[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verlegung einer Rohrleitung
in einem Bohrloch und ein entsprechendes Verfahren.
[0002] In der Vergangenheit wurden zahlreiche Verfahren und Vorrichtungen entwickelt, um
Rohrleitungen in Bohrlöchern im Boden zu verlegen und somit sensible Bereiche an der
Geländeoberfläche zu unterqueren, für die eine Verlegung im offenen Rohrgraben aus
beispielsweise technischen, ökologischen, rechtlichen und/oder wirtschaftlichen Gründen
nicht möglich oder erwünscht ist. Eine solche grabenlose Verlegung kann insbesondere
dort sinnvoll sein, wo die Oberfläche im Verlegungsbereich mit schweren Baumaschinen
nicht befahren werden kann (z.B. Moore, Gewässer) oder wo aus ökologischer Sicht keine
Baugenehmigung erteilt werden kann (z.B. in Naturschutzgebieten) oder wo der Einsatz
konventioneller Verlegetechniken zu teuer wäre (z.B. bei der Querung von Gewässern
oder Eisenbahnlinien).
[0003] WO 2012/095472 betrifft ein System und ein Verfahren zum radialen Aufweiten eines rohrförmigen Elements.
Das Verfahren umfasst die Schritte des Biegens des rohrförmigen Elements radial nach
außen und in axial umgekehrter Richtung, um einen aufgeweiteten rohrförmigen Abschnitt
zu bilden, der sich um einen nicht expandierten Rohrabschnitt erstreckt, wobei das
Biegen in einer Biegezone auftritt; Vergrößern der Länge des aufgeweiteten rohrförmigen
Abschnitt, indem der nicht expandierte Rohrabschnitt in axialer Richtung relativ zu
dem aufgeweiteten rohrförmigen Abschnitt vorgetrieben wird; Betreiben eines Bohrstrangs,
der sich durch den nicht aufgeweiteten rohrförmigen Abschnitt erstreckt und mit einem
Bohrer an einem Bohrlochende vorgesehen ist, um ein Bohrloch zu bohren; und Betreiben
einer Richtbohreinrichtung, die mit dem Bohrstrang verbunden ist, um das Bohrloch
längs einer vorbestimmten Bahn zu steuern.
[0004] DE 20 2012 004 882 U1 offenbart eine Rohrführungseinrichtung zum Führen eines Rohres, das in einen Untergrund
einzuführen ist, umfassend ein Hauptgestell zum Halten der Bestandteile der Rohrführungseinrichtung
und wenigstens zwei Führungselemente zum Ineingriffnehmen und Führen eines Rohres,
wobei die wenigstens zwei Führungselemente eine Durchführungsöffnung definieren, wobei
die Durchführungsöffnung eine axiale Achse hat, die einer Axialrichtung des Rohres
entspricht, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrführungseinrichtung ferner ein Hilfsgestell
umfasst, wobei die wenigstens zwei Führungselemente an dem Hilfsgestell angebracht
sind, wobei das Hilfsgestell an dem Hauptgestell angebracht ist und wobei das Hilfsgestell
im Verhältnis zu dem Hauptgestell um eine axiale Achse drehbar ist.
[0005] Bei einem in
DE 39 02 868 C1 beschriebenen Verfahren zum Erstellen eines am Umfang ausgesteiften, überwiegend
horizontal ausgerichteten Bohrlochs in Bodenformationen wird das Bohrloch mittels
eines Richtbohrwerkzeugs vorgetrieben und diesem ein Mantelrohr nachgeführt. Dabei
wird das Mantelrohr gleichzeitig und gleichförmig mit dem Richtbohrwerkzeug vorgetrieben
und das vordere Ende des Mantelrohrs durch den vorderen Teil des Richtbohrwerkzeugs
ausgerichtet.
[0006] Unter den bekannten grabenlosen Rohrverlegetechniken, die aktuell eingesetzt werden,
finden sich die Horizontalbohrtechnik (Horizontal Directional Drilling, HDD) und der
gesteuerte Rohrvortrieb (Microtunneling, MT).
[0007] Beim HDD-Verfahren wird in drei Arbeitsschritten vorgegangen. Zunächst wird eine
gesteuerte Pilotbohrung vom Startpunkt zum Zielpunkt einer Bohrung aufgefahren. Sodann
wird diese Pilotbohrung quasi im "Rückwärtsgang" in einem oder mehreren Schritten
auf einen so großen Durchmesser aufgeweitet, das die für die Verlegung vorgesehene
Rohrleitung im letzten Arbeitsschritt dann in das aufgeweitete Bohrloch eingezogen
werden kann. Das Einziehen erfolgt in der Regel ebenfalls "rückwärts" vom Ziel- zum
Startpunkt. Verfahrensbedingt sind sowohl am Start- als auch Zielpunkt große Arbeitsflächen
erforderlich.
[0008] Mit dem HDD-Verfahren können Rohrleitungen von ca. 50 mm bis ca. 1.400 mm Durchmesser
und in Längen von ca. 50 m bis über 3.000 m verlegt werden.
[0009] Nachteile des HDD-Verfahrens liegen im Bedarf nach großen Arbeitsflächen sowohl am
Start- als auch am Zielpunkt und im dem mit der Vielzahl von Arbeitsschritten verbundenen
Zeitaufwand.
[0010] Demgegenüber ermöglicht das MT-Verfahren die einphasige Verlegung einer Rohrleitung,
da gleichzeitig ein Bohrloch erstellt und die aus Einzelrohren sukzessive zusammengesetzte
Rohrleitung darin verlegt wird.
[0011] Nachteilig beim MT-Verfahren ist jedoch die geringe Reichweite bei kleinen Rohrleitungsdurchmessern.
Für den hier relevanten Durchmesserbereich von ca. 100 mm bis ca. 500 mm liegt die
erreichbare Bohrungslänge beim MT-Verfahren nur bei ca. 50 m bis ca. 150 m. Dies liegt
unter anderem daran, dass die Zuführung der Primärenergie nach den Regeln der Technik
hydraulisch erfolgt. Da aber wegen der kleinen Durchmesser keine Hydraulikaggregate
im Bohrkopf positioniert werden können, muss das unter Druck stehende Hydrauliköl
von außerhalb über Schlauchleitungen zugeführt werden. Die dabei entstehenden Leistungsverluste
sind immens und beschränken damit die erreichbaren Bohrungslängen.
[0012] Ein weiterer Nachteil beim MT-Verfahren ist darin zu sehen, dass durch die spezifische
Art der Steuerung von MT-Bohrköpfen mindestens eine Dichtung je Steuergelenk erforderlich
ist. Diese sind bauartbedingt aber lediglich für Druckbereiche bis ca. 3,5 bar ausgelegt.
Höhere Druckfestigkeiten lassen sich nur unter großem Aufwand erreichen und stellen
dann einen potentiellen Ansatzpunkt für Havarien dar. Diese Einschränkung kann besonders
bei Anlandungsbohrungen bedeutsam werden, wo die Austrittspunkte 50 m und mehr unter
dem Wasserspiegel liegen können.
[0013] Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, unter Beibehaltung einer kontrollierten und
gesteuerten Verlegung die Nachteile der bekannten Ansätze zu vermeiden und insbesondere
ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verlegen einer Rohrleitung in einem Bohrloch
bereitzustellen, bei dem nicht sowohl am Start- als auch Zielpunkt große Arbeitsflächen
erforderlich sind, bei dem die Zahl der Arbeitsschritte im Vergleich zum HDD-Verfahren
reduziert ist und dessen Leistungsfähigkeit gegenüber dem MT-Verfahren im genannten
Durchmesserbereich verbessert ist.
[0014] Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verlegung einer Rohrleitung
in einem Bohrloch, wie sie in Anspruch 1 definiert ist.
[0015] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verlegung einer Rohrleitung
in einem Bohrloch, wie es in Anspruch 15 definiert ist.
[0016] Merkmale vorteilhafter Ausführungsformen sind insbesondere in den Unteransprüchen
definiert. Die für jeweils einen Aspekt der Erfindung beschriebenen besonderen Ausführungsformen
oder Ausführungsbeispiele sind ebenso als Ausführungsformen oder Ausführungsbeispiele
für andere Aspekte der Erfindung anzusehen.
[0017] Es wird erwartet, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße
Verfahren insbesondere für eine Verlegung von Rohrleitungen vorteilhaft eingesetzt
werden kann, die einen Durchmesser von ca. 100 mm bis 500 mm aufweisen und über Längen
von ca. 100 m bis zu ca. 2.000 m verfügen.
[0018] Im Folgenden werden einzelne Aspekte und vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung
unter Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung
im Überblick,
- Fig. 1a
- eine schematische Darstellung eines ersten Details des Ausführungsbeispiels von Fig.
1,
- Fig. 1b
- eine schematische Darstellung eines zweiten Details des Ausführungsbeispiels von Fig.
1,
- Fig. 1c
- eine schematische Darstellung eines dritten Details des Ausführungsbeispiels von Fig.
1,
- Fig. 1d
- eine schematische Darstellung eines vierten Details des Ausführungsbeispiels von Fig.
1,
- Fig. 2a-2c
- schematische Illustrationen von Aspekten eines Bohr- und Verlegevorgangs,
- Fig. 3a-3c
- schematische Illustrationen eines Bohr- und Verlegevorgangs eines weiteren Ausführungsbeispiels,
- Fig. 4a
- eine schematische Detaildarstellung der Bohrlagers eines Ausführungsbeispiels,
- Fig. 4b
- eine schematische Detaildarstellung des Bohrlagers eines abgewandelten Ausführungsbeispiels,
und
- Fig. 5
- ein schematisches Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Verfahrens.
[0019] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung im Überblick.
[0020] Das dargestellte Ausführungsbeispiel umfasst das Bohrlager 8 (siehe Fig. 1b), das
teilweise im Inneren einer im Boden 10 zu verlegenden Rohrleitung 3 angeordnet und
mit einem Bohrgestänge 6 gekoppelt und mit einem Steuerrohr 18 verbunden ist. Das
Bohrgestänge 6 ist mit einem Vermessungsrohr 16 (siehe Fig. 1b) als Beispiel einer
Lagebestimmungseinheit und einem abgewinkelten Bohrmotor 7 mit einem Bohrkopf 2 (siehe
Fig. 1a) versehen und wird von einer Vorschubvorrichtung 5 mit einem Drehmotor 9 (siehe
Fig. 1d) betrieben und vorgeschoben.
[0021] Fig. 1a zeigt eine schematische Darstellung des Details A des Ausführungsbeispiels
von Fig.1.
[0022] Der Ortsbrust 19 des Bohrlochs 1 im Boden 10 liegt der Bohrkopf 2 gegenüber, der
an dem abgewinkelten Bohrmotor 7 befestigt ist und von dem Bohrmotor 7 angetrieben
wird. Der zur Längsachse des Bohrgestänges 7 parallele (nicht abgewinkelte) Teil des
Bohrmotors 7 wird von einer Zentrierung 20 geführt, wobei der Bohrmotor 7 von dem
Steuerrohr 18 in einer Weise umschlossen wird, dass sich zumindest der vorderste Teil
des Bohrkopfs 2 aus dem Steuerrohr 18 erstreckt, wobei allerdings sichergestellt ist,
dass der Bohrmotor 7 und der Bohrkopf 2 bei einer Rotation um die Längsachse des Bohrgestänges
6 nicht am Steuerrohr 18 anschlagen. Bevorzugt schließt das der Ortsbrust 19 zugewandten
Ende des Steuerrohrs 18 direkt an den Bohrkopf 2 an.
[0023] Das Steuerrohr 18 entspricht im (insbesondere Außen-)Durchmesser der zu verlegenden
Rohrleitung 3 (siehe Fig. 1b). Das Steuerrohr kann jedoch auch einen gegenüber der
Rohrleitung in einer hier nicht dargestellten Abwandlung auch einen im Millimeter-
oder Zentimeterbereich vergrößerten Außendurchmesser aufweisen.
[0024] Am vorderen Ende des Steuerrohrs 18 ist in diesem Ausführungsbeispiel ein Steuerring
24 angebracht. Der Steuerring kann allerdings auch weggelassen werden. Der Steuerring
24 weist, wie hier beispielhaft dargestellt, jeweils eine keilförmige Vorder- und
Rückseite auf und unterstützt die angestrebten Richtungsänderungen. Die jeweils keilförmige
Ausgestaltung von Vorder- und Rückseite kann vorzugsweise so ausgeführt sein, dass
der Steuerring 24 einen Dreiecksquerschnitt aufweist, bei dem die Grundseite des Dreiecks
am Steuerrohr 18 anliegt und die der Grundseite des Dreiecks gegenüberliegende Spitze
sich in einem Bereich von 60 bis 90% der Länge der Grundseite (ausgehend von der der
Ortsbrust 19 zugewandten Spitze des Dreiecks) befindet. Es ist allerdings auch möglich,
dass der Steuerring einen Querschnitt aufweist, der lediglich auf der der Ortsbrust
19 zugewandten Seite keilförmig ausgestaltet ist (z.B. rechtwinkliges Dreieck), obgleich
die keilförmige Ausgestaltung auf Vorder- und Rückseite insofern von Vorteil ist,
als dass sowohl bei Vortrieb als auch bei einem Zurückziehen des Steuerrohrs 18 ein
Verkeilen an einer Kante vermieden werden kann. Der maximale Durchmesser des Steuerings
24 ist vorteilhafterweise nicht größer als der Innendurchmesser eines Bohrlochs, dass
sich bei geradem Vortrieb ergibt.
[0025] Die Pfeile 29 stellen die Austrittsrichtung der Bohrflüssigkeit 12 aus dem Bohrkopf
dar, während die Pfeile 30 die Ablaufrichtung der mit Boden 10 und ggf. Bohrklein
beladenen Bohrflüssigkeit 12 angeben.
[0026] In der Nähe der Zentrierung 20, die eine Abdichtung gegenüber Bohrflüssigkeit 12
mittels der Dichtung 25 erreicht, sind in der Wandung des Steuerrohrs 18 mehrere Durchlässe
17 vorgesehen, die es Bohrflüssigkeit 12 erlaubt, durch das Innere des Steuerrohrs
18 zu fließen und auf diesem Wege in das Steuerrohr 18 gelangten Boden oder Bohrklein
mitzuführen, so dass es nicht zu einer Ansammlung von Material im Inneren des Steuerrohrs
18 kommt, die einen Betrieb des Bohrmotors 7 bzw. ein Drehen des Bohrmotors 7 über
das Bohrgestänge behindern würde.
[0027] In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist das Steuerrohr 18 als flexibles Steuerrohr
ausgestaltet. Insbesondere wird bevorzugt, dass das Steuerrohr Polyethylen mit hoher
Dichte (HDPE) aufweist oder daraus besteht. Entscheidend für das flexible Steuerrohr
in diesem Ausführungsbeispiel ist, dass es biegeflexibel ist und die Abwinkelung des
abgewinkelten Bohrmotors 7 annehmen kann. Alternativ zu einem gesamten flexiblen Steuerrohr
18 können in einem anderen Ausführungsbeispiel kurze, starre, mit Gelenken verbundene
Stücke als Steuerrohr 18 verwendet werden. Mit einem flexiblen Steuerrohr 18 ist ein
Richtungsbohren möglich, wie es mit Bezug auf Figuren 3a-3c beschrieben werden wird.
[0028] In diesem Ausfühungsbeispiel wird bevorzugt, dass das Steuerrohr 18 an dem Bohrkopf
2 in etwa anliegt. Bei einer Drehung des Bohrgestänges 6 folgt das flexible Steuerrohr
18 in diesem Fall der Richtung und damit dem Winkel des abgewinkelten Bohrmotors 7.
In diesem Ausführungsbeispiel kann das Steuerrohr 18 am Bohrkopf 2 und/oder am Bohrlager
8 und/oder beliebig oft über die Länge des Steuerrohres 18 am Bohrmotor 7 gelagert
sein. Damit ist das Steuerrohr 18 frei und unabhängig von einer Drehung des Bohrgestänges
6 und/oder des Bohrmotors 7 bewegbar. Alternativ kann das Steuerrohr 18 auch fest
mit dem Bohrkopf 2 verbunden sein. Damit ist eine Drehung des Steuerrohres 18 zusammen
mit dem Bohrkopf 2 möglich. Alternativ kann das Steuerrohr 18 auch fest mit dem Bohrlager
8 verbunden werden, wodurch eine Drehung des Steuerrohres 18 nur gemeinsam mit dem
Bohrlager 8 möglich ist. Selbstverständlich kann das Steuerrohr 18 nicht mit sowohl
dem Bohrkopf 2 als auch dem Bohrlager 8 fest verbunden sein, da damit der Betrieb
des gesamten Systems verhindert würde.
[0029] Vorzugsweise besitzt der Bohrkopf, an den sich das Steuerrohr anschließt, einen Außendurchmesser,
der im Millimeter- oder Zentimeterbereich gegenüber dem Außendurchmesser des Steuerrohrs
größer ist. Hierbei wird weiter bevorzugt, dass das Steuerrohr wiederum einen Außendurchmesser
aufweist, der gegenüber dem Außendurchmesser der Rohrleitung ebenfalls im Millimeter-
oder Zentimeterbereich vergrößert ist.
[0030] Sämtliche Lagerungen des flexiblen Steuerohres 18 können als dichte Lager vorgesehen
sein. Damit kann verhindert werden, dass Bohrflüssigkeit 12 und/oder Bohrklein in
das Steuerrohr 18 eindringen. Indem das Steuerrohr 18 in diesem Fall nicht geflutet
ist, also luftgefüllt ist, weist es ein deutlich geringeres Gewicht auf. Außerdem
wird die Fähigkeit nach oben zu bohren hiermit verbessert, da ein derartiges Steuerrohr
18 gegenüber seiner Umgebung, die mit Bohrflüssigkeit 12 gefüllt ist, einen erhöhten
Auftrieb bietet. Es ist also in diesem Ausführungsbeispiel ein leichteres Bohren in
Richtung übertage möglich. In diesem Beispiel weist das Steuerrohr 18 keine Durchlässe
17 auf.
[0031] In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist die Düse zum Austritt der Bohrflüssigkeit
12 aus dem Bohrkopf derart ausgestaltet, dass Bohrflüssigkeit 12 nicht nur in Richtung
der Ortsbrust 19 gemäß den Pfeilen 29 aus dem Bohrkopf austritt, sondern zusätzlich
in die andere Richtung in das Innere des Steuerrohrs 18 geleitet wird. Dadurch wird
es in vorteilhafter Weise ermöglicht, dass in das Steuerrohr 18 gelangter Boden bzw.
Bohrklein auch durch die zusätzliche, in das Steuerrohr eingeführte Bohrflüssigkeit
12 ausgespült wird. Dadurch wird der Abtransport von Material aus dem Inneren des
Steuerrohrs 18 weiter optimiert, damit der Betrieb des Bohrmotors 7 nicht behindert
wird.
[0032] Fig. 1b zeigt eine schematische Darstellung des Details B des Ausführungsbeispiels
von Fig.1.
[0033] Auf der Ortsbrustseite ist der innere Teil des Bohrlagers 8 (siehe Fig. 3a, 3b) mit
dem Vermessungsrohr 16 verbunden. Im Vermessungsrohr 16 ist eine Messsonde 13 angeordnet,
die Messwerte hinsichtlich einer Lage des Vermessungsrohres 16 (und damit letztlich
hinsichtlich des Bohrmotors 7 und des Bohrkopfes 2) über Kabel 14 nach übertage überträgt.
Das Vermessungsrohr 16 wiederum ist fest mit dem abgewinkelten Bohrmotor 7 verbunden
(siehe Fig. 1a), so dass sich die Übereinstimmung von Lage des Vermessungsrohres 16
und des Bohrmotors 7 ergibt. Wie auch schon der abgewinkelte Bohrmotor ist auch das
Vermessungsrohr mittels einer Zentrierung 20 im Steuerrohr 18 zentriert. Das Steuerrohr
18 ist mit dem nicht rotierenden, äußeren Teil des Bohrlagers 8 an dessen der Ortsbrust
zugewandten Seite verbunden. Auf der der Ortsbrust gegenüberliegenden Seite ist der
innere Teil des Bohrlagers 8 mit dem Bohrgestänge 6 verbunden, während der äußere
Teil des Bohrlagers auf der der Ortsbrust abgewandten Seite mit einem ersten Einzelrohr
4 der zu verlegenden Rohrleitung 3 verbunden ist.
[0034] Das Bohrlager 8 zeichnet sich dadurch aus, dass es vom Bohrgestänge 6 eingeleiteten
Vorschubkräfte und Drehmomente auf das Vermessungsrohr 16 (und damit auf die mit dem
Vermessungsrohr 16 verbundenen Komponenten) weiterleitet, auf das Steuerrohr 18 und
die Rohrleitung 3 jedoch nur Axialkräfte (Kräfte, die in Längsrichtung des Bohrgestänges
wirken) und keine Drehmomente überträgt.
[0035] Bei der im Vermessungsrohr 16 angeordneten Messsonde 13 handelt es in diesem Ausführungsbeispiel
um eine auf dem Prinzip des Kreiselkompass basierenden Messsonde, die zusätzlich über
Beschleunigungsmesser und ein elektrisches Lot verfügt. Damit kann eine Richtung (Azimut)
als auch eine Neigung (Inklination) des Vermessungsrohrs ebenso wie die Stellung des
Knickstücks des abgewinkelten Bohrmotors 7 (die für die Bohrrichtung relevant ist
(siehe Fig. 2a-2c)) festgestellt werden. Alle Messwerte werden über ein im Inneren
des Bohrgestänges 6 nach übertage führendes Kabel 14 übertragen. Alternativen zu einer
kabelgebundenen Signalleitung können allerdings ebenfalls eingesetzt werden, sofern
die Umstände des Bohr- und Verlegevorgangs solche Alternativen erlauben. Die grundsätzliche
Technik einer Bestimmung der Lage des Bohrmotors und des Bohrkopfes ist dem Fachmann
beispielsweise vom HDD-Verfahren bekannt, so dass hier nicht weiter auf Details eingegangen
werden muss.
[0036] In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann die Messsonde 13 nicht im Vermessungsrohr
16, also auf der Ortsbrustseite des Bohrlagers 8 angeordnet sein, sondern auf der
gegenüberliegenden Seite des Bohrlagers, also im ersten Einzelrohr 4. In einem weiteren
Ausführungsbeispiel kann auch jeweils eine Messsonde 13 auf beiden Seiten des Bohrlagers
8 angeordnet sein, oder an einer beliebigen anderen Position.
[0037] Weiterhin kann in einem Ausführungsbeispiel auf der Ortsbrustseite des Bohrlagers
8 zusätzlich eine Düse angebracht sein, die Bohrflüssigkeit 12 in Richtung der Ortsbrust
19 ausgehend von der Umgebung des Bohrlagers 8 einspeist. Damit wird ein Gegendruck
innerhalb des Vermessungsrohres 16 erzeugt, der dem Bohrdruck der Bohrflüssigkeit,
die aus dem Bohrkopf 2 austritt, entgegenwirkt. Hierdurch kann der relative Druck
im Vermessungsrohr 16 reduziert werden, wodurch eine Fehlfunktion oder Störung der
Bohranordnung vermieden werden kann.
[0038] Fig. 1c zeigt eine schematische Darstellung des Details C des Ausführungsbeispiels
von Fig.1.
[0039] Das Bohrgestänge 6 erstreckt sich durch die Rohrleitung 3 und wird durch eine Zentrierung
20 im Inneren der Rohrleitung 3 geführt. Der Durchmesser der Ortsbrust 19 ist größer
als der Außendurchmesser des Rohrleitung 3, so dass sich zwischen dem Boden 10 um
das Bohrloch und der Rohrleitung 3 ein Ringraum 11 ergibt, durch den insbesondere
mit abgebohrtem Material beladene Bohrflüssigkeit 12 fließen kann.
[0040] Die Zentrierung 20 ist hier mit Innenrollen 22 versehen, die ein relatives Verdrehen
von Bohrgestänge 6 und Zentrierung 20 erlauben, ohne dass dabei nennenswerte Drehmomente
involviert wären bzw. übertragen würden. Die Achsen der Innenrollen 22 erstrecken
sich parallel zur Längsachse des Bohrgestänges 6. Die Zentrierung weist zudem Außenrollen
21 auf, deren Achsen in der gezeigten Darstellung senkrecht zur Zeichnungsebene verlaufen,
so dass sich eine im Wesentlichen freie Verschiebbarkeit der Zentrierung 20 gegenüber
der Rohrleitung 3 in Richtung des Bohrgestänges 6 ergibt.
[0041] Zu einer Fixierung der Zentrierung 20 gegenüber einer Verschiebung in Längsrichtung
des Bohrgestänges 6 gegenüber dem Bohrgestänge 6 sind Halteringe 31 vor und hinter
der Zentrierung am Bohrgestänge 6 vorgesehen.
[0042] In einer nicht dargestellten Abwandlung kann wenigstens ein Element (oder Teil-Element),
aus dem sich das Bohrgestänge zusammensetzt, in Form eines Schneckenrohrs ausgestaltet
sein und/oder wenigstens eine Zentrierung in Form einer Förderschnecke ausgestaltet
sein, wobei diese Fördermittel so ausgeführt sind, dass sich bei einer Drehung der
Bohrgestänges beim Bohren eine Förderwirkung für in dem Bereich zwischen Rohrleitung
und Bohrgestänge befindlicher Bohrflüssigkeit (die mit Boden oder Bohrklein beladen
ist) in Richtung übertage ergibt.
[0043] Fig. 1d zeigt eine schematische Darstellung des Details D des Ausführungsbeispiels
von Fig.1.
[0044] Dargestellt ist der übertätige Teil der gesamten Anordnung mit der Vorschubvorrichtung
5 und dem Drehmotor 9. Beim Verlegen der Rohrleitung 3 wird die Rohrleitung selbst
aus Einzelrohren 4 zusammengesetzt, die sukzessive in das Bohrloch 1 eingebracht werden.
Das jeweils letzte Einzelrohr 4 der Rohrleitung 3 ist über eine (ggf. auch mehrere)
längenverstellbare Verbindungsvorrichtung 15 mit der Vorschubvorrichtung 5 druckfest
(ggf. auch zugfest und/oder verdrehungsfest) verbunden. Dadurch können Vorschubkräfte
direkt von der Vorschubvorrichtung 5 auf die Rohrleitung 3 aufgebracht werden. Dies
kann z.B. sinnvoll sein, wenn die Reibung im Bohrloch sehr groß ist und zusätzliche
Vorschubkräfte erfordert.
[0045] Die "normalen" Vorschubkräfte für den Bohr- und Verlegevorgang werden jedoch bei
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel von der Vorschubvorrichtung 5 über das Bohrgestänge
6 auf das Bohrlager 8 übertragen. Das Bohrlager 8 leitet die vom Bohrgestänge 6 eingeleiteten
Druckkräfte als Druckkräfte auf das Vermessungsrohr 16, den abgewinkelten Bohrmotor
7 und den Bohrkopf 2 sowie auf das Steuerrohr 18 und in Form von Zugkräften auf die
Rohrleitung 3 weiter.
[0046] Das Bohrgestänge 6 ist mit dem Drehmotor 9 der Vorschubvorrichtung 5 verbunden. Bei
(kontinuierlicher) Rotation des Drehmotors 9 werden Bohrgestänge 6, Vermessungsrohr
16, abgewinkelter Bohrmotor 7 und Bohrkopf 2 ebenfalls (kontinuierlich) gedreht. Bei
hinzukommendem Antrieb des abgewinkelten Bohrmotors 7 (der seine Antriebsenergie in
dem Fachmann bekannter Weise aus der durch ihn hindurch strömenden Bohrflüssigkeit
12 bezieht) wird zusätzlich der Bohrkopf 2 in Form einer überlagerten Drehbewegung
rotiert. Bei gleichzeitigem Vorschub der Bohrgarnitur wird auf diese Weise ein gerades
Bohrloch 1 erstellt (siehe Fig. 2b). Die Rotation des Bohrmotors 7 mit dem Bohrkopf
ist durch die gestrichelte Darstellung in einer anderen Winkelrichtung illustriert.
[0047] Werden Bohrgestänge 6, Vermessungsrohr 16, abgewinkelter Bohrmotor 7 und Bohrkopf
2 von dem Drehmotor 9 der Vorschubvorrichtung 5 in eine bestimmte, durch die Messsonde
13 feststellbare Position gedreht, so wird bei Fortsetzung des Bohrvorgangs ein gekrümmtes
Bohrloch entlang der jeweiligen Ausrichtung des Winkelstücks im abgewinkelten Bohrmotor
7 erstellt, wobei dann allerdings das Bohrgestänge 6 nicht mehr gedreht wird und lediglich
der Bohrmotor 7 den Bohrkopf 2 antreibt.
[0048] Für den Bohrprozess verwendete Bohrflüssigkeit 12 wird durch die Vorschubvorrichtung
5, das Bohrgestänge 6, das Bohrlager 8, das Vermessungsrohr 16 und den abgewinkelten
Bohrmotor 7 zum Bohrkopf 2 gepumpt. Dort tritt die Bohrflüssigkeit 12 in das Bohrloch
1 ein (siehe Pfeile 29 in Fig. 1a) und vermischt sich mit dem vom Bohrkopf 2 gelösten
Boden 10 oder Bohrklein. Die mit Boden 10 und/oder Bohrklein vermischte Bohrflüssigkeit
fließt dann durch den Ringraum 11 zwischen Rohrleitung 3 und Bohrloch 1 nach übertage
(siehe Pfeile 30).
[0049] Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Zentrierung 20 mit einer Dichtung
25 ausgebildet, so dass die Bohrflüssigkeit 12 an einem Eindringen in den Innenraum
zwischen Bohrmotor 7 und Steuerrohr 18 bzw. Bohrgestänge 6 und Rohrleitung 3 gehindert
wird. Vorteilhaft bei dieser Ausführung ist, dass der dann beispielsweise luftgefüllte
Innenraum zwischen Bohrmotor 7 und Steuerrohr 18 bzw. Bohrgestänge 6 und Rohrleitung
3 als Auftriebskörper gegenüber dem mit Bohrflüssigkeit 12 gefüllten Ringraum 11 wirkt
und dadurch die Normalkräfte im Bohrloch 1 deutlich reduziert werden. Dies kann wiederum
signifikant niedrigere Vorschubkräfte zur Folge haben, so dass sich eine solche Vorgehensweise
z.B. besonders in weichen Böden empfiehlt.
[0050] In einer alternativen (und hier nicht dargestellten) Ausführung fließt die mit Boden
10 und ggf. Bohrklein vermischte Bohrflüssigkeit 12 zusätzlich durch das Innere der
Rohrleitung 3 nach übertage. Hierzu sind die Zentrierungen 20 sowie das Bohrlager
8 mit entsprechenden Durchlässen auszubilden. Als vorteilhaft bei dieser Auslegung
ist anzusehen, dass dadurch der Druck im Ringraum 11 reduziert wird und somit Ausbrüche
der Bohrflüssigkeit 12 zur Tagesoberfläche ("Ausbläser" gennant) besser vermieden
werden können. Diese Ausführungsvariante erscheint insbesondere für tonige Böden angeraten.
[0051] In einer Abwandlung des hier diskutierten Ausführungsbeispiels ist alternativ und/oder
ergänzend zu dem im Inneren des Bohrlochs vorgesehenen Bohrlager ein entsprechendes
Bohrlager im Bereich der Vorschubvorrichtung vorgesehen, genauer zwischen dem jeweils
letzten Einzelrohr und der Verbindungsvorrichtung, so dass auch über dieses Bohrlager
eine Druckkraft vom Bohrgestänge auf die Rohrleitung eingeleitet werden kann.
[0052] Fig. 2a-2c zeigen schematische Illustrationen von Aspekten eines Bohr- und Verlegevorgangs,
insbesondere der Richtungssteuerung des Bohr- und Verlegevorgangs.
[0053] In Fig. 2a ist dargestellt, wie ein in diesem Beispiel nach oben gekrümmter Bohrlochabschnitt
im Anschluss an einen geraden Bohrlochabschnitt erstellt wird. Zur Erstellung des
gekrümmten Bohrlochabschnitts wird die Arbeitsrichtung des Bohrkopfs 2 wie oben beschrieben
in einer bestimmten Position fixiert. Bei Fortführung des Bohrvorgangs (d.h. der Bohrkopf
2 wird weiter vom Bohrmotor 7 um seine Achse rotiert) wird nun ein gekrümmtes Bohrloch
1 erstellt.
[0054] In Fig. 2b ist gezeigt, wie der Bohr- und Verlegevorgang in einem planmäßig geraden
Bohrlochabschnitt erfolgt. Dazu wird der Bohrkopf 2 nicht nur um seine eigene Achse
rotiert, sondern durch Drehung des (nicht dargestellten) Bohrgestänges 6 mit den damit
verbundenen Komponenten zusätzlich auch um die Achse des Bohrgestänges 6 bzw. der
Rohrleitung 3. Dadurch wird permanent die Arbeitsrichtung des Bohrkopfs 2 geändert,
wodurch im Endeffekt ein gerader Bohrlochabschnitt erstellt wird.
[0055] In Fig. 2c wird im Grunde der gleiche Vorgang wie in Fig. 2a dargestellt, jedoch
wird das Bohrloch 1 hier mit einer Krümmung nach unten ausgeführt.
[0056] Fig. 3a-3c zeigen schematische Illustrationen von Aspekten eines Bohr- und Verlegevorgangs,
insbesondere der Richtungssteuerung des Bohr- und Verlegevorgangs gemäß dem Ausführungsbeispiel
mit flexiblem Steuerrohr 18.
[0057] In Fig. 3a ist im Unterschied zu Fig. 2a zu sehen, dass das Steuerrohr 18 an dem
Bohrkopf 2 anliegt bzw. damit verbunden ist. Diese Verbindung kann fest sein, derart,
dass das Steuerrohr 18 zusammen mit dem Bohrkopf 2 rotiert, oder gelagert sein, derart,
dass der Bohrkopf 2 unabhängig von dem Steuerrohr 18 rotieren kann. Ebenso wie in
Fig. 2a ist in dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3a die Richtung des Bohrkopfes 2 in
einer Richtung fixiert, in diesem Fall nach oben, wodurch ein Richtungsbohren, in
diesem Fall folglich in Richtung übertage, ermöglicht wird. Entsprechend weist das
Bohrloch 1 in diesem Fall eine Krümmung nach oben auf.
[0058] Beim Geradeausbauen in Fig. 3b wird, wie oben mit Bezug auf Fig. 2b erläutert, zusätzlich
zum Antrieb des Bohrkopfes 2 durch den Bohrmotor 7 das Bohrgestänge 6 in Rotation
versetzt, wodurch der abgewinkelte Bohrmotor 7 je Umdrehung des Bohrgestänges 6 alle
Neigungswinkel bezüglich der Axialrichtung durchläuft. Dadurch wird permanent die
Arbeitsrichtung des Bohrkopfs 2 geändert, wodurch im Endeffekt ein gerader Bohrlochabschnitt
erstellt wird. In diesem Fall folgt das flexible Steuerrohr 18 dem Bohrmotor 7 bzw.
dem Bohrkopf 2 durch Biegen und/oder Rotieren, in Abhängigkeit der Lagerung bzw. Befestigung
bezüglich der restlichen Komponenten.
[0059] In Fig. 3c wird im Grunde der gleiche Vorgang wie in Fig. 2a dargestellt, jedoch
wird das Bohrloch 1 hier, analog zu Fig. 2c, mit einer Krümmung nach unten ausgeführt.
[0060] In den Fig. 3a-3c weist die Vorrichtung eine Zentrierung 20 auf. Zu beachten ist,
dass die Zentrierung 20 nur dann den Bohrmotor 7 fest mit dem Steuerrohr 18 verbinden
darf, wenn das Steuerrohres 18 am Bohrkopf 2 gelagert ist, da sonst eine vom Bohrgetriebe
unabhängige Rotation des Bohrkopfes 2 verhindert wird. In dem Fall, in dem der Bohrkopf
2 fest mit dem Steuerrohr 18 verbunden ist, muss die Zentrierung 20 als Lager ausgebildet
sein. In einem weiteren Ausführungsbeispiel weist die Vorrichtung keine Zentrierung
20 auf, in noch einem weiteren Ausführungsbeispiel werden zwei oder mehrere Zentrierungen
20 bereitgestellt.
[0061] Fig. 4a zeigt eine schematische Detaildarstellung des Bohrlagers eines Ausführungsbeispiels,
während Fig. 4b eine schematische Detaildarstellung des Bohrlagers eines abgewandelten
Ausführungsbeispiels zeigt.
[0062] Zu erkennen sind in Fig. 4a die eigentlichen Lager 28, die den im Betrieb sich drehenden
bzw. gedrehten inneren Teil des Bohrlagers 8 vom nicht-drehenden äußeren Teil des
Bohrlagers 8 trennen und dabei gleichzeitig die Übertragung großer Axialkräfte (ca.
500-2500 kN) vom inneren auf den äußeren Teil des Bohrlagers 8 ermöglichen. Zum Schutz
der Lager 28 sind entsprechende Dichtungen 23 vorgesehen.
[0063] Der äußere Teil des Bohrlagers 8 wird hier mittels Schraubverbindungen 27 (z.B. Madenschrauben)
mit dem Steuerrohr 18 sowie dem ersten Einzelrohr 4 der Rohrleitung 3 verbunden. Alternative
Verbindungsarten - z.B. mittels Schweißverbindungen - sind möglich, haben aber möglicherweise
wie im Fall des Schweißens Nachteile einer Wärmeeinwirkung auf das Bohrlager 8 während
der Montage und/oder einer schwierigeren Demontage im Vergleich zu Schraubverbindungen
27. Neben der kraft- und formschlüssigen Schraubverbindung kann unter Umständen auch
eine rein formschlüssige Verbindung erreicht werden, beispielsweise durch Hinterschneidungen.
[0064] In Fig. 4b wird der Einsatz von Aufdoppelungen 26 gezeigt. Diese Aufdoppelungen 26
ermöglichen es, ein Bohrlager 8 für unterschiedliche Durchmesser von Steuerrohren
18 und Rohrleitungen 3 zu verwenden. Dies hat erhebliche wirtschaftliche Vorteile,
da derartige Aufdoppelungen 26 (im Gegensatz zu dem Rest des Bohrlagers 8) sehr kostengünstig
herzustellen sind.
[0065] Die Verbindung von Bohrlager 8 mit dem Vermessungsrohr 16 und dem Bohrgestänge 6
erfolgt über typische Gewinde, die auch ansonsten im Bohrbereich z.B. zur Verbindung
einzelnen Elemente eines Bohrgestänges oder eines Anschlusses eines Bohrmotors bekannt
und verbreitet sind. Allerdings sind alternative Verbindungen ohne weiteres möglich,
sofern die relevanten technischen Anforderungen erfüllt werden.
[0066] Fig. 5 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Verfahrens im Fall, dass ein Bohrlager zwischen Bohrmotor und Bohrgestänge vorgesehen
ist.
[0067] In Schritt 101 wird ein Bohrgestänge mit einem gegenüber der Längsachse des Bohrgestänges
abgewinkelten oder abwinkelbaren Bohrmotor mit einem Bohrkopf gekoppelt, wobei diese
Koppelung eine mittelbare Koppelung ist, die durch ein Koppeln des Bohrmotors mit
einem Bohrlager und ein Koppeln des Bohrlagers mit dem Bohrgestänge zur Weiterleitung
eines Drehmoments und einer Druckkraft sowie ggf. einer Zugkraft erstellt wird.
[0068] Alternativ kann das Bohrgestänge auch ohne Zwischenschaltung mit dem Bohrmotor gekoppelt
werden, wobei dann das Bohrlager auf der Seite des Bohrgestänges in Richtung einer
Vorschubvorrichtung vorgesehen wird. Es zudem möglich, beide Alternativen miteinander
zu kombinieren.
[0069] In Schritt 102 wird ein Steuerrohr vorgesehen, das den Bohrmotor mit dem Bohrkopf
umschließt, wobei sich der Bohrkopf im Betrieb in Richtung der Ortsbrust aus dem Steuerrohr
erstreckt.
[0070] In Schritt 103 wird das Bohrlager mit der zu verlegenden Rohrleitung und dem Steuerrohr
verbunden. Im Fall dieses Ausführungsbeispiels, bei dem das Bohrgestänge und der Bohrmotor
mittelbar unter Einfügung des Bohrlagers miteinander gekoppelt werden, wird das Steuerrohr
auf der ortsbrustseitigen Seite des Bohrlagers mit diesem verbunden, wobei die Rohrleitung
(genauer das erste Einzelrohr der zusammenzusetzenden und zu verlegenden Rohrleitung)
mit dem Bohrlager auf der gegenüberliegenden Seite verbunden wird. Es ist hierbei
insbesondere vorgesehen, dass im Bereich des Bohrlagers das Steuerrohr und die Rohrleitung
aneinander stoßen und miteinander fluchten, wenn das Bohrlager an den jeweiligen Innenseiten
mit dem Steuerrohr und der Rohrleitung mit diesen verbunden wird. Andere Ausführungen
sind allerdings ebenfalls möglich.
[0071] Erfolgt die Kopplung von Bohrmotor und Bohrgestänge direkt, ist also das Bohrlager
im Bereich der Vorschubvorrichtung (und des Drehmotors) vorgesehen, ergibt sich die
Verbindung von Steuerrohr und Bohrlager mittelbar durch die Verbindung von Bohrlager
und Rohrleitung und eine Verbindung von Rohrleitung und Steuerrohr.
[0072] Es sei darauf hingewiesen, dass eine "direkte Kopplung" von Bohrmotor und Bohrgestänge
nicht das Vorsehen eines Vermessungsrohrs (wie oben diskutiert) zwischen Bohrmotor
und Bohrgestänge ausschließt, entsprechend kann auch beim "mittelbaren Koppeln" der
Bohrmotor mit einem Vermessungsrohr versehen sein. Vorteilhafterweise wird ein Vermessungsrohr
wie diskutiert oder eine andere Lagebestimmungseinheit am Bohrmotor vorgesehen.
[0073] Für ein planmäßig gerades Verlegen der Rohrleitung umfasst das Verfahren in Schritt
104 ein Drehen des Bohrgestänges zur Rotation des Bohrmotors mit dem Bohrkopf und
Drehen des Bohrkopfes um dessen Längsachse mit dem Bohrmotor unabhängig von einer
Rotation des Bohrgestänges.
[0074] Für ein gekrümmtes Verlegen der Rohrleitung umfasst das Verfahren in Schritt 105
ein Drehen des Bohrgestänges, bis eine Lagebestimmungseinheit des Bohrmotors eine
Position angibt, bei der der Bohrmotor in Richtung der Krümmung abgewinkelt oder abwinkelbar
ist, und in Schritt 106 ein Drehen des Bohrkopfes um dessen Längsachse mit dem abgewinkelten
Bohrmotor.
[0075] Beim Verlegen der Rohrleitung (also während der Schritte 104 bzw. 105 und 106) wird
durch das Bohrgestänge eine in Richtung der Längsachse des Bohrgestänges wirkende
Druckkraft auf das Bohrlager ausgeübt, die durch das Bohrlager als eine in einer Längsrichtung
der Rohrleitung wirkende Zug- und/oder Druckkraft auf die Rohrleitung und als eine
in Längsrichtung des Steuerrohrs wirkende Druckkraft weitergegeben wird.
[0076] Es ist zu bemerken, dass die Reihenfolge der Schritte 101, 102 und 103 auch variiert
werden kann.
[0077] Eine Implementierung der Erfindung sieht ein Verfahren zur Verlegung einer Rohrleitung
in einem Bohrloch vor, wobei das Bohrloch 1 von einem steuerbaren Bohrkopf 2 erstellt
wird und der Bohrkopf 2 einen größeren Durchmesser aufweist als die Rohrleitung 3
und die jeweilige Position des Bohrkopfs 2 im Boden 10 mittels einer in einem Vermessungsrohr
16 angeordneten Messsonde 13 ermittelt und über mindestens ein Kabel 14 nach übertage
übertragen wird, der Bohrvorgang zur Erstellung des Bohrlochs 1 und der Verlegevorgang
zur Verlegung der Rohrleitung 3 in dem Bohrloch 1 gleichzeitig stattfinden, die Rohrleitung
3 während des Bohr- und Verlegevorgangs sukzessive aus Einzelrohren 4 zusammengesetzt
wird, die für den Bohr- und Verlegevorgang erforderliche Vorschubkraft von einer Vorschubvorrichtung
5 erzeugt und über ein Bohrgestänge 6 auf ein Bohrlager 8 und vom Bohrlager 8 sowohl
über das Vermessungsrohr 16 und den abgewinkelten Bohrmotor 7 auf den Bohrkopf 2 als
auch auf das Steuerrohr 18 und die Rohrleitung 3 übertragen wird, das für den Bohrvorgang
erforderliche Drehmoment von dem abgewinkelten Bohrmotor 7 erzeugt und auf den Bohrkopf
2 übertragen wird, die Steuerung des Bohrkopfs 2 über einen auf der Vorschubvorrichtung
5 befindlichen Drehmotor 9 vorgenommen und die Drehbewegungen des Drehmotors 9 über
das Bohrgestänge 6, das Vermessungsrohr 16 und den abgewinkelten Bohrmotor 7 auf den
Bohrkopf 2 übertragen werden, die für den Bohrvorgang erforderliche Bohrflüssigkeit
12 durch das Bohrgestänge 6 und den Bohrmotor 7 zum Bohrkopf 2 gepumpt wird und der
während des Bohrvorgangs von dem Bohrkopf 2 gelöste Boden 10 hydraulisch von der Bohrflüssigkeit
12 durch den Ringraum 11 aus dem Bohrloch 1 gefördert wird, wobei, nachdem der Bohrkopf
2 den Zielpunkt 17 erreicht hat, das Bohrlager 8, das Steuerrohr 18, das Vermessungsrohr
16, der abgewinkelte Bohrmotor 7 und der Bohrkopf 2 von der Rohrleitung 3 getrennt
werden und das Bohrgestänge 6 von der Vorschubvorrichtung 5 aus der Rohrleitung 3
herausgezogen wird.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Bohrloch |
101 |
Koppeln von Bohrgestänge und Bohrmotor |
| 2 |
Bohrkopf |
102 |
Vorsehen eines Steuerrohrs |
| 3 |
Rohrleitung |
103 |
Verbinden eines Bohrlagers mit Rohrleitung und Steuerrohr |
| 4 |
Einzelrohr |
104 |
Drehen von Bohrgestänge und Bohrkopf |
| 5 |
Vorschubvorrichtung |
105 |
Positionsdrehen des Bohrgestänges |
| 6 |
Bohrgestänge |
106 |
Drehen des Bohrkopfes |
| 7 |
Bohrmotor |
|
|
| 8 |
Bohrlager |
|
|
| 9 |
Drehmotor |
|
|
| 10 |
Boden |
|
|
| 11 |
Ringraum |
|
|
| 12 |
Bohrflüssigkeit |
|
|
| 13 |
Messsonde |
|
|
| 14 |
Kabel |
|
|
| 15 |
Verbindungsvorrichtung |
|
|
| 16 |
Vermessungsrohr |
|
|
| 17 |
Durchlass |
|
|
| 18 |
Steuerrohr |
|
|
| 19 |
Ortsbrust |
|
|
| 20 |
Zentrierung |
|
|
| 21 |
Außenrolle |
|
|
| 22 |
Innenrolle |
|
|
| 23 |
Dichtung |
|
|
| 24 |
Steuerring |
|
|
| 25 |
Dichtung |
|
|
| 26 |
Aufdoppelung |
|
|
| 27 |
Schraubverbindung |
|
|
| 28 |
Lager |
|
|
| 29 |
Austritt von Bohrflüssigkeit |
|
|
| 30 |
Ablauf von Bohrflüssigkeit |
|
|
| 31 |
Haltering |
|
|
1. Vorrichtung zur Verlegung einer Rohrleitung (3) in einem Bohrloch (1), mit
einem gegenüber der Längsachse eines Bohrgestänges (6) abgewinkelten oder abwinkelbaren
Bohrmotor (7) für einen Bohrkopf (2), der für einen Antrieb des Bohrkopfes (2) unabhängig
von einer Rotation des Bohrgestänges (6) vorgesehen ist,
einer Lagebestimmungseinheit (16) zur Bestimmung und Übermittlung einer Rotationslage
des abgewinkelten Bohrmotors (7), und
einem Steuerrohr (18), das den Bohrmotor (7) zumindest teilweise umschließt, wobei
sich der Bohrkopf (2) im Betrieb in Richtung einer Ortsbrust (19) aus dem Steuerrohr
(18) erstreckt,
gekennzeichnet durch
ein Bohrlager (8), das mit dem Bohrgestänge (6) zur Aufnahme einer in Richtung einer
Längsachse des Bohrgestänges (6) wirkenden Druckkraft koppelbar und mit der Rohrleitung
(3) zur Weitergabe der Druckkraft als in Längsrichtung der Rohrleitung (3) wirkende
Zug- und/oder Druckkraft verbindbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
wobei das Steuerrohr (18) reversibel verformbar ist, wobei das Steuerrohr (18) insbesondere
ein flexibles Material, insbesondere Polyethylen hoher Dichte (HDPE), aufweist oder
daraus besteht und/oder das Steuerrohr (18) mehrere gelenkig miteinander verbundene
Elemente umfasst.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
mit einer ein- oder mehrteiligen Zentrierung zur mittelbaren oder unmittelbaren Kopplung
des Steuerrohrs (18) mit dem Bohrmotor (7), die so angeordnet ist, dass das Steuerrohr
(18) entsprechend der Rotationslage des Bohrmotors (7) verformt wird, wobei die Zentrierung
insbesondere für ein dichtes Abschließen mit dem Bohrkopf (2) oder dem Bohrmotor (7)
ausgestaltet ist, vorzugsweise für ein gegenüber Durchtritt von Luft und/oder Bohrflüssigkeit
dichtes Abschließen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
wobei das Steuerrohr (18) in einem der Ortsbrust (19) zugewandten Bereich seiner Außenseite
mit einem Steuerring (24) zur Unterstützung eines Folgens einer Krümmung des Bohrlochs
(1) durch das Steuerrohr (18) versehen ist, insbesondere mit einem Steuerring (24)
mit einem Querschnitt in Form eines Dreiecks, dessen Grundseite an der Außenseite
des Steuerrohrs (18) anliegt, wobei vorzugsweise die Spitze des Dreiecks über einer
von der Ortsbrust (19) abgewandten Hälfte der Grundseite des Dreiecks angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1,
wobei das Steuerrohr (18) gegenüber der Ortsbrust (19) mit einer Dichtung versehen
ist, durch die sich der Bohrkopf (2) oder der Bohrmotor (7) erstreckt, wobei die Dichtung
mit einer exzentrischen Öffnung für Bohrkopf (2) oder Bohrmotor (7) versehen und für
eine Rotation relativ zum Steuerrohr (18) ausgestaltet ist und/oder wobei die Dichtung
verformbar zur Aufnahme der Bewegung von Bohrkopf (2) oder Bohrmotor (7) im Betrieb
ausgestaltet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
wobei die Vorrichtung für eine Druckbeaufschlagung des Inneren des Steuerrohrs (18)
ausgestaltet ist, insbesondere durch eine Flüssigkeit.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
ferner mit einem Spülelement zum Austragen von in das Steuerrohr (18) gelangtem abgebohrten
Material, wobei das Spülelement insbesondere zur Nutzung von Bohrflüssigkeit (12)
ausgestaltet ist, wobei bevorzugt das Spülelement im Bereich eines von der Ortsbrust
(19) abgewandten Abschlusses des Steuerrohrs (24) angeordnet ist und in Richtung der
Ortsbrust (19) wirkt und/oder das Spülelement im Bereich des Bohrkopfes (2) angeordnet
ist und von der Ortsbrust (19) weg wirkt, wobei das Steuerrohr (18) bei einem von
der Ortsbrust (19) weg wirkenden Spülelement besonders bevorzugt in einem von der
Ortsbrust (19) abgewandten Bereich Austragöffnungen (17) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei das Bohrlager (6) eine oder mehrere Aufdoppelungen (26) zur Anpassung des Außendurchmessers
des Bohrlagers (6) an einen Durchmesser der Rohrleitung (3) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Vorrichtung für ein Ableiten von mit abgebohrtem Material beladener Bohrflüssigkeit
(12) durch einen Zwischenraum (11) zwischen dem Bohrloch (1) und einer Außenseite
der Rohrleitung (3) und/oder durch einen Zwischenraum zwischen Bohrgestänge (6) und
einer Innenseite der Rohrleitung (3) ausgestaltet ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
mit einer oder mehreren Zentrierungen (20) für den Bohrmotor (7), die Lagebestimmungseinheit
(16) und/oder ein oder mehrere Elemente des Bohrgestänges (6) im Steuerrohr (18) und/oder
in der Rohrleitung (3), wobei der maximale Außendurchmesser der einen oder mehreren
Zentrierungen (20) bevorzugt um 1 bis 10 mm geringer ist als der jeweilige minimale
Innendurchmeser des Steuerrohrs (18) bzw. der Rohrleitung (3).
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
ferner mit dem Bohrgestänge (6), wobei das Bohrgestänge (6) mit mindestens zwei Halteringen
(31) zur Positionierung einer Zentrierung (20) am Bohrgestänge (6) versehen ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11,
wobei wenigstens eine Zentrierung (20) für ein Rotieren der Zentrierung (20) um eine
Längsachse des Bohrgestänges (6) relativ zu dem Bohrmotor (7), der Lagebestimmungseinheit
(16) bzw. dem Bohrgestänge (6) und für ein Verschieben der Zentrierung (20) entlang
der Längsachse des Bohrgestänges (6) relativ zur Rohrleitung (3) ausgestaltet ist,
wobei die Zentrierung (20)bevorzugt Rollen (22) an ihrer Innenseite, deren Achsen
parallel zur Längsachse des Bohrgestänges (6) ausgerichtet sind, und Rollen (21) an
ihrer Außenseite aufweist, deren Achsen in einer Ebene senkrecht zur Längsachse des
Bohrgestänges (6) ausgerichtet sind.
13. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
ferner mit dem Bohrgestänge (6), wobei die Vorrichtung für ein Ableiten von mit abgebohrtem
Material beladener Bohrflüssigkeit (12) durch einen Zwischenraum zwischen Bohrgestänge
(6) und einer Innenseite der Rohrleitung (3) ausgestaltet ist, wobei das Bohrgestänge
(6) zumindest teilweise als Schneckenrohr ausgestaltet ist und/oder die Vorrichtung
mit einer Zentrierung (20) verstehen ist, die als Förderschnecke ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei das Bohrlager (6) im Betrieb als Verbindungselement für das Steuerrohr (18)
und die Rohrleitung (3) im Bereich eines Beginns eines Bohrstrangs und/oder als Schubelement
für bereits verlegte Rohrleitungselemente (4) zwischen einem Ende des als letztem
verlegtem Rohrleitungselement (4) und einer Vorschubvorrichtung (5) vorgesehen ist.
15. Verfahren zur Verlegung einer Rohrleitung (3) in einem Bohrloch (1), mit den Schritten:
Koppeln (101) eines Bohrgestänges (6) mit einem gegenüber der Längsachse des Bohrgestänges
(6) abgewinkelten oder abwinkelbaren Bohrmotor (7) mit einem Bohrkopf (2), wobei das
Koppeln (101) ein mittelbares Koppeln über ein Bohrlager (8) und/oder ein Koppeln
ohne Zwischenschaltung eines Bohrlagers (8) ist,
Vorsehen (102) eines Steuerrohrs (18), das den Bohrmotor (7) zumindest teilweise umschließt,
wobei sich der Bohrkopf (2) im Betrieb in Richtung der Ortsbrust (19) aus dem Steuerrohr
(18) erstreckt,
Verbinden (103) des Bohrlagers (8) mit der zu verlegenden Rohrleitung (3) und dem
Steuerrohr (18), wobei im Fall eines nur mittelbaren Koppelns (101) von Bohrgestänge
(6) und Bohrmotor (7) das Steuerrohr (18) und die Rohrleitung (3) auf einander gegenüberliegenden
Seiten des Bohrlagers (8) mit diesem verbunden werden und andernfalls das Steuerrohr
(18) mittelbar über die Rohrleitung (3) mit dem Bohrlager (8) verbunden wird,
wobei das Verfahren für ein planmäßig gerades Verlegen der Rohrleitung (3) umfasst:
Drehen (104) des Bohrgestänges (6) zur Rotation des Bohrmotors (7) mit dem Bohrkopf
(2) und Drehen (104) des Bohrkopfes (2) um dessen Längsachse mit dem Bohrmotor (7)
unabhängig von einer Rotation des Bohrgestänges (6), und
wobei das Verfahren für ein gekrümmtes Verlegen der Rohrleitung (3) umfasst:
Drehen (105) des Bohrgestänges (6), bis eine Lagebestimmungseinheit (16) des Bohrmotors
(7) eine Position angibt, bei der der Bohrmotor (7) in Richtung der Krümmung abgewinkelt
oder abwinkelbar ist,
Drehen (106) des Bohrkopfes (2) um dessen Längsachse mit dem abgewinkelten Bohrmotor
(7),
wobei beim Verlegen der Rohrleitung (3) durch das Bohrgestänge (6) eine in Richtung
der Längsachse des Bohrgestänges (6) wirkende Druckkraft auf das Bohrlager (8) ausgeübt
wird, die durch das Bohrlager (8) als eine in einer Längsrichtung der Rohrleitung
(3) wirkende Zug- und/oder Druckkraft auf die Rohrleitung (3) und als eine in Längsrichtung
des Steuerrohrs (18) wirkende Druckkraft weitergegeben wird.
1. A device for laying a pipeline (3) in a borehole (1), having
a drill motor (7) angled or able to be angled relative to the longitudinal axis of
a drill pipe (6) for a drill head (2) provided for a drive of the drill head (2) independently
of a rotation of the drill pipe (6),
a position determination unit (16) for determining and transmitting a rotational position
of the angled drill motor (7), and
a head tube (18) at least partially enclosing the drill motor (7), the drill head
(2) extending from the head tube (18) in the direction of a working face (19) during
operation,
characterized by
a drill bearing (8) for coupling to the drill pipe (6) for receiving a compressive
force acting in the direction of a longitudinal axis of the drill pipe (6) and for
connecting to the pipeline (3) for transferring the compressive force as a tensile
and/or compressive force acting in the longitudinal direction of the pipeline (3).
2. The device according to claim 1,
wherein the head tube (18) is reversibly deformable, wherein the head tube (18) in
particular comprises or consists of a flexible material, in particular high-density
polyethylene (HDPE) and/or the head tube (18) comprises a plurality of articulated
elements connected to each other.
3. The device according to claim 2,
having a one- or multi-part centring device for directly or indirectly coupling the
head tube (18) to the drill motor (7), said motor drill being disposed so that the
head tube (18) is deformed according to the rotational position of the drill motor
(7), wherein the centring device in particular is designed for tightly closing off
the drill head (2) or the drill motor (7), preferably for a tightly closing off the
passage of air and/or drilling fluid.
4. The device according to claim 1,
wherein the head tube (18) is provided with a control ring (24) in a region of its
outer side facing the working face (19) for supporting following of a curvature of
the borehole (1) through the head tube (18), in particular having a control ring (24)
having a cross-section in the form of a triangle, the base side thereof resting against
the outer side of the head tube (18), wherein preferably the tip of the triangle is
disposed above a half of the base side of the triangle facing away from the working
face (19).
5. The device according to claim 1,
wherein the head tube (18) is provided with a seal opposite the working face (19),
the drill head (2) or the drill motor (7) extending through said seals, wherein the
seal is provided with an eccentric opening for drill head (2) or drill motor (7) and
is designed for rotating relative to the head tube (18) and/or wherein the seal is
designed to be deformable for receiving the movement of the drill head (2) or drill
motor (7) during operation.
6. The device according to claim 5,
wherein the device is designed for pressurizing the interior of the head tube (18),
in particular by a liquid.
7. The device according to any one of the preceding claims,
further having a rinsing element for discharging drilled material that has entered
into the head tube (18), wherein the rinsing element is designed in particular for
using drilling fluid (12), wherein the flushing element is preferably disposed in
the region of a termination of the head tube (24) facing away from the working face
(19) and acts in the direction of the working face (19) and/or the rinsing element
is disposed in the region of the drill head (2) and acts away from the working face
(19), wherein the head tube (18) comprises discharge openings (17) at a rinsing element
acting away from the working face (19) particularly preferably in a region facing
away from the working face (19).
8. The device according to any one of the preceding claims,
wherein the drill bearing (6) comprises one or more false edges (26) for adjusting
the outer diameter of the drill bearing (6) to a diameter of the pipeline (3).
9. The device according to any one of the preceding claims,
wherein the device is designed for draining drilling fluid (12) laden with bored material
through a space (11) between the borehole (1) and an outer side of the pipeline (3)
and/or through a space between the drill pipe (6) and an inside of the pipeline (3).
10. The device according to any one of the preceding claims,
having one or more centring devices (20) for the drill motor (7), the position determination
unit (16) and/or one or more elements of the drill pipe (6) in the head tube (18)
and/or in the pipeline (3), wherein the maximum outer diameter of the one or more
centring devices (20) is preferably smaller by 1 to 10 mm than the respective minimum
inner diameter of the head tube (18) or the pipeline (3).
11. The device according to claim 10,
further having the drill pipe (6), wherein the drill pipe (6) is provided with at
least two retaining rings (31) for positioning a centring device (20) on the drill
pipe (6).
12. The device according to any one of the claims 10 to 11,
wherein at least one centring device (20) is designed for rotating the centring device
(20) about a longitudinal axis of the drill pipe (6) relative to the drill motor (7),
the position determination unit (16) or the drill pipe (6) and for shifting the centring
device (20) along the longitudinal axis of the drill pipe (6) relative to the pipeline
(3), wherein the centring device (20) preferably comprises rollers (22) on the inner
side thereof, the axes thereof being aligned parallel to the longitudinal axis of
the drill pipe (6), and rollers (21) on the outer side thereof, the axes thereof being
aligned in a plane perpendicular to the longitudinal axis of the drill pipe (6).
13. The device according to any one of the preceding claims,
further having the drill pipe (6), wherein the device is designed for discharging
drilling fluid (12) laden with drilled material through a space between drill pipe
(6) and an inner side of the pipeline (3), wherein the drill pipe (6) is designed
at least partially as a screw tube and/or the device is provided with a centring device
(20) designed as a screw conveyor.
14. The device according to any one of the preceding claims,
wherein the drilling bearing (6) is provided during operation as a connecting element
for the head tube (18) and the pipeline (3) in the region of a beginning of a drill
string and/or as a thrust element for already laid pipeline elements (4) between one
end of the last laid pipeline element (4) and a feed device (5).
15. A method for laying a pipeline (3) in a borehole (1), having the steps:
coupling (101) a drill pipe (6) to a drill motor (7) angled or able to be angled relative
to the longitudinal axis of the drill pipe (6) for a drill head (2), the coupling
(101) being an indirect coupling via a drill bearing (8) and/or a coupling without
the interposition of a drill bearing (8),
providing (102) a head tube (18) at least partially enclosing the drill motor (7),
the drill head (2) extending from the head tube (18) in the direction of the working
face (19) during operation,
connecting (103) the drill bearing (8) to the pipeline (3) to be laid and the head
tube (18), the head tube (18) and the pipeline (3) being connected thereto on sides
of the drill bearing (8) opposite each other in the case of only indirect coupling
(101) of drill pipe (6) and drill motor (7) and otherwise the head tube (18) being
connected indirectly to the drill bearing (8) via the pipeline (3),
wherein the method for laying the pipeline (3) straight according to the plan comprises:
turning (104) the drill pipe (6) for rotating the drill motor (7) with the drill head
(2) and turning (104) the drill head (2) about longitudinal axis thereof with the
drill motor (7) independently of a rotation of the drill pipe (6), and
wherein the method for curved laying of the pipeline (3) comprises:
turning (105) the drill pipe (6) until a position determination unit (16) of the drill
motor (7) indicates a position at which the drill motor (7) is angled or can be angled
in the direction of the curvature,
turning (106) the drill head (2) about the longitudinal axis thereof with the angled
drill motor (7),
wherein during the laying of the pipeline (3) by the drill pipe (6), a compressive
force acting in the direction of the longitudinal axis of the drill pipe (6) is exerted
on the drill bearing (8) and transfers through the drill bearing (8) as a tensile
and/or compressive force on the pipeline (3) acting in a longitudinal direction of
the pipeline (3) and as a compressive force acting in the longitudinal direction of
the head tube (18).
