| (19) |
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(11) |
EP 3 356 604 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.09.2019 Patentblatt 2019/37 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.09.2016 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2016/073331 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2017/055493 (06.04.2017 Gazette 2017/14) |
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| (54) |
STREUGERÄT
GRITTING DEVICE
APPAREIL D'EPANDAGE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
01.10.2015 DE 102015116686
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.08.2018 Patentblatt 2018/32 |
| (73) |
Patentinhaber: Aebi Schmidt Nederland BV |
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7451 PJ Holten (NL) |
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Erfinder: |
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- PAUWELS, Richard
7603 WL Almelo (NL)
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| (74) |
Vertreter: Grättinger Möhring von Poschinger
Patentanwälte Partnerschaft mbB |
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Wittelsbacherstrasse 2b 82319 Starnberg 82319 Starnberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 579 311 CA-A1- 2 237 511
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WO-A1-2014/135418 GB-A- 2 174 449
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Streugerät, insbesondere für Winterdienstfahrzeuge,
umfassend einen durch starre Wände begrenzten Streustoffbehälter mit einer bodenseitigen,
sich in Längsrichtung des Streugeräts erstreckenden Streustoffaustrageinrichtung,
eine von dieser beschickte Streustoffausbringeinrichtung sowie ein Flüssigkeitssystem,
welches mindestens einen im Innenraum des Streustoffbehälters angeordneten form- und
volumenveränderbaren Tanksack umfasst.
[0002] Zur Glättebekämpfung auf Verkehrsflächen (Straßen, Wege, Plätze, Start-/Landebahnen,
Vorfeld) werden verbreitet abstumpfende und/oder auftauende Streustoffe ausgebracht.
Hierfür kommen üblicherweise Streugeräte zum Einsatz, wie sie in diversen Ausführungen
allgemein bekannt sind. Im Interesse einer möglichst hohen Effizienz verfügen solche
Streugeräte verbreitet über ein Flüssigkeitssystem, welches insbesondere dafür eingerichtet
sein kann, den mittels der Streustoffausbringeinrichtung auszubringenden (festen,
z.B. körnigen) Streustoff zu befeuchten. Denn nicht nur beschleunigt dies das Einsetzen
der Tauwirkung von auftauendem Streustoff; auch wird die Haftung des Streustoffes
auf der bestreuten Oberfläche verbessert, wodurch die Gefahr einer Verfrachtung von
ausgebrachtem Streustoff durch die Luftwirbel schnell fahrender Fahrzeuge reduziert
wird.
[0003] Das Verhältnis zwischen auszubringendem festem Streustoff und zu dessen Benetzung
eingesetzter Flüssigkeit hängt dabei von einer Vielzahl von Faktoren ab. Unter bestimmten
Voraussetzungen ist sogar günstig, reine Flüssigkeit (z. B. Salzlauge) auf die Verkehrsfläche
aufzubringen, wozu typischerweise eine zusätzliche Sprühausstattung zum Einsatz kommt.
[0004] Unter sowohl ökonomischen als auch ökologischen Gesichtspunkten ist eine Optimierung
der Effizienz der Glättebekämpfung in dem Sinne angestrebt, dass mit minimalem Einsatz
von kostspieligen und/oder umweltschädlichen Materialien die Verkehrssicherheit nachhaltig
gewährleistet ist, wobei als ein weiterer wesentlicher Aspekt der Wirtschaftlichkeit
in der möglichst weitgehenden Vermeidung von unproduktiven Leerfahrten besteht. Dies
bedeutet in der Praxis, dass angestrebt wird, das Verhältnis der von dem Winterdienstfahrzeug
mitgeführten Mengen an festem Streustoff einerseits und Flüssigkeit andererseits innerhalb
einer erheblichen Bandbreite variieren zu können. Hierfür sind in der Vergangenheit
verschiedene Vorschläge für Streugeräte der eingangs angegebenen Art gemacht worden,
bei denen im Innenraum des Streustoffbehälters mindestens ein form- und volumenveränderbarer
Tanksack angeordnet ist. Je nach dem Grad von dessen Befüllung steht ein mehr oder
weniger großer "Restraum" für die Aufnahme von festem Streustoff zur Verfügung.
[0005] Zum insoweit einschlägigen Stand der Technik zählen insbesondere die
EP 579311 A1, die
DE 19733359 A1 und die
WO 2014/135418 A1, die ein Streugerät mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 beschreibt.
[0006] Die vorliegende Erfindung ist darauf gerichtet, ein gegenüber dem vorstehend dargelegten
Stand der Technik im Hinblick auf die Praxistauglichkeit weiter verbessertes Streugerät
der eingangs angegebenen Art bereitzustellen. Gelöst wird diese Aufgabenstellung gemäß
der vorliegenden Erfindung durch das in Anspruch 1 angegebene Streugerät. Demgemäß
zeichnet sich das erfindungsgemäße, die einleitend dargelegten Merkmale aufweisende
Streugerät weiterhin insbesondere dadurch aus, dass - im synergetischen funktionellen
Zusammenwirken miteinander - der form- und volumenveränderbare Teilraum des Streustoffbehälters,
in welchem der mindestens eine Tanksack untergebracht ist, in näher definierter Weise
unter anderem durch eine in sich starre, seitwärts lageveränderbar gelagerte, mittels
eines Verstellantriebs aktiv lageverstellbare Trennwand begrenzt ist und der Tanksack
(an seiner Oberseite) zwei in Längsrichtung des Streugeräts zueinander beabstandete
Belüftungsstutzen aufweist, welche über eine Verbindungsleitung miteinander kommunizieren.
[0007] Die aktive Verstellbarkeit jener Trennwand, die den den Tanksack beherbergenden Teilraum
begrenzt, mittels eines Verschwenkantriebs zumindest im Sinne einer Verkleinerung
des Volumens des Teilraumes ist dabei insbesondere insoweit von Bedeutung, als sich
über die jeweilige Stellung der Trennwand die Geometrie des Teilraumes und somit die
Geometrie des in diesem aufgenommenen Tanksacks aktiv vorgeben lässt. Anders, als
dies für den Stand der Technik mit (passiv) dem Füllgrad der Tanksäcke folgenden Trennwänden,
d. h. sich aus dem aktuellen Füllgrad der Tanksäcke ergebenden Stellungen der Trennwände
gilt, gestattet die vorliegende Erfindung durch die besagte aktive Vorgabe der Geometrie
des Teilraumes die aktive Vorgabe der Geometrie des in diesem aufgenommenen Tanksacks
selbst dann, wenn dieser nur teilweise gefüllt ist. Namentlich lässt sich auf diese
Weise begünstigen, dass ein bestimmter Bereich des Tanksacks unabhängig von dessen
Füllgrad stets oben liegt, d. h. den höchsten Bereich bildet, und dort ggf. sogar
unter einer gewissen Spannung gehalten, d. h. nicht schlaff wird. Dies macht sich
die Erfindung hinwiederum zunutze für die Implementierung eines spezifischen Belüftungssystems
dergestalt, dass der Tanksack an seiner Oberseite zwei in Längsrichtung des Streugeräts
zueinander beabstandete Belüftungsstutzen aufweist, welche über eine Verbindungsleitung
miteinander kommunizieren. Durch die Verbindung zweier in Längsrichtung des Streugeräts
mit Abstand zueinander angeordneter Belüftungsstutzen mittels einer Verbindungsleitung
wird eine solche Rückströmung von in dem Tanksack enthaltender Flüssigkeit - durch
besagte Verbindungsleitung hindurch - ermöglicht, dass eine bei spezifischen Fahrsituationen
(insbesondere bei starkem Abbremsen des Fahrzeugs) auftretende Schwallbildung im gewissen
Umfang kompensiert und der Tanksack auf diese Weise mechanisch entlastet wird. Dies
trägt in entscheidender Weise zu einer hohen, gegenüber dem Stand der Technik gesteigerten
Lebensdauer und Zuverlässigkeit des Streugeräts bei.
[0008] Der vorliegend dargelegte Effekt lässt sich noch weiter steigern dadurch, dass der
Vertellantrieb für die Trennwand Gurte, Riemen oder vergleichbare flexible Zugmittel
umfasst, an denen der Tanksack zumindest in seinem vollständig gefüllten Zustand (und
bei dementsprechend maximalem Volumen des jeweiligen Teilraums) anliegt. Denn auf
diese Weise üben die flexiblen Zugmittel des Verstellantriebs ergänzend eine stabilisierende
Funktion aus, was zusätzlich einer unzulässigen Verformung des Tanksacks durch Schwappen
der enthaltenen Flüssigkeit insbesondere beim Beschleunigen und Bremsen des Winterdienstfahrzeugs
entgegenwirkt. Zudem ist auf diese Weise die Realisierung von besonders kompakten
und zugleich zuverlässigen Verstellantrieben (z. B. Winden) möglich.
[0009] Sind zum Aufwickeln der flexiblen Zugmittel Winden vorgesehen, so sind diese besonders
bevorzugt in dem jeweiligen Teilraum benachbart der Seitenwand des Streustoffvorratsbehälters
angeordnet. Aber auch eine Anordnung von mindestens einer Winde beispielsweise an
einer der Stirnwände des Streustoffbehälters kann besonders günstig sein, insbesondere
im Falle einer synchronisierten Verstellung mehrerer Trennwände, indem die flexiblen
Zugmittel mehrerer Trennwände auf einer gemeinsamen Winde aufwickelbar sind. Allerdings
ist auch eine anderweitige Einwirkung auf die flexiblen Zugmittel als durch Winden
möglich, beispielsweise (mit oder ohne vorherige Umlenkung der flexiblen Zugmittel
über Rollen, Walzen oder dergleichen) mittels linear wirkender Verstellantriebe (z.
B. Zahnstangenantriebe, Hydraulikzylinder). Insbesondere kann, gemäß einer alternativen
bevorzugten Weiterbildung, der Verschwenk- bzw. sonstige Verstellantrieb für die mindestens
eine Trennwand als Federantrieb ausgeführt sein. Dies gilt insbesondere, wenn - im
vorstehenden Sinne - ein Gurte, Riemen, Seile oder vergleichbare flexible Zugmittel
umfassender Verschwenkantrieb für die mindestens eine Trennwand vorgesehen ist. So
kann auf das mindestens eine flexible Zugmittel ein Federantrieb, der beispielsweise
eine Zugfeder umfassen kann, wirken, und zwar im Sinne einer Verkleinerung jenes Teilraumes,
der durch die dem betreffenden flexiblen Zugmittel zugeordnete Trennwand begrenzt
wird. Die jeweilige Trennwand kann dabei bei Bedarf mittels einer Rast- oder Verriegelungseinrichtung
in verschiedenen Stellungen arretierbar sein, wobei sie nach Lösen der Rast- bzw.
Verriegelungseinrichtung mittels des Federantriebs im Sinne einer Verkleinerung des
zugeordneten Teilraumes bewegt wird. Im Interesse eines nur minimalen Platzbedarfs
kann, in abermals bevorzugter Weiterbildung, die Feder als eine sich in Längsrichtung
des Streugeräts erstreckende Zugfeder ausgeführt sein, wobei in diesem Falle das flexible
Zugmittel über eine Rolle oder eine sonstige Umlenkeinrichtung umgelenkt wird. Insbesondere
(allerdings nicht nur) dann, wenn der jeweilige Trennwand-Verstellantrieb im vorstehenden
Sinne als Federantrieb ausgeführt ist, ist überdies günstig, mindestens ein gesondertes
Trennwand-Anschlagelement vorzusehen, das die dem maximal möglichen Volumen des betreffenden
Teilraumes entsprechende Stellung der Trennwand definiert. Solche Trennwand-Anschlagelemente
können mit Vorteil ihrerseits flexibel sein, beispielsweise durch Ausführung als Gurte
oder Riemen, die sich oberhalb des betreffenden Tanksacks zwischen der jeweiligen
Trennwand und einem feststehenden Bauteil (Seitenwand, Abdeckung, oder dergl.) des
Streustoffbehälters erstrecken.
[0010] Die vorstehend dargelegte, gewissermaßen nur in einer Richtung, nämlich im Sinne
einer Verkleinerung des Teilraumes wirkende aktive Verstellbarkeit der Trennwand mittels
eines Verstellantriebs reicht in aller Regel deshalb aus, weil der hydrostatische
Druck, der in dem Tanksack durch die in ihm aufgenommene Flüssigkeit wirkt und von
der Trennwand aufgenommen wird, auf letztere im Sinne einer Vergrößerung des Volumens
des Teilraums wirkt.
[0011] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann insbesondere der besagte, den Tanksack
aufnehmende Teilraum weiterhin durch eine Seitenwand des Streustoffbehälters begrenzt
sein und/oder die Trennwand - namentlich im Bereich ihrer unteren Kante - seitwärts
verschwenkbar gelenkig gelagert sein, womit der Verstellantrieb als Verschwenkantrieb
ausgeführt ist. Dies ist vorteilhaft, aber nicht zwingend. Soweit nachfolgend die
vorliegende Erfindung im Hinblick auf diese spezifische Konkretisierung erläutert
wird, kann hieraus eine dahingehende Beschränkung der Erfindung nicht hergeleitet
werden.
[0012] Gemäß einer ersten bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung weist die
Verbindungsleitung in Längsrichtung zwischen den beiden Belüftungsstutzen einen Belüftungsanschluss
auf. Auf diese Weise ist eine optimale Belüftungssituation selbst in Betriebszuständen
gewährleistet, in denen sich innerhalb der Verbindungsleitung eine Rückströmung von
Flüssigkeit einstellt.
[0013] Ungeachtet des vorliegenden, erfindungsgemäßen Belüftungssystems ist von Vorteil,
in Längsrichtung des Streugeräts mindestens zwei Tanksäcke hintereinander anzuordnen,
zwischen denen besonders bevorzugt im Innenraum des Streustoffbehälters eine stationäre,
d. h. nicht mit der Trennwand gemeinsam lageveränderbare sondern vielmehr relativ
zu den Seitenwänden des Streustoffbehälters ortsfeste Zwischenwand angeordnet ist.
Hierdurch lassen sich bei besonderen Betriebssituationen (s. o.) auf das Material
der Tanksäcke wirkende mechanische Belastungen substantiell reduzieren gegenüber der
Situation, dass das gleiche Flüssigkeitsvolumen statt auf zwei (oder mehr) Tanksäcke
verteilt in einem einzigen Tanksack untergebracht ist. Zudem erlaubt die Aufteilung
der Gesamtkapazität der Tanksäcke auf eine größere Anzahl derselben ein besonders
hohes Maß an Flexibilität und Nutzbarkeit des Streugeräts. Denn beispielsweise ist
in dem Falle, dass bei einem bestimmten Einsatz nur ein Teil der Gesamtkapazität der
Tanksäcke für die Mitnahme von Flüssigkeit benötigt wird, für die praktische Nutzung
des Streugeräts günstiger, diese Flüssigkeitsmenge auf zwei maximal gefüllte (z. B.
vordere) Tanksäcken und zwei nur mit die verbleibende Restmenge befüllte (z. B. hintere)
Tanksäcke zu verteilen.
Verfügt das Streugerät in diesem Sinne über mindestens zwei in Längsrichtung des Streugeräts
hintereinander angeordnete Tanksäcke, so sind besonders bevorzugt die den beiden Verbindungsleitungen
zugeordneten Belüftungsanschlüsse über eine Längskoppelleitung miteinander verbunden.
Allerdings sind - unter Verzicht auf die vorstehend dargelegten Vorteile einer größeren
Anzahl von Tanksäcken - von der vorliegenden Erfindung explizit auch Ausführungsformen
mit nur zwei (auf unterschiedlichen Seiten des Streugeräts angeordneten) Tanksäcken
oder sogar nur einem einzigen Tanksack umfasst.
[0014] Gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sind zwei quer zur Längsrichtung
des Streugeräts nebeneinander (d. h. nicht zwingend unmittelbar nebeneinander sondern
insbesondere mit Abstand dazwischen, z. B. benachbart zu den beiden Seitenwänden des
Streustoffbehälters) angeordnete Tanksäcke vorgesehen, wobei die beiden Verbindungsleitungen
(direkt oder indirekt) über eine Querkoppelleitung miteinander verbunden sind. Eine
solche Kopplung der Belüftung der linken und der rechten Tanksäcke erweist sich als
vorteilhaft zur Reduzierung bzw. Kompensation von seitlich wirkenden Belastungen,
beispielsweise bei Kurvenfahrt.
[0015] Eine wiederum andere bevorzugte Weiterbildung der vorliegenden Erfindung zeichnet
sich dadurch aus, dass der mindestens eine Tanksack an eine Seitenwand des Streustoffbehälters
angrenzend angeordnet ist, wobei die Belüftungsstutzen an der Oberseite des Tanksacks
dergestalt außermittig in Richtung auf die Seitenwand des Streustoffbehälters nach
außen versetzt angeordnet sind, dass sie bei einem Verändern der Form und des Volumens
des Tanksacks ihre Position innerhalb des Streustoffbehälters beibehalten. Bei dieser
Weiterbildung verbleibt, mit anderen Worten, ein - der Seitenwand des Streustoffbehälters
benachbarter - Bereich der Oberseite des Tanksacks unabhängig vom Füllgrad des Tanksacks
sowie unabhängig von der Verschwenkstellung der zugeordneten Trennwand stets an der
identischen Position, relativ zur Seitenwand des Streustoffbehälters; und in diesem
(seine Position nicht verändernden) Bereich der Oberseite des Tanksacks sind die beiden
Belüftungsstutzen angeordnet. Besonders bevorzugt lässt sich ein entsprechendes gesteuertes
Faltverhalten des Tanksacks unter Verwendung einer Falthilfe erreichen, welche beim
Entleeren des Tanksacks für das definierte Einfalten von dessen Oberseite entfernt
von den Belüftungsstutzen sorgt. Eine solche Falthilfe kann beispielsweise in Form
eines den Tanksack dort, wo dessen definierte Einfalten erfolgen soll, zumindest teilweise
umschlingenden Gummizugs ausgeführt sein.
[0016] In wiederum anderer bevorzugter Weiterbildung der Erfindung ist jeder Tanksack an
seinen gegenüberliegenden oberen Randbereichen an der zugeordneten Trennwand sowie
an der Seitenwand des Streustoffbehälters aufgehängt. Auf diese Weise wird ein Einfallen
des Tanksacks bei dessen zunehmender Entleerung verhindert. Der mindestens eine Tanksack
verbleibt vielmehr auch im nur teilweise gefüllten Zustand zumindest im Wesentlichen
auf der gleiche Höhe wie in seinem vollständig gefüllten Zustand. Die trennwandseitige
Aufhängung kann dabei insbesondere im Bereich von die Trennwand aussteifenden Streben
erfolgen, die sich ihrerseits bevorzugt bis zu Gelenken erstrecken, mittels derer
die Trennwand verschwenkbar gelenkig gelagert ist. Die Belüftungsstutzen können insbesondere
in räumlicher Nähe zu den seitenwandseitigen Aufhängungen des betreffenden Tanksacks
angeordnet sein.
[0017] Gemäß einer wiederum anderen bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist der Streustoffbehälter
mindestens eine oberhalb der Belüftungsstutzen angeordnete starre, ortsfeste Abdeckung
auf. Unterhalb dieser Abdeckung verläuft auch die mindestens eine Verbindungsleitung.
Und auch eine - bei mehreren hintereinander angeordneten Tanksäcken vorgesehene -
Längskoppelleitung verläuft bevorzugt unter jener starren, ortsfesten Abdeckung. In
besonders bevorzugter Ausgestaltung bildet die Abdeckung dabei einen Anschlag für
die verschwenkbare Trennwand, welche den für den Tanksack zur Verfügung stehenden
Raum seitlich begrenzt, wobei insbesondere bei an dem Anschlag anliegender Trennwand
zwischen der Abdeckung und der Trennwand eine Rieseldichtung wirken kann. Dies stellt
sicher, dass beim Befüllen des Streustoffbehälters mit festem, insbesondere körnigem
Streustoff dann, wenn - unter Minimierung des Volumens des Teilraums für den Tanksack
- die Trennwand bis zum Anschlag an der Abdeckung geschwenkt ist, kein fester Streustoff
in den Teilraum gelangt. Dies steigert die Lebensdauer des Tanksacks und kann somit
zur weiter erhöhten Betriebssicherheit und zuverlässigen Funktion des erfindungsgemäßen
Streugeräts beitragen.
[0018] Eine abermals andere bevorzugte Weiterbildung der vorliegenden Erfindung zeichnet
sich dadurch aus, dass vor der vorderen Stirnwand des Streustoffbehälters mindestens
ein starrer Flüssigkeits-Kopftank angeordnet ist, wobei die das Belüftungssystem des
mindestens einen Tanksacks mit dem Inneren des Kopftanks kommuniziert. Auf diese Weise
lassen sich die Belüftung des mindestens einen Tanksacks und die Belüftung des mindestens
einen Kopftanks zusammenfassen, und zwar dergestalt, dass das Streugerät letztendlich
mit einem einzigen, für sämtliche Flüssigkeitsbehälter (Tanksäcke und Kopftanks) gemeinsamen
Ausgang des Belüftungssystems auskommt.
[0019] Alternativ oder zusätzlich zu dem vorerwähnten Kopftank kann das Flüssigkeitssystem
des erfindungsgemäßen Streugeräts mindestens einen seitlich außerhalb des Streustoffbehälters
angeordneten starren Flüssigkeits-Seitentank umfassen, wobei der mindestens eine Seitentank
und der mindestens eine Tanksack fluidisch gekoppelt sind. Besonders vorteilhaft ist
dabei, wenn der mindestens eine Tanksack (bezogen auf sein maximales Volumen ganz
oder zumindest zu 90%) oberhalb des Niveaus des mindestens einen Seitentanks angeordnet
ist. Dies resultiert in einer in dem Sinne hierarchischen Entnahme von Flüssigkeit
aus dem mindestens einen Tanksack und dem mindestens einen Seitentank, dass beim Einsatz
von Flüssigkeit diese zunächst dem mindestens eine Tanksack und erst dann, bei vollständig
oder zumindest weitestgehender Entleerung des mindestens einen Tanksacks, dem mindestens
einen Seitentank entnommen wird. Insbesondere im Hinblick auf eine derartige räumliche
Anordnung von Tanksäcken und Seitentanks relativ zueinander ist günstig, wenn, gemäß
einer bevorzugten Ausgestaltung, im Innenraum des Streustoffbehälters mindestens ein
Zwischenboden angeordnet ist, auf dem der mindestens eine Tanksack ruht. Der Zwischenboden
ist dabei erheblich oberhalb der Streustoffaustrageinrichtung angeordnet, so dass
unterhalb des Zwischenbodens stets ein Bereich für festen Streustoff verbleibt. Gemäß
einer bevorzugten Weiterbildung ist der Zwischenboden dabei mehr oder weniger ausgeprägt
gelocht, so dass der durch ihn nach unten hin begrenzte Teilraum über Durchbrüche
mit dem darunter liegenden Bereich des Streustoffbehälters kommuniziert. So können
ggf. in den Teilraum gelangte Fremdkörper diesen nach unten verlassen und gemeinsam
mit dem festen Streustoff aus dem Streugerät ausgetragen werden.
[0020] Weitere vorteilhafte technische Aspekte und Besonderheiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und Erläuterung von in der Zeichnung
in diversen Ansichten und Betriebszuständen veranschaulichten bevorzugten Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung. Dabei zeigt
- Fig. 1
- in perspektivischer Ansicht von hinten-rechtsoben ein Streugerät nach der vorliegenden
Erfindung (ohne Ausbringeinheit),
- Fig. 2
- in perspektivischer Ansicht das (längs geschnittene) Oberteil des Streustoffbehälters
des Streugeräts nach Fig. 1 ohne Trennwände,
- Fig. 3
- den in Fig. 2 gezeigten Ausschnitt mit eingesetzten Trennwänden, wobei diese ihre
dem minimalen Volumen der zwei Tanksäcke aufnehmenden Teilräume entsprechende Stellung
einnehmen,
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch das Streustoffbehälter-Oberteil des Streugeräts nach Fig.
1, wiederum bei einer dem minimalen Volumen der zwei Tanksäcke aufnehmenden Teilräume
entsprechende Stellung der zugeordneten Trennwände,
- Fig. 5
- in perspektivischer Ansicht von unten-rechtshinten das (quer geschnittene) Streustoffbehälter-Oberteil
nach Fig. 4,
- Fig. 6
- in perspektivischer Ansicht von oben-rechtshinten das (quer geschnittene) Streustoffbehälter-Oberteil
nach den Figuren 4 und 5,
- Fig. 7
- einen Querschnitt durch das Streustoffbehälter-Oberteil des Streugeräts nach Fig.
1, allerdings bei einer dem maximalen Volumen der zwei Tanksäcke aufnehmenden Teilräume
entsprechende Stellung der zugeordneten Trennwände,
- Fig. 8
- in perspektivischer Ansicht von oben-rechtshinten das (quer geschnittene) Streustoffbehälter-Oberteil
nach Fig. 7 und
- Fig. 9
- einen Längsschnitt durch den Streustoffbehälter-Oberteil nach den Figuren 2-8. Weiterhin
veranschaulichen
- Fig. 10
- schematisch die Funktionsweise der als Rollmembran ausgeführten Rieseldichtungen,
- Fig. 11
- einen alternativen Verstellmechanismus für die Trennwände,
- Fig. 12
- Ausführungsdetails eines hinsichtlich der Verstellung der Trennwände modifizierten
Streugeräts,
- Fig. 13
- Ausführungsdetails eines hinsichtlich der Fixierung der Tanksäcke modifizierten Streugeräts,
- Fig. 14
- Ausführungsdetails eines hinsichtlich einer Trennwand-Stellungsanzeige modifizierten
Streugeräts und
- Fig. 15
- Ausführungsdetails der Rieseldichtung.
[0021] Das in Fig. 1 der Zeichnung gezeigte Streugerät, welches als ein der Bestückung eines
Winterdienst-LKW dienendes Aufsatzstreugerät ausgeführt ist, umfasst einen Aufsetzrahmen
1, einen Streustoffbehälter 2, eine (nicht dargestellte) rückwärtig an diesem angeordnete
Streustoffausbringeinrichtung (z. B. in Form eines rotierenden Streutellers) und eine
diese (z. B. über eine Schütte) beschickende, sich in Längsrichtung des Streugeräts
bodenseitig am Streustoffbehälter 2 erstreckende Streustoffaustrageinrichtung 3 (z.
B. in Form eines Förderbandes oder einer Förderschnecke). Der Streustoffbehälter 2
ist durch starre Wände, nämlich zwei Seitenwände 4, eine vordere Stirnwand 5 und eine
rückwärtige Stirnwand 6 begrenzt. Der Streustoffbehälter 2 ist horizontal geteilt
ausgeführt, indem er aus einem Unterteil 7 und einem auf diesem aufgesetzten Oberteil
8 zusammengefügt ist.
[0022] Weiterhin umfasst das Streugerät ein Flüssigkeitssystem, welches sowohl zur Benetzung
des mittels der Streustoffausbringeinrichtung auszubringenden festen, insbesondere
körnigen Streustoffs (z. B. Splitt, Salz, Granulat) als auch für das direkte Ausbringen
von Flüssigkeit (z. B. mittels Sprühdüsen) auf die zu behandelnde Oberfläche ausgeführt
ist. Das Flüssigkeitssystem umfasst zwei in Fahrtrichtung F vor dem Streustoffbehälter
2 angeordnete starre Flüssigkeitsbehälter (sog. "Kopftanks" 9), zwei seitlich außerhalb
des Streustoffbehälters 2 neben dessen Unterteil 7 angeordnete starre Seitentanks
10 und vier im Innenraum des Streustoffbehälters 2 angeordnete form- und volumenveränderbaren
Tanksäcke 11.
[0023] Unten an dem Streustoffbehälter-Oberteil 8 sind mehrere sich quer zu Längsrichtung
L erstreckende, die beiden dem Streubehälter-Oberteil 8 zugeordneten Abschnitte der
Seitenwände 4 miteinander verbindende Traversen 12 vorgesehen. Auf die mittlere der
Traversen 12 ist eine den Innenraum des Streustoffbehälters 2 in einen vorderen Bereich
und einen hinteren Bereich unterteilende stationäre, d. h. nicht lageveränderbare
Zwischenwand 13 aufgebaut, welche in ihrem unteren Bereich einen Durchbruch D aufweist,
durch welchen hindurch der vordere und der hintere Bereich des Innenraums des Streustoffbehälters
2 miteinander kommunizieren. Sowohl in dem vorderen Bereich des Streustoffbehälters
2 als auch in dessen hinterem Bereich stützen sich an den Traversen 12 - angrenzend
an die jeweilige Seitenwand 4 des Streustoffbehälter-Oberteils - zwei seitliche Zwischenböden
14 ab. Die (quer zur Längsrichtung L des Streugeräts definierte) Breite B jedes Zwischenbodens
14 beträgt etwa 25% bis 30% der lichten Weite des Streustoffbehälters 2 auf der entsprechenden
Höhe, so dass zwischen den beiden jeweils einander - in dem vorderen Bereich und dem
hinteren Bereich des Streustoffbehälters 2 - gegenüberliegenden Zwischenböden 14 ein
Streustoff-Durchlass 15 von etwa 40% bis 50% der lichten Weite des Streustoffbehälters
2 auf der entsprechenden Höhe verbleibt.
[0024] An einem an dem jeweiligen Zwischenboden 14 benachbart zu dem Streustoff-Durchlass
15 angeordneten Randprofil 16 ist jeweils - über ein in die Laschen 17 integriertes
Gelenk 18 - eine Trennwand 19 um eine (sich parallel zur Längsachse erstreckende)
Schwenkachse S verschwenkbar gelenkig angebracht. Bei den Trennwänden 19 handelt es
sich um starre Bauteile, jeweils umfassend einen im Wesentlichen ebenen unteren Abschnitt
20 und einen im Wesentlichen ebenen oberen Abschnitt 21, wobei der untere Abschnitt
20 und der zugeordnete obere Abschnitt 21 an einer Kante 22 mit einem Winkel von etwa
150° ineinander übergehen. Die jeweilige Trennwand 19 erstreckt sich in Längsrichtung
L des Streugeräts von nahe der Zwischenwand 13 bis nahe an die frontseitige (vordere)
Stirnwand 5 bzw. rückwärtige Stirnwand 6 des Streustoffbehälters 2. Dabei besteht
zwischen der jeweiligen vorderen bzw. hinteren Stirnkante 23 bzw. 24 der Trennwand
19 und der benachbarten Stirnwand 5 bzw. 6 des Streustoffbehälters 2 bzw. der Zwischenwand
13 eine Abdichtung 25. Diese hat die Form einer (etwa dreieckigen) Rollmembran 26,
welche randseitig einerseits an der jeweiligen Trennwand 19 und andererseits an der
jeweiligen Stirnwand 5 bzw. 6 des Streustoffbehälters 2 bzw. an der Zwischenwand 13
fixiert ist.
[0025] Auf die vorstehend beschriebene Weise sind von dem gesamten Innenraum des Streustoffbehälters
2 insgesamt vier Teilräume 27 abgegrenzt, jeweils (zusätzlich zu den zugeordneten
Wandabschnitten des Streustoffbehälters 2) begrenzt durch eine Trennwand 19, einen
Zwischenboden 14 und die Zwischenwand 13. In jedem dieser Teilräume 27 ist einer der
vier form- und volumenveränderbaren Tanksäcke 11 - auf dem jeweiligen Zwischenboden
14 ruhend - untergebracht. Die weiter oben bereits beschriebenen, als Rollmembran
26 ausgeführten Abdichtungen 25 zu der jeweiligen Querwand (Stirnwand 5 bzw. 6 des
Streustoffbehälters 2 bzw. Zwischenwand 13) stellen in dem Sinne jeweils eine "Rieseldichtung"
dar, dass sie das Eindringen von festem Streustoff, wie er in dem Streustoffbehälter
in dem verbleibenden Raum außerhalb der vier Teilräume 27 aufgenommen ist, in die
Teilräume 27 verhindert.
[0026] Die Form und das Volumen des jeweiligen Teilraumes 27 sind durch Verändern der Stellung
der jeweils zugeordneten Trennwand 19 aktiv (und unabhängig voneinander) veränderbar,
und zwar zumindest im Sinne einer Verkleinerung des Volumens des Teilraumes 27. Hierzu
ist jedem der vier Trennwände 19 ein - als Verschwenkantrieb ausgeführter - Verstellantrieb
28 zugeordnet. Dieser umfasst jeweils drei endseitig an der Trennwand 19 im Bereich
von deren Oberkante 29 angebrachte flexible Zugmittel 30 in Form von Gurten 31 und
drei zugeordnete, über eine gemeinsame Welle 32 miteinander gekoppelte Winden 33,
auf denen der jeweilige Gurt 31 aufwickelbar ist. Die Winden 33 sind, in Lagerschuhen
50 montiert, in dem jeweiligen Teilraum 27 benachbart der Seitenwand 4 des Streustoffvorratsbehälters
2 angeordnet. Ihr Antrieb kann manuell, beispielsweise mittels jeweils einer Kurbel
erfolgen. Die Verschwenkantriebe 28 sind für einen solchen Schwenkbereich der Trennwand
ausgelegt, dass bei maximalem Volumen des Teilraums 27 die Oberkante 29 der Trennwand
19 etwa 3-mal soweit von der Seitenwand 4 des Streustoffvorratsbehälters 2 entfernt
ist wie bei minimalem Volumen des Teilraums 27. Oder mit anderen Worten: Mittels des
Verschwenkantriebs 28 lässt sich die jeweilige Trennwand 19 so weit in Richtung auf
die Seitenwand 4 des Streustoffbehälters 2 verschwenken, dass ihre Oberkante 29 sich
nur noch etwa 1/3 der maximalen Entfernung zur Seitenwand 4 des Streustoffbehälters
2 befindet.
[0027] Diese - dem minimalen Volumen des jeweiligen Teilraumes 27 zugeordnete - Endstellung
der Trennwand 19 wird jeweils durch einen Anschlag 34 definiert, welcher an einer
starren Abdeckung 35 ausgeführt ist, die den betreffenden Teilraum 27 bei dessen minimalem
Volumen vollständig und bei einem größeren Volumen nur teilweise nach oben begrenzt.
Durch eine falzförmige Überlappung 36 von Abdeckung 35 und an dieser anliegender Trennwand
19 wirkt die Abdeckung 35 als Rieseldichtung, welche verhindert, dass beim Befüllen
des Streustoffvorratsbehälters 2 mit festem Streustoff dieser in die Teilräume 27
gelangt. Alternativ kann die Rieseldichtung beispielsweise auch nach Art einer sich
zwischen der Abdeckung 35 und der Trennwand 19 erstreckenden, rolloartig aufwickelbaren
Membran ausgeführt sein, so dass auch bei anderen als der dem minimalen Volumen des
Teilraumes 27 entsprechenden Stellungen der Trennwand 19 ein Eindringen von Feststoffen
in den Teilraum 27 erschwert bzw. verhindert wird. Zwischen den beiden Abdeckungen
35 bestehen zwei flexible (z. B. planenartige) Abdeckungen 37, welche mittels eines
Gestänges 38 (für das Beladen des Streustoffbehälters mit festem Streustoff) zu öffnen
bzw. zu schließen sind.
[0028] Die beiden Seitentanks 10 sind seitlich des Streustoffbehälter-Unterteils 7 angeordnet,
so dass die (auf den Zwischenböden 14 des Streustoffbehälter-Oberteils 8 ruhenden)
Tanksäcke 11 oberhalb der Seitentanks 10 angeordnet sind. Indem jeweils die beiden
oberhalb eines Seitentanks 10 angeordneten Tanksäcke 11 mit letzterem kommunizieren,
ist eine hierarchische Entleerung der Behälter (erst die Tanksäcke 11, dann die Seitentanks
10) sichergestellt.
[0029] Die Gurte 31 der Verschwenkantriebe 28 haben bei gefüllten Tanksäcken 11 ergänzend
eine stabilisierende Funktion, indem bei maximalem Volumen des jeweiligen Teilraums
27 der vollständig gefüllte Tanksack 11 an den drei zugeordneten Gurten 31 anliegt,
was einer unzulässigen Verformung des Tanksacks 11 durch Schwappen der enthaltenen
Flüssigkeit insbesondere beim Beschleunigen und Bremsen des Winterdienstfahrzeugs
entgegenwirkt.
[0030] Alle vier Tanksäcke 11 sind mittels eines Belüftungssystems 39 untereinander und
mit den Kopftanks 9 verbunden. Jeder der vier Tanksäcke 11 weist hierzu an seiner
Oberseite zwei in Längsrichtung L des Streugeräts zueinander beabstandete Belüftungsstutzen
40 auf, welche über eine Verbindungsleitung 41 miteinander kommunizieren. Jede Verbindungsleitung
41 weist ihrerseits in Längsrichtung L zwischen den beiden Belüftungsstutzen 40 einen
Belüftungsanschluss 42 auf, wobei die beiden Belüftungsanschlüsse 42 der jeweils zwei
in Längsrichtung L des Streugeräts hintereinander angeordneten Tanksäcke 11 über eine
Längskoppelleitung 43 miteinander verbunden sind. Die Belüftungsstutzen 40 der Tanksäcke
11 sind dabei dergestalt außermittig in Richtung auf die Seitenwand 4 des Streustoffbehälters
2 nach außen versetzt angeordnet, dass sie - wie auch die Verbindungsleitungen 41
und die Längskoppelleitung 43 - unterhalb der Abdeckung 35 liegen. Auch beim Verändern
der Form und des Volumens des betreffenden Tanksacks 11 behalten die Belüftungsstutzen
40, die Verbindungsleitungen 41 und die Längskoppelleitung 43 ihre Position unverändert
bei. Denn die besagten Leitungen des Belüftungssystems samt der Belüftungsstutzen
40 sind mittels der Halteklammern 56 fixiert; und die Tanksäcke 11 weisen jeweils
eine - als Gummizug 44 ausgeführte - Falthilfe 45 für das entfernt von den Belüftungsstutzen
40 erfolgende definierte Einfalten der Oberseite des jeweiligen Tanksacks 11 (bei
der Verkleinerung von dessen Volumen) auf.
[0031] Die beiden Längskoppelleitungen 43 sind ihrerseits über eine Querkoppelleitung 46
miteinander verbunden. Diese hinwiederum kommuniziert mit dem an die Dome 47 der beiden
Kopftanks 9 angeschlossenen Ast 48 des Belüftungssystems.
[0032] Die Funktionsweise der weiter oben bereits beschriebenen und erläuterten, zwischen
den Trennwänden und den jeweils angrenzenden Querwänden wirkenden, nach Art von Rollmembranen
ausgeführten Rieseldichtungen ist in Fig. 10 schematisch näher veranschaulicht. Jeweils
ist jede der vier verschwenkbar gelagerten Trennwände 19 in ihren beiden Extremlagen
gezeigt, nämlich sowohl in ihrer dem maximalen Volumen des betreffenden Teilraums
27 entsprechenden ersten Stellung (19a) als auch in ihrer dem minimalen Volumen des
betreffenden Teilraums 27 entsprechenden zweiten Stellung (19b). Der an der jeweiligen
Querwand, d. h. der vorderen Stirnwand 5, der hinteren Stirnwand 6 bzw. der Zwischenwand
13 fixierte Rand 49 der Rollmembran 26 verbleibt unabhängig von der jeweiligen Lage
der Trennwand 19 ortsfest. Der an letzterer fixierte Rand 50 der Rollmembran verändert
indessen naturgemäß seine Lage gemeinsam mit der Trennwand, wodurch die Rollmembran
bei der ersten Stellung (19a) der Trennwand die erste Konfiguration (26a) einnimmt
und bei der zweiten Stellung (19b) der Trennwand die zweite Konfiguration (26b). Erkennbar
ist der Bereich, in dem die jeweilige Rollmembran 26 wirkt, d. h. der jeweils zwischen
Trenn- und Querwand bestehende Spalt, nach oben hin durch eine starre, an der betreffenden
Stirnwand 5 bzw. 6 des Streustoffbehälters 2 bzw. der Zwischenwand 13 angebrachte
Abdeckung A abgedeckt (vgl. auch Figuren 2 und 3).
[0033] Fig. 11 veranschaulicht schematisch eine Abwandlung zu der weiter oben erläuterten
Ausführungsform, bei der jeweils zwei einander gegenüberliegende Trennwände 19 mittels
eines gemeinsamen Verschwenkantriebs koordiniert, d. h. synchronisiert aktiv verstellt
werden. An jeder Trennwand 19 greifen zwei flexible Zugmittel 30 in Form von Seilen
51 an. Die insgesamt vier Seile 51 der beiden vorderen Trennwände 19 werden, über
Rollen 52 geeignet umgelenkt, auf einer an der rückwärtigen Stirnwand 6 des Streustoffbehälters
2 angeordneten ersten Winde 53 aufgewickelt, wohingegen die insgesamt vier Seile 51
der beiden hinteren Trennwände 19, wiederum über Rollen 54 geeignet umgelenkt, auf
einer - ebenfalls an der rückwärtigen Stirnwand 6 des Streustoffbehälters 2 angeordneten
- zweiten Winde 55 aufgewickelt werden.
[0034] Fig. 12 veranschaulicht eine andere Möglichkeit der Ausgestaltung der Verstellantriebe
28 für die verschwenkbaren Trennwände 19. Und zwar ist hier für jede Trennwand 19
ein als Federantrieb 57 ausgeführter Verstellantrieb 28 vorgesehen. Hierzu erfolgt
eine permanente Beaufschlagung des (als Seil 51 ausgeführten) flexiblen Zugmittels
30 mittels einer Feder 58. Die Feder 58, die als in Längsrichtung des Streugeräts
orientierte, dicht unterhalb der Abdeckung 35 angeordnete Zugfeder 59 ausgeführt ist,
übt auf das flexible Zugmittel 30 eine dieses vorspannende Kraft im Sinne einer Verkleinerung
des durch die zugeordnete Trennwand 19 begrenzen Teilraumes 27 aus. Das Seil 51 ist
über eine an der Halteklammer 56 drehbar gelagerte Umlenkrolle 60 umgelenkt.
[0035] Ferner zeigt Fig. 12 die - gegenüber der Ausgestaltung nach Fig. 2 deutlich stärker
ausgeprägte - gelochte Ausführung des Zwischenbodens 14, so dass der jeweils durch
diesen nach unten begrenzte Teilraum 27 über Durchbrüche 61 mit dem darunter liegenden
Bereich des Streustoffbehälters 2 kommuniziert. Und weiterhin ist - deutlicher als
in den übrigen Figuren - in Fig. 12 die Aussteifung der (konkav abgewinkelten) Trennwände
19 durch Streben 62 gezeigt. Diese erstrecken sich von den Gelenken 18, über die die
jeweilige Trennwand 19 an dem zugeordneten Randprofil 16 des betreffenden Zwischenbodens
14 verschwenkbar angelenkt ist, bis zum oberen Randbereich der Trennwand 19, wo sie
in Halteklammern 63 auslaufen. Exemplarisch dargestellt ist in Fig. 12 ferner die
bevorzugte Option, Trennwand-Anschlagelemente 76, welche die dem maximal möglichen
Volumen des betreffenden Teilraumes 27 entsprechende Stellung der Trennwand 19 definieren,
vorzusehen, beispielsweise in Form von flexiblen Gurten 77, welche sich jeweils zwischen
einer Halteklammer 63 und einem an der Abdeckung 35 angeordneten Widerlager 78 erstrecken.
[0036] Die besagten Halteklammern 63 dienen, wie dies in Fig. 13 (bei einem demontierten
Tanksack 11) veranschaulicht ist, der Aufhängung des zugeordneten Tanksacks 11 an
seinem der Trennwand 19 benachbarten oberen Randbereich 64. Zu diesem Zweck sind an
dem Tanksack 11 an dem betreffenden Randbereich 64 drei Schlaufen 65 angebracht, durch
die - bei montiertem Tanksack 11 - jeweils ein in der zugeordneten Halteklammer 63
gelagerter Bolzen 66 hindurch gesteckt ist. An dem gegenüberliegenden, der Seitenwand
4 des Streustoffbehälters 2 benachbarten oberen Randbereich 67 ist der jeweilige Tanksack
11 in entsprechender Weise aufgehängt. An der vordersten und hintersten seitenwandseitigen
Schlaufe 73 sind jeweils an der oberen Schlaufenverstärkung 74 Durchbrüche 75 vorgesehen,
welche dem Anschluss der weiter oben erläuterten Belüftungsstutzen 40 dienen.
[0037] Fig. 14 veranschaulicht eine Möglichkeit, die Stellung der jeweiligen Trennwand 19
an der Außenseite des Streustoffbehälters 2 anzuzeigen. Hierzu durchdringt eine auf
der Schwenkachse S der Trennwand 19 angeordnete, mit letzterer drehfest verbundene
Welle 68 die hintere Stirnwand 6 des Streustoffbehälters 2. Das Ende der Welle 68
trägt einen Zeiger 69. Dieser indiziert anhand eines weiterhin an der hinteren Stirnwand
6 des Streustoffbehälters 2 angebrachten schematischen Stellungsschaubildes 70 die
aktuelle Stellung der betreffenden Trennwand 19.
[0038] Exemplarisch veranschaulicht, insoweit Fig. 10 ergänzend, Fig. 15 besonders deutlich
die konstruktive Ausführung der Fixierung der Rollmembran 26 einerseits an der Zwischenwand
13, indem der dieser zugeordnete erste Rand 49 der Rollmembran 26 dort mittels der
beiden ersten Klemmleisten 71 eingespannt ist, und andererseits an der Trennwand 19,
indem der dieser zugeordnete zweite Rand 50 der Rollmembran 26 dort mittels der -
der Geometrie der Trennwand 19 folgend abgewinkelten - zweiten Klemmleiste 72 eingespannt
ist.
[0039] Allein zur Vermeidung von Missverständnissen ist darauf hinzuweisen, dass aus Gründen
der Vereinfachten Darstellung nicht sämtliche Details in allen Figuren der Zeichnung
gezeigt sind. Insoweit stellt es insbesondere keinen Widerspruch dar, dass ein bestimmtes
technisches Detail in einer Zeichnung dargestellt, in einer anderen Zeichnung, in
der es ebenfalls sichtbar wäre, indessen nicht dargestellt ist.
1. Streugerät, insbesondere für Winterdienstfahrzeuge, umfassend einen durch starre Wände
begrenzten Streustoffbehälter (2) mit einer bodenseitigen, sich in Längsrichtung (L)
des Streugeräts erstreckenden Streustoffaustrageinrichtung (3), eine von dieser beschickte
Streustoffausbringeinrichtung sowie ein Flüssigkeitssystem, welches mindestens einen
im Innenraum des Streustoffbehälters angeordneten form- und volumenveränderbaren Tanksack
(11) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass:
der mindestens eine Tanksack (11) ist in einem form- und volumenveränderbaren Teilraum
(27) des Streustoffbehälters (2) untergebracht, welcher unter anderem durch eine in
sich starre, seitwärts lagerveränderbar gelagerte, zumindest im Sinne einer Verkleinerung
des Volumens des Teilraumes mittels eines Verstellantriebs (28) aktiv lageverstellbare
Trennwand (19) begrenzt ist;
der Tanksack (11) weist zwei in Längsrichtung (L) des Streugeräts zueinander beabstandete
Belüftungsstutzen (40) auf, welche über eine Verbindungsleitung (41) miteinander kommunizieren.
2. Streugerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsleitung (41) in Längsrichtung (L) zwischen den beiden Belüftungsstutzen
(40) einen Belüftungsanschluss (42) aufweist.
3. Streugerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei in Längsrichtung (L) des Streugeräts hintereinander angeordnete Tanksäcke
(11) vorgesehen sind, wobei die beiden Belüftungsanschlüsse (42) über eine Längskoppelleitung
(43) miteinander verbunden sind.
4. Streugerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest im Bereich zwischen den beiden Tanksäcken (11) im Innenraum des Streustoffbehälters
(2) eine stationäre Zwischenwand (13) angeordnet ist.
5. Streugerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwei quer zur Längsrichtung (L) des Streugeräts, bevorzugt mit Abstand, nebeneinander
angeordnete Tanksäcke (11) vorgesehen sind, wobei die beiden Verbindungsleitungen
(41) über eine Querkoppelleitung (46) miteinander verbunden sind.
6. Streugerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Tanksack (11) an eine den betreffenden Teilraum (27) begrenzende
Seitenwand (4) des Streustoffbehälters (2) angrenzend angeordnet und die Trennwand
(19) seitwärts verschwenkbar gelenkig gelagert ist, wobei die Belüftungsstutzen (40)
an der Oberseite des Tanksacks dergestalt außermittig in Richtung auf die Seitenwand
des Streustoffbehälters nach außen versetzt angeordnet sind, dass sie bei einem Verändern
der Form und des Volumens des Tanksacks ihre Position innerhalb des Streustoffbehälters
beibehalten.
7. Streugerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Tanksack (11) an seinen gegenüberliegenden oberen Randbereichen
(64, 67) an der zugeordneten Trennwand (19) sowie an der Seitenwand (4) des Streustoffbehälters
(2) aufgehängt ist.
8. Streugerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Streustoffbehälter (2) mindestens eine oberhalb der Belüftungsstutzen angeordnete
starre Abdeckung (35) aufweist.
9. Streugerät nach den Ansprüchen 6 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (35) einen Anschlag (34) bildet für die den Teilraum (27) seitlich
begrenzende verschwenkbare Trennwand (19).
10. Streugerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei an dem Anschlag (34) anliegender Trennwand (19) zwischen der Abdeckung (35) und
der Trennwand eine Rieseldichtung wirkt.
11. Streugerät nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Tanksack (11) eine Falthilfe (45) aufweist für das definierte Einfalten der Oberseite
des Tanksacks entfernt von den Belüftungsstutzen (40).
12. Streugerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass vor der vorderen Stirnwand (5) des Streustoffbehälters (2) mindestens ein starrer
Flüssigkeits-Kopftank (9) angeordnet ist, wobei das Belüftungssystem des mindestens
einen Tanksacks (11) mit dem Inneren des Kopftanks kommuniziert.
13. Streugerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass seitlich außerhalb des Streustoffbehälters (2) mindestens ein starrer Flüssigkeits-Seitentank
(10) angeordnet ist, wobei der mindestens eine Seitentank und der mindestens eine
Tanksack (11) fluidisch gekoppelt sind.
14. Streugerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Tanksack (11) zumindest weitgehend, bevorzugt vollständig oberhalb
des Niveaus des mindestens einen Seitentanks (10) angeordnet ist.
15. Streugerät nach Anspruch 13 oder Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass im Innenraum des Streustoffbehälters (2) mindestens ein Zwischenboden (14) angeordnet
ist, auf dem der mindestens eine Tanksack (11) ruht.
16. Streugerät nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenboden (14) dergestalt gelocht ist, dass der durch ihn begrenzte Teilraum
(27) über Durchbrüche (61) mit dem darunter liegenden Bereich des Streustoffbehälters
(2) kommuniziert.
17. Streugerät nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstellantrieb (28) als Federantrieb (57) ausgeführt ist, wobei auf mindestens
ein mit einer lageveränderbaren Trennwand (19) verbundenes flexibles Zugmittel (30)
eine Feder (58) im Sinne einer Verkleinerung jenes Teilraums (27), der durch die dem
betreffenden flexiblen Zugmittel (30) zugeordnete Trennwand (19) begrenzt wird, wirkt.
18. Streugerät nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (58) als eine sich in Längsrichtung (L) des Streugeräts erstreckende Zugfeder
(59) ausgeführt ist.
19. Streugerät nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine lageveränderbare Trennwand (19) mittels einer Rast- oder Verriegelungseinrichtung
in verschiedenen Stellungen arretierbar ist.
1. A gritting device, in particular for winter maintenance vehicles, comprising a gritting
material container (2) which is delimited by rigid walls and which has a gritting
material delivery apparatus (3) on the bottom side, extending in the longitudinal
direction (L) of the gritting device, a gritting material dispensing apparatus which
is fed by said gritting material delivery apparatus, as well as a liquid system which
comprises at least one tank bag (11) which is variable in shape and volume and which
is arranged in the interior of the gritting material container,
characterised in that
the at least one tank bag (11) is accommodated in a partial space (27) of the gritting
material container (2), said partial space being variable in shape and volume and
being delimited, amongst other things, by an inherently rigid partition (19) which
is mounted so as to be positionally variable sideways and the position thereof being
able to be actively adjusted by means of an adjusting drive (28), at least in order
to reduce the volume of the partial space;
the tank bag (11) has two ventilation nozzles (40) which are spaced apart from one
another in the longitudinal direction (L) of the gritting device and which communicate
with one another via a connecting line (41).
2. The gritting device according to Claim 1, characterised in that the connecting line (41) has a ventilation connection (42) in the longitudinal direction
(L) between the two ventilation nozzles (40) .
3. The gritting device according to Claim 2, characterised in that at least two tank bags (11) are provided, so as to be arranged in succession in the
longitudinal direction (L) of the gritting device, wherein the two ventilation connections
(42) are connected together via a longitudinal coupling line (43) .
4. The gritting device according to Claim 3, characterised in that at least in the region between the two tank bags (11) a stationary intermediate wall
(13) is arranged in the interior of the gritting material container (2).
5. The gritting device according to one of Claims 1 to 4, characterised in that two tank bags (11) are provided, so as to be arranged adjacent to one another transversely
to the longitudinal direction (L) of the gritting device, preferably spaced apart
from one another, wherein the two connecting lines (41) are connected together via
a transverse coupling line (46) .
6. The gritting device according to one of Claims 1 to 5, characterised in that the at least one tank bag (11) is arranged adjacent to a side wall (4) of the gritting
material container (2) delimiting the relevant partial space (27), and the partition
(19) is mounted in an articulated manner so as to be pivotable sideways, wherein the
ventilation nozzles (40) are arranged eccentrically in the direction of the side wall
of the gritting material container on the upper face of the tank bag, offset outwardly
such that when the shape and the volume of the tank bag are varied they maintain their
position inside the gritting material container.
7. The gritting device according to Claim 6, characterised in that the at least one tank bag (11) is suspended at its opposing upper edge regions (64,
67) on the assigned partition (19) and on the side wall (4) of the gritting material
container (2).
8. The gritting device according to one of Claims 1 to 7, characterised in that the gritting material container (2) has at least one rigid cover (35) arranged above
the ventilation nozzles.
9. The gritting device according to Claims 6 and 8, characterised in that the cover (35) forms a stop (34) for the pivotable partition (19) which laterally
delimits the partial space (27).
10. The gritting device according to Claim 9, characterised in that when the partition (19) bears against the stop (34) a trickle seal acts between the
cover (35) and the partition.
11. The gritting device according to one of Claims 6 to 10, characterised in that the tank bag (11) has a folding aid (45) for the defined folding-in of the upper
face of the tank bag at a distance from the ventilation nozzles (40).
12. The gritting device according to one of Claims 1 to 11, characterised in that at least one rigid liquid header tank (9) is arranged upstream of the front end wall
(5) of the gritting material container (2), wherein the ventilation system of the
at least one tank bag (11) communicates with the interior of the header tank.
13. The gritting device according to one of Claims 1 to 12, characterised in that at least one rigid liquid side tank (10) is arranged to the side outside the gritting
material container (2), wherein the at least one side tank and the at least one tank
bag (11) are fluidically coupled together.
14. The gritting device according to Claim 13, characterised in that the at least one tank bag (11) is arranged substantially, at least preferably entirely,
above the level of the at least one side tank (10).
15. The gritting device according to Claim 13 or Claim 14, characterised in that at least one intermediate floor (14) is arranged in the interior of the gritting
material container (2), the at least one tank bag (11) resting thereon.
16. The gritting device according to Claim 15, characterised in that the intermediate floor (14) is perforated such that the partial space (27) delimited
thereby communicates via through-holes (61) with the region of the gritting material
container (2) located therebelow.
17. The gritting device according to one of Claims 1 to 16, characterised in that the adjusting drive (28) is designed as a spring drive (57), wherein a spring (58)
acts on at least one flexible pulling means (30) connected to a partition (19) which
is positionally variable, in order to reduce the partial space (27) which is delimited
by the partition (19) assigned to the relevant flexible pulling means (30).
18. The gritting device according to Claim 17, characterised in that the spring (58) is designed as a tension spring (59) extending in the longitudinal
direction (L) of the gritting device.
19. The gritting device according to one of Claims 1 to 18, characterised in that the at least one positionally variable partition (19) is able to be locked in different
positions by means of a latching or locking apparatus.
1. Epandeuse, notamment pour des véhicules de service hivernal, comprenant un réservoir
de matériau d'épandage (2) limité par des parois fixes avec un dispositif de distribution
de matériau d'épandage (3) du côté du fond, s'étendant en direction longitudinale
(L) de l'épandeuse, un dispositif d'épandage de matériau d'épandage alimenté par celui-ci
ainsi qu'un système de liquide, lequel comprend au moins un sac réservoir (11) variable
en forme et en volume disposé dans l'espace intérieur du réservoir de matériau d'épandage,
caractérisée en ce que :
au moins un sac réservoir (11) est placé dans un compartiment (27) variable en forme
et en volume du réservoir de matériau d'épandage (2), lequel est limité entre autres
par une paroi de séparation (19) rigide, logée pouvant être modifiée en position latéralement,
activement réglable en position au moyen d'une commande de réglage (28) au moins au
sens d'une réduction du volume du compartiment,
le sac réservoir (11) comporte deux conduites de ventilation (40) à distance l'une
de l'autre dans la direction longitudinale (L) de l'épandeuse, lesquelles communiquent
l'une avec l'autre par une conduite de liaison (41).
2. Epandeuse selon la revendication 1, caractérisée en ce que la conduite de liaison (41) comporte un raccord de ventilation (42) dans la direction
longitudinale (L) entre les deux conduites de ventilation (40).
3. Epandeuse selon la revendication 2, caractérisée en ce qu'au moins deux sacs de réservoir (11) sont prévus disposés l'un derrière l'autre dans
la direction longitudinale (L) de l'épandeuse, sachant que les deux raccords de ventilation
(42) sont reliés l'un à l'autre par un conduit d'accouplement longitudinal (43).
4. Epandeuse selon la revendication 3, caractérisée en ce qu'une paroi intermédiaire fixe (13) est disposée au moins dans la zone entre les deux
sacs réservoirs (11) dans l'espace intérieur du réservoir de matériau d'épandage (2)
.
5. Epandeuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que deux sacs de réservoir (11) disposés l'un à côté de l'autre, de préférence à distance,
transversalement à la direction longitudinale (L) de l'épandeuse, sont prévus, sachant
que les deux conduits de liaison (41) sont reliés entre eux par un conduit d'accouplement
transversal (46).
6. Epandeuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'au moins un sac réservoir (11) est disposé à proximité sur une paroi latérale (4)
du réservoir de matériau d'épandage (2) limitant le compartiment concerné (27) et
la paroi de séparation (19) est logée de façon articulée pouvant pivoter latéralement,
sachant que les conduites de ventilation (40) sont disposées déportées vers l'extérieur,
de façon excentrée en direction de la paroi latérale du réservoir de matériau d'épandage
de telle manière qu'elles conservent leur position à l'intérieur du réservoir de matériau
d'épandage lors d'une modification de la forme et du volume du sac réservoir.
7. Epandeuse selon la revendication 6, caractérisée en ce qu'au moins un sac réservoir (11) est suspendu sur ses zones de bord (64, 67) supérieures
opposées à la paroi de séparation (19) attribuée ainsi qu'à la paroi latérale (4)
du réservoir de matériau d'épandage (2).
8. Epandeuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le réservoir de matériau d'épandage (2) comporte au moins un capot (35) rigide disposé
au-dessus des conduites de ventilation.
9. Epandeuse selon les revendications 6 et 8, caractérisée en ce que le capot (35) forme une butée (34) pour la paroi de séparation (19) pivotable limitant
latéralement le compartiment (27).
10. Epandeuse selon la revendication 9, caractérisée en ce qu'un joint à ruissellement agit sur la paroi de séparation (19) adhérant à la butée
(34) entre le capot (35) et la paroi de séparation.
11. Epandeuse selon l'une quelconque des revendications 6 à 10, caractérisée en ce que le sac réservoir (11) comporte une assistance au pliage (45) pour le repliage défini
de la face supérieure du sac réservoir éloignée des conduites de ventilation (40).
12. Epandeuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisée en ce qu'au moins un réservoir de tête de liquide (9) rigide est disposé devant la paroi frontale
avant (5) du réservoir de matériau d'épandage (2), sachant que le système de ventilation
d'au moins un sac réservoir (11) communique avec l'intérieur du réservoir de tête.
13. Epandeuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisée en ce qu'au moins un réservoir latéral de liquide (10) rigide est disposé latéralement en dehors
du réservoir de matériau d'épandage (2), sachant qu'au moins un réservoir latéral
et au moins un sac réservoir (11) sont accouplés du point de vue fluidique.
14. Epandeuse selon la revendication 13, caractérisée en ce qu'au moins un sac réservoir (11) est disposé largement, de préférence complètement,
au-dessus du niveau d'au moins un réservoir latéral (10).
15. Epandeuse selon la revendication 13 ou la revendication 14, caractérisée en ce qu'au moins un fond intermédiaire (14) est disposé dans l'espace intérieur du réservoir
de matériau d'épandage (2), sur lequel repose au moins un sac réservoir (11).
16. Epandeuse selon la revendication 15, caractérisée en ce que le fond intermédiaire (14) est troué de telle manière que le compartiment (27) limité
par celui-ci communique par des percées (61) avec la zone située en dessous du réservoir
de matériau d'épandage (2).
17. Epandeuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 16, caractérisée en ce que la commande de réglage (28) est exécutée sous la forme d'un entraînement à ressort
(57), sachant qu'un ressort (58) agit sur au moins un moyen de traction (30) flexible
relié à une paroi de séparation (19) modifiable en position, au sens d'une réduction
du compartiment (27) qui est limité par la paroi de séparation (19) attribuée au moyen
de traction (30) flexible concerné.
18. Epandeuse selon la revendication 17, caractérisée en ce que le ressort (58) est exécuté sous la forme d'un ressort de traction (59) s'étendant
dans la direction longitudinale (L) de l'épandeuse.
19. Epandeuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 18, caractérisée en ce qu'au moins une paroi de séparation (19) modifiable en position peut être bloquée dans
différentes positions au moyen d'un dispositif à crans ou de verrouillage.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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