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(11) |
EP 3 254 042 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.01.2019 Patentblatt 2019/04 |
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Anmeldetag: 04.02.2016 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2016/052346 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/124671 (11.08.2016 Gazette 2016/32) |
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VERFAHREN ZUM AUTOMATISIERTEN BETREIBEN EINER TROCKNUNGSANLAGE MIT EINEM ZUMINDEST
MIT EINEM LUFTVOLUMEN GEFÜLLTEN TROCKNUNGSRAUM
METHOD FOR THE AUTOMATED OPERATION OF A DRYING PLANT WITH A DRYING CHAMBER FILLED
WITH AT LEAST ONE AIR VOLUME
MÉTHODE POUR L'OPÉRATION AUTOMATIQUE D'UNE CENTRALE DE SÉCHAGE AVEC UNE CHAMBRE REMPLIE
AU MOINS D'UN VOLUME D'AIR
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
06.02.2015 DE 102015202162
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.12.2017 Patentblatt 2017/50 |
| (73) |
Patentinhaber: KBA-MetalPrint GmbH |
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70435 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- KURZ, Peter
73663 Berglen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Koenig & Bauer AG |
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- Lizenzen - Patente -
Friedrich-Koenig-Straße 4 97080 Würzburg 97080 Würzburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
GB-A- 2 452 071 US-A- 3 228 113 US-B1- 6 321 462
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JP-A- H1 163 837 US-A- 4 475 293
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum automatisierten Betreiben einer Trocknungsanlage
mit einem zumindest mit einem Luftvolumen gefüllten Trocknungsraum gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Durch die
DE 25 34 479 A1 ist eine Temperatursteuereinrichtung bei einer Trockenmaschine für laufende Garnbannen
bekannt, wobei eine in Laufrichtung der Garnbahn langgestreckte Trockenkammer, die
von einem kastenförmigen Rahmen umgrenzt wird, vorgesehen ist. Ein in Strömungsrichtung
oberhalb liegender Anschluss einer Luftsaugleitung ist an einem Ende mit der Trockenkammer
verbunden. Ein in Strömungsrichtung oberhalb liegender Anschluss einer Absaugeinrichtung,
um Luft aus dem System abzusaugen, ist mit der Luftsaugleitung verbunden. Ein in Strömungsrichtung
oberhalb liegender Anschluss einer Umlaufleitung ist mit der Saugleitung und deren
unterhalb liegender Anschluss ist mit dem gegenüberliegenden Ende der Trockenkammer
verbunden. Es sind ein der Umlaufleitung zugeordneter Heizer und ein der Umlaufleitung
zugeordnetes Umlaufgebläse vorgesehen sowie eine Einrichtung, um die Saugleitung wahlweise
mit der Umlaufleitung und der Absaugeinrichtung zu verbinden, ferner eine Einrichtung,
um abhängig vom Laufzustand der Trockenmaschine die Zufuhr an thermischer Energie
in die Trockenkammer zu steuern. Schließlich ist auch eine Einrichtung zum Steuern
der genannten Elemente in einem vorgegebenen zeitlichen Ablauf vorgesehen.
[0003] Durch die
DE 32 05 962 C2 ist eine Anordnung von Heizelementen in einem Trocknungsraum bekannt.
[0004] Durch die
DE 857 925 B ist ein Verfahren zum Trocknen von vorwiegend lackierten Blechdosenrümpfen mittels
heißer, die Gutstransportfläche durchströmender Trockengase in Bandtrocknern bekannt.
[0005] Durch die
JPH1163837A und die
US3228113A sind Verfahren zum automatisierten Betreiben einer Trocknungsanlage bekannt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum automatisierten Betreiben
einer Trocknungsanlage mit einem zumindest mit einem Luftvolumen gefüllten Trocknungsraum
zu schaffen, bei dem ein Verbrauch an insbesondere elektrischer Energie unter Berücksichtigung
von Vorschriften des Explosionsschutzes minimiert wird. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß
durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0007] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass beim
automatisierten Betreiben der Trocknungsanlage deren Verbrauch an insbesondere elektrischer
Energie unter Berücksichtigung von Vorschriften des Explosionsschutzes minimiert wird.
Zudem wird insbesondere in Verbindung mit einer Unterbrechung im Trocknungsprozess
der zum Trocknen des Trocknungsgutes eingesetzte Gasverbrauch minimiert. Im Übrigen
führt die vorgeschlagene Lösung dazu, dass eine Trocknungsanlage nach einem Kaltstart
und/oder nach einer Unterbrechung im Trocknungsprozess vollständig automatisiert vergleichsweise
schnell, d. h. in kürzerer Zeit als in von einer Bedienperson ausgeführten Aktionen
wieder in Produktion gehen kann, was die Wirtschaftlichkeit einer solchen Trocknungsanlage
verbessert. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und
werden im Folgenden näher beschrieben.
[0008] Die einzige Figur zeigt beispielhaft schematisch und vereinfacht eine Trocknungsanlage
01, wie sie z. B. in der industriellen Verfahrenstechnik zum Trocknen eines Trocknungsgutes
03 insbesondere mit Hilfe von Luft, Rauchgas oder ein Inertgas wie z. B. Stickstoff
oder ein Edelgas eingesetzt wird. Diese Trocknungsanlage 01 weist mindestens einen
Trocknungsraum 02 auf, wobei dieser von wenigen Öffnungen abgesehen umbaute Trocknungsraum
02 zumindest mit einer bestimmten Menge an Luft, d. h. dem sogenannten Luftvolumen
gefüllt ist. Ein mit einem Lösemittel befrachtetes Trocknungsgut 03 wird diesem Trocknungsraum
02 der Trocknungsanlage 01 in einer vorzugsweise kontinuierlichen Bewegung zugeführt.
Als Trocknungsgut 03 werden vorzugsweise Dosen aus einem metallischen Werkstoff verwendet,
z. B. Dosen aus Aluminium oder aus einem Stahl, insbesondere in ihrem Herstellprozess
mit einem Lack behandelte Dosen zur nachfolgenden Befüllung z. B. mit einem Getränk
oder mit einem Nahrungsmittel oder mit einem Pflegemittel. Das Lösemittel wird im
Trocknungsraum 02 zumindest teilweise freigesetzt. Das Lösemittel stammt z. B. aus
dem Lack, mit dem Trocknungsgut 03 zuvor behandelt worden ist. Das Trocknungsgut 03
wird vorzugsweise mittels einer den Trocknungsraum 02 in einer Transportrichtung T
durchlaufenden Fördereinrichtung 04 zunächst in den Trocknungsraum 02 hineinbefördert
und nach dem Trocknungsprozesses aus dem Trocknungsraum 02 wieder hinausbefördert,
wobei die Fördereinrichtung 04 z. B. als ein Transportband ausgebildet ist. Im Fall
der Ausbildung der Fördereinrichtung 04 als ein Transportband sind die das Trocknungsgut
03 bildenden Dosen an bzw. auf diesem Transportband insbesondere aneinandergereiht
angeordnet. Diese Dosen sind z. B. innen und/oder außen mit einem Lösemittel haltigen
Lack behandelt. Die Trocknungsanlage 01 ist z. B. als ein Bandtrockner ausgebildet.
[0009] Das Trocknungsgut 03 wird während seines Durchlaufs durch den Trocknungsraum 02 in
einem direkten Kontakt mit einem in den Trocknungsraum 02 eingebrachten von einem
auf eine Prozesstemperatur erhitzten strömenden Gas getrocknet, wobei ein z. B. unterhalb
der Fördereinrichtung 04 angeordnetes Heizelement 06 dieses Gas erhitzt, wobei dieses
das Trocknungsgut 03 trocknende Gas z. B. Heißluft ist und vom Heizelement 06 direkt
oder indirekt erhitzt wird. Die Prozesstemperatur ist diejenige Temperatur, bei der
das Trocknungsgut 03 optimal, d. h. auch schnellst möglich trocknet, ohne durch die
zugeführte Wärme Schaden zu nehmen. Das Heizelement 06 ist z. B. als ein Brenner,
insbesondere als ein Gasbrenner ausgebildet. Für das vom Heizelement 06 zu erhitzende
Gas und/oder für eine das Trocknungsgut 03 umgebende Umluft ist eine Prozesstemperatur
von z. B. etwa 180°C bis 200°C vorgesehen, wobei dieses Gas von einer Ausgangstemperatur
von z. B. 20°C bis 25°C auf die Prozesstemperatur erwärmt wird. Im Trocknungsraum
02 ist in Verbindung mit dem Heizelement 06 z. B. ein Umluftsystem ausgebildet, bei
dem mindestens ein im Trocknungsraum 02 angeordneter Umluftventilator 09 im Trocknungsraum
02 befindliche Luft umwälzt. Während seiner Trocknung gibt das Trocknungsgut 03 seine
Lösemittelfracht zumindest teilweise in den Trocknungsraum 02, d. h. z. B. an die
Umluft ab. Um zu verhindern, dass sich im Trocknungsraum 02 aufgrund der eingebrachten
Lösemittelfracht ein leicht entzündliches oder gar explosives Gasgemisch ausbildet,
weist der Trocknungsraum 02 mindestens einen Abluftkanal 07 mit jeweils mindestens
einen Abluftventilator 08 auf, wobei der mindestens eine Abluftventilator 08 das in
dem Trocknungsraum 02 das Trocknungsgut 03 umströmende Gas zusammen mit der vom Trocknungsgut
03 in den Trocknungsraum 02 abgegebenen Lösemittelfracht und dem ursprünglich in dem
Trocknungsraum 02 befindlichen Luftvolumen als ein Abluftvolumen aus diesem Trocknungsraum
02 hinausbefördert, wobei der Begriff "Abluftvolumen" diejenige Menge bzw. Gesamtmenge
an ursprünglich im Trocknungsraum 02 vorhandener Luft und/oder an in den Trocknungsraum
02 gegebenenfalls eingetragenem Gas und/oder an in dem Trocknungsraum 02 verdampftem
Lösemittel bezeichnet, die sich aktuell in dem Trocknungsraum 02 der Trocknungsanlage
01 befindet und zur Vermeidung einer Gefahr durch den mindestens einen Abluftkanal
07 aus dem Trocknungsraum 02 hinauszubefördern ist. Im Regelfall wird zumindest das
aus dem Trocknungsraum 02 hinausbeförderte Luftvolumen durch ein dem Trocknungsraum
02 über einen Zuluftkanal 11 zugeführtes Zuluftvolumen ersetzt, wobei es sich bei
der Zuluft z. B. um insbesondere sauerstoffreiche Frischluft z. B. aus einem Umgebungsbereich
der Trocknungsanlage 01 oder aus einem Freiluftbereich handelt. Die Einspeisung des
Zuluftvolumens in den Trocknungsraum 02 erfolgt z. B. mittels eines im Trocknungsraum
02 ausgebildeten Unterdrucks, wobei dieser Unterdruck z. B. durch eine Umwälzung des
in dem Trocknungsraum 02 befindlichen Luftvolumens z. B. mittels des mindestens einen
im Trocknungsraum 02 angeordneten Umluftventilators 09 erfolgt.
[0010] Zum automatisierten Betreiben der Trocknungsanlage 01 ist eine vorzugsweise elektronische,
insbesondere programmierbare Steuereinheit 12 vorgesehen, wobei diese Steuereinheit
12 insbesondere zur Herstellung eines möglichst stabilen Trocknungsprozesses das das
Gas erhitzende Heizelement 06 zumindest hinsichtlich der Prozesstemperatur und/oder
den mindestens einen Abluftventilator 08 zumindest hinsichtlich des aus dem Trocknungsraum
02 hinauszubefördernden Abluftvolumens und/oder den mindestens einen Umluftventilator
09 hinsichtlich der von ihm im Trocknungsraum 02 bewirkten Luftumwälzung jeweils regelt.
In dieser Regelung werden die Prozesstemperatur des vom Heizelement 06 erhitzten Gases
und/oder das von dem mindestens einen Abluftventilator 08 aus dem Trocknungsraum 02
hinausbeförderte Abluftvolumen und/oder der mindestens eine Umluftventilator 09 jeweils
von mit der Steuereinheit 12 verbundenen Sensoren überwacht.
[0011] Bei einem Kaltstart der Trocknungsanlage 01 z. B. nach deren längerem Stillstand
stellt die Steuereinheit 12 zumindest das von dem mindestens einen Abluftventilator
08 aus dem Trocknungsraum 02 hinauszubefördernde Abluftvolumen auf einen für den vorgesehenen
Trocknungsprozess geeigneten ersten Wert ein, wobei die Steuereinheit 12 z. B. von
einem Produktionsplanungssystem 14 eine entsprechende Information über den vorgesehenen
Trocknungsprozess erhält, insbesondere auch darüber, ob das dem Trocknungsraum 02
zuzuführende Trocknungsgut 03 in einer der Trocknungsanlage 01 vorgeordneten Produktionsanlage
aktuell in Produktion ist oder in einer der Trocknungsanlage 01 vorgeordneten Bearbeitungsanlage
aktuell in Bearbeitung ist oder nicht. Nach einem Erreichen dieses ersten Wertes für
das von dem mindestens einen Abluftventilator 08 aus dem Trocknungsraum 02 hinauszubefördernde
Abluftvolumen stellt die Steuereinheit 12 das von dem mindestens einen Abluftventilator
08 aus dem Trocknungsraum 02 hinauszubefördernde Abluftvolumen für eine Spülzeit auf
einen im Vergleich zu seinem ersten Wert höheren zweiten Wert ein, wobei dieser zweite
Wert für das von dem mindestens einen Abluftventilator 08 aus dem Trocknungsraum 02
hinauszubefördernde Abluftvolumen von der Steuereinheit 12 z. B. mindestens fünfmal
so hoch eingestellt wird wie dessen erster Wert. Dabei ist die Spülzeit eine in der
Steuereinheit 12 z. B. in einem Programm voreingestellte oder zumindest voreinstellbare
Dauer, die erforderlich ist, um das in dem Trocknungsraum 02 vorhandene Luftvolumen,
insbesondere das mit dem vom Trocknungsgut 03 eingebrachten Lösemittel befrachtete
Luftvolumen aus dem Trocknungsraum 02 hinauszubefördern und gegebenenfalls gegen das
dem Trocknungsraum 02 zuzuführende Zuluftvolumen auszutauschen, so dass eine Konzentration
eines im Trocknungsraum 02 vorhandenen gegebenenfalls leicht entzündlichen oder gar
explosiven Gasgemisches zuverlässig unterhalb eines für den Betrieb der Trocknungsanlage
01 vorgeschriebenen Wertes bleibt. Der Volumenaustausch erfolgt z. B. mit ca. 1000
bis 1500 m
3/h. Die Spülzeit beträgt z. B. 5 bis 10 Minuten. Nach Ablauf der Spülzeit stellt die
Steuereinheit 12 das von dem mindestens einen Abluftventilator 08 aus dem Trocknungsraum
02 hinauszubefördernde Abluftvolumen wieder auf den ersten Wert ein. Bei dem erneuten
Erreichen des ersten Wertes für das von dem mindestens einen Abluftventilator 08 aus
dem Trocknungsraum 02 hinauszubefördernde Abluftvolumen zündet die Steuereinheit 12
das das Gas erhitzende Heizelement 06. Die Steuereinheit 12 startet z. B. durch eine
Betätigung eines die Fördereinrichtung 04 antreibenden Antriebs 13 den Durchlauf des
Trocknungsgutes 03 durch den Trocknungsraum 02 und damit den Trocknungsprozess, sobald
das vom Heizelement 06 erhitzte Gas seine Prozesstemperatur erreicht hat.
[0012] Zusätzlich zu der als Kaltstart bezeichneten Betriebssituation der Trocknungsanlage
01 oder auch unabhängig davon prüft die Steuereinheit 12 in einer weiteren Betriebssituation
dieser Trocknungsanlage 01, nämlich bei einer Unterbrechung in einer Zuführung des
Trocknungsgutes 03 zum Trocknungsraum 02, wobei diese Unterbrechung z. B. auch die
Folge eines Produktionswechsels sein kann, innerhalb eines von einer planmäßigen Durchlaufzeit
des Trocknungsgutes 03 durch den Trocknungsraum 02 abhängigen Zeitintervalls, ob die
Zuführung des Trocknungsgutes 03 zum Trocknungsraum 02 fortgesetzt wird, wobei dieses
Zeitintervall mit demjenigen Zeitpunkt zu laufen beginnt, in dem die Steuereinheit
12 die Unterbrechung in der Zuführung des Trocknungsgutes 03 zum Trocknungsraum 02
erkennt. Die Steuereinheit 12 senkt bei einer Unterbrechung in der Zuführung des Trocknungsgutes
03 zum Trocknungsraum 02 innerhalb eines von der planmäßigen Durchlaufzeit des Trocknungsgutes
03 durch den Trocknungsraum 02 abhängigen Zeitintervalls zumindest das von dem mindestens
einen Abluftventilator 08 aus dem Trocknungsraum 02 hinausbeförderte Abluftvolumen
von einem für den aktuellen Trocknungsprozess geeigneten ersten Wert auf einen im
Vergleich zu seinem ersten Wert geringeren zweiten Wert ab, wenn bis zum Ablauf des
Zeitintervalls, in dem die Steuereinheit prüft, ob die Zuführung des Trocknungsgutes
zum Trocknungsraum fortgesetzt wird, die Zuführung des Trocknungsgutes zum Trocknungsraum
unterbrochen bleibt. Dabei senkt die Steuereinheit 12 vorzugsweise die von ihr geregelte,
von dem das Gas erhitzenden Heizelement 06 in dem Trocknungsraum 02 erzeugte Prozesstemperatur
von einem für den aktuellen Trocknungsprozess geeigneten ersten Wert auf einen im
Vergleich zu ihrem ersten Wert geringeren zweiten Wert ab, wobei die Steuereinheit
12 für das vom Heizelement 06 zu erhitzende Gas als ihren ersten Wert eine Prozesstemperatur
z. B. von etwa 180°C bis 200°C einstellt. Auch beendet die Steuereinheit 12 mit dem
Erreichen des zweiten Wertes der Prozesstemperatur insbesondere die Zuführung des
Trocknungsgutes 03 zum Trocknungsraum 02, indem die Steuereinheit 12 z. B. den die
Fördereinrichtung 04 antreibenden Antrieb 13 betätigt.
[0013] Wenn bzw. sobald die Zuführung des Trocknungsgutes 03 zum Trocknungsraum 02 wieder
fortsetzbar ist oder tatsächlich fortgesetzt wird, hebt die Steuereinheit 12 sowohl
die von ihr geregelte, von dem das Gas erhitzenden Heizelement 06 in dem Trocknungsraum
02 erzeugte Prozesstemperatur von dem vergleichsweise geringeren zweiten Wert auf
den für den fortzusetzenden Trocknungsprozess geeigneten ersten Wert als auch mit
dem Erreichen des ersten Wertes der Prozesstemperatur zumindest das von dem mindestens
einen Abluftventilator 08 aus dem Trocknungsraum 02 hinauszubefördernde Abluftvolumen
von dem zweiten Wert wieder auf den für den fortzusetzenden Trocknungsprozess geeigneten
ersten Wert an.
Bezugszeichenliste
[0014]
- 01
- Trocknungsanlage
- 02
- Trocknungsraum
- 03
- Trocknungsgut
- 04
- Fördereinrichtung
- 05
- -
- 06
- Heizelement
- 07
- Abluftkanal
- 08
- Abluftventilator
- 09
- Umluftventilator
- 10
- -
- 11
- Zuluftkanal
- 12
- Steuereinheit
- 13
- Antrieb
- 14
- Produktionsplanungssystem
- T
- Transportrichtung
1. Verfahren zum automatisierten Betreiben einer Trocknungsanlage (01) mit einem zumindest
mit einem Luftvolumen gefüllten Trocknungsraum (02),
a) bei dem eine Steuereinheit (12) bei einem Kaltstart der Trocknungsanlage (01) ein
von mindestens einem Abluftventilator (08) aus dem Trocknungsraum (02) hinauszubeförderndes
Abluftvolumen auf einen für einen vorgesehenen Trocknungsprozess geeigneten ersten
Wert einstellt,
b) bei dem die Steuereinheit (12) nach einem Erreichen dieses ersten Wertes das von
dem mindestens einen Abluftventilator (08) aus dem Trocknungsraum (02) hinauszubefördernde
Abluftvolumen für eine Spülzeit auf einen im Vergleich zu seinem ersten Wert höheren
zweiten Wert einstellt,
c) bei dem die Steuereinheit (12) nach Ablauf der Spülzeit das von dem mindestens
einen Abluftventilator (08) aus dem Trocknungsraum (02) hinauszubefördernde Abluftvolumen
wieder auf den ersten Wert einstellt,
d) bei dem die Steuereinheit (12) bei dem erneuten Erreichen des ersten Wertes für
das von dem mindestens einen Abluftventilator (08) aus dem Trocknungsraum (02) hinauszubefördernde
Abluftvolumen ein ein Gas erhitzendes Heizelement (06) zündet,
e) bei dem ein mit einem Lösemittel befrachtetes Trocknungsgut (03) dem Trocknungsraum
(02) der Trocknungsanlage (01) zugeführt wird und diesen Trocknungsraum (02) durchläuft,
wobei das Trocknungsgut (03) während seiner Trocknung seine Lösemittelfracht zumindest
teilweise in den Trocknungsraum (02) abgibt,
f) bei dem das Trocknungsgut (03) während seines Durchlaufs durch den Trocknungsraum
(02) in einem direkten Kontakt mit dem von dem Heizelement (06) auf eine Prozesstemperatur
erhitzten strömenden Gas getrocknet wird,
g) bei dem die Steuereinheit (12) den Durchlauf des Trocknungsgutes (03) durch den
Trocknungsraum (02) und damit den Trocknungsprozess startet, sobald das vom Heizelement
(06) erhitzte Gas seine Prozesstemperatur erreicht,
h) bei dem die Prozesstemperatur des vom Heizelement (06) erhitzten Gases und das
von dem mindestens einen Abluftventilator (08) aus dem Trocknungsraum (02) hinausbeförderte
Abluftvolumen jeweils von mit der Steuereinheit (12) verbundenen Sensoren überwacht
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (12) für das vom Heizelement (06) zu erhitzende Gas eine Prozesstemperatur
von 180°C bis 200°C einstellt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Abluftventilator (08) das in den Trocknungsraum (02) eingeströmte
Gas zusammen mit der vom Trocknungsgut (03) in den Trocknungsraum (02) abgegebenen
Lösemittelfracht und dem in dem Trocknungsraum (02) befindlichen Luftvolumen als das
Abluftvolumen aus diesem Trocknungsraum (02) hinausbefördert.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das aus dem Trocknungsraum (02) hinausbeförderte Luftvolumen durch ein
dem Trocknungsraum (02) zugeführtes Zuluftvolumen ersetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das das Gas erhitzende Heizelement (06) zumindest hinsichtlich der Prozesstemperatur
und der mindestens eine Abluftventilator (08) zumindest hinsichtlich des aus dem Trocknungsraum
(02) hinauszubefördernden Abluftvolumens jeweils von der Steuereinheit (12) geregelt
werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (12) in der Spülzeit den zweiten Wert für das von dem mindestens
einen Abluftventilator (08) aus dem Trocknungsraum (02) hinauszubefördernde Abluftvolumen
mindestens fünfmal so hoch einstellt wie dessen ersten Wert.
7. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Trocknungsgut (03) während des Trocknungsprozesses mittels einer den Trocknungsraum
(02) durchlaufenden Fördereinrichtung (04) befördert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Trocknungsgut (03) Dosen aus einem metallischen Werkstoff verwendet werden.
1. A method for automatically operating a drying system (01) with a drying chamber (02)
filled with at least one air volume,
a) in which in the event of a cold start of the drying system (01) a control unit
(12) sets an exhaust air volume to be discharged from the drying chamber (02) by at
least one exhaust fan (08) to a first value suitable for a provided drying process,
b) in which the control unit (12) upon reaching this first value sets the exhaust
air volume to be discharged from the drying chamber (02) by at least one exhaust fan
(08) to a second value higher in comparison with its first value for a flushing time,
c) in which after the expiration of the flushing time the control unit (12) sets the
exhaust air volume to be discharged from the drying chamber (02) by the at least one
exhaust fan (08) back to the first value,
d) in which the control unit (12) upon reaching the first value again ignites a heating
element (06) heating the gas for the exhaust air volume to be discharged from the
drying chamber (02) by the at least one exhaust fan (08),
e) in which an item to be dried (03) laden with a solvent is supplied to the drying
chamber (02) of the drying system (01), wherein the item to be dried (03) release
its solvent load at least partially in the drying chamber (02) during their drying,
f) in which the item to be dried (03) is dried in a direct contact with the flowing
gas heated to a process temperature by a heating element (06) during its run through
the drying chamber (02),
g) in which the control unit (12) begins the run of the item to be dried (03) through
the drying chamber (02) and hence the drying process, as soon as the gas heated by
the heating element (06) reaches its process temperature,
h) in which the process temperature of the gas heated by the heating element (06)
and the exhaust air volume discharged from the drying chamber (02) by the at least
one exhaust fan (08) are in each case monitored by sensors connected to the control
unit (12).
2. The method according to claim 1, characterized in that the control unit (12) sets a process temperature of 180 °C to 200 °C for the gas
to be heated by the heating element (06).
3. The method according to claim 1 or 2, characterized in that the at least one exhaust fan (08) discharges the gas flowing into the drying chamber
(02) together with the solvent load released by the item to be dried (03) in the drying
chamber (02) and the air volume present as exhaust air volume in the drying chamber
(02) from this drying chamber (02).
4. The method according to claim 1, 2 or 3, characterized in that at least the air volume discharged from the drying chamber (02) is replaced by a
supply air volume supplied to the drying chamber (02).
5. The method according to claim 1, 2, 3 or 4, characterized in that the heating element (06) heating the gas at least with respect to the process temperature
and the at least one exhaust fan (08) at least with respect to the exhaust air volume
to be discharged from the drying chamber (02) are in each case regulated by the control
unit (12).
6. The method according to claim 1, 2, 3, 4 or 5, characterized in that during the flushing time the control unit (12) sets the second value for the exhaust
air volume to be discharged from the drying chamber (02) by the at least one exhaust
fan (08) at least five times as high as its first value.
7. The method according to claim 1, 2, 3, 4, 5 or 6, characterized in that the item to be dried (03) is conveyed by means of a conveyor system (04) running
through the drying chamber (02) during the drying process.
8. The method according to claim 1, 2, 3, 4, 5, 6 or 7, characterized in that cans made of a metallic material are used as the item to be dried (03).
1. Procédé pour le fonctionnement automatisé d'une installation de séchage (01) comprenant
une chambre de séchage (02) remplie au moins d'un volume d'air,
a) selon lequel une unité de commande (12), lors d'un démarrage à froid de l'installation
de séchage (01), règle un volume d'air vicié destiné à être transporté à l'extérieur
de la chambre de séchage (02) par au moins un ventilateur d'air vicié (08) sur une
première valeur adaptée à un processus de séchage prévu,
b) selon lequel l'unité de commande (12), une fois cette première valeur atteinte,
règle le volume d'air vicié destiné à être transporté à l'extérieur de la chambre
de séchage (02) par le au moins un ventilateur d'air vicié (08) pendant un temps de
purge sur une deuxième valeur supérieure à la première valeur dudit volume,
c) selon lequel l'unité de commande (12), une fois le temps de purge écoulé, règle
le volume d'air vicié destiné à être transporté à l'extérieur de la chambre de séchage
(02) par le au moins un ventilateur d'air vicié (08) à nouveau sur la première valeur,
d) selon lequel l'unité de commande (12), une fois la première valeur à nouveau atteinte
pour le volume d'air vicié destiné à être transporté à l'extérieur de la chambre de
séchage (02) par le au moins un ventilateur d'air vicié (08), allume un élément chauffant
(06) chauffant un gaz,
e) selon lequel un produit à sécher (03) chargé d'un solvant est amené à la chambre
de séchage (02) de l'installation de séchage (01) et traverse cette chambre de séchage
(02), dans lequel le produit à sécher (03) délivre sa charge de solvant au moins en
partie dans la chambre de séchage (02) pendant son séchage,
f) selon lequel le produit à sécher (03), pendant sa traversée de la chambre de séchage
(02), est séché en contact direct avec le gaz en circulation chauffé à une température
de traitement par l'élément chauffant (06),
g) selon lequel l'unité de commande (12) démarre la traversée de la chambre de séchage
(02) par le produit à sécher (03) et donc le processus de séchage dès que le gaz chauffé
par l'élément chauffant (06) atteint sa température de traitement,
h) selon lequel la température de traitement du gaz chauffé par l'élément chauffant
(06) et le volume d'air vicié transporté à l'extérieur de la chambre de séchage (02)
par le au moins un ventilateur d'air vicié (08) sont surveillés chacun par des capteurs
reliés à l'unité de commande (12).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de commande (12), pour le gaz destiné à être chauffé par l'élément chauffant
(06), règle une température de traitement de 180 °C à 200 °C.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le au moins un ventilateur d'air vicié (08) transporte le gaz affluant dans la chambre
de séchage (02) conjointement avec la charge de solvant délivrée par le produit à
sécher (03) dans la chambre de séchage (02) et avec le volume d'air situé dans la
chambre de séchage (02) sous forme de volume d'air vicié à l'extérieur de cette chambre
de séchage (02).
4. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce qu'au moins le volume d'air transporté à l'extérieur de la chambre de séchage (02) est
remplacé par un volume d'air frais amené à la chambre de séchage (02).
5. Procédé selon la revendication 1, 2, 3 ou 4, caractérisé en ce que la température de traitement de l'élément chauffant (06) chauffant le gaz et le volume
d'air vicié destiné à être transporté à l'extérieur de la chambre de séchage (02)
par le au moins un ventilateur d'air vicié (08) sont régulés chacun par l'unité de
commande (12).
6. Procédé selon la revendication 1, 2, 3, 4 ou 5, caractérisé en ce que l'unité de commande (12), pendant le temps de purge, règle la deuxième valeur pour
le volume d'air vicié destiné à être transporté à l'extérieur de la chambre de séchage
(02) par le au moins un ventilateur d'air vicié (08) de manière à ce qu'elle soit
au moins cinq fois plus élevée que la première valeur dudit volume.
7. Procédé selon la revendication 1, 2, 3, 4, 5 ou 6, caractérisé en ce que le produit à sécher (03) est transporté pendant le processus de séchage au moyen
d'un dispositif de transport (04) traversant la chambre de séchage (02).
8. Procédé selon la revendication 1, 2, 3, 4, 5, 6 ou 7, caractérisé en ce que des boîtes composées d'un matériau métallique sont utilisées comme produit à sécher
(03).

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