(19)
(11) EP 3 250 831 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
23.01.2019  Patentblatt  2019/04

(21) Anmeldenummer: 16703445.3

(22) Anmeldetag:  25.01.2016
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F04D 29/64(2006.01)
F04D 29/70(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2016/051407
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2016/120184 (04.08.2016 Gazette  2016/31)

(54)

AUFNAHMESYSTEM

HOLDING SYSTEM

SYSTÈME DE RÉCEPTION


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 30.01.2015 DE 102015201704

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
06.12.2017  Patentblatt  2017/49

(73) Patentinhaber: EBM-Papst Mulfingen GmbH&CO. KG
74673 Mulfingen (DE)

(72) Erfinder:
  • MÜNZ, Martin
    74673 Hollenbach (DE)

(74) Vertreter: Jostarndt Patentanwalts-AG 
Philipsstrasse 8
52068 Aachen
52068 Aachen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 895 166
US-A1- 2013 108 439
US-A- 4 724 747
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Ventilatoren werden beispielsweise in Wände eingebaut. Dazu kann ein Wandring benutzt werden, der in einen entsprechenden Wanddurchbruch eingesetzt wird und Aufnahmemittel für den Ventilator aufweisen kann. Weiterhin kann der Wandring weitere Funktionen wie beispielsweise die Energieleiterzuführung zu dem Motor des Ventilators verwirklichen.

    [0002] Übliche Ventilatoren weisen Rotoren auf, die im Betrieb die Luftströmung bewirken. Dazu weisen die Rotoren Schaufeln auf, die um eine Mittelachse rotieren. Aus Sicherheitsgründen muss der Rotor gegen Berühren geschützt sein. Im Stand der Technik sind hierzu Schutzgitter bekannt, die mit dem Wandring verbunden sind und ein so engmaschiges Gitter vor dem Rotor bilden, dass Fingersicherheit gewährleistet ist, das heißt, dass kein Finger hindurch passt und mit den rotierenden Schaufeln in Berührung kommen kann.

    [0003] Im Stand der Technik sind zwei prinzipielle Möglichkeiten bekannt, das Schutzgitter mit dem Wandring zu verbinden: einerseits kann Schutzgitter und Wandring einstückig beispielsweise als Kunststoffspritzteil hergestellt werden. Vorteilhaft hierbei ist, dass das Schutzgitter nicht in einem separaten Montageschritt befestigt werden muss. Nachteilig ist allerdings das benötigte teure Spritzgusswerkzeug. Weiterhin ist es von Nachteil, dass das Schutzgitter nicht zerstörungsfrei entfernt werden kann, so dass beispielsweise Wartungsarbeiten nur von der dem Schutzgitter entgegensetzten Seite der Wand ausgeführt werden können. Können von dieser Seite keine Wartungsarbeiten durchgeführt werden, beispielsweise weil diese Seite nicht für Wartungspersonal erreichbar ist oder die Wartung von der anderen Seite ausgeführt werden muss, muss der gesamte Ventilator mit seinem Aufnahmesystem aus der Wand ausgebaut werden, was einen großen Aufwand bedeutet. Weiterhin ist von Nachteil, dass durch den Herstellprozess im Kunststoffspritzguss auch das Schutzgitter aus Kunststoff bestehen muss. Aus Festigkeitsgründen muss dabei das Schutzgitter mit relativ dicken Gitterstäben hergestellt werden, wodurch sich der freie Querschnitt für die Luftströmung zwangsweise verkleinert, wodurch sich der Wirkungsgrad verkleinert und die Laufleistung negativ beeinflusst wird.
    Andererseits können Wandring und Schutzgitter zwei getrennte Bauteile sein, wobei das Schutzgitter auf den Wandring montiert werden muss. Üblicherweise wird das Schutzgitter über eine kraftschlüssige Schraubenverbindung mit dem Wandring verbunden, wobei durch den Schraubenkopf und eventuelle Unterlegscheiben ein Höhenaufbau stattfindet, was bei engen Einbauverhältnissen nachteilig ist. Darüber hinaus bedeutet die Montage einen erhöhten Aufwand, wobei zusätzlich lose Teile wie Schrauben und gegebenenfalls Unterlegscheiben verbaut werden, die mitgeliefert werden müssen und auch verloren gehen können.

    [0004] US 4 724 747 A offenbart ein Aufnahmesystem nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein preisgünstiges Aufnahmesystem mit einem Wandring und einem Schutzgitter bereitzustellen, wobei Wandring und Schutzgitter zerstörungsfrei trennbar und gleichzeitig leicht montierbar sein sollen und wobei durch die Demontierbarkeit des Schutzgitters keine negative Auswirkung auf die Höhe des Aufnahmesystems auftreten sollen.
    Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Aufnahmesystem nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 - 11. Ein erfindungsgemäßes Aufnahmesystem für einen Ventilator mit einem Schutzgitter mit mindestens einer in Umfangsrichtung angeordneten Schutzgitterstrebe und einem Wandring mit einer ersten Stirnfläche ist dadurch gekennzeichnet, dass der Wandring mindestens ein erstes Verbindungselement auf der ersten Stirnfläche und das Schutzgitter mindestens ein zweites Verbindungselement aufweist, wobei das erste Verbindungselement mit dem zweiten Verbindungselement wirkverbindbar ist und das zweite Verbindungselement versenkt in der ersten Stirnfläche des Wandrings angeordnet ist und wobei der Wandring weiterhin mindestens eine Motorhalterungsstrebe aufweist und die Motorhalterungsstrebe eine Dämpfungsverzahnung aufweist, in die die mindestens eine Schutzgitterstrebe eintauchbar ist.

    [0006] Die erste Stirnfläche des Wandrings ist dabei die dem Schutzgitter zugewandte Stirnseite. Über den Wirkverbund des ersten mit dem zweiten Verbindungselements Schutzgitter an dem Wandring gehaltert. Die mindestens eine Schutzgitterstrebe kann im Wesentlichen spiralförmig zwischen dem Wandring als äußerer Begrenzung und der Achse des Ventilators angeordnet sein. Es können aber auch mehrere Schutzgitterstreben vorgesehen sein, wobei die mehreren Schutzgitterstreben in konzentrischen Kreisen angeordnet sein können. In allen Fällen kann die mindestens eine Schutzgitterstrebe rund oder in Form eines Vielecks ausgeführt sein. Auch der Querschnitt der mindestens einen Schutzgitterstrebe kann im Wesentlichen rund oder auch vieleckig ausgeführt sein, wobei die Ecken auch abgerundet ausgeführt sein können.

    [0007] Durch die Versenkung des zweiten Verbindungselements in der ersten Stirnfläche des Wandrings baut die Schutzgitterbefestigung nicht über die stirnseitige Kontur des Wandrings hinaus auf.

    [0008] Mittels der Motorhalterungsstrebe kann der die Ventilatorschaufeln antreibende Motor in dem Wandring gehaltert werden. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn der Wandring mehrere, beispielsweise zwei oder mehr Motorhalterungsstreben aufweist. Durch die mindestens zwei Motorhalterungsstreben wird der Motor sicher gehaltert.

    [0009] Die Motorhalterungsstrebe weist eine Dämpfungsverzahnung auf, in die die mindestens eine Schutzgitterstrebe eintauchbar ist. Damit wird dem Problem entgegengetreten, dass ein im Wesentlichen flaches Schutzgitter eine gewisse Schwingungs- oder Vibrationsanfälligkeit aufweist. Durch die Dämpfungsverzahnung in der Motorhalterungsstrebe kann die mindestens eine Schutzgitterstrebe des Schutzgitters derart aufgenommen werden, dass diese in der Dämpfungsverzahnung anliegen und die im Betrieb auftauchenden Vibrationen wirkungsvoll gedämpft werden

    [0010] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist das erste Verbindungselement mindestens eine flexible Hinterschneidung mit einem Hinterschnitt auf, wobei das zweite Verbindungselement in den Hinterschnitt einschnappbar ist. Durch die Flexibilität der Hinterschneidung kann das zweite Verbindungselement hinter den Hinterschnitt eingeschnappt und durch ein Aufbiegen der Hinterschneidung auch wieder ausgeschnappt werden, wodurch das Schutzgitter zerstörungsfrei demontierbar ist. Die Montage durch einschnappen ist dabei werkzeuglos und einfach möglich, was den Montageaufwand minimiert.

    [0011] Flexible Hinterschneidungen sind darüber hinaus kostengünstig bei der Herstellung des Wandrings herstellbar. Beispielsweise kann eine flexible Hinterschneidung bei der Herstellung des Wandrings in einem Arbeitsgang mit angeformt werden.

    [0012] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn das zweite Verbindungselement an einer Radialstrebe des Schutzgitters angeordnet ist. Die Radialstrebe verläuft in radialer Richtung des Schutzgitters. Dabei kann das zweite Verbindungselement eine Verlängerung der Radialstrebe darstellen. Die Verlängerung kann in radialer Richtung fortlaufen oder auch um circa 90° in Richtung des Wandrings an der Radialstrebe angeordnet sein. Dabei kann die Verlängerung der Radialstrebe umgebogen sein. Die Verlängerung kann aber auch als zunächst separates Bauteil an der Radialstrebe angebracht, beispielsweise stoffschlüssig angefügt sein. Als zunächst separates Bauteil kann das zweite Verbindungselement aber auch an einer beliebigen Stelle einer Schutzgitterstrebe angebracht sein und muss nicht die Verlängerung einer Radialstrebe darstellen. Über das hinter die flexible Hinterschneidung eingeschnappte zweite Verbindungselement wird das Schutzgitter an dem Wandring gehaltert. Die Radialstrebe kann darüber hinaus die Funktion aufweisen, die mindestens eine in Umfangsrichtung verlaufenden Schutzgitterstrebe zu haltern. Dazu kann sie mit der mindestens einen Schutzgitterstrebe wirkverbunden sein. Beispielsweise kann die Radialstrebe mit der mindestens einen Schutzgitterstrebe verlötet oder verschweißt sein.

    [0013] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist die flexible Hinterschneidung als in Umfangsrichtung wirkender Schnapphaken ausgeführt. Dabei kann in Umfangsrichtung entgegen des Schnapphakens eine Gegenlage für die Radialstrebe vorgesehen sein, so dass die Radialstrebe in Umfangsrichtung zwischen dem Schnapphaken und der Gegenlage gehaltert wird. Weiterhin ist es möglich, die flexible Hinterschneidung aus zwei radial und in Umfangsrichtung versetzt zueinander angeordneten Schnapphaken aufzubauen, wobei die Wirkrichtungen der beiden Schnapphaken in Umfangsrichtung entgegengesetzt gerichtet sind. Durch diese Anordnung ist es möglich, die Größe des Hinterschnitts eines jeden Schnapphakens zu verkleinern, so dass die Ausbiegung der Schnapphaken bei der Montage beziehungsweise der Demontage der Radialstrebe minimiert ist. Dies führt zu einer Verringerung der bei der Montage beziehungsweise der Demontage aufzuwendenden Kraft und dient damit der weiteren Vereinfachung von Montage beziehungsweise Demontage.
    Alternativ zu der Ausführung der flexiblen Hinterschneidung als in Umfangsrichtung wirkender Schnapphaken kann die flexible Hinterschneidung auch als ein in radialer Richtung wirkender Schnapphaken ausgeführt sein.
    In einer weiteren alternativen Ausführungsform kann die flexible Hinterschneidung als zylindrischer Schnapphaken ausgeführt sein. Ein solcher zylindrischer Schnapphaken kann beispielsweise als Bohrung ausgeführt sein, wobei die flexible Hinterschneidung beispielsweise im Spritzgussverfahren über einen Stempel mit einem entsprechenden Absatz geformt werden kann. Die Flexibilität kann in diesem Fall über die Materialeigenschaften des Wandrings erreicht werden.
    In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist das erste Verbindungselement als zylindrische Bohrung ausgeführt, wobei das zweite Verbindungselement eine flexible Hinterschneidung aufweist. Beispielsweise kann das zweite Verbindungselement als Dübel ausgeführt sein, wobei die Flexibilität eine Eigenschaft des Dübels darstellt, der soweit durch die Durchgangsbohrung gesteckt wird, dass ein Hinterschnitt beispielsweise in Form eines Hakens hinter der Wandstärke der Durchgangsbohrung einschnappt. Als solcher Haken kann beispielsweise ein flexibler Arm dienen, der sich beim Hindurchstecken durch die Durchgangsbohrung an den Dübel anlehnt und hinter der Durchgangsbohrung auffedert. In einer anderen Ausführungsform kann der Dübel selbst einen Hohlraum aufweisen, so dass sich die Dübelwandung an der Stelle, an der ein zumindest segmentweise vorhandener Hinterschnitt als Durchmesservergrößerung vorhanden ist, in den Hohlraum eindrücken kann und wieder ausfedert, sobald die Stelle mit der Durchmesservergrößerung durch die Durchgangsbohrung gedrückt ist. Weiterhin ist eine Befestigung über eine Druckknopfkonstruktion vorstellbar.
    Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Wandring mindestens drei über den Umfang verteilte erste Verbindungselemente aufweist und das Schutzgitter über mindestens drei in gleicher Weise über den Umfang verteilte und mit dem ersten Verbindungselement wirkverbindbare zweite Verbindungselemente verfügt. Hierdurch ist eine Dreipunktbefestigung des Schutzgitters an dem Wandring möglich, was die Stabilität der Befestigung erhöht.
    In einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Wandring aus einem Kunststoffwerkstoff hergestellt. Beispielsweise kann der Wandring aus einem Thermoplasten im Spritzgussverfahren hergestellt werden, was eine besonders einfache und preisgünstige Herstellung des Wandrings auch mit komplexer Geometrie beispielsweise der ersten Stirnfläche erlaubt.
    In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist das Schutzgitter aus einem Metallwerkstoff hergestellt. Alternativ kann das Schutzgitter ebenfalls aus einem Kunststoffwerkstoff, beispielsweise einem Thermoplasten im Spritzgussverfahren, hergestellt sein.
    Das Schutzgitter ist in einer Ausführungsform eben ausgeführt, so dass es im montierten Zustand nicht in axialer Richtung über die Kontur der ersten Stirnfläche des Wandrings hinausragt.
    In einer anderen, vorteilhaften Ausführungsform ist das Schutzgitter axial in Richtung des Wandrings ausgeführt, das heißt in Richtung des in dem Wandring eingebauten Ventilators, konvex ausgeführt. Durch diese Ausführung ist das Schutzgitter vorgespannt und taucht im montierten Zustand in die Dämpfungsverzahnung der Motorhalterungsstrebe ein und ragt nicht in axialer Richtung über die Kontur der ersten Stirnfläche des Wandrings hinaus.

    [0014] Weitere Vorteile, Besonderheiten und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Darstellung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Abbildungen.

    [0015] Von den Abbildungen zeigt:

    Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Schutzgitter in einer dreidimensionalen Darstellung

    Fig. 2 einen erfindungsgemäßen Wandring in einer dreidimensionalen Darstellung

    Fig.3 ein erfindungsgemäßes Aufnahmesystem in einer dreidimensionalen Darstellung

    Fig. 4 Einzelheit X des erfindungsgemäßen Aufnahmesystems aus Fig. 3 in einer dreidimensionalen Darstellung

    Fig. 5 Einzelheit X des erfindungsgemäßen Aufnahmesystems aus Fig. 4 in einer Seitenansicht aus Richtung Y der Fig. 4

    Fig. 6 ein erfindungsgemäßes Aufnahmesystem in einem Teilschnitt



    [0016] Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Schutzgitter 110 in einer dreidimensionalen Darstellung. Das Schutzgitter 110 weist neun Schutzgitterstreben 115 auf, die als konzentrische Ringe angeordnet sind. Die Schutzgitterstreben 115 werden von sechs in radialer Richtung verlaufenden Radialstreben 111 gekreuzt, wobei die Schutzgitterstreben 115 und die Radialstreben 111 an ihren Kreuzungspunkten miteinander verbunden sind. Drei der sechs Radialstreben 111 sind über die äußere Schutzgitterstrebe 115 hinaus in radialer Richtung verlängert, während die drei verbleibenden Radialstreben 111 an der äußeren Schutzgitterstrebe 115 enden. Jeweils eine verlängerte Radialstrebe 115 wechselt sich mit einer an der äußeren Schutzgitterstrebe 115 enden Radialstrebe 115 ab.

    [0017] Fig. 2 zeigt einen erfindungsgemäßen Wandring 150 in einer dreidimensionalen Darstellung. Der Wandring 150 weist eine Umfangsfläche 151 und eine erste Stirnfläche 152 auf. In dem Wandring 150 ist ein Ventilator mit Ventilatorschaufeln 200 und einer Ventilatornabe 201 aufgenommen. Der Wandring 150 weist elf Motorhalterungsstreben 170 auf, die den Motor des Ventilators und damit den Ventilator selbst in dem Wandring 150 haltern. Die Motorhalterungsstreben 170 weisen Dämpfungsverzahnungen 171 auf.
    Fig.3 zeigt ein erfindungsgemäßes Aufnahmesystem 100 in einer dreidimensionalen Darstellung. Das Aufnahmesystem 100 weist ein Schutzgitter 110 und einen Wandring 150 auf. Das Schutzgitter ist mit den über die äußere Schutzgitterstrebe 115 hinausragenden Radialstreben 111 hinter flexible Hinterschneidungen eingeklipst 155 (in der Figur nicht erkennbar). Die Schutzgitterstreben 115 liegen in Dämpfungsverzahnungen der Motorhalterungsstreben 170, wobei das Schutzgitter 110 nicht über die stirnseitige Kontur 153 des Wandrings 150 hinausragt.
    Fig. 4 zeigt die Einzelheit X des erfindungsgemäßen Aufnahmesystems 100 aus Fig. 3 in einer dreidimensionalen Darstellung. Der Wandring 150 weist eine flexible Hinterschneidung 155 in Form eines in Umfangsrichtung wirkenden Schnapphakens auf. Eine über die äußere Schutzgitterstrebe 115 hinausragende Radialstrebe 111 ist hinter der flexiblen Hinterschneidung 155 eingeklipst. Dabei wird die über die äußere Schutzgitterstrebe 115 hinausragende Radialstrebe 111 in Umfangsrichtung von dem Arm 157 des Schnapphakens 155 einerseits und andererseits von einer Gegenlage 160, die an dem Wandring 150 angeformt ist, gehaltert. In axialer Richtung wird die über die äußere Schutzgitterstrebe 115 hinausragende Radialstrebe 111 von dem Hinterschnitts 156 des Schnapphakens 155 gehaltert, wobei die über die äußere Schutzgitterstrebe 115 hinausragende Radialstrebe 111 in entgegengesetzter Richtung von einer Gegenlage 161 des Wandrings 150 gehaltert ist.
    Fig. 5 zeigt Einzelheit X des erfindungsgemäßen Aufnahmesystems 100 aus Fig. 4 in einer Seitenansicht aus der in Fig. 4 mit Y gekennzeichneten Blickrichtung. In dieser Darstellung ist gut erkennbar, wie die über die äußere Schutzgitterstrebe 115 hinausragende Radialstrebe 111 in Umfangsrichtung von dem Arm 157 des Schnapphakens 155 einerseits und andererseits von einer Gegenlage 160, die an dem Wandring 150 angeformt ist, gehaltert ist sowie in axialer Richtung von dem Hinterschnitt 156 einerseits des Schnapphakens 155 und der Gegenlage 161 andererseits gehaltert ist.

    [0018] Fig. 6 zeigt ein erfindungsgemäßes Aufnahmesystem 100 in einem Teilschnitt. In dieser Abbildung ist gut erkennbar, wie die Schutzgitterstrebe 115 in die Dämpfungsverzahnung 171 der Motorhalterungsstrebe 170 eintaucht, wodurch sie schwingungs- und vibrationsfrei von dem Wandring 150 gehaltert ist. Durch eine Auslegung des Schutzgitters 110 dergestalt, dass das Schutzgitter 110 im unmontierten Zustand konvex in Richtung des Wandrings, das hießt im montierten Zustand in Richtung des Ventilators, vorgewölbt ist, werden die Schutzgitterstreben 115 bei der Montage in die Dämpfungsverzahnungen 171 hineingedrückt. Anderseits üben die solcherart gespannten Radialstreben 111 eine Kraft auf den Hinterschnitt 156 des Schnapphakens 155 aus, so dass das Schutzgitter schwingungs- und vibrationsfrei in dem Wandring 150 gehaltert ist.
    Die hier gezeigten Ausführungsformen stellen nur Beispiele für die vorliegende Erfindung dar und dürfen daher nicht einschränkend verstanden werden.

    Bezugszeichenliste:



    [0019] 
    100
    Aufnahmesystem
    110
    Schutzgitter
    111
    zweites Verbindungselement
    115
    Schutzgitterstrebe
    150
    Wandring
    151
    Umfangsfläche
    152
    erste Stirnfläche
    153
    Kontur der ersten Stirnfläche
    155
    erstes Verbindungselement, flexible Hinterschneidung, Schnapphaken
    156
    Hinterschnitt
    157
    Schnapphakenarm
    160
    Gegenlage
    161
    Gegenlage
    170
    Motorhalterungsstrebe
    171
    Dämpfungsverzahnung
    200
    Ventilatorschaufel
    201
    Ventilatornabe



    Ansprüche

    1. Aufnahmesystem (100) für einen Ventilator, aufweisend ein Schutzgitter (110) mit mindestens einer in Umfangsrichtung angeordneten Schutzgitterstrebe (115) und einen Wandring (150) mit einer ersten Stirnfläche (152), wobei der Wandring (150) mindestens ein erstes Verbindungselement (155) auf der ersten Stirnfläche (152) und das Schutzgitter (110) mindestens ein zweites Verbindungselement (111) aufweist, wobei das erste Verbindungselement (155) mit dem zweiten Verbindungselement (111) wirkverbindbar ist und das zweite Verbindungselement (111) versenkt in der ersten Stirnfläche (152) des Wandrings (150) angeordnet ist, wobei der Wandring (150) weiterhin mindestens eine Motorhalterungsstrebe (170) aufweist,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Motorhalterungsstrebe (170) eine Dämpfungsverzahnung (171) aufweist, in die die mindestens eine Schutzgitterstrebe (115) eintauchbar ist.
     
    2. Aufnahmesystem (100) gemäß Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das erste Verbindungselement (155) mindestens eine flexible Hinterschneidung mit einem Hinterschnitt (156) aufweist, wobei das zweite Verbindungselement in den Hinterschnitt (156) einschnappbar ist.
     
    3. Aufnahmesystem (100) gemäß Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das zweite Verbindungselement (111) an einer Radialstrebe des Schutzgitters (110) angeordnet ist.
     
    4. Aufnahmesystem (100) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
    dass die flexible Hinterschneidung als in Umfangsrichtung wirkender Schnapphaken ausgeführt ist.
     
    5. Aufnahmesystem (100) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
    dass die flexible Hinterschneidung als ein in radialer Richtung wirkender Schnapphaken ausgeführt ist.
     
    6. Aufnahmesystem (100) gemäß Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das erste Verbindungselement (155) als zylindrische Bohrung ausgeführt ist, wobei das zweite Verbindungselement (111) eine flexible Hinterschneidung aufweist.
     
    7. Aufnahmesystem (100) gemäß einem der vorherigen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Wandring (150) mindestens drei über den Umfang verteilte erste Verbindungselemente (155) aufweist und das Schutzgitter (110) über mindestens drei in gleicher Weise über den Umfang verteilte und mit den ersten Verbindungselementen (155) wirkverbindbare zweite Verbindungselemente (111) verfügt.
     
    8. Aufnahmesystem (100) gemäß einem der vorherigen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Wandring (150) aus einem Kunststoffwerkstoff hergestellt ist.
     
    9. Aufnahmesystem (100) gemäß einem der vorherigen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Schutzgitter (110) aus einem Metallwerkstoff hergestellt ist.
     
    10. Aufnahmesystem (100) gemäß einem der vorherigen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Schutzgitter (110) eben ausgeführt ist und im montierten Zustand nicht in axialer Richtung über die Kontur (153) der ersten Stirnfläche (152) des Wandrings (150) hinausragt.
     
    11. Aufnahmesystem (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Schutzgitter (110) axial in Richtung des Wandrings konvex ausgeführt ist und im montierten Zustand nicht in axialer Richtung über die Kontur (153) der ersten Stirnfläche (152) des Wandrings (150) hinausragt.
     


    Claims

    1. A holding system (100) for a fan, comprising a protective grille (110) having at least one protective-grille strut (115) arranged in the circumferential direction and comprising a wall ring (150) having a first end face (152), wherein the wall ring (150) has at least one first connecting element (155) on the first end face (152) and the protective grille (110) has at least one second connecting element (111), wherein the first connecting element (155) can be operatively connected to the second connecting element (111), and the second connecting element (111) is arranged so as to be sunk in the first end face (152) of the wall ring (150), wherein the wall ring (150) also has at least one motor-holding strut (170),
    characterised in that
    the motor-holding strut (170) has damping teeth (171) with which the at least one protective-grille strut (115) can intermesh.
     
    2. The holding system (100) according to claim 1,
    characterised in that
    the first connecting element (155) has at least one flexible external undercut with an internal undercut (156), wherein the second connecting element (111) can be clicked into the internal undercut (156).
     
    3. The holding system (100) according to claim 1 or 2,
    characterised in that
    the second connecting element (111) is arranged on a radial strut of the protective grille (110).
     
    4. The holding system (100) according to claim 2,
    characterised in that
    the flexible external undercut is configured as a snap-type hook that acts in the circumferential direction.
     
    5. The holding system (100) according to claim 2,
    characterised in that
    the flexible external undercut is configured as a snap-type hook that acts in the radial direction.
     
    6. The holding system (100) according to claim 1,
    characterised in that
    the first connecting element (155) is configured as a cylindrical hole, wherein the second connecting element (111) has a flexible external undercut.
     
    7. The holding system (100) according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    the wall ring (150) has at least three first connecting elements (155) distributed over the circumference and the protective grille (110) has at least three second connecting elements (111) that can be operatively connected to the first connecting elements (155) and that are distributed over the circumference in the same manner.
     
    8. The holding system (100) according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    the wall ring (150) is made of a plastic material.
     
    9. The holding system (100) according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    the protective grille (110) is made of a metal material.
     
    10. The holding system (100) according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    the protective grille (110) is configured to be flat and, in its assembled state, it does not protrude in the axial direction beyond a contour (153) of the first end face (152) of the wall ring (150).
     
    11. The holding system (100) according to one of claims 1 to 9,
    characterised in that
    the protective grille (110) is configured with a convex shape axially in the direction of the wall ring (150) and, in its assembled state, it does not protrude in the axial direction beyond the contour (153) of the first end face (152) of the wall ring (150).
     


    Revendications

    1. Système de logement (100) pour un ventilateur, présentant une grille de protection (110) avec au moins une entretoise de grille de protection (115) disposée dans une direction circonférentielle et une bague murale (150) avec une première face frontale (152),
    dans lequel la bague murale (150) présente au moins un premier élément de liaison (155) sur la première face frontale (152) et la grille de protection (110) présente au moins un deuxième élément de liaison (111), dans lequel le premier élément de liaison (155) peut être relié de manière fonctionnelle au deuxième élément de liaison (111) et le deuxième élément de liaison (111) est disposé de manière abaissée dans la première face frontale (152) de la bague murale (150), dans lequel la bague murale (150) présente par ailleurs au moins une entretoise de support de moteur (170),
    caractérisé en ce que
    l'entretoise de support de moteur (170) présente une denture d'amortissement (171), l'au moins une entretoise de grille de protection (115) pouvant être enfoncée.
     
    2. Système de logement (100) selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    le premier élément de liaison (155) présente au moins une contre-dépouille flexible avec une dépouille (156), le deuxième élément de liaison pouvant être encliqueté dans la dépouille (156).
     
    3. Système de logement (100) selon la revendication 1 ou 2,
    caractérisé en ce que
    le deuxième élément de liaison (111) est disposé au niveau d'une entretoise radiale de la grille de protection (110).
     
    4. Système de logement (100) selon la revendication 2,
    caractérisé en ce que
    la contre-dépouille flexible est réalisée sous la forme d'un crochet d'encliquetage agissant dans une direction circonférentielle.
     
    5. Système de logement (100) selon la revendication 2,
    caractérisé en ce que
    la contre-dépouille flexible est réalisée sous la forme d'un crochet d'encliquetage agissant dans une direction radiale.
     
    6. Système de logement (100) selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    le premier élément de liaison (155) est réalisé sous la forme d'un alésage cylindrique, le deuxième élément de liaison (111) présentant une contre-dépouille flexible.
     
    7. Système de logement (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    la bague murale (150) présente au moins trois premiers éléments de liaison (155) répartis sur la circonférence, et la grille de protection (110) dispose d'au moins trois deuxièmes éléments de liaison (111) répartis de manière identique sur la circonférence et pouvant être reliés de manière fonctionnelle aux premiers éléments de liaison (155).
     
    8. Système de logement (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    la bague murale (150) est fabriquée à partir d'un matériau en matière plastique.
     
    9. Système de logement (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    la grille de protection (110) est fabriquée à partir d'un matériau métallique.
     
    10. Système de logement (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    la grille de protection (110) est réalisée de manière plane et ne dépasse pas, dans l'état monté, dans une direction axiale, le contour (153) de la première face frontale (152) de la bague murale (150).
     
    11. Système de logement (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
    caractérisé en ce que
    la grille de protection (110) est réalisée de manière convexe axialement en direction de la bague murale et ne dépasse pas, dans l'état monté, dans une direction axiale du contour (153) de la première face frontale (152) de la bague murale (150).
     




    Zeichnung























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente