[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an einer Karde zum Füllen einer Rundkanne
mit Faserband, z. B. Baumwolle, Chemiefasern o. dgl., bei der das Faserband von einem
drehbaren Ablagekopf abgebbar und in Ringen in der Rundkanne ablegbar ist, wobei während
des Füllvorganges der Ablagekopf oberhalb der Rundkanne angeordnet ist, die Rundkanne
ortsfest auf einem drehbaren Kannenteller um eine senkrechte Achse rotiert, und bei
der nach Füllung einer Vollkanne und vor Füllung einer Leerkanne die örtliche Zuordnung
zwischen dem Ablagekopf einerseits und der Vollkanne und der Leerkanne andererseits
wechselt (Kannenwechsel), und eine Vollkanne abförderbar und eine Leerkanne zuführbar
ist (Kannenaustausch).
[0002] Zum Wechsel von Rundkannen an einer Karde sind Rotationskannenwechsler (
US 4208768) und Linearkannenwechsler (
EP 967169 B) bekannt. Diese Kannenwechsler sind grundsätzlich so aufgebaut, dass mindestens drei
mögliche Kannenpositionen vorgehalten werden:
- 1. Leer- oder Reserve-Position
- 2. Füllposition
- 3. Vollkannenposition
[0003] Beim Kannenwechsel werden die Rundkannen bewegt und wechseln die Positionen. Dazu
muss in der Regel die Ablagegeschwindigkeit reduziert werden, da ansonsten Fasermaterial
zwischen die Rundkannen gefördert wird. Wünschenswert aus Kundensicht ist jedoch ein
schneller Wechsel der Rundkannen, damit die Produktion der Karde nicht nennenswert
reduziert werden muss. Desweiteren treten bei großen Veränderungen der Liefergeschwindigkeit
Schwankungen des Bandgewichtes auf, welche das technologische Ergebnis bis hin zum
Endprodukt negativ beeinflussen können. Ein schneller Wechsel der Rundkannen ist jedoch
mit verschiedenen Schwierigkeiten verbunden. Die Rundkannen haben keine durchgehend
stabile Struktur und können daher durch hohe Kräfte beschädigt werden. Zum anderen
unterscheiden sich die Rundkannen von Kunde zu Kunde, was die Anpassung von Aufnahmen
schwierig macht. Weiterhin haben im gefüllten Zustand die Rundkannen ein hohes Gewicht,
was bei kurzen Wechselzeiten während der Beschleunigung hohe Kräfte hervorruft.
[0004] Bei den bekannten Vorrichtungen bleibt der Drehteller (Ablagekopf) permanent ortsfest.
Die Rundkannen werden unterhalb des Drehtellers verschoben, beim Rotationskannenwechsler
auf einer Halbkreisbahn und beim Linearkannenwechsler auf einer Geraden. Mit Hilfe
der Kannenwechsler sind eine in einer Reserveposition bereitgestellte leere Rundkanne
zum Füllen mit Faserband in eine Füllposition unterhalb des Drehtellers und nach dem
Füllen eine mit Faserband gefüllte Rundkanne in eine Abförderposition aus der Füllposition
unterhalb des Drehtellers bringbar.
[0005] Die
US 2,571,880 offenbart eine Kannenfüllvorrichtung, bei der der Ablagekopf verschwenkbar über den
Kannen angeordnet ist. Die Antriebsmechanik zum Verschwenken der Kannen wird mittels
eines aufwändigen Getriebes realisiert.
[0006] Die
DE 10116944 A1 beschreibt eine Vorrichtung zum Füllen von Rechteckkannen, bei der der Ablagekopf
rotiert, die Kanne unterhalb des Ablagekopfes linear verfahren wird. Der Ablagekopf
kann seitlich von einer vollen Kanne zu einer leeren Kanne verfahren werden.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen
Art zu schaffen, die die genannten Nachteile vermeidet, die insbesondere beim Kannenwechsel,
d. h. beim Wechsel der örtlichen Zuordnung zwischen dem Ablagekopf einerseits und
einer Vollkanne und einer Leerkanne andererseits, eine Bewegung der Rundkannen vermeidet
und auf einfache Art eine zeitliche Verkürzung des Kannenwechsels ermöglicht.
[0008] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1.
[0009] Dadurch, dass zum Kannenwechsel der Ablagekopf von einer Vollkanne zu einer Leerkanne
verschiebbar gelagert ist, sowie zum Kannenaustausch bereits während der Füllung einer
Leerkanne die Vollkanne abförderbar und eine neue Leerkanne zuführbar ist, sind die
möglichen Kannenpositionen von drei Positionen auf zwei Positionen reduziert. Erfindungsgemäß
werden nicht mehr - wie bei den bekannten Vorrichtungen - die Rundkannen unter dem
Ablagekopf, sondern es wird der Ablagekopf über den Rundkannen verschoben. Im Gegensatz
zu der bekannten Verlagerung der Rundkannen werden durch die Verlagerung des Ablagekopfes
hohe Beschleunigungen des Ablagekopfes und damit geringe Wechselzeiten erreicht. Namentlich
die Vollkannen können bei den bekannten Vorrichtungen aufgrund ihres hohen Gewichts
nur mit hohen Kräften und nicht in kurzer Zeit bewegt werden. Der Bediener entnimmt
die Vollkannen und ersetzt sie durch eine Leerkanne, so dass nur noch zwei Kannenpositionen
vorgehalten werden müssen. Der Platzbedarf der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist deutlich
geringer als derjenige der bekannten Vorrichtungen. Insbesondere im Hinblick auf stetig
steigende Kardenproduktionen ist mit einer Vergrößerung des Kannendurchmessers zu
rechnen, was dann mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung möglich ist, ohne den Kardenabstand
vergrößern zu müssen.
[0010] Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt.
[0011] Vorzugsweise erfolgt der Kannenwechsel dann, wenn eine Rundkanne mit Faserband gefüllt
ist.
[0012] Vorzugsweise sind der Kannenwechsel und der Kannenaustausch zeitlich aufeinander
abgestimmt.
[0013] Vorzugsweise erfolgt der Kannenaustausch nach dem Kannenwechsel.
[0014] Vorzugsweise erfolgt der Kannenaustausch während des Kannenwechsels.
[0015] Vorzugsweise ist jede Rundkanne auf einem Kannenstellplatz angeordnet.
[0016] Vorzugsweise sind zwei Kannenstellplätze vorhanden.
[0017] Vorzugsweise sind die Kannenstellplätze unterhalb des Ablagekopfes angeordnet.
[0018] Vorzugsweise erfolgt zum Kannenaustausch die Abförderung der Vollkannen aus ihrem
Kannenstellplatz vor der Zuführung der Leerkanne auf demselben Kannenstellplatz.
[0019] Vorzugsweise erfolgt zum Kannenaustausch die Abförderung der Vollkanne aus ihrem
Kannenstellplatz und die Zuführung der Leerkanne auf denselben Kannenstellplatz nach
Verlagerung des Ablagekopfes.
[0020] Vorzugsweise sind zwei rotierbare Kannenteller vorhanden, auf denen jeweils eine
Rundkanne angeordnet ist.
[0021] Vorzugsweise rotieren die beiden Kannenteller permanent.
[0022] Vorzugsweise sind die beiden rotierenden Kannenteller gemeinsam, z. B. durch einen
gemeinsamen Elektromotor, angetrieben.
[0023] Vorzugsweise ist jeder Kannenteller einzelmotorisch angetrieben.
[0024] Vorzugsweise sind die rotierbaren Kannenteller derart angetrieben, dass die Rundkanne
während des Füllvorganges rotiert und die Rundkanne außerhalb des Füllvorganges nicht
rotiert.
[0025] Vorzugsweise ist die Rundkanne außerhalb des Füllvorganges eine abförderbare Vollkanne
oder eine zuführbare Leerkanne.
[0026] Vorzugsweise beträgt der Durchmesser der Rundkannen ca. 1200 mm und mehr.
[0027] Vorzugsweise sind beim Kannenwechsel die Vollkanne und die Leerkanne ortsfest.
[0028] Vorzugsweise ist die Rundkanne beim Füllvorgang unterhalb des Ablagekopfes ortsfest.
[0029] Vorzugsweise wechselt mit der Verlagerung des Ablagekopfes die Füllposition.
[0030] Vorzugsweise sind mittels eines verlagerbaren Ablagekopfes nacheinander zwei Leerkannen
mit Faserband füllbar.
[0031] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0032] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Karde mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 1a
- eine Ausbildung, bei der dem Ablagekopf zwei Abzugswalzen, ein Bandtrichter und ein
Kardenstreckwerk vorgelagert sind,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem verschiebbaren Ablagekopf
und zwei Rundkannen,
- Fig. 2a
- (verkleinert) zwei Kannenstellplätze mit jeweils einem Kannendrehteller,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf zwei Karden, denen jeweils eine erfindungsgemäße Vorrichtung nachgeordnet
ist sowie auf jeweils eine Leerkanne und eine Vollkanne,
- Fig. 4
- das Faserband zwischen dem Ausgang der Karde und dem Kannenstock sowie die Bandspeichereinrichtung
(Bandschlaufe) und
- Fig. 5a bis 5e
- schematisch verschiedene Phasen eines Kannenwechsels und eines Kannenaustausches mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 6
- eine Vorderansicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß Fig. 1,
- Fig. 7
- schematisch eine elektronische Steuer- und Regelvorrichtung, an die ein Sensor für
die Kannenfüllung, eine Steuereinrichtung für die Verlagerungseinrichtung des Ablagekopfes,
eine Motorsteuerung für den Antriebsmotor des Ablagekopfes und eine Motorsteuerung
für den Antrieb der Kannenteller angeschlossen sind.
[0033] Fig. 1 zeigt eine Karde K, z. B. Trützschler Karde TC, mit Speisewalze 1, Speisetisch
2, Vorreißern 3a, 3b, 3c, Trommel 4, Abnehmer 5, Abstreichwalze 6, Quetschwalzen 7,
8, Vliesleitelement 9, Flortrichter 10, Abzugswalzen 11, 12, Wanderdeckel 13 mit Deckelumlenkrollen
und Deckelstäben, Kannen 15', 15" und Kannenstock 16. Die Drehrichtungen der Walzen
sind mit gebogenen Pfeilen gezeigt. Mit M ist der Mittelpunkt (Achse) der Trommel
4 bezeichnet. 4a gibt die Garnitur und 4b gibt die Drehrichtung der Trommel 4 an.
Der Pfeil A bezeichnet die Arbeitsrichtung der Karde K. Der Karde K ist eine Flockenspeiservorrichtung
17 vorgelagert. In einer Ablagetellerplatte 18 ist ein Ablagekopf 19 drehbar gelagert.
Der Ablagekopf 19 umfasst einen Bandkanal 20 mit einem Einlauf und einem Auslauf für
ein Faserband 14 und einen Drehteller 21, an dessen Unterseite eine Abdeckung vorhanden
ist. Bei gleichzeitiger Drehung der Kanne 15' wird das Faserband 14 zykloidenförmig
in der Kanne 15' abgelegt, wodurch eine gleichmäßige Füllung der Kanne 15' mit Faserband
möglich ist. Nach Fig. 1 wird eine Leerkanne 15' mit Faserband gefüllt, während eine
Vollkanne 15" mit Faserband abgefördert wird (vgl. Fig. 5c).
[0034] Der Ablagekopf 19 ist einem verschiebbaren Gehäuse 22 (sh. Fig. 1a) angeordnet. Vor
dem Ablagekopf 19 sind zwei vorgelagerte Abzugswalzen 23a, 23b mit Bandtrichter 24
angeordnet, die in dem gemeinsamen Gehäuse 22 angeordnet sind.
[0035] Zwischen einer Bandumlenkrolle 32 und dem Bandtrichter 24 kann ein Kardenstreckwerk
35 vorhanden sein, das entsprechend Fig. 1a in dem Gehäuse 22 angeordnet ist. Das
Kardenstreckwerk 35 kann auch (nicht dargestellt) ortsfest dem verschiebbaren Gehäuse
22 vorgelagert sein.
[0036] Die Vorrichtung zum Füllen von Rundkannen 15
2, 15
3 mit Faserband 14 weist nach Fig. 2 einen aus einer Trägerkonstruktion bestehenden
Grundrahmen 25 auf. Die Höhe der oberen Tragstangen ist größer als die Höhe der Rundkannen
15
2, 15
3 die auf jeweils einem Kannenstellplatz 26a bzw. 26b angeordnet sind. Jeder Kannenstellplatz
26a bzw. 26b weist einen in Fig. 2a dargestellten in Richtung der Pfeile E, F rotierbaren
Kannendrehteller 27a, 27b (an sich bekannt) auf, auf denen die Kannen 15
2 bzw. 15
3 langsam in einer Richtung drehbar angeordnet sind. Zwischen den oberen Tragstangen
sind parallel zur Ebene durch Mittelpunkte der Kannen 15
2 und 15
3 zwei Führungsmittel 28a und 28b eines Hilfsrahmens 29 gelagert, auf denen im dargestellten
Ausführungsbeispiel der Hilfsrahmen 29 verschiebbar gelagert ist. Das Gehäuse 22 (sh.
Fig. 1a) enthält den mit dem Bandkanal 20 versehenen Drehteller 21 des Ablagekopfes
19. Der gebogene Pfeil D zeigt die Drehrichtung des Drehtellers 21 an. Durch den Bandkanal
20 verläuft das Faserband 14, das von der Karde K (sh. Fig. 1) zugeführt wird. Der
Drehteller 21 ist in bekannter Weise, z. B. durch einen (nicht dargestellten) Antriebsriemen
mit einem (nicht dargestellten) Antriebsmechanismus verbunden.
[0037] Dem Hilfsrahmen 29 ist eine Verstelleinrichtung zugeordnet, die im dargestellten
Ausführungsbeispiel aus zwei doppeltwirkenden, am Grundrahmen 25 parallel zu den Führungsmitteln
28a, 28b gelagerten pneumatischen Zylindern 30a, 30b besteht. Die pneumatischen Zylinder
30a, 30b sind auf den gegenüberliegenden Seiten des Hilfsrahmens 29 angeordnet und
ihre Kolben sind mit diesem Hilfsrahmen 29 verbunden. Der Innenraum der pneumatischen
Zylinder 30a, 30b ist auf bekannte Weise über eine nicht dargestellte Betätigungseinrichtung
mit einer nicht dargestellten Quelle eines Druckmittels verbunden.
[0038] Das Faserband 14 wird aus einer das Faserband 14 produzierenden Maschine, z. B. aus
einer Karde K, in bekannter Weise der Kannenablage zugeführt und dort in den Bandkanal
20 des sich drehenden Drehtellers 21 eingeführt. Gleichzeitig mit dem Drehen des Drehtellers
21 führt die Rundkanne 15
3 auf dem sich drehenden Kannenteller 27a eine Drehbewegung um ihre Rotationsachse
aus, so dass das Faserband 14 in Zykloidenform abgelegt wird.
[0039] Sobald die unter dem Ablagekopf gelagerte runde Kanne 15
3 voll ist, setzt sich die Verstelleinrichtung des Hilfsrahmens 29 in Gang und verstellt
sehr schnell den Hilfsrahmen 29 über die nächste leere runde Kanne 15
2, so dass der Ablagekopf ohne Stillsetzen des Drehtellers 21 und ohne Senkung seiner
Drehgeschwindigkeit über die leere runde Kanne 15
2 zu liegen kommt, worauf das Faserband 14 unterbrochen wird, das ohne Senkung der
Geschwindigkeit seiner Zufuhr durch den Bandkanal des Drehtellers 21 mit unveränderter
Geschwindigkeit hindurchgeht und in die leere runde Kanne 15
2 abgelegt wird. Nach Füllung der Rundkanne 15
2 verschiebt die Verstelleinrichtung (Pneumatikzylinder 30a, 30b) den Hilfsrahmen 29
in Richtung der Pfeile B, C, so dass der Drehteller 21 über eine neue Leerkanne zu
liegen kommt.
[0040] In Fig. 3 ist eine Draufsicht auf zwei Karden K
1, K
2 dargestellt, denen jeweils eine erfindungsgemäße Vorrichtung KW
1, KW
2 nachgeordnet ist. In den Vorrichtungen KW
1 und KW
2 sind jeweils eine Leerkanne 15
1', 15
1" bzw. eine Vollkanne 15
2', 15
2" dargestellt. Der Abstand zwischen den Karden K
1 und K
2 ist mit a bezeichnet und kann z. B. ca. 1300 bis 1400 mm betragen.
[0041] Gefüllte Pfeile H
1, H
2, J
1, J
2 zeigen die Richtung der Abförderung einer Vollkanne an, und leere Pfeile G
1, G
1, I
2, I
2 die Richtung der Zuführung einer Leerkanne von den bzw. zu den Vorrichtungen KW
1 und KW
2.
[0042] Entsprechend Fig. 4 weist das Faserband 14 zwischen dem Ausgang der Karde K (Abzugswalzen
11, 12, sh. Fig. 1) und einer ersten drehbaren Bandumlenkrolle 31 einen Bandabschnitt
14', zwischen der Bandumlenkrolle 31 und einer zweiten Bandumlenkrolle 32 einen Bandabschnitt
14" und zwischen der Bandumlenkrolle 32 und der Durchtrittsöffnung in den Innenraum
des Gehäuses 22 einen Bandabschnitt 14''' auf. Der Bandabschnitt 14' weist die Form
einer bogenförmig nach unten durchhängenden Bandschlaufe auf und bildet einen Bandspeicher.
Zugleich erfolgt bei Verschiebung des Gehäuses 22 mit dem Ablagekopf 19 in Richtung
der Pfeile B, C durch die Bandschlaufe 14', d. h. die Bandspeichereinrichtung, ein
Längenausgleich des Faserbandes 14', ohne dass das Faserband 14 eine unerwünschte
Verzugsänderung erfährt.
[0043] In den Fig. 5a bis 5e sind schematisch verschiedene Phasen des Kannenwechsels (örtlicher
Wechsel des Ablagekopfes 19 von einer Vollkanne zu einer Leerkanne) und des Kannenaustausches
(Zuführung einer Leerkanne und Abförderung einer Vollkanne) dargestellt.
[0044] Fig. 5a zeigt die Ausgangsposition, bei der unterhalb des Drehtellers 21 des hier
nicht bezeichneten Ablagekopfes 19 auf dem Kannenstellplatz 26a eine Leerkanne 15
1 angeordnet ist, während eine weitere Leerkanne 15
2 auf den Kannenstellplatz 26b in Richtung G zugeführt wird. Nach Fig. 5b ist die Kanne
15
3 (Vollkanne) auf dem Kannenstellplatz 26a mit Faserband 14 gefüllt, während auf dem
Kannenstellplatz 26b die Leerkanne 15
2 vorhanden ist. Entsprechend Fig. 5c wird der Drehteller 21 in Richtung B horizontal
über die Leerkanne 15
2 auf den Kannenstellplatz 26b verschoben, worauf die Vollkanne 15
3 vom Kannenstellplatz 26a in Richtung des Pfeils H abgefördert wird. Nach Fig. 5d
ist die Kanne 15
4 (Vollkanne) auf dem Kannenstellplatz 26b gefüllt, während dem Kannenstellplatz 26a
eine Leerkanne 15
5 in Richtung I zugeführt wird. Gemäß Fig. 5e wird der Drehteller 21 in Richtung C
über die Leerkanne 15s verschoben, worauf die Vollkanne 15
4 in Richtung J abgefördert wird.
[0045] Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass während der Füllung (sh. Fig. 5b, 5d)
einer Vollkanne auf einem Kannenstellplatz unterhalb des Drehtellers, die eine gewisse
Zeit in Anspruch nimmt, auf dem jeweils anderen Kannenstellplatz ohne Zeitdruck sowohl
eine Vollkanne abgefördert als auch eine Leerkanne zugeführt werden kann (sh. Fig.
5c und 5d).
[0046] Ein besonderer weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin,
auf das Bewegen der Rundkannen während des Wechsels der Füllposition zu verzichten
und gleichzeitig die möglichen Kannenpositionen von 3 auf 2 zu reduzieren. Erreicht
wird dies durch einen verschiebbaren Ablagekopf. Das heißt, dass nicht mehr die Rundkannen
unter dem Ablagekopf, sondern dieser über den Rundkannen verschoben wird. Hierzu wir
der Kopf auf einer Linearführung gelagert und beim Wechsel durch einen Antrieb verschoben.
Die Ausführung des Ablagekopfes kann so gewählt werden, dass hohe Beschleunigungen
und damit geringe Wechselzeiten erreicht werden.
[0047] Die Rundkannen rotieren beim Füllvorgang, um das typische Ablagebild (Zykloiden)
zu erzeugen. Da nun zwei Füllpositionen vorhanden sind, müssen auch zwei Kannenteller
für diese Rotationsbewegung vorgesehen werden. Der Antrieb der beiden Kannenteller
kann jedoch mit einem Motor erfolgen, da dies unschädlich ist beim Austausch der vollen
gegen eine leere Kanne. D. h. beide Kannenteller rotieren permanent.
[0048] Der Bediener entnimmt bei dieser Anordnung die volle Rundkanne und ersetzt sie durch
eine leere, was dazu führt, dass nur noch zwei Kannenpositionen vorgehalten werden
müssen. Der Platzbedarf eines solchen Wechslers ist deutlicher geringer, als der herkömmliche
Wechsler.
[0049] Insbesondere im Hinblick auf stetig steigende Kardenproduktionen ist mit einer Vergrößerung
des Kannendurchmessers zu rechnen, was dann möglich ist, ohne den Kardenabstand a
(sh. Fig. 3) vergrößern zu müssen.
[0050] Fig. 6 zeigt in Vorderansicht die erfindungsgemäße Vorrichtung entsprechend Fig.
1. Der Ablagekopf 19 ist in Richtung der Pfeile B, C hin und her verschiebbar angeordnet.
In der Darstellung gemäß Fig. 6 befindet sich der Ablagekopf 19 oberhalb der Rundkanne
15
2, die mit ringförmig übereinander abgelegtem Faserband 14
IV gefüllt wird. Mit 15
1 ist eine leere Rundkanne bezeichnet. Die Rundkannen 15
1 und 15
2 sind jeweils auf einem drehbaren Kannenteller 27a bzw. 27b angeordnet. Die Kannenteller
27a, 27b werden durch einen steuerbaren Antriebsmotor 43 angetrieben, dessen Drehrichtung
in Richtung der Pfeile L, N umdrehbar ist. Mit 44a, 44b sind Riemenscheiben bezeichnet,
die über Riemen 45a bzw. 45b mit der Welle 43a des Antriebsmotors 43 verbunden sind.
[0051] Nach Fig. 7 ist eine elektronische Steuer- und Regeleinrichtung 36, z. B. Mikrocomputer,
vorhanden, an die angeschlossen sind: eine Steuereinrichtung 37 für die Verlagerungseinrichtung
38 (z. B. Pneumatikzylinder 30a, 30b), ein Sensor 39 für die Füllung einer Vollkanne
mit Faserband 14
IV, eine Motorsteuereinrichtung 40 für den Antriebsmotor 41, z. B. Elektromotor, für
den Ablagekopf 19 und eine Motorsteuereinrichtung 42 für den Antriebsmotor 43 für
die Kannenteller 27a, 27b.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 1
- Speisewalze
- 2
- Speisetisch
- 3a - c
- Vorreißer
- 4
- Trommel
- 4a
- Garnitur
- 4b
- Trommel-Drehrichtung
- 5
- Abnehmer
- 6
- Abstreichwalze
- 7,8
- Quetschwalze
- 9
- Vliesleitelement
- 10
- Flortrichter
- 11, 12
- Abzugswalze
- 13
- Wanderdeckel
- 14, 14IV
- Faserband
- 14', 14", 14'''
- Bandabschnitt
- 15", 151', 152", 153, 154
- Vollkanne
- 15', 151, 151', 151", 152, 155
- Leerkanne
- 16
- Kannenstock
- 17
- Flockenspeiservorrichtung
- 18
- Ablagetellerplatte
- 19
- Ablagekopf
- 20
- Bandkanal
- 21
- Drehteller
- 22
- Gehäuse
- 23a, 23b
- Abzugswalze
- 24
- Bandtrichter
- 25
- Grundrahmen
- 26a, 26b
- Kannenstellplatz
- 27a, 27b
- Kannendrehteller
- 28a, 28b
- Führungsmittel
- 29
- Hilfsrahmen
- 30a, 30b
- pneumatischer Zylinder
- 31
- erste Bandumlenkrolle
- 32
- (zweite) Bandumlenkrolle
- 35
- Kardenstreckwerk
- 36
- elektronische Steuer- und Regeleinrichtung
- 37
- Steuereinrichtung
- 38
- Verlagerungseinrichtung
- 39
- Sensor
- 40
- Motorsteuereinrichtung
- 41
- Antriebsmotor
- 42
- Motorsteuereinrichtung
- 43
- Antriebsmotor
- 43a
- Antriebsmotorwelle
- 44a, 44b
- Riemenscheibe
- 45a, 45b
- Riemen
- a
- Kardenabstand
- A
- Karden-Arbeitsrichtung
- B, C
- Verschieberichtung
- D
- Drehteller-Drehrichtung
- E, F
- Kannendrehteller-Drehrichtung
- H, H1, H2, J, J1, J2
- Abförderrichtung
- G, G1, G2, I, I1, I2
- Zuführrichtung
- K, K1, K2
- Karde
- KW1, KW2
- erfindungsgemäße Vorrichtung
- M
- Trommel-Mittelpunkt
- L, N
- Antriebsmotor-Drehrichtung
1. Vorrichtung (KW
1, KW
2) an einer Karde (K, K
1, K
2) zum Füllen einer Rundkanne (15', 15", 15
1', 15
1", 15
2", 15
1 bis 15
5) mit Faserband (14, 14
IV),
• umfassend einen drehbaren Ablagekopf (19), gestaltet,
- das Faserband (14, 14IV) abzugeben und in Ringen in der Rundkanne (15', 15", 151', 151", 152", 151 bis 155) abzulegen, sowie
- während des Füllvorganges oberhalb der Rundkanne (15', 15", 151', 151", 152", 151 bis 155) angeordnet zu sein, und
• eingerichtet, dass
- während des Füllvorganges die Rundkanne (15', 15", 151', 151", 152", 151 bis 155) ortsfest auf einem drehbaren Kannenteller (27a, 27b) um eine senkrechte Achse rotiert,
- nach Füllung einer Vollkanne (15', 151', 152", 153, 154) und vor Füllung einer Leerkanne (15', 151, 151', 151", 152, 155) die örtliche Zuordnung zwischen dem Ablagekopf (19) einerseits und der Vollkanne
(15', 151', 152", 153, 154) und der Leerkanne (15', 151, 151', 151", 152, 155) andererseits wechselt,
- die Vollkanne (15', 151', 152", 153, 154) abförderbar angeordnet ist,
- die Leerkanne (15', 151, 151', 151", 152, 155) zuführbar angeordnet ist, und
• zum Kannenwechsel der Ablagekopf (19) in Bezug auf die Rundkannen (15', 15", 151', 151", 152", 151 bis 155) örtlich von der mit Faserband (14IV) gefüllten Vollkanne (15', 151', 152", 153, 154) zu der Leerkanne (15', 151, 151', 151", 152, 155) verlagerbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
• der Ablagekopf (19) auf einem Hilfsrahmen (29) der Vorrichtung (KW1, KW2) verschiebbar gelagert ist, der
- auf den an einem Grundrahmen (25) der Vorrichtung befestigten Führungsmitteln (28a,
28b) in einer Richtung einer Ebene durch Mittelpunkte der Rundkannen (15', 15", 151', 151", 152", 151 bis 155) verstellbar gelagert ist und
- mit einer Verstelleinrichtung (38) des Hilfsrahmens (29) gekoppelt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablagekopf (19) linear verschiebbar, z. B. Linearführung, gelagert ist.
3. Vorrichtung (KW1, KW2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen hin und her verlagerbar gelagerten Ablagekopf (19).
4. Vorrichtung (KW
1, KW
2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine
• pneumatisch erfolgende Verlagerung des Ablagekopfes (19),
• mechanisch erfolgende Verlagerung des Ablagekopfes (19) oder
• motorisch angetrieben erfolgende Verlagerung des Ablagekopfes (19).
5. Vorrichtung (KW1, KW2) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (38) des Hilfsrahmens (29), im Fall des pneumatischen Verlagerns,
aus zwei doppeltwirkenden pneumatischen Zylindern (30a, 30b) besteht.
6. Vorrichtung (KW1, KW2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein beschleunigbares und abbremsbares Verlagern des Ablagekopfes (19).
7. Vorrichtung (KW1, KW2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine unmittelbar nebeneinander angeordnete Leerkanne (15', 151, 151', 151", 152, 155) und Vollkanne (15', 151', 152", 153, 154) .
8. Vorrichtung (KW1, KW2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verlagerung des Ablagekopfes (19) im wesentlichen in senkrechter Richtung zu
einer Arbeitsrichtung (A) der Karde (K, K1, K2).
9. Vorrichtung (KW
1, KW
2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch, zum Kannenaustausch,
• eine Zuführung der Leerkannen (15', 151, 151', 151", 152, 155) im wesentlichen entgegen einer Arbeitsrichtung (A) der Karde (K, K1, K2) und
• eine Abförderung der Vollkannen (15', 151', 152", 153, 154) im wesentlichen in der Arbeitsrichtung (A) der Karde.
10. Vorrichtung (KW
1, KW
2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
• zum Kannenwechsel, einer Verlagerung des Ablagekopfes (19) in horizontaler Richtung
und/oder
• zum Kannenaustausch, einer Zuführung und Abförderung der Rundkannen in horizontaler
Richtung.
11. Vorrichtung (KW1, KW2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antrieb (30a, 30b) für die Verlagerung des Ablagekopfes (19) und eine Messeinrichtung
(39) für die Füllung der Rundkanne mit Faserband (14IV) an eine gemeinsame elektrische Steuer- und Regeleinrichtung (36) angeschlossen sind.
12. Anordnung, umfassend eine Karde (K, K
1, K
2),
gekennzeichnet, durch
• eine Vorrichtung (KW1, KW2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und
• eine zwischen dem Ablagekopf (19) und einem Ausgang der Karde (K, K1, K2) angeordnete Bandspeichereinrichtung.
1. A device (KW
1, KW
2) at a carding machine (K, K
1, K
2) for filling a round can (15', 15", 15
1', 15
1", 15
2", 15
1 to 15
5) with sliver (14, 14
IV),
• comprising a rotatable sliver coiling head (19), configured
- to give off the sliver (14, 14IV) and to deposit it in rings into the round can (15', 15", 151', 151", 152", 151 to 155), as well as
- to be disposed above the round can (15', 15", 151', 151", 152", 151 to 155) during the filling procedure, and
• adapted in that
- during the filling procedure, the round can (15', 15", 151', 151", 152", 151 to 155) stationarily rotates on a rotatable rotary can plate (27a, 27b) about a vertical
axis,
- after filling a full can (15', 151', 152", 153, 154) and prior to filling an empty can (15', 151, 151', 151", 152, 155) the on-site association changes between the sliver coiling head (19) on the one
hand and the full can (15', 151', 152", 153, 154) and the empty can (15', 151, 151', 152, 155) on the other hand,
- the full can (15', 151', 152", 153, 154) is disposed to be dischargeable,
- the empty can (15', 151, 151', 152, 155) is disposed to be deliverable, and
• for changing cans, with regard to the round cans (15', 15", 151', 151", 152", 151 to 155) the sliver coiling head (19) is locally repositionable from the full can (15', 151', 152", 153, 154) filled with sliver (14IV) to the empty can (15', 151, 151', 151", 152, 155),
characterized in that
• the sliver coiling head (19) is displaceably supported on an auxiliary frame (29)
of the device (KW1, KW2), which frame
- on the guiding means (28a, 28b), which are attached to a base frame (25) of the
device, is supported to be adjustable in a direction of a plane through centres of
the round cans (15', 15", 151', 151", 152", 151 to 155), and
- is coupled to an adjusting device (38) of the auxiliary frame (29).
2. The device according to claim 1, characterized in that the sliver coiling head (19) is supported to be linearly displaceable, e.g. linear
guide.
3. The device (KW1, KW2) according to any of the preceding claims, characterized by a sliver coiling head (19), which is supported to be repositionable back and forth.
4. The device (KW
1, KW
2) according to any of the preceding claims,
characterized by
• a pneumatically realized reposition of the sliver coiling head (19),
• a mechanically realized reposition of the sliver coiling head (19), or
• a motor driven realized reposition of the slider coiling head (19).
5. The device (KW1, KW2) according to claim 4, characterized in that the adjusting device (38) of the auxiliary frame (29), in case of the pneumatic repositioning,
consists of two double-acting pneumatic cylinders (30a, 30b).
6. The device (KW1, KW2) according to any of the preceding claims, characterized by a movement of the sliver coiling head (19), which may be accelerated and decelerated.
7. The device (KW1, KW2) according to any of the preceding claims, characterized by an empty can (15', 151, 151', 151", 152, 155) and a full can (15', 151', 152", 153, 154), which are directly disposed next to each other.
8. The device (KW1, KW2) according to any of the preceding claims, characterized by a reposition of the sliver coiling head (19) essentially in perpendicular direction
to a working direction (A) of the carding machine (K, K1, K2).
9. The device (KW
1, KW
2) according to any of the preceding claims,
characterized by, for exchanging cans,
• a delivery of the empty cans (15', 151, 151', 151", 152, 155) essentially opposite to a working direction (A) of the carding machine (K, K1, K2), and
• a discharge of the full cans (15', 151', 152", 153, 154) essentially in the working direction (A) of the carding machine.
10. The device (KW
1, KW
2) according to any of the preceding claims,
characterized by
• for changing cans, a reposition of the sliver coiling head (19) in horizontal direction
and/or
• for exchanging cans, a delivery and a discharge of the round cans in horizontal
direction.
11. The device (KW1, KW2) according to any of the preceding claims, characterized in that a drive (30a, 30b) for the reposition of the sliver coiling head (19) and a measuring
device (39) for filling the round can with sliver (14IV) are connected to a common electrical open-loop and closed-loop control device (36).
12. An arrangement, comprising a carding machine (K, K
1, K
2),
characterized by
• a device (KW1, KW2) according to any of the preceding claims, and
• a sliver storage device disposed between the sliver coiling head (19) and an exit
of the carding machine (K, K1, K2).
1. Dispositif (KW
1, KW
2) sur une carde (K, K
1, K
2) pour remplir un pot rond (15', 15", 15
1', 15
1", 15
2", 15
1 à 15
5) avec du ruban de fibres (14, 14
IV),
• comportant une tête de mise en pot du ruban (19) rotative, aménagée à
- délivrer le ruban (14, 14IV) et à le déposer en ronds dans le pot rond (15', 15", 151', 151", 152", 151 à 155), de même que
- pendant le procédé de remplissage, à être agencée au-dessus du pot rond (15', 15",
151', 151", 152", 151 à 155), et
• adapté en ce que
- pendant le procédé de remplissage, le pot rond (15', 15", 151', 151", 152", 151 à 155) tourne de façon stationnaire sur un plateau tourne-pots (27a, 27b) rotative autour
d'un axe vertical,
- après le remplissage d'un pot rempli (15', 151', 152", 153, 154) et avant le remplissage d'un pot vide (15', 151, 151', 151", 152, 155) l'association locale change entre la tête de mise en pot du ruban (19) d'une part
et le pot rempli (15', 151', 152", 153, 154) et le pot vide (15', 151, 151', 151", 152, 155) d'autre part,
- le pot rempli (15', 151', 152", 153, 154) est agencé de façon à pouvoir être déchargée,
- le pot vide (15', 151, 151', 151", 152, 155) est agencé de façon à pouvoir être amenée, et
• pour le changement de pots, la tête de mise en pot du ruban (19) par rapport aux
pots ronds (15', 15", 151', 151", 152", 151 à 155) est décalable localement depuis le pot rempli (15', 151', 152", 153, 154) de ruban de fibres (14IV) vers le pot vide (15', 151, 151', 151", 152, 155),
caractérisé en ce que
• la tête de mise en pot du ruban (19) est supportée de façon déplaçable sur un cadre
auxiliaire (29) du dispositif (KW1, KW2), lequel
- est supporté de façon ajustable sur les moyens de guidage (28a, 28b), qui sont attachés
sur le cadre de base (25) du dispositif, en une direction d'un plan à travers les
centres des pots ronds (15', 15", 151', 151", 152", 151 à 155), et
- est accouplé à un dispositif d'ajustage (38) du cadre auxiliaire (29).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tête de mise en pot du ruban (19) est supportée de façon linéairement déplaçable,
par exemple guidage linéaire.
3. Dispositif (KW1, KW2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par une tête de mise en pot du ruban (19) supportée de façon décalable en va-et-vient.
4. Dispositif (KW
1, KW
2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par un
• décalage à réaliser pneumatiquement de la tête de mise en pot du ruban (19),
• décalage à réaliser mécaniquement de la tête de mise en pot du ruban (19), ou
• décalage à réaliser par entraînement de moteur de la tête de mise en pot du ruban
(19).
5. Dispositif (KW1, KW2) selon la revendication 4, caractérisé en ce que le dispositif d'ajustage (38) du cadre auxiliaire (29), en cas de décalage pneumatique,
consiste en des cylindres pneumatiques (30a, 30b) à double-action.
6. Dispositif (KW1, KW2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par décalage pouvant être accéléré et décéléré de la tête de mise en pot du ruban (19).
7. Dispositif (KW1, KW2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par un pot vide (15', 151, 151', 151", 152, 155) et un pot rempli (15', 151', 152", 153, 154) agencés directement l'un à côté de l'autre.
8. Dispositif (KW1, KW2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le décalage de la tête de mise en pot du ruban (19) essentiellement en direction
perpendicular par rapport à une direction opération (A) de la carde (K, K1, K2).
9. Dispositif (KW
1, KW
2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par, pour un échange de pots,
• une alimentation de pots vides (15', 151, 151', 151", 152, 155) essentiellement à l'opposée d'une direction d'opération (A) de la carde (K, K1, K2), et
• une évacuation des pots remplis (15', 151', 152', 153, 154) essentiellement en direction d'opération de la carde.
10. Dispositif (KW1, KW2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par
• pour le changement de pots, un décalage de la tête de mise en pot du ruban (19)
en direction horizontale et/ou
• pour l'échange de pots, une alimentation et une évacuation de pots ronds en direction
horizontale.
11. Dispositif (KW1, KW2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un entraînement (30a, 30b) pour le décalage de la tête de mise en pot du ruban (19)
et un dispositif de mesure (39) pour le remplissage du pot rond avec du ruban (14IV) sont connectés à un dispositif de contrôle et de régulation (36) commun.
12. Agencement, comportant une carde (K, K
1, K
2),
caractérisé par
• un dispositif (KW1, KW2) selon l'une des revendications précédentes, et
• un dispositif d'entreposage de ruban agencé entre la tête de mise en pot du ruban
(19) et une sortie de la carde (K, K1, K2).