[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sanitärarmatur, die insbesondere für Waschbecken,
Spülbecken, Duschen und/oder Badewannen verwendbar ist. Solche Sanitärarmaturen dienen
insbesondere dem Mischen eines Kaltwassers und Warmwassers zu einem Mischwasser mit
einer gewünschten Mischwassertemperatur und/oder dem Bereitstellen eines Fluidstroms.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Sanitärarmaturen mit Brausen bekannt, bei denen die
Brause aus einer Aufnahme eines Armaturengehäuses herausziehbar sind, um beispielsweise
entfernte Bereiche eines Spülbeckens mit einem Fluidstrahl beziehungsweise Brausestrahl
zu erreichen. Hierzu sind die herausziehbaren Brausen mit einem flexiblen Schlauch
verbunden, durch den der Brause das Fluid, beispielsweise Wasser, zugeführt wird.
Nachteilig an solchen Sanitärarmaturen ist, dass aus der Brause nachlaufendes Fluid
entlang des Schlauchs unter einen Träger der Sanitärarmatur, wie zum Beispiel einem
Unterschrank oder einer Arbeitsplatte, laufen kann und dort z.B. Feuchteschäden verursachen
kann.
[0003] Aus der
EP 0654598 A1 ist eine Halterungs- und Führungsvorrichtung für eine ausziehbare Brause und insbesondere
eine Halterung zum Anbringen von ausziehbaren Brausen des Typs mit einem biegsamen
Rohr, das an einem verdeckten Ort in einem Raum unterhalb des Anbringungsbereichs
untergebracht ist bekannt. Die darin beschriebene Vorrichtung weist Führungsmittel
in Form von Führungsflächen auf, um ein biegsames Rohr zu führen. Zusätzlich ist zudem
ein weiteres Element in Form einer Lippendichtung vorgesehen, die dicht an den Wänden
des biegsamen Rohres anhaftet.
[0004] Weiterhin ist aus der
DE 9217207 U ein Spritzwasserschutz für ausziehbare Handbrausen in Duschvorrichtungen, Spülen
oder dergleichen bekannt. Dieser Spritzwasserschutz offenbart einen Dichtring, in
dem der Brauseschlauch geführt ist und der zum Abstreifen von Anhaftungen am Brauseschlauch
ausgebildet ist.
[0005] Schließlich ist noch aus der
EP 0731229 A2 ein Brausehalter zur abnehmbaren Halterung einer Handbrause in einem geschlitzten
eine konische Innenform aufweisenden Hülsenelement bekannt. Das Hülsenelement ist
dabei so ausgebildet, dass die Handbrause in dieses einsteckbar ist, wobei zwischen
den relativ zueinander bewegbaren Teil eine Schicht aus Elastomermaterial vorgesehen
ist, die flächig an mindestens einem der Teile anliegt und mindestens während der
Relativbewegung der beiden Teile zueinander wirksam ist.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist daher, die mit Bezug auf den Stand der Technik geschilderten
Probleme zumindest teilweise zu lösen und insbesondere eine Sanitärarmatur anzugeben,
mit der eine unerwünschte Leckage bzw. Feuchteschäden vermieden werden können.
[0007] Diese Aufgaben werden gelöst mit einer Sanitärarmatur gemäß den Merkmalen des unabhängigen
Patentanspruchs 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Sanitärarmatur sind in
den abhängig formulierten Patentansprüchen angegeben.
[0008] Darüber hinaus werden die in den Patentansprüchen angegebenen Merkmale in der Beschreibung
näher präzisiert und erläutert, wobei weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung
dargestellt werden.
[0009] Die erfindungsgemäße Sanitärarmatur weist ein Armaturengehäuse mit einer Aufnahme
für eine herausziehbare Brause auf, wobei in der Aufnahme ein Dichtelement zum Ablenken
eines an einem Schlauch der Brause abfließenden Fluids zu einem Auslauf angeordnet
ist, sodass das Fluid oberhalb eines Trägers der Sanitärarmatur aus dem Armaturengehäuse
ableitbar ist.
[0010] Die Sanitärarmatur wird insbesondere im Zusammenhang mit Spülbecken, Waschbecken,
Duschen und/oder Badwannen verwendet.
[0011] Das Armaturengehäuse besteht zumindest teilweise aus Kunststoff und/oder Metall.
Weiterhin ist das Armaturengehäuse insbesondere an einem Träger, wie zum Beispiel
einer Arbeitsplatte oder einem Unterschrank, befestigbar oder angeordnet. Bei der
Aufnahme handelt es sich insbesondere um eine Öffnung in dem Armaturengehäuse, in
die die Brause zumindest teilweise einsteckbar ist bzw. in der die Brause teileweise
aufgenommen und/oder (einseitig) fixierbar ist. Die Brause ist aus der Aufnahme herausziehbar.
Zu diesem Zweck ist die Brause mit einem, insbesondere flexiblen, Schlauch an eine
(entfernte bzw. unter dem Träger des Armaturengehäuses angeordnete) Fluidquelle angebunden,
sodass der Brause ein Fluid, wie zum Beispiel Wasser, zuführbar ist. Der Schlauch
erstreckt sich in diesem herausgezogenen Zustand ebenfalls durch die Öffnung des Armaturengehäuses.
Zum Verhindern, dass aus der Brause nachlaufendes Fluid entlang des Schlauchs durch
das Armaturengehäuse unter oder in den Träger läuft, ist in der Aufnahme ein Dichtelement
angeordnet. Das Dichtelement ist insbesondere ein separates Bauteil, das bevorzugt
zumindest teilweise rohrförmig ausgebildet und/oder zumindest teilweise eine Innenfläche
der Aufnahme umgibt. Zudem ist das Dichtelement insbesondere in die Aufnahme einpressbar.
Zu diesem Zweck kann das Dichtelement zumindest teilweise aus einem elastischem Material
bestehen, sodass das Dichtelement durch Reibschluss in der Aufnahme befestigbar ist.
Bei dem elastischen Material kann es sich beispielsweise um Gummi oder ein thermoplastisches
Elastomer (TPE) handeln. Die Brause und/oder der Schlauch können zudem zumindest teilweise
durch das Dichtelement hindurch geführt sein. Durch das Dichtelement ist ein außen
an dem Schlauch entlanglaufendes Fluid (Leckage und/oder Nachlaufwasser vom Brausekopf)
in der Aufnahme zu einem Auslauf des Dichtelements ablenkbar, sodass das Fluid oberhalb
des Trägers der Sanitärarmatur aus dem Armaturengehäuse ableitbar ist. Der Auslauf
erstreckt sich zumindest teilweise durch eine Öffnung des Armaturengehäuses.
[0012] Auf diese Weise kann einfach verhindert werden, dass das Fluid unterhalb und/oder
in den Träger der Sanitärarmatur fließt und dort Feuchteschäden verursacht.
[0013] Ebenfalls vorteilhaft ist es, wenn das Dichtelement einen Spalt zwischen dem Schlauch
und der Aufnahme abdichtet. Der Schlauch verläuft insbesondere durch die Aufnahme
beziehungsweise das Armaturengehäuse und bildet dort mit der Aufnahme den (Ring-)Spalt.
Dieser (Ring-)Spalt wird durch das Dichtelement abgedichtet.
[0014] Zudem ist es vorteilhaft, wenn das Dichtelement eine Dichtlippe aufweist. Die (hervorstehende
und/oder verjüngte) Dichtlippe erstreckt sich bevorzugt von einer Innenfläche des
Dichtelements zumindest teilweise radial nach innen und/oder umgreift den Schlauch
der Brause anliegend, sodass die Dichtlippe durch einen an dem Schlauch ablaufenden
Fluidstrom nicht überwunden werden kann.
[0015] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn sich die Dichtlippe zumindest teilweise zwischen
dem Schlauch und einer Innenfläche eines Konus der Brause erstreckt. Dies ist insbesondere
dann der Fall, wenn sich die Brause in der Aufnahme befindet. Der Konus der Brause
dient insbesondere als Einführhilfe der Brause in die Aufnahme. Der Konus ist hierzu
insbesondere an einem einer Fluidöffnung der Brause gegenüberliegenden Ende der Brause
angeordnet. Zudem mündet der Schlauch bevorzugt in den Konus und/oder erstreckt sich
zumindest teilweise durch den Konus hindurch. Wird die Brause aus der Aufnahme herausgezogen,
wird insbesondere auch die Dichtlippe zwischen dem Schlauch und der Innenfläche des
Konus herausgezogen. Die Innenfläche des Konus beaufschlagt die Dichtlippe bevorzugt
mit einem Druck in Richtung des Schlauchs, sodass die Dichtlippe eine besonders hohe
Dichtigkeit aufweist.
[0016] Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn sich die Dichtlippe zumindest teilweise radial
nach innen erstreckt.
[0017] Ebenfalls vorteilhaft ist es, wenn sich der Auslauf von dem Dichtelement radial nach
außen erstreckt und gemäss der Erfindung einstückig mit dem Dichtelement ausgebildet
ist.
[0018] Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn das Dichtelement mindestens teilweise in
zumindest eine Vertiefung der Brause oder des Schlauchs eingreift. Hierdurch kann
eine besonders hohe Dichtigkeit erzielt werden.
[0019] Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden nachfolgend anhand der Figuren näher
erläutert. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Figuren besonders bevorzugte Ausführungsvarianten
der Erfindung zeigen, diese jedoch nicht darauf beschränkt ist. Dabei sind gleiche
Bauteile in den Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1:
- eine Sanitärarmatur in einer Schnittdarstellung;
- Fig. 2:
- eine vergrößerte Darstellung einer Aufnahme der Sanitärarmatur mit einer ersten Ausführungsvariante
eines Dichtelements;
- Fig. 3:
- die erste Ausführungsvariante des Dichtelements in einem Längsschnitt; und
- Fig. 4:
- eine vergrößerte Darstellung einer Aufnahme einer Sanitärarmatur mit einer zweiten
Ausführungsvariante eines Dichtelements.
[0020] Die Fig. 1 zeigt eine Sanitärarmatur 1 mit einem Armaturengehäuse 2, das an einem
Träger 8 befestigt ist. Das Armaturengehäuse 2 weist eine Aufnahme 3 für eine Brause
4 auf. Die Brause 4 ist aus der Aufnahme 3 der Sanitärarmatur 1 herausziehbar. Hierzu
ist die Brause 4 mit einem flexiblen Schlauch 6 verbunden, über den der Brause 4 ein
Fluid zuführbar ist. Zur Verhinderung, dass aus der Brause 4 nachlaufendes Fluid entlang
des Schlauchs 6 durch das Armaturengehäuse 2 unterhalb des Trägers 8 fließt und dort
Feuchtigkeitsschäden verursacht, ist in der Aufnahme 3 ein Dichtelement 5 angeordnet.
[0021] Die Fig. 2 zeigt den in der Fig. 1 mit II markierten Bereich der Sanitärarmatur 1
in einer vergrößerten Darstellung. Zu erkennen ist hier insbesondere das in der Aufnahme
3 angeordnete Dichtelement 5. Das Dichtelement 5 dichtet einen ringförmigen Spalt
9 zwischen dem Schlauch 6 und der Aufnahme 3 ab. Hierzu weist das Dichtelement 5 eine
sich zumindest teilweise radial nach innen erstreckende Dichtlippe 10 auf, die zumindest
teilweise in eine Vertiefung 14 des Schlauchs 6 eingreift. Das Dichtelement 5 weist
weiterhin einen sich radial nach außen erstreckenden Auslauf 7 auf, zu dem das Fluid
durch das Dichtelement 5 leitbar und durch den das Fluid aus dem Armaturengehäuse
2 oberhalb des in der Fig. 1 gezeigten Trägers 8 ableitbar ist. Der Auslauf 7 erstreckt
sich hierzu durch eine Öffnung 13 des Armaturengehäuses 2.
[0022] Die Fig. 3 zeigt die erste Ausführungsvariante des Dichtelements 5 in einem Längsschnitt.
[0023] Die Fig. 4 zeigt einen vergrößerten Bereich einer Sanitärarmatur 1 mit einer zweiten
Ausführungsvariante eines Dichtelements 5. Die zweite Ausführungsvariante unterscheidet
sich von der ersten Ausführungsvariante des Dichtelements 5 lediglich dadurch, dass
die Dichtlippe 10 sich teilweise zwischen dem Schlauch 6 und einer Innenfläche 11
eines Konus 12 der Brause 4 erstreckt.
[0024] Mit der vorgeschlagenen Sanitärarmatur sind insbesondere Feuchteschäden an Trägern
der Sanitärarmatur verhinderbar.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- Sanitärarmatur
- 2
- Armaturengehäuse
- 3
- Aufnahme
- 4
- Brause
- 5
- Dichtelement
- 6
- Schlauch
- 7
- Auslauf
- 8
- Träger
- 9
- Spalt
- 10
- Dichtlippe
- 11
- Innenfläche
- 12
- Konus
- 13
- Öffnung
- 14
- Vertiefung
1. Sanitärarmatur (1), aufweisend eine herausziehbare Brause (4), einen Schlauch (6)
und ein Armaturengehäuse (2) mit einer Aufnahme (3) für die herausziehbare Brause
(4)
und den an der Brause (4) angebundenen Schlauch (6), über den der Brause (4) ein Fluid
zuführbar ist, wobei in der Aufnahme (3) ein Dichtelement (5) mit einem Auslauf (7)
zum Ablenken des an dem Schlauch (6) der Brause (4) abfließenden Fluids zu dem Auslauf
(7) angeordnet ist, sodass das Fluid oberhalb eines Trägers (8) der Sanitärarmatur
(1) aus dem Armaturengehäuse (2) ableitbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslauf (7) einstückig mit dem Dichtelement (5) ausgebildet ist und sich zumindest
teilweise durch eine Öffnung (13) des Armaturengehäuses (2) erstreckt.
2. Sanitärarmatur (1) nach Patentanspruch 1, wobei das Dichtelement (5) einen Spalt (9)
zwischen dem herausziehbaren Schlauch (6) und der Aufnahme (3) abdichtet.
3. Sanitärarmatur (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei das Dichtelement
(5) eine Dichtlippe (10) aufweist.
4. Sanitärarmatur (1) nach Patentanspruch 3, wobei sich die Dichtlippe (10) zumindest
teilweise zwischen dem herausziehbaren Schlauch (6) und einer Innenfläche (11) eines
Konus (12) der Brause (4) erstreckt.
5. Sanitärarmatur (1) nach einem der Patentansprüche 3 oder 4, wobei sich die Dichtlippe
(10) zumindest teilweise radial nach innen erstreckt.
6. Sanitärarmatur (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei das Dichtelement
(5) mindestens teilweise in zumindest eine Vertiefung (14) der Brause (4) oder des
Schlauchs (6) eingreift.
1. Sanitary fitting (1), having a pull-out shower (4), a hose (6) and a fitting housing
(2) with a receptacle (3) for the pull-out shower (4) and for the hose (6) attached
to the shower (4), by means of which hose the shower (4) is arranged to be supplied
with a fluid, wherein in the receptacle (3) there is arranged a sealing element (5)
having an outlet (7) for diverting the fluid draining off along the hose (6) of the
shower (4) to the outlet (7), so that the fluid can be conducted out of the fitting
housing (2) above a support (8) of the sanitary fitting (1), characterised in that the outlet (7) is formed integrally with the sealing element (5) and extends at least
in part through an opening (13) of the fitting housing (2).
2. Sanitary fitting (1) according to patent claim 1, wherein the sealing element (5)
seals a gap (9) between the pull-out hose (6) and the receptacle (3).
3. Sanitary fitting (1) according to either one of the preceding patent claims, wherein
the sealing element (5) has a sealing lip (10).
4. Sanitary fitting (1) according to patent claim 3, wherein the sealing lip (10) extends
at least in part between the pull-out hose (6) and an inner face (11) of a cone (12)
of the shower (4).
5. Sanitary fitting (1) according to either one of patent claims 3 and 4, wherein the
sealing lip (10) extends at least in part radially inwards.
6. Sanitary fitting (1) according to any one of the preceding claims, wherein the sealing
element (5) engages at least in part in at least one recess (14) of the shower (4)
or of the hose (6).
1. Robinetterie (1) comprenant une douchette extractible (4), un flexible (6) et un corps
de robinet (2) avec un logement (3) pour la douchette (4) ainsi que le flexible (6)
raccordé à la douchette (4) et qui alimente la douchette (4) avec un liquide, le logement
(3) comportant un élément d'étanchéité (5) avec une sortie (7) pour dévier le liquide
sortant du flexible (6) de la douchette (4) vers la sortie (7) de façon que le liquide
puisse être évacué du corps de robinet (2),
caractérisée en ce que
la sortie (7) est réalisée en une seule pièce avec l'élément d'étanchéité (5) et s'étend
au moins partiellement à travers une ouverture (13) du corps de robinet (2).
2. Robinetterie (1) selon la revendication 1,
selon lequel
l'élément d'étanchéité (5) ferme de manière étanche l'intervalle (9) entre la douchette
extractible (6) et le logement (3).
3. Robinetterie (1) selon l'une des revendications précédentes,
selon lequel
l'élément d'étanchéité (5) a une lèvre d'étanchéité (10).
4. Robinetterie (1) selon la revendication 3,
selon lequel
la lèvre d'étanchéité (10) s'étend au moins partiellement entre le flexible extractible
(6) et la surface intérieure (11) d'un cône (12) de la douchette (4).
5. Robinetterie (1) selon l'une des revendications 3 ou 4,
selon lequel
la lèvre d'étanchéité (10) s'étend au moins partiellement radialement vers l'intérieur.
6. Robinetterie (1) selon l'une des revendications précédentes,
selon lequel
l'élément d'étanchéité (5) pénètre au moins partiellement dans au moins une cavité
(14) de la douchette (4) ou du flexible (6).