[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erzeugen eines Werkstücks eines vorbestimmten
Typs nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, und ein entsprechendes Verfahren nach dem
Oberbegriff von Anspruch 8. Eine gattungsgemässe Vorrichtung sowie ein gattungsgemässes
Verfahren sind aus
DE 43 02 331 A1 bekannt. Bei dem Werkstück handelt es sich insbesondere um ein Warmwalzgut.
[0002] Nach dem Stand der Technik ist es bekannt, zum Entzundern von Werkstücken, insbesondere
von Warmwalzgut, auf die Oberflächen des Werkstücks Wasser mit hohem Druck zu spritzen.
Für ein lückenloses Entzundern der Oberflächen des Werkstücks wird das Hochdruck-Spritzwasser
in der Regel aus mehreren Düsen eines Zunderwäschers ausgespritzt. In diesem Zusammenhang
wird als Zunderwäscher bei einer Warmwalzanlage eine Baugruppe bezeichnet, die zur
Entfernung von Zunder, d. h. von Verunreinigungen aus Eisenoxid, von der Oberfläche
des Walzgutes vorgesehen ist.
[0003] Nach dem Stand der Technik wird eine Produktionsanlage zum Erzeugen eines Werkstücks
bislang in der Weise betrieben, dass für die Entzunderung des Werkstücks ein konstant
vorinstallierter Betriebswert eingestellt wird, der im Betrieb der Produktionsanlage
unverändert bleibt. Ein Nachteil einer solchen Betriebsweise besteht darin, dass dem
Zunderwäscher Hochdruckwasser stets mit maximalem Druck zugeführt wird, um eine entsprechende
maximal mögliche Entzunderung zu erzielen. Dies führt bei einfach zu entzundernden
Stahlgüten, die z.B. einen hohen Kohlenstoffgehalt und/oder eine geringe Konzentration
an Legierungselementen aufweisen, zu einem unnötig großen Bedarf an Energie und Menge
an eingesetztem Hochdruckwasser. Ein weiterer Nachteil besteht insbesondere für einfach
zu entzundernde Stahlgüten darin, dass durch die soeben genannte Betriebsweise eines
Zunderwäschers die Temperatur des Werkstücks über das erforderliche Maß hinaus abgesenkt
wird, was folglich dann wiederum eine große Menge an Heizenergie erforderlich macht,
falls das Werkstück nach dem Entzundern, zur Vorbereitung von weiteren Bearbeitungsschritten,
bei Bedarf wiederaufgeheizt wird. Gleichermaßen wird auch die Temperaturführung eines
vorgelagerten Heizvorgangs beeinträchtigt, da das Walzgut zu hoch bzw. stark aufgeheizt
wurde, was wiederum zu vermehrtem Zunderaufbau führt. Durch den bisherigen unveränderlichen
Betrieb einer Produktionsanlage wurde der Entzunderungsvorgang nicht als dynamische
Komponente in bisher bekannten thermischen Prozessmodellen berücksichtigt.
[0004] Bekannte Prozessmodelle, die bei herkömmlichen Produktionsanlagen zum Einsatz kommen,
regeln und steuern üblicherweise umformtechnische und/oder thermische Vorgänge in
der Produktionsanlage. Dabei wirken umformtechnische Prozessmodelle meist über die
Stichplangestaltung und technologische Regelungen mit dem Ziel, eine optimale Bandgeometrie
zu erreichen. Thermische Prozessmodelle dienen der Einstellung und Regelung von Gefügestrukturen
über gezielte Heiz - und Abkühlungsvorgänge.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Erzeugen eines Werkstücks mit einfachen
Mitteln zu optimieren, dahingehend, dass eine Minimierung des Energieeinsatzes und
eine minimale Temperaturerniedrigung beim Entzundern des Werkstücks erreicht wird,
bei gleichbleibend optimalem Produktionsergebnis.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen,
und durch ein Verfahren gemäß Anspruch 8 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0007] Eine Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung dient zum Erzeugen eines Werkstücks
eines vorbestimmten Typs, insbesondere eines Warmwalzgutes, und umfasst zumindest
eine erste Strahldüsen-Anordnung mit einer Mehrzahl von Strahldüsen, aus denen eine
Flüssigkeit, insbesondere Wasser, auf eine Oberfläche des Werkstücks unter Hochdruck
ausbringbar ist, um dadurch das Werkstück zu entzundern, und eine Steuereinrichtung,
wobei ein mit der Steuereinrichtung signaltechnisch verbundener Datenspeicher vorgesehen
ist. In diesem Datenspeicher können Soll-Daten eines Oberflächen-Prozessmodells für
das Werkstück nach zumindest einem vorbestimmten Typ gespeichert sein. Ein spezifischer
Energieeintrag, mit dem eine Oberfläche des Werkstücks durch die aus den Strahldüsen
gespritzte Flüssigkeit zum Entzundern beaufschlagt wird, ist mittels der Steuereinrichtung
in Abhängigkeit der Soll-Daten des Oberflächen-Prozessmodells für den vorbestimmten
Typ des Werkstücks steuerbar, vorzugsweise regelbar, derart, dass der spezifische
Energieeintrag und damit verbunden eine Temperaturabsenkung für das Werkstück jeweils
einen minimalen Wert annehmen.
[0008] In gleicher Weise sieht die Erfindung auch ein Verfahren zum Erzeugen eines Werkstücks
eines vorbestimmten Typs, vorzugsweise eines Warmwalzguts, vor, das relativ zu einer
zumindest ersten Strahldüsen-Anordnung mit einer Mehrzahl von Strahldüsen entlang
einer Bewegungsrichtung bewegt wird. Hierbei wird aus den Strahldüsen eine Flüssigkeit,
insbesondere Wasser, unter Hochdruck auf eine Oberfläche des Werkstücks gespritzt,
um dadurch das Werkstück zu entzundern. Eine Steuereinrichtung ist mit einem Datenspeicher
signaltechnisch verbunden, wobei in dem Datenspeicher Soll-Daten eines Oberflächen-Prozessmodells
für das Werkstück nach zumindest einem vorbestimmten Typ gespeichert sind. Der spezifische
Energieeintrag, mit dem eine Oberfläche des Werkstücks durch die aus den Strahldüsen
gespritzte Flüssigkeit zum Entzundern beaufschlagt wird, wird mittels der Steuereinrichtung
in Abhängigkeit der Soll-Daten des Oberflächen-Prozessmodells für den vorbestimmten
Typ des Werkstücks gesteuert, vorzugsweise geregelt, derart, dass der spezifische
Energieeintrag und damit verbunden eine Temperaturabsenkung für das Werkstück jeweils
einen minimalen Wert annehmen.
[0009] Der Erfindung liegt die wesentliche Erkenntnis zugrunde, dass beim Erzeugen eines
Werkstücks eines vorbestimmten Typs Soll-Daten eines neuen Oberflächen-Prozessmodells
berücksichtigt werden, welches bisher bekannte Prozessmodelle, z.B. umformtechnische
Prozessmodelle und/oder thermische Prozessmodelle, ergänzt. Auf Grundlage eines solchen
Oberflächen-Prozessmodells und der dafür vorgesehenen Soll-Daten für das Werkstück
nach zumindest einem vorbestimmten Typ wird der spezifische Energieeintrag, mit dem
eine Oberfläche des Werkstücks durch die aus der Strahldüsen-Anordnung ausgebrachte
Flüssigkeit beaufschlagt wird, stets an den vorbestimmten Typ eines Werkstücks angepasst,
und mittels der Steuereinrichtung geeignet gesteuert, vorzugsweise geregelt, solange
bis das vorgegebene, qualitative Entzunderungsergebnis gerade soeben erreicht wird.
Die sich aus den jeweiligen Betriebsparametern der Entzunderung ergebende Abkühlung
des Werkstücks wird kontinuierlich dem Prozessmodell zugeführt. Die verschiedenen
Intensitäten, die für die Entzunderung von verschiedenen Stahlgüten notwendig sind,
und die Veränderung des spezifischen Energieeintrags nach Maßgabe einer erfindungsgemäßen
Steuerung/ Regelung der Strahldüsen-Anordnung, führen zu unterschiedlichen Abkühlungsraten
des Werkstücks durch das Ausspritzen von Wasser unter Hochdruck.
[0010] Die Einbindung eines Oberflächen-Prozessmodells und von dafür vorgesehenen Soll-Daten
für das Werkstück nach zumindest einem vorbestimmten Typ führt dazu, dass innerhalb
eines Gesamt-Prozessmodells, insbesondere des thermischen Prozessmodells, die Vorgaben
und die Ansteuerung von Prozessschritten, die dem Entzundern vor- oder nach gelagert
sind, neu konfiguriert werden. Bei diesen Prozessschritten handelt es sich insbesondere
um die Ansteuerung einer Heizeinrichtung, die dem Entzunderungsvorgang vorgelagert
ist, und/oder um die Ansteuerung einer weiteren Heizeinrichtung, meist eine Induktionsheizung,
die dem Entzunderungsvorgang nachgelagert ist. Für den Fall, dass ein Werkstück nur
mit geringem spezifischen Energieeintrag entzundert zu werden braucht, kann die Temperatur
einer Heizeinrichtung gesenkt werden. Für den Fall, dass ein Werkstück mit höherem
spezifischen Energieeintrag entzundert werden muss, steht die Möglichkeit der Temperaturerhöhung
der jeweiligen Heizeinrichtung zur Verfügung.
[0011] In dieser Weise wird auch das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung durchgeführt.
[0012] Die vorliegende Erfindung sieht eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Erzeugen eines
Werkstücks eines vorbestimmten Typs vor, bei dem es sich vorzugsweise um ein Warmwalzgut
handelt. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird eine Produktionsanlage in der Weise
betrieben, dass deren Betriebsparameter genau auf den soeben notwendigen spezifischen
Energieeintrag gesteuert und/oder geregelt werden, um ein qualitativ gerade hinreichendes
Entzunderungsergebnis für das Werkstück zu erreichen und die hieraus resultierenden
Abkühlungseffekte des Werkstücks/Warmbands über ein erweitertes Prozessmodell für
die Anlagensteuerung zu verwenden. Hierbei beeinflusst das Oberflächen-Prozessmodell
die Steuer - und/oder Regelung z.B. eines Zunderwäschers bzw. einer Strahldüsen-Anordnung
zum Entzundern eines Werkstücks, mit dem Ziel, eine vorgegebene und in der Regel zunderfreie
Oberfläche zu erhalten, wobei der spezifische Energieeintrag und damit verbunden eine
Temperaturabsenkung so gering wie möglich eingestellt oder geregelt wird.
[0013] Bei der Produktionsanlage handelt es sich z.B. um eine Warmwalzanlage. Bei dem Werkstück
kann es sich um ein Warmwalzgut bzw. um Warmbands handeln. Das Werkstück wird in seiner
Bewegungsrichtung entweder einem oder mehreren Aufheiz-, Abkühl-, Entzunderungs- und
Umformvorgang bzw. -gängen unterworfen.
[0014] Die Erfindung führt zu dem Vorteil, dass beim Erzeugen eines Werkstücks eines vorbestimmten
Typs die zumindest erste Strahldüsen-Anordnung zum Entzundern dieses Werkstücks stets
in Anpassung an den aktuellen behandelten Typ des Werkstücks, z.B. mit einer bestimmten
Stahlgüte, betrieben wird. Zu diesem Zweck sind in dem Datenspeicher für diesen bestimmten
Typ eines Werkstücks zugehörige Soll-Daten insbesondere des Oberflächen-Prozessmodells
gespeichert. Das Speichern der Soll-Daten bezieht sich sowohl auf Daten, die auf Basis
vorgegebener Werte hinterlegt sein können, als auch auf Daten, die durch Berechnungsvorgänge
innerhalb des Modells kontinuierlich erzeugt werden können. Diese Soll-Daten werden
dann von der Steuereinrichtung ausgelesen und geeignet verarbeitet. Durch eine solch
bedarfsgerechte Betriebsweise der Strahldüsen-Anordnung wird sowohl ein übermäßiges
als auch ein unzureichendes Entzundern des Werkstücks vermieden. Die variablen Betriebsparameter,
die in Anpassung an einen jeweils bestimmten Typ eines Werkstücks eingestellt werden,
schlagen sich vorteilhaft in einer variablen, d.h. vorzugsweise verminderten Abkühlung
des Werkstücks während des Entzunderungsvorgangs nieder.
[0015] Verschiedene Stahlgüten können sich durch einen unterschiedlich hohen Kohlenstoffgehalt
unterscheiden. Hierbei gilt die Regel, dass die Entzunderung eines Werkstücks umso
einfacher ist, desto höher sein Kohlenstoffgehalt ist. Dies gilt insbesondere für
unlegierte Stähle, die zugleich einen vergleichsweise hohen Kohlenstoffgehalt aufweisen.
Vor diesem Hintergrund wird mit der vorliegenden Erfindung der spezifische Energieeintrag,
mit dem das Werkstück zwecks Entzunderung beaufschlagt wird, stets an einen bestimmten
Typ des Werkstücks, und vorzugsweise an dessen Kohlenstoff- und Legierungselementegehalt
angepasst, wodurch eine Einsparung an Wasser und Energie gewährleistet ist.
[0016] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung können eine Heizeinrichtung zum Erwärmen
des Werkstücks und zumindest eine angrenzend und ortsnah zur ersten Strahldüsen-Anordnung
angeordnete Temperatur-Messeinrichtung vorgesehen sein, die jeweils mit der Steuereinrichtung
signaltechnisch verbunden sind. Mittels der Temperatur-Messeinrichtung kann eine Temperatur
des Werkstücks an dessen Oberfläche gemessen werden. In diesem Zusammenhang ist ebenfalls
vorgesehen, dass in dem Datenspeicher Soll-Daten insbesondere auch eines thermischen
Prozessmodells für das Werkstück nach zumindest einem vorbestimmten Typ gespeichert
sind. Hierbei ist die Steuereinrichtung programmtechnisch derart eingerichtet, dass
die mittels der Temperatur-Messeinrichtung gemessene Temperatur des Werkstücks mit
einer Soll-Temperatur gemäß der Soll-Daten des thermischen Prozessmodells verglichen
wird, wobei auf Grundlage dessen die Temperatur der Heizeinrichtung regelbar ist bzw.
geregelt wird. Dies führt zu dem Vorteil, dass die gemessene bzw. tatsächliche Temperatur
des Werkstücks an seine Soll-Temperatur angeglichen wird. Zweckmäßigerweise kann hierbei
die Heizeinrichtung - in Bezug auf eine Bewegungsrichtung des Werkstücks - stromaufwärts
der ersten Strahldüsen-Anordnung angeordnet sein.
[0017] Infolge des vorstehend bereits genannten minimierten spezifischen Volumenstroms einer
Hochdruck-Flüssigkeit für die Entzunderung wird einem Werkstück lediglich die minimal
erforderliche Wärmemenge entzogen. Durch eine solcherart verminderte Abkühlung ergeben
sich folgende Vorteile:
- Senkung der Endtemperatur einer Heizeinrichtung bzw. eines Ofens, die bzw. der stromaufwärts
der Strahldüsen-Anordnung angeordnet ist, und/oder einer Induktionsheizung, die sich
stromaufwärts vor den Zunderwäscher oder stromabwärts zur Zwischenerwärmung nach einer
variablen Anzahl von Walzgerüsten eingebaut ist. Hieraus resultiert eine direkte Energieeinsparung
für die Heizleistung des Ofens bzw. der Induktionsheizung, wodurch sich auch die Lebensdauer
von Ofenrollen, falls vorhanden, erhöht.
- Bei Beibehaltung der Temperatur einer Heizeinrichtung bzw. eines Ofens wird der erforderliche
Energiebedarf für den Umformvorgang gesenkt, nämlich infolge einer höheren Temperatur
des Werkstücks, die aus dessen verminderten Abkühlung resultiert.
- Erhöhung des Produktspektrums für zu erzeugende Werkstücke, wenn die Ofentemperatur
beibehalten wird und die resultierende höhere Temperatur dazu genutzt wird, Werkstücke
bzw. Walzgüter mit verminderter End-Dicke zu erzeugen .
[0018] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann eine mit der Steuereinrichtung
signaltechnisch verbundene Oberflächeninspektionseinrichtung vorgesehen sein, die
in Bezug auf eine Bewegungsrichtung des Werkstücks stromabwärts von der Strahldüsen-Anordnung
und unmittelbar ortsnah hierzu angeordnet ist. Die Steuereinrichtung ist programmtechnisch
derart eingerichtet, dass auf Grundlage der Signale der Oberflächeninspektionseinrichtung
eine Oberflächenqualität des Werkstücks bestimmt und mit einem vorbestimmten Sollwert
des Oberflächen-Prozessmodells für den vorbestimmten Typ eines Werkstücks verglichen
wird. In dieser Weise ist es bei Durchführung der vorliegenden Erfindung möglich,
eine direkte Überprüfung der Entzunderungsqualität des Werkstücks vorzunehmen, im
Wege eines Vergleichs mit einem vorbestimmten Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells.
[0019] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist eine mit der Steuereinrichtung signaltechnisch
verbundene Hochdruckpumpeneinheit vorgesehen, die mit den Strahldüsen der Strahldüsen-Anordnung
in Fluidverbindung steht und die Strahldüsen mit der Flüssigkeit speist. Die Hochdruckpumpeneinheit
wird mittels der Steuereinrichtung gesteuert, vorzugsweise geregelt, derart, dass
der Druck und/oder der Volumenstrom, mit dem die Flüssigkeit den Strahldüsen zugeführt
wird, an die Soll-Daten insbesondere des Oberflächen-Prozessmodells für das Werkstück
nach einem vorbestimmten Typ angepasst wird. Falls beispielsweise die Oberflächenqualität
des Werkstücks den entsprechenden vorbestimmten Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells
überschreiten sollte, wird der Druck und/oder der Volumenstrom für die den Strahldüsen
zugeführte Flüssigkeit entsprechend vermindert. Dies gilt auch umgekehrt: Falls die
Oberflächenqualität des Werkstücks den entsprechenden vorbestimmten Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells
unterschreiten sollte, wird der Druck und/oder der Volumenstrom für die den Strahldüsen
zugeführte Flüssigkeit entsprechend erhöht. In dieser Weise wird gewährleistet, dass
der spezifische Energieeintrag nur auf einen solchen Wert eingestellt wird, der für
ein gerade hinreichendes Entzunderungsergebnis notwendig ist. Wie bereits erläutert,
wird hierdurch Energie eingespart und gleichzeitig eine übermäßige Abkühlung des Werkstücks
verhindert.
[0020] Zur möglichst exakten Ansteuerung der Hochdruckpumpeneinheit ist es zweckmäßig, wenn
diese mit zumindest einem Frequenzregler ausgestattet ist.
[0021] Falls mittels der Oberflächeninspektionseinrichtung wie erläutert die Oberflächenqualität
des entzunderten Werkstücks bestimmt und mit einem entsprechenden Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells
verglichen wird, kann nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung in Abhängigkeit
dieses Vergleichs der spezifische Energieeintrag, mit dem eine Oberfläche des Werkstücks
des vorbestimmten Typs durch die aus den Strahldüsen ausgebrachte bzw. gespritzte
Flüssigkeit beaufschlagt wird, mittels der Steuereinrichtung gesteuert, vorzugsweise
geregelt werden.
[0022] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann eine Vorschubgeschwindigkeit des
Werkstücks in seiner Bewegungsrichtung vermindert werden, falls die Oberflächenqualität
des Werkstücks den vorbestimmten Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells unterschreitet.
Im Umkehrschluss ist es auch möglich, dass die Vorschubgeschwindigkeit des Werkstücks
in seiner Bewegungsrichtung solange erhöht wird, solange die Oberflächenqualität des
Werkstücks den vorbestimmten Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells gerade noch einhält.
Hierdurch ist für die vorliegende Erfindung eine gesteigerte Produktivität beim Erzeugen
eines Werkstücks gewährleistet, weil die Vorschubgeschwindigkeit, mit der das Werkstück
in einer Produktionsanlage bewegt wird, wie erläutert in Richtung eines Grenzwertes
erhöht wird, bei dem die Entzunderungsqualität für das Werkstück gerade noch den vorbestimmten
Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells einhält.
[0023] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann mittels der Steuereinrichtung ein
Abstand, den die Strahldüsen-Anordnung zu einer Oberfläche des Werkstücks aufweist,
gesteuert, vorzugsweise geregelt werden. Im Zuge dessen wird der Abstand der Strahldüsen-Anordnung
zur Oberfläche des Werkstücks vermindert, falls die Oberflächenqualität des Werkstücks
den vorbestimmten Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells für den vorbestimmten Typ
unterschreitet. Im Umkehrschluss wird der Abstand der Strahldüsen-Anordnung zur Oberfläche
des Werkstücks solange vergrößert, solange die Oberflächenqualität des Werkstücks
den vorbestimmten Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells für den vorbestimmten Typ
eines Werkstücks einhält. In dieser Weise ist durch die Erfindung gewährleistet, dass
ein Abstand der Strahldüsen, in welchem die Strahldüsen-Anordnung zur Walzgutoberfläche
angebracht ist, nicht zu klein wird, sondern auf einen Wert eingestellt wird, bei
dem der spezifische Energieeintrag zum Beaufschlagen der Oberfläche des Werkstücks
mit einer Hochdruck-Flüssigkeit gerade hoch genug ist, um die gewünschte Entzunderungsqualität
gemäß der Soll-Daten des Oberflächen-Prozessmodells zu erreichen.
[0024] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann eine zweite Strahldüsen-Anordnung
mit einer Mehrzahl von Strahldüsen vorgesehen sein, die angrenzend zur ersten Strahldüsen-Anordnung
angeordnet ist. Falls die Oberflächenqualität des Werkstücks den vorbestimmten Sollwert
des Oberflächen-Prozessmodells unterschreitet, kann diese zweite Strahldüsen-Anordnung
ergänzend zu der ersten Strahldüsen-Anordnung zugeschaltet werden, um auf eine Oberfläche
des Werkstücks eine Flüssigkeit unter Hochdruck auch aus den Strahldüsen der zweiten
Strahldüsen-Anordnung auszubringen, zwecks einer Entzunderung des Werkstücks. Sollte
also ein Entzundern des Werkstücks allein durch den Betrieb der ersten Strahldüsen-Anordnung
ungenügend sein, jedenfalls die gewünschte Oberflächenqualität für das Werkstück nicht
erreichen, so wird wie erläutert die zweite Strahldüsen-Anordnung hinzugeschaltet,
um das Entzundern des Werkstücks zu optimieren bzw. zu intensivieren.
[0025] Weitere Vorteile der Erfindung liegen in verringerten Wartungskosten und in einem
verminderten Verschleiß von Strahldüsen. In gleicher Weise erhöht sich die Lebensdauer
der Hochdruckpumpeneinheit, wobei deren Wartungskosten aufgrund des erläuterten verminderten
Druckniveaus ebenfalls abnehmen.
[0026] Nachstehend sind verschiedene Ausführungsformen der Erfindung und deren Details anhand
einer schematisch vereinfachten Zeichnung im Detail beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine prinzipiell vereinfachte Seitenansicht einer Produktionsanlage, mit der die Erfindung
durchführbar ist,
- Fig. 2
- ein Diagramm zur Veranschaulichung eines Oberflächen-Prozessmodells, eines thermischen
Prozessmodells und eines umformtechnischen Prozessmodells und einer Betriebsweise,
wie diese Prozessmodelle miteinander kommunizieren,
- Fig. 3
- ein Ablaufdiagramm zur Ausführung der vorliegenden Erfindung,
- Fig. 4
- eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit ihren signaltechnischen
Verbindungen
- Fig. 5
- eine prinzipiell vereinfachte Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung nach
einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 6+7
- jeweils Ablaufdiagramme, mit denen die Ausführung der vorliegenden Erfindung veranschaulicht
wird.
[0027] Die vorliegende Erfindung sieht eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Erzeugen eines
Werkstücks eines vorbestimmten Typs vor. Hierzu ist eine Produktionsanlage 1 vorgesehen,
wobei Komponenten hiervon in der Fig. 1 in einer schematisch vereinfachten Seitenansicht
dargestellt sind. In dieser Produktionsanlage 1 wird ein Werkstück 12 erzeugt, bei
dem es sich vorzugsweise um Warmband handelt. Ohne hierin eine Einschränkung zu sehen,
wird das Werkstück 12 nachfolgend stets als Warmband bezeichnet. Das Warmband 12 wird
in einer bestimmten Bewegungsrichtung durch die Produktionsanlage 1 bewegt, wobei
diese Bewegungsrichtung in der Fig. 1 durch den Pfeil mit der Bezeichnung "X" symbolisiert
ist.
[0028] Die Produktionsanlage 1 umfasst u.a. folgende Komponenten:
- eine Mehrzahl von Heizeinrichtungen, nachfolgend kurz "Heizung" genannt, die in der
Fig. 1 mit den Bezugszeichen 2.1 und 2.2 versehen sind;
- eine Mehrzahl von Zunderwäschern, nachfolgend jeweils allgemein als "Strahldüsen-Anordnung"
bezeichnet und mit dem Bezugszeichen 14 versehen;
- einen Zwischengerüst-Bereich 6, in dem das Warmband 12 gekühlt, geheizt und/oder entzundert
werden kann;
- eine oder mehrere Kühlungseinrichtungen 7, die - in der Bewegungsrichtung X des Warmbands
12 gesehen - stromabwärts des Zwischengerüst-Bereichs 6 angeordnet sind;
- eine Schere 8, stromabwärts der Kühlungseinrichtungen 8 angeordnet, und
- eine Haspeleinrichtung 9, zum Aufwickeln des Warmbands 12.
[0029] Die Strahldüsen-Anordnung 14 umfasst eine Mehrzahl von Strahldüsen 16, und ist Teil
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 10, die nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren
4 und 5 noch im Detail erläutert ist. An dieser Stelle wird bereits darauf hingewiesen,
dass mittels der Vorrichtung 10 und deren Strahldüsen-Anordnung 14 eine Flüssigkeit
18, vorzugsweise Wasser, unter Hochdruck auf das Warmband 12 gespritzt wird, um dessen
Oberflächen geeignet zu entzundern.
[0030] Für die Durchführung der vorliegenden Erfindung, d.h. beim Betrieb der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 10 und eines entsprechenden Verfahrens, ist ein Oberflächen-Prozessmodell
von Bedeutung, das ggf. ergänzend zu einem thermischen Prozessmodell und einem umformtechnischen
Prozessmodell vorgesehen ist. Diese Prozessmodelle sind in dem Diagramm von Fig. 2
veranschaulicht. Hierin sind wesentliche Parameter für diese einzelnen Prozessmodelle
in Form einer Matrix genannt.
[0031] Das Oberflächen-Prozessmodell basiert darauf, dass bei minimalem Energieeinsatz für
das Warmband 12 eine vorbestimmte Oberflächenqualität erreicht wird. Hierzu sind in
einem Datenspeicher 21 (vgl. Fig. 4) der Vorrichtung Soll-Daten des Oberflächen-Prozessmodells
für das Warmband 12 nach zumindest einem vorbestimmten Typ gespeichert.
[0032] Das thermische Prozessmodell stellt - vereinfacht formuliert - auf Gefügestrukturen
des Warmbands 12 ab, und steht in Verbindung mit einer Heizung/Kühlung für das Warmband
12.
[0033] Das umformtechnische Prozessmodell betrifft - vereinfacht formuliert - u.a. einen
Stichplanrechner, einen Anlagen-Setup für die Produktionsanlage 1 und die geometrische
Bandqualität.
[0034] Für alle drei der genannten Prozessmodelle sind Stellglieder vorgesehen, wie in der
Matrix gemäß Fig. 2 veranschaulicht. Des Weiteren veranschaulicht das Diagramm mögliche
Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Prozessmodellen, wie durch die einzelnen Doppelpfeile
in Querrichtung symbolisiert.
[0035] Fig. 3 zeigt ein Ablaufdiagramm, nach dem die vorliegende Erfindung ausgeführt werden
kann. Im Detail ist in der Fig. 3 ein Regelkreis mit einer Einbindung der vorstehend
genannten drei Prozessmodelle veranschaulicht. Von wesentlicher Bedeutung ist, dass
eine Oberfläche des Warmbands 12 nach dem Entzundern hinsichtlich der Entzunderungsqualität
überprüft wird. Dies erfolgt im Rahmen der vorliegenden Erfindung durch eine Oberflächeninspektionseinrichtung
26 (vgl. Fig. 4), die in Bezug auf die Bewegungsrichtung X des Warmbands 12 stromabwärts
von der Strahldüsen-Anordnung 14 und unmittelbar ortsnah hierzu angeordnet ist. Die
von der Oberflächeninspektionseinrichtung 26 gemessene Qualität einer Oberfläche des
Warmbands 12 wird mit einem vorbestimmten Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells
verglichen. Hierzu ist eine Steuereinrichtung 22 vorgesehen, mit welcher der Datenspeicher
21, in dem die Soll-Daten des Oberflächen-Prozessmodells gespeichert sind, signaltechnisch
verbunden ist.
[0036] Durch die Raute gemäß Fig. 3, im Bildbereich rechts gezeigt und mit dem Eintrag "Sollergebnis
erreicht?" versehen, wird verdeutlicht, dass für den Fall, wonach die an einer Oberfläche
des Warmbands 12 gemessene Oberflächenqualität den Sollwert nicht erreicht, dann der
spezifische Energieeintrag, mit dem diese Oberfläche des Warmbands 12 durch die aus
den Strahldüsen 18 gespritzte Flüssigkeit zum Entzundern beaufschlagt wird, erhöht
wird. Zu diesem Zweck werden - bei Bedarf - zugehörige Stellglieder der jeweiligen
Prozessmodelle angepasst.
[0037] Falls demgegenüber die von der Oberflächeninspektionseinrichtung 26 bei dem Warmband
12 gemessene Qualität das hierzu vorgegebene Sollergebnis erreicht, verdeutlicht der
von der Raute nach unten abgehende Zweig "JA", das dann der spezifische Energieeintrag
zum Entzundern des Warmbands 12 verringert wird. In gleicher Weise werden hierzu -bei
Bedarf - zugehörige Stellglieder der jeweiligen Prozessmodelle angepasst. Somit wird
durch die vorliegende Erfindung gewährleistet, dass eine Oberfläche des Warmbands
12 stets nur mit einem solch hohen spezifischen Energieeintrag durch die unter Hochdruck
ausgebrachte Flüssigkeit beaufschlagt wird, wie es gerade eben zur Erreichung der
erforderlichen Entzunderungsqualität notwendig ist. Hierdurch gelingt sowohl eine
Einsparung an Energie + Menge an benötigter Flüssigkeit zum Entzundern, als auch eine
möglichst geringe Abkühlung des Warmbands 12.
[0038] Das Ablaufdiagramm gemäß Fig. 3 veranschaulicht einen Regelkreis, um damit den gewünschten
spezifischen Energieeintrag E, mit dem das Warmband 12 entzundert wird, festzulegen
bzw. einzustellen. Hierbei werden die vorstehend genannten Möglichkeiten solange durchgeführt
bzw. angewendet, bis die Oberflächenqualität für das Warmband 12 einen vorbestimmten
Sollwert (in Fig. 3 als "Sollergebnis" bezeichnet) erreicht.
[0039] In der Fig. 4 ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 gezeigt,
in einer prinzipiell vereinfachten Seitenansicht. Nach dieser Ausführungsform ist
die Vorrichtung 10 in Form eines sog. Rotorentzunderers ausgebildet, bei dem die Strahldüsen-Anordnung
14 die Form eines Rotorkopfes aufweist, der von Antriebsmitteln- in der Fig. 4 vereinfacht
mit "M" symbolisiert - um eine Rotationsachse R rotiert wird. Wie oben bereits genannt,
sind an der Strahldüsen-Anordnung mehrere Strahldüsen 16 vorgesehen, aus denen jeweils
eine Flüssigkeit 18, in einer Spritzrichtung S, auf eine Oberfläche 20 des Warmbands
12 gespritzt wird. Der Rotorkopf 14 ist mit seiner Rotationsachse R gegenüber der
vertikalen um einen Winkel γ geneigt angeordnet, so dass die Spritzrichtung S mit
einer Orthogonalen zur Oberfläche 20 des Warmbands 12 den Winkel α einschließt und
entgegen der Bewegungsrichtung X ausgerichtet ist.
[0040] Die Antriebsmittel M der Strahldüsen-Anordnung 14 sind signaltechnisch mit der Steuereinrichtung
22 verbunden, was in der Darstellung von Fig. 4 durch die Punktlinie 23.3 symbolisiert
ist. Hierdurch erfolgt die Ansteuerung der Rotordrehzahl der Strahldüsen-Anordnung
14.
[0041] In der Darstellung von Fig. 4 ist die Bewegungsrichtung, in der das Warmband 20 an
der Vorrichtung 10 und deren Strahldüsen-Anordnung 14 vorbeibewegt wird, ebenfalls
durch den Pfeil "X" symbolisiert. Zusätzlich ist hierin die Vorschubgeschwindigkeit
für das Warmband mit "v" bezeichnet.
[0042] Die Strahldüsen-Anordnung 14 ist höhenverstellbar ausgebildet, z.B. durch Anbringung
an einer höhenverstellbaren Halterung, die in der Fig. 4 vereinfacht durch den Doppelpfeil
"H" symbolisiert ist. Eine solche Halterung H kann einen Stellantrieb (in der Zeichnung
nicht gezeigt) aufweisen. Dieser Stellantrieb ist signaltechnisch mit der Steuereinrichtung
22 verbunden, in der Fig. 4 durch die Punktlinie 23.5 symbolisiert. Somit lässt sich
ein Abstand A, den die Strahldüsen-Anordnung 14 zu der Oberfläche 20 des Warmbands
12 aufweist, bei Bedarf durch eine Ansteuerung dieses Stellantriebs mittels der Steuereinrichtung
22 verstellen. Bei einer Verringerung bzw. Vergrößerung des Abstands A nimmt der resultierende
spezifische Energieeintrag, mit dem die Flüssigkeit 18 auf die Oberfläche 20 des Warmbands
12 gespritzt wird, entsprechend zu bzw. ab.
[0043] Die Vorrichtung 10 umfasst eine Hochdruckpumpeneinheit 24, die mit der Steuereinrichtung
22 signaltechnisch verbunden ist, was in der Fig. 4 symbolisch durch die Punktlinie
23.1 verdeutlicht ist. Hierbei sind die Strahldüsen 16 der Strahldüsen-Anordnung 14
über eine Verbindungs- bzw. Druckversorgungsleitung D an die Hochdruckpumpeneinheit
24 angeschlossen, so dass die Strahldüsen 16 durch diese Druckversorgungsleitung D
mit Flüssigkeit gespeist werden. Bei der Flüssigkeit 18, die dann unter Hochdruck
aus den Strahldüsen 16 auf eine Oberfläche 20 des Warmbands 12 gespritzt wird, handelt
es sich vorzugsweise um Wasser, ohne dass hierin für die vorliegende Erfindung eine
Einschränkung allein auf das Medium Wasser zu sehen ist.
[0044] Mindestens eine Pumpe der Hochdruckpumpeneinheit 24 ist mit einem Frequenzregler
25 ausgestattet. Hierdurch ist es möglich, die Hochdruckpumpeneinheit 24 mittels der
Steuereinrichtung 22 insbesondere stufenlos anzusteuern, um einen Druck, mit dem die
Flüssigkeit 18 den Strahldüsen 16 zugeführt wird, auch in kleinen Schritten zu verändern.
[0045] Wie bereits erläutert, ist der Datenspeicher 21 der Vorrichtung 10 ebenfalls mit
der Steuereinrichtung 22 signaltechnisch verbunden. Dies ist in der Fig. 4 durch die
Punktlinie 23.4 symbolisiert. In dem Datenspeicher 21 sind Soll-Daten eines Prozessmodells,
insbesondere eines Oberflächen-Prozessmodells, für ein Warmband 12 nach zumindest
einem vorbestimmten Typ gespeichert. Vorzugsweise sind in dem Datenspeicher 21 Soll-Daten
für ein Prozessmodell für eine Vielzahl von unterschiedlich vorbestimmten Typen eines
Warmbands 12 gespeichert. Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird unter einem vorbestimmten
Typ eines Werkstücks bzw. eines Warmbands 12 z.B. eine jeweilige Materialgüte und
-dicke verstanden, die je nach Art des zu entzundernden Warmbands bzw. für verschiedene
Stahlgüten variieren kann. In diesem Zusammenhang ist auch die Ofenliegezeit und -atmosphäre
für ein jeweiliges Warmband 12 von Bedeutung.
[0046] Die Oberflächeninspektionseinrichtung 26 kann auf einem optischen Meßprinzip basieren,
bei dem ein einer Oberfläche 20 des Warmbands 12 eine 3D- Messung erfolgt und hieraus
ein Höhenprofil für die Oberfläche 20 des Warmbands 12 abgeleitet wird.
[0047] Die Darstellung von Fig. 4 verdeutlicht weiters, dass die Oberflächeninspektionseinrichtung
26 - in Bezug auf die Bewegungsrichtung X des Warmbands 12 - stromabwärts der Strahldüsen-Anordnung
14 angeordnet ist, und - wie mit der Punktlinie 23.2 symbolisiert - mit der Steuereinrichtung
22 signaltechnisch verbunden ist. Somit kann mittels der Oberflächeninspektionseinrichtung
26 und einer entsprechenden Auswertung in der Steuereinrichtung 22 Zunder bzw. Restzunder
auf der Oberfläche 20 des Warmbands 12 detektiert werden. In dieser Weise erfüllt
die Oberflächeninspektionseinrichtung 26 die Funktion einer Zunderdetektionseinrichtung.
Zu diesem Zweck ist die Oberflächeninspektionseinrichtung 26 derart ausgebildet, dass
sowohl eine Oberseite als auch eine Unterseite des Warmbands 12 überprüft bzw. analysiert
werden kann.
[0048] Ergänzend darf an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass die Oberflächeninspektionseinrichtung
26 auch auf dem Meßprinzip der Spektralanalyse beruhen kann.
[0049] In Bezug auf die Ausführungsform gemäß Fig. 4 wird an dieser Stelle hervorgehoben,
dass die Ausbildung der Strahldüsen-Anordnung 14 als Rotorentzunderer für die Erläuterung
der vorliegenden Erfindung nur beispielhaft zu verstehen ist. Dies bedeutet, dass
eine Strahldüsen-Anordnung 14 in gleicher Weise auch in Form eines stationären Spritzbalkens
ausgebildet sein kann, d.h. ohne einen Rotorkopf, wobei dann die einzelnen Strahldüsen
positionsfest in Richtung einer Oberfläche 20 des Warmbands ausgerichtet sind.
[0050] Die Steuereinrichtung 22 ist ebenfalls mit geeigneten Mitteln der Vorrichtung 10
signaltechnisch verbunden, um dadurch die Vorschubgeschwindigkeit v für das Warmband
12 einzustellen bzw. verändern zu können. Dies ist in der Fig. 4 durch die Punktlinie
23.6 symbolisiert.
[0051] In der Fig. 5 ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 gezeigt,
in einer prinzipiell vereinfachten Draufsicht. Gleiche Merkmale wie bei der Fig. 4
sind hierin jeweils mit gleichen Bezugszeichen versehen. Bei der Draufsicht gemäß
Fig. 5 kann es sich um einen Teilbereich der Produktionsanlage 1 von Fig.1 handeln.
[0052] Bei der Ausführungsform von Fig. 5 ist mit dem Bezugszeichen 14.1 eine erste Strahldüsen-Anordnung
bezeichnet, bei der es sich um die Ausführungsform gemäß Fig. 4 handeln kann. Des
Weiteren ist - in der Bewegungsrichtung X des Warmbands 12 gesehen - stromabwärts
der ersten Strahldüsen-Anordnung 14.1 eine zweite Strahldüsen-Anordnung 14.2 angeordnet,
die z.B. in Form eines stationären Kühlbalkens mit einer Mehrzahl von Strahldüsen
16 ausgebildet sein kann. Beide Strahldüsen-Anordnungen 14.1 und 14.2 sind mit ihren
Strahldüsen 16 jeweils an die Hochdruckpumpeneinheit 24 angeschlossen, wie im Zusammenhang
mit der Fig. 4 bereits erläutert.
[0053] Bei der Ausführungsform von Fig. 5 ist die Oberflächeninspektionseinrichtung 26 stromabwärts
von der zweiten Strahldüsen-Anordnung 14.2. angeordnet, und - wie ebenfalls bereits
erläutert - mit der Steuereinrichtung 22 signaltechnisch verbunden.
[0054] In einem Normalbetrieb der Erfindung ist für die Ausführungsform von Fig. 5 vorgesehen,
dass die Flüssigkeit 18 allein aus den Strahldüsen 16 der ersten Strahldüsen-Anordnung
14.1 auf die Oberfläche(n) 20 des Warmbands 12 unter Hochdruck gespritzt wird. Anders
ausgedrückt, ist hierbei die zweite Strahldüsen-Anordnung 14.2. zunächst nicht in
Betrieb. Diese zweite Strahldüsen-Anordnung 14.2 kann bei Bedarf zugeschaltet werden,
wie nachstehend noch erläutert ist.
[0055] Durch das Aufspritzen der Flüssigkeit 18, vorzugsweise Wasser, unter Hochdruck werden
die Oberflächen 20 des Werkstücks 12 mit einem spezifischen Energieeintrag E (bzw.
"Spray Energy") beaufschlagt, der sich wie folgt bestimmt:

Hierin bedeuten:
- E:
- Spezifischer Energieeintrag [kJ/m2]
- I:
- Aufpralldruck [N/mm2]
- V̇spez:
- Spezifischer Volumenstrom pro m Breite des Warmbands [l/s•m]
- v:
- Vorschubgeschwindigkeit des Warmbands [m/s]
[0056] Hierbei ist der Aufpralldruck, mit dem die Flüssigkeit 18 auf die Oberfläche 20 des
Warmbands 12 auftrifft, abhängig sowohl von dem Druck und dem Volumen, mit dem die
Flüssigkeit aus den Strahldüsen 16 ausgespritzt wird, als auch von dem Abstand der
Strahldüsen 16 von der Oberfläche 20 des Warmbands 12.
[0057] Des Weiteren bestimmt sich der spezifische Volumenstrom V̇
spez zu:

Hierin bedeuten:
- V̇spez:
- Spezifischer Volumenstrom pro m Breite des Warmbands [l/s•m]
- V̇:
- Volumenstrom der ausgespritzen Flüssigkeit [l/s]
- b:
- Spritzbreite in Bewegungsrichtung X [m]
[0058] Die Erfindung funktioniert nun wie folgt:
Für ein gewünschtes Entzundern der Oberflächen 20 des Warmbands 12 wird dieses relativ
zur erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 in der Bewegungsrichtung X bewegt. Hierbei wird
aus den Strahldüsen 16 die Flüssigkeit 18 unter Hochdruck auf die Oberflächen 20 des
Warmbands 12 gespritzt, vorzugsweise sowohl an dessen Oberseite als auch an dessen
Unterseite.
[0059] Vorstehend ist bereits darauf hingewiesen worden, dass in dem Datenspeicher 21 Soll-Daten
eines Prozessmodells, insbesondere eines Oberflächen-Prozessmodells, für eine Mehrzahl
von vorbestimmten Typen eines zu entzundernden Warmbands 12 gespeichert sind. Ergänzend
können in dem Datenspeicher auch Soll-Daten für ein thermisches Prozessmodell und/oder
für ein umformtechnisches Prozessmodell gespeichert sein, wozu auf das Diagramm von
Fig. 2 und die entsprechende Erläuterung hierzu verwiesen wird.
[0060] Durch eine (nicht gezeigte) Bedientafel oder dergleichen kann eingestellt werden,
welcher Typ eines Warmbands 12 an der Vorrichtung 10 bzw. deren Strahldüsen-Anordnung
14 aktuell vorbeibewegt wird. Auf Grundlage dessen können dann von der Steuereinrichtung
22 die Soll-Daten eines Prozessmodells für genau diesen Typ eines Warmbands 12 ausgelesen
werden, und als Preset-Vorgaben für einen Betrieb eines Zunderwäschers bzw. der Strahldüsen-Anordnung
14 verwendet werden.
[0061] Fig. 6 und Fig. 7 zeigen jeweils ein Ablaufdiagramm, zur weiteren Erläuterung der
Erfindung.
[0062] Angrenzend und ortsnah zur Strahldüsen-Anordnung 14 (in Fig. 6 mit "Zunderwäscher"
bezeichnet) wird eine Temperatur des Warmbands 12 gemessen, wobei diese gemessene
Temperatur mit "T1" bezeichnet ist. Des Weiteren ist mit "T2" eine Soll-Temperatur
bezeichnet, die durch z.B. das thermische Prozessmodell eines vorbestimmten Typs eines
Werkstücks 12 in dem Datenspeicher 12 gespeichert ist. Auf Grundlage dessen wird mittels
der Steuereinrichtung 22 eine Vergleichsrechnung durchgeführt, bei der die gemessene
Temperatur T1 mit der Soll-Temperatur T2 verglichen wird.
[0063] Gemäß dem Ablaufdiagramm von Fig. 6 ist - in Bezug auf die Bewegungsrichtung X des
Warmbands 12 - stromaufwärts der Strahldüsen-Anordnung 14 ein Ofen 46 angeordnet.
Bei diesem Ofen kann es sich um die Heizung 2.1 von Fig. 1 handeln. Der Ofen 46 ist
mit der Steuereinrichtung 22 signaltechnisch verbunden, derart, dass eine Temperatur
des Ofens 46 mittels der Steuereinrichtung 22 eingestellt werden kann. Eine solche
Anlagenkonfiguration ist auch in der Darstellung von Fig. 7 symbolisch vereinfacht
gezeigt. Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass eine Heizeinrichtung 48 vorgesehen
ist, z.B. zwischen der Strahldüsen-Anordnung 14 und dem Ofen 46.
[0064] Die Temperatur des Werkstücks 12, die wie in Bezug auf die Fig. 6 erläutert angrenzend
und ortsnah zur Strahldüsen-Anordnung 14 gemessen wird, kann gemäß der Darstellung
in Fig. 7 sowohl stromabwärts als auch stromaufwärts der Strahldüsen-Anordnung 14
(in Fig. 7 als "Zunderwäscher" bezeichnet) gemessen werden. Dies ist in Fig. 7 durch
"T
A" (=stromaufwärts) bzw. "T
B" (=stromabwärts) symbolisiert. Hierbei werden dann diese beiden gemessenen Temperaturen
T
A und T
B geeignet miteinander korreliert, und anschließend mit der Soll-Temperatur T2 des
Prozessmodells für ein Warmband eines vorbestimmten Typs verglichen.
[0065] Das Diagramm von Fig. 7 verdeutlicht, dass eine Mehrzahl von Strahldüsen-Anordnungen
14 vorgesehen sein können, die - entlang der Bewegungsrichtung X des Werkstücks 12
- hintereinander angeordnet sind, in gleicher Weise wie bei der Ausführungsform von
Fig. 5 gezeigt und erläutert. Die Temperaturen, die stromaufwärts und stromabwärts
einer in Fig. 7 im rechten Bildbereich gezeigten Strahldüsen-Anordnung 14 gemessen
werden, sind hier jeweils mit "T
n" und "T
n+1" bezeichnet.
[0066] In der Fig. 7 sind mit "W" jeweils verschiedene Walzgerüste symbolisiert, wobei zwischen
diesen Walzgerüsten W jeweils Zunderwäscher bzw. Strahldüsen-Anordnungen 14 gemäß
der vorliegenden Erfindung angeordnet sind.
[0067] Auf Grundlage der Vergleichsrechnung, zum Vergleichen der Ist-Temperatur T1 bzw.
der Ist-Temperaturen T
A und T
B, mit der Soll-Temperatur T2, kann die Walzguttemperatur mittels der Steuereinrichtung
22 eingestellt werden, z.B. durch eine geeignete Ansteuerung der Ofen- bzw. Induktionsheizungstemperatur,
um die Walzguttemperatur nach der Entzunderung an die Abkühlung des Warmbands 12,
die tatsächlich aufgrund des hierfür jeweils erforderlichen Volumenstroms der Flüssigkeit
18 stattfindet, gezielt zu verändern.
[0068] Ergänzend und/oder alternativ ist es für das Ablaufdiagramm gemäß Fig. 6 bzw. Fig.
7 möglich, dass die Temperatur des Ofens 46 in Abhängigkeit der Vergleichsrechnung
bezüglich der Ist-Temperatur T1 (bzw. T
A und T
B) und der Soll-Temperatur T2 des Prozessmodells mittels der Steuereinrichtung 22 eingestellt
bzw. geregelt wird. Dies wird durch den in der Fig. 6 gezeigten Regelkreis veranschaulicht.
[0069] Unter Bezugnahme auf die Ausführungsform von Fig. 5 bzw. das Ablaufdiagramm von Fig.
7 wird gesondert darauf hingewiesen, dass es nach der vorliegenden Erfindung möglich
ist, eine zusätzliche Strahldüsen-Anordnung, bei der Ausführungsform von Fig. 5 mit
"14.2" bezeichnet, bei Bedarf zuzuschalten. Dies bedeutet, dass dann, wenn die Oberflächenqualität
für das Warmband 12 den vorbestimmten Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells unterschreiten
sollte, die zweite Strahldüsen-Anordnung 14.2 zugeschaltet wird, so dass in Folge
dessen die Flüssigkeit 18 unter Hochdruck aus den Strahldüsen 16 sowohl der ersten
Strahldüsen-Anordnung 14.1 als auch der zweiten Strahldüsen-Anordnung 14.2 auf eine
Oberfläche 20 des Warmbands 12 gespritzt wird, um dieses zu entzundern. Sobald nicht
mehr erforderlich, nämlich dann, wenn die geforderte Oberflächenqualität für das Warmband
12 wieder erfüllt ist, wird die Zuschaltung der zweiten Strahldüsen-Anordnung 14.2.
wieder rückgängig gemacht. Anