[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Verpackungsblock aus miteinander verbundenen Einzelverpackungen
mit Etikettenstreifen zum medizinisch dichten Verschluss der Einzelverpackungen. Unter
dem Begriff der Einzelverpackung wird eine einzelne, aus Kunststoff bestehende Verpackungshülse
bezeichnet, die z.B. aus einem Hartplastikmaterial besteht, die einseitig offen ist,
wobei über diese Öffnung der in der Verpackung gehaltene Gegenstand zugänglich ist.
[0003] Merkmal dieser anreihbaren Einzelverpackungen ist, dass beliebig viele Einzelverpackungen
mit mechanisch lösbaren Verbindungsmitteln aneinander angereiht sind und jede Einzelverpackung
von der benachbarten Einzelverpackung durch eine Zug- oder Schubbewegung abgelöst
werden kann.
[0004] Aus Vereinfachungsgründen wird in der folgenden Erfindungsbeschreibung lediglich
eine anreihbare Einzelverpackung beschrieben, obwohl unter dem Erfindungsgedanken
der vorliegenden Erfindung auch aneinander anreihbare, über Verbindungsmittel mechanisch
miteinander gekuppelte Verpackungsblöcke fallen.
[0005] Bei der Aufbewahrung von kleinen medizinischen Instrumenten, Hilfsmitteln und Geräten
kommt es darauf an, dass jedes medizinische Hilfsmittel, Gerät oder Zubehörteil in
einer eigenen, medizinisch dichten Verpackung aufbewahrt wird.
[0006] Am Beispiel von Implantatschrauben kann dargestellt werden, dass eine solche Implantatschraube
in einer Einzelverpackung aus Hartkunststoff angeordnet ist, und in einer im Innenraum
der Verpackung angeordneten Klemmvorrichtung gehalten ist.
[0007] Die Medizinverordnung schreibt vor, dass jede Einzelverpackung mit einem gesonderten
Etikett zu versehen ist, und zusätzliche Beschriftungsträger und ablösbare Klebeetiketten
vorhanden sind, die es gestatten, vom Verpackungsetikett abgelöst zu werden und an
einem anderen Ort, wie zum Beispiel auf einem Aufzeichnungsträger, angeklebt zu werden.
[0008] Es hat sich herausgestellt, dass es aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht möglich
ist, jede Einzelverpackung mit einem separaten Etikett zu versehen, weil die Anbringung
von separaten Etiketten auf sehr kleinen Einzelverpackungen aufwendig ist und mit
hohen Kosten für die Ausrichtmittel verbunden ist.
[0009] Es ist sinnvoll, mehrere aneinander angereihte Einzelverpackungen, die einen Verpackungsblock
bilden mit einem durchgehenden Etikettenstreifen, zu bekleben, um sicherzustellen,
dass der Etikettenstreifen alle Einzelverpackungen überdeckt.
[0010] Bei Anbringung eines Etikettenstreifens, der eine Vielzahl von aneinander angereihten
Einzelverpackungen überdeckt, ergibt sich auch die Möglichkeit, einen seriellen Etikettenstreifen
zu verwenden, bei dem die erste Einzelverpackung eine andere Nummer trägt als beispielsweise
die letzte Einzelverpackung in diesem Verpackungsstreifen der aneinander angereihten
Einzelverpackungen.
[0011] Die gleiche Darstellung gilt im Übrigen auch für Verpackungsblöcke, mit dem einzigen
Unterschied, dass dann in einem Verpackungsblock mehrere, nicht voneinander trennbare
Einzelverpackungen vorhanden sind, die aber ebenfalls mit einem gemeinsamen Etikett
überklebt werden, und mehrere aneinander angereihte Verpackungsblöcke wiederum mit
einem durchgehenden, zusammenhängenden Etikettenstreifen beklebt werden können.
[0012] Bei der Verwendung von durchgehenden, nicht voneinander getrennten Etikettenstreifen,
die positionsgenau über eine Vielzahl von angereihten Einzelverpackungen oder Verpackungsblöcken
geklebt werden sollen, haben sich verschiedene Schwierigkeiten herausgestellt.
[0013] Die
US 2 205 437 A1 zeigt einen Verpackungsblock gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, mit aus mechanisch
gekuppelten und durch entlang der jeweiligen Trennfuge wirkenden Schubkraft voneinander
abtrennbaren Einzelverpackungen. Der Verpackungsblock wird von einem Etikettenstreifen
überklebt, wobei der Etikettenstreifen aus über Perforationslinien mit einander verbundenen
Einzeletiketten besteht.
[0014] Mit dieser Verpackung ist jedoch keine medizinisch dichte Versiegelung möglich, da
beim Abreißen der Einzeletiketten aus dem Etikettenstreifen durch das Auftrennen der
vorgestanzten Perforationslinieneine unerwünschte Partikelbelastung entsteht, die
eine medizinisch dichte Versiegelung der Einzelverpackungen verhindert.
[0015] Dieser Nachteil tritt auch bei der
US 2011/297559 A1 auf, die einen Verpackungsblock gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Etikettenstreifen
bestehend aus miteinander verbundenen Einzeletiketten zeigt, wobei die Etiketten über
Perforationslinien miteinander verbunden sind und den Etikettenstreifen ausbilden.
[0016] Die
WO 2015/076107 A1 zeigt eine medizinisch dichte Versiegelung eines Mehrkammerbehälters, dessen Kammern
durch eine ablösbare Folie abgedichtet sind. Es handelt sich hierbei jedoch nicht
um anreihbare Einzelverpackungen, sondern um einen länglichen Mehrkammerbehälter,
der am Stück aus einer Transportbox entnehmbar ist.
[0017] Es ist Aufgabe der Erfindung eine anreihbare Einzelverpackung mit einem durchgehenden
Etikettenstreifen zum medizinisch dichten Verschluss der Einzelverpackungen zu schaffen,
wobei der Etikettenstreifen mehrere Einzelverpackungen überdeckt und beim Abkoppeln
der Einzelverpackung aus dem Verpackungsblock eine saubere Abtrennung des Einzeletiketts
vom Etikettenstreifen gewährleistet ist.
[0018] Die erste Forderung ist demnach, dass der Etikettenstreifen passgenau auf die Vorderseite
der Verpackungsreihe aufgeklebt wird, sodass beim Abtrennen der Einzelverpackungen,
die über die lösbaren Verbindungsmittel miteinander verbunden sind, sichergestellt
ist, dass die Trennfuge zwischen den Einzelverpackungen mit der Perforationslinie
oder die Schnittlinie am Etikettenstreifen fluchtend ausgerichtet ist. Damit soll
sichergestellt werden, dass beim Ablösen der einen Einzelverpackung aus dem mechanischen
Verbund des Verpackungsblocks das Einzeletikett sicher und unzerrissen an der Einzelverpackung
haftet, ohne dass Reste dieses Einzeletiketts am verbleibenden Verpackungsblock noch
anhaften.
[0019] Es soll demnach ein sauberer und glatter Abriss des Etiketts auf der Einzelverpackung
von dem übrigen Etikettenrest auf dem Verpackungsblock der angereihten Einzelverpackungen
erfolgen.
[0020] Eine zweite Forderung ist, dass die einseitig nach oben offene Behälteröffnung der
Einzelverpackungen so von dem Einzeletikett verschlossen wird, dass sich ein medizinisch
dichter Verschluss der Behälteröffnung ergibt.
[0021] Eine dritte Forderung ist, dass mindestens der Teil des Einzeletiketts, der die Behälteröffnung
verschließt, eine Sterilisation des Innenraums des Behälters gestattet. Dieser Etikettenteil
wird nachfolgend als Verschlussblatt bezeichnet.
[0022] Erfindungsgemäß ist nicht zwangsläufig eine Sterilität des Innenraums des Behälters
gefordert, es reicht Keimarmut oder Keimfreiheit aus.
Dafür ist es notwendig, dass das - die Behälteröffnung verschließende - Verschlussblatt
des Etikettes allseitig und umlaufend dichtend auf dem oberen umlaufenden Behälterrand
aufgebracht wird, um das Eindringen von Keimen in den Behälter hinein zu verhindern.
[0023] Es muss sich um eine Versiegelung der Behälteröffnung handeln, die besonders dicht
und gegen Aufreißkräfte gesichert ist. Ebenso muss es sich um eine sichere Verklebung
handeln, die so ausgestaltet ist, dass beim Trennen der Einzelverpackungen voneinander,
dafür gesorgt ist, dass während des Trennvorganges der dichte Verschluss des Einzeletiketts
mit dem Verschlussblatt, welches den umlaufenden Behälterrand abdichtet, nicht aufgehoben
wird. Es müssen also verschiedene Voraussetzungen im Hinblick auf die Trennkraft des
Einzeletiketts bezüglich der Vorderseite des Einzeletiketts und der Oberseite des
Einzeletiketts im Bereich des die Behälteröffnung abdichtend verschließenden Verschlussblattes
erfüllt sein.
[0024] Der Verbund zwischen dem deckseitigen Verschlussblatt und der Siegelfläche an der
Oberseite der Einzelverpackung muss sicherstellen, dass auch beim Trennen der Einzelverpackungen,
wenn der Etikettenstreifen mit abgetrennt wird, der Verbund aufrecht erhalten bleibt.
[0025] Bei Ausbildung eines derartigen Etikettenstreifens, der aus einzelnen über Schnitt-,
Trennungs- oder Perforationslinien voneinander getrennten Einzeletiketten besteht,
gibt es demnach die verschiedenartige Forderungen, die vorstehend beschrieben wurden.
[0026] Ein derartiger Etikettenstreifen mit Einzeletiketten kann verschiedene Formgebungen
aufweisen.
[0027] Eine erste Ausführungsform sieht vor, dass das Grundmaterial oder der Grundträger
des Etiketts aus einem dampf- und/oder gasdurchlässigen membranartigen Material besteht,
welches unter dem Markennamen "Tyvek" im Handel ist und das sich dadurch auszeichnet,
dass es sich um eine Art eines Vlieses handelt, welches sterilisierbar und dampfdurchlässig
ist.
[0028] Damit ist es möglich, die mit einem solchen Etikettenmaterial verschlossenen und
im Steckverbund aneinander angereihten Einzelverpackungen im Bereich des Verschlussblattes
zu sterilisieren, weil die Sterilisationsmittel durch das Verschlussblatt hindurch
diffundieren können, nicht aber aus dem Innenraum des Behälters nach außen dringen
können. Es handelt sich also um einen Membranwerkstoff, der erfindungsgemäß für einen
Etikettenstreifen, bestehend aus aneinander angereihten und voneinander trennbaren
Einzeletiketten, verwendet wird.
[0029] In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist ein Etikettenstreifen vorgesehen,
der aus einem papierartigen Grundträger besteht, der etwa vliesartig ist und aus einem
vliesartigen Polyethylen-Kunststoff besteht, wobei dieses Vlies aus Feinstfilamenten
besteht.
[0030] Im Ergebnis handelt es sich bei diesem membranartigen Stoff um ein aus Fasern bestehendes
Textilprodukt.
[0031] Die Erfindung ist nicht auf die Verwendung einer textilen membranösen Folie oder
einem Vliesstoff beschränkt, sondern es werden auch sämtliche anderen folienartigen
Etiketten beansprucht, bei denen es möglich ist, ein die Behälteröffnung der Einzelverpackung
abdeckendes Verschlussblatt so durchlässig zu machen, dass es für Sterilisationsmittel
von außen nach innen durchlässig ist.
[0032] Biologische Stoffe, wie z. B. organische Zellverbände, können jedoch durch ein solches
membranöses Verschlussblatt nicht hindurch diffundieren.
[0033] Der Vorteil der Erfindung liegt darin, dass eine anreihbare Einzelverpackung so ausgebildet
ist, dass sie mit einem Etikettenstreifen beklebt werden kann, dass der Etikettenstreifen
im oberen umlaufenden Rand eine zuverlässige Abdichtung und Haftung erbringt, und
ferner an der Vorderseite und gegebenenfalls an der Rückseite noch weitere Klebeflächen
ausbildet, mit denen der Etikettenstreifen auf die Vorderseite und Rückseite des Verpackungsblocks
aufgeklebt werden kann.
[0034] Das Verschlussblatt, welches die nach oben offene Behälteröffnung abdichtend verschließt,
ist über seinen gesamten Querschnitt membranös (für bestimmte Stoffe einseitig durchlässig)
ausgebildet.
[0035] In einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass nur beispielsweise
ein punktförmiger Bereich im Bereich dieses Verschlussblattes vorgesehen ist, durch
den die vorher genannten Sterilisationsmaßnahmen stattfinden können.
[0036] Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt durch die Merkmale der technischen Lehre
des Anspruches 1.
[0037] Merkmal der Erfindung ist, dass der anreihbaren Einzelverpackung ein Etikettenstreifen
zugeordnet ist, der aus einzelnen, aneinander angereihten Einzeletiketten besteht,
wobei die aneinander angereihten Einzeletiketten über eine durchgehende Trennkante
miteinander verbunden sind, wobei die Haftungseigenschaften der Einzeletiketten auf
den Flächen der Einzelverpackung in Verbindung mit der durchgehenden Trennkante so
ausgebildet sind, dass im Bereich des die Behälteröffnung abdeckenden Verschlussblattes
eine Abtrennung der Trennkante im Bereich dieser behälteröffnungsseitigen Trennkante
am Verschlussblatt erfolgen kann, ohne dass die Haftkraft des Verschlussblattes an
der umlaufenden Behälteröffnung aufgehoben wird.
[0038] Es werden demzufolge unterschiedliche Anforderungen an die Klebekraft und die in
Schubrichtung erfolgende Trennkraft auf den Etikettenstreifen im Bereich der durchlaufenden
Trennkante gestellt.
[0039] In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die aneinander anreihbaren Einzelverpackungen
in Richtung ihrer Längsachse voneinander trennbar, das heißt, es findet eine gegenläufige
Schubbewegung beim Abtrennen der Einzelverpackung von der Seitenfläche der einen Verpackungsblock
bildenden Verpackungen statt.
[0040] Diese Schubbewegung soll genutzt werden, um den auf der Vorderseite befindlichen
Kantenteil des Etiketts aufzureißen, ohne dass Reste an dem gegenüberliegenden Etikett
verbleiben.
[0041] Diese Schubkraft ist günstig für das Auftrennen,dieses vorderen Kantenteils des Einzeletiketts,
ist aber kontraproduktiv bezüglich der Trennwirkung im Bereich des die Behälteröffnung
abschließenden Verschlussblattes. Dieses wird nämlich in unerwünschter Weise beim
kantenseitigen Gegeneinanderverschieben der Einzelverpackungen angehoben und neigt
dazu, dass der Siegelrand und die siegeldichte Abdichtung aufgehoben werden.
[0042] Aus diesem Grund muss im Bereich des Deckblatts, an dem dort verlaufenden Kantenteil,
dafür gesorgt werden, dass der Kantenteil besonders leicht getrennt werden kann, ohne
dass beim Trennen und dem damit verbundenen Anheben des Verschlussblattes die versiegelte
Dichtung an der Behälteröffnung aufgehoben wird.
[0043] In analoger Weise, wie bei dem an der Vorderseite angeordnete Kantenteil, der bei
einer gegenläufigen Verschiebebewegung der Einzelverpackungen leicht aufreißt, gilt
dies auch für den an der Rückseite gegebenenfalls befindlichen Teil des Etiketts,
der ebenfalls einen dort angeordneten Kantenteil aufweisen kann, der als Perforationslinie
oder als eingeschnittene unterbrochene Linie ausgebildet ist, und der besonders einfach
aufreißt, weil die Scherkräfte, die beim Gegeneinanderbewegen der Einzelverpackungen
entstehen, direkt parallel und in gleicher Ebene auf die Perforationslinien im Sinne
einer Bruchbewegung wirken.
[0044] Das Problem bei der Erfindung ist also die unerwünschte Anhebung des die Behälteröffnung
verschließenden Verschlussblattes beim Gegeneinanderverschieben der durch den Etikettenstreifen
versiegelten Einzelverpackungen.
[0045] Dieses Problem wird dadurch gelöst, dass der Etikettenstreifen aus mehreren, bereits
durch Schnittlinien voneinander getrennten Einzeletiketten besteht. Das Problem des
unsauberen Abtrennens der Einzeletiketten beim Ablösen einer etikettierten Einzelverpackung
vom Verpackungsblock besteht somit nicht mehr, weil die Einzeletiketten von vorne
herein bereits schon voneinander abgetrennt sind.
[0046] Der Verpackungsblock besteht aus mechanisch gekuppelten und durch eine entlang der
jeweiligen Trennfuge wirkenden Schubkraft voneinander abtrennbare Einzelverpackungen,
die mindestens im Bereich ihrer Behälteröffnungen von einem durchgehenden Etikettenstreifen
medizinisch dicht versiegelbar sind, wobei der durchgehende Etikettenstreifen aus
den über Schnittlinien voneinander getrennten Einzeletiketten besteht, wobei die Schnittlinien
der Einzeletiketten mit den Trennfugen zwischen den Einzelverpackungen fluchten und
wobei ferner ein Hilfsstreifen auf die Oberseite der Einzeletiketten mindestens solange
aufgeklebt ist, bis diese noch nicht auf der Behälteröffnungen des Verpackungsblocks
aufgesiegelt sind.
[0047] Es können sämtliche, vorher beschriebenen Einzeletiketten verwendet werden. Problem
bei dieser Etikettierung ist, dass die voneinander getrennten Einzeletiketten mindestens
zeitweise durch einen oder mehreren aufklebbaren Hilfsstreifen in ihrer Lage solange
fixiert werden müssen, bis sie mindestens mit ihrem Verschlussblatt auf die umlaufenden
Behälteröffnungen der Einzelverpackungen aufgesiegelt wurden. Aus diesem Grund wird
in dem unabhängigen Patentanspruch 20 auch ein neuartiges Etikettierverfahren beansprucht:
Ein solches Verfahren zum Etikettieren eines Verpackungsblocks mit einem durchgehenden
Etikettenstreifen ist durch die folgenden Verfahrensschritte gekennzeichnet:
- 1 es werden die entlang ihrer Längskanten miteinander verbundenen Einzeletiketten
entlang von Schnittlinien voneinander abgetrennt,
- 2 zur Lagensicherung der abgetrennten Einzeletiketten wird vor, während oder nach
dem Abtrennen mindestens ein Hilfsstreifen auf die Oberseite der abgetrennten Einzeletiketten
geklebt,
- 3 die mit dem mindestens einen Hilfsstreifen lagengesichert zusammen gehaltenen Einzeletiketten
werden mit ihren siegelfähigen Verschlussblättern auf die Behälteröffnungen des Verpackungsblocks
aufgelegt und gesiegelt,
- 4 die weiteren klebefähigen Teile der Einzeletiketten werden mit geeigneten Andrückwerkzeugen
auf der Vorder- und gegebenenfalls Rückseite der Einzelverpackungen angeklebt,
- 5 der mindestens eine Hilfsstreifen wird vor oder während oder nach dem Verfahrensschritt
4 entfernt.
[0048] Für die hier verwendeten Einzeletiketten und der daraus abgeleitete Etikettenstreifen
gelten sämtlich vorstehend angegebenen Erläuterungen.
[0049] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung
weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0050] Es zeigen:
Figur 1: perspektivische Ansicht eines Verpackungsblocks, der aus drei aneinander
angereihten und zueinander lösbar gestalteten Einzelverpackungen besteht
Figur 2: die Draufsicht auf eine Einzelverpackung nach Figur 1
Figur 3: die perspektivische Ansicht von zwei verschiedenen Ausführungsformen von
Einzelverpackungen mit seitlich unterschiedlichen Verbindungsmitteln
Figur 4: die Draufsicht auf die Anordnung nach Figur 1
Figur 5: eine gleiche Ausführung wie etwa in Figur 1, wo erkennbar ist, wie eine Einzelverpackung
an dem Verpackungsblock lösbar angereiht wird
Figur 6: eine gegenüber Figur 5 abgewandelte Ausführungsform
Figuren 7-10: die Darstellung unterschiedlicher Verpackungsblöcke unterschiedlicher
Längen, die entweder aus einzelnen aneinander angereihten Verpackungsblöcken nach
Figur 6 oder aus Einzelverpackungen nach Figur 5 bestehen können
Figur 11: die perspektivische Darstellung einer ersten nicht erfindungsgemäßen Ausführungsform
eines Etikettenstreifens
Figur 12: schematisiert die Darstellung eines vom Etikettenstreifen 17 eines Einzeletiketts
abhebbaren Kennzeichnungsstreifens
Figur 13: schematisiert die Anbringung eines Etikettenstreifens - wo lediglich aus
Vereinfachungsgründen die Anbringung eines Einzeletiketts auf eine Einzelverpackung
gezeichnet ist
Figur 14: die Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform eines nicht erfindungsgemäßen
Einzeletiketts
Figur 14A: Schnitt gemäß der Mittenlinie in Figur 14
Figur 15: die Rückseite des Einzeletiketts nach Figur 14
Figur 16: die Draufsicht auf die zweite Ausführung eines Etikettenstreifens
Figur 17: die Draufsicht auf die erste Ausführungsform des Etikettenstreifens
Figur 18: Schnitt durch eine andere Ausführungsform der Ausbildung von Klebe- und
Siegeletiketten auf dem Einzeletikett
Figur 19: schematisiert der Kräfteverlauf der Trennkraft beim Abreißen der Siegelfläche
im Bereich des Verschlussblattes
Figur 20: eine gleiche Darstellung mit Darstellung der Verschiebekraft bei der Gegeneinanderbewegung
der Einzelverpackungen mit dem Ziel der Auftrennung des Etikettenstreifens im Bereich
der längeren Trennlinie
Figur 21: eine erste Ausführungsform für die Ausbildung einer Trennkante
Figur 22: eine zweite Ausführungsform für die Ausbildung einer Trennkante
Figur 23: eine dritte Ausführungsform für die Ausbildung einer Trennkante
Figur 24: eine vierte Ausführungsform für die Ausbildung einer Trennkante an der ersten
Etikettenform
Figur 25: eine fünfte Ausführungsform einer Trennkante für die zweite Art von Etiketten
Figur 26: schematisiert die Kräfteverhältnisse beim Auftrennen des Etiketts im Bereich
des Verschlussblattes
Figur 27: eine erfindungsgemäße Ausführungsform eines Etikettenstreifens
[0051] In Figur 1 ist allgemein ein Verpackungsblock 3 dargestellt, der aus einzelnen aneinander
angereihten Einzelverpackungen 1, 2 besteht.
[0052] Zwischen den Einzelverpackungen 1, 2 sind Trennfugen 11 ausgebildet, und jede Einzelverpackung
1, 2 weist eine Vorderseite 44 und eine Seitenfläche 46 auf, wobei die Vorderseite
44 einer Rückseite 45 gegenüberliegt.
[0053] Die hülsenartigen Einzelverpackungen 1, 2 bilden jeweils eine nach oben geöffnete
Behälteröffnung 14, und im Innenraum der Behälteröffnung 14 ist - als Beispiel - eine
Steckaufnahme 10 für die Halterung von den medizinischen Implantatschrauben dargestellt.
[0054] Die seitlichen Verbindungsmittel zwischen den Einzelverpackungen 1, 2 können verschiedenartig
ausgebildet sein.
[0055] Im Ausführungsbeispiel nach Figur 3 ist auf der rechten Seite dargestellt, dass ein
nach unten offenes Verbindungselement 6, welches seitliche Ansätze gemäß Figur 2 aufweist
und in eine zugeordnete hinterschnittene Nut 8 eines Gegenelementes 9 einschiebbar
ist.
[0056] Anstatt einem nach unten offenen Verbindungselement 6, wie es die rechte Seite nach
Figur 3 zeigt, könnte auch ein nach hinten geöffnetes Verbindungselement 7 vorhanden
sein.
[0057] Die Ausbildung der gegenseitigen Verbindungsmittel, die leicht voneinander durch
eine Relativkraft zwischen den Einzelverpackungen 1, 2 zu lösen sind, ist beliebig.
Es können auch verschiedene andere Verbindungsmittel verwendet werden, die zum Stand
der Technik gehören und beispielsweise in der
WO 99/17 910 A1 oder in der
US 2002/0079313 A1 beschrieben sind.
[0058] Während die Figur 5 das Verbindungsprinzip der Einzelverpackungen 1, 2 gemäß Figur
1 und Figur 4 darstellt, ist in Figur 5 noch heraus gestellt, dass jede Einzelverpackung
2 mit dem gezeigten Bewegungspfeil an die jeweilige Seitenfläche 46 des vorhandenen
Verpackungsblocks 3 angereiht werden kann. In Abweichung von dieser Ausführung zeigt
die Figur 6, dass auch mehrere Einzelverpackungen einen zusammenhängenden Verpackungsblock
5 bilden können, und dass auch einzelne Verpackungsblöcke 5 über die mechanischen
Verbindungsmittel 6, 8, 9 aneinander anreihbar sind, wie es in Figur 5 dargestellt
ist.
[0059] Demnach zeigen die Figuren 7 bis 10 alle unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten,
die möglich sind, um die dort gezeigten Einzelverpackungen in Form von Verpackungsblöcken
5, 5a, 5b, 5c in beliebiger Weise fortzusetzen.
[0060] Während die Figuren 7 bis 9 unterschiedlich lange einzelne Verpackungsblöcke 5, 5a,
5b, 5c zeigen, ist es für den Fachmann auch klar, dass die dort gezeigten unterschiedlich
langen Verpackungsblöcke 5, 5a, 5b, 5c mit den in Figur 5 dargestellten mechanischen
Verbindungsmitteln auch beliebig aneinander angereiht und voneinander getrennt werden
können.
[0061] Die Figur 6 zeigt auch, dass die aus mehreren Einzelverpackungen gebildeten Verpackungsblöcke
auf einer Halteplatte 15 aufgesteckt werden können, wobei ein Steckrahmen 16 verwendet
wird.
[0062] Die Figur 1 zeigt im Vergleich zur Figur 3 noch, dass die obere umlaufende Behälteröffnung
14 vor dem Anbringen von zugeordneten Etikettenstreifen 17 (siehe Figur 11) mit einer
zusätzlichen Beschichtung 13 versehen werden kann. Der Behälterrand 12 ist also als
Siegelfläche ausgebildet.
[0063] Die Figur 11 zeigt als erstes Ausführungsbeispiel einen Etikettenstreifen 17, der
aus mehreren aneinander angehängten Einzeletiketten 18, 19, 20 besteht, die jeweils
über Trennkanten 32 lösbar miteinander verbunden sind.
[0064] Wie in der allgemeinen Beschreibung angegeben, bestehen besondere Schwierigkeiten
beim Abtrennen einer Einzelverpackung 1 in Pfeilrichtung 53 vom übrigen Verbund der
Einzelverpackungen, weil durch die Schubbewegung (Relativbewegung zwischen der Einzelverpackung
1 und 2 im Bereich der Trennfuge 11) auch die Trennkante 32 des Etikettenstreifens
17 aufreißen muss.
[0065] Wie später noch erläutert wird, besteht bezüglich des vorderen Kantenteils 35 und
des hinteren Kantenteils 33 keinen besonderen Schwierigkeiten, weil diese durch die
Schubbewegung in gleicher Ebene relativ gegeneinander bewegt werden und leicht aufreißen.
[0066] Das Problem besteht bei der Auftrennung des oberen Kantenteils 34, welches das Verschlussblatt
23 des Etikettenstreifens betrifft. Dieses Verschlussblatt 23 muss nämlich absolut
sicher und abdichtend auf dem umlaufenden Behälterrand 12 anhaften und darf nicht
durch die entstehende Schubkraft in Pfeilrichtung 53 abgehoben werden.
[0067] Die Erfindung schlägt deshalb die nachfolgend beschriebenen Maßnahmen vor.
[0068] Der Etikettenstreifen 17 nach Figur 11 besteht aus einem faservliesartigen, membranösen,
textilen Material, welches unter dem Markennamen "Tyvek" im Handel ist. Auf dem Grundträger
21 sind an der Vorderseite ein oder mehrere Kennzeichnungsstreifen 22 aufgeklebt,
die gemäß Figur 12 auch abgelöst werden können.
[0069] Das Verschlussblatt 23 bildet mit dem Grundträger 21 ein werkstoffeinstückiges Stück
und setzt sich nach hinten in einen weiteren Grundträger 25 an der Rückseite fort.
[0070] An diesem hinteren Grundträger 25 kann eine Aufreißlasche 24 gebildet werden, die
über den Grundträger 25 hinaussteht, wie in Figur 13 dargestellt. Es ist möglich,
die Aufreißlasche 24 zusammen mit dem von der Behälterrückseite aufgeklebten Grundträger
25 abzulösen, oder nur die Aufreißlasche 24 allein aufzureißen, um damit auch das
Verschlussblatt 23 abzureißen, wobei dieses entlang einer Faltkante 28 mit dem Grundträger
21 verbunden bleibt.
[0071] In einer anderen Ausgestaltung kann es auch vorgesehen sein, dass die Faltkante 28
als Perforationskante ausgebildet ist, um zu gewährleisten, dass das Verschlussblatt
23 vollkommen vom Grundträger 21 abgerissen werden kann, und der Grundträger 21 dann
auf der Vorderseite 44 der Einzelverpackung anhaften bleibt.
[0072] Anhand der Figuren 14, 14A und 15 wird ein zweites Ausführungsbeispiel des Etikettenstreifens
17 dargestellt, der aus andersartigen Einzeletiketten 18a besteht.
[0073] Mehrere Einzeletiketten 18a bilden dann ebenfalls einen Etikettenstreifen, der lediglich
aus zeichnerischen Gründen nicht zusammenhängend dargestellt ist.
[0074] Es wird demnach in den Figuren 14 bis 18 lediglich ein Einzeletikett beschrieben.
[0075] In Figur 14 ist dargestellt, dass die zweite Ausführungsform eines solchen Einzeletiketts
18a aus einem Grundträger 21 besteht, auf dessen Vorderseite ein Kennzeichnungsstreifen
22 aufgeklebt ist.
[0076] Der Grundträger 21 geht in Richtung auf das Verschlussblatt 23 über eine Faltkante
28 in das Verschlussblatt 23 über, wo erkennbar ist, dass im Bereich des Verschlussblattes
23 eine mittige Membranfläche 29 angeordnet ist, die quadratisch, rechteckig oder
rund ausgebildet sein kann.
[0077] Die Membranfläche 29 kann in beliebiger Weise gestaltet sein und zeichnet sich dadurch
aus, dass sie weder an der Oberseite noch an der Rückseite mit einer Klebstoffschicht
versehen ist, um so einen membranösen Zugang zur Behälteröffnung 14 und den Innenraum
der Einzelverpackung 1 zu gewährleisten.
[0078] Der umlaufende Rand, der sich um die Membranfläche 29 herum erstreckt, wird als Randbereich
30 bezeichnet, und er kann an seiner Rückseite mit einem Siegellack beschichtet sein
oder einem anderen haftfähigen Kleber.
[0079] An der Oberseite des Verschlussblattes 23 schließt sich eine Aufreißlasche 24 an.
Es fehlt der hintere Grundträger 25, der in Figur 11 dargestellt ist. Demnach erstreckt
sich dieses Einzeletikett nicht über die Rückseite 45 der Einzelverpackung.
[0080] In der Figur 14 ist dargestellt, dass die Membranfläche 29 unbeschichtet ist und
einen freien Durchgang für dampf- oder gasförmige Sterilisationsmittel bildet.
[0081] Die Figur 14A zeigt einen Schnitt entlang der Mittenlängslinie durch Figur 14 mit
einer geringfügigen Abwandlung.
[0082] Zunächst ist erkennbar, dass die gesamte Rückseite des Einzeletiketts 18a mit einer
siegelfähigen Beschichtung 27 versehen ist, die sich demzufolge auch über die Membranfläche
29 erstreckt. Wenn die Dicke der Beschichtung 27 nicht zu stark gewählt wird, wird
trotzdem ein freier Durchgang von dampf- oder gasförmigen Sterilisationsmitteln durch
die Membranfläche 29 und durch die - diese Membranfläche verschließende - Beschichtung
27 gewährleistet.
[0083] Es werden also zwei verschiedene Ausführungsformen dargestellt, wobei bei der ersten
Ausführungsform die Membranfläche 29 unbeschichtet ist, während bei der zweiten Ausführungsform
nach Figur 14A die Membranfläche mit der siegelfähigen Beschichtung 27 verschlossen
ist.
[0084] An der Vorderseite - im Bereich des Grundträgers 21 - ist in an sich bekannter Weise
der Kennzeichnungsstreifen 22 aufgeklebt, der gemäß Figur 18 auch mit einer Klebeschicht
38 versehen sein kann.
[0085] Die Figur 15 zeigt die Rückseite des Einzeletiketts nach Figur 14, wo erkennbar ist,
dass auf der Rückseite eine Freifläche 31 vorhanden ist, die mit einer Klebstoffschicht
versehen sein kann, aber nicht muss.
[0086] Die Figur 18 zeigt einen Schnitt durch die Ausführungsform nach Figur 14, wo erkennbar
ist, dass sich die siegelfähige Beschichtung 27 nicht über die Membranfläche 29 erstreckt,
sondern diese ausspart.
[0087] Ansonsten gelten für die gleichen Teile die gleichen Bezugszeichen, wobei noch zusätzlich
angegeben ist, dass die Aufreißlasche 24 über eine Faltkante 26 mit dem Material des
Grundträgers 21 verbunden ist.
[0088] Die Figur 18 zeigt im Übrigen, dass im Bereich des Verschlussblattes 23 eine siegelfähige
Beschichtung 27 vorhanden ist, die für einen absolut dichten Verschluss mit der umlaufenden
Behälteröffnung 14 sorgt, während in gleicher Ebene, aber darunterliegend und an der
Rückseite des Grundträgers 21 eine andersartige Beschichtung 39 angeordnet ist, die
bevorzugt als einfache Klebebeschichtung ausgebildet ist.
[0089] Diese Beschichtung 39 muss jedoch nicht siegelfähig sein.
[0090] An der Rückseite der Aufreißlasche 24 ist keine Klebebeschichtung angebracht, um
sie so leicht zugänglich zu gestalten.
[0091] Die Figur 16 zeigt den Etikettenstreifen 17 nach Figur 11 in einer Draufsicht, wo
erkennbar ist, dass die aneinander anhängenden Einzeletiketten 18, 19, 20 über vertikale
Trennkanten 32 miteinander verbunden sind.
[0092] Jede Trennkante 32 unterteilt sich in den oberen Kantenteil 33, den mittleren Kantenteil
34 und den unteren Kantenteil 35.
[0093] Die Kantenteile 33 und 35 haben die gleichen Trennungseigenschaften, während der
mittlere Kantenteil 34 eine andere Trennungseigenschaft aufweist.
[0094] Ferner ist noch erkennbar, dass im Bereich des Verschlussblattes 23 ein Randbereich
30 mit einer hochfesten siegelfähigen Beschichtung vorhanden ist.
[0095] Die Figur 17 zeigt in Abwandlung der Ausführungsform nach Figur 18 die andere Ausführungsform
eines Etikettenstreifens 17a, der aus den Einzeletiketten 18a, 19a und 20a besteht,
und wobei im Bereich einer durchlaufenden Trennkante 32 ein Kantenteil 34 definiert
ist, der im Bereich des Verschlussblattes 23 angeordnet ist und der sich in den nach
unten laufenden Kantenteil 35 fortsetzt.
[0096] Es können verschiedene Aufreißlaschen 24 vorhanden sein, deren Formgebung beliebig
ist.
[0097] Der mittlere Kantenteil 34 erstreckt sich somit zwischen den Kreuzungspunkten 36
und 37. Es muss nun dafür gesorgt werden, dass beim Abtrennen der Einzeletiketten
18, 19, 20 oder 18a, 19a, 20a entlang des Kantenteils 34 auf keinen Fall der umlaufend
gesiegelte Randbereich 30 verletzt wird.
[0098] Zur Lösung dieses Problems sieht die Erfindung verschiedene Maßnahmen vor, die nachfolgend
beschrieben werden.
[0099] Figur 19 zeigt ein Kraftdiagramm, bei dem auf der Ordinate die Trennkraft F
T aufgezeichnet ist und auf der Abszisse die Trennzeit t, die benötigt wird, um die
gegenseitige Verbindung zwischen den Einzeletiketten aufzutrennen.
[0100] Im 0-Punkt des Koordinatensystems beginnt die Trennkraft F
T in Form einer Abzugskraft 42 zu wirken, die in Pfeilrichtung 41 ansteigt und auf
jeden Fall die maximale Verbindungskraft zwischen den Einzeletiketten 18, 19, 20 im
Bereich des Kantenteils 34 überschreiten muss, um ein Auftrennen des Kantenteils 34
zu gewährleisten.
[0101] Es ist eine Differenzkraft 43 als Differenz zwischen der maximalen Verbindungskraft
und der minimalen Siegelkraft im Bereich der Behälteröffnung 14 im umlaufenden Randbereich
30 angegeben, die auf keinen Fall überschritten werden darf, wenn die Abzugskraft
42 wirkt. Daher muss immer eine, der Sicherheit vorbehaltene Differenzkraft 43 vorhanden
sein, um sicherzustellen, dass die minimale Siegelkraft S
S immer größer ist als die Trennkraft F
T.
[0102] Es kommt daher am Trennpunkt 40 zu einem Aufreißen des Kantenteils 34, ohne dass
die minimale Siegelkraft oder Haftkraft im umlaufenden Randbereich 30 aufgehoben wird.
[0103] Die Figur 20 zeigt hingegen die Relativbewegung der in Längsrichtung verlaufenden
Kantenteile 33 und 35, wobei die Verschiebekraft zwischen den Einzelverpackungen 1,
2, ausgehend vom Nullpunkt des Koordinatensystems, in Pfeilrichtung 41 wirkt und die
Verschiebekraft so gewählt ist, dass die Aufreißkraft entlang des Kantenteils 35 und
33 überschritten wird, sodass diese Kantenteile aufreißen. Es wird dann die Aufreißkraft
entlang der Kantenteile 33 und 35 überschritten, die somit voneinander getrennt werden,
weil die Kraftverhältnisse nach Figur 19 bezüglich des mittleren Kantenteils 34 beibehalten
werden müssen.
[0104] Mit der Differenzkraft 48 ist dargestellt, dass die Klebekraft in Scherrichtung,
welches der Grundträger 21 auf der Vorder- und Rückseite 44, 45 hat, nicht überschritten
wird. Das heißt, das Etikett soll an der Vorder- und Rückseite kleben bleiben und
es soll lediglich der Kantenteil 33, 35 aufgerissen werden. Es kommt deshalb am Trennpunkt
47 zu einer Abtrennung zwischen den aneinander anhängenden Kantenteilen 33, 35.
[0105] Die Figuren 21 bis 26 zeigen verschiedene Ausführungsformen derartiger Trennkanten
32.
[0106] In den Ausführungsformen nach Figuren 21 bis 23 ist die Trennkante 32 eines Etikettenstreifens
17a dargestellt, während in Figur 24 eine Trennkante 32c für einen Etikettenstreifen
17 dargestellt ist.
[0107] In Figur 21 ist dargestellt, dass der kritische Kantenteil 34 durch eine Freistanzung
49 gebildet sein kann, die sich bis zur Faltkante 28 erstreckt.
[0108] Die Freistanzung 49 ist demnach jeweils stirnseitig offen und geht nach unten in
ein perforiertes Kantenteil 35 über, welches die Perforierung 50 aufweist.
[0109] Die Perforierung kann in verschiedenen Ausführungsformen ausgebildet sein. Sie kann
punktförmige Ausstanzungen, linienförmige Ausstanzungen oder beliebige andere Ausstanzungen
beinhalten. Sie kann auch als Mikroperforierung ausgebildet sein.
[0110] Im Ausführungsbeispiel nach Figur 22 ist hingegen dargestellt, dass die Freistanzung
49 stirnseitig jeweils über Verbindungsstege 51 geschlossen ist, sodass beim Aufreißen
der gesamten Trennkante 32 zunächst die beiden gegenüberliegenden Verbindungsstege
51 aufgerissen werden müssen, bevor die Freistanzung 49 geöffnet werden kann und dann
die nachfolgende Aufreißkraft sich in die Perforation 50 des unteren Kantenteils 35
fortsetzt.
[0111] In Figur 23 ist in Abwandlung zum Ausführungsbeispiel nach Figur 22 dargestellt,
dass statt einer durchgehenden Freistanzung 49 mit oberen und unteren stirnseitigen
Verbindungsstegen 51 sich die Verbindungsstege parallel und im Abstand zueinander
über die Freistanzung 49 erstrecken können, sodass dazwischen jeweils leere Räume
als Freistanzung 49 vorhanden sind. Die Figur 24 zeigt ein Einzeletikett, wie es für
einen Etikettenstreifen 17 vorgesehen ist, wobei für das dort dargestellte Kantenteil
34 alle oben genannten Erläuterungen nach den Figuren 21 bis 23 gelten.
[0112] Es ist nur lediglich beispielhaft dargestellt, dass die Freistanzung 49 durchgehend
ist, obwohl sämtliche anderen Ausführungsformen nach Figuren 21 bis 23 verwendet werden
können.
[0113] Ebenso ist dargestellt, dass sich an dem unteren perforierten Kantenteil 35 der gegenüberliegende
hintere Kantenteil 33 anschließt, der ebenfalls mit einer Perforierung 50 versehen
ist.
[0114] Im nicht erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel nach Figur 25 ist dargestellt, dass
statt einer Freistanzung 49 auch ein Perforationsabschnitt 52 im Bereich des kritischen
Kantenteils 34 vorgesehen sein kann, wobei dieser Perforationsabschnitt 52 bevorzugt
als Mikroperforation ausgebildet ist. Ansonsten gelten für die gleichen Teile auch
die gleichen Bezugszeichen.
[0115] Die Figur 26 zeigt schematisiert einen Aufreißvorgang in seitlicher Darstellung,
wenn ein Etikettenstreifen mit einem Einzeletikett nach Figur 25 aufgerissen wird.
Es ist erkennbar, dass die Trennkraft F
T nach links zu einem Aufreißen des Kantenteils 34 führen muss, während bei dem benachbarten
Teil die Haftkraft F
S bestehen bleiben muss, um ein Abreißen von Material in den Nachbarbereich zu verhindern.
[0116] In Figur 27 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zum Etikettieren eines Verpackungsblocks
3-5 dargestellt. Der einfacheren Beschreibung wegen ist lediglich der neuartige Etikettenstreifen
17 b dargestellt, der sich dadurch auszeichnet, dass in einem vorherigen Verfahrensschritt
die parallel nebeneinander angeordneten und zusammenhängenden Einzeletiketten durch
Schnittlinien 54 vollständig voneinander getrennt wurden. Sie hängen deshalb an keiner
Stelle mehr zusammen. Um eine Lagensicherung der bereits schon abgetrennten Einzeletiketten
zu gewährleisten, ist vorgesehen, dass vor, während oder nach dem Anbringen der Schnittlinien
54 die Einzeletiketten durch einen Hilfsstreifen 55 fixiert werden.
[0117] Es wird bevorzugt, wenn der Hilfsstreifen 55 mit seiner Längserstreckung so über
die parallel und lose nebeneinander angeordneten Einzeletiketten mit seiner unterseitigen
Klebefläche 56 geklebt wird, dass er die siegelfähigen Verschlussblätter 23 abdeckt.
Die Lagensicherung in diesem Bereich ist besonders wichtig, denn die Verschlussblätter
23 sollen mit ihren siegelfähigen Unterseiten lagenrichtig auf dem umlaufenden Behälterrand
12 der Behälteröffnungen 14 aufgesiegelt werden.
[0118] Daher wird es bevorzugt, wenn der Hilfsstreifen 55 während des Siegelvorgangs auf
den Einzeletiketten verbleibt. Es können im Übrigen sämtliche Einzeletiketten 18,
19, 20; 18a, 19a, 20a; 18b, 19b, 20b verwendet werden, die in der vorstehenden Beschreibung
ausführlich dargestellt wurden.
[0119] Statt der Verwendung eines einzigen Hilfsstreifens 55, der bevorzugt quer verlaufend
über sämtliche Einzeletiketten im Bereich ihrer Verschlussblätter geklebt wird, kann
stattdessen in einer anderen Ausführungsformen vorgesehen sein, den Hilfsstreifen
entweder an einer anderen Stelle über sämtliche Einzeletiketten zu kleben oder mehr
als einen Hilfsstreifen zu verwenden.
[0120] Nachdem die Verschlussblätter 23 der Einzeletiketten gemeinsam auf die Behälteröffnungen
14 aufgesiegelt wurden, kann der mindestens eine Hilfsstreifen 55 vor, während oder
nach dem Siegelvorgang abgezogen werden. Die noch abstehenden, weiteren siegelfähigen
Teile der Einzeletiketten können dann mit einem geeigneten Andrückwerkzeug auf die
übrigen Flächen der Einzelverpackung aufgeklebt werden.
[0121] Vorteil der technischen Lehre des unabhängigen Patentanspruch 15 und der darauf zurückbezogenen
weiteren Ansprüche ist, dass beim Abtrennen von etikettierten Einzelverpackungen 1,
2 aus dem Verpackungsblock 3, 5 nicht mehr die Gefahr besteht, dass eine - nicht mehr
vorhandene - aufreißbare Trennkante zwischen den Einzeletiketten, das benachbarte
Einzeletikett beschädigt.
Zeichnungslegende
[0122]
- 1
- Einzelverpackung
- 2
- Einzelverpackung
- 3
- Verpackungsblock
- 4
-
- 5
- Verpackungsblock
- 6
- Verbindungselement
- 7
- Verbindungselement
- 8
- Nut
- 9
- Gegenelement
- 10
- Steckaufnahme
- 11
- Trennfuge
- 12
- Behälterrand
- 13
- Beschichtung
- 14
- Behälteröffnung
- 15
- Halteplatte
- 16
- Steckrahmen
- 17
- Etikettenstreifen a
- 18
- Einzeletikett a, b
- 19
- Einzeletikett
- 20
- Einzeletikett
- 21
- Grundträger (vorn)
- 22
- Kennzeichnungsstreifen
- 23
- Verschlussblatt
- 24
- Aufreißlasche
- 25
- Grundträger (hinten)
- 26
- Faltkante
- 27
- Beschichtung (Siegel)
- 28
- Faltkante; 28a (hinten)
- 29
- Membranfläche
- 30
- Randbereich
- 31
- Freifläche
- 32
- Trennkante
- 33
- Kantenteil (hinten)
- 34
- Kantenteil (oben)
- 35
- Kantenteil (vorn)
- 36
- Kreuzungspunkt
- 37
- Kreuzungspunkt
- 38
- Klebeschicht
- 39
- Beschichtung (Klebe-)
- 40
- Trennpunkt
- 41
- Pfeilrichtung
- 42
- Abzugskraft (auf 24)
- 43
- Differenzkraft
- 44
- Vorderseite (von 1, 2)
- 45
- Rückseite (von 1, 2)
- 46
- Seitenfläche
- 47
- Trennpunkt
- 48
- Differenz
- 49
- Freistanzung
- 50
- Perforierung
- 51
- Verbindungssteg
- 52
- Perforationsabschnitt (oben)
- 53
- Pfeilrichtung
- 54
- Schnittlinie
- 55
- Hilfsstreifen
- 56
- Klebefläche
1. Verpackungsblock (3, 5) mit einem Etikettenstreifen (17), der aus miteinander verbundenen
Einzeletiketten (18-20) besteht, bestehend aus voneinander abtrennbare Einzelverpackungen
(1, 2), die mindestens im Bereich ihrer Behälteröffnungen (14) von einem Etikettenstreifen
(17) medizinisch dicht versiegelbar sind, der aus miteinander verbundenen Einzeletiketten
(18-20) besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelverpackungen (1, 2) mechanisch gekuppelt und durch eine entlang der jeweiligen
Trennfuge (11) wirkenden Schubkraft voneinander abtrennbar sind, und dass der Etikettenstreifen
aus mehreren, bereits durch aus Schnittlinien (54) und Freistanzungen (49) bestehenden
Trennkanten (32) voneinander getrennten Einzeletiketten (18, 20) besteht und die Trennkanten
(32) der Einzeletiketten (18-20) mit den Trennfugen (11) zwischen den Einzelverpackungen
(1, 2) fluchten und dass die durch Schnittlinien (54) und Freistanzungen (49) voneinander
getrennten Einzeletiketten (18, 20) durch einen Hilfsstreifen (55) fixiert sind.
2. Verpackungsblock (3, 5) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Einzeletikett (18) des Etikettenstreifens (17) aus einem vorderen Grundträger
(21) besteht, der auf der Vorderseite (44) der Einzelverpackung (1, 2) klebend anhaftet,
und dass der Grundträger (21) über eine Faltkante (28) an ein oberes Verschlussblatt
(23) anschließt, das die Behälteröffnung (14) versiegelt.
3. Verpackungsblock nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Verschlussblatt (23) über eine hintere Faltkante (28a) an einen die Rückseite
(45) der Einzelverpackung klebend abdeckenden Grundträger (25) anschließt.
4. Verpackungsblock (4, 5) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass am hinteren Teil des Verschlussblattes (23) oder am hinteren Grundträger (25) eine
Aufreißlasche (24) angeordnet ist.
5. Verpackungsblock (4, 5) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussblatt (23), welches die nach oben offene Behälteröffnung abdichtend
verschließt, über seinen gesamten Querschnitt membranös, d.h. für bestimmte Stoffe
einseitig durchlässig, ausgebildet ist.
6. Verpackungsblock (4, 5) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussblatt (23) nur in einem punktförmigen Bereich membranös ausgebildet
ist.
7. Verpackungsblock (4, 5) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die obere umlaufende Behälteröffnung (14) vor dem Anbringen von zugeordneten Etikettenstreifen
(17) mit einer zusätzlichen Beschichtung (13) versehen ist und dass der Behälterrand
(12) als Siegelfläche ausgebildet ist.
8. Verpackungsblock nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfsstreifen (55) auf die Oberseite der Einzeletiketten mindestens solange aufgeklebt
ist, bis diese noch nicht auf der Behälteröffnungen (14) des Verpackungsblocks (4,
5) aufgesiegelt sind.
9. Etikettenstreifen zum Erzeugen des Verpackungsblocks (3, 5) nach Anspruch 2 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfsstreifen (55) mit seiner Längserstreckung so über die parallel und lose
nebeneinander angeordneten Einzeletiketten (18, 20) mit seiner unterseitigen Klebefläche
(56) geklebt ist, dass er die siegelfähigen Verschlussblätter (23) abdeckt.
10. Etikettenstreifen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem Grundträger (21) an der Vorderseite ein oder mehrere Kennzeichnungsstreifen
(22) aufgeklebt sind.
11. Etikettenstreifen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussblatt (23) mit dem Grundträger (21) ein werkstoffeinstückiges Stück
bildet und sich nach hinten in einen weiteren Grundträger (25) an der Rückseite fortsetzt.
12. Etikettenstreifen nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass am hinteren Grundträger (25) eine Aufreißlasche (24) angeordnet ist, die über den
Grundträger (25) hinaussteht.
13. Etikettenstreifen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass entweder die Aufreißlasche (24) zusammen mit dem von der Behälterrückseite aufgeklebten
Grundträger (25) ablösbar ist oder nur die Aufreißlasche (24) allein aufreißbar ist,
um damit auch das Verschlussblatt (23) abzureißen, wobei dieses entlang einer Faltkante
(28) mit dem Grundträger (21) verbunden bleibt.
14. Etikettenstreifen nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Faltkante (28) als Perforationskante ausgebildet ist, um zu gewährleisten, dass
das Verschlussblatt (23) vollkommen vom Grundträger (21) abreissbar ist und der Grundträger
(21) dann auf der Vorderseite (44) der Einzelverpackung anhaften bleibt.
15. Etikettenstreifen nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundträger (21) in Richtung auf das Verschlussblatt (23) über eine Faltkante
(28) in das Verschlussblatt (23) übergeht, und dass im Bereich des Verschlussblattes
(23) eine mittige Membranfläche (29) angeordnet ist.
16. Etikettenstreifen nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der umlaufende Randbereich (30), der sich um die Membranfläche (29) herum erstreckt,
an seiner Rückseite mit einem Siegellack oder einem anderen haftfähigen Kleber beschichtet
ist.
17. Etikettenstreifen nach einem der Ansprüche 10 bis 16 , dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte Rückseite des Einzeletiketts (18a) mit einer siegelfähigen Beschichtung
(27) versehen ist, die sich auch über die Membranfläche (29) erstreckt.
18. Etikettenstreifen nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Beschichtung (27) so gewählt ist, dass ein freier Durchgang von dampf-
oder gasförmigen Sterilisationsmitteln durch die Membranfläche (29) und durch die
- diese Membranfläche verschließende Beschichtung (27) gewährleistet ist.
19. Etikettenstreifen nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Verschlussblattes (23) eine siegelfähige Beschichtung (27) vorhanden
ist, die für einen absolut dichten Verschluss mit der umlaufenden Behälteröffnung
(14) sorgt, während in gleicher Ebene, aber darunterliegend und an der Rückseite des
Grundträgers (21) eine andersartige Beschichtung (39) angeordnet ist, die bevorzugt
als einfache Klebebeschichtung ausgebildet ist.
20. Verfahren zum Etikettieren eines Verpackungsblocks (3, 5) mit einem durchgehenden
Etikettenstreifen (17, 17a, 17b)
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
1 es werden die entlang ihrer Längskanten miteinander verbundenen Einzeletiketten
(18, 18a, 18b-20, 20a, 20b) entlang von Schnittlinien (54) voneinander abgetrennt,
2 zur Lagensicherung der abgetrennten Einzeletiketten wird vor, während oder nach
dem Abtrennen ein Hilfsstreifen (55) auf die Oberseite der abgetrennten Einzeletiketten
geklebt,
3 die mit dem Hilfsstreifen (55) lagengesichert zusammen gehaltenen Einzeletiketten
werden mit ihren siegelfähigen Verschlussblättern (23) auf die Behälteröffnungen (14)
des Verpackungsblocks (4, 5) aufgelegt und gesiegelt,
4 die weiteren klebefähigen Teile (21, 25) der Einzeletiketten werden mit geeigneten
Andrückwerkzeugen auf der Vorder- (44) und gegebenenfalls Rückseite (45) der Einzelverpackungen
(1, 2) angeklebt,
5 der Hilfsstreifen (55) wird vor oder während oder nach dem Verfahrensschritt 4 entfernt.
1. Package block (3, 5) with a label strip (17), which consists of individual labels
(18-20) connected to one another, consisting of individual packages (1, 2) which are
separable from one another and which are medically tightly sealable by a label strip
(17) at least in the region of their container openings (14) and which consists of
individual labels (18-20) connected to one another, characterised in that the individual packages (1, 2) are mechanically coupled and are separable from one
another by a shearing force acting along the respective parting line (11), and in that the label strip consists of several individual labels (18, 20) already separated
from one another by parting edges (32) consisting of cut lines (54) and open perforations
(49) and the parting edges (32) of the individual labels (18-20) are aligned with
the parting lines (11) between the individual packages (1, 2) and in that the individual labels (18, 20) separated from one another by cut lines (54) and open
perforations (49) are fixed by an auxiliary strip (55).
2. Package block (3, 5) according to claim 1, characterised in that each individual label (18) of the label strip (17) consists of a front backing (21),
which sticks adhesively on the front side (44) of the individual package (1, 2), and
in that the backing (21) is adjacent to an upper closing sheet (23), which seals the container
opening (14), via a folded edge (28).
3. Package block according to claim 2, characterised in that the upper closing sheet (23) is adjacent to a backing (25) adhesively covering the
rear side (45) of the individual package via a rear folded edge (28a).
4. Package block (4, 5) according to claim 2 or 3, characterised in that a tear-open flap (24) is arranged on the rear part of the closing sheet (23) or on
the rear backing (25).
5. Package block (4, 5) according to claim 3 or 4, characterised in that the closing sheet (23), which closes in sealing manner the container opening which
is open at the top, is designed to be membranous, that is, to be permeable on one
side for certain materials, over its entire cross-section.
6. Package block (4, 5) according to claim 3 or 4, characterised in that the closing sheet (23) is designed to be membranous only in a point-like region.
7. Package block (4, 5) according to one of claims 1 to 6, characterised in that the upper annular container opening (14) is provided with an additional coating (13)
before attaching assigned label strips (17) and in that the container edge (12) is designed as a seal surface.
8. Package block according to one of claims 1 to 7, characterised in that the auxiliary strip (55) is adhered to the upper side of the individual labels at
least so long as the latter are not yet sealed on the container openings (14) of the
package block (4, 5).
9. Label strip for generating the package block (3, 5) according to claim 2 or 8, characterised in that the auxiliary strip (55) with its longitudinal extension is adhered over the individual
labels (18, 20) arranged parallel and loosely next to one another with its under-side
adhesive surface (56) so that it covers the sealable closing sheets (23).
10. Label strip according to claim 9, characterised in that one or more identification strips (22) are adhered on a backing (21) on the front
side.
11. Label strip according to claim 10, characterised in that the closing sheet (23) with the backing (21) forms a material-integral piece and
is continued towards the rear in a further backing (25) on the rear side.
12. Label strip according to claim 10 or 11, characterised in that a tear-open flap (24), which projects beyond the backing (25), is arranged on the
rear backing (25).
13. Label strip according to claim 12, characterised in that either the tear-open flap (24) is releasable together with the backing (25) adhered
from the container rear side or only the tear-open flap (24) alone is tearable open
in order to thus also tear off the closing sheet (23), wherein the latter remains
connected to the backing (21) along a folded edge (28).
14. Label strip according to claim 13, characterised in that the folded edge (28) is designed as a perforation edge in order to guarantee that
the closing sheet (23) is tearable completely off from the backing (21) and the backing
(21) then remains adhering on the front side (44) of the individual package.
15. Label strip according to one of claims 10 to 14, characterised in that the backing (21) in the direction of the closing sheet (23) merges into the closing
sheet (23) via a folded edge (28), and in that a central membrane surface (29) is arranged in the region of the closing sheet (23).
16. Label strip according to claim 15, characterised in that the annular edge region (30), which extends around the membrane surface (29), is
coated on its rear side with a sealing lacquer or a further sticky adhesive.
17. Label strip according to one of claims 10 to 16, characterised in that the entire rear side of the individual label (18a) is provided with a sealable coating
(27) which also extends over the membrane surface (29).
18. Label strip according to claim 17, characterised in that the thickness of the coating (27) is selected so that free passage of vaporous or
gaseous sterilisation agents through the membrane Surface (29) and through the coating
(27) closing this membrane surface is guaranteed.
19. Label strip according to one of claims 16 to 18, characterised in that a sealable coating (27), which ensures an absolutely tight closure with the annular
container opening (14), is present in the region of the closing sheet (23), whereas
in the same plane, but lying underneath and on the rear side of the backing (21),
a different coating (39) is arranged which is preferably designed as a simple adhesive
coating.
20. Method for labelling a package block (3, 5) with a continuous label strip (17, 17a,
17b)
characterised by the following method steps:
1 the individual labels (18, 18a, 18b-20, 20a, 20b) connected to one another along
their longitudinal edges are separated from one another along cut lines (54),
2 for positional security of the separated individual labels, an auxiliary strip (55)
is adhered to the upper side of the separated individual labels before, during or
after separation,
3 the individual labels held together in positionally secure manner by the auxiliary
strip (55) are placed onto the container openings (14) of the package block (4, 5)
with their sealable closing sheets (23) and sealed,
4 the further adhesive parts (21, 25) of the individual labels are adhered on the
front side (44) and optionally rear side (45) of the individual packages (1, 2) using
suitable pressing tools,
5 the auxiliary strip (55) is removed before or during or after method step 4.
1. Bloc d'emballage (3, 5) pourvu d'une bande d'étiquettes (17) qui est constituée d'étiquettes
individuelles (18-20) reliées les unes aux autres, étant constitué d'emballages individuels
(1, 2) pouvant être séparés les uns des autres, qui peuvent être scellés de manière
médicalement étanche au moins dans la zone de leurs ouvertures de contenant (14) par
une bande d'étiquettes (17) qui est constituée d'étiquettes individuelles (18-20)
reliées les unes aux autres, caractérisé en ce que les emballages individuels (1, 2) sont accouplés mécaniquement et peuvent être séparés
les uns des autres par une force de cisaillement agissant le long de la fente de séparation
(11) respective, et en ce que la bande d'étiquettes est constituée de plusieurs étiquettes individuelles (18, 20)
déjà séparées les unes des autres par des bords de séparation (32) constitués de lignes
de coupe (54) et de parties découpées (49), et les bords de séparation (32) des étiquettes
individuelles (18-20) sont en affleurement avec les fentes de séparation (11) entre
les emballages individuels (1, 2) et en ce que les étiquettes individuelles (18, 20) séparées les unes des autres par des lignes
de coupe (54) et des parties découpées (49) sont fixées par une bande auxiliaire (55)
.
2. Bloc d'emballage (3, 5) selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque étiquette individuelle (18) de la bande d'étiquettes (17) est constituée d'un
support de base avant (21) qui adhère de façon collante à la face avant (44) de l'emballage
individuel (1, 2), et en ce que le support de base (21) est raccordé par l'intermédiaire d'un bord de pliage (28)
à une feuille d'obturation (23) supérieure, laquelle scelle l'ouverture de contenant
(14).
3. Bloc d'emballage selon la revendication 2, caractérisé en ce que la feuille d'obturation (23) supérieure est raccordée à un support de base (25) recouvrant
par collage la face arrière (45) de l'emballage individuel, par l'intermédiaire d'un
bord de pliage arrière (28a).
4. Bloc d'emballage (4, 5) selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce qu'une languette de déchirage (24) est agencée sur la partie arrière de la feuille d'obturation
(23) ou sur le support de base (25) arrière.
5. Bloc d'emballage (4, 5) selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la feuille d'obturation (23) est réalisée de manière membraneuse sur toute sa section
transversale, c'est-à-dire de manière perméable unilatéralement à certaines substances,
laquelle feuille ferme de manière étanche l'ouverture de contenant ouverte vers le
haut.
6. Bloc d'emballage (4, 5) selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la feuille d'obturation (23) n'est réalisée de manière membraneuse que dans une zone
en forme de points.
7. Bloc d'emballage (4, 5) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'ouverture de contenant (14) périphérique supérieure est pourvue avant l'application
de bandes d'étiquettes (17) associées d'un revêtement (13) supplémentaire, et en ce que le bord de contenant (12) est réalisé sous la forme d'une surface de scellement.
8. Bloc d'emballage selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la bande auxiliaire (55) est collée sur la face supérieure des étiquettes individuelles
au moins tant que celles-ci ne sont pas encore scellées sur les ouvertures de contenant
(14) du bloc d'emballage (4, 5).
9. Bande d'étiquettes pour la production du bloc d'emballage (3, 5) selon la revendication
2 ou 8, caractérisée en ce que la bande auxiliaire (55) est collée par son étendue longitudinale au moyen de sa
surface adhésive (56) inférieure sur les étiquettes individuelles (18, 20) agencées
les unes à côté des autres de manière parallèle et lâche, de sorte qu'elle recouvre
les feuilles d'obturation (23) aptes au scellement.
10. Bande d'étiquettes selon la revendication 9, caractérisée en ce qu'une ou plusieurs bandes d'identification (22) sont collées par la face avant sur un
support de base (21).
11. Bande d'étiquettes selon la revendication 10, caractérisée en ce que la feuille d'obturation (23) forme une pièce d'un seul tenant avec le support de
base (21) et se prolonge vers l'arrière sur la face arrière dans un autre support
de base (25).
12. Bande d'étiquettes selon la revendication 10 ou 11, caractérisée en ce qu'une languette de déchirage (24) qui fait saillie du support de base (25) est agencée
sur le support de base (25) arrière.
13. Bande d'étiquettes selon la revendication 12, caractérisée en ce que soit la languette de déchirage (24) est détachable conjointement avec le support
de base (25) collé à partir de la face arrière de contenant ou seule la languette
de déchirage (24) est déchirable, afin de déchirer avec elle la feuille d'obturation
(23), dans laquelle celle-ci reste reliée au support de base (21) le long d'un bord
de pliage (28) .
14. Bande d'étiquettes selon la revendication 13, caractérisée en ce que le bord de pliage (28) est réalisé sous la forme d'un bord de perforation afin de
garantir que la feuille d'obturation (23) est complètement retirable du support de
base (21) par déchirement et que le support de base (21) continue alors d'adhérer
à la face avant (44) de l'emballage individuel.
15. Bande d'étiquettes selon l'une des revendications 10 à 14, caractérisée en ce que le support de base (21) se prolonge en la feuille d'obturation (23) par l'intermédiaire
d'un bord de pliage (28) en direction de la feuille d'obturation (23), et en ce qu'une surface centrale de membrane (29) est agencée dans la zone de la feuille d'obturation
(23) .
16. Bande d'étiquettes selon la revendication 15, caractérisée en ce que la zone de bord périphérique (30) qui s'étend autour de la surface de membrane (29)
est revêtue sur sa face arrière d'un vernis de scellement ou d'une autre colle adhésive.
17. Bande d'étiquettes selon l'une des revendications 10 à 16, caractérisée en ce que toute la face arrière de l'étiquette individuelle (18a) est pourvue d'un revêtement
(27) apte au scellement qui s'étend également sur toute la surface de membrane (29).
18. Bande d'étiquettes selon la revendication 17, caractérisée en ce que l'épaisseur du revêtement (27) est choisie de sorte qu'un passage libre de moyens
de stérilisation sous forme de vapeur ou de gaz à travers la surface de membrane (29)
et à travers le revêtement (27) fermant cette surface de membrane soit garanti.
19. Bande d'étiquettes selon l'une des revendications 16 à 18, caractérisée en ce qu'un revêtement (27) apte au scellement est présent dans la zone de la feuille d'obturation
(23), lequel assure une obturation absolument étanche avec l'ouverture de contenant
(14) périphérique, tandis qu'un revêtement (39) d'un autre type qui est réalisé de
préférence sous la forme d'un simple revêtement adhésif est agencé dans le même plan,
mais dessous et sur la face arrière du support de base (21).
20. Procédé d'étiquetage d'un bloc d'emballage (3, 5) au moyen d'une bande d'étiquettes
(17, 17a, 17b) continue,
caractérisé par les étapes de procédé suivantes :
1 les étiquettes individuelles (18, 18a, 18b-20, 20a, 20b) sont séparées les unes
des autres le long de lignes de coupe (54) le long de leurs bords longitudinaux,
2 pour le maintien en position des étiquettes individuelles séparées, une bande auxiliaire
(55) est collée sur la face supérieure des étiquettes individuelles séparées avant,
pendant ou après la séparation,
3 les étiquettes individuelles retenues ensemble avec maintien en position au moyen
de la bande auxiliaire (55) sont appliquées et scellées sur les ouvertures de contenant
(14) du bloc d'emballage (4, 5) avec leurs feuilles d'obturation (23) aptes au scellement,
4 les autres parties adhésives (21, 25) des étiquettes individuelles sont collées
à la face avant (44) et éventuellement à la face arrière (45) des emballages individuels
(1, 2) au moyen d'outils presseurs adaptés,
5 la bande auxiliaire (55) est retirée avant ou pendant ou après l'étape de procédé
4.