TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum dosierten Befüllen eines Trinkhalms mit
einem riesel- oder fließfähigen Füllgut. Derartige Vorrichtungen werden insbesondere
bei der Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamenten eingesetzt. In
diesen Fällen wird ein wirkstoffhaltiges Füllgut in ein geeignetes Behältnis gefüllt,
so dass das Füllgut und damit auch der Wirkstoff beispielsweise als Kapsel geschluckt
werden kann.
STAND DER TECHNIK
[0002] Abhängig von der Dosierform sind zwei Hauptgruppen von Darreichungsformen für Wirkstoffe
bekannt. Zum Einen kann der Wirkstoff bereits korrekt vordosiert sein, beispielsweise
in Form von Tabletten, befüllten Hartgelatinekapseln oder Injektionsampullen. Dabei
enthält jede Einheit der Darreichungsform bereits die korrekte, vorbestimmte Dosis
des Wirkstoffs. Zum Anderen gibt es Darreichungsformen in nicht-dosierter Form aus
einem Reservoir (Behälter), beispielsweise in Form von Salben, Pulvern, Granulaten
oder Pellets. In diesem Fall wird die jeweils benötigte Menge an Produkt und damit
auch an Wirkstoff individuell entnommen. Solange der jeweilige Wirkstoff ein großes
therapeutisches Fenster aufweist, kann eine solche individuelle Entnahme unmittelbar
durch den Patienten beziehungsweise Konsumenten erfolgen. Sofern der Wirkstoff jedoch
nur ein sehr schmales therapeutisches Fenster aufweist - die Grenze zwischen einer
noch unwirksamen Dosis und einer Dosis, die bereits unerwünschte Nebenwirkungen hervorruft,
also sehr gering ist - sollte eine individuelle Entnahme des Wirkstoffs nicht mehr
unkontrolliert durch den Patienten selbst erfolgen.
[0003] Darreichungsformen mit vordosierten Wirkstoffen werden insbesondere dann industriell
hergestellt, wenn die jeweilige Dosierung in großer Stückzahl bereitgestellt werden
soll. Dies ist beispielsweise bei Antibiotika der Fall. Andere Therapeutika benötigen
dagegen eine patientenindividuelle Dosierung, die sich beispielsweise auf das jeweilige
Körpergewicht bezieht. In diesem Fall ist eine industrielle Fertigung regelmäßig kostenintensiv
und damit wirtschaftlich ungünstig. Daher erfolgt regelmäßig eine individuelle Dosierung
in der Apotheke oder Krankenhausapotheke. Beispielsweise müssen eine Reihe von Onkologika
und Psychopharmaka individuell dosiert werden. Gerade in der Geriatrie und in der
Pädiatrie müssen häufig auch vergleichsweise übliche Medikamente wie Antibiotika individuell
dosiert werden. Dies ist erforderlich, um die Unterschiede im Körpergewicht und im
körperlichen Zustand zu berücksichtigen und teilweise auch um auf die Besonderheiten
des Stoffwechsels gerade bei Kleinkindern Rücksicht zu nehmen.
[0004] Beim Dosieren eines Wirkstoffs zur individuellen Abgabe an einen Patienten wird dieser
regelmäßig in der Krankenhausapotheke abgewogen. Alternativ dazu kann auch ein bestimmtes
Volumen des Wirkstoffs abgemessen werden, das der erforderlichen Dosis des Wirkstoffs
entspricht. Um dem Patienten die Einnahme zu erleichtern, wird die individuelle Dosis
häufig in Hartgelatinekapseln gefüllt. Derartige Kapseln, die aus einem Kapselunterteil
und einem Kapseloberteil zusammengefügt sind, sind eine weit verbreitete Verabreichungsform
von pulver- oder pelletförmigen Wirkstoffen. Sie können in sehr großen Stückzahlen
industriell hergestellt und befüllt werden, aber auch in Apotheken zur Herstellung
von individuellen Einzeldosen verwendet werden.
[0005] Heutzutage werden zur Darreichung von Wirkstoffen und/oder Nahrungsergänzungsmitteln
auch Trinkhalme eingesetzt. Ein solcher Trinkhalm ist beispielsweise aus der
EP 1 843 683 B1 bekannt. Der Wirkstoff liegt dabei insbesondere in Form von Granulaten, Pellets,
Mikrotabletten oder Pulvern vor, und weist vorzugsweise eine Größe im Bereich von
etwa 250 Mikrometern bis etwa 4 Millimeter auf. Die durchschnittliche Größe liegt
dabei bei etwa 250 Mikrometern bis 710 Mikrometern. Der Wirkstoff befindet sich in
diesem Fall bereits in dem Trinkhalm und wird vorzugsweise mit einer Flüssigkeit aus
dem Trinkhalm in den Mund des Patienten gesaugt und anschließend geschluckt. Dies
erleichtert dem Patienten die Einnahme seines Wirkstoffs, weil der Wirkstoff in der
Regel sehr viel leichter geschluckt werden kann. Dies kann insbesondere bei Patienten
mit Schluckbeschwerden (beispielsweise in der Pädiatrie und/oder der Geriatrie) vorteilhaft
sein. Durch die Aufnahme des Wirkstoffs als in-situ-Suspension mit der Flüssigkeit
kann der Geschmack des Wirkstoffs beispielsweise durch die Flüssigkeit überdeckt werden.
Der Patient kann den Geschmack durch unterschiedliche Getränke nach seinen eigenen
Wünschen gestalten. Bei der Verwendung von Pellets sind diese regelmäßig funktionell
beschichtet. Auf diese Weise kann ebenfalls eine Geschmacksmaskierung möglich sein.
Darüber hinaus kann auch ein bestimmtes Freisetzungsprofil erhalten werden. Die Trinkhalme
werden regelmäßig industriell hergestellt und enthalten daher eine exakt vorgegebene
Dosis eines Medikaments.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0006] Ausgehend von diesem vorbekannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine verbesserte Vorrichtung zum dosierten Befüllen eines Trinkhalms mit
einem wirkstoffhaltigen Füllgut anzugeben, welches insbesondere eine individuelle
Befüllung der Trinkhalme in Apotheken und/oder Krankenhausapotheken ermöglicht. Dabei
sollen insbesondere geringe Stückzahlen an Trinkhalmen kostengünstig, rasch und zuverlässig
befüllt werden können.
[0007] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum dosierten Befüllen eines Trinkhalms mit einem
Füllgut ist durch die Merkmale des Hauptanspruchs 1 gegeben. Sinnvolle Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand von sich an diesen Anspruch anschließenden weiteren
Ansprüchen.
[0008] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum dosierten Befüllen eines Trinkhalms mit einem
wirkstoffhaltigen Füllgut besitzt einen Materialspeicher als Vorratsbehälter für das
zu befüllende Füllgut. In dem Boden des Materialspeichers ist eine Öffnung vorhanden,
die von oben in einen Druckluftkanal mündet. Mittels einer Verschlussvorrichtung kann
der Druckluftkanal gegenüber dem Materialspeicher abgedichtet werden. Erfindungsgemäß
ist zumindest eine Aufnahmeeinheit zur Aufnahme von zumindest einem Trinkhalm vorhanden.
Durch diese Aufnahmeeinheit kann der zumindest eine Trinkhalm mit seinem oberen Randbereich
an dem abluftseitigen Ende des Druckluftkanals positioniert werden.
[0009] Nach dem Öffnen der Verschlussvorrichtung kann eine definierte Menge an Füllgut aus
dem Materialspeicher in den Druckluftkanal fallen. Anschließend kann das in dem Druckluftkanal
befindliche Füllgut nach dem Verschließen der Verschlussvorrichtung mittels Gasdruckstößen
durch den Druckluftkanal transportiert werden. Diese Art der Förderung von Füllgut
ist besonders schonend, so dass das Füllgut während des Transports nicht beschädigt
wird. Somit können auch beschichtete Pellets sicher abgefüllt werden. Am Ende des
Druckluftkanals ist der obere Randbereich des Trinkhalm positioniert, in den die Füllgut-Portion
hineinfallen kann.
[0010] Der Trinkhalm sollte in diesem Fall an seinem unteren Ende bereits durch geeignete
Mittel abgedichtet sein, so dass das Füllgut nicht unten aus dem Trinkhalm herausfallen
kann. Nach der Entnahme des Trinkhalms aus der Vorrichtung kann dieser mittels einer
separaten Kappe verschlossen werden. Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung ist somit
erstmals eine individuelle Befüllung von geringen Stückzahlen an Trinkhalmen möglich.
Dies ermöglicht neue Einsatzgebiete des Trinkhalms bei der Verabreichung von Wirkstoffen
an Patienten.
[0011] Um die Entnahme des befüllten Trinkhalms und das Bestücken mit einem neuen, leeren
Trinkhalm zu erleichtern, kann die zumindest eine Aufnahmeeinheit lösbar an der Vorrichtung
befestigt werden. Die Aufnahmeeinheit kann somit von der Vorrichtung entfernt werden,
um die Trinkhalme besser handhaben zu können. Auf diese Weise können die Trinkhalme
von oben in die Aufnahmeeinheit eingesteckt werden. Dies ermöglicht einen sicheren
Stand der Trinkhalme innerhalb der Aufnahmeeinheit und gleichzeitig eine einfache
Handhabbarkeit der Aufnahmeeinheit und der Trinkhalme.
[0012] Die zumindest eine Aufnahmeeinheit kann vorzugsweise mittels einer Befestigungseinheit
lagefixierbar sein. Durch die Befestigungseinheit kann somit eine exakte Ausrichtung
der Aufnahmeeinheit und damit auch des Trinkhalms gewährleistet werden. Dadurch kann
sichergestellt werden, dass das Füllgut optimal in den Trinkhalm eingefüllt werden
kann, und nicht versehentlich ein Teil des Füllguts neben den Trinkhalm fällt.
[0013] In einer konstruktiv bevorzugten Ausführungsform kann die Befestigungseinheit zumindest
ein Rastelement aufweisen. Insbesondere kann die Befestigungseinheit zumindest einen
Rasthebel aufweisen, der in eine Vertiefung im Bereich der Aufnahmeeinheit eingreifen
kann. Sofern die Befestigungseinheit lediglich einen einzelnen Rasthebel aufweist,
kann dieser Rasthebel beispielsweise in eine zentrale Vertiefung der Aufnahmeeinheit
eingreifen. Sofern die Befestigungseinheit dagegen zwei Rasthebel aufweist, können
diese die Aufnahmeeinheit umgreifen und mit ihren Rastnasen in zwei seitliche Vertiefungen
der Aufnahmeeinheit einrasten.
[0014] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann ein Kontrollelement vorhanden
sein, durch das die korrekte Position der Aufnahmeeinheit überwacht werden kann. Das
Kontrollelement könnte in diesem Fall beispielsweise auch dafür sorgen, dass bei fehlender
oder nicht korrekt eingesetzter Aufnahmeeinheit keine Öffnung des Materialspeichers
erfolgen kann. Dadurch kann verhindert werden, dass versehentlich Füllgut aus dem
Materialspeicher entnommen wird, ohne dass sich der Trinkhalm in der korrekten Position
am Ende des Druckluftkanals befindet. Das Kontrollelement könnte beispielsweise einen
elektrischen Kontakt umfassen, der bei korrekt eingesetzter Aufnahmeeinheit aktiviert
wird. Dazu könnte der elektrische Kontakt insbesondere im Bereich der Befestigungsmittel
der Befestigungseinheit angeordnet sein.
[0015] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist insbesondere für die Befüllung von geringen
Stückzahlen an Trinkhalmen geeignet. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann daher insbesondere
in Apotheken oder Krankenhäusern eingesetzt werden, um die für einen Patienten individuell
benötigte Wirkstoffmenge in einen Trinkhalm zu füllen.
[0016] Der zum Transport des Füllguts durch den Druckluftkanal benötigte Gasdruckstoß kann
insbesondere als Luft-Druckstoß ausgebildet sein. Der Gasdruckstoß kann in seiner
Impulslänge und in seiner Druckstärke beliebig eingestellt, wobei Impulslänge und
Druckstärke grundsätzlich unabhängig voneinander sind.
[0017] Vorzugsweise kann die erfindungsgemäße Vorrichtung über eine Wägeeinheit verfügen.
Durch die Wägeeinheit kann das Gewicht des eingefüllten Füllstoffs exakt bestimmt
werden. Die Wägeeinheit könnte dabei das Gewicht des noch im Materialspeicher befindlichen
Füllguts und/oder das Gewicht des bereits im Behältnis befindlichen Füllstoffs messen.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann zusätzlich eine Druckereinheit
vorhanden sein. Durch die Druckereinheit ist eine nachträgliche automatische Dokumentation
der Abfüllung möglich.
[0018] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist auf keinen speziellen Typ von Füllgut beschränkt.
Grundsätzlich kann jeder beliebige Stoff als Füllgut gesehen werden, sofern sich dieser
ein Einheiten unterteilen lässt, die alle eine im Wesentlichen gleich große Menge
an Wirkstoff aufweisen. Dies ist insbesondere bei solchen Feststoffen der Fall, die
in Form von Granulaten, Pellets oder Mikrotabletten vorliegen. Grundsätzlich können
auch Flüssigkeiten entsprechend dosiert werden, insbesondere wenn diese in Form von
Mikrokapseln vorliegen. Die Erfindung ist insbesondere bei Füllgütern mit hochpreisigen
Wirkstoffen von Interesse, um die Kosten für eine Behandlung nicht unnötig in die
Höhe zu treiben. Auch bei Wirkstoffen mit einer geringen Haltbarkeit kann eine individuelle
Abfüllung der jeweils benötigten Dosen von Vorteil sein.
[0019] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind den in den Ansprüchen ferner angegebenen
Merkmalen sowie den nachstehenden Ausführungsbeispielen zu entnehmen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0020] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht der Aufnahmeeinheit einer zweiten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung und
- Fig. 3
- einen schematischen Querschnitt durch die Aufnahmeeinheit gemäß Fig. 2.
WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
[0021] Eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 ist in Fig. 1 schematisch
dargestellt. Die Vorrichtung 10 besitzt einen Materialspeicher 20, in dem ein Füllgut
22 vorrätig gehalten wird. Das Füllgut 22 liegt im vorliegenden Beispielsfall in Form
von Pellets vor, die jeweils eine definierte Menge an Wirkstoff enthalten. Somit kann
eine gleichbleibende Verteilung der Wirkstoffkonzentration in dem Füllgut 22 erreicht
werden.
[0022] In dem Boden des Materialspeichers 20 ist eine Öffnung 24 vorhanden. Die Öffnung
24 mündet von oben in einen Druckluftkanal 30. Die Öffnung 24 kann mittels eines Verschlussvorrichtung
32 geschlossen werden, so dass der Druckluftkanal 30 gegenüber dem Materialspeicher
20 abgedichtet ist. Sofern die Verschlussvorrichtung 32 geöffnet ist, kann ein definiertes
Volumen an Füllgut 22 in den Druckluftkanal 30 fallen, Das bereits im Druckluftkanal
30 befindliche Füllgut 22 verhindert dann das Nachfließen weiteren Füllguts 22. Anschließend
kann die Verschlussvorrichtung 32 wieder geschlossen werden. Mittels eines oder mehrerer
Gasdruckstöße kann das in dem Druckluftkanal 30 befindliche Füllgut dann den Druckluftkanal
entlang bewegt werden, bis das Füllgut am Ende des Druckluftkanals 30 angelangt ist.
Am Ende des Druckluftkanals 30 fällt das Füllgut in den dort befindlichen Trinkhalm
40.
[0023] Der Trinkhalm 40 ist in einer Aufnahmeeinheit 42 stehend gelagert, so dass der obere
Randbereich 44 mit der Öffnung des Trinkhalms 40 nach oben in Richtung des Druckluftkanals
30 weist. Um den Trinkhalm 40 nach der Befüllung entnehmen und gegen einen neuen,
leeren Trinkhalm 40 ersetzen zu können, kann die Aufnahmeeinheit 42 in Pfeilrichtung
46 aus der Vorrichtung 10 entnommen werden. Nach der Entnahme der Aufnahmeeinheit
42 kann der Trinkhalm 40 von oben aus der Aufnahmeeinheit 42 gezogen werden. Anschließend
kann die Aufnahmeeinheit 42 mit einem neuen Trinkhalm 40 bestückt und wieder in der
Vorrichtung 10 platziert werden.
[0024] Um sicherzustellen, dass sich die Aufnahmeeinheit 42 und damit auch der zu befüllende
Trinkhalm 40 an der richtigen Stelle befindet, weist die Vorrichtung 10 im vorliegenden
Beispielsfall eine Befestigungseinheit 50 in Form eines Rasthebels 52 auf. Der Rasthebel
52 taucht in der korrekten Position der Aufnahmeeinheit 42 in eine Vertiefung 54 der
Aufnahmeeinheit 42 ein. Am Grund der Vertiefung 54 ist eine Kontrolleinheit in Form
eines elektrischen Kontakts 56 vorhanden. Erst wenn dieser elektrische Kontakt 56
von dem Rasthebel 52 berührt wird, kann eine Befüllung des Trinkhalms 40 erfolgen.
Dies kann beispielsweise dadurch sichergestellt werden, dass erst zu diesem Zeitpunkt
ein Öffnen der Verschlussvorrichtung 32 möglich ist. Alternativ oder zusätzlich dazu
kann auch die Gasdruckzufuhr gestoppt sein, solange der elektrische Kontakt 56 noch
nicht von dem Rasthebel 52 berührt wird. Somit kann auch ausgeschlossen werden, dass
bei einer versehentlichen Betätigung der Vorrichtung 10 ohne eingesetzte Aufnahmeeinheit
42 (beispielsweise beim Transport oder der Reinigung der Vorrichtung 10) wertvolles
Füllgut 22 aus dem Materialspeicher 20 entnommen werde kann.
[0025] Im vorliegenden Beispielsfall wird das Befüllen des Trinkhalms 40 mit Füllgut 22
mittels einer Wägeeinheit 60 überprüft. Dazu steht die Aufnahmeeinheit 42 auf der
Wägeeinheit 60 auf. Alternativ oder zusätzlich dazu könnte auch das Gewicht des Materialspeichers
20 und damit die Entnahme des Füllguts 22 aus dem Materialspeicher 20 mittels einer
Wägeeinheit überprüft werden. Die Wägeeinheit 60 ist im vorliegenden Beispielsfall
mit einer Druckereinheit 62 verbunden, so dass das Messergebnis über die Druckereinheit
62 ausgegeben und dokumentiert werden kann. Im Gegensatz zu dem hier dargestellten
Ausführungsbeispiel könnte auf die Wägeeinheit 60 und/oder die Druckereinheit 62 auch
verzichtet werden.
[0026] Eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10.2 ist in Fig. 2
und 3 ohne Druckluftkanal 30 und Materialspeicher 20 dargestellt. Die Aufnahmeeinheit
42.2 der Vorrichtung 10.2 wird gemäß Fig. 3 mittels zweier Rasthebel 70, 72 an der
Vorrichtung 10.2 befestigt. Die beiden Rasthebel 70, 72 greifen seitlich um die Aufnahmeeinheit
42.2 herum und greifen mit ihren Rastnasen 74, 76 jeweils in seitliche Vertiefungen
80, 82 der Aufnahmeeinheit 42.2 ein.
1. Vorrichtung (10) zum dosierten Befüllen eines Trinkhalms (40) mit einem Füllgut (22)
- mit einem Materialspeicher (20) als Vorratsbehältnis für das Füllgut (22),
- mit einer Öffnung (24) im Boden des Materialspeichers (20), die von oben in einen
Druckluftkanal (30) mündet,
- mit einer Verschlussvorrichtung (32) zum Abdichten des Druckluftkanals (30) gegenüber
dem Materialspeicher (20),
- dadurch gekennzeichnet, dass
- zumindest eine Aufnahmeeinheit (42) zur Aufnahme zumindest eines Trinkhalms (40)
vorhanden ist, so dass
- der zumindest eine Trinkhalm (40) mit seinem oberen Randbereich (44) am abluftseitigen
Ende des Druckluftkanals (30) positionierbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die zumindest eine Aufnahmeeinheit (42) zur Aufnahme des zumindest einen Trinkhalms
(40) an der Vorrichtung (10) lösbar befestigbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die zumindest eine Aufnahmeeinheit (42) zur Aufnahme des Trinkhalms (40) mittels
einer Befestigungseinheit (50) lagefixierbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die Befestigungseinheit (50) zumindest ein Rastelement (52) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die Befestigungseinheit (50) zumindest einen Rasthebel (52) aufweist,
- die Aufnahmeeinheit (42) zur Aufnahme des Trinkhalms (40) zumindest eine Vertiefung
(54) für den Rasthebel (52) aufweist
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- eine Kontrolleinheit (56) vorhanden ist, durch die die Position der Aufnahmeeinheit
(42) überwachbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- eine Wägeeinheit (60) vorhanden ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- eine Druckereinheit (62) vorhanden ist.