(19)
(11) EP 2 301 179 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
11.09.2019  Patentblatt  2019/37

(21) Anmeldenummer: 09777155.4

(22) Anmeldetag:  13.07.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H04K 3/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2009/005080
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2010/006754 (21.01.2010 Gazette  2010/03)

(54)

STÖRVORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM STÖREN EINES ZIELSIGNALS

JAMMING APPARATUS AND METHOD FOR JAMMING A TARGET SIGNAL

DISPOSITIF DE BROUILLAGE ET PROCÉDÉ DE BROUILLAGE D' UN SIGNAL CIBLE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 14.07.2008 DE 102008033001
19.08.2008 DE 102008038315

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.03.2011  Patentblatt  2011/13

(73) Patentinhaber: Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH
85521 Ottobrunn (DE)

(72) Erfinder:
  • TIETZ, Marko
    15745 Wildau (DE)

(74) Vertreter: Bohnenberger, Johannes et al
Meissner Bolte Patentanwälte Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Postfach 86 06 24
81633 München
81633 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-98/34412
WO-A-2006/039936
US-A- 4 334 322
US-A1- 2007 194 931
WO-A-98/56192
US-A- 4 103 236
US-A1- 2004 009 768
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Störvorrichtung sowie ein Verfahren zum Stören eines Zielsignals gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 bzw. 12.

    [0002] Entsprechende Störvorrichtungen sind beispielsweise aus der US 2006/0153281 A1 bekannt. Sie umfassen eine Detektionseinrichtung zur Detektion eines Zielsignals, das zwischen einer Sendeeinrichtung und einer Empfangseinrichtung ausgetauscht wird, und eine Störeinrichtung, die nach einer Detektion eines zu störenden Zielsignals dieses stört.

    [0003] Des Weiteren sind Störvorrichtungen bekannt, die durchgängig ein Störsignal aussenden und so eine Funkkommunikation innerhalb eines bestimmten Frequenzbandes unterbinden. Beispielsweise zeigt die US 2007/0099559 A1 eine Störvorrichtung für einen Einsatz in einem Theater, Kino, Krankenhaus usw. Der Störsender sendet durchgehend und unterbindet somit in einem durch die lokalen Gegebenheiten vorgegebenen Bereich die Kommunikation mittels eines Mobilfunktelefons. Um in einem Notfall das Störsignal zu unterbrechen und eine Kommunikation zu ermöglichen, umfasst die Störvorrichtung der US 2007/0099559 A1 einen Schalter, der sich beispielsweise ferngesteuert aktivieren lässt und das Störsignal abstellt. Nach dem Abstellen des Störsenders können ein Hilferuf abgesetzt und mögliche Rettungsaktionen über das Mobilfunknetz koordiniert werden.

    [0004] Allgemein machen Störsender für Funksignale den einwandfreien Empfang von Funknachrichten schwierig oder unmöglich. Der Störsender sendet dabei, wie der zu störende Sender, Energie in Form von elektromagnetischen Wellen aus und überlagert die ursprünglichen Wellen ganz oder teilweise. Er kann auf der gleichen oder einer benachbarten Frequenz des gestörten Empfängers arbeiten. Dabei sind die Feldstärke, die Modulation des Störsignals sowie die der gestörten Nachricht von Bedeutung.

    [0005] Es ist auch möglich, bei aufwändigen Kommunikationsprotokollen die Kommunikation vollständig zusammenbrechen zu lassen, indem falsche Nachrichten über einen Störsender ausgesendet werden.

    [0006] Die US 2007/0297489 A1 beschreibt einen intelligenten Störsender, der gemäß einer Vorgabe eine Kommunikation auf bestimmten Kanälen oder (bei einem Frequenz-Hopping) auf einer Folge von bestimmten Kanälen zulässt.

    [0007] Die oben beschriebenen Systeme haben den Nachteil, dass sich das Störsignal nicht ausreichend räumlich begrenzen lässt. So kann es in dicht besiedelten Gebieten notwendig sein, lediglich ein abgegrenztes Gebiet zu stören. Beispielsweise hat der Betreiber eines Kinos den Bedarf, die mobile Telekommunikation innerhalb eines Vorführraums zu unterbinden. Jedoch sollen Kunden, die in der Eingangshalle des Kinos telefonieren, durch einen entsprechenden Störsender nicht gestört werden. Eine Störung der Mobilfunktelekommunikation außerhalb des vorgegebenen Gebiets kann nicht nur ärgerlich sein, sondern auch gegen nationale Gesetze verstoßen.

    [0008] Ein weiteres Beispiel umfasst Gefängnisse oder abgesicherte Gebäude. Hier kann der Bedarf bestehen, die Funktelekommunikation innerhalb dieser Gebäude sowie in den angrenzenden Freibereichen zu unterbinden. Da sich derartige Gebäude auch innerhalb einer Stadt befinden, muss eine Störung von angrenzenden Gebieten oder Gebäuden verhindert werden. Um einen entsprechenden Störsender betreiben zu dürfen, muss es gewährleistet sein, dass die Störleistung des Senders jenseits einer vorgegebenen Grenzlinie einen vorgegebenen Wert nicht überschreitet. Aufgrund der hohen Gebäudedichte müssen Schwankungen berücksichtigt werden. Eine Überschreitung der Grenzlinie von mehr als einem Meter ist mitunter nicht tragbar. Dies ist besonders problematisch, da sich abhängig von der Art der Kommunikation die Randbedingungen ständig ändern können. Beispielsweise können Fahrzeuge, Gerüste, offene und geschlossene Fenster die Reichweite eines Störsenders beeinflussen. Auch die Wetterlage, insbesondere Regen, wirken sich auf die Reichweite dieses Senders aus. Bei Mobilfunksystemen wird die Sendeleistung einer Basisstation häufig variiert. Je nach eingestellter Sendeleistung kann ein Störsender ein größeres oder kleineres Gebiet sicher abdecken.

    [0009] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Störvorrichtung derart weiter zu bilden, dass diese eine effiziente und zuverlässige Störung eines Zielsignals innerhalb von geographisch vorgegebenen Grenzen ermöglicht. Des Weiteren soll ein entsprechendes Verfahren zum Stören eines Zielsignals angegeben werden.

    [0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Störvorrichtung gemäß dem Anspruch 1 gelöst.

    [0011] Insbesondere wird die Aufgabe durch eine Störvorrichtung gelöst, umfassend:
    • mindestens eine Detektionseinrichtung zur Detektion eines Zielsignals, das an mindestens eine Kommunikationseinrichtung ausgesendet wird;
    • mindestens eine Störeinrichtung zum Stören des Zielsignals durch ein Störsignal;
    • Steuereinrichtung, die zur Steuerung der Störeinrichtung mit dieser in kommunikativer Verbindung steht; wobei
    die Steuereinrichtung für die Steuerung der mindestens einen Störeinrichtung mindestens ein Eingangssignal zur Bestimmung einer Sendeleistung der Störeinrichtung und/oder mindestens einer Kommunikationseinrichtung empfängt.

    [0012] Ein zentraler Gedanke der vorliegenden Erfindung besteht also darin, die Steuerung der Störeinrichtung dynamisch anzupassen. Hierbei werden die Sendeleistung der Störeinrichtung und/oder einer Kommunikationseinrichtung (z.B. einer Basisstation) berücksichtigt. Das Zielsignal kann ein Signal sein, das von einem Sender zu einem Empfänger gesandt wird. Des Weiteren kann das Zielsignal ein vom Sender ausgesandtes Signal und eine entsprechende Antwort des Empfängers umfassen. Beispielsweise kann es bei komplexeren Kommunikationsprotokollen (z.B. GSM) ausreichen, Signale des Empfängers z.B. der Basisstation zu stören. Vorzugsweise wird jedoch jegliche Kommunikation zwischen Sender und Empfänger gestört.

    [0013] Das Eingangssignal zur Bestimmung der Sendeleistung der Störeinrichtung soll insbesondere Aufschluss darüber geben, wie stark ein von einer Störeinrichtung ausgesendetes Störsignal bis zu dessen Erfassung gedämpft wird. Somit können veränderte Umweltbedingungen (z.B. das Wetter, insbesondere Regen), Veränderungen an einem Gebäude (z. B. offene oder geschlossene Fenster und Türen) und Hindernisse (z.B. geparkte Fahrzeuge, ein Gerüst) erfasst und bei der Steuerung der Störeinrichtung berücksichtigt werden.

    [0014] Die Störvorrichtung kann mindestens eine Sensoreinheit umfassen, die zur Erzeugung des Eingangssignals das Störsignal mindestens einer Störeinrichtung und/oder ein Signal der mindestens einen Kommunikationseinheit empfängt. Es ist denkbar, die Sendeleistung der mindestens einen Kommunikationseinheit zu steuern und dementsprechend das Eingangssignal, das über diese Leistung Aufschluss gibt, zu generieren. Vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Störvorrichtung mindestens eine Sensoreinheit umfasst und Signale der Störeinrichtung und/oder der Kommunikationseinheiten misst. Somit ist die Störvorrichtung unabhängig von vorgegebenen Daten und kann Veränderungen, seien sie systeminhärent oder von der Umwelt vorgegeben, besser berücksichtigen.

    [0015] Die WO 98/56192 A und die US 2007/194931 A1 beschreiben solche Störvorrichtungen.

    [0016] Die mindestens eine Sensoreinheit kann eine Richtantenne umfassen. Das heißt, die Sensoreinheit hat eine Antenne mit einer stark ausgeprägten Richtcharakteristik, wodurch die geographische Ausrichtung der Sensoreinheit definiert wird. Eine entsprechende Antenne kann derart abgeschirmt sein, dass ausschließlich oder bevorzugt Signale empfangen werden, die aus einer bestimmten Richtung ausgesendet werden. Beispielsweise können derartige Richtantennen derart an einer Mauer installiert werden, dass diese lediglich Signale empfangen, die innerhalb der Mauer ausgesandt werden. Signale, die außerhalb der Mauer generiert werden, werden hierbei nicht berücksichtigt.

    [0017] Somit ist es möglich, beispielsweise bei der Messung der Sendeleistung der mindestens einen Störeinrichtung lediglich die Signale zu berücksichtigen, die innerhalb eines vorgegebenen geographischen Bereichs generiert werden. Eine Verfälschung der dynamischen Steuerung der Störeinrichtung durch einen "falschen" Störsender, der außerhalb dieses vorgegebenen geographischen Bereichs liegt, wird somit verhindert. Die Richtantenne kann also dazu eingesetzt werden, selektive Messungen in bestimmten Bereichen vorzunehmen. Eine "Selektion" von Störsignalen bestimmter bzw. bekannter Störungssender kann auch dadurch geschehen, dass das jeweilige Störsignal eines Störungssenders auf einem zweiten Weg, insbesondere leitungsgebunden der Sensoreinheit als Synchronisationssignal übermittelt wird, die dann die mit dem Synchronisationssignal übereinstimmenden Störsignalkomponenten bestimmt.

    [0018] Die Steuereinrichtung kann zur Bestimmung eines Aktivierungszeitpunkts des Störsignals in kommunikativer Verbindung mit der Kommunikationseinrichtung stehen.

    [0019] Um eine schnellere Reaktion auf die Detektion eines Zielsignals zu erzielen, kann es vorteilhaft sein, die Detektion des Zielsignals unmittelbar an die Störeinrichtung zu kommunizieren. Hierfür ist ein geeignetes Netzwerk vorzusehen. Alternativ kann die Detektion an die Steuereinrichtung kommuniziert und von dort an die Störeinrichtung weitergegeben werden.

    [0020] Die Steuereinrichtung kann eine Verarbeitungseinrichtung umfassen, die das Eingangssignal verarbeitet und ein Störeinstellungssignal zur Einstellung der Sendeleistung der mindestens einen Störeinrichtung erzeugt. Das heißt, die Sendeleistung der mindestens einen Störeinrichtung kann an die gemessene Sendeleistung einer oder mehrerer Kommunikationseinrichtungen oder einer oder mehrerer Störeinrichtungen angepasst werden. Um eine effiziente Einstellung der Sendeleistung zu gewährleisten, kann eine Messung der Sendeleistung der Störeinrichtung räumlich entfernt vorgenommen werden. Somit kann die Dämpfung oder Überhöhung des Störsignals durch die Umwelt berücksichtigt werden.

    [0021] Die mindestens eine Detektionseinrichtung kann in kommunikativer Verbindung mit der Störeinrichtung stehen. Wie bereits beschrieben, ist es denkbar, die Detektion eines Zielsignals unmittelbar an die Störeinrichtung weiter zu melden. Insbesondere können Detektionseinrichtung und Störeinrichtung in einem Gerät verwirklicht werden. Vorteilhaft ist es jedoch, wenn zumindest zusätzlich eine Benachrichtigung der Steuereinrichtung erfolgt.

    [0022] Des Weiteren kann eine Kommunikation von der Steuereinrichtung zur Detektionseinrichtung vorteilhaft sein. So kann die Steuereinrichtung zum Aussenden von Steuersignalen an die mindestens eine Detektionseinrichtung ausgebildet sein, um eine Empfangsleistung der Detektionseinrichtung einzustellen. Somit ist es möglich, nicht nur die Leistung der ausgesandten Störsignale zu begrenzen, sondern ebenfalls die Empfindlichkeit der Detektionseinrichtungen an die Umwelt anzupassen. So kann eine "Überempfindlichkeit" der Detektionseinrichtungen vermieden werden. Soweit eine Vielzahl von Detektionseinrichtungen vorhanden ist, ist es möglich, das gleichzeitige Senden von mehreren Zielsignalen zu detektieren, ohne dass es bei der Detektion zu einer Überlagerung kommt. Auch ist es denkbar, bei der Detektion eines Zielsignals durch eine erste Detektionseinrichtung die Empfindlichkeit benachbarter Detektionseinrichtungen, die das Zielsignal nicht oder nur schwach empfangen, zu erhöhen. Wenn mehrere Detektionseinrichtungen das Zielsignal empfangen, kann eine genauere Positionsbestimmung des Senders durchgeführt werden.

    [0023] Die Störeinrichtung kann eine Vielzahl von Detektionseinrichtungen und eine Speichereinrichtung zur Speicherung der Position der Vielzahl von Detektionseinrichtungen umfassen, um eine Sendeposition eines Geräts, das das Zielsignal erzeugt, zu ermitteln. Soweit das Zielsignal von mehreren Detektionseinrichtungen empfangen wird und die Position der einzelnen Detektionseinrichtungen bekannt ist, ist es möglich, die Sendeposition beispielsweise durch Triangulation zu ermitteln.

    [0024] Die Störvorrichtung kann eine Vielzahl von Störeinrichtungen umfassen, wobei die oben genannte Speichereinrichtung zur Speicherung der Position der Vielzahl von Störeinrichtungen ausgebildet ist und die Steuereinrichtung mindestens eine Störeinrichtung in Abhängigkeit von der ermittelten Sendeposition aktiviert. Das heißt, die Steuereinrichtung kann anhand der Vielzahl von Detektionseinrichtungen die Position des sendenden Geräts ermitteln und dementsprechend ein oder mehrere Störeinrichtungen aktivieren. Somit können Störeinrichtungen mit geringerer Sendeleistung eingesetzt werden, da selektiv die Störeinrichtungen aktiviert werden, die nahe bei dem das Zielsignal sendenden Gerät aufgestellt sind.

    [0025] Die Störvorrichtung kann Überwachungseinrichtungen, insbesondere Kameras umfassen, wobei die Steuereinrichtung mit den Überwachungseinrichtungen in kommunikativer Verbindung steht, um diese gemäß der ermittelten Sendeposition auszurichten und/oder zu aktivieren. Nach einer Detektion eines Zielsignals und der Positionsbestimmung des sendenden Geräts kann die Steuereinrichtung entsprechende Ausgabesignale erzeugen, um diese Informationen weiter zu verwenden. Beispielsweise können entsprechende Kameras aktiviert werden, um die Position des Senders visuell zu bestimmen.

    [0026] Die Steuereinrichtung kann mindestens eine Eingabe- und Ausgabeeinrichtung zur Interaktion mit mindestens einem Benutzer umfassen. Insbesondere kann es hierdurch dem Benutzer ermöglicht werden, das Störsignal manuell zu aktivieren oder zu deaktivieren. Beispielsweise kann in einem Notfall eine Kommunikation zugelassen werden. Des Weiteren kann eine Aktivierung des Störsignals durch den Benutzer manuell bestätigt werden. Somit kann eine fehlerhafte Aktivierung des Störsignals verhindert werden.

    [0027] Die oben aufgeführte Aufgabe wird des Weiteren durch ein Verfahren gemäß dem vorliegenden Anspruch 12 gelöst. Insbesondere wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zum Stören eines Zielsignals, das an mindestens eine Kommunikationseinrichtung ausgesendet wird gelöst, wobei dieses Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
    • Detektion des Zielsignals mindestens mit einer Detektionseinrichtung;
    • Senden eines Störsignals zum Stören des Zielsignals mittels mindestens einer Störeinrichtung;
    • Bestimmen einer Sendeleistung der Störeinrichtung und/oder einer Kommunikationseinrichtung;
    • Einstellen der Sendeleistung der Störeinrichtung in Abhängigkeit von der bestimmten Sendeleistung.


    [0028] Es erfolgt also eine vorteilhafte Einstellung der Störeinrichtung gemäß der gemessenen oder vorgegebenen Sendeleistung der Störeinrichtung und/oder einer Kommunikationseinrichtung, die zum Empfangen des Zielsignals ausgelegt ist.

    [0029] Das Einstellen der Sendeleistung der Störeinrichtung kann ein Regeln der Sendeleistung gemäß einem vorgegebenen Sendeleistungsintervall umfassen. Insbesondere kann eine Maximalleistung vorgegeben werden, die beim Senden des Störsignals nicht überschritten werden darf. Diese vorgegebene Sendeleistung kann positionsabhängig sein. Daher ist es vorteilhaft, die Bestimmung der Sendeleistung an vorgegebenen Orten oder Positionen durchzuführen. Diese Positionen können räumlich von den Störeinrichtungen entfernt sein.

    [0030] Das Sendeleistungsintervall kann gemäß der bestimmten Sendeleistung der Kommunikationseinrichtung eingestellt werden. Das heißt, die Maximalleistung der Störeinrichtung kann dynamisch an die gemessene oder bestimmte Sendeleistung der Kommunikationseinrichtung angepasst werden. Somit ist es möglich, eine vorgegebene Relation zwischen der Leistung des Störsignals und der Leistung der Kommunikationseinrichtung einzuhalten. Somit gewährleistet die eingestellte Leistung der Störeinrichtung eine sichere Störung des Zielsignals, wobei die Beeinflussung der Umwelt möglichst gering gehalten wird.

    [0031] Das Detektieren des Zielsignals kann mit mindestens zwei Detektionseinrichtungen erfolgen und an eine Steuereinrichtung kommuniziert werden, wobei die Steuereinrichtung mindestens eine Störeinrichtung aus einer Vielzahl von Störeinrichtungen zum Stören des Zielsignals auswählt.

    [0032] Das Verfahren kann eine Positionsbestimmung des Geräts, das das Zielsignal aussendet, umfassen, wobei eine Position der mindestens einen Detektionseinrichtung bestimmt wird, die das Zielsignal detektiert.

    [0033] Das Bestimmen der Sendeleistung der mindestens einen Störeinrichtung und/oder der mindestens einen Kommunikationseinrichtung kann ein Messen einer Sendeleistung mittels einer Antenne, insbesondere mit einer vorbestimmten Richtcharakteristik umfassen.

    [0034] Das Verfahren kann ein Einstellen der Empfangsleistung mindestens einer Detektionseinrichtung in Abhängigkeit von der bestimmten Sendeleistung umfassen.

    [0035] Das Senden des Störsignals nach der Detektion des Zielsignals kann über ein vorbestimmtes Zeitintervall erfolgen. Die Störung der Umwelt kann also auch zeitlich begrenzt werden. Die zeitliche Begrenzung ist besonders vorteilhaft, wenn bei der Kommunikation zwischen Sender und Empfänger ein Protokoll eingesetzt wird, das einen Verbindungsaufbau erfordert. Somit kann die Verbindung durch das Störsignal unterbrochen werden. Sobald nach dem Senden des Störsignals ein weiterer Verbindungsaufbau versucht wird, kann eine erneute Unterbrechung der Verbindung erfolgen. Insofern liegt zwar ein Austausch von Protokollnachrichten vor, jedoch können keine Inhalte über die Kommunikationsverbindung ausgetauscht werden.

    [0036] Das Verfahren kann eine Kalibrierung umfassen, wobei mindestens ein im wesentlich "reines" Trägersignal von mindestens einer Störeinrichtung ausgesendet wird, um die Sendeleistung der Störeinrichtung zu bestimmen. Diese Kalibrierung kann vor einer möglichen Detektion geschehen, um die Sendeleistung der Störeinrichtung geeignet einzustellen. Ein Trägersignal ist für die Kalibrierung besonders geeignet, da es eine erlaubte oder zugelassen Kommunikation (z. B. außerhalb eines Sicherheitsbereichs) auch bei einer starken Leistung nicht stört. Um das Trägersignal für die Kalibrierung leichter erkennbar zu machen, kann es auch in einer geeigneten Weise so moduliert werden, dass es die Funksignale nicht stört (z.B. Amplitudenmodulation).

    [0037] Das Verfahren kann ein Verarbeiten des Zielsignals umfassen, um eine Senderidentifikationsnummer, insbesondere eine IMSI-Nummer (International Mobil Subscriber Identity) auszulesen. Des Weiteren kann ein Vergleich der Senderidentifikationsnummer mit einer Vielzahl von Identifikationsnummern in einer Positivliste erfolgen, wobei kein Störsignal gesendet wird, wenn die Identifikationsnummer der Sender in der Positivliste enthalten ist. Somit kann es ermöglicht werden, bestimmten Geräten die Kommunikation zu erlauben.

    [0038] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von einigen Ausführungsbeispielen beschrieben, die mittels Abbildungen näher erläutert werden. Hierbei zeigen:
    - Fig. 1
    die erfindungsgemäße Störvorrichtung mit einer Vielzahl von Sende-Empfangs-Einheiten und Sensoreinheiten;
    - Fig. 2
    ein Blockschaltbild einer Sende-Empfangs-Einheit mit Zentralrechner und Sensoreinheiten; und
    - Fig. 3
    ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Überwachungs- und Regelungsvorgangs.


    [0039] Die erfindungsgemäße Störvorrichtung ist besonders dafür geeignet, in dicht besiedelten Gebieten eingesetzt zu werden. Beispielsweise kann die erfindungsgemäße Störvorrichtung innerhalb einer Stadt eingesetzt werden.

    [0040] Fig. 1 zeigt schematisch einen viereckigen Störbereich 5, der durch eine gestrichelte Linie begrenzt ist. Innerhalb dieses Störbereichs 5 befindet sich ein durch eine Mauer 7 begrenzter Bereich, der ebenfalls eine quadratische Fläche hat. Diese Mauer 7 kann beispielsweise die Außenmauer einer Haftanstalt symbolisieren.

    [0041] Nahe dem Störbereich 5 befindet sich eine Stadt 2 und eine erste und zweite Basisstation 30, 30'. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ermöglichen diese Basisstationen 30, 30' eine Mobilfunkkommunikation gemäß dem GSM- oder UTMS-Standard. Sie erlauben also dem Besitzer eines Mobiltelefons Dienste wie Telefonie, leitungsvermittelte oder paketvermittelte Datenübertragung, Kurzmitteilungen usw. zu nutzen. Des Weiteren kann eine Kommunikation über Standards wie HSCSD, GPRS, HSPDA, EDGE und zukünftig LTE angeboten werden.

    [0042] In einem weiteren Ausführungsbeispiel können die Basisstationen 30, 30' ein drahtloses Funknetz oder WLAN aufspannen, und eine Kommunikation gemäß dem Standard IEEE-802.11 ermöglichen.

    [0043] Die Basisstationen 30, 30' könnten aber auch mobile Handfunkgeräte symbolisieren, die eine analoge Funkkommunikation ermöglichen.

    [0044] Im in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel soll eine Mobilfunkkommunikation innerhalb der Mauer 7 bzw. zwischen einem Mobilfunktelefon 3, das sich innerhalb der Mauer 7 befindet und den Basisstationen 30, 30' unterbunden werden. Mobiltelefone 3, die sich außerhalb des Störbereichs 5 befinden, sollen in ihrer Kommunikation nicht beeinträchtigt werden. Beispielsweise können Vorgaben existieren, nach denen ein Störpegel außerhalb des Störbereichs 5 einen vorgegebenen Grenzwert nicht überschreiten darf. Zusätzlich oder an Stelle dieser Vorgabe kann eine Vorgabe existieren, die das Verhältnis der an einer Position empfangenen Sendeleistung der Basisstation 30, 30' zu der dort empfangenen Störleistung eines Störsignals begrenzt.

    [0045] Die vorliegende Erfindung stellt hierfür eine Lösung bereit, indem eine dynamische Regelung des Störsignals erfolgt. Hierfür sind an den Eckpunkten des Störbereichs 5 vier Sensoreinheiten 23 bis 23''' positioniert. Im Inneren des Störbereichs 5 befinden sich eine Vielzahl von Sende-Empfangs-Einheiten 10, 10', 10", die dazu ausgebildet sind, ein Zielsignal des Mobiltelefons 3 zu detektieren und ein entsprechendes Störsignal auszusenden. Die einzelnen Sende-Empfangseinheiten 10, 10', 10" sowie die Sensoreinheiten 23 bis 23''' sind miteinander vernetzt. Ein Zentralrechner 21 in einer Zentrale 20 kommuniziert mit den Sensoreinheiten 23 bis 23''' und den Sende-Empfangs-Einheiten 10, 10', 10" über ein entsprechendes Netzwerk. Das Netzwerk kann ein leitungsgebundenes oder leitungsloses Netzwerk sein. Das darauf verwendete Protokoll kann Echtzeitfähig sein oder nicht. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird ein Ethernetnetzwerk verwendet.

    [0046] Ein wesentlicher Vorteil der Vernetzung der Geräte besteht darin, dass bei allen Vorfällen eine zentrale Alarmierung möglich ist. Des Weiteren können die Aktivitäten der Überwachungsgeräte, Sende-Empfangs-Einheiten 10-10", Sensoreinheiten 23-23''', protokolliert werden. Eine einfache Erweiterung des Netzes und eine schrittweise Installation der Hardware sowie eine zentrale Steuerung aller Geräte sind denkbar.

    [0047] Wie in der Fig. 2 gezeigt, umfasst eine Sende-Empfangs-Einheit 10, 10', 10" jeweils eine Jammereinheit 40 und eine Mobiltelefon-Detektionseinheit 50. Die Jammereinheit 40 oder Störeinrichtung umfasst einen Signalgenerator 42, einen Verstärker 41 und eine Antenne 43. Der Signalgenerator 42 generiert ein Störsignal, das über den Verstärker 41 verstärkt und mittels der Antenne 43 ausgesandt wird.

    [0048] Die Mobiltelefon-Detektionseinheit 50 umfasst einen Detektor 52, einen Verstärker 51 und eine Antenne 53. Die Antenne 53 ist dazu ausgebildet, ein Zielsignal, das von dem Mobiltelefon 3 ausgesandt wird, zu empfangen. Der Verstärker 51 der Mobilfunk-Detektionseinheit 50 verstärkt das empfangene Signal und gibt dieses an den Detektor 52 weiter. Sobald der Detektor 52 feststellt, dass das Mobiltelefon 3 sendet, also ein Zielsignal vorliegt, gibt er eine entsprechende Detektionsnachricht an den Zentralrechner 21 aus. Der Zentralrechner 21 reagiert auf diese Detektionsnachricht, indem er eine Aktivierungsnachricht an die Jammereinheit 40 sendet. Aufgrund dieser Nachricht wird die Jammereinheit 40 aktiviert und ein entsprechendes Störsignal versandt. Um die Sendeleistung des Störsignals möglichst gering zu halten, empfängt der Zentralrechner 21 in regelmäßigen Abständen Eingangssignale von den Sensoreinheiten 23 bis 23'''. Der Zentralrechner 21 gibt der Jammereinheit 40 gemäß den empfangenen Eingangssignalen vor, auf welchem Leistungsniveau sie senden soll. Des Weiteren kann der Zentralrechner 21 die Empfindlichkeit der Mobiltelefondetektionseinheit 50 durch entsprechende Signale einstellen.

    [0049] Die Fig. 3 veranschaulicht die Abläufe anhand von zwei Regelschleifen.

    [0050] In einer ersten Regelschleife fragt der Zentralrechner 21 die Detektionsnachricht der Mobiltelefon-Detektionseinheit 50 ab. Soweit keine Aktivitäten durch die Mobiltelefon-Detektionseinheit festgestellt wurden, erfolgt eine erneute Abfrage der Detektionsnachricht. In diesem Zustand wird kein Störsignal gesendet. Sobald Aktivitäten durch die Mobiltelefon-Detektionseinheit 50 festgestellt wurden, erfolgt ein Stören durch das Aussenden eines Störsignals mittels der Jammereinheit 40.

    [0051] Die zweite Regelschleife fragt während eines Störvorgangs die Eingangssignale von den Sensoreinheiten 23 bis 23''' ab. Soweit die empfangene Leistung des Störsignals an mindestens einer Sensoreinheit 23 bis 23''' zu hoch ist, wird die Leistung der sendenden Jammereinheit 40 reduziert. Es folgt ein erneutes Abfragen der Eingangssignale. Soweit die empfangene Leistung zu niedrig ist (das Zielsignal wird nicht ausreichend gestört), wird die Leistung erhöht. Das heißt, der Zentralrechner 21 sendet entsprechende Steuersignale an die Jammereinheit 40.

    [0052] Die Steuersignale für die Jammereinheit 40 können auch an die Mobiltelefon-Detektionseinheit 50 gesendet werden, um die Empfindlichkeit dieser einzustellen.

    [0053] Es ist denkbar, die empfangene Sendeleistung nicht nur anhand eines statischen Grenzwertes zu regeln, sondern fortlaufend - auch wenn kein Störsignal gesendet wird - Messungen mittels der Sensoreinheiten 23 bis 23''' durchzuführen, die Aufschluss über die Sendeleistung der Basisstationen 30, 30' geben. Um eine sichere Störung des Zielsignals vorzunehmen, kann der Grenzwert bei einer hohen Sendeleistung der Basisstationen 30, 30' erhöht werden, während bei einer niedrigen Leistung der Basisstationen 30, 30' ein Störsignal mit einer geringeren Sendeleistung ausreicht.

    [0054] Die vorliegende Erfindung stellt Mittel bereit, um eine gezielte Störung eines Mobiltelefons 3 vorzunehmen. Hierfür dient die Vernetzung der einzelnen Sende-Empfangs-Einheiten 10, 10', 10" mit dem Zentralrechner 21. Betrachtet man die Fig. 1, so ist dort ein ein Zielsignal sendendes Mobiltelefon 3 nahe einer ersten Sende-Empfangs-Einheit 10 eingezeichnet. Diese Sende-Empfangs-Einheit 10 detektiert das Zielsignal und sendet eine entsprechende Nachricht an den Zentralrechner 21. Der Zentralrechner 21 sendet eine Aktivierungsnachricht an die erste Sende-Empfangs-Einheit 10, die ein entsprechendes Störsignal aussendet. Das Störsignal kann durch die erste Sensoreinheit 23 empfangen werden und derart eingestellt werden, dass außerhalb des Störbereichs 5 gewisse Vorgaben bezüglich des Störpegels nicht überschritten werden.

    [0055] Es ist denkbar, dass die zweite Sende-Empfangs-Einheit 10' das Zielsignal des Mobiltelefons 3 ebenfalls empfängt und entsprechende Nachrichten an den Zentralrechner 21 sendet. Dieser kann anhand der empfangenen Nachrichten feststellen, dass sich das Mobiltelefon 3 zwischen der ersten Sende-Empfangs-Einheit 10 und der zweiten Sende-Empfangs-Einheit 10' befindet. Dementsprechend können die jeweiligen Jammereinheiten 40 der Sende-Empfangs-Einheiten 10, 10' aktiviert werden. Eine weitere Sende-Empfangs-Einheit 10" empfängt das Zielsignal nicht und wird auch von dem Zentralrechner 21 nicht aktiviert.

    [0056] Es ist denkbar, dass der Zentralrechner 21 die Position der ersten Sende-Empfangs-Einheit 10 kennt und demgemäß die zweite Sende-Empfangs-Einheit 10' aktiviert, obwohl diese das Zielsignal nicht empfängt. Des Weiteren kann der Zentralrechner 21 die Position der Basisstation 30, 30' und der Sende-Empfangs-Einheit 10 kennen und die Sende-Empfangs-Einheiten 10 bis 10" aktivieren, die zwischen der Position des Mobilfunktelefons 3 und den Basisstationen 30, 30' positioniert sind. Somit kann eine effiziente Störung des Zielsignals gewährleistet werden, da die räumliche Aufstellung der Jammereinheiten 40 berücksichtigt wird.

    [0057] Im vorab beschriebenen Ausführungsbeispiel umfasst eine Sende-Empfangs-Einheit 10 bis 10" jeweils eine Jammereinheit 40 und eine Mobiltelefon-Detektionseinheit 50. Es ist jedoch möglich, eine Vielzahl von Jammereinheiten 40 und Mobiltelefon-Detektionseinheiten räumlich getrennt voneinander anzuordnen. Hierdurch können die einzelnen Mobiltelefon-Detektionseinheiten 50 und Jammereinheiten 40 gemäß ihrer Leistungscharakteristik effizienter genutzt werden. Es ist denkbar, die Position dieser einzelnen Mobiltelefon-Detektionseinheiten 50 und Jammer-Einheiten 40 in dem Zentralrechner 21 zu speichern und diese intelligent anzusteuern. Das heißt, in einem ersten Schritt wird die Position des Mobiltelefons 3 ermittelt und in einem zweiten Schritt die Jammereinheiten 40 ausgewählt, die das lokalisierte Mobiltelefon 3 am besten stören können. Die Sensoreinheiten 23 bis 23''' können ebenfalls als Mobiltelefon-Detektionseinheiten 50 genutzt werden.

    [0058] Vorzugsweise handelt es sich bei den Sensoreinheiten 23 bis 23''' um Sensoreinheiten 23 bis 23''', die Antennen 24 mit einer starken Richtcharakteristik haben. Somit werden nur die Zielsignale empfangen, die innerhalb des Störbereichs 5 ausgesendet werden. Eine Störung der Leistungsregelung der Jammereinheiten 40 durch einen Sender (z. B. durch eine "falsche" Jammereinheit 40), der sich außerhalb des Störbereichs 5 nahe einer der Sensoreinheiten 23 bis 23''' befindet, wird somit ausgeschlossen. Vorzugsweise umfasst eine derartige Sensoreinheit 23 bis 23''' weitere Antennen 24 mit geringer Richtcharakteristik, die die Signale der Basisstationen 30, 30' erfassen. Alternativ kann zusätzlich eine zentrale Sensoreinheit 23 bis 23''' bereitgestellt werden, die ausschließlich zur Erfassung der Signale der Basisstationen 30, 30' dient.

    [0059] Der Zentralrechner 21 ist dazu ausgelegt, die Jammereinheiten 40 zeitlich begrenzt zu aktivieren. Eine Deaktivierung kann nach einem vorgegebenen Zeitintervall z.B. ≤ 1 min oder 30 s erfolgen. Des Weiteren ist es denkbar, mittels der Mobiltelefon-Detektionseinheit 50 einen Abbruch der Sendung des Zielsignals zu detektieren und dementsprechend die Jammereinheiten 40 zu deaktivieren.

    [0060] Des Weiteren ist es möglich, den Zentralrechner 21 mit einem IMSI-Catcher oder den Basisstationen 30, 30' zu verbinden. Somit wäre es möglich, beim Aufbau einer Kommunikationsverbindung mit einer der Basisstationen 30, 30' die IMSI-Nummer des Mobiltelefons 3 zu ermitteln und bei der Aktivierung der Jammereinheiten 40 zu berücksichtigen. Beispielsweise kann es eine Positivliste von IMSI-Nummern geben. Die Mobiltelefone 3, die eine IMSI-Nummer haben, die auf dieser Positivliste aufgeführt ist, werden von der erfindungsgemäßen Störvorrichtung nicht gestört. Somit können beispielsweise Rettungskräfte oder Aufsichtspersonal mit ihren Mobiltelefonen 3 kommunizieren.

    Bezugszeichenliste



    [0061] 
    2
    Stadt
    3
    Mobiltelefon
    5
    Störbereich
    7
    Mauer
    10, 10', 10"
    Sende-Empfangs-Einheit
    20
    Zentrale
    21
    Zentralrechner
    23 bis 23'"
    Sensoreinheit
    24
    Antenne der Sensoreinheit
    30, 30'
    Basisstation
    40
    Jammereinheit
    41
    Verstärker
    42
    Signalgenerator
    43
    Antenne der Jammereinheit
    50
    Mobiltelefon-Detektionseinheit
    51
    Verstärker
    52
    Detektor
    53
    Antenne der Detektionseinheit



    Ansprüche

    1. Störvorrichtung, umfassend:

    - mindestens eine Detektionseinrichtung (50) mit einer Antenne (53) zur Detektion eines Zielsignals, das an mindestens eine Kommunikationseinrichtung (30, 30') ausgesendet wird;

    - mindestens eine Störeinrichtung (40) zum Stören des Zielsignals durch ein Störsignal;

    - mindestens eine Sensoreinheit zur Messung einer Sendeleistung der Störeinrichtung (40);

    - eine Steuereinrichtung (21), die zur Steuerung der Störeinrichtung (40) mit dieser in kommunikativer Verbindung steht, wobei die Steuereinrichtung (21) eine zukünftige Sendeleistung der Störeinrichtung (40) in Abhängigkeit von der gemessenen Sendeleistung einstellt; wobei die mindestens eine Sensoreinheit (23, 23', 23") dazu ausgebildet ist, auch die Sendeleistung eines von der mindestens einen Kommunikationseinrichtung (30, 30') ausgesandtes Signal zu messen; wobei die Steuereinrichtung (21) zur Bestimmung der gemessenen Sendeleistung der Störeinrichtung (40) und der Sendeleistung von der mindestens einen Kommunikationseinrichtung (30, 30') mindestens ein Eingangssignal von der Sensoreinheit (23, 23', 23") empfängt, wobei die Messung der Sendeleistung der Störeinrichtung (40) mittels der Sensoreinheit (23, 23', 23") räumlich von der Störeinrichtung (40) entfernt vorgenommen wird, wobei für die Auswahl von Störsignalkomponenten für die Messung der Sendeleistung der Störeinrichtung (40) leitungsgebunden das Störsignal der Störeinrichtung (40) als Synchronisationssignal an die Sensoreinheit (23, 23', 23") übermittelt wird, damit die Sensoreinheit die mit dem Synchronisationssignal übereinstimmenden Störsignalkomponenten bestimmt.


     
    2. Störvorrichtung nach Anspruch 1,
    gekennzeichnet durch
    mindestens eine Sensoreinheit (23), die zur Erzeugung des Eingangssignals das Störsignal der mindestens einen Störeinrichtung (40) empfängt.
     
    3. Störvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die mindestens eine Sensoreinheit (23) eine Richtantenne (24) umfasst.
     
    4. Störvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Störeinrichtung (40) zur Bestimmung eines Aktivierungszeitpunkts des Störsignals in kommunikativer Verbindung mit der Detektionseinrichtung (50) steht.
     
    5. Störvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Steuereinrichtung (21) eine Verarbeitungseinrichtung umfasst, die das Eingangssignal verarbeitet und ein Störeinstellungssignal zur Einstellung einer Sendeleistung der mindestens einen Störeinrichtung (40) erzeugt.
     
    6. Störvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die mindestens eine Detektionseinrichtung (50) in kommunikativer Verbindung mit der Steuereinrichtung (21) steht.
     
    7. Störvorrichtung nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Steuereinrichtung (21) zum Aussenden von Steuersignalen an die mindestens eine Detektionseinrichtung (50) ausgebildet ist, um eine Empfangsleistung der Detektionseinrichtung (50) einzustellen.
     
    8. Störvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    gekennzeichnet durch
    eine Vielzahl von Detektionseinrichtungen (50) und eine Speichereinrichtung zur Speicherung der Position der Vielzahl von Detektionseinrichtungen (50), um eine Sendeposition eines Geräts, das das Zielsignal erzeugt, zu ermitteln.
     
    9. Störvorrichtung nach Anspruch 8,
    gekennzeichnet durch
    eine Vielzahl von Störeinrichtungen (40), wobei die Speichereinrichtung zur Speicherung der Position der Vielzahl von Störeinrichtungen (40) ausgebildet ist und die Steuereinrichtung (21) mindestens eine Störeinrichtung (40) in Abhängigkeit von der ermittelten Sendeposition aktiviert.
     
    10. Störvorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9,
    gekennzeichnet durch
    Überwachungseinrichtungen, insbesondere Kameras, wobei die Steuereinrichtung (21) mit den Überwachungseinrichtungen in kommunikativer Verbindung steht, um diese gemäß der ermittelten Sendeposition auszurichten und/oder zu aktivieren.
     
    11. Störvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Steuereinrichtung (21) mindestens eine Eingabe- und Ausgabeeinrichtung zur Interaktion mit mindestens einem Benutzer, insbesondere zur manuellen Aktivierung des Störsignals, umfasst.
     
    12. Verfahren zum Stören eines Zielsignals, das an mindestens eine Kommunikationseinrichtung (30, 30') ausgesendet wird, umfassend die Schritte:

    - Detektion des Zielsignals mit mindestens einer Detektionseinrichtung (50);

    - Senden eines Störsignals zum Stören des Zielsignals mittels mindestens einer Störeinrichtung (40);

    - Bestimmen einer Sendeleistung der Störeinrichtung (40) und einer Kommunikationseinrichtung (30, 30') mittels einer Sensoreinheit (23, 23', 23");

    - Einstellen einer zukünftigen Sendeleistung der Störeinrichtung (40) in Abhängigkeit von der bestimmten Sendeleistung,
    wobei das Bestimmen der Sendeleistung der Störeinrichtung (40) räumlich von der Störeinrichtung (40) entfernt vorgenommen wird, wobei für die Auswahl von Störsignalkomponenten für das Bestimmen der Sendeleistung der Störeinrichtung (40) leitungsgebunden das Störsignal der Störeinrichtung (40) als Synchronisationssignal an die Sensoreinheit (23, 23', 23") übermittelt wird, damit die Sensoreinheit die mit dem Synchronisationssignal übereinstimmenden Störsignalkomponenten bestimmt.


     
    13. Verfahren nach Anspruch 12,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    das Einstellen der Sendeleistung der Störeinrichtung (40) ein Regeln der Sendeleistung gemäß einem vorgegebenen Sendeleistungsintervall umfasst.
     
    14. Verfahren nach Anspruch 13,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    das Sendeleistungsintervall gemäß der bestimmten Sendeleistung der Kommunikationseinrichtung (30, 30') eingestellt wird.
     
    15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
    gekennzeichnet durch
    eine Positionsbestimmung eines Geräts (3), das das Zielsignal aussendet, wobei eine Position der mindestens einen Detektionseinrichtung (50) verwendet wird, um die Position des Geräts (3) zu ermitteln.
     
    16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, insbesondere nach Anspruch 15,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Steuereinrichtung (21) entsprechend der Positionsbestimmung des Geräts (3) mindestens eine Störeinrichtung (40) aus einer Vielzahl von Störeinrichtungen (40) zum Stören des Zielsignals auswählt.
     
    17. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 16,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    das Bestimmen der Sendeleistung der mindestens einen Störeinrichtung (40) und/oder der mindestens einen Kommunikationseinrichtung (30, 30') ein Messen einer Sendeleistung mittels einer Antenne (24), insbesondere mit einer vorbestimmten Richtcharakteristik umfasst.
     
    18. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 17,
    gekennzeichnet durch
    ein Einstellen der Empfangsleistung mindestens einer Detektionseinrichtung (50) in Abhängigkeit von der bestimmten Sendeleistung.
     
    19. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 18,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    das Senden des Störsignals nach der Detektion des Zielsignals über ein vorbestimmtes Zeitintervall erfolgt.
     
    20. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 19,
    gekennzeichnet durch
    eine Kalibrierung, wobei mindestens ein Trägersignal von mindestens einer Störeinrichtung (40) ausgesendet wird, um die Sendeleistung der Störeinrichtung (40) zu bestimmen.
     
    21. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 20,
    gekennzeichnet durch
    ein Verarbeiten des Zielsignals, um eine Sender-Identifikationsnummer, insbesondere eine IMSI-Nummer auszulesen;
    Vergleichen der Sender-Identifikationsnummer mit einer Vielzahl von Identifikationsnummern in einer Positivliste,
    wobei kein Störsignal gesendet wird, wenn die Sender-Identifikationsnummer in der Positivliste enthalten ist.
     


    Claims

    1. A jamming apparatus, comprising:

    - at least one detection device (50) having an antenna (53) for detecting a target signal emitted to at least one communication device (30, 30');

    - at least one jamming device (40) for jamming the target signal by a jamming signal;

    - at least one sensor unit for measuring a transmission power of the jamming device (40);

    - a control device (21) in communicative connection with the jamming device (40) for controlling the jamming device (40), wherein the control device (21) sets a future transmission power of the jamming device (40) as a function of the measured transmission power;

    wherein the at least one sensor unit (23, 23', 23") is formed to measure also the transmission power of a signal emitted by the at least one communication device (30, 30');
    wherein the control device (21) receives at least one input signal from the sensor unit (23, 23', 23") for determining the measured transmission power of the jamming device (40) and the transmission power of the at least one communication device (30, 30'), wherein the measurement of the transmission power of the jamming device (40) by means of the sensor unit (23, 23', 23") is performed spatially remote from the jamming device (40), wherein, for selecting jamming signal components for the measurement of the transmission power of the jamming device (40), the jamming signal of the jamming device (40) is transferred to the sensor unit (23, 23', 23") in a wired manner as a synchronization signal in order for the sensor unit to determine the jamming signal components being in conformity with the synchronization signal.
     
    2. The jamming device according to claim 1,
    characterized by
    at least one sensor unit (23) receiving the jamming signal of the at least one jamming device (40) for generating the input signal.
     
    3. The jamming device according to any one of the preceding claims,
    characterized in that
    the at least one sensor unit (23) comprises a directional antenna (24).
     
    4. The jamming device according to any one of the preceding claims,
    characterized in that
    the jamming device (40) is in communicative connection with the detection device (50) for determining the time of activation of the jamming signal.
     
    5. The jamming device according to any one of the preceding claims,
    characterized in that
    the control device (21) comprises a processing device which processes the input signal and generates a jamming setting signal for setting a transmission power of the at least one jamming device (40).
     
    6. The jamming device according to any one of the preceding claims,
    characterized in that
    the at least one detection device (50) is in communicative connection with the control device (21).
     
    7. The jamming device according to claim 6,
    characterized in that
    the control device (21) for emitting control signals to the at least one detection device (50) is formed to set a reception power of the detection device (50).
     
    8. The jamming device according to any one of the preceding claims,
    characterized by
    a plurality of detection devices (50) and a storage device for storing the position of the plurality of detection devices (50) in order to identify a transmitting position of a device generating the target signal.
     
    9. The jamming device according to claim 8,
    characterized by
    a plurality of jamming devices (40), wherein the storage device is formed to store the position of the plurality of jamming devices (40), and the control device (21) activates at least one jamming device (40) as a function of the identified transmitting position.
     
    10. The jamming device according to any one of claims 8 or 9,
    characterized by
    monitoring devices, in particular cameras, wherein the control device (21) is in communicative connection with the monitoring devices in order to orient and/or activate the monitoring devices according to the identified transmitting position.
     
    11. The jamming device according to any one of the preceding claims,
    characterized in that
    the control device (21) comprises at least one input and output device for interacting with at least one user, in particular for manually activating the jamming signal.
     
    12. A method for jamming a target signal emitted to at least one communication device (30, 30'), comprising the steps of:

    - detecting the target signal by at least one detection device (50);

    - sending a jamming signal for jamming the target signal by means of at least one jamming device (40);

    - determining the transmission power of the jamming device (40) and a communication device (30, 30') by means of at least one sensor unit (23, 23', 23");

    - setting a future transmission power of the jamming device (40) as a function of the determined transmission power,
    wherein the determination of the transmission power of the jamming device (40) is performed spatially remote from the jamming device (40), wherein, for selecting jamming signal components for determining the transmission power of the jamming device (40), the jamming signal of the jamming device (40) is transferred to the sensor unit (23, 23', 23") in a wired manner as a synchronization signal in order for the sensor unit to determine the jamming signal components being in conformity with the synchronization signal.


     
    13. The method according to claim 12,
    characterized in that
    the setting of the transmission power of the jamming device (40) comprises regulating the transmission power according to a predefined transmission power interval.
     
    14. The method according to claim 13,
    characterized in that
    the transmission power interval is set according to the determined transmission power of the communication device (30, 30').
     
    15. The method according to any one of claims 12 to 14,
    characterized by
    determining a position of a device (3) emitting the target signal, wherein a position of the at least one detection device (50) is used to identify the position of the device (3).
     
    16. The method according to any one of claims 12 to 15, in particular according to claim 15,
    characterized in that,
    in accordance with the position determination of the device (3), the control device (21) selects at least one jamming device (40) from a plurality of jamming devices (40) for jamming the target signal.
     
    17. The method according to any one of claims 12 to 16,
    characterized in that
    the determining of the transmission power of the at least one jamming device (40) and/or the at least one communication device (30, 30') comprises measuring a transmission power by means of an antenna (24), in particular having predetermined directional characteristics.
     
    18. The method according to any one of claims 12 to 17,
    characterized by
    setting the reception power of at least one detection device (50) as a function of the determined transmission power.
     
    19. The method according to any one of claims 12 to 18,
    characterized in that
    transmitting the jamming signal is performed after the detection of the target signal over a predetermined interval of time.
     
    20. The method according to any one of claims 12 to 14,
    characterized by
    calibrating, wherein at least one carrier signal is emitted by at least one jamming device (40), in order to determine the transmission power of the jamming device (40).
     
    21. The method according to any one of claims 12 to 14,
    characterized by
    processing the target signal in order to read a transmitter identification number, in particular an IMSI number;
    comparing the transmitter identification number with a plurality of identification numbers in a positive list,
    wherein no jamming signal is sent, when the transmitter identification number is included in the positive list.
     


    Revendications

    1. Dispositif de brouillage, comprenant :

    - au moins un organe de détection (50) présentant une antenne (53) pour la détection d'un signal cible qui est émis vers au moins un organe de communication (30, 30') ;

    - au moins un organe de brouillage (40) pour le brouillage du signal cible par un signal de brouillage ;

    - au moins une unité de capteur pour la mesure d'une puissance d'émission de l'organe de brouillage (40) ;

    - un organe de commande (21) qui, pour la commande de l'organe de brouillage (40), est en liaison communicative avec celui-ci, sachant que l'organe de commande (21) règle une puissance d'émission future de l'organe de brouillage (40) en fonction de la puissance d'émission mesurée ; sachant que l'au moins une unité de capteur (23, 23', 23") est constituée pour mesurer aussi la puissance d'émission d'un signal émis par l'au moins un organe de communication (30, 30') ; sachant que l'organe de commande (21) reçoit au moins un signal d'entrée depuis l'unité de capteur (23, 23', 23") pour déterminer la puissance d'émission mesurée de l'organe de brouillage (40) et la puissance de puissance de l'au moins un organe de communication (30, 30'), sachant que la mesure de la puissance d'émission de l'organe de brouillage (40) moyennant l'unité de capteur (23, 23', 23") est effectuée de manière spatialement éloignée de l'organe de brouillage (40), sachant que, pour la sélection de composantes de signal de brouillage pour la mesure de la puissance d'émission de l'organe de brouillage (40), le signal de brouillage de l'organe de brouillage (40) est transmis en fonction de la ligne en tant que signal de synchronisation à l'unité de capteur (23, 23', 23") pour que l'unité de capteur détermine les composantes de signal de brouillage qui concordent avec le signal de synchronisation.


     
    2. Dispositif de brouillage selon la revendication 1,
    caractérisé par
    au moins une unité de capteur (23) qui reçoit le signal de brouillage de l'au moins un organe de brouillage (40) pour générer le signal d'entrée.
     
    3. Dispositif de brouillage selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    l'au moins une unité de capteur (23) comprend une antenne orientable (24).
     
    4. Dispositif de brouillage selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    l'organe de brouillage (40) est en liaison communicative avec l'organe de détection (50) pour déterminer un moment d'activation du signal de brouillage.
     
    5. Dispositif de brouillage selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    l'organe de commande (21) comprend un organe de traitement qui traite le signal d'entrée et génère un signal de réglage de brouillage pour le réglage d'une puissance d'émission de l'au moins un organe de brouillage (40).
     
    6. Dispositif de brouillage selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    l'au moins un organe de détection (50) est en liaison communicative avec l'organe de commande (21).
     
    7. Dispositif de brouillage selon la revendication 6,
    caractérisé en ce que
    l'organe de commande (21) est constitué pour émettre des signaux de commande vers l'au moins un organe de détection (50) pour régler une puissance de réception de l'organe de détection (50).
     
    8. Dispositif de brouillage selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé par
    une pluralité d'organes de détection (50) et un organe d'enregistrement pour l'enregistrement de la position de la pluralité d'organes de détection (50) pour déterminer une position d'émission d'un appareil qui génère le signal cible.
     
    9. Dispositif de brouillage selon la revendication 8,
    caractérisé par
    une pluralité d'organes de brouillage (40), sachant que l'organe d'enregistrement est constitué pour enregistrer la position de la pluralité d'organes de brouillage (40) et l'organe de commande (21) active au moins un organe de brouillage (40) en fonction de la position d'émission déterminée.
     
    10. Dispositif de brouillage selon l'une des revendications 8 ou 9,
    caractérisé par
    des organes de surveillance, en particulier des caméras, sachant que l'organe de commande (21) est en liaison communicative avec les organes de surveillance pour orienter et/ou activer ceux-ci selon la position d'émission déterminée.
     
    11. Dispositif de brouillage selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    l'organe de commande (21) comprend au moins un organe d'entrée et de sortie pour l'interaction avec au moins un utilisateur, en particulier pour l'activation manuelle du signal de brouillage.
     
    12. Procédé de brouillage d'un signal cible qui est émis vers au moins un organe de communication (30, 30'), comprenant les étapes de :

    - détection du signal cible moyennant au moins un organe de détection (50) ;

    - émission d'un signal de brouillage pour le brouillage du signal cible moyennant au moins un dispositif de brouillage (40) ;

    - détermination d'une puissance d'émission de l'organe de brouillage (40) et d'un organe de communication (30, 30') moyennant une unité de capteur (23, 23', 23") ;

    - réglage d'une puissance d'émission future de l'organe de brouillage (40) en fonction de la puissance d'émission déterminée, sachant que la détermination de la puissance d'émission de l'organe de brouillage (40) est effectuée de manière spatialement éloignée de l'organe de brouillage (40), sachant que, pour la sélection de composantes de signal de brouillage pour la détermination de la puissance d'émission de l'organe de brouillage (40), le signal de brouillage de l'organe de brouillage (40) est transmis en fonction de la ligne en tant que signal de synchronisation à l'unité de capteur (23, 23', 23") pour que l'unité de capteur détermine les composantes de signal de brouillage qui concordent avec le signal de synchronisation.


     
    13. Procédé selon la revendication 12,
    caractérisé en ce que
    le réglage de la puissance d'émission de l'organe de brouillage (40) comprend une régulation de la puissance d'émission selon un intervalle de puissance d'émission spécifié.
     
    14. Procédé selon la revendication 13,
    caractérisé en ce que
    l'intervalle de puissance d'émission est réglé selon la puissance d'émission déterminée de l'organe de communication (30, 30').
     
    15. Procédé selon l'une des revendications 12 à 14,
    caractérisé par
    une détermination de position d'un appareil (3) qui émet le signal cible, sachant qu'une position de l'au moins un organe de détection (50) est utilisée pour déterminer la position de l'appareil (3).
     
    16. Procédé selon l'une des revendications 12 à 15, en particulier selon la revendication 15,
    caractérisé en ce que
    l'organe de commande (21) sélectionne, selon la détermination de position de l'appareil (3), au moins un organe de brouillage (40) à partir d'une pluralité d'organes de brouillage (40) pour le brouillage du signal cible.
     
    17. Procédé selon l'une des revendications 12 à 16,
    caractérisé en ce que
    la détermination de la puissance d'émission de l'au moins un organe de brouillage (40) et/ou de l'au moins un organe de communication (30, 30') comprend une mesure d'une puissance d'émission moyennant une antenne (24), en particulier présentant une caractéristique d'orientation prédéterminée.
     
    18. Procédé selon l'une des revendications 12 à 17,
    caractérisé par
    un réglage de la puissance de réception d'au moins un organe de détection (50) en fonction de la puissance d'émission déterminée.
     
    19. Procédé selon l'une des revendications 12 à 18,
    caractérisé en ce que
    l'émission du signal de brouillage a lieu après la détection du signal cible sur un intervalle de temps prédéterminé.
     
    20. Procédé selon l'une des revendications 12 à 19,
    caractérisé par
    un calibrage, sachant qu'au moins un signal porteur est émis par au moins un organe de brouillage (40) pour déterminer la puissance d'émission de l'organe de brouillage (40).
     
    21. Procédé selon l'une des revendications 12 à 20,
    caractérisé par
    un traitement du signal cible pour relever un numéro d'identification d'émetteur, en particulier un numéro IMSI ;
    la comparaison du numéro d'identification d'émetteur avec une pluralité de numéros d'identification dans une liste positive,
    sachant qu'aucun signal de brouillage n'est émis si le numéro d'identification d'émetteur est contenu dans la liste positive.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente