[0001] Es wird ein Kühlmöbel beschrieben, das mindestens einen Kühlraum mit einer Bodenwanne
zur Aufnahme und Lagerung von Kühlgut und einen Wärmeübertrager aufweist.
[0002] Derartige Kühlmöbel sind bspw. als Kühltheken bekannt. Kühltheken werden zum Beispiel
im Lebensmitteleinzelhandel verwendet, um Wurst- und Fleischwaren, Obst und Gemüse
sowie Milchprodukte anzubieten. Bei solchen Kühltheken ist der Kühlraum, der auch
als Warenraum bezeichnet werden kann, oben hin offen. Es gibt auch Kühltheken mit
einem schließbaren Warenraum, wobei in solchen Kühltheken in der Regel tiefgefrorene
Produkte gelagert werden.
[0003] Für die in Kühltheken aufgenommenen Lebensmittel gelten gesetzlich vorgeschriebene
Lebensmitteltemperaturen. Um die Lebensmittel auf die gewünschte Temperaturen zu bringen
wird Luft über Wärmeübertrager geleitet und die gekühlte Luft über die Lebensmittel
geführt. Konventionelle Kühltheken aus dem Stand der Technik weisen einen Wärmeübertrager
auf, der in der Rückwand der Kühltheke oder unterhalb eines Warenauslagebodens angeordnet
ist. Beispielsweise ist der Wärmeübertrager als berippter Rohrbündelwärmeübertrager
ausgebildet. Die Kühlrippen des Rohrbündelwärmeübertragers sind direkt an den Rohren
angeordnet und werden über ein durch die Rohre geführtes Kühlmittel gekühlt. Luft
wird über die Kühlrippen geleitet und dadurch gekühlt. Zur Luftumwälzung sind Ventilatoren
vorgesehen, die in der Regel in unmittelbarer Nähe der Kühlrippen angeordnet sind.
[0004] Zur Einhaltung von Hygienevorschriften müssen die Kühltheke und deren Komponenten
in regelmäßigen Abständen gereinigt werden. Die Reinigung beinhaltet ein Auswaschen
der Bodenwanne einer Kühltheke und der Warenauslegeböden, die über der Bodenwanne
in einem Kühlraum der Kühltheke eingehängt sind. In bestimmten Abständen muss zusätzlich
der Wärmeübertrager gereinigt werden. Da der Wärmeübertrager in der Regel in der Rückwand
der Kühltheke oder unterhalb den Warenauslegeböden angeordnet ist, ist dieser nur
schwer erreichbar und zu reinigen. Um an den Wärmeübertrager zu gelangen und ihn zu
reinigen ist es deshalb häufig notwendig, Teile der Kühltheke zu demontieren.
[0005] Darüber hinaus behindern oftmals Ventilatoren zur Umwälzung der Luft in einer Kühltheke
eine gründliche und schnelle Reinigung des Innenraums der Kühltheke. Die Ventilatoren
müssen hochgeklappt oder sogar demontiert werden, um eine Reinigung durchführen zu
können.
[0006] Demgegenüber besteht die Aufgabe ein Kühlmöbel anzugeben, welches die Probleme des
Stands der Technik behebt und eine einfache und schnelle Reinigung eines Kühlmöbels
erlaubt.
[0007] Die Aufgabe wird durch ein Kühlmöbel mit den in Anspruch 1 angegebenen technischen
Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen im Detail
angegeben.
[0008] Ein Kühlmöbel, das die vorstehend genannte Aufgabe löst, weist mindestens einen Kühlraum
zur Aufnahme und Lagerung von Kühlgut und einen Wärmeübertrager auf, wobei der Kühlraum
eine Bodenwanne aufweist, und wobei
- unter der Bodenwanne eine Fluidleitungsanordnung angeordnet ist,
- auf der Bodenwanne mindestens eine Wärmeübertragungseinheit aufliegt,
- die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit eine Vielzahl von Wärmeübertragungselementen
aufweist, die mit der Bodenwanne in Kontakt stehen und Luftkanäle ausbilden, und
- die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit entnehmbar ist.
[0009] Bei dem Kühlmöbel ist die Wärmeübertragungseinheit getrennt von der Fluidleitungsanordnung
angeordnet und aus dem Kühlmöbel einfach entnehmbar. Dadurch wird die Reinigung des
Kühlmöbels wesentlich verbessert. Es ist nicht notwendig Teile zu demontieren oder
bspw. Ventilatoren hochzuklappen. Je nach Größe der mindestens einen Wärmeübertragungseinheit
kann diese bspw. zur Reinigung in eine Spülmaschine gestellt werden.
[0010] Bei herkömmlichen Kühlmöbeln aus dem Stand der Technik sind die Wärmeübertrager entweder
in einer Rückwand oder unter bzw. an einer Bodenwanne angeordnet. Die Reinigung ist
deswegen sehr aufwendig. Bei dem hierin beschriebenen Kühlmöbel wird zur Reinigung
die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit entnommen, wodurch die Bodenwanne frei
zugänglich ist und zusätzlich die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit selbst
gereinigt werden kann. Bei dem hierin beschriebenen Kühlmöbel wird die "kalte Oberfläche"
(Bodenwanne, Fluidleitungsanordnung) von der "Berippung" (Luftkanäle, Wärmeübertragungselemente)
getrennt.
[0011] Die Wärmeübertragungseinheit kann zugleich als Warenauslageboden dienen, auf den
das zu kühlende Kühlgut aufgelegt wird. Hierzu kann die Wärmeübertragungseinheit eine
entsprechend ausgebildete Oberfläche aufweisen.
[0012] Bei dem hierin beschriebenen Kühlmöbel wird Luft bspw. über einen Lüfter (z.B. Ventilator)
umgewälzt, wobei die Luft entlang der Luftkanäle der Wärmeübertragungselemente der
mindestens einen Wärmeübertragungseinheit bzw. durch Warenauslegeböden geleitet wird.
Die Wärmeübertragungselemente der mindestens einen Wärmeübertragungseinheit stehen
mit der Bodenwanne zumindest abschnittsweise in thermisch leitenden Kontakt. Über
die Fluidleitungsanordnung wird ein Kühlmittel geführt, was zu einer Kühlung der Bodenwanne
und damit auch zu einer Kühlung der mindestens einen Wärmeübertragungseinheit führt.
[0013] Die Ausbildung der Wärmeübertragungselemente zur Bildung von Luftkanälen kann unterschiedlich
sein. Beispielsweise können die Wärmeübertragungselemente Hohlprofilkörper und/oder
Kühlrippen sein.
[0014] Die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit kann ferner ein die Wärmeübertragungselemente
verbindendes Element aufweisen. Bspw. werden dabei zwischen den Kühlrippen, dem die
Kühlrippen verbindenden Element und der Bodenwanne, auf der die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit,
also die Kühlrippen, aufliegen, die Luftkanäle gebildet. Bei Ausführungen in welchen
die Wärmeübertragungselemente Hohlprofilkörper sind, werden sowohl über die Hohlprofilkörper
selbst als auch zwischen benachbart angeordneten Hohlprofilköpern, dem die Hohlprofilkörper
verbindenden Element und der Bodenwanne, auf der die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit,
also die Hohlprofilköper, aufliegen, die Luftkanäle gebildet.
[0015] Die Hohlprofilkörper können verschiedene Profilformen aufweisen. Bspw. weisen die
Hohlprofilkörper runde oder eckige Profile auf. Eckige, insbesondere rechteckige (z.B.
quadratische) Profilformen sind vorteilhaft, da eine relativ große Kontaktfläche für
den Kontakt mit der Bodenwanne besteht. Über die Kontaktfläche erfolgt der Wärmeübergang
bzw. die Kühlung durch das in den Fluidleitungen der Fluidleitungsanordnung geführte
Fluid bzw. Kühlmittel. Die Fluidleitungen können ebenfalls verschiedenen Querschnittsformen
aufweisen. Die Fluidleitungen können direkt mit der Bodenwanne in Kontakt stehen oder
beabstandet zu der Bodenwanne angeordnet sein, wobei dazwischen ein wärmeleitfähiges
Material (Festkörper oder Gas) vorgesehen sein kann.
[0016] Das die Wärmeübertragungselemente verbindende Element kann eine Platte sein, wobei
die Platte ein Warenauslageboden sein kann, der die Wärmeübertragungselemente miteinander
verbindet.
[0017] Die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit kann eine hohe thermische Leitfähigkeit
aufweisen, damit eine effiziente Kühlung der Wärmeübertragungselemente und der darüber
geführten Luft erreicht wird.
[0018] In weiteren Ausführungen kann die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit aus einem
Metall oder einer Metalllegierung bestehen. Bspw. besteht die Wärmeübertragungseinheit
aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung und weist dadurch eine hohe Wärmeleitfähigkeit
auf. Darüber hinaus sind Aluminium und Aluminiumlegierungen für den Einsatz in Kühlmöbeln
für Lebensmittel aufgrund ihrer antibakteriellen Wirkung vorteilhaft. Neben Aluminium
eigenen sich aber auch andere Metalle.
[0019] Die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit kann eine Warenauslagefläche aufweisen
oder das die Wärmeübertragungselemente verbindende Element kann als Warenauslagefläche
ausgebildet sein. In diesen Ausführungen werden die Warenauslageböden für die Lebensmittel
durch die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit gebildet oder sind Bestandteil
der mindestens einen Wärmeübertragungseinheit. In solchen Ausführungen kann eine Kontaktkühlung
für die Lebensmittel erfolgen. In der Regel werden die Lebensmittel über die gekühlte
Luft gekühlt.
[0020] Die Bodenwanne kann Auflagebereiche für die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit
und demgegenüber tieferliegende Ablaufbereiche für Flüssigkeiten aufweisen. Dadurch
wird ein Ablaufen von Flüssigkeiten erleichtert. Z.B. kann eine Reinigungsflüssigkeit
einfach abfließen. Ebenso können auch Flüssigkeiten, die von Lebensmitteln stammen,
einfach abfließen.
[0021] Das Kühlmöbel kann mindestens einen Ventilator zur Umwälzung der Luft über die mindestens
eine Wärmeübertragungseinheit, eine Fördereinrichtung zur Umwälzung eines in der Fluidleitungsanordnung
geführten Fluids und/oder ein Kälteaggregat aufweisen. Über das Kälteaggregat kann
das Fluid, bspw. ein Kühlmittel, gekühlt werden. Das Kühlmöbel kann in solchen Ausführungen
alleine betrieben werden. In weiteren Ausführungen ist das Kühlmöbel über entsprechende
Anschlüsse an ein Fluidsystem angeschlossen, über welches bspw. ein Kühlmittel zugeführt
wird, welches von einer zentralen Kühleinrichtung auf eine bestimmbare Kühlmitteltemperatur
gebracht wird.
[0022] Die Fördereinrichtung kann bspw. eine drehzahlgeregelte Pumpe oder ein Kompressor
und ein Expansionsventil sein. Die Pumpe regelt die Menge an Kühlmittel bzw. Fluid,
welches durch die Fluidleitungsanordnung geführt wird. Über die drehzahlgeregelte
Pumpe kann in Abhängigkeit der geförderten Menge an Fluid bzw. Kühlmittel die Kühlleistung
des Kühlmöbels geregelt werden.
[0023] Der mindestens eine Ventilator kann in weiteren Ausführungsformen in einer Rückwand
des Kühlmöbels angeordnet sein und sich die Bodenwanne und das mindestens eine Wärmeübertragungselement
mindestens abschnittsweise bis in die Rückwand erstrecken. Die Drehzahl des Ventilators
kann regelbar sein, so dass die Menge an umgewälzter Luft verändert werden kann. Bei
einem Einbringen von neuen Waren können bspw. die Drehzahl von Ventilatoren und die
Drehzahl der Pumpe erhöht bzw. das Expansionsventil geöffnet werden, damit eine schnelle
Kühlung erreicht wird. Die Informationen hierüber können bspw. über Sensoren oder
andere Erfassungseinrichtungen abgeleitet und durch eine Steuerung ermittelt werden.
Die Steuerung ermittelt einen Kühlbedarf und veranlasst gegebenenfalls eine Änderung
der Drehzahl des mindestens einen Ventilators und der drehzahlgeregelten Pumpe.
[0024] Weitere Vorteile, Merkmale und Ausgestaltungsmöglichkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden
Figurenbeschreibung von nicht einschränkend zu verstehenden Ausführungsbeispielen.
[0025] In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht eines als Kühltheke ausgebildeten Kühlmöbels in einer
ersten Ausführungsform;
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht eines als Kühltheke ausgebildeten Kühlmöbels in einer
zweiten Ausführungsform;
- Fig. 3a-c
- verschiedene schematische Schnittansichten von Bereichen einer Bodenwanne mit darauf
aufgesetzten Wärmeübertragungseinheiten; und
- Fig. 4a,b
- perspektivische Ansichten von verschiedenen Wärmeübertragungseinheiten.
[0026] In den Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehene Teile entsprechen im Wesentlichen
einander, sofern nichts anderes angegeben ist. Darüber hinaus wird darauf verzichtet
Bestandteile zu zeigen und zu beschreiben, welche nicht wesentlich zum Verständnis
der hierin offenbarten technischen Lehre sind.
[0027] Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines als Kühltheke ausgebildeten Kühlmöbels
10 in einer ersten Ausführungsform. Das Kühlmöbel 10 weist ein Gehäuse 14 auf, das
einen Warenraum 12 abschnittsweise umgibt. In den Warenraum 12 können Lebensmittel
eingebracht werden, die gekühlt werden müssen. Beispielsweise werden Wurst- und Fleischwaren
sowie Molkereiprodukte darin gelagert.
[0028] Das Kühlmöbel 10 weist eine Rückwand 50 auf, in der mindestens ein Ventilator 34
angeordnet ist. Ferner weist das Kühlmöbel 10 Anschlüsse 26 auf, von denen aus sich
Versorgungsleitungen 28 zu Kühlmittelleitungen 18 erstrecken. Die Versorgungsleitungen
28 dienen zur Zufuhr eines Kühlmittels. Hierzu ist das Kühlmöbel 10 über die Anschlüsse
26 mit einem zentralen Versorgungsnetz für das Kühlmittel verbunden. An das Versorgungsnetz
können eine Vielzahl von Kühlmöbel 10 und weitere Einrichtungen angeschlossen sein.
Beispielsweise wird die Kühlung des Kühlmittels über eine Wärmepumpenanordnung bereitgestellt.
[0029] Die Anschlüsse 26 können auch Mittel für eine Energieversorgung aufweisen, über welche
beispielsweise das Kühlmöbel 10 mit Strom versorgt wird. Das Kühlmöbel 10 weist eine
Steuereinheit 22 auf, die den Betrieb des Kühlmöbels 10 steuert bzw. regelt. Über
die Steuereinheit 22 wird die Kühlung des Warenraums 12 in Abhängigkeit von einstellbaren
Werten, gemessenen Informationen und weiteren Parametern geregelt.
[0030] In alternativen Ausführungsformen kann das Kühlmöbel 10 ein Kälteaggregat 24 aufweisen,
über welches das in Kühlmittelleitungen 18 geführte Kühlmittel gekühlt wird. In einer
solchen Ausführungsform ist das Kühlmöbel 10 nicht an ein Kühlmittelversorgungsnetz
angeschlossen.
[0031] In einem Vorlauf der Versorgungsleitungen 18 ist eine drehzahlgeregelte Pumpe 20
angeordnet, die zur Zufuhr von Kühlmittel zu den Kühlmittelleitungen 18 vorgesehen
ist. Die Kühlmittelleitungen 18 strecken sich unterhalb einer Bodenwanne 16. Die Kühlmittelleitungen
18 verlaufen insbesondere so, dass die gesamte Bodenwanne 16 gekühlt wird. Die Fläche
der Bodenwanne 16 und die Fläche, welche von den Kühlmittelleitungen 18 abgedeckt
wird, können gleich groß sein.
[0032] Die Kühlmittelleitungen 18 können beispielsweise wie in den Fig. 3a-c dargestellt
unterhalb der Bodenwanne 16 angeordnet sein. Die Kühlmittelleitungen 18 sind auf jeden
Fall so angeordnet, dass eine Kühlung der Bodenwanne 16 erreicht wird. Die Kühlmittelleitungen
18 erstrecken sich im Wesentlichen über die gesamte Fläche der Bodenwanne 16 und sind
mäanderförmig verlegt. Über einen Rücklauf der Versorgungsleitungen 28 wird das Kühlmittel
wieder einem zentralen Kühlmittelversorgungsnetz zugeführt und gekühlt oder das Kühlmittel
wird über das Kälteaggregat 24 gekühlt. In weiteren Ausführungsformen können mehrere
Kühlmittelleitungen 18 vorgesehen sein, denen parallel über die Versorgungsleitungen
28 ein Kühlmittel zu- und abgeführt wird.
[0033] Die Bodenwanne 16 erstreckt sich in der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform bis zur
Rückwand 50. Die Rückwand 50 weist in einem unteren Abschnitt einen Gitteranordnung
38 auf. Über die Gitteranordnung 38 wird Luft über den Ventilator 34 angesaugt. Über
eine obere Gitteranordnung 36 im Abschnitt 40 wird die Luft wieder in den Warenraum
12 geleitet.
[0034] Auf der Bodenwanne 16 liegt eine Wärmeübertragungseinheit 32 auf. Die Wärmeübertragungseinheit
32 weist eine Vielzahl von Hohlprofilkörpern 46 und eine Platte 44 auf. In den Fig.
4a, b sind perspektivische Ansichten von verschiedenen Wärmeübertragungseinheiten
32 gezeigt, die beispielsweise bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform auf die
Bodenwanne 16 aufgesetzt werden können. Die Wärmeübertragungseinheit 32 ist nicht
fest mit der Bodenwanne 16 verbunden sondern wird auf diese lediglich aufgesetzt.
Untere Abschnitte der Hohlprofilkörper 46 liegen damit auf der Bodenwanne 16 auf und
werden durch den Kontakt mit der Bodenwanne 16 gekühlt. Die über den Warenraum 12,
den Abschnitt 40 und durch die Hohlprofilkörper 46 beziehungsweise Luftkanäle 48 geführte
Luft wird damit entsprechend dem über die Kühlmittelleitungen 18 geführten Kühlmittel
gekühlt. Hierzu ist die Wärmeübertragungseinheit 32 so ausgebildet, dass Luftkanäle
48 (siehe Fig. 3a-c und Fig. 4a, b) ausgebildet werden. Die Oberseite der Wärmeübertragungseinheit
32 ist als Warenauslageboden ausgebildet. An einem vorderen Abschnitt, der Rückwand
50 des Kühlmöbels 10 abgewandt, kann ein Spalt zwischen dem Warenauslageboden der
Wärmeübertragungseinheit 32 und einer vorderen Wand des Gehäuses 14 vorgesehen sein,
damit die Luft nach unten in die Luftkanäle 48 strömen kann. In weiteren nicht dargestellten
Ausführungsformen kann in diesem Bereich eine Gitteranordnung vorgesehen sein, die
einen Luftdurchtritt ermöglicht. Bei einem Kühlmöbel 10 sind in der Regel mehrere
Wärmeübertragungseinheiten 32 mit Warenauslageböden nebeneinander angeordnet.
[0035] Zum Reinigen des Kühlmöbels 10 muss lediglich die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit
32 entnommen werden. Anschließend können die Wärmeübertragungseinheit 32 und die Bodenwanne
16 einfach gereinigt werden. Die Bodenwanne 16 weist gegenüber bekannten Kühlmöbeln
keine Kühlstruktur (z.B. an der Bodenwanne 16 angeordnete Kühlrippen) auf, so dass
ein einfaches Reinigen möglich ist. Es können lediglich Ablaufstrukturen zum Abfließen
von Wasser oder der Reinigungsflüssigkeit, sowie ein Abfluss vorgesehen sein. Kühlrippen
oder ähnliches sind in oder an der Bodenwanne 16 nicht vorgesehen. Die Wärmeübertragungseinheit
32 kann in Abhängigkeit ihrer Größe beispielsweise in eine Spülmaschine gestellt und
dabei gereinigt werden. Im Gegensatz zu Kühlmöbeln aus dem Stand der Technik müssen
zum Reinigen des Kühlmöbels 10 keine Teile abmontiert werden. Auch der Wärmeübertrager,
in diesem Fall die Wärmeübertragungseinheit 32, können einfach gereinigt werden. Dies
ist im Stand der Technik nicht möglich, da in der Regel der Wärmeübertrager direkt
mit den Kühlmittelleitungen 18 verbaut ist. Eine Reinigung ist daher im Stand der
Technik sehr aufwendig.
[0036] Ein Kühlmöbel 10 kann weitere Komponenten aufweisen, die für die in Fig. 1 gezeigte
Ausführungsform und für die in Fig. 2 gezeigte Ausführungsform nicht dargestellt sind.
Hierzu zählen nicht abschließend Temperaturerfassungseinrichtungen, Erfassungseinrichtungen
für die Durchströmungsgeschwindigkeit und Menge der umgewälzten Luft und des Kühl-
oder eines Kältemittels, Energieversorgungseinheiten, Dichtungselemente, Ablaufsysteme
für Wasser, Rohr- bzw. Leitungssysteme für Flüssigkeiten (z.B. Kühl- oder Kältemittel),
Ventile, sowie weiter Anschlüsse und Dämmmaterialien.
[0037] Die Abmaße und Größen sind in Fig. 1 schematisch dargestellt. Weiterhin kann ein
Kühlmöbel 10 auch Verschlusselemente zum Schließen des Warenraums 12 aufweisen. Diese
können als Schiebedeckel ausgebildet sein. Es können auch Glasaufsätze an einer Kundenseite
des Kühlmöbels 10 angeordnet sein, die sowohl als Warenschutz dienen als auch die
Luftströmung im Warenraum 12 beeinflussen.
[0038] Fig. 2 zeigt eine schematische Seitenansicht eines als Kühltheke ausgebildeten Kühlmöbels
10 in einer zweiten Ausführungsform. Die zweite Ausführungsform eines Kühlmöbels 10
unterscheidet sich von der ersten Ausführung darin, dass die Bodenwanne 16 sich bis
unter die Rückwand 50 erstreckt. Demgemäß erstrecken sich die Kühlmittelleitungen
18 ebenfalls bis unter die Rückwand 50. Ferner weist die Wärmeübertragungseinheit
32 eine solche Größe auf, dass diese ebenfalls bis in die Rückwand 50 ragt. Die über
die Luftkanäle 48 geführte Luft kann dadurch direkt in den Abschnitt 40 nach oben
steigen und wird über den mindestens ein Ventilator 34 umgewälzt. Bei dieser Ausführungsform
lässt sich auch der Abschnitt 40 einfacher reinigen.
[0039] Bei den in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsformen erstrecken sich die Kühlmittelleitungen
18 und die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit 32 im Wesentlichen über die gleiche
Fläche.
[0040] Die Fig. 3a-c zeigen verschiedene schematische Schnittansichten von Bereichen einer
Bodenwanne 16 mit darauf aufgesetzten Wärmeübertragungseinheiten 32.
[0041] Die Wärmeübertragungseinheit 32 weist eine Platte 44 auf, die mit Hohlprofilkörpern
46 verbunden ist. Die Hohlprofilkörper 46, sowie die Abstände zwischen den Hohlprofilkörpern
46 bilden Luftkanäle 48 aus. Bei dem in Fig. 3a gezeigten Ausführungsbeispiel sind
unterhalb der Bodenwanne 16 Kühlmittelleitungen 18 angeordnet, die einen runden Querschnitt
aufweisen. Der schraffiert dargestellte Bereich kann nach unten hin eine Wärmedämmung
aufweisen. Nach oben hin beziehungsweise neben den Kühlmittelleitungen 18 ist ein
Material vorgesehen, das ebenfalls eine hohe Wärmeleitfähigkeit aufweist, so dass
es zu einer effizienten Kühlung der Bodenwanne 16 durch das in den Kühlmittelleitungen
18 geführte Kühlmittel kommen kann. Die Wärmeübertragungseinheit 32 besteht aus einem
Material mit einer hohen Wärmeleitfähigkeit. Beispielsweise besteht die Wärmeübertragungseinheit
32 aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung. Durch den direkten Kontakt der unteren
Abschnitte der Hohlprofilkörper 46 kommt es zu einer Kühlung der gesamten Wärmeübertragungseinheit
32. Die durch die Luftkanäle 48 geführte Luft wird hierdurch gekühlt. Die Abstände
zwischen den Hohlprofilkörpern 46 sowie die Querschnitte beziehungsweise Durchmesser
der Hohlprofilkörper 46 sind entsprechend so zu wählen, dass in Abhängigkeit einer
bestimmbaren Luftdurchsatzmenge über den mindestens ein Ventilator 34 eine festlegbare
Kühlleistung erreicht wird.
[0042] Fig. 3b zeigt eine alternative Ausführungsform einer Bodenwanne 16 mit Kühlmittelleitungen
18, die im Wesentlichen einen halbkreisförmigen Querschnitt aufweisen. Die Kühlmittelleitungen
18 sind so angeordnet, dass diese direkt mit der Bodenwanne 16 in Kontakt stehen,
wodurch sich eine hohe Wärmeübertragung d.h. Kühlung ergibt.
[0043] Fig. 3c zeigt eine noch weitere Ausführungsform einer Bodenwanne 16 mit Kühlmittelleitungen
18, die einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt mit einer geringen Höhe aufweisen.
Vorteilhaft bei dieser Ausführungsform ist ebenfalls die große direkte Kontaktfläche
zwischen den Kühlmittelleitungen 18 und der Bodenwanne 16.
[0044] Die Fig. 4a, b zeigen perspektivische Ansichten von verschiedenen Wärmeübertragungseinheiten
32. Die Wärmeübertragungseinheiten 32 weisen jeweils eine Vielzahl von Hohlprofilkörpern
46 auf, die nebeneinander und mit einer Platte 44 verbunden sind. Bei der in Fig.
4a gezeigten Ausführungsform überstehen die Hohlprofilkörper 46 die Platte an gegenüberliegenden
Seiten. Bei der in Fig. 4b gezeigten Variante schließen die Hohlprofilkörper 46 an
einer unteren Seite bündig mit der Platte 44 ab.
[0045] In noch weiteren Ausführungsformen ist die Platte 44 als Warenauslageboden ausgebildet
oder weist Warenauslageböden auf, die beispielsweise beanstandet zur Platte 44 angeordnet
sind. Die Wärmeübertragungseinheiten 32 können aus den Kühlmöbeln 10 entnommen werden
und sind daher leicht zu reinigen. Insbesondere stellen die Wärmeübertragungseinheiten
32 den Wärmeübertrager bereit, welcher gemäß gesetzlicher Bestimmungen in regelmäßigen
Abständen gereinigt werden muss. Ist ein Wärmeübertrager fest mit einem Kühlmöbel
verbaut, so erweist sich die Reinigung dessen als schwierig. Die hierin beschriebene
Lösung mit entnehmbar angeordneten Wärmeübertragungseinheiten 32 schafft hier Abhilfe
und ermöglicht es zudem die Bodenwanne 16 einfach zu reinigen.
[0046] Die Wärmeübertragungseinheiten 32 sind entsprechend der Tiefe der Kühlmöbel 10 beziehungsweise
des Warenraumes 12 dimensioniert. In weiteren Ausführungsformen können auch mehrere
Wärmeübertragungseinheiten 32 nebeneinander in einem Kühlmöbel 10 aufgenommen werden,
wodurch die Breite der Wärmeübertragungseinheiten 32 ein bestimmbares Höchstmaß nicht
überschreitet. Dies erlaubt die Wärmeübertragungseinheiten 32 ebenfalls leichter zu
reinigen, wobei diese beispielsweise in konventionelle Spülmaschinen zur Reinigung
gestellt werden können.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 10
- Kühlmöbel
- 12
- Warenraum
- 14
- Gehäuse
- 16
- Bodenwanne
- 18
- Kühlmittelleitungen
- 20
- Pumpe
- 22
- Steuereinheit
- 24
- Kälteaggregat
- 26
- Anschlüsse
- 28
- Versorgungsleitungen
- 32
- Wärmeübertragungseinheit
- 34
- Ventilator
- 36
- Gitteranordnung
- 38
- Gitteranordnung
- 40
- Abschnitt
- 42
- Wand
- 44
- Platte
- 46
- Hohlprofilkörper
- 48
- Luftkanal
- 50
- Rückwand
1. Kühlmöbel, mindestens aufweisend einen Kühlraum zur Aufnahme und Lagerung von Kühlgut
und einen Wärmeübertrager, wobei der Kühlraum eine Bodenwanne (16) aufweist, und wobei
- unter der Bodenwanne (16) eine Fluidleitungsanordnung angeordnet ist,
- auf der Bodenwanne (16) mindestens eine Wärmeübertragungseinheit (32) aufliegt,
- die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit (32) eine Vielzahl von Wärmeübertragungselementen
aufweist, die mit der Bodenwanne (16) in Kontakt stehen und Luftkanäle (48) ausbilden,
und
- die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit (32) entnehmbar ist.
2. Kühlmöbel nach Anspruch 1, wobei die Wärmeübertragungselemente Hohlprofilkörper (46)
und/oder Kühlrippen sind.
3. Kühlmöbel nach Anspruch 1 oder 2, wobei die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit
(32) ein die Wärmeübertragungselemente verbindendes Element aufweist.
4. Kühlmöbel nach Anspruch 3, wobei das die Wärmeübertragungselemente verbindende Element
eine Platte (44) ist.
5. Kühlmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit
(32) eine hohe thermische Leitfähigkeit aufweist.
6. Kühlmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit
(32) aus einem Metall oder einer Metalllegierung besteht.
7. Kühlmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit
(32) eine Warenauslagefläche aufweist oder das die Wärmeübertragungselemente verbindende
Element als Warenauslagefläche ausgebildet ist.
8. Kühlmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Bodenwanne (16) Auflagebereiche
für die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit (32) und demgegenüber tieferliegende
Ablaufbereiche für Flüssigkeiten aufweist.
9. Kühlmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, aufweisend mindestens einen Ventilator
(34) zur Umwälzung der Luft über die mindestens eine Wärmeübertragungseinheit (32),
eine Fördereinrichtung zur Umwälzung eines in der Fluidleitungsanordnung geführten
Fluids und/oder ein Kälteaggregat (24).
10. Kühlmöbel nach Anspruch 9, wobei der mindestens eine Ventilator (34) in einer Rückwand
(50) des Kühlmöbels (10) angeordnet ist und sich die Bodenwanne (16) und das mindestens
eine Wärmeübertragungselement (32) mindestens abschnittsweise bis in die Rückwand
(50) erstrecken.