[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Einrichtung zum Herstellen
von Drucksachen, aufweisend eine Abrolleinheit zur Bereitstellung von zu bedruckendem
Papier, wobei der Abrolleinheit eine Druckeinheit nachgeordnet ist, die das Papier
bedruckt, wobei der Druckeinheit ein Querschneider nachgeordnet ist, der das ihm endlos
zugeführte bedruckte Papier quer zur Vorschubrichtung schneidet, sodass einzelne bedruckte
Bögen bereitgestellt werden, wobei dem Querschneider eine Sammeleinheit zum Sammeln
der ihm zugeführten Bögen nachgeordnet ist, wobei der Sammeleinheit eine Anlegereinheit
nachgeordnet ist, wobei der Anlegereinheit zumindest eine weitere Einheit zum Fertigstellen
der herzustellenden Drucksache nachgeordnet ist, gemäß den Merkmalen des Oberbegriffes
des Patentanspruches 1.
[0002] Aus der
WO 2013/003839 A1 ist eine Druckmaschine bestehend aus wenigstens einer Druckeinheit, einem Schneidzylinder
und einer Falzeinheit bekannt. Die Anzahl der zu sammelnden Blätter, die anschließend
gefaltet werden sollen, kann mithilfe einer Steuerung auf flexible Weise variiert
werden. Die Sammeleinheit kann dabei anhand der vorgegebenen Drucksache gesteuert
werden.
[0003] Aus der
EP 2 286 996 A1 ist ein Verfahren zur Synchronisierung mehrerer Einzelantriebe auf eine gemeinsame
Antriebsposition bekannt. Dabei wird ein Einzelantrieb aus dem Antriebsverbund als
Referenzantrieb ausgewählt. Unabhängig von den Einzelantrieben wird eine rein virtuell
generierte antriebsunabhängige Leitachslage den Einzelantrieben vorgegeben. Es wird
eine Korrektur- bzw. Nachstellgeschwindigkeit unter Berücksichtigung des Leitachsbewegungsprofils
und der aktuellen Position des Referenzantriebes generiert. Die daraus resultierende
Referenzgeschwindigkeit wird an den Antriebsverbund weitergegeben, damit sich die
Einzelantriebe jeweils für sich dezentral einriegeln können. Die Einzelantriebe regeln
sich derart ein, dass sie synchron zum Referenzantrieb laufen. Auf diese Weise wird
eine Synchronisierung der Einzelantriebe erreicht.
[0004] Aus der
EP 1 288 015 A1 ist ein Verfahren zur wenigstens teilweisen taktgebundenen Herstellung gebundener
Druckerzeugnisse wie Bücher, Zeitschriften, Magazine oder dergleichen bekannt. Die
bedruckten, quergeschnittenen und quergefalzten Druckbögen können wahlweise einer
Klebebindung oder einer sattelförmigen Förderauflage zur Klammerheftung zugeführt
werden. Somit lassen sich sowohl klebegebundene als auch auf einem Sattelklammer geheftete
Druckerzeugnisse fertigen.
[0005] Die
DE 10 2012 103 679 A1 offenbart ein Produktionsplanungs- und Produktionssteuerungssystem einer Digitaldruckmaschine
und mindestens einer Weiterverarbeitungseinrichtung mit einem Digitaldruck-Planungsmodul.
Ein Druckmaschinenrechner tauscht mit dem Weiterverarbeitungsrechner Synchronisierungsdaten
aus, damit der Betrieb der Digitaldruckmaschine auf den Betrieb der der Digitaldruckmaschine
nachgelagerten Weiterverarbeitungseinrichtung abgestimmt ist. Die Geschwindigkeit
der Digitaldruckmaschine kann auf die Weiterverarbeitungsgeschwindigkeit einer oder
jeder Weiterverarbeitungseinrichtung abgestimmt sein.
[0006] Bei diesen bekannten Einrichtungen ist es immer erforderlich, dass der gesamte Herstellungsprozess
vom Abrollen des Papiers von der Abrolleinheit bis zum Fertigstellen der herzustellenden
Drucksache ununterbrochen läuft, um Drucksachen in hoher Stückzahl herstellen zu können.
Allerdings kann es dann zu Problemen im Herstellungsprozess kommen, wenn z. B. ein
Papierstau auftritt oder bedruckte und geschnittene Bögen zur Qualitätskontrolle entnommen
werden sollen. In solchen Fällen ist nicht mehr gewährleistet, dass die dem Querschneider
nachgeordneten Einheiten mit der gleichen Verarbeitungsgeschwindigkeit bzw. mit dem
entsprechenden Takt arbeiten, der von der Druckeinheit vorgegeben wird.
[0007] Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Verarbeitungsgeschwindigkeit, die von
der Druckeinheit beispielsweise vorgegeben wird, nicht ohne Weiteres bei den nachgeordneten
Einheiten geändert werden kann, weil diese über mechanische Elemente (wie z. B. Getriebe
oder dergleichen) miteinander verbunden sind.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Betreiben einer
Einrichtung insbesondere für den Digitaldruck bereitzustellen, mit der ein flexibler
Betrieb der Einrichtung möglich ist.
[0009] Diese Aufgabe ist dadurch gelöst, dass die Einheiten vor dem Querschneider und der
Querschneider in Abhängigkeit von der Verarbeitungsgeschwindigkeit zumindest einer
der dem Querschneider nachgeordneten Einheit betrieben werden. Dies hat den Vorteil,
dass sich der Ausstoß der dem Querschneider vorgeordneten Einheit, insbesondere der
Druckeinheit, der Verarbeitungsgeschwindigkeit der nachgeordneten Einheiten anpassen
kann. Dadurch erhöht sich insgesamt die Verarbeitungsgeschwindigkeit und damit auch
die Anzahl der pro Zeiteinheit herzustellenden Drucksachen, da nicht mehr wie bisher
der Ausstoß der Druckeinheit von der Verarbeitungsgeschwindigkeit der nachgeordneten
Einheiten gebremst wird. Denn in vorteilhafter Weise können die dem Querschneider
bzw. der Druckeinheit nachgeordneten Einheiten mit ihrer optimalen Verarbeitungsgeschwindigkeit
betrieben werden und die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Einheiten vor dem Querschneider
und des Querschneiders selber dieser Verarbeitungsgeschwindigkeit angepasst werden.
Dadurch erhöht sich auch die Flexibilität des Verfahrens zum Betreiben einer solchen
Einrichtung, da es bei Formatumstellungen möglich ist, die bisherige Verarbeitungsgeschwindigkeit
zur Herstellung einer ersten Drucksachenserie an eine andere Verarbeitungsgeschwindigkeit
einer danach herzustellenden anderen Drucksachenserie anzupassen. Hierzu ist es auf
einfache Art und Weise möglich, für diefolgendeherzustellende Drucksachenserie, die
eine bestimmte Verarbeitungsgeschwindigkeit nach dem Querschneider bedingt, vorzugeben
und die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Einheiten vor dem Querschneider und des Querschneiders
selber, das heißt deren Ausstoß, an die maximal mögliche vorgegebene Verarbeitungsgeschwindigkeit
der nachgeordneten Einheiten anzupassen. Das bedeutet in vorteilhafter Weise, dass,
sobald der Querschneider aktiv wird (d.h. von der Endlospapierbahn einen Bogen abgeschnitten
hat), der Bogen der nachfolgenden Einheit zugeführt und dort bearbeitet werden kann
und so weiter, bis das fertige Produkt zur Verfügung steht. Ein Ausschleusen leerer
geschnittener Bögen, bis der Querschneider im Takt ist mit den nachfolgenden Einheiten,
entfällt.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung wird die Verarbeitungsgeschwindigkeit durch die kleinste
(das heißt langsamste) Verarbeitungsgeschwindigkeit, mit der eine dem Querschneider
nachgeordnete Einheit betrieben wird, bestimmt. Damit ist in vorteilhafter Weise sichergestellt,
dass die Verarbeitungsgeschwindigkeiten der einzelnen Einheiten, die voneinander unterschiedlich
sind, diejenige Verarbeitungsgeschwindigkeit bestimmt, mit der die dem Querschneider
vorgeschalteten Einheiten und/oder der Verarbeitungsgeschwindigkeit des Querschneiders
selber bestimmen.
[0011] Die Verarbeitungsgeschwindigkeiten zumindest der einen, insbesondere aller, dem Querschneider
nachgeordneten Einheit werden erfasst und einer Steuereinheit zugeführt. Von der Steuereinheit
wird eine Verarbeitungsgeschwindigkeit berechnet, mit der die Einheiten vor dem Querschneider
und der Querschneider selber betrieben werden. Zum Betreiben einer Einrichtung zum
Herstellen von Drucksachen richtet sich somit die Verarbeitungsgeschwindigkeit der
Abrolleinheit, der Druckeinheit und des Querschneiders nach zumindest einer der nachgeordneten
Einheiten, wobei in besonders vorteilhafter Weise diejenige Verarbeitungsgeschwindigkeit
der nachgeordneten Einheit von der Steuereinheit erfasst und dieser zugeführt wird,
bei der es sich um die kleinste, das heißt langsamste Verarbeitungsgeschwindigkeit
handelt. In Abhängigkeit von dieser erfassten Verarbeitungsgeschwindigkeit werden
die dem Querschneider vorgeschalteten Einheiten und/oder der Querschneider selber
betrieben.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung sind die Einheiten vor dem Querschneider und/oder
der Querschneider als Slave und die dem Querschneider nachgeordneten Einheiten als
Master zusammengefasst, wobei sich die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Slave nach
der Verarbeitungsgeschwindigkeit des Masters richtet. Hierdurch kann in besonders
vorteilhafter Weise auf den Verarbeitungsprozess der bedruckten und geschnittenen
Bögen zur Herstellung der Drucksache besonders dann flexibel reagiert werden, wenn
von einer Drucksachenserie auf eine andere davon abweichende Drucksachenserie umgestellt
wird. Denn dadurch richtet sich die Verarbeitungsgeschwindigkeit, mit der der vorgeschaltete
Slave betrieben wird, nach der maximal möglichen Verarbeitungsgeschwindigkeit des
Masters, sodass dadurch insgesamt die Verarbeitungsgeschwindigkeit bei der Herstellung
einer Drucksachenserie weiter erhöht werden kann.
[0013] Von besonderem Vorteil ist es, wenn als Druckeinheit eine Digitaldruckeinheit eingesetzt
wird. Eine solche Digitaldruckeinheit hat in diesem Fall den besonderen Vorteil, dass
ihre Verarbeitungsgeschwindigkeit, das heißt das Bedrucken des Endlospapiers, an die
Verarbeitungsgeschwindigkeit der nachgeordneten Einheiten angepasst erfolgen kann.
Das bedeutet, dass nicht mehr wie bisher die Druckeinheit, sondern die nachgeordneten
Einheiten die Verarbeitungsgeschwindigkeit, mithin den Takt zur Herstellung der Drucksachenserie
bestimmen.
[0014] Basis für die vorliegende Erfindung ist eine Einrichtung 1 insbesondere für den Digitaldruck.
[0015] Mit dieser Einrichtung 1 für den Digitaldruck sollen schwarz-weiße oder farbige Drucksachen
in kleinen Stückzahlen individuell hergestellt werden können. Ausgangspunkt für diesen
Druckvorgang ist eine Abrolleinheit 2 der Einrichtung 1, auf der in an sich bekannter
Weise eine Papierrolle vorgehalten und entsprechend des anschließenden Druckvorganges
abgerollt wird.
[0016] Der anschließende Druckvorgang erfolgt durch eine Digitaldruckeinheit 3, der der
Abrolleinheit 2 nachgeordnet ist und der das dort abgerollte Papier zwecks Bedruckung
zugeführt wird.
[0017] Das von der Abrolleinheit 2 abgerollte und der Digitaldruckeinheit 3 zugeführte Papier
wird zunächst bedruckt und verlässt die Digitaldruckeinheit 3 in Form einer Quasi-Endlos-Bahn.
Diese Quasi-Endlos-Bahn wird einem Querschneider 4 zugeführt, der entsprechend des
vorgegebenen Formates der herzustellenden Drucksache die Quasi-Endlos-Bahn, die bedruckt
ist, quer schneidet, wodurch zunächst das eine Format der späteren Drucksache (gegebenenfalls
unter Zugabe von Toleranzen) eingestellt wird.
[0018] Nach dem Schneideprozess des Querschneiders 4 schließt sich diesem eine Sammeleinheit
5 an. In dieser Sammeleinheit 5 können einzelne Seiten der später fertigzustellenden
Drucksache gesammelt und soweit erforderlich ausgerichtet (optional) werden. Der Sammeleinheit
5 wiederum schließt sich eine Anlegereinheit 6 an. Diese Anlegereinheit 6 bewirkt,
dass die dort bereitgestellten einzelnen Blätter zu einem gewünschten Stapel gestapelt,
das heißt gesammelt werden und dabei in einer Position, in der die weitere Verarbeitung
stattfinden soll, zusammen angelegt werden. Sollte die Sammeleinheit 5 in einem nicht
zur Erfindung gehörenden Fall nicht vorhanden sein, ist es denkbar, dass die Drucksachen,
die den Querschneider 4 verlassen, direkt der Anlegereinheit 6 zugeführt werden.
[0019] Der Anlegereinheit 6 kann, muss aber nicht eine Weiche 7 nachgeschaltet sein. Über
diese Weiche ist es möglich, Probedrucke auszuschleusen, um sie zum Beispiel auf Qualität
des Druckvorganges hin zu überprüfen.
[0020] Die von der Anlegereinheit 6 abgegebenen Stapel mit den Drucksachen, die nicht über
die vorhandene Weiche 7 ausgeschleust werden, werden einer Heft- und Falzeinheit 8
zugeführt. Mit dieser Einheit 8 werden die bis dahin sich im Stapel befindlichen Drucksachen
je nach gewünschtem Format der fertigen Drucksache geheftet und/oder gefalzt. Andere
Formen des Zusammenbringens der einzelnen Blätter der Drucksache sind selbstverständlich
auch denkbar.
[0021] Nachdem die einzelnen Blätter der Drucksache dauerhaft zusammengeführt worden sind,
werden sie einer Schneideinheit 9 zugeführt. Mittels der Schneideinheit 9 können die
zugegebenen Toleranzen der einzelnen zusammengeführten Blätter der Drucksache auf
das fertige Format der endgültigen Drucksache entfernt werden. Am Ende der Schneideinheit
9 folgt eine Auslaufeinheit 10, in der die fertigen Drucksachen zur weiteren Verwendung,
beispielsweise der Verpackung in gewünschte Gebinde, zugeführt werden.
[0022] Die bis hierhin beschriebenen Einheiten werden von einer übergeordneten Steuereinheit
11, die schematisch dargestellt ist, gesteuert.
[0023] In einer bekannten Ausführungsform ist die Digitaldruckeinheit 3 der Master für den
gesamten Druck-, Schneide- und Ablageprozess. Insbesondere die der Digitaldruckeinheit
3 nachfolgenden Einheiten sind als Slave zusammengeschaltet Dies bedeutet, dass die
Digitaldruckeinheit 3 als Master den Takt für die nachfolgenden Prozesse vorgibt und
diese sich nach dem vorgegebenen Takt des Masters richten müssen.
[0024] Hierbei kann es zu Problemen kommen, wenn zum Beispiel von der Digitaldruckeinheit
3 als Master der Takt vorgegeben wird, gleichzeitig aber in einer der als Slave nachgeschalteten
Einheiten ein Problem auftritt oder zum Beispiel über die Weiche 7 ein Probedruck
entnommen werden soll. Ein solcher entnommener Probedruck steht dann den der Weiche
7 nachgeschalteten Einheiten nicht mehr zur Verfügung, so dass diese aus dem Takt
kommen.
[0025] In erfindungsgemäßer Weise ist dieses Master-Slave-Prinzip umgekehrt, das heißt,
dass der Druckeinheit, insbesondere der Digitaldruckeinheit 3, nachgeordneten Einrichtungen
als Master funktionieren und in vorteilhafter Weise dem Slave (insbesondere der Druckeinheit)
die Verarbeitungsgeschwindigkeit bzw. den Takt vorgegeben.
[0026] Von der Abrolleinheit 2 wird ein Quasi-Endlos-Papierbogen mit vorgegebener Breite
der Digitaldruckeinheit 3 zugeführt. Nach dem Bedrucken der zugeführten Papierbahn
in der Digitaldruckeinheit 3 wird über eine Registermarke, die zusätzlich zu der eigentlichen
Drucksache auf dem Papier mittels der Digitaldruckeinheit 3 eine Registermarke aufgedruckt.
Mit dieser Registermarke erkennt der nachfolgende Querschneider 4, an welcher Stelle
die zugeführte Quasi-Endlos-Bahn quer geschnitten werden muss.
[0027] Nachdem die zugeführte bedruckte Quasi-Endlos-Papierbahn die Digitaldruckeinheit
3 verlassen und von dem Querschneider 4 quer zur Vorschubrichtung geschnitten wurde,
steht dann mit vorgegebener Länge (in Vorschubrichtung betrachtet) und aufgrund der
Breite der Papierbahn in der Abrolleinheit 2 vorgegebener Breite eine Drucksache zur
Verfügung.
[0028] Diese Drucksache kann einnutzig, zweinutzig oder mehr als zweinutzig sein. Das bedeutet,
dass auf dem Blatt, welches den Querschneider 4 verlässt, eine einzige Seite einer
später fertigen Drucksache mit vorgegebener Länge und Breite zur Verfügung steht.
Oftmals wird aber auch ein bedrucktes Blatt zur Verfügung stehen, welches zwei oder
mehr Blätter der später fertigzustellenden Drucksache beinhaltet.
[0029] Bei bekannten Einrichtungen für Druckvorgänge ist aufgrund der mechanischen Gegebenheiten
das Format der Drucksache hinter dem Querschneider 4 fest vorgegeben. Durch einen
aufwendigen Umrüstprozess können solche Maschinen zwar zum Beispiel von einem zweinutzigen
Format auf ein dreinutziges Format umgerüstet werden. Allerdings ist hierfür ein hoher
Aufwand des Umrüstens erforderlich, der die Performance solcher Maschinen deutlich
beeinträchtigt.
[0030] Erfindungsgemäß sind die der Digitaldruckeinheit 3 nachfolgenden Einheiten einzeln,
in Gruppen oder alle zusammen als Master zusammengeschaltet Eine, mehrere oder alle
dieser Einheiten bilden somit den Master für den gesamten Druck-, Schneide- und Ablageprozess
und geben den Takt vor. Dies bedeutet, dass die Digitaldruckeinheit 3 als Slave sich
nach dem vorgegebenen Takt für ihren Druckprozess richten muss.
[0031] Der Querschneider 4 und die nachfolgenden Einheiten bis hin zur Auslaufeinheit 10
mittels Akteren durch die Steuereinheit 11 hinsichtlich des Verarbeitungsformates
der zugeführten Blätter individuell gesteuert werden können. So ist es möglich, über
einen einzigen Befehl der Steuereinheit 11 den von ihr gesteuerten Einheiten, insbesondere
dem Querschneider 4, der Sammeleinheit 5, der Anlegereinheit 6, der Heft- und Falzeinheit
8 und der Schneideinheit 9, den Befehl zu geben, von einem vorgegebenen, insbesondere
bisher verarbeiteten Format, auf ein davon abweichendes Format umzuschalten. So ist
es beispielsweise möglich, dass die Digitaldruckeinheit 3 Blätter bedruckt, die dem
weiteren zweinutzigen Format entsprechen. Diese Blätter werden durch entsprechende
Formateinstellung der nachfolgenden Einheit verarbeitet. Soll nun eine Umstellung
von einem zweinutzigen Format zum Beispiel auf ein dreinutziges Format erfolgen, kann
dies zentral durch die Steuereinheit 11 erfolgen. Durch einen entsprechenden Steuerbefehl
der Steuereinheit 11 erfolgt eine entsprechende Umstellung des Druckvorganges in der
Digitaldruckeinheit 3. Da nun für den weiteren dreinutzigen Verarbeitungsprozess die
Digitaldruckeinheit 3 auch drei entsprechende Blätter bedruckt, erhalten die nachfolgenden
Einheiten den Befehl, von dem bisher eingesetzten zweinutzigen Format auf das jetzt
gewünschte dreinutzige Format umzustellen.
[0032] Dieser Vorgang lässt sich durch eine entsprechende Eingabe in der Steuereinheit 11
beliebig steuern. Von besonderem Vorteil ist das Umschalten innerhalb der einnutzigen,
zweinutzigen und maximal dreinutzigen Formate, da hierfür der Aufwand an Aktuatoren
und den konstruktiven Gegebenheiten in den jeweiligen Einheiten und gegebenenfalls
der zugehörigen Sensoren, die die erfolgte Umschaltung von dem einen auf das andere
Format detektieren, überschaubar bleibt.
[0033] Mit der entsprechenden Steuerung der Steuereinheit 11 ist auch eine besonders flexible
Taktung der Einrichtung 1 für den Digitaldruck gegeben. Durch diese flexible Taktung
kann die Digitaldruckeinheit 3 die gedruckten Blätter zur Verfügung stellen, wobei
in Abhängigkeit der zur Verfügung gestellten bedruckten Quasi-Endlos-Bahn, die die
Digitaldruckeinheit 3 verlässt, die nachfolgenden Einheiten diese bedruckten Blätter
in Abhängigkeit des Taktes, mit der diese Digitaldruckeinheit 3 verlassen, verarbeiten.
Die flexible Taktung des nachfolgenden Prozesses hat insbesondere den Vorteil, dass
Entnahmen von Blättern über die Weiche 7, aber auch sonstige Störungen (zum Beispiel
Papierstau) in dem Prozess, der der Digitaldruckeinheit 3 nachgeschaltet ist, aufgefangen
beziehungsweise ausgeglichen werden können, ohne die gesamte Einrichtung 1 anhalten
zu müssen.
[0034] Die dem Querschneider 4 nachfolgenden Einheiten sind einzeln, in Gruppen oder alle
zusammen als Master zusammengeschaltet. Eine, mehrere oder alle dieser Einheiten bilden
somit den Master für den gesamten Druck-, Schneide- und Ablageprozess und geben den
Takt vor. Dies bedeutet, dass die Digitaldruckeinheit 3 als Slave sich nach dem vorgegebenen
Takt für ihren Druckprozess richten muss.
Bezugszeichenliste:
[0035]
- 1.
- Einrichtung für den Digitaldruck
- 2.
- Abrolleinheit
- 3.
- Digitaldruckeinheit
- 4.
- Querschneider
- 5.
- Sammeleinheit
- 6.
- Anlegereinheit
- 7.
- Weiche
- 8.
- Heft- und Falzeinheit
- 9.
- Schneideinheit
- 10.
- Auslaufeinheit
- 11.
- Steuereinheit
1. Verfahren zum Betreiben einer Einrichtung (1) zum Herstellen von Drucksachen, aufweisend
eine Abrolleinheit (2) zur Bereitstellung von zu bedruckendem Papier, wobei der Abrolleinheit
(2) eine Druckeinheit (3) nachgeordnet ist, die das Papier bedruckt, wobei der Druckeinheit
(3) ein Querschneider (4) nachgeordnet ist, der das ihm endlos zugeführte bedruckte
Papier quer zur Vorschubrichtung schneidet, so dass einzelne bedruckte Bögen bereit
gestellt werden, wobei dem Querschneider (4) eine Sammeleinheit (5) zum Sammeln der
ihm zugeführten Bögen nachgeordnet ist, wobei der Sammeleinheit (5) eine Anlegereinheit
(6) nachgeordnet ist, wobei der Anlegereinheit (6) zumindest eine weitere Einheit
zum Fertigstellen der herzustellenden Drucksache nachgeordnet ist, wobei eine Steuereinheit
(11) die Einheiten der Einrichtung (1) steuert, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheiten (2, 3) vor dem Querschneider (4) und der Querschneider (4) in Abhängigkeit
von der Verarbeitungsgeschwindigkeit zumindest einer dem Querschneider (4) nachgeordneten
Einheit (5, 6) betrieben werden, wobei der Ausstoß der Druckeinheit (3) an die Verarbeitungsgeschwindigkeit
der wenigstens einen nachgeordneten Einheit (5, 6) angepasst wird und die Verarbeitungsgeschwindigkeiten
zumindest der einen dem Querschneider (4) nachgeordneten Einheit (5, 6) der Steuereinheit
(11) zugeführt werden und von der Steuereinheit (11) eine Verarbeitungsgeschwindigkeit
berechnet wird, mit der die Einheiten (2, 3) vor dem Querschneider (4) und der Querschneider
(4) betrieben werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungsgeschwindigkeit durch die kleinste Verarbeitungsgeschwindigkeit,
mit der eine dem Querschneider (4) nachgeordnete Einheit (5, 6) betrieben wird, bestimmt
wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheiten vor dem Querschneider (4) und der Querschneider (4) als Slave und die
dem Querschneider (4) nachgeordneten Einheiten (5, 6) als Master zusammengefasst sind
und sich die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Slave nach der Verarbeitungsgeschwindigkeit
des Masters richtet.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Druckeinheit (3) eine Digitaldruckeinheit eingesetzt wird.
1. A method for operating a device (1) for producing printed matter, having an unwinding
unit (2) for providing paper to be printed, wherein the unwinding unit (2) is downstream
of a printing unit (3) that prints the paper, wherein the printing unit (3) is arranged
downstream of a cross cutter (4) that cuts the printed paper, which is supplied to
it continuously, transversely to the feed direction so that individual printed sheets
are provided, wherein a collecting unit (5) for collecting the sheets fed thereto
is arranged downstream of the cross cutter (4), wherein the collecting unit (5) is
arranged downstream of a feeder unit (6), wherein the feeder unit (6) is arranged
downstream of at least one further unit for finishing the printed matter to be produced,
wherein a control unit (11) controls the units of the device (1), characterized in that the units (2, 3) upstream of the cross cutter (4) and the cross cutter (4) are operated
as a function of the processing speed of at least one unit (5, 6) downstream of the
cross cutter (4), wherein the ejection of the printing unit (3) is adapted to the
processing speed of the at least one downstream unit (5, 6) and the processing speeds
of at least one unit (5, 6) downstream of the cross cutter (4) are supplied to the
control unit (11) and a processing speed is calculated by the control unit (11) with
which the units (2, 3) upstream of the cross cutter (4) and the cross cutter (4) are
operated.
2. The method according to claim 1, characterized in that the processing speed is determined by the lowest processing speed with which a unit
(5, 6) downstream of the cross cutter (4) is operated.
3. The method according to any one of claims 1 or 2, characterized in that the units upstream of the cross cutter (4) and the cross cutter (4) as a slave and
the units (5, 6) downstream of the cross cutter (4) are consolidated as a master and
the processing speed of the slave depends on the processing speed of the master.
4. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that a digital printing unit is used as the printing unit (3).
1. Procédé pour faire fonctionner un dispositif (1) pour fabriquer des produits imprimés,
présentant une unité de déroulement (2) pour approvisionnement de papier à imprimer,
une unité d'impression (3) étant placée en aval de l'unité de déroulement (2) pour
imprimer le papier, une coupeuse transversale (4) étant placée en aval de l'unité
d'impression (3) pour couper le papier imprimé amené en continu transversalement au
sens de l'avance de sorte à créer des feuilles individuelles imprimées, une unité
collectrice (5) étant placée en aval de la coupeuse transversale (4) pour collecter
les feuilles qui lui sont amenées, une unité margeuse (6) étant placée en aval de
l'unité collectrice (5), au moins une autre unité étant placée en aval de l'unité
margeuse (6) pour achever le produit imprimé à fabriquer, une unité de commande (11)
commandant les unités du dispositif (1), caractérisé en ce que les unités (2, 3) en amont de la coupeuse transversale (4) et la coupeuse transversale
(4) sont conduites en fonction de la vitesse de traitement d'au moins une unité (5,
6) placée en aval de la coupeuse transversale (4), l'éjection de l'unité d'impression
(3) étant adaptée à la vitesse de traitement d'au moins une unité en aval (5, 6) et
les vitesses de traitement d'au moins une des unités (5, 6) en aval de la coupeuse
transversale (4) étant transmises à l'unité de commande (11), et ladite unité de commande
(11) calculant une vitesse de traitement avec laquelle les unités (2, 3) en amont
de la coupeuse transversale (4) et la coupeuse transversale (4) sont conduites.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la vitesse de traitement est déterminée par la plus petite vitesse de traitement
avec laquelle une des unités (5,6) en aval de la coupeuse transversale (4) est conduite.
3. Procédé selon une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les unités en amont de la coupeuse transversale (4) et la coupeuse transversale (4)
sont regroupées comme Slave et les unités (5, 6) en aval de la coupeuse transversale
(4) sont regroupées comme Master et en ce que la vitesse de traitement du Slave s'adapte à la vitesse de traitement du Master.
4. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une unité d'impression numérique est employée comme unité d'impression (3).