[0001] Die Erfindung betrifft ein Haushaltskältegerät mit einem Innenraum, einer Hilfsvorrichtung
zum Öffnen eines Türblatts oder einer Schublade des Haushaltskältegerätes, und einer
Kältevorrichtung, die zum Kühlen des Innenraums vorgesehen ist. Die Erfindung betrifft
außerdem ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Haushaltskältegerätes.
[0002] Die
DE 10 2006 061 083 A1 offenbart ein Haushaltskältegerät, das einen wärmeisolierten Korpus mit einem Innenbehälter
aufweist. Der Innenbehälter begrenzt einen kühlbaren Innenraum. Das Haushaltskältegerät
umfasst ein relativ zum Korpus schwenkbar gelagertes, zum Öffnen und Schließen des
Innenraums vorgesehenes Türblatt und eine Türöffnungshilfe, die einen Stellkörper
und einen Luftdrucksensor aufweist, der eingerichtet ist, eine aufgrund eines Drückens
und/oder Ziehens an dem geschlossenen Türblatt resultierende Luftdruckänderung innerhalb
des kühlbaren Innenraums zu ermitteln, um daraufhin automatisch mittels des Stellkörpers
das geschlossene Türblatt zumindest teilweise zu öffnen.
[0003] Die
US 2015/0040674 A1 offenbart einen elektrostatisch kapazitiven Drucksensor, der ein Gehäuse mit einem
Eingang für ein Fluid, einen Sensorchip, der eingerichtet ist, eine Kapazitätsänderung
zu erkennen, und eine Membran umfasst, die sich aufgrund einer Druckänderung des durch
den Eingang strömenden Fluids biegt.
[0004] Die
US 2005/252300 A1 offenbart einen Drucksensor, bei dem eine Induktivität zum Messen des Drucks bestimmt
wird. Ein Oszillator erzeugt ein magnetisches Feld innerhalb des Drucksensors, und
eine bewegliche Membran stört dieses Feld.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Haushaltskältegerät mit einer verbesserten, einen
Luftdrucksensor aufweisenden Hilfsvorrichtung zum unterstützenden Öffnen eines geschlossenen
Türblatts oder einer geschlossenen Schublade anzugeben.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch ein Haushaltskältegerät , aufweisend
einen wärmeisolierten Korpus, der einen Innenbehälter mit einem zum Lagern von Lebensmitteln
vorgesehenen kühlbaren Innenraum aufweist, eine zum Kühlen des kühlbaren Innenraum
vorgesehene Kältevorrichtung und eine Hilfsvorrichtung, sowie ein relativ zum Korpus
schwenkbar gelagertes, zum Öffnen und Schließen des kühlbaren Innenraums vorgesehenes
Türblatt, wobei die Hilfsvorrichtung einen Luftdrucksensor aufweist, der eingerichtet
ist, eine aufgrund eines Drückens und/oder Ziehens an dem geschlossenen Türblatt resultierende
Änderung des Luftdrucks innerhalb des kühlbaren Innenraums zu ermitteln, und die Hilfsvorrichtung
eingerichtet ist, abhängig von der ermittelten Änderung des Luftdrucks automatisch
das geschlossene Türblatt zumindest teilweise zu öffnen, wobei der Luftdrucksensor
eine mit dem Innenraum gekoppelte Druckkammer, ein innerhalb der Druckkammer angeordnetes
elektrisches Bauelement und eine Auswertevorrichtung aufweist, welche eingerichtet
ist, wenigstens eine, der Änderung des Luftdrucks zugeordnete elektrische Größe des
elektrischen Bauelement auszuwerten, damit die Hilfsvorrichtung abhängig von der ausgewerteten
elektrischen Größe das geschlossene Türblatt zumindest teilweise öffnet, wobei das
elektrische Bauelement eine flächenhafte Komponente und eine zur flächenhaften Komponente
in einem Abstand beabstandete elektrisch leitende Folie aufweist, wobei die Hilfsvorrichtung
ein Gehäuse aufweist, innerhalb dem im Wesentlichen alle Komponenten der Hilfsvorrichtung
angeordnet sind und in dem die Druckkammer ausgebildet ist, und das Gehäuse der Hilfsvorrichtung
einen direkt mit der Druckkammer verbundenen, mit dem kühlbaren Innenraum gekoppelten
Eingang umfasst, wobei
das elektrische Bauelement ein induktives Bauelement ist, die flächenhafte Komponente
als eine flächenhafte elektrische Spule ausgeführt ist, und die wenigstens eine elektrische
Größe eine Induktivität, eine Resistanz und/oder eine Reaktanz des induktiven Bauelementes
ist, oder
das elektrische Bauelement ein Kondensator ist, die flächenhafte Komponente eine flächenhafte
erste Elektrode und die elektrisch leitende Folie eine zweite Elektrode des Kondensators
ist und die wenigstens eine elektrische Größe eine Kapazität des Kondensators ist.
Das Türblatt ist vorzugsweise bezüglich einer Achse, die vorzugsweise vertikal verläuft,
schwenkbar gelagert.
[0007] Das erfindungsgemäße Haushaltskältegerät kann zusätzlich oder alternativ zum Türblatt
eine Schublade aufweisen, welche im geschlossenen Zustand in den kühlbaren Innenraum
geschoben ist, um diesen zu schließen, und im geöffneten Zustand zumindest teilweise
aus dem kühlbaren Innenraum herausgezogen ist. Dann ist die Hilfsvorrichtung eingerichtet,
eine aufgrund eines Drückens und/oder Ziehens an der geschlossenen Schublade resultierende
Änderung des Luftdrucks innerhalb des kühlbaren Innenraums zu ermitteln, um daraufhin
die geschlossene Schublade zumindest teilweise zu öffnen.
[0008] Die Kältevorrichtung ist vorzugsweise ein Kältemittelkreislauf. Der Kältemittelkreislauf
umfasst einen Verdichter und insbesondere einen dem Verdichter nachgeschalteten Verflüssiger,
eine dem Verflüssiger nachgeschaltete Drosselvorrichtung und einen Verdampfer, der
zwischen der Drosselvorrichtung und dem Verdichter angeordnet ist.
[0009] An der Richtung kühlbaren Innenraum gerichteten Seite des Türblatts bzw. der Schublade
ist vorzugsweise eine elastische Magnetdichtung angebracht, welche bei geschlossenem
Türblatt bzw. bei geschlossener Schublade am Korpus dichtend anliegt. Die Magnetdichtung
ist elastisch, sodass sich bei einem Drücken am geschlossenen Türblatt bzw. an der
geschlossenen Schublade dieses bzw. diese ein wenig in Richtung des kühlbaren Innenraums
bewegt, wodurch sich der Luftdruck innerhalb des kühlbaren Innenraums ändert. Aufgrund
der elastischen Magnetdichtung löst sich bei einem Ziehen am geschlossenen Türblatt
bzw. an der geschlossenen Schublade die Magnetdichtung nicht sofort vom Korpus, wodurch
sich ebenfalls der Luftdruck innerhalb des kühlbaren Innenraums ändert.
[0010] Diese Änderung des Luftdrucks kann mittels des Luftdrucksensors der Hilfsvorrichtung
ermittelt werden, wodurch auf ein Wunsch einer Person, das geschlossene Türblatt bzw.
die geschlossene Schublade öffnen zu wollen, geschlossen werden kann.
[0011] Der Druckmessbereich des Luftdrucksensors liegt beispielsweise bei ± 0,2 mbar und
der Berstdruck z.B. bei ± 50mbar.
[0012] Die Hilfsvorrichtung umfasst vorzugsweise einen Stellkörper, z.B. einen Stößel, welcher
automatisch z.B. mittels eines Aktuators beispielsweise von einer eingefahrenen in
eine ausgefahrene Stellung bewegt werden kann, um das geschlossene Türblatt bzw. die
geschlossene Schublade zumindest teilweise zu öffnen, vorzugsweise zumindest soweit
zu öffnen, dass sich die Magnetdichtung vom Korpus löst.
[0013] Die Hilfsvorrichtung umfasst ferner den Luftdrucksensor. Dieser umfasst erfindungsgemäß
die mit dem kühlbaren Innenraum gekoppelte Druckkammer, das innerhalb der Druckkammer
angeordnete elektrische Bauelement und die Auswertevorrichtung, welche eingerichtet
ist, wenigstens eine, der Änderung des Luftdrucks zugeordnete elektrische Größe des
elektrischen Bauelements auszuwerten, damit die Hilfsvorrichtung abhängig von der
ausgewerteten elektrischen Größe das geschlossene Türblatt bzw. die geschlossene Schublade
zumindest teilweise öffnet. Die Druckkammer ist über einen Eingang mit dem kühlbaren
Innenraum verbunden bzw. gekoppelt, sodass sich die Änderung des Luftdrucks innerhalb
des Innenraums auf die Druckkammer überträgt. Dadurch ändert sich die wenigstens eine
elektrische Größe des innerhalb der Druckkammer angeordneten Bauelements.
[0014] Das elektrische Bauelement umfasst eine flächenhafte Komponente und die zur flächenhaften
Komponente in einem Abstand beabstandete elektrisch leitende Folie. Eine Änderung
des Luftdrucks bewirkt eine Kraft auf die elektrisch leitende Folie, wodurch sich
zumindest partiell der Abstand zwischen der flächenhaften Komponente und der elektrisch
leitenden Folie ändert. Dadurch ändert sich auch die wenigstens eine elektrische Größe
des elektrischen Bauelements. Diese Änderung wird mit der Auswertevorrichtung automatisch
ausgewertet, wodurch es möglich ist, ein Ziehen oder Drücken am geschlossenen Türblatt
bzw. an der geschlossenen Schublade zu erkennen. Die Änderung der wenigstes einen
elektrischen Größe ist ein Maß für die Änderung des Luftdrucks. Daraufhin wird die
Hilfsvorrichtung automatisch aktiv, um das geschlossene Türblatt bzw. die geschlossene
Schublade zumindest teilweise zu öffnen. Dies wird z.B. dadurch realisiert, indem
die Auswertevorrichtung den Aktuator ansteuert, damit dieser den Stellkörper von seiner
eingefahrenen in seine ausgefahrene Stellung bewegt.
[0015] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft daher ein Verfahren zum Betreiben des
erfindungsgemäßen Haushaltskältegeräts, aufweisend folgende Verfahrensschritte:
- Ermitteln eines Wertes oder einer Änderung der wenigstens einen elektrischen Größe
des elektrischen Bauelements mittels der Auswertevorrichtung, wobei sich die wenigstens
eine elektrische Größe aufgrund eines zumindest partiell ändernden Abstands zwischen
der elektrisch leitenden Folie und der flächenhaften Komponente bedingt durch eine
durch ein Ziehen oder Drücken am geschlossenen Türblatt oder an der geschlossenen
Schublade resultierende Änderung des Luftdrucks ändert,
- Auswerten des ermittelten Wertes oder der ermittelten Änderung der wenigstens einen
elektrischen Größe mittels der Auswertevorrichtung, und
- abhängig von dem Auswerten, Aktivieren der Hilfsvorrichtung, damit diese das geschlossene
Türblatt oder die geschlossene Schublade zumindest teilweise öffnet.
[0016] Das elektrische Bauelement ist ein induktives Bauelement oder ein Kondensator. Im
Falle des induktiven Bauelement ist die flächenhafte Komponente als eine flächenhafte
elektrische Spule ausgeführt. Die wenigstens eine elektrische Größe ist eine Induktivität,
eine Resistanz und/oder eine Reaktanz des induktiven Bauelementes. Gemäß dieser Variante
wird also ein induktives Verfahren verwendet. Die flächenhafte Spule ist z.B. auf
einer Leiterplatte angeordnet bzw. in diese integriert. Im bestimmten Abstand zu der
flächenhaften Spule ist die elektrisch leitende Folie, z.B. eine Membran, angeordnet,
die bei Druckänderung den Abstand zur flächenhaften Spule zumindest partiell verändert.
Die Änderung des Abstands führt zur Änderung der elektrischen Werte bzw. Größen des
induktiven Bauelements. Die elektrischen Größen sind z.B. Induktivität, Resistanz
bzw. Wirkwiderstand und/oder Reaktanz. Die Spule ist flächig aufgebaut und steht mit
der elektrisch leitenden Folie in einer Wechselwirkung. Ein Wechselstrom bzw. ein
magnetisches Wechselfeld der flächenhaften Spule erzeugt eine Induktionsspannung in
der elektrisch leitenden Folie, was Wirbelströme hervorruft, die wiederum eine Rückwirkung
auf die flächenhafte Spule haben.
[0017] Im Falle des Kondensators ist die flächenhafte Komponente eine erste flächenhafte
Elektrode und die elektrisch leitende Folie eine zweite flächenhafte Elektrode des
Kondensators. Die wenigstens eine elektrische Größe ist eine Kapazität des Kondensators.
Hierbei wird somit ein kapazitives Verfahren verwendet. Der Kondensator umfasst die
beiden flächenhaften Elektroden. Die erste flächenhafte Elektrode ist auf einer Leiterplatte
angeordnet bzw. in einer Leiterplatte integriert. Die zweite flächenhafte Elektrode
wird durch die elektrisch leitende Folie gebildet, die beabstandet zur ersten flächenhaften
Elektrode angeordnet ist. Dadurch entsteht ein Kondensator. Bei einer Änderung des
Drucks wird der Abstand der elektrisch leitenden Folie zumindest partiell zur Leiterplatte
bzw. zur ersten flächenhaften Elektrode verändert, wodurch sich die Kapazität als
elektrische Größe des Kondensators ändert. Aufgrund eines Auswertens der Kapazität
bzw. dessen Änderung kann auf ein Drücken oder Ziehen am geschlossenen Türblatt bzw.
an der geschlossene Schublade geschlossen werden.
[0018] Die Auswertevorrichtung kann vorzugsweise einen Schwingkreis aufweisen, mit dem die
wenigstens eine elektrische Größe oder deren Änderung gemessen werden kann.
[0019] Um einen vorbestimmten Abstand zwischen der flächenhaften Komponente und der elektrisch
leitenden Folie zu erhalten, kann der Luftdrucksensor einen Distanzring aufweisen,
der zwischen der flächenhaften Komponente und der elektrisch leitenden Folie angeordnet
ist. Der Distanzring ist insbesondere aus einem elektrisch nicht-leitenden Material
gefertigt.
[0020] Der Luftdrucksensor kann eine Leiterplatte mit einer Oberfläche aufweisen. In diesem
Fall ist die flächenhafte Komponente auf der Oberfläche angeordnet, insbesondere in
einer Vertiefung der Oberfläche. Durch die Vertiefung kann ebenfalls der Abstand zwischen
der flächenhaften Komponente und der elektrisch leitenden Folie realisiert werden.
[0021] Die Hilfsvorrichtung weist ein Gehäuse auf, innerhalb dem im Wesentlichen alle Komponenten
der Hilfsvorrichtung angeordnet sind. Innerhalb des Gehäuses sind alle zum Betrieb
der Hilfsvorrichtung notwendigen elektrischen und gegebenenfalls mechanischen Komponenten
angeordnet, gegebenenfalls bis auf eine elektrische Stromversorgung. Ein gegebenenfalls
vorhandener Stellkörper ist vorzugsweise auch im Gehäuse angeordnet, ragt dann aber
zumindest in seiner ausgefahrenen Stellung zumindest teilweise aus dem Gehäuse heraus.
Das Gehäuse der Hilfsvorrichtung ist vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt.
[0022] Vorzugsweise ist in dem Gehäuse der Hilfsvorrichtung die Druckkammer ausgebildet,
d.h. Begrenzungswände der Druckkammer sind integraler Bestandteil des Gehäuses der
Hilfsvorrichtung.
[0023] Das Gehäuse der Hilfsvorrichtung umfasst einen direkt mit der Druckkammer verbundenen,
mit dem kühlbaren Innenraum gekoppelten Eingang. Dadurch kann die Druckkammer relativ
einfach mit dem Innenraum z.B. über einen Schlauch verbunden bzw. gekoppelt werden,
da der Schlauch relativ einfach von außerhalb des Gehäuses der Hilfsvorrichtung angeschlossen
werden kann.
[0024] Das Gehäuse der Hilfsvorrichtung umfasst vorzugsweise zwei Gehäuseteile. Vorzugsweise
ist in einem der Gehäuseteile die Druckkammer des Luftdrucksensors ausgebildet. An
dem anderen Gehäuseteil sind dann die restlichen Komponenten der Hilfsvorrichtung
befestigt.
[0025] Vorzugsweise ist auf der Leiterplatte lediglich die flächenhafte Komponente angeordnet.
Weitere Komponenten der Hilfsvorrichtung, insbesondere eine Elektronik der Auswertevorrichtung,
können auf einer weiteren Leiterplatte angeordnet sein, welche innerhalb des Gehäuses
der Hilfsvorrichtung angeordnet ist.
[0026] Die Leiterplatte und die weitere Leiterplatte sind vorzugsweise über elastische elektrische
Verbindungen miteinander verbunden, um zumindest eine teilweise mechanische Entkopplung
zu erhalten.
[0027] Vorzugsweise ist die weitere Leiterplatte an dem Gehäuseteil angeordnet, in welchem
nicht die Druckkammer ausgebildet ist.
[0028] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind exemplarisch in den beigefügten schematischen
Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Haushaltskältegerät mit einem Türblatt und einer Hilfsvorrichtung zum Öffnen des
Türblatts in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 2
- eine Prinzipdarstellung der Hilfsvorrichtung,
- Fig. 3
- eine Ausführungsform eines Luftdrucksensors der Hilfsvorrichtung in einer Explosionsdarstellung,
- Fig. 4
- eine alternative Ausführungsform des Luftdrucksensor der Hilfsvorrichtung in einer
Explosionsdarstellung, und
- Fig. 5
- ein Teil einer Ausführungsform der Hilfsvorrichtung in geschnittener perspektivischer
Darstellung.
[0029] Die Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Darstellung ein Haushaltskältegerät 1,
das einen wärmeisolierten Korpus 2 mit einem Innenbehälter 3 umfasst, der einen kühlbaren
Innenraum 4 begrenzt. Der kühlbare Innenraum 4 ist zum Lagern von nicht näher dargestellten
Lebensmitteln vorgesehen.
[0030] Das Haushaltskältegerät 1 weist im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ein
schwenkbares Türblatt 5 zum Verschließen des kühlbaren Innenraums 4 auf. Das Türblatt
5 ist insbesondere bezüglich einer vertikal verlaufenden Achse schwenkbar gelagert.
Bei geöffnetem Türblatt 5, wie in der Fig. 1 dargestellt, ist der kühlbare Innenraum
4 zugänglich.
[0031] An der in Richtung kühlbaren Innenraum 4 gerichteten Seite des Türblatts 5 sind im
Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels mehrere Türabsteller 6 zum Lagern von
Lebensmitteln angeordnet. Im kühlbaren Innenraum 4 sind insbesondere mehrere Fachböden
7 zum Lagern von Lebensmitteln angeordnet und insbesondere im unteren Bereich des
kühlbaren Innenraums 4 ist eine Schublade 8 angeordnet, in der ebenfalls Lebensmittel
gelagert werden können.
[0032] Das Haushaltskühlgerät 1 umfasst eine insbesondere als Kältemittelkreislauf ausgeführte
Kältevorrichtung zum Kühlen des kühlbaren Innenraums 4. Der Kältemittelkreislauf umfasst
insbesondere einen Verdichter, einen dem Verdichter nachgeschalteten Verflüssiger,
eine dem Verflüssiger nachgeschaltete Drosselvorrichtung, die insbesondere als ein
Drossel- oder Kapillarrohr ausgeführt ist, und einen Verdampfer, der zwischen der
Drosselvorrichtung und dem Verdichter angeordnet ist. Der Verdichter ist vorzugsweise
innerhalb eines Maschineraums des Haushaltkältegerätes 1 angeordnet, der sich insbesondere
hinter der Schublade 8 befindet.
[0033] Das Haushaltskältegerät 1 umfasst im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels
eine elektronische Steuervorrichtung 9, die eingerichtet ist, die Kältevorrichtung,
insbesondere den Verdichter des Kältemittelkreislaufs in für den Fachmann in allgemein
bekannter Weise derart anzusteuern, dass der kühlbare Innenraum 4 zumindest in etwa
eine vorgegebene oder vorgebbare Soll-Temperatur aufweist. Die elektronische Steuervorrichtung
9 ist vorzugsweise derart eingerichtet, dass sie die Temperatur des kühlbaren Innenraums
4 regelt. Um gegebenenfalls die Ist-Temperatur des kühlbaren Innenraums 4 zu erhalten,
kann das Haushaltskältegerät 1 wenigstens einen nicht näher dargestellten und mit
der elektronischen Steuervorrichtung 9 verbundenen Temperatursensor aufweisen.
[0034] Das Haushaltskältegerät 1 weist ferner eine Hilfsvorrichtung 20 auf, welche eingerichtet
ist, ein Öffnen des geschlossenen Türblatts 5 zumindest zu unterstützen. Eine Prinzipdarstellung
der Hilfsvorrichtung 20 ist in der Fig. 2 gezeigt.
[0035] Die Hilfsvorrichtung 20 ist beispielsweise im oder am Korpus 2 befestigt und umfasst
einen Stellkörper, z.B. einen Stößel 21, welcher automatisch mittels eines Aktuators
22 der Hilfsvorrichtung 20 von einer eingefahrenen in eine ausgefahrenen Stellung
bewegt werden kann. In seiner eingefahrenen Stellung erlaubt der Stößel 21 ein Schließen
des Türblatts 5 bzw. der Stößel 21 wird beim Schließen des Türblatts 5 in seine eingefahrene
Stellung gedrückt. Der Aktuator 22 umfasst z.B. einen elektrischen Motor. Der Aktuator
22 wird z.B. mittels eines Stellglieds 23, z.B. einer Treiberstufe, angesteuert.
[0036] Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels umfasst das Haushaltskältegerät 1
eine an der in Richtung kühlbaren Innenraum 4 gerichteten Seite des Türblatts 5 befestigte
Magnetdichtung 10, welche bei geschlossenem Türblatt 5 an der Stirnseite des Korpus
2 anliegt. Die Magnetdichtung 10 ist elastisch, sodass sich bei einem Drücken am geschlossenen
Türblatt 5 dieses ein wenig in Richtung des kühlbaren Innenraums 4 bewegt, wodurch
sich der Luftdruck innerhalb des kühlbaren Innenraums 4 ändert. Aufgrund der elastischen
Magnetdichtung 10 löst sich bei einem Ziehen am geschlossenen Türblatt 5 die Magnetdichtung
10 nicht sofort vom Korpus 2, wodurch sich ebenfalls der Luftdruck innerhalb des kühlbaren
Innenraums 4 ändert.
[0037] Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist die Hilfsvorrichtung 20 derart
ausgeführt, dass sie den Wunsch einer Person, das Türblatt 5 zu öffnen, erkennt, sobald
die Person am geschlossenen Türblatt 5 zieht oder drückt. Daraufhin bewegt der Aktuator
22 automatisch den Stößel 21 von seiner eingefahrenen Stellung in seine ausgefahrene
Stellung. Während dieser Bewegung drückt der Stößel 21 das Türblatt 5 zumindest so
weit auf, dass sich die Magnetdichtung 10 vom Korpus 2 löst, sodass die Person das
Türblatt 5 leichter komplett öffnen kann.
[0038] Aufgrund einer Messung und Auswertung der Änderung des Luftdrucks innerhalb des kühlbaren
Innenraums 4 kann somit auf ein Ziehen oder Drücken am Türblatt 5 und somit auf den
Wunsch einer Person, das geschlossene Türblatt 5 öffnen zu wollen, geschlossen werden.
[0039] Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels umfasst die Hilfsvorrichtung 20 einen
Luftdrucksensor, welcher eingerichtet ist, den Luftdruck innerhalb des kühlbaren Innenraums
4 bzw. eine Änderung dieses Luftdrucks zu ermitteln, sodass in Abhängigkeit der Änderung
dieses Luftdrucks die Hilfsvorrichtung 20 aktiv wird und automatisch den Stößel 21
von seiner eingefahrenen in seine ausgefahrene Stellung bewegt. Die Fig. 3 zeigt eine
Ausführungsform des Luftdrucksensors 31 in einer Explosionsdarstellung. Der Luftdrucksensor
31 umfasst eine Druckkammer 32.
[0040] In einer Ausführungsform der Hilfsvorrichtung 20 umfasst der Luftdrucksensor 31 ein
in der Fig. 3 gezeigtes Gehäuse 33, das die Druckkammer 32 begrenzt. Das Gehäuse 33
ist vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt und insbesondere einstückig ausgeführt.
Das Gehäuse 33 umfasst einen Eingang 34, über den die Druckkammer 32 beispielsweise
über einen nicht gezeigten Schlauch mit dem kühlbaren Innenraum 4 gekoppelt ist.
[0041] Der Luftdrucksensor 31 umfasst ferner ein innerhalb der Druckkammer 32 angeordnetes
elektrisches Bauelement 37 und eine mit dem elektrischen Bauteil 37 verbundene Auswertevorrichtung
35, welche eingerichtet ist, den Aktuator 22 bzw. das Stellglied 23 anzusteuern.
[0042] In dem in der Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Drucksensor 31 eine
Leiterplatte 36 auf, auf der z.B. auch die Auswertevorrichtung 35 angeordnet sein
kann.
[0043] Der Luftdrucksensor 32 umfasst das elektrische Bauelement 37, welches im Falle des
in der Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiels als ein induktives Bauelement 38 ausgeführt
ist. Das elektrische Bauelement 37 bzw. das induktive Bauelement 38 ist innerhalb
der Druckkammer 32 angeordnet.
[0044] Das elektrische Bauelement 37 umfasst eine flächenhafte Komponente 39 und eine zur
flächenhaften Komponente 39 beabstandet angeordnete elektrisch leitende Folie 40.
Im Falle des als induktives Bauelement 38 ausgeführten elektrischen Bauelements 37
handelt es sich bei der flächenhaften Komponente 39 um eine flächenhafte elektrische
Spule 41. Die flächenhafte elektrische Spule 41 ist vorzugsweise mehrschichtig ausgeführt.
[0045] Die flächenhafte Komponente 39 bzw. die flächenhafte elektrische Spule 41 ist insbesondere
auf einer Oberfläche 42 der Leiterplatine 36 angeordnet bzw. befestigt, vorzugsweise
in einer Vertiefung 43 in dieser Oberfläche 42 der Leiterplatine 36. Beispielsweise
aufgrund der Vertiefung 43 ist es möglich, die elektrisch leitende Folie 40 beabstandet
von der flächenhaften Komponente 39 bzw. der flächenhaften elektrischen Spule 41 innerhalb
der Druckkammer 32 anzuordnen.
[0046] Vorzugsweise kann zwischen der flächenhaften Komponente 40 bzw. der flächenhaften
elektrischen Spule 41 ein elektrisch nicht-leitender Distanzring vorgesehen sein,
der in der Fig. 3 nicht gezeigt ist.
[0047] Im Falle des in der Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiels umfasst das Gehäuse 33
der Druckkammer 32 eine vorzugsweise kreisförmig ausgeführte Öffnung 44 und Befestigungsmittel
45, mit denen das Gehäuse 33 der Druckkammer 32 an der Leiterplatte 36 befestigt ist.
Die Befestigungsmittel 45 sind vorzugsweise Rastmittel bzw. Rasthaken, mit denen das
Gehäuse 33 der Druckkammer 32 mit der Leiterplatte 36 verrastet ist.
[0048] Das Gehäuse 33 der Druckkammer 32 ist derart an der Leiterplatte 36 befestigt, dass
die Oberfläche 42, auf der die flächenhafte Komponente 39 bzw. die flächenhafte elektrische
Spule 41 angeordnet ist, der Druckkammer 32 zugewandt ist und die Öffnung 44 verschließt,
und dass die flächenhafte Komponente 39 bzw. die flächenhafte elektrische Spule 41
im Bereich der Öffnung 44 innerhalb der Druckkammer 32 angeordnet ist.
[0049] Im Falle des in der Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiels ist die Öffnung 44 mit
einem Dichtungsring 46 abgedichtet.
[0050] Wie bereits ausgeführt, bewirkt ein Ziehen oder Drücken am geschlossenen Türblatt
5 eine Änderung des Luftdrucks innerhalb des kühlbaren Innenraums 4. Da dieser mit
der Druckkammer 32 gekoppelt ist, überträgt sich diese Änderung des Luftdrucks in
die Druckkammer 32, wodurch auf die elektrisch leitende Folie 40 eine Kraft ausgeübt
wird. Dadurch ändert sich zumindest partiell der Abstand zwischen der elektrisch leitenden
Folie 40 und der flächenhaften Komponente 39 bzw. der flächenhaften elektrischen Spule
41.
[0051] Die Änderung des Abstands führt im Allgemeinen zu einer Änderung der elektrischen
Größe des elektrischen Bauelements 37, insbesondere zu einer Änderung der Induktivität,
Reaktanz und/oder Resistanz des induktiven Bauelements 38. Da nämlich die flächenhafte
Spule 41 mit der elektrisch leitenden Folie 40 in einer Wechselwirkung steht, erzeugt
z.B. ein durch die flächenhafte Spule 41 fließender Wechselstrom bzw. ein magnetisches
Wechselfeld der flächenhaften Spule 41 eine Induktionsspannung in der elektrisch leitenden
Folie 40. Dies führt zu Wirbelströmen, die wiederum eine Rückwirkung auf die flächenhafte
Spule 41 haben.
[0052] Somit ist es möglich, mittels der Auswertevorrichtung 35 wenigstens eine, der Änderung
des Luftdrucks innerhalb des kühlbaren Innenraums 4 zugeordnete elektrische Größe
des elektrischen Bauelements 37 auszuwerten, damit die Hilfsvorrichtung 20 bzw. dessen
Auswertevorrichtung 35 das Stellglied 23 derart ansteuert, dass der Aktuator 22 den
Stößel 21 von seiner eingefahrenen in seine ausgefahrene Stellung bewegt, um das geschlossene
Türblatt 5 zumindest teilweise zu öffnen.
[0053] Die wenigstens eine elektrische Größe ist im Falle des induktiven Bauelements 38
dessen Induktivität, dessen Resistanz und/oder dessen Reaktanz. Diese elektrischen
Größen können z.B. mittels eines Schwingkreises der Auswertevorrichtung 35 ermittelt
bzw. ausgewertet werden.
[0054] Die Fig. 4 zeigt eine alternative Ausführungsform eines Luftdrucksensors 31a, der
anstelle des in der Fig. 3 gezeigten Luftdrucksensors 31 für die Hilfsvorrichtung
20 verwendet werden kann. Wenn nicht anders beschrieben, dann sind Bestandteile des
in der Fig. 4 gezeigten Luftdrucksensors 31a, die mit Bestandteilen des in der Fig.
3 gezeigten Luftdrucksensors 31 im Wesentlichen bau- und funktionsgleich sind, mit
denselben Bezugszeichen versehen.
[0055] Die Leiterplatte 36 des in der Fig. 4 gezeigten Luftdrucksensors 31 ist vorzugsweise
kreisrund und umfasst einen umfänglich umlaufenden Rand 47. Die Größe der Leiterplatte
36 ist der Größe der Öffnung 44 des Gehäuses 33 der Druckkammer 32 angepasst und verschließt
diese derart, dass die Oberfläche 42, auf der die flächenhafte Komponente 37 bzw.
die flächenhafte Spule 41 angeordnet ist, der Druckkammer 32 zugewandt ist und somit
die flächenhafte Komponente 37 bzw. die flächenhafte Spule 41 innerhalb der Druckkammer
32 angeordnet ist. Außerdem überlappt der Rand 48 der Öffnung 44 des Gehäuses 33 den
Rand 47 der Leiterplatte 36 zumindest teilweise, vorzugsweise komplett.
[0056] Die Auswertevorrichtung 35 bzw. elektronische Komponenten der Auswertevorrichtung
35 sind auf einer in der Fig. 4 nicht gezeigten weiteren Leiterplatte angeordnet.
Dadurch ist das elektrische Bauelement 37 bzw. das induktive Bauelement 38 zumindest
teilweise von weiteren Komponenten der Hilfsvorrichtung 20 mechanisch entkoppelt.
[0057] Das Gehäuse 33 der Druckkammer 32 des in der Fig. 4 gezeigten Luftdrucksensors 31a
ist mit den Befestigungsmitteln 45 nicht an der Leiterplatte 36 befestigt, sondern
an einer weiteren, nicht gezeigten Komponente der Hilfsvorrichtung 20, z.B. einem
Gehäuse der Hilfsvorrichtung 20 oder an der weiteren Leiterplatte.
[0058] Die Fig. 5 zeigt ein Teil einer Ausführungsform der Hilfsvorrichtung 20 in einer
geschnittenen perspektivischer Darstellung.
[0059] Die in der Fig. 5 gezeigte Ausführungsform der Hilfsvorrichtung 20 umfasst ein Gehäuse
24, innerhalb dem im Wesentlichen alle Komponenten der Hilfsvorrichtung 20 angeordnet
sind. Insbesondere sind innerhalb des Gehäuses 24 der Aktuator 22, das Stellglied
23 und der Luftdrucksensor angeordnet.
[0060] Das Gehäuse 24 der Hilfsvorrichtung 20 ist insbesondere aus Kunststoff gefertigt
und umfasst vorzugsweise zwei Gehäuseteile 25, 26.
[0061] Das Gehäuse 24 der in der Fig. 5 gezeigten Ausführungsform der Hilfsvorrichtung 20
ist derart ausgeführt, dass in ihm die Druckkammer 32 ausgebildet ist, wobei insbesondere
das Gehäuse 24 der Hilfsvorrichtung mit der Druckkammer 32 des Luftdrucksensors ausgebildet
ist. Die Druckkammer 32 ist somit integrale Bestandteil des Gehäuses 24, im Falle
des in der Fig. 5 gezeigten Ausführungsform integraler Bestandteil des Gehäuseteils
25.
[0062] Die Druckkammer 32 wird z.B. durch eine Mulde im Gehäuse 24 der Hilfsvorrichtung
20 gebildet.
[0063] Das Gehäuse 24 der Hilfsvorrichtung 20 umfasst einen direkt mit der Druckkammer 33
verbundenen Eingang 27, über den die Druckkammer 32 mit dem kühlbaren Innenraum 4
z.B. über einen nicht gezeigten Schlauch gekoppelt ist.
[0064] Der Luftdrucksensor umfasst ferner das innerhalb der Druckkammer 32 angeordnete elektrische
Bauelement 37 bzw. das induktive Bauelement 38, also die flächenhafte Komponente 39
bzw. die flächenhafte Spule 41 und die zur flächenhaften Komponente 39 beabstandet
angeordnete elektrisch leitende Folie 40.
[0065] Für die in der Fig. 5 gezeigten Ausführungsform ist ebenfalls die Leiterplatte 36
vorgesehen, auf deren Oberfläche 42 die flächenhafte Komponente 39 bzw. die flächenhafte
Spule 41 befestigt ist.
[0066] Die Begrenzungswände der Druckkammer 32 weisen insbesondere eine Öffnung 28 auf,
welche durch die Leiterplatte 36 geschlossen ist. Vorzugsweise ist die Größe der Leiterplatte
36 an die Größe der Öffnung 28 der Druckkammer 32 angepasst und verschließt diese
derart, dass die Oberfläche 42 der Leiterplatte 36, auf der die flächenhafte Komponente
37 bzw. die flächenhafte Spule 41 angeordnet ist, der Druckkammer 32 zugewandt ist
und somit die flächenhafte Komponente 39 bzw. die flächenhafte Spule 41 innerhalb
der Druckkammer 32 angeordnet ist.
[0067] Vorzugsweise ist zwischen der flächenhaften Komponente 39 bzw. der flächenhaften
elektrischen Spule 41 und der elektrisch leitenden Folie 40 ein elektrisch nicht-leitender
Distanzring 49 vorgesehen.
[0068] Im Falle des in der Fig. 5 gezeigten Ausführungsbeispiels ist ebenfalls der Dichtungsring
46 vorgesehen, sodass die elektrische leitende Folie 40 zwischen dem Dichtring 46
und dem Distanzring 49 eingespannt ist.
[0069] Die in der Fig. 5 gezeigte Ausführungsform der Hilfsvorrichtung 20 umfasst eine weitere
Leiterplatte 29, auf der z.B. die Auswertevorrichtung 35 bzw. eine Elektronik der
Auswertevorrichtung 35 angeordnet ist. Für eine elektrische Verbindung des elektrischen
Bauelements 37 bzw. des induktiven Bauelements 38 mit der Auswertevorrichtung 35 sind
elektrische Verbindungen 30 vorgesehen. Die elektrischen Verbindungen 30 verbinden
insbesondere die Leiterplatte 36 mit der weiteren Leiterplatte 29. Die elektrischen
Verbindungen 30 sind vorzugsweise elastisch. Vorzugsweise ist die weitere Leiterplatte
29 an dem Gehäuseteil 26 angeordnet, in dem nicht die Druckkammer 32 ausgebildet ist.
[0070] Das elektrische Bauelement 37 kann auch als ein Kondensator ausgeführt sein. In diesem
Fall ist die flächenhafte Komponente 39 eine erste flächenhafte Elektrode und die
elektrisch leitende Folie 40 eine zweite flächenhafte Elektrode. Die wenigstens eine
elektrische Größe, die mit der Auswertevorrichtung 35 ausgewertet wird, ist dann die
Kapazität dieses Kondensators, welche sich bei einer Änderung des Abstands zwischen
den beiden flächenhaften Elektroden ändert.
[0071] Das Haushaltskältegerät 1 kann auch eine Schublade aufweisen, welche zumindest teilweise
aus dem kühlbaren Innenraum 4 herausziehbar und in den kühlbaren Innenraum 4 hineinschiebbar
ist. Im hineingeschobenen Zustand verschließt diese Schublade den kühlbaren Innenraum
4. Ist diese Schublade zumindest teilweise aus dem kühlbaren Innenraum 4 herausgezogen,
dann ist sie geöffnet. Die Hilfsvorrichtung 20 kann dann auch dafür vorgesehen sein,
den Wunsch, die Schublade zu öffnen, zu erkennen.
[0072] Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist Hilfsvorrichtung 20 derart ausgeführt,
dass sie den Wunsch einer Person, diese Schublade zu öffnen, erkennt, sobald die Person
an der geschlossenen Schublade zieht oder drückt. Daraufhin bewegt der Aktuator 22
automatisch den Stößel 21 von seiner eingefahrenen Stellung in seine ausgefahrene
Stellung. Während dieser Bewegung drückt der Stößel 21 die Schublade zumindest soweit
aus dem kühlbaren Innenraum 4, dass sich eine Magnetdichtung der Schublade vom Korpus
2 löst, sodass die Person die Schublade leichter komplett öffnen kann.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 |
Haushaltskältegerät |
31, 31a |
Luftdrucksensor |
| 2 |
Korpus |
32 |
Druckkammer |
| 3 |
Innenbehälter |
33 |
Gehäuse |
| 4 |
kühlbarer Innenraum |
34 |
Eingang |
| 5 |
Türblatt |
35 |
Auswertevorrichtung |
| 6 |
Türabsteller |
36 |
Leiterplatte |
| 7 |
Fachböden |
37 |
elektrisches Bauelement |
| 8 |
Schublade |
38 |
induktives Bauelement |
| 9 |
elektronische Steuervorrichtung |
39 |
flächenhafte Komponente |
| 10 |
Magnetdichtung |
40 |
elektrisch leitende Folie |
| 20 |
Hilfsvorrichtung |
41 |
flächenhafte elektrische Spule |
| 21 |
Stößel |
42 |
Oberfläche |
| 22 |
Aktuator |
43 |
Vertiefung |
| 23 |
Stellglied |
44 |
Öffnung |
| 24 |
Gehäuse |
45 |
Befestigungsmittel |
| 25, 26 |
Gehäuseteil |
46 |
Dichtungsring |
| 27 |
Eingang |
47,48 |
Rand |
| 28 |
Öffnung |
49 |
Distanzring |
| 29 |
Leiterplatte |
|
|
| 30 |
elektrische Verbindungen |
|
|
1. Haushaltskältegerät, aufweisend einen wärmeisolierten Korpus (2), der einen Innenbehälter
(3) mit einem zum Lagern von Lebensmitteln vorgesehenen kühlbaren Innenraum (4) aufweist,
eine zum Kühlen des kühlbaren Innenraum (4) vorgesehene Kältevorrichtung und eine
Hilfsvorrichtung (20), sowie ein relativ zum Korpus (2) schwenkbar gelagertes, zum
Öffnen und Schließen des kühlbaren Innenraums (4) vorgesehenes Türblatt (5) oder eine
Schublade, welche im geschlossenen Zustand in den kühlbaren Innenraum (4) geschoben
ist, um diesen zu schließen, und im geöffneten Zustand zumindest teilweise aus dem
kühlbaren Innenraum (4) herausgezogen ist, wobei die Hilfsvorrichtung (20) einen Luftdrucksensor
(31, 31a) aufweist, der eingerichtet ist, eine aufgrund eines Drückens und/oder Ziehens
an dem geschlossenen Türblatt (5) bzw. an der geschlossenen Schublade resultierende
Änderung des Luftdrucks innerhalb des kühlbaren Innenraums (4) zu ermitteln, und die
Hilfsvorrichtung (20) eingerichtet ist, abhängig von der ermittelten Änderung des
Luftdrucks automatisch das geschlossene Türblatt (5) bzw. die geschlossene Schublade
zumindest teilweise zu öffnen, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftdrucksensor (31, 31a) eine mit dem kühlbaren Innenraum (4) gekoppelte Druckkammer
(32), ein innerhalb der Druckkammer (32) angeordnetes elektrisches Bauelement (37)
und eine Auswertevorrichtung (35) aufweist, welche eingerichtet ist, wenigstens eine,
der Änderung des Luftdrucks zugeordnete elektrische Größe des elektrischen Bauelement
(37) auszuwerten, damit die Hilfsvorrichtung (20) abhängig von der ausgewerteten elektrischen
Größe das geschlossene Türblatt (5) bzw. die geschlossene Schublade zumindest teilweise
öffnet, wobei das elektrische Bauelement (37) eine flächenhafte Komponente (39) und
eine zur flächenhaften Komponente (39) in einem Abstand beabstandete elektrisch leitende
Folie (40) aufweist, die Hilfsvorrichtung (20) ein Gehäuse (24) aufweist, innerhalb
dem im Wesentlichen alle Komponenten (22, 23, 35) der Hilfsvorrichtung (20) angeordnet
sind und in dem die Druckkammer (32) ausgebildet ist, und das Gehäuse (24) der Hilfsvorrichtung
(20) einen direkt mit der Druckkammer (32) verbundenen, mit dem kühlbaren Innenraum
(4) gekoppelten Eingang (27) umfasst, wobei
das elektrische Bauelement (37) ein induktives Bauelement (38) ist, die flächenhafte
Komponente (39) als eine flächenhafte elektrische Spule (41) ausgeführt ist, und die
wenigstens eine elektrische Größe eine Induktivität, eine Resistanz und/oder eine
Reaktanz des induktiven Bauelementes (38) ist, oder
das elektrische Bauelement (37) ein Kondensator ist, die flächenhafte Komponente (39)
eine flächenhafte erste Elektrode und die elektrisch leitende Folie (40) eine zweite
Elektrode des Kondensators ist und die wenigstens eine elektrische Größe eine Kapazität
des Kondensators ist.
2. Haushaltskältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftdrucksensor einen Distanzring (49) aufweist, der zwischen der flächenhaften
Komponente (39) und der elektrisch leitenden Folie (40) angeordnet ist.
3. Haushaltskältegerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftdrucksensor (31, 31a) eine Leiterplatte (36) mit einer Oberfläche (42) aufweist
und die flächenhafte Komponente (39) auf der Oberfläche (42) angeordnet ist.
4. Haushaltskältegerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die flächenhafte Komponente (39) in einer Vertiefung (43) der Oberfläche (42) angeordnet
ist.
5. Haushaltskältegerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Leiterplatte (36) lediglich die flächenhafte Komponente (39) angeordnet ist.
6. Verfahren zum Betreiben eines Haushaltskältegeräts (1) nach einem der Ansprüche 1
bis 5, aufweisend folgende Verfahrensschritte:
- Ermitteln eines Wertes oder einer Änderung der wenigstens einen elektrischen Größe
des elektrischen Bauelements (37) mittels der Auswertevorrichtung (35), wobei sich
die wenigstens eine elektrische Größe aufgrund eines zumindest partiell ändernden
Abstands zwischen der elektrisch leitenden Folie (10) und dem flächenhaften Komponente
(39) bedingt durch eine durch ein Ziehen oder Drücken am geschlossenen Türblatt (5)
oder an der geschlossenen Schublade resultierende Änderung des Luftdrucks ändert,
- Auswerten des ermittelten Wertes oder der ermittelten Änderung der wenigstens einen
elektrischen Größe mittels der Auswertevorrichtung (35), und
- abhängig von dem Auswerten, Aktivieren der Hilfsvorrichtung (20), damit diese das
geschlossene Türblatt (5) oder die geschlossene Schublade zumindest teilweise öffnet.
1. Household refrigeration appliance having a heat-insulated carcass (2) which has an
inner container (3) with a coolable interior space (4) provided for storing food,
a refrigeration device provided for cooling the coolable interior space (4) and an
assisting device (20), as well as a door leaf (5) mounted pivotable relative to the
carcass (2) provided for opening and closing the coolable interior space (4) or a
drawer which in the closed state is pushed into the coolable interior space (4) in
order to close it, and in the open state is at least partially withdrawn from the
coolable interior space (4), wherein the assisting device (20) has an air pressure
sensor (31, 31a) which is configured to determine a change of the air pressure within
the coolable interior space (4) resulting due to a pushing and/or pulling on the closed
door leaf (5) or on the closed drawer, and the assisting device (20) is configured
to open the closed door leaf (5) or the closed drawer automatically at least partially
depending on the determined change in the air pressure, characterised in that the air pressure sensor (31, 31a) has a pressure chamber (32) coupled to the coolable
interior space (4), an electric component (37) arranged within the pressure chamber
(32) and an evaluating device (35) which is configured to evaluate at least one electrical
variable of the electric component (37) associated with the change in the air pressure,
so that the assisting device (20) opens the closed door leaf (5) or the closed drawer
at least partially, dependent upon the evaluated electrical variable, wherein the
electric component (37) has an areal component (39) and an electrically conductive
film (40) spaced at a distance from the areal component (39), the assisting device
(20) has a housing (24) within which substantially all the components (22, 23, 35)
of the assisting device (20) are arranged and in which the pressure chamber (32) is
provided, and the housing (24) of the assisting device (20) comprises an entry (27)
which is directly linked to the pressure chamber (32) and is coupled with the coolable
interior space (4), wherein
the electric component (37) is an inductive component (38), the areal component (39)
is configured as an areal electric coil (41) and the at least one electrical variable
is an inductance, a resistance and/or a reactance of the inductive component (38),
or
the electric component (37) is a capacitor, the areal component (39) is an areal first
electrode and the electrically conductive film (40) is a second electrode of the capacitor
and the at least one electrical variable is a capacitance of the capacitor.
2. Household refrigeration appliance according to claim 1, characterised in that the air pressure sensor has a spacing ring (49) which is arranged between the areal
component (39) and the electrically conductive film (40).
3. Household refrigeration appliance according to one of claims 1 or 2, characterised in that the air pressure sensor (31, 31a) has a circuit board (36) with a surface (42) and
the areal component (39) is arranged on the surface (42).
4. Household refrigeration appliance according to claim 3, characterised in that the areal component (39) is arranged in a depression (43) of the surface (42).
5. Household refrigeration appliance according to claim 3 or 4, characterised in that only the areal component (39) is arranged on the circuit board (36).
6. Method for operating a household refrigeration appliance (1) according to one of claims
1 to 5, having the following steps:
- determining a value or a change in the at least one electrical variable of the electric
component (37) by means of the evaluating device (35), so that the at least one electrical
variable is changed due to an at least partially changing distance between the electrically
conductive film (10) and the areal component (39), caused by a change in the air pressure
resulting from pulling or pushing on the closed door leaf (5) or on the closed drawer,
- evaluating the determined value or the determined change in the at least one electrical
variable by means of the evaluating device (35), and
- dependent upon the evaluation, activating the assisting device (20), so that it
opens the closed door leaf (5) or the closed drawer at least partially.
1. Appareil frigorifique ménager, présentant un corps thermiquement isolé (2) qui présente
un réceptacle interne (3) comprenant un espace interne réfrigérable (4) prévu pour
le stockage de produits alimentaires, un dispositif frigorifique prévu pour la réfrigération
de l'espace interne réfrigérable (4) et un dispositif auxiliaire (20), ainsi qu'un
battant de porte (5) monté pivotant par rapport au corps (2) et prévu pour l'ouverture
et la fermeture de l'espace interne réfrigérable (4) ou un tiroir qui, à l'état fermé,
est poussé dans l'espace interne réfrigérable (4) afin de fermer celui-ci, et qui,
à l'état ouvert, est tiré au moins partiellement hors de l'espace interne réfrigérable
(4), dans lequel le dispositif auxiliaire (20) présente un capteur de pression atmosphérique
(31, 31a) qui est conçu pour déterminer une modification de la pression atmosphérique
à l'intérieur de l'espace interne réfrigérable (4) résultant d'une poussée et/ou d'une
traction au niveau du battant de porte (5) fermé ou bien au niveau du tiroir fermé,
et le dispositif auxiliaire (20) est conçu pour ouvrir au moins partiellement le battant
de porte (5) fermé ou bien le tiroir fermé de manière automatique en fonction de la
modification déterminée de la pression atmosphérique, caractérisé en ce que le capteur de pression atmosphérique (31, 31a) présente une chambre de pression (32)
couplée à l'espace interne réfrigérable (4), un élément électrique (37) agencé à l'intérieur
de la chambre de pression (32) et un dispositif d'évaluation (35) qui est conçu pour
évaluer au moins une grandeur électrique, associée à la modification de la pression
atmosphérique, de l'élément électrique (37), afin que le dispositif auxiliaire (20)
ouvre au moins partiellement le battant de porte (5) fermé ou bien le tiroir fermé
en fonction de la grandeur électrique évaluée, dans lequel l'élément électrique (37)
présente un composant planaire (39) et un film (40) électriquement conducteur présentant
un espacement par rapport au composant planaire (39), le dispositif auxiliaire (20)
présente un carter (24) au sein duquel sont agencés essentiellement tous les composants
(22, 23, 35) du dispositif auxiliaire (20) et dans lequel est réalisée la chambre
de pression (32), et le carter (24) du dispositif auxiliaire (20) comprend une entrée
(27) couplée à l'espace interne réfrigérable (4) et reliée directement à la chambre
de pression (32), dans lequel
l'élément électrique (37) est un élément à induction (38), le composant planaire (39)
est réalisé sous la forme d'une bobine électrique planaire (41), et la au moins une
grandeur électrique est une inductance, une résistance et/ou une réactance de l'élément
à induction (38), ou
l'élément électrique (37) est un condensateur, le composant planaire (39) est une
première électrode planaire et le film électriquement conducteur (40) est une deuxième
électrode du condensateur et la au moins une grandeur électrique est une capacité
du condensateur.
2. Appareil frigorifique ménager selon la revendication 1, caractérisé en ce que le capteur de pression atmosphérique présente une bague d'espacement (49) qui est
agencée entre le composant planaire (39) et le film électriquement conducteur (40).
3. Appareil frigorifique ménager selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le capteur de pression atmosphérique (31, 31a) présente un circuit imprimé (36) muni
d'une surface (42) et le composant planaire (39) est agencé sur la surface (42).
4. Appareil frigorifique ménager selon la revendication 3, caractérisé en ce que le composant planaire (39) est agencé dans un renfoncement (43) de la surface (42).
5. Appareil frigorifique ménager selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que seul le composant planaire (39) est agencé sur le circuit imprimé (36).
6. Procédé de fonctionnement d'un appareil frigorifique ménager (1) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 5, comprenant les étapes ci-dessous consistant à :
- déterminer une valeur ou une modification de la au moins une grandeur électrique
de l'élément électrique (37) au moyen du dispositif d'évaluation (35), dans lequel
la au moins une grandeur électrique se modifie en raison d'une modification au moins
partielle de l'espacement entre le film électriquement conducteur (10) et le composant
planaire (39) induite par une modification de la pression atmosphérique résultant
d'une traction ou d'une poussée au niveau du battant de porte (5) fermé ou au niveau
du tiroir fermé,
- évaluer la valeur déterminée ou la modification déterminée de la au moins une grandeur
électrique au moyen du dispositif d'évaluation (35), et
- en fonction de l'évaluation, activer le dispositif auxiliaire (20) afin que celui-ci
ouvre au moins partiellement le battant de porte (5) fermé ou le tiroir fermé.