[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Sicherheitselementen,
wobei die Sicherheitselemente auf einer Vorderseite und einer Rückseite einer Folienbahn
angeordnet sind und aus Prägestrukturen in einer Lackschicht mit Abmessungen im Bereich
von Mikro- oder Nanometern bestehen.
[0002] Eine Vorrichtung für das Herstellen eines Wertdokumentsubstrats ist aus
WO 2013/075811 A2 bekannt, wobei die Vorrichtung in Transportrichtung des Substrats eine Einrichtung
zum Bereitstellen eines Substrats, insbesondere eines Papiersubstrats, eine erste
Folienapplikationseinrichtung für das Aufbringen eines ersten Folienelements auf eine
erste Substratseite und eine zweite Folienapplikationseinrichtung für das Aufbringen
eines zweiten Folienelements auf eine zweite Substratseite aufweist. Bei dieser Vorrichtung
sind die erste Folienapplikationseinrichtung und die zweite Folienapplikationseinrichtung
so angeordnet, dass das erste Folienelement und das zweite Folienelement ohne Wendung
des Substrats auf den gegenüberliegenden Seiten des Substrats aufgebracht werden.
[0003] Das Aufbringen eines Folienelements ist jedoch nicht vergleichbar mit dem Aufbringen
einer Lackschicht auf eine Seite eines Substrats in Form einer Folienbahn und dem
anschließenden Einbringen von Prägestrukturen mit Abmessungen im Bereich von Mikro-
oder Nanometern. Vielmehr erfordert das Aufbringen einer Lackschicht und das anschließende
Einbringen von Prägestrukturen andere technische Mittel und eine andere technische
Herangehensweise.
[0004] Das Dokument
EP 1 720 079 A1 offenbart eine Vorrichtung zur Herstellung von Sicherheitselementen, wobei die Sicherheitselementen
auf einer Rückseite einer Folienbahn angeordnet sind und aus Prägestrukturen in einer
Lackschicht mit Abmessungen im Bereich von Mikro- oder Nanometern bestehen, wobei
die Vorrichtung in Beförderungsrichtung der Folienbahn die folgenden Einrichtungen
aufweist: eine Einrichtung zum Bereitstellen einer Folienbahn; ein erstes Druckwerk
zum Aufbringen einer ersten Lackschicht, die mittels ultravioletter Strahlung härtbar
ist, auf die Rückseite der Folienbahn, wobei die Folienbahn von unten in das erste
Druckwerk einläuft; ein erstes Prägewerk zum Prägen von ersten Strukturen mit Abmessungen
im Bereich von Mikro- oder Nanometern in die erste Lackschicht, wobei die Folienbahn
von schräg oben in das erste Prägewerk einläuft.
[0005] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Verfahren derart
weiterzubilden, dass die Nachteile des Standes der Technik behoben werden.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung weist die Vorrichtung in Beförderungsrichtung
der Folienbahn die folgenden Einrichtungen auf:
- eine Einrichtung zum Bereitstellen einer Folienbahn,
- ein erstes Druckwerk zum Aufbringen einer ersten Lackschicht, die mittels ultravioletter
Strahlung härtbar ist, auf die Rückseite der Folienbahn, wobei die Folienbahn von
unten oder mindestens von schräg unten in das erste Druckwerk einläuft, ein derartiges
Druckwerk ist beispielsweise ein Flexodruckwerk,
- ein erstes Prägewerk zum Prägen von ersten Strukturen mit Abmessungen im Bereich von
Mikro- oder Nanometern in die erste Lackschicht wobei die Folienbahn von oben oder
mindestens von schräg oben in das erste Prägewerk einläuft,
- ein zweites Druckwerk zum Aufbringen einer zweiten Lackschicht, die mittels ultravioletter
Strahlung härtbar ist, auf die Vorderseite der Folienbahn, wobei die Folienbahn von
oben oder mindestens von schräg oben in das zweite Druckwerk einläuft, ein derartiges
Druckwerk ist beispielsweise ein Flexodruckwerk,
- ein zweites Prägewerk zum Prägen von zweiten Strukturen mit Abmessungen im Bereich
von Mikro- oder Nanometern in die zweite Lackschicht wobei die Folienbahn von unten
oder mindestens von schräg unten in das zweite Prägewerk einläuft.
[0008] Gemäß einem zweiten, alternativen Aspekt der Erfindung weist die Vorrichtung in Beförderungsrichtung
der Folienbahn die folgenden Einrichtungen auf:
- eine Einrichtung zum Bereitstellen einer Folienbahn,
- ein erstes Druckwerk zum Aufbringen einer ersten Lackschicht, die mittels ultravioletter
Strahlung härtbar ist, auf die Rückseite der Folienbahn, wobei die Folienbahn von
oben oder mindestens von schräg oben in das erste Druckwerk einläuft, ein derartiges
Druckwerk ist beispielsweise ein Flexodruckwerk,
- ein erstes Prägewerk zum Prägen von ersten Strukturen mit Abmessungen im Bereich von
Mikro- oder Nanometern in die erste Lackschicht, wobei die Folienbahn von unten oder
mindestens von schräg unten in das erste Prägewerk einläuft,
- ein zweites Druckwerk zum Aufbringen einer zweiten Lackschicht, die mittels ultravioletter
Strahlung härtbar ist, auf die Vorderseite der Folienbahn, wobei die Folienbahn von
unten oder mindestens von schräg unten in das zweite Druckwerk einläuft, ein derartiges
Druckwerk ist beispielsweise ein Flexodruckwerk,
- ein zweites Prägewerk zum Prägen von zweiten Strukturen mit Abmessungen im Bereich
von Mikro- oder Nanometern in die zweite Lackschicht wobei die Folienbahn von oben
oder mindestens von schräg oben in das zweite Prägewerk einläuft.
[0009] Der erste Aspekt der Erfindung unterscheidet sich dabei von dem zweiten Aspekt lediglich
dadurch, dass sich die Richtungen des Einlaufs der Folienbahn in die Druck- bzw. Prägewerke
jeweils umkehren. Bei dem ersten Aspekt der Erfindung läuft die Folienbahn in das
erste Druckwerk von unten bzw. schräg unten, in das erste Prägewerk von oben bzw.
schräg oben, in das zweite Druckwerk ebenfalls von oben bzw. schräg oben und in das
zweite Prägewerk wiederum von unten bzw. schräg unten ein, wohingegen bei dem zweiten
Aspekt die Folienbahn in das erste Druckwerk von oben bzw. schräg oben, in das erste
Prägewerk von unten bzw. schräg unten, in das zweite Druckwerk ebenfalls von unten
bzw. schräg unten und in das zweite Prägewerk wiederum von oben bzw. schräg oben einläuft.
[0010] Bei den jeweiligen beiden Prägewerken wird die Folienbahn in Beförderungsrichtung
zuerst mit der Seite, auf der sich die noch nicht gehärtete Lackschicht befindet,
durch einen Presseur an einen Prägezylinder gepresst, auf dessen Oberfläche sich die
zu prägenden Strukturen im Mikro- oder Nanometerbereich befinden. Hierbei formen sich
die Strukturen im Mikro- oder Nanometerbereich in die Lackschicht ab. Anschließend
wird die Lackschicht durch eine ultraviolette Strahlung einer Quelle für ultraviolette
Strahlung gehärtet.
[0011] Von oben im Sinne dieser Erfindung bedeutet, dass die Folienbahn senkrecht oder mindestens
nahezu senkrecht von oben bzw. in Richtung der Gewichtskraft oder nahezu in Richtung
der Gewichtskraft auf einen Prägezylinder eines Prägewerks bzw. einen Druckzylinder
eines Druckwerks zugeführt wird. Mindestens von schräg oben im Sinne dieser Erfindung
bedeutet, dass die Folienbahn mit einem Winkel in einem Bereich von mehr als waagrecht
bis nahezu senkrecht von oben auf den Prägezylinder bzw. den Druckzylinder zugeführt
wird, wobei die Folienbahn insbesondere nicht waagrecht auf den Prägezylinder bzw.
den Druckzylinder zugeführt wird.
[0012] Von unten im Sinne dieser Erfindung bedeutet dabei entsprechend, dass die Folienbahn
senkrecht oder mindestens nahezu senkrecht von unten bzw. entgegen der Richtung der
Gewichtskraft oder nahezu entgegen der Richtung der Gewichtskraft auf einen Prägezylinder
eines Prägewerks bzw. einen Druckzylinder eines Druckwerks zugeführt wird. Mindestens
von schräg unten im Sinne dieser Erfindung bedeutet, dass die Folienbahn mit einem
Winkel in einem Bereich von mehr als waagrecht bis nahezu senkrecht von unten auf
den Prägezylinder bzw. den Druckzylinder zugeführt wird, wobei die Folienbahn insbesondere
nicht waagrecht auf den Prägezylinder bzw. den Druckzylinder zugeführt wird.
[0013] Die Begriffe "Vorderseite" oder "Rückseite" der Folienbahn sind relative Begriffe,
die auch als "die eine" und "die gegenüberliegende" Seite bezeichnet werden können
und die den überwiegenden Anteil der Gesamtoberfläche der Folienbahn bilden. Ausdrücklich
nicht umfasst mit diesen Begriffen sind die Seitenflächen der Folienbahn, die bei
einer Dicke der Folienbahn, die bei Kartenkörpern nur etwa einen Millimeter oder bei
Banknoten nur Bruchteile eines Millimeters beträgt, verschwindend gering sind und
üblicherweise nicht mit Sicherheitselementen oder Beschichtungen versehen werden bzw.
werden können.
[0014] Erfindungsgemäß wird die Folienbahn von oben oder mindestens von schräg oben zum
ersten bzw. zweiten Prägezylinder geführt. Es hat sich dabei überraschend gezeigt,
dass sich der Teil des Lacks der noch nicht gehärteten Lackschicht, der sich in Beförderungsrichtung
unmittelbar vor der Stelle aufstaut, an der die Lackschicht den Prägezylinder berührt
und dort einen sogenannten "Lackkeil" bildet, zu einer größeren benetzten Fläche auf
der Oberfläche des Prägezylinders führt. Der Lackkeil der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist zudem nicht ungleichmäßig verteilt und seine geometrische Form und Verteilung
nicht stochastisch ausgeprägt. Damit ergibt sich auf der Folienbahn sowohl vor als
auch während und nach dem Prägen mit Strukturen im Mikro- oder Nanometerbereich eine
Lackschicht mit vorhersagbarer und gleichmäßiger Dicke und größerer Breite sowie einer
vorhersagbaren und konstanten Position auf der Folienbahn. Dies führt besonders vorteilhaft
zu einem Endprodukt mit konstanten und vorhersagbaren Eigenschaften und zu einem geringeren
Ausschuss, d.h. zu weniger fehlerhaft bzw. nicht den Vorgaben entsprechenden geprägten
Endprodukten, wie beispielsweise Sicherheitsfäden oder Sicherheitsstreifen mit diffraktiven
oder spiegelartigen Strukturen in bzw. auf Banknoten.
[0015] Ursache für diese größere benetzte Fläche auf der Oberfläche des Prägezylinders bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren ist, dass die Gravitationskraft die Lackschicht zusätzlich
zur Bewegungsrichtung der Folienbahn zu der Stelle führt, an der die Folienbahn den
Prägezylinder berührt. Im Gegensatz dazu wird bei dem Verfahren des Standes der Technik
die Lackschicht durch die Gravitationskraft vom Prägezylinder weggezogen.
[0016] Weiterer Vorteil des Lackkeils ist es, dass durch die größere benetzte Fläche auf
der Oberfläche des Prägezylinders die Zeit zum Entweichen der Luft aus den Prägestrukturen
auf der Oberfläche des Prägezylinders steigt, so dass die Lackschicht bei höher Geschwindigkeit
der Folienbahn und gleichbleibender Anzahl der Luftblasen in der geprägten Lackschicht
oder alternativ dazu bei gleicher Geschwindigkeit der Folienbahn aber reduzierter
Anzahl der Luftblasen in der geprägten Lackschicht geprägt werden kann.
[0017] Derartige Strukturen mit Abmessungen im Bereich von Mikro- oder Nanometern werden
insbesondere zur Erhöhung des Fälschungsschutzes von Wertdokumenten verwendet, insbesondere
Banknoten, Aktien, Anleihen, Urkunden, Gutscheine, Schecks, hochwertige Eintrittskarten,
aber auch andere fälschungsgefährdete Papiere, wie Pässe und sonstige Ausweisdokumente,
sowie Karten, wie beispielsweise Kredit- oder Debitkarten, und auch Produktsicherungselemente,
wie Etiketten, Siegel, Verpackungen und dergleichen. Die Strukturen mit Abmessungen
im Bereich von Mikro- oder Nanometern sind beispielsweise diffraktive Strukturen,
Mikrospiegel, Mattstrukturen oder Mottenaugenstrukturen.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das erste Druckwerk,
das erste Prägewerk, das zweite Druckwerk und das zweite Prägewerk so angeordnet sind,
dass die Prägestrukturen mit Abmessungen im Bereich von Mikro- oder Nanometern ohne
Wendung der Folienbahn in die erste Lackschicht und in die zweite Lackschicht eingebracht
werden. Die Folienbahn muss somit besonders vorteilhaft nicht durch eine Wendevorrichtung
geführt werden, bei der die Folienbahn in Beförderungsrichtung derart um 180° gedreht
wird, dass die bisherige Vorderseite und die bisherige Rückseite der Folienbahn vertauscht
werden.
[0019] Durch den Wegfall der Wendung bzw. der Wendevorrichtung ergibt sich der besondere
Vorteil, dass die Führung der Folienbahn wesentlich ruhiger erfolgt, so dass die Folienbahn
weder Schwingungen oder stochastische Bewegungen in der Ebene der Folienbahn noch
in Richtung senkrecht zur Oberfläche der Folienbahn durchführt bzw. derartige Schwingungen
oder stochastische Bewegungen weitestgehend vermieden werden können. Es ergibt sich
somit eine besonders gute Passerung oder Registerhaltigkeit zwischen der Prägung der
ersten Strukturen mit Abmessungen im Bereich von Mikro- oder Nanometern in die erste
Lackschicht, die sich auf der Rückseite der Folienbahn befindet, und der zweiten Strukturen
mit Abmessungen im Bereich von Mikro- oder Nanometern in die zweite Lackschicht, die
sich auf der Vorderseite der Folienbahn befindet.
[0020] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass in Beförderungsrichtung
der Folienbahn vor dem ersten Druckwerk eine Vorrichtung zur Oberflächenbehandlung
der Rückseite der Folienbahn mittels Koronaentladung, Atmosphärenplasma- oder Flammvorbehandlung
angeordnet ist. Zusätzlich oder alternativ dazu kann auch in Beförderungsrichtung
der Folienbahn vor dem zweiten Druckwerk eine entsprechende Vorrichtung zur Oberflächenbehandlung
der Vorderseite der Folienbahn angeordnet sein. Durch diese Oberflächenbehandlung
erhöht sich vorteilhaft die Haftung und/oder Verlauf der Vorder- bzw. Rückseite der
Folienbahn für eine Lackschicht.
[0021] Die Dicke der Lackschicht beträgt bevorzugt 0,5 µm bis 20 µm, besonders bevorzugt
2 µm bis 15 µm und ganz besonders bevorzugt 2 µm bis 8 µm.
[0022] Die Folienbahn besteht beispielsweise aus Polyethylenterephthalat (PET), Polyethylennaphthalat
(PEN), Polypropylen (PP) oder Polycarbonat (PC) mit einer Dicke für Sicherheitsfäden
oder Sicherheitsfolien von bevorzugt 8 µm bis 36 µm, für Banknoten aus Polymer oder
für Folienverbundbanknoten bis 100 µm oder für Kartenkörper bis 200 µm.
[0023] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass in Beförderungsrichtung
der Folienbahn nach dem zweiten Druckwerk ein drittes Druckwerk zum Aufbringen einer
Waschfarbe auf die zweite Lackschicht auf der Vorderseite der Folienbahn angeordnet
ist. Ein derartiges Druckwerk und Druckverfahren ist beispielsweise aus
WO 99/13157 A1 bekannt. Mit diesem Druckwerk wird eine Waschfarbe appliziert, mit der eine darüberliegende
Abdeckschicht, die in einem nachfolgenden Verfahren auf die Waschfarbe aufgebracht
wird, wieder mit einer Flüssigkeit durch Auswaschen entfernt werden kann. Die Abdeckschicht
besteht beispielsweise aus einer oder mehreren metallischen Schichten, die auf die
Waschfarbe aufgedampft werden.
[0024] In Prägevorrichtungen des Standes der Technik werden Prägezylinder mit in Bewegungsrichtung
der Folienbahn größer werdenden Durchmessern eingesetzt, um die mechanische Spannung
der Folienbahn innerhalb der gesamten Druck- und Prägevorrichtung konstant zu halten.
Hierbei wird der Durchmesser bzw. der Umfang der Prägezylinder mit zunehmender Entfernung
von der Folienabrollung um jeweils 0,1 mm bis 0,5 mm größer. Eine Korrektur von möglichen
Abweichungen zwischen den einzelnen Vorgängen erfolgt über eine Registerregelung.
Dies bedeutet, dass eine Registerabweichung durch eine Änderung der Umdrehungsgeschwindigkeit
des entsprechenden Prägezylinders korrigiert wird. Hierbei entsteht jedoch nachteilhaft
ein Unterschied zwischen der Geschwindigkeit der Oberfläche des Prägezylinders und
der Geschwindigkeit der Oberfläche der Folienbahn. Beim UV-Prägen sind jedoch die
ausgehärten Strukturen auf der Folienbahn bzw. der Lackschicht mit dem Prägezylinder
so stark verzahnt, dass diese Art von Korrektur von Registerfehlern nicht möglich
ist.
[0025] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist deshalb vorgesehen, dass das
erste Prägewerk einen ersten Prägezylinder aufweist, auf dessen Oberfläche sich die
zu prägenden ersten Strukturen im Mikro- oder Nanometerbereich befinden, und das zweite
Prägewerk einen zweiten Prägezylinder aufweist, auf dessen Oberfläche sich die zu
prägenden zweiten Strukturen im Mikro- oder Nanometerbereich befinden, wobei der Durchmesser
des ersten Prägezylinders und der Durchmesser des zweiten Prägezylinders gleich groß
sind und der erste und der zweite Prägezylinder die gleiche Umdrehungsgeschwindigkeit
aufweisen. Der Durchmesser bzw. Umfang beider Prägezylinder muss jedoch nicht exakt
gleich groß sein. Vielmehr ist es auch möglich, dass der zweite Prägezylinder einen
um bis zu 2 mm kleineren Umfang als der erste Prägezylinder aufweist, so dass der
Umfang der Prägezylinder im Gegensatz zu Prägevorrichtungen des Standes der Technik
mit zunehmender Entfernung von der Folienabrollung kleiner werden kann. Zu einem geringeren
Umfang von Prägewellen kann es nicht nur durch deren Herstellungstoleranzen kommen,
sondern auch durch den Einsatz von Sleeves, da deren Dicke ebenfalls in den effektiven
Umfang des Prägezylinders eingeht. Die Sleeves unterliegen ebenfalls deutlichen Schwankungen
in der Dicke, da ihre Herstellung durch galvanische Abformung erfolgt, die bekanntlich
größeren Fertigungstoleranzen unterliegt.
[0026] Somit können Prägungen auf beiden Seiten der Folienbahn oder mehrere Prägungen auf
einer Seite der Folienbahn jeweils zueinander gepassert, d.h. im exakten Register
zueinander aufgebracht werden. Die Vorrichtung wird hierfür bevorzugt in drei Bereiche
eingeteilt. Den ersten Bereich bildet die Einrichtung zum Bereitstellen einer Folienbahn
und das erste Druckwerk und der Bereich bis zum Eingang in das erste Prägewerk. In
diesem Bereich wird die Folie abgewickelt und mit einer Lackschicht, die mittels ultravioletter
Strahlung härtbar ist, sogenanntem UV-Lack, vollflächig oder in Form eines Motivs
bedruckt. Anschließend wird die mechanische Spannung der Folienbahn derart eingestellt,
dass die Prägung der ersten Strukturen in die erste Lackschicht einer elastisch gedehnten
Folienbahn eingebracht wird.
[0027] Den zweiten Bereich bildet das erste Prägewerk und der Bereich bis zum Eingang in
das zweite Druckwerk. In diesem Bereich wird die mechanische Spannung der Folienbahn
im Vergleich zum ersten Bereich abgesenkt. Hierdurch entspannt sich die Folienbahn
und zieht sich nahezu elastisch wieder zusammen, was zu einer Verkürzung der Bogenlänge
führt.
[0028] Den dritten Bereich bildet das zweite Druckwerk und das zweite Prägewerk. In diesem
Bereich wird die mechanische Spannung der Folienbahn so angepasst, dass die Bogenlänge
der gedehnten Folienbahn exakt dem Umfang des zweiten Prägezylinders entspricht. Eine
Passerung der zweiten Lackschicht in Bezug auf die erste Lackschicht kann mittels
Registerregelung durchgeführt werden, da der Druckzylinder einen gewissen Schlupf
aufgrund der noch nicht ausgehärteten Lackschicht aufweisen darf.
[0029] Durch Erhöhung oder Verminderung der mechanischen Spannung der Folienbahn kann somit
die Position und Geometrie der Folienbahn zwischen der Prägung der ersten Strukturen
und der Prägung der zweiten Strukturen bestimmt bzw. korrigiert werden, so dass die
Prägung der ersten Strukturen und der Prägung der zweiten Strukturen im exakten Passer
zueinander erfolgen.
[0030] Beispielsweise weist die Folienbahn eine Dicke von 12 µm und eine Breite von 810
mm auf. Im ersten Bereich erfolgt die Prägung mit einer mechanischen Spannung der
Folienbahn von 200 N, wobei der erste Prägezylinder einen Umfang von 500 mm aufweist.
Es ergibt sich eine Bogenlänge von 500 mm im gedehnten Zustand. Im zweiten Bereich
erfolgt eine Verminderung der mechanischen Spannung der Folienbahn auf 50 N, es ergibt
sich eine Bogenlänge von 498,5 mm. Im dritten Bereich erfolgt eine Anpassung der mechanischen
Spannung der Folienbahn derart, dass die Bogenlänge exakt dem Umfang des zweiten Prägezylinders
entspricht. Bei einem Umfang des zweiten Prägezylinders von beispielsweise 499,5 mm
ergibt sich dabei eine mechanischen Spannung der Folienbahn von etwa 150 N.
[0031] Die Positionierung der Prägung der ersten Strukturen zu der Prägung der zweiten Strukturen
erfolgt bevorzugt anhand von Registermarken, welche automatisch ausgelesen werden
und zu einer Korrektur der mechanischen Spannung der Folienbahn führen. Hierbei können
zum Beispiel optische Registermarken, beispielsweise Doppelkeilmarken, verwendet werden,
welche zusätzlich in die Prägezylinder eingebracht sind und beim Prägevorgang mit
in die Lackschicht abgeformt werden. Nach dem Durchlauf durch das zweite Prägewerk
werden die relativen Positionen der Registermarken beider Prägewerke zueinander ermittelt
und der Positionsfehler bestimmt.
[0032] Beispielsweise werden zwei Doppelkeilmarken, eine des ersten Prägewerks und eine
des zweiten Prägewerks, mit einer Lichtschranke ausgelesen. Aus den Signalen der Lichtschranke
wird der zeitliche Unterschied zwischen der ersten Doppelkeilmarke und der zweiten
Doppelkeilmarke bestimmt. Dieser zeitliche Unterschied muss bei allen Registermarken
konstant sein, Abweichungen führen zu einem Regeleingriff, beispielsweise eine Anpassung
der mechanischen Spannung der Folienbahn.
[0033] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachfolgend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in den angegebenen Kombinationen, sondern auch in anderen Kombinationen
einsetzbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen, soweit dies
von dem Schutzumfang der Ansprüche erfasst ist.
[0034] Anhand der nachfolgenden Ausführungsbeispiele und der ergänzenden Figuren werden
die Vorteile der Erfindung erläutert. Die Ausführungsbeispiele stellen bevorzugte
Ausführungsformen dar, auf die jedoch die Erfindung in keinerlei Weise beschränkt
sein soll. Des Weiteren sind die Darstellungen in den Figuren des besseren Verständnisses
wegen stark schematisiert und spiegeln nicht die realen Gegebenheiten wider. Insbesondere
entsprechen die in den Figuren gezeigten Proportionen nicht den in der Realität vorliegenden
Verhältnissen und dienen ausschließlich zur Verbesserung der Anschaulichkeit. Des
Weiteren sind die in den folgenden Ausführungsbeispielen beschriebenen Ausführungsformen
der besseren Verständlichkeit wegen auf die wesentlichen Kerninformationen reduziert.
Bei der praktischen Umsetzung können wesentlich komplexere Muster oder Bilder zur
Anwendung kommen.
[0035] Im Einzelnen zeigen schematisch
- Fig. 1
- in Seitenansicht eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung von Sicherheitselementen,
- Fig. 2
- in Seitenansicht ein Prägeverfahren nach dem Stand der Technik,
- Fig. 3
- in Seitenansicht ein erfindungsgemäßes Prägeverfahren.
[0036] Fig. 1 zeigt in Seitenansicht eine Vorrichtung zur Herstellung von Sicherheitselementen,
die auf einer Vorderseite und einer Rückseite einer Folienbahn angeordnet sind und
aus Prägestrukturen in einer Lackschicht mit Abmessungen im Bereich von Mikro- oder
Nanometern bestehen.
[0037] Die Vorrichtung weist zunächst eine Einrichtung 1 zum Bereitstellen einer Folienbahn
2 auf, wobei die Folienbahn 2 eine Vorderseite 2.1 und eine Rückseite 2.2 aufweist.
Einrichtung 1 besteht beispielsweise aus einer Spule oder Trommel, auf der die Folienbahn
2 aufgewickelt bereitgestellt wird und von der die Folienbahn 2 durch die Vorrichtung
wieder abgewickelt wird. Über Umlenkrollen wird die Folienbahn 2 einer Vorrichtung
A zur Oberflächenbehandlung der Rückseite 2.2 der Folienbahn 2 mittels Koronaentladung
zugeführt, wobei eine Vorrichtung 3.1 die Koronaentladung erzeugt. Die Bewegungsrichtung
der Folienbahn 2 wird durch Pfeile 9 dargestellt.
[0038] Anschließend wird die Folienbahn 2 dem ersten Druckwerk B zugeführt, das eine erste
mittels ultravioletter Strahlung härtbare Lackschicht auf die Rückseite 2.2 der Folienbahn
2 aufbringt. Die Folienbahn 2 läuft hierbei in Richtung des Pfeils 9 von unten oder
mindestens von schräg unten in das erste Druckwerk B mit dem Druckzylinder 5.1 ein.
Bei dem Druckwerk B handelt es sich beispielsweise um ein Flexodruckwerk.
[0039] Anschließend läuft die Folienbahn 2 in ein erstes Prägewerk C, das erste Strukturen
mit Abmessungen im Bereich von Mikro- oder Nanometern in die erste Lackschicht prägt.
Hierbei läuft die Folienbahn in Richtung des Pfeils 9 von oben oder mindestens von
schräg oben in das erste Prägewerk C mit dem Prägezylinder 6.1 und dem Presseur 7.1
ein, wobei die Lackschicht durch ultraviolette Strahlung der Quelle 8.1 für ultraviolette
Strahlung gehärtet wird.
[0040] Anschließend läuft die Folienbahn 2 in ein zweites Druckwerk D. Im zweiten Druckwerk
D wird zunächst die Oberfläche der Vorderseite 2.1 der Folienbahn 2 mittels Koronaentladung
behandelt, wobei eine Vorrichtung 3.2 die Koronaentladung erzeugt. Anschließend bringt
ein Druckzylinder 5.2 eine zweite Lackschicht, die mittels ultravioletter Strahlung
härtbar ist, auf die Vorderseite 2.1 der Folienbahn 2 auf. Hierbei läuft die Folienbahn
2 in Richtung des Pfeils 9 von oben oder mindestens von schräg oben in das zweite
Druckwerk D mit dem Druckzylinder 5.2 ein. Bei dem Druckwerk D handelt es sich beispielsweise
um ein Flexodruckwerk.
[0041] Anschließend läuft die Folienbahn 2 in ein zweites Prägewerk E, das zweite Strukturen
mit Abmessungen im Bereich von Mikro- oder Nanometern in die zweite Lackschicht prägt.
Hierbei läuft die Folienbahn 2 in Richtung des Pfeils 9 von unten oder mindestens
von schräg unten in das zweite Prägewerk E mit dem Prägezylinder 6.2 und dem Presseur
7.2 ein, wobei die Lackschicht durch ultraviolette Strahlung der Quelle 8.2 für ultraviolette
Strahlung gehärtet wird.
[0042] Anschließend läuft die Folienbahn 2 in ein drittes Druckwerk F, das eine Druckfarbe
oder Waschfarbe auf die Vorderseite 2.1 der Folienbahn bzw. auf die zweite Lackschicht
aufbringt.
[0043] Über Umlenkrollen wird die Folienbahn 2 einer Vorrichtung G zur Oberflächenbehandlung
der Vorderseite 2.1 der Folienbahn 2 bzw. der zweiten Lackschicht mittels Koronaentladung
zugeführt, wobei eine Vorrichtung 3.3 die Koronaentladung erzeugt. Abschließend wickelt
eine Vorrichtung 10 die Folienbahn 2 wieder auf eine Spule oder Trommel auf.
[0044] Eine optionale Inspektion der Rückseite 2.2 der Folienbahn 2 erfolgt mit den Inspektionsvorrichtungen
4.1 und 4.2, eine Inspektion der Vorderseite 2.1 der Folienbahn 2 erfolgt mit der
Inspektionsvorrichtung 4.3. Die Inspektionsvorrichtungen 4.1, 4.2 und 4.3 sind beispielsweise
traversierende Kamerasysteme, die die jeweilige Oberfläche der Folienbahn 2 bzw. der
entsprechend aufgebrachten Lackschichten optisch überwachen.
[0045] Fig. 2 zeigt in Seitenansicht ein aus dem Stand der Technik bekanntes Prägeverfahren.
Auf einer Folienbahn 15 befindet sich eine Lackschicht 16, wobei die Folienbahn in
Bewegungsrichtung 9 von schräg unten auf eine Prägevorrichtung zugeführt wird. Die
Prägevorrichtung besteht hierbei aus einem Prägezylinder 11, in dessen Oberfläche
zu prägende Strukturen mit Abmessungen im Bereich von Mikro- oder Nanometern eingebracht
sind, einem walzenförmig ausgestalteten Presseur 12, einer Quelle 4 für ultraviolette
Strahlung sowie zwei Umlenkwalzen 13. Die Folienbahn 15 wird durch die erste Umlenkwalze
13 derart umgelenkt, dass die Lackschicht 16 mit dem Prägezylinder 11 in Kontakt kommt.
Unmittelbar vor bzw. an dieser linienförmigen Kontaktstelle staut sich ein Teil der
noch nicht gehärteten Lackschicht 16 auf und bildet dabei den ungleichmäßig geformten
Lackkeil 18. Anschließend wird die Folienbahn 15 samt Lackschicht 6 durch den Presseur
12 gegen den Prägezylinder 11 gepresst und die Strukturen mit Abmessungen im Bereich
von Mikro- oder Nanometern in die Lackschicht 16 abgeformt. Daraufhin wird die Lackschicht
16 durch elektromagnetische Strahlung im ultravioletten Wellenlängenbereich der Quelle
14 gehärtet und über eine zweite Umlenkwalze 13 vom Prägezylinder 11 wegeführt und
nachfolgenden Bearbeitungsschritten zugeführt.
[0046] Fig. 3 zeigt in Seitenansicht das erfindungsgemäße Prägeverfahren, bei dem im Gegensatz
zu dem Prägeverfahren aus Fig. 2 die Folienbahn 15 von schräg oben der Prägevorrichtung
zugeführt wird. Die Folienbahn 15 wird durch die erste Umlenkwalze 13 derart umgelenkt,
dass die Lackschicht 16 mit dem Prägezylinder 11 in Kontakt kommt. Unmittelbar vor
bzw. an dieser linienförmigen Kontaktstelle staut sich ein Teil der noch nicht gehärteten
Lackschicht 16 auf und bildet dabei den oben beschriebenen und besonders vorteilhaft
gleichmäßig geformten Lackkeil 19. Anschließend wird die Folienbahn 15 samt Lackschicht
16 durch den Presseur 12 gegen den Prägezylinder 11 gepresst und die Strukturen mit
Abmessungen im Bereich von Mikro- oder Nanometern in die Lackschicht 16 abgeformt.
Daraufhin wird die Lackschicht 16 durch elektromagnetische Strahlung im ultravioletten
Wellenlängenbereich der Quelle 14 gehärtet und über eine zweite Umlenkwalze 13 vom
Prägezylinder 11 weggeführt und nachfolgenden Bearbeitungsschritten zugeführt.
1. Vorrichtung zur Herstellung von Sicherheitselementen, wobei die Sicherheitselemente
auf einer Vorderseite (2.1) und einer Rückseite (2,2) einer Folienbahn (2) angeordnet
sind und aus Prägestrukturen in einer Lackschicht mit Abmessungen im Bereich von Mikro-
oder Nanometern bestehen, wobei die Vorrichtung in Beförderungsrichtung der Folienbahn
die folgenden Einrichtungen aufweist:
• eine Einrichtung (1) zum Bereitstellen einer Folienbahn,
• ein erstes Druckwerk (B) zum Aufbringen einer ersten Lackschicht, die mittels ultravioletter
Strahlung härtbar ist, auf die Rückseite (2.2) der Folienbahn, wobei die Folienbahn
von unten oder mindestens von schräg unten in das erste Druckwerk einläuft,
• ein erstes Prägewerk (C) zum Prägen von ersten Strukturen mit Abmessungen im Bereich
von Mikro- oder Nanometern in die erste Lackschicht, wobei die Folienbahn von oben
oder mindestens von schräg oben in das erste Prägewerk einläuft,
• ein zweites Druckwerk (D) zum Aufbringen einer zweiten Lackschicht, die mittels
ultravioletter Strahlung härtbar ist, auf die Vorderseite (2.1) der Folienbahn, wobei
die Folienbahn von oben oder mindestens von schräg oben in das zweite Druckwerk einläuft,
• ein zweites Prägewerk (E) zum Prägen von zweiten Strukturen mit Abmessungen im Bereich
von Mikro- oder Nanometern in die zweite Lackschicht wobei die Folienbahn von unten
oder mindestens von schräg unten in das zweite Prägewerk einläuft.
2. Vorrichtung zur Herstellung von Sicherheitselementen, wobei die Sicherheitselemente
auf einer Vorderseite und einer Rückseite einer Folienbahn angeordnet sind und aus
Prägestrukturen in einer Lackschicht mit Abmessungen im Bereich von Mikro- oder Nanometern
bestehen, wobei die Vorrichtung in Beförderungsrichtung der Folienbahn die folgenden
Einrichtungen aufweist:
• eine Einrichtung zum Bereitstellen einer Folienbahn,
• ein erstes Druckwerk zum Aufbringen einer ersten Lackschicht, die mittels ultravioletter
Strahlung härtbar ist, auf die Rückseite der Folienbahn, wobei die Folienbahn von
oben oder mindestens von schräg oben in das erste Druckwerk einläuft,
• ein erstes Prägewerk zum Prägen von ersten Strukturen mit Abmessungen im Bereich
von Mikro- oder Nanometern in die erste Lackschicht, wobei die Folienbahn von unten
oder mindestens von schräg unten in das erste Prägewerk einläuft,
• ein zweites Druckwerk zum Aufbringen einer zweiten Lackschicht, die mittels ultravioletter
Strahlung härtbar ist, auf die Vorderseite der Folienbahn, wobei die Folienbahn von
unten oder mindestens von schräg unten in das zweite Druckwerk einläuft,
• ein zweites Prägewerk zum Prägen von zweiten Strukturen mit Abmessungen im Bereich
von Mikro- oder Nanometern in die zweite Lackschicht wobei die Folienbahn von oben
oder mindestens von schräg oben in das zweite Prägewerk einläuft.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Druckwerk, das erste Prägewerk, das zweite Druckwerk und das zweite Prägewerk
so angeordnet sind, dass die Prägestrukturen mit Abmessungen im Bereich von Mikro-
oder Nanometern ohne Wendung der Folienbahn in die erste Lackschicht und in die zweite
Lackschicht eingebracht werden.
4. Vorrichtung nach mindestens einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Beförderungsrichtung der Folienbahn vor dem ersten Druckwerk eine Vorrichtung
zur Oberflächenbehandlung der Rückseite der Folienbahn mittels Koronaentladung angeordnet
ist.
5. Vorrichtung nach mindestens einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Beförderungsrichtung der Folienbahn vor dem zweiten Druckwerk eine Vorrichtung
zur Oberflächenbehandlung der Vorderseite der Folienbahn mittels Koronaentladung angeordnet
ist.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Beförderungsrichtung der Folienbahn nach dem zweiten Druckwerk eine drittes Druckwerk
zum Aufbringen einer Waschfarbe auf die zweite Lackschicht auf der Vorderseite der
Folienbahn angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach mindestens einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Prägewerk einen ersten Prägezylinder aufweist, auf dessen Oberfläche sich
die zu prägenden ersten Strukturen im Mikro- oder Nanometerbereich befinden, und das
zweite Prägewerk einen zweiten Prägezylinder aufweist, auf dessen Oberfläche sich
die zu prägenden zweiten Strukturen im Mikro- oder Nanometerbereich befinden, wobei
der Durchmesser des ersten Prägezylinders und der Durchmesser des zweiten Prägezylinders
mindestens nahezu gleich groß sind und der erste und der zweite Prägezylinder mindestens
nahezu die gleiche Umdrehungsgeschwindigkeit aufweisen.
1. Apparatus for producing security elements, wherein the security elements are arranged
on a front side (2.1) and on a rear side (2,2) of a film web and consist of embossed
structures in a lacquer layer having dimensions in the micrometre and nanometre range,
wherein the apparatus comprises the following devices in the direction of transport
of the film web:
• a device (1) for providing a film web,
• a first printing mechanism (B) for applying a first lacquer layer that is curable
using ultraviolet radiation onto the rear side (2.2) of the film web, wherein the
film web enters the first printing mechanism from below or at least obliquely from
below,
• a first embossing mechanism (C) for embossing first structures having dimensions
in the micrometre or nanometre range into the first lacquer layer, wherein the film
web enters the first embossing mechanism from above or at least obliquely from above,
• a second printing mechanism (D) for applying a second lacquer layer that is curable
using ultraviolet radiation onto the front side of the film web, wherein the film
web enters the second printing mechanism from above or at least obliquely from above,
• a second embossing mechanism (E) for embossing second structures having dimensions
in the micrometre or nanometre range into the second lacquer layer, wherein the film
web enters the second embossing mechanism from below or at least obliquely from below.
2. Apparatus for producing security elements, wherein the security elements are arranged
on a front side and on a rear side of a film web and consist of embossed structures
in a lacquer layer having dimensions in the micrometre or nanometre range, wherein
the apparatus comprises the following devices in the direction of transport of the
film web:
• a device for providing a film web,
• a first printing mechanism for applying a first lacquer layer that is curable using
ultraviolet radiation onto the rear side of the film web, wherein the film web enters
the first printing mechanism from above or at least obliquely from above,
• a first embossing mechanism for embossing first structures having dimensions in
the micrometre or nanometre range into the first lacquer layer, wherein the film web
enters the first embossing mechanism from below or at least obliquely from below,
• a second printing mechanism for applying a second lacquer layer that is curable
using ultraviolet radiation onto the front side of the film web, wherein the film
web enters the second printing mechanism from below or at least obliquely from below,
• a second embossing mechanism for embossing second structures having dimensions in
the micrometre or nanometre range into the second lacquer layer, wherein the film
web enters the second embossing mechanism from above or at least obliquely from above.
3. Apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that the first printing mechanism, the first embossing mechanism, the second printing
mechanism and the second embossing mechanism are arranged such that the embossed structures
having dimensions in the micrometre or nanometre range are introduced into the first
lacquer layer and into the second lacquer layer without turning the film web around.
4. Apparatus according to at least one of the preceding claims, characterized in that an apparatus for surface treatment of the rear side of the film web using corona
discharge is arranged upstream of the first printing mechanism in the direction of
transport of the film web.
5. Apparatus according to at least one of the preceding claims, characterized in that an apparatus for surface treatment of the front side of the film web using corona
discharge is arranged upstream of the first printing mechanism in the direction of
transport of the film web.
6. Apparatus according to at least one of the preceding claims, characterized in that a third printing mechanism for applying a washable ink onto the second lacquer layer
on the front side of the film web is arranged downstream of the second printing mechanism
in the direction of transport of the film web.
7. Apparatus according to at least one of the preceding claims, characterized in that the first embossing mechanism comprises a first embossing cylinder, on the surface
of which the first structures in the micrometre or nanometre range that are to be
embossed are located, and the second embossing mechanism comprises a second embossing
cylinder, on the surface of which the second structures in the micrometre or nanometre
range that are to be embossed are located, wherein the diameter of the first embossing
cylinder and the diameter of the second embossing cylinder are at least almost of
the same size and the first and the second embossing cylinder exhibit at least almost
the same speed of rotation.
1. Système de fabrication d'éléments de sécurité, dans lequel les éléments de sécurité
sont disposés sur une face avant (2.1) et une face arrière (2.2) d'une bande de feuille
(2) et se composent de structures gaufrées dans une couche de peinture avec des dimensions
dans le domaine des micromètres ou des nanomètres, dans lequel le système présente
les dispositifs suivants dans la direction de progression de la bande de feuille:
• un dispositif (1) pour fournir une bande de feuille,
• un premier groupe d'impression (B) pour appliquer une première couche de peinture,
qui peut être durcie au moyen d'un rayonnement ultraviolet, sur la face arrière (2.2)
de la bande de feuille, dans lequel la bande de feuille s'engage dans le premier groupe
d'impression par le bas ou au moins en oblique par le bas,
• un premier groupe de gaufrage (C) pour former des premières structures avec des
dimensions dans le domaine des micromètres ou des nanomètres dans la première couche
de peinture, dans lequel la bande de feuille s'engage dans le premier groupe de gaufrage
par le haut ou au moins en oblique par le haut,
• un deuxième groupe d'impression (D) pour appliquer une seconde couche de peinture,
qui peut être durcie au moyen d'un rayonnement ultraviolet, sur la face avant (2.1)
de la bande de feuille, dans lequel la bande de feuille s'engage dans le deuxième
groupe d'impression par le haut ou au moins en oblique par le haut,
• un second groupe de gaufrage (E) pour former des secondes structures avec des dimensions
dans le domaine des micromètres ou des nanomètres dans la seconde couche de peinture,
dans lequel la bande de feuille s'engage dans le second groupe de gaufrage par le
bas ou au moins en oblique par le bas.
2. Système de fabrication d'éléments de sécurité, dans lequel les éléments de sécurité
sont disposés sur une face avant et une face arrière d'une bande de feuille et se
composent de structures gaufrées dans une couche de peinture avec des dimensions dans
le domaine des micromètres ou des nanomètres, dans lequel le système présente les
dispositifs suivants dans la direction de progression de la bande de feuille:
• un dispositif pour fournir une bande de feuille,
• un premier groupe d'impression pour appliquer une première couche de peinture, qui
peut être durcie au moyen d'un rayonnement ultraviolet, sur la face arrière de la
bande de feuille, dans lequel la bande de feuille s'engage dans le premier groupe
d'impression par le haut ou au moins en oblique par le haut,
• un premier groupe de gaufrage pour former des premières structures avec des dimensions
dans le domaine des micromètres ou des nanomètres dans la première couche de peinture,
dans lequel la bande de feuille s'engage dans le premier groupe de gaufrage par le
bas ou au moins en oblique par le bas,
• un deuxième groupe d'impression pour appliquer une seconde couche de peinture, qui
peut être durcie au moyen d'un rayonnement ultraviolet, sur la face avant de la bande
de feuille, dans lequel la bande de feuille s'engage dans le deuxième groupe d'impression
par le bas ou au moins en oblique par le bas,
• un second groupe de gaufrage pour former des secondes structures avec des dimensions
dans le domaine des micromètres ou des nanomètres dans la seconde couche de peinture,
dans lequel la bande de feuille s'engage dans le second groupe de gaufrage par le
haut ou au moins en oblique par le haut.
3. Système selon une revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le premier groupe d'impression, le premier groupe de gaufrage, le deuxième groupe
d'impression et le second groupe de gaufrage sont disposés de telle manière que les
structures gaufrées avec des dimensions dans le domaine des micromètres ou des nanomètres
soient formées dans la première couche de peinture et dans la seconde couche de peinture
sans retournement de la bande de feuille.
4. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un dispositif pour le traitement de surface de la face arrière de la bande de feuille
au moyen d'une décharge corona est disposé avant le premier groupe d'impression dans
la direction de progression de la bande de feuille.
5. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un dispositif pour le traitement de surface de la face avant de la bande de feuille
au moyen d'une décharge corona est disposé avant le deuxième groupe d'impression dans
la direction de progression de la bande de feuille.
6. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un troisième groupe d'impression pour appliquer une encre lavable sur la seconde couche
de peinture sur la face avant de la bande de feuille est disposé après le deuxième
groupe d'impression dans la direction de progression de la bande de feuille.
7. Système selon au moins une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier groupe de gaufrage présente un premier cylindre de gaufrage, sur la surface
duquel se trouvent les premières structures à former dans le domaine des micromètres
ou des nanomètres, et le second groupe de gaufrage présente un second cylindre de
gaufrage, sur la surface duquel se trouvent les secondes structures à former dans
le domaine des micromètres ou des nanomètres, dans lequel le diamètre du premier cylindre
de gaufrage et le diamètre du second cylindre de gaufrage sont au moins approximativement
égaux et le premier et le second cylindres de gaufrage présentent au moins approximativement
la même vitesse de rotation.