| (19) |
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(11) |
EP 3 322 855 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.09.2019 Patentblatt 2019/37 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.07.2016 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2016/001247 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2017/008914 (19.01.2017 Gazette 2017/03) |
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WAND UND FUNKTIONSELEMENT ZUR VERRINGERUNG DER FEINSTAUBBELASTUNG
WALL AND FUNCTIONAL ELEMENT FOR REDUCING FINE DUST POLLUTION
PAROI ET ÉLÉMENT FONCTIONNEL DESTINÉS À RÉDUIRE L'ACCUMULATION DE POUSSIÈRES FINES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
16.07.2015 DE 102015009275
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.05.2018 Patentblatt 2018/21 |
| (73) |
Patentinhaber: Ed. Züblin Aktiengesellschaft |
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70567 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KUGLER, Andreas
74321 Bietigheim-Bissingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Reinhardt, Annette |
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Patentanwälte
Dipl.Ing. W. Jackisch & Partner mbB
Menzelstraße 40 70192 Stuttgart 70192 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 337 085 DE-A1- 3 144 353 KR-B1- 101 008 967
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WO-A1-2010/133203 JP-B2- 3 184 895
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Wand zur Verringerung der Feinstaubbelastung und ein
Funktionselement zur Verringerung der Feinstaubbelastung.
[0002] Es ist bekannt, Schalldämmwände aus Vertikalpfosten aufzubauen, zwischen denen jeweils
mehrere übereinander angeordnete Dämmelemente angeordnet sind. Eine derartige Schalldämmwand
ist beispielsweise aus der
WO 2015/021999 A1 bekannt.
[0003] Es ist auch bekannt, zur Verringerung der Feinstaubbelastung Moose einzusetzen. Die
WO 2010/133203 A1 offenbart ein Schallschutzelement, das tragende Profile besitzt, an denen eine zur
Bemoosung geeignete Fläche befestigt ist. Das Schallschutzelement besitzt eine Bewässerungseinrichtung
für die zur Bemoosung geeignete Fläche. Der Aufwand für die Bewässerungseinrichtung
ist dabei vergleichsweise groß.
[0004] Aus der
JP 3 184895 B2 geht eine Schalldämmwand mit Begrünung hervor. Die Schalldämmwand weist Funktionselemente
auf, die mit einem porösen, organischen, festen Material gefüllt sind. Das organische
Material ist jedes Funktionselements von der Oberseite zur Unterseite als ein durchgehender
Block dargestellt.
[0005] Aus der
KR 101 008 967 B geht eine Lärmschutzwand hervor, bei der zwischen einer vorderen Platte und einer
Rückplatte eine Vegetationsmatte angeordnet ist. Die Vegetationsmatte erstreckt sich
durchgehend von der Oberseite zur Unterseite der Funktionselemente. Die Platten, zwischen
denen die Vegetationsmatte angeordnet ist, weisen Öffnungen auf, durch die Pflanzen
hindurchwachsen können.
[0006] Die
DE 31 44 353 A1 offenbart eine Pflanzenkultur zum Begrünen von Schalldämmwänden, die mit körnigen
Substanzen als Substrat gefüllt sind.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wand zur Verringerung der Feinstaubbelastung
zu schaffen, die einfach aufgebaut ist und die schnell und einfach montiert werden
kann. Eine weitere Aufgabe der Erfindung liegt darin, ein Funktionselement zur Verringerung
der Feinstaubbelastung anzugeben, das einfach aufgebaut ist und schnell und einfach
montiert werden kann.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Wand zur Verringerung der Feinstaubbelastung mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bezüglich des Funktionselements wird die Aufgabe
durch ein Funktionselement zur Verringerung der Feinstaubbelastung mit den Merkmalen
des Anspruchs 12 gelöst.
[0009] Die Wand zur Verringerung der Feinstaubbelastung besitzt Pfosten, zwischen denen
jeweils mehrere übereinander angeordnete Funktionselemente zur Verringerung der Feinstaubbelastung
angeordnet sind. Die Pfosten sind dabei vorzugsweise näherungsweise vertikal angeordnet.
Die Pfosten können jedoch auch schräg angeordnet sein. Die Funktionselemente besitzen
einen formstabilen Grundkörper, der durch ein oberes Tragprofil, ein unteres Tragprofil
und mindestens ein das obere und das untere Tragprofil verbindendes Verbindungselement
gebildet ist. An mindestens einer Funktionsseite des Grundkörpers ist eine pflanzliche
Funktionslage festgelegt. Um auf einfache Weise eine Bewässerung der pflanzlichen
Funktionslage zu erreichen, ist vorgesehen, dass die Wand eine Sammelvorrichtung zum
Sammeln von Regenwasser aufweist und die Bewässerungsvorrichtung das gesammelte Regenwasser
zu der Funktionslage führt. Dadurch wird ein einfacher Aufbau erreicht. Dabei kann
eine Sammelvorrichtung für mehrere Funktionselemente vorgesehen sein, und das gesammelte
Wasser kann an die einzelnen Funktionselemente weitergeleitet werden. Es kann jedoch
auch vorgesehen sein, dass jedes Funktionselement eine Sammelvorrichtung besitzt.
Vorteilhaft kann eine zusätzliche Bewässerungsvorrichtung vollständig entfallen oder
nur im Bedarfsfall eine zusätzliche Bewässerung, beispielsweise durch Füllen der Sammelvorrichtung
mit Wasser oder Gießen der Funktionslage, vorgenommen werden, so dass die Wand selbst
ohne aufwendige Mittel für die Bewässerung auskommt. Der Grundkörper des Funktionselements
ist vorteilhaft als Kasten oder Rahmen ausgebildet. Dadurch, dass der Grundkörper
formstabil ausgebildet ist, sind im Innenraum des Grundkörpers keine Tragstrukturen
oder dgl. erforderlich, so dass der Innenraum vollständig als Funktionsraum, beispielsweise
für eine Substratschicht für die Funktionslage und/oder für Schallschutzmaßnahmen,
zur Verfügung steht.
[0010] Die pflanzliche Funktionslage ist vorteilhaft eine Moosschicht. Als Funktionslage
können jedoch auch Lagen aus anderen Pflanzen, beispielsweise aus Sedum, zum Einsatz
kommen. Die pflanzliche Funktionslage bindet Feinstaub. Gleichzeitig wird CO
2 gebunden, so dass die Luftqualität verbessert wird. Die pflanzliche Funktionslage
bewirkt außerdem eine Schallminderung.
[0011] Vorteilhaft ist die Sammelvorrichtung als Regensammelrinne ausgebildet. Die Seitenwände
der Regensammelrinne bilden dabei insbesondere einen sich nach unten trichterförmig
verringernden Querschnitt. Eine Regensammelrinne kann einfach an der Oberseite des
Grundkörpers integriert werden. Die Sammelvorrichtung erstreckt sich dabei vorteilhaft
entlang der Oberseite der oberen Funktionselemente. Dabei kann die Sammelvorrichtung
als durchgehende Regensammelrinne vorgesehen sein, die sich über die Pfosten erstreckt.
Insbesondere in Zeiten mit wenig Niederschlag kann durch die Befüllung der Regensammelrinne
mit Wasser an mindestens einer Stelle der Regensammelrinne auf einfache Weise eine
Bewässerung der gesamten Wand erreicht werden. Es kann jedoch auch vorgesehen sein,
dass die Sammelvorrichtung jeweils nur an der Oberseite eines der oberen Funktionselemente
angeordnet ist und von den Pfosten der Wand unterbrochen ist. Dadurch wird ein einfacher
Aufbau erreicht. Die Rinnenform der Regensammelrinne erlaubt in Verbindung mit einer
entsprechend gestalteten Unterseite der Funktionselemente eine formschlüssige Verbindung
der Funktionselemente in einer Richtung senkrecht zu der durch die Pfosten aufgespannten
Ebene.
[0012] Es kann vorgesehen sein, dass an der Oberseite aller Funktionselemente eine Sammelvorrichtung
angeordnet ist. Die Oberseite der unteren Funktionselemente ist dem Regen nicht ausgesetzt,
so dass die Sammelvorrichtung hier funktionslos sein kann, soweit sich die Sammelvorrichtung
nicht seitlich über den Grundkörper hinaus erstreckt. Wenn an allen Funktionselementen
eine Sammelvorrichtung ausgebildet wird, können alle Funktionselemente identisch ausgebildet
werden. Dadurch wird ein einfacher Aufbau erreicht, und gleichzeitig wird das Errichten
der Wand vereinfacht, da alle zu montierenden Funktionselemente identisch sind. Überschüssiges
gesammeltes Wasser des oberen Funktionselements wird vorteilhaft von der Bewässerungsvorrichtung
an das oder die darunterliegenden Funktionselemente weitergeleitet. Um eine große
Menge Wasser sammeln zu können, ist insbesondere vorgesehen, dass die Sammelvorrichtung
seitlich über die Funktionselemente heraussteht. Vorteilhaft nimmt der Überstand der
Sammelvorrichtung über die Längsseite der Funktionselemente dabei von oben nach unten
zu. Dadurch kann eine gleichmäßige Bewässerung aller Funktionslagen erreicht werden.
[0013] Eine einfache Gestaltung ergibt sich, wenn das das obere Tragprofil und das untere
Tragprofil verbindende Verbindungselement eine der Funktionsseite abgewandte Längsseite
des Funktionselements ist. Die Längsseite bildet damit die Rückwand des Funktionselements.
Die Wand ist eine Lärmschutzwand, und an der der Funktionslage abgewandten Seite des
Funktionselements ist ein Hohlraum gebildet. Es hat sich gezeigt, dass durch den zusätzlichen
Hohlraum an der der Funktionsseite abgewandten Seite eine verbesserte Lärmschutzwirkung
erreicht wird, da Schall auf der Substratschicht in den Hohlraum eintritt, an der
Längsseite reflektiert wird und von der Substratschicht weiter gedämpft wird. Es kann
auch vorgesehen sein, dass die die Oberseite und die Unterseite verbindende Längsseite
die Funktionsseite ist.
[0014] Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Oberseite und die Unterseite durch
mindestens eine an einem Pfosten verlaufende Querseite miteinander verbunden sind.
Der Grundkörper ist in diesem Fall vorteilhaft als Rahmen, beispielsweise ähnlich
einem Fensterrahmen ausgebildet. Ein solcher Grundkörper ist vorteilhaft aus Strangpressprofilen
oder pultrudierten Profilen aufgebaut. In die Profile kann die Sammelvorrichtung zum
Sammeln von Regenwasser unmittelbar integriert werden. Der Rahmen kann an einer oder
an beiden Längsseiten Funktionslagen aufweisen. Vorteilhaft ragt die Sammelvorrichtung
seitlich über die Funktionsseite und den Grundkörper hinaus. Die Sammelvorrichtung
verläuft dabei vorteilhaft von der Funktionsseite ausgehend schräg nach oben, so dass
Schall schräg nach unten zum Boden reflektiert wird. Dadurch wird die Schalldämmung
verbessert. Besonders vorteilhaft ist an der Unterseite der Sammelvorrichtung eine
schallabsorbierende Schicht angeordnet. Die schallabsorbierende Schicht ist vorteilhaft
an die Sammelvorrichtung angeklebt. Auch eine andere Befestigung kann jedoch vorteilhaft
sein. Insbesondere kann ein Aufbau der Sammelvorrichtung mit einem formstabilen Rahmen,
in dem die schallabsorbierende Schicht angeordnet ist und dessen Oberseite zum Sammeln
von Regenwasser dient, vorteilhaft sein.
[0015] Vorteilhaft umfasst die Wand eine Sonnenschutzvorrichtung. Durch die Sonnenschutzvorrichtung
wird die Austrocknung der pflanzlichen Funktionslage bei starker Sonneneinstrahlung
verringert. Vorteilhaft ist die Sonnenschutzvorrichtung mindestens teilweise durch
die Sammelvorrichtung gebildet. Die Sonnenschutzvorrichtung kann beispielsweise durch
geneigte Seitenwände der Regensammelvorrichtung gebildet sein, die über die Längsseite
des Funktionselements hinausstehen. Durch die Verlängerung der geneigten Seitenwände
über die Längsseite des Funktionselements hinaus wird gleichzeitig die gesammelte
Menge an Regenwasser vergrößert. Zusätzlich kann auch ein Sonnenschutz für die Regensammelrinne
vorgesehen sein, der beispielsweise als die Regensammelrinne in ihrem mittleren Bereich
überdeckendes Dach ausgebildet sein kann, um die Regensammelrinne vor Austrocknung
durch Sonneneinstrahlung zu schützen.
[0016] Bevorzugt ist an der Sonnenschutzvorrichtung eine schallabsorbierende Schicht angeordnet.
Die Sonnenschutzvorrichtung verläuft dabei vorteilhaft vom Grundkörper ausgehend schräg
nach oben. Die schallabsorbierende Schicht ist vorteilhaft entsprechend der oben zur
Sammelvorrichtung beschriebenen schallabsorbierenden Schicht ausgebildet und fixiert.
[0017] Vorteilhaft besitzt das untere Funktionselement eine Ablaufrinne für Regenwasser.
Die Ablaufrinne ist dabei vorteilhaft in das untere Tragprofil des Grundkörpers integriert.
[0018] Über die Ablaufrinne kann aus der Funktionslage ausgewaschener, gebundener Feinstaub
in die Kanalisation entsorgt werden. Es kann auch vorgesehen sein, dass das Regenwasser
über die Ablaufrinne nach unten in den Boden ablaufen kann.
[0019] Vorteilhaft ragt das untere Tragprofil eines Funktionselements in das obere Tragprofil
eines darunter liegenden Funktionselements und positioniert dadurch das obere Funktionselement
in mindestens einer Richtung relativ zu dem darunter liegenden Funktionselement. Über
die Tragprofile kann dadurch gleichzeitig eine einfache Positionierung der Funktionselemente
zueinander erreicht werden. Dadurch ergibt sich ein einfacher Aufbau. Zwischen dem
oberen und dem unteren Tragprofil kann dabei ein Abschnitt einer Sammelvorrichtung
angeordnet sein, deren Kontur vorteilhaft der der Tragprofile entspricht.
[0020] Um eine verbesserte Bewässerung oder eine größere oder geringere Sonneneinstrahlung
zu erreichen, kann vorgesehen sein, dass die Funktionslage zur Senkrechten geneigt
an der Wand angeordnet ist. Dabei ist bevorzugt das gesamte Funktionselement zur Senkrechten
geneigt angeordnet. Dies kann auf einfache Weise durch Schrägstellung der Pfosten
der Wand erreicht werden. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass ein oder mehrere
Funktionselemente schräg an den Pfosten angeordnet sind. Dabei kann die Neigung der
Funktionselemente gegenüber den Pfosten einstellbar sein. Die Einstellung kann manuell
erfolgen. Es kann jedoch auch eine automatisierte Verstellung, beispielsweise in Abhängigkeit
der Sonneneinstrahlung und/oder des Niederschlags, vorgesehen sein. Es kann vorgesehen
sein, dass alle Funktionselemente gemeinsam verstellbar sind. Es kann jedoch auch
vorteilhaft sein, wenn die Neigung für jedes Funktionselement einzeln einstellbar
ist.
[0021] Es kann vorteilhaft sein, dass die Wand Öffnungen aufweist, durch die Luft strömen
kann. Die Öffnungen können beispielsweise dadurch gebildet sein, dass anstatt einzelner
Funktionselemente lediglich Rahmen mit den Außenabmessungen eines Funktionselements
an der Wand angeordnet werden. Es kann auch vorgesehen sein, die Wand durch einzelne,
voneinander getrennte Wandabschnitte zu bilden, die jeweils zur Längsrichtung der
Wand geneigt sind, so dass sich in Draufsicht auf die Wand ein jalousieartiger Verlauf
der Wand ergibt. Die Wandabschnitte können beispielsweise zum Straßenrand schräggestellt
sein. Dabei kann beispielsweise jeder Wandabschnitt durch zwei Pfosten und dazwischen
angeordneten Funktionselementen gebildet sein. Auch bei jalousieartiger Schrägstellung
der Funktionselemente zueinander werden Öffnungen zwischen den Funktionselementen
gebildet, durch die Luft strömen kann. Dadurch wird die Anströmung der Funktionslage
mit feinstaubbelasteter Luft verbessert und dadurch die Feinstaubbelastung verringert.
[0022] Vorteilhaft besitzt die Wand eine Heizeinrichtung zum Erwärmen der Funktionslage.
Pflanzliche Funktionslagen sind bei tiefen Temperaturen, insbesondere im Bereich des
Gefrierpunkts, nicht aktiv. Um auch bei tiefen Temperaturen eine Verringerung der
Feinstaubbelastung zu erreichen, ist vorgesehen, die Funktionslage bei tiefen Temperaturen
zu erwärmen. Die Erwärmung erfolgt dabei nur bis zu einer Temperatur, bei der die
Funktionslage aktiv ist, insbesondere bis knapp über den Gefrierpunkt. Die Heizeinrichtung
ist vorteilhaft durch textiles Material gebildet. Derartige Textilien erwärmen sich
bei geringem Stromfluss geringfügig. Das textile Material ist vorteilhaft zwischen
Funktionslage und Substratschicht angeordnet, so dass eine effektive Erwärmung der
Funktionslage erreicht wird. Die Energie für den Betrieb der Heizeinrichtung kann
in vorteilhafter Gestaltung durch Photovoltaik gewonnen werden. Ein oder mehrere Photovoltaikelemente
sind hierzu vorteilhaft an der Wand, insbesondere an einer Sammelvorrichtung oder
Sonnenschutzvorrichtung angeordnet.
[0023] Ein vorteilhafter Aufbau ergibt sich, wenn mehrere Funktionselemente eine Wand zur
Verringerung der Feinstaubbelastung bilden. Die Wand kann beispielsweise an einer
Straße oder einer Bahnstrecke aufgestellt sein. Es kann jedoch auch vorgesehen sein,
dass einzelne Funktionselemente separat eingesetzt werden. Beispielsweise können ein
oder mehrere Funktionselemente an einer bestehenden Lärmschutzwand, beispielsweise
an einer Straße oder einer Bahnstrecke, befestigt werden. Auch eine Befestigung an
anderen Elementen, beispielsweise an Fassaden, an Leitplanken, an Tunnelwänden oder
dgl. kann vorteilhaft sein. Dadurch, dass die Funktionselemente einen formstabilen
Grundkörper besitzen und dadurch selbsttragend sind und eine Sammelvorrichtung zum
Sammeln von Regenwasser besitzen, so dass kein Anschluss an eine Wasserversorgung
vorgesehen werden muss, ist ein vielfältiger Einsatz möglich. Die Funktionselemente
verringern die Feinstaubbelastung und verbessern gleichzeitig den Schallschutz. Zusätzlich
wird das Erscheinungsbild der bestehenden Wand, Fassade oder dgl. verbessert. Vorteilhaft
ist eine Tragstruktur für die Funktionslage vorgesehen, mit der die Funktionslage
an dem Grundkörper gehalten ist. In dem Grundkörper ist eine Substratschicht gehalten,
an der die Funktionslage angeordnet ist. Die Substratschicht dient vorteilhaft der
Speicherung und Weiterleitung des gesammelten Regenwassers. Durch die Anordnung der
Funktionslage an der Substratschicht wird auf einfache Weise eine Bewässerung der
Funktionslage erreicht. Es hat sich gezeigt, dass auch die Substratschicht eine Lärmminderung
bewirkt, so dass die Wand zur Verringerung der Feinstaubbelastung gleichzeitig als
Lärmschutzwand dient. Die Substratschicht selbst bildet die Tragstruktur für die Funktionslage
und sichert die Lage der Funktionslage. Die Substratschicht kann dabei aus mehreren
Lagen bestehen, die unterschiedlich aufgebaut sein können. Die Substratschicht muss
dabei insbesondere in inneren, zur Funktionslage beabstandeten Lagen nicht formstabil
sein, sondern kann auch aus Schüttgut oder dgl. bestehen, das durch geeignete Mittel
in Position gehalten wird. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass eine zusätzliche
oder alternative Tragstruktur für die Funktionslage vorgesehen ist. Beispielsweise
kann die pflanzliche Funktionslage unmittelbar auf einer Tragstruktur, beispielsweise
einem Vlies oder dgl. aufgebracht sein. Als Tragstruktur kann auch ein Gitter oder
dgl. vorgesehen sein, das an der der Substratschicht abgewandten Seite der Funktionslage
angeordnet sein kann. Vorteilhaft sind am oberen und unteren Tragprofil des Grundkörpers
Halter angeordnet, die die Substratschicht fixieren. Die Halter sind dabei vorteilhaft
im Innenraum des Grundkörpers angeordnet. Ein einfacher Aufbau ergibt sich, wenn mindestens
ein Halter an einem Strangpressprofil, einem pultrudierten Profil oder einem gekanteten
Blech ausgebildet ist. Die Halter können dadurch einfach und wirtschaftlich gefertigt
werden und erhöhen gleichzeitig die Stabilität des Funktionselements. Die Halter können
dabei durch separate Profile gebildet sein oder an ohnehin vorhandenen Profilen, die
vorteilhaft den Grundkörper bilden, ausgebildet sein. Die Profile können dabei aus
Kunststoff, insbesondere aus glasfaserverstärktem Kunststoff, oder aus Metall, insbesondere
aus Aluminium sein.
[0024] Die Substratschicht ist in mehrere Abschnitte unterteilt. Die einzelnen Abschnitte
sind vorteilhaft einzeln austauschbar. Dadurch kann der Aufwand zum Austausch einzelner
Bereiche einer Substratschicht gering gehalten werden. Vorteilhaft ist die Funktionslage
an der Substratschicht selbst fixiert, insbesondere in diese eingewachsen. Aufgrund
der Unterteilung der Substratschicht und damit auch der Funktionslage in mehrere Abschnitte
ist auf einfache Weise eine unterschiedliche Bepflanzung unterschiedlicher Bereiche
der Funktionslage möglich.
[0025] Um zu verhindern, dass das gesammelte Regenwasser zu schnell durch die gesamte Substratschicht
nach unten fließt, so dass nur die unteren Bereiche der Funktionselemente bewässert
werden, ist vorgesehen, dass die Bewässerungsvorrichtung mindestens eine Sperrschicht
besitzt, die den Durchtritt von Wasser von der Oberseite zur Unterseite des Funktionselements
behindert. Vorteilhaft ist mindestens ein Wasserspeicher vorgesehen, der das gesammelte
Regenwasser zwischenspeichert. Vorteilhaft steht der Wasserspeicher mit der Substratschicht
in Kontakt, so dass die Substratschicht aus dem Wasserspeicher Wasser ansaugen und
in über dem Wasserspeicher liegende Bereiche fördern kann. Vorteilhaft ist die Sperrschicht
an einem Wasserspeicher ausgebildet. Der Wasserspeicher ist vorteilhaft rinnenförmig
ausgebildet, und der Boden der Rinne bildet die Sperrschicht.
[0026] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer Wand zur Verringerung der Feinstaubbelastung,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung eines Funktionselements der Wand zur Verringerung
der Feinstaubbelastung,
- Fig. 3
- eine schematische Seitenansicht der Sammelvorrichtung des Funktionselements aus Fig.
2,
- Fig. 4
- eine schematische Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels eines Funktionselements,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Wand zur Verringerung
der Feinstaubbelastung, wobei die Sammelvorrichtung nicht gezeigt ist,
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht der Wand aus Fig. 5 mit Sammelvorrichtung, wobei ein
Pfosten nicht gezeigt ist,
- Fig. 7
- einen Schnitt durch die Wand aus Fig. 6,
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht eines Funktionselements der Wand aus Fig. 6,
- Fig. 9
- eine ausschnittsweise perspektivische Draufsicht auf die Sammelvorrichtung der Wand
aus Fig. 6,
- Fig. 10
- einen Schnitt durch das Funktionselement aus Fig. 8,
- Fig. 11
- eine ausschnittsweise vergrößerte Darstellung aus Fig. 10 im Bereich des oberen Tragelements,
- Fig. 12
- eine ausschnittsweise vergrößerte Darstellung aus Fig. 10 im Bereich des unteren Tragelements,
- Fig. 13 und 14
- Schnitte durch Ausführungsbeispiele von Funktionselementen,
- Fig. 15 und 16
- schematische Seitenansichten von Ausführungsbeispielen für Wände zur Verringerung
der Feinstaubbelastung,
- Fig. 17
- eine schematische Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel einer Wand.
[0027] Fig. 1 zeigt eine Wand 1, die zur Verringerung der Feinstaubbelastung dient. Im Ausführungsbeispiel
dient die Wand 1 gleichzeitig auch als Lärmschutzwand. Die Wand 1 ist aus Pfosten
2 aufgebaut, die in regelmäßigem Abstand zueinander angeordnet sind. Die Pfosten sind
etwa vertikal ausgerichtet und im Boden verankert. Vorteilhaft sind die Pfosten 2
als I-Träger ausgebildet. Zwischen den Pfosten 2 sind Funktionselemente 3 gehalten.
Dabei sind jeweils mehrere, im Ausführungsbeispiel vier Funktionselemente 3 übereinander
angeordnet. Sind die Pfosten 2 als I-Träger ausgebildet, so ragen die Funktionselemente
3 vorteilhaft in die Längsnuten der I-Träger und sind dadurch in horizontaler Richtung
an den Pfosten 2 fixiert. Die Funktionselemente 3 besitzen in der gezeigten Ausführung
eine längliche, rechteckige Gestalt. Die Wand 1 ist an einer Straße 30 aufgestellt.
Zur Verringerung des Feinstaubs, der insbesondere an vielbefahrenen Straßen in hoher
Konzentration auftritt, besitzen die Funktionselemente 3 eine Funktionslage 9, die
an der der Straße 30 zugewandten Seite angeordnet ist. Die Funktionslage 9 ist eine
pflanzliche Funktionslage, im Ausführungsbeispiel eine Mooslage. Es können jedoch
auch andere pflanzliche Funktionslagen 9, beispielsweise aus Sedum, zum Einsatz kommen.
Die pflanzliche Funktionslage 9 bindet den Feinstaub aus der Luft. Gleichzeitig bewirkt
die Funktionslage 9 eine Bindung von Kohlenstoffdioxid. Es hat sich auch gezeigt,
dass durch die Funktionslage 9 eine Lärmminderung erfolgt. Zur Bewässerung der Funktionslagen
9 besitzt die Wand 1 eine Sammelvorrichtung 10 zum Sammeln von Regenwasser. Die Sammelvorrichtung
10 ist an der Oberseite, also der in Einbaulage oben angeordneten Seite der Wand 1
angeordnet. Die Sammelvorrichtung 10 kann jedoch auch seitlich über die Funktionslage
9 hinausragen.
[0028] Fig. 2 zeigt die Gestaltung eines Funktionselements 3 im Einzelnen. Besonders vorteilhaft
sind alle Funktionselemente 3 identisch ausgebildet, so dass sich eine einfache Herstellung
und ein einfacher Aufbau der Wand 1 ergibt. Wie Fig. 2 zeigt, besitzt das Funktionselement
3 einen Grundkörper 5, der formstabil ausgebildet ist. Der Grundkörper 5 besitzt ein
oberes Tragprofil 6, das an der Oberseite des Funktionselements 3 angeordnet ist,
ein unteres Tragprofil 7, das an der Unterseite des Funktionselements 3 angeordnet
ist, sowie eine Längsseite 8, die das obere Tragprofil 6 und das untere Tragprofil
7 verbindet. Die Längsseite 8 bildet die der Straße 30 abgewandte Rückseite des Funktionselements
9. Die Oberseite ist die in Einbaulage oben angeordnete Seite und die Unterseite die
in Einbaulage unten angeordnete Seite. An der der Längsseite 8 abgewandten, der Straße
30 zugewandten Seite besitzt das Funktionselement 3 eine Funktionsseite 4, an der
die Funktionslage 9 angeordnet ist. Der Grundkörper 5 erstreckt sich im Ausführungsbeispiel
nicht in den Bereich der Funktionslage 9. Der Grundkörper 5 besitzt dadurch im Querschnitt
eine näherungsweise C-förmige Gestalt. Benachbart zum oberen Tragprofil 6 ist im Grundkörper
5 ein oberer Halter 17 angeordnet. Benachbart zum unteren Tragprofil 7 ist ein unterer
Halter 18 vorgesehen. Im Grundkörper 5 ist eine Substratschicht 13 angeordnet, die
sich über einen Großteil der Dicke und im Wesentlichen über die gesamte Höhe des Grundkörpers
5 erstreckt. Die Substratschicht 13 ist zwischen den Haltern 17 und 18 gehalten. Die
Halter 17 und 18 werden vom Grundkörper 5 fixiert und besitzen Stege 27, die etwa
vertikal nach unten bzw. nach oben ragen. Zwischen jeweils zwei Stege 27 eines Halters
17, 18 ragt die Substratschicht 13.
[0029] Die Sammelvorrichtung 10 ist als Regensammelrinne 20 ausgebildet, in deren Boden
Bewässerungsöffnungen 12 vorgesehen sind, durch die gesammeltes Regenwasser in die
im Innenraum des Grundkörpers 5 unter den Bewässerungsöffnungen 12 angeordnete Substratschicht
13 übertreten kann. Die Bewässerungsöffnungen 12 können beispielsweise kreisförmig
oder länglich ausgebildet sein. Anzahl und Größe der Bewässerungsöffnungen 12 sind
vorteilhaft geeignet gewählt. Wie Fig. 2 zeigt, ist die Substratschicht 13 im Ausführungsbeispiel
von zwei Sperrschichten 14 unterbrochen. Auch eine andere Anzahl von Sperrschichten
14 kann vorteilhaft sein. Die Sperrschichten 14 verlaufen im Ausführungsbeispiel zwischen
den Pfosten 2 horizontal. Die Sperrschichten 14 behindern den Durchtritt von Wasser
vom oberen Tragprofil 6 zum unteren Tragprofil 7 durch die Substratschicht 13. Die
Sperrschichten 14 sind an im Querschnitt etwa H-förmigen Profilen ausgebildet. Die
Sperrschichten 14 sind im Ausführungsbeispiel wasserundurchlässig. Der mittlere Steg
der Profile bildet die Sperrschicht 14, die den Durchfluss des Regenwassers in Richtung
auf die Unterseite 17 behindert. Die seitlichen Stege liegen an den Außenseiten der
Substratschicht 14 an und bilden mit dem mittleren Steg einen Wasserspeicher 21, in
dem sich Regenwasser in der Substratschicht 13 sammeln kann. Die Oberkanten der seitlichen
Stege der Sperrschicht 14 bilden Überlaufkanten 23 und 24, über die überschüssiges
Regenwasser nach unten abfließen kann. Die Überlaufkante 24 ist dabei benachbart zur
Funktionslage 9 angeordnet und die Überlaufkante 23 mit Abstand zur Längsseite 8.
Die Lage der Überlaufkanten 23 und 24 bezogen auf die zugeordnete Sperrschicht 14
bestimmt, wie viel Wasser in den Wasserspeichern 21 gesammelt werden kann.
[0030] Im Ausführungsbeispiel sind drei Wasserspeicher 21 vorgesehen. Auch eine andere Anzahl
von Wasserspeichern 21 kann jedoch vorteilhaft sein. Die Anzahl und der Abstand der
Wasserspeicher 21 und der Sperrschichten 14 ist vorteilhaft angepasst auf die Substratschicht
13 geeignet gewählt. Der untere Wasserspeicher 21 ist dabei am unteren Halter 18 ausgebildet.
Jeder Abschnitt der Substratschicht 13 ragt mit seinem unteren Bereich in einen Wasserspeicher
21. Dadurch kann im Wasserspeicher 21 gespeichertes Wasser von der Substratschicht
13 nach oben gesaugt werden. Der vertikale Abstand der Sperrschichten 14 zueinander
ist vorteilhaft so gewählt, dass die Kapilarwirkung in der Substratschicht 13 ausreichend
groß ist, um Wasser bis näherungsweise zur darüberliegenden Sperrschicht 14 zu saugen,
um eine gleichmäßige Befeuchtung der Funktionslage 9 zu erreichen.
[0031] Vorteilhaft sind die einzelnen, durch die Sperrschichten 14 voneinander getrennten
Abschnitte der Substratschicht 13 einzeln austauschbar. Hierzu können die einzelnen
Abschnitte der Substratschicht 13 hinter den Überlaufkanten 24 bzw. Stegen 27 hervorgezogen
und durch neue Abschnitte der Substratschicht 13 ausgetauscht werden. Es kann auch
vorteilhaft sein, die Substratschicht 13 alternativ oder zusätzlich in mehrere nebeneinander
liegende Abschnitte zu unterteilen, die einzeln austauschbar sind. Bei einer in mehrere
Abschnitte unterteilten Substratschicht 13 ist auf einfache Weise eine Kombination
unterschiedlicher Funktionslagen 9, beispielsweise unterschiedlicher Moose, durch
Kombination unterschiedlich bepflanzter Abschnitte von Substratschichten 13 möglich.
[0032] In Fig. 2 ist auch eine Heizeinrichtung 31 schematisch eingezeichnet, die zur Erwärmung
der Funktionslage 9 vorgesehen sein kann. Bei niedrigen Temperaturen, insbesondere
unter dem Gefrierpunkt, sind Pflanzen wie Moose oder dgl. nicht oder kaum aktiv. Um
auch bei sehr geringen Temperaturen eine wirksame Verringerung der Feinstaubbelastung
zu erreichen, kann die Heizeinrichtung 31 vorgesehen sein, um die Funktionslage bis
zu einer Temperatur zu erwärmen, bei der die Pflanzen aktiv sind. Die Heizeinrichtung
ist vorteilhaft zwischen der Funktionslage 9 und der Substratschicht 13 angeordnet.
Die Heizeinrichtung ist vorteilhaft ein Textil, das sich bei geringem elektrischen
Stromfluss durch das Textil erwärmt. Zur Bereitstellung der benötigten Spannung ist
eine Spannungsquelle 32 vorgesehen, deren Anordnung und Gestaltung in Fig. 2 lediglich
schematisch dargestellt ist. Die benötigte elektrische Energie kann in besonders vorteilhafter
Gestaltung durch Photovoltaikelemente bereitgestellt werden, die an der Oberseite
der Wand 1, insbesondere am Sonnenschutzelement 19, angeordnet sind. Die Heizeinrichtung
31 kann jedoch auch an eine andere Spannungsquelle 32 angeschlossen sein.
[0033] Am oberen Tragprofil 6 ist die Sammelvorrichtung 10 ausgebildet. Die Bewässerungsöffnungen
12 bilden mit der Substratschicht 13, den Wasserspeichem 21 und den Sperrschichten
14 eine Bewässerungsvorrichtung 11 für die Funktionslage 9.
[0034] Wie Fig. 2 schematisch andeutet, kann an der Regensammelrinne 20 eine Sonnenschutzvorrichtung
19 ausgebildet sein. Die Sonnenschutzvorrichtung 19 kann durch ein seitlich über den
Grundkörper 5 und die Funktionslage 9 überstehendes Blech gebildet sein, das in Verlängerung
zu einer geneigten Seitenwand der Regensammelrinne 20 liegen oder geneigt zu dieser
sein kann und das die Funktionslage 9 mindestens teilweise beschattet. Bevorzugt ist
die Sonnenschutzvorrichtung 19 oberhalb der Funktionsseite 4 angeordnet. An der gegenüberliegenden
Längsseite 8 ist vorteilhaft keine Sonnenschutzvorrichtung 19 vorgesehen. Die Sonnenschutzvorrichtung
19 kann dabei Regenwasser auffangen und zur Regensammelrinne 20 leiten. Die Sonnenschutzvorrichtung
19 bildet damit einen Teil der Sammelvorrichtung 10.
[0035] Wie Fig. 2 zeigt, sind die Tragprofile 6 und 7 aus gekanteten Blechen 25 gebildet.
Die Halter 17 und 18 sind vorteilhaft als Strangpressprofil oder pultrudiertes Profil,
bevorzugt aus Aluminium oder glasfaserverstärktem Kunststoff, gebildet. Auch die Tragprofile
6 und 7 können jedoch Strangpressprofile oder pultrudierte Profile sein. Die Längsseite
8 ist durch ein Blech 29 gebildet. Zwischen dem Blech 29 und der Substratschicht 13
ist ein Hohlraum 15 ausgebildet. Die Substratschicht 13 besitzt zu dem die Längsseite
8 bildenden Blech 29 im Ausführungsbeispiel einen Abstand, der an jeder Stelle der
Substratschicht 13 gleich groß ist. Der Hohlraum 15 dient zur Verbesserung der Lärmschutzeigenschaften.
Um eine möglichst große Substratschicht 13 bei geringer Baubreite der Wand 1 zu erreichen,
kann das Blech 29 an der Längsseite 8 auch an der Substratschicht 13 anliegen.
[0036] An der Funktionslage 9 besitzt der Grundkörper 5 eine Öffnung, die sich über einen
Großteil der Funktionsseite 4 des Funktionselements 3 erstreckt. Die Funktionslage
9, nämlich die Mooslage, liegt dadurch frei zugänglich auf der im Inneren des Grundkörpers
5 angeordneten Substratschicht 13 auf. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die
Funktionslage 9 von einem weitmaschigen Netz oder Gitter oder einem Lochblech mit
großer Lochung abgedeckt ist, um die Fixierung der Funktionslage 9 zu verbessern und/oder
um die Funktionslage 9 zu beschatten und übermäßige Austrocknung der Funktionslage
9 zu vermeiden. Am unteren Halter 18 ist benachbart zur Substratschicht 13 an einem
Steg 27 eine Überlaufkante 23 am Halter 18 ausgebildet, über die gesammeltes Wasser
am Halter 18 von der Substratschicht 13 weg in eine Ablaufrinne 22 fließen kann. Im
Ausführungsbeispiel ist die Ablaufrinne 22 am unteren Halter 18 ausgebildet. Die Ablaufrinne
22 kann jedoch auch am unteren Tragprofil 7 ausgebildet sein.
[0037] Wie Fig. 2 zeigt, entspricht die Neigung der Seitenwände der Regensammelrinne 20
etwa der Neigung der Seitenwände des unteren Tragprofils 7. Die Funktionselemente
3 können dadurch so übereinander gestapelt werden, dass jeweils ein unteres Tragprofil
7 eines oberen Funktionselements 3 in die am oberen Tragprofil 6 ausgebildete Sammelvorrichtung
10 des darunter liegenden Funktionselements 3 ragt. Die Tragprofile 6 und 7 bewirken
dadurch eine formschlüssige Positionierung der Funktionselemente 3 zueinander in einer
Richtung senkrecht zu den Funktionslagen 9. Die Tragprofile 6 und 7 bilden damit ein
Nut-Feder-Profil.
[0038] Fig. 3 zeigt die Gestaltung der Sammelvorrichtung 10 für Regenwasser im Einzelnen.
Das obere Tragprofil 6 des Funktionselements 3 besitzt an seiner Oberseite zwei trichterförmig
aufeinander zu geneigte Seitenwände 26. Der Abstand der Seitenwände 26 verringert
sich dabei nach unten. Die Seitenwände 26 bilden mit einem Boden 28 die Regensammelrinne
20. Am Boden 28 ist vorteilhaft eine Vielzahl von Bewässerungsöffnungen 12 vorgesehen.
Die Sonnenschutzvorrichtung 19 ist so angeordnet, dass auf die Sonnenschutzvorrichtung
19 auftreffender Regen in die Regensammelrinne 20 läuft.
[0039] Dadurch bildet die Sonnenschutzvorrichtung 19 einen Teil der Sammelvorrichtung 10.
Zusätzlich zu der Sammelvorrichtung 10 und der Bewässerungsvorrichtung 11 kann auch
eine aktive Bewässerung, insbesondere durch zusätzliches Gießen der Funktionslage
6 oder durch Einfüllen von Wasser in die Regensammelrinne 20, vorgesehen sein. Bevorzugt
wird zur aktiven Bewässerung Wasser, beispielsweise aus einem an der Unterseite der
Wand 1 angeordneten Wasserbecken, nach oben zu der Sammelvorrichtung 10 gepumpt. Dabei
kann auch einigen oder allen weiteren darunterliegenden Sammelvorrichtungen 10 Wasser
zugeführt werden. Überschüssiges Wasser wird vorteilhaft nach unten geleitet und im
Wasserbecken gesammelt.
[0040] Vorteilhaft ist an der Unterseite der Sonnenschutzvorrichtung 19 eine schallabsorbierende
Schicht 16 angeordnet, die in Fig. 3 schematisch gezeigt ist. Aufgrund der Neigung
der Sonnenschutzvorrichtung 19 wird Schall an der Sonnenschutzvorrichtung 19 in Richtung
zur Straße 30 (Fig. 1) reflektiert. Durch die schallabsorbierende Schicht 16 können
die Schallschutzeigenschaften der Wand 1 weiter verbessert werden. Die schallabsorbierende
Schicht 16 kann an der Sonnenschutzvorrichtung 19 beispielsweise aufgeklebt oder auf
andere geeignete Weise fixiert sein. Es kann auch vorgesehen sein, die Sonnenschutzvorrichtung
19 nach Art einer Kassette aufzubauen, in der das schallabsorbierende Material der
Schicht 16 gehalten ist. Die schallabsorbierende Schicht 16 kann beispielsweise eine
poröse Matte oder dgl. sein. Auch jede andere Gestaltung der schallabsorbierenden
Schicht 16 kann vorteilhaft sein.
[0041] Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Funktionselements 33. Die Gestaltung des
Funktionselements 33 kann dabei der Gestaltung des Funktionselements 3 weitgehend
entsprechen. Das Funktionselement 33 unterscheidet sich vom Funktionselement 3 im
Aufbau des Grundkörpers 35. Das Funktionselement 33 besitzt einen Grundkörper 35,
der als geschlossener, etwa rechteckiger Rahmen, ähnlich einem Fensterrahmen, ausgebildet
ist. Der Grundkörper 35 ist aus einem oberen Tragprofil 36 und einem unteren Tragprofil
37 aufgebaut, die über zwei Seitenholme 38 miteinander verbunden sind. Die Seitenholme
38 verlaufen an Querseiten 39 des Funktionselements 33. Die Seitenholme
[0042] 38 sind dabei in eingebautem Zustand benachbart zu den Pfosten 2 angeordnet und verlaufen
vorteilhaft teilweise in Aufnahmen der Pfosten. Die Pfosten 2 sind vorteilhaft aus
seitlich offenen I-Trägern gebildet, und die Seitenholme 38 verlaufen mindestens teilweise
in den I-Trägern. Die Funktionslage 9 kann im Grundkörper 35 oder auf dem Grundkörper
35 angeordnet werden. Vorteilhaft ist die Funktionslage 9 dabei an einer Substratschicht
13 angeordnet, die in dem Grundkörper 35 gehalten ist. Vorteilhaft sind die Halter
17 und 18 für die Substratschicht 13 in die Tragprofile 36 und 37 integriert. Auch
die Sammelvorrichtung 10, die Sonnenschutzvorrichtung 19 und/oder die Ablaufrinne
22 können vorteilhaft in die Tragprofile 36 und 37 integriert sein. Die Tragprofile
36, 37 und die Seitenholme 38 des Funktionselements 33 sind vorteilhaft als Strangpressprofile
oder pultrudierte Profile ausgebildet. Die Strangpressprofile können dabei vorteilhaft
aus Aluminium oder aus glasfaserverstärktem (GFK) oder kohlefaserverstärktem (CFK)
Kunststoff bestehen.
[0043] Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Wand 41 zur Verringerung der Feinstaubbelastung.
Die Wand 41 besitzt zwei Pfosten 2, zwischen denen sechs Funktionselemente 43 übereinander
angeordnet sind. Die Pfosten 2 sind als I-Profil ausgebildet, und die Funktionselemente
43 sind in den nutförmigen Längsseiten der Pfosten 2 geführt. Die Funktionselemente
43 besitzen jeweils ein oberes Tragprofil 6 und ein unteres Tragprofil 7. Gleiche
Bezugszeichen kennzeichnen dabei in allen Ausführungsbeispielen einander entsprechende
Elemente. Das untere Tragprofil 7 eines Funktionselements 43 ragt dabei jeweils in
das obere Tragprofil 6 des darunter liegenden Funktionselements 43. Wie Fig. 6 zeigt,
bilden die Tragprofile 6 und 7 eine formschlüssige Verbindung in einer Richtung senkrecht
zur Ebene der Wand 41. Die Tragprofile 6 und 7 sind nach Art eines Nut-Feder-Profils
ausgebildet. Dies ist auch in Fig. 6 erkennbar. Fig. 6 zeigt die Wand 41 ohne den
vorderen Pfosten 2. In Fig. 6 ist eine Sammelvorrichtung 50 zur Sammlung von Regenwasser
der Wand 41 gezeigt. Die Sammelvorrichtung 50 ist in Fig. 5 nicht dargestellt. Die
Sammelvorrichtung 50 umfasst eine Vielzahl von Auffangelementen 51 bis 57. Zwei Auffangelemente
51 sind am oberen Funktionselement 43 angeordnet. An der unteren Seite des oberen
Funktionselements 43 sind zwei Auffangelemente 52 vorgesehen. Die Auffangelemente
53 bis 57 sind jeweils an der Unterseite der darunter liegenden Funktionselemente
43 angeordnet.
[0044] Wie Fig. 6 auch zeigt, sind jeweils drei Sperrschichten 44 für jedes Funktionselement
43 vorgesehen. Die untere Sperrschicht 44 ist dabei benachbart zum unteren Tragprofil
7 angeordnet. Die einzelnen, durch die Sperrschichten 44 getrennten Abschnitte 62
der Funktionselemente 43 sind vorteilhaft einzeln austauschbar.
[0045] Wie Fig. 7 zeigt, besitzen die oberen Auffangelemente 51 zur Außenseite des Grundkörpers
45 des Funktionselements 43 einen Überstand a. Die darunter liegenden Auffangelemente
52 weisen einen Überstand b auf, die darunter liegenden Auffangelemente 53 einen Überstand
c, die darunter liegenden Auffangelemente 54 einen Überstand d, die darunter liegenden
Auffangelemente 55 einen Überstand e, die darunter liegenden Auffangelemente 56 einen
Überstand f und die unteren Auffangelemente 57 einen Überstand g. Wie Fig. 7 zeigt,
nimmt der Überstand a bis g von den Auffangelementen 51 bis zu den Auffangelementen
57 kontinuierlich zu. Dadurch kann in den unteren Auffangelementen 57 noch ausreichend
Regenwasser gesammelt werden. Die unteren Auffangelemente 57 sind an der Unterseite
der Wand 41 angeordnet und dienen vorteilhaft dazu, den gesammelten und aus den Funktionslagen
9 vom Regen ausgespülten Feinstaub der Kanalisation zuzuführen. Hierzu ist an der
Unterseite der Wand 41 eine Ablaufrinne 42 ausgebildet, die das gesammelte Wasser
vorteilhaft der Kanalisation zuführt. Die Auffangelemente 51 bis 56 bilden an der
Seite der Wand 41, an der die Funktionslagen 9 angeordnet sind, gleichzeitig einen
Sonnenschutz für die Funktionslagen 9.
[0046] Auch an der Unterseite der Auffangelemente 51 bis 57 kann eine schallabsorbierende
Schicht 16 angeordnet sein, wie in Fig. 7 schematisch für das Auffangelement 51 gezeigt
ist. Die schallabsorbierende Schicht 16 ist bevorzugt an der Seite der Wand 41 angeordnet,
an der auch die Funktionslage 9 angeordnet ist.
[0047] Für eine aktive Bewässerung der Funktionslagen 9 ist vorteilhaft ein Wasserspeicher
vorgesehen, aus dem das Wasser zur Oberseite der Wand 41, insbesondere in die oberen
Auffangelemente 51 gepumpt wird. Als Wasserspeicher sind bevorzugt die unteren Auffangelemente
57 vorgesehen. Vorteilhaft können die unteren Auffangelemente 57 hierzu wannenförmig
ausgebildet sein. Auch eine andere Ausbildung des Wasserspeichers für die aktive Bewässerung
kann jedoch vorteilhaft sein. Dadurch, dass das gesammelte Wasser zur aktiven Bewässerung
nach oben gepumpt wird, wird ein Kreislauf gebildet. Es kann auch vorgesehen sein,
dass Wasser in einige oder alle der weiteren Auffangelemente 52 bis 56 gepumpt wird.
[0048] Wie Fig. 8 am Ausführungsbeispiel eines Funktionselementes 43 zeigt, an dessen Oberseite
die Auffangelemente 55 angeordnet sind, sind jeweils zwei Auffangelemente 55 über
eine Regensammelrinne 60 miteinander verbunden. Dies ist auch in Fig. 9 sichtbar.
Die Regensammelrinne 60 ist in das obere Tragprofil 6 eingelegt und aus einem gekanteten
Blech ausgebildet. Die Funktionselemente 43 können dadurch identisch ausgebildet sein
und unterscheiden sich lediglich durch die Gestaltung der jeweils zwischen übereinander
angeordneten Funktionselementen 43 und an der Oberseite und der Unterseite der Wand
41 angeordneten Auffangelemente 51 bis 57.
[0049] Fig. 8 zeigt auch die Anordnung der drei Sperrschichten 44. Die drei Sperrschichten
44 sind mit einem vertikalen Abstand h zueinander angeordnet. Der Abstand zwischen
dem oberen Tragprofil 6 und der darunter liegenden Sperrschicht 44 und der Abstand
h zwischen übereinander angeordneten Sperrschichten 44 ist dabei vorteilhaft gleich.
Der Abstand h kann beispielsweise im Bereich von 10 cm bis 1 m, insbesondere im Bereich
von 15 cm bis 50 cm, beispielsweise bei etwa 20 cm, liegen. Wie Fig. 8 auch zeigt,
ist an den Querseiten der Funktionselemente 43 benachbart zur Funktionslage 9 an beiden
Seiten jeweils ein Versteifungsholm 46 angeordnet. In Fig. 8 ist nur einer der Versteifungsholme
46 sichtbar. Die Versteifungsholme 46 verbinden das obere und das untere Tragprofil
6, 7 und bilden mit den Tragprofilen 6 und 7 und mit der Längsseite 8 einen Grundkörper
45 der Funktionselemente 43. Wie Fig. 8 auch zeigt, ist jeweils benachbart zu einer
Sperrschicht 44 ein Überlauf 47 vorgesehen, unter dem ein Wasserspeicher 48 angeordnet
ist. Die Gestaltung von Überlauf 47 und Wasserspeicher 48 wird im Folgenden noch näher
erläutert.
[0050] Wie Fig. 9 zeigt, sind zwischen den Pfosten 2 und den Funktionselementen 43 Zwischenlagen
49 vorgesehen, die zur spielfreien Fixierung der Funktionselemente 43 an den Pfosten
2 dienen können. In Fig. 9 sind exemplarisch die Auffangelemente 51 gezeigt. Die weiteren
Auffangelemente 52 bis 57 sind vorteilhaft identisch ausgebildet und jeweils einteilig
mit einer Regensammelrinne 60 gefertigt, die die beiden auf einer Höhe angeordneten
Auffangelemente 51 bis 57 verbindet. Die Regensammelrinne 60 entspricht in Form und
Größe vorteilhaft etwa der Oberseite des oberen Tragprofils 6 und ist in dieses eingelegt.
Die Regensammelrinne 60 besitzt Öffnungen 12. Entsprechende Öffnungen 12 sind im darunter
liegenden Tragprofil 6 vorgesehen, so dass in der Regensammelrinne 60 angesammeltes
Regenwasser in den Innenraum des Grundkörpers 45 fließen kann. Im Ausführungsbeispiel
ist die Regensammelrinne 60 nicht am oberen Tragprofil 6 ausgebildet, sondern separat
und einteilig mit den Auffangelementen.
[0051] Wie Fig. 10 zeigt, besitzt das Funktionselement 43 einen oberen Halter 67 und einen
unteren Halter 68. Der obere Halter 67 ist im Grundkörper 45 benachbart zum oberen
Tragprofil 6 angeordnet und der untere Halter 68 im Grundkörper 45 benachbart zum
unteren Tragprofil 7. Zwischen den Haltern 67 und 68 erstreckt sich eine Substratschicht
13. Die Halter 67 und 68 besitzen dabei zur Funktionslage 9 einen horizontalen Abstand,
sind also gegenüber der Funktionslage 9 in den Grundkörper 45 zurückversetzt. An den
Sperrschichten 44 ist an der der Funktionslage 9 zugewandten Seite jeweils ein vertikaler
Steg 61 ausgebildet, der eine Überlaufkante 64 besitzt. Der vertikale Steg 61 bildet
mit dem Überlauf 47 einen Wasserspeicher 21. In den Wasserspeicher 21 ragt jeweils
ein Abschnitt der Substratschicht 13, so dass gesammeltes Wasser von der Substratschicht
13 aus dem Wasserspeicher 21 nach oben gesaugt werden kann. Ein entsprechender Wasserspeicher
21 ist auch am unteren Halter 68 ausgebildet. Der Steg 61 besitzt zur Funktionslage
9 einen horizontalen Abstand i. Dadurch kommt das Material des Stegs 61 nicht mit
der Funktionslage 9 in Kontakt. Dies wird insbesondere dann als vorteilhaft angesehen,
wenn der Steg 61 aus Metall besteht. Die Substratschicht 13 erstreckt sich in den
Bereich zwischen dem Steg 61 und der Funktionslage 9, so dass die Funktionslage 9
vorteilhaft näherungsweise über die gesamte Höhe des Funktionselementes 43 an der
Substratschicht 13 angeordnet ist.
[0052] Am Steg 61 ist eine Überlaufkante 64 ausgebildet, über die Wasser aus dem Wasserspeicher
21 in den benachbart zur Funktionslage 9 angeordneten Bereich der Substratschicht
13 fließen kann. Der Überlauf 47 ist als gebogenes, geneigt angeordnetes Blech ausgebildet,
das an der nach oben ragenden, im Hohlraum 15 angeordneten Längskante eine Überlaufkante
63 bildet. Auch über die Überlaufkante 63 kann Wasser aus dem Wasserspeicher 21 ausströmen.
Über den vertikalen Abstand der Überlaufkanten 63 und 64 zur Sperrschicht 44 kann
die im Wasserspeicher 21 zu sammelnde Wassermenge eingestellt werden. Unterhalb des
Überlaufs 47 ist ein Wasserspeicher 48 in dem zwischen Substratschicht 13 und Längsseite
8 gebildeten Hohlraum 15 angeordnet. Der Wasserspeicher 48 ist vorteilhaft als gebogenes
Blech ausgebildet und speichert das übergelaufene Wasser, um es langsam an den darunter
liegenden Bereich der Substratschicht 13 abzugeben. Hierzu weist der Wasserspeicher
48 vorteilhaft eine Vielzahl von nicht dargestellten Öffnungen auf. Über die Sperrschichten
44 und die Überläufe 47, 63 und 64 wird eine kaskadenartige Bewässerung der Substratschicht
13 von oben nach unten erreicht. Am Halter 68 ist eine Überlaufkante 64 ausgebildet,
durch die das Wasser in das untere Tragprofil 7 fließen kann. Das untere Tragprofil
7 des untersten Funktionselements 43 bildet vorteilhaft eine Ablaufrinne 42. Über
die Ablaufrinne 42, die vorteilhaft ebenfalls Öffnungen aufweist, wird das Wasser
in das obere Tragprofil 6 des darunterliegenden Funktionselements 43 abgegeben. Es
kann auch vorgesehen sein, die Ablaufrinne seitlich des unteren Bereichs der Substratschicht
13 anzuordnen.
[0053] Wie Fig. 10 auch zeigt, ist die Substratschicht 13 in drei übereinanderliegende Abschnitte
62 unterteilt. Die Abschnitte 62 können vorteilhaft eine Höhe von 5 cm bis 20 cm besitzen.
Vorteilhaft ist die Substratschicht 13 auch in Längsrichtung in mehrere Abschnitte
unterteilt. Jeder Abschnitt 62 der Substratschicht 13 besitzt an seiner Oberseite
und an seiner Unterseite jeweils einen in Längsrichtung verlaufenden Schlitz 58, in
den eine Überlaufkante 64 einer Sperrschicht 44 oder ein Halter 67 oder 68 eingreift.
Die Abschnitte 62 können dadurch einzeln entnommen und durch einen neuen Abschnitt
62 einer Substratschicht 13 ausgetauscht werden. Der neue Abschnitt 62 wird hierzu
an den Überlaufkanten 64 bzw. dem Halter 67 oder dem Halter 68 eingeknüpft.
[0054] Zwischen der Substratschicht 13 und der Funktionslage 9 ist im Ausführungsbeispiel
eine schematisch gezeigte Heizeinrichtung 31 vorgesehen, die vorteilhaft als textiles
Material ausgebildet ist. Die Heizeinrichtung 31 wird über ein in Fig. 10 schematisch
gezeigtes, an der Oberseite des Auffangelements 55 angeordnetes Photovoltaikelement
34 mit Energie versorgt. Im Ausführungsbeispiel ist nur an dem der Funktionslage 9
zugewandten Auffangelement 55 ein Photovoltaikelement 34 angeordnet. Je nach benötigter
Fläche kann jedoch auch auf dem gegenüberliegenden Auffangelement 55 ein Photovoltaikelement
34 angeordnet werden. Auch auf den weiteren Auffangelementen 51 bis 54 und 56, 57
kann, insbesondere in dem nicht durch das darüber liegende Auffangelement 51 bis 56
abgeschatteten Bereich, ein Photovoltaikelement 34 angeordnet werden. Die Heizeinrichtung
31 heizt die Funktionslage 9 bei Temperaturen, bei denen die Funktionslage 9 nicht
aktiv ist, auf Temperaturen auf, bei denen die Funktionslage 9 aktiv ist. Die Heizeinrichtung
31 kann auch über eine Batterie, einen Akku, das Stromnetz oder eine andere geeignete
Energiequelle mit Energie versorgt werden. Die Energiequelle, insbesondere das mindestens
eine Photovoltaikelement 34, kann auch dazu vorgesehen sein, die Bewässerungsvorrichtung
11, insbesondere eine elektrische Pumpe der Bewässerungsvorrichtung 11, mit Energie
zu versorgen.
[0055] Wie Fig. 11 zeigt, ist die Regensammelrinne 60 mit den Auffangelementen 55 einteilig
aus einem gekanteten Blech ausgebildet. Das obere Tragprofil 6 ist aus einem Blech
25 ausgebildet, und der Halter 67 ist im Ausführungsbeispiel ebenfalls als gekantetes
Blech ausgebildet. Die Bleche sind miteinander verbunden, beispielsweise durch Niete.
Die Öffnungen 12 erstrecken sich durch die Regensammelrinne 60, das obere Tragprofil
6 und den oberen Halter 67, so dass gesammeltes Wasser in die Substratschicht 13 eindringen
kann. Am oberen Tragprofil 6 ist ein Blech 29 fixiert, das die Längsseite 8 bildet.
Wie Fig. 12 zeigt, ist auch das untere Tragprofil 7 von einem gekanteten Blech 25
gebildet, an dem der Halter 68 und das Blech 29 fixiert sind. Dadurch ergibt sich
ein im Querschnitt etwa C-förmiger Rahmen. Benachbart zur Funktionslage 9 sind die
Tragprofile 6 und 7 durch Hohlprofile, im Ausführungsbeispiel Vierkantprofile, miteinander
verbunden, die die Versteifungsholme 46 bilden. Die Bleche 25 und 29 bilden mit den
Versteifungsholmen 46 den formstabilen Grundkörper 45.
[0056] Länge und Winkel der Auffangelemente 51 bis 57 sind vorteilhaft an den Standort der
Funktionselemente 43 angepasst. Es kann vorteilhaft sein, auf den Auffangelementen
51 bis 57, insbesondere auf den oberen Auffangelementen 51, Photovoltaikelemente anzuordnen.
Die Photovoltaikelemente können insbesondere genutzt werden, um Energie für eine zusätzliche
aktive Bewässerung der Funktionslagen bereitzustellen.
[0057] Fig. 13 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Funktionselements 73, das sich vom Funktionselement
43 durch die Gestaltung des im Hohlraum 15 angeordneten Wasserspeichers 78 unterscheidet.
Der Wasserspeicher 78 ist im Ausführungsbeispiel nach Fig. 13 einteilig mit einem
Überlauf 59 ausgebildet, der sich an den Wasserspeicher 21 anschließt. Der Überlauf
59 besitzt eine Überlaufkante 63, über die das Wasser in den Wasserspeicher 78 fließen
kann. Der Wasserspeicher 78 ist rinnenförmig ausgebildet und besitzt zur Substratschicht
13 einen Abstand. Wasser aus dem Wasserspeicher 78 kann durch geeignete Anordnung
von Öffnungen im Wasserspeicher 78 zur Substratschicht 13 gelangen oder unmittelbar
in den darunterliegenden Wasserspeicher 78 oder den zugehörigen Überlauf 59 und von
dort in den zugeordneten Wasserspeicher 21 strömen. Auch dadurch kann eine kaskadenartige
Bewässerung der gesamten Substratschicht 13 erreicht werden. Der Überlauf 59 ist mit
dem Wasserspeicher 78 durch ein im Querschnitt etwa Z-förmig gebogenes Blech gebildet.
[0058] Fig. 14 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Funktionselements 83, das an beiden Längsseiten
Funktionslagen 9 besitzt. Die Substratschicht 13 erstreckt sich über die gesamte Breite
des Funktionselements 83. Es sind Sperrschichten 84 vorgesehen, an deren Enden jeweils
senkrecht stehende Stege 81 angeordnet sind. Die Oberseiten der Stege 81 bilden Überlaufkanten
85. Die Stege 81 bilden mit den Sperrschichten 84 Wasserspeicher 21. Die Stege 81
besitzen zu den Funktionslagen 9 jeweils einen Abstand. Das obere Tragprofil 6 und
das untere Tragprofil 7 sind im Ausführungsbeispiel durch insgesamt vier an den senkrecht
verlaufenden Kanten des Funktionselements 83 angeordnete Versteifungsholme 46 verbunden,
die in Fig. 14 mit gestrichelter Linie angedeutet sind. Die Versteifungsholme 46 sind
vorteilhaft als Hohlprofile, insbesondere Hohlprofile mit Rechteckquerschnitt ausgebildet.
Die Breite der Querholme 46 entspricht dabei etwa dem Abstand i der Stege 81 zur benachbarten
Funktionslage 9. Dadurch wird ein einfacher und kompakter Aufbau erreicht und verhindert,
dass die Funktionslage 8 mit dem Material der Stege 81 in Kontakt kommt.
[0059] Fig. 15 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Wand 91, die aus Pfosten 92 und sich
zwischen den Pfosten 92 erstreckenden Funktionselementen 93 aufgebaut ist. Die Funktionselemente
93 und die Pfosten 92 sind dabei geneigt angeordnet. Die Funktionslagen 9 verlaufen
zur Senkrechten S unter einem Winkel a. Der Winkel a ist vorteilhaft konstruktiv durch
die Schrägstellung der Pfosten 92 fest vorgegeben. Im Ausführungsbeispiel sind die
Funktionselemente 93 so geneigt, dass die Funktionslagen nach oben weisen. Auch eine
Neigung in Gegenrichtung, derart, dass die Funktionslagen nach unten weisen, kann
jedoch vorteilhaft sein.
[0060] Fig. 16 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Wand 101, die aus senkrecht angeordneten
Pfosten 102 aufgebaut ist, an denen Funktionselemente 103 angeordnet sind. Die Funktionselemente
103 verlaufen gegenüber den Pfosten 102 unter einem Winkel β. Vorteilhaft ist der
Winkel β einstellbar, so dass die Funktionslagen 9 der Funktionselemente 103 geeignet
ausgerichtet werden können. Der Winkel β kann dabei für alle Funktionselemente 103
gemeinsam oder für jedes Funktionselement 103 einzeln einstellbar sein. Wie Fig. 16
zeigt, können die Funktionselemente 103 aber auch in eine Lage gebracht werden, in
der die Funktionslagen 9 schräg nach unten weisen. Dies kann insbesondere vorteilhaft
sein, um eine verbesserte Bewässerung der Substratschichten 13 bei Regen zu erreichen
oder um die Funktionslagen 9 vor Sonne zu schützen. Die Verstellung der Funktionselemente
13 kann von Hand oder automatisch durch einen entsprechenden Antrieb erfolgen.
[0061] Fig. 17 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Wand 111, die aus einzelnen Wandabschnitten
114 aufgebaut ist. Jeder Wandabschnitt 114 umfasst mehrere, im Ausführungsbeispiel
zwei Pfosten 112, zwischen denen Funktionselemente 113 gehalten sind. Die Funktionselemente
113 können entsprechend den Funktionselementen der vorangegangenen Ausführungsbeispiele
ausgebildet sein. Die Wand 111 ist an einer Straße 30 angeordnet und besitzt eine
Längsrichtung 115, die parallel zur Straße 30 verläuft. Die einzelnen Wandabschnitte
114 sind gegenüber der Längsrichtung 115 um einen Winkel γ geneigt. Dabei ist jeweils
ein Pfosten 112 benachbart zur Straße 30 angeordnet und der andere Pfosten 112 in
größerem Abstand zur Straße 30. Dadurch ergibt sich in Draufsicht eine jalousieartige
Anordnung. Zwischen den einzelnen Wandabschnitten 114 sind dadurch Öffnungen 116 gebildet,
durch die Luft strömen kann. Durch die Öffnungen 116 wird die Anströmung der Funktionslagen
9 mit feinstaubbelasteter Luft verbessert. Allerdings kann sich durch die Schrägstellung
eine Verschlechterung der Schallminderung ergeben. Zusätzlich oder alternativ zu den
Öffnungen 116 können einzelne Funktionselemente durch Rahmen ausgetauscht sein, die
ein freies Durchströmen mit Luft ermöglichen, um die Anströmung der benachbarten Funktionslagen
9 zu verbessern.
[0062] Vorteilhaft sind die Funktionselemente 3, 33, 43, 73, 83, 93, 103 so zu öffnen, dass
die pflanzliche Funktionslage 9 austauschbar ist. Dabei kann die Funktionslage 9 an
ihrem Rand unter die Tragprofile 6 und 7 geschoben sein und zum Austausch unter den
Tragprofilen 6, 7 hervorgezogen werden.
[0063] Die Substratschicht 13 kann in allen Ausführungsbeispielen aus mehreren unterschiedlichen
Lagen aufgebaut sein. Dabei können alle Lagen der Substratschicht 13 formstabil sein
und beispielsweise als Vlies, Matte oder dgl. ausgebildet sein. Es kann jedoch auch
vorgesehen, dass die Substratschicht 13 mindestens teilweise durch Schüttgut gebildet
ist, das durch geeignete Mittel wie Gitter, Netze oder dgl. in seiner Position gehalten
wird. Besonders bevorzugt ist eine Unterteilung der Substratschicht 13 in mehrere
Abschnitte 62, die einzeln austauschbar sind und die auf einfache Weise eine unterschiedliche
Bepflanzung der Abschnitte 62 einer Substratschicht 13 erlauben, beispielsweise zur
Anpassung an die Sonneneinstrahlung in unterschiedlichen Bereichen. Die einzelnen
Abschnitte 62 können beispielsweise eine Abmessung von 10 x 10 cm besitzen.
1. Wand zur Verringerung der Feinstaubbelastung, mit mindestens zwei Pfosten (2, 92,
102, 112), zwischen denen mehrere übereinander angeordnete Funktionselemente (3, 33,
43, 73, 83, 93, 103) zur Verringerung der Feinstaubbelastung gehalten sind, wobei
die Funktionselemente (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) mindestens eine der Verringerung
der Feinstaubbelastung dienende Funktionsseite (4) aufweisen, wobei die Funktionselemente
(3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) einen formstabilen Grundkörper (5, 35, 45) aufweisen,
der durch ein oberes Tragprofil (6), ein unteres Tragprofil (7) und mindestens ein
das obere Tragprofil (6) und das untere Tragprofil (7) verbindendes Verbindungselement
gebildet ist, wobei an dem Grundkörper (5, 35, 45) an der Funktionsseite (3, 33, 43,
73, 83, 93, 103) eine pflanzliche Funktionslage (9) festgelegt ist, wobei die Wand
(1, 41, 91, 101, 111) eine Sammelvorrichtung (10) zum Sammeln von Regenwasser aufweist,
wobei eine Bewässerungsvorrichtung (11) vorgesehen ist, die das gesammelte Regenwasser
zu der Funktionslage (9) zuführt, wobei die Wand (1, 91, 101, 111) eine Lärmschutzwand
ist, wobei an der der Funktionslage (9) abgewandten Seite des Funktionselements (3,
33, 43, 73, 93, 103) ein Hohlraum (15) gebildet ist, wobei in dem Grundkörper (5,
35, 45) eine Substratschicht (13) gehalten ist, an der die Funktionslage (9) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Substratschicht (13) die Tragstruktur für die Funktionslage (9) bildet, dass
die Substratschicht in mehrere Abschnitte unterteilt ist, dass die einzelnen Abschnitte
der Substratschicht (13) von Sperrschichten (14) voneinander getrennt sind, und dass
die Sperrschichten (14) zwischen den Pfosten (2, 92, 102, 112) horizontal verlaufen.
2. Wand nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelvorrichtung (10) als Regensammelrinne (20) ausgebildet ist, deren Seitenwände
(26) einen sich nach unten trichterförmig verringernden Querschnitt bilden.
3. Wand nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelvorrichtung (10) sich entlang der Oberseite (6) der oberen Funktionselemente
(3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) erstreckt.
4. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelvorrichtung (10) seitlich über die Funktionsseite (4) hinausragt, und dass
an der Unterseite der Sammelvorrichtung (10) eine schallabsorbierende Schicht (16)
angeordnet ist.
5. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Wand (1, 91, 101, 111) eine Sonnenschutzvorrichtung (19) umfasst.
6. Wand nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sonnenschutzvorrichtung (19) mindestens teilweise durch die Sammelvorrichtung
(10) gebildet ist.
7. Wand nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite der Sonnenschutzvorrichtung (19) eine schallabsorbierende Schicht
(16) angeordnet ist.
8. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das untere Funktionselement (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) eine Ablaufrinne (22) für
Regenwasser besitzt.
9. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das untere Tragprofil (7) eines Funktionselements (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) in
das obere Tragprofil (6) des darunter liegenden Funktionselements (3, 33, 43, 73,
83, 93, 103) ragt und dadurch das obere Funktionselement (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103)
in mindestens einer Richtung relativ zu dem darunterliegenden Funktionselement (3,
33, 43, 73, 83, 93, 103) positioniert.
10. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionslage (9) zur Senkrechten geneigt angeordnet ist.
11. Wand nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Wand (1, 41) eine Heizeinrichtung (31) zum Erwärmen der Funktionslage (9) besitzt.
12. Funktionselement zur Verringerung der Feinstaubbelastung, wobei das Funktionselement
(3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) mindestens eine der Verringerung der Feinstaubbelastung
dienende Funktionsseite (4) aufweist, wobei das Funktionselement (3, 33, 43, 73, 83,
93, 103) einen formstabilen Grundkörper (5, 35, 45) aufweist, der durch ein oberes
Tragprofil (6), ein unteres Tragprofil (7) und mindestens ein die Oberseite (6) und
die Unterseite (7) verbindendes Verbindungselement gebildet ist, wobei an dem Grundkörper
(5, 35, 45) an der Funktionsseite (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) eine pflanzliche Funktionslage
(9) festgelegt ist, wobei das Funktionselement (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) eine Sammelvorrichtung
(10) zum Sammeln von Regenwasser aufweist und wobei eine Bewässerungsvorrichtung (11)
vorgesehen ist, die das gesammelte Regenwasser zu der Funktionslage (9) zuführt, wobei
das Funktionselement ein Funktionselement für eine Lärmschutzwand ist, wobei an der
der Funktionslage (9) abgewandten Seite des Funktionselements (3, 33, 43, 73, 93,
103) ein Hohlraum (15) gebildet ist, wobei in dem Grundkörper (5, 35, 45) eine Substratschicht
(13) gehalten ist, an der die Funktionslage (9) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Substratschicht (13) die Tragstruktur für die Funktionslage (9) bildet, dass
die Substratschicht in mehrere Abschnitte unterteilt ist, dass die einzelnen Abschnitte
der Substratschicht (13) von Sperrschichten (14) voneinander getrennt sind, und dass
die Sperrschichten (14) im Einbauzustand an einer Wand zur Verringerung der Feinstaubbelastung
mit mindestens zwei Pfosten zwischen den Pfosten (2, 92, 102, 112) horizontal verlaufen.
13. Funktionselement nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Tragstruktur für die Funktionslage (9) vorgesehen ist, mit der die Funktionslage
(9) an dem Grundkörper (5, 35, 45) gehalten ist, wobei am oberen Tragprofil (6) und
am unteren Tragprofil (7) des Grundkörpers (5, 35, 45) vorzugsweise Halter (17, 18,
67, 68) angeordnet sind, die die Substratschicht (13) fixieren und wobei die einzelnen
Abschnitte der Substratschicht (13) insbesondere einzeln austauschbar sind.
14. Funktionselement nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bewässerungsvorrichtung (11) mindestens eine Sperrschicht (14) besitzt, die den
Durchtritt von Wasser vom oberen Tragprofil (6) zum unteren Tragprofil (7) des Funktionselements
(3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) behindert und wobei die Bewässerungsvorrichtung (11)
insbesondere mindestens einen Wasserspeicher (21, 48, 78) besitzt.
1. Wall for reducing fine dust pollution, with at least two posts (2, 92, 102, 112),
between which several functional elements (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) placed on top
of one another are held for reducing the fine dust pollution, wherein the functional
elements (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) have at least one functional side (4) used to
reduce the fine dust pollution, wherein the functional elements (3, 33, 43, 73, 83,
93, 103) have a dimensionally stable base body (5, 35, 45) represented by an upper
support profile (6), a lower support profile (7) and at least one connecting element
joining the upper support profile (6) and the lower support profile (7), wherein a
plant-based functional layer (9) is fixed to the base body (5, 35, 45) on the functional
side (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103), wherein the wall (1, 41, 91, 101, 111) has a collecting
device (10) for collecting rain water, wherein an irrigation device (11) feeding the
collected rain water to the functional layer (9) is provided, wherein the wall (1,
91, 101, 111) is a noise barrier, wherein a cavity (15) is formed on the side of the
functional element (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) which is remote from the functional
layer (9), wherein a substrate layer (13) on which the functional layer (9) is located
is held in the base body (5, 35, 45),
characterised in that the substrate layer (13) forms the support structure for the functional layer (9),
in that the substrate layer is divided into several sections, in that the individual sections of the substrate layer (13) are separated from one another
by barrier layers (14), and in that the barrier layers (14) extend horizontally between the posts (2, 92, 102, 112).
2. Wall according to claim 1,
characterised in that the collecting device (10) is designed as a rain water collecting channel (20), the
side walls (26) of which form a cross-section decreasing in a downward direction in
the manner of a funnel.
3. Wall according to claim 1 or 2,
characterised in that the collecting device (10) extends along the top side (6) of the upper functional
elements (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103).
4. Wall according to any of claims 1 to 3,
characterised in that the collecting device (10) projects laterally beyond the functional side (4), and
in that a sound-absorbing layer (16) is located on the underside of the collecting device
(10).
5. Wall according to any of claims 1 to 4,
characterised in that the wall (1, 91, 101, 111) comprises a sun protection device (19).
6. Wall according to claim 5,
characterised in that the sun protection device (19) is at least partially represented by the collecting
device (10).
7. Wall according to claim 5 or 6,
characterised in that a sound-absorbing layer (16) is located on the underside of the sun protection device
(19).
8. Wall according to any of claims 1 to 7,
characterised in that the lower functional element (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) has a gutter (22) for rain
water.
9. Wall according to any of claims 1 to 8,
characterised in that the lower support profile (7) of a functional element (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103)
projects into the upper support profile (6) of the functional element (3, 33, 43,
73, 83, 93, 103) placed below, thereby positioning the upper functional element (3,
33, 43, 73, 83, 93, 103) relative to the functional element (3, 33, 43, 73, 83, 93,
103) placed below in at least one direction.
10. Wall according to any of claims 1 to 9,
characterised in that the functional layer (9) is inclined relative to the vertical.
11. Wall according to any of claims 1 to 10,
characterised in that the wall (1, 41) has a heating device (31) for heating the functional layer (9).
12. Functional element for reducing fine dust pollution,
wherein the functional element (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) has at least one functional
side (4) used to reduce the fine dust pollution, wherein the functional element (3,
33, 43, 73, 83, 93, 103) has a dimensionally stable base body (5, 35, 45) represented
by an upper support profile (6), a lower support profile (7) and at least one connecting
element joining the upper support profile (6) and the lower support profile (7), wherein
a plant-based functional layer (9) is fixed to the base body (5, 35, 45) on the functional
side (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103), wherein the functional element (3, 33, 43, 73,
83, 93, 103) has a collecting device (10) for collecting rain water, wherein an irrigation
device (11) feeding the collected rain water to the functional layer (9) is provided,
wherein the functional element is a functional element for a noise barrier, wherein
a cavity (15) is formed on the side of the functional element (3, 33, 43, 73, 93,
103) which is remote from the functional layer (9), wherein a substrate layer (13)
on which the functional layer (9) is located is held in the base body (5, 35, 45),
characterised in that the substrate layer (13) forms the support structure for the functional layer (9),
in that the substrate layer is divided into several sections, in that the individual sections of the substrate layer (13) are separated from one another
by barrier layers (14), and in that the barrier layers (14) extend horizontally between the posts (2, 92, 102, 112) when
installed on a wall for reducing fine dust pollution which has at least two posts.
13. Functional element according to claim 12,
characterised in that a support structure for the functional layer (9) is provided, whereby the functional
layer (9) is held on the base body (5, 35, 45), wherein holders (17, 18, 67, 68) fixing
the substrate layer (13) are preferably provided at the upper support profile (6)
and the lower support profile (7) of the base body (5, 35, 45) and wherein the individual
sections of the substrate layer (13) can in particular be replaced individually.
14. Functional element according to claim 12 or 13,
characterised in that the irrigation device (11) has at least one barrier layer (14) obstructing the passage
of water from the upper support profile (6) to the lower support profile (7) of the
functional element (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103), and in that the irrigation device (11) in particular has at least one water reservoir.
1. Paroi pour réduire la charge en particules fines, avec au moins deux poteaux (2, 92,
102, 112), entre lesquels plusieurs éléments fonctionnels (3, 33, 43, 73, 83, 93,
103) disposés les uns au-dessus des autres pour la réduction de la charge en particules
fines sont maintenus, dans laquelle les éléments fonctionnels (3, 33, 43, 73, 83,
93, 103) présentent au moins un côté fonctionnel (4) servant à réduire la charge en
particules fines, dans laquelle les éléments fonctionnels (3, 33, 43, 73, 83, 93,
103) présentent un corps de base (5, 35, 45) de forme stable qui est formé par un
profilé porteur supérieur (6), un profilé porteur inférieur (7) et au moins un élément
de raccordement raccordant le profilé porteur supérieur (6) et le profilé porteur
inférieur (7), dans laquelle une couche fonctionnelle végétale (9) est fixée sur le
corps de base (5, 35, 45) sur le côté fonctionnel (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103), dans
laquelle la paroi (1, 41, 91, 101, 111) présente un dispositif de collecte (10) pour
la collecte d'eau de pluie, dans laquelle un dispositif d'irrigation (11) est prévu,
lequel amène l'eau de pluie collectée à la couche fonctionnelle (9), dans laquelle
la paroi (1, 91, 101, 111) est une paroi de protection contre le bruit, dans laquelle
un espace creux (15) est formé sur le côté, opposé à la couche fonctionnelle (9),
de l'élément fonctionnel (3, 33, 43, 73, 93, 103), dans laquelle une couche de substrat
(13) est maintenue dans le corps de base (5, 35, 45), sur laquelle la couche fonctionnelle
(9) est disposée, caractérisée en ce que la couche de substrat (13) forme la structure porteuse pour la couche fonctionnelle
(9), que la couche de substrat est divisée en plusieurs sections, que les sections
individuelles de la couche de substrat (13) sont séparées par des couches de verrouillage
(14) les unes des autres, et que les couches de verrouillage (14) s'étendent horizontalement
entre les poteaux (2, 92, 102, 112).
2. Paroi selon la revendication 1,
caractérisée en ce que le dispositif de collecte (10) est réalisé en tant que rigole de collecte de pluie
(20) dont les parois latérales (26) forment une section transversale diminuant vers
le bas en forme d'entonnoir.
3. Paroi selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que le dispositif de collecte (10) s'étend le long du côté supérieur (6) des éléments
fonctionnels supérieurs (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103).
4. Paroi selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que le dispositif de collecte (10) dépasse latéralement du côté fonctionnel (4), et qu'une
couche d'absorption du son (16) est disposée du côté inférieur du dispositif de collecte
(10).
5. Paroi selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que la paroi (1, 91, 101, 111) comprend un dispositif de protection solaire (19).
6. Paroi selon la revendication 5,
caractérisée en ce que le dispositif de protection solaire (19) est formé au moins partiellement par le
dispositif de collecte (10).
7. Paroi selon la revendication 5 ou 6,
caractérisée en ce qu'une couche d'absorption du son (16) est disposée du côté inférieur du dispositif de
protection solaire (19).
8. Paroi selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que l'élément fonctionnel inférieur (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) possède une rigole d'écoulement
(22) pour de l'eau de pluie.
9. Paroi selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisée en ce que le profilé porteur inférieur (7) d'un élément fonctionnel (3, 33, 43, 73, 83, 93,
103) pénètre dans le profilé porteur supérieur (6) de l'élément fonctionnel (3, 33,
43, 73, 83, 93, 103) se trouvant dessous et positionne ainsi l'élément fonctionnel
supérieur (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) dans au moins une direction par rapport à l'élément
fonctionnel (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) se trouvant dessous.
10. Paroi selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce que la couche fonctionnelle (9) est disposée de manière inclinée par rapport à la perpendiculaire.
11. Paroi selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisée en ce que la paroi (1, 41) possède un dispositif de chauffage (31) pour le chauffage de la
couche fonctionnelle (9).
12. Élément fonctionnel pour réduire la charge en particules fines, dans lequel l'élément
fonctionnel (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) présente au moins un côté fonctionnel (4)
servant à réduire la charge en particules fines, dans lequel l'élément fonctionnel
(3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) présente un corps de base (5, 35, 45) de forme stable
qui est formé par un profilé porteur supérieur (6), un profilé porteur inférieur (7)
et au moins un élément de raccordement raccordant le côté supérieur (6) et le côté
inférieur (7), dans lequel une couche fonctionnelle végétale (9) est fixée sur le
corps de base (5, 35, 45) sur le côté fonctionnel (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103), dans
lequel l'élément fonctionnel (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) présente un dispositif de
collecte (10) pour la collecte d'eau de pluie et dans lequel un dispositif d'irrigation
(11) est prévu, lequel amène l'eau de pluie collectée à la couche fonctionnelle (9),
dans lequel l'élément fonctionnel est un élément fonctionnel pour une paroi de protection
contre le bruit, dans lequel un espace creux (15) est formé du côté, opposé à la couche
fonctionnelle (9), de l'élément fonctionnel (3, 33, 43, 73, 93, 103), dans lequel
une couche de substrat (13) est maintenue dans le corps de base (5, 35, 45), sur laquelle
la couche fonctionnelle (9) est disposée, caractérisé en ce que la couche de substrat (13) forme la structure porteuse pour la couche fonctionnelle
(9), que la couche de substrat est divisée en plusieurs sections, que les sections
individuelles de la couche de substrat (13) sont séparées par des couches de verrouillage
(14) les unes des autres, et que les couches de verrouillage (14) s'étendent horizontalement
dans l'état de montage sur une paroi pour réduire la charge en particules fines avec
au moins deux poteaux entre les poteaux (2, 92, 102, 112).
13. Elément fonctionnel selon la revendication 12,
caractérisé en ce qu'une structure porteuse est prévue pour la couche fonctionnelle (9), avec laquelle
la couche fonctionnelle (9) est maintenue sur le corps de base (5, 35, 45), dans lequel
de préférence des supports (17, 18, 67, 68) sont disposés sur le profilé porteur supérieur
(6) et sur le profilé porteur inférieur (7) du corps de base (5, 35, 45), lesquels
fixent la couche de substrat (13) et dans lequel les sections individuelles de la
couche de substrat (13) sont remplaçables en particulier individuellement.
14. Elément fonctionnel selon la revendication 12 ou 13,
caractérisé en ce que le dispositif d'irrigation (11) possède au moins une couche de verrouillage (14)
qui empêche le passage d'eau du profilé porteur supérieur (6) au profilé porteur inférieur
(7) de l'élément fonctionnel (3, 33, 43, 73, 83, 93, 103) et dans lequel le dispositif
d'irrigation (11) possède en particulier au moins un accumulateur d'eau (21, 48, 78).
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