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(11) |
EP 2 450 553 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.09.2019 Patentblatt 2019/37 |
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Anmeldetag: 21.09.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Kraftstoffeinspritzsystem einer Brennkraftmaschine, sowie Verfahren zur Steuerung
des selbigen
Fuel injection system of a combustion engine and method for controlling same
Système d'injection de carburant d'un moteur à combustion interne ainsi que procédé
de commande de celui-ci
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
04.11.2010 DE 102010043374
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.05.2012 Patentblatt 2012/19 |
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Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Gruhl, Helmar
71711 Steinheim An Der Murr (DE)
- Ferreira Goncalves, Paulo Jorge
60320 Frankfurt Am Main (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 298 306 WO-A1-2006/032577 GB-A- 2 331 597
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EP-A2- 1 574 704 WO-A1-2011/067008
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung eines einen Niederdruck- und einen
Hochdruckbereich aufweisenden Kraftstoffeinspritzsystems einer Brennkraftmaschine,
wobei einer Hochdruckkraftstoffpumpe eine Niederdruckmenge aus dem Niederdruckbereich
zugeführt wird, welche diese Niederdruckmenge auf Hochdruck verdichtet und in einen
Druckspeicher des Hochdruckbereichs fördert, und wobei die Niederdruckmenge der Hochdruckkraftstoffpumpe
entsprechend eines in einem Betriebspunkt der Brennkraftmaschine zu erreichenden Einspritzdrucks
zudosiert wird. Die Erfindung betrifft des Weiteren den Aufbau eines derartigen Kraftstoffeinspritzsystems.
[0002] Kraftstoffeinspritzsysteme moderner Dieselmotoren sind heutzutage überwiegend als
Common-Rail-Einspritzsysteme ausgebildet. Bei einem derartigen System wird unter Hochdruck
stehender Kraftstoff durch die einzelnen Kraftstoffinjektoren der Zylinder aus einem
Druckspeicher entnommen, welcher über eine Hochdruckkraftstoffpumpe mit der entsprechenden
Kraftstoffmenge versorgt wird. Das Kraftstoffeinspritzsystem verfügt hierbei über
einen Niederdruckbereich, aus welchem die erforderliche Kraftstoffmenge der Hochdruckkraftstoffpumpe
zudosiert wird. Die Zudosierung zur Hochdruckkraftstoffpumpe erfolgt hierbei üblicherweise
über eine vorgeschaltete Zumesseinheit oder eine mengenregelbare Förderpumpe.
Stand der Technik
[0003] Aus der
DE 19735561 A1 sind ein Verfahren zur Steuerung eines Kraftstoffeinspritzsystems einer Brennkraftmaschine,
sowie ein derartiges System bekannt. Dieses Kraftstoffeinspritzsystem weist einen
Niederdruck- und einen Hochdruckbereich auf, welche über eine Hochdruckkraftstoffpumpe
voneinander getrennt sind. Der Hochdruckkraftstoffpumpe wird eine Niederdruckmenge
aus dem Niederdruckbereich zugeführt, woraufhin die Pumpe diese Niederdruckmenge auf
Hochdruck verdichtet und in einen Druckspeicher des Hochdruckbereichs fördert. Aus
diesem Druckspeicher wird im weiteren Verlauf der zum Betrieb der Brennkraftmaschine
nötige Kraftstoff durch Kraftstoffinjektoren der einzelnen Zylinder der Brennkraftmaschine
zur Einspritzung in deren Brennräume entnommen. Zur Zudosierung der Niederdruckmenge
zur Hochdruckkraftstoffpumpe ist dieser eine mengenregelbare Förderpumpe vorgeschaltet,
welche entsprechend eines im Druckspeicher des Hochdruckbereichs zu erreichenden Einspritzdrucks
die Niederdruckmenge einstellt. Um vor der Hochdruckkraftstoffpumpe hierbei einen
nahezu konstanten Speisedruck zu gewährleisten, ist zwischen der mengenregelbaren
Förderpumpe und der Hochdruckkraftstoffpumpe ein Ventil vorgesehen, das ab Erreichen
eines bestimmten Speisedrucks in der Speiseleitung die Förderung zur Hochdruckkraftstoffpumpe
ermöglicht. Des Weiteren ist der Förderpumpe ein Druckregelventil nachgeschaltet,
um den Druck im Niederdruckbereich zu regulieren. Über dieses Druckregelventil wird
Kraftstoff ab Überschreiten eines vorgegebenen Drucks in einen Vorratsbehälter zurückgeführt.
[0004] GB2331597 offenbart eine schnelle Anpassung der Niederdruckmenge durch die Regelung der Drosselposition
einer Zumesseinheit.
[0005] EP1298306 offenbart eine dynamische Reservemenge, die durch die Ansteuerung einer Zumesseinheit
berücksichtigt wird.
[0006] Ausgehend von dem vorstehend genannten Stand der Technik liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Steuerung eines Kraftstoffeinspritzsystems zur
Verfügung zu stellen, welches eine möglichst effiziente und flexible Regelung eines
Kraftstoffeinspritzsystems einer Brennkraftmaschine ermöglicht. Des Weiteren ist es
Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Kraftstoffeinspritzsystem einer Brennkraftmaschine
zu schaffen, bei welchem eine effiziente Regelung möglich ist. Schließlich sollte
ein derartiges Kraftstoffeinspritzsystem mit möglichst geringem fertigungstechnischem
Aufwand realisierbar sein.
[0007] Aus verfahrenstechnischer Sicht wird die vorgenannte Aufgabe ausgehend von einem
Oberbegriff des Anspruchs 1 in Verbindung mit dessen kennzeichnenden Merkmalen gelöst.
Aus vorrichtungstechnischer Sicht erfolgt eine Lösung der Aufgabe entsprechend den
technischen Ausgestaltungen des nebengeordneten Anspruchs 3. Die jeweils darauffolgenden,
abhängigen Ansprüche geben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung wieder.
Offenbarung der Erfindung
[0008] Die Erfindung umfasst die technische Lehre, dass eine Einstellung der der Hochdrucckraftstoffpumpe
zudosierten Niederdruckmenge durch eine Regelung einer Fördermenge einer Förderpumpe
und einer Drosselmenge einer Zumesseinheit erfolgt. Der mengenregelbaren Förderpumpe
ist hierzu eine Zumesseinheit nachgeschaltet, welche gemeinsam mit der Förderpumpe
die der Hochdruckkraftstoffpumpe zugeführte Niederdruckmenge einstellt. Ein derartiger
Aufbau und ein derartiges Verfahren haben den Vorteil, dass eine effiziente Regelung
der zudosierten Niederdruckmenge nach Art einer Mehrgrößenregelung in Abhängigkeit
zu erreichenden Einspritzdrucks realisiert werden kann. Denn durch das Zusammenspiel
der mengenregulierbaren Förderpumpe und einer Drosselung über die nachgeschaltete
Zumesseinheit kann eine schnelle und präzise Einstellung der zuzudosierenden Niederdruckmenge
erfolgen. Vorteilhafterweise kann hierbei ein üblicherweise in einem Rücklauf zum
Vorratsbehälter platziertes Überströmventil entfallen, da der Zumesseinheit durch
die vorgeschaltete, mengenregelbare Förderpumpe Kraftstoff im Bereich der im jeweiligen
Betriebspunkt der Brennkraftmaschine benötigten Menge zugeführt wird. Folglich kann
ein ansonsten vorzusehendes, komplexes Bauteil eingespart werden, was den herstellungstechnischen
Aufwand verringert.
[0009] Im Gegensatz hierzu ist das Kraftstoffeinspritzsystem, sowie das Verfahren zur Steuerung
des selbigen der
DE 19735561 A1 komplexer ausgestaltet. Zwar erfolgt eine Zudosierung über eine mengenregelbare Förderpumpe,
um jedoch eine geeignete Zudosierung zur Hochdruckkraftstoffpumpe realisieren zu können,
ist eine vom Hochdruckbereich losgelöste Regelung des Niederdruckbereichs über das
Druckregelventil nötig. Hierdurch gestalten sich die Regelung und der Aufbau des Kraftstoffeinspritzsystems
aufwendiger.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung wird eine Einstellung der Niederdruckmenge zunächst
überwiegend über eine Veränderung der Drosselmenge der Zumesseinheit vorgenommen,
wobei mit zunehmender Veränderung der Fördermenge der Förderpumpe die Drosselmenge
wieder entsprechend zurückgeregelt wird. Dies hat den Vorteil, dass eine sehr schnelle
Einstellung der Niederdruckmenge erfolgen kann, wobei gleichzeitig eine Dynamikreserve
zur schnellen Reaktion auf eine Änderung des Betriebspunktes der Brennkraftmaschine
gebildet wird. Denn durch die Zumesseinheit kann durch Veränderung der Drosselmenge
eine sehr rasche Verminderung oder Erhöhung der zur Hochdruckkraftstoffpumpe zudosierten
Kraftstoffmenge erfolgen, wohingegen die Einstellung der Kraftstoffmenge über die
Förderpumpe eine verhältnismäßig hohe Regelzeit in Anspruch nimmt. Somit kann durch
die Zumesseinheit schnell auf nötige Änderungen der Niederdruckmenge reagiert werden
und anschließend eine Nachregelung über die Fördermenge der Förderpumpe erfolgen,
wobei die Drosselmenge der Zumesseinheit mit steigender Anpassung der Fördermenge
der Förderpumpe an den jeweiligen Bedarf wieder auf einen definierten Ausgangspunkt
zurückgeregelt wird. Dementsprechend kann bei einer erneuten Änderung des Betriebspunktes
der Brennkraftmaschine mittels der Zumesseinheit erneut mit einer hohen Regelgüte
auf diese Veränderung reagiert werden.
[0011] Gemäß einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die Veränderung
der Drosselmenge und der Fördermenge zusätzlich entsprechend einer weiteren Regelgröße
in Form einer Dynamikreserve des Niederdruckbereichs vorgenommen. Hierdurch kann die
Regelung des Einspritzdrucks im Hochdruckbereich weiter verbessert werden, indem eine
Regelung der Förderpumpe und der Zumesseinheit entsprechend vorhandener Dynamikreserven
im Niederdruckbereich erfolgt.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung wird der im Hochdruckbereich vorherrschende Einspritzdruck
zusätzlich durch eine Ansteuerung eines Druckregelventils beeinflusst. Vorteilhafterweise
ist dieses Druckregelventil im Bereich des Druckspeichers vorgesehen. Durch diese
Maßnahme kann eine schnelle Verminderung des Einspritzdrucks durch das Druckregelventil
herbeigeführt werden, was die Regelgüte des Kraftstoffeinspritzsystems weiter steigert.
[0013] Entsprechend einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Zumesseinheit in
einem Rücklauf der Hochdruckkraftstoffpumpe angeordnet. Durch die Zumesseinheit wird
an dieser Position eine Regelung des Zulaufs zur Hockdruckkraftstoffpumpe durch Einstellen
einer Rücklaufmenge zum Vorratsbehälter vorgenommen. Folglich kann hierdurch eine
zusätzliche Drosselstelle im Rücklauf der Hochdruckraftstoffpumpe entfallen, was den
herstellungstechnischen Aufwand vermindert. Alternativ hierzu ist in einem Rücklauf
der Hochdruckkraftstoffpumpe eine Drosselstelle vorgesehen, über welche eine Rückführung
zum Vorratsbehälter erfolgt.
[0014] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung anhand von Figuren näher
dargestellt.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0015] Es zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystems gemäß
einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung; und
- Figur 2
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystems gemäß
einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
[0016] Aus Figur 1 geht eine erste bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystems
einer Brennkraftmaschine hervor. Wie zu erkennen ist, verfügt dieses über einen Niederdruckbereich
1 und einen Hochdruckbereich 2, welche über eine Hochdruckkraftstoffpumpe 3 voneinander
getrennt sind. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind der Niederdruckbereich 1 und
der Hochdruckbereich 2 nur mit den für die Erfindung wesentlichen Elementen dargestellt,
wobei dem Fachmann klar sein wird, dass für eine Funktionstüchtigkeit des vorliegenden
Kraftstoffeinspritzsystems weitere, nicht dargestellte Elemente unerlässlich sind.
[0017] Der Niederdruckbereich 1 umfasst einen Vorratsbehälter 4, aus welchem über eine Förderpumpe
5 Kraftstoff angesaugt und durch einen Filter 6 zu einem Niederdruckteil 7 der Hochdruckkraftstoffpumpe
3 gefördert wird. Hierbei durchläuft der Kraftstoff den Niederdruckteil 7 und wird
zur Schmierung, sowie zur Kühlung bewegter Teile herangezogen. Im Anschluss daran
gelangt der Kraftstoff zu einer Zumesseinheit 8, welche im Stande ist, die Kraftstoffmenge
zu drosseln und zu Saugventilen 9 - von welchen vorliegend nur eines dargestellt ist
- zu befördern. Über diese Saugventile 9 gelangt der gegebenenfalls gedrosselte Kraftstoff
in einen Hochdruckteil 10 der Hochdrucckraftstoffpumpe 3 und wird innerhalb des Hochdruckteils
10 auf dem Fachmann bekannter Art und Weise auf Hochdruck verdichtet.
[0018] Ausgehend vom Hochdruckteil 10 wird die verdichtete Kraftstoffmenge auf Seiten des
Hochdruckbereichs 2 in einen Druckspeicher 11 gefördert, aus welchem eine definierte
Kraftstoffmenge über Kraftstoffinjektoren 12, von welchen vorliegend nur einer dargestellt
ist, zur Einspritzung in jeweils zugeordnete Brennräume der Brennkraftmaschine entnommen
werden kann. Der Druckspeicher 11 weist zudem einen Drucksensor 13 auf, welcher den
im Druckspeicher 11 vorherrschenden Druck erfasst. Des Weiteren verfügt der Druckspeicher
11 über ein Druckregelventil 14, über das gezielt Kraftstoff vor den Filter 6 des
Niederdruckbereichs 1 zurückgefördert werden kann.
[0019] Wie des Weiteren aus Figur 1 ersichtlich ist, zweigt von dem Zulauf zur Zumesseinheit
8 des Weiteren eine Rücklaufleitung 15 ab, über welche eine übermäßige, zur Zumesseinheit
8 geführte Kraftstoffmenge in den Vorratsbehälter 4 zurückbefördert werden kann. Um
vor der Zumesseinheit 8 ein bestimmtes Druckniveau zu garantieren, ist die Rücklaufleitung
15 mit einer Drosselstelle 16 versehen. Des Weiteren münden in die Rücklaufleitung
15 auch Rückströmleitungen 17 und 18 des Niederdruckteils 7 der Hochdruckkraftstoffpumpe
3 ein.
[0020] Als Besonderheit ist die Förderpumpe 5 bei dem erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystem
als mengenregelbare Förderpumpe ausgebildet, die gemeinsam mit der Zumesseinheit 8
die der Hochdruckkraftstoffpumpe 3 zugeführte Niederdruckmenge einstellt. Die Niederdruckmenge
wird dabei durch die über die Förderpumpe 5 zur Zumesseinheit 8 geförderte Fördermenge
und durch die über die Zumesseinheit 8 in den Hochdruckteil 10 gelangende Drosselmenge
definiert. Dabei wird diese Niederdruckmenge entsprechend eines in dem jeweiligen
Betriebspunkt der Brennkraftmaschine im Druckspeicher 11 zu erreichenden Einspritzdrucks
eingeregelt, wobei der im Druckspeicher 11 vorherrschende Kraftstoffdruck über den
Drucksensor 13 erfasst wird.
[0021] Um bei der Einstellung der Niederdruckmenge eine möglichst schnelle Reaktion auf
eine Änderung des Betriebspunkts der Brennkraftmaschine gewährleisten zu können, erfolgt
die Einstellung der Niederdruckmenge durch die Förderpumpe 5 und die Zumesseinheit
8 derart, dass zunächst eine Regelung der Niederdruckmenge überwiegend über die Zumesseinheit
8 durch Veränderung der Drosselmenge vorgenommen wird und diese Drosselung mit zunehmender
Veränderung der Fördermenge der trägeren Förderpumpe 5 wieder entsprechend zurückgeregelt
wird. Durch die Zurückregelung wird somit erneut eine bestimmte Dynamikreserve zur
erneuten Reaktion auf eine Veränderung des Betriebspunkts sichergestellt. Dabei kann
diese Dynamikreserve als weitere Regelgröße bei der Einstellung der Niederdruckmenge
herangezogen werden. Bei einer höheren benötigten Kraftstoffmenge wird die Drosselung
über die Zumesseinheit 8 vermindert, so dass mehr Kraftstoff in den Hochdruckteil
10 der Hochdruckkraftstoffpumpe 3 strömt. Gleichzeitig wird die Fördermenge der Förderpumpe
5 erhöht und über den zur Einstellung des Einspritzdrucks benötigten Bedarf hinaus
gesteigert, wobei dabei die Drosselung der Zumesseinheit 8 wieder in eine bestimmte
definierte Drosselposition zurückgeregelt wird. Hierdurch wird die bereits erwähnte
Dynamikreserve wiedererlangt, um auf weitere Änderungen des Betriebspunkts der Brennkraftmaschine
reagieren zu können. Soll die dem Hochdruckteil 10 zugeführte Kraftstoffmenge verringert
werden, so wird die Drosselung der Zumesseinheit 8 erhöht und gleichzeitig die Fördermenge
der Förderpumpe 5 vermindert, wobei erneut ab Erreichen des geforderten Bedarfs eine
weitere Verminderung der Fördermenge bei gleichzeitiger Verringerung der Drosselung
über die Zumesseinheit 8 herbeigeführt wird. Im Falle sehr rascher nötiger Verminderungen
des Einspritzdrucks kann zudem eine Absenkung des Drucks im Druckspeicher 11 über
das Druckregelventil 14 erreicht werden.
[0022] In Figur 2 ist eine zweite bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystems
dargestellt. Im Unterschied zu der im Vorfeld beschriebenen Variante, ist eine Zumesseinheit
19 in diesem Fall in der Rücklaufleitung 15 angeordnet. Folglich wird über die Zumesseinheit
19 die dem Hochdruckteil 10 der Hochdruckkraftstoffpumpe 3 zugeführte Kraftstoffmenge
durch Regelung des in den Vorratsbehälter 4 zurückgeführten Kraftstoffs eingestellt.
Auf diese Art und Weise kann eine zusätzliche Drosselstelle im Bereich der Rücklaufleitung
15 eingespart werden.
[0023] Mittels des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystems, sowie des erfindungsgemäßen
Verfahrens zur Regelung des selbigen kann eine effiziente und flexible Regelung eines
Einspritzdrucks der Brennkraftmaschine realisiert werden. Des Weiteren kann das erfindungsgemäße
Kraftstoffeinspritzsystem mit niedrigem Herstellungsaufwand verwirklicht werden.
1. Verfahren zur Steuerung eines einen Niederdruck- (1) und einen Hochdruckbereich (2)
aufweisenden Kraftstoffeinspritzsystems einer Brennkraftmaschine, wobei eine Hochdruckkraftstoffpumpe
(3) eine Niederdruckmenge aus dem Niederdruckbereich (1) zugeführt wird, welche diese
Niederdruckmenge auf Hochdruck verdichtet und in einen Druckspeicher (11) des Hochdruckbereichs
(2) fördert, und wobei die Niederdruckmenge der Hochdruckkraftstoffpumpe (3) entsprechend
eines in einem Betriebspunkt der Brennkraftmaschine zu erreichenden Einspritzdrucks
zudosiert wird,
wobei die Niederdruckmenge durch eine Regelung einer Fördermenge einer Förderpumpe
(5) und einer Drosselmenge einer Zumesseinheit (8; 19) eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einstellung der Niederdruckmenge zunächst überwiegend über eine Veränderung
der Drosselmenge der Zumesseinheit (8; 19) vorgenommen wird, wobei mit steigender
Anpassung der Fördermenge der Förderpumpe (5) an den jeweiligen Bedarf die Drosselmenge
der Zumesseinheit (18,19) wieder entsprechend zurückgeregelt wird, wobei die Drosselung
der Zumesseinheit (8;19) wieder in eine bestimmte definierte Drosselposition zurückgeregelt
wird, um eine Dynamikreserve zu erlangen, um auf weitere Änderungen des Betriegspunktes
reagieren zu können.
2. Verfahren nach der Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der im Hochdruckbereich (2) vorherrschende Einspritzdruck zusätzlich durch eine Ansteuerung
eines Druckregelventils (14) beeinflusst wird.
3. Kraftstoffeinspritzsystem einer Brennkraftmaschine, mit einem Niederdruck-(1) und
einem Hochdruckbereich (2), wobei eine Hochdruckkraftstoffpumpe (3) eine aus dem Niederdruckbereich
(1) zugeführte Niederdruckmenge auf Hochdruck verdichtet und in einen Druckspeicher
(11) fördert, und wobei der Niederdruckbereich (1) eine mengenregelbare Förderpumpe
(5) umfasst, welche die Niederdruckmenge entsprechend eines in einem Betriebspunkt
der Brennkraftmaschine zu erreichenden Einspritzdrucks der Hochdruckkraftstoffpumpe
(3) zudosiert,
dadurch gekennzeichnet, dass der mengenregelbaren Förderpumpe (5) eine Zumesseinheit (8; 19) nachgeschaltet ist,
welche gemeinsam mit der Förderpumpe (5) die der Hochdruckkraftstoffpumpe (3) zugeführte
Niederdruckmenge einstellt, wobei eine Einstellung der Niederdruckmenge zunächst überwiegend
über eine Veränderung der Drosselmenge der Zumesseinheit (8; 19) vorgenommen wird,
wobei mit steigender Anpassung der Fördermenge der Förderpumpe (5) an den jeweiligen
Bedarf die Drosselmenge der Zumesseinheit (18,19) wieder entsprechend zurückgeregelt
wird, wobei die Drosselung der Zumesseinheit (8; 19) wieder in eine bestimmte definierte
Drosselposition zurückgeregelt wird, um eine Dynamikreserve zu erlangen, um auf weitere
Änderungen des Betriegspunktes reagieren zu können.
4. Kraftstoffeinspritzsystem nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zumesseinheit (19) in einem Rücklauf der Hochdruckkraftpumpe (3) angeordnet ist.
5. Kraftstoffeinspritzsystem nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass in einem Rücklauf der Hochdruckkraftstoffpumpe (3) eine Drosselstelle (16) vorgesehen
ist.
6. Kraftstoffeinspritzsystem nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Druckspeicher (11) über ein Druckregelventil (14) verfügt.
1. Method for controlling a fuel injection system of an internal combustion engine, which
fuel injection system has a low pressure region (1) and a high pressure region (2),
a high pressure fuel pump (3) being fed a low pressure quantity from the low pressure
region (1), which high pressure fuel pump (3) compresses the said low pressure quantity
to high pressure and conveys it into a pressure accumulator (11) of the high pressure
region (2), and the low pressure quantity being metered in to the high pressure fuel
pump (3) in accordance with an injection pressure to be achieved at an operating point
of the internal combustion engine, the low pressure quantity being set by way of regulation
of a delivered quantity of a delivery pump (5) and a throttled quantity of a metering
unit (8; 19), characterized in that a setting of the low pressure quantity is performed first of all predominantly via
a change of the throttled quantity of the metering unit (8; 19), the throttled quantity
of the metering unit (18, 19) being reduced again accordingly with an increasing adaptation
of the delivered quantity of the delivery pump (5) to the respective requirement,
the throttling of the metering unit (8; 19) being reduced again into a certain defined
throttling position, in order to obtain a dynamic reserve, in order for it to be possible
to react to further changes of the operating point.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the injection pressure which prevails in the high pressure region (2) is influenced
additionally by way of an actuation of a pressure control valve (14).
3. Fuel injection system of an internal combustion engine, having a low pressure region
(1) and a high pressure region (2), a high pressure fuel pump (3) compressing a low
pressure quantity which is fed from the low pressure region (1) to high pressure and
conveying it into a pressure accumulator (11), and the low pressure region (1) comprising
an adjustable-volume delivery pump (5) which metres in the low pressure quantity in
accordance with an injection pressure of the high pressure fuel pump (3), which injection
pressure is to be reached at an operating point of the internal combustion engine,
characterized in that a metering unit (8; 19) is connected downstream of the adjustable-volume delivery
pump (5), which metering unit (8; 19), together with the delivery pump (5), sets the
low pressure quantity which is fed to the high pressure fuel pump (3), a setting of
the low pressure quantity being performed first of all predominantly via a change
of the throttled quantity of the metering unit (8; 19), the throttled quantity of
the metering unit (18, 19) being reduced again accordingly with an increasing adaptation
of the delivered quantity of the delivery pump (5) to the respective requirement,
the throttling of the metering unit (8; 19) being reduced again into a certain defined
throttling position, in order to obtain a dynamic reserve, in order for it to be possible
to react to further changes of the operating point.
4. Fuel injection system according to Claim 3, characterized in that the metering unit (19) is arranged in a return line of the high pressure fuel pump
(3).
5. Fuel injection system according to Claim 4, characterized in that a throttled point (16) is provided in a return line of the high pressure fuel pump
(3).
6. Fuel injection system according to one of Claims 3 to 5, characterized in that the pressure accumulator (11) has a pressure control valve (14).
1. Procédé de commande d'un système d'injection de carburant d'un moteur à combustion
interne, lequel système d'injection de carburant comporte une zone à basse pression
(1) et une zone à haute pression (2), une quantité à basse pression étant acheminée
de la zone à basse pression (1) à une pompe à carburant à haute pression (3) qui comprime
cette quantité à basse pression à une pression élevée et la transporte jusque dans
un accumulateur de pression (11) de la zone à haute pression (2), et la quantité à
basse pression étant amenée de façon dosée à la pompe à carburant à haute pression
(3) en fonction d'une pression d'injection à atteindre à un point de fonctionnement
du moteur à combustion interne, la quantité à basse pression étant réglée par régulation
du débit d'alimentation d'une pompe d'alimentation (5) et d'une quantité restreinte
d'une unité de dosage (8 ; 19), caractérisé en ce que le réglage de la quantité à basse pression est initialement effectué principalement
par modification de la quantité restreinte de l'unité de dosage (8 ; 19), la quantité
restreinte de l'unité de dosage (18, 19) étant à nouveau régulée de manière correspondante
avec adaptation croissante du débit d'alimentation de la pompe d'alimentation (5)
au besoin correspondant, la restriction de l'unité de dosage (8 ; 19) étant à nouveau
régulée à une certaine position de restriction définie de manière à obtenir une réserve
dynamique afin de pouvoir réagir à d'autres modifications du point de fonctionnement.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la pression d'injection régnant dans la zone à haute pression (2) est en outre influencée
par une commande d'une vanne de régulation de pression (14).
3. Système d'injection de carburant d'un moteur à combustion interne, lequel système
d'injection de carburant comporte une zone à basse pression (1) et une zone à haute
pression (2), une pompe à carburant à haute pression (3) comprimant la quantité à
basse pression, qui provient de la zone à basse pression (1), à une pression élevée
et l'amenant dans un accumulateur de pression (11), et
la zone à basse pression (1) comprenant une pompe d'alimentation (5) à volume réglable
qui amène de façon dosée la quantité à basse pression à la pompe à carburant à haute
pression (3) conformément à une pression d'injection à atteindre à un point de fonctionnement
du moteur à combustion interne, caractérisé en ce qu'une unité de dosage (8 ; 19) est montée en aval de la pompe d'alimentation à volume
variable (5), laquelle unité de dosage règle conjointement avec la pompe d'alimentation
(5) la quantité à basse pression amenée à la pompe à carburant à haute pression (3),
un réglage de la quantité à basse pression étant initialement effectué principalement
par modification de la quantité restreinte de l'unité de dosage (8 ; 19), la quantité
restreinte de l'unité de dosage (18, 19) étant à nouveau régulée de manière correspondante
avec adaptation croissante du débit d'alimentation de la pompe d'alimentation (5)
au besoin correspondant, la restriction de l'unité de dosage (8 ; 19) étant à nouveau
régulée à une certaine position de restriction définie de manière à obtenir une réserve
dynamique afin de pouvoir réagir à d'autres modifications du point de fonctionnement.
4. Système d'injection de carburant selon la revendication 3,
caractérisé en ce que l'unité de dosage (19) est disposée dans un retour de la pompe à carburant à haute
pression (3).
5. Système d'injection de carburant selon la revendication 4,
caractérisé en ce qu'un point de restriction (16) est prévu dans un retour de la pompe à carburant à haute
pression (3).
6. Système d'injection de carburant selon l'une des revendications 3 à 5,
caractérisé en ce que l'accumulateur de pression (11) comporte une soupape de régulation de pression (14).


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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