1. Dispositif de pose d'une canalisation (3) dans un trou de forage (1), avec
un moteur de forage (7) coudé ou pouvant être coudé par rapport à l'axe longitudinal
d'un train de tiges (6) pour une tête de forage (2), qui est prévu pour un entraînement
de la tête de forage (2) indépendamment d'une rotation du train de tiges (6),
une unité de détermination de position (16) pour la détermination et le transfert
d'une position de rotation du moteur de forage coudé (7), et
un tube de commande (18), qui entoure au moins en partie le moteur de forage (7),
dans lequel la tête de forage (2) s'étend en fonctionnement en direction d'un front
de taille (19) depuis le tube de commande (18),
caractérisé par
un palier de forage (8), qui peut être couplé avec le train de tiges (6) pour l'absorption
d'une force de pression agissant en direction d'un axe longitudinal du train de tiges
(6) et peut être relié à la canalisation (3) pour la transmission de la force de pression
en tant que force de traction et/ou de pression agissant dans la direction longitudinale
de la canalisation (3).
2. Dispositif selon la revendication 1,
dans lequel le tube de commande (18) est déformable de manière réversible, dans lequel
le tube de commande (18) présente en particulier un matériau souple, en particulier
du polyéthylène haute densité (HDPE), ou en est constitué et/ou le tube de commande
(18) comprend plusieurs éléments reliés les uns aux autres de manière articulée.
3. Dispositif selon la revendication 2,
avec un centrage à une ou plusieurs parties pour le couplage direct ou indirect du
tube de commande (18) avec le moteur de forage (7), qui est agencé de sorte que le
tube de commande (18) est déformé en fonction de la position de rotation du moteur
de forage (7), dans lequel le centrage est configuré en particulier pour une obturation
étanche avec la tête de forage (2) ou le moteur de forage (7), de préférence pour
une obturation étanche par rapport au passage d'air et/ou de fluide de forage.
4. Dispositif selon la revendication 1,
dans lequel le tube de commande (18) est doté, dans une zone de son côté extérieur
tournée vers le front de taille (19), d'un anneau de commande (24) pour soutenir un
suivi d'une courbure du trou de forage (1) à travers le tube de commande (18), en
particulier d'un anneau de commande (24) avec une section transversale en forme de
triangle, dont la base s'appuie sur le côté extérieur du tube de commande (18), dans
lequel de préférence la pointe du triangle est agencée sur une moitié de la base du
triangle opposée au front de taille (19).
5. Dispositif selon la revendication 1,
dans lequel le tube de commande (18) est doté d'un joint par rapport au front de taille
(19), à travers lequel la tête de forage (2) ou le moteur de forage (7) s'étend, dans
lequel le joint est doté d'une ouverture excentrique pour tête de forage (2) ou moteur
de forage (7) et est configuré pour une rotation par rapport au tube de commande (18)
et/ou dans lequel le joint est configuré de manière déformable pour l'absorption du
mouvement de la tête de forage (2) ou du moteur de forage (7) en fonctionnement.
6. Dispositif selon la revendication 5,
dans lequel le dispositif est configuré pour une mise sous pression de l'intérieur
du tube de commande (18), en particulier par un fluide.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
en outre avec un élément de rinçage pour l'évacuation de matériau foré parvenu dans
le tube de commande (18), dans lequel l'élément de rinçage est configuré en particulier
pour l'utilisation de fluide de forage (12), dans lequel de préférence l'élément de
rinçage est agencé dans la zone d'une obturation du tube de commande (24) opposée
au front de taille (19) et agit en direction du front de taille (19) et/ou l'élément
de rinçage est agencé dans la zone de la tête de forage (2) et agit à l'opposé du
front de taille (19), dans lequel le tube de commande (18) présente des ouvertures
d'évacuation (17) pour un élément de rinçage agissant à l'opposé du front de taille
(19) de manière particulièrement préférée dans une zone opposée au front de taille
(19).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel le palier de forage (6) présente un ou plusieurs doublages (26) pour l'adaptation
du diamètre extérieur du palier de forage (6) à un diamètre de la canalisation (3).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel le dispositif est configuré pour une évacuation de fluide de forage (12)
chargé de matériau foré à travers un espace intermédiaire (11) entre le trou de forage
(1) et un côté extérieur de la canalisation (3) et/ou à travers un espace intermédiaire
entre le train de tiges (6) et un côté intérieur de la canalisation (3).
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
avec un ou plusieurs centrages (20) pour le moteur de forage (7), l'unité de détermination
de position (16) et/ou un ou plusieurs éléments du train de tiges (6) dans le tube
de commande (18) et/ou dans la canalisation (3), dans lequel le diamètre extérieur
maximal des un ou plusieurs centrages (20) est de préférence de 1 à 10 mm inférieur
au diamètre intérieur minimal respectif du tube de commande (18) ou de la canalisation
(3).
11. Dispositif selon la revendication 10,
en outre avec le train de tiges (6), dans lequel le train de tiges (6) est doté d'au
moins deux anneaux de retenue (31) pour le positionnement d'un centrage (20) au niveau
du train de tiges (6).
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 10 ou 11,
dans lequel au moins un centrage (20) est configuré pour une rotation du centrage
(20) autour d'un axe longitudinal du train de tiges (6) par rapport au moteur de forage
(7), à l'unité de détermination de position (16) ou au train de tiges (6) ou pour
un coulissement du centrage (20) le long de l'axe longitudinal du train de tiges (6)
par rapport à la canalisation (3), dans lequel le centrage (20) présente de préférence
des rouleaux (22) sur son côté intérieur, dont les axes sont orientés parallèlement
à l'axe longitudinal du train de tiges (6), et des rouleaux (21) sur son côté extérieur,
dont les axes sont orientés dans un plan perpendiculaire à l'axe longitudinal du train
de tiges (6).
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
en outre avec le train de tiges (6), dans lequel le dispositif est configuré pour
une évacuation de fluide de forage (12) chargé de matériau foré à travers un espace
intermédiaire entre le train de tiges (6) et un côté intérieur de la canalisation
(3), dans lequel le train de tiges (6) est configuré au moins en partie en tant que
tube à vis sans fin et/ou le dispositif est doté d'un centrage (20), qui est réalisé
en tant que vis transporteuse.
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel le palier de forage (6) est prévu en fonctionnement en tant qu'élément
de liaison pour le tube de commande (18) et la canalisation (3) dans la zone d'un
début d'un train de forage et/ou en tant qu'élément de poussée pour des éléments de
canalisation (4) déjà posés entre une extrémité de l'élément de canalisation (4) posé
en dernier et un dispositif de poussée (5).
15. Procédé de pose d'une canalisation (3) dans un trou de forage (1), avec les étapes
consistant à :
coupler (101) un train de tiges (6) avec un moteur de forage (7) coudé ou pouvant
être coudé par rapport à l'axe longitudinal du train de tiges (6) avec une tête de
forage (2), dans lequel le couplage (101) est un couplage indirect par le biais d'un
palier de forage (8) et/ou un couplage sans l'intermédiaire d'un palier de forage
(8),
prévoir (102) un tube de commande (18), qui entoure au moins en partie le moteur de
forage (7), dans lequel la tête de forage (2) s'étend en fonctionnement en direction
du front de taille (19) depuis le tube de commande (18),
relier (103) le palier de forage (8) à la canalisation (3) à poser et au tube de commande
(18), dans lequel, dans le cas d'un couplage seulement indirect (101) du train de
tiges (6) et du moteur de forage (7), le tube de commande (18) et la canalisation
(3) sont reliés sur des côtés opposés du palier de forage (8) avec celui-ci et, dans
le cas contraire, le tube de commande (18) est relié indirectement au palier de forage
(8) par le biais de la canalisation (3),
dans lequel le procédé comprend pour une pose droite comme prévue de la canalisation
(3) :
la rotation (104) du train de tiges (6) pour la rotation du moteur de forage (7) avec
la tête de forage (2) et la rotation (104) de la tête de forage (2) autour de son
axe longitudinal avec le moteur de forage (7) indépendamment d'une rotation du train
de tiges (6), et
dans lequel le procédé comprend pour une pose courbée de la canalisation (3) ;
la rotation (105) du train de tiges (6), jusqu'à ce qu'une unité de détermination
de position (16) du moteur de forage (7) indique une position pour laquelle le moteur
de forage (7) est coudé ou peut être coudé en direction de la courbure,
la rotation (106) de la tête de forage (2) autour de son axe longitudinal avec le
moteur de forage coudé (7),
dans lequel, lors de la pose de la canalisation (3) par le train de tiges (6), une
force de pression agissant en direction de l'axe longitudinal du train de tiges (6)
est exercée sur le palier de forage (8), qui est transmise par le palier de forage
(8) en tant que force de traction et/ou de pression agissant dans une direction longitudinale
de la canalisation (3) sur la canalisation (3) et en tant que force de pression agissant
en direction longitudinale du tube de commande (18).