(19)
(11) EP 3 337 927 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
11.09.2019  Patentblatt  2019/37

(21) Anmeldenummer: 16745621.9

(22) Anmeldetag:  22.07.2016
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E01B 27/16(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2016/001281
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2017/032436 (02.03.2017 Gazette  2017/09)

(54)

STOPFAGGREGAT

TAMPING UNIT

GROUPE DE BOURRAGE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 21.08.2015 AT 5552015

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
27.06.2018  Patentblatt  2018/26

(73) Patentinhaber: Plasser & Theurer Export von Bahnbaumaschinen Gesellschaft m.b.H.
1010 Wien (AT)

(72) Erfinder:
  • HÖFLER, Florian
    4150 Rohrbach (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-C- 830 352
US-A- 4 068 595
US-A- 3 000 327
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Stopfaggregat zum Unterstopfen von Schwellen eines Gleises, mit einem höhenverstellbar auf einem Aggregatrahmen gelagerten Pickelträger, auf dem jeweils durch einen hydraulischen, eine Zylinderachse aufweisenden und mit einem Vibrationserreger verbundenen Beistellzylinder zueinander verschwenkbare, ein Stopfpickelpaar bildende Stopfpickel gelagert sind.

    [0002] Stopfaggregate zum Unterstopfen von Schwellen eines Gleises sind bereits vielfach bekannt, wie z. B. durch DE 830 352 C sowie US 4 240 352, AT 339 358, EP 0 331 956 oder US 4 068 595. Die auf die Stopfpickel einwirkenden Vibrationen des Vibrationserregers können entweder durch eine Exzenterwelle oder durch hydraulische Impulse in einem Linearantrieb erzeugt werden, der gleichzeitig auch die Beistellbewegungen der Stopfpickel ausführt.

    [0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung eines Stopfaggregates der eingangs genannten Art, mit dem eine verringerte Vibrationsbelastung des Aggregatrahmens erzielbar ist.

    [0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Stopfaggregat der gattungsgemäßen Art durch die im Kennzeichen des Hauptanspruches angeführten Merkmale gelöst.

    [0005] Mit dieser Verbindung der beiden Beistellzylinder zu einer starren Konstruktionseinheit wird der besondere Vorteil erreicht, dass sich die durch den Vibrationserreger erzeugten Schwingungen der beiden Beistellantriebe großteils aufheben. Mit dem vertikal verstellbaren Gleitlager ist eine problemlose Beistellbewegung der Stopfpickel gewährleistet.

    [0006] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Zeichnungsbeschreibung.

    [0007] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht eines Stopfaggregates mit Stopfpickel zueinander bewegbaren Beistellantrieben, und Fig. 2, 3 je eine vergrößerte Darstellung der Beistellantriebe.

    [0008] Ein in Fig. 1 dargestelltes Stopfaggregat 1 zum Unterstopfen von Schwellen eines Gleises weist zwei ein Stopfpickelpaar 10 bildende Stopfpickel 2 auf, die jeweils mithilfe eines Beistellantriebes 3 für eine Schotterverdichtung zangenartig zueinander bewegbar sind. Jeder Stopfpickel 2 ist um eine Schwenkachse 4 verschwenkbar auf einem relativ zu einem Aggregatrahmen 5 höhenverstellbaren Pickelträger 6 gelagert. Jedem eine Zylinderachse 7 aufweisendem Beistellantrieb 3 ist ein hydraulisch basierter Vibrationserreger 8 zur Erzeugung von einer Beistellbewegung der Stopfpickel 2 überlagerten Vibrationen zugeordnet.

    [0009] Wie insbesondere in Fig. 2 und 3 ersichtlich, sind die beiden jeweils über eine Gelenkstelle 11 mit einem der beiden Stopfpickel 2 verbundenen Beistellantriebe 3 des Stopfpickelpaares 10 in ihrer Position zueinander unveränderlich zu einer Antriebseinheit 12 miteinander verbunden. Diese weist zwischen den beiden Gelenkstellen 11 ein Gleitlager 13 auf, das in einer mit dem Pickelträger 6 verbundenen Lagerführung 14 in vertikaler Richtung frei beweglich ist.

    [0010] Die Zylinderachsen 7 der beiden miteinander verbundenen Beistellantriebe 3 sind in einer gemeinsamen Linie bzw. koaxial angeordnet. Das Gleitlager 13 ist mittig zwischen den beiden Gelenkstellen 11 positioniert.

    [0011] In einer alternativen Lösung der Erfindung wäre es insbesondere aus Platzgründen auch möglich, die Zylinderachsen 7 der beiden Beistellantriebe 3 in einem kleinen Winkel zueinander anzuordnen.


    Ansprüche

    1. Stopfaggregat (1) zum Unterstopfen von Schwellen eines Gleises, mit einem höhenverstellbar auf einem Aggregatrahmen (5) gelagerten Pickelträger (6), auf dem jeweils durch einen hydraulischen, eine Zylinderachse (7) aufweisenden und mit einem hydraulischen Vibrationserreger (8) verbundenen Beistellantrieb (3) zueinander verschwenkbare, ein Stopfpickelpaar (10) bildende Stopfpickel (2) gelagert sind, wobei die beiden jeweils über eine Gelenkstelle (11) mit einem Stopfpickel (2) verbundenen Beistellantriebe (3) eines Stopfpickelpaares (10) sind in ihrer Position zueinander unveränderlich zu einer Antriebseinheit (12) miteinander verbunden, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (12) zwischen den beiden Gelenkstellen (11) ein Gleitlager (13) aufweist, das in einer mit dem Pickelträger (6) verbundenen Lagerführung (14) in vertikaler Richtung frei beweglich ist.
     
    2. Stopfaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinderachsen (7) der beiden miteinander verbundenen Beistellantriebe (3) koaxial angeordnet sind.
     
    3. Stopfaggregat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitlager (13) mittig zwischen den beiden Gelenkstellen (11) angeordnet ist.
     


    Claims

    1. A tamping unit (1) for tamping sleepers of a track, including a tine carrier (6), supported for vertical adjustment on an assembly frame (5), on which tamping tines (2) forming a tamping tine pair (10) are mounted, the tamping tines being pivotable towards one another in each case by means of a hydraulic squeezing cylinder (3) which has a cylinder axis (7) and is connected to a hydraulic vibration exciter (8), wherein the two squeezing drives (3) of a tamping tine pair (10), each connected via an articulation point (11) to a tamping tine (2), are connected to one another - unchangeably with regard to their position relative to one another - to form a drive unit (12), characterized in that the drive unit (12) has a sliding bearing (13), situated between the two articulation points (11), which is freely movable in vertical direction in a bearing guide (14) connected to the tine carrier (6).
     
    2. A tamping unit according to claim 1, characterized in that the cylinder axes (7) of the two connected squeezing drives (3) are arranged coaxially.
     
    3. A tamping unit according to claim 1 or 2, characterized in that the sliding bearing (13) is arranged centrally between the two joints (11).
     


    Revendications

    1. Module de bourrage (1) pour le bourrage inférieur de traverses d'une voie ferrée, avec un support de pic (6) logé de manière réglable en hauteur sur un châssis de module (5), sur lequel sont logés des pics de bourrage (2) pouvant être pivotés chacun l'un vers l'autre par un entraînement d'adjonction hydraulique (3) présentant un axe de cylindre (7) et connecté à un excitateur de vibrations hydraulique (8), formant une paire de pics de bourrage (10), dans lequel
    les deux entraînements d'adjonction (3) connectés chacun par le biais d'un point d'articulation (11) à un pic de bourrage (2) d'une paire de pics de bourrage (10) sont connectés l'un à l'autre de manière inchangeable dans leur position l'un par rapport à l'autre par rapport à un module d'entraînement (12),
    caractérisé en ce que
    le module d'entraînement (12) présente un palier lisse (13) entre les deux points d'articulation (11) qui est librement mobile dans la direction verticale dans un guide de palier (14) connecté au support de pic (6).
     
    2. Module de bourrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les axes de cylindre (7) des deux entraînements d'adjonction (3) connectés l'un à l'autre sont disposés de manière coaxiale.
     
    3. Module de bourrage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le palier lisse (13) est disposé au milieu entre les deux points d'articulation (11).
     




    Zeichnung








    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente