(19)
(11) EP 3 304 509 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
23.01.2019  Patentblatt  2019/04

(21) Anmeldenummer: 16723357.6

(22) Anmeldetag:  17.05.2016
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
G08B 21/04(2006.01)
G08B 25/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2016/061018
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2016/192982 (08.12.2016 Gazette  2016/49)

(54)

VERFAHREN, VORRICHTUNG UND SYSTEM ZUR ÜBERMITTLUNG UND DIFFERENZIERUNG VON VERFASSUNGSZUSTÄNDEN BEIM AUSLÖSEN EINES ALARMS

METHOD, DEVICE, AND SYSTEM FOR TRANSMITTING AND DIFFERENTIATING CONDITIONS UPON THE TRIGGERING OF AN ALARM

PROCÉDÉ, DISPOSITIF ET SYSTÈME DE COMMUNICATION ET DE DIFFÉRENCIATION D'ÉTATS SITUATIONNELS LORS DU DÉCLENCHEMENT D'UNE ALARME


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 05.06.2015 DE 202015003905 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
11.04.2018  Patentblatt  2018/15

(73) Patentinhaber: King, Rudolf C.
86972 Altenstadt (DE)

(72) Erfinder:
  • King, Rudolf C.
    86972 Altenstadt (DE)

(74) Vertreter: Becker Kurig Straus 
Patentanwälte Bavariastrasse 7
80336 München
80336 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
  • BAI YING-WEN ET AL: "Design and implementation of fall detection and voice response detection in a smart phone", 2014 IEEE INTERNATIONAL INSTRUMENTATION AND MEASUREMENT TECHNOLOGY CONFERENCE (I2MTC) PROCEEDINGS, IEEE, 12. Mai 2014 (2014-05-12), Seiten 781-785, XP032620907, DOI: 10.1109/I2MTC.2014.6860849 [gefunden am 2014-07-18]
  • TERROSO MIGUEL ET AL: "Active assistance for senior healthcare: A wearable system for fall detection", 2013 8TH IBERIAN CONFERENCE ON INFORMATION SYSTEMS AND TECHNOLOGIES (CISTI), AISTI, 19. Juni 2013 (2013-06-19), Seiten 1-6, XP032503462, [gefunden am 2013-09-29]
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, eine Vorrichtung und ein System zur Übermittlung und Differenzierung von Verfassungszuständen beim Auslösen eines Alarms. Insbesondere wird ein System zur Übermittlung und Differenzierung von Verfassungszuständen während und nach Auslösen eines persönlichen Notfallsystems (personal emergency response system - PERS) oder Systems zur Mitteilung an ein soziales Notfall-Netzwerk (social emergency network - SEN) bereitgestellt.

[0002] Diese Erfindung ist eine Folgeanwendung desselben Erfinders zu den Erfindungen:
  • EP 1 679 672 A1, "Portable pulse monitoring device and method of its operation",
  • PCT/EP 2014 055495, WO 2014/170081 A1, "System and method to facilitate assistance in distress situations",
  • PCT/EP 2015 / 060331, "Personal Emergency Response System & Method of Operation:
    1. a) Energy conservation in bracelets and pendants;
    2. b) bread crump / beeline GPS positioning;
    3. c) mobile Internet-based SEN functionality",
und ist im Zusammenhang mit diesen zu sehen. Auf die dort beschriebenen Funktionsweisen, insbesondere für die tragbaren elektronischen Vorrichtungen, Energiesparmodi und Anwendungsfälle derselben wird Bezug genommen. Sie findet auch darüber hinaus in anderen Anwendungen vor allem und bevorzugt zur Alarmauslösung Anwendung.

Beschreibung des Standes der Technik


Ausgangslage



[0003] Persönliche Notfallsysteme haben in den letzten 20 Jahren Einzug gehalten in das Leben insbesondere von
  • älteren Menschen,
  • hilfsbedürftigen Menschen, sowie
  • Kindern, ferner
  • Personen in Berufsgruppen, die besonderen, orts- und/oder berufsspezifischen Gefahrensituationen ausgesetzt sein können.


[0004] Allen Systemen gemeinsam ist, dass nach Auslösen des Notfallalarms eine oder mehrere dritte Personen, sei es ein Notfall-Center, also gewöhnlich ein Callcenter, angerufen wird, oder eine oder mehrere Personen aus dem Familien- und/oder Bekanntenkreis des Nutzers.

[0005] Es ist auffällig, dass bei allen Notfallsystemen, die derzeit am Markt erhältlich sind, undifferenziert der Alarm übermittelt wird. Grund dafür ist, dass die Industrie der Notfallsysteme ursprünglich auf Festnetz-Telefonleitungen angewiesen war, bei denen ausschließlich die Möglichkeit der Rückfrage durch das Callcenter oder den Freundeskreis bestand; durch Nachfrage konnten oder zumindest sollten diese herausfinden, welchen Grund hatte.

Problemdarstellung



[0006] Dies hat die negative Folge, dass Notfallsysteme am Markt u.a. deshalb unbeliebt sind, weil mangels Differenzierung der Empfänger des Notfallsignals in einen Zustand versetzt wird, der grundsätzlich allerhöchster Aufmerksamkeit und sofortiger Handlung bedarf, auch wenn ein solcher Fall nicht gegeben ist; zum Beispiel kann ein älterer Mensch mit einem Familienmitglied eine Vereinbarung getroffen haben, dass sich das Familienmitglied um den älteren kümmert, nicht nur im Notfall, sondern auch zum Beispiel für diesen kocht. Verspürt nun das ältere Familienmitglied starken Hunger, so wird er oder sie den Notfall Alarm drücken, zum Beispiel weil es die Telefonnummer des jüngeren Familienmitglieds vergessen hat, und somit beim jüngere Familienmitglied denselben emotionalen Zustand auslösen, wie bei einem Unfall. Erst die Rückfrage führt zur Entwarnung, Beruhigung und Aufklärung der Situation. Umgekehrt würde eine vielleicht jahrelange, regelmäßige Benutzung des Alarmanrufs zur Essensbestellung beim Familienmitglied einen psychischen Zustand herbeiführen nach dem Motto "Er/sie hat wieder Hunger" und eine verzögerte Reaktion bewirken, die u.U. nicht einem plötzlichen, echten und schweren Notfall gerecht wird.

Beschreibung



[0007] Die vorliegende Erfindung wird durch die beigefügten Ansprüche bereitgestellt. Insbesondere stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Differenzierung von Verfassungszuständen beim Auslösen eines Notfallalarms an einer tragbaren elektronischen Vorrichtung bereit, umfassend Anzeigen einer Vielzahl von Alarmzuständen; Ermitteln einer ersten Auswahl eines Benutzers, wobei die erste Auswahl eine Art des Alarmzustands festlegt; Anzeigen einer Dringlichkeits- und/oder Intensitätsskala; Ermitteln einer zweiten Auswahl des Benutzers, wobei die zweite Auswahl einer Dringlichkeit und/oder Intensität des Alarmzustands der ersten Auswahl entspricht; und Übermitteln eines Alarmsignals einschließlich zuvor erfasster Ortsdaten der elektronischen Vorrichtung an einen vorbestimmten Kreis von Alarmempfängern, wobei der vorbestimmte Kreis von Alarmempfängern durch den Benutzer vorab in der tragbaren elektronischen Vorrichtung in Abhängigkeit von der Vielzahl von Alarmzuständen und der Dringlichkeit- und/oder Intensität eines Alarmzustands bestimmt wird, wobei bei vordefinierten Orten andere entsprechend vordefinierte Alarmzustände angezeigt werden und entsprechend andere Kreise von Alarmempfängern mit angepasstem Alarmsignal informiert werden.

[0008] Der Begriff "Notfallalarm" oder "Alarm" ist im Zusammenhang der vorliegenden Erfindung bereit auszulegen. So kann ein Notfall von einem medizinischen Vorfall, der sofortige Maßnahmen erfordert (Herzinfarkt), über einen Unfall im Sinne (schwerer Sturz bis Knöchel verstaucht) bis zu weniger schwerwiegenden Ereignissen reichen, die im üblichen Sprachgebrauch keinen Notfall oder Alarm darstellen/erfordern, z.B. Hunger, Langeweile, Frieren etc.

[0009] In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die Anzeige der Dringlichkeits- und/oder Intensitätsskala in Form eines Diagramms erfolgen, wobei eine Achse der Dringlichkeit und die andere Achse der Intensität des Vorfalls entsprechen. So kann ein Benutzer einer elektronischen Vorrichtung mit berührungsempfindlicher Anzeigevorrichtung ("Touch Screen") mit einer einzigen Bewegung, z.B. einer Berührung eines Punktes in dem Diagramm oder Ziehen einer Markierung auf den gewünschten Punkt des Diagramms, die Daten bezüglich der Dringlichkeit und Intensität einstellen.

[0010] In einer Ausführungsform der Erfindung wird die Anzeige der Vielzahl von Alarmzuständen durch ein Detektionsergebnis eines Sensors der elektronischen Vorrichtung eingeschränkt. Z.B. kann die Auswahl automatisch auf eine Anzahl unterschiedlich schwerer Stürze bzw. Unfälle eingeschränkt werden, wenn ein Kipp- oder Beschleunigungssensor eine ungewöhnliche Kippbewegung bzw. einen Aufprall erfasst. In einer Ausführungsform wird die Einschränkung der Alarmzustände durch Umsortieren einer angezeigten Liste vorgenommen, wobei jedoch unwahrscheinliche Notfälle nach wie vor angezeigt, jedoch weiter unten in der Liste angezeigt werden.

[0011] In einer Ausführungsform der Erfindung entspricht jeder mögliche Alarmzustand einen anpassbaren Kreis von Alarmempfängern, wobei die zweite Auswahl des Benutzers den anpassbaren Kreis von Alarmempfängern abhängig von der ausgewählten Dringlichkeit und/oder Intensität erweitert, wenn die Dringlichkeit und/oder Intensität einen vorbestimmten Schwellenwert des Alarmzustands überschreitet.

[0012] Im Zusammenspiel mit einem Patent des Patentanmelders (WIPO WO 2014/170081, DE 812752671) kann durch die vorangestellte Dringlichkeit und auch Abänderungen sowohl von Dringlichkeit als auch Intensität festgelegt werden, dass weitere Personenkreise oder weniger weite Personenkreise und Ersthelfer kontaktiert werden.

[0013] In einer Ausführungsform der Erfindung wird das Verfahren auf einer elektronischen Vorrichtung ausgeführt, die in ein persönliches Notfallsystem, PERS, bzw. ein soziales Notfallnetzwerk, SEN, eingebunden ist.

[0014] In einer Ausfiihrungsform der Erfindung umfasst das Verfahren weiterhin Anzeigen einer Skala, die einer Privatsphäreneinstellung entspricht, Ermitteln einer Privatsphärenauswahl des Benutzers, und Einschränken des durch die erste Auswahl und die zweite Auswahl des Benutzers ermittelten Kreis von Alarmempfängern anhand der Privatsphärenauswahl des Benutzers.

[0015] In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird eine elektronische Vorrichtung zur Differenzierung von Verfassungszuständen beim Auslösen eines Notfallalarms bereitgestellt, umfassend eine Anzeigevorrichtung; und eine Berechnungseinheit, die angepasst ist zum Anzeigen einer Vielzahl von Alarmzuständen auf der Anzeigevorrichtung; Ermitteln einer ersten Auswahl eines Benutzers, wobei die erste Auswahl eine Art des Alarmzustands festlegt; Anzeigen einer Dringlichkeits- und/oder Intensitätsskala auf der Anzeigevorrichtung; Ermitteln einer zweiten Auswahl des Benutzers, wobei die zweite Auswahl einer Dringlichkeit und/oder Intensität des Alarmzustands der ersten Auswahl entspricht; und Übermitteln eines Alarmsignals einschließlich zuvor erfasster Ortsdaten der elektronischen Vorrichtung an einen vorbestimmten Kreis von Alarmempfängern, wobei der vorbestimmte Kreis von Alarmempfängern durch den Benutzer vorab in der tragbaren elektronischen Vorrichtung in Abhängigkeit von der Vielzahl von Alarmzuständen und der Dringlichkeit- und/oder Intensität eines Alarmzustands bestimmt wird, wobei bei vordefinierten Orten andere entsprechend vordefinierte Alarmzustände angezeigt werden und entsprechend andere Kreise von Alarmempfängern mit angepasstem Alarmsignal informiert werden.

[0016] In einer Ausfiihrungsform der Erfindung umfasst die elektronische Vorrichtung weiterhin einen Sensor, wobei die Anzeige der Vielzahl von Alarmzuständen durch ein Detektionsergebnis des Sensors eingeschränkt wird.

[0017] In einer Ausführungsform der Erfindung entspricht jeder mögliche Alarmzustand einen anpassbaren Kreis von Alarmempfängern, wobei die zweite Auswahl des Benutzers den anpassbaren Kreis von Alarmempfängern abhängig von der ausgewählten Dringlichkeit und/oder Intensität erweitert, wenn die Dringlichkeit und/oder Intensität einen vorbestimmten Schwellenwert des Alarmzustands überschreitet.

[0018] Im Zusammenspiel mit einem Patent des Patentanmelders (WIPO WO 2014/170081, DE 812752671) kann durch die vorangestellte Dringlichkeit und auch Abänderungen sowohl von Dringlichkeit als auch Intensität festgelegt werden, dass weitere Personenkreise oder weniger weite Personenkreise und Ersthelfer kontaktiert werden.

[0019] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die elektronischen Vorrichtung in ein persönliches Notfallsystem, PERS, bzw. ein soziales Notfallnetzwerk, SEN, eingebunden.

[0020] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Berechnungseinheit weiterhin angepasst zum Anzeigen einer Skala auf der Anzeigevorrichtung, die einer Privatsphäreneinstellung entspricht; Ermitteln einer Privatsphärenauswahl des Benutzers; und Einschränken des durch die erste Auswahl und die zweite Auswahl des Benutzers ermittelten Kreis von Alarmempfängern anhand der Privatsphärenauswahl des Benutzers.

[0021] In einer Ausführungsform der Erfindung wird ein System zur Differenzierung von Verfassungszuständen nach Auslösen eines Notfallalarms bereitgestellt, umfassend aus einer Anzeige von voreingestellten Verfassungszuständen, welche nach Auslösen eines Notfallalarms gewählt werden können; wobei das System angepasst ist, entsprechend einer Wahl bestimmte voreingestellte Ersthelfer zu informieren.

[0022] In einer Ausführungsform der Erfindung kann die Wahl des Nutzers andere, voreingestellte externe technische Folgen auslösen.

[0023] In einer Ausführungsform der Erfindung fällt die Auswahl des Verfassungszustands mit dem Auslösen des Notfallsignals zeitlich zusammen.

[0024] In einer Ausführungsform der Erfindung sind bei festgestellten Geschwindigkeiten andere entsprechend vordefinierte Verfassungszustände angezeigt und festgelegt und werden entsprechend der getroffenen Wahl andere Personenkreise mit angepasster Mitteilung informiert.

[0025] In einer Ausführungsform der Erfindung werden bei festgestellten, vordefinieren Orten andere entsprechend vordefinierte Verfassungszustände angezeigt und festgelegt sind und entsprechend andere Personenkreise mit angepasster Mitteilung informiert.

[0026] In einer Ausführungsform der Erfindung wird ein Computerprogrammprodukt bereitgestellt, das so angepasst ist, dass es, wenn durch eine elektronische Vorrichtung ausgeführt, ein Verfahren gemäß der obigen Beschreibung ausführt.

[0027] In einer Ausführungsform der Erfindung wird ein computerlesbares Speichermedium bereitgestellt, umfassend Programmcode, der, wenn durch eine elektronische Vorrichtung ausgeführt, ein Verfahren gemäß der obigen Beschreibung ausführt.

Optionale Ausführungsformen



[0028] In einer optionalen Ausführungsform wird ein System zur Differenzierung von Verfassungszuständen nach Auslösen eines Notfallalarms umfassend einer Anzeige von voreingestellten Verfassungszuständen bereitgestellt, welche nach Auslösen eines Notfallalarms gewählt werden können; wobei das System angepasst ist, entsprechend einer Wahl bestimmte voreingestellte Ersthelfer zu informieren.

[0029] In einer optionalen Ausführungsform wird entsprechend der Wahl Verfassungszustand und die damit übereinstimmende, voreingestellte Intensität und Dringlichkeit übermittelt.

[0030] In einer optionalen Ausführungsform kann der Nutzer die Intensität und/oder Dringlichkeit abändern.

[0031] In einer optionalen Ausführungsform kann die Wahl des Nutzers andere, voreingestellte externe technische Folgen auslösen.

[0032] In einer optionalen Ausführungsform fällt die Auswahl des Verfassungszustands mit dem Auslösen des Notfallsignals zeitlich zusammen.

[0033] In einer optionalen Ausführungsform wird eine Information ohne Dringlichkeit übermittelt.

[0034] In einer optionalen Ausführungsform wird der voreingestellte Personenkreis bei der und durch die Auswahl abgeändert.

[0035] In einer optionalen Ausführungsform werden bei festgestellten Geschwindigkeiten andere entsprechend vordefinierte Verfassungszustände angezeigt und festgelegt und entsprechend der getroffenen Wahl andere Personenkreise mit angepasster Mitteilung informiert.

[0036] In einer optionalen Ausführungsform werden bei festgestellten, vordefinieren Orten andere entsprechend vordefinierte Verfassungszustände angezeigt und festgelegt und entsprechend andere Personenkreise mit angepasster Mitteilung informiert.

[0037] In einer optionalen Ausführungsform werden andere technische Folgen und Ereignisse ausgelöst.

[0038] In einer optionalen Ausführungsform wird durch das Notfallsignal auslösende Sensoren zugleich der Verfassungszustand ausgewählt, der dem festgestellten Auslösegrund entspricht.

[0039] In einer optionalen Ausführungsform erfolgt keine Differenzierung der Ersthelfer.

[0040] In einer optionalen Ausführungsform werden weitere, abgespeicherte Informationen vom zur Auslösung des Alarms benutzten Gerät übermittelt.

[0041] In einer optionalen Ausfiihrungsform werden weitere, abgespeicherte Informationen von einem Gerät, auf dem die Information gespeichert ist, übermittelt.

[0042] In einer optionalen Ausfiihrungsform wird die zu übermittelnde Information durch einen Algorithmus errechnet, der die übermittelte Differenzierung und/oder andere übermittelte Werte verwendet.

Erklärung der Erfindung



[0043] Ein System, in dem zunächst eine Differenzierung nach Wahl des Nutzers stattfindet, welcher Art der mehr oder weniger stark gefühlte Notfall ist und in einem weiteren Schritt als Konsequenz dieser Wahl ein insoweit differenzierender Notfallalarm, bei dem zum einen ein anderer Personenkreis von Ersthelfern (first respondern) angesprochen werden kann; zum anderen in Zusammenspiel mit Patent WIPO WO 2014/170081 (DE 812752671) des unterzeichnenden Patentanmelders respektive genauer mit den darin beschriebenen Lifecircles, eine Differenzierung ferner insoweit stattfinden, dass nach Kombination von festgestelltem Ort und differenzierter Angabe des Notfalls andere technische Folgen ausgelöst werden können.

Beschreibung der Methode



[0044] Im Folgenden soll zunächst dargestellt werden, wie eine Differenzierung nach dem Alarm stattfinden kann nach Auslösen des Alarms; im 2. Teil wird dargestellt, wie die Alarmauslösung und Differenzierung zeitgleich stattfinden kann

1. Alarm und anschließende Differenzierung



[0045] Drückt bei heute im Handel erhältlichen Notfallsystemen der Nutzer einen Notfallknopf, so wird regelmäßig ein Countdowns ausgelöst, der dem auslösenden Nutzer die Möglichkeit gibt, sofern er den Knopf versehentlich gedrückt hat oder aus sonstigen Gründen der Notfall Alarm ausgelöst wurde, den Alarm noch vor Absendung abzubrechen. Die Zeitdauer beträgt regelmäßig zwischen 5 und 10 Sekunden, einerseits ausreichend, um die Alarm Auslösung zu verhindern, andererseits keine wesentliche Zeit, die eine wesentliche Verschlechterung der Situation des Auslösenden darstellen würde.

[0046] Diese Zeitspanne kann nun genutzt werden, um dem auslösenden Nutzer eine Bewertung seines Notfalls in Eigenregie durchzuführen. Dieser Vorgang und das Ergebnis dieses Vorgangs soll im Folgenden als "Differenzierung" bezeichnet werden.

[0047] Wählt der Nutzer nichts, oder kann er nichts wählen, so würde keine gesonderte Mitteilung und damit der Standardfall übermittelt werden; somit werden zum Beispiel alle hinterlegten Ersthelfer über den Notfall informiert.

[0048] Löst ein Sensor, wie z.B. ein Fall-Sensor den Alarm aus, so kann automatisch differenziert werden, welche Art von Notfall zum Auslösen des Alarms geführt hat; im Falle eines Armbands oder Anhängers mit Fallsensor und manueller Betätigungstaste könnte zum Beispiel einmal der Fall selbst oder das manuelle Betätigen des Notfallknopfs als Differenzierung mitgeteilt werden. Daraus kann vom Empfänger nun zum einen geschlossen werden, ob die auslösende Person gestürzt ist oder selbst in der Lage war, das Notfallsignal abzusetzen, sowie u.U. Daten, die der Auslösung zugrunde liegen.

[0049] Besonders im Fall der manuellen Auslösung wird dem Nutzer des Notfallsystems nun weiter die Möglichkeit gegeben, aus einer Liste vordefinierter und/oder von ihm selbst voreingestellter Situationen auszuwählen. Typische Situationen wären zum Beispiel Sturz, Feuer, Übelkeit, Schwindelanfall und ähnliches.

[0050] In einer Abwandlung der Erfindung können vom Nutzer zusätzlich oder als einziges besondere Differenzierungen hinterlegt werden, die vielleicht nur vereinzelt und/oder regional und/oder zeitlich eine Rolle spielen, wie zum Beispiel in einem Bürgerkriegsgebiet Einschlag von Granaten oder die Sichtung von Angreifern, bei einem Ausflug die Orientierungslosigkeit.

Folgen der Differenzierung


a) Mitteilung an differenzierte Personenkreise



[0051] Als Folge der von dem Nutzer gewählten Einstellung - Differenzierung - kann a priori hinterlegt sein, dass verschiedene Personen oder -kreise informiert werden.

[0052] So würde bei Wahl der Differenzierung "Hunger" im oben genannten Fall nur eine Nachricht "ich habe Hunger" an das für diese Differenzierung voreingestellte Familienmitglied übersendet werden, bei Wahl der Differenzierung "Ich bin gefallen" könnte ein größerer, voreingestellter Personenkreis informiert werden, bei Voreinstellung "Übelkeit" Verwandte und der Hausarzt.

[0053] Die Voreinstellung wird in der Regel mit 2 Komponenten hinterlegt bzw. versehen werden können: Einmal einer bestimmten Dringlichkeit d.h. wie schnell sollte der Empfänger agieren und zum anderen der Intensität, welches die tatsächliche oder gefühlte Schwere des Notfalls in den Augen des Nutzers hat.

[0054] Als Beispiel seien die beiden Extreme Feuer und Hunger genannt: bei Feuer ist sowohl Intensität als auch Dringlichkeit extrem hoch, daher werden die regelmäßig voreingestellten Personen, und die vorgestellte Nummer der Feuerwehr kontaktiert, also ein großer Personenkreis und um sofortige und zielgerichtete Hilfe gebeten; die Voreinstellung Hunger würde regelmäßig eine geringe Intensität und eine noch geringe Dringlichkeit zeigen, da in der Regel eine Reaktionen binnen 20-30 Minuten durchaus ausreichend ist und zumindest im normalen Rahmen kein Schmerz durch Hunger festgestellt werden kann, eher zunächst ein unangenehmes Gefühl.

[0055] Dies kann Auswirkungen auf die grafische Darstellung der Mitteilungsfunktion haben: so kann dem Nutzer die Möglichkeit gegeben werden, sowohl Intensität als auch Dringlichkeit noch zu ändern. So könnte im Fall des Hungers, wenn der Nutzer sich zum Beispiel längere Zeit gelassen hat, um den Alarm auszulösen von ihm sowohl Dringlichkeit "ich will wirklich in den nächsten Minuten etwas essen" als auch Intensität - "ich habe so starken Hunger, dass es schon weh tut/ mir schlecht ist", eingestellt werden kann.

b) Kombination LifeCircles und Differenzierung



[0056] Im Zusammenspiel mit einem Patent des Patentanmelders (WIPO WO 2014/170081, DE 812752671) kann durch die vorangestellte Dringlichkeit und auch Abänderungen sowohl von Dringlichkeit als auch Intensität festgelegt werden, dass weitere Personenkreise oder weniger weite Personenkreise und Ersthelfer kontaktiert werden.

[0057] So kann die Einstellung "merkwürdige Personen im Haus" in der Regel an Nachbarn des Hauses verschickt werden mit geringer Dringlichkeit und geringer Intensität; würde Intensität und/oder Dringlichkeit aber erhöht werden, so könnte dies über einen größeren Personenkreis bis dahin vorformuliert werden, dass zum Beispiel auch die Polizei gerufen wird, wenn zum Beispiel der Nutzer einen Einbruchsversuch durch fremde Personen im Ausgang wahrnehmen kann.

c) technische Konsequenzen



[0058] Die Differenzierung kann auch verschiedene technische Konsequenzen nach sich ziehen, also nachfolgende Systemabläufe beeinflussen. So kann bei einem Anwendungsbeispiel bei einem Gerät, welches besonderes jungen Frauen helfen soll, Vergewaltigungen zu verhindern, voreingestellt werden, dass eine Übertragung von Notfallsituationen von
  • einfach - "ich befinde mich in einem merkwürdigen Ort" über
  • schwerwiegend - "merkwürdige Menschen kommen mir entgegen" bis hin zu
  • akut, "Beginn eines Vergewaltigungsversuchs"
neben der reinen Information verschiedene technische Konsequenzen nach sich ziehen; so würde im einfachen und schwerwiegenden, nicht akuten Fall nur eine Positionsangabe übermittelt werden mit der Bitte, dass der Empfänger binnen Minutenfrist sich nach dem Befinden der Nutzerin erkundigt; beim schwerwiegenden Fall, könnte zusätzlich zum Beispiel neben der Übermittlung der Position auch eine Telefonverbindung an dieselben oder andere oder mehr Personen hergestellt werden, um Zeugen der Situation zu haben; und beim akuten Vergewaltigungsversuch vielleicht sogar keine dritte Person, sondern nur oder zusätzlich die örtliche Polizei informiert werden.

[0059] Zusätzlich kann - mindestens - eine weitere technische Folge voreingestellt werden, wie
  • das Aufschalten einer Telefon- und Videokonferenz mit den Ersthelfern und örtlichen Behörden, also Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdienste, damit diese die Geschehnisse mitverfolgen und entsprechend besser handeln können,
  • technische Ereignisse ausgelöst werden, wie das Einschalten von medizinischen Gerätschaften, die mit der Ereignismitteilung übereinstimmen, oder technische Gerätschaften ausgelöst werden wie das Versprühen von Farbdampf oder -pulver zur besseren Ortung des Nutzers und schließlich
  • automatisierte Warnmeldungen ausgelöst werden, die die Umgebung und die Differenzierung des Vorfalls beinhalten, wie z.B. die automatisierte Suche und Anzeige von Defibrillatoren in der Nähe bei Differenzierung "Herzanfall", damit eintreffende Ersthelfer bereits akustisch wissen, wo sich der nächste Defibrillator befindet.
  • weitere, voreingestellte Informationen an zu benachrichtigenden Personen übersendet werden, sei es durch das zum Auslösen benutzte Gerät selbst, oder durch externe Gerätschaften, in denen die zu übermittelnde Information abgespeichert ist ("Server"), gleich ob diese statisch sind oderdurch einen Algorithmus gefunden werden, der die festgestellten Werte und/oder ausgewählten Differenzierungen verwendet.

2. Alarm und gleichzeitige Differenzierung



[0060] In einer Abwandlung der Erfindung besteht die Möglichkeit, dass Alarmauslösung und Differenzierung zeitlich zusammenfallen.

[0061] In diesem Fall stehen der Alarmknopfs und die vordefinierten Notfallzustände zeitlich nebeneinander. Wird also ein bestimmter Notfall-Zustand gedrückt, so löst dies zeitgleich den Alarm aus, unter Umständen wieder mit dem oben genannten Countdown zur Absicherung gegen Fehlauslösung.

[0062] Dies kann so aussehen, dass entweder nur der Alarmknopf gezeigt wird, der dann in Richtung auf den zu übermittelnden Zustand geschoben wird, oder kein Alarmknopf dargestellt wird, sondern auf einem Display alle oder ein Teil der vordefinierten Notfallzustände, die dann manuell durch Drücken gleichzeitig den Notfallalarm bzw. den Countdown auslösen.

3. Information ohne Differenzierung



[0063] In einer weiteren Abwandlung zu 1. und zu 2. der Erfindung kann ein Bereich, bevorzugt am linken und/oder unteren Rand der Darstellung vorbehalten werden, um Informationen ohne Intensität und/oder Dringlichkeit darzustellen, etwa des Inhalts "bitte um Rückruf bei Gelegenheit". Dies unterscheidet sich von einer normalen Nachricht darin, dass diese an einen, einige oder alle voreingestellten "first responder" übersendet werden kann.

4. Änderung bei Bewegung des Nutzers



[0064] In einer Abwandlung kann - neben der damit übersichtlicheren graphischen Darstellung - die Art der Differenzierung geändert werden, je nachdem,
  • wo sich der Nutzer befindet und/oder
  • ob er sich in Bewegung befindet oder statisch agiert, ebenso je nachdem
  • ob er sich im eigenen Haus oder in einem anderen Haus, im Freien oder in einem definierten LifeCircle befindet (siehe Patent WIPO WO 2014/170081 = DE 812752671). Die im vorgenannten Patent beschriebene WiFi-Blink Technologie kann dazu genutzt werden.


[0065] So kann unterschieden werden, ob
  • der Nutzer sich zu Hause befindet und damit nur den typischen Gesundheitsgefahren unterliegt,
  • sich in seinen Arbeitsbereich begeben hat, für den bereits besondere, mit der Arbeit verbundene Gefahren definiert sind, und/oder
  • sich mit einer Geschwindigkeit
    • zwischen 1 und 6 - 7 km/h (typisches Gehen),
    • zwischen 7 und 12 - 16 km/h (Joggen / Laufen bis hin zu Ausdauer-Wettkampftempo je nach Konstitution des Nutzers),
    • oder zwischen etwa 13 und 110 bis 150 km/h (typische Fahrgeschwindigkeit in einem Personenkraftwagen),
    • oder noch schneller (typische Geschwindigkeit in einem möglicherweise öffentlichen Fortbewegungsmittel wie Bahn und Flugzeug) bewegt.


[0066] Jeder dieser Orte und Bewegungsgeschwindigkeiten können spezifische Gefahrensituationen und/oder Ersthelfer vordefiniert werden und bei Eintritt des Ortes bzw. der Bewegungsgeschwindigkeit entsprechend differenziert werden.


Ansprüche

1. Verfahren zur Differenzierung von Verfassungszuständen eines Benutzers beim Auslösen eines Notfallalarms an einer tragbaren elektronischen Vorrichtung, umfassend:

Anzeigen einer Vielzahl von Alarmzuständen;

Ermitteln einer ersten Auswahl des Benutzers, wobei die erste Auswahl eine Art des Alarmzustands festlegt;

Anzeigen einer Dringlichkeits- und/oder Intensitätsskala;

Ermitteln einer zweiten Auswahl des Benutzers, wobei die zweite Auswahl einer Dringlichkeit und/oder Intensität des Alarmzustands der ersten Auswahl entspricht; und

Übermitteln eines Alarmsignals einschließlich zuvor erfasster Ortsdaten der elektronischen Vorrichtung an einen vorbestimmten Kreis von Alarmempfängern, wobei der vorbestimmte Kreis von Alarmempfängern durch den Benutzer vorab in der tragbaren elektronischen Vorrichtung in Abhängigkeit von der Vielzahl von Alarmzuständen und der Dringlichkeit- und/oder Intensität eines Alarmzustands bestimmt wird, wobei bei vordefinierten Orten andere entsprechend vordefinierte Alarmzustände angezeigt werden und entsprechend andere Kreise von Alarmempfängern mit angepasstem Alarmsignal informiert werden.


 
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Anzeige der Vielzahl von Alarmzuständen durch ein Detektionsergebnis eines Sensors der elektronischen Vorrichtung eingeschränkt wird.
 
3. Verfahren gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei jeder mögliche Alarmzustand einen anpassbaren Kreis von Alarmempfängern entspricht, und wobei die zweite Auswahl des Benutzers den anpassbaren Kreis von Alarmempfängern abhängig von der ausgewählten Dringlichkeit und/oder Intensität erweitert, wenn die Dringlichkeit und/oder Intensität einen vorbestimmten Schwellenwert des Alarmzustands überschreitet.
 
4. Verfahren gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Verfahren auf einer elektronischen Vorrichtung ausgeführt wird, die in ein persönliches Notfallsystem, PERS, bzw. ein soziales Notfallnetzwerk, SEN, eingebunden ist.
 
5. Verfahren gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, weiterhin umfassend:

Anzeigen einer Skala, die einer Privatsphäreneinstellung entspricht;

Ermitteln einer Privatsphärenauswahl des Benutzers; und

Einschränken des durch die erste Auswahl und die zweite Auswahl des Benutzers ermittelten Kreis von Alarmempfängern anhand der Privatsphärenauswahl des Benutzers.


 
6. Elektronische Vorrichtung zur Differenzierung von Verfassungszuständen eines Benutzers beim Auslösen eines Notfallalarms, umfassend:

eine Anzeigevorrichtung; und

eine Berechnungseinheit, die angepasst ist zum:

Anzeigen einer Vielzahl von Alarmzuständen auf der Anzeigevorrichtung;

Ermitteln einer ersten Auswahl des Benutzers, wobei die erste Auswahl eine Art des Alarmzustands festlegt;

Anzeigen einer Dringlichkeits- und/oder Intensitätsskala auf der Anzeigevorrichtung;

Ermitteln einer zweiten Auswahl des Benutzers, wobei die zweite Auswahl einer Dringlichkeit und/oder Intensität des Alarmzustands der ersten Auswahl entspricht; und

Übermitteln eines Alarmsignals einschließlich zuvor erfasster Ortsdaten der elektronischen Vorrichtung an einen vorbestimmten Kreis von Alarmempfängern, wobei der vorbestimmte Kreis von Alarmempfängern durch den Benutzer vorab in der tragbaren elektronischen Vorrichtung in Abhängigkeit von der Vielzahl von Alarmzuständen und der Dringlichkeit- und/oder Intensität eines Alarmzustands bestimmt wird, wobei bei vordefinierten Orten andere entsprechend vordefinierte Alarmzustände angezeigt werden und entsprechend andere Kreise von Alarmempfängern mit angepasstem Alarmsignal informiert werden.


 
7. Elektronische Vorrichtung gemäß Anspruch 6, weiterhin umfassend:
einen Sensor, wobei die Anzeige der Vielzahl von Alarmzuständen durch ein Detektionsergebnis des Sensors eingeschränkt wird.
 
8. Elektronische Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 6 und 7, wobei jeder mögliche Alarmzustand einen anpassbaren Kreis von Alarmempfängern entspricht, und wobei die zweite Auswahl des Benutzers den anpassbaren Kreis von Alarmempfängern abhängig von der ausgewählten Dringlichkeit und/oder Intensität erweitert, wenn die Dringlichkeit und/oder Intensität einen vorbestimmten Schwellenwert des Alarmzustands überschreitet.
 
9. Elektronische Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei die elektronischen Vorrichtung in ein persönliches Notfallsystem, PERS, bzw. ein soziales Notfallnetzwerk, SEN, eingebunden ist.
 
10. Elektronische Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 6 bis 9, wobei die Berechnungseinheit weiterhin angepasst ist zum:

Anzeigen einer Skala auf der Anzeigevorrichtung, die einer Privatsphäreneinstellung entspricht;

Ermitteln einer Privatsphärenauswahl des Benutzers; und

Einschränken des durch die erste Auswahl und die zweite Auswahl des Benutzers ermittelten Kreis von Alarmempfängern anhand der Privatsphärenauswahl des Benutzers.


 
11. System zur Differenzierung zur Durchführung eines Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, bestehend aus einer Anzeige von voreingestellten Verfassungszuständen, welche nach Auslösen eines Notfallalarms gewählt werden können; wobei das System angepasst ist, entsprechend einer Wahl bestimmte voreingestellte Ersthelfer zu informieren.
 
12. System nach Anspruch 11, bei dem die Wahl des Nutzers andere, voreingestellte externe technische Folgen auslösen kann.
 
13. System nach einem der Ansprüche 11 bis 12, bei dem die Auswahl des Verfassungszustands mit dem Auslösen des Notfallsignals zeitlich zusammenfällt.
 
14. System nach einem der Ansprüche 11 bis 13, bei dem bei festgestellten Geschwindigkeiten andere entsprechend vordefinierte Verfassungszustände angezeigt und festgelegt sind und entsprechend der getroffenen Wahl andere Personenkreise mit angepasster Mitteilung informiert werden.
 
15. Computerprogrammprodukt, das so angepasst ist, dass es, wenn durch eine elektronische Vorrichtung ausgeführt, ein Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 ausführt.
 
16. Computerlesbares Speichermedium, umfassend Programmcode, der, wenn durch eine elektronische Vorrichtung ausgeführt, ein Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 ausführt.
 


Claims

1. A method for differentiating constitutional states of a user when triggering an emergency alarm on a portable electronic device, comprising:

displaying a plurality of alarm states;

determining a first user selection, wherein the first selection determines a type of the alarm state;

displaying an urgency and/or intensity scale;

determining a second user selection, wherein the second selection corresponds to an urgency and/or intensity of the alarm state of the first selection; and

transmitting an alarm signal including previously acquired location data of the electronic device to a predetermined group of alarm recipients, wherein the predetermined group of alarm recipients is determined in advance by the user in the portable electronic device depending on the plurality of alarm states and the urgency and/or intensity of an alarm state, wherein for predefined locations, other correspondingly predefined alarm states are displayed, and correspondingly other groups of alarm recipients are informed with an adjusted alarm signal.


 
2. The method according to claim 1, wherein a detection result of a sensor of the electronic device limits the displaying of the plurality of alarm states.
 
3. The method according to one of the preceding claims, wherein each possible alarm state corresponds to an adjustable group of alarm recipients, and wherein the second user selection expands the adjustable group of alarm recipients depending on the selected urgency and/or intensity when the urgency and/or intensity exceeds a predetermined threshold of the alarm state.
 
4. The method according to one of the preceding claims, wherein the method is implemented on an electronic device which is integrated into a personal emergency system, PERS, or a social emergency network, SEN.
 
5. The method according to one of the preceding claims, further comprising:

displaying a scale corresponding to a privacy setting;

determining a privacy selection of the user; and

limiting the group of alarm recipients determined through the first and second user selections based on the privacy selection of the user.


 
6. An electronic device for differentiating constitutional states of a user when triggering an emergency alarm, comprising:

a display device; and

a computing unit, adjusted to:

display a plurality of alarm states on the display device;

determine a first user selection, wherein the first selection determines a type of the alarm state;

display an urgency and/or intensity scale on the display device;

determine a second user selection, wherein the second selection corresponds to an urgency and/or intensity of the alarm state of the first selection; and

transmit an alarm signal including previously acquired location data of the electronic device to a predetermined group of alarm recipients, wherein the predetermined group of alarm recipients is determined in advance by the user in the portable electronic device depending on the plurality of alarm states and the urgency and/or intensity of an alarm state, wherein for predefined locations, other correspondingly predefined alarm states are displayed, and correspondingly other groups of alarm recipients are informed with an adjusted alarm signal.


 
7. The electronic device according to claim 6, further comprising:
a sensor, wherein a detection result of the sensor limits the displaying of the plurality of alarm states.
 
8. The electronic device according to one of claims 6 and 7, wherein each possible alarm state corresponds to an adjustable group of alarm recipients, and wherein the second user selection expands the adjustable group of alarm recipients depending on the selected urgency and/or intensity when the urgency and/or intensity exceeds a predetermined threshold of the alarm state.
 
9. The electronic device according to one of claims 6 to 8, wherein the electronic device is integrated into a personal emergency system, PERS, or a social emergency network, SEN.
 
10. The electronic device according to one of claims 6 to 9, wherein the computing unit is further adjusted to:

display a scale corresponding to a privacy setting on the display device;

determine a privacy selection of the user; and

limit the group of alarm recipients determined by the first and second user selections based on the privacy selection of the user.


 
11. A system for differentiating for performing a method according to one of claims 1 to 5, comprised of a display of preset constitutional states that can be selected after triggering an emergency alarm; wherein the system is adjusted to inform preset first responders determined based on a selection.
 
12. The system according to claim 11, in which the user selection can trigger other, preset external technical effects.
 
13. The system according to one of claims 11 to 12, in which the selection of the constitutional state is synchronized with the triggering of the emergency signal.
 
14. The system according to one of claims 11 to 13, in which other correspondingly predefined constitutional states are displayed and fixed at determined speeds, and based on the selection made relayed to other groups of people with an adjusted notification.
 
15. A computer program product, which is adapted so as to implement a method according to one of claims 1 to 5 when executed by an electronic device.
 
16. A computer-readable storage medium comprising program code that implements a method according to one of claims 1 to 5 when executed by an electronic device.
 


Revendications

1. Procédé de différentiation d'états situationnels d'un utilisateur lors du déclenchement d'une alarme de cas d'urgence sur un dispositif électronique portable, comprenant :

l'affichage d'une pluralité d'états d'alarme,

la détermination d'une première sélection de l'utilisateur, dans lequel la première sélection définit un type de l'état d'alarme ;

l'affichage d'une échelle d'urgence et/ou d'intensité ;

la détermination d'une seconde sélection de l'utilisateur, dans lequel la seconde sélection correspond à une urgence et/ou une intensité de l'état d'alarme de la première sélection ; et

le transfert d'un signal d'alarme y compris de données saisies auparavant de lieu du dispositif électronique à un cercle prédéfini de récepteurs d'alarme, dans lequel le cercle prédéfini de récepteurs d'alarme est déterminé au préalable par l'utilisateur dans le dispositif électronique portable en fonction de la pluralité d'états d'alarme et de l'urgence et/ou de l'intensité d'un état d'alarme, dans lequel dans des lieux prédéfinis, d'autres états d'alarme prédéfinis sont affichés conformément et d'autres cercles de récepteurs d'alarme sont informés conformément avec le signal d'alarme adapté.


 
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel l'affichage de la pluralité d'états d'alarme est limité par un résultat de détection d'un capteur du dispositif électronique.
 
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel chaque état d'alarme possible correspond à un cercle de récepteurs d'alarme adaptable, et dans lequel la seconde sélection de l'utilisateur élargit le cercle de récepteurs d'alarme adaptable en fonction de l'urgence et/ou de l'intensité sélectionnée lorsque l'urgence et/ou l'intensité dépasse une valeur seuil prédéterminée de l'état d'alarme.
 
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le procédé est exécuté sur un dispositif électronique qui est intégré dans un système de cas d'urgence personnel, PERS, respectivement un réseau de cas d'urgence social, SEN.
 
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, comprenant en outre :

l'affichage d'une échelle qui correspond à un paramètre de sphère privée ;

la détermination d'une sélection de sphère privée de l'utilisateur ; et

la limitation du cercle de récepteurs d'alarme déterminé par la première sélection et la seconde sélection de l'utilisateur à l'aide de la sélection de sphère privée de l'utilisateur.


 
6. Dispositif électronique de différentiation d'états situationnels d'un utilisateur lors du déclenchement d'une alarme de cas d'urgence, comprenant :

un dispositif d'affichage ; et

une unité d'estimation qui est adaptée pour :

afficher une pluralité d'états d'alarme sur le dispositif d'affichage ;

déterminer une première sélection de l'utilisateur, dans lequel la première sélection définit un type de l'état d'alarme ;

afficher une échelle d'urgence et/ou d'intensité sur le dispositif d'affichage ;

déterminer une seconde sélection de l'utilisateur, dans lequel la seconde sélection correspond à une urgence et/ou une intensité de l'état d'alarme de la première sélection ; et

transférer un signal d'alarme y compris de données de lieu du dispositif électronique à un cercle prédéfini de récepteurs d'alarme, dans lequel le cercle prédéfini de récepteurs d'alarme est déterminé au préalable par l'utilisateur dans le dispositif électronique portable en fonction de la pluralité d'états d'alarme et de l'urgence et/ou de l'intensité d'un état d'alarme, dans lequel dans des lieux prédéfinis, d'autres états d'alarme prédéfinis sont affichés conformément et d'autres cercles de récepteurs d'alarme sont informés conformément avec le signal d'alarme adapté.


 
7. Dispositif électronique selon la revendication 6, comprenant en outre :
un capteur, dans lequel l'affichage de la pluralité d'états d'alarme est limité par un résultat de détection d'un capteur.
 
8. Dispositif électronique selon l'une des revendications 6 et 7, dans lequel chaque état d'alarme possible correspond à un cercle de récepteurs d'alarme adaptable, et dans lequel la seconde sélection de l'utilisateur élargit le cercle de récepteurs d'alarme adaptable en fonction de l'urgence et/ou de l'intensité sélectionnée lorsque l'urgence et/ou l'intensité dépasse une valeur seuil prédéterminée de l'état d'alarme.
 
9. Dispositif électronique selon l'une des revendications 6 à 8, dans lequel le dispositif électronique est intégré dans un système de cas d'urgence personnel, PERS, respectivement un réseau de cas d'urgence social, SEN.
 
10. Dispositif électronique selon l'une des revendications 6 à 9, dans lequel l'unité d'estimation est en outre adaptée pour :

afficher une échelle sur le dispositif d'affichage qui correspond à un paramètre de sphère privée ;

déterminer une sélection de sphère privée de l'utilisateur ; et

limiter le cercle de récepteurs d'alarme déterminé par la première sélection et la seconde sélection de l'utilisateur à l'aide de la sélection de sphère privée de l'utilisateur.


 
11. Système de différentiation pour exécuter un procédé selon une des revendications 1 à 5, composé d'un affichage d'états situationnels pré-paramétrés qui peuvent être sélectionnés après le déclenchement d'une alarme, dans lequel le système est adapté pour informer des premiers aidants pré-paramétrés définis conformément à une sélection.
 
12. Système selon la revendication 11, dans lequel la sélection de l'utilisateur peut déclencher d'autres conséquences techniques externes pré-paramétrées.
 
13. Système selon l'une des revendications 11 à 12, dans lequel la sélection de l'état situationnel coïncide temporellement avec le déclenchement du signal d'alarme.
 
14. Système selon l'une des revendications 11 à 13, dans lequel en cas de vitesses constatées, d'autres états situationnels prédéfinis conformément sont affichés et fixés et d'autres cercles de personnes sont informés par un message adapté conformément à la sélection concernée.
 
15. Produit de programme informatique qui est ainsi adapté que lorsqu'il est exécuté par un dispositif électronique, il exécute un procédé selon l'une des revendications 1 à 5.
 
16. Support de mémoire lisible sur ordinateur, comprenant un code de programme qui, lorsqu'il est exécuté par un dispositif électronique, exécute un procédé selon l'une des revendications 1 à 5.
 




Zeichnung








Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente