EMV-Schirmgeflecht sich erstreckt, und
einer Anlagekante der Klemmbuchse zur Anlage eines vorderen Endes des EMV-Schirmgeflechts
eine doppelte Länge der Teillänge ist. Die Klemmbuchse ist dabei ein Bauteil, welches
auch im fertiggestellten Zustand des Steckers in diesem verbleibt und stellt somit
kein Hilfswerkzeug beim Herstellen des elektrischen Steckers dar, sondern ein Funktionsbauteil
des Steckers selbst ist.
[0016] Indem geschickterweise durch ohnehin benötigte Bauteile des Steckers beim Herstellen
diese genutzt werden, um definierte Vorgaben für die Teillänge zu machen, kann in
besonders vorteilhafter Weise dann die ablängungslose Herstellung und in dem Zusammenhang
auch Biegung beziehungsweise Faltung der Teillänge zur Erzeugung der individuellen
Anordnung des EMV-Schirmsystems außerhalb des Kabelmantels ermöglicht werden. In dem
Zusammenhang ist es dann nicht mehr erforderlich, durch absolute Vermessung einen
freigelegten Abschnitt dieses Schirmgeflechts zu bestimmen, sondern es kann indirekt
ausgehend vom Kabelmantelrand durch dazu spezifische Positionierung der Klemmbuchse
erfolgen, wobei dies dann auch abhängig davon erfolgt, wie die endgültige geometrische
Gestaltung und örtliche Lage dieses sich über die Teillänge erstreckenden Abschnitts
des EMV-Schirmgeflechts im endgültig hergestellten Zustand des Steckers sein soll.
Es wird daher bereits zu diesem Herstellungsschritt vorausschauend die gewünschte
endgültige Ausgestaltung dieses Teilbereichs des EMV-Schirmgeflechts außerhalb des
Kabelmantels und somit desjenigen Teilbereichs, der von dem Kabelmantel nicht mehr
umgeben ist, zugrundegelegt, um dann das Maß für diese Teillänge vorzugeben.
[0017] Auch dies trägt sodann in einfacher und vorteilhafter Weise zur präzisen und ablängungsfreien
Vielfachbiegung dieser Teillänge bei, wobei dann auch diese Teillänge in entsprechend
präzise dimensionierte Teilunterlängen mit präziser örtlicher Lage zu anderen Komponenten
des Steckers zielgerichtet erzeugt werden kann.
[0018] Vorzugsweise wird nach dem Einstellen der Zwischenmontageposition der Klemmbuchse
der Kabelmantel ausgehend von dem vorderen Ende bis zur Hälfte des Abstands zur Erzeugung
des Kabelmantelrands entfernt. Es wird dann das EMV-Schirmgeflecht über diese die
Teillänge darstellende Hälfte des Abstands freigelegt. Durch eindeutig und präzise
vorgegebene Längenverhältnisse kann dann auch in äußerst präziser Lage der Kabelmantel
entfernt beziehungsweise abgetrennt werden und die Teillänge definiert und präzise
erzeugt werden.
[0019] In vorteilhafter Weise wird das EMV-Schirmgeflecht vor dem Umbiegen um den Kabelmantel
aufgeflochten beziehungsweise aufgefächert. Ein derartiges EMV-Schirmgeflecht kann
als eine Art Netz aus einzelnen Geflechtfäden aufgebaut sein, wobei die Geflechtfäden
miteinander verbunden, insbesondere verwoben, sind, sodass sich eine entsprechende
Maschenweite ergibt. Ohne das Schirmgeflecht ungewünscht zu beschädigen, wird über
diese Teillänge eine kontrollierte und gewünschte Entkopplung der Geflechtfäden durchgeführt,
was durch das Aufflechten beziehungsweise Entflechten erfolgt. Durch diese Ausgestaltung
können dann die einzelnen Geflechtfäden wesentlich besser gehandhabt werden, insbesondere
im Hinblick auf ihr Umbiegen und ihre Mehrfachfaltung. Gerade ein Rückbiegen ist bei
einem derartigen schlauchförmigen EMV-Schirmgeflecht eingeschränkt, sodass durch dieses
vorteilhafte Aufflechten die Einzelfäden für sich betrachtet auch besser gehandhabt
werden können. Dadurch lassen sich auch die einzelnen Geflechtfäden positionell präzise
anordnen, wenn sie um den Kabelmantelrand umgebogen sind. Auch das weitere Umbiegen
dieser dann die Teillänge darstellenden einzelnen Geflechtfäden ist dann vereinfacht
und kann bezüglich der zu erzeugenden Teilunterlängen als auch der örtlichen Position
der Geflechtfäden präziser erfolgen.
[0020] In vorteilhafter Weise wird dabei vorgesehen, dass dieses Auffächern durch ein Hilfswerkzeug
erfolgt, welches dann nicht Bestandteil des Steckers selbst ist. Beispielsweise kann
hier eine Rotationsbürste vorgesehen sein.
[0021] Im Hinblick auf das Aufflechten wird ein Entkoppeln von Geflechtfäden verstanden,
wobei hier die Fäden geflochten oder gewickelt oder auch in einer anderen Art und
Weise angeordnet und miteinander verbunden werden können. Dies bedeutet, dass ein
EMV-Schirmgeflecht ein aus den Geflechtfäden gewickelter oder geflochtener oder in
einer sonstigen Art und Weise hergestellter Schlauch sein kann. Unter dem Aufflechten
beziehungsweise Entflechten wird somit verstanden, dass jegliche Art eines EMV-Schirmgeflechts,
bei welchem die Geflechtfäden durch verschiedenste Art und Weise verbunden sein können,
entkoppelt werden können.
[0022] In einer vorteilhaften Ausführung kann der Klemmkorb beziehungsweise die Klemmbuchse
eine Dichtung, insbesondere eine Einzellippendichtung oder eine Mehrfachlippendichtung
aufweisen, die dichtend am Kabelmantel beziehungsweise an dessen Außenseite anliegt.
Die Klemmbuchse ist als rohrförmiges Teil gebildet, welches an einer Außenseite des
Kabelmantels anliegt. Auf einem dem Kabelmantelrand zugewandten Ende kann die Klemmbuchse
vorzugsweise axial geschlitzt sein, wobei hier in Umlaufrichtung um die Längsachse
des Kabels und somit auch um die Längsachse des Steckers mehrere derartige axiale
Schlitze ausgebildet sind. Dadurch ist eine Flexibilität im Hinblick auf ihre radiale
Weite gegeben.
[0023] Beispielsweise kann für das Umbiegen der Geflechtfäden um den Kabelmantelrand ein
kegelförmiges oder konusförmiges Hohlteil beziehungsweise ein Hohlring vorgesehen
sein. Dieses kann dann in das Innere des EMV-Schirmgeflechts, welches schlauchförmig
gestaltet ist, eingreifen und diese Geflechtfäden radial nach außen hin umbiegen.
[0024] Die Klemmhülse wird mit einer axialen Länge bereitgestellt, die kleiner ist als die
Hälfte der Teillänge. Die Klemmhülse wird dabei die an einer Anschlagkante einer zur
Klemmhülse separaten Klemmbuchse axial anliegenden freien Enden von Geflechtfäden
des EMV-Schirmgeflechts überdeckend angeordnet. Die Klemmhülse wird darüber hinaus
axial zurückversetzt zu dem Kabelmantelrand positioniert. Durch diese spezifische
Positionierung der Klemmhülse und ihre individuelle spezifische geometrische Ausgestaltung
kann das weitere Procedere zum Erzeugen der zumindest Doppellagigkeit der in sich
selbst gebogenen Teillänge wesentlich verbessert werden. Es wird dadurch nämlich eine
sehr präzise Faltung beziehungsweise Umbiegung der Teillänge an gewünschten spezifischen
Stellen dieser Teillänge erreicht und dies dann automatisch durch entsprechendes axiales
Bewegen der Klemmhülse erzeugt. Zusätzliche weitere Hilfswerkzeuge werden daher dann
nicht benötigt und es kann in dem Zusammenhang durch ohnehin im Stecker benötigte
und nach der Herstellung auch endgültig in dem Stecker verbleibende Teile die weitere
Herstellung dieser spezifischen Umbiegung und Faltung der Teillänge erzeugt werden.
Dadurch kann auch der Einsatz von tatsächlichen Hilfswerkzeugen zum Herstellen des
Steckers, die dann allerdings keine Komponenten des Steckers selbst sind, deutlich
reduziert werden. Es wird daher ein äußerst vorteilhaftes Herstellungsverfahren erzeugt.
[0025] Es kann auch vorgesehen sein, dass die um den Kabelmantelrand umgebogene Teillänge
vor dem Erzeugen der weiteren Umbiegung zur Herstellung der zumindest Doppellagigkeit
nicht zwangsweise stirnseitig an der Anschlagkante anliegt, sondern axial beabstandet
und somit berührungslos dazu ist.
[0026] Vorzugsweise wird die Klemmhülse, insbesondere zusammen mit der mit der Klemmhülse
gekoppelten Klemmbuchse, in axialer Richtung in Richtung zum Kabelmantelrand, insbesondere
eine Vorderkante der Klemmhülse, genau bis zum Kabelmantelrand geschoben. Dadurch
wird der von der Klemmhülse nicht umgebene Bereich der Teillänge des EMV-Schirmgeflechts
radial nach außen aufgefächert, und radial abstehende Geflechtschleifen der Geflechtfäden
des EMV-Schirmgeflechts werden gebildet. In äußerst vorteilhafter Weise wird dadurch
durch eine sehr einfache Bewegung, nämlich eine gerade Verschiebung der Klemmhülse
in axialer Richtung, eine weitere Montagezwischenposition erreicht, bei der die Teillänge
in ihrem Bereich, der nicht von der Klemmhülse bedeckt und umgeben ist, in eine gewünschte
Vorbiegestellung gebracht, die durch die Geflechtschleifen beziehungsweise Geflechtschlaufen
einhergeht.
[0027] Insbesondere ist die Klemmhülse vor dem Verschieben so mit der Teillänge verbunden,
dass beim axialen Verschieben der Klemmhülse die Geflechtfäden auch mit verschoben
werden. Dadurch werden sie automatisch weitergebogen und zwar an definierten Stellen
zur Erzeugung der Mehrlagigkeit.
[0028] In vorteilhafter Weise wird eine zur Klemmhülse separate Schirmhülse vom Kabelmantelrand
her kommend axial über die Geflechtschleifen und die Klemmhülse geschoben. Dadurch
wird zum weiteren Herstellen der zumindest Doppellagigkeit der Teillänge erreicht,
dass die Geflechtschleifen zusammengedrückt werden und zwischen einer Außenseite der
Klemmhülse und einer Innenseite der Schirmhülse in radialer Richtung doppellagige
Geflechtfäden des EMV-Schirmgeflechts erzeugt werden. Diese Doppellagigkeit der Geflechtfäden
wird dann auch positionssicher gehalten, da sie kontaktiert mit der Außenseite der
Klemmhülse und kontaktiert mit der Innenseite der Schirmhülse radial positionssicher
gehalten werden. Die durch die Doppellagigkeit erzeugten Teilunterlängen der Teillänge
werden somit auch definiert aufeinander positioniert, und diese doppellagig aufeinanderliegenden
Teilunterlängen werden auch des Weiteren dann im Wesentlichen in axialer Richtung
gehalten. Dadurch ergibt sich ein außerhalb des Kabelmantels ausgebildetes Schirmsystem
beziehungsweise eine Schirmanordnung, die an ganz spezifischer Stelle des Steckers
über eine ganz spezifische axiale Länge eine Doppellagigkeit aufweist.
[0029] Die Schirmhülse ist ein zumindest bereichsweise elektrisch leitendes Bauteil, welches
mit einem elektrisch leitenden Bereich mit dem EMV-Schirmgeflecht und dem Steckergehäuse
verbunden ist.
[0030] Vorzugsweise wird in dem Zusammenhang sogar eine in radialer Richtung betrachtet
zumindest dreilagige Ausgestaltung erreicht. Denn neben dieser direkt aneinanderliegenden
Doppellagigkeit der Teilunterlängen zwischen der Klemmhülse und der Schirmhülse ist
eine weitere Einzellage zwischen dem Kabelmantel und der Klemmbuchse erzeugt. Es wird
somit durch eine einzige zusammenhängende und somit nicht gestückelte oder durch separate
Teilstücke erzeugte Teillänge eine in radialer Richtung betrachtet zumindest zweilagige
und somit zumindest doppellagige, insbesondere dreilagige EMV-Schirmgeflechtteileinheit
geschaffen. Diese ist aus den aufgeflochtenen einzelnen Geflechtfäden gebildet.
[0031] Vorteilhafterweise sind die doppellagigen Geflechtfäden über ihre gesamte axiale
Erstreckung von der Schirmhülse umgeben. Sie sind in dem Zusammenhang daher auch geschützt
angeordnet, sodass die einmal erreichte positionelle Anordnung bezüglich der Mehrlagigkeit
in radialer Richtung und bezüglich der axialen Erstreckung, insbesondere der zur Längsachse
des Kabels und somit auch zur Längsachse des Steckers parallel verlaufende axiale
Erstreckung dieser einzelnen Geflechtfäden dauerhaft beibehalten ist.
[0032] In vorteilhafter Weise wird auch außerhalb des Kabelmantels somit ein EMV-Schirmbereich
geschaffen, der in Umlaufrichtung um die Längsachse ausgebildet ist und somit auch
um 360° ausgebildet ist.
[0033] In vorteilhafter Weise wird das Steckergehäuse die Schirmhülse umfangsseitig vollständig
und über die gesamte axiale Länge der Schirmhülse umgebend aufgebracht. Das Steckergehäuse
umgibt somit dann die Schirmhülse und in dem Zusammenhang dann auch die Teillänge
des EMV-Schirmgeflechts, welches außerhalb des Kabelmantels angeordnet ist, vollständig.
[0034] Vorteilhafterweise wird vorgesehen, dass die Klemmhülse nach dem Verschieben in ihre
endgültige Position und somit in ihre Endeinbaulage im Stecker, die durch die Lage
definiert ist, bei welcher ein vorderes Ende der Klemmhülse bündig mit dem Kabelmantelrand
ist, gecrimpt wird. Dadurch wird die axiale Position fixiert. Dadurch werden auch
ein Verrutschen der Schirmhülse in axialer Richtung ebenso wie ein sich dann axial
unerwünschtes Verschieben der von der Schirmhülse umgebenen Längenabschnitte der Teillänge
der Geflechtfäden verhindert. Besonders vorteilhaft wird dadurch auch eine Zugentlastung
des Kabels erreicht.
[0035] Weist das Kabel auch eine Beilauflitze als Leitungslitze auf, die üblicherweise unter
dem Gesamtschirm oder einem Einzelschirm oder Paarschirm der EMV-Schirmung liegt,
so kann diese nach dem Umbiegen der Teillänge um den Kabelmantelrand und vor dem weiteren
Erzeugen der Doppellagigkeit dann umgelegt werden. Die Beilauflitze kann dann auch
mit dem EMV-Schirmgeflecht kontaktiert werden.
[0036] Weist das Kabel auch einen sogenannten Innenmantel auf, kann dieser dann zu diesem
Herstellungszeitpunkt beziehungsweise in dieser Herstellungsphase abgeschnitten werden.
[0037] In bevorzugter Weise wird eine radial innen liegende erste Lage aus der Teillänge
des EMV-Schirmgeflechts vor dem Erzeugen einer weiter radial weiter außen liegenden
zumindest zweiten Lage aus der Teillänge des EMV-Schirmgeflechts erzeugt. Die Herstellung
erfolgt daher quasi von innen nach außen, was die Umbiegeprozesse bzw. Faltprozesse
vereinfacht.
[0038] Ein erfindungsgemäßer Stecker umfasst ein Steckergehäuse, welches rohrförmig ausgebildet
ist. Dieses Steckergehäuse umgibt eine Klemmbuchse, die ringförmig ausgebildet ist.
Die Klemmbuchse umfasst insbesondere auch eine Dichtung, insbesondere eine Einzellippendichtung
oder eine Mehrfachlippendichtung. Die Klemmbuchse ist insbesondere umfangsseitig als
auch in axialer Richtung des Steckers vollständig von dem Steckergehäuse umgeben.
Der Stecker umfasst darüber hinaus die Klemmhülse, die auch als Crimphülse bezeichnet
werden kann. Die Klemmhülse ist eine zur Klemmbuchse separate Komponente des Steckers.
Die Klemmhülse ist als weiterer Ring ausgebildet. Die Klemmbuchse weist vorzugsweise
unterschiedliche Abschnitte auf, die unterschiedliche Außenradien aufweisen. Im zusammengesetzten
Zustand des Steckers ist die Klemmhülse über einen Teilbereich der Klemmbuchse übergeschoben
und umgibt somit den Teilbereich der Klemmbuchse umfangsseitig. Zwischen einer Innenseite
der Klemmhülse und einer Außenseite der Klemmbuchse ist in dem Bereich der Klemmbuchse,
der von der Klemmhülse umfangsseitig umgeben ist, ein Aufnahmeraum für eine erste
Lage eines EMV-Schirmgeflechts eines Kabels, welches mit dem Stecker koppelbar ist
und welches sich in das Steckergehäuse hinein erstrecken kann, ausgebildet. Dieser
erste Zwischenraum ist daher auch ein EMV-Schirmgeflechtlage-Zwischenraum. Dieser
erste Zwischenraum ist daher zur radial klemmenden und somit passgenauen Aufnahme
einer Schirmgeflechtlage eines EMV-Schirmgeflechts ausgebildet.
[0039] Der Stecker umfasst darüber hinaus eine Schirmhülse, welche ebenfalls als Ring ausgebildet
ist. Die Schirmhülse weist einen größeren Radius auf als die Klemmhülse. Im zusammengesetzten
Zustand des Steckers umgibt die Schirmhülse die Klemmhülse umfangsseitig vollständig,
und insbesondere auch in axialer Richtung des Steckers erstreckt sich die Schirmhülse
zumindest über die gesamte axiale Länge der Klemmhülse. Die Schirmhülse und die Klemmhülse
sind so ausgebildet, dass in radialer Richtung zwischen einer Innenseite der Schirmhülse
und einer Außenseite der Klemmhülse ein weiterer Zwischenraum beziehungsweise Aufnahmeraum
ausgebildet ist. Dieser zweite Zwischenraum ist zur Aufnahme zumindest einer Doppellage
eines EMV-Schirmgeflechts eines Kabels, welches mit dem Steckergehäuse verbindbar
ist und sich in das Steckergehäuse hinein erstrecken kann. Dieser zweite Zwischenraum
ist daher zur radial klemmenden und somit passgenauen Aufnahme zumindest zweier Schirmgeflechtlagen
eines EMV-Schirmgeflechts ausgebildet. Der Stecker ist daher erfindungsgemäß mit seinen
diesbezüglich wesentlichen Teilen umfassend die Klemmbuchse, die Klemmhülse und die
Schirmhülse, welche separate Teile zueinander sind, so konzipiert, dass diese in axialer
Richtung des Steckers überlappend und sich umfangsseitig jeweils umgebend angeordnet
sind. Es sind dabei in radialer Richtung an spezifischen Stellen unterschiedlich definierte
Zwischenräume gebildet, die jeweils zur individuellen Aufnahme einer oder mehrerer
Lagen eines EMV-Schirmgeflechts definiert ausgebildet sind. Es sind somit zwei EMV-Schirmgeflechtlage-Zwischenräume
ausgebildet.
[0040] Insbesondere ist bei einem Stecker in Umlaufrichtung um die Längsachse betrachtet
eine 360° EMV-Schirmauflage ausgebildet, die insbesondere als ringförmige Auflagefläche
zwischen einem zum Verbinden mit einer Innenseite des Steckergehäuses ausgebildeten
Verbindungsbereich der Schirmhülse und dem Steckergehäuse ausgebildet ist.
[0041] Insbesondere wir dadurch auch ein axiales Entfernen von freien Enden der Geflechtfäden
von der Anschlagkante erzeugt, so dass im Endzustand diese freien Enden in einem spezifischen
Abstand zu der Anschlagkante angeordnet sind.
[0042] Vorzugsweise ist im montierten Endzustand eine Außenseite der Schirmhülse an einer
Innenseite des Steckergehäuses anliegend angeordnet.
[0043] Die Schirmhülse ist ein äußerer Abschluss der Schirmanordnung des Steckers und somit
eine abschließendes Hüllelement.
[0044] Des Weiteren betrifft die Erfindung auch einen weiteren Stecker mit einem Steckergehäuse
und einem Kabel, welches ein EMV-Schirmgeflecht und zumindest eine Leitungslitze aufweist.
Das Kabel weist ein Kabelendstück auf, welches in dem Steckergehäuse montiert ist.
Das von einem Kabelmantel umgebene EMV-Schirmgeflecht ist in axialer Richtung des
Kabels über eine Teillänge an einem Kabelmantelrand umgebogen und in axialer Richtung
außerhalb des Kabelmantels verlegt. Das EMV-Schirmgeflecht ist hierbei über die Teillänge
an dem Kabelmantelrand nach hinten und mit dem Kabelmantel in axialer Richtung überlappend
umgebogen angeordnet. Die außerhalb des Kabelmantels verlegte Teillänge des EMV-Schirmgeflechts
ist in sich selbst zumindest einmal umgebogen, sodass das EMV-Schirmgeflecht in radialer
Richtung als zumindest doppellagig außerhalb des Kabelmantels ausgebildet ist.
[0045] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass eine radial innere, aus der Teillänge gebildete
erste Lage zwischen einer den Kabelmantel umgreifenden Klemmbuchse und einer die Klemmbuchse
umfangsseitig vollständig und auch axial nur teilweise umgebende Klemmhülse ausgebildet
ist.
[0046] In vorteilhafter Weise ist eine zwischen einer den Kabelmantel umgreifende Klemmhülse
und einer die Klemmhülse umfangsseitig vollständig und axial vollständig umgebende
Schirmhülse eine aus der Teillänge gebildete Doppellage ausgebildet.
[0047] Die Klemmbuchse, die Klemmhülse und die Schirmhülse sind zueinander separate Teile
des Steckers selbst.
[0048] In vorteilhafter Weise sind die Lagen, die durch die Teillänge des EMV-Schirmgeflechts
gebildet werden, durch über die Teillänge voneinander entflechtete Geflechtfäden gebildet.
[0049] Weitere geometrische Ausgestaltungen und positionelle Anordnungen von Bauteilen des
Steckers sind aus dem Figuren zu entnehmen. Bezüglich der Orientierung zu Begriffen
wie "Front" etc. wird auf ein Ende des Steckers Bezug genommen, welches ein freies
Ende ist und zum Koppeln mit einem steckerexternen Element, insbesondere einem Gegenstecker,
ausgebildet ist.
[0050] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der
Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen,
sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren
alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung
verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungen
von der Erfindung als umfasst und offenbart anzusehen, die in den Figuren nicht explizit
gezeigt und erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen aus den
erläuterten Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind. Es sind auch Ausführungen
und Merkmalskombinationen als offenbart anzusehen, die somit nicht alle Merkmale eines
ursprünglich formulierten unabhängigen Anspruchs aufweisen.
[0051] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Explosionsdarstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Steckers
ohne ein Kabel;
- Fig. 2
- eine schematische Schnittdarstellung durch den zusammengesetzten Stecker gemäß Fig.
1 mit einem montierten Kabel;
- Fig. 3
- eine vergrößerte Teildarstellung eines Teilbereichs von Fig. 2;
- Fig. 4 bis Fig. 23
- Darstellungen von jeweils verschiedenen Herstellungsphasen bei einem Verfahren zum
Herstellen eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Steckers.
[0052] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0053] In Fig. 1 ist in einer Explosionsdarstellung ein Ausführungsbeispiel von Komponenten
eines Steckers 1 gezeigt. Der Stecker 1 umfasst ein rohrförmiges Steckergehäuse 2.
Dieses Steckergehäuse 2 bildet auch letztendlich die äußere Hülle dieses Steckers
1.
[0054] Darüber hinaus umfasst der Stecker 1 einen elektrisch isolierenden Isolierkörper
3, welcher ebenfalls rohrförmig ausgebildet ist und an einer Frontseite 4 mehrere
Durchlassöffnungen 5, von denen der Übersichtlichkeit dienend nur eine Durchlassöffnung
mit dem Bezugszeichen versehen ist, aufweist. Die Durchlassöffnungen 5 sind zum Durchführen
von elektrischen Kontakten vorgesehen.
[0055] Darüber hinaus umfasst der Stecker 1 einen zum rohrförmigen Isolierkörper 3 separaten
weiteren elektrisch isolierenden Isolierkörper 6. Dieser Isolierkörper 6 wird im zusammengesetzten
Zustand des Steckers 1 von dem ersten Isolierkörper 3 umfangsseitig umgeben. Der zweite
Isolierkörper 6 ist zur Aufnahme der elektrischen Kontakte 7 ausgebildet, die dabei
in nutartige Aufnahmen 8 des zweiten Isolierkörpers 6 eingesteckt sind und axial gehalten
sind.
[0056] Darüber hinaus umfasst der Stecker 1 eine Schirmhülse 9, die ringförmig ausgebildet
ist. Des Weiteren umfasst der Stecker 1 eine Klemmhülse 10, die ebenfalls als Ring
gestaltet ist. Als weitere zu den bisherigen Komponenten, die separate Teile sind,
zusätzliche separate Komponente umfasst der Stecker 1 eine Klemmbuchse 11. Die Klemmbuchse
11 weist vorzugsweise auch eine Dichtung, insbesondere eine Einzellippendichtung oder
eine Mehrfachlippendichtung, auf. Die Klemmbuchse 11 ist ebenfalls ringförmig beziehungsweise
rohrförmig ausgebildet und weist an ihrem in Richtung der Längsachse A des Steckers
1 vorderen Ende 12 mehrere in Umlaufrichtung um die Achse A beabstandet zueinander
ausgebildete und axial sich erstreckende Schlitze auf.
[0057] Darüber hinaus umfasst der Stecker 1 einen Verbindungsring 13. Dieser ist im Ausführungsbeispiel
als Schraubring ausgebildet, der mit einem Innengewinde mit einem Außengewinde 14
des Steckergehäuses 2 verschraubbar ist und ebenfalls einen äußeren Abschluss des
Steckers bildet. Der Verbindungsring 13 kann jedoch auch eine Presshülse sein, die
im konfektionierten Endzustand des Steckers 1 mit dem Steckergehäuse 2 verpresst ist.
Der Verbindungsring 13 kann beispielsweise jedoch auch zur Verrastung mit dem Steckergehäuse
2 ausgebildet sein. Das Außengewinde 14 ist bei den alternativen Ausführungen dann
jeweils durch die geeignete Gegenkontur zum Verbindungsring 13 gestaltet. Grundsätzlich
kann die Verbindung zwischen dem Verbindungsring 13 und dem Steckergehäuse 2 jedoch
vielfältig kraftschlüssig oder formschlüssig ausgebildet sein.
[0058] Im montierten Zustand ist vorgesehen, dass Füße 15 des zweiten Isolierkörpers 6 an
einem radial nach innen stehenden Flansch 16 der Schirmhülse 9 anliegend angeordnet
sind. Die Schirmhülse 9 ist so gestaltet, dass sie die Klemmhülse 10 umfangsseitig
umgibt und vorzugsweise auch in axialer Richtung eine Länge aufweist, die zumindest
der Länge der Klemmhülse 10 entspricht, sodass die Klemmhülse 10 auch in axialer Länge
vollständig von der Schirmhülse 9 umgeben ist.
[0059] Darüber hinaus weist die Klemmbuchse 11 eine radial nach außen erhaben abstehende
und insbesondere vollständig umlaufende Anschlagkante 17 auf. An deren Frontseite
ist die Klemmhülse 10 im montierten Zustand anliegend, wobei die Klemmhülse 10 einen
frontseitigen Teilbereich 18 der Klemmbuchse 11 umfangsseitig umgibt und somit die
gesamte Klemmbuchse 11 nur über eine Teillänge in Richtung der Achse A betrachtet
umgibt.
[0060] In Fig. 2 ist in einer Schnittdarstellung der zusammengesetzte Stecker 1 gezeigt,
wobei darüber hinaus auch noch zusätzlich ein Kabel 19 fertig montiert in dem Stecker
1 gezeigt ist. Das Kabel 19 ist der Übersichtlichkeit dienend nur mit einer gleichen
gemeinsamen Schnittfläche dargestellt, sodass bei dieser Schnittansicht in Fig. 2
die einzelnen Komponenten des Kabels 19 nicht im Detail dargestellt sind. Es sind
insbesondere an der Klemmbuchse 11 ausgebildete Dichtungsstege beziehungsweise Dichtungsringe
20 und 21 in ihrer Grundstellung gezeigt, wenn das Kabel 19 noch nicht verbaut ist.
Bei der in Fig. 2 gezeigten montierten Stellung sind diese Stege 20 und 21 zur Seite
gedrückt, sodass sie an einer Außenseite 22 eines Kabelmantels 23 anliegen.
[0061] Gemäß der Darstellung in Fig. 2 ist auch zu erkennen, dass das Steckergehäuse 2 ein
Basisteil 24 aufweist, an welchem frontseitig eine Drehhülse 25 drehbar gelagert angeordnet
ist. Diese Drehhülse 25 ist auch noch Bestandteil des Steckergehäuses 2.
[0062] In der gezeigten Ausführung ist auch zu erkennen, dass die Klemmbuchse 11 diesen
durch die Schlitze gekennzeichneten vorderen Teilbereich 18 aufweist, der mit einem
Dichtungsteil 28 verbunden ist und diesbezüglich gemeinsam die Klemmbuchse 11 darstellt.
[0063] Darüber hinaus ist zu erkennen, dass in radialer Richtung und somit senkrecht zur
Achse A zwischen einer Außenseite 11a der Klemmbuchse 11, insbesondere einer Außenseite
des Teilbereichs 18, und einer Innenseite 10b der Klemmhülse 10 ein erster Zwischenraum
ausgebildet ist, der als EMV-Schirmgeflechtlage-Zwischenraum 29 gebildet ist. In diesem
ersten EMV-Schirmgeflechtlage-Zwischenraum 29 ist eine erste Lage 30 einer sich außerhalb
des Kabelmantels 23 erstreckenden Teillänge eines EMV-Schirmgeflechts des Kabels 19
angeordnet. Insbesondere ist hier nur eine derartige Lage 30 passgenau und somit auch
durch die Innenseite 10b und die Außenseite 11a gepresst gehalten angeordnet.
[0064] Diese Teillänge des EMV-Schirmgeflechts ist um einen Kabelmantelrand 23a des Kabelmantels
23 umgebogen und in axialer Richtung nach hinten verlegt angeordnet. Dies bedeutet,
dass diese Teillänge dieses EMV-Schirmgeflechts sich in axialer Richtung parallel
und überlappend mit dem Kabelmantel 23 radial weiter außenliegend als die Außenseite
22 des Kabelmantels 23 erstreckt. Es ist somit insbesondere diese Teillänge in radialer
Richtung betrachtet auch beabstandet zu der Außenseite 22 angeordnet, insbesondere
zumindest durch die zwischen der Teillänge und der Außenseite angeordnete Klemmbuchse
11.
[0065] Darüber hinaus ist zwischen einer Außenseite 10a der Klemmhülse 10 und einer Innenseite
9b der Schirmhülse 9 in radialer Richtung betrachtet ein weiterer, zweiter Zwischenraum
in Form eines EMV-Schirmgeflechtlagen-Zwischenraums 31 ausgebildet. In diesem weiteren
EMV-Schirmgeflechtlagen-Zwischenraum 31, der radial weiter außenliegend ist als der
erste EMV-Schirmgeflechtlage-Zwischenraum 29, ist eine weitere Teilunterlänge dieser
Teillänge des EMV-Schirmgeflechts zumindest doppellagig ausgebildet. Es sind somit
hier in radialer Richtung betrachtet zwei Lagen aufeinander ausgebildet, wobei dies
die Lagen 32 und 33 sind. Die Teillänge des EMV-Schirmgeflechts des Kabels 19 ist
dabei einstückig und unterbrechungsfrei ausgebildet und die Lagen 29, 32 und 33 ergeben
sich durch entsprechende Umbiegungen dieser Teillänge.
[0066] Ein Ende des Steckers 1, welches durch das dem Kabel 19 abgewandte Ende gebildet
ist, und ein freies Ende darstellt ist zur Kopplung mit einem steckerexternen Element,
insbesondere einem Gegenstecker, ausgebildet.
[0067] Wie darüber hinaus in Fig. 2 zu erkennen ist, liegt eine Außenseite 9a der Schirmhülse
9 flächig an einer Innenseite 24a des Teils 24 des Steckergehäuses 2 an. Alternativ
kann ein nachfolgend noch näher erläuterter Verbindungsbereich 34 der Schirmhülse
9 an der Innenseite 24a anliegen, insbesondere nur dieser Verbindungsbereich 34 anliegen
und die Mantelwand der Schirmhülse 9 beabstandet zu der Innenseite 24a sein.
[0068] Darüber hinaus ist auch zu erkennen, dass die Klemmhülse 10 an der Anschlagkante
17 frontseitig anliegt. Des Weiteren ist zu erkennen, dass die Schirmhülse 9 an ihrem
der Klemmbuchse 10 zugewandten hinteren Rand einen Verbindungsbereich 34 aufweist,
der ein Schnappelement oder ein Rastelement sein kann. Der Verbindungsbereich 34 ist
insbesondere zur radialen Verbindung mit der Innenseite 24a ausgebildet. Insbesondere
ist die Verbindung dann derart, dass eine axiale Positionssicherung zueinander erreicht
ist. Beispielsweise kann daher eine Verankerung bzw. Verzahnung bzw. ein Verkrallen
ausgebildet sein.
[0069] Es kann zusätzlich oder anstatt dazu auch vorgesehen sein, dass an der Innenseite
9b der Schirmhülse 9, insbesondere an einem dem Flansch 16 abgewandten hinteren Ende,
eine Verdrehschutzeinrichtung ausgebildet ist. Diese Verdrehschutzeinrichtung ist
insbesondere in die Innenseite 9b integriert und als axiale Verzahnung ausgebildet.
Dadurch ist eine Rotationsbewegung um die Längsachse A relativ zum Kabel 23 und auch
relativ zur Klemmbuchse 11 und zur Klemmhülse 10 verhindert.
[0070] Wie gemäß der Darstellung in Fig. 2 gezeigt ist, ist dieses Verbindungselement 34
die gesamte Anschlagkante 17 hintergreifend beziehungsweise überschnappend angeordnet,
sodass hier auch eine axial feste Verbindung und positionssichere Anordnung zwischen
den drei separaten Komponenten, nämlich der Klemmbuchse 11, der Klemmhülse 10 und
der Schirmhülse 9 erreicht ist.
[0071] Wie darüber hinaus in Fig. 2 zu erkennen ist, sind die Lagen 29, 32 und 33 in axialer
Richtung parallel verlaufend zueinander angeordnet und insbesondere auch im Wesentlichen
über die gleiche Länge zueinander ausgebildet und in axialer Richtung somit auch insbesondere
deckungsgleich positioniert.
[0072] In Fig. 3 ist eine vergrößerte Darstellung des Teilausschnitts I des Steckers 1 in
Fig. 2 gezeigt. Die spezifische Anordnung der Klemmbuchse 11, der Klemmhülse 10 und
der Schirmhülse 9 sowie die Ausgestaltung der genannten Zwischenräume 29 und 31 sowie
die jeweils gebildeten Lagen 29, 32 und 33 ist hier detaillierter zu erkennen.
[0073] Vorzugsweise ist auch vorgesehen, dass die radiale Höhe der Anschlagkante 17 dem
radialen Aufbau, umfassend die erste Lage 30, die radiale Dicke der Klemmhülse 10
und die radialen Dicken der Lagen 32 und 33, entspricht. Darüber hinaus ist vorzugsweise
vorgesehen, dass die Klemmhülse 10 eine axiale Länge aufweist, die im Wesentlichen,
insbesondere gleich dem axialen Abstand zwischen der Anschlagkante 17 und dem vorderen
Kabelmantelrand 23a entspricht.
[0074] Insbesondere ist auch vorgesehen, wie dies bereits oben beispielhaft erwähnt wurde,
dass in vorteilhafter Weise die durch die im Ausführungsbeispiel drei Lagen 30, 32
und 33 gebildeten axialen Längen als Teilunterlängen der gesamten Teillänge des EMV-Schirmgeflechts,
welches sich außerhalb des Kabelmantels 23 erstreckt, im Wesentlichen, insbesondere
gleich lang sind. Dies betrifft insbesondere die Teilunterlängen, die parallel zur
Achse A sich erstrecken.
[0075] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Montageprozesses
beziehungsweise Herstellungsprozesses des Steckers 1 insbesondere mit dem Kabel 19
erläutert. Dazu ist gemäß der Darstellung in Fig. 4 zu Beginn eines Herstellungsverfahrens
das Kabel 19 bereitgestellt. Ein Kabelendstück 35 ist dabei, wie dies in Fig. 2 und
Fig. 3 im fertig montierten Zustand gezeigt ist, zur Montage in dem Steckergehäuse
2 vorgesehen.
[0076] Darüber hinaus wird gemäß der Darstellung in Fig. 4 die Klemmbuchse 11 bereitgestellt.
Diese kann einstückig ausgebildet sein oder, wie es zu Fig. 2 und Fig. 3 erläutert
wurde, aus zwei Einzelteilen zusammengesetzt sein. Mittels eines Hilfswerkzeugs 36,
insbesondere einer Spreizhülse, die die Klemmbuchse 11 aufnimmt, wird die Klemmbuchse
11 auf das Kabel 19 aufgeschoben, sodass es den Kabelmantel 23 umgreift.
[0077] Wie dazu in Fig. 5 gezeigt ist, erfolgt dies in ganz definierter Art und Weise. In
dem Zusammenhang wird nämlich die Klemmhülse 11 in einem vorgegebenen definierten
Abstand a1 entlang der Achse A aufgeschoben, wobei sich hier der Abstand ausgehend
von dem vorderen Ende 37 des Kabels 19, wie es gemäß Fig. 4 bereitgestellt wurde,
bemisst. Es kann hier ein Abstand a1 zwischen diesem vorderen Ende 37 und einem hinteren
Ende 38 der Klemmbuchse 11 vorgegeben werden. Es kann jedoch auch vorgesehen sein,
dass ein Abstand a2 zwischen dem vorderen Ende 37 und der Anschlagkante 17 bestimmt
wird.
[0078] Dieser Abstand a2 wird dabei so definiert festgelegt, dass er der doppelten Teillänge
entspricht, die das EMV-Schirmgeflecht des Kabels 19 außerhalb des Kabelmantels 23
im fertiggestellten Zustand des Steckers 1 aufweisen soll. Diese Teillänge wird also
bereits in diesem Fertigungszustand auf Basis der endgültig gewollten Lagen und Längen
der Ausgestaltung des EMV-Schirmgeflechts außerhalb des Kabelmantels bei dessen endgültig
hergestellten Zustand zugrundegelegt, um diesen Abstand bestimmen und vorgeben zu
können.
[0079] Insbesondere erfolgt die gesamte Erzeugung der Teillänge des EMV-Schirmgeflechts,
welches sich im fertiggestellten Zustand des Steckers 1 außerhalb des Kabelmantels
23 erstreckt beziehungsweise welches außerhalb des Kabelmantels 23 verlegt ist, ohne
Zuschnitt dieser Teillänge während des Herstellungsprozesses. Dies bedeutet auch,
dass in vorteilhafter Weise ausgehend von dem Fertigungsschritt, wie er in Fig. 4
dargestellt wurde, bis zur Fertigstellung des Steckers 1 eine ablängungslose Erzeugung
und Verarbeitung der Teillänge dieses EMV-Schirmgeflechts erfolgt.
[0080] In einem weiteren dann nachfolgenden Fertigungsschritt wird gemäß der Darstellung
in Fig. 6 der Kabelmantel 23 über einen Teilbereich des Abstands a1 und somit auch
über einen Teilbereich des Abstands a2 entfernt. Dies erfolgt dabei derart, dass der
Kabelmantel 23 ausgehend von dem vorderen Ende 37 über genau die Hälfte des Abstands
a2 entfernt wird. Dadurch wird der Kabelmantelrand 23a gebildet. Durch wiederum diese
definierte Abtragungslänge wird dann auch eine Teillänge a3 eines EMV-Schirmgeflechts
39 des Kabels 19 freigelegt. Dieses EMV-Schirmgeflecht 39 kann netzartig oder gitterartig
ausgebildet sein und kann beispielsweise geflochten oder gewickelt oder aber auch
in einer anderen Art und Weise ausgestaltet sein. Dieses EMV-Schirmgeflecht 39 ist
hüllenartig ausgebildet und vollständig umlaufend um die Achse A gestaltet, so dass
eine optische Bedeckung von insbesondere zwischen 85% und 95% erzeugt ist.
[0081] Das Kabel 19 kann zusätzlich auch einen Innenmantel aufweisen. Dieser kann von dem
EMV-Schirmgeflecht 39 umgegeben sein. Darüber hinaus weist das Kabel 19 vorzugsweise
auch ein Füllmaterial auf, welches ebenfalls von dem EMV-Schirmgeflecht 39 umgeben
ist. In dieses Füllmaterial, welches ein Vlies oder ein sonstiges Gewebe sein kann,
sind vorzugsweise mehrere Leitungslitzen 40 (Fig. 2) eingebettet, auf deren vorderen
Ende dann die bereits genannten elektrischen Kontakte 7 befestigt sind.
[0082] Auf den Fertigungsschritt gemäß Fig. 6 folgend wird dann das EMV-Schirmgeflecht 39
entbunden und somit auch aufgeflochten, sodass die miteinander verbundenen einzelnen
Geflechtfäden 41 des EMV-Schirmgeflechts 39 über diese Teillänge a3 für sich freiliegen
und somit voneinander entkoppelt sind. Dies kann beispielsweise mit einem weiteren
Hilfswerkzeug, beispielsweise einer Rotationsbürste, erfolgen. In einem weiteren Fertigungsschritt,
wie er dann in Fig. 8 gezeigt ist, erfolgt dann ein Umlegen dieses EMV-Schirmgeflechts
39, welches außerhalb des Kabelmantels 23 freigelegt wurde. Dabei erfolgt ein Umbiegen
um den Kabelmantelrand 23a nach hinten, sodass gemäß der Darstellung in Fig. 8 dann
die Geflechtfäden 41 an der Außenseite 22 anliegen und sich axial erstrecken. Sie
sind somit in axialer Richtung überlappend mit dem Kabelmantel 23 angeordnet und radial
weiter außenliegend. Wie gemäß Fig. 8 auch zu erkennen ist, ist es in vorteilhafter
Weise erreicht, dass die vorderen freien Enden 41a der Geflechtfäden 41 an der Anschlagkante
17 anliegen. Sie müssen in dem Zusammenhang gemäß insbesondere der oben genannten
vorteilhaften Fertigungsschritte daher nicht mehr abgelängt werden und können somit
ihre Position, wie sie in Fig. 8 gezeigt ist, zuschnittfrei und somit ohne Kürzung
ihrer Länge erreichen. Dies ist ein wesentlicher Vorteil des Fertigungsverfahrens,
da somit entsprechende Zuschnittschritte der Geflechtfäden 41 entfallen können.
[0083] Wie in Fig. 9 beispielhaft gezeigt ist, kann ein derartiges Umbiegen der Geflechtfäden
41 ausgehend von der Darstellung in Fig. 7 zum Erreichen des Zustands gemäß Fig. 8
durch ein in Fig. 9 lediglich symbolhaft gezeigtes Hilfswerkzeug, nämlich beispielsweise
dem Kegelelement oder Konuselement 42, erfolgen. Dies ist als hohler Ring ausgebildet
und kann über den Kabelmantel 23 geschoben werden. Durch diese Vorgehensweise werden
die Geflechtfäden 41 auch parallel zum Kabelmantel 23 orientiert ausgerichtet und
erstrecken sich in dem Zusammenhang dann auch relativ gleichmäßig in Richtung der
Achse A. Wie bereits oben erwähnt, kann das Kabel 19 einen bereits angesprochenen
Innenmantel 43 aufweisen, der gemäß der Darstellung in Fig. 8 und Fig. 9 dann freigelegt
ist. Dieser Innenmantel 43 wird dann, wenn er vorhanden ist, gemäß dem weiteren Verfahrensschritt
in Fig. 10 entfernt, sodass die bereits angesprochenen Leitungslitzen 40 freigelegt
sind. Beispielhaft sind hier sechs Leitungslitzen bei dem beispielhaften Kabel 19
vorhanden.
[0084] Der Innenmantel 43 wird dabei über die Länge a3 entfernt. Darüber hinaus wird dann
auch noch gemäß der Darstellung in Fig. 10 das bereits angesprochene Füllmaterial
entfernt, sodass die Leitungslitzen 40 vollständig freiliegend hergestellt sind.
[0085] Weist das Kabel 19 in einer vorteilhaften Ausführung auch noch zusätzlich eine sogenannte
Beilauflitze auf, so wird diese in einem dann insbesondere nachfolgenden Schritt ebenfalls
umgelegt und mit dem EMV-Schirmgeflecht 39 verbunden.
[0086] In einem weiteren Herstellungsschritt, wie er dann in Fig. 11 gezeigt ist, wird dann
die bereits angesprochene Klemmhülse 10 von vorne und somit von den Leitungslitzen
40 her kommend in Richtung der Klemmbuchse 11 aufgeschoben. Die Klemmhülse 10 wird
dabei die Geflechtfäden 41 umgreifend bis zur Anschlagkante 17 geschoben.
[0087] Im weiteren Fertigungsprozess wird dann gemäß der Darstellung in Fig. 12 sowohl die
Klemmbuchse 11 als auch die Klemmhülse 10 insbesondere gemeinsam und gleichzeitig
wieder in die entgegengesetzte Richtung hin zum Kabelmantelrand 23a geschoben, insbesondere,
bis ein vorderes Ende beziehungsweise eine Vorderkante 10c der Klemmhülse 10 auf gleicher
axialer Lage wie der Kabelmantelrand 23a ist. Wie sich dabei aus der Darstellung in
Fig. 12 erkennen lässt, wird durch dieses Nachvorneschieben automatisch ein radiales
Auffächern der Geflechtfäden 41 bewirkt, sodass sich in diesem Fertigungszwischenzustand
Geflechtschlaufen beziehungsweise Geflechtschleifen 44 bilden.
[0088] In einem weiteren Fertigungsschritt gemäß Fig. 13 wird dann eine radiale Krafteinwirkung
auf die Klemmhülse 10 durchgeführt, wobei sie dabei gecrimpt wird.
[0089] In einem weiteren Fertigungsschritt wird dann gemäß der Darstellung in Fig. 14 die
Schirmhülse 9 von den freigelegten Leitungslitzen 40 her auf das Kabel 19 aufgeschoben.
Das Aufschieben erfolgt dann in Richtung der Klemmbuchse 11 bis hin zu einer Endposition
der Schirmhülse 9, wie sie dann in Fig. 2 auch gezeigt ist. Durch dieses Aufschieben
werden die radial abstehenden Geflechtschleifen 44 zur Außenseite 10a der Klemmhülse
10 hin umgebogen, und durch die geometrischen Ausgestaltungen der Schirmhülse 9 und
der Klemmhülse 10 wird dann der bereits zu Fig. 2 und Fig. 3 angesprochene EMV-Schirmgeflechtlage-Zwischenraum
31 generiert, in dem dann durch dieses Aufschieben der Schirmhülse 9 zu ihrer Endposition,
wie sie dann auch in Fig. 15 gezeigt ist, die doppellagige Ausgestaltung in diesem
Zwischenraum 31 automatisch erzeugt wird.
[0090] In Fig. 15 ist dabei dann auch bereits der Zustand gezeigt, bei welchem das Verbindungselement
34 die Anschlagkante 17 hinterschnappt beziehungsweise hinterrastet hat.
[0091] Gemäß einem weiteren Fertigungsschritt, wie er in Fig. 16 gezeigt ist, werden dann
auch die Leitungslitzen 40 am vorderen Ende abisoliert, und gemäß der Darstellung
in Fig. 17 werden dann die Kontakte 7 auf die abisolierten Bereiche der Leitungslitzen
40 aufgebracht. Gemäß dem weiteren Schritt in Fig. 18 werden dann die Leitungslitzen
40 radial nach außen gebogen, insbesondere sternförmig zueinander angeordnet, sodass
dann das zweite Isolierelement beziehungsweise der zweite Isolierkörper 6 aufgebracht
werden kann (Fig. 19). Zwischen die bereits genannten Füße 15 dieses zweiten Isolierkörpers
6 ist dann jeweils eine Leitungslitze 40 gelegt, die dann gemäß der Darstellung in
Fig. 20 wiederum nach innen geklappt werden und die Leitungslitzen jeweils in einer
Nut 8 eingebettet werden, insbesondere dort auch eingeklippst werden. Gemäß dem weiteren
Schritt, wie er dann in Fig. 21 gezeigt ist, wird der erste Isolierkörper 3 auf den
zweiten Isolierkörper 6 übergeschoben und gemäß dem weiteren Schritt in Fig. 22 dann
das Steckergehäuse 2 aufgebracht. Es folgt insbesondere dann auch ein Verpressen,
und gemäß dem Schritt in Fig. 23 wird dann abschließend der Verbindungsring 13 aufgebracht
und mit dem Steckergehäuse 2 verbunden, insbesondere verschraubt. Wie oben bereits
genannt kann beispielsweise auch eine Verpressung ausgebildet sein. Darüber hinaus
wird eine Verkrallung des Verbindungsbereichs 34 in der Innenseite 24a erzeugt.
[0092] Allgemein wird daher auch ein Verfahren zum Herstellen eines elektrischen Steckers
1 bereitgestellt, bei welchem ein Kabel 19 mit einem EMV-Schirmgeflecht 39 und zumindest
einer Leitungslitze 40 mit einem Kabelendstück 35 in dem Steckergehäuse 2 montiert
wird. Das von einem Kabelmantel 23 umgebene EMV-Schirmgeflecht 39 wird in axialer
Richtung des Kabels 19 über eine Teillänge a3 an einem Kabelmantelrand 23a nach hinten
und mit dem Kabelmantel 23 in axialer Richtung überlappend umgebogen und in axialer
Richtung außerhalb des Kabelmantels 23 verlegt. Es wird die außerhalb des Kabelmantels
23 verlegte Teillänge a3 des EMV-Schirmgeflechts 39 nach dem Umbiegen um den Kabelmantelrand
23a nochmals in sich selbst zumindest einmal umgebogen, sodass das EMV-Schirmgeflecht
39 in radialer Richtung zumindest doppellagig außerhalb des Kabelmantels 23 ausgebildet
wird.
[0093] Als allgemein und unabhängig wird die Teillängen a3 vor dem Umbiegen um den Kabelmantelrand
23a derart definiert vorgegeben, dass bei den weiteren Herstellungsschritten des Steckers
1 ab dem Umbiegen dieser Teillänge a3 um den Kabelmantelrand 23a ein ablängungsloses
weiteres in sich selbst Umbiegen der Teillänge a3 zur Erzeugung von in axialer Richtung
orientierten Teilunterlängen dieser Teillänge a3 durchgeführt wird. Diese Teilunterlängen
definieren sich durch die erzeugten Lagen dieser Teillänge a3.
1. Verfahren zum Herstellen eines elektrischen Steckers (1), bei welchem ein Kabel (19)
mit einem EMV-Schirmgeflecht (39) und zumindest einer Leitungslitze (40) mit einem
Kabelendstück (35) in einem Steckergehäuse (2) montiert wird, wobei das von einem
Kabelmantel (23) umgebene EMV-Schirmgeflecht (39) in axialer Richtung des Kabels (19)
über eine Teillänge (a3) an einem Kabelmantelrand (23a) umgebogen wird und in axialer
Richtung außerhalb des Kabelmantels (23) verlegt wird, wobei
die außerhalb des Kabelmantels (23) verlegte Teillänge (a3) des EMV-Schirmgeflechts
(39) nach dem Umbiegen um den Kabelmantelrand (23a) nochmals in sich selbst zumindest
einmal umgebogen wird, so dass das EMV-Schirmgeflecht (39) in radialer Richtung als
zumindest doppellagig außerhalb des Kabelmantels (23) ausgebildet wird, wobei nach
dem Umbiegen des EMV-Schirmgeflechts (39) um den Kabelmantelrand (23a) außerhalb des
Kabelmantels (23) ein einlagiger Bereich des EMV-Schirmgeflechts (39) erzeugt ist,
auf welchen vor dem Erzeugen der Doppellagigkeit eine den Bereich umgebende Klemmhülse
(10) des Steckers (1) aufgebracht wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Klemmhülse (10) mit einer axialen Länge bereitgestellt wird, die kleiner ist als
die Hälfte der Teillänge (a3), wobei die Klemmhülse (10) die an einer Anschlagkante
(17) einer zur Klemmhülse (10) separaten Klemmbuchse (11) des Steckers (1) axial anliegenden
freien Enden (41a) von Geflechtfäden (41) des EMV-Schirmgeflechts (39) überdeckend
angeordnet wird und axial zurückversetzt zu dem Kabelmantelrand (23a) positioniert
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Teillänge (a3) vor dem Umbiegen um den Kabelmantelrand (23a) derart definiert
vorgegeben wird, dass bei den weiteren Herstellungsschritten des Steckers (1) ab dem
Umbiegen dieser Teillänge (a3) um den Kabelmantelrand (23a) ein ablängungsloses weiteres
in sich selbst Umbiegen der Teillänge (a3) zur Erzeugung von parallelen Teilunterlängen
durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Teillänge (a3) vor dem Umbiegen um den Kabelmantelrand (23a) definiert vorgegeben
wird, in dem eine Klemmbuchse (11) des Steckers (1) in einer Zwischenmontagestellung
außenseitig auf den Kabelmantel (23) derart aufgebracht wird, dass ein axialer Abstand
(a2) zwischen einem vorderen Ende (37) des Kabels (19), bis zu welchem das EMV-Schirmgeflecht
(39) sich erstreckt, und einer Anlagekante (17) zur Anlage eines vorderen Endes (41a)
des EMV-Schirmgeflechts (39) eine doppelte Länge der Teillänge (a3) ist, insbesondere
nach dem Einstellen der Zwischenmontageposition der Klemmbuchse (11) der Kabelmantel
(23) ausgehend von dem vorderen Ende (37) bis zur Hälfte des Abstands (a2) zur Erzeugung
des Kabelmantelrands (23a) entfernt wird und das EMV-Schirmgeflecht (39) über diese
die Teillänge (a3) darstellende Hälfte des Abstands (a2) freigelegt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das EMV-Schirmgeflecht (39) vor dem Umbiegen um den Kabelmantelrand (23a) aufgeflochten
wird.
5. Verfahren nacheinem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Klemmhülse (10), insbesondere zusammen mit der mit der Klemmhülse (10) gekoppelten
Klemmbuchse (11), in axialer Richtung in Richtung zum Kabelmantelrand (23a), insbesondere
eine Vorderkante (10c) der Klemmhülse (10) bis zum Kabelmantelrand (23a), geschoben
wird, so dass dadurch der von der Klemmhülse (10) nicht umgebene Bereich der Teillänge
(a3) des EMV-Schirmgeflechts (39) radial nach außen aufgefächert wird und radial abstehende
Geflechtschleifen (44) der Geflechtfäden (41) des EMV-Schirmgeflechts (39) gebildet
werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine zur Klemmhülse (10) separate Schirmhülse (9) des Steckers (1) vom Kabelmantelrand
(23a) her kommend axial über die Geflechtschleifen (44) und die Klemmhülse (10) geschoben
wird, so dass die Geflechtschleifen (44) zusammengedrückt werden und zwischen einer
Außenseite (10a) der Klemmhülse (10) und einer Innenseite (9b) der Schirmhülse (9)
in radialer Richtung die Geflechtfäden (41) des EMV-Schirmgeflechts (39) in sich selbst
doppellagig erzeugt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die doppellagigen Geflechtfäden (41) über ihre gesamte axiale Erstreckung von der
Schirmhülse (9) umgeben werden.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Steckergehäuse (2) die Schirmhülse (9) umfangsseitig vollständig und über die
gesamte axiale Länge der Schirmhülse (9) umgebend aufgebracht wird.
9. Stecker (1) mit einem Steckergehäuse (2) und einem Kabel (19) mit einem EMV-Schirmgeflecht
(39) und zumindest einer Leitungslitze (40) mit einem Kabelendstück (35), welches
in dem Steckergehäuse (2) montiert ist, wobei das von einem Kabelmantel (23) umgebene
EMV-Schirmgeflecht (39) in axialer Richtung des Kabels (19) über eine Teillänge (a3)
an einem Kabelmantelrand (23a) umgebogen und in axialer Richtung außerhalb des Kabelmantels
(23) verlegt ist, wobei die außerhalb des Kabelmantels (23) verlegte Teillänge (a3)
des EMV-Schirmgeflechts (39) in sich selbst zumindest einmal umgebogen ist, und das
EMV-Schirmgeflecht (39) in radialer Richtung als zumindest doppellagig außerhalb des
Kabelmantels (23) ausgebildet ist, wobei um den Kabelmantelrand (23a) außerhalb des
Kabelmantels (23) ein einlagiger Bereich des EMV-Schirmgeflechts (39) erzeugt ist,
auf welcher eine den Bereich umgebende Klemmhülse (10) des Steckers (1) aufgebracht
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Klemmhülse (10) mit einer axialen Länge bereitgestellt ist, die kleiner ist als
die Hälfte der Teillänge (a3), wobei die Klemmhülse (10) die an einer Anschlagkante
(17) einer zur Klemmhülse (10) separaten Klemmbuchse (11) des Steckers (1) axial anliegenden
freien Enden (41a) von Geflechtfäden (41) des EMV-Schirmgeflechts (39) überdeckend
angeordnet ist und axial zurückversetzt zu dem Kabelmantelrand (23a) positioniert
ist.
10. Stecker (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine radial innere, aus der Teillänge (a3) gebildete erste Lage (30) zwischen einer
den Kabelmantel (23) umgreifenden Klemmbuchse (11) und der die Klemmbuchse (11) umfangsseitig
umgreifende Klemmhülse (10) ausgebildet ist.
11. Stecker (1) nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zwischen einer den Kabelmantel (23) umgreifenden Klemmhülse (10) und einer die
Klemmhülse (10) umfangsseitig umgreifenden Schirmhülse (9) eine aus der Teillänge
(a3) gebildete Doppellage (32, 33) ausgebildet ist.
12. Stecker (1) nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lagen (30, 32, 33) durch über die Teillänge (a3) voneinander entflechtete Geflechtfäden
(41) des EMV-Schirmgeflechts (39) gebildet sind.
1. Method for producing an electrical plug (1), in which a cable (19) with an EMC shielding
braid (39) and at least one line strand (40) is mounted in a plug housing (2) with
a cable end piece (35), wherein the EMC shielding braid (39) surrounded by a cable
jacket (23) is bent at a cable jacket border (23a) over a partial length (a3) in axial
direction of the cable (19) and is laid in axial direction outside of the cable jacket
(23), wherein
the partial length (a3) of the EMC shielding braid (39) laid outside of the cable
jacket (23) is again at least once bent in itself after bending around the cable jacket
border (23a) such that the EMC shielding braid (39) is formed at least double-layered
in radial direction outside of the cable jacket (23), wherein after bending the EMC
shielding braid (39) around the cable jacket border (23a), a single-layered area of
the EMC shielding braid (39) is generated outside of the cable jacket (23), to which
a clamping sleeve (10) of the plug (1) surrounding the area is applied before generating
the double-layer,
characterized in that
the clamping sleeve (10) is provided with an axial length, which is less than half
of the partial length (a3), wherein the clamping sleeve (10) is arranged covering
the free ends (41a) of braid filaments (41) of the EMC shielding braid (39) axially
abutting on an abutment edge (17) of a clamping socket (11) of the plug (1) separate
from the clamping sleeve (10) and is positioned axially recessed to the cable jacket
border (23a).
2. Method according to claim 1,
characterized in that
the partial length (a3) is preset in defined manner before bending around the cable
jacket border (23a) such that further bending of the partial length (a3) in itself
without cutting to length is performed starting from bending this partial length (a3)
around the cable jacket border (23a) for generating parallel partial sub-lengths in
the further production steps of the plug (1).
3. Method according to claim 1 or 2,
characterized in that
the partial length (a3) is preset in defined manner before bending around the cable
jacket border (23a), in which a clamping socket (11) of the plug (1) is externally
applied to the cable jacket (23) in an intermediate assembly position such that an
axial distance (a2) between a front end (37) of the cable (19), up to which the EMC
shielding braid (39) extends, and an abutment edge (17) for abutment of a front end
(41a) of the EMC shielding braid (39) is a double length of the partial length (a3),
in particular the cable jacket (23) is removed starting from the front end (37) up
to half of the distance (a2) for generating the cable jacket border (23a) after adjusting
the intermediate assembly position of the clamping socket (11) and the EMC shielding
braid (39) is exposed over this half of the distance (a2) representing the partial
length (a3).
4. Method according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the EMC shielding braid (39) is unbraided before bending around the cable jacket border
(23a).
5. Method according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the clamping sleeve (10), in particular together with the clamping socket (11) coupled
to the clamping sleeve (10), is shifted in axial direction towards the cable jacket
border (23a), in particular a front edge (10c) of the clamping sleeve (10) is shifted
up to the cable jacket border (23a), such that the area of the partial length (a3)
of the EMC shielding braid (39) not surrounded by the clamping sleeve (10) is thereby
radially outwards fanned out and radially protruding braid loops (44) of the braid
filaments (41) of the EMC shielding braid (39) are formed.
6. Method according to claim 5,
characterized in that
a shielding sleeve (9) of the plug (1) separate from the clamping sleeve (10) is shifted
axially over the braid loops (44) and the clamping sleeve (10) coming from the cable
jacket border (23a), such that the braid loops (44) are compressed and the braid filaments
(41) of the EMC shielding braid (39) are generated double-layered in themselves in
radial direction between an outer side (10a) of the clamping sleeve (10) and an inner
side (9b) of the shielding sleeve (9).
7. Method according to claim 6,
characterized in that
the double-layered braid filaments (41) are surrounded by the shielding sleeve (9)
over their entire axial extension.
8. Method according to claim 6 or 7,
characterized in that
the plug housing (2) is applied circumferentially completely surrounding the shielding
sleeve (9) over the entire axial length of the shielding sleeve (9).
9. Plug (1) with a plug housing (2) and a cable (19) with an EMC shielding braid (39)
and at least one line strand (40) with a cable end piece (35), which is mounted in
the plug housing (2), wherein the EMC shielding braid (39) surrounded by a cable jacket
(23) is bent at a cable jacket border (23a) in axial direction of the cable (19) over
a partial length (a3) and is laid in axial direction outside of the cable jacket (23),
wherein the partial length (a3) of the EMC shielding braid (39) laid outside of the
cable jacket (23) is at least once bent in itself, and the EMC shielding braid (39)
is formed at least double-layered in radial direction outside of the cable jacket
(23), wherein a single-layered area of the EMC shielding braid (39) is generated around
the cable jacket border (23a) outside of the cable jacket (23), to which a clamping
sleeve (10) of the plug (1) surrounding the area is applied,
characterized in that
the clamping sleeve (10) is provided with an axial length, which is less than half
of the partial length (a3), wherein the clamping sleeve (10) is arranged covering
the free ends (41a) of braid filaments (41) of the EMC shielding braid (39) axially
abutting on an abutment edge (17) of a clamping socket (11) of the plug (1) separate
from the clamping sleeve (10) and is positioned axially recessed to the cable jacket
border (23a).
10. Plug (1) according to claim 9,
characterized in that
a radially inner, first layer (30) formed from the partial length (a3) is formed between
a clamping socket (11) encompassing the cable jacket (23) and the clamping sleeve
(10) circumferentially encompassing the clamping socket (11).
11. Plug (1) according to claim 9 or 10,
characterized in that
a double layer (32, 33) formed from the partial length (a3) is formed between a clamping
sleeve (10) encompassing the cable jacket (23) and a shielding sleeve (9) circumferentially
encompassing the clamping sleeve (10).
12. Plug (1) according to claim 10 or 11,
characterized in that
the layers (30, 32, 33) are formed by braid filaments (41) of the EMC shielding braid
(39) unbraided from each other over the partial length (a3).
1. Procédé de fabrication d'un connecteur électrique (1), pour lequel un câble (19) avec
une tresse de blindage CEM (39) et au moins un toron de câble (40) avec un embout
de câble (35) est monté dans un boîtier de connecteur (2),
la tresse de blindage CEM (39), entourée d'une gaine de câble (23), étant courbée
dans le sens axial du câble (19) sur une longueur partielle (a3) sur un bord de la
gaine de câble (23a) et étant posée dans le sens axial en dehors de la gaine de câble
(23),
la longueur partielle (a3) de la tresse de blindage CEM (39), posée en dehors de la
gaine de câble (23), étant à nouveau courbée sur elle-même au moins une fois après
la courbure autour du bord de la gaine de câble (23a), de sorte que la tresse de blindage
CEM (39) est constituée en dehors de la gaine de câble (23), dans le sens radial,
comme étant au moins en double couche,
une zone à une couche de la tresse de blindage CEM (39) étant produite après la courbure
de la tresse de blindage CEM (39) autour du bord de la gaine de câble (23a), en dehors
de la gaine de câble (23), sur laquelle est appliquée une douille de serrage (10)
du connecteur (1), entourant la zone, avant la production de la zone à double couche,
caractérisé en ce que
la douille de serrage (10) est mise à disposition avec une longueur axiale, qui est
inférieure à la moitié de la longueur partielle (a3),
la douille de serrage (10) étant agencée en recouvrement des extrémités libres (41a)
de fils de tresse (41) de la tresse de blindage CEM (39), qui vient en appui axialement
contre un bord de butée (17) d'une bague de serrage (11), séparée par rapport à la
douille de serrage (10) du connecteur (1) et positionnée, axialement ramenée, par
rapport au bord de la gaine de câble (23a).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la longueur partielle (a3) est établie de manière définie avant la courbure autour
du bord de la gaine de câble (23a), de telle sorte qu'une autre courbure sans découpe
à bonne longueur, sur elle-même, de la longueur partielle (a3) est exécutée lors des
autres étapes de fabrication du connecteur (1), à partir de la courbure de cette longueur
partielle (a3) autour du bord de la gaine de câble (23a), pour produire des longueurs
inférieures partielles parallèles.
3. Procédé selon la revendication 1ou 2,
caractérisé en ce que
la longueur partielle (a3) est établie de manière définie avant la courbure autour
du bord de la gaine de câble (23a), dans lequel une bague de serrage (11) du connecteur
(1) est appliquée dans une position de montage intermédiaire, sur la face extérieure,
sur la gaine de câble (23), de telle sorte qu'une distance axiale (a2) entre une extrémité
avant (37) du câble (19), jusqu'à laquelle s'étend la tresse de blindage CEM (39),
et un bord de butée (17), est une longueur double de la longueur partielle (a3), à
l'appui d'une extrémité avant (41a) de la tresse de blindage CEM (39), en particulier
que, après le réglage de la position de montage intermédiaire de la bague de serrage
(11), la gaine de câble (23) est enlevée, en partant de l'extrémité avant (37) jusqu'à
la moitié de la distance (a2), pour produire le bord de la gaine de câble (23a) et
que la tresse de blindage CEM (39) est dégagée sur cette moitié de la distance (a2),
qui représente la longueur partielle (a3).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la tresse de blindage CEM (39) est dénattée avant la courbure autour du bord de la
gaine de câble (23a).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la douille de serrage (10), en particulier avec la bague de serrage (11), couplée
avec la douille de serrage (10), est poussée dans le sens axial, dans le sens allant
vers le bord de la gaine de câble (23a), en particulier un bord avant (10c) de la
douille de serrage (10) jusqu'au bord de la gaine de câble (23a), de sorte que la
zone, non entourée par la douille de serrage (10), de la longueur partielle (a3) de
la tresse de blindage CEM (39) est répartie radialement vers l'extérieur et que des
boucles de tresses (44), radialement à distance, des fils de tresses (41) de la tresse
de blindage CEM (39) sont formées par ce moyen.
6. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce
qu'une douille de blindage (9), séparée par rapport à la douille de serrage (10), du
connecteur (1) est poussée axialement en venant du bord de la gaine de câble (23a),
sur les boucles de tresses (44) et la douille de serrage (10), de sorte que les boucles
de tresses (44) sont écrasées et que les fils de tresses (41) de la tresse de blindage
CEM (39) sont produits dans le sens radial, en double couche sur eux-mêmes, entre
une face extérieure (10a) de la douille de serrage (10) et une face intérieure (9b)
de la douille de blindage (9).
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
les fils de tresses à double couche (41) sont entourés sur toute leur extension axiale
par la douille de blindage (9).
8. Procédé selon la revendication 6 ou 7,
caractérisé en ce que
le boîtier de connecteur (2) est appliqué, en entourant périphériquement, intégralement,
la douillage de blindage (9) et sur toute la longueur axiale de la douille de blindage
(9).
9. Connecteur (1) avec un boîtier de connecteur (2) et un câble (19) avec une tresse
de blindage CEM (39) et au moins un toron de câble (40) avec un embout de câble (35),
lequel est monté dans le boîtier de connecteur (2),
la tresse de blindage CEM (39), entourée par une gaine de câble (23), est courbée,
dans le sens axial du câble (19), sur une longueur partielle (a3), contre un bord
de la gaine de câble (23a) et posée dans le sens axial, en dehors de la gaine de câble
(23),
la longueur partielle (a3), posée en dehors de la gaine de câble (23), de la tresse
de blindage CEM (39), étant courbée au moins une fois sur elle-même et la tresse de
blindage CEM (39) étant constituée, dans le sens radial, comme au moins en double
couche en dehors de la gaine de câble (23),
une zone à une couche de la tresse de blindage CEM (39) étant produite autour du bord
de la gaine de câble (23a), en dehors de la gaine de câble (23), sur laquelle est
appliquée une douille de serrage (10), entourant la zone, du connecteur (1),
caractérisé en ce que
la douille de serrage (10) est mise à disposition avec une longueur axiale, inférieure
à la moitié de la longueur partielle (a3),
la douille de serrage (10) étant agencée en recouvrement des extrémités libres (41a)
de fils de tresse (41) de la tresse de blindage CEM (39), qui vient en appui axialement
contre un bord de butée (17) d'une bague de serrage (11), séparée par rapport à la
douille de serrage (10) du connecteur (1) et positionnée, axialement ramenée, par
rapport au bord de la gaine de câble (23a).
10. Connecteur (1) selon la revendication 9,
caractérisé en ce
qu'une première couche (30), radialement intérieure, formée à partir de la longueur partielle
(a3), est constituée entre une bague de serrage (11), qui enserre la gaine de câble
(23) et la douille de serrage (10), qui enserre périphériquement la bague de serrage
(11).
11. Connecteur (1) selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce
qu'une double couche (32, 33), formée à partir de la longueur partielle (a3), est constituée
entre une douille de serrage (10), qui enserre la gaine de câble (23) et une douille
de blindage (9), qui enserre périphériquement la douille de serrage (10).
12. Connecteur (1) selon la revendication 10 ou 11,
caractérisé en ce que
les couches (30, 32, 33) sont formées par des fils de tresses (41), dissociés les
uns des autres sur la longueur partielle (a3), de la tresse de blindage CEM (39).