(19)
(11) EP 2 988 874 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
05.06.2019  Patentblatt  2019/23

(21) Anmeldenummer: 14719290.0

(22) Anmeldetag:  22.04.2014
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B02C 4/28(2006.01)
B02C 4/02(2006.01)
B30B 15/04(2006.01)
B30B 3/04(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2014/058099
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2014/173875 (30.10.2014 Gazette  2014/44)

(54)

WALZENMÜHLE

ROLL MILL

BROYEUR À CYLINDRES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 23.04.2013 DE 102013104097

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.03.2016  Patentblatt  2016/09

(73) Patentinhaber: thyssenkrupp Industrial Solutions AG
45143 Essen (DE)

(72) Erfinder:
  • FRERICH, Daniel
    59556 Lippstadt (DE)
  • KÖNNING, Ludwig
    59227 Ahlen (DE)
  • HÖRSTER, Nils
    59320 Ennigerloh (DE)
  • PETERS, Alexander
    59269 Beckum (DE)

(74) Vertreter: thyssenkrupp Intellectual Property GmbH 
ThyssenKrupp Allee 1
45143 Essen
45143 Essen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A1-2007/137445
DE-A1- 4 110 643
US-A- 3 828 515
WO-A1-2009/007197
US-A- 2 254 512
US-A1- 2010 243 963
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Walzenmühle mit zwei in einem Maschinenrahmen angeordneten Walzeneinheiten, die jeweils eine in zwei Lagersteinen drehbar gelagerte Mahlwalze aufweisen, wobei die beiden Mahlwalzen gegenüberliegend angeordnet und mit jeweils einem Antrieb zum gegenläufigen Antreiben der Mahlwalzen gekoppelt sind.

    [0002] Zwischen Maschinenrahmen und wenigstens einer Walzeneinheit ist ein Kraftbeaufschlagungssystem zur Erzeugung einer Mahlkraft vorgesehen, wobei die Mahlkraft über den aus mehreren Rahmenteilen bestehenden Maschinenrahmen und die Lagersteine auf die Mahlwalzen übertragen wird. Dabei ist zwischen wenigstens zwei miteinander verbundenen Rahmenteilen und/oder zwischen einem Rahmenteil und einem der Lagersteine eine lösbare, formschlüssige Verbindung mit zwei gegeneinander gepressten Verbindungsflächen zur Übertragung der Mahlkraft vorgesehen ist.

    [0003] Da die Mahlwalzen im Betrieb verschleißen, ist ein turnusmäßiger Walzenwechsel erforderlich, bei dem die Walzeneinheiten nach dem Lösen der Verbindung zwischen Mahlwalze und Antrieb aus dem Maschinenrahmen herausgezogen werden. Dieser Walzenwechsel ist bei Gutbettwalzenmühlen etwa 3 mal pro Jahr erforderlich und ist jeweils mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden, sodass Möglichkeiten gesucht wurden, wie sie beispielsweise in der DE 10 2010 048 214 A1 offenbart sind, um den Walzenwechsel zu beschleunigen.

    [0004] Üblicherweise werden bei der Verbindung der Rahmenteile des Maschinenrahmens formschlüssige Verbindungen in Form von runden oder ebenen Passfederverbindungen oder auch Bolzenverbindungen eingesetzt. Bei der Demontage wird die Verbindung zwischen den Druckbalken und einem oberen Rahmenteil (der auch als Obergurt bezeichnet wird) und einem unteren Rahmenteil gelöst, sodass der obere Rahmenteil angehoben werden kann und die Druckbalken und die Walzeneinheit(en) herausgezogen werden können. Dieser Demontagevorgang ist nach wie vor aufwendig und zeitintensiv.

    [0005] Eine alternative Möglichkeit zur zeitsparenden Montage und Demontage von Walzeneinheiten ist aus der WO 2009/007197 A1 bekannt. Dort werden die im Betrieb der Walzenpresse auftretenden Druckkräfte über Kopfstücke vom Rahmenoberteil und Rahmenunterteil aufgenommen. Zur Montage und Demontage der Walzeneinheiten werden die Kopfstücke unter fortbestehender Abstützung des Rahmenoberteiles quer zu diesem nach außen verschoben.

    [0006] In der WO 2007/137445 A1 und der US 3 828 515 A werden mikroformschlusserzeugende Beschichtungen zur Verminderung von Relativbewegungen zwischen zwei Bauteilen offenbart.

    [0007] Die DE 10 2010 048 214 A1 betrifft eine Rollenpresse mit zwei in einem Maschinenrahmen gelagerten Mahlwalzen, wobei der Maschinenrahmen zwei stimmgabelförmige Rahmenteilen aufweist. Um die beiden stimmgabelförmige Rahmenteilen nach hinten zu schließen, ist vorgesehen, dass zwei Verschlusselemente von oben auf die stimmgabelförmigen Rahmenbestandteile aufgesetzt werden.

    [0008] Weitere Rollenmühlen sind aus der US 2 2254 512 A und der US 2010/0243963 A1 bekannt.

    [0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine schnellere Demontage und Montage einer Walzeneinheit zu ermöglichen.

    [0010] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 2 gelöst.

    [0011] Die mikroformschlusserzeugende Beschichtung hat den Vorteil, dass die Verbindungsflächen nur wenige Millimeter angehoben werden müssen, um das Herausziehen der Walzeneinheit zu ermöglichen. Durch die mikroformschlusserzeugende Beschichtung wird die übertragbare Kraft zwischen den beiden Verbindungsflächen deutlich erhöht, sodass auch hohe Mahlkräfte, von beispielsweise 16000 kN und mehr, übertragen werden können, wie sie beispielsweise bei Gutbettwalzenmühlen bzw. Walzenpressen im Zement- und Mineralsbereich auftreten.

    [0012] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

    [0013] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind Spannmittel, beispielsweise in Form einer Vielzahl von Schraubverbindungen, vorgesehen, um die beiden Verbindungsflächen gegeneinander zu pressen

    [0014] Die Verbindungsflächen sind vorzugsweise plan ausgebildet und die mikroformschlusserzeugende Beschichtung kann insbesondere durch eine Hartstoff-Partikelbeschichtung gebildet werden, wobei die Hartstoffpartikel, vorzugsweise eine Härte nach Mohs von 6 bis 10 aufweisen.

    [0015] Gemäß der Erfindung ist die Walzenmühle so ausgebildet, dass eine Walzeneinheit als Loswalze und die andere Walzeneinheit als Festwalze im Maschinenrahmen gehaltert ist, wobei das Kraftbeaufschlagungssystem zwischen Maschinenrahmen und der als Loswalze fungierenden Walzeneinheit angeordnet ist.

    [0016] Der Maschinenrahmen wird durch wenigstens einen unteren Rahmenteil, wenigstens einen oberen Rahmenteil und mehrere den oberen und unteren Rahmenteil verbindende Druckbalken gebildet. Dabei können die Lagersteine am oberen und unteren Rahmenteil gleitverschieblich geführt sein. Die Verbindungsflächen sind entweder an Teilen des Maschinenrahmens ausgebildet oder die mikroformschlusserzeugende Beschichtung ist auf einem Zwischenelement aufgebracht, das fest mit den zu verbindenden Teilen des Maschinenrahmens verbunden ist.

    [0017] Gemäß einer ersten bevorzugten Ausgestaltung der Walzenmühle sind vier Druckbalken vorgesehen, wobei zwei Druckbalken als Widerlager der einen Walzeneinheit und die beiden anderen Druckbalken als Widerlager der anderen Walzeneinheit dienen und der obere und untere Rahmenteil mit den vier Druckbalken durch jeweils eine lösbare, formschlüssige Verbindung mit zwei gegeneinander gepressten Verbindungsflächen verbunden sind, wobei wenigstens zwei der gegeneinander gepressten Verbindungsflächen die mikroformschlusserzeugende Beschichtung aufweisen.

    [0018] Gemäß einer zweiten Ausgestaltung der Erfindung sind lediglich zwei Druckbalken vorgesehen, die mit den oberen und den unteren Rahmenteilen verbunden sind und als Widerlager der als Loswalze fungierende Walzeneinheit dienen. Die als Festwalze fungierende Walzeneinheit ist dann über ihre Lagersteine mit den oberen und unteren Rahmenteilen über die lösbare, formschlüssige Verbindung mit zwei gegeneinander gepressten Verbindungsflächen verbunden, wobei wiederum wenigstens eine der beiden gegeneinander gepressten Verbindungsflächen die mikroformschlusserzeugende Beschichtung aufweist.

    [0019] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der nachfolgenden Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele und der Zeichnung näher erläutert.

    [0020] In der Zeichnung zeigen
    Fig. 1
    eine dreidimensionale Darstellung einer Walzenmühle gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
    Fig. 2
    eine Schnittdarstellung längs der Linie A-A der Fig. 6, die eine Seitenansicht der Fig. 1 darstellt,
    Fig. 3
    eine vergrößerte Ansicht des Details X der Fig. 2,
    Fig. 4
    eine Draufsicht der ersten Verbindungsfläche,
    Fig. 5
    eine Draufsicht der zweiten Verbindungsfläche,
    Fig. 6
    eine Seitenansicht der Fig. 1 in der Betriebsstellung der Walzenmühle,
    Fig. 7
    eine Seitenansicht der Walzenmühle mit demontiertem Druckbalken,
    Fig. 8
    eine Seitenansicht der Walzenmühle mit demontierter Walzeneinheit und
    Fig. 9
    eine dreidimensionale Darstellung einer Walzenmühle gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel.


    [0021] Bei der in Fig. 1 dargstellten Walzenmühle handelt es sich beispielsweise um eine Walzenpresse oder Gutbettwalzenmühle mit zwei in einem Maschinenrahmen 1 angeordneten Walzeneinheiten 2, 3 die jeweils eine Mahlwalze 20 bzw. 30 aufweisen, wobei die Mahlwalzen gegenüberliegend angeordnet und jeweils mit einem Antrieb 4, 5 zum gegenläufigen Antreiben der Mahlwalzen gekoppelt sind. Der Maschinenrahmen setzt sich aus zwei unteren Rahmenteilen 10, 11, zwei oberen Rahmenteilen 12, 13 sowie vier Druckbalken 14 bis 17 zusammen. Die Mahlwalzen 20, 30 sind über Wellenstummel 21 bzw. 31 in Lagersteinen 22, 23 bzw. 32, 33 gelagert, wobei die Lagersteine gleitverschieblich an den oberen und unteren Rahmenteilen 10, 11, 12, 13 geführt sind.

    [0022] Die Walzeneinheit 2 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Festwalze im Maschinenrahmen 1 gehaltert und stützt sich mit seinen Lagersteinen 22, 23 an den Druckbalken 15, 17 ab. Die Walzeneinheit 3 ist hingegen als Loswalze ausgebildet. Zwischen dem Maschinenrahmen 1 und der Walzeneinheit 3 ist ein Kraftbeaufschlagungssystem 50 zur Erzeugung einer Mahlkraft vorgesehen, wobei die Mahlkraft über den Maschinenrahmen 1 und die Lagersteine 22, 23 sowie 32, 33 auf die Mahlwalzen 20, 30 übertragen wird, wobei zwischen den beiden Mahlwalzen ein Mahlspalt aufrechterhalten wird. Dabei können insbesondere Drücke im Mahlspalt von 50 MPa und mehr erzeugt werden.

    [0023] Anhand der Figuren 2 bis 5 wird im Folgenden die formschlüssige Verbindung der unteren und oberen Rahmenteile mit den Druckbalken des Maschinenrahmens 1 näher erläutert. Die Druckbalken 14 bis 17 sind jeweils mit einem der unteren Rahmenteile 10, 11 und einem der oberen Rahmenteile 12, 13 über Schraubverbindungen 6, 7 miteinander verbunden. Aus den Figuren 3 bis 5 wird ersichtlich, dass dabei eine am Druckbalken 15 vorgesehene erste Verbindungsfläche 15a gegen eine am oberen Rahmenteil 12 vorgesehene zweite Verbindungsfläche 12a gepresst wird. Um die übertragbare Kraft zwischen dem Druckbalken 15 und dem oberen Rahmenteil 12 zu erhöhen, ist eine, vorzugsweise aber beide dieser Verbindungsflächen 15a, 12a mit einer mikroformschlusserzeugende Beschichtung 8, 9 versehen, die beispielsweise durch eine Hartstoff-Partikelbeschichtung mit einer Härte nach Mohs von 4 bis 6 gebildet wird. Vorzugsweise sind alle Verbindungsstellen zwischen den vier Druckbalken und den oberen und unteren Rahmenteilen auf diese Art und Weise ausgebildet.

    [0024] Die Demontage einer Walzeneinheit wird anhand der Figuren 6 bis 8 ersichtlich. Fig. 6 zeigt dabei die Walzenmühle in ihrer Betriebsstellung gemäß Fig. 1. In einem ersten Schritt werden die Schraubverbindungen 6, 7 zwischen den beiden Druckbalken 15, 17 und den zugeordneten unteren und oberen Rahmenteilen gelöst. Des Weiteren muss die Ankopplung der auszuwechselnden Walzeneinheit von seinem Antrieb gelöst werden. In Fig. 2 ist diese Kopplungsstelle mit den Bezugszeichen 40 versehen. Um das Herausziehen der Druckbalken 15, 17 und der Walzeneinheit 2 zu erleichtern, sind in Verlängerung der unteren Rahmenteile 10, 11 Führungsschienen 18, 19 vorgesehen.

    [0025] Nach dem Lösen der Schraubverbindungen 6, 7 können die beiden Druckbalken 15, 17 über die Führungsschienen 18, 19 herausgezogen werden. Unter Umständen ist es zweckmäßig, wenn die beiden oberen Rahmenteile 12, 13 zu diesem Zweck mittels eines Kettenzuges um wenige Millimeter angehoben oder zumindest festgehalten werden. In der weiteren Folge wird dann auch die Walzeneinheit 2 vollständig herausgezogen. Sofern erforderlich wird dann auch die andere Walzeneinheit 3 nach Lösen ihrer Verbindung mit dem Antrieb 5 herausgezogen. Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.

    [0026] In Fig. 9 ist eine Walzenmühle gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel dargestellt, die sich vom ersten Ausführungsbeispiel lediglich dadurch unterscheidet, dass die Druckbalken 15, 17 weggelassen wurden und die Lagersteine 22, 23 direkt mit dem unteren und oberen Rahmenteile 10, 12 bzw. 11, 13 verschraubt sind.

    [0027] Die miteinander in Verbindung stehenden Bereiche der ersten und zweiten Verbindungsfläche sind vorzugsweise zu wenigstens 50%, höchstvorzugsweise zu wenigstens 90%, mit der mikroformschlusserzeugenden Beschichtung bedeckt. Die einzelnen Partikel der Beschichtung weisen vorzugsweise eine längste Ausdehnung von durchschnittlich < 2 mm auf. Die Beschichtung kann wahlweise durch Klebung, Sintern, Lackierung, chemische Verfahren, galvanische Verfahren, Suspension oder Flammspritzverfahren aufgebracht werden. Es ist auch denkbar, dass die mikroformschlusserzeugende Beschichtung nicht direkt auf den Druckbalken bzw. den unteren oder oberen Rahmenteilen, sondern vielmehr auf Zwischenelementen aufgebracht ist, die jeweils fest mit den Druckbalken oder Rahmenteilen verbunden sind.

    [0028] Der große Vorteil der mikroformschlusserzeugenden Beschichtung besteht vor allem darin, dass bereits ein geringfügiges Abheben der beiden Verbindungsflächen von wenigen Millimetern völlig ausreichend ist, um die Druckbalken bzw. die Walzeneinheiten herauszuziehen. Dennoch gewährleistet diese Beschichtung eine ausreichende Übertragung der Mahlkräfte über den Maschinenrahmen. Des Weiteren ist der Fertigungsaufwand durch den Wegfall der bisher üblichen Passverbindungen wesentlich geringer und es ergibt sich eine kompaktere Bauform. Auch die Montage des Maschinenrahmens wird durch den geringeren Ausrichtungsaufwand erleichtert, da insbesondere keine Passkeilanfertigung auf der Baustelle erforderlich ist.


    Ansprüche

    1. Walzenmühle mit zwei in einem Maschinenrahmen (1) angeordneten Walzeneinheiten (2, 3), die jeweils eine in zwei Lagersteinen (22, 23, 32, 33) drehbar gelagerte Mahlwalze (20, 30) aufweisen, wobei

    - die beiden Mahlwalzen (20, 30) gegenüberliegend angeordnet und mit jeweils einem Antrieb (4, 5) zum gegenläufigen Antreiben der Mahlwalzen gekoppelt sind,

    - zwischen Maschinenrahmen (1) und wenigstens einer Walzeneinheit (3) ein Kraftbeaufschlagungssystem (50) zur Erzeugung einer Mahlkraft vorgesehen ist, wobei die Mahlkraft über den Maschinenrahmen (1) und die Lagersteine (22, 23, 32, 33) auf die Mahlwalzen (20, 30) übertragen wird,

    - eine Walzeneinheit (3) als Loswalze und die andere Walzeneinheit (2) als Festwalze im Maschinenrahmen (1) gehaltert ist, wobei das Kraftbeaufschlagungssystem (50) zwischen Maschinenrahmen (1) und der als Loswalze fungierenden Walzeneinheit (3) angeordnet ist und

    - der Maschinenrahmen (1) aus mehreren Rahmenteilen, nämlich wenigstens einem unteren Rahmenteil (10, 11), wenigstens einem oberen Rahmenteil (12, 13) und vier den oberen und unteren Rahmenteil verbindende Druckbalken (14-17) besteht, wobei zwei Druckbalken (14, 16) als Widerlager der einen Walzeneinheit (3) und die beiden anderen Druckbalken (15, 17) als Widerlager der anderen Walzeneinheit (2) dienen,

    - der obere und untere Rahmenteil (10, 11, 12, 13) mit den vier Druckbalken (14-17) durch jeweils eine lösbare, formschlüssige Verbindung mit zwei gegeneinander gepressten Verbindungsflächen (15a, 12a) zur Übertragung der Mahlkraft verbunden sind,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    - wenigstens zwei der gegeneinander gepressten Verbindungsflächen eine mikroformschlusserzeugende Beschichtung (8, 9) aufweisen und

    - die formschlüssige Verbindung der miteinander verbundenen Rahmenteile durch Abheben der beiden Verbindungsflächen voneinander um maximal 4 mm vollständig aufgehoben ist.


     
    2. Walzenmühle mit zwei in einem Maschinenrahmen (1) angeordneten Walzeneinheiten (2, 3), die jeweils eine in zwei Lagersteinen (22, 23, 32, 33) drehbar gelagerte Mahlwalze (20, 30) aufweisen, wobei

    - die beiden Mahlwalzen (20, 30) gegenüberliegend angeordnet und mit jeweils einem Antrieb (4, 5) zum gegenläufigen Antreiben der Mahlwalzen gekoppelt sind,

    - zwischen Maschinenrahmen (1) und wenigstens einer Walzeneinheit (3) ein Kraftbeaufschlagungssystem (50) zur Erzeugung einer Mahlkraft vorgesehen ist, wobei die Mahlkraft über den Maschinenrahmen (1) und die Lagersteine (22, 23, 32, 33) auf die Mahlwalzen (20, 30) übertragen wird,

    - eine Walzeneinheit (3) als Loswalze und die andere Walzeneinheit (2) als Festwalze im Maschinenrahmen (1) gehaltert ist, wobei das Kraftbeaufschlagungssystem (50) zwischen Maschinenrahmen (1) und der als Loswalze fungierenden Walzeneinheit (3) angeordnet ist,

    - der Maschinenrahmen (1) aus mehreren Rahmenteilen (10, 11, 12, 13), nämlich wenigstens einem unteren Rahmenteil (10, 11), wenigstens einem oberen Rahmenteil (12, 13) und zwei Druckbalken (14, 16) besteht, wobei die beiden Druckbalken (14, 16) mit dem oberen und dem unteren Rahmenteil (10 - 13) verbunden sind und als Widerlager der als Loswalze fungierenden Walzeneinheit (3) dienen,

    - wobei zwischen wenigstens zwei miteinander verbundenen Rahmenteilen und/oder zwischen wenigstens einem Rahmenteil und einem der Lagersteine eine lösbare, formschlüssige Verbindung mit zwei gegeneinander gepressten Verbindungsflächen (15a, 12a) zur Übertragung der Mahlkraft vorgesehen ist,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    - die als Festwalze fungierende Walzeneinheit (2) mit ihren zugehörigen Lagersteinen (22, 23) mit dem oberen und dem unteren Rahmenteil (10-13) über die lösbare, formschlüssige Verbindung mit zwei gegeneinander gepressten Verbindungsflächen (15a, 12a) verbunden ist,

    - wobei wenigstens eine der beiden gegeneinander gepressten Verbindungsflächen (15a, 12a) eine mikroformschlusserzeugende Beschichtung (8, 9) aufweist und

    - die formschlüssige Verbindung von Rahmenteil (10, 11, 12, 13) und Lagerstein (22, 23) durch Abheben der beiden Verbindungsflächen voneinander um maximal 4 mm vollständig aufgehoben ist.


     
    3. Walzenmühle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Spannmittel vorgesehen sind, um die beiden Verbindungsflächen (15a, 12a) gegeneinander zu pressen.
     
    4. Walzenmühle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannmittel durch eine Vielzahl von Schraubverbindungen (6, 7) gebildet werden.
     
    5. Walzenmühle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Verbindungsflächen (15a, 12a) plan ausgebildet sind.
     
    6. Walzenmühle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mikroformschlusserzeugende Beschichtung (8, 9) durch eine Hartstoffpartikel-Beschichtung gebildet wird.
     
    7. Walzenmühle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagersteine am oberen und unteren Rahmenteil (10, 11, 12, 13) gleitverschieblich geführt sind.
     
    8. Walzenmühle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Verbindungsflächen mit der mikroformschlusserzeugenden Beschichtung (8, 9) auf einem Zwischenelement aufgebracht ist.
     


    Claims

    1. Roll mill having two roll units (2, 3) which are disposed in a machine frame (1) and which comprise in each case one grinding roll (20, 30) which is rotatably mounted in two bearing blocks (22, 23, 32, 33), wherein

    - the two grinding rolls (20, 30) are disposed so as to be mutually opposite and are in each case coupled to a drive (4, 5) for driving the grinding rolls in a counter-rotating manner;

    - a force-impingement system (50) for generating a grinding force is provided between the machine frame (1) and at least one roll unit (3), wherein the grinding force is transmitted by way of the machine frame (1) and the bearing blocks (22, 23, 32, 33) to the grinding rolls (20, 30);

    - one roll unit (3) is mounted as a loose roll and the other roll unit (2) is mounted as a fixed roll in the machine frame (1), wherein the force-impingement system (50) is disposed between the machine frame (1) and the roll unit (3) that functions as the loose roll; and

    - the machine frame (1) is composed of a plurality of frame parts, specifically at least one lower frame part (10, 11), at least one upper frame part (12, 13), and four pressure beams (14 - 17) which connect the upper and the lower frame part, wherein two pressure beams (14, 16) serve as counter-bearings of the one roll unit (3), and the two other pressure beams (15, 17) serve as counter-bearings of the other roll unit (2);

    - the upper and the lower frame part (10, 11, 12, 13) are connected to the four pressure beams (14 - 17) by way of in each case one releasable form-fitting connection having two mutually compressed connection faces (15a, 12a) for transmitting the grinding force;

    characterized in that

    - at least two of the mutually compressed connection faces comprise a micro-form-fit generating coating (8, 9); and

    - the form-fitting connection of the mutually connected frame parts is completely cancelled by mutually raising the two connection faces by at most 4 mm.


     
    2. Roll mill having two roll units (2, 3) which are disposed in a machine frame (1) and which comprise in each case one grinding roll (20, 30) which is rotatably mounted in two bearing blocks (22, 23, 32, 33), wherein

    - the two grinding rolls (20, 30) are disposed so as to be mutually opposite and are in each case coupled to a drive (4, 5) for driving the grinding rolls in a counter-rotating manner;

    - a force-impingement system (50) for generating a grinding force is provided between the machine frame (1) and at least one roll unit (3), wherein the grinding force is transmitted by way of the machine frame (1) and the bearing blocks (22, 23, 32, 33) to the grinding rolls (20, 30);

    - one roll unit (3) is mounted as a loose roll and the other roll unit (2) is mounted as a fixed roll in the machine frame (1), wherein the force-impingement system (50) is disposed between the machine frame (1) and the roll unit (3) that functions as the loose roll;

    - the machine frame (1) is composed of a plurality of frame parts (10, 11, 12, 13), specifically at least one lower frame part (10, 11), at least one upper frame part (12, 13), and two pressure beams (14 - 17), wherein the two pressure beams (14, 116) are connected to the upper and the lower frame part (10 - 13) and serve as counter-bearings of the roll unit (3) that functions as the loose roll;

    - wherein between at least two mutually connected frame parts, and/or between at least one frame part and one of the bearing blocks, a releasable form-fitting connection having two mutually compressed connection faces (15a, 12a) is provided for transmitting the grinding force;

    characterized in that

    - the roll unit (2) that functions as the fixed roll, having the bearing blocks (22, 23) associated therewith, is connected to the upper and the lower frame part (10 - 13) by way of the releasable form-fitting connection having two mutually compressed connection faces (15a, 12a);

    - wherein at least one of the two mutually compressed connection faces (15a, 12a) comprises a micro-form-fit generating coating (8, 9); and

    - the form-fitting connection of the frame part (10, 11, 12, 13) and the bearing block (22, 23) is completely cancelled by mutually raising the two connection faces by at most 4 mm.


     
    3. Roll mill according to Claim 1 or 2, characterized in that tensioning means for mutually compressing the two connection faces (15a, 12a) are provided.
     
    4. Roll mill according to Claim 3, characterized in that the tensioning means are formed by a multiplicity of screw connections (6, 7).
     
    5. Roll mill according to Claim 1 or 2, characterized in that the two connection faces (15a, 12a) are configured so as to be planar.
     
    6. Roll mill according to Claim 1 or 2, characterized in that the micro-form-fit generating coating (8, 9) is formed by a hard-material particle coating.
     
    7. Roll mill according to Claim 1 or 2, characterized in that the bearing blocks are guided so as to be displaceable in a sliding manner on the upper and the lower frame part (10, 11, 12, 13).
     
    8. Roll mill according to Claim 1 or 2, characterized in that at least one of the connection faces having the micro-form-fit generating coating (8, 9) is applied to an intermediate element.
     


    Revendications

    1. Broyeur à cylindres comprenant deux unités de cylindre (2, 3) disposées dans un bâti de machine (1), lesquelles comprennent respectivement un cylindre broyeur (20, 30) monté à rotation dans deux blocs de palier (22, 23, 32, 33), dans lequel

    - les deux cylindres broyeurs (20, 30) sont disposés en regard et sont accouplés respectivement à un entraînement (4, 5) servant à l'entraînement en sens inverses des cylindres broyeurs,

    - un système d'application de force (50) servant à produire une force de broyage étant prévu entre le bâti de machine (1) et au moins une unité de cylindre (3), la force de broyage étant transmise aux cylindres broyeurs (20, 30) par le biais du bâti de machine (1) et des blocs de palier (22, 23, 32, 33),

    - une unité de cylindre (3) étant supportée en tant que cylindre mobile et l'autre unité de cylindre (2) étant supportée en tant que cylindre fixe dans le bâti de machine (1), le système d'application de force (50) étant disposé entre le bâti de machine (1) et l'unité de cylindre (3) fonctionnant en tant que cylindre mobile et

    - le bâti de machine (1) étant constitué de plusieurs parties de bâti, à savoir au moins une partie de bâti inférieure (10, 11), au moins une partie de bâti supérieure (12, 13) et quatre barres de pression (14-17) reliant les parties de bâti supérieures et inférieures, deux barres de pression (14, 16) servant de butée pour l'une des unités de cylindre (3) et les deux autres barres de pression (15, 17) servant de butée pour l'autre unité de cylindre (2),

    - les parties de bâti supérieures et inférieures (10, 11, 12, 13) étant reliées aux quatre barres de pression (14-17) par respectivement une liaison par complémentarité de forme libérable présentant deux surfaces de liaison (15a, 12a) pressées l'une contre l'autre pour transmettre la force de broyage,

    caractérisé en ce que

    - au moins deux des surfaces de liaison pressées les unes contre les autres comportent un revêtement (8, 9) produisant une complémentarité de forme à l'échelle micrométrique et

    - la liaison par complémentarité de forme des parties de bâti reliées les unes aux autres est complètement supprimée par séparation des deux surfaces de liaison l'une de l'autre d'au maximum 4 mm.


     
    2. Broyeur à cylindres comprenant deux unités de cylindre (2, 3) disposées dans un bâti de machine (1), lesquelles comprennent respectivement un cylindre broyeur (20, 30) monté à rotation dans deux blocs de palier (22, 23, 32, 33), dans lequel

    - les deux cylindres broyeurs (20, 30) sont disposés en regard et sont accouplés respectivement à un entraînement (4, 5) servant à l'entraînement en sens inverses des cylindres broyeurs,

    - un système d'application de force (50) servant à produire une force de broyage étant prévu entre le bâti de machine (1) et au moins une unité de cylindre (3), la force de broyage étant transmise aux cylindres broyeurs (20, 30) par le biais du bâti de machine (1) et des blocs de palier (22, 23, 32, 33),

    - une unité de cylindre (3) étant supportée en tant que cylindre mobile et l'autre unité de cylindre (2) étant supportée en tant que cylindre fixe dans le bâti de machine (1), le système d'application de force (50) étant disposé entre le bâti de machine (1) et l'unité de cylindre (3) fonctionnant en tant que cylindre mobile,

    - le bâti de machine (1) étant constitué de plusieurs parties de bâti (10, 11, 12, 13), à savoir au moins une partie de bâti inférieure (10, 11), au moins une partie de bâti supérieure (12, 13) et deux barres de pression (14, 16), les deux barres de pression (14, 16) étant reliées à la partie de bâti supérieure et à la partie de bâti inférieure (10-13) et servant de butée pour l'unité de cylindre (3) fonctionnant en tant que cylindre mobile,

    - une liaison par complémentarité de forme libérable présentant deux surfaces de liaison (15a, 12a) pressées l'une contre l'autre pour transmettre la force de broyage étant prévue entre au moins deux parties de bâti reliées les unes aux autres et/ou entre au moins une partie de bâti et l'un des blocs de palier,

    caractérisé en ce que

    - l'unité de cylindre (2) fonctionnant en tant que cylindre fixe et dotée de ses blocs de palier associés (22, 23) est reliée à la partie de bâti supérieure et à la partie de bâtie inférieure (10-13) par le biais de la liaison par complémentarité de forme libérable présentant deux surfaces de liaison (15a, 12a) pressées l'une contre l'autre,

    - au moins deux des surfaces de liaison (15a, 12a) pressées l'une contre l'autre comportent un revêtement (8, 9) produisant une complémentarité de forme à l'échelle micrométrique et

    - la liaison par complémentarité de forme de la partie de bâti (10, 11, 12, 13) et du bloc de palier (22, 23) étant complètement supprimée par séparation des deux surfaces de liaison l'une de l'autre d'au maximum 4 mm.


     
    3. Broyeur à cylindres selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que des moyens de serrage sont prévus, afin de presser l'une contre l'autre les deux surfaces de liaison (15a, 12a).
     
    4. Broyeur à cylindres selon la revendication 3, caractérisé en ce que les moyens de serrage sont formés par une pluralité de liaisons par vissage (6, 7).
     
    5. Broyeur à cylindres selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les deux surfaces de liaison (15a, 12a) sont réalisées de manière plane.
     
    6. Broyeur à cylindres selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le revêtement (8, 9) produisant une complémentarité de forme à l'échelle micrométrique est formé par un revêtement de particules de matière dure.
     
    7. Broyeur à cylindres selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les blocs de palier sont guidés de manière mobile et coulissante sur les parties de bâti supérieure et inférieure (10, 11, 12, 13).
     
    8. Broyeur à cylindres selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins l'une des surfaces de liaison comprenant le revêtement (8, 9) produisant une complémentarité de forme à l'échelle micrométrique est appliquée sur un élément intermédiaire.
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente