[0001] Die Erfindung betrifft Verfahren zum Zuführen von Wäschestücken zu einer Wäschebehandlungseinrichtung,
vorzugsweise einer Mangel, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Des Weiteren betrifft
die Erfindung Vorrichtungen zum Zuführen von Wäschestücken zu einer Wäschebehandlungseinrichtung,
vorzugsweise einer Mangel, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 3.
[0002] Wäschestücke werden Wäschebehandlungseinrichtungen wie zum Beispiel Mangeln mit üblicherweise
als Eingabemaschinen bezeichneten Vorrichtungen zugeführt. Dabei verlaufen Querränder,
die im Folgenden auch als vorderer Rand oder hinterer Rand bezeichnet werden, quer
zur Zuführrichtung.
[0003] Es ist aus der
WO 2005/038121 A2 bekannt, die Wäschestücke von einer Spreizeinrichtung auszubreiten und im ausgebreiteten
Zustand von der Spreizeinrichtung auf einen Zuführförderer oder eine diesem zugeordneten
Ablegeleiste abzulegen. Die Spreizeinrichtung verfügt über quer zur Zuführrichtung
verfahrbare Spreizklammern, die benachbarte Ecken eines Querrands, insbesondere eines
vorderen Querrands, halten und diesen Querrand durch Auseinanderfahren ausstrecken
bzw. spreizen. Dabei wird das Wäschestück von der Spreizeinrichtgung noch ausgebreitet.
[0004] Nachteilig ist es bei bekannten Eingabemaschinen, dass der von den Spreizklammern
auf einen vorderen Bereich des Zuführförderers abgelegte, ausgebreitete Querrandbereich
des Wäschestücks unkontrolliert herunterrutschen kann.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Zuführen von Wäschestücken zu einer Wäschebehandlungseinrichtung, insbesondere einer
Mangel, zu schaffen, die eine hohe Behandlungsleistung sowie einen zuverlässigen Betrieb
gewährleisten.
[0006] Ein Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs 1 auf.
Dieses Verfahren sieht es vor, einen vorderen Querrandbereich des Wäschestücks mit
einem Umschwingungswinkel von über 95° auf den Zuführförderer, insbesondere seine
vordere Umlenktrommel und/oder den sich daran anschließenden vorderen Bereich des
Obertrums der vorzugsweise mehreren nebeneinander liegenden schmalen Fördergurte des
Zuführförderers mit einem Umschlingungswinkel von über 95° abzulegen. Dadurch erhält
der auf den Zuführförderer abgelegte vordere Querrandbereich des Wäschestücks einen
für eine zuverlässige Mitnahme vom Zuführförderer ausreichenden Reibschluss. Auch
größere Wäschestücke, die mit einer großen Fläche nach dem Auflegen des vorderen Randbereichs
auf den Anfang des Zuführförderers noch vor demselben herunterhängen, werden durch
die mehr als viertelkreisige Umschlingung des vorderen Teils des Zuführförderers zuverlässig
reib- und/oder kraftschlüssig an denselben angekoppelt. Die Gefahr des Herunterrutschens
auch größerer Wäschestücke und Wäschestücke aus relativ glatten Materialien vom vorderen
Ende des Zuführförderers wird so zuverlässig vermieden.
[0007] Bevorzugt ist es vorgesehen, dass der vordere Querrandbereich des jeweiligen Wäschestücks
von den Spreizklammern ausgebreitet und mittig zentriert auf einen vorderen Umlenkbereich
der vorzugsweise mehreren schmalen nebeneinanderliegenden Fördergurte des Zuführförderers
abgelegt wird. Bevorzugt erfolgt dieses Ablegen derart, dass das Wäschestück auf den
vorderen Umlenkbereich des Zuführförderers so abgelegt wird, dass das Wäschestück
an der Umlenktrommel mit einem Umschlingungswinkel von über 95°, vorzugsweise 100°
bis 140°, anliegt. Auf diese Weise erhält das Wäschestück beim Übergeben auf den vorderen
Bereich des Zuführförderers einen ausreichenden Reib- und/ oder Kraftschluss.
[0008] Eine Vorrichtung zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weist die Merkmale des
Anspruchs 3 auf. Hier verläuft das Obertrum des mindestens einen Fördergurts des Zuführförderers
wenigstens in einen in Zuführrichtung gesehen vorderen Anfangsbereich, auf den der
vordere Querrand des Wäschestücks aufgelegt wird, in Zuführrichtung gesehen um mindestens
5° zur Horizontalen abwärtsgeneigt. Durch den abwärtsgeneigt verlaufenden Anfangsbereich
des Obertrums des Zuführförderers wird der Umschlingungswinkel des auf denselben abzulegenden
schmalen vorderen Querrandbereichs eines jeweiligen Wäschestücks vergrößert, und zwar
über einen Viertelkreisbereich hinaus.
[0009] Bevorzugt ist es vorgesehen, dass das Obertrum des mindestens einen Fördergurts des
Zuführförderers wenigstens im Anfangsbereich über einen Winkel von 10° bis 15° zur
Horizontalen in Zuführrichtung geneigt verläuft. Das führt zu einer besonders wirksamen
Ankopplung des vorderen Randbereichs an den Zuführförderer, insbesondere im Bereich
der vorderen Umlenktrommel desselben, wenn dieser vordere Randbereich von den Spreizklammern
auf den Zuführförderer abgelegt wird. Dadurch wird die Gefahr eines Herunterrutschens
des vorderen Randbereichs eines Wäschestücks vom Zuführförderer vor allem bei größeren
Wäschestücken beseitigt.
[0010] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- Eine perspektivische Gesamtansicht einer als Eingabemaschine ausgebildeten Vorrichtung,
- Fig. 2
- die Eingabemaschine der Fig. 1 bei weggeschwenkten Beladestationen, Spreizklammern
und Transferklammern,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Eingabemaschine der Fig. 1,
- Fig. 4
- Vorderansicht der Eingabemaschine der Fig. 1 und 3,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht der Eingabemaschine der Fig. 1,
- Fig. 6
- eine Rückansicht einer Spreizeinrichtung und eines Zuführförderers, und
- Fig. 7
- einen vergrößerten Querschnitt durch den Zuführförderer der Fig. 6.
[0011] Die Figuren zeigen eine als Eingabemaschine ausgebildete Vorrichtung. In den Fig.
1 bis 5 ist diese Eingabemaschine vollständig dargestellt. Die Eingabemaschine dient
dazu, Wäschestücke 40 (Fig. 6 und 7), und zwar vor allem Flachwäschestücke wie Bettlaken,
Bettbezüge, Kopfkissenbezüge, Handtücher, Tischdecken und Ähnliches in Zuführrichtung
10 zu einer in den Figuren nicht gezeigten Mangel zuzuführen. Die Vorrichtung kann
auch dazu dienen, Wäschestücke 40 anderen Wäschebehandlungseinrichtungen zuzuführen,
beispielsweise Faltmaschinen.
[0012] Die hier dargestellte Vorrichtung bzw. Eingabemaschine verfügt über drei gleich ausgebildete
Beladestationen 11. Die drei Beladestationen 11 sind mit gleichem Abstand zueinander
in einer quer zur Zuführrichtung 10 verlaufenden Reihe an der Vorderseite der Eingabemaschine
angeordnet. Die mittlere Beladestation 11 befindet sich bei der gezeigten Eingabemaschine
in der Mitte derselben. Die beiden anderen Beladestationen 11 sind auf gegenüberliegenden
Seiten der mittigen Beladestation 11 außermittig mit jeweils gleichem Abstand zur
mittigen Beladestation 11 angeordnet. Die Erfindung eignet sich auch für Eingabemaschinen
mit einer größeren oder kleineren Anzahl von Beladestationen 11, und zwar auch für
Eingabemaschinen mit nur einer einzigen Beladestation 11.
[0013] In Zuführrichtung 10 gesehen folgt auf die Beladestationen 11 eine Spreizeinrichtung
12. Die Spreizeinrichtung 12 verfügt über eine quer zur Zuführrichtung 10 verlaufende
horizontale Schiene 13, auf der jeweils eine Spreizklammer 14 tragende Laufwagen 15
quer zur Zuführrichtung 10 verfahrbar sind. Bei der gezeigten Vorrichtung sind vier
vorzugsweise gleich ausgebildete Spreizklammern 14 mit jeweils einem eigenen Laufwagen
15 vorgesehen. Es ist aber auch denkbar, dass die Spreizeinrichtung 12 nur zwei oder
mehr als vier Spreizklammern 14 aufweist. Jeweils zwei Spreizklammern 14 mit spiegelbildlicher
Anordnung zueinander bilden ein Spreizklammerpaar für benachbarte Ecken einer in Zuführrichtung
10 vorauseilenden Querkante des Wäschestücks. Die Spreizklammern 14 jedes Paars sind
quer zur Zuführrichtung 10 zusammen- und auseinanderfahrbar. Im zusammengefahrenen
Zustand übernehmen die beiden Spreizklammern 14 eines Paars benachbarte Ecken des
vorderen Querrands eines Wäschestücks 40. Durch seitliches Verfahren und Auseinanderfahren
der Spreizklammern 14 des jeweiligen Spreizklammerpaars wird der vordere Querrand
des Wäschestücks 40 gespreizt bzw. gestreckt zum Ausbreiten des Wäschestücks 40 unter
der Spreizeinrichtung 12. Außerdem wird das Wäschestück 40 von den Spreizklammern
14 des jeweiligen Spreizklammerpaars gegenüber der Mitte der Vorrichtung zentriert
bzw. eingemittet.
[0014] In Zuführrichtung 10 gesehen folgt auf die Spreizeinrichtung 12 ein Zuführförderer
17. Das von der Spreizeinrichtung 12 ausgebreitete und eingemittete Wäschestück 40
wird mit gestrecktem vorauseilenden Querrand von den Spreizklammern 14 des Spreizklammerpaars
an ein vorderers Ende 16 des Zuführförderers 17 überführt. Das geschieht durch mittiges
Ablegen eines vorderen, gestreckten Querrandbereichs 42 des Wäschestücks 40 auf den
sich im vorderen Ende 16 des Zuführförderers 17 befindenden Abschnitt eines Obertrums
51 des Zuführförderers 17. Die Mitte des Wäschestücks 40 wird dabei in der Mitte des
Zuführförderers 17 abgelegt. Die Mitte des Zuführförderers 17 liegt in einer in Zuführrichtung
10 verlaufenden vertikalen Längsmittelebene der Eingabemaschine.
[0015] Vom Zuführförderer 17 wird das ausgebreitet und/oder ausgestreckt auf demselben liegende
Wäschestück 40 zur in den Figuren nicht gezeigten Mangel oder einer sonstigen Wäschebehandlungseinrichtung
transportiert.
[0016] Der Zuführförderer 17 verläuft von seinem vorderen Ende 16 abwärts geneigt in Zuführrichtung
10, also in Richtung zur Wäschebehandlungseinrichtung (Fig. 5 bis 7). Dadurch verläuft
das beim gezeigten Zuführförderer 17 aus mehreren mit geringem Abstand nebeneinanderliegenden
schmalen umlaufenden Fördergurten 52 gebildete Obertrum 51 in Zuführrichtung 10 ebenfalls
nach unten geneigt. Gemäß der Darstellung insbesondere der Fig. 7 verläuft das Obertrum
51 ausgehend von einer Umlenktrommel 53 am vorderen Ende 16 des Zuführförderers 17
in einem Winkel 30° zur Horizontalen zu einer in Zuführrichtung 10 gesehenen nachfolgenden
hinteren, tieferliegenden Umlenktrommel 54.
[0017] Infolge des schräg abwärts gerichteten Verlaufs mindestens des Obertrums 51 des Zuführförderers
17 gelangt ein von jeweils einem Spreizklammerpaar der Spreizeinrichtung 12 auf den
vom vorderen Ende 16 an der vorderen Umlenktrommel 53 ausgehenden vorderen Endbereich
des Obertrums 51 des Zuführförderers 17 aufgelegtes Wäschestück 40 mit einem vorderen
Querrandbereich 42, unter dem in der Fig. 7 eingezeichneten Winkel 43 von 120° gegenüber
dem noch vor dem vorderen Ende 16 des Zuführförderers 17 im ausgebreiteten Zustand
senkrecht herunterhängenden nacheilenden Teil des Wäschestücks 40. Dadurch liegt der
Querrandbereich 42 des Wäschestücks 40 mit einem dem Winkel 43 entsprechenden Umschlingungswinkel
von 120° am um die Umlenktrommel 53 umgelenkten Abschnitt der nebeneinanderliegenden
Fördergurte 52 des Zuführförderers 17 an. Dieser Umschlingungswinkel von mehr als
90° führt zu einem verbesserten Reibschluss zwischen den Fördergurten 52 und dem vorderen
Querrandbereich 42 des Wäschestücks 40, wodurch die Gefahr eines Herunterrutschens
des nach dem Auflegen des Wäschestücks 40 auf das vordere Ende 16 des Zuführförderers
17 nur mit dem schmalen vorderen Querrandbereich 42 auf den Fördergurten 52 aufliegenden
Wäschestücks 40 beseitigt wird.
[0018] Der dargestellte Zuführförderer 17 weist zwischen den Umlenktrommeln 53 und 54 ein
unter dem Obertrum 51 angeordneten Saugkasten 55 auf. Auf einer mit Perforationen
57 versehenen Deckwandung 56 des Saugkastens 55 läuft ein vorderer Teil des Obertrums
51 des Zuführförderers 17 entlang. Infolge der luftdurchlässig ausgebildeten Fördergurte
52 wird der hinter der vorderen Umlenktrommel 53 liegende Bereich des Wäschestücks
40 mit leichtem Unterdruck auf dem Obertrum 51 festgesaugt. Das führt zu einer zusätzlichen
reib- und/oder kraftschlüssigen Fixierung des Wäschestücks 40, insbesondere seines
Querrandbereichs 42, auf dem Obertrum 51 der Zuführförderers 17. Die Erfindung ist
aber auf die zusätzliche saugende Fixierung der Wäschestücke 40 auf dem Zuführförderer
17 nicht beschränkt. Vor allem bei größerer vorderer Umlenktrommel 53 kann es allein
ausreichen, wenn der vordere Querrandbereich 42 des Wäschestücks 40 nur über einen
Umschlingungswinkel von etwa 120° im Bereich der vorderen Umlenktrommel 53 des Zuführförderers
17 reibschlüssig fixiert ist.
[0019] Der Umschlingungswinkel 43 ist nicht auf die gezeigten 120° beschränkt. Er kann größer
oder kleiner sein. Mindestens sollte der Umschlingungswinkel 43 aber 95° betragen.
Er kann auch größer als 120° sein, beispielsweise bis zu 140°.
[0020] Jede Beladestation 11 verfügt über einen Beladeförderer 18, der das Wäschestück 40
in Zuführrichtung 10 transportiert, und zwei darauffolgende Eckenfinder 19 für jeweils
benachbarte Ecken bzw. Eckbereiche eines zweiten, ursprünglich hinteren Querrands
des Wäschestücks 40.
[0021] Bei der dargestellten Vorrichtung bzw. Eingabemaschine sind zwischen den beiden Eckenfindern
19 jeder Beladestation 11 und der Spreizeinrichtung 12 Transferklammern vorgesehen.
Die beiden jeweils einem Eckenfinder 10 jeder Beladestation 11 zugeordneten Transferklammern
sind zu einem Transferklammerpaar 21 zusammengefasst. Die Transferklammern bzw. das
Transferklammerpaar 21 bilden dadurch eine Doppelklammer für jeweils eine der gegenüberliegenden
Ecken des Querrands des Wäschestücks 40.
[0022] Das Transferklammerpaar 21 jeder Beladestation 11 ist mit einem Laufwagen an einer
Schiene 22, 23, 24 verfahrbar. Die Schiene 22 der mittleren Beladestation 11 verläuft
geradlinig in Zuführrichtung 10 längs der Mitte der Eingabemaschine und des Zuführförderers
17. Die Schiene 22 verläuft in Zuführrichtung 10 aufwärtsgerichtet.
[0023] Von den äußeren Beladestationen 11 gehen längere schräg aufwärts und in Richtung
zur Spreizeinrichtung 12 verlaufende Schienen 23, 24 aus. Beide Schienen 23, 24 sind
gleich lang, aber unterschiedlich gerichtet, so dass ihre in Zuführrichtung 10 gesehen
hinteren Enden 25 konvergierend zur Mitte der Eingabemaschine gerichtet sind, aber
vor der Mitte enden. Die Enden 25 der Schienen 23 und 24 sind vom Ende 26 der mittigen
Schiene 22 beabstandet, und zwar um etwas mehr als die Breite eines Transferklammerpaars
21. Die Enden 25, 26 der Schienen 22, 23 und 24 liegen auf einer gemeinsamen horizontalen
(gedachten) Linie, die parallel zur Schienen 13 der Spreizeinrichtung 12 verläuft,
aber mit Abstand davor und/oder darüber. Dabei sind die Längen der Schienen 22, 23
und 24 sowie die Positionierung ihrer Enden 25, 26 so getroffen, dass die Spreizklammern
14 kollisionsfrei an den Transferklammern vorbeilaufen können.
[0024] Jeder der gleich ausgebildeten Beladeförderer 18 der Beladestation 11 verfügt über
zwei schmale, gleich breite Gurtförderer 27, 28 mit jeweils mindestens einem umlaufenden
Fördergurt. Die Gurtförderer 27, 28 sind übereinander angeordnet zur Bildung eines
Sandwichförderers. Der obere Gurtförderer 27 ist kürzer als der untere Gurtförderer
28, wobei der obere Gurtförderer 27 in Zuführrichtung 10 gesehen hinter dem Anfang
des unteren Gurtförderers 18 liegt zur Bildung eines freiliegenden vorderen Bereichs
eines Obertrums 39 des unteren Gurtförderers 28, der so einen Auflegebereich 29 für
ein jeweiliges Wäschestück 40 bildet.
[0025] Auf den Auflegebereich 29 des unteren Gurtförderers 28 wird zum Beladen der Eingabemaschine
im Bereich der jeweiligen Beladestation 11 ein zwischen benachbarten Ecken des vorderen
Querrands des Wäschestücks 40 liegender, idealerweise mittiger, schmaler Querrandabschnitt
aufgelegt.
[0026] Die Eckenfinder 19 der jeweiligen Beladestation 11 sind in Zuführrichtung 10 gesehen
einem hinteren Ende 30 des unteren Gurtförderers 28 zugeordnet, und zwar auf beiden
Seiten neben dem hinteren Ende 30 des Gurtförderers 28 und teilweise dahinter. Jeder
der vorzugsweise gleich ausgebildeten, aber durch Anordnung an gegenüberliegenden
Seiten des Endes 30 des Gurtförderers 28 spiegelbildlich orientierten Eckenfinder
19 verfügt über zwei Walzen, die zusammen ein Walzenpaar mit parallelen Längsmittelachsen
bzw. Drehachsen bilden. Zwischen den Walzen des Walzenpaars ist ein Walzenspalt gebildet.
[0027] Die unabhängig voneinander jeweils separat angetriebenen Walzen auf beiden Seiten
der Umlenktrommel 41 am hinteren Ende des Gurtförderers 28 liegen auf einer gemeinsamen
Linie quer zur Zuführrichtung 10. Auf dieser Linie liegen die Drehachsen der angetriebenen
Walzen und der Umlenktrommel des Gurtförderers 28.
[0028] Das Ende des jeweiligen Seitenrandbereichs des Wäschestücks 40 im Bereich des betreffenden
Eckenfinders 19 wird durch Detektionsmittel festgestellt, indem jeweils mindestens
ein solches Detektionsmittel außen neben jedem Eckenfinder 19 auf beiden Seiten des
Gurtförderers 28 vorgesehen ist. Infolge der unabhängigen Detektionsmittel jedes Eckenfinders
19 wird ein gegebenenfalls nacheinander erfolgendes Vorbeilaufen des Endes des linken
und rechten Seitenrands des Wäschestücks 40 von zum Beispiel Sensorlinien unabhängig
voneinander erfasst. Sobald das Vorbeilaufen eines hinteren Endes eines Seitenrandbereichs
des Wäschestücks 40 am einen oder anderen Eckenfinder 19 von der entsprechenden Sensorlinie
detektiert wird, erfolgt ein Abstoppen des Antriebs der angetriebenen Walze des jeweiligen
Eckenfinders 19. Es wird dann von jedem Eckenfinder 19 eine Ecke eines ursprünglich
hinteren Querrands nach Art einer Klammer fixiert, und zwar so, dass der äußerste
Punkt der betreffenden Ecke des Wäschestücks 40 sich gerade noch im Walzenspalt befindet,
mindestens aber kurz davor.
[0029] Sobald die beiden unabhängig arbeitenden Eckenfinder 19 auf gegenüberliegenden Seiten
des Gurtförderers 28 jeweils eine Ecke des Wäschestücks dicht am äußersten Eckpunkt
erfasst und fixiert haben, werden von den beiden Transferklammern des an die Eckenfinder
19 dicht herangefahrenen Transferklammerpaars 21 beide Ecken des ursprünglichen unteren
Querrands und nunmehr vorderen Querrands des Wäschestücks 40 ergriffen und eingeklemmt.
[0030] Vom Transferklammerpaar 21 wird das daran mit gegenüberliegenden Eckbereichen einer
nunmehr vornliegenden Querkante gehaltene Wäschestück 40 an zwei freie, ein Spreizklammerpaar
bildende benachbarte Spreizklammern 14 der Spreizeinrichtung 12 übergeben.
[0031] Von der mittleren Beladestation 11 wird das Transferklammerpaar 21 mit dem an der
mittleren Beladestation 11 beladenen Wäschestück 40 entlang der geradlinig in Zuführrichtung
10 verlaufenden Schiene 22 zum oberen Ende 25 derselben verfahren, insbesondere schräg
hoch, gefahren. Dieses Ende 25 befindet sich in der vertikalen Längsmittelebene der
Vorrichtung bzw. Eingabemaschine. Am Ende 25 der Schiene 22 wird das Wäschestück 40
von den beiden Transferklammern 20 des Transferklammerpaars 21 an zwei zur Mitte der
Eingabemaschine gefahrene Spreizklammern 14 eines Spreizklammerpaars mit zueinander
gerichteten offenen Seiten der Klammermäuler übergeben. Anschließend werden diese
beiden Spreizklammern 14 gleichermaßen in entgegengesetzte Richtungen auseinandergefahren
zum Spreizen des nunmehr oberen Querrands des Wäschestücks 40.
[0032] Infolge der Übergabe des Wäschestücks 40 an die mittig positionierten Spreizklammern
14 des Spreizklammerpaars ist das Wäschestück 40 nach dem Spreizen der vorderen bzw.
oberen Querkante bereits mittig vor dem Zuführförderer 17 zentriert. Das Wäschestück
40 kann dann von den Spreizklammern 14 direkt an das vordere Ende des Zuführförderers
17 übergeben werden durch Ablage eines sich an die vordere Querkante des Wäschestücks
40 anschließenden quergerichteten vorderen Randbereichs auf den vorderen Bereich des
Zuführförderers 17 oder eine dem Zuführförderer 17 zugeordnete Ablegeleiste.
[0033] In besonderer Weise werden Wäschestücke 40 von jeder der beiden äußeren Beladestationen
11 an zwei nächstliegende, freie Spreizklammern 14 eines Spreizklammerpaars übergeben.
In der Ausgangsstellung befindet sich das Transferklammerpaar 21 am äußeren, unteren
Ende der Schiene 23 hinter den beiden Eckenfindern 19. In dieser Position übernimmt
das Transferklammerpaar 21 ein Wäschestück von den Eckenfindern 19, so dass jede Transferklammer
eine Ecke des vorderen Querrands des Wäschestücks 40 hält.
[0034] Von der Ausgangsstellung werden die Transferklammern des Transferklammerpaars 21
zusammen in die Nähe der Mitte des Zuführförderers 17 verfahren. Dadurch kommt es
zu einer mittennahen Übergabe des Wäschestücks 40 vom Transferklammerpaar 21 an ein
Paar Spreizklammern 14. Dabei gelangt das betreffende Transferklammerpaar 21 an der
schrägen Schiene 23 auch zum hinteren Ende 26 derselben. Dieses Ende 26 der Schiene
23 befindet sich über und in Zuführrichtung 10 zur Spreizeinrichtung 12 hin versetzt
zum unteren Ende derselben. Dazu ist die Schiene 23 im dreidimensionalen Raum schräggerichtet,
und zwar ebenso wie die Schiene 24 der linken Beladestation 11, die allerdings spiegelverkehrt
zur Schiene 23 ausgerichtet ist.
[0035] Das obere, hintere Ende 26 der Schiene endet mit Abstand vor dem Ende 25 der mittleren
Schiene 22. Deswegen befindet sich das zum Ende 26 der Schiene 23 verfahrene Transferklammerpaar
21 mit Abstand neben der vertikalen Längsmittelebene der Eingabemaschine. An dieser
außermittigen Stelle erfolgt eine Übergabe des Wäschestücks von den Transferklammern
20 des Transferklammerpaars 21 an die schon dahinter gefahrenen, wartenden oder später
hinter das Transferklammerpaar 21 gefahrenen Spreizklammern 14 eines sich am nächsten
an der Übergabestelle befindenden freien Spreizklammerpaars.
[0036] Nachdem die Spreizklammern 14 des Spreizklammerpaars das Wäschestück 40 von dem Transferklammerpaar
21 übernommen und es an gegenüberliegenden Eckbereichen einer vorderen Querkante festgeklemmt
haben, werden die Spreizklammern 14 zum Ausstrecken des vorderen Querrands des Wäschestücks
auseinandergefahren. Anschließend erfolgt die Übergabe des Wäschestücks 40 von den
Spreizklammern 14 genauso wie das zuvor im Zusammenhang mit der Übergabe des Wäschestücks
40 an die Spreizklammern 14 von der Schiene 22 der mittleren Beladestation 11 beschrieben
worden ist.
[0037] Die Beladestationen 11, die Spreizeinrichtung 12 und die Transferklammerpaare 21
sind verschwenkbar an einem Gestell der Eingabemaschine gelagert.
[0038] Von einer in der Fig. 1 gezeigten Betriebsstellung sind die Beladestationen 11 zusammen
mit der Spreizeinrichtung 12 und den Transferklammerpaaren 21 hochschwenkbar in eine
in der Fig. 2 gezeigte Freigabestellung des vorderen Endes 16 des Zuführförderers
17. Dazu sind die Beladestation 11, die Spreizeinrichtung 12 und die Transferklammerpaare
21 mit den ihnen zugeordneten Schienen 13, 22, 23, 24 an einer Schwenkeinrichtung
59 gelagert.
[0039] Die vorstehend beschriebenen Erfindungen eignen sich für alle Arten von Eingabemaschinen,
sind also nicht auf die zuvor beschriebene und in den Figuren gezeigte Vorrichtung
bzw. Eingabemaschine beschränkt. Die Erfindungen eignen sich auch für Vorrichtungen
bzw. Eingabemaschinen mit nur einer, zwei oder auch mehr als drei Beladestationen.
[0040] Die Beladestationen können auch anders als die vorstehend beschriebenen Beladestationen
11 ausgebildet sein.
Bezugszeichenliste:
| 10 |
Zuführrichtung |
55 |
Saugkasten |
| 11 |
Beladestation |
56 |
Deckwandung |
| 12 |
Spreizeinrichtung |
57 |
Perforation |
| 13 |
Schiene |
59 |
Schwenkeinrichtung |
| 14 |
Spreizklammer |
60 |
Schwinge |
| 15 |
Laufwagen |
61 |
Drehachse |
| 16 |
vorderes Ende |
62 |
Seitenwand |
| 17 |
Zuführförderer |
63 |
Querträger |
| 18 |
Beladeförderer |
|
|
| 19 |
Eckenfinder |
|
|
| 21 |
Transferklammerpaar |
|
|
| 22 |
Schiene |
|
|
| 23 |
Schiene |
|
|
| 24 |
Schiene |
|
|
| 25 |
Ende |
|
|
| 26 |
Ende |
|
|
| 27 |
Gurtförderer |
|
|
| 28 |
Gurtförderer |
|
|
| 29 |
Auflegebereich |
|
|
| 35 |
Rinne |
|
|
| 40 |
Wäschestück |
|
|
| 42 |
Querrandbereich |
|
|
| 43 |
Winkel |
|
|
| 51 |
Obertrum |
|
|
| 52 |
Fördergurt |
|
|
| 53 |
Umlenktrommel |
|
|
| 54 |
Umlenktrommel |
|
|
1. Verfahren zum Zuführen von Wäschestücken zu einer Wäschebehandlungseinrichtung, insbesondere
einer Mangel, wobei von einer Spreizeinrichtung (12) mit Spreizklammern (14) zum Halten
benachbarter Eckbereich eines vorderen Rands des Wäschestücks der vordere Rand gestreckt
und dabei das Wäschestück ausgebreitet wird sowie das ausgebreitete Wäschestück mit
gestrecktem vorderen Rand auf einen Zuführförderer (17) abgelegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein vom vorderen Rand des Wäschestücks ausgehender Querrandbereich des Wäschestücks
mit einem Umschlingungswinkel von über 95° auf ein vorderes Ende (16) des Zuführförderers
(17) abgelegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Querrandbereich des Wäschestücks von den Spreizklammern (14) ausgebreitet
auf einen vorderen Umlenkbereich mindestens eines umlaufenden Fördergurts des Zuführförderers
(17) und einen angrenzenden Anfangsbereich eines Obertrums des mindestens einen Fördergurts
des Zuführförderers (17) mit einem Umschlingungswinkel von über 95°, vorzugsweise
100° bis 140°, abgelegt wird.
3. Vorrichtung zum Zuführen von Wäschestücken zu einer Wäschebehandlungseinrichtung,
insbesondere einer Mangel, mit einem die Wäschestücke in Zuführrichtung (10) zur Wäschebehandlungseinrichtung
transportierenden Zuführförderer (17), eine davor angeordnete Spreizeinrichtung (12)
zum Ausbreiten des jeweiligen Wäschestücks vor dem Zuführförderer (17) und Ablegen
eines ausgebreiteten vorderen Querrandbereichs des Wäschestücks auf mindestens einen
umlaufend antreibbaren Fördergurt des Zuführförderers (17), dadurch gekennzeichnet, dass ein Obertrum (51) des mindestens einen Fördergurts (52) des Zuführförderers (17)
wenigstens in einem in Zuführrichtung (10) gesehen vorderen Anfangsbereich in Zuführrichtung
(10) um mindestens 5° zur Horizontalen abwärts geneigt verläuft.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfangsbereich des Obertrums (51) des mindestens einen Fördergurts (52) des Zuführförderers
(17) unter 10° bis 50° zur Horizontalen geneigt in Zuführrichtung (10) verläuft.