[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Abwurfanlage für Wurfscheiben
nach Anspruch 1. Ein gattungsgemäßes Verfahren ist beispielsweise aus
US 2015/091252 A1 bekannt.
[0002] Abwurfanlagen für Wurfscheiben werden im Bereich Wurfscheibenschießens verwendet.
Diese Präzisionssportart wird auf eine vielfältige Weise betrieben, man unterscheidet
je nach den Wettkampfbedingungen und Regularien verschiedene Unterarten und jagdliche
wie auch sportliche Disziplinen, die beispielsweise unter den Bezeichnungen "Skeet",
"Jagdparcours", "Helices" oder "Compak-Sporting", bzw. "Trap" oder "Doppeltrap" bekannt
sind. Diese Disziplinen unterscheiden sich in der Art des Abrufs der Wurfscheiben,
in der Art und Weise des Abwurfs von einen oder mehreren im Gelände verteilten Abwurfeinrichtungen
oder auch in der Zahl und in der Abwurffrequenz der abgeworfenen Wurfscheiben.
[0003] Um eine Abwurfanlage für verschiedene Disziplinen verfügbar zu machen und deren Betriebsweise
also an die jeweils unterschiedlichen Disziplinen anzupassen, weisen moderne Abwurfanlagen
verschiedene Komponenten auf. In der Regel bestehen diese aus einer Wurfmaschinenanordnung
mit mindestens einer Wurfmaschine. Diese enthält mindestens eine Wurfmaschinensteuereinheit
zur Betriebssteuerung der Wurfmaschine. Zur Realisierung verschiedener Betriebsarten
und Disziplinen auf der Abwurfanlage ist eine zentrale Steuereinheit vorgesehen, die
zur Steuerung der Wurfmaschinenanordnung dient. Der Abruf erfolgt über eine mit der
Steuereinheit verbundene Mikrofonanlage, die zur akustischen Eingabe eines vom Schützen
gerufenen Abwurfsignals dient und deren Signale von der zentralen Steuereinheit verarbeitet
werden. Zur Verbindung der Komponenten wird teilweise auch auf drahtlose Signalübertragungskanäle
zurückgegriffen.
[0004] Ein nicht unerhebliches Problem bei derartigen Anlagen besteht darin, dass diese
in der Regel nur mit einem gewissen Know-how zu bedienen und an unterschiedliche Disziplinen
anzupassen sind. Die zentralen Steuereinheiten der Abwurfanlagen sind zwar kommerziell
erhältlich, deren richtige Bedienung kann jedoch nur mit den Grundkenntnissen eines
Fachmanns vorgenommen werden. Der Schütze muss also nicht nur über die sportlichen
Grundlagen seines Sports Bescheid wissen, sondern auch Kenntnisse der Bedienung der
Komponenten wenigstens grundsätzlich beherrschen, oder es muss Personal vorhanden
sein, das die entsprechenden Einstellungen, insbesondere an der Steuereinheit, vornimmt.
[0005] Eine solch notwendige technische Kenntnis der Bedienung und der nicht unerhebliche
Personalaufwand stellt eine Hürde für Anfänger dar, die sich für den Sport des Wurfscheibenschießens
interessieren. Außerdem ist bei größeren Anlagen aus rein organisatorischen und wirtschaftlichen
Gründen eine personalisierte Verbrauchserfassung der Wurfscheiben notwendig, für die
bisher auf Personal zurückgegriffen werden muss, dass den Verbrauch entsprechend registriert
und daraus personalisiert die von den jeweiligen Schützen zu zahlenden Gebühren errechnet.
[0006] Es besteht somit die Aufgabe, ein Verfahren zum Betreiben einer Abwurfanlage für
Wurfscheiben anzugeben, mit dem die erwähnten Nachteile beseitigt und die Abwurfanlage
einem breiteren Publikum zur Verfügung gestellt werden kann, die möglichst flexibel
auf unterschiedliche Disziplinen eingerichtet werden kann und mit der sich auch individualisierte
Arten des Wurfscheibenschießens und des Trainings realisieren lassen. Außerdem sind
die bestehenden Anlagen mit einem Verfahren zu ergänzen, bei dem die Verbrauchserfassung
und ein Bezahlsystem auf automatisierte Weise mit einem reduzierten Personalaufwand
realisiert werden kann.
[0007] Die Aufgabe wird mit einem Verfahren zum Betreiben einer Abwurfanlage für Wurfscheiben
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche beinhalten zweckmäßige
bzw. vorteilhafte Ausführungsformen des Verfahrens.
[0008] Das Verfahren zum Betreiben einer Abwurfanlage für Wurfscheiben geht von einer Abwurfanlage
aus, die folgende Komponenten enthält:
Vorgesehen ist mindestens eine Wurfmaschinenanordnung mit mindestens einer Wurfmaschine.
Die Wurfmaschine weist jeweils mindestens eine Wurfmaschinensteuereinheit auf. Weiterhin
sind eine zentrale Steuereinheit zur Steuerung der Wurfmaschinenanordnung sowie eine
mit der Steuereinheit verbundene Mikrofonanlage zur akustischen Eingabe eines Abwurfkommandos,
vorgesehen.
[0009] Erfindungsgemäß wird das Verfahren so ausgeführt, dass die zentrale Steuereinheit
einen drahtlosen und bidirektionalen Datenaustausch mit einem stationären Kommunikationsendgerät
und/oder einem mobilen Kommunikationsendgerät ausführt. Außerdem führen das stationäre
und/oder das mobile Kommunikationsendgerät über ein Kommunikationsnetzwerk einen auf
den Betrieb der Abwurfanlage bezogenen Datenaustausch mit einem externen Verwaltungsserver
für die Abwurfanlage aus.
[0010] Der Grundgedanke des Verfahrens besteht somit darin, die Abwurfanlage durch einen
bidirektionalen Datenaustausch mit einem Kommunikationsendgerät zu ergänzen und gleichzeitig
einen Verwaltungsserver vorzusehen, der zum einen mit dem Kommunikationsendgerät und
zum anderen mit der zentralen Steuereinheit Daten austauscht. Dadurch wird das Kommunikationsendgerät
zum eigentlichen Bedienmittel der Abwurfanlage für den Schützen, während andererseits
das Kommunikationsendgerät und die zentrale Steuereinheit von dem Verwaltungsserver
erfassbar sind und somit die Betriebszustände der Abwurfanlage personalisiert und
selbsttätig erfasst werden können.
[0011] Erfindungsgemäß enthält das stationäre und/oder mobile Kommunikationsendgerät ein
Steuerprogramm mit auf dem Kommunikationsendgerät frei wählbaren Trainingsabläufen
und Betriebsmodi zur Betätigung der zentralen Steuereinheit. Der Schütze kann somit
das Steuerprogramm auf seinem Kommunikationsendgerät auswählen. Dieses wird der zentralen
Steuereinheit übermittelt, sodass diese nun die Abwurfanlage entsprechend modifiziert
steuert. Das Kommunikationsendgerät wird dadurch zum Eingabeinterface des Schützen,
über das er den Betrieb der Abwurfanlage steuern kann.
[0012] Erfindungsgemäß übermittelt dabei das Steuerprogramm an die zentrale Steuereinheit
eine Scharfschalt- und Abwurfsequenz, wobei durch die Scharfschalt- und Abwurfsequenz
durch die zentrale Steuereinheit ein Ansprechen und Betätigen der Mikrofonanlage und/oder
der Wurfmaschinensteuereinheit erfolgt.
[0013] Durch diese Ausgestaltung des Verfahrens erfolgt somit eine Beeinflussung der zentralen
Steuereinheit und der Mikrofonanlage in der Weise, dass der Abwurfvorgang in eine
Sequenz unterteilt wird, bei der die Mikrofonanlage freigeschaltet oder gesperrt wird,
sodass diese entweder den Abruf des Schützen erfassen kann oder für diesen Abruf gesperrt
ist. Dadurch werden Einflüsse von Umgebungsgeräuschen und ein unbeabsichtigtes Abwerfen
von Wurfscheiben vermieden.
[0014] Erfindungsgemäß erfolgt durch die Scharfschalt- und Abwurfsequenz ein Aktivieren
mindestens eines Mikrofons während eines vorgebbaren Zeitintervalls zur Empfangsbereitschaft
eines akustischen Abwurfkommandos. Dadurch wird das Mikrofon nur dann freigeschaltet,
wenn tatsächlich ein Abwurfkommando gegeben werden darf.
[0015] Erfindungsgemäß wird das Aktivieren des Mikrofons durch einen im Bereich des Mikrofons
angeordneten optischen und/oder akustischen Signalgeber angezeigt. Der Schütze sieht
oder hört, dass das Mikrofon für den Empfang des Abrufkommandos bereit ist und kann
nun das Abrufkommando geben.
[0016] Bei einer weiteren Ausführungsform erfolgt während des Betriebs der Abwurfanlage
ein den Betrieb der Abwurfanlage betreffender Datenaustausch zwischen dem stationären
und/oder dem mobilen Kommunikationsendgerät und/oder der zentralen Steuereinheit und
dem externen Verwaltungsserver für eine personalisierte Betriebserfassung und Verbrauchsabrechnung.
[0017] Der externe Verwaltungsserver erhält dabei von dem Kommunikationsendgerät personalisierte
Daten, die zumindest einer Registrierung des Schützen dienen, während von der Steuereinheit
Betriebsdaten, wie beispielsweise die Anzahl bereits verschossener Wurfscheiben erfasst
werden. In dem externen Verwaltungsserver werden diese beiden Datensätze einander
zugeordnet und bilden so die Grundlage für die personalisierte Betriebserfassung und
Verbrauchsabrechnung.
[0018] Bei einer weiteren Ausführungsform erfolgt durch die Scharfschalt- und Abwurfsequenz
ein Aktivieren einer Ton- und/oder Lichtsignalausgabe am stationären und/oder mobilen
Kommunikationsendgerät des Schützen zum Signalisieren einzelner Betriebszustände der
Abwurfanlage. Dem Schützen kann hierdurch insbesondere signalisiert werden, dass die
Scharfschalt- und Abwurfsequenz von der zentralen Steuereinheit bestätigt worden ist
und mit ihrem Ablauf begonnen oder geendet hat.
[0019] Bei einer weiteren Ausführungsform gibt die Wurfmaschinensteuereinheit nach dem Abwurf
einer Wurfscheibe ein Rückmeldesignal an die Steuereinheit aus, wobei die zentrale
Steuereinheit das Rückmeldesignal an das stationäre und/oder mobile Kommunikationsendgerät
und/oder an den Verwaltungsserver zur personalisierten Betriebserfassung und Verbrauchsabrechnung
übergibt. Dadurch wird zum einen auf dem Kommunikationsendgerät als auch auf dem Verwaltungsserver
ein Nachverfolgen der Nutzung der Abwurfanlage möglich.
[0020] Als weitere Ausgestaltung führt das Steuerprogramm auf dem stationären und/oder mobilen
Kommunikationsendgerät mit dem Verwaltungsserver einen Authentifizierungs- und Registrierungsvorgang
aus, wobei durch den Verwaltungsserver als Resultat ein Zugangscode für einen Zugriff
des Kommunikationsendgerätes auf die Steuereinheit erzeugt wird. Diese Verfahrensausgestaltung
sichert eine Nutzung der Abrufanlage durch autorisierte Personen und dient daher als
Zugangskontrolle und registrierende Personalisierung.
[0021] Das Steuerprogramm ist bei einer Ausgestaltung auf dem Kommunikationsendgerät als
eine App ausgebildet. Diese App kann in einfacher Weise auf dem Kommunikationsendgerät
installiert werden und beispielsweise auf eine bestimmte Abrufanlage abgestimmt sein.
[0022] Das Verfahren soll nachfolgend anhand beispielhafter Ausführungsformen näher erläutert
werden. Zur Verdeutlichung dienen die Figuren 1 bis 8. Es werden für gleiche und/oder
gleichwirkende Teile dieselben Bezugszeichen verwendet.
[0023] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Übersicht über die bei der Ausführung des Verfahrens beinhalteten Komponenten
der Abwurfanlage,
- Fig. 2
- eine beispielhafte Darstellung von Kommunikationsvorgängen innerhalb der Komponenten,
- Fig. 3
- einen beispielhaften Ablaufplan einer Freischaltprozedur für ein Mikrofon,
- Fig. 4
- ein beispielhaftes Mikrofon mit Signallicht und akustischem Signalgeber,
- Fig. 5
- eine Darstellung einer Fernbedienung zur manuellen Auslösung,
- Fig. 6
- eine Darstellung eines beispielhaften Registrierungs- und Identifizierungsvorgangs
eines Kommunikationsendgerätes an der zentralen Steuereinheit und dem externen Verwaltungsserver,
- Fig. 7
- eine beispielhafte Menüstruktur einer auf dem Kommunikationsendgerät installierten
App,
- Fig. 8
- ein beispielhaftes Zeitdiagramm von Freischalt- und Abwurfvorgängen.
[0024] Fig. 1 zeigt eine Übersicht über die bei der Ausführung des Verfahrens beinhalteten
Komponenten der Abwurfanlage. Die Abwurfanlage enthält mehrere Wurfmaschinenanordnungen
1, die sich jeweils aus mindestens einer Wurfmaschine 2 und einer Wurfmaschinensteuereinheit
3 zusammensetzen. Wie aus der Figur hervorgeht, kann auch der Betrieb mehrerer Wurfmaschinen
von einer Wurfmaschinensteuereinheit aus gesteuert werden. Die Wurfmaschine beinhaltet
die eigentliche Mechanik zum Aufwurf der Wurfscheiben, die Wurfmaschinensteuereinheit
umfasst alle notwendigen Komponenten, die zum Entgegennehmen externer Steuersignale
und deren Umsetzen in Aktionen der Wurfmaschine, also insbesondere zum Abwurf einer
oder mehrerer Wurfscheiben, und zur Rückmeldung über den Betriebszustand der Wurfmaschinenanordnung
notwendig sind.
[0025] Der Betrieb der Wurfmaschinenanordnungen der Abwurfanlage wird über eine zentrale
Steuereinheit 4 überwacht und gesteuert. Diese nimmt insbesondere akustische Abrufkommandos
über eine Reihe von Mikrofonen 5 einer im Gebiet der Abwurfanlage verteilten Mikrofonanlage
6 entgegen und setzt diese intern und nach Maßgabe eines jeweils eingestellten und
auf die verschiedenen Schießdisziplinen angepassten Steuerprogramms in Auslöseimpulse
für die Wurfmaschinenanordnungen 1 um. Die Steuereinheit ordnet insbesondere die über
verschiedene Mikrofone eingehenden akustischen Abwurfkommandos den jeweils richtigen
Wurfmaschinenanordnungen zu.
[0026] Die Mikrofonanlage 6 besteht aus einzelnen Mikrofonen 5. Diese können über das Gelände
der Abwurfanlage an verteilten Orten angeordnet sein. Möglich ist vor allem aber auch
eine Anordnung der Mikrofone nebeneinander in einem gemeinsamen Schießstand für mehrere
Schützen. Bei einer solchen Anordnung der Mikrofone ist es zweckmäßig, Richtmikrofone
einzusetzen und die Mikrofone außerdem zweckmäßig anzuordnen, um sicher zu stellen,
dass das jeweils gegebene akustische Abrufkommando des richtigen Schützen von dem
richtigen Mikrofon erfasst wird.
[0027] Zusätzlich kann entweder der gesamten Mikrofonanlage 6 oder auch jedem einzelnen
der Mikrofone 5 ein weiteres Überwachungsmikrofon zugeordnet sein, das Umgebungsgeräusche
überwacht und aufnimmt. Ein derartiges zusätzliches Mikrofon registriert dann zum
einen jedes irreguläre Geräuschereignis im Umfeld der Schießanlage, beispielsweise
Knallereignisse, sprunghaft ansteigende und abfallende Schallpegel, Rufe von Personen
usw., aber auch die von dem Schützen gegebenen Abwurfkommandos. Das Überwachungsmikrofon
ist mit der zentralen Steuereinheit so verschaltet und dessen Signale werden so verarbeiten,
dass nur dann ein Abwurf an den Wurfmaschinenanordnungen erfolgt, wenn sowohl am Mikrofon
5 als auch am Überwachungsmikrofon das gleiche Schallsignal erfasst worden ist.
[0028] Für Wettkämpfe, bei denen Zeitlimits gesetzt sind, die die einzelnen Schützen einhalten
müssen, kann dem Mikrofon eine für den Schützen gut sichtbare Digitaluhr oder eine
andere Art der Zeitsignalisierung zugeordnet sein, um die verbleibende Zeit bis zum
Abrufen einer Wurfscheibe bzw. zum Schuss anzuzeigen. Diese Zeitsignalisierung ist
direkt mit der zentralen Steuereinheit verbunden.
[0029] Ist die Zeit abgelaufen und keine Scheibe wurde abgerufen, so wird das jeweilige
Mikrofon deaktiviert.
[0030] Die zentrale Steuereinheit 4 steht in einem bidirektionalen Datenaustausch mit stationären
und/oder mobilen Kommunikationsendgeräten 7 und 8. Als stationäres Kommunikationsendgerät
kommt hier beispielsweise ein Personal Computer in Betracht. Das stationäre Kommunikationsendgerät
kann aber auch ein im Gelände der Abwurfanlage beispielsweise im Zugangsbereich zur
Abwurfanlage fest installierter Bedienterminal sein, an welchem die jeweiligen Schützen
sich registrieren und menügesteuert den Betrieb der Abwurfanlage beeinflussen können.
[0031] Als mobiles Kommunikationsendgerät können beispielsweise Tablet-PC oder so genannte
Smartphone-Mobilfunkgeräte eingesetzt werden. Die Kommunikationsendgeräte 7 und 8
stellen eine Nutzerschnittstelle für den Schützen dar, der hiermit die Abwurfanlage
steuern und grundlegende Betriebsparameter, wie beispielsweise verschiedene Schießdisziplinen,
auswählen und festlegen kann.
[0032] Fig. 2 zeigt eine beispielhafte Darstellung von verfahrensgemäßen Kommunikationsvorgängen
innerhalb der Komponenten der Abwurfanlage. Diese werden zwischen der Wurfmaschinensteuereinheit
3, der zentralen Steuereinheit 4, mindestens einem der Mikrofone 5, einem in diesem
Beispiel mobilen Kommunikationsendgerät 8 in Form eines Smartphones und einem externen
Verwaltungsserver 9 abgewickelt. Der externe Verwaltungsserver enthält eine Benutzerkontensteuerung
10, eine Betriebssteuerung 11 zum Überwachen des Betriebszustandes der Abwurfanlage
und ein Abrechnungseinheit 12 zur individuellen Gebührenabrechnung.
[0033] Die nachfolgend erläuterten Vorgänge der Datenübermittlung werden teilweise drahtlos
ausgeführt. Als Kanal für den Datenaustausch zwischen dem mobilen Kommunikationsendgerät
8 und der zentralen Steuereinheit 4 kommt ein Funknetz, insbesondere ein WLAN-Netz
zur Anwendung. Die Kommunikation zwischen dem mobilen Kommunikationsendgerät 8 und
dem externen Verwaltungsserver 9 erfolgt über übliche Kommunikationsnetze, beispielsweise
über das Internet und die entsprechenden Kommunikationsprotokolle. Der Datenaustausch
zwischen der zentralen Steuereinheit 4 und dem externen Verwaltungsserver 9 erfolgt
über das Internet oder bei großer räumlicher Nähe über das WLAN-Protokoll.
[0034] Die Datenübertragung zwischen der zentralen Steuereinheit 4, dem Mikrofon 5 und der
Wurfmaschinensteuerung 3 kann drahtlos oder drahtgebunden ausgebildet sein.
[0035] Das mobile Kommunikationsendgerät 8 enthält ein Steuerprogramm 13, das beispielsweise
als eine so genannte und für Smartphones und Tablet-PCs übliche App ausgebildet sein
kann. Der Schütze kann über diese App zwischen verschiedenen Schießdisziplinen wie
"Skeet", "Jagdparcours", "Helices", "Compak-Sporting", "Trap" oder "Doppeltrap" auswählen.
Mit diesen Optionen sind jeweils unterschiedliche Betriebsmodi und Steuerimpulse für
die Komponenten der Abwurfanlage verknüpft. Nach der Auswahl der entsprechenden Option
auf der App werden über das Funk- oder WLAN-Netz die entsprechenden Daten in einem
Schritt 14 auf die zentrale Steuereinheit übertragen. Die zentrale Steuereinheit wird
hierdurch auf einen entsprechenden Steuermodus in Bezug auf das Mikrofon 5 sowie die
Wurfmaschinensteuereinheit 3 eingestellt. Konkret erfolgt hier die Festlegung einer
Scharfschalt- und Abwurfsequenz 16 innerhalb der zentralen Steuereinheit, die zur
Steuerung der Mikrofonanlage und der Wurfmaschinensteuerung dient und durch die außerdem
definiert wird, auf welche Weise diese Komponenten angesprochen und aktiviert werden.
[0036] Es erfolgt eine bestätigende Rückmeldung 15 von der zentralen Steuereinheit 4 auf
das mobile Kommunikationsendgerät 8 über die erfolgte Auswahl und die ausgeführte
Aktivierung des jeweiligen Betriebsmodus. Anstelle der Rückmeldung kann natürlich
auch eine Fehlermeldung oder eine Meldung darüber erfolgen, dass mit der vorhandenen
zentralen Steuereinheit, und damit auf der gewählten Abwurfanlage der auf der App
gewählte Betriebsmodus bzw. die entsprechende Schießdisziplin, nicht verfügbar ist.
[0037] Im Ergebnis dieses Datenaustauschs ist nun die Scharfschalt- und Abwurfsequenz 16
in der zentralen Steuereinheit festgelegt und wird ausgeführt. Hierbei gibt die zentrale
Steuereinheit ein Aktivierungssignal 17 an ein entsprechendes Mikrofon 5 aus. Das
Mikrofon in der Nähe des Schützen wird scharf geschaltet und wartet auf die akustische
Eingabe eines Abrufkommandos 18. Sobald das Abrufkommando 18 vom Mikrofon 5 erfasst
worden ist, erhält die Wurfmaschinensteuereinheit 3 einen Abwurfimpuls 19.
[0038] Bei der Ausführung der Scharfschalt- und Abwurfsequenz wird gleichzeitig von der
zentralen Steuereinheit 4 an die Wurfmaschinensteuereinheit 3 ein Abwurfsteuersignal
20 übertragen. Das Abwurfsteuersignal gibt der Wurfmaschinensteuereinheit vor, auf
welche Weise der Abwurf beim Vorliegen des Abwurfimpulses zu erfolgen hat. Das Abwurfsteuersignal
gibt beispielsweise an, ob mehrere Wurfscheiben gleichzeitig abgeworfen werden sollen,
ob innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls mehrere Wurfscheiben nacheinander abgeworfen
werden sollen, welchen Anstellwinkel die Wurfmaschine einnehmen soll und welche Arten
von Wurfscheiben abgeworfen werden sollen, ob und welchem Maße der Abwurf der Wurfscheiben
variiert werden soll und dergleichen Parameter mehr.
[0039] Sobald die Wurfmaschine den Abwurf ausgeführt hat, gibt die Wurfmaschinensteuereinheit
ein Abwurfzählsignal 21 an die zentrale Steuereinheit 4 zurück. Die zentrale Steuereinheit
4 registriert dabei den erfolgten Abwurf und gibt an den externen Verwaltungsserver
9 das Abwurfzählsignal 21 weiter. Der externe Verwaltungsserver erfasst das Abwurfzählsignal
in der internen Betriebssteuerung 11 und der Abrechnungseinheit 12 und gleicht diese
Daten mit den über das mobile Kommunikationsendgerät 8 bereitgestellten individuellen
Registrierungsdaten des Schützen über die Benutzerkontensteuerung 10 ab.
[0040] Optional kann die zentrale Steuereinheit 4 auch das Abwurfzählsignal 21 an das mobile
Kommunikationsendgerät 8 ausgeben. Hierbei registriert das mobile Kommunikationsendgerät
8 ebenfalls alle durch die Schützen abgerufenen Abwürfe, sodass auch der Schütze einen
Beleg über dessen Verbrauch an Wurfscheiben erhält und mit einer späteren Abrechnung
vergleichen kann.
[0041] Fig. 3 zeigt einen beispielhaften Ablaufplan einer Freischaltprozedur für ein Mikrofon
in Verbindung mit einer genaueren Darstellung der Abrufprozedur.
[0042] Die Prozedur beginnt mit einem Programmauswahlschritt 22. Dieser kann in der beschriebenen
Weise über das Kommunikationsendgerät vorgenommen werden. Als nächstes erfolgt ein
Auswahlschritt 23, bei dem eines der Mikrofone aus einer gegebenen Mikrofonanlage
für den Schützen ausgewählt wird. Diese Auswahl kann in einem Anzeigeschritt 24 durch
eine Platzanzeige im Bereich des Schützen signalisiert werden. Der Schütze erhält
dadurch die Information, an welchem Mikrofon er sich einzufinden hat, um das akustische
Abwurfkommando eingeben zu können. Gleichzeitig wird durch die Steuereinheit eine
Auswahl 23a ausgeführt, bei der eine Wurfmaschine aus mehreren gegebenen Wurfmaschinen
ausgewählt wird.
[0043] Gleichzeitig signalisiert die eingeschaltete Platzanzeige das Scharfschalten des
Mikrofons. In einer Abfrageprozedur 25 wird nun erfasst, ob das akustische Abrufkommando
am Mikrofon eingegangen ist. Diese Abfrageprozedur endet dann, wenn das akustische
Abrufkommando erfolgt und erfasst wird. Es wird sodann eine Wurfscheibe abgeworfen.
In einem nächsten Prüfschritt 26 wird geprüft, ob das Mikrofon den Knall eines Schusses
erfasst hat. Sofern dies der Fall ist, wird die Platzanzeige in einem Schritt 26a
ausgeschaltet und das Mikrofon deaktiviert.
[0044] Für Wettkämpfe, bei denen Zeitlimits gesetzt sind, die die einzelnen Schützen einhalten
müssen, kann eine Zeitablaufsteuerung im Ablaufplan vorgesehen sein. Ist die Zeit
abgelaufen und keine Scheibe wurde abgerufen, so wird das jeweilige Mikrofon ebenfalls
deaktiviert.
[0045] Der Ablaufplan kehrt dann zum Programmauswahlschritt 22 zurück. Sofern kein Schuss
empfangen worden ist, wird das Mikrofon nach einer bestimmten Zeit ebenfalls deaktiviert.
Jedoch kehrt der Programmablauf zum Anzeigeschritt 24 zurück, wobei der Schütze die
erneute Aktivierung des Mikrofons und das Signalisieren der Platzanzeige abwarten
muss. Alternativ besteht natürlich hier auch die Möglichkeit, den Ablauf der Prozedur
abzubrechen und zur Programmauswahl 22 zurückzukehren.
[0046] Fig. 4 zeigt eine auf das Verfahren angepasste Ausführungsform eines Mikrofons 5.
Das Mikrofon 5 weist neben einer üblichen Sprechöffnung 27 eine Signallampe 28 und
einen akustischen Signalgeber 29 auf. Die Sprechöffnung dient zur Erfassung des akustischen
Abrufkommandos. Die Signallampe 28 leuchtet auf, sobald das Mikrofon freigeschaltet
worden ist, sie erlischt, wenn die Freischaltung aufgehoben und das Mikrofon gesperrt
ist und keine akustischen Signale empfängt. Alternativ kann auch der akustische Signalgeber
zur Ausgabe des Freischalt- und Sperrsignals dienen. Bei der Freischaltung des Mikrofons
ertönt ein erster Signalton, während der Freischaltzeit kann dabei zur Orientierung
des Schützen der Ablauf des Zeitintervalls oder das bevorstehende Abwerfen einer Wurfscheibe
akustisch, beispielsweise durch einen metronomartigen Klick-Ton, angezeigt werden,
ohne dass der Schütze von seinem Zielbereich abgelenkt wird.
[0047] Fig. 5 zeigt eine Darstellung einer beispielhaften Fernbedienung 30 zur manuellen
Auslösung eines Abwurfs. Diese Fernbedienung kann dem Schützen beim Betreten der Abwurfanlage
ausgehändigt werden oder in der Nähe des Mikrofons installiert sein. Sie ermöglicht
eine Auswahl zwischen verschiedenen Abwurfprogrammen, die durch das Betätigen zweier
Auswahltasten 31 vorgenommen werden kann. Das jeweils gewählte Abwurfprogramm wird
in einem Display 32 angezeigt. Der Abwurf kann durch Knopfdruck auf einen Auslöseknopf
33 ausgelöst werden. Die Fernbedienung stellt eine alternative Bedienmöglichkeit für
Schützen dar, die nicht über ein mobiles Endgerät verfügen. Die Fernbedienung kann
zum Zweck der persönlichen Identifikation des Schützen einen Speicher mit einer Kennung
enthalten, die bei deren Betätigung an die zentrale Steuereinheit übertragen und im
externen Verwaltungsserver zum Zwecke der oben erwähnten Verbrauchsabrechnung verarbeitet
wird.
[0048] Fig. 6 zeigt eine Darstellung eines beispielhaften Registrierungs- und Identifizierungsvorgangs
eines Kommunikationsendgerätes an der Steuereinheit und dem externen Verwaltungsserver.
Bei einer Registrierung 34 wird von dem stationären oder in diesem Beispiel mobilen
Kommunikationsendgerät 8 zunächst eine Übermittlung personenbezogener Daten auf den
externen Verwaltungsserver ausgeführt. Der Verwaltungsserver generiert daraufhin in
der Benutzerkontensteuerung ein Benutzerkonto mit den Personendaten des Schützen und
mit einem Identifikationscode. Der Identifikationscode wird kopiert und im Rahmen
eine Bestätigung 35 an das Kommunikationsendgerät zurückgegeben. Die andere Kopie
des Identifikationscodes verbleibt im externen Verwaltungsserver 9.
[0049] Während der Betätigung der zentralen Steuereinheit 4 der Abwurfanlage, d.h. während
des Wurfscheibenschießens, wird der in dem Kommunikationsendgerät gespeicherte ID-Code
an die zentrale Steuereinheit der Abwurfanlage in einer Codeübertragung 35a übertragen.
Der ID-Code dient zugleich einer Freischaltung des Inhabers des Kommunikationsendgerätes
zur Benutzung der Abwurfanlage. Hierzu kann die zentrale Steuereinheit von dem externen
Verwaltungsserver über eine Abfrage 36 ermitteln, ob dort dieser Identifikationscode
tatsächlich generiert vorliegt. Sofern dies der Fall ist, erfolgt eine Freigabe zur
Benutzung der Abwurfanlage.
[0050] Im Rahmen der Übermittlung der Verbrauchs- und Betriebsdaten von der zentralen Steuereinheit
an den externen Verwaltungsserver werden diese Daten in Verknüpfung mit dem Identifikationscode
des Schützen in einer Codeübermittlung 36a übermittelt. Die Verbrauchs- und Betriebsdaten
können dann auf dem externen Verwaltungsserver eindeutig einem Nutzer der Abwurfanlage
zugeordnet werden. Sowohl bei der Freigabe zur Benutzung der Abwurfanlage als auch
bei der Verbrauchsabrechnung müssen somit keine personenbezogenen Daten zwischen dem
Kommunikationsendgerät und der zentralen Steuereinheit bzw. zwischen der zentralen
Steuereinheit und dem externen Verwaltungsserver übertragen werden. Sie kann mit einem
Höchstmaß an Anonymität erfolgen.
[0051] Fig. 7 zeigt eine beispielhafte Struktur einer auf dem Kommunikationsendgerät installierten
App 37. Diese enthält Routinen 38 für den erwähnten Registrierungsvorgang sowie eine
Reihe von Trapprogrammen 39, die als Steuerprogramme den Betriebsablauf der zentralen
Steuereinheit in der oben beschriebenen Weise bestimmen und festlegen. Hierzu können
verschiedene Programme 40 und 41 ergänzend auf das Kommunikationsendgerät gegebenenfalls
kostenpflichtig heruntergeladen und installiert werden. Der Schütze kann sich also
auf seinem persönlichen Kommunikationsendgerät eine Sammlung verschiedener Trapprogramme
zum Wurfscheibenschießen nach eigenem Ermessen zusammenstellen und auf der Abwurfanlage
ausführen.
[0052] Fig. 8 zeigt ein beispielhaftes Zeitdiagramm von Freischalt- und Abwurfvorgängen
und die dabei ablaufenden Verfahrensschritte an den verschiedenen Komponenten der
Abwurfanlage. Die dabei ablaufenden Vorgänge werden auf der Grundlage eines gemeinsamen
Triggersignals 42 ausgeführt. Das Triggersignal gibt eine Taktung für die Verfahrensschritte
vor. Bei dem hier gegebenen Beispiel besteht das Triggersignal aus einer Folge von
Rechteckimpulsen, das zwei unterscheidbare Zeitintervalle fortlaufend definiert. Das
Triggersignal bildet die Grundlage der Scharfschalt- und Abwurfsequenz in der zentralen
Steuereinheit. Je nach Steuerprogramm kann das Triggersignal unterschiedlich ausgebildet
sein.
[0053] Das Triggersignal wird in ein Freigabesignal umgesetzt, das an das jeweils geforderte
Mikrofon gesendet wird. Es besteht aus einer Reihe von Mikrofonschaltimpulsen 43 aus
Einschaltimpulsen ON und Ausschaltimpulsen OFF, mit denen das Mikrofon entweder zum
Empfang akustischer Abwurfkommandos eingeschaltet oder wieder deaktiviert wird. Am
Mikrofon 5 entsteht somit eine Folge von zeitlichen Intervallen, bei denen das Mikrofon
sich entweder in einem freigeschalteten Zustand 44 oder in einem gesperrten Zustand
45 befindet. Die jeweiligen Zustände werden am Mikrophon selbst akustisch mittels
eines Signaltons oder optisch mittels eines Lichtsignals dem Schützen angezeigt. Ist
das Mikrofon freigeschaltet, kann innerhalb dieses Intervalls 44 ein akustisches Abrufkommando
18 eingegeben werden. Daraufhin wird durch die Wurfmaschinensteuereinheit 3 die jeweilige
Wurfmaschine zum Abwurf 46 einer Wurfscheibe entsprechend des gewählten Trapp-Programms
veranlasst. Innerhalb der gesperrten Intervalle ist das Mikrofon abgeschaltet, sodass
Störgeräusche am betreffenden Mikrofon aus der Umgebung nicht zu einem Wurfscheibenabwurf
führen, während weitere Schützen auf der Abwurfanlage an weiteren Mikrofonen natürlich
ihrerseits den Abwurf einer Wurfscheibe per akustischem Kommando auslösen können.
Die zentrale Steuereinheit stellt somit Zeitscheiben bereit, mit denen die Abwurfanlage
für mehrere Schützen gemeinsam zur Verfügung stehen kann.
[0054] Das Verfahren wurde anhand beispielhafter Ausführungsformen näher erläutert. Weitere
Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie im Rahmen fachmännischen
Handelns.
Bezugszeichenliste
[0055]
- 1
- Wurfmaschinenanordnung
- 2
- Wurfmaschine
- 3
- Wurfmaschinensteuereinheit
- 4
- Zentrale Steuereinheit
- 5
- Mikrofon
- 6
- Mikrofonanlage
- 7
- Stationäres Kommunikationsendgerät
- 8
- Mobiles Kommunikationsendgerät
- 9
- Externer Verwaltungsserver
- 10
- Benutzerkontendatenbank
- 11
- Betriebssteuerung
- 12
- Abrechnungseinheit
- 13
- Steuerprogramm
- 14
- Übertragung Steuerprogramm-Daten
- 15
- Bestätigende Rückmeldung
- 16
- Scharfschalt- und Abwurfsequenz
- 17
- Aktivierungssignal
- 18
- Akustisches Abrufkommando
- 19
- Abwurfimpuls
- 20
- Abwurfsteuersignal
- 21
- Abwurfzählsignal
- 22
- Programmauswahlschritt
- 23
- Mikrofonauswahlschritt
- 23a
- Wurfmaschinenauswahlschritt
- 24
- Anzeigeschritt
- 25
- Abfrageprozedur
- 26
- Prüfschritt
- 26a
- Ausschalten Platzanzeige
- 27
- Sprechöffnung
- 28
- Signallampe
- 29
- Akustischer Signalgeber
- 30
- Fernbedienung
- 31
- Auswahltaste
- 32
- Display
- 33
- Auslöseknopf
- 34
- Registrierung
- 35
- Bestätigung und Übermittlung Identifikationscode
- 35a
- Codeübertragung
- 36
- Abfrage
- 36a
- Codeübermittlung
- 37
- App
- 38
- Routinen Registrierungsvorgang
- 39
- Trappprogrammauswahl
- 40
- Erstes Trapprogramm
- 41
- Zweites Trapprogramm
- 42
- Triggersignal
- 43
- Mikrofonschaltimpuls
- 44
- Freigeschalteter Zustand
- 45
- Gesperrter Zustand
- 46
- Auslösen Abwurf
1. Verfahren zum Betreiben einer Abwurfanlage für Wurfscheiben, enthaltend mindestens
eine Wurfmaschinenanordnung (1) mit jeweils mindestens einer Wurfmaschine (2) und
mindestens einer Wurfmaschinensteuereinheit (3), eine zentrale Steuereinheit (4) zur
Steuerung der Wurfmaschinenanordnung und eine mit der zentralen Steuereinheit (4)
verbundene Mikrofonanlage (6) zur akustischen Eingabe eines Abwurfkommandos,
wobei
die zentrale Steuereinheit (4) einen drahtlosen und bidirektionalen Datenaustausch
mit einem stationären Kommunikationsendgerät (7) und/oder einem mobilen Kommunikationsendgerät
(8) ausführt und das stationäre und/oder das mobile Kommunikationsendgerät und die
zentrale Steuereinheit über ein Kommunikationsnetzwerk einen auf den Betrieb der Abwurfanlage
bezogenen Datenaustausch mit einem externen Verwaltungsserver (9) für die Abwurfanlage
ausführt,
dadurch gekennzeichnet, dass
das stationäre und/oder mobile Kommunikationsendgerät (7, 8) ein Steuerprogramm (13)
mit auf dem Kommunikationsendgerät frei wählbaren Trainingsabläufen und Betriebsmodi
zur Betätigung der zentralen Steuereinheit (4) enthält, wobei
das Steuerprogramm (13) an die zentrale Steuereinheit (4) eine Scharfschalt- und Abwurfsequenz
(16) übermittelt, wobei entsprechend der Scharfschalt- und Abwurfsequenz durch die
zentrale Steuereinheit ein Ansprechen und Betätigen der Mikrofonanlage (6) und/oder
der mindestens einen Wurfmaschinensteuereinheit (3) erfolgt, und durch die Scharfschalt-
und Abwurfsequenz (16) ein Aktivieren mindestens eines Mikrofons (5) aus der Mikrofonanlage
(6) während eines vorgebbaren Zeitintervalls zur Empfangsbereitschaft eines akustischen
Abwurfkommandos erfolgt, wobei
das Aktivieren des Mikrofons (5) durch einen im Bereich des Mikrofons angeordneten
optischen und/oder akustischen Signalgeber (28, 29) angezeigt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
während des Betriebs der Abwurfanlage ein den Betrieb der Abwurfanlage betreffender
Datenaustausch zwischen dem stationären und/oder dem mobilen Kommunikationsendgerät
(7, 8) und/oder der zentralen Steuereinheit (4) und dem externen Verwaltungsserver
(9) für eine personalisierte Betriebserfassung und/oder eine Verbrauchsabrechnung
erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
durch die Scharfschalt- und Abwurfsequenz (16) ein Aktivieren einer Ton- und/oder
Lichtsignalausgabe am stationären und/oder mobilen Kommunikationsendgerät (7, 8) zum
Signalisieren einzelner Betriebszustände der Abwurfanlage erfolgt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mindestens eine Wurfmaschinensteuereinheit (3) nach dem Abwurf einer Wurfscheibe
ein Rückmeldesignal an die zentrale Steuereinheit (4) ausgibt, wobei die zentrale
Steuereinheit das Rückmeldesignal an das stationäre und/oder mobile Kommunikationsendgerät
(7, 8) und/oder an den Verwaltungsserver (9) zur personalisierten Betriebserfassung
und Verbrauchsabrechnung übergibt.
5. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Steuerprogramm (13) auf dem stationären und/oder mobilen Kommunikationsendgerät
(7, 8) mit dem Verwaltungsserver (9) einen Authentifizierungs- und Registrierungsvorgang
ausführt, wobei durch den Verwaltungsserver als Resultat ein Zugangscode für einen
Zugriff des Kommunikationsendgerätes auf die zentrale Steuereinheit (4) erzeugt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Steuerprogramm (13) auf dem Kommunikationsendgerät (7, 8) als eine App ausgebildet
ist.
1. A method for operating throwing an arrangement for sporting clays, including at least
one throwing machine arrangement (1) respectively including at least one throwing
machine (2) and at least one throwing machine control unit (3), a central control
unit (4) for controlling the throwing machine arrangement and a microphone arrangement
(6) connected with the central control unit (4) and configured to receive an acoustic
throwing command
wherein the central control unit (4) performs a wireless and bi-directional data exchange
with a stationary communication terminal (7) and/or a mobile communication terminal
(8) and the stationary and/or the mobile communication terminal and the central control
unit performs a data exchange through a communication network with an external administration
server (9) for the throwing arrangement wherein the data exchange controls operations
of the throwing arrangement,
characterized in that the stationary and/or the mobile communication terminal (7, 8) includes a control
program (13) with training routines and operating modes for actuating the central
control unit (4) wherein the training routines and the operating modes are freely
selectable on the communication terminal,
wherein the control program (13) transmits an activation and throwing sequence (16)
to the central control unit (4), wherein the microphone arrangement (6) and/or the
at least one throwing machine arrangement (3) is addressed and actuated by the central
control unit according to the activation and throwing sequence, and
wherein at least one microphone (5) of the microphone arrangement (6) is activated
by the activation and launching sequence (16) during a pre-determinable time interval
to be ready to receive an acoustic throwing command,
wherein the activation of the microphone (5) is indicated by an optical and/or acoustic
signal encoder (28, 29) that is arranged within the microphone.
2. The method according to claim 1,
characterized in that a data exchange is performed to control the operation of the throwing arrangement
wherein the data exchange is performed between the stationary and/or mobile communication
terminal (7, 8) and/or the central control unit (4) and the external administration
(9) to provide personalized operations recording and/or consumption recording.
3. The method according to claim 1,
characterized in that the activation and throwing sequence (16) activates a sound and/or light signal output
at the stationary and/or mobile communication terminal (7,8) in order to signal individual
operating conditions of the throwing arrangement.
4. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that the at least one throwing machine control unit (3) puts out a feedback signal to
the central control unit (4) after throwing a sporting clay, wherein the central control
unit transfers the feedback signal to the stationary and/or mobile communication terminal
(7, 8) and/or to the administration server (9) in order to provide personalized operations
recording and consumption accounting.
5. The method according to claim 1,
characterized in that the control program (13) performs an authentication and registration process on the
stationary and/or mobile communication terminal (7, 8) with the administration server
(9), so that the administration server generates an access code as a result for an
excess of the communication terminal to the central control unit (4).
6. The method according to one of the claims 1 or 5,
characterized in that the control program (13) is configured as an app on the communication terminal (7,
8).
1. Procédé pour l'exploitation d'une installation de lancer de plateaux, comprenant au
moins un agencement de machines de lancer (1) comprenant respectivement au moins une
machine de lancer (2) et au moins une unité de commande (3) pour machine de lancer,
une unité de commande centrale (4) pour commander l'agencement de machines de lancer,
et une installation de microphone (6) connectée à l'unité de commande centrale (4)
pour la saisie acoustique d'un ordre de lancer, dans lequel
l'unité de commande centrale (4) effectue un échange de données sans fil et bidirectionnel
avec un appareil émetteur de communication stationnaire (7) et/ou avec un appareil
émetteur de communication mobile (8), et l'appareil émetteur de communication stationnaire
et/ou l'appareil émetteur de communication mobile et l'unité de commande centrale
exécutent, via un réseau de communication, un échange de données en relation avec
l'exploitation de l'installation de lancer, avec un serveur de gestion externe (9)
pour l'installation de lancer,
caractérisé en ce que
l'appareil émetteur de communication stationnaire et/ou l'appareil émetteur de communication
mobile (7, 8) contient un programme de commande (13) avec des processus d'entraînement
et des modes de fonctionnement librement sélectionnables sur l'appareil émetteur de
communication, pour l'actionnement de l'unité de commande centrale (4), dans lequel
le programme de commande (13) transmet à l'unité de commande centrale (4) une séquence
d'armement et de lancer (16) et, en correspondance de la séquence d'armement et de
lancer par l'unité de commande centrale, il se produit une réaction et un actionnement
de l'installation de microphone (6) et/ou de ladite au moins une unité de commande
de machine de lancer (3),
et
au moyen de la séquence d'armement et de lancer (16) il se produit une activation
d'au moins un microphone (5) de l'installation de microphone (6) pendant un intervalle
temporel prédéterminé pour disponibilité à la réception d'un ordre de lancer acoustique,
et
l'activation du microphone (5) est affichée par un émetteur de signal optique et/ou
acoustique (28, 29) agencé dans la région du microphone.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
pendant l'exploitation de l'installation de lancer, il se produit un échange de données
concernant le fonctionnement de l'installation de lancer entre l'appareil émetteur
de communication stationnaire et/ou l'appareil émetteur de communication mobile (7,
8) et/ou l'unité de commande centrale (4) et le serveur de gestion externe (7) pour
une saisie de fonctionnement personnalisée et/ou pour une facturation de consommation.
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que par la séquence d'armement et de lancer (16) il se produit une activation d'une émission
d'un signal sonore ou lumineux au niveau de l'appareil émetteur de communication stationnaire
et/ou de l'appareil émetteur de communication mobile (7, 8) pour signaliser des états
de fonctionnement individuels de l'installation de lancer.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que ladite au moins une unité de commande de machine de lancer (3) délivre, après le
lancer d'un plateau, un signal de retour à l'unité de commande centrale (4), et l'unité
de commande centrale transmet le signal de retour à l'appareil émetteur de communication
stationnaire et/ou l'appareil émetteur de communication mobile (7, 8) et/ou au serveur
de gestion (9) pour une saisie de fonctionnement personnalisée et/ou pour une facturation
de consommation.
5. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le programme de commande (13) exécute sur l'appareil émetteur de communication stationnaire
et/ou sur l'appareil émetteur de communication mobile (7, 8) avec le serveur de gestion
(9) un processus d'authentification et d'enregistrement, et le serveur de gestion
engendre à titre de résultat un code d'accès pour un accès de l'appareil émetteur
de communication vers l'unité de commande centrale (4).
6. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 5,
caractérisé en ce que le programme de commande (13) est réalisé sous forme d'application sur l'appareil
émetteur de communication (7, 8).