[0001] Die Erfindung betrifft eine Bogenverarbeitende Maschine mit einer Auslage und mit
einem Bogenfördersystem zum Fördern von Bogen über einen Auslagestapel und ein Verfahren
zur Ablage von Bogen.
[0002] In der
DE 10 2006 040 679 A1 werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Ablegen von Bogen einer bogenverarbeitenden
Maschine auf einem Bogenstapel beschrieben, wobei die Bogen durch das endlos umlaufende
Bogenfördersystem nacheinander über den Bogenstapel und mit der Bogenvorderkante gegen
Vorderkantenanschläge transportiert werden. Um eine exakte Stapelbildung realisieren
zu können, sind in derartigen Auslagen den Bogenstapeln seitlich im oberen Bereich
zugeordnete Anschlagflächen vorgesehen, denen eine quer zur Bogentransportrichtung
gerichtete, hin- und hergehende Bewegung aufgeprägt wird, wodurch die Bogen bezüglich
ihrer Seitenkante ausgerichtet werden. Die Lage der Seitenkanten der von dem Bogenfördersystem
dem Bogenstapel zugeführten Bogen in Bezug auf die Anschlagflächen wird durch ebenfalls
seitlich vorgesehene Ultraschallsensoren erfasst. Bei Abweichungen der Ist-Lage von
der Soll-Lage werden Stellelemente zur Korrektur der Bogenlage aktiviert oder die
Bogenförderung wird unterbrochen.
[0003] Nachteilig ist, dass lediglich bei Abweichungen der Ist-Lage von der Soll-Lage hinsichtlich
der Seitenkantenposition eine Korrektur oder Unterbrechung der Bogenzufuhr erfolgt.
Das bedeutet jedoch, dass nur sogenannte Schiefbogen bezüglich der Seitenkantenanschläge
und nicht auch Überschießbogen oder Schiefbogen bezüglich der Vorderkantenanschläge
erfassbar sind. Überschießbogen oder Schiefbogen bezüglich der Vorderkantenanschläge
werden durch die Greifersysteme oder das die Bogen abbremsende sowie gegen die Vorderkantenanschläge
fördernde Bogenbremssystem über diese geführt. Werden solche Bogen von nachfolgenden
Greifersystemen des Bogenfördersystems mitgerissen, kann das zu einer Havarie der
bogenverarbeitenden Maschine führen.
[0004] Auch die Maßnahme, dass bei Abweichungen der Lage der Seitenkanten von einer Soll-Lage
die Bogenzufuhr unterbrochen wird, mindert die Effektivität der bogenverarbeitenden
Maschine dadurch, dass alle in der Maschine befindlichen Bogen Makulatur sind. Darüber
hinaus ist es von Nachteil, dass die in der Maschine befindlichen Bogen zeitaufwändig
abgeführt werden müssen.
[0005] Aus der
DE 101 06 669 A1 ist eine Einrichtung zur Ablage von Bogen bekannt, bei der Messeinrichtungen in den
Vorderkantenanschlägen angeordnet sind. In einer ersten Ausführungsform ist die Messeinrichtung
als Berührungssensor ausgebildet, der die Bogenankunftshöhe und weiter die Berührungsintensität
erfassen kann. In einer zweiten Ausführungsform ist die Messeinrichtung als Empfänger
eines von einer Lichtquelle abgegebenen Lichtstrahls ausgebildet. Eine verbundene
Steuer- und Regeleinrichtung verändert den Zeitpunkt der Greiferöffnung und/oder die
Drehzahl (Umfangsgeschwindigkeit) der Saugwalze und/oder die Saugkraft der Saugwalze
und/oder die Blasintensität der Lüfter. Nachteilig an dieser Lösung ist, dass keine
Schief- oder Überschießbogen detektiert werden können.
[0006] Aus der
DE 198 19 688 A1 ist eine Vorrichtung zum Schutz der Greifersysteme bekannt, bei der eine mechanische
Überschießbogenkontrolle vorgesehen ist. Die Überschießbogenkontrolle enthält Tastglieder,
die bei einem Überschießbogen um einen Gestellpunkt verschwenkt werden. Durch das
Verschwenken der Tastglieder erhält die Maschine das Signal "Not-Aus". Nachteilig
an dieser Lösung ist, dass die mechanische Abtastung von Überschießbogen fehleranfällig
ist, da die Tastglieder einen Sicherheitsabstand zur Greiferwagenbahn bedingen. Wird
ein Überschießbogen nicht detektiert, kann die Maschine gerade bei hohen Geschwindigkeiten
Schaden nehmen. Weiter nachteilig ist, dass keine Schiefbogen als solche detektiert
werden.
[0007] Aus der
DE 10 2004 021 808 A1 ist eine Überschießbogensicherung in einem Bogenausleger bekannt, die mechanisch
durch Überschießbogen verlagerbare Hebel aufweist. Die Bewegung der Hebel wird sensorüberwacht,
so dass bei einem erkannten Überschießbogen die Bogen verarbeitende Maschine abgeschalten
werden kann. Nachteilig an dieser Lösung ist, dass die mechanische Abtastung von Überschießbogen
fehleranfällig ist, da die Hebel einen Sicherheitsabstand zur Greiferwagenbahn bedingen.
Wird ein Überschießbogen nicht detektiert kann die Maschine gerade bei hohen Geschwindigkeiten
Schaden nehmen. Weiter nachteilig ist, dass keine Schiefbogen als solche detektiert
werden können.
[0008] Aus der
EP 1 842 817 A2 ist eine Vorrichtung zur Erkennung unregelmäßiger Bogenauslegung bekannt, wobei der
Ausleger einen ersten und einen diesem nachgeordneten zweiten Bogenstapel aufweist.
Den Vorderkantenanschlägen des ersten Bogenstapels ist ein berührungslos arbeitender
Sensor zugeordnet, der einen unregelmäßigen Bogentransport erfasst und die bogenverarbeitende
Maschine stillsetzt. Damit fällt Makulatur an, die zeitaufwändig aus der Maschine
entfernt werden muss, wobei der einzelne Sensor nur sehr weit überliegende Überschießbogen
erfasst, während Schiefbogen nicht als solche detektiert werden können.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Auslage einer bogenverarbeitenden
Maschine zu schaffen. Insbesondere wird die Auslage so ausgestaltet, dass Havarien
durch fehlerhaft abgelegte Bogen ausgeschlossen werden können und die Effektivität
der Maschine erhöht wird.
[0010] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen
Vorrichtungsanspruches oder durch ein Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen
Verfahrensanspruches gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen. An dieser Stelle werden explizit alle in den
Ansprüchen der ursprünglich eingereichten Unterlagen offenbarten Ausführungen der
Erfindung in die Beschreibung aufgenommen.
[0011] In einer Ausführungsform wird eine Auslage (auch als Ausleger bezeichnet) für eine
bogenverarbeitende Maschine bereitgestellt, mit einem Bogen zu einem Auslagestapel
und mit einer Bogenvorderkante der Bogen an mindestens zwei Vorderkantenanschläge
transportierenden Bogenfördersystem, wobei die mindestens zwei Vorderkantenanschläge
eine Vorderkantenanschlag-Ebene aufspannen, wobei mindestens ein weiterer Anschlag
zum Ausrichten des Auslagestapels an einer weiteren Kante des Auslagestapels vorgesehen
ist und wobei mindestens eine Erfassungseinheit zur Überwachung zumindest eines Punktes
ausgebildet ist, der in Bogentransportrichtung der Vorderkantenanschlag-Ebene nachgelagert
ist. Dabei wird weiterhin zumindest ein der Vorderkantenanschlag-Ebene in Bogentransportrichtung
vorgelagerter Punkt überwacht. Bevorzugt wird mindestens ein Sensor zur Überwachung
des zumindest eines Punktes ausgebildet. Besonders bevorzugt ist der mindestens eine
Sensor zur Überwachung des zumindest eines Punktes, insbesondere der Lage zumindest
eines Bogens bezüglich des weiteren Anschlages, der durch die Vorderkantenanschläge
aufgespannten Vorderkantenanschlag-Ebene in Bogentransportrichtung vorgelagert. Der
Sensor kann dabei beliebig ausgebildet werden und ist bevorzugt ein berührungslos
arbeitender Sensor. Der Sensor kann der Stapelseite, beispielsweise einem Seitenkantenanschlag,
und/oder der Stapelhinterkante, beispielsweise einem Hinterkantenanschlag, zugeordnet
sein.
[0012] Vorzugsweise sind in der Auslage zumindest zwei weitere Anschläge zum Ausrichten
des Auslagestapels an zwei weiteren Kanten des Auslagestapels vorgesehen. Werden mehrere
Sensoren zur Überwachung der weiteren Anschläge eingesetzt sind diese bevorzugt der
Vorderkantenanschlag-Ebene in Bogentransportrichtung ebenfalls vorgelagert. Besonderes
bevorzugt ist mindestens zwei Seitenkantensensoren zur Überwachung der Seitenkantenanschläge
der Vorderkantenanschlag-Ebene in Bogentransportrichtung vorgelagert. Dabei kann jedem
Seitenkantenanschlag ein separater Seitenkantensensor zugeordnet sein. Bevorzugt werden
diese insbesondere berührungslos arbeitenden Seitenkantensensoren als optische Sensoren
oder als Ultraschall-Sensoren ausgeführt. Weiterbildend kann auch der Stapelhinterkante
ein weiterer Hinterkantensensor zugeordnet sein. Dieser weitere Hinterkantensensor
arbeitet bevorzugt ebenfalls berührungslos und kann als Ultraschall-Sensor oder optischer
Sensor, beispielsweise als Laserstrahl-Sensor, ausgeführt sein. Besonders bevorzugt
können Hinterkantensensoren axial verstellbar z. B. mit einer Bremsstation ausgebildet
sein, um die Bogenhinterkanten, insbesondere deren Fallbewegung, im seitlichen Bereich
überwachen zu können.
[0013] Die den Seitenkantenanschlägen und/oder der Stapelhinterkante zugeordneten Sensoren
können insbesondere überwachen, ob ein Bogen auf einem oder beiden Seitenkantenanschlägen
abgelegt wird. Für eine Signalauswertung stehen die Sensoren mit einer Steuereinrichtung
in Verbindung. Wenn ein Falschbogen in horizontaler Richtung über eine vertikale Anschlagfläche
zumindest eines Seiten- und/oder Hinterkantenanschlages übersteht, dann wird von der
Steuereinrichtung, welche in der Maschinensteuerung integriert oder Teil dieser sein
kann, ein Signal generiert, anhand dessen eine Maschinenfunktion initiiert werden
kann. Eine Maschinenfunktion kann dabei das Einstellen des Bogentransportes, insbesondere
ein Not-Halt, sein und/oder es können Stellelemente für die Lage und/oder Ausrichtung
der Bogens so gesteuert bzw. geregelt werden, dass der überstehende Falschbogen auf
den Stapel fällt und nachkommende Bogen nicht mehr auf dem Anschlag abgelegt werden.
Durch die Überwachung der Seitenkantenanschläge und/oder Hinterkantenanschläge wird
die Gefahr einer Beschädigung eines Bogens bzw. der Transporteinrichtungen verringert.
[0014] Die Überwachung des Bogentransportes kann derart erfolgen, dass der mindestens eine
Sensor ein Verlassen einer ordnungsgemäßen Transport- bzw. Fallstrecke ggf. unter
Einbeziehung von Toleranzen registriert und/oder dass ein stetiger ordnungsgemäßer
Transport oder eine ordnungsgemäße Ablage registriert wird. Von der verbundenen Steuereinrichtung
wird entsprechend eine Maschinenfunktion initiiert, wenn vom Sensor ein Verlassen
der vorgegebenen Transportbahn und/oder kein ordnungsgemäß transportierter Bogen registriert
wird. Das Verlassen der vorgegebenen Transportbahn kann beispielsweise mittels des
mindestens einen Sensors erkannt werden, indem geprüft wird, ob während eines Förderzyklus
kein Greiferwagen erkannt wird, weil ein Greiferwagen durch einen falsch liegenden
Bogen in Erfassungsrichtung des Sensors verdeckt liegt. Weiter könnte der Sensor direkt
auf den falsch liegenden Bogen gerichtet sein.
[0015] Weiterbildend ist es vorgesehen, die seitlich des Auslagestapels angeordneten Seitenkantenanschläge
als zum Stapel hin- und von diesem wegbewegende Geradstoßer auszubilden. Hierbei kann
beim Auflegen eines Bogens auf dem oder den Geradstoßern vorgesehen sein, eine Maschinenfunktion
derart zu gestalten, dass dann der betreffende Geradstoßer oder beide Geradstoßer
abweichend von dem periodischen Bewegungsablauf in seitliche Richtung beschleunigt
wird oder werden, so dass in Folge der Trägheit des Bogens dieser von dem oder beiden
Geradstoßern gleitet und auf den Stapel fällt. Die ausladende seitliche Bewegung des
oder der Geradstoßer bietet dem Bogen ausreichend Platz für ein Absinken auf die Stapeloberfläche.
Alternativ oder zusätzlich kann bei einem Aufliegen eines Bogens auf einem oder beiden
Geradstoßern weiterhin ein Schieber, eine Blas- und/oder Saugluftvorrichtung und/oder
eine andere Fördereinrichtung betätigt werden, so dass der betreffende Bogen in den
zulässigen Stapelbereich zurückgeführt wird. Weiterbildend ist in der Auslage eine
Bogenbremse angeordnet, die die abzulegenden Bogen von Maschinengeschwindigkeit auf
Ablagegeschwindigkeit verzögert. Als von der Steuereinrichtung auslösbare Maschinenfunktion
kann es dabei vorgesehen sein, einzelne Bremselemente verschiedener Bremsstationen
derart zu betreiben, dass ein folgender Bogen ordnungsgemäß abgelegt wird. Dabei kann
die Bremswirkung über die Bogenbreite gezielt eingestellt werden, um eine Lageveränderung,
insbesondere ein Verdrehen, des oder der nachfolgenden Bogen in den gewünschten Stapelbereich
zu erzielen. Die von der Steuereinrichtung auszulösenden Maschinenfunktionen können
auch bedruckstoffabhängig oder abhängig von anderen Parametern ausgewählt werden.
[0016] In einer Auslage einer bogenverarbeitenden Maschine, bei der Bogen zu einem Auslagestapel
und mit einer Bogenvorderkante der Bogen an mindestens zwei Vorderkantenanschläge
transportierenden Bogenfördersystem werden die einer durch mindestens zwei Vorderkantenanschläge
aufgespannten Vorderkantenanschlag-Ebene vorgeordneten Sensoren für Seitenkantenanschläge
besonders bevorzugt derart ausgebildet, dass diese die Lage der Seitenkante des jeweiligen
Bogens in Bezug auf die Anschlagfläche überwachen, und dass ein Signal ausgegeben
wird, wenn die Seitenkante hinter der Anschlagfläche eines Seitenkantenanschlages
liegt. Die Seitenkantenanschlag-Sensoren für die Lage der Bogenseitenkante in Bezug
auf die Anschlagfläche sind vorzugsweise mit der Steuereinrichtung zur Auswertung
der Sensorsignale und zur Ausführung von Maschinenfunktionen verbunden. Bei Ausgabe
des Signals bewirkt die Steuereinrichtung bevorzugt das Einstellen des Bogentransportes
und/oder die Ansteuerung eines oder mehrerer Aktuatoren derart, dass der über einem
Anschlag liegende Bogen auf die Stapeloberfläche sinkt. Für eine exakte Messung der
Bogenlage können die Seitenkantenanschlag-Sensoren derart angeordnet und ausgebildet
sein, dass diese Messsignale in einem Bereich des Anschlages angrenzend an die Anschlagfläche
aussenden, und dass die Lage der Seitenkante mittels einer Messung einer Signallaufzeit
zwischen einem Sensor und dem jeweiligen Bogen überwacht wird. Die Messsignale können
beispielsweise gegen die Bogenunterseite eines hinter der Anschlagfläche liegenden
Bogens ausgesendet werden.
[0017] Gemäß einer Ausführungsform weist ein jeweiliger Seitenkantenanschlag eine oben liegende
Kante auf, wobei ein dem Seitenkantenanschlag zugeordneter Sensor auf einen Bereich
in der Umgebung neben der Kante gerichtet ist. Dabei kann der Sensor die innenliegende
Kante und/oder die außenliegende Kante des Seitenkantenanschlages überwachen. Wird
als Seitenkantenanschlag-Sensor ein Ultraschallabstandssensor vorgesehen, so ist dessen
Erfassungsbereich bevorzugt außerhalb einer Bahn der zum Transport der Bogen umlaufenden
Greiferwagen angeordnet. Der Seitenkantenanschlag-Sensor kann derart mittel- oder
unmittelbar am Seitenkantenanschlag fixiert sein, dass diese gemeinsam beispielsweise
zur Bogenformateinstellung in bzw. entgegen der Bogentransportrichtung und/oder quer
zur Bogentransportrichtung einstellbar sind.
[0018] Bevorzugt wird in einer Ausführungsform eine Auslage einer bogenverarbeitenden Maschine
bereitgestellt, mit einem Bogen zu einem Auslagestapel und mit einer Bogenvorderkante
der Bogen an mindestens zwei Vorderkantenanschläge transportierenden Bogenfördersystem,
wobei mindestens eine die Lage der Bogen berührungslos überwachende Erfassungseinheit
vorgesehen ist und wobei die mindestens eine Erfassungseinheit zur Überwachung zumindest
eines Punktes ausgebildet ist, der in Bogentransportrichtung einer durch die mindestens
zwei Vorderkantenanschläge aufgespannten Vorderkantenanschlag-Ebene nachgelagert ist,
wobei der zumindest eine überwachte Punkt vorzugsweise innerhalb eines Bereiches liegt,
der sich von der Vorderkantenanschlag-Ebene beginnend bis 100 mm in Bogentransportrichtung
erstreckt. In weiterer Ausführungsform liegt der überwachte Punkt außermittig, d.
h. der überwachte Punkt wird über die Maschinenbreite beabstandet von der Maschinenmitte
angeordnet.
[0019] In einer Ausführungsform umfasst eine Auslage einer bogenverarbeitenden Maschine
ein die Bogen zu einem Auslagestapel und mit der Bogenvorderkante an Vorderkantenanschläge
transportierendes Bogenfördersystem. Das Bogenfördersystem enthält vorzugsweise an
Zugmitteln angeordnete Greifersysteme, welche von Führungsmitteln geführt entlang
einer Umlaufbahn gefördert werden. Von den Greifersystemen werden die Bogen zu einem
in der Auslage angeordneten Auslagestapel gebracht und dort freigegeben. Die freigegebenen
Bogen legen sich mit der Vorderkante an den Vorderkantenanschlägen an und werden dadurch
ausgerichtet. Die ausgerichteten Bogen legen sich auf dem Auslagestapel ab. Es ist
eine die Lage der Bogenvorderkante berührungslos überwachende Erfassungseinheit vorgesehen,
die zur Überwachung zumindest eines Punktes ausgebildet ist, der in Bogentransportrichtung
einer durch die Vorderkantenanschläge aufgespannten Vorderkantenanschlag-Ebene nachgelagert
ist. Berührungslose Überwachung ist bevorzugt als durchgehend berührungslose Überwachung
ohne mechanischen Kontakt mit dem Bogen zu verstehen. Die Auslage ist bevorzugt als
Einzelstapelauslage konzipiert, d. h. es wird lediglich ein einziger Auslagestapel
in der Auslage gebildet. Demnach ist in dieser Auslage nur eine Stapelhubvorrichtung
vorgesehen.
[0020] Die Vorderkantenanschlag-Ebene wird durch mindestens zwei zumindest linienförmig
bevorzugt geradlinig angeordnete Vorderkantenanschläge an der Vorderseite des Auslagestapels
aufgespannt. Bevorzugt weisen die Vorderkantenanschläge aber jeweils Vorderkantenanschlag-Flächen
auf, die die Vorderkantenanschlag-Ebene aufspannen. Die Erfassungseinheit ist derart
angeordnet, dass der von ihr überwachte Punkt innerhalb eines Bereiches liegt, der
sich von der Vorderkantenanschlag-Ebene beginnend bis 100 mm in Bogentransportrichtung
erstreckt. Die Bogentransportrichtung ist bevorzugt der Normalenvektor zur von den
Vorderkantenanschlägen aufgespannten Vorderkantenanschlag-Ebene. Die Vorderkantenanschlag-Ebene
ist hier eine Raumebene. Die Raumebene ist besonders bevorzugt ungekrümmt. In der
Regel verläuft die Vorderkantenanschlag-Ebene vertikal, kann aber auch mit der Vertikalen
einen Winkel einschließen. Vorteilhafterweise kann durch die Überwachung des Punktes
im genannten Bereich eine Detektion von Schiefbogen erfolgen. Der überwachte Punkt
ist vorzugsweise eine Fläche minimalen Ausmaßes, kann aber auch eine geometrische
Fläche oder ein Überwachungsbereich sein.
[0021] In Weiterbildung ist der überwachte Punkt von der Vorderkantenanschlag-Ebene beabstandet
angeordnet. In weiterer Weiterbildung liegt der überwachte Punkt innerhalb eines Bereiches,
der sich 1 mm nach der Vorderkantenanschlag-Ebene beginnend bis 50 mm in Bogentransportrichtung
erstreckt. In besonders bevorzugter Weiterbildung liegt der überwachte Punkt innerhalb
eines Bereiches, der sich 2 mm nach der Vorderkantenanschlag-Ebene beginnend bis 10
mm in Bogentransportrichtung erstreckt. Damit wird auch die Detektion von minimal
über den Vorderkantenanschlägen liegenden Schiefbogen sichergestellt. Beliebige Maschinenfunktionen
können bei einem detektierten Schiefbogen ausgelöst werden.
[0022] In weiterer Ausführungsform ist die Erfassungseinheit zur Überwachung mindestens
zweier Punkte ausgebildet, welche quer zur Bogentransportrichtung, also über die Maschinenbreite,
zueinander beabstandet liegen. Bevorzugt liegen diese beiden Punkte gleichmäßig beabstandet
von der Vorderkantenanschlag-Ebene. Damit sind diese auch im sich den Vorderkantenanschlägen
in Bogentransportrichtung unmittelbar anschließenden Bereich angeordnet. Weiterbildend
liegen diese mindestens zwei Punkte innerhalb eines mit der Auslage zu verarbeitenden
minimalen Bogenformates. Die Maschine ist dabei zur Verarbeitung eines Bereiches von
verschiedenen Bogenformaten ausgebildet, dessen obere Grenze durch das maximale Bogenformat
und dessen untere Grenze durch das minimale Bogenformat gebildet ist. Die technische
Umsetzung der Möglichkeit zur Verarbeitung verschiedener Bogenformate ist durch die
Ausbildung von Mitteln zur Formateinstellung realisiert. Die Maschine weist vorzugsweise
Formatverstellmittel wie beispielsweise verstellbare Bogenleitelemente, Anschlagelemente,
Greiferelemente oder eine Aktivierbarkeit von Teilsystemen auf. Besonders bevorzugt
erfolgt die Anordnung der zu überwachenden Punkte symmetrisch zur Maschinenmitte,
soweit das minimal zu verarbeitende Bogenformat symmetrisch zur Maschinenmitte ausgerichtet
wird. Alternativ ist es möglich, das minimale Bogenformat nach einer der beiden Seiten
zu versetzen oder an einen seitlichen Maschinenrand zu legen. Die von der Erfassungseinheit
zu überwachenden Punkte können in solchem Fall analog im minimalen Bogenformat angeordnet
sein. Eine Verlagerung eines zu überwachenden Punktes kann weiterbildend z. B. durch
eine Verstellung eines Sensors, einen Positionswechsel des Sensors oder eine Umlenkung
eines Sensorstrahles erfolgen.
[0023] Bei einer Druckmaschine im Mittelformat kann beispielsweise die minimale Arbeitsbreite
ca. 45 % der maximal zu verarbeitenden Arbeitsbreite betragen.
[0024] Bevorzugt erfolgt bei mehreren zu überwachenden Punkten durch die Erfassungseinheit
oder die Erfassungseinheiten vorzugsweise in Verbindung mit einer Auswerteinheit eine
differenzierte Auswertung der gewonnenen Signale. Bei der differenzierten Auswertung
wird bevorzugt minimal unterschieden, ob ein Überschießbogen bezüglich der Vorderkantenanschläge
vorliegt oder nur ein Schiefbogen bezüglich der Vorderkantenanschläge, welcher lediglich
teilweise über den Vorderkantenanschlägen liegt. Entsprechend geeignete Maschinenfunktionen
werden demnach initiiert. Dabei können sich die Maschinenfunktionen nach der differenzierten
Auswertung der Signale unterscheiden.
[0025] In Weiterbildung ist es vorgesehen, weitere Punkte durch die Erfassungseinheit oder
die Erfassungseinheiten zu überwachen. Als weitere Punkte werden bevorzugt Punkte
außerhalb des minimalen Bogenformates gewählt. Gewählt werden Punkte in einem größeren
Bogenformat, insbesondere an den äußeren Bogenrändern des maximalen Bogenformates,
welche bevorzugt gleichmäßig beabstandet von der Vorderkantenanschlag-Ebene sind.
Ganz besonders bevorzugt sind die weiteren Punkte annähernd so weit in Bogentransportrichtung
entfernt von der Vorderkantenanschlag-Ebene angeordnet wie die im minimalen Bogenformat
angeordneten Punkte. Damit sind alle, vorzugsweise vier, Punkte auch im sich den Vorderkantenanschlägen
in Bogentransportrichtung unmittelbar anschließenden Bereich angeordnet. Die weiteren
Punkte liegen bevorzugt auch in derselben horizontalen Ebene wie die auf das minimale
Bogenformat eingestellten Punkte. Durch so angeordnete Punkte ist eine Detektion der
Schiefbogen im minimalen Bogenformat sichergestellt und vorteilhafterweise die Fehlersicherheit
bei der Erkennung von Bogenfehllagen im maximalen Bogenformat erhöht. Alternativ oder
zusätzlich können im minimalen Bogenformat angeordneten Abtastsensoren auch verstellbar
und/oder bewegbar ausgeführt sein. Insbesondere eine Bewegbarkeit der Abtastsensoren
quer zur Bogentransportrichtung kann eine Einstellbarkeit auf das aktuelle Bogenformat
ermöglichen. Auch die weiteren außerhalb des minimalen Bogenformates liegenden Punkte
können weiterbildend von verstellbaren bzw. bewegbaren Abtastsensoren überwacht werden.
Die Abtastsensoren können beispielsweise Sensoren/Empfänger umfassen.
[0026] In weiterer Weiterbildung erfolgt durch die Erfassungseinheit die Überwachung mindestens
zweier Punkte, welche in Bogentransportrichtung hintereinander zueinander beabstandet
liegen. Bevorzugt sind diese Punkte demnach unterschiedlich weit von der Vorderkantenanschlag-Ebene
beabstandet, wobei zumindest der in Bogentransportrichtung erste Punkt innerhalb eines
Bereiches von der Vorderkantenanschlag-Ebene bis 100 mm in Bogentransportrichtung
liegt. Die Überwachung der mindestens zwei Punkte kann durch eine einzige Erfassungseinheit
oder auch durch mehrere Erfassungseinheiten erfolgen. Die überwachten Punkte sind
dabei bevorzugt durch eine mit der mindestens einen Erfassungseinheit verbundene Auswerteinheit
unabhängig voneinander auswertbar oder in Bezug zueinander differenziert auswertbar.
Besonders bevorzugt erfolgt eine Auswertung der zwei in Bogentransportrichtung nacheinander
liegenden Punkte unabhängig voneinander, derart, dass bei einem detektierten Überschießbogen
eine Maschinenfunktion ausgelöst wird, welche unabhängig von der Auswertung des weiteren
Punktes ist. Insbesondere wird ein Not-Halt dann initiiert, wenn in dem in Bogentransportrichtung
nachgelagerten Punkt ein sicherheitsrelevanter Überschießbogen detektiert wird.
[0027] In bevorzugter Weiterbildung erfolgt die Überwachung des mindestens einen Punktes
durch die Erfassungseinheit mittels eines von der Erfassungseinheit erzeugten Sensorstrahls.
Die Erfassungseinheit weist dafür einen Sensor/Empfänger auf, wobei der Sensor zur
Erzeugung des Sensorstrahles und der Empfänger zum Empfangen dieses Strahles eingerichtet
sind. Sensor/Empfänger können dabei auf jeweils gegenüberliegenden Seiten der umlaufenden
Greifersysteme angeordnet sein oder auch ober- oder unterhalb der umlaufenden Greifersysteme
angeordnet sein und mit einem gegenüberliegenden Reflektor zusammenwirken. Vorzugsweise
ist vorgesehen, die Erfassungseinheit mit einem Sensor/Empfänger und einem Reflektor
auszustatten, wobei der Reflektor auf der dem Sensor/Empfänger gegenüberliegenden
Seite der umlaufenden Greifersysteme angeordnet ist. Besonders bevorzugt ist der Reflektor
den Vorderkantenanschlägen zugeordnet, wodurch eine komprimierte Bauweise erreicht
werden kann. Der Reflektor kann dabei zumindest teilweise zwischen zwei Vorderkantenanschlägen
angeordnet sein. Besonders bevorzugt werden optische Sensoren wie Photosensoren beispielsweise
Laser eingesetzt. Es können aber auch Ultraschallsensoren oder andere geeignete Sensoren
Anwendung finden.
[0028] Weiterbildend hierzu ist der Reflektor einer gestellfesten Aufnahme zugeordnet, wobei
der Reflektor auch in der Oberfläche der Aufnahme integriert sein kann. An der Aufnahme
können auch weitere Maschinenelemente, wie Probebogen-Finger, angeordnet sein. Der
Sensor/Empfänger der Erfassungseinheit ist vorteilhafterweise innerhalb eines Umlenkbereiches
des Bogenfördersystems an einem Halter angeordnet. Insbesondere ist der Halter als
über die Maschinebreite angeordnete Traverse ausgebildet, welche eine Öffnung für
den Sensor/Empfänger aufweist. Die Traverse kann dabei selbständig oder mit einem
Blasrahmen verbunden sein. Als Halter kann aber auch der Blasrahmen selbst genutzt
werden. Durch den Sensorstrahl wird der zwischen Sender/Empfänger und in der Ausführung
mit einem Reflektor zwischen Sender/Empfänger und dem Reflektor befindliche Bereich
überwacht. Der Sensorstrahl wird bevorzugt zumindest annähernd parallel zur Vorderkantenanschlag-Ebene
und ganz besonders bevorzugt zumindest annähernd senkrecht ausgebildet.
[0029] Weiterbildend ist es vorgesehen die Überwachung des zumindest einen Punktes auch
während einer Probebogenentnahme und/oder eines Stapelwechsels durchzuführen. Besonders
vorteilhaft erfolgt eine permanente Überwachung des zumindest einen Punktes, wobei
lediglich passierende Greifersysteme ausgeblendet werden. Es kann dabei vorgesehen
sein, ein von den Greifersystemen hervorgerufenes Fehlersignal zu filtern oder auszublenden.
Bevorzugt erfolgt die Ausblendung der Greifersysteme unter Beachtung von Toleranzen.
Als Toleranzen können beispielsweise 5° bis 10° bezogen auf einen Maschinenwinkel
vor und nach einem Greifersystem vorgesehen sein. Besonders bevorzugt erfolgt weiter
eine ununterbrochene Überwachung jeweils zwischen zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden
Greifersystemen.
[0030] Weiterbildend ist es vorgesehen, dem Sensor/Empfänger und/oder dem Reflektor der
Erfassungseinheit eine Reinigungseinheit zuzuordnen. Die Reinigungseinheit arbeitet
vorzugsweise pneumatisch zur Reinigung der Sensor/Empfänger-Einheit und/oder des Reflektors.
Die Reinigung durch die Reinigungseinheit erfolgt vorzugsweise bedarfsweise oder intervallweise
nach Anweisung des Druckers oder auch automatisiert.
[0031] In einer anderen Ausführungsform umfasst eine Auslage einer bogenverarbeitenden Maschine
ein die Bogen zu einem Auslagestapel und mit der Bogenvorderkante an Vorderkantenanschläge
transportierendes Bogenfördersystem. Das Bogenfördersystem enthält vorzugsweise an
Zugmitteln angeordnete Greifersysteme, welche von Führungsmitteln geführt entlang
einer Umlaufbahn gefördert werden. Von den Greifersystemen werden die Bogen zu einem
in der Auslage angeordneten Auslagestapel gebracht und dort freigegeben. Die freigegebenen
Bogen legen sich mit der Vorderkante an den Vorderkantenanschlägen an und werden dadurch
ausgerichtet. Die ausgerichteten Bogen legen sich auf dem Auslagestapel ab. Es ist
eine die Lage der Bogenvorderkante überwachende Erfassungseinheit vorgesehen, die
zur Überwachung zumindest eines Punktes ausgebildet ist. Die Erfassungseinheit ist
hierbei zur Erfassung der Winkellage der Bogenvorderkante in Bezug auf die Vorderkantenanschläge
oder zur Erfassung der Anwesenheit eines Bogens an mindestens zwei voneinander beabstandeten
Punkten und einer bezüglich der beabstandeten Punkte differenzierenden Überwachung
ausgebildet.
[0032] Die Lage der Bogenvorderkante meint dabei vorzugsweise die Anwesenheit oder Abwesenheit
eines Bogenbereiches zu einem definierten Zeitpunkt oder die qualitative Winkellage
der Bogenvorderkante vorzugsweise in Bezug zu einem Bezugspunkt oder einer Bezugslinie
o. ä. oder auch die quantitative Winkellage der Bogenvorderkante. Vorzugsweise wird
unter Winkellage die Lage der jeweiligen Bogenvorderkante zur von den Vorderkantenanschlägen
aufgespannten Vorderkantenanschlag-Ebene verstanden. Die Winkellage der Bogenvorderkante
wird bevorzugt in einer horizontalen Ebene betrachtet, besonders bevorzugt in Höhe
der Stapeloberfläche. Die Winkellage kann vorzugsweise gradzahlmäßig ausgedrückt werden.
[0033] Eine differenzierte Überwachung von zwei voneinander beabstandeten Punkten bedeutet,
dass minimal unterschieden werden kann zwischen einem Überschießbogen, der mit seiner
gesamten Vorderkante über den Vorderkantenanschlägen liegt, und einem Schiefbogen,
der lediglich bereichsweise über den Vorderkantenanschlägen liegt. Dadurch kann sicher
festgestellt werden, ob Überschießbogen oder Schiefbogen dem Auslagestapel zugeführt
werden. Damit ist die Möglichkeit gegeben, während des Maschinenlaufs die Lage dieser
Bogen zu korrigieren oder die bogenverarbeitende Maschine leer zu fahren und nachfolgend
eine Korrektur vorzunehmen. Dadurch können die anfallende Makulatur sowie die Maschinenstillstandszeiten
verringert und so die Effektivität der bogenverarbeitenden Maschine erhöht werden.
[0034] Weiterbildend ist es vorgesehen, mit der Erfassungseinheit mindestens zwei längs
und/oder quer zu einer Bogentransportrichtung zueinander beabstandet angeordnete Punkte
zu überwachen. Dabei liegen die zwei zueinander beabstandeten Punkte vorzugsweise
quer zu einer Bogentransportrichtung innerhalb eines für die bogenverarbeitende Maschine
charakteristischen minimalen Bogenformats. Besonders bevorzugt ist der Erfassungseinheit
zur Überwachung des mindestens einen Punktes innerhalb eines Bereiches von der Vorderkantenanschlag-Ebene
beginnend in Bogentransportrichtung bis 100 mm eine weitere Erfassungseinheit nachgeordnet.
Die weitere Erfassungseinheit ist vorzugsweise einem dem Auslagestapel zugeordneten
Umlenkbereich des Bogenfördersystems zugeordnet. Insbesondere ist die weitere Erfassungseinheit
zur Überwachung eines Bereiches nach dem Umkehrpunkt von Greifersystemen des Bogenfördersystems
angeordnet. Bevorzugt ist der von der weiteren Erfassungseinheit überwachte Bereich
in einem Winkel von 0° bis 90° besonders bevorzugt zwischen 60° und 80° zur Horizontalen
angeordnet. Mit der weiteren Erfassungseinheit wird bevorzugt mindestens ein weiterer
Punkt überwacht. Der weitere Punkt ist besonders bevorzugt mindestens 200 mm vom im
Bereich der Vorderkantenanschlägen angeordneten überwachten Punkt beabstandet. Durch
die Erfassungseinheit oder die Erfassungseinheiten wird bevorzugt die Lage und/oder
Anwesenheit eines Bogens berührungslos überwacht. Besonders bevorzugt wird durch die
Erfassungseinheit oder die Erfassungseinheiten die Lage und/oder Anwesenheit des Bogens
in Bogentransportrichtung nach den Vorderkantenanschlägen detektiert. Zur Detektion
der fehlerhaft abgelegten Bogen kann die Erfassungseinheit oder können die Erfassungseinheiten
Abtastsensoren beispielsweise mit Sensoren/Empfängern aufweisen. Weiterbildend wirkt
jeder der Abtastsensoren mit einer Reinigungseinheit zusammen.
[0035] Weiterbildend unterscheidet die Erfassungseinheit oder die Erfassungseinheiten zwischen
einem Überschießbogen bezüglich der Vorderkantenanschläge und einem Schiefbogen bezüglich
der Vorderkantenanschläge, wobei bevorzugt je nach Auswertung unterschiedliche Maschinenfunktionen
initiiert oder ausgelöst werden können. Bei einem detektierten Schiefbogen kann dabei
beispielsweise eine Bedienungseinheit angesteuert werden, ein Leerdrucken der Maschine
erfolgen oder auch ein Not-Halt eingeleitet werden. Ein Leedrucken der Maschine erfolgt
dabei bevorzugt in Abhängigkeit des Bogenmaterials, insbesondere eines Bedruckstoffes
vorzugsweise in Abhängigkeit vom Flächengewicht, so dass die nötige Sicherheit gewährleistet
bleibt. In der Maschine befindliche dünne Bedruckstoffe können dabei beispielsweise
teilweise oder ganz ausgedruckt werden, während dickere Bedruckstoffe wie z. B. Karton
z. B. mit einem Flächengewicht größer 150g/m
2 einen Not-Halt erfordern. Weiterbildend kann durch die Bedienungseinheit auch eine
Anzeige des Schiefbogens insbesondere in Bezug zu den Vorderkantenanschlägen erfolgen.
Weiterbildend kann durch die Maschinenfunktion eine Auslageeinstellung verändert werden
und/oder die Bedienungseinheit eine Druckeranweisung ausgeben. Die Druckeranweisung
kann dann einem Bediener zugeführt werden oder durch diesen bestätigt ausgeführt werden.
[0036] Weiterbildend kann aber auch ausgewertet werden, welcher Bereich eines Schiefbogens
über den Vorderkantenanschlägen liegt. In weiterer Weiterbildung kann auch die konkrete
Schieflage des Schiefbogens gradzahlmäßig erfasst werden. Dies kann insbesondere zu
einer von mindestens zwei Vorderkantenanschlägen gebildeten Geraden erfolgen. Vorzugsweise
wird die Gerade durch die Vorderkantenanschlag-Flächen der Vorderkantenanschläge in
Höhe der Stapeloberfläche oder an der den Greiferwagen zugewandten Oberkante der Vorderkantenanschläge
gebildet. Die Lage des Bogens kann entsprechend angezeigt oder durch Einstellungsvorschläge
oder Einstellungsänderungen korrigiert werden.
[0037] In einer Ausführungsform kann die Erfassungseinheit in mindestens zwei Punkten die
Anwesenheit eines Bogens zu definierten Zeitpunkten vorzugsweise in einem definierten
Maschinenzustand insbesondere zu einem definierten Maschinenwinkel überwachen, wobei
diese Punkte in einer ersten Variante quer zur Bogentransportrichtung und in einer
anderen Variante längs der Bogentransportrichtung liegen. In einer weiteren Variante
können Punkte sowohl quer als auch längs der Bogentransportrichtung überwacht werden.
Die Erfassungseinheit kann mehrere Abtastsensoren insbesondere zur Überwachung der
mindestens zwei Punkte aufweisen. Besonders bevorzugt erfolgt die Überwachung der
quer zur Bogentransportrichtung liegenden Punkte durch eine erste Erfassungseinheit
und der in Bogentransportrichtung nachfolgende weitere Punkt durch eine weitere Erfassungseinheit.
Ganz besonders bevorzugt erfolgt die Überwachung der quer zur Bogentransportrichtung
liegenden Punkte von der ersten Erfassungseinheit über mehrere Abtastsensoren und
des nachfolgenden Punktes durch die weitere Erfassungseinheit mittels eines weiteren
Abtastsensors. Die Abtastsensoren können beispielsweise Sensoren/Empfänger aufweisen.
Alternativ können diese Punkte in allen Varianten von mindestens einer Erfassungseinheit,
beispielsweise über eine Kamera, überwacht werden.
[0038] Die Zuordnung einer weiteren Erfassungseinheit in einem weiteren Bereich, insbesondere
in einem Umkehrbereich des die Bogen auf den Auslagestapel transportierenden Bogenfördersystems,
erlaubt eine Kontrolle der dem Fördersystem zugeordneten Greifersysteme auf mitgerissene
Bogen und schließt so eine Havarie der bogenverarbeitenden Maschine aus. Durch die
Beabstandung der weiteren Erfassungseinheit von den Vorderkantenanschlägen kann bei
detektiertem Überschießbogen sicher auf einen sicherheitsrelevanten Überschießbogen
geschlossen werden, wobei auch detektierte Papierfetzen als sicherheitsrelevante Überschießbogen
eingestuft werden. Es erfolgt bevorzugt bei einem von der weiteren Erfassungseinheit
generierten Signal ein Not-Halt der Maschine. Dabei erfolgt der Not-Halt besonders
bevorzugt unabhängig von der Signalauswertung der vorgeordneten Erfassungseinheit.
Besonders vorteilhaft erhöht die weitere Erfassungseinheit die Sicherheit für den
Drucker, dass auch bei einem von der vorgeordneten Erfassungseinheit detektierten
Schief- oder Überschießbogen kein Bogen zurück zur Maschine gefördert wurde. Bisher
nötige aufwendige Sucharbeiten nach nicht vorhandenen sicherheitsrelevanten Bogen
in der Auslage werden reduziert oder vermieden.
[0039] Die mindestens eine Erfassungseinheit erfasst in einer weiteren Ausführungsform die
Winkellage der Bogenvorderkante in Bezug auf die Vorderkantenanschläge. Hier kann
die Winkellage der Bogenvorderkante des abgelegten Bogens vor den Vorderkantenanschlägen,
zumindest teilweise über den Vorderkantenanschlägen und/oder nach den Vorderkantenanschlägen
überwacht werden. Die Erfassungseinheit kann dabei eine Kamera, insbesondere eine
CCD-Kamera, als Sensor aufweisen. Durch die Erfassungseinheit wird bei entsprechend
festgestellter Fehllage des Bogens der Ablageprozess beeinflusst und/oder es werden
entsprechende Informationen bereitgestellt. Die Winkellage kann dabei beispielsweise
gradzahlmäßig oder als Abstand zu einem Anschlag in einer Längeneinheit, bevorzugt
in Millimetern, erfasst werden.
[0040] Über einen Mechanismus und/oder eine Software erfolgt ein definiertes Ausblenden
der Greiferwagen während der Passage der Erfassungseinheit oder der Erfassungseinheiten.
Vorzugsweise erfolgt die Ausblendung durch an einer Kettenradhauptwelle ermittelte
Winkelwerte. Während ein Greiferwagen den Ausblendbereich durchläuft wird ein von
der Erfassungseinheit generiertes Signal demgemäß nicht als Schief- oder Überschießbogen
ausgewertet. Die Erfassungseinheit oder die Erfassungseinheiten überwachen die Bogen
besonders vorteilhaft vollständig berührungslos.
[0041] Da ein Schiefbogen nur bereichsweise über den Vorderkantenanschlägen liegt, wird
er bereichsweise noch von mindestens einem Vorderkantenanschlag gehalten, so dass
bei einem Schiefbogen nicht unmittelbar auf ein sicherheitsrelevantes Ereignis geschlossen
werden kann. Infolge der Auswertung der Erfassungseinheit kann demnach bei detektiertem
Schiefbogen entweder auch ein Not-Halt als sicherste Variante initiiert werden. Alternativ
können aber auch in einer weiteren Variante nach Feststellung eines Schiefbogens alle
in der Maschine vorhandenen Bogen mit Fortdruckgeschwindigkeit abgelegt werden. Dies
ergibt vorteilhafterweise einen deutlich verminderten Zeitaufwand, da gegenüber einem
Not-Halt nicht die in der Maschine befindlichen Bogen herausgefördert, insbesondere
herausgetippt, werden müssen. Dabei ist weiterbildend zwecks Vermeidung von Havarien
eine Unterscheidung nach der eingesetzten Bogenart vorgesehen. Insbesondere kann z.
B. bei einem Flächengewicht oberhalb 150 g/m
2 eine erste Maschinenfunktion und unterhalb dieses Flächengewichtes eine andere Maschinenfunktion
initiiert werden. In einer Druckmaschine kann zwecks Vermeidung von Havarien eine
Unterscheidung nach der eingesetzten Bedruckstoffart, beispielsweise von Karton und
Papier, vorgesehen sein. Bei Kartonverarbeitung, z. B. bei einem Flächengewicht größer
150 g/m
2, wird demnach von der Maschinensteuerung nach detektiertem Schiefbogen gemäß erster
Variante ein Not-Halt eingeleitet und bei Papierverarbeitung, z. B. bei einem Flächengewicht
kleiner 150 g/m
2, ein Leerdrucken der Maschine nach der zweiten Variante durchgeführt.
[0042] In einer weiteren alternativen Variante wird die Maschine nicht angehalten, sondern
spezielle Mechanismen sorgen für stapelgerechte Lagekorrektur der Bogen. Dies kann
durch Handlungsanweisungen an den Drucker, durch Vorschlag von Einstellungsänderungen,
automatische Einstellungsänderungen oder eine Aktoransteuerung erfolgen. Für eine
Aktoransteuerung kommen alle die Bogenablage aktiv oder auch passiv beeinflussenden
Aktoren in Betracht, beispielsweise die Bewegung der Vorder- und/oder Seitenkantenanschläge,
die Lüftereinstellung, die Einstellung einzelner oder aller Bremselemente usw. oder
auch der Stapelhubvorrichtung. Die Handlung des Druckers wird durch Anzeige der Schieflage
und/oder von Druckeranweisungen verbessert. Der Drucker kann somit eine Information
erhalten, um händisch oder über Veränderung der Auslageeinstellung die Bogenablage
zu verbessern. Weiterbildend ist es vorgesehen, die vorgesehene Funktion, insbesondere
Maschinenfunktion, in Abhängigkeit des eingesetzten Bedruckstoffes, der Seite der
Schieflage, der gradzahlmäßigen Schieflage und/oder anderer Randbedingungen auszuwählen.
[0043] Im Folgenden soll die Erfindung beispielhaft erläutert werden. Die zugehörigen Zeichnungen
zeigen:
- Fig. 1:
- die schematische Darstellung einer Auslage in Seitenansicht;
- Fig. 2:
- eine Draufsicht des Auslagestapels mit ordnungsgemäß abgelegten Bogen;
- Fig. 3:
- eine Draufsicht des Auslagestapels mit über einem Seitenkantenanschlag liegenden Falschbogen;
- Fig. 4:
- die ausschnittsweise Darstellung eines Greiferwagens mit einem Vorderkantenanschlag;
- Fig. 5:
- eine Draufsicht des Auslagestapels mit Schiefbogen;
- Fig. 6:
- das Prinzip einer Reinigungseinheit in Seitenansicht;
- Fig. 7:
- eine Weiterbildung der Auslage in Seitenansicht;
- Fig. 8:
- Draufsicht auf die Gitterstruktur mit integrierten Reflektoren;
- Fig. 9:
- perspektivische Ansicht eines Ausschnittes der Auslage mit Gitterstruktur;
- Fig. 10:
- Weiterbildung der Auslage mit in der Traverse integrierter Reinigungseinheit;
- Fig. 11:
- Ausschnitt der Draufsicht des Auslagestapels;
- Fig. 12:
- Auslagestapel in Bogentransportrichtung gesehen mit sensorüberwachten Seitengeradstoßern;
- Fig. 13:
- Draufsicht auf einen Auslagestapel mit Hinterkantensensoren;
- Fig. 14:
- Seitenansicht eines der Bremsstation zugeordneten Hinterkantensensors;
- Fig. 15:
- Seitenansicht eines der Bremsstation zugeordneten Hinterkantensensors in Kombination
mit einem Stapellückensensor;
- Fig. 16:
- Stapelgrundriss mit möglichen Überwachungsbereichen.
[0044] In Fig. 1 ist eine Auslage einer bogenverarbeitenden Maschine, hier insbesondere
einer Bogendruckmaschine, speziell einer Bogenoffsetrotationsdruckmaschine bevorzugt
in Aggregat- und Reihenbauweise, dargestellt. Die Maschine wird entsprechend im Offsetverfahren
betrieben, wobei auch andere Druckverfahren wie z. B. Siebdruck in der Maschine integriert
sein können. In den Werken der Maschine werden die Bogen 7 durch Greifersysteme von
rotierenden Zylindern an der Vorderkante gegriffen und zwischen den Zylindern im Greiferschluss
übergeben. In den Druckwerken werden die Bogen 7 in einem von einem Zylinder und einem
Gummizylinder gebildeten Druckspalt mit jeweils einer Druckfarbe motivgerecht eingefärbt.
Weiter können ein oder mehrere Lackwerke vorgesehen sein, in denen die Bogen 7 von
einem Lackformzylinder lackiert werden können. Die in der Maschine angeordneten Zylinder
können einfach- oder mehrfachgroß ausgeführt sein, wobei ein einfachgroßer Zylinder
mindestens einen Bogen 7 maximalen Formates umfangsseitig aufnehmen kann. Bevorzugt
sind die Zylinder doppeltgroß ausgeführt. Die Maschine kann auch eine Wendeeinrichtung
zum Wenden der Bogen 7 in einer Betriebsart Schön- und Widerdruck während des Maschinenlaufes
enthalten. Weiter können auch Veredelungseinrichtungen oder Veredelungswerke, wie
z. B. Kaltfolienwerke, in der Maschine integriert sein.
[0045] Von der Bogendruckmaschine ist ein letzter hier doppelgroßer Druckzylinder 1 schematisch
gezeigt. Von der Auslage sind ein Antriebskettenrad 2 und ein Umlenkkettenrad 3 dargestellt.
Die Kettenräder 2 und 3 sind jeweils mit einer Welle 4, 5 verbunden auf denen koaxial
beabstandet ein weiteres Antriebskettenrad 2 bzw. ein Umlenkkettenrad 3 angeordnet
sind. Über die Kettenräder 2, 3 wird jeweils eine endlose Kette 6, die einen Kettenkreis
bildet, geführt. Zwischen beiden Kettenkreisen sind in einem konstanten Abstand zueinander
die die Bogen 7 haltenden Greiferwagen 8 angeordnet. Die Kettenräder 2, 3 und die
diese umschlingenden Ketten 6 bilden zusammen mit den Greiferwagen 8 ein Bogenfördersystem,
welches auch aus anderen Elementen bestehen kann. Insbesondere kann die Umlenkung
der Greiferwagen 8 anstatt durch die Umlenkkettenräder 3 auch durch Umlenkführungen
erfolgen. Die umlaufend geführten Greiferwagen 8 weisen Greifersysteme zur Übernahme
der Bogen 7 an der Vorderkante vom Druckzylinder 1 auf.
[0046] Für einen sicheren Transport der von den Greiferwagen 8 gehaltenen Bogen 7 sind in
der Auslage eine Bogenleiteinrichtung und zur Qualitätssicherung der in der Bogenrotationsdruckmaschine
bearbeiteten Bogen 7 zum Beispiel ein Trockner 19 und/oder eine Bestäubungseinheit
20 vorgesehen. Die Bogenleiteinrichtung kann ein den Greiferwagen 8 zugewandtes Bogenleitblech
18 aufweisen, das mit Blasluftdüsen versehen ist und sich über die Maschinenbreite
erstreckt. Unter dem Bogenleitblech 18 sind vorzugsweise Blaskästen angeordnet, über
welche die Blasluftdüsen mit Blasluft versorgt werden, sodass zwischen dem Bogenleitblech
18 und den von den Greiferwagen 8 transportierten Bogen 7 insbesondere für Schön-
und Widerdruck ein Tragluftpolster ausgebildet werden kann. Um ein Verkleben der Bogen
7 auf dem Auslagestapel 9 zu vermeiden, sind über der Bogenleiteinrichtung, insbesondere
über dem Bogenleitblech 18, Trockner 19 und eine die Bogen 7 pudernde Bestäubungseinheit
20 vorgesehen, wobei es auch möglich ist, um eine Erwärmung des Bogenleitblechs 18
im Bereich des Trockners 19 steuern oder regeln zu können, einen Kühlmittelkreislauf
zu integrieren.
[0047] Von der Auslage ist weiterhin ein Auslagestapel 9, der von einer Stapelplatte 10
getragen wird, gezeigt. Der Stapelplatte 10 ist ein nicht dargestelltes Hubwerk, das
mittels Hubketten 11 an der Stapelplatte 10 angreift, zugeordnet. Weiterhin sind von
der Auslage Vorderkantenanschläge 12, eine Bremseinheit 13 und Hinterkantenanschläge
14 gezeigt. Die Vorderkantenanschläge 12 und die Hinterkantenanschläge 14 sind beabstandet
zueinander auf einer quer zu einer Bogentransportrichtung 39 verlaufenden Achse angeordnet
(z. B. Fig. 2, 3 oder 5). Die Bremseinheit 13 kann z. B. eine sich quer zur Bogentransportrichtung
39 erstreckende Saugwalze oder, wie im Ausführungsbeispiel gezeigt, umlaufend, beabstandet
zueinander angeordnete Bremselemente, wie Saugringe oder Saugbänder 13.1, aufweisen.
Alternativ kann die Bremseinheit 13 auch Nachgreifer umfassen.
[0048] Die Fig. 2 zeigt eine Draufsicht des Auslagestapels 9 mit ordnungsgemäß an den Vorderkantenanschlägen
12 abgelegten Bogen 7, die den Auslagestapel 9 bilden. Die Vorderkantenanschläge 12
sind hier bevorzugt symmetrisch zu einer Maschinenmitte 38 angeordnet dargestellt.
Die Bremseinheit 13 enthält hier beispielsweise vier quer zur Bogentransportrichtung
39 angeordnete mit Saugbändern 13.1 bestückte Bremsstationen, wobei jedes Saugband
13.1 einen abzulegenden Bogen 7 mit einer Bremskraft beaufschlagt. Die Saugbänder
13.1 liegen bevorzugt symmetrisch zur Bogensymmetrieachse in Bogentransportrichtung
39. Die Seitenkanten des Bogens 7 liegen parallel zur Bogentransportrichtung 39. Dem
Auslagestapel 9 ist mindestens ein weiterer Anschlag 16, 14 zum Ausrichten des Auslagestapels
9 an einer weiteren Kante des Auslagestapels 9 zugeordnet. Die Seitenkanten des Bogens
7 werden hier bevorzugt von jeweils einem Seitenkantenanschlag 16 ausgerichtet. Die
Seitenkantenanschläge 16 sind hier einteilig ausgeführt, können aber auch mehrteilig
ausgeführt sein. Die Seitenkantenanschläge 16 können sich über die gesamte Bogenlänge
oder nur über Teilbereiche der Bogenlänge erstrecken. Weiterbildend können die Seitenkantenanschläge
16 zur Formateinstellung beispielsweise gemeinsam mit der Bremseinheit 13 verstellt
werden. Weiterbildend ist es vorgesehen, die Seitenkantenanschläge 16 als quer zur
Bogentransportrichtung 39 bewegbare Seitengeradstoßer 16 auszuführen. Die Seitengeradstoßer
16 können dabei jeweils eine Anschlagplatte, eine Längsführung und einen Linearantrieb
aufweisen. Bei ordnungsgemäßer Bogenablage liegt der Bogen 7 mittig zu den Anschlagplatten
der Seitengeradstoßer 16. Weiterbildend sind auch an der Hinterkante des Auslagestapels
9 beispielsweise unterhalb der Bremseinheit 13 insbesondere beweglich gelagerte Hinterkantenanschläge
14 vorgesehen.
[0049] Den Seitenkantenanschlägen 16 ist mindestens ein Sensor 17, 15 zur Überwachung der
Bogenlage bezüglich der Seitenkantenanschläge 16 zugeordnet. Dabei kann der Sensor
17, 15 beide Seitenkantenanschläge 16 überwachen oder es ist jedem Seitenkantenanschlag
16 ein Seitenkantensensor 17 zugeordnet. Der oder die Sensoren 17, 15 können dabei
beabstandet oder in der Nähe der Seitenkantenanschläge 16 angeordnet sein. Der oder
die Sensoren 17, 15 können auch an der Hinterkante bevorzugt im seitlichen Bereich
angeordnet werden. In der dargestellten Ausführung ist jedem Seitenkantenanschlag
16 ein Seitenkantensensor 17 benachbart zugeordnet. Die Seitenkantensensoren 17 können
dabei den Seitenanschlägen 16 fest zugeordnet sein. In einer bevorzugten Ausführungsform
sind die seitlich der Anschlagplatten der Seitenkantenanschläge 16 angeordneten Seitenkantensensoren
17 als Ultraschallabstandssensoren ausgebildet, die jeweils in vertikaler Richtung
auf die Bogenunterseite einen Messstrahl aussenden. Alternativ oder zusätzlich können
die Seitenkantensensoren 17 aber auch den Bereich des Stapelgrundrisses 9.1 überwachen
und dabei jeweils die ordnungsgemäß fallenden Bogen 7 detektieren. Die Seitenkantensensoren
17 stehen mit einer Steuereinrichtung in signaltechnischer Verbindung. Weiterbildend
stehen auch die Antriebe der Seitengeradstoßer 16 mit dieser Steuereinrichtung, welche
Teil der Maschinensteuerung sein kann oder in der Maschinensteuerung integriert sein
kann, in Verbindung.
[0050] Die Fig. 3 zeigt einen nicht ordnungsgemäß abgelegten sog. Falschbogen 7.1, welcher
sich zumindest teilweise auf einer Anschlagplatte eines Seitenkantenanschlages 16
abgelegt hat. In dieser Lage trifft der Messstrahl des Seitenkantensensors 17 auf
die Unterseite des über der Anschlagplatte liegenden Falschbogens 7.1. Nach dem Laufzeitprinzip
kann der als Ultraschallabstandssensor ausgebildete Seitenkantensensor 17 ein Signal
generieren, welches der Steuereinrichtung mitteilt, dass ein Falschbogen 7.1 über
einer Anschlagplatte eines Seitenkantenanschlages 16 liegt. Weiterbildend kann die
Steuereinrichtung durch Auswertung beider Seitenkantensensoren 17 feststellen, auf
welchem der Seitenkantenanschläge 16 bzw. Seitengeradstoßer 16 der Falschbogen 7.1
abgelegt ist. Die Erfassungstiefe des Ultraschallabstandssensors ist vorzugsweise
so zu bemessen, dass beim Durchgang eines Greiferwagens 8 kein Falschbogen 7.1 signalisiert
wird. Vorzugsweise wird von der Steuereinrichtung ein von einem Drehgeber übermittelter
Maschinenwinkel bei der Initiierung einer Maschinenfunktion verarbeitet.
[0051] Vorzugsweise wird von der Steuereinrichtung als Maschinenfunktion ein Maschinenhalt,
insbesondere ein Schnell-Halt, eingeleitet, wenn ein Falschbogen 7.1 detektiert wird.
Die Maschinenfunktion kann dabei bedruckstoffabhängig sein. Es kann beispielsweise
ein Maschinenhalt eingeleitet werden, wenn Kartonbogen verarbeitet werden und eine
andere Maschinenfunktion, wenn kein Kartonbogen verarbeitet wird. Weiterbildend ist
es vorgesehen, den oder die Seitengeradstoßer 16 derart anzusteuern, dass der Falschbogen
7.1 von der oder den Anschlagplatten herunter auf die Oberfläche des Auslagestapels
9 fällt. Wird im Falle eines Ultraschallabstandssensors ein Signal geliefert, dass
ein Falschbogen 7.1 auf einer Anschlagplatte liegt, dann kann mittels der Steuereinrichtung
ein Antrieb, insbesondere der Linearantrieb des Seitengeradstoßers 16, so angesteuert
werden, dass die Anschlagplatte zum Ausrichten des Falschbogens 7.1 von der Stapelseitenfläche
wegbewegt wird. Durch eine dabei auftretende Beschleunigung der Anschlagplatte fällt
der Falschbogen 7.1 durch seine Trägheit von der Anschlagplatte herunter auf die Oberfläche
des Auslagestapels 9. Die Anschlagplatten können an deren Oberseite nach außen angeschrägt
ausgeführt sein. Ist der ursprüngliche Falschbogen 7.1 ordnungsgemäß auf dem Auslagestapel
9 abgelegt kann eine weitere Ausrichtung folgender Bogen 7 durch die Seitengeradstoßer
16 erfolgen.
[0052] In einer Weiterbildung ist es vorgesehen, mit dem mindestens einen Seitenkantensensor
17 die Lage des Falschbogens 7.1 quantitativ zu ermitteln. Vorzugsweise kann dabei
der Wert des Überstandes des Falschbogens 7.1 über dem Seitenkantenanschlag 16 und/oder
ein Winkelwert der Seitenkante des Falschbogens 7.1 zur Bogentransportrichtung 39
ermittelt werden. Dies erfolgt bevorzugt mittels der Steuereinrichtung, die aus den
gewonnenen Daten die seitliche Bewegung des oder der Seitengeradstoßer 16 inklusive
des nötigen Hubes ermittelt. Die im Normalbetrieb eine periodische Rüttelbewegung
vollführenden Seitengeradstoßer 16 werden durch die Steuereinrichtung im Bedarfsfall
kurzzeitig um den nötigen Hub verstellt. Bei einer ermittelten Schieflage des Falschbogens
7.1 kann alternativ oder zusätzlich eine Aktoransteuerung zur Korrektur der Schieflage
des Falschbogens 7.1 und/oder der folgenden Bogen 7 vorgenommen werden. Beispielsweise
kann die Schieflage durch gezielte Veränderung der Geschwindigkeit und/oder Bremswirkung
der Bremselemente der Bremseinheit 13 über die Bogenbreite erfolgen.
[0053] In Fig. 4 ist oberhalb der Vorderkantenanschläge 12 ein Greiferwagen 8 mit einer
Kettenführung 22 im Umlenkbereich dargestellt. Über den Vorderkantenanschlägen 12
und den umlaufenden Greiferwagen 8 ist an einem Halter 23 eine Erfassungseinheit 24
positioniert. Die Erfassungseinheit 24 weist mindestens einen hier bevorzugt aber
zwei Abtastsensoren 25, 26 auf, welche beabstandet zueinander angeordnet sind. Die
Abtastsensoren 25, 26 sind quer zur Bogentransportrichtung 39 und so angeordnet, dass
ein Erfassen der Anwesenheit bzw. Abwesenheit der zu dem Auslagestapel 9 sowie mit
der Bogenvorderkante zumindest teilweise über die Vorderkantenanschläge 12 transportierten
Schiefbogen 7.2 möglich ist. Die Abtastung des den Vorderkantenanschlägen 12 in Bogentransportrichtung
39 nachfolgenden Vorderkanten-Überwachungsbereiches 12.3 durch die Abtastsensoren
25, 26 erfolgt an Punkten 25.4, 26.4 durch Sensorstrahlen 25.3, 26.3. Die Sensorstrahlen
25.3, 26.3 schneiden die zu überwachenden Punkte 25.4, 26.4. Der Vorderkanten-Überwachungsbereich
12.3 erstreckt sich von der von den Vorderkantenanschlag-Flächen 12.1 der Vorderkantenanschläge
12 aufgespannten Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 in Bogentransportrichtung 39 bis
zu 100 mm, bevorzugt von 1 mm bis 50 mm und ganz bevorzugt von 2 mm bis 10 mm. Die
in diesem Vorderkanten-Überwachungsbereich 12.3 befindlichen Punkte 25.4, 26.4 sind
dabei bevorzugt beabstandet von der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2, so dass beispielsweise
eine Bewegung des Auslagestapels 9 während des Absenkens keine Fehlersignale erzeugt.
Die Überwachung erfolgt bevorzugt zu definierten Zeitpunkten oder zu definierten Maschinenwinkeln,
bevorzugt ständig wenn kein Greiferwagen 8 die Sensorstrahlen 25.3, 26.3 passiert.
Auf gleiche Weise werden Überschießbogen, welche über alle das Bogenformat betreffende
Vorderkantenanschläge 12 hinausragen, erfasst. Alternativ oder zusätzlich kann durch
die Erfassungseinheit 24 auch die konkrete Lage der Bogen 7 zu den Vorderkantenanschlägen
12 erfasst werden.
[0054] Die Fig. 5 zeigt eine Draufsicht des Auslagestapels 9 mit ordnungsgemäß an den Vorderkantenanschlägen
12 abgelegten Bogen 7, die den Auslagestapel 9 bilden. Die Vorderkantenanschläge 12
sind hier bevorzugt symmetrisch zu einer Maschinenmitte 38 angeordnet dargestellt.
Die Erfassungseinheit 24 überwacht hier bevorzugt mit dem Abtastsensor 25 und dem
Abtastsensor 26 im Vorderkanten-Überwachungsbereich 12.3 der Vorderkantenanschläge
12 eine Arbeitsbreite quer zur Bogentransportrichtung 39. Die Arbeitsbreite ist mindestens
die sich quer und horizontal zur Bogentransportrichtung 39 erstreckende Ausdehnung
eines von der Maschine minimal zu verarbeitenden Bogenformates 27. Dargestellt ist
ebenfalls die mögliche Lage eines Schiefbogens 7.2 über dem Auslagestapels 9.
[0055] Die Überwachung der Bogenlage erfolgt besonders bevorzugt berührungslos. Die Abtastsensoren
25, 26 der Erfassungseinheit 24 können zum Beispiel als optische, insbesondere photoelektrische,
Sensoren oder als Ultraschallsensoren ausgebildet sein. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
enthalten die Abtastsensoren 25, 26 jeweils einen Sender/Empfänger 25.1, 26.1 und
jeweils einen Reflektor 25.2, 26.2. Bevorzugt sind Sender/Empfänger 25.1, 26.1 auf
der einen Seite und die Reflektoren 25.2, 26.2 auf der gegenüberliegenden Seite der
Greiferwagenbahn angeordnet. Dadurch wird die nötige Verkabelung minimiert. Die Reflektoren
25.2, 26.2 sind hier zwischen den Vorderkantenanschlägen 12 angeordnet dargestellt.
In alternativen nicht dargestellten Ausführungsformen können die Reflektoren 25.2,
26.2 auch mit den Vorderkantenanschlägen 12 verbunden sein oder die Vorderkantenanschläge
12 selbst als Reflektoren 25.2, 26.2 eingesetzt werden. Die Erfassungseinheit 24 ist
über eine Auswerteinheit mit dem Maschinenleitstand und/oder der Maschinensteuerung
verbunden, wobei die Auswerteinheit auch in der Maschinensteuerung integriert sein
kann. Der Maschinensteuerung kann demnach auch mit den Seitenkantensensoren 17 und/oder
den Hinterkantensensoren 15 verbunden sein und deren Signale gemeinsam auswerten.
Der Abstand der Abtastsensoren 25, 26 ist bevorzugt derart gewählt, dass diese gerade
noch innerhalb eines für die bogenverarbeitende Maschine charakteristischen minimalen
Bogenformats 27 liegen. Alternativ können die Abtastsensoren 25, 26 auch ein Sensorelement
auf der einen Seite der Greiferwagenbahn und ein mit diesem zusammenwirkendes Empfängerelement
auf der anderen Seite der Greiferwagenbahn aufweisen. Mindestens eines dieser Elemente
ist dabei unterhalb des höchsten Punktes der Vorderkantenanschläge 12 angeordnet.
[0056] Die in der Auslage zwischen den Ketten 6 angeordneten und ständig mit diesen umlaufenden
Greiferwagen 8 erfassen die auf dem Druckzylinder 1 liegenden Bogen 7 an deren Bogenvorderkante
und transportieren diese über die Bogenleiteinrichtung, insbesondere das Bogenleitblech
18, sowie die Bremseinheit 13 in Bogentransportrichtung 39 zum Auslagestapel 9. Durchlaufen
die Bogen 7 den Bereich der Bremseinheit 13 werden sie zum Beispiel von den Saugbändern
13.1 erfasst und von den Greiferwagen 8 freigegeben. Mittels der Bremseinheit 13 werden
die Bogen 7 auf eine gegenüber der Transportgeschwindigkeit verringerte Ablagegeschwindigkeit
verzögert und nach Erreichen dieser Geschwindigkeit freigegeben, so dass die freigegebenen
Bogen 7 mit der Ablagegeschwindigkeit gegen die Vorderkantenanschläge 12 sowie unter
Ausrichtung an diesen und an den gegenüberliegenden Hinterkantenanschlägen 14 ausgerichtet
den Auslagestapel 9 bildend abgelegt werden, wobei der Auslagestapel 9 entsprechend
der abgelegten Bogen 7 abgesenkt wird, so dass die Stapeloberfläche ein konstantes
Niveau für ankommende Bogen 7 aufweist.
[0057] Üblicherweise sind an den Seiten des Auslagestapels 9 die Seitenkantenanschläge 16
bzw. Seitengeradstoßer 16 angeordnet, die die Bogen 7 hinsichtlich der Lage ihrer
Seitenkanten ausrichten und die von den Seitenkantensensoren 17 und/oder Hinterkantensensoren
15 überwacht werden. Wird nun beispielsweise, wie in Fig. 5 gezeigt, durch die Saugbänder
13.1 der Bremseinheit 13 ein Schiefbogen 7.2 so auf den Auslagestapel 9 abgelegt,
dass eine Unterbrechung des Strahlengangs des Sensorstrahles 26.3 des Abtastsensors
26 erfolgt, wird in einer der Erfassungseinheit 24 nachgeordneten Auswerteinheit ein
Signal generiert, welches einen Schiefbogen 7.2 anzeigt. Damit kann die Bogenzufuhr
zur bogenverarbeitenden Maschine unterbrochen, diese leergefahren und der Schiefbogen
7.2 entfernt oder dessen Lage korrigiert werden.
[0058] Es ist auch möglich, nachdem ein Schiefbogen 7.2 angezeigt wurde, die Maschine weiter
zu betreiben und die Lage des Schiefbogens 7.2 auf dem Auslagestapel 9 zu korrigieren.
[0059] In Fig. 4 ist dem Halter 23 eine weitere Erfassungseinheit 29 zugeordnet. Diese weitere
Erfassungseinheit 29 weist mindestens einen weiteren Abtastsensor 30 auf, der im Ausführungsbeispiel
als optischer, insbesondere photoelektrischer, Sensor ausgebildet ist und einen Sender/Empfänger
30.1 sowie einen Reflektor 30.2 enthält. Die weitere Erfassungseinheit 29 ist so in
der Auslage angeordnet, dass etwa der Umlenkbereich der Greiferwagen 8 detektiert
werden kann. Durch die weitere Erfassungseinheit 29 wird dieser Bereich dahingehend
überwacht, ob Bogen 7 oder Teile von diesen von den Greiferwagen 8 mitgerissen wurden.
Ist das der Fall, kann mittels einer mit der weiteren Erfassungseinheit 29 zusammenwirkenden
Auswerteinheit die Generierung eines Not-Aus Signals erfolgen, das der Maschinensteuerung
zugeführt und am Leitstand angezeigt werden kann. Damit kann eine Havarie der bogenverarbeitenden
Maschine durch von den Greiferwagen 8 mitgerissene Bogen 7 verhindert werden.
[0060] Durch die weitere Erfassungseinheit 29 wird bevorzugt auch sichergestellt, dass es
bei dem mittels der Erfassungseinheit 24 detektierten Überschießbogen oder Schiefbogen
7.2, die ein Leerfahren der Maschine und/oder eine Korrektur der Bogenlage auf dem
Auslagestapel 9 bedingen, tatsächlich um derartige Bogen 7 handelt. Zwecks Vermeidung
von Fehlersignalen bei der Passage der Greiferwagen 8 durch die Sensorstrahlen 25.3,
26.3, 30.3 müssen diese Fehlersignale ausgeblendet werden. Dies geschieht hier durch
eine halbtourig angetriebene Schaltfahne, die winkelabhängig angeordnete Initiatoren
aktiviert. Alternativ können die von den Greiferwagen 8 verursachten Fehlersignale
über eine Software o. ä. gefiltert werden.
[0061] Um in Bogenrotationsdruckmaschinen ein Ablegen von Farbe der frischbedruckten Bogen
7 zu vermeiden, kann über die Bestäubungseinheit 20 Puder zwischen die auf dem Auslagestapel
9 abzulegenden Bogen 7 gebracht werden. Trotz bekannter Einrichtungen zum Verhindern
des Ablegens von Puder auf in der Auslage vorgesehenen Arbeitsorganen kann nicht ausgeschlossen
werden, dass sich Puder z. B. auf den Abtastsensoren 25, 26, 30 der Erfassungseinheiten
24, 29 ablegt, was zu Funktionsstörungen führen kann. Um ein sicheres Arbeiten der
Erfassungseinheiten 24, 29 zu ermöglichen, kann einer oder jeder Erfassungseinheit
24, 29, insbesondere einem oder bevorzugt jedem Abtastsensor 25, 26, 30, mindestens
ein Reinigungselement zugeordnet sein.
[0062] Die Fig. 6 zeigt eine den Abtastsensoren 25, 26, 30 zugeordnete Reinigungseinheit
31 enthaltend im Ausführungsbeispiel eine Düseneinheit 32 mit einer Blasluftzuführung
33. Bevorzugt ist jedem der Abtastsensoren 25, 26, 30 eine Düseneinheit 32 zugeordnet.
Jede Düseneinheit 32 ist insbesondere mit einer ersten Austrittsöffnung 32.1 und einer
zweiten Austrittsöffnung 32.2 versehen, wobei der Blasluftstrahl 34 der ersten Austrittsöffnung
32.1 auf den Sensor/Empfänger 25.1, 26.1, 30.1 und der Blasluftstrahl 35 der zweiten
Austrittsöffnung 32.2 auf den Reflektor 25.2, 26.2, 30.2 gerichtet ist. Zum Reinigen
der Abtastsensoren 25, 26, 30 der Erfassungseinheiten 24, 29 werden durch nicht dargestellte
Mittel die Blasluftzuführungen 33 aktiviert und so Puderablagerungen entfernt. Die
Reinigungseinheit 31 kann beliebig betätigbar ausgeführt oder ihre Aktivierung an
bestimmte Arbeitsschritte, wie zum Beispiel den Wechsel des Auslagestapels 9, gekoppelt
sein.
[0063] Die Fig. 7 zeigt eine Weiterbildung der Auslage mit einer Erfassungseinheit 24 zur
Detektion von Überschießbogen und Schiefbogen 7.2 in dem den Vorderkantenanschlägen
12 in Bogentransportrichtung 39 nachgeordneten Vorderkanten-Überwachungsbereich 12.3.
Die Erfassungseinheit 24 weist auch hier mindestens zwei voneinander beabstandete
Abtastsensoren 25, 26 auf, welche Sensorstrahlen 25.3, 26.3 vorzugsweise parallel
zur von den Vorderkantenanschlag-Flächen 12.1 der Vorderkantenanschläge 12 gebildeten
Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 erzeugen. Die Vorderkantenanschlag-Flächen 12.1 der
Vorderkantenanschläge 12 sind dabei die zum Auslagestapel 9 gerichteten Flächen, an
denen die korrekt freigegebenen und abgelegten Bogen 7 an der Vorderkante ausgerichtet
werden. Die Vorderkantenanschlag-Flächen 12.1 der Vorderkantenanschläge 12 weisen
zumindest eine vertikale Erstreckung und bevorzugt eine Erstreckung quer zur Bogentransportrichtung
39, insbesondere eine horizontale Erstreckung, auf. Jeder Abtastsensor 25, 26 weist
hier bevorzugt einen Sensor/Empfänger 25.1, 26.1 und einen Reflektor 25.2, 26.2 auf.
Die Sensoren/Empfänger 25.1, 26.1 sind innerhalb der Greiferwagenbahn im Umlenkbereich
der Greiferwagen 8 einem Halter 23 zugeordnet. Der Halter 23 kann beispielsweise als
über die Maschinebreite angeordnete Traverse mit Öffnungen für die Sensoren/Empfänger
25.1, 26.1 ausgeführt sein. Die Traverse kann dabei selbständig oder mit einem Blasrahmen
verbunden sein. Als Halter 23 kann aber auch der Blasrahmen selbst genutzt werden.
[0064] Die Reflektoren 25.2, 26.2 sind hier einer unterhalb der Greiferwagenbahn angeordneten
Aufnahme zugeordnet, die über die Maschinenbreite mit Aussparungen für die Vorderkantenanschläge
12 ausgestattet ist. Die Aufnahme ist hier bevorzugt als über die Maschinenbreite
angeordnete Traverse oder Gitterstruktur 36 ausgeführt, wobei die Reflektoren 25.2,
26.2 in der Oberfläche der Aufnahme integriert sein können. Bevorzugt wird eine gestellfest
angeordnete Gitterstruktur 36 eingesetzt, die an ihrer Unterseite weitere Maschinenelemente
aufnimmt. Die Maschinenelemente sind hier Trennelemente, insbesondere Probebogen-Finger
37, welche zur Probebogenentnahme in Richtung des Auslagestapels 9 zwischen fallende
Bogen 7 zur Aufnahme dieser einfahrbar sind. Die Probebogen-Finger 37 sind hier als
Pneumatikzylinder ausgeführt. Durch die gestellfeste Anordnung der Aufnahme bleiben
die verbundenen Reflektoren 25.2, 26.2 auch bei einer Probebogenentnahme ortsfest
und aktiv. Die Vorderkantenanschläge 12 können zur Probebogenentnahme schwenkbar ausgeführt
sein. Eine Überwachung des Ablageprozesses kann demnach auch ununterbrochen während
einer Probebogenentnahme erfolgen. Auch während eines Stapelwechsels, insbesondere
eines Non-Stop-Stapelwechsels, kann durch die Erfassungseinheit 24 der Ablageprozess
unterbrechungsfrei überwacht werden.
[0065] Die Auslage enthält hier weiterbildend eine der Erfassungseinheit 24 in Bogentransportrichtung
39 nachgeordnete weitere Erfassungseinheit 29 zur Detektion von maschinengefährdenden
Überschießbogen. Die in Richtung der umlaufenden Greiferwagen 8 der Erfassungseinheit
24 nachgeordnete weitere Erfassungseinheit 29 weist hier ebenfalls einen weiteren
Abtastsensor 30 mit einem Sensor/Empfänger 30.1 und einem Reflektor 30.2 auf. Bevorzugt
ist auch der Sensor/Empfänger 30.1 der weiteren Erfassungseinheit 29 in einer Öffnung
des beispielsweise als Traverse ausgebildeten Halters 23 aufgenommen. Über eine Verbindung
der Erfassungseinheiten 24, 29 über eine gemeinsame Auswerteinheit oder jeder Erfassungseinheit
24, 29 zugeordneter Auswerteinheiten mit einer Steuerung, insbesondere der Maschinensteuerung,
und vorzugsweise des Leitstandes werden entsprechende Informationen und/oder Funktionen,
insbesondere Maschinenfunktionen, ausgelöst. Mindestens einem bevorzugt aber allen
der Sensoren/Empfängern 25.1, 26.1, 30.1 und Reflektoren 25.2, 26.2, 30.2 ist auch
hier eine Reinigungseinheit 31 zugeordnet.
[0066] Die Fig. 8 zeigt eine Draufsicht auf die Gitterstruktur 36 mit integrierten Reflektoren
25.2, 26.2 in der Auslage. Die Gitterstruktur 36 weist hier bevorzugt in Bogentransportrichtung
39 orientiert angeordnete Schlitze auf, die eine Luftzirkulation in der Auslage zulassen.
Die Reflektoren 25.2, 26.2 sind hier in der der Greiferwagenbahn zugewandten Oberfläche
der Gitterstruktur 36 integriert. Die Reflektoren 25.2, 26.2 liegen innerhalb eines
Abstandes zueinander, der hier dem minimal von der Maschine zu verarbeitenden Bogenmaterial
also dem minimalen Bogenformat 27 entspricht. Das heißt, dass die Reflektoren 25.2,
26.2 derart weit auseinander angeordnet sind, dass das kleinste zu verarbeitende Bogenformat
über die Maschinenbreite noch einen der Reflektoren 25.2, 26.2 im Falle eines Schiefbogens
7.2 und beide Reflektoren 25.2, 26.2 im Falle eines Überschießbogens überdeckt.
[0067] Die Fig. 9 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausschnittes der Auslage mit
in der Gitterstruktur 36 integrierten Reflektoren 25.2, 26.2. Die mit den Reflektoren
25.2, 26.2 zusammenwirkenden Sensoren/Empfänger 25.1, 26.1 sind oberhalb und besonders
bevorzugt senkrecht oberhalb der Reflektoren 25.2, 26.2 innerhalb des Umlenkbereiches
der Greiferwagen 8 angeordnet. Der Sensor/Empfänger 30.1 der weiteren Erfassungseinheit
29 wirkt mit einem nicht dargestellten Reflektor 30.2 zusammen, der in Umlaufrichtung
der Greiferwagen 8 bevorzugt nach dem Umkehrpunkt außerhalb der Kettenführungen 22
in etwa mittig der Maschinenbreite angeordnet ist.
[0068] Die Fig. 10 zeigt eine bevorzugte Weiterbildung der Auslage mit in dem beispielsweise
als Traverse ausgebildeten Halter 23 integrierter Reinigungseinheit 31 für alle Abtastsensoren
25, 26, 30 der Erfassungseinheiten 24, 29 in Bogentransportrichtung 39 gesehen. Die
Reinigungseinheit 31 enthält eine betätigbare Blasluftzuführung 33, die die jedem
Abtastsensor 25, 26, 30 zugeordnete Düseneinheit 32 mit Blasluft versorgt. Der der
Reinigungseinheit 31 zur Verfügung stehende pneumatische Druck ist vorzugsweise manuell
oder automatisch einstellbar und wird besonders bevorzugt überwacht. Die Blasluftzuführung
33 wirkt mit einem seitlich dem beispielsweise als Traverse ausgeführten Halter 23
zugeordneten Anschluss zusammen und verteilt die anliegende Blasluft über hier beispielhaft
gezeigte zwei Verteiler an die Düseneinheiten 32 der Abtastsensoren 25, 26, 30. Jede
Düseneinheit 32 richtet die anliegende Blasluft auch hier bevorzugt auf die Sensoren/Empfänger
25.1, 26.1, 30.1 und die Reflektoren 25.2, 26.2, 30.2 wie oben bereits beschrieben.
[0069] Die Fig. 11 zeigt einen Ausschnitt der Draufsicht des Auslagestapels 9 mit innerhalb
einer sich quer zur Bogentransportrichtung 39 erstreckenden minimalen Arbeitsbreite,
d. h. innerhalb eines für die bogenverarbeitende Maschine charakteristischen minimalen
Bogenformats 27, angeordneten Vorderkantenanschlägen 12. Die ordnungsgemäß abgelegten
Bogen 7 legen sich in Bogentransportrichtung 39 an den Vorderkantenanschlag-Flächen
12.1 der Vorderkantenanschläge 12 ab. Die von den Abtastsensoren 25, 26 der Erfassungseinheit
24 überwachten Punkte 25.4, 26.4 liegen in Bogentransportrichtung 39 der Vorderkantenanschlag-Ebene
12.2 nachgeordnet in einem Vorderkanten-Überwachungsbereich 12.3 und quer zur Bogentransportrichtung
39 innerhalb des in Bogentransportrichtung 39 über die Vorderkantenanschlag-Ebene
12.2 hinaus verlängerten minimalen Bogenformates 27.
[0070] Es wird eine Auslage für eine bogenverarbeitende Maschine mit einem Bogen 7 zu einem
Auslagestapel 9 und mit einer Bogenvorderkante der Bogen 7 an mindestens zwei Vorderkantenanschläge
12 transportierenden Bogenfördersystem bereitgestellt, wobei die mindestens zwei Vorderkantenanschläge
12 eine Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 aufspannen, wobei mindestens ein weiterer
Anschlag 16, 14 zum Ausrichten des Auslagestapels 9 an einer weiteren Kante des Auslagestapels
9 vorgesehen ist und wobei mindestens eine Erfassungseinheit 24, 29 zur Überwachung
zumindest eines Punktes 25.4, 26.4, 30.4 ausgebildet ist, der in Bogentransportrichtung
39 der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 nachgelagert ist und wobei weiterhin zumindest
ein der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 in Bogentransportrichtung 39 vorgelagerter
Punkt 17.2, 15.2 überwacht wird. Bevorzugt wird mindestens ein Sensor 17, 15 zur Überwachung
zumindest eines Punktes 17.2, 15.2 ausgebildet, der in Bogentransportrichtung 39 der
Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 vorgelagert ist.
[0071] Die mindestens eine Erfassungseinheit 24, 29 ist insbesondere als eine den der Vorderkantenanschlag-Ebene
12.2 nachgelagerten Punkt 25.4, 26.4, 30.4 berührungslos überwachende Erfassungseinheit
24, 29 ausgebildet. Bevorzugt ist die mindestens eine Erfassungseinheit 24, 29 zur
Überwachung zumindest zweier Punkte 25.4, 26.4, 30.4 ausgebildet, welche quer zur
Bogentransportrichtung 39 zueinander beabstandet der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2
nachgelagert liegen. Der zumindest eine der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 nachgelagerte
zu überwachende Punkt 25.4, 26.4, 30.4 oder die zumindest zwei überwachten Punkte
25.4, 26.4, 30.4 liegen bevorzugt innerhalb einer sich quer zur Bogentransportrichtung
39 erstreckenden minimalen Arbeitsbreite 27, insbesondere innerhalb eines mit der
Auslage zu verarbeitenden minimalen Bogenformates 27. Die mindestens eine Erfassungseinheit
24, 29 ist besonders bevorzugt einen zur Überwachung des zumindest einen Punktes 25.4,
26.4, 30.4 eingesetzten Sensorstrahl 25.3, 26.3, 30.3 erzeugend angeordnet. Dafür
kann die mindestens eine Erfassungseinheit 24, 29 mindestens zwei einen Sensorstrahl
25.3, 26.3, 30.3 begrenzende Elemente aufweisen.
[0072] Neben dem der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 in Bogentransportrichtung 39 nachgelagerten
mindestens einen Punkt 25.4, 26.4, 30.4 kann auch der oder können auch die der Vorderkantenanschlag-Ebene
12.2 vorgelagerten Punkte 17.2, 15.2 von der mindestens einen Erfassungseinheit 24,
29 überwacht werden. Alternativ kann neben der mindestens einen Erfassungseinheit
24, 29 ein weiterer Sensor 17, 15 zu Überwachung eingesetzt werden. Die mindestens
eine Erfassungseinheit 24, 25 oder die mindestens eine Erfassungseinheit 24, 25 und
der weitere Sensor 17, 15 stehen vorteilhafterweise mit einer Auswerte- oder Steuereinrichtung
in Verbindung, wobei die Auswerte- oder Steuereinrichtung bei nicht ordnungsgemäßer
Bogenablage eine Maschinenfunktion, insbesondere einen Maschinenhalt, initiiert. Die
Auswerte- oder Steuereinrichtung kann dabei auch in der Maschinensteuerung integriert
sein. Weiterbildend kann die Auswerte- oder Steuereinrichtung mit mindestens einem
Aktor zu Bogenlagekorrektur in Wirkverbindung stehen.
[0073] An dem der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 vorgelagerten Punkt 17.2, 15.2 wird bevorzugt
die Lage zumindest eines Bogens 7 bezüglich des weiteren Anschlages 12, 14, 16 überwacht.
Bevorzugt ist ein Sensor 17, 15 zur Überwachung der Lage mindestens eines Bogens 7
bezüglich des weiteren Anschlages 16, 14 eingerichtet, ausgebildet und/oder angeordnet.
Wird an dem zu überwachenden Punkt 17.2, 15.2 detektiert, dass eine nicht ordnungsgemäße
Bogenablage vorliegt, kann eine Maschinenfunktion, insbesondere ein Maschinenhalt,
initiiert werden. Die Maschinenfunktion kann dabei in Abhängigkeit eines verarbeiteten
Bedruckstoffes initiiert werden. Alternativ oder zusätzlich kann bei nicht ordnungsgemäßer
Bogenablage aktorisch eine Bogenlagekorrektur vorgenommen werden.
[0074] Der der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 vorgelagerte Punkt 17.2, 15.2 kann dabei
innerhalb oder außerhalb des Stapelgrundrisses 9.1 liegen. Der Stapelgrundriss 9.1
kann dabei durch die vier die Bogenkanten schneidenden vertikalen Ebenen oder die
Ebenen der Stapelseitenflächen beschrieben werden. Weiter liegt der zu überwachende
Punkt 17.2, 15.2 bevorzugt zwischen einer Greiferwagenbahn des Bogenfördersystems
und der Oberfläche, insbesondere dem letzten ordnungsgemäß abgelegten Bogen 7, des
Auslagestapels 9. Der zu überwachende Punkt 17.2, 15.2 kann sich beispielsweise im
Bereich und/oder Höhe der Anschläge 12, 16, 14 des Auslagestapels 9 befinden.
[0075] Zur Überwachung des mindestens einen der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 vorgelagerten
Punktes 17.2, 15.2 wird bevorzugt von dem mindestens einen Sensor 17, 15 ein Sensorstrahl
17.1, 15.1 erzeugt, welcher den Punkt 17.2, 15.2. schneidet. Der Sensorstrahl 17.1,
15.1 kann den Stapelgrundriss 9.1 bzw. eine Anschlagebene 12.2, 14.2, 16.2 der Anschläge
12, 14, 16 schneiden oder annähernd vertikal ausgerichtet einen Überstand eines Bogens
7 an einem Anschlag 12, 14, 16 erkennen. Besonders bevorzugt beinhaltet der Sensorstrahl
17.1, 15.1 eine vertikale Richtungskomponente, insbesondere in Richtung der Greiferwagenbahn.
Der mindestens eine Sensor 17, 15 ist bevorzugt als berührungslos arbeitender Sensor
17, 15 ausgeführt und kann als Ultraschallsensor 17, 15 oder als optischer Sensor
17, 15 ausgebildet sein. Der mindestens eine Sensor 17, 15 ist besonders bevorzugt
in Bogentransportrichtung 39 vor der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 angeordnet.
[0076] Bevorzugt wird der mindestens eine der Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 vorgelagerte
Punkt 17.2, 15.2 berührungslos überwacht. Insbesondere wird der mindestens eine Sensor
17, 15 daher zur berührungslosen Überwachung der Lage zumindest eines Bogens 7 bezüglich
des weiteren Anschlages 12, 14, 16 ausgebildet. Besonders bevorzugt ist der mindestens
eine Sensor 17, 15 zur berührungslosen Überwachung der Lage einzelner Bogen 7 einer
Bogenfolge bezüglich des weiteren Anschlages 12, 14, 16 ausgebildet. Bevorzugt werden
aber mehrere, unterschiedlichen Kanten des Auslagestapels 9 zugeordnete Punkte 17.2,
15.2 überwacht. Weiterbildend ist der oder sind mehrere Sensoren 17, 15 zur Überwachung
mindestens zweier voneinander beabstandeter Punkte 17.2, 15.2 ausgebildet. Dabei sind
bevorzugt mehrere zu überwachende Punkte 17.2, 15.2 unterschiedlichen Seiten des Auslagestapels
9 zugeordnet sind, wobei zwei zu überwachende Punkte 17.2 sich gegenüberliegenden
Seiten des Auslagestapels 9 zugeordnet sein können. Weiter kann ein weiterer zu überwachender
Punkt 15.2 einer weiteren Kante, insbesondere eine Hinterkante, des Auslagestapels
9 zugeordnet sein.
[0077] Bevorzugt ist der mindestens eine Sensor 17, 15 zur Überwachung des der Vorderkantenanschlag-Ebene
12.2 vorgelagerten Punktes 17.2, 15.2 beabstandet von der Anschlagfläche 16.1, 14.1
des weiteren Anschlages 16, 14 angeordnet. Weiterbildend ist der mindestens eine Sensor
17, 15 beabstandet von dem weiteren Anschlag 16, 14 angeordnet. Der mindestens eine
zu überwachende Punkt 17.2, 15.2 kann bei einer Formatverstellung der Auslage auf
ein Bogenformat verlagert werden. Hierfür kann der mindestens eine Sensor 17, 15 zur
Formateinstellung verlagerbar aufgenommen sein. Beispielsweise kann der mindestens
eine Sensor 17 einem Seitenkantenanschlag 16, insbesondere einem Seitengeradstoßer
16, zugeordnet sein. Alternativ oder zusätzlich kann ein Sensor 15 einem hinteren
Bereich, insbesondere einem Hinterkantenanschlag 14, des Auslagestapels 9 zugeordnet
sein. Insbesondere kann ein Sensor 15 einer formatverstellbaren Bremsstation einer
Bremseinheit 13 zugeordnet sein. Besonders bevorzugt sind mindestens zwei Sensoren
15, insbesondere in den seitlichen Bereichen, Hinterkantenanschlägen 14 zugeordnet.
[0078] Während des Bogenlaufes kann an dem mindestens einen der Vorderkantenanschlag-Ebene
12.2 vorgelagerten Punkt 17.2, 15.2 überwacht werden, ob eine ordnungsgemäße Bogenfolge
vorliegt oder ob eine fehlerhafte Bogenlage vorliegt. Es kann dabei von der mindestens
einen Erfassungseinheit 24, 29 und/oder dem mindestens einen Sensor 17, 15 ein Sensorsignal
abgegeben, wenn eine ordnungsgemäße Bogenablage erfolgt oder alternativ wenn keine
ordnungsgemäße Bogenablage erfolgt. Insbesondere werden die Sensorsignale mehrerer
überwachter Punkte 17.2, 15.2, 25.4, 26.4, 30.4 gemeinsam ausgewertet. Eine nicht
ordnungsgemäße Bogenablage kann beispielsweise erkannt werden, wenn an wenigstens
einem der zu überwachenden Punkte 17.2, 15.2, 25.4, 26.4, 30.4, beispielsweise durch
die Auswerte- oder Steuereinrichtung, eine fehlerhafte Bogenlage erkannt wird. Die
Überwachung mehrerer, insbesondere aller, zu überwachender Punkte 17.2, 15.2, 25.4,
26.4, 30.4 erfolgt besonders bevorzugt gleichzeitig, so dass eine schnelle Reaktion
erfolgen kann. Es kann beispielsweise von der Auswerte- oder Steuereinrichtung unterschieden
werden zwischen einem Falschbogen 7.1, einem Schiefbogen 7.2 und einem Klemmbogen,
welcher zwischen zwei Anschlägen 12, 14, 16 eingeklemmt ist. Weiterbildend wird die
Maschinenfunktion in Abhängigkeit des detektierten Fehlerfalls initiiert. Eine Maschinenfunktion
kann beispielsweise ein Ausdrucken der Maschine, insbesondere unter Fortdruckgeschwindigkeit,
umfassen. Auch eine Änderung der Maschinengeschwindigkeit kann durch die Maschinenfunktion
umfasst sein.
[0079] Es wird eine Auslage für eine bogenverarbeitende Maschine mit einem Bogenfördersystem
zum Fördern von Bogen 7 über einen Auslagestapel 9 bereitgestellt, wobei mindestens
ein Anschlag 12, 14, 16 zum Ausrichten des Auslagestapels 9 vorgesehen ist, wobei
mindestens ein Sensor 15, 17, 25, 26, 30 zur Überwachung der Lage zumindest eines
Bogens 7 bezüglich des Anschlages 12, 14, 16 vorgesehen ist, und wobei der Sensor
15, 17, 25, 26, 30 zur Überwachung eines Punktes 17.2, 15.2 innenhalb des Stapelgrundrisses
9.1 ausgebildet ist. Der Stapelgrundriss 9.1 kann dabei durch die vier die Bogenkanten
schneidenden vertikalen Ebenen oder die Ebenen der Stapelseitenflächen beschrieben
werden.
[0080] Bevorzugt wird der Sensor 15, 17, 25, 26, 30 zur Erfassung des Bogenfalls eines oder
mehrerer aufeinander folgender fallender Bogen 7 innenhalb des Stapelgrundrisses 9.1
eingerichtet, ausgebildet und/oder angeordnet. Insbesondere wird der Sensor 17 zur
Überwachung der Lage der Bogenseitenkanten bezüglich eines Seitenkantenanschlages
16, insbesondere eines Seitengeradstoßers 16, vorgesehen. Besonders bevorzugt werden
mindestens zwei bezüglich des Auslagestapels 9 an gegenüberliegenden Seiten angeordnete
Sensoren 17 zur gemeinsamen Erfassung des Bogenfalls ausgebildet.
[0081] Der Sensor 15, 17 kann beispielsweise einen den Stapelgrundriss 9.1 bzw. eine Anschlagebene
12.2, 14.2, 16.2 der Anschläge 12, 14, 16 schneidenden Sensorstrahl 15.1, 17.1 erzeugend
angeordnet sein. Besonders bevorzug wird der Sensorstrahl 17.1, 15.1 eine Anschlagebene
12.2, 14.2, 16.2 unterhalb einer gemeinsamen Schnittgeraden 28 von Greiferwagenebene
8.1 und Anschlagebene 12.2, 14.2, 16.2 schneidend angeordnet. Der Sensorstrahl 15.1,
17.1 schneidet damit die vertikale Stapelseitenfläche unterhalb der Schnittgeraden
28 und oberhalb der sich bildenden Stapeloberfläche. Die Greiferwagenebene 8.1 kann
dabei durch die unmittelbar über dem Auslagestapel 9 in Bogentransportrichtung 39
verlaufende Greiferwagenbahn bzw. von sich unmittelbar über dem Auslagestapel 9 horizontal
in Bogentransportrichtung 39 bewegenden Greiferaufschlägen der Greiferwagen 8 aufgespannt
werden. Durch den eine Anschlagebene 12.2, 14.2, 16.2 schneidenden Sensorstrahl 15.1,
17,1 werden Bogen 7 detektiert, welche bereits eine Fallstrecke zwischen den Anschlägen
12, 14, 16 zurückgelegt haben. Damit können insbesondere auch zwischen den Anschlägen
12, 14, 16 festsitzende Bogen 7, also beispielsweise Klemmbogen, erkannt werden, die
sonst nicht zu detektieren sind.
[0082] Von dem mindestens einen Sensor 15, 17 kann ein Sensorsignal ausgegeben werden, wenn
ein fallender Bogen 7 detektiert oder erkannt wird. Bevorzugt werden mehrere insbesondere
unmittelbar aufeinander folgend fallende Bogen 7 detektiert. Weiterbildend steht der
Sensor 15, 17, 25, 26, 30 mit einer Auswerte- oder Steuereinrichtung in Verbindung
steht, welcher Daten über den Bogentransport zur Verfügung stehen. Die Sensorsignale
des Sensors 15, 17 werden bevorzugt von der Auswerte- oder Steuereinrichtung mit Soll-Werten
verglichen, wobei bei Überschreiten von Toleranzgrenzen eine Maschinenfunktion, insbesondere
ein Maschinenhalt, initiiert wird.
[0083] Die Fig. 12 zeigt einen Auslagestapel 9 in Bogentransportrichtung 39 gesehen mit
sensorüberwachten Seitenkantenanschlägen 16. Die Seitenkantenanschläge 16 sind hier
bevorzugt als gegen die Stapelseitenkanten des Auslagestapels 9 bewegbare Seitengeradstoßer
16 ausgeführt. Die Seitenkantenanschläge 16 weisen dabei jeweils eine dem Stapelbereich
des Auslagestapels 9 zugewandte Anschlagfläche 16.1 auf, die je eine vertikale Seitenkantenanschlag-Ebene
16.2 aufspannt. Die Seitenkantenanschlag-Ebenen 16.2 sind bevorzugt senkrecht und
parallel zur Bogentransportrichtung 39 ausgerichtet aufgespannt.
[0084] Zumindest einem bevorzugt allen beiden Seitenkantenanschlägen 16 ist ein Seitenkantensensor
17 zugeordnet. Ein Seitenkantensensor 17 kann beispielsweise an einem Seitengeradstoßer
16 angeordnet sein, ohne dabei Rüttelbewegungen ausführen zu müssen. Ein Seitenkantensensor
17 erzeugt einen Sensorstrahl 17.1, der in den zwischen den Seitenkantenanschlägen
16 befindlichen Bereich gerichtet ist. Insbesondere ist der Sensorstrahl 17.1 in den
Stapelgrundriss 9.1 des Auslagestapels 9 gerichtet. Neben der in den Stapelgrundriss
9.1 gerichteten Komponente weist der Sensorstrahl 17.1 bevorzugt auch eine vertikale
Komponente in Richtung der über dem Auslagestapel 9 umlaufenden Greiferwagen 8 auf.
Bevorzugt werden fallende Bogen 7 durch beide Seitenkantensensoren 17 in einem jeweiligen
Seitenkanten-Überwachungsbereich 16.3 detektiert bzw. erkannt. Der Seitenkanten-Überwachungsbereich
16.3 kann beispielsweise von der Seitenkantenanschlag-Ebene 16.2 eines Seitenkantenanschlages
16 bis ca. zur Mitte des Auslagestapels 9 gebildet sein. Bevorzugt befindet sich der
Seitenkanten-Überwachungsbereich 16.3 benachbart zur Seitenkantenanschlag-Ebene 16.2
und kann bis zu 150 mm in den Stapelgrundriss 9.1 reichen.
[0085] Der mindestens eine Seitenkantensensor 17 steht dabei mit einer Auswerteinrichtung
bzw. einer Steuereinrichtung, beispielsweise der Maschinensteuerung, in Verbindung.
Mittels der Auswerte- oder Steuereinrichtung werden die vom Seitenkantensensor 17
gelieferten Signale als Ist-Werte mit vorgebbaren Soll-Werten verglichen. Insbesondere
werden beide Seitenkantensensoren 17 gemeinsam bezüglich eines jeweiligen fallenden
Bogens 7 ausgewertet. Bei Toleranzwertüberschreitung kann eine entsprechende Maschinenfunktion
initiiert werden. Insbesondere wird als Ablagefehler detektiert, wenn der Seitenkantensensor
17 den Bogen 7 zu vorgegebenen Zeiten nicht erkennt und/oder wenn die Winkeldifferenz
(insbesondere des Maschinenwinkels als Zustandsparameter der Druckmaschine für eine
dynamische Bogenablageüberwachung) bzw. der Abstand zweier nacheinander folgender
benachbarter Bogen 7 zu groß bzw. zu klein ist. Bevorzugt können die Sensorsignale
interpretiert werden als Bogen 7, der im Schacht fest hängt (Klemmbogen) oder als
Bogen 7 welcher sich axial versetzt über einem der Seitenkantenanschläge 16 befindet
(Falschbogen 7.1 oder Schiefbogen 7.2). Insbesondere vorteilhaft dabei ist, dass auch
die den Ablageschacht blockierenden Bogen 7 (Klemmbogen) erkannt werden können. Besonders
bevorzugt werden sowohl Bogen 7 erkannt, die außerhalb des Stapelgrundrisses 9.1 liegen
(Falschbogen 7.1 oder Schiefbogen 7.2), als auch Bogen 7, die innerhalb den Ablageschacht
blockieren (Klemmbogen). Weiterbildend können geeignete Maßnahmen, insbesondere gemäß
dem detektierten Fehlerfall, initiiert werden, die eine Havarie vermeiden. Es wird
dabei eine verbesserte Bogenfallkontrolle geschaffen.
[0086] Es wird eine Auslage für eine bogenverarbeitende Maschine mit einem Bogenfördersystem
zum Fördern von Bogen 7 über einen Auslagestapel 9 bereitgestellt, wobei Anschläge
12, 14, 16 zum Ausrichten des Auslagestapels 9 vorgesehen sind, wobei mindestens ein
Sensor 15, 17, 25, 26, 30 zur Überwachung der Bogenablage vorgesehen ist und wobei
ein Sensor 15, 17 derart ausgebildet ist, dass mit diesem mindestens zwei aufeinander
folgend fallende Bogen 7 detektierbar sind. Bevorzugt werden dabei mindestens zwei
Sensoren 15, 17 beabstandet zueinander und derart ausgebildet, dass mit diesen gleichzeitig
fallende Bogen 7 detektierbar sind. Beispielsweise können mindestens zwei Sensoren
15 beabstandet zueinander einer Stapelhinterkante, insbesondere Hinterkantenanschlägen
14, und/oder einer Stapelseitenkante, insbesondere Seitenkantenanschlägen 16, zugeordnet
sein.
[0087] Bevorzugt ist der mindestens eine Sensor 15, 17 als berührungslos arbeitender Sensor
15, 17, insbesondere als optischer Sensor oder als Laser-Sensor, ausgebildet. Mit
dem berührungslos arbeitenden Sensor 15, 17 werden die bei der Bogenablage aufeinander
folgend fallenden Bogen 7 detektiert. Mit dem Sensor 15, 17 werden dabei die aufeinander
folgend fallenden Bogen 7 bevorzugt einzeln detektiert, wobei der Sensor 15, 17 ein
Sensorsignal ausgibt, wenn ein fallender Bogen 7 detektiert wird. Weiterbildend kann
der Hinterkantensensor 15 mit Hintergrundausblendung ausgeführt sein. Weiter kann
ein minimaler und ein maximaler Abtastort, insbesondere der überwachte Punkt 15.2,
17.2, veränderbar bzw. einstellbar ausgeführt sein.
[0088] Weiter kann der mindestens eine Sensor 15, 17, 25, 26, 30 mit einer Auswerte- oder
Steuereinrichtung in Verbindung stehen, welcher Daten über den Bogentransport zur
Verfügung stehen. Diese Daten können eingegeben oder automatisch generiert sein. Die
Auswerte- oder Steuereinrichtung verfügt insbesondere über einen Speicher, in welchem
Kenndaten wie Soll-Werte bzw. Toleranzwerte, beispielsweise als jobabhängige Kurven,
gespeichert sind. Durch die Auswerte- oder Steuereinrichtung kann ein Vergleich der
Sensorsignale mit Daten über den Bogentransport erfolgen, wobei bei einer Detektion
eines oder mehrerer fehlerhaft fallender Bogen 7 eine Maschinenfunktion, insbesondere
ein Maschinenhalt, initiiert werden kann.
[0089] Insbesondere kann zu vorgegebenen Zeiten eine Kontrolle durch den Sensor 17, 15 zu
Zeitpunkten erfolgen, in denen die Soll-Position des Bogens 7 genau bekannt und/oder
konstruktiv bestimmbar ist: Beispielsweise kann in einem ersten Zeitpunkt kurz nach
der Greiferwagen-Passage mit gefassten Bogen 7 eine Sensor-Abfrage erfolgen, wobei
ein Sensorsignal bedeutet, dass ein Gutbogen, also ein fehlerfrei fallender Bogen
7, vorliegt. Beispielsweise kann zu einem zweiten Zeitpunkt kurz vor Greiferwagen-Passage
eine Sensor-Abfrage erfolgen, wobei ein Sensorsignal bedeutet, dass ein fehlerhaft
abgelegter Bogen, beispielsweise ein Falschbogen 7.1, vorliegt. Dazu sollte der Sensor
17, 15 bezüglich der Bogentransportrichtung 39 in dem Bereich vor der Greiferöffnung
der Greiferwagen 8 positioniert sein.
[0090] Die Fig. 13 zeigt eine Draufsicht auf einen Auslagestapel 9 in der Auslage einer
bogenverarbeitenden Maschine, insbesondere einer Bogendruckmaschine, beispielsweise
wie oben beschrieben. In der Auslage sind Vorderkantenanschläge 12, Seitenkantenanschläge
16 und Hinterkantenanschläge 14 vorgesehen. Die Vorderkantenanschläge 12 spannen eine
Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 auf, der in Bogentransportrichtung 39 mindestens ein
Sensor 15, 17 zur Überwachung der Bogenablage und/der der Lage der Bogen 7 bezüglich
wenigstens eine Anschlages 12, 14, 16 vorgelagert ist. Dargestellt sind Hinterkantensensoren
15, die die Bogenablage bzw. die Lage der Bogen 7 bezüglich der Hinterkantenanschläge
14 und/oder der Seitenkantenanschläge 16 überwachen. Die Hinterkantensensoren 15 sind
den Hinterkantenanschlägen 14 benachbart zugeordnet und als berührungslos arbeitende
Sensoren, insbesondere optische Sensoren, beispielsweise als CCD-Sensor, oder Laser-Sensoren,
ausgeführt. Diese weisen ein ausreichend gutes Ansprechverhalten auf. Insbesondere
sind mindestens zwei Hinterkantensensoren 15 voneinander beabstandet den seitlichen
Bereichen zugeordnet. Weiterbildend erfolgt eine Formateinstellung der Hinterkantensensoren
15, so dass diese stets auf die seitlichen Bereiche der Bogenhinterkante gerichtet
werden können. Durch die seitliche Anordnung der Hinterkantensensoren 15 kann sowohl
die Lage der Bogenhinterkanten bezüglich der Hinterkantenanschläge 14 als auch mittelbar
die Lage der Bogenseitenkanten bezüglich der Seitenkantenanschläge 16 überwacht werden.
[0091] Besonders bevorzugt wird ein Hinterkantensensor 15 einer formatverstellbaren Bremsstation
der Bremseinheit 13 zugeordnet, so dass eine Positionierung der Hinterkantensensoren
15 auf das aktuelle Bogenformat erfolgen kann. Durch die Formateinstellung der mindestens
ein Bremselement, beispielsweise ein Saugband 13.1, tragenden Bremsstation erfolgt
eine automatische Formateinstellung des verbundenen Hinterkantensensors 15. Es können
aber auch weitere Bremsstationen mit Hinterkantensensoren 15 versehen sein, so dass
die Genauigkeit der Überwachung der Bogenhinterkanten über die Formatbreite verbessert
werden kann. Besonders bevorzugt ist an jeder Bremsstation ein Hinterkantensensor
15 befestigt, so dass stets eine Auswertung im gefährdeten seitlichen bzw. äußeren
Formatbereich gesichert ist.
[0092] Bevorzugt ist der Hinterkantensensor 15 einen Sensorstrahl 15.1 erzeugend ausgebildet
und angeordnet, so dass der Bogenfallbereich überwacht werden kann. Es wird bevorzugt
jeder einzelne fallende Bogen 7 detektiert. Bei einem fehlerhaft abgelegten Bogen
7, beispielsweise einem auf einem Seitenkantenanschlag 16 und/oder einem Saugband
13.1 abgelegten Falschbogen 7.2, wird eine nicht ordnungsgemäße Bogenfolge und damit
eine nicht ordnungsgemäße Bogenablage erkannt. Eine als sicherheitsrelevant eingestufte
nicht ordnungsgemäße Bogenablage kann daraufhin zu einer Initiierung einer Maschinenfunktion,
insbesondere zu einem Maschinenhalt, führen, wie oben bereits beschrieben.
[0093] Die Fig. 14 zeigt einen Auslagestapel 9 von der Seite mit einer vor dem Auslagestapel
9 angeordneten Bremseinheit 13. Die Bremseinheit 13 enthält hier eine Bremsstation
mit umlaufend angetriebenem Saugband 13.1 bzw. Bremsband um die jeweils freigegebenen
Bogen 7 von Maschinengeschwindigkeit auf Ablagegeschwindigkeit zu verzögern. Die Bremsstation
und weitere nicht dargestellte Bremsstationen sind an einer quer zur Bogentransportrichtung
39 angeordneten Traverse 14 insbesondere bewegbar befestigt. Bevorzugt erfolgt eine
formatabhängige Einstellung der Bremsstationen über die Bogenbreite an der Traverse
14. Die Traverse 14 kann dabei als Hinterkantenanschlag 14 die Bogenhinterkanten der
abzulegenden Bogen 7 ausrichten. Weiterbildend können der Traverse 14 separate Hinterkantenanschläge
14 insbesondere bewegbar zugeordnet sein, an denen sich die Bogenhinterkanten der
abzulegenden Bogen 7 ausrichten. Die Hinterkantenanschläge 14 können beispielweise
um eine in Bogentransportrichtung 39 orientierte Schwenkachse schwenkbar der Traverse
14 zugeordnet sein. Die Traverse 14 und/oder die Hinterkantenanschläge 14 weisen dabei
jeweils eine dem Stapelbereich des Auslagestapels 9 zugewandte Anschlagfläche 14.1
auf, die eine Anschlagebene 14.2 aufspannen. Die Anschlagebene 14.2 ist bevorzugt
senkrecht und quer zur Bogentransportrichtung 39 ausgerichtet aufgespannt.
[0094] Dem oder den Hinterkantenanschlägen 14 ist der mindestens eine Hinterkantensensor
15 zur Detektion der fallenden Bogen 7 zugeordnet. Der Hinterkantensensor 15 kann
beispielsweise oberhalb der Traverse 14 angeordnet sein. Bevorzugt ist der Hinterkantensensor
15 von der Anschlagebene 14.2, also von den hier senkrecht fallenden Bogenhinterkanten,
in einem Abstand von 0 bis 150 mm, bevorzugt aber 10 bis 50 mm, angeordnet. Beispielsweise
kann durch den Hinterkantensensor 15 die Bogenhinterkante in einer Höhe von 20 bis
40 mm über der Stapeloberfläche detektiert werden. Der mindestens eine Hinterkantensensor
15 kann der Traverse 14 fest oder bewegbar zugeordnet sein. Zur qualitativen Verbesserung
des Messergebnisses kann der oder mehrere Hinterkantensensoren 15 drehbar und/oder
schwenkbar ausgeführt sein. Bevorzugt wird der Hinterkantensensor 15 aber einer Bremsstation
zugeordnet und somit mit dieser verstellt. Weiterbildend kann der Hinterkantensensor
15 höhenverstellbar, beispielsweise mit der Niveauregulierung der Stapeloberfläche,
ausgeführt sein. Der vom Hinterkantensensor 15 erzeugte Sensorstrahl 15.1 kann eine
zumindest annähernd horizontale in Richtung des Bogenfallbereichs gerichtete Erstreckung
aufweisen.
[0095] Dargestellt ist der Sensorstrahl 15.1 mit einer nach unten gerichteten Komponente.
Weiter kann auch die Neigung des Sensorstrahls 15.1 zur Horizontalen veränderbar oder
einstellbar ausgebildet sein.
[0096] Die im Bogenfallbereich folgend fallenden Bogen 7 durchlaufen den Sensorstrahl 15.1
und werden an einem überwachten Punkt 15.2 mittels eines Empfängers bzw. Aufnehmers
des Hinterkantensensors 15 detektiert. Der vom Hinterkantensensor 15 überwachte Punkt
15.2 kann dabei innerhalb des Bogenfallbereiches oder an der Bogenhinterkante liegen.
Besonders die Bogenhinterkante kann beispielsweise als Linie vom optischen Sensor
oder Laser-Sensor sehr gut erkannt werden. Der Hinterkantensensor 15 ist bevorzugt
derart ausgebildet, dass jeweils einzelne Bogen 7 einer Folge aufeinander folgend
fallender Bogen 7 detektiert werden kann. Der oder die Hinterkantensensoren 15 stehen
mit einer Auswerte- oder Steuereinrichtung, beispielsweise der Maschinensteuerung,
in Verbindung. Mittels der Auswerte- oder Steuereinrichtung werden die vom Hinterkantensensor
15 übermittelten Signale mit vorgebbaren Soll-Werten verglichen. Beispielsweise werden
mindestens zwei, insbesondere die äußeren, oder alle Hinterkantensensoren 15 gemeinsam
bezüglich eines einzelnen jeweiligen fallenden Bogens 7 ausgewertet. Bei Toleranzwertüberschreitung
kann eine entsprechende Maschinenfunktion initiiert werden. Insbesondere wird als
Ablagefehler detektiert, wenn ein Hinterkantensensor 15 den Bogen 7 zu vorgegebenen
Zeiten nicht erkennt und/oder wenn die Winkeldifferenz (insbesondere des Maschinenwinkels
als Zustandsparameter der Druckmaschine für eine dynamische Bogenablageüberwachung)
bzw. der Abstand zweier nacheinander folgend fallender unmittelbar benachbarter Bogen
7 zu groß bzw. zu klein ist. Bevorzugt können die Sensorsignale interpretiert werden
als Bogen 7, der im Schacht fest hängt (Klemmbogen) oder als Bogen 7 welcher sich
axial versetzt über einem der Seitenkantenanschläge 16 und/oder Hinterkantenanschlägen
14 befindet (Falschbogen 7.1 oder Schiefbogen 7.2). Weiterbildend ist es vorgesehen,
über die Bogenbreite mindestens drei Hinterkantensensoren 15 und/oder bevorzugt an
beiden Bogenseiten zwei in Bogenfallrichtung nacheinander angeordnete Hinterkantensensoren
15 einzusetzen. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, die Fallgeschwindigkeit und/oder
das Flächenprofil der fallenden Bogen 7 zu ermitteln. Aus diesen Ergebnissen können
die Fallgeschwindigkeit beeinflussende Elemente, wie Lüfter des Blasrahmens, Blasrohre
etc., gezielt angesteuert und der Bogenfall gezielt verändert werden. Weiterhin können
damit Farbablagerungen (Pickel) vermieden werden bzw. die Einfahrbewegung eines Hilfsstapeltisches
(z. B. Non-Stop-Rollo 41) in den Stapelbereich problemlos ausgeführt werden. Dabei
können auch bereits vorhandene Sensoren, wie Sensoren zur Ermittlung der Stapelhöhe,
des Stapelniveaus usw., mit der Auswerte- oder Steuereinrichtung verbunden werden,
und deren Signale in die Ergebnisse integriert werden. Durch gezielte Sensorauswertung
können spezielle Qualitätsproblemen, wie Eckenbildung beispielsweise an der Bogenhinterkante,
erkannt werden. Durch Erhöhung des Blasdruckes der Eckenbläser kann anschließend der
Qualitätsmangel beseitigt werden. Die Mangelbeseitigung kann insbesondere durch Mitteilung
an den Drucker oder automatisch durch die Maschine erfolgen. Eine solche Sensoranordnung
kann ebenfalls ein einer Bogenseitenkante zum Einsatz kommen, so dass die Möglichkeit
der Einflussnahme auf die Bogenablage weiter verbessert werden kann. Ein Bogenlagesensor
kann dabei auch oberhalb des Auslagestapels 9 angeordnet sein, zur Ermittlung des
Flächenprofils der fallenden Bogen 7.
[0097] Die Fig. 15 zeigt weiterbildend einen weiteren Sensor 40 unterhalb des Hinterkantensensors
15, der beispielsweise als Stapellückensensor 40 zur Steuerung eines Non-Stop-Rollos
41 in eine Bogenlücke vorgesehen ist. Die von diesem Stapellückensensor 40 gelieferten
Sensorsignale bzw. Daten können insbesondere durch die Auswerte- oder Steuereinrichtung,
beispielsweise die Maschinensteuerung, mit den Sensorsignalen bzw. Daten des oder
der Hinterkantensensoren 15 verknüpft werden. Durch die Auswerte- oder Steuereinrichtung
kann dabei eine gemeinsame Auswertung der Sensorsignale bzw. Daten vorgenommen werden.
Durch die Auswerte- oder Steuereinrichtung kann dadurch eine Überprüfung bspw. auf
Plausibilität vorgenommen werden. Weiterhin kann die erreichbare Genauigkeit der Lagebestimmung
von Bogenkanten durch die Mehrzahl der Sensoren 15, 40 erhöht werden. Durch die weitere
Sensorik kann weiterbildend überprüft werden, ob ein Einfahren des Non-Stop-Rollos
41 problemlos durchgeführt werden kann. Weiterbildend kann bei der Detektion der Zwischenraum
zwischen zwei aufeinanderfolgend fallenden Bogen 7 festgestellt werden, um Bogenbeeinflussungsmittel,
wie das Non-Stop-Rollo 41, Bogengreifer, Bogensauger, Bogenbläser definiert in den
ermittelten Zwischenraum in den Stapelgrundriss 9.1 hinein zu bewegen. Bevorzugt besteht
die Möglichkeit, über entsprechende Software den günstigsten Einfahrzeitpunkt zu realisieren.
Weiter weiterbildend könnte auch eine Bogenzählung durch den mindestens einen Sensor
15, 40 durchgeführt werden.
[0098] Die Auswertung der Sensorsignale kann durch die Auswerte- oder Steuereinrichtung
beispielsweise derart erfolgen, dass Winkelwerte (insbesondere des Maschinenwinkels
als Zustandsparameter der Druckmaschine für eine dynamische Bogenablageüberwachung)
ermittelt werden, wenn ein jeweiliger Bogen 7 einen Sensorstrahl 15.1 eines Hinterkantensensors
15 passiert. In der Auswerte- oder Steuereinrichtung können Soll-Werte beispielsweise
als Winkelwerte hinterlegt sein, welche eingegeben, automatisch generiert oder angelernt
sein können. Diese Soll-Werte können in Abhängigkeit von Verarbeitungsgeschwindigkeit,
Bogenformat, Blasdruck des Blasrahmens usw. hinterlegt sein. Weicht der von der Auswerte-
oder Steuereinrichtung aus dem vom Hinterkantensensor 15 generierten Sensorsignal
ermittelte Winkelwerte vom Soll-Wert, ggf. unter Berücksichtigung von Toleranzen,
ab, kann auf einen fehlerhaft abgelegten Bogen 7 (Überschießbogen, Falschbogen 7.1,
Schiefbogen 7.2, Klemmbogen) geschlossen werden. Wenn sich Bogen 7 nicht ordnungsgemäß
zwischen den Seitenkantenanschlägen 16 bzw. Seitengeradstoßern 16 befinden, passieren
die Bogenhinterkanten die Sensorstrahlen 15.1 der Hinterkantensensoren 15 insbesondere
zu unterschiedlichen Maschinenwinkeln.
[0099] Durch weitere Sensoren 15, 17, 25, 26, 30 und/oder weitere Auswertung von Sensorsignalen
kann der Fehlerfall eingegrenzt oder bestimmt werden. Geeignete Maschinenfunktionen
können in Abhängigkeit des ermittelten Fehlerfalls initiiert werden. Auch aus den
vom Stapellückensensor 40 gelieferten Sensorsignalen kann die Bogenlage ermittelt
werden, wobei nach deren Auswertung entschieden werden kann, ob das Non-Stop-Rollo
41 ungehindert in den Bogenfallbereich einfahren kann. Damit wird insbesondere verhindert,
dass das Non-Stop- Rollo 41 beim Einfahren gegen eine Bogenhinterkante stößt. Weiterbildend
können alle Sensoren 15, 17, 25, 26, 30 zwecks Verbesserung der Funktion regelmäßig
insbesondere durch Blasluft gereinigt werden. Dies kann individuell oder regelmäßig
beispielsweise bei einem Stapelwechsel oder einer Betätigung der Auslageklappe erfolgen.
[0100] Die Fig. 16 zeigt einen Stapelgrundriss 9.1 eines Auslagestapels 9 mit möglichen
Überwachungsbereichen. Dabei können in der nicht weiter dargestellten Auslage angeordnete
Sensoren 25, 26, 30 einen Vorderkanten-Überwachungsbereich 12.3 überwachen, welcher
einer durch die Vorderkantenanschlag-Flächen 12.1 der Vorderkantenanschläge 12 aufgespannten
Vorderkantenanschlag-Ebene 12.2 in Bogentransportrichtung 39 nachgelagert ist. Gleichzeitig
können Seitenkantensensoren 17 Seitenkanten-Überwachungsbereiche 16.3 überwachen,
welche sich von jeweils einer durch die Seitenkantenanschlag-Flächen 16.1 der Seitenkantenanschläge
16 aufgespannten Seitenkantenanschlag-Ebene 16.2 in Richtung Stapelgrundriss 9.1 erstrecken.
Alternativ oder zusätzlich können auch die Bereiche außerhalb des Stapelgrundrisses
9.1 auf fehlerhaft abgelegte Bogen 7 überwacht werden. Alternativ oder zusätzlich
können gleichzeitig Hinterkantensensoren 15 einen Hinterkanten-Überwachungsbereich
14.3 überwachen, welcher einer durch die Hinterkantenanschlag-Flächen 14.1 der Hinterkantenanschläge
14 aufgespannten Hinterkantenanschlag-Ebene 14.2 in Bogentransportrichtung 39 nachgelagert
ist.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
[0101]
- 1
- Druckzylinder
- 2
- Antriebskettenrad
- 3
- Umlenkkettenrad
- 4
- Welle
- 5
- Welle
- 6
- Kette
- 7
- Bogen
- 7.1
- Falschbogen
- 7.2
- Schiefbogen
- 8
- Greiferwagen
- 8.1
- Greiferwagenebene
- 9
- Auslagestapel
- 9.1
- Stapelgrundriss
- 10
- Stapelplatte
- 11
- Hubkette
- 12
- Vorderkantenanschlag
- 12.1
- Vorderkantenanschlag-Fläche
- 12.2
- Vorderkantenanschlag-Ebene
- 12.3
- Vorderkanten-Überwachungsbereich
- 13
- Bremseinheit
- 13.1
- Saugband
- 14
- Hinterkantenanschlag
- 14.1
- Hinterkantenanschlag-Fläche
- 14.2
- Hinterkantenanschlag-Ebene
- 14.3
- Hinterkanten-Überwachungsbereich
- 15
- Hinterkantensensor
- 15.1
- Sensorstrahl
- 15.2
- überwachter Punkt
- 16
- Seitenkantenanschlag, Seitengeradstoßer
- 16.1
- Seitenkantenanschlag-Fläche
- 16.2
- Seitenkantenanschlag-Ebene
- 16.3
- Seitenkanten-Überwachungsbereich
- 17
- Seitenkantensensor
- 17.1
- Sensorstrahl
- 17.2
- überwachter Punkt
- 18
- Bogenleitblech
- 19
- Trockner
- 20
- Bestäubungseinheit
- 22
- Kettenführung
- 23
- Halter
- 24
- Erfassungseinheit
- 25
- Abtastsensor
- 25.1
- Sensor/Empfänger
- 25.2
- Reflektor
- 25.3
- Sensorstrahl
- 25.4
- überwachter Punkt
- 26
- Abtastsensor
- 26.1
- Sensor/Empfänger
- 26.2
- Reflektor
- 26.3
- Sensorstrahl
- 26.4
- überwachter Punkt
- 27
- minimales Bogenformat
- 28
- Schnittgerade von Greiferwagenebene und Anschlagebene
- 29
- weitere Erfassungseinheit
- 30
- weiterer Abtastsensor
- 30.1
- Sender/Empfänger
- 30.2
- Reflektor
- 30.3
- Sensorstrahl
- 30.4
- überwachter Punkt
- 31
- Reinigungseinheit
- 32
- Düseneinheit
- 32.1
- erste Austrittsöffnung
- 32.2
- zweite Austrittsöffnung
- 33
- Blasluftzuführung
- 34
- Blasluftstrahl
- 35
- Blasluftstrahl
- 36
- Gitterstruktur
- 37
- Probebogen-Finger
- 38
- Maschinenmitte
- 39
- Bogentransportrichtung
- 40
- Stapellückensensor
- 41
- Non-Stop-Rollo
1. Bogenverarbeitende Maschine mit einer Auslage und mit einem Bogen (7) zu einem Auslagestapel
(9) und mit einer jeweiligen Bogenvorderkante der Bogen (7) an mindestens zwei Vorderkantenanschläge
(12) transportierenden Bogenfördersystem, wobei die mindestens zwei Vorderkantenanschläge
(12) eine Vorderkantenanschlag-Ebene (12.2) aufspannen,
wobei mindestens ein weiterer Anschlag (16, 14) zum Ausrichten des Auslagestapels
(9) an einer weiteren Kante des Auslagestapels (9) vorgesehen ist und
wobei mindestens eine Erfassungseinheit (24, 29) zur Überwachung zumindest eines Punktes
(25.4, 26.4, 30.4) ausgebildet ist, der in Bogentransportrichtung (39) der Vorderkantenanschlag-Ebene
(12.2) nachgelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens ein Sensor (17, 15) zur Überwachung zumindest eines weiteren Punktes (17.2,
15.2) ausgebildet ist, der in Bogentransportrichtung (39) der Vorderkantenanschlag-Ebene
(12.2) vorgelagert ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine weitere Punkt (17.2, 15.2) innerhalb oder außerhalb des Stapelgrundrisses
(9.1) liegt.
3. Maschine nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der oder mehrere Sensoren (17, 15) zur Überwachung zweier voneinander beabstandeter
weiterer Punkte (17.2, 15.2) vorgesehen sind.
4. Maschine nach Anspruch 1, 2 und/oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere zu überwachende Punkte (17.2, 15.2, 25.4, 26.4, 30.4) unterschiedlichen Seiten
des Auslagestapels (9) zugeordnet sind.
5. Maschine nach Anspruch 1, 2, 3 und/oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer zu überwachender Punkt (15.2) einer weiteren Kante des Auslagestapels
(9) zugeordnet ist.
6. Maschine nach Anspruch 1, 2, 3, 4 und/oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor (17, 15) zur berührungslosen Überwachung der Lage zumindest
eines Bogens (7) bezüglich des weiteren Anschlages (16, 14) ausgebildet ist.
7. Maschine nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5 und/oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor (17, 15) beabstandet von der Anschlagfläche (16.1, 14.1)
des weiteren Anschlages (16, 14) angeordnet ist.
8. Maschine nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6 und/oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor (15) einem hinteren Bereich des Auslagestapels (9) zugeordnet
ist und/oder der mindestens eine Sensor (17, 15) zur Formateinstellung verlagerbar
aufgenommen ist.
9. Maschine nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 und/oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor (15) einer formatverstellbaren Bremsstation einer Bremseinheit
(13) zugeordnet ist.
10. Maschine nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 und/oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Erfassungseinheit (24, 29) als eine den Punkt (25.4, 26.4, 30.4)
berührungslos überwachende Erfassungseinheit (24, 29) ausgebildet ist.
11. Maschine nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und/oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Erfassungseinheit (24, 29) einen zur Überwachung des zumindest
einen Punktes (25.4, 26.4, 30.4) eingesetzten Sensorstrahl (25.3, 26.3, 30.3) erzeugend
angeordnet ist.
12. Verfahren zum Betrieb einer bogenverarbeitenden Maschine mit einem Bogen (7) zu einem
Auslagestapel (9) und mit einer jeweiligen Bogenvorderkante der Bogen (7) an mindestens
zwei Vorderkantenanschläge (12) transportierenden Bogenfördersystem,
wobei die mindestens zwei Vorderkantenanschläge (12) eine Vorderkantenanschlag-Ebene
(12.2) aufspannen,
wobei mindestens ein weiterer Anschlag (16, 14) zum Ausrichten des Auslagestapels
(9) an einer weiteren Kante des Auslagestapels (9) vorgesehen ist und
wobei mindestens eine Erfassungseinheit (24, 29) zumindest einen Punkt (25.4, 26.4,
30.4) überwacht, der in Bogentransportrichtung (39) der Vorderkantenanschlag-Ebene
(12.2) nachgelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass weiterhin zumindest ein der Vorderkantenanschlag-Ebene (12.2) in Bogentransportrichtung
(39) vorgelagerter weiterer Punkt (17.2, 15.2) überwacht wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein innerhalb oder außerhalb des Stapelgrundrisses (9.1) liegender weiterer Punkt
(17.2, 15.2) überwacht wird, wobei bei einer nicht ordnungsgemäßen Bogenablage eine
Maschinenfunktion, insbesondere ein Maschinenhalt, initiiert wird und/oder wobei eine
Maschinenfunktion in Abhängigkeit eines verarbeiteten Bedruckstoffes initiiert wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 und/oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine zu überwachende weitere Punkt (17.2, 15.2) bei einer Formatverstellung
verlagert wird.
15. Verfahren nach Anspruch 12, 13 und/oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass unterschieden wird zwischen Falschbogen (7.1), Schiefbogen (7.2) und Klemmbogen,
wobei eine Maschinenfunktion in Abhängigkeit eines detektierten Fehlerfalls initiiert
wird.
1. A sheet processing machine having a delivery unit and a sheet conveying system transporting
sheets (7) to a delivery stack (9) and having a respective sheet leading edge of the
sheets (7) onto at least two leading edge stops (12), wherein the at least two leading
edge stops (12) define a leading edge stop plane (12.2),
wherein at least one further stop (16, 14) is provided for aligning the delivery stack
(9) on a further edge of the delivery stack (9) and
wherein at least one detecting unit (24, 29) is configured for monitoring at least
one point (25.4, 26.4, 30.4) which is positioned downstream of the leading edge stop
plane (12.2) in the sheet transport direction (39),
characterized
in that at least one sensor (17, 15) is configured for monitoring at least one further point
(17.2, 15.2) which is positioned upstream of the leading edge stop plane (12.2) in
the sheet transport direction (39).
2. The machine according to claim 1, characterized in that the at least one further point (17.2, 15.2) lies within or outside of the stack layout
(9.1).
3. The machine according to claim 1 and/or 2, characterized in that the one or more sensors (17, 15) are provided for monitoring two further points (17.2,
15.2) spaced apart from each other.
4. The machine according to claim 1, 2 and/or 3, characterized in that several points (17.2, 15.2, 25.4, 26.4, 30.4) to be monitored are assigned to different
sides of the delivery stack (9).
5. The machine according to claim 1, 2, 3 and/or 4, characterized in that a further point (15.2) to be monitored is assigned to a further edge of the delivery
stack (9).
6. The machine according to claim 1, 2, 3, 4 and/or 5, characterized in that the at least one sensor (17, 15) is configured for contact-free monitoring of the
location of at least one sheet (7) with respect to the further stop (16, 14).
7. The machine according to claim 1, 2, 3, 4, 5 and/or 6, characterized in that the at least one sensor (17, 15) is arranged spaced apart from the stop surface (16.1,
14.1) of the further stop (16, 14).
8. The machine according to claim 1, 2, 3, 4, 5, 6 and/or 7, characterized in that the at least one sensor (15) is assigned to a rear region of the delivery stack (9)
and/or the at least one sensor (17, 15) is displaceably held for adjusting a format.
9. The machine according to claim 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 and/or 8, characterized in that the at least one sensor (15) is assigned to a format adjustable brake station of
a brake unit (13).
10. The machine according to claim 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 and/or 9, characterized in that the at least one detecting unit (24, 29) is configured as a detecting unit (24, 29)
monitoring the point (25.4, 26.4, 30.4) in contact-free manner.
11. The machine according to claim 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 and/or 10, characterized in that the at least one detecting unit (24, 29) is arranged generating a sensor beam (25.3,
26.3, 30.3) for monitoring the at least one point (25.4, 26.4, 30.4).
12. A method for operating a sheet processing machine having a sheet conveying system
transporting sheets (7) to a delivery stack (9) and having a respective sheet leading
edge of the sheets (7) onto at least two leading edge stops (12), wherein the at least
two leading edge stops (12) define a leading edge stop plane (12.2),
wherein at least one further stop (16, 14) is provided for aligning the delivery stack
(9) on a further edge of the delivery stack (9) and
wherein at least one detecting unit (24, 29) monitors at least one point (25.4, 26.4,
30.4) which is positioned downstream of the leading edge stop plane (12.2) in the
sheet transport direction (39),
characterized
in that in addition at least one further point (17.2, 15.2) which is positioned upstream
of the leading edge stop plane (12.2) in the sheet transport direction (39) is monitored.
13. The method according to claim 12, characterized in that a further point (17.2, 15.2) lying within or outside of the stack layout (9.1) is
monitored, wherein in the event of an incorrect sheet delivery a machine function,
in particular a machine stop, is initiated and/or wherein a machine function is initiated
in dependence on a processed printing material.
14. The method according to claim 12 and/or 13, characterized in that the at least one further point (17.2, 15.2) to be monitored is shifted in the event
of a format adjustment.
15. The method according to claim 12, 13 and/or 14, characterized in that a distinction is made between incorrect sheets (7.1), crooked sheets (7.2) and jammed
sheets, wherein a machine function is initiated in dependence on a detected error.
1. Machine de traitement de feuilles pourvue d'une sortie et d'un système de transport
de feuilles transportant des feuilles (7) en direction d'une pile de sortie (9), et
un bord avant des feuilles (7) se trouvant respectivement au niveau d'au moins deux
butées de bord avant (12),
dans lequel les au moins deux butées de bord avant (12) définissent un plan de butée
de bord avant (12.2),
dans lequel au moins une autre butée (16, 14) est destinée à orienter la pile de sortie
(9) au niveau d'un autre bord de la pile de sortie (9) et
dans lequel au moins une unité de détection (24, 29) est conçue pour surveiller au
moins un point (25.4, 26.4, 30.4) qui est situé en aval du plan de butée de bord avant
(12.2) dans le sens de transport des feuilles (39),
caractérisée
en ce qu'au moins un capteur (17, 15) est conçu pour surveiller au moins un autre point (17.2,
15.2) qui est situé en amont du plan de butée de bord avant (12.2) dans le sens de
transport des feuilles (39).
2. Machine selon la revendication 1, caractérisée en ce que le au moins un autre point (17.2, 15.2) se situe à l'intérieur ou à l'extérieur de
la projection horizontale de pile (9.1).
3. Machine selon la revendication 1 et/ou 2, caractérisée en ce que le ou plusieurs capteurs (17, 15) sont destinés à surveiller deux autres points (17.2,
15.2) espacés l'un de l'autre.
4. Machine selon la revendication 1 ,2 et/ou 3, caractérisée en ce que plusieurs points (17.2, 15.2, 25.4, 26.4, 30.4) à surveiller sont associés à différents
côtés de la pile de sortie (9).
5. Machine selon la revendication 1, 2, 3 et/ou 4, caractérisée en ce qu'un autre point (15.2) à surveiller est associé à un autre bord de la pile de sortie
(9).
6. Machine selon la revendication 1, 2, 3, 4 et/ou 5, caractérisée en ce que le au moins un capteur (17, 15) est conçu pour surveiller sans contact la position
d'au moins une feuille (7) par rapport à l'autre butée (16, 14).
7. Machine selon la revendication 1, 2, 3, 4, 5 et/ou 6, caractérisée en ce que le au moins un capteur (17, 15) est agencé à distance de la surface de butée (16.1,
14.1) de l'autre butée (16, 14).
8. Machine selon la revendication 1, 2, 3, 4, 5, 6 et/ou 7, caractérisée en ce que le au moins un capteur (15) est associé à une zone arrière de la pile de sortie (9)
et/ou le au moins un capteur (17, 15) est monté déplaçable pour le réglage du format.
9. Machine selon la revendication 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 et/ou 8, caractérisée en ce que le au moins un capteur (15) est associé à une station de freinage à format réglable
d'une unité de freinage (13).
10. Machine selon la revendication 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 et/ou 9, caractérisée en ce que la au moins une unité de détection (24, 29) est réalisée sous la forme d'une unité
de détection (24, 29) surveillant sans contact le point (25.4, 26.4, 30.4).
11. Machine selon la revendication 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 et/ou 10, caractérisée en ce que la au moins une unité de détection (24, 29) est agencée de manière à produire un
faisceau de capteur (25.3, 26.3, 30.3) utilisé pour surveiller le au moins un point
(25.4, 26.4, 30.4).
12. Procédé pour faire fonctionner une machine de traitement de feuilles pourvue d'un
système de transport de feuilles transportant des feuilles (7) en direction d'une
pile de sortie (9), et un bord avant des feuilles (7) se trouvant respectivement au
niveau d'au moins deux butées de bord avant (12),
dans lequel les au moins deux butées de bord avant (12) définissent un plan de butée
de bord avant (12.2),
dans lequel au moins une autre butée (16, 14) est destinée à orienter la pile de sortie
(9) au niveau d'un autre bord de la pile de sortie (9) et
dans lequel au moins une unité de détection (24, 29) surveille au moins un point (25.4,
26.4, 30.4) qui est situé en aval du plan de butée de bord avant (12.2) dans le sens
de transport des feuilles (39),
caractérisée
en ce qu'au moins un autre point (17.2, 15.2) situé en amont du plan de butée de bord avant
(12.2) dans le sens de transport des feuilles (39) est en outre surveillé.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'un autre point (17.2, 15.2) situé à l'intérieur ou à l'extérieur de la projection
horizontale de pile (9.1) est surveillé, dans lequel, lorsqu'une feuille n'est pas
déposée correctement, une fonction de machine, en particulier un arrêt de la machine,
est initiée et/ou dans lequel une fonction de la machine est initiée en fonction d'un
matériau à imprimer traité.
14. Procédé selon la revendication 12 et/ou 13, caractérisé en ce que le au moins un autre point (17.2, 15.2) à surveiller est déplacé lors d'un réglage
du format.
15. Procédé selon la revendication 12, 13 et/ou 14, caractérisé en ce qu'une distinction est établie entre une feuille incorrecte (7.1), une feuille de travers
(7.2) et une feuille coincée, dans lequel une fonction de machine est initiée en fonction
d'un dysfonctionnement détecté.