Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport eines Behälters
in einer Behälterreinigungsanlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, bevorzugt
zum Transport einer Kunststoffmehrwegflasche in einer Flaschenreinigungsanlage einer
Getränkeabfüllanlage.
Stand der Technik
[0002] Im Bereich von Getränkeabfüllanlagen ist es bekannt, Mehrwegflaschen vor der erneuten
Befüllung zu reinigen. Bei dieser Reinigung werden nicht nur die Flaschen restentleert,
von innen gereinigt und in einen hygienischen Zustand versetzt, sondern auch die Außenseiten
der jeweiligen Flaschen werden von Verschmutzungen befreit, eventuell aufgebrachte
Etiketten entfernt und Klebstoffreste entfernt.
[0003] Als Mehrwegflaschen werden heute nicht nur Glasflaschen verwendet, welche ein relativ
hohes Eigengewicht aufweisen, sondern auch Kunststoffflaschen, beispielsweise PET-Kunststoffflaschen.
Diese Kunststoffflaschen haben jedoch ein relativ geringes Eigengewicht, so dass sie
in Behälterzellen, in welchen sie durch die Flaschenreinigungsmaschine hindurchgeführt
werden, nicht zwangsweise in einer vorgegebenen Position verbleiben. Insbesondere
beim Ausspritzen von Kunststoffflaschen kann durch den über den Spritzmittelstrahl
aufgebrachten Impuls ein Wandern der Flasche innerhalb der Behälterzelle beobachtet
werden. Durch diese Bewegung der Mehrwegkunststoffflasche in der Behälterzelle verändert
sich jedoch die Position der Flaschenmündung relativ zur Behälterzelle, so dass ein
definiertes Ausspritzen des Flascheninnenraumes nicht immer gewährleistet ist, da
der Spritzstrahl durch die Mündung der Mehrwegflasche hindurch in den Flascheninnenraum
eintreten muss und entsprechend eine definierte Geometrie zwischen Spritzdüse und
Flaschenmündung vorliegen muss. Der Spritzstrahl ist aber relativ zur Behälterzelle
ausgerichtet, so dass bei einer Verschiebung der Flasche innerhalb der Behälterzelle
der Mündungsbereich der jeweiligen Flasche nicht an der vorgesehenen Position liegt
und entsprechend ein definiertes Ausspritzen des Flascheninnenraumes nicht erfolgen
kann.
[0004] Aus diesem Grunde wurden im Stand der Technik bereits Haltevorrichtungen vorgeschlagen,
mittels welchen die Flaschen in der Behälterzelle gehalten werden können. Beispielsweise
offenbart die
DE 196 37 860 A1 eine Vorrichtung zum Transportieren von Flaschen in einer Flaschenreinigungsmaschine,
wobei hier an einem Zellenträger oder dem Zellenmantel zeitweise aus der Ruheposition
in eine Klemmposition bewegbare Zentrierfinger angeordnet sind, welche federelastisch
in die Klemmposition vorgespannt sind.
[0005] Auch aus der
DE 296 04 453 U1 ist eine solche federnde Arretierung für Kunststoffflaschen bekannt. Die
EP 597 371 A1 schlägt eine Vorrichtung zum Transportieren von Flaschen in einer Flaschenreinigungsanlage
vor, bei welcher einfedernde Flaschenhalter vorgesehen sind.
[0006] Bei sämtlichen aus dem Stand der Technik bekannten Haltevorrichtungen werden die
jeweiligen elastisch vorgespannten Halteelemente beim Einschieben der jeweiligen Kunststoffflaschen
aufgeweitet und verrasten dann elastisch hinter einem entsprechenden Hinterschnitt
im Mündungsbereich. Hierdurch werden die Flaschen mechanisch beansprucht. Weiterhin
müssen die Halteelemente zum erneuten Entfernen der Flaschen wieder aufgespreizt werden,
wodurch in die Flaschenzellen eingegriffen werden muss.
[0007] Die
DE 235 939 C beschreibt eine selbsttätige Verschlusseinrichtung für Flaschenträger von Einweich-
und Pasteurisiervorrichtungen. Die
DE 42 26 616 A1 beschreibt eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zur Behandlung
von Behältern vor dem Befüllen. Die
DE 44 12 441 A1 beschreibt eine Waschmaschine für mit einem Halskragen versehene Kunststoffflaschen.
Weitere Vorrichtungen zum Halten von Flaschen gehen aus der
JP S54 39248 U und der
FR 1 074 383 A hervor.
Darstellung der Erfindung
[0008] Ausgehend von dem bekannten Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Vorrichtung zum Transportieren von Behältern in einer Behälterreinigungsanlage
anzugeben, bei welcher sowohl das Einführen als auch das Entnehmen der zu reinigenden
Behälter schonend und definiert stattfinden kann.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0010] Entsprechend wird eine Vorrichtung zum Transport eines Behälters in einer Behälterreinigungsanlage
gemäß Anspruch 1, bevorzugt zum Transport einer Kunststoffmehrwegflasche in einer
Flaschenreinigungsanlage einer Getränkeabfüllanlage, umfassend eine Behälterzelle,
bevorzugt mit einem Behälterzelleneinsatz, zur Aufnahme des Behälters und eine Verriegelungsvorrichtung
zur Verriegelung des Behälters in der Behälterzelle vorgeschlagen. Erfindungsgemäß
umfasst die Verriegelungsvorrichtung mindestens einen zwischen einer Verriegelungsposition
und einer Entnahmeposition verschwenkbaren Verriegelungshebel.
[0011] Dadurch, dass die Verriegelungsvorrichtung mindestens einen zwischen einer Verriegelungsposition
und einer Entnahmeposition verschwenkbaren Verriegelungshebel umfasst, ist es möglich,
den Behälter in die Behälterzelle zunächst einzuschieben, dann den Verriegelungshebel
von der Entnahmeposition in die Verriegelungsposition zu verschwenken, den Behälter
danach zu behandeln, und dann vor der erneuten Entnahme des Behälters aus der Behälterzelle
den Verriegelungshebel von der Verriegelungsposition wieder in die Entnahmeposition
zu verschwenken. Entsprechend wird der Mündungsbereich des jeweiligen zu behandelnden
Behälters nicht über Gebühr beansprucht, wenn der Behälter in die Behälterzelle eingeschoben
wird.
[0012] Weiterhin ergibt sich ein definiertes Verriegeln beziehungsweise Öffnen der Verriegelungsvorrichtung
derart, dass an vorgegebenen und bestimmten Positionen innerhalb der Behälterreinigungsanlage
ein Verriegeln beziehungsweise ein Öffnen der Verriegelungsvorrichtung durchgeführt
werden kann. Damit ist es über das Bereitstellen eines verschwenkbaren Verriegelungshebels
möglich, die Verriegelung beziehungsweise das Öffnen der Verriegelungsvorrichtung
aus der Verriegelungsposition in die Entnahmeposition durchzuführen, ohne dass in
das Innere der Behälterzelle eingegriffen werden muss, da der Verriegelungshebel auch
von außerhalb der Behälterzelle aus zugänglich ist. Auf diese Weise lässt sich eine
vereinfachte und bevorzugte Bedienung der Verriegelungsvorrichtung erreichen.
[0013] Behälterzelleneinsatz und Behälterzellenkörper können auch gemeinsam, beispielsweise
einstückig, ausgebildet sein. Entsprechend können die hier beschriebenen Merkmale
auch an einer ganzen Behälterzelle vorgesehen sein, oder einige der Merkmale an dem
Behälterzelleneinsatz und die anderen Merkmale an dem Behälterzellenkörper angeordnet
sein.
[0014] Erfindungsgemäß ist mindestens ein Arretierelement an dem Verriegelungshebel vorgesehen
und mindestens eine dazu komplementäre Arretierelementaufnahme ist an der Behälterzelle
angeordnet, oder alternativ ist mindestens ein Arretierelement an der Behälterzelle
angeordnet und mindestens eine dazu komplementäre Arretierelementaufnahme ist an dem
Verriegelungshebel vorgesehen.
[0015] Auf diese Weise kann einfach eine definierte Positionierung des Verriegelungshebels
in der Verriegelungsposition und vorzugsweise der Entnahmeposition erreicht werden,
wobei der hierzu erforderliche Mechanismus zuverlässig, wartungsarm und hygienisch
einwandfrei ausführbar ist.
[0016] Bevorzugt ist der Verriegelungshebel um eine an der Behälterzelle angeordnete Schwenkachse
verschwenkbar, bevorzugt um eine senkrecht zur Einschubachse des Behälters in die
Behälterzelle angeordnete Schwenkachse herum. Auf diese Weise kann durch ein nach
oben beziehungsweise nach unten Verschwenken des Verriegelungshebels der Verriegelungshebel
von der Verriegelungsposition in die Entnahmeposition beziehungsweise wieder zurück
in die Verriegelungsposition erreicht werden. Dies kann auch über entsprechende Führungsschienen
oder andere mechanische Steuervorrichtungen, welche außerhalb der Behälterzellen angeordnet
sind und welche sich in der Transportrichtung der Behälterzellen erstrecken, erreicht
werden, so dass hier eine zuverlässige und effiziente Bedienung des Verriegelungsmechanismus
erreicht werden kann.
[0017] Erfindungsgemäß ist der Verriegelungshebel zur Ausbildung einer formschlüssigen Verriegelung
und/oder einer reibschlüssigen Verriegelung mit dem Behälter ausgebildet, um eine
sichere Verriegelung des zu behandelnden Behälters zu erreichen.
[0018] Bevorzugt ist der Verriegelungshebel in die Verriegelungsposition vorgespannt, um
ein Öffnen während des Transports durch die Behälterreinigungsanlage hindurch zu verhindern.
[0019] Besonders bevorzugt ist der Verriegelungshebel sowohl in der Verriegelungsposition
als auch in der Entnahmeposition arretierbar. Auf diese Weise kann erreicht werden,
dass ein behälterschonendes Ein- und Ausbringen des Behälters in die Behälterzelle
durchgeführt werden kann, wenn der Verriegelungshebel in der Entnahmeposition arretiert
ist. In der Verriegelungsposition ist der Verriegelungshebel dann bevorzugt arretiert,
wenn der Behälter durch die Behälterreinigungsanlage hindurch fährt. Entsprechend
kann der Verriegelungshebel sowohl in der Verriegelungsposition festgehalten werden,
als auch in der Entnahmeposition, wodurch sich definierte Anlagenzustände einstellen
lassen.
[0020] Der Verriegelungshebel wird dabei bevorzugt über eine Arretiervorrichtung in der
Verriegelungsposition oder der Entnahmeposition arretiert, wobei die Arretiervorrichtung
bevorzugt ein vorgespanntes Arretierelement aufweist, welches zur Arretierung in eine
dazu komplementäre Arretierelementaufnahme eingreift.
[0021] Bevorzugt ist der Verriegelungshebel sowohl in der Verriegelungsposition, als auch
in der Entnahmeposition arretierbar, um definierte Anlagenzustände für jede Behälterzelle
herstellen zu können. Besonders bevorzugt ist dazu der Verriegelungshebel mittels
einer Arretiervorrichtung sowohl in der Entnahmeposition, als auch in der Verriegelungsposition
arretierbar. In einer weiter besonders bevorzugten Weiterbildung umfasst die Arretiervorrichtung
mindestens ein Arretierelement, bevorzugt eine vorgespannte Arretierkugel oder ein
Druckstück, und mindestens eine zu dem Arretierelement komplementäre Arretierelementaufnahme,
bevorzugt eine Ausnehmung für die Arretierkugel. Damit kann mittels einer einfachen
und betriebssicheren mechanischen Anordnung ein sicheres Arretieren des Verriegelungshebels
in den beiden Betriebszuständen erreicht werden.
[0022] In einer bevorzugten Weiterbildung sind eine Arretiervorrichtung zur Arretierung
des Verriegelungshebels in der Verriegelungsposition und eine weitere Arretiervorrichtung
zur Arretierung des Verriegelungshebens in der Entnahmeposition vorgesehen. So kann
eine sichere Arretierung in beiden Positionen des Verriegelungshebels sichergestellt
werden.
[0023] Bevorzugt sind zur Ausbildung der Arretiervorrichtung an der Behälterzelle je ein
Arretierelement zum Arretieren des Verriegelungshebels in der Verriegelungsposition
und in der Entnahmeposition vorgesehen und der Verriegelungshebel weist mindestens
eine Arretierelementaufnahme auf. Bevorzugt kann die Arretiervorrichtung durch ein
an der Behälterzelle vorgesehenes Arretierelement und am Verriegelungshebel je eine
Arretierelementaufnahme zum Arretieren des Verriegelungshebels in der Verriegelungsposition
und in der Entnahmeposition ausgebildet sein.
[0024] Bevorzugt sind der Verriegelungshebel und mindestens eine Arretiervorrichtung an
einem Trägerelement gehalten, bevorzugt an dem Trägerelement vormontiert, und das
Trägerelement ist mit der Behälterzelle verbunden, bevorzugt verbindbar. Dabei ist
besonders bevorzugt, wenn das Trägerelement sowohl mindestens eine Aufnahme für eine
Verschwenkachse des Verriegelungshebels, als auch mindestens eine Arretierelementaufnahme
und/oder eine Aufnahme für eine Arretierelementaufnahme aufweist. Auf diese Weise
lässt sich ein in sich geschlossenes Verriegelungssystem bereitstellen, welches bei
Bedarf an den Behälterzellen montiert werden kann, und mittels welchem bereits bestehende
Behälterzellen nachgerüstet werden können. Das Trägerelement ist bevorzugt als ausgeformtes
Blechteil vorgesehen, in welchem sowohl der Verriegelungshebel um eine Schwenkachse
verschwenkbar gehalten ist, als auch entsprechende Arretiervorrichtungen vorgesehen
sind, beispielsweise in Form von vorgespannten Arretierelementen und entsprechenden
komplementären Arretierelementaufnahmen, so dass der Verriegelungshebel bereits in
dem Trägerelement in der Verriegelungsposition und der Entnahmeposition arretierbar
ist. So wird ein zuverlässiges System bereitgestellt, mittels welchem ein zuverlässiges
Verriegeln beziehungsweise Lösen der Behälter in der Behälterzelle erreicht werden
kann.
[0025] Der Verriegelungshebel, die Arretiervorrichtung, das Trägerelement und/oder die Behälterzelle
sind bevorzugt aus einem Kunststoffmaterial hergestellt. Der Verriegelungshebel kann
dabei zur Ausbildung einer formschlüssigen Verriegelung und/oder einer reibschlüssigen
Verriegelung mit dem Behälter ausgebildet sein.
[0026] In einer bevorzugten Weiterbildung ist ein Formteil, bevorzugt ein Kunststoffspritzteil,
vorgesehen, welches einen die Verschwenkachse des Verriegelungshebels definierenden
Achsenzapfen, sowie mindestens einen eine Arretierelementaufnahme definierenden Zapfen
aufweist, wobei das Formteil zur Verbindung des Verriegelungshebels mit einem Steg
der Behälterzelle, bevorzugt einem Steg eines Behälterzelleneinsatzes, dient. Durch
das Formteil lässt sich eine kostengünstige und hygienisch einwandfreie Verbindung
zwischen Behälterzelleneinsatz und Verriegelungshebel herstellen.
[0027] Der Verriegelungshebel kann S-förmig ausgebildet sein, wobei der eine S-förmige Schenkel
zum tatsächlichen Verriegeln des Behälters dient, und der andere S-förmige Schenkel
zum Eingreifen in eine externe Führungsvorrichtung, welche zum Schalten des Verriegelungshebels
zwischen der Verriegelungsposition und der Entnahmeposition beim Durchlaufen der Reinigungsanlage
dient.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0028] Bevorzugte weitere Ausführungsformen und Aspekte der vorliegenden Erfindung werden
durch die nachfolgende Beschreibung der Figuren näher erläutert. Dabei zeigen:
- Figur 1
- eine Vorrichtung zum Transport eines Behälters in einer Behälterreinigungsanlage in
Form eines Behälterzelleneinsatzes in einer schematischen perspektivischen Ansicht
in einer ersten Ausführungsform;
- Figur 2
- eine schematische perspektivische Darstellung einer Vorrichtung zum Transport eines
Behälters in einer Behälterreinigungsanlage in einer zweiten Ausführungsform;
- Figur 3
- eine schematische Schnittdarstellung eines Arretierelements;
- Figur 4
- eine schematische perspektivische Darstellung einer Arretierelementaufnahme;
- Figur 5
- eine schematische perspektivische Darstellung einer Vorrichtung zum Transport eines
Behälters in einer Behälterreinigungsanlage in einer weiteren Ausführungsform;
- Figur 6
- eine schematische perspektivische Darstellung eines Arretierelements;
- Figur 7
- eine schematische perspektivische Darstellung eines Trägerelements;
- Figur 8
- eine schematische perspektivische Darstellung einer Vorrichtung zum Transport eines
Behälters in einer Behälterreinigungsanlage in noch einer weiteren Ausführungsform;
- Figur 9
- eine weitere schematische perspektivische Darstellung einer Vorrichtung zum Transport
eines Behälters in einer Behälterreinigungsanlage in einer weiteren Ausführungsform;
- Figur 10
- eine Detailansicht der Vorrichtung aus Figur 9; und
- Figur 11
- eine teilgeschnittene Detailansicht der Vorrichtung aus den Figuren 9 und 10.
Detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
[0029] Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele anhand der Figuren beschrieben.
Dabei werden gleiche, ähnliche oder gleichwirkende Elemente in den unterschiedlichen
Figuren mit identischen Bezugszeichen bezeichnet und auf eine wiederholte Beschreibung
dieser Elemente wird in der nachfolgenden Beschreibung teilweise verzichtet, um Redundanzen
zu vermeiden.
[0030] Figur 1 zeigt schematisch eine Vorrichtung 1 zum Transport eines Behälters in einer
Behälterreinigungsanlage. Die Vorrichtung 1 ist hier schematisch in Form eines Behälterzelleneinsatzes
10, welcher auch als Kopf einer Behälterzelle bezeichnet wird, gezeigt. Ein solcher
Behälterzelleneinsatz 10 wird üblicherweise in einen hier nicht gezeigten Behälterzellenkörper
eingesetzt, um ein Herausrutschen des jeweils aufgenommenen Behälters aus dem Behälterzellenkörper
zu verhindern. So wird die eigentliche Behälterzelle hergestellt. Der Behälterzelleneinsatz
10 kann dabei an die jeweils in einer Behälterzelle zu transportierenden Behälter
angepasst sein und entsprechend abhängig von der Höhe des jeweiligen Behälters sowie
der Ausgestaltung des Mündungsbereichs des jeweiligen Behälters entsprechende Dimensionen
und Formen aufweisen. Der Behälterzelleneinsatz 10 ist üblicherweise aus Kunststoff
gefertigt, wohingegen der Behälterzellenkörper häufig aus einem Metall, insbesondere
Stahl oder Edelstahl, ausgebildet ist. Der Behälterzelleneinsatz 10 wird üblicherweise
in eine Öffnung des Behälterzellenkörpers eingeschoben und dort mit ihm verbunden,
beispielsweise durch Verschrauben, Verrasten, Verkleben oder Verklemmen oder einem
anderen dauerhaften oder lösbaren Verbinden.
[0031] Der Behälterzelleneinsatz 10 und der Behälterzellenkörper können auch gemeinsam,
beispielsweise einstückig, ausgebildet sein. Entsprechend können die in dieser Beschreibung
exemplarisch anhand des Behälterzelleneinsatzes 10 beschriebenen Merkmale auch an
einer ganzen Behälterzelle vorgesehen sein, oder einige der Merkmale an dem Behälterzelleneinsatz
10 und die anderen Merkmale an dem Behälterzellenkörper angeordnet sein.
[0032] Beim Bestücken der Behälterzelle mit dem jeweiligen zu behandelnden Behälter wird
der Behälter dann in die Behälterzelle eingeschoben und liegt mit seinem Mündungsbereich
an dem Behälterzelleneinsatz 10 so an, dass auch eine Überkopfbehandlung des jeweiligen
Behälters ermöglicht wird. Insbesondere, um den zu behandelnden Behälter vollständig
zu entleeren, beispielsweise zu Beginn der Reinigung oder nach dem Durchlaufen eines
Tauchbades, und um den Behälter durch eine Spritzung auszuspritzen, wird der Behälter
üblicherweise so ausgerichtet, dass der Mündungsbereich nach unten zeigt, um ein vollständiges
Ausfließen der jeweiligen Fluide zu ermöglichen.
[0033] Die Vorrichtung 1 zum Transport eines hier nicht gezeigten Behälters in einer Behälterreinigungsanlage
weist eine Verriegelungsvorrichtung 2 auf, welche einen zwischen einer Verriegelungsposition
und einer Entnahmeposition verschwenkbaren Verriegelungshebel 20 aufweist. Der Verriegelungshebel
20 ist hier im Wesentlichen S-förmig ausgebildet und um eine Schwenkachse S herum
verschwenkbar. Die Schwenkachse S ist im Wesentlichen senkrecht zu einer Einschubachse
R des Behälterzelleneinsatzes 10 angeordnet.
[0034] Die Verriegelungsvorrichtung 2 dient dazu, zu behandelnde Behälter in der Behälterzelle
und insbesondere am Behälterzelleneinsatz 10 zu verriegeln, um eine problemlose Behandlung
der Behälter zu erreichen. Besonders Kunststoffflaschen wie beispielsweise PET Flaschen
sind relativ leicht und können vom Impuls eines Spritzstrahls einer Behälterreinigungsanlage
in der Behälterzelle verschoben werden oder gar aus der Behälterzelle herausgetragen
werden. Durch die Verriegelung der Behälter kann so eine betriebssichere Behandlung
durchgeführt werden.
[0035] Der Verriegelungshebel 20 weist einen Verriegelungsschenkel 22 auf, welcher mit einem
entsprechenden Hinterschnitt eines eingebrachten Behälters formschlüssig verriegelt
wird.
[0036] Ein Steuerschenkel 24 des Verriegelungshebels 20 ist ebenfalls vorgesehen, wobei
der Steuerschenkel 24 dazu vorgesehen ist, mit einer entsprechenden externen Steuerschiene
in Kontakt zu kommen, um den Verriegelungshebel von der Verriegelungsposition in die
Entnahmeposition beziehungsweise von der Entnahmeposition in die Verriegelungsposition
zu verschwenken. Dies geschieht insbesondere dann, wenn die Vorrichtung 1 und insbesondere
der Behälterzelleneinsatz 10 in Transportrichtung X durch die Behälterreinigungsanlage
transportiert wird und der Verriegelungsschenkel an den relativ zur Behälterreinigungsanlage
feststehenden Steuerschienen entlang streift.
[0037] In dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbespiel ist der Verriegelungshebel 20 um seine
Schwenkachse S herum an einem Elastomer 3 beziehungsweise mittels einer Elastomerachse
gelagert, mittels welchem der Verriegelungshebel 20 in die Verriegelungsposition vorgespannt
wird. Entsprechend hält der Verriegelungshebel 20 in der Verriegelungsposition den
in dem Behälterzelleneinsatz 10 aufgenommenen Behälter so lange in einer verriegelten
Position, bis der Verriegelungshebel 20 durch das Vorbeistreichen an einer entsprechenden
Steuerschiene von der Verriegelungsposition in die Entnahmeposition gebracht wird.
In der Entnahmeposition kann der dann gereinigte Behälter entnommen werden und ein
neuer zu reinigender Behälter eingebracht werden. Nachdem der Verriegelungshebel 20
von der Entnahmeposition wieder zurück in die Verriegelungsposition geschwenkt wurde,
wird er durch das Elastomer 3 wieder in die Verriegelungsposition vorgespannt.
[0038] Wie aus Figur 1 ebenfalls zu erkennen ist, ist eine zweite Verriegelungsvorrichtung
vorgesehen, welche identisch zu der ersten Verriegelungsvorrichtung 2 aufgebaut ist,
und welche radial gegenüberliegend zu der ersten Verriegelungsvorrichtung 2 an dem
Behälterzelleneinsatz 10 angeordnet ist.
[0039] Um eine verdrehsichere Anordnung des Elastomers 3 beziehungsweise der Elastomerachse
in dem Behälterzelleneinsatz 10 zu gewährleisten, weist das Elastomer 3 einen rechteckigen
beziehungsweise quadratischen Querschnitt auf und ist in entsprechende rechteckigen
beziehungsweise quadratischen Querschnitt aufweisende Öffnungen in dem Behälterzelleneinsatz
10 aufgenommen.
[0040] Figur 2 zeigt eine Vorrichtung 1 zum Transport eines Behälters in einer Behälterreinigungsanlage
in einer weiteren Ausführungsform wieder in Form eines Behälterzelleneinsatzes 10.
Wiederum ist der Verriegelungshebel 20 vorgesehen, welcher wiederum im Wesentlichen
S-förmig ausgebildet ist und einen Verriegelungsschenkel 22 und einen Steuerschenkel
24 aufweist.
[0041] Der Verschwenkhebel 20 ist um eine Achse 26 herum frei verschwenkbar gelagert, wobei
die Achse 26 auch durch zwei separate Achsenstücke ausgebildet sein kann, welche jeweils
von beiden Seiten durch den entsprechenden Steg 12 des Behälterzelleneinsatzes 10
hindurchgesteckt sind.
[0042] Der Verriegelungshebel 20 ist von der Verriegelungsposition in eine Entnahmeposition
verschwenkbar. Eine Arretiervorrichtung 4 weist ein beispielsweise in Figur 3 gezeigtes
Arretierelement 40 und eine beispielsweise in Figur 4 gezeigte Arretierelementaufnahme
42 auf. Die Arretiervorrichtung 4 dient dazu, den Verriegelungshebel 20 sowohl in
der Verriegelungsposition als auch in der Entnahmeposition zu arretieren.
[0043] In dem in Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Arretierelementaufnahmen
42 an oberhalb und unterhalb der Schwenkachse 26 angeordneten Positionen so vorgesehen,
dass entsprechende, dazu komplementäre Arretierelemente 40, welche in der Figur 2
durch den Steg 12 verdeckt werden, und welche in dem Verriegelungshebel 20 an den
entsprechenden Positionen aufgenommen sind, zur Arretierung dienen. Entsprechend kommt
in der Verriegelungsposition ein erstes Arretierelement 40 mit einer entsprechenden
Arretierelementaufnahme 42 in Eingriff, und in der Entnahmeposition entsprechend das
andere Arretierelement mit der anderen Arretierelementaufnahme.
[0044] Wie sich aus Figur 3 sofort ergibt, ist das Arretierelement 40 als mittels einer
Feder 400 in die Arretierposition vorgespannte Arretierkugel ausgebildet. Eine entsprechende
Ausnehmung 420, welche komplementär zu der Ausprägung der Kugel des Arretierelements
40 ist, dient dazu, die Kugel so aufzunehmen, dass die Arretierung erreicht werden
kann. Durch Aufbringen einer entsprechenden Kraft kann jedoch die Federvorspannung
der Feder 400 überwunden werden und die Kugel entsprechend entgegen der Federspannung
aus der Ausnehmung 420 der Arretierelementaufnahme 42 herausgedrückt werden, so dass
der Verriegelungshebel 20 von der Verriegelungsposition in die Entnahmeposition beziehungsweise
von der Entnahmeposition in die Verriegelungsposition bewegt werden kann, jeweils
unter Überwindung des entsprechenden Widerstandes.
[0045] Auf diese Weise kann durch ein einfaches Umschalten beziehungsweise in Kontaktbringen
mit einer Führungsschiene der Verriegelungshebel 20 entweder in der Verriegelungsposition
sicher gehalten werden, oder aber in der Entnahmeposition sicher gehalten werden.
Damit kann die jeweilige Führungsschiene beziehungsweise eine andere Führungsvorrichtung,
mittels welcher das Umschalten in der Behälterbehandlungsanlage erreicht wird, relativ
kompakt gehalten werden, da der Verriegelungshebel 20 in den jeweiligen Endpositionen
stabil gehalten wird. Auf diese Weise lässt sich das gesamte Design der Behälterreinigungsanlage
vereinfachen. Dennoch ist für ein sicheres Einschieben und Entnehmen der Behälter,
sowie für ein sicheres Halten der Behälter beim Durchlaufen der Reinigungsstrecke
gesorgt.
[0046] Weiterhin kann über eine solche stabile Arretierung des Verriegelungshebels 20 in
der Verriegelungsposition erreicht werden, dass auch ein umlaufender Betrieb der in
einer jeweiligen Behälterzelle aufgenommenen Behälter erreicht werden kann, beispielsweise
in einem Pausenbetrieb der Behälterreinigungsanlage. Entsprechend kann ein Behälter
dann, beispielsweise bei einer Zwei-End-Anlage, über das jeweilige Gegentrum, beispielsweise
das Untertrum, wieder zum Zuführbereich zurückgeführt werden. Auf diese Weise lässt
sich die Gesamtspeicherkapazität in der Behälterreinigungsanlage erhöhen, so dass
die Stautischkapazitäten vor einer solchen Anlage reduziert werden können.
[0047] In Figur 5 ist eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung 1 gezeigt, wobei hier
wiederum ein Behälterzelleneinsatz 10 in der prinzipiell bekannten Form gezeigt ist.
[0048] Die Verriegelungsvorrichtung 2 weist wiederum einen Verriegelungshebel 20 auf, welcher
zwischen einer Verriegelungsposition und einer Entnahmeposition verschwenkbar ist,
und welcher sowohl in der Verriegelungsposition als auch in der Entnahmeposition arretierbar
ist.
[0049] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein Trägerelement 5 vorgesehen, an welchem
der Verriegelungshebel 20 montiert ist. Das Trägerelement 5 ist mit entsprechenden
Stegen 12 des Behälterzelleneinsatzes 10 fest verbunden, beispielsweise über ein Federblech.
[0050] Das Trägerelement 5 selbst ist beispielsweise in Figur 7 gezeigt. Zwei seitliche
Profilbereiche 50 sind dazu vorgesehen, mit den Stegen 12 des Behälterzelleneinsatzes
10 in Kontakt zu kommen, und auf diesen aufgesetzt zu werden. Der in dieser Figur
nicht gezeigte Verriegelungshebel ist verschwenkbar um eine Schwenkachse, welche durch
entsprechende Bohrungen 52 hindurchgesteckt und in diesen gehalten wird, um ein Verschwenken
des Verriegelungshebels zwischen der Verriegelungsposition und der Entnahmeposition
zu ermöglichen. Oberhalb und unterhalb der Bohrungen 52 für die Verschwenkachse sind
Arretierelementaufnahmen 54 vorgesehen, mittels welchen ein, beispielsweise in Figur
6 gezeigtes Arretierelement in Form eines Druckstückes 56 einrasten können, um den
Verriegelungshebel 20 in der Verriegelungsposition oder der Entnahmeposition zu halten.
Das in Figur 6 gezeigte Druckstück 56 weist wiederum zwei Arretierkugeln 560 auf,
welche durch ein in Figur 6 nicht gezeigtes internes Vorspannmittel, beispielsweise
eine Vorspannfeder, nach außen hin vorgespannt werden. Das Druckstück 56 weist im
Wesentlichen die Breite des Verriegelungshebels 20 auf, derart, dass die Arretierkugeln
560 sich so weit über den Verriegelungshebel 20 nach außen erstrecken, dass sie in
die Arretierelementaufnahmen 54 des Trägerelements 5 eingreifen können. Der restliche
Teil des Druckstücks 56 ist vollständig im Verriegelungshebel 20 aufgenommen.
[0051] Der Verriegelungshebel 20 kann damit mit dem Trägerelement 5 vollständig vormontiert
werden, so dass es sich hierbei um eine montagefertige Einheit handelt, welche sowohl
ein Verschwenken des Verriegelungshebels 20 relativ zum Trägerelement um eine Schwenkachse
S ermöglicht, als auch ein zuverlässiges Arretieren des Verriegelungshebels 20 in
einer Verriegelungsposition und einer Entnahmeposition ermöglicht. Die gesamten strukturellen
Gegebenheiten sind entsprechend in dem Trägerelement 5 so vorgesehen, dass eine weitere
mechanische Belastung, beispielsweise durch die Vorspannung des Druckstücks 56, nicht
auf den Behälterzelleneinsatz 10 wirken.
[0052] Das Trägerelement 5 mit dem darin eingebrachten Verriegelungshebel 20, welcher seinerseits
die Arretiervorrichtung mit dem Druckstück 56 und der Arretierelementaufnahme 54 umfasst,
ist entsprechend vollständig und als gemeinsame Baugruppe an dem Behälterzelleneinsatz
10 montierbar. Entsprechend können auch bereits vorhandene Behälterzelleneinsätze
10 mit der vollständigen Baugruppe nachgerüstet werden, wenn eine Behälterreinigungsanlage
vom Glasflaschenbetrieb auf einen Kunststoffflaschenbetrieb umgerüstet werden soll.
Es ist sogar denkbar, die Baugruppe jeweils für einen bestimmten Betrieb aufzurüsten,
und dann für den Glasflaschenbetrieb wieder abzurüsten.
[0053] In Figur 8 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung 1 zum Transport
eines Behälters in einer Behälterreinigungsanlage in Form eines Behälterzelleneinsatzes
10 gezeigt. Eine Verriegelungsvorrichtung 2 umfassend einen Verriegelungshebel 20
ist wiederum vorgesehen, wobei der Verriegelungshebel 20 genauso wie mögliche Arretierelementaufnahmen
42 aus einem Kunststoffmaterial ausgebildet sind. In einem bevorzugten Beispiel, welches
als Ausschnittsvergrößerung gezeigt ist, ist ein Formteil 6 vorgesehen, welches als
Kunststoffelement ausgebildet ist, und welches sowohl einen Achsenzapfen 60 zum Bereitstellen
einer Verschwenkachse für den Verriegelungshebel 20 aufweist, als auch zwei Zapfen
62 zur Definition der Arretierelementaufnahmen 42 bereitstellt, über welche die Verriegelungsposition
und die Entnahmeposition definiert wird.
[0054] In der in Figur 8 gezeigten Ausführungsform wird das Formteil 6 in den Steg 12 des
Behälterzelleneinsatzes 10 durch entsprechende Bohrungen in dem Steg 12 hindurch eingepresst,
so dass hierdurch ein einfaches Zusammenbauen der Verriegelungsvorrichtung 2 ermöglicht
wird. Das Verwenden von Kunststoffformteilen führt außerdem zu einer besonders laugenbeständigen
Ausbildung, und gleichzeitig zu einer preisgünstigen Möglichkeit, die Verriegelungsvorrichtung
auszubilden.
[0055] Als Kunststoff für den Verriegelungshebel 20 beziehungsweise das Formteil 6 wird
bevorzugt ein solcher verwendet, welcher besonders laugenbeständig ist und sich durch
ein gutes Verschleißverhalten auszeichnet.
[0056] In Figur 9 ist eine weitere Variante der in Figur 8 gezeigten Ausführungsform zu
sehen, wobei die Vorrichtung 1 zum Transport eines Behälters in einer Behälterreinigungsanlage
wiederum einen Verriegelungshebel 20 aufweist, welcher mittels des aus der Figur 8
bekannten Formteils 6 an einem Steg 12 des Behälterzelleneinsatzes 10 angeordnet ist.
[0057] In einer Detaildarstellung, welche in den Figuren 10 und 11 zu sehen ist, ist zu
erkennen, dass in dem Behälterzelleneinsatz 10 weiterhin ein Quersteg 14 eingezogen
ist, welcher ein Überdrehen des Verriegelungshebels 20 verhindert. In Figur 11 ist
weiterhin die Anordnung der Arretiervorrichtung und insbesondere des Druckstücks 56
sowie der Arretierelementaufnahmen 42 zu sehen, welche, wie in Figur 8, über das Formteil
6 bereitgestellt wird.
[0058] Weiterhin ist aus Figur 11 schematisch auf der linken Seite die Verriegelungsposition
gezeigt und auf der rechten Seite die Entnahmeposition. Weiterhin ist schematisch
eine Flasche 100 eingezeichnet, wobei hier zu erkennen ist, dass der Verriegelungsschenkel
22 des Verriegelungshebels 20 unter den Halsring 110 der Flasche 100 eingreift, um
in der Verriegelungsposition, welche durch den Verriegelungshebel 20 auf der linken
Seite der Figur 11 gezeigt ist, ein Herausrutschen der Flasche 100 aus dem Behälterzelleneinsatz
10 zu verhindern.
[0059] Auf der rechten Seite in Figur 11 ist der Verriegelungshebel 20 entsprechend so ausgeschwenkt,
dass die Flasche 100 wieder entnommen werden kann.
Bezugszeichenliste
[0060]
- 1
- Vorrichtung zum Transport eines Behälters
- 10
- Behälterzelleneinsatz
- 12
- Steg
- 14
- Quersteg
- 100
- Flasche
- 110
- Halsring
- 2
- Verriegelungsvorrichtung
- 20
- Verriegelungshebel
- 22
- Verriegelungsschenkel
- 24
- Steuerschenkel
- 26
- Achse
- 3
- Elastomer
- 4
- Arretiervorrichtung
- 40
- Arretierelement
- 42
- Arretierelementaufnahme
- 400
- Feder
- 420
- Ausnehmung
- 5
- Trägerelement
- 50
- seitlicher Profilbereich
- 52
- Bohrung für Schwenkachse
- 54
- Arretierelementaufnahme
- 56
- Druckstück
- 560
- Arretierkugel
- 6
- Formteil
- 60
- Achsenzapfen
- 62
- Zapfen
- S
- Schwenkachse
- X
- Transportrichtung
- R
- Einschubachse
1. Vorrichtung (1) zum Transport eines Behälters (100) in einer Behälterreinigungsanlage,
bevorzugt zum Transport einer Kunststoffmehrwegflasche in einer Flaschenreinigungsanlage
einer Getränkeabfüllanlage, umfassend eine Behälterzelle, bevorzugt mit einem Behälterzelleneinsatz
(10), zur Aufnahme des Behälters (100) und eine Verriegelungsvorrichtung (2) zur Verriegelung
des Behälters (100) in der Behälterzelle, wobei
die Verriegelungsvorrichtung (2) mindestens einen zwischen einer Verriegelungsposition
und einer Entnahmeposition verschwenkbaren Verriegelungshebel (20) umfasst und der
Verriegelungshebel (20) zur Ausbildung einer formschlüssigen Verriegelung und/oder
einer reibschlüssigen Verriegelung mit dem Behälter (100) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens ein Arretierelement (40) an dem Verriegelungshebel (20) vorgesehen ist,
und mindestens eine dazu komplementäre Arretierelementaufnahme (42) an der Behälterzelle
angeordnet ist, wodurch eine definierte Positionierung des Verriegelungshebels (20)
in der Verriegelungsposition erreicht wird, oder
mindestens ein Arretierelement (40) an der Behälterzelle angeordnet ist und mindestens
eine dazu komplementäre Arretierelementaufnahme (42) an dem Verriegelungshebel (20)
vorgesehen ist, wodurch eine definierte Positionierung des Verriegelungshebels (20)
in der Verriegelungsposition erreicht wird.
2. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungshebel (20) an der Behälterzelle um eine Schwenkachse (S) herum verschwenkbar
gehalten ist, bevorzugt um eine senkrecht zur Einschubachse (R) des Behälters in die
Behälterzelle angeordnete Schwenkachse (S) herum.
3. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungshebel (20) in die Verriegelungsposition vorgespannt ist, bevorzugt
mittels eines Vorspannelements (3).
4. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungshebel (20) sowohl in der Verriegelungsposition, als auch in der
Entnahmeposition arretierbar ist.
5. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungshebel (20) mittels einer Arretiervorrichtung (4) sowohl in der Entnahmeposition,
als auch in der Verriegelungsposition arretierbar ist.
6. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretiervorrichtung (4) mindestens ein Arretierelement (40), bevorzugt eine vorgespannte
Arretierkugel (560) oder ein Druckstück (56), und mindestens eine zu dem Arretierelement
(40) komplementäre Arretierelementaufnahme (42), bevorzugt eine Ausnehmung (420) für
die Arretierkugel (560), aufweist.
7. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Arretiervorrichtung (4) zur Arretierung des Verriegelungshebels (20) in der
Verriegelungsposition und eine weitere Arretiervorrichtung (4) zur Arretierung des
Verriegelungshebens (20) in der Entnahmeposition vorgesehen sind.
8. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Behälterzelle je ein Arretierelement (40) zum Arretieren des Verriegelungshebels
(20) in der Verriegelungsposition und in der Entnahmeposition vorgesehen sind und
der Verriegelungshebel (20) mindestens eine Arretierelementaufnahme (42) aufweist.
9. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Behälterzelle ein Arretierelement (40) vorgesehen ist und am Verriegelungshebel
(20) je eine Arretierelementaufnahme (42) zum Arretieren des Verriegelungshebels (20)
in der Verriegelungsposition und in der Entnahmeposition vorgesehen sind.
10. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungshebel (20) und mindestens eine Arretiervorrichtung (4) an einem
Trägerelement (5) gehalten sind, bevorzugt an dem Trägerelement (5) vormontiert sind,
und das Trägerelement (5) mit der Behälterzelle verbunden ist, bevorzugt verbindbar
ist.
11. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement sowohl mindestens eine Aufnahme für eine Verschwenkachse des Verriegelungshebels
(20), als auch mindestens eine Arretierelementaufnahme (42) und/oder eine Aufnahme
für eine Arretierelementaufnahme (42) aufweist.
12. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Formteil (6), bevorzugt ein Kunststoffspritzteil, vorgesehen ist, welches einen
die Verschwenkachse (S) des Verriegelungshebels (20) definierenden Achsenzapfen (60),
sowie mindestens einen eine Arretierelementaufnahme (42) definierenden Zapfen aufweist,
wobei das Formteil (6) zur Verbindung des Verriegelungshebels (20) mit einem Steg
(12) der Behälterzelle, bevorzugt einem Steg (12) eines Behälterzelleneinsatzes (10),
dient.
1. Device (1) for transporting a container (100) in a container cleaning system, preferably
for transporting a plastic reusable bottle in a bottling cleaning system of a bottling
plant, comprising a container cell, preferably with a container cell insert (10),
for mounting the container (100) and a locking device (2) for locking the container
(100) in the container cell, wherein
the locking device (2) comprises at least one locking lever (20) which can be pivoted
between a locked position and a removal position, and the locking lever (20) is designed
to form a form-fitting lock and/or a frictional-type lock with the container (100),
characterised in that
at least one arresting element (40) is provided on the locking lever (20) and at least
one arresting element mount (42) complementary to the latter is arranged on the container
cell, whereby a defined positioning of the locking lever (20) is achieved in the locking
position or
at least one arresting element (40) is arranged on the container cell and at least
one arresting element mount (42) complementary to the latter is provided on the locking
lever (20), whereby a defined positioning of the locking lever (20) is achieved in
the locking position.
2. Device (1) according to claim 1, characterised in that the locking lever (20) is held on the container cell so as to be pivotable about
a pivot axis (S), preferably about a pivot axis (S) perpendicular to the insertion
axis (R) of the container into the container cell.
3. Device (1) according to claim 1 or 2, characterised in that the locking lever (20) is pretensioned in the locked position, preferably by means
of a pretensioning element (3).
4. Device (1) according to any of the preceding claims, characterised in that the locking lever (20) can be arrested both in the locked position and also in the
removal position.
5. Device (1) according to claim 4, characterised in that the locking lever (20) can be arrested by means of an arresting device (4) both in
the removal position and also in the locked position.
6. Device (1) according to claim 5, characterised in that the arresting device (4) has at least one arresting element (40), preferably a pretensioned
arresting ball (560) or a pressure piece (56), and at least one arresting element
mount (42) complementary to the arresting element (40), preferably a recess (420)
for the arresting ball (560).
7. Device (1) according to any of the preceding claims, characterised in that an arresting device (4) for arresting the locking lever (20) in the locked position
and an additional arresting device (4) are provided for arresting the locking lever
(20) in the removal position.
8. Device (1) according to any of the preceding claims, characterised in that on the container cell an arresting element (40) is provided both for arresting the
locking lever (20) in the locked position and in the removal position and the locking
lever (20) has at least one arresting element mount (42).
9. Device (1) according to any of the preceding claims, characterised in that on the container cell an arresting element (40) is provided and on the locking lever
(20) an arresting element mount (42) is provided both for arresting the locking lever
(20) in the locking position and in the removal position.
10. Device (1) according to any of the preceding claims, characterised in that the locking lever (20) and at least one arresting device (4) are held on a carrier
element (5), preferably are premounted on the carrier element (5), and the carrier
element (5) is connected to the container cell, preferably is connectable.
11. Device (1) according to claim 10, characterised in that the carrier element has both at least one mount for a pivot axis of the locking lever
(20) and also at least one arresting element mount (42) and/or a mount for an arresting
element mount (42).
12. Device (1) according to any of the preceding claims, characterised in that a moulding (6), preferably an injection moulding, is provided which has an axle pin
(60) defining the pivot axis (S) of the locking lever (20) and at least one pin defining
an arresting element mount (42), wherein the moulding (6) is used for connecting the
locking lever (20) to a web (12) of the container cell, preferably a web (12) of a
container cell insert (10).
1. Dispositif (1) de transport d'un récipient (100) dans une installation de nettoyage
de récipients, de préférence pour le transport d'une bouteille consignée en plastique
dans une installation de nettoyage de bouteille d'une installation de remplissage
de boissons, comprenant une cellule de récipient, de préférence avec un insert de
cellule de récipient (10), pour le logement du récipient (100) et un dispositif de
verrouillage (2) pour le verrouillage du récipient (100) dans la cellule de récipient,
dans lequel
le dispositif de verrouillage (2) comprend au moins un levier de verrouillage (20)
pivotable entre une position de verrouillage et une position de prélèvement, et le
levier de verrouillage (20) est conçu pour la formation d'un verrouillage par complémentarité
de forme et/ou d'un verrouillage par friction avec le récipient (100),
caractérisé en ce que
au moins un élément d'arrêt (40) est prévu au niveau du levier de verrouillage (20)
et au moins un logement d'élément d'arrêt (42) complémentaire à celui-ci est disposé
au niveau de la cellule de récipient, selon lequel un positionnement défini du levier
de verrouillage (20) est obtenu dans la position de verrouillage, ou
au moins un élément d'arrêt (40) est disposé au niveau de la cellule de récipient
et au moins un logement d'élément d'arrêt (42) complémentaire à celui-ci est prévu
au niveau du levier de verrouillage (20), selon lequel un positionnement défini du
levier de verrouillage (20) est obtenu dans la position de verrouillage.
2. Dispositif (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le levier de verrouillage (20) est maintenu, au niveau de la cellule de récipient,
de manière pivotable autour d'un axe de pivotement (S), de préférence autour d'un
axe de pivotement (S) disposé, dans la cellule de récipient, perpendiculairement à
l'axe d'introduction (R) du récipient.
3. Dispositif (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le levier de verrouillage (20) est précontraint dans la position de verrouillage,
de préférence au moyen d'un élément de précontrainte (3).
4. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le levier de verrouillage (20) peut être arrêté aussi bien dans la position de verrouillage
que dans la position de prélèvement.
5. Dispositif (1) selon la revendication 4, caractérisé en ce que le levier de verrouillage (20) peut être arrêté au moyen d'un dispositif d'arrêt
(4) aussi bien dans la position de prélèvement que dans la position de verrouillage.
6. Dispositif (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif d'arrêt (4) comprend au moins un élément d'arrêt (40), de préférence
une bille d'arrêt précontrainte (560) ou une pièce d'appui (56), et au moins un logement
d'élément d'arrêt (42) complémentaire à l'élément d'arrêt (40), de préférence un évidement
(420) pour la bille d'arrêt (560).
7. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que sont prévus un dispositif d'arrêt (4) pour l'arrêt du levier de verrouillage (20)
dans la position de verrouillage et un autre dispositif d'arrêt (4) pour l'arrêt du
levier de verrouillage (20) dans la position de prélèvement.
8. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, au niveau de la cellule de récipient, pour l'arrêt du levier de verrouillage (20)
sont prévus un élément d'arrêt (40) dans la position de verrouillage et un dans la
position de prélèvement, et le levier de verrouillage (20) comprend au moins un logement
d'élément d'arrêt (42).
9. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un élément d'arrêt (40) est prévu au niveau de la cellule de récipient et que, au
niveau du levier de verrouillage (20), pour l'arrêt du levier de verrouillage (20)
sont prévus un logement d'élément d'arrêt (42) dans la position de verrouillage et
un dans la position de prélèvement.
10. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le levier de verrouillage (20) et au moins un dispositif d'arrêt (4) sont maintenus
au niveau d'un élément de support (5), de préférence sont prémontés au niveau de l'élément
de support (5), et l'élément de support (5) est relié, de préférence peut être relié,
à la cellule de récipient.
11. Dispositif (1) selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'élément de support comprend aussi bien au moins un logement pour un axe de pivotement
du levier de verrouillage (20) qu'au moins un logement d'élément d'arrêt (42) et/ou
un logement pour un logement d'élément d'arrêt (42).
12. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'est prévue une pièce moulée (6), de préférence une pièce en plastique moulée par injection,
qui comprend un tourillon d'axe (60) définissant l'axe de pivotement (S) du levier
de verrouillage (20) ainsi qu'au moins un tourillon définissant un logement d'élément
d'arrêt (42), dans lequel la pièce moulée (6) sert à la liaison du levier de verrouillage
(20) avec une nervure (12) de la cellule de récipient, de préférence une nervure (12)
d'un insert de cellule de récipient (10).