[0001] Die Erfindung betrifft eine Bremswiderstandvorrichtung zur Absorption von im generatorischen
Betrieb einer elektrischen Maschine erzeugter elektrischer Energie.
[0002] Bei rotierenden elektrischen Maschinen können gewollt oder ungewollt Betriebszustände
auftreten, bei denen die elektrische Maschine motorisch keine Last antreibt, sondern
selbst mittels externer Energiezufuhr angetrieben wird. Dies kann dazu führen, dass
die elektrische Maschine zumindest zeitweise generatorisch betrieben wird und demzufolge
elektrische Energie erzeugt, welche in das elektrische Netz zurückgespeist werden
kann oder anderweitig einem elektrischen Verbraucher zugeführt werden muss.
[0003] Ebenso wird beim Abbremsen der elektrischen Maschine, welche beispielsweise als Fahrantriebe
in elektrisch betriebenen Fahrzeugen zum Einsatz kommen, während des Bremsvorganges
elektrische Energie erzeugt, welche zu diesem Zeitpunkt verbraucht oder zumindest
gespeichert werden muss.
[0004] Im industriellen Umfeld werden elektrische Maschinen im Allgemeinen mittels eines
elektrischen Umrichters, beispielsweise mittels eines Frequenzumrichters, an einem
elektrischen Netz betrieben. U.a. auch aus Kostengründen können viele dieser elektrischen
Umrichter ihre auch als Bremsenergie bezeichnete, generatorisch erzeugte elektrische
Energie meist bauartbedingt nicht in das elektrische Netz zurückspeisen oder das elektrische
Netz bzw. Speichermedien können die so erzeugt elektrische Energie zumindest zeitweise
nicht aufnehmen.
[0005] Eine bekannte Möglichkeit, diese elektrische Energie als elektrischer Verbraucher
eines Antriebssystems umgehend aufzunehmen, beispielsweise in Wärmeenergie umzusetzen,
und diese Wärmeenergie an die Umwelt abzuführen, bietet der Einsatz von Bremswiderständen.
[0006] Bei einem Antriebssystem, welches beispielsweise als elektrischen Umrichter einen
Frequenzumrichter mit Gleichspannungszwischenkreis aufweist, kann ein rückspeisfähiger
Wechselrichter des Frequenzumrichters beim Bremsvorgang die Bremsenergie in einem
ersten Schritt in den Gleichspannungszwischenkreis zurückspeisen.
[0007] Da der Gleichspannungszwischenkreis auch trotz seiner meist systemimmanent vorhandenen
Gleichspannungszwischenkreiskapazitäten nicht unbeschränkt zur Aufnahme der Bremsenergie
geeignet ist, kann diese Bremsenergie - falls es der Gleichrichter des Frequenzumrichters
an der Einspeiseseite zum elektrischen Netz hin zulässt - ins elektrische Netz rückgespeist
werden, wozu jedoch beispielsweise ein netzgeführter Dioden-Gleichrichter im Allgemeinen
nicht in der Lage ist.
[0008] Im Bedarfsfall kann nun ein Bremswiderstand im Gleichspannungszwischenkreis zugeschaltet
werden, um die überschüssige Bremsenergie derart zu verbrauchen, dass negative Auswirkungen
in Form von Spannungsüberhöhungen und dem Auftreten unzulässig hoher Ströme die Betriebssicherheit
des elektrischen Umrichters nicht gefährden.
[0009] Als passive Elemente können derartige Bremswiderstände vergleichsweise servicefreundlich
betrieben werden und müssen in der Regel nicht gewartet werden.
[0010] Heutige Bremswiderstände (ab einer Dauerleistung von ca. 20W) werden jedoch meist
aufwändig gefertigt bzw. montiert, wobei der eigentliche Widerstand oft als Drahtwickel
ausgeführt ist, welcher mittels Zement vergossen wird, ferner auch durch ein Metallgehäuse
mechanisch und elektrisch isoliert wird und dessen elektrische Anschlüsse in Form
von Anschlusskabeln ausgeführt sind.
[0011] Wider Erwarten ist demnach insbesondere auch eine automatisierte Fertigung/Montage
derartiger Bremswiderstände kostenintensiv, abgesehen auch noch von den Materialkosten
der Einzelelemente des Bremswiderstandes, so dass dieser Umstand den bereits beschriebenen
Vorteil des Einsatzes des Bremswiderstandes als passives Bauelemente bei einer Verwendung
in höheren Leistungsklassen elektrischer Umrichter teilweise erheblich schmälert.
[0012] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Bremswiderstandsvorrichtung
vorzuschlagen, welche aufwandsarm hergestellt werden kann, kostengünstige Einzelkomponenten
aufweist und ohne größere technische Anpassung an bzw. in bestehende Aufbauten elektrischer
Umrichter bzw. Antriebssysteme sowohl aus funktionaler wie auch aus bauraumbedingter
Sicht integrierbar ist.
[0013] Die Aufgabe wird durch eine Bremswiderstandvorrichtung mit den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst. Ferner wird die Aufgabe durch einen elektrischen Umrichter nach
Anspruch 13 gelöst.
[0014] Der Erfindung liegt unter anderem die Erkenntnis zugrunde, dass derzeit am Markt
befindliche Bremswiderstände allein durch deren Aufbau und deren verwendete Materialien
einerseits eine eher kostenintensive Herstellung erfordern und andererseits deren
räumliche Ausbildung, sowie deren mechanische und elektrische Anbindung, nicht mehr
effizient genug für beispielsweise den Masseneinsatz in elektrischen Umrichtern sind.
Dies führte zu Überlegungen, insbesondere für Bremswiderstände höherer Leistungsklassen,
eine neue Aufbaustruktur in Verbindung mit entsprechenden Materialausprägungen bzw.
Materialanwendungen zu entwerfen und dafür geeignete Herstellungstechnologien vorzusehen.
[0015] Für die Lösung der Aufgabe wird eine Bremswiderstandvorrichtung zur Absorption von
im generatorischen Betrieb einer elektrischen Maschine erzeugter elektrischer Energie
vorgeschlagen, umfassend ein Keramiksubstrat, eine elektrische Widerstandschicht und
einen ersten und einen zweiten elektrischen Anschluss an der elektrischen Widerstandschicht,
wobei die elektrische Widerstandschicht für eine andauernde Belastung mit einer elektrischen
Leistung von mindestens 20W und für eine Belastung über eine Zeitspanne von bis zu
100ms mit einer elektrischen Leistung von mindestens 1,2kW ausgelegt ist, wobei die
elektrische Widerstandschicht mit dem Keramiksubstrat als Träger unmittelbar oder
über ein Verbindungsmaterial mechanisch verbunden ist und wobei die elektrische Widerstandschicht
mittels Druckverfahren auf dem Keramiksubstrat aufgedruckt ist.
[0016] In besonders vorteilhafter Weise wird mit dem Aufbringen der elektrischen Widerstandschicht
auf das Keramiksubstrat ein im Gegensatz zu bekannten Bremswiderstandsvorrichtungen
- wie ein Widerstandsdraht mit Zementverguss - der genannten Leistungen - für Dauerlast
ab 20W und Impulslast ab 1,2kW, anstehend bis zu 100ms - eine räumlich platzsparendere
Lösung offenbart.
[0017] Die mechanische Verbindung zwischen der elektrischen Widerstandschicht und dem Keramiksubstrat
kann wie beschrieben vorteilhaft sowohl unmittelbar wie auch über ein Verbindungsmaterial
erfolgen. Das Verbindungsmaterial kann dabei, neben einer mechanisch stabilisierenden,
also festigenden Wirkung der mechanischen Verbindung, weitere Eigenschaften aufweisen,
so zum Beispiel eine elektrisch isolierende Wirkung und auch eine Wirkung für eine
verbesserte thermische Abführung der durch die elektrische Widerstandschicht im Betrieb
erzeugten Wärmeenergie. Das Verbindungsmaterial kann dabei auch in Form einer Leiterplatte
mit bekanntem Leiterplattenmaterial, wie zum Beispiel Kunststoff, ausgeführt sein.
[0018] Ebenfalls besonderes vorteilhaft ist es, die elektrische Widerstandschicht mittels
Druckverfahren, insbesondere 3D-Druckverfahren, aufzubringen, wobei Druckverfahren
für die Aufbringung der elektrischen Widerstandschicht auf das Keramiksubstrat mit
wenig Aufwand für die Herstellung der Bremswiderstandsvorrichtung automatisierbar
sind.
[0019] Vorteilhafte Ausgestaltungsformen der Bremswiderstandvorrichtung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0020] Bei einer ersten vorteilhaften Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
weist die elektrische Widerstandschicht elektrische Teilwiderstandschichten mit jeweils
einem ersten elektrischen Teilanschluss und einem zweiten elektrischen Teilanschluss
auf, sind die elektrischen Teilwiderstandschichten untereinander mittels elektrischer
Verbindungsleiter elektrisch verbunden und sind die elektrischen Teilwiderstandschichten
der elektrischen Widerstandschicht in Form einer Matrix angeordnet.
[0021] Die Aufbringung der elektrischen Verbindungsleiter auf dem Keramiksubstrat für deren
mechanische Verbindung mit dem Keramiksubstrat ist dabei gleichzusetzen mit der Aufbringung
der elektrischen Widerstandschicht für deren mechanische Verbindung mit dem Keramiksubstrat
- umfassend die elektrischen Teilwiderstandschichten der elektrischen Widerstandschicht
-, durchgeführt jeweils mittels des Druckverfahrens.
[0022] Diese mehrteilige Ausprägung der elektrischen Widerstandschicht in Form einer Matrix
erlaubt schon während der Herstellung eine einfache und vorgefertigte Einstellung
des Gesamt-Widerstandswertes der elektrischen Widerstandschicht.
[0023] Während des Betriebes kann es insbesondere bei häufigem Betrieb der Bremswiderstandvorrichtung
an der Leistungsgrenze der elektrischen Widerstandschicht durchaus zu einem Ausfall
einzelner elektrischer Teilwiderstandschichten kommen, wobei in besonders vorteilhafter
Weise die Funktionalität der Bremswiderstandvorrichtung durch die noch intakt verbleibenden,
elektrischen Teilwiderstandschichten schon bei der Herstellung der Bremswiderstandvorrichtung
bis zu einer vorbestimmten prozentualen Ausfallgrenze garantiert und im späteren Betrieb
auch sichergestellt werden kann.
[0024] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
ist zumindest einer der elektrischen Verbindungsleiter von zumindest einer der elektrischen
Teilwiderstandschichten an zumindest einem der elektrischen Teilanschlüsse dieser
elektrischen Teilwiderstandschicht durch eine Verbindungsleiter-Verödung elektrisch
getrennt.
[0025] Mittels der Verbindungsleiter-Verödung kann auf vorteilhaft einfache und schnelle
Weise der Gesamt-Widerstandswert für die Bremswiderstandvorrichtung der elektrischen
Widerstandschicht feingranular sowohl herstellungsspezifisch automatisiert eingestellt
und/oder anwenderspezifisch angepasst werden.
[0026] Die Verbindungsleiter-Verödung kann durch mehrere Herstellungs-Technologien realisiert
werden, wobei das Ätzen, das Lasern, das Fräsen oder das Freilassen der Verödungsstelle
während des Druckvorganges besonders effizient sind.
[0027] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
sind eine oder mehrere der elektrischen Teilwiderstandschichten durch eine Teilwiderstandschicht-Verödung
von der elektrischen Widerstandschicht herausgelöst.
[0028] Mittels der Teilwiderstandschicht-Verödung kann ebenso auf vorteilhaft einfache und
schnelle Weise der Gesamt-Widerstandswert für die Bremswiderstandvorrichtung der elektrischen
Widerstandschicht feingranular sowohl herstellungsspezifisch automatisiert eingestellt
und/oder anwenderspezifisch angepasst werden.
[0029] Die Teilwiderstandsschicht-Verödung kann auch hier durch mehrere Herstellungs-Technologien
realisiert werden, wobei das Ätzen, das Lasern, das Fräsen oder das Freilassen der
Stellen der Teilwiderstandsschicht-Verödung während des Druckvorganges besonders effizient
sind.
[0030] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
ist die elektrische Widerstandschicht mittels Wärmezufuhr zumindest teilweise auf
dem Keramiksubstrat gebrannt.
[0031] Das Brennen, welches auch im Sinne von Backen oder ähnlichen mit Wärmezufuhr verbundenen
Technologien zu verstehen ist, hat den Vorteil, dass die mechanische aber auch die
elektrische Struktur der insbesondere elektrischen Widerstandschicht aber z.T. auch
der elektrischen Anschlüsse und der Verbindungsleiter der elektrischen Widerstandschicht
verbesserbar ist.
[0032] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
sind der erste und der zweite elektrische Anschluss der elektrischen Widerstandschicht
mit dem Keramiksubstrat als Träger unmittelbar oder über ein weiteres Verbindungsmaterial
mechanisch verbunden und sind mittels Druckverfahren auf dem Keramiksubstrat aufgedruckt.
[0033] Mittels des Aufdruckens der elektrischen Anschlüsse der elektrischen Widerstandschicht
kann das Druckverfahren im Herstellungsprozess weiter vereinheitlicht und verbessert
automatisiert werden. So lassen sich damit besonders kleinteilige und räumlich eng
begrenzte elektrische Anschlüsse bei geringstem Materialverbrauch herstellen.
[0034] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
ist die elektrische Widerstandschicht zumindest teilweise von einer Schutzschicht
ummantelt.
[0035] Die Schutzschicht kann dabei auch das jeweilige Verbindungsmaterial, falls eingesetzt,
zwischen der elektrischen Widerstandschicht und dem Keramiksubstrat und/oder, falls
eingesetzt, zwischen den elektrischen Anschlüssen der elektrischen Widerstandschicht
und dem Keramiksubstrat umfassen. Neben dem mechanischen Schutz, dem Schutz vor Verschmutzung
und dem elektrischen Isolationsschutz kann die Schutzschicht auch eine thermische
Wirkung für die verbesserte Abfuhr der im Betrieb auftretenden Wärmeenergie aufweisen.
[0036] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
ist die Fläche des Keramiksubstrats, welche auf der von der elektrischen Widerstandschicht
abgewandten und entgegengesetzten Seite des Keramiksubstrats angeordnet ist, unmittelbar
oder über eine Wärmeleitschicht mit einem Kühlkörper verbindbar.
[0037] Mittels des derart mit der Bremswiderstandvorrichtung verbindbaren Kühlkörpers können
in vorteilhafter Weise auch Kühlflächen beispielsweise in einem elektrischen Umrichter
genutzt werden, welche für den Betrieb des elektrischen Umrichters schon systemimmanent
vorhanden sind, wie z.B. Kühlflächen an Kühlkörpern für Leistungshalbleiter oder Kühlflächen
am Umrichtergehäuse.
[0038] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
ist der erste elektrische Anschluss der elektrischen Widerstandschicht mittels eines
ersten elektrischen Kontaktelementes mit einem ersten elektrischen Leiter und der
zweite elektrische Anschluss der elektrischen Widerstandschicht mittels eines zweiten
elektrischen Kontaktelementes mit einem zweiten elektrischen Leiter verbindbar.
[0039] Die elektrischen Kontaktelemente stellen dabei eine vorteilhafte Form der elektrischen
Anbindung der elektrischen Widerstandschicht mit den elektrischen Leitern einer Anwendungsvorrichtung
dar, zum Beispiel der eines elektrischen Umrichters.
[0040] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
ist das erste elektrischen Kontaktelement und das zweite elektrische Kontaktelement
jeweils ein Federkontakt.
[0041] Federkontakte haben hier den Vorteil, dass eine mechanische Belastung der Bremswiderstandvorrichtung,
beispielsweise durch Rüttelbewegungen, für die elektrische Anbindung der elektrischen
Widerstandschicht mit elektrischen Leitern mechanisch ausgleichbar ist, was zur Verlängerung
der Lebensdauer dieser elektrischen Anbindung führen kann.
[0042] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
sind der erste elektrische Leiter und der zweite elektrische Leiter auf einem elektrischen
Trägerelement angeordnet und ist das elektrische Trägerelement mittels Befestigungselementen
mechanisch mit dem Kühlkörper verbindbar.
[0043] Mittels der Befestigungselemente, welche das elektrische Trägerelement an den Kühlkörper
mechanisch befestigen, wird auch die stabile mechanische und elektrische niederohmige
Verbindung der elektrischen Leiter des Trägerelements über die elektrischen Kontaktelemente
mit den elektrischen Anschlüssen der elektrischen Widerstandschicht vorteilhaft verbessert.
[0044] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
überlappt zur Einhaltung der Kriechstromfestigkeit an Luft- und Kriechstrecken die
Fläche des Keramiksubstrats, welche mit der Fläche der elektrischen Widerstandschicht
verbunden ist, über deren gesamten Flächenumfang einen gesamten Flächenumfang der
Summe der Fläche der elektrischen Widerstandschicht, welche mit der Fläche des Keramiksubstrats
verbunden ist, und der dem Keramiksubstrats zugewandten Flächen der elektrischen Anschlüsse
um mindestens 1mm.
[0045] Für die Lösung der Aufgabe wird weiterhin ein elektrischer Umrichter mit der erfindungsgemäßen
Bremswiderstandvorrichtung vorgeschlagen, welcher im Betrieb mit einem elektrischen
Netz und einer elektrischen Maschine verbunden ist und welcher mittels der Bremswiderstandvorrichtung
elektrische Energie im Fall der generatorisch betriebenen elektrischen Maschine absorbiert.
[0046] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltungsform des elektrischen Umrichters umfasst der
elektrischen Umrichter einen Gleichrichter und einen Wechselrichter, wobei der Gleichrichter
und der Wechselrichter mittels eines Gleichspannungszwischenkreises elektrisch miteinander
verbunden sind und wobei die Bremswiderstandvorrichtung elektrisch am Gleichspannungszwischenkreis
angeordnet ist.
[0047] Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie
die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich
im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele, die im Zusammenhang
mit den Figuren näher erläutert werden. Es zeigt:
- FIG 1
- eine erste schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
mit einer elektrischer Widerstandschicht,
- FIG 2
- eine zweite schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
nach FIG 1 mit einer mechanischen Verbindung, einer thermischen Ankopplung und einer
elektrischen Ankontaktierung der Bremswiderstandvorrichtung an ihre technische Umgebung,
- FIG 3
- eine dritte schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
nach FIG 1 oder 2 mit in einer Matrix angeordneten elektrischen Teilwiderstandschichten
der elektrischen Widerstandschicht,
- FIG 4
- eine nächste schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
nach FIG 3 mit Verbindungsleiter-Verödungen elektrischer Verbindungsleiter zu einigen
in der Matrix angeordneten elektrischen Teilwiderstandschichten,
- FIG 5
- eine weitere schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
nach FIG 3 mit Teilwiderstandschicht-Verödungen an einigen, in der Matrix der elektrischen
Widerstandschicht vorgesehenen Stellen und
- FIG 6
- ein schematisches Schaltbild eines elektrischen Umrichters mit der erfindungsgemäßen
Bremswiderstandvorrichtung.
[0048] Die FIG 1 zeigt eine erste schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
1 mit einer elektrischer Widerstandschicht 3, welche auf einem Keramiksubstrat 2 aufgebracht
ist.
[0049] Die elektrische Widerstandschicht 3 weist ferner einen ersten und einen zweiten elektrischen
Anschluss 4,5 auf, mittels dem die elektrische Widerstandschicht 3 an hier zumindest
zwei elektrische Leitern mechanisch und elektrisch kontaktierbar ist.
[0050] Sowohl die elektrische Widerstandschicht 3, welche für eine andauernde Belastung
mit einer elektrischen Leistung von mindestens 20W und für eine Belastung über eine
Zeitspanne von bis zu 100ms mit einer elektrischen Leistung von mindestens 1,2kW ausgelegt
ist, wie auch die elektrischen Anschlüsse 4,5 sind mittels Druckverfahren auf dem
Keramiksubstrat 2 aufgedruckt.
[0051] Die mechanische Verbindung, welche durch den Druckvorgang zwischen der elektrischen
Widerstandschicht 3 und dem Keramiksubstrat 2 sowie zwischen den elektrischen Anschlüssen
4,5 und dem Keramiksubstrat 2 entstanden ist, kann unmittelbar sein oder über ein
Verbindungsmaterial erfolgen (in FIG 1 nicht dargestellt).
[0052] Mit der FIG 2 wird eine zweite schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
1 nach FIG 1 mit einer mechanischen Verbindung, einer thermischen Ankopplung und einer
elektrischen Ankontaktierung der Bremswiderstandvorrichtung 1 an ihre technische Umgebung
aufgezeigt.
[0053] In diesem Ausführungsbeispiel ist die elektrische Widerstandschicht 3 unmittelbar
mit dem Keramiksubstrat 2 verbunden. Die elektrische Widerstandschicht 3 weist einen
ersten und einen zweiten elektrischen Anschluss 4,5 auf. Die elektrische Widerstandschicht
3 ist hier zum Teil mit einer Schutzschicht 14 ummantelt, wobei hier die Fläche der
elektrischen Widerstandschicht 3 ausgenommen ist, welche die mechanische Verbindung
zu dem Keramiksubstrat 2 herstellt. Ebenso davon ausgenommen sind hier die Flächen
der elektrischen Anschlüsse 4,5.
[0054] Auf einer von der elektrischen Widerstandschicht 3 entgegengesetzten und abgewandten
Seite des Keramiksubstrats 2, ist diese dort angeordnete Fläche das Keramiksubstrats
2 unmittelbar mit einer hier ausgesparten Fläche eines Kühlkörpers 11 mechanisch und
somit auch thermisch verbunden. Für einen verbesserten thermischen Übergang der im
Betrieb der elektrischen Widerstandschicht 3 erzeugten Wärmeenergie auf den Kühlkörper
11 kann eine Wärmeleitschicht zum Einsatz kommen (in FIG 2 nicht gezeigt), welche
beispielsweise Unebenheiten zwischen den beiden Flächen ausgleicht und darüber hinaus
bzgl. ihrer Materialauswahl eine ausgewiesene thermische Leitfähigkeit besitzt.
[0055] Der erste Anschluss 4 der elektrischen Widerstandschicht 3 ist mittels eines ersten
elektrischen Kontaktelementes 6 mit einem ersten elektrischen Leiter 8 und der zweite
Anschluss 5 der elektrischen Widerstandschicht 3 ist mittels eines zweiten elektrischen
Kontaktelementes 7 mit einem zweiten elektrischen Leiter 9 mechanisch und elektrisch
verbunden. Die elektrischen Kontaktelemente 6,7 können dabei als Federkontakte ausgebildet
sein (in FIG 2 nicht explizit gezeigt).
[0056] Beide elektrische Leiter 8,9 sind auf einem elektrischen Trägerelement 10 angeordnet,
wobei sich als elektrisches Trägerelement 10 beispielsweise eine Leiterplatte aus
Kunststoff eignet. Das elektrische Trägerelement 10 ist über Befestigungselemente
12, zum Beispiel Schrauben und Bolzen als lösbare mechanische Verbindungen oder Niet-
und Pressverbindungen als unlösbare mechanische Verbindungen, mit dem Kühlkörper 11
mechanisch verbunden.
[0057] Je mehr Kraft die Befestigungselemente 12 auf die mechanische Verbindung des elektrischen
Trägerelementes 10 mit dem Kühlkörperausüben, umso stärker wird die mechanische Verbindung
und umso niederohmiger wird die elektrische Verbindung, welche mittels der elektrischen
Kontaktelemente 6,7 zwischen den elektrischen Anschlüssen 4,5 der elektrischen Widerstandschicht
3 und den elektrischen Leitern 8,9 herstellbar sind. Dies betrifft insbesondere den
Einsatz von Federkontakten.
[0058] Um die Einhaltung der Kriechstromfestigkeit an Luft- und Kriechstrecken 13 der Bremswiderstandvorrichtung
1 zu gewährleisten, überlappt hier die Fläche des Keramiksubstrats 2, welche mit der
Fläche der elektrischen Widerstandschicht 3 verbunden ist, über deren gesamten Flächenumfang
(in FIG 2 nicht vollständig darstellbar) einen gesamten Flächenumfang der Summe der
Fläche der elektrischen Widerstandschicht 3, welche mit der Fläche des Keramiksubstrats
2 verbunden ist, und der dem Keramiksubstrats 2 zugewanden Flächen der elektrischen
Anschlüsse 4,5 um mindestens 1mm (in FIG 2 nicht maßstabsgetreu dargestellt).
[0059] Eine dritte schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
1 nach FIG 1 oder 2, mit in einer Matrix angeordneten elektrischen Teilwiderstandschichten
15 der elektrischen Widerstandschicht 3, zeigt FIG 3.
[0060] Dabei weist die elektrische Widerstandschicht 3 elektrische Teilwiderstandschichten
15 mit jeweils einem ersten elektrischen Teilanschluss 17 und einem zweiten elektrischen
Teilanschluss 18 auf (in FIG 3 mittels einiger Beispiel dargestellt), sind die elektrischen
Teilwiderstandschichten 15 untereinander mittels elektrischer Verbindungsleiter 16
elektrisch verbunden (in FIG 3 mittels einiger Beispiel dargestellt) und sind die
elektrischen Teilwiderstandschichten 15 der elektrischen Widerstandschicht 3 in Form
einer Matrix angeordnet.
[0061] Ferner sind der erste elektrische Anschluss 4 und der zweite elektrische Anschluss
5 der elektrischen Widerstandschicht 3 dargestellt, welche elektrisch jeweils in einen
der elektrischen Verbindungsleiter 16 übergehen.
[0062] Die Aufbringung der elektrischen Verbindungsleiter 16 auf dem Keramiksubstrat 2 für
deren mechanische Verbindung mit dem Keramiksubstrat 2 ist dabei gleichzusetzen mit
der Aufbringung der elektrischen Widerstandschicht 3 für deren mechanische Verbindung
mit dem Keramiksubstrat 2 - umfassend die elektrischen Teilwiderstandschichten 15
der elektrischen Widerstandschicht 3 - und der Aufbringung der elektrischen Anschlüsse
4,5 für deren mechanische Verbindung mit dem Keramiksubstrat 2, durchgeführt jeweils
mittels des Druckverfahrens.
[0063] Die FIG 4 zeigt eine nächste schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
1 nach FIG 3 mit Verbindungsleiter-Verödungen 19 von einigen elektrischen Verbindungleitern
16 zu einigen in der Matrix angeordneten elektrischen Teilwiderstandsschichten 15.
[0064] Der Aufbau der Bremswiderstandvorrichtung 1 aus FIG 4 entspricht demnach im Wesentlichen
der FIG 3, wobei durch die Verbindungsleiter-Verödungen 19 einige, hier exemplarisch
aufgezeigte elektrische Teilwiderstandschichten 15 keine elektrische Anbindung innerhalb
der elektrischen Widerstandschicht 3 haben, demzufolge nicht in den Gesamt-Widerstandswert
der elektrischen Widerstandschicht 3 eingehen und somit auch im Betrieb der Bremswiderstandvorrichtung
1 keinen funktionalen Beitrag zur Absorption von beispielsweise im generatorischen
Betrieb einer elektrischen Maschine erzeugter elektrischer Energie leisten können.
[0065] Auch in FIG 4 weist die elektrische Widerstandschicht 3 elektrische Teilwiderstandschichten
15 mit jeweils einem ersten elektrischen Teilanschluss 17 und einem zweiten elektrischen
Teilanschluss 18 zur Absorption von beispielsweise im generatorischen Betrieb der
elektrischen Maschine erzeugter elektrischer Energie auf (in FIG 4 mittels einiger
Beispiel dargestellt), sind diese elektrischen Teilwiderstandschichten 15 untereinander
mittels elektrischer Verbindungsleiter 16 elektrisch verbunden (in FIG 4 mittels einiger
Beispiele dargestellt) und sind die elektrischen Teilwiderstandschichten 15 der elektrischen
Widerstandschicht 3 in Form einer Matrix angeordnet.
[0066] Mit der FIG 5 wird eine weitere schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Bremswiderstandvorrichtung
1 nach FIG 3 mit Teilwiderstandschicht-Verödungen 20 an einigen in der Matrix der
elektrischen Widerstandschicht 3 vorgesehenen Stellen aufgezeigt.
[0067] Der Aufbau der Bremswiderstandvorrichtung 1 aus FIG 5 entspricht demnach ebenfalls
im Wesentlichen der FIG 3, wobei durch die Teilwiderstandschicht-Verödungen 20 hier
exemplarisch an einigen aufgezeigten Stellen einige der elektrischen Teilwiderstandschichten
innerhalb der elektrischen Widerstandschicht 3 entfernt wurden bzw. schon während
des Herstellungsprozesses der Aufbringung der elektrischen Widerstandschicht 3 auf
das Keramiksubstrat 2 nicht vorgesehen waren. Demzufolge gehen diese entfernten oder
nicht vorgesehenen elektrischen Teilwiderstandschichten nicht in den Gesamt-Widerstandswert
der elektrischen Widerstandschicht 3 ein und können somit auch im Betrieb der Bremswiderstandvorrichtung
1 keinen funktionalen Beitrag zur Absorption der beispielsweise im generatorischen
Betrieb einer elektrischen Maschine erzeugten elektrischen Energie leisten.
[0068] Auch in FIG 5 weist die elektrische Widerstandschicht 3 elektrische Teilwiderstandschichten
15 mit jeweils einem ersten elektrischen Teilanschluss 17 und einem zweiten elektrischen
Teilanschluss 18 zur Absorption von beispielsweise im generatorischen Betrieb der
elektrischen Maschine erzeugter elektrischer Energie auf (in FIG 5 mittels einiger
Beispiel dargestellt), sind diese elektrischen Teilwiderstandschichten 15 untereinander
mittels elektrischer Verbindungsleiter 16 elektrisch verbunden (in FIG 5 mittels einiger
Beispiele dargestellt) und sind die elektrischen Teilwiderstandschichten 15 der elektrischen
Widerstandschicht 3 in Form einer Matrix angeordnet.
[0069] Ein schematisches Schaltbild eines elektrischen Umrichters 21 mit der erfindungsgemäßen
Bremswiderstandvorrichtung 1 wird in FIG 6 visualisiert.
[0070] Der elektrische Umrichter 21 betreibt mittels einer elektrischen (hier dreiphasigen)
Anbindung an ein elektrisches Netz 25 über eine weitere (hier ebenfalls dreiphasige)
Anbindung eine elektrische Maschine 26 und bildet somit gemeinsam mit der elektrischen
Maschine 26 ein elektrisches Antriebssystem.
[0071] Ferner weist der elektrische Umrichter 21 einen Gleichrichter 22 auf, welcher mit
dem elektrischen Netz 25 elektrisch verbunden ist, und einen Wechselrichter 23, welcher
mit der elektrischen Maschine 26 elektrisch verbunden ist.
[0072] Der Gleichrichter 22 und der Wechselrichter 23 des elektrischen Umrichters 21, welcher
hier beispielsweise als Frequenzumrichter ausgebildet ist, sind durch einen Gleichspannungszwischenkreis
24 elektrisch miteinander verbunden.
[0073] In dem Gleichspannungszwischenkreis 24 ist, hier nur schematisch dargestellt, die
Bremswiderstandvorrichtung 1 elektrisch angeordnet.
[0074] Im Betriebsfall kann nunmehr die elektrische Maschine 26 generatorisch betrieben
werden, wobei elektrische Energie über den Wechselrichter 23 in den Gleichspannungszwischenkreis
24 zurückgespeist wird. Falls eine Rückspeisung dieser elektrischen Energie mittels
des Gleichrichters 22 in das elektrische Netz 25 technisch nicht möglich ist und/oder
das elektrische Netz 25 diese elektrische Energie nicht aufnehmen kann und/oder der
Gleichspannungszwischenkreis 24 diese elektrische Energie ebenfalls nicht mehr aufnehmen
kann, wird diese elektrische Energie durch die Bremswiderstandvorrichtung 1 in Wärmeenergie
umgewandelt. Somit ist ein sicherer und stabiler Betrieb des Antriebssystems möglich.
1. Bremswiderstandvorrichtung (1) zur Absorption von im generatorischen Betrieb einer
elektrischen Maschine (26) erzeugter elektrischer Energie, umfassend
- ein Keramiksubstrat (2),
- eine elektrische Widerstandschicht (3) und
- einen ersten und einen zweiten elektrischen Anschluss (4,5) an der elektrischen
Widerstandschicht (3),
wobei
- die elektrische Widerstandschicht (3) für eine andauernde Belastung mit einer elektrischen
Leistung von mindestens 20W und für eine Belastung über eine Zeitspanne von bis zu
100ms mit einer elektrischen Leistung von mindestens 1,2kW ausgelegt ist,
- die elektrische Widerstandschicht (3) mit dem Keramiksubstrat (2) als Träger unmittelbar
oder über ein Verbindungsmaterial mechanisch verbunden ist und
- die elektrische Widerstandschicht (3) mittels Druckverfahren auf dem Keramiksubstrat
(2) aufgedruckt ist.
2. Bremswiderstandvorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei
- die elektrische Widerstandschicht (3) elektrische Teilwiderstandschichten (15) mit
jeweils einem ersten elektrischen Teilanschluss (17) und einem zweiten elektrischen
Teilanschluss (18) aufweist,
- die elektrischen Teilwiderstandschichten (15) untereinander mittels elektrischer
Verbindungsleiter (16) elektrisch verbunden sind und
- die elektrischen Teilwiderstandschichten (15) der elektrischen Widerstandschicht
(3) in Form einer Matrix angeordnet sind.
3. Bremswiderstandvorrichtung (1) nach Anspruch 2, wobei zumindest einer der elektrischen
Verbindungsleiter (16) von zumindest einer der elektrischen Teilwiderstandschichten
(15) an zumindest einem der elektrischen Teilanschlüsse (17,18) dieser elektrischen
Teilwiderstandschicht (15) durch eine Verbindungsleiter-Verödung (19) elektrisch getrennt
ist.
4. Bremswiderstandvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, wobei eine oder
mehrere der elektrischen Teilwiderstandschichten (15) durch eine Teilwiderstandschicht-Verödung
(20) von der elektrischen Widerstandschicht (3) herausgelöst sind.
5. Bremswiderstandvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
elektrische Widerstandschicht (3) mittels Wärmezufuhr zumindest teilweise auf dem
Keramiksubstrat (2) gebrannt ist.
6. Bremswiderstandvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der
erste und der zweite elektrische Anschluss (4,5) der elektrischen Widerstandschicht
(3) mit dem Keramiksubstrat (2) als Träger unmittelbar oder über ein weiteres Verbindungsmaterial
mechanisch verbunden sind und mittels Druckverfahren auf dem Keramiksubstrat (2) aufgedruckt
sind.
7. Bremswiderstandvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
elektrische Widerstandschicht (3) zumindest teilweise von einer Schutzschicht (14)
ummantelt ist.
8. Bremswiderstandvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Fläche des Keramiksubstrats (2), welche auf der von der elektrischen Widerstandschicht
(3) abgewandten und entgegengesetzten Seite des Keramiksubstrats (2) angeordnet ist,
unmittelbar oder über eine Wärmeleitschicht mit einem Kühlkörper (11) verbindbar ist.
9. Bremswiderstandvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der
erste elektrische Anschluss (4) der elektrischen Widerstandschicht (3) mittels eines
ersten elektrischen Kontaktelementes (6) mit einem ersten elektrischen Leiter (8)
und der zweite elektrische Anschluss (5) der elektrischen Widerstandschicht (3) mittels
eines zweiten elektrischen Kontaktelementes (7) mit einem zweiten elektrischen Leiter
(9) verbindbar ist.
10. Bremswiderstandvorrichtung (1) nach Anspruch 9, wobei das erste elektrischen Kontaktelement
(6) und das zweite elektrische Kontaktelement (7) jeweils ein Federkontakt ist.
11. Bremswiderstandvorrichtung (1) nach Anspruch 9 oder 10, wobei der erste elektrische
Leiter (8) und der zweite elektrische Leiter (9) auf einem elektrischen Trägerelement
(10) angeordnet sind und wobei das elektrische Trägerelement (10) mittels Befestigungselementen
(12) mechanisch mit dem Kühlkörper (11) verbindbar ist.
12. Bremswiderstandvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zur
Einhaltung der Kriechstromfestigkeit an Luft- und Kriechstrecken (13) die Fläche des
Keramiksubstrats (2), welche mit der Fläche der elektrischen Widerstandschicht (3)
verbunden ist, über deren gesamten Flächenumfang einen gesamten Flächenumfang der
Summe der Fläche der elektrischen Widerstandschicht (3), welche mit der Fläche des
Keramiksubstrats (2) verbunden ist, und der dem Keramiksubstrats (2) zugewanden Flächen
der elektrischen Anschlüsse (4,5) um mindestens 1mm überlappt.
13. Elektrischer Umrichter (21) mit einer Bremswiderstandvorrichtung (1) nach einem der
Ansprüche 1 bis 12, wobei der elektrische Umrichter (21) im Betrieb mit einem elektrischen
Netz (25) und einer elektrischen Maschine (26) verbunden ist und wobei mittels der
Bremswiderstandvorrichtung (1) elektrische Energie im Fall der generatorisch betriebenen
elektrischen Maschine (26) absorbiert wird.
14. Elektrischer Umrichter (21) nach Anspruch 13, umfassend einen Gleichrichter (22) und
einen Wechselrichter (23), wobei der Gleichrichter (22) und der Wechselrichter (23)
mittels eines Gleichspannungszwischenkreises (24) elektrisch miteinander verbunden
sind und wobei die Bremswiderstandvorrichtung (1) elektrisch am Gleichspannungszwischenkreis
(24) angeordnet ist.