[0001] Die Erfindung betrifft ein Haushaltskältegerät mit einer Öffnungshilfevorrichtung,
die eingerichtet ist, ein Öffnen eines Türblatts oder das Herausziehen einer Schublade
des Haushaltskältegerätes zu unterstützen.
[0002] Die
DE 203 01 951 U1 offenbart ein Haushaltskältegerät, das ein Türblatt und eine Türöffnungshilfe umfasst.
Die Türöffnungshilfe weist einen Motor, einen Exzenter und einen Stößel auf. Um ein
Öffnen des Türblatts zu unterstützen, bewegt der Exzenter den Stößel von einer eingefahrenen
Stellung in eine ausgefahrene Stellung, in der der Stößel das Türblatt einen Spalt
weit aufdrückt. Danach kann das Türblatt manuell weiter geöffnet werden. Nach dem
Aufdrücken des Türblatts bewegt der Exzenter den Stößel wieder in seine eingefahrene
Stellung, sodass das Türblatt wieder manuell geschlossen werden kann.
[0003] Die
WO 2007/009783 A1 offenbart ein weiteres Haushaltskältegerät mit einem Türblatt und einer Türöffnungshilfe.
Die Türöffnungshilfe umfasst Antriebsmittel sowohl zum automatischen Öffnen als auch
zum automatischen Schließen des Türblatts.
[0004] Die
DE 10 2010 020 626 A1 offenbart ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit einer Tür und einer Öffnungseinrichtung,
welche die Tür zumindest teilweise öffnet. Die Tür mit einer entsprechend ausgeführten
Türschließfeder-Einrichtung kann sich auch wieder schließen.
[0005] Die
EP 2 660 543 A2 offenbart ein Kühl- und/oder Gefriergerät mit einer Tür und einem Öffnungssystem,
dessen Öffnungseinheit die Tür zumindest teilweise öffnet. Die Öffnungseinheit kann
derart ausgeführt sein, dass sie nach einer bestimmten Zeit in ihren Ausgangszustand
zurückfährt. Dadurch kann sichergestellt werden, dass bei einer Fehlauslösung oder
Störung in Zusammenhang mit einem selbstschließenden Türscharnier kein Kälteverlust
durch eine versehentlich offenstehende Tür vorkommen kann.
[0006] Die
EP 1 077 354 A2 offenbart ein Haushaltskältegerät mit einem Türblatt, einer Türöffnungshilfe und
einem automatischem Türblattschließmechanismus. Die Türöffnungshilfe umfasst einen
relativ langen Stößel, sodass die Türöffnungshilfe das Türblatt um eine Strecke öffnet,
die größer ist als die maximale Strecke, innerhalb derer der automatische Türblattschließmechanismus
das Türblatt zu schließen vermag.
[0007] Die
DE 10 2006 061 083 A1 offenbart ein Kältegerät, das einen Korpus, eine Tür und ein Antriebselement umfasst.
Das Kältegerät umfasst einen Drucksensor zum Erfassen eines Drückens oder Ziehens
an der geschlossenen Tür und eine mit dem Drucksensor gekoppelte Steuerschaltung,
die dazu dienen, das Antriebselement daraufhin zu aktivieren, damit dieses die geschlossene
Tür aufstößt.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein sicherer zu bedienendes Haushaltskältegerät
mit einer Öffnungshilfevorrichtung anzugeben, die eingerichtet ist, ein Öffnen eines
Türblatts oder das Herausziehen einer Schublade des Haushaltskältegerätes zu unterstützen.
[0009] Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch ein Haushaltskältegerät gemäß dem Patentanspruch
1 bzw. dem Patentanspruch 4.
[0010] Das erfindungsgemäße Haushaltskältegerät umfasst den wärmeisolierten Innenbehälter,
der den kühlbaren Innenraum begrenzt. Der kühlbare Innenraum ist zum Lagern von Lebensmitteln
vorgesehen und wird mittels der Kältevorrichtung gekühlt. Diese ist vorzugsweise als
ein dem Fachmann im Prinzip bekannter Kältemittelkreislauf ausgebildet und ist Vorzugsweise
derart ausgeführt, dass er den kühlbaren Innenraum zumindest in etwa auf eine vorgegebene
Temperatur kühlt. Der kühlbare Innenraum ist zum Lagern von Lebensmitteln vorgesehen.
[0011] Der Innenbehälter ist wärmeisoliert, indem vorzugsweise das Haushaltskältegerät z.B.
einen wärmeisolierenden Isolierschaum aufweist, der insbesondere an der dem kühlbaren
Innenraum abgewandten Oberfläche des Innenbehälters anliegt.
[0012] Das erfindungsgemäße Haushaltskältegerät umfasst ferner das schwenkbar relativ zum
kühlbaren Innenraum gelagerte Türblatt. Das Türblatt ist mittels Scharnier schwenkbar
bezüglich einer insbesondere vertikal verlaufenden Achse gelagert. Wenigstens eines
der Scharniere ist als ein selbstschließendes Scharnier ausgebildet. Selbstschließende
Scharniere umfassen eine Feder, welche automatisch das Türblatt von einer geöffneten
Stellung in die geschlossene Stellung bewegt. Das wenigstens eine selbstschließende
Scharnier des erfindungsgemäßen Haushaltskältegerätes ist ausgebildet, das Türblatt
bis zum ersten Öffnungswinkel automatisch zu schließen, d.h. dass wenn das Türblatt
bis einschließlich zu diesem ersten Öffnungswinkel geöffnet ist und z.B. von einer
Person nicht gehalten wird, es sich automatisch schließt. Ist das Türblatt weiter
als bis zum ersten Öffnungswinkel geöffnet, dann wirkt das wenigstens eine selbstschließende
Scharnier nicht auf das Türblatt, um ein Offenstehen des Türblatts zu ermöglichen.
Der erste Öffnungswinkel beträgt z.B. maximal 45°, vorzugsweise 30°.
[0013] Das erfindungsgemäße Haushaltskältegerät umfasst ferner die Öffnungshilfevorrichtung.
Diese umfasst den Aktuator, der z.B. als ein Elektromotor ausgebildet ist, um zumindest
indirekt den Stößel der Öffnungshilfevorrichtung automatisch zwischen den beiden Stellungen
hin und her zu bewegen. Die Öffnungshilfevorrichtung ist vorzugsweise eine elektronische
Öffnungshilfevorrichtung. Die Öffnungshilfevorrichtung unterstützt ein Öffnen des
Türblatts, indem der Stößel das geschlossene Türblatt bei einer Bewegung von der ersten
Stellung in die zweite Stellung um den zweiten Öffnungswinkel aufdrückt. Nach dem
Erreichen der zweiten Stellung bewegt sich der Stößel automatisch sofort oder zeitverzögert
in seine erste Stellung und ermöglicht somit ein Schließen des Türblatts. Da der zweite
Öffnungswinkel kleiner ist als der erste Öffnungswinkel, ist es dem wenigstens einen
selbstschließenden Scharnier ermöglicht, das mittels des Stößels bis zum zweiten Öffnungswinkel
aufgedrückte Türblatt wieder automatisch zu schließen, sollte z.B. eine Person das
Türblatt doch nicht öffnen wollen. Dadurch kann auch erreicht werden, dass bei einem
Fehlauslösen der Öffnungshilfevorrichtung das Türblatt nicht offen stehen bleibt,
sondern automatisch aufgrund des wenigstens einen selbstschließenden Scharniers wieder
geschlossen wird.
[0014] Anstelle des Türblatts kann das erfindungsgemäße Haushaltskältegerät auch wenigstens
eine selbstschließende Schublade aufweisen, welche zumindest teilweise aus dem kühlbaren
Innenraum herausziehbar ist und die eingerichtet ist, bis zu einer ersten Strecke,
um die die Schublade aus dem kühlbaren Innenraum teilweise heraus gezogen ist, automatisch
in den kühlbaren Innenraum in eine geschlossene Stellung zu bewegen vermag. In diesem
Fall ist die Öffnungshilfevorrichtung ausgebildet, ein Schließen der Schublade zu
ermöglichen, wenn sich der Stößel in seiner ersten Stellung befindet, den Stößel von
seiner ersten Stellung in seine zweiten Stellung zu bewegen, um die geschlossene Schublade
mittels des Stößels um eine zweite Strecke, die kleiner als die erste Strecke ist,
teilweise aus dem kühlbaren Innenraum zu drücken, und nach Erreichen der zweiten Stellung
sofort oder zeitverzögert automatisch den Stößel in seine erste Stellung zu bewegen.
[0015] Eine selbstschließende Schublade umfasst eine Feder, welche die aus dem kühlbaren
Innenraum herausgezogene Schublade automatisch in den kühlbaren Innenraum hinein zieht.
Die selbstschließende Schublade des erfindungsgemäßen Haushaltskältegerätes ist ausgebildet,
die Schublade bis zur ersten Strecke, um die die Schublade teilweise aus dem kühlbaren
Innenraum herausgezogen ist, zu schließen, d.h. dass wenn die Schublade bis einschließlich
um diese erste Strecke teilweise aus dem kühlbaren Innenraum heraus gezogen ist und
z.B. von einer Person nicht gehalten wird, sich automatisch schließt. Ist die Schublade
weiter als die erste Strecke aus dem kühlbaren Innenraum heraus gezogen, dann wirkt
die Feder nicht mehr auf die Schublade, um ein Offenstehen der Schublade zu ermöglichen.
[0016] Im Falle des erfindungsgemäßen Haushaltskältegerätes mit der selbstschließenden Schublade
unterstützt die Öffnungshilfevorrichtung ein Herausziehen der Schublade aus dem kühlbaren
Innenraum, indem der Stößel die geschlossene Schublade bei einer Bewegung von der
ersten Stellung in die zweite Stellung um die zweite Strecke aus dem kühlbaren Innenraum
heraus drückt. Nach dem Erreichen der zweiten Stellung bewegt sich der Stößel automatisch
sofort oder zeitverzögert in seine erste Stellung und ermöglicht somit ein Schließen
der Schublade. Da die zweite Strecke kleiner ist als die erste Strecke ist es der
selbstschließenden Schublade ermöglicht, die mittels des Stößels bis zur zweiten Strecke
aus dem kühlbaren Innenraum heraus gedrückte Schublade wieder automatisch zu schließen,
sollte z.B. eine Person die selbstschließende Schublade doch nicht öffnen wollen.
Dadurch kann auch erreicht werden, dass bei einem Fehlauslösen der Öffnungshilfevorrichtung
die selbstschließende Schublade nicht offen stehen bleibt, sondern automatisch wieder
geschlossen wird.
[0017] Die Öffnungshilfevorrichtung ist vorzugsweise mittig bezüglich des Innenbehälters
angeordnet, um einen Wechsel des Anschlags des Türblatts zu erlauben bzw. die selbstschließende
Schublade sauber auszufahren.
[0018] Es ist auch möglich, dass das erfindungsgemäße Haushaltskältegerät zwei kühlbare
Innenräume zum Lagern von Lebensmitteln aufweist, von denen der eine mit der selbstschließenden
Schublade und der andere mit dem mittels Scharniere gelagerten Türblatts versehen
ist, von denen wenigstens eines der Scharniere als das selbstschließende Scharnier
ausgebildet ist. In diesem Fall ist der selbstschließenden Schublade und dem Türblatt
jeweils eine entsprechende Öffnungshilfevorrichtung zugeordnet.
[0019] Das erfindungsgemäßen Haushaltskältegerät ist ausgebildet, dass aufgrund eines Drückens
an dem geschlossenen Türblatt bzw. an der geschlossen Schublade die Öffnungshilfevorrichtung
automatisch den Stößel zeitverzögert von seiner ersten Stellung in seine zweite Stellung
bewegt. In diesem Fall wird der Wunsch einer Person, das Türblatt bzw. die Schublade
zu öffnen dadurch bemerkt, dass an dem Türblatt bzw. an der Schublade gedrückt wird.
Ein Drücken an der Schublade bzw. am Türblatt kann z.B. durch das Auswerten des Drucks
innerhalb des kühlbaren Innenraums oder dessen Änderung erkannt werden. Dazu umfasst
das erfindungsgemäße Haushaltskältegerät z.B. einen Drucksensor und wertet dessen
Ausganssignale aus. Wird nämlich am Türblatt bzw. an der Schublade gedrückt, dann
erhöht sich der Druck innerhalb des kühlbaren Innenraums. Wird nun am Türblatt bzw.
an der Schublade gedrückt, dann bewegt die Öffnungsvorrichtung vorzugsweise um eine
Zeitdauer von beispielsweise 0,5s zeitverzögert den Stößel von seiner ersten in seine
zweite Stellung, um das Öffnen des Türblatts bzw. der Schublade zu unterstützten.
Durch das zeitverzögerte Öffnen des Türblatts bzw. der Schublade wird verhindert,
dass während des Drückens die Öffnungshilfevorrichtung bereits das Türblatt bzw. die
Schublade gegen die Person drückt. Nachdem die Zeitdauer von beispielsweise 0,5s verstrichen
ist, öffnet sich das Türblatt bzw. die Schublade automatisch um einen Spalt bzw. um
die zweite Strecke, um der Person das manuelle weitere Öffnen des Türblatts bzw. der
Schublade zu ermöglichen.
[0020] Vorzugsweise ist das erfindungsgemäße Haushaltskältegerät derart ausgebildet, dass
nach einem Drücken am geschlossenen Türblatt bzw. an der geschlossenen Schublade die
Öffnungshilfevorrichtung automatisch den Stößel um eine Zeitdauer von beispielsweise
3s zeitverzögert von seiner zweiten Stellung in seine erste Stellung bewegt. Dadurch
hält die Öffnungsvorrichtung das Türblatt bzw. die Schublade für diese Zeitdauer leicht
geöffnet. Dadurch hat die Person genügend Zeit das Türblatt bzw. die Schublade weiter
zu öffnen, bevor sich dieses bzw. diese wieder automatisch schließt.
[0021] Das erfindungsgemäße Haushaltskältegerät kann demnach ausgebildet sein, dass aufgrund
des Drückens an dem Türblatt insbesondere an dessen Front bzw. an der Schublade die
Öffnungshilfevorrichtung aktiviert wird. Insbesondere nach einer kurzen Wartezeit
wird das Türblatt bis zum zweiten Öffnungswinkel aufgeschoben. Dabei entsteht ein
Öffnungsspalt von beispielsweise wenigen Zentimetern. In dieser Position wird vorzugsweise
das Türblatt durch die Öffnungshilfevorrichtung gehalten, bis die Person das Türblatt
greift. Beispielsweise nach einer eingestellten Zeitdauer von z.B. 3s fährt die Öffnungshilfevorrichtung
ihren Stößel wieder ein. Somit schließt das Türblatt automatisch wieder, falls die
Person das Türblatt nicht vollständig geöffnet hat. Dabei kann die Art der Schließung
durch das Geschwindigkeitsprofil der Stößelrückführung der Öffnungshilfevorrichtung
entsprechend beeinflusst werden. Der Öffnungspalt des Türblatts wird auf das jeweilige
selbstschließende Scharnier abgestimmt. Dies bedeutet, dass der zweite Öffnungswinkel,
der durch die Öffnungshilfevorrichtung ausgelöst wird, kleiner ist als der erste Öffnungswinkel,
bis zu dem der Selbstschließeffekt des selbstschließenden Scharniers noch wirksam
ist. Bei Auszügen, d.h. selbstschließenden Schubladen ist der ausgefahrene Weg (zweite
Strecke) nicht größer als der Weg (erste Strecke), den der Auszug bzw. die selbstschließende
Schublade wieder automatisch zurückfahren kann.
[0022] Das erfindungsgemäßen Haushaltskältegerät ist ausgebildet, dass aufgrund eines Ziehens
an dem geschlossenen Türblatt bzw. aufgrund eines Ziehens an der geschlossenen Schublade
die Öffnungshilfevorrichtung automatisch den Stößel sofort von seiner ersten Stellung
in seine zweite Stellung bewegt. Dazu kann das Türblatt bzw. die Schublade einen Grifft
aufweisen. In diesem Fall wird der Wunsch einer Person, das Türblatt bzw. die Schublade
zu öffnen dadurch bemerkt, dass an dem Türblatt bzw. an der Schublade gezogen wird.
Ein Ziehen an der Schublade bzw. am Türblatt kann z.B. durch das Auswerten des Drucks
innerhalb des kühlbaren Innenraums oder dessen Änderung erkannt werden. Wird nämlich
am Türblatt bzw. an der Schublade gezogen, dann verringert sich der Druck innerhalb
des kühlbaren Innenraums. Wird nun am Türblatt bzw. an der Schublade gezogen, dann
bewegt gemäß dieser Variante die Öffnungsvorrichtung den Stößel von seiner ersten
in seine zweite Stellung, um das Öffnen des Türblatts bzw. der Schublade zu unterstützten.
Vorzugsweise bewegt die Öffnungsvorrichtung den Stößel sofort von seiner ersten in
seine Zweite Stellung, um die Person beim Ziehen an dem Türblatt bzw. an der Schublade
möglichst ohne Zeitverzögerung zu unterstützen.
[0023] Vorzugsweise bewegt die Öffnungsvorrichtung des erfindungsgemäßen Haushaltskältegerätes
automatisch den Stößel sofort von seiner zweiten Stellung in seine
- Fig. 1
- ein Haushaltskältegerät in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 2
- eine Draufsicht des Haushaltskältegerätes,
- Fig. 3
- eine Öffnungshilfevorrichtung des Haushaltskältegerätes,
- Fig. 4
- ein Diagramm zum Veranschaulichen des Betriebs der Öffnungshilfevorrichtung, und
- Fig. 5
- eine Draufsicht eines weiteren Haushaltskältegerätes.
[0024] Die Fig. 1 zeigt ein Haushaltskältegerät 1 in einer perspektivischen Darstellung
und die Fig. 2 zeigt das Haushaltskältegerät 1 in einer Draufsicht.
[0025] Das Haushaltskältegerät 1 weist einen Korpus 2 mit einem wärmeisolierten Innenbehälter
3 auf, der einen kühlbaren Innenraum 4 begrenzt. Der kühlbare Innenraum 4 ist zum
Lagern von nicht näher dargestellten Lebensmitteln vorgesehen.
[0026] Das Haushaltskältegerät 1 weist im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ein
schwenkbar gelagertes Türblatt 5 zum Verschließen des kühlbaren Innenraums 4 auf.
Das Türblatt 5 ist insbesondere bezüglich einer nicht dargestellten, vertikal verlaufenden
Achse schwenkbar gelagert. Bei geöffnetem Türblatt 5, wie in der Fig. 1 dargestellt,
ist der kühlbare Innenraum 4 zugänglich. Das Türblatt 5 ist mittels Scharniere relativ
zum wärmeisolierten Innenbehälter 2 schwenkbar gelagert. Die Scharniere sind z.B.
am Korpus 2 befestigt.
[0027] An der in Richtung kühlbaren Innenraum 4 gerichteten Seite des Türblatts 5 sind im
Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels mehrere Türabsteller 6 zum Lagern von
Lebensmitteln angeordnet. Im kühlbaren Innenraum 4 sind insbesondere mehrere Fachböden
7 zum Lagern von Lebensmitteln angeordnet und im unteren Bereich des kühlbaren Innenraums
4 ist insbesondere eine Schublade 8 angeordnet, in der ebenfalls Lebensmittel gelagert
werden können.
[0028] Das Haushaltskältegerät 1 umfasst ferner eine an der in Richtung kühlbaren Innenraum
4 gerichteten Seite des Türblatts 5 befestigte Türdichtung 5a.
[0029] Das Haushaltskältegerät 1 umfasst einen nicht näher gezeigten Kältemittelkreislauf
zum Kühlen des kühlbaren Innenraums 4. Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels
umfasst der Kältemittelkreislauf einen Verdichter, einen dem Verdichter nachgeschalteten
Verflüssiger, eine dem Verflüssiger nachgeschaltete Drosselvorrichtung, die insbesondere
als ein Drossel- oder Kapillarrohr ausgeführt ist, und einen Verdampfer, der zwischen
der Drosselvorrichtung und dem Verdichter angeordnet ist.
[0030] Das Haushaltskältegerät 1 ist z.B. ein Haushaltskühlgerät und/oder kann als ein so
genanntes No-Frost Haushaltskältegerät ausgeführt sein.
[0031] Das Haushaltskältegerät 1 umfasst im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels
eine elektronische Steuervorrichtung 9, die eingerichtet ist, den Kältemittelkreislauf,
insbesondere dessen Verdichter in für den Fachmann in allgemein bekannter Weise derart
anzusteuern, dass der kühlbare Innenraum 4 zumindest in etwa eine vorgegebene oder
vorgebbare Soll-Temperatur aufweist. Die elektronische Steuervorrichtung 9 ist vorzugsweise
derart eingerichtet, dass sie die Temperatur des kühlbaren Innenraums 4 regelt. Um
gegebenenfalls die Ist-Temperatur des kühlbaren Innenraums 4 zu erhalten, kann das
Haushaltskältegerät 1 wenigstens einen nicht näher dargestellten und mit der elektronischen
Steuervorrichtung 9 verbundenen Temperatursensor aufweisen.
[0032] Wenigstens eines der Scharniere des Haushaltskältegerätes 1 ist als ein selbstschließendes
Scharnier 10 ausgebildet. Das selbstschließende Scharnier 10 umfasst eine nicht näher
dargestellte, auf das Scharnier 10 wirkende vorgespannte Feder, welche bis zu einem
ersten Öffnungswinkel a, mit dem das Türblatt 5 geöffnet ist, das Türblatt 5 aufgrund
der von der Feder ausgeübten Federkraft automatisch in seine geschlossene Stellung
bewegt. Das mit dem ersten Öffnungswinkel α geöffnete Türblatt 5 ist in der Fig. 2
gestrichelt gezeichnet. Der erste Öffnungswinkel α ist insbesondere kleiner gleich
45°, vorzugsweise in etwa 30°.
[0033] Das Haushaltskältegerät 1 umfasst ferner eine in der Fig. 3 näher dargestellte Öffnungshilfevorrichtung
11. Die Öffnungshilfevorrichtung 11 des Haushaltskältegerätes 1 ist vorgesehen, ein
Öffnen des Türblatts 5 zu unterstützen. Die Öffnungshilfevorrichtung 11 ist somit
im Falle des in der Fig. 1 dargestellten Haushaltskältegerätes 1 eine Türöffnungshilfevorrichtung.
[0034] Die Öffnungshilfevorrichtung 11 ist im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels
im oder am Korpus 2, vorzugsweise mittig bezüglich des Türblatts 5 befestigt. Die
Öffnungshilfevorrichtung 11 umfasst einen Stößel 12, der zumindest indirekt mittels
eines Aktuators, z.B. eines Elektromotors 13 zwischen einer ersten Stellung und einer
zweiten Stellung hin und her bewegt werden kann. Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels
umfasst die Öffnungshilfevorrichtung 11 ein zwischen dem Stößel 12 und dem Elektromotor
13 geschaltetes Getriebe 14. Der Elektromotor 13 und das Getriebe 14 sind innerhalb
eines Gehäuses 17 angeordnet und der Stößel 12 ragt zumindest in seiner zweiten Stellung
zumindest teilweise aus dem Gehäuse 17.
[0035] Die Öffnungshilfevorrichtung 11 ist vorgesehen, das Türblatt 5 automatisch von seiner
geschlossenen Stellung bis zu einem zweiten Öffnungswinkel β mittels des Stößels 12
aufzudrücken, sodass ab da das Türblatt 5 für ein vollständiges Öffnen erleichtert
manuell geöffnet werden kann. Das Türblatt 5 in der mittels des Stößels 12 bis zum
zweiten Öffnungswinkel β geöffneten Stellung ist in der Fig. 5 mit durchgezogenen
Linien gezeigt.
[0036] In seiner ersten Stellung ist der Stößel 12 eingefahren und erlaubt ein Schließen
des Türblatts 5. In seiner zweiten Stellung ist der Stößel 12 um eine vorbestimmte
Strecke I von z.B. 35mm ausgefahren und drückt das Türblatt 5 einen Spalt weit bis
zum zweiten Öffnungswinkel β auf. Der Stößel 12 in seiner ersten Stellung ist in der
Fig. 3 mit durchgezogenen Linien und in seiner zweiten Stellung gestrichelt gezeichnet.
[0037] Das selbstschließende Scharnier 10 und die Öffnungshilfevorrichtung 11 sind derart
aufeinander abgestimmt, dass der zweite Öffnungswinkel β, mit dem der Stößel 12 das
Türblatt 5 öffnet, kleiner, vorzugsweise wesentlich kleiner ist als der erste Öffnungswinkel
a, innerhalb dem das selbstschließende Scharnier 10 das Türblatt 5 automatisch zu
schließen vermag.
[0038] Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels wird die Öffnungshilfevorrichtung
11 mittels einer eigenen elektronischen Steuervorrichtung 15 angesteuert. Die elektronische
Steuervorrichtung 15 ist insbesondere innerhalb des Gehäuses 17 angeordnet. Es ist
aber auch möglich, dass die Öffnungshilfevorrichtung 11 von der den Kältemittelkreislauf
ansteuernden elektronischen Steuervorrichtung 9 angesteuert wird. Es kann auch vorgesehen
sein, dass beide elektronische Steuervorrichtungen 9, 15 miteinander kommunizieren
können.
[0039] Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist es vorgesehen, dass wenn die elektronische
Steuervorrichtung 15 den Wunsch einer Person erkennt, das Türblatt 5 öffnen zu wollen,
die elektronische Steuervorrichtung 15 den Elektromotor 13 derart ansteuert, sodass
sich der Stößel 12 von seiner ersten Stellung in seine zweite Stellung bewegt, um
das Türblatt 5 bis zum zweiten Öffnungswinkel β zu öffnen. Nachdem sich der Stößel
12 in seiner zweiten Stellung befindet und das Türblatt 5 ein Spalt weit aufgedrückt
ist, steuert die elektronische Steuervorrichtung 15 den Elektromotor 13 nach einer
vorbestimmten Zeitdauer oder auch sofort wieder an, sodass sich der Stößel 12 von
seiner zweiten Stellung in seine erste Stellung bewegt. Möchte die Person nun doch
nicht das Türblatt 5 weiter öffnen, so schließt sich das Türblatt 5 automatisch aufgrund
des selbstschließenden Scharniers 10.
[0040] Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels kann der Wunsch der Person, das Türblatt
5 zu öffnen, durch Drücken oder Ziehen am geschlossenen Türblatt 5 zum Ausdruck gebracht
werden.
[0041] Um ein Ziehen oder Drücken am Türblatt 5 zu erkennen, weist im Falle des vorliegenden
Ausführungsbeispiels das Haushaltskältegerät 1, insbesondere dessen Öffnungshilfevorrichtung
11 einen Drucksensor 16 auf, dessen Ausgangssignale die elektronische Steuervorrichtung
15 der Öffnungshilfevorrichtung 15 entsprechend auszuwerten vermag. Zieht die Person
am Türblatt 5, um dieses zu öffnen, so verringert sich der Luftdruck innerhalb des
kühlbaren Innenraums 4. Dies erkennt die elektronische Steuerungsvorrichtung 15 aufgrund
der vom Drucksensor 16 erzeugten Ausgangssignale. Zieht dagegen die Person am geschlossenen
Türblatt 5, so erhöht sich der Druck innerhalb des kühlbaren Innenraums 4. Dies erkennt
ebenfalls die elektronische Steuerungsvorrichtung 15 aufgrund der vom Drucksensor
16 erzeugten Ausgangssignale.
[0042] Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist es vorgesehen, dass die elektronische
Steuervorrichtung 15 den Elektromotor 13 je nach erkanntem Ziehen oder Drücken am
Türblatt 5 unterschiedlich ansteuert. Die zeitlichen Verläufe dieses Ansteuerns bzw.
der daraus resultierenden Bewegungsabläufe des Stößels 12 sind in der Fig. 4 gezeigt.
Diese zeigt einen ersten Verlauf 41, der der Bewegung des Stößels 12 aufgrund eines
Ziehens am geschlossenen Türblatt 5 zugeordnet ist, und einen zweiten Verlauf 42,
der der Bewegung des Stößels 12 aufgrund eines Drückens am geschlossenen Türblatt
5 zugeordnet ist.
[0043] Erkennt die elektronische Steuervorrichtung 15 ein Ziehen am geschlossenen Türblatt
5 zum Zeitpunkt t
o, so wird augenblicklich der Stößel 12 von seiner ersten Stellung in seine zweite
Stellung bewegt, die er zum Zeitpunkt t
1 erreicht. Nach dem Erreichen der zweiten Stellung zum Zeitpunkt t
1 wird der Stößel 12 sofort wieder in seine erste Stellung bewegt, die er zum Zeitpunkt
t
2 erreicht.
[0044] Die Zeitdauer, die der Stößel 12 benötigt, bis er seine zweite Stellung zum Zeitpunkt
t
1 erreicht hat, beträgt vorzugsweise weniger als 0,4s, vorzugsweise in etwa 0,2s. Die
Zeitdauer, die der Stößel 12 für seine Bewegung zwischen der zweiten Stellung und
der ersten Stellung benötigt, ist insbesondere länger als diejenige Zeitdauer für
die Bewegung von der ersten Stellung in die zweite Stellung. Die Zeitdauer für die
Bewegung des Stößels 12 von der zweiten Stellung in die erste Stellung beträgt z.B.
0,5s.
[0045] Erkennt die elektronische Steuervorrichtung 15 ein Drücken am geschlossenen Türblatt
5 zum Zeitpunkt t
0, so wird der Stößel 12 zeitverzögert, also erst nach einer Zeitdauer von beispielsweise
etwa 0,5s zum Zeitpunkt t
3 von seiner ersten Stellung in seine zweite Stellung automatisch bewegt, die er zum
Zeitpunkt t
4 erreicht.
[0046] Die Zeitdauer, die der Stößel 12 nach erkanntem Drücken am Türblatt 5 benötigt, bis
er zum Zeitpunkt t
4 seine zweite Stellung ausgehend von seiner ersten Stellung zum Zeitpunkt t
3 erreicht hat, ist länger als die entsprechende Zeitdauer bei erkanntem Ziehen am
Türblatt 5 und beträgt z.B. 1,0s.
[0047] Bevor der Stößel 12 wieder von seiner zweiten Stellung in seine erste Stellung bewegt
wird, verweilt der Stößel 12 nach erkanntem Drücken am Türblatt 5 für eine vorbestimmte
Zeitdauer von insbesondere mehreren Sekunden, z.B. von 3,0s, in seiner zweiten Stellung,
um dann zum Zeitpunkt t
5 von seiner zweiten Stellung in seine erste Stellung automatisch bewegt zu werden.
Seine erste Stellung erreicht der Stößel 12 zum Zeitpunkt t
6. Die Zeitdauer für die Bewegung des Stößels 12 von der zweiten Stellung in die erste
Stellung beträgt z.B. 0,5s.
[0048] Die Fig. 5 zeigt eine Draufsicht eines weiteren Haushaltskältegeräts 51. Wenn nicht
anders beschrieben, dann sind Bestandteile des in der Fig. 5 gezeigten Haushaltskältegerätes
51, die mit Bestandteilen des in der Fig. 1 gezeigten Haushaltskältegerätes 1 im Wesentlichen
bau- und funktionsgleich sind, mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0049] Das in der Fig. 5 gezeigte Haushaltskältegerät 51 unterscheidet sich im Wesentlichen
von dem in der Fig. 1 dargestellten Haushaltskältegerätes 1 dadurch, dass es kein
Türblatt zum Öffnen und Schließen des kühlbaren Innenraums 4 aufweist, sondern wenigstens
eine selbstschließende Schublade 52, welche zum Beladen mit Lebensmitteln zumindest
teilweise aus dem kühlaren Innenraum 4 herausgezogen und zum Lagern der Lebensmittel
in den kühlbaren Innenraum 4 hinein geschoben werden kann.
[0050] Die selbstschließende Schublade 52 umfasst eine nicht näher dargestellte, auf die
selbstschließende Schublade 52 wirkende vorgespannte Feder, welche bis zu einer ersten
Strecke L1, aus der die selbstschließende Schublade 52 aus dem kühlbaren Innenraum
4 heraus gezogen werden kann, die selbstschließende Schublade 52 aufgrund der von
der Feder ausgeübten Federkraft automatisch in ihre geschlossen Stellung, in der die
Schublade 51 völlig in den kühlbaren Innenraum 4 geschoben ist, bewegt. Die bis zur
ersten Strecke L1 aus dem kühlbaren Innenraum 4 herausgezogene selbstschließende Schublade
52 ist in der Fig. 5 gestrichelt gezeichnet. Die selbstschließende Schublade 52 ist
derart eingerichtet, dass es möglich ist, diese weiter als die erste Strecke L1 aus
dem kühlbaren Innenraum 4 heraus zu ziehen.
[0051] Das in der Fig. 5 gezeigte Haushaltskältegerät 51 weist ebenfalls die Öffnungshilfevorrichtung
11 auf, die jedoch für das Haushaltskältegerät 51 vorgesehen ist, die selbstschließende
Schublade 51 automatisch von ihrer geschlossenen Stellung bis zu einer zweiten Strecke
L2 mittels des Stößels 12 aus dem kühlbaren Innenraum 4 zu drücken, um ein manuelles
vollständiges Herausziehen der Schublade 51 zu erleichtern. Die bis zur zweiten Strecke
L2 herausgedrückte Schublade 52 ist in der Fig. 5 mit durchgezogenen Linien gezeigt.
[0052] In seiner ersten Stellung ist der Stößel 12 eingefahren und erlaubt ein Schließen
der Schublade 51. In seiner zweiten Stellung ist der Stößel 12 um die vorbestimmte
Strecke I von z.B. 35mm ausgefahren und drückt die Schublade 51 um die zweite Strecke
L2 aus dem kühlbaren Innenraum 4 heraus.
[0053] Die selbstschließende Schublade 52 und die Öffnungshilfevorrichtung 11 sind derart
aufeinander abgestimmt, dass die zweite Strecke L2 kleiner ist als die erste Strecke
L1.
[0054] Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist es vorgesehen, dass wenn die elektronische
Steuervorrichtung 15 den Wunsch einer Person erkennt, die Schublade 51 aus dem kühlbaren
Innenraum 4 herauszuziehen, die elektronische Steuervorrichtung 15 den Elektromotor
13 derart ansteuert, sodass sich der Stößel 12 von seiner ersten Stellung in seine
zweite Stellung bewegt, um die Schublade 52 bis zur zweiten Strecke L2 aus dem kühlbaren
Innenraum 4 herauszudrücken.
[0055] Nachdem sich der Stößel 12 in seiner zweiten Stellung befindet und die Schublade
52 bis zur zweiten Strecke L2 aus dem kühlbaren Innenraum 4 herausgedrückt ist, steuert
die elektronische Steuervorrichtung 15 den Elektromotor 13 zeitverzögert oder auch
sofort wieder an, sodass sich der Stößel 12 von seiner zweiten Stellung in seine erste
Stellung bewegt. Möchte die Person nun doch nicht die Schublade 52 aus dem kühlbaren
Innenraum 4 heraus ziehen, so bewegt sich automatisch die Schublade 52 aufgrund ihrer
selbstschließenden Eigenschaft völlig in den kühlbaren Innenraum 4 hinein.
[0056] Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels kann der Wunsch der Person, die Schublade
52 aus dem kühlbaren Innenraum 4 herauszuziehen, durch Drücken oder Ziehen an der
geschlossenen Schublade 52 zum Ausdruck bringen.
[0057] Um ein Ziehen oder Drucken an der Schublade 52 zu erkennen, wird insbesondere die
Druckänderung innerhalb des kühlbaren Innenraums 4 mittels der elektronischen Steuervorrichtung
15 ausgewertet. Drückt die Person an der geschlossenen Schublade 52, so erhöht sich
der Druck innerhalb des kühlbaren Innenraums 4. Zieht die Person an der Schublade
52, so verringert sich der Druck innerhalb des kühlbaren Innenraums 4.
[0058] Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist es vorgesehen, dass die elektronische
Steuervorrichtung 15 den Elektromotor 13 je nach erkanntem Ziehen oder Drücken an
der Schublade 52 unterschiedlich ansteuert. Die zeitlichen Verläufe diese Ansteuerns
bzw. der daraus resultierenden Bewegungsabläufe des Stößels 12 entsprechen den zeitlichen
Verläufen 41, 42 für das Öffnen des Türblatts 5 des Haushaltskältegerätes 1.
[0059] Erkennt die elektronische Steuervorrichtung 15 ein Ziehen an der geschlossenen Schublade
52 zum Zeitpunkt t
o, so wird augenblicklich der Stößel 12 von seiner ersten Stellung in seine zweite
Stellung bewegt, die er zum Zeitpunkt t
1 erreicht. Nach dem Erreichen der zweiten Stellung zum Zeitpunkt t
1 wird der Stößel 12 sofort wieder in seine erstes Stellung bewegt, die er zum Zeitpunkt
t
2 erreicht.
[0060] Die Zeitdauer, die der Stößel 12 benötigt, bis er seine zweite Stellung zum Zeitpunkt
t
1 erreicht hat, beträgt vorzugsweise weniger als 0,4s, vorzugsweise in etwa 0,2s. Die
Zeitdauer, die der Stößel 12 für seine Bewegung zwischen der zweiten Stellung und
der ersten Stellung benötigt, ist insbesondere länger als diejenige Zeitdauer für
die Bewegung von der ersten Stellung in die zweite Stellung. Die Zeitdauer für die
Bewegung des Stößels 12 von der zweiten Stellung in die erste Stellung beträgt z.B.
0,5s.
[0061] Erkennt die elektronische Steuervorrichtung 15 ein Drücken an der geschlossen Schublade
52 zum Zeitpunkt t
0, so wird der Stößel 12 zeitverzögert nach einer Zeitdauer von etwa 0,5s zum Zeitpunkt
t
3 von seiner ersten Stellung in seine zweite Stellung bewegt, die er zum Zeitpunkt
t
4 erreicht.
[0062] Die Zeitdauer, die der Stößel 12 nach erkanntem Drücken an der Schublade 52 benötigt,
bis er zum Zeitpunkt t
4 seine zweite Stellung ausgehend von seiner ersten Stellung zum Zeitpunkt t
3 erreicht hat, ist länger als die entsprechende Zeitdauer bei erkanntem Ziehen an
der Schublade 52 und beträgt z.B. 1,0s.
[0063] Bevor der Stößel 12 wieder von seiner zweiten Stellung in seine erste Stellung bewegt
wird, verweilt der Stößel 12 nach erkanntem Drücken an der Schublade 52 für eine vorbestimmte
Zeitdauer von insbesondere mehreren Sekunden, z.B. von 3,0s, in seiner zweiten Stellung,
um dann zum Zeitpunkt t
5 automatisch von seiner zweiten Stellung in seine erste Stellung bewegt zu werden.
Seine erste Stellung erreicht der Stößel 12 zum Zeitpunkt t
6. Die Zeitdauer für die Bewegung des Stößels 12 von der zweiten Stellung in die erste
Stellung beträgt z.B. 0,5s.
[0064] Es ist auch möglich, dass das in der Fig. 1 gezeigte Haushaltskältegerät 1 einen
weiteren kühlbaren Innenraum umfasst, der mit einer selbstschließenden Schublade und
einer Öffnungshilfe 11 für diese Schublade versehen ist, entsprechend der selbstschließenden
Schublade 52 des in der Fig. 5 gezeigten Haushaltskältegerätes 51.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0065]
- 1
- Haushaltskältegerät
- 2
- Korpus
- 3
- Innenbehälter
- 4
- kühlbarer Innenraum
- 5
- Türblatt
- 5a
- Türdichtung
- 6
- Türabsteller
- 7
- Fachböden
- 8
- Schublade
- 9
- elektronische Steuervorrichtung
- 10
- selbstschließendes Scharnier
- 11
- Öffnungshilfevorrichtung
- 12
- Stößel
- 13
- Elektromotor
- 14
- Getriebe
- 15
- elektronische Steuervorrichtung
- 16
- Drucksensor
- 17
- Gehäuse
- 41
- erster Verlauf
- 42
- zweiter Verlauf
- 51
- Haushaltskältegerät
- 22
- selbstschließende Schublade
- I, L1, L2
- Strecke
- α, β
- Öffnungswinkel
1. Haushaltskältegerät, aufweisend einen wärmeisolierten Innenbehälter (3), der einen
kühlbaren Innenraum (4) zum Lagern von Lebensmitteln begrenzt, eine Kältevorrichtung
zum Kühlen des kühlbaren Innenraums (4), ein relativ zum Innenbehälter (3) mittels
Scharniere bezüglich einer Achse schwenkbar gelagertes Türblatt (5) zum Öffnen und
Schließen des kühlbaren Innenraums (4), wobei wenigstens eines der Scharniere als
ein selbstschließendes Scharnier (10) ausgebildet ist, welches das Türblatt (5) bis
zu einem ersten Öffnungswinkel (α) automatisch zu schließen vermag, und eine Öffnungshilfevorrichtung
(11), die einen Aktuator (13) und einen zumindest indirekt mittels des Aktuators (13)
zwischen einer ersten Stellung und einer zweiten Stellung hin und her bewegbaren Stößel
(12) aufweist, und die ausgebildet ist, ein Schließen des Türblatts (5) zu ermöglichen,
wenn sich der Stößel (12) in seiner ersten Stellung befindet, den Stößel (12) von
seiner ersten Stellung in seine zweiten Stellung zu bewegen, um das geschlossene Türblatt
(5) mittels des Stößels (12) bis zu einem zweiten Öffnungswinkel (β), der kleiner
als der erste Öffnungswinkel (α) ist, aufzudrücken, und nach Erreichen der zweiten
Stellung sofort oder zeitverzögert automatisch den Stößel (12) in seine erste Stellung
zu bewegen, wobei aufgrund eines Ziehens an dem geschlossenen Türblatt (5) die Öffnungshilfevorrichtung
(11) automatisch den Stößel (12) sofort von seiner ersten Stellung in seine zweite
Stellung bewegt, und aufgrund eines Drückens an dem geschlossenen Türblatt (5) die
Öffnungshilfevorrichtung (11) automatisch den Stößel (12) zeitverzögert von seiner
ersten Stellung in seine zweite Stellung bewegt.
2. Haushaltskältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach einem Ziehen am geschlossenen Türblatt (5) die Öffnungshilfevorrichtung (11)
automatisch den Stößel (12) sofort von seiner zweiten Stellung in seine erste Stellung
bewegt.
3. Haushaltskältegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach einem Drücken am geschlossenen Türblatt (5) die Öffnungshilfevorrichtung (11)
automatisch den Stößel (12) um eine Zeitdauer zeitverzögert von seiner zweiten Stellung
in seine erste Stellung bewegt.
4. Haushaltskältegerät, aufweisend einen wärmeisolierten Innenbehälter (3), der einen
kühlbaren Innenraum (4) zum Lagern von Lebensmitteln begrenzt, eine Kältevorrichtung
zum Kühlen des kühlbaren Innenraums (4), eine selbstschließende Schublade (52), die
aus dem kühlbaren Innenraum (4) herausziehbar ist und sich bis zu einer ersten Strecke
(L1), um die die Schublade (52) aus dem kühlbaren Innenraum (4) teilweise heraus gezogen
ist, automatisch in den kühlbaren Innenraum (4) in eine geschlossene Stellung zu bewegen
vermag, und eine Öffnungshilfevorrichtung (11), die einen Aktuator (13) und einen
zumindest indirekt mittels des Aktuators (13) zwischen einer ersten Stellung und einer
zweiten Stellung hin und her bewegbaren Stößel (12) aufweist, und die ausgebildet
ist, ein Schließen der Schublade (52) zu ermöglichen, wenn sich der Stößel (12) in
seiner ersten Stellung befindet, den Stößel (12) von seiner ersten Stellung in seine
zweiten Stellung zu bewegen, um die geschlossen Schublade (52) mittels des Stößels
(12) um eine zweite Strecke (L2), die kleiner als die erste Strecke (L1) ist, teilweise
aus dem kühlbaren Innenraum (4) zu drücken, und nach Erreichen der zweiten Stellung
sofort oder zeitverzögert automatisch den Stößel (12) in seine erste Stellung zu bewegen,
wobei aufgrund eines Ziehens an der geschlossenen Schublade (52) die Öffnungshilfevorrichtung
(11) automatisch den Stößel (12) sofort von seiner ersten Stellung in seine zweite
Stellung bewegt, und aufgrund eines Drückens an der geschlossenen Schublade (52) die
Öffnungshilfevorrichtung (11) automatisch den Stößel (12) zeitverzögert von seiner
ersten Stellung in seine zweite Stellung bewegt.
5. Haushaltskältegerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass nach einem Ziehen an der geschlossenen Schublade (52) die Öffnungshilfevorrichtung
(11) automatisch den Stößel (12) sofort von seiner zweiten Stellung in seine erste
Stellung bewegt.
6. Haushaltskältegerät nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass nach einem Drücken an der geschlossenen Schublade (52) die Öffnungshilfevorrichtung
(11) automatisch den Stößel (12) um eine Zeitdauer zeitverzögert von seiner zweiten
Stellung in seine erste Stellung bewegt.
1. Appareil frigorifique ménager, présentant un réservoir intérieur (3) calorifugé qui
délimite un espace intérieur (4) réfrigérable destiné à stocker des produits alimentaires,
un dispositif de réfrigération destiné à réfrigérer l'espace intérieur (4) réfrigérable,
un panneau de porte (5) logé de manière pivotante par rapport à un axe, par rapport
au réservoir intérieur (3) au moyen de charnières, destiné à ouvrir et fermer l'espace
intérieur (4) réfrigérable, au moins une des charnières étant réalisée comme une charnière
(10) à fermeture automatique, laquelle peut fermer le panneau de porte (5) automatiquement
jusqu'à un premier angle d'ouverture (α), et un dispositif d'aide à l'ouverture (11)
qui présente un actionneur (13) et un coulisseau (12) déplaçable en va-et-vient entre
une première position et une deuxième position au moins indirectement au moyen de
l'actionneur (13), et lequel dispositif d'aide à l'ouverture est réalisé pour permettre
une fermeture du panneau de porte (5) lorsque le coulisseau (12) se trouve dans sa
première position, pour déplacer le coulisseau (12) de sa première position en sa
deuxième position, pour presser, au moyen du coulisseau (12), le panneau de porte
(5) fermé jusqu'à un deuxième angle d'ouverture (β) qui est inférieur au premier angle
d'ouverture (α), pour déplacer immédiatement ou de manière temporisé, le coulisseau
(12) automatiquement en sa première position après obtention de la deuxième position,
le dispositif d'aide à l'ouverture (11), en raison d'une traction sur le panneau de
porte (5) fermé, déplaçant le coulisseau (12) automatiquement immédiatement de sa
première position en sa deuxième position, et le dispositif d'aide à l'ouverture (11),
en raison d'une pression sur le panneau de porte (5) fermé, déplaçant de manière temporisée
le coulisseau (12) automatiquement de sa première positon en sa deuxième position.
2. Appareil frigorifique ménager selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'après une traction sur le panneau de porte (5) fermé, le dispositif d'aide à l'ouverture
(11) déplace le coulisseau (12) immédiatement automatiquement de sa deuxième position
en sa première position.
3. Appareil frigorifique ménager selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, caractérisé en ce qu'après une pression sur le panneau de porte (5) fermé, le dispositif d'aide à l'ouverture
(11) déplace le coulisseau (12) automatiquement de sa deuxième position en sa première
position de manière temporisée d'une durée.
4. Appareil frigorifique ménager, présentant un réservoir intérieur (3) calorifugé qui
délimite un espace intérieur (4) réfrigérable destiné à stocker des produits alimentaires,
un dispositif de réfrigération destiné à réfrigérer l'espace intérieur (4) réfrigérable,
un tiroir (52) à fermeture automatique, lequel peut être extrait de l'espace intérieur
(4) réfrigérable et peut se déplacer automatiquement en une position fermée dans l'espace
intérieur (4) réfrigérable jusqu'à un premier trajet (L1) duquel le tiroir (52) est
partiellement extrait de l'espace intérieur (4) réfrigérable, et présentant un dispositif
d'aide à l'ouverture (11) qui présente un actionneur (13) et un coulisseau (12) déplaçable
en va-et-vient entre une première position et une deuxième position au moins indirectement
au moyen de l'actionneur (13), et lequel dispositif d'aide à l'ouverture est réalisé
pour permettre une fermeture du tiroir (52) lorsque le coulisseau (12) se trouve dans
sa première position, pour déplacer le coulisseau (12) de sa première position en
sa deuxième position, pour presser le tiroir (52) fermé, au moyen du coulisseau (12),
en partie hors de l'espace intérieur (4) réfrigérable, d'un deuxième trajet (L2) qui
est inférieur au premier trajet (L1), et, après obtention de la deuxième position,
pour déplacer immédiatement ou avec temporisation le coulisseau (12) automatiquement
dans sa première position, le dispositif d'aide à l'ouverture (11), en raison d'une
traction sur le tiroir (52) fermé, déplaçant le coulisseau (12) automatiquement immédiatement
de sa première position en sa deuxième position, et le dispositif d'aide à l'ouverture
(11), en raison d'une pression sur le tiroir (52) fermé, déplaçant de manière temporisée
le coulisseau (12) automatiquement de sa première positon en sa deuxième position.
5. Appareil frigorifique ménager selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'après une traction sur le tiroir (52) fermé, le dispositif d'aide à l'ouverture (11)
déplace le coulisseau (12) automatiquement immédiatement de sa deuxième position en
sa première position.
6. Appareil frigorifique ménager selon l'une quelconque des revendications 4 à 5, caractérisé en ce qu'après une pression sur le tiroir (52) fermé, le dispositif d'aide à l'ouverture (11)
déplace le coulisseau (12) automatiquement de sa deuxième position en sa première
position de manière temporisée d'une durée.