[0001] In modernen Gasturbinenverbrennungssystemen übersteigen lokale Heißgastemperaturen
bisweilen zulässige Temperaturgrenzen von Superlegierungen mit Wärmedämmschichten,
weshalb zusätzliche Kühlung notwendig ist.
[0002] Die Erfindung betrifft daher die Kühlung des Düsenträgers eines Strahlbrenners.
[0003] Strahlstabilisierte Verbrennungssysteme bei denen stromab des Brenners der Brennstoff
in einer Strahlflamme verbrannt wird, weisen im Vergleich zu drallstabilisierten Systemen
eine einfache Vormischzone auf. Da die Druckdifferenz im Brenner ausschließlich in
die Axialgeschwindigkeitskomponente gewandelt wird, zeichnen sich diese Brenner durch
eine geringe Flammenrückschlagsneigung aus, weshalb auch höher reaktive Verbrennungsgemische
mit höherem Wasserstoffanteil mit diesem Brenner verbrannt werden können.
[0004] Weiterhin werden in strahlstabilsierten Verbrennungssystemen keine drallinduzierten
Wirbelstrukturen erzeugt, die Flammeninstabilitäten verursachen können. Ein solches
strahlstabilisiertes Verbrennungssystem offenbart beispielsweise die
US 2010/0300104 A1. Zur Aufnahme der Vormischpassagen wird ein sogenannter "Jet Carrier" (Düsenträger)
benötigt, der je nach Bauart eine unterschiedliche Anzahl von Düsen aufweist, die
konzentrisch auf einem oder mehreren Ringen angeordnet werden können. Ein Strahlbrenner
ist ebenfalls aus
EP 2 187 125 A1 bekannt.
[0005] Der Düsenträger wird üblicherweise aus massivem Schmiedmaterial hergestellt, was
sehr teuer, aber für das Prototyp-Design vorteilhaft ist, da er so vergleichsweise
einfach herzustellen ist. Ferner wird auf der Heißgasseite des Düsenträgers aufgrund
guter mechanischer Eigenschaften und gutem Wärmeübertrag zwischen Luft im Düsenträger
und Düsenträger keine Kühlung benötigt.
[0006] Aufgrund der aktuellen Fertigung des Düsenträgers durch Schmieden aus beispielsweise
einer Nickellegierung ist die Bearbeitung der erforderlichen Bohrungen aufwendig,
die Bauweise ist massiv und somit ist auch das Gewicht hoch, ferner ist die Bauteilgeometrie
durch die Herstellmethode eingeschränkt. Infolgedessen ergibt sich eine sehr teure
Fertigung für das Bauteil mit teilweise nicht realisierbaren Merkmalen. Zumindest
ist es sehr aufwändig, zusätzliche Merkmale oder Besonderheiten, wie Kühl- oder Spülluftkanäle,
in den Düsenträger einzubringen.
[0007] Auch aufgrund der Kosten kommt eine Serienproduktion nicht in Betracht.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, den genannten Strahlbrenner weiterzuentwickeln, so
dass Herstellungskosten minimiert und zusätzliche Designmerkmale integriert werden
können, die den Betrieb des Verbrennungssystems positiv beeinflussen.
[0009] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch die Vorrichtung gemäß Anspruch 1.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
Indem bei einem Strahlbrenner mit einer im Betrieb einer Brennkammer zugewandten Heißgasseite
und einer von der Brennkammer abgewandten Kaltgasseite, umfassend eine Grundplatte,
auf der mehrere Strahldüsen angeordnet sind, wobei die Grundplatte mindestens einen
Kühlkanal aufweist, der mindestens eine Kühlkanal in eine Brennerstufe mündet, die
einen auf der Grundplatte angeordneten Pilotbrenner umfasst, wird erreicht, dass der
bisherige Düsenträger deutlich kostengünstiger hergestellt werden kann, als bei massiver
Bauweise.
[0010] Erst durch aktive Kühlung kann ein kostengünstigeres Material für den Düsenträger
verwendet werden, um die durch die leichtere Bauweise verloren gegangene mechanische
Belastbarkeit zu kompensieren. Dabei kann der Kühlkanal einer von mehreren Kühlkanälen
sein, oder aber auch eine Art Hohlraum, der sich nahezu über die gesamte Fläche der
Grundplatte erstreckt und durch den die Kühlluft strömt.
[0011] Die aktive Kühlung durch beispielsweise Effusionskühlung beeinflusst NOx-Emissionen
negativ, da der Luftmassenstrom zur Flammenfront verringert ist. Dadurch erhöht sich
lokal die Flammentemperatur und somit die NOx-Emissionen. Dies wird dadurch vermieden,
dass nach der Erfindung der mindestens eine Kühlkanal in eine Brennerstufe mündet,
wodurch Kühlluft nicht mehr einfach nur in die Brennkammer abgegeben wird.
[0012] Nach der Erfindung umfasst die Brennerstufe einen auf der Grundplatte angeordneten
Pilotbrenner. Dieser kann nämlich bei geringerem Druckverlust betrieben werden, als
die Strahldüsen des Hauptbrenners.
[0013] Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn die für den Betrieb des Pilotbrenners benötigte
Luft aus dem Kühlkanal zuführbar ist, d.h. wenn der Pilotbrenner direkt und ausschließlich
über den Kühlkanal mit der nötigen Luft versorgt wird und ein gleichmäßiger Luftmassenstrom
zur Flammenfront sichergestellt ist.
[0014] Es ist vorteilhaft, wenn die Grundplatte heißgasseitig eine Wärmedämmschicht (thermal
barrier coating) aufweist, wodurch die Werkstofftemperatur im Betrieb des Brenners
bzw. der Kühlbedarf gesenkt werden.
[0015] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der mindestens eine Kühlkanal
über eine Öffnung an einem umlaufenden Rand der Grundplatte mit Kühlluft beaufschlagbar.
[0016] In einer alternativen vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der mindestens
eine Kühlkanal über eine Öffnung an der Kaltgasseite der Grundplatte mit Kühlluft
beaufschlagbar.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der mindestens
eine Kühlkanal über eine in einer die Strahldüsen umgebenden, an die Grundplatte anschließenden
Wandung angeordnete, zur Kaltgasseite des Strahlbrenners hin geöffnete und in die
Grundplatte mündende Kühlluftleitung beaufschlagbar.
[0018] Ist der Kühlkanal als eine Art Hohlraum ausgeführt, können sich Totwasser-Bereiche
hinter den von der Kühlluft umströmten Vormischpassagen ausbilden. In diesen Bereichen
ist die Wärmeübertragung bzw. die Kühlung der Grundplatte durch die Kühlluft verringert.
Um Totwassergebiete hinter den Strahldüsen zu vermeiden oder zumindest zu minimieren,
können Elemente für erhöhte Wärmeübertragung bzw. Strömungsführung in den Strömungspfad
eingebracht sein. Beispielsweise kann der Kühlkanal in der Grundplatte Umlenkbleche
(spoilers) oder Wirbelerzeuger wie Rippen oder vergleichsweise kleine Vertiefungen
(dimples) aufweisen.
[0019] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist zumindest die Grundplatte ein Gussteil.
Die Einschränkungen, bedingt durch das Schmiede-Verfahren aus dem Stand der Technik,
können durch Verwendung eines Gussprozesses zum Urformen des Düsenträgers minimiert
werden. Die Anwendung dieses Prozesses erlaubt die Herstellung eines endkonturnahen
Rohlings, der geringfügig auf Endkontur bearbeitet werden muss. Zum Beispiel können
Bohrungen durch Verwendung von Kernen bereits im Gussprozess dargestellt werden, was
Volumen und Masse einspart. Ferner können mit dem Gussverfahren komplexere Geometrien
realisiert werden. Hierdurch können zusätzliche Funktionen ins Bauteil eingebracht
werden und die Bauteileigenschaften damit verbessert werden. Die durch den Gussprozess
ermöglichte Flexibilität der Bauteilgeometrie könnte bei genügender Optimierung der
Kühlung die Betriebstemperatur des Bauteils soweit senken, dass anstelle einer Nickelbasis-Legierung
ein günstigerer Stahlguss-Werkstoff verwendet werden kann. Ferner kann das Bauteil
beanspruchungsgerecht ausgelegt werden.
[0020] Vorteilhafter Weise umfasst das Gussteil weiterhin die Strahldüsen, welche den Hauptbrenner
bilden. Diese können beim Gießen der Grundplatte direkt mitgegossen werden.
[0021] In einer alternativen Ausführungsform ist die Grundplatte eine Blechkonstruktion.
Auch mit dieser Lösung lassen sich die Herstellungskosten alleine schon wegen deutlich
geringerer Rohmaterialkosten im Vergleich zur Variante mit massivem Schmiedmaterial
senken.
[0022] Insbesondere bei einer Blechkonstruktion, aber nicht ausschließlich dort, ist des
vorteilhaft, wenn sich eine über die Kaltgasseite der Grundplatte hinaus erstreckende
umlaufende Wand mit zunehmendem Abstand von der Grundplatte einer Mittelachse des
Strahlbrenners annähert. Diese Wand und der sie umgebende, typischerweise zylindrische
äußere Gehäuseteil bilden dann eine Art Diffusor, wodurch sich die vom Kompressor
bereitgestellte Luftströmung verlangsamt und den Druck vorteilhaft erhöht.
[0023] Beim erfindungsgemäßen Strahlbrenner werden die Luftversorgung des Pilotbrenners
und des Hauptbrenners getrennt. Dadurch kann der Pilotbrenner-Luftmassenstrom für
die Kühlung des Brenners verwendet werden. Durch die Herstellung des erfindungsgemäßen
Strahlbrenners mittels Guss oder die Verwendung einer Blechkonstruktion können nicht
nur Kosten gespart, sondern auch zusätzliche Designmerkmale in den Düsenträger integriert
werden, die den Betrieb des Verbrennungssystems positiv beeinflussen (z.B. verbesserte
Lebensdauer, höhere Rückschlagsicherheit und geringerer Druckverlust). Diese positiven
Eigenschaften werden in der vorliegenden Erfindung durch das Einbringen von Kühl-
und Spülluftkanälen erreicht.
[0024] Die Erfindung wird beispielhaft anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
schematisch und nicht maßstäblich:
Figur 1 einen Strahlbrenner nach dem Stand der Technik,
Figur 2 einen Schnitt durch einen Strahlbrenner senkrecht zu einer Mittelachse des
Brenners,
Figur 3 einen Schnitt durch einen weiteren Strahlbrenner senkrecht zu einer Mittelachse
des Brenners,
Figur 4 einen Schnitt durch einen Teil eines Strahlbrenners nach der Erfindung mit
Möglichkeiten der Kühlluftentnahme,
Figur 5 eine weitere Möglichkeit der Kühlluftentnahme,
Figur 6 eine Ausführung des erfindungsgemäßen Kühlkonzepts, bei dem Luft durch einen
Kühlkanal in Form eines Hohlraums strömt und
Figur 7 einen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Strahlbrenner senkrecht zur Mittelachse
mit Blick in den Hohlraum.
[0025] Figur 1 zeigt schematisch einen Schnitt durch einen Teil eines Strahlbrenners 1 in
Längsrichtung, also entlang der Mittelachse 2 des Brenners 1 nach dem Stand der Technik.
Der Brenner 1 weist mindestens eine in einem Düsenträger 3 angeordnete Strahldüse
4 auf. Die Strahldüse 4 umfasst einen Strahldüseneintritt 5 und einen Strahldüsenaustritt
6. An den Strahldüsenaustritt 6 schließt sich die Brennkammer 7 an. Zudem ist die
Strahldüse 4 so im Düsenträger 3 angeordnet, dass der Strahldüseneintritt 5 der Rückwand
8 des Brenners 1 zugewandt ist. Die der Brennkammer 7 zugewandte Seite des Strahlbrenners
1 wird als Heißgasseite 9 bezeichnet, die der Brennkammer 7 abgewandte Seite wird
als Kaltgasseite 10 bezeichnet. Im Bereich des Strahldüseneintritts 5 der Strahldüse
4 ist eine Brennstoffdüse 11 angeordnet. Durch die Brennstoffdüse 11 wird Brennstoff
in die Strahldüse 4 eingedüst. Der Brenner 1 umfasst weiterhin einen radial in Bezug
auf die Mittelachse 2 des Brenners 1 äußeren Gehäuseteil 12, der mit dem Düsenträger
3 einen Ringkanal 13 bildet. Durch diesen Ringkanal 13 strömt Luft 14 aus dem Kompressor
in Richtung der Rückwand 8 des Brenners 1 und wird dort umgelenkt, so dass sie durch
die Strahldüseneintritte 5 in die Strahldüsen 4 gelangt.
[0026] Was Figur 1 nicht zeigt, ist, dass Brenner, insbesondere Vormischbrenner wie der
gezeigte Strahlbrenner 1, mit einem zusätzlichen Pilotbrenner ausgestattet sein können,
um die stabile Verbrennung über einen weiten Betriebsbereich, insbesondere im Leerlauf
und Teillastbereich sicherzustellen. Ein solcher Pilotbrenner ist dann typischerweise
auf der Mittelachse 2 des Brenners angeordnet.
[0027] Die Figur 2 zeigt schematisch einen Schnitt durch einen Strahlbrenner 1 senkrecht
zu einer Mittelachse 2 des Brenners 1. Der Düsenträger 3 weist einen kreisförmigen
Querschnitt auf. Innerhalb des Düsenträgers 3 ist eine bestimmte Anzahl an Strahldüsen
4 im Wesentlichen ringförmig angeordnet. Jede Strahldüse 4 weist dabei einen kreisförmigen
Querschnitt auf.
[0028] Die Figur 3 zeigt schematisch einen Schnitt durch einen Strahlbrenner 101, wobei
der Schnitt senkrecht zur Mittelachse des Brenners 101 verläuft. Der Brenner 101 weist
ebenfalls einen Düsenträger 3 auf, welcher einen kreisförmigen Querschnitt besitzt
und in welchem eine Anzahl innerer und äußerer Strahldüsen 4, 104 angeordnet ist.
Die Strahldüsen 4, 104 weisen jeweils einen kreisförmigen Querschnitt auf, wobei die
äußeren Strahldüsen 4 eine gleich große oder größere Querschnittsfläche besitzen als
die inneren Strahldüsen 104. Die äußeren Strahldüsen 4 sind im Wesentlichen ringförmig
innerhalb des Düsenträgers 3 angeordnet und bilden einen äußeren Ring. Die inneren
Strahldüsen 104 sind ebenfalls innerhalb des Gehäuses 3 ringförmig angeordnet. Die
inneren Strahldüsen 104 bilden einen inneren Ring, der konzentrisch zu dem äußeren
Strahldüsenring angeordnet ist.
[0029] Die Figuren 2 und 3 zeigen lediglich Beispiele für die Anordnung von Strahldüsen
4, 104 innerhalb eines Strahlbrenners 1, 101. Selbstverständlich sind alternative
Anordnungen, ebenso wie die Verwendung einer anderen Anzahl an Strahldüsen 4, 104
möglich. Außerdem kann der Brenner 1, 101 einen Pilotbrenner umfassen.
[0030] Figur 4 zeigt einen Schnitt durch einen Teil eines Strahlbrenners 15 nach der Erfindung,
bei dem die Strahldüsen 16 auf einer Grundplatte 17 angeordnet sind, wobei die Grundplatte
17 Kühlkanäle 18 aufweist, welche beispielsweise bei Verwendung eines Gussprozesses
direkt in die Grundplatte 17 mit eingegossen werden können. Dabei können auch die
Strahldüsen 16, die den Hauptbrenner (Vormischbrenner) bilden, direkt mitgegossen
werden. Die Grundplatte 17 wird über die Kühlluftkanäle 18 gekühlt.
[0031] Heißgasseitig kann die Grundplatte 17 durch eine Wärmedämmschicht 19 (thermal barrier
coating) ergänzt werden. Durch die Kombination von Wärmedämmschichten 19 und effektiver
Kühlung ist es unter Umständen möglich, auf beispielsweise Nickelbasislegierungen
zu verzichten. Allerdings ist auch bei Verwendung einer Nickelbasislegierung eine
Kostenreduzierung zu erwarten, da deutlich weniger Material für ein Gussbauteil notwendig
ist.
[0032] Wie in Figur 4 weiter dargestellt, kann die Kühlluft 20 entweder aus dem Ringkanal
13 oder aus dem Plenum 21 vor der Grundplatte 17 entnommen werden. Bei Entnahme aus
dem Ringkanal 13 wird die Kühlluft 20 durch Öffnungen 22 an einem umlaufenden Rand
23 der Grundplatte 17 dem Kühlkanal 18 zugeführt. Bei Entnahme aus dem Plenum 21 wird
die Kühlluft 20 durch Öffnungen 24 auf der Kaltgasseite 10 der Grundplatte 17 dem
Kühlkanal 18 zugeführt. Nach erfolgter Kühlung der Grundplatte 17 gelangt die Kühlluft
20 nicht direkt in die Brennkammer 7, sondern wird dem Pilotbrenner (vgl. Figur 6)
zugeführt.
[0033] Durch die hohen Strömungsgeschwindigkeiten in den Strahldüsen 16 (deutlicher Abfall
des statischen Drucks) steht hier ein hohes Druckgefälle zur Verfügung, welches genutzt
werden kann, um die Kühlkanäle 18 mit Elementen 26 für eine erhöhte Wärmeübertragung
(z.B. Rippen oder Vertiefungen 36) und/oder eine Strömungsführung (z.B. Umlenkbleche
35) auszustatten (vgl. Figur 7).
[0034] Bezieht der Pilot die für seinen Betrieb benötigte Luftmenge im Wesentlichen über
die Kühlluftkanäle 18, steht vergleichsweise viel Luft zur Verfügung (ca. 5-12% der
gesamten verfügbaren Luftmenge 14), d.h. die Kühlkanäle 18 müssen hier entsprechend
groß ausfallen, damit der angestrebte Pilot-Luft-Split, d.h. der Anteil der dem Piloten
zugeführten Luft bezogen auf die Gesamtluftmenge 14, bei dem vorgegebenen Differenzdruck
auch erreicht wird. In diesem Fall würden die Kühlkanäle 18 ohne oder nur mit wenigen
Rippen oder ähnlichen Elementen 26 ausgestattet. Die notwendige Kühlwirkung wird über
den erhöhten Massenstrom realisiert.
[0035] Figur 5 zeigt eine weitere Möglichkeit der Kühlluftentnahme. Im dargestellten Fall
wird die Kühlluft für die Grundplatte 17 (oder zumindest ein Teil der Kühlluft) aus
der Grenzschicht an der Umlenkung 30 vom Ringkanal 13 in das Plenum 21 entnommen.
Durch diese Entnahme wird die Grenzschicht stabilisiert und liegt länger an. Hierdurch
ergibt sich ein geringerer Umlenkdruckverlust. Der gewonnene Druck kann z.B. für eine
höhere Strahlgeschwindigkeit verwendet werden. Über eine in der die Strahldüsen 16
umgebenden, an die Grundplatte 17 anschließenden Wandung 31 des Düsenträgers angeordnete,
zur Kaltgasseite 10 des Strahlbrenners 15 hin geöffnete und in die Grundplatte 17
mündende Kühlluftleitung 32 gelangt die Kühlluft 20 in den Kühlkanal 18 der Grundplatte
17.
[0036] Figur 6 zeigt eine bevorzugte Ausführung des erfindungsgemäßen Kühlkonzepts, bei
dem Luft durch einen Kühlkanal 18 strömt, wobei sich der Kühlkanal 18 in der Art eines
Hohlraums nahezu über die gesamte Fläche der Grundplatte 17 erstreckt und wobei die
Kühlluft 20, nachdem sie den Kühlkanal 18 durchströmt hat, dem Pilotbrenner 33 als
Pilotluft 27 zugeführt wird. Die Luftversorgung des Pilotbrenners 33 erfolgt hierbei
direkt und ausschließlich über den Kühlkanal 18.
[0037] Die über die Kaltgasseite 10 der Grundplatte 17 hinaus sich erstreckende umlaufende
Wand 34 nähert sich mit zunehmendem Abstand von der Grundplatte 17 einer Mittelachse
2 des Strahlbrenners 15 an. Diese Wand 34, und der sie umgebende, typischerweise zylindrische
äußere Gehäuseteil 12 bilden dann eine Art Diffusor, wodurch sich die vom Kompressor
bereitgestellte Luftströmung 14 verlangsamt und der Druck sich vorteilhaft erhöht.
[0038] Figur 7 zeigt einen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Strahlbrenner 15 senkrecht
zur Mittelachse 2, der sich vorteilhafter Weise mittels einer Blechkonstruktion verwirklichen
lässt, da sich der Kühlkanal 18 im Wesentlichen über die Grundfläche der Grundplatte
17 erstreckt, ggf. nur unterbrochen durch stützende Elemente. Im vorliegenden Beispiel
der Figur 7 wird die Kühlluft 20 zwischen Heißgas- 9 und Kaltgasseite 10 der Grundplatte
17 von radial außen nach radial innen geführt (der Pilotbrenner ist nicht gezeigt).
Dabei muss die nach innen zum Piloten strömende Kühlluft 20 die Strahldüsen 4 der
Vormischpassagen des Hauptbrenners 25 umströmen.
[0039] Um Totwassergebiete hinter den Strahldüsen 4 zu vermeiden oder zumindest zu minimieren,
können Elemente 26 für erhöhte Wärmeübertragung bzw. Strömungsführung in den Strömungspfad
eingebracht sein, wie Figur 7 mit den Umlenkblechen 35 (spoilers) oder Vertiefungen
36 (dimples) zeigt.
1. Strahlbrenner (15) mit einer im Betrieb einer Brennkammer (7) zugewandten Heißgasseite
(9) und einer von der Brennkammer (7) abgewandten Kaltgasseite (10), umfassend eine
Grundplatte (17), auf der mehrere Strahldüsen (16) angeordnet sind, wobei die Grundplatte
(17) mindestens einen Kühlkanal (18) aufweist, der in eine Brennerstufe mündet, die
einen auf der Grundplatte (17) angeordneten Pilotbrenner (33) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlkanal (18) sich derart über die Fläche der Grundplatte (17) erstreckt, dass
Kühlluft (20) zwischen Heißgas-(9) und Kaltgasseite (10) der Grundplatte (17) von
radial außen nach radial innen geführt wird, wobei die Kühlluft (20) die Strahldüsen
(16) umströmt und ausschließlich zum Pilotbrenner (33) geführt wird.
2. Strahlbrenner (15) nach Anspruch 1, wobei die für den Betrieb des Pilotbrenners (33)
benötigte Luft aus dem Kühlkanal (18) zuführbar ist.
3. Strahlbrenner (15) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Grundplatte (17) heißgasseitig
eine Wärmedämmschicht (19) aufweist.
4. Strahlbrenner (15) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der mindestens eine
Kühlkanal (18) über eine Öffnung (22) an einem umlaufenden Rand (23) der Grundplatte
(17) mit Kühlluft (20) beaufschlagbar ist.
5. Strahlbrenner (15) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der mindestens eine Kühlkanal
(18) über eine Öffnung (24) an der Kaltgasseite (10) der Grundplatte (17) mit Kühlluft
(20) beaufschlagbar ist.
6. Strahlbrenner (15) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der mindestens eine Kühlkanal
(18) über eine in einer die Strahldüsen (16) umgebenden, an die Grundplatte (17) anschließenden
Wandung (31) angeordnete, zur Kaltgasseite (10) des Strahlbrenners (15) hin geöffnete
und in die Grundplatte (17) mündende Kühlluftleitung (32) beaufschlagbar ist.
7. Strahlbrenner (15) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Kühlkanal (18)
in der Grundplatte (17) Elemente (26) für erhöhte Wärmeübertragung und Strömungsführung
aufweist.
8. Strahlbrenner (15) nach Anspruch 7, wobei die Elemente (26) als Umlenkbleche (35)
oder Vertiefungen (36) ausgeführt sind.
9. Strahlbrenner (15) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest die Grundplatte
(17) ein Gussteil ist.
10. Strahlbrenner (15) nach Anspruch 9, wobei das Gussteil Strahldüsen (16) umfasst.
11. Strahlbrenner (15) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei zumindest die Grundplatte
(17) eine Blechkonstruktion ist.
12. Strahlbrenner (15) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich eine über die
Kaltgasseite (10) der Grundplatte (17) hinaus erstreckende umlaufende Wand (34) mit
zunehmendem Abstand von der Grundplatte (17) einer Mittelachse (2) des Strahlbrenners
(15) annähert.
1. Jet burner (15) having a hot gas side (9) which, in operation, is oriented toward
a combustion chamber (7) and a cold gas side (10) which is oriented away from the
combustion chamber (7), comprising a base plate (17) on which there are arranged multiple
jet nozzles (16), wherein the base plate (17) has at least one cooling duct (18) which
opens into a burner stage which comprises a pilot burner (33) arranged on the base
plate (17), characterized in that the cooling duct (18) extends over the area of the base plate (17) such that cooling
air (20) is guided from radially outside to radially inside between the hot gas side
(9) and cold gas side (10) of the base plate (17), wherein the cooling air (20) flows
around the jet nozzles (16) and is guided exclusively to the pilot burner (33).
2. Jet burner (15) according to Claim 1, wherein the air required for operation of the
pilot burner (33) can be supplied from the cooling duct (18).
3. Jet burner (15) according to either of Claims 1 and 2, wherein the base plate (17)
has on its hot gas side a thermal barrier coating (19).
4. Jet burner (15) according to one of the preceding claims, wherein the at least one
cooling duct (18) can be charged with cooling air (20) via an opening (22) on a circumferential
rim (23) of the base plate (17).
5. Jet burner (15) according to one of Claims 1 to 3, wherein the at least one cooling
duct (18) can be charged with cooling air (20) via an opening (24) on the cold gas
side (10) of the base plate (17).
6. Jet burner (15) according to one of Claims 1 to 3, wherein the at least one cooling
duct (18) can be charged via a cooling air line (32) which is arranged in a wall (31)
surrounding the jet nozzles (16) and adjoining the base plate (17), and which is open
toward the cold gas side (10) of the jet burner (15) and opens into the base plate
(17).
7. Jet burner (15) according to one of the preceding claims, wherein the cooling duct
(18) in the base plate (17) has elements (26) for increased heat transfer and flow
guiding.
8. Jet burner (15) according to Claim 7, wherein the elements(26) are embodied as spoilers
(35) or dimples (36).
9. Jet burner (15) according to one of the preceding claims, wherein at least the base
plate (17) is a cast part.
10. Jet burner (15) according to Claim 9, wherein the cast part comprises jet nozzles
(16).
11. Jet burner (15) according to one of Claims 1 to 8, wherein at least the base plate
(17) is a sheet metal construction.
12. Jet burner (15) according to one of the preceding claims, wherein a circumferential
wall (34) extending beyond the cold gas side (10) of the base plate (17) approaches
a central axis (2) of the jet burner (15) with increasing distance from the base plate
(17).
1. Brûleur (15) à jet ayant un côté (9) de gaz chaud, tourné en fonctionnement vers une
chambre de combustion (7), et un côté (10) de gaz froid, loin de la chambre de combustion
(7), comprenant une plaque (17) de base, sur laquelle plusieurs buses (16) à jet sont
montées, la plaque (17) de base ayant au moins un canal (18) de refroidissement, qui
débouche dans un étage du brûleur, comprenant un brûleur (33) pilote, monté sur la
plaque (17) de base, caractérisé en ce que le canal (18) de refroidissement s'étend sur la surface de la plaque (17) de base,
de manière à ce que de l'air (20) de refroidissement soit conduit, de l'extérieur
radialement vers l'intérieur radialement, à la plaque (17) de base, entre le côté
(9) de gaz chaud et le côté (10) de gaz froid,
l'air (20) de refroidissement contournant les buses (16) à jet et étant envoyé exclusivement
au brûleur (33) pilote.
2. Brûleur (15) à jet suivant la revendication 1, dans lequel l'air nécessaire au fonctionnement
du brûleur (33) pilote peut être envoyé du canal (18) de refroidissement.
3. Brûleur (15) à jet suivant l'une des revendications 1 ou 2, dans lequel la plaque
(17) de base a une couche (19) calorifuge du côté de gaz chaud.
4. Brûleur (15) à jet suivant l'une des revendications précédentes, dans lequel le au
moins un canal (18) de refroidissement peut être alimenté en air (20) de refroidissement
par une ouverture (22) sur un bord (23) faisant le tour de la plaque (17) de base.
5. Brûleur (15) à jet suivant l'une des revendications 1 à 3, dans lequel le au moins
un canal (18) de refroidissement peut être alimenté en air (20) de refroidissement
par une ouverture (24) du côté (10) de gaz froid de la plaque (17) de base.
6. Brûleur (15) à jet suivant l'une des revendications 1 à 3, dans lequel le au moins
un canal (18) de refroidissement peut être alimenté par un conduit (32) pour de l'air
de refroidissement, entourant les buses (16) à jet montées sur la paroi (31) se raccordant
à la plaque (17) de base, ouvert vers le côté (10) de gaz froid du brûleur (15) à
jet et débouchant sur la plaque (17) de base.
7. Brûleur (15) à jet suivant l'une des revendications précédentes, dans lequel le canal
(18) de refroidissement a, dans la plaque (17) de base, des éléments (26) pour augmenter
la transmission de la chaleur et l'écoulement.
8. Brûleur (15) à jet suivant la revendication 7, dans lequel les éléments (26) sont
réalisés sous la forme de tôles (25) de déviation ou de cavités (36).
9. Brûleur (15) à jet suivant l'une des revendications précédentes, dans lequel au moins
la plaque (17) de base est une pièce coulée.
10. Brûleur (15) à jet suivant la revendication 9, dans lequel la pièce coulée comprend
des buses (16) à jet.
11. Brûleur (15) à jet suivant l'une des revendications 1 à 8, dans lequel au moins la
plaque (17) de base est une construction en tôle.
12. Brûleur (15) à jet suivant l'une des revendications précédentes, dans lequel une paroi
(34), faisant le tour et s'étendant au-delà du côté (10) de gaz froid de la plaque
(17) de base, se rapproche, au fur et à mesure qu'augmente la distance à la plaque
(17) de base, d'un axe (2) médian du brûleur (15) à jet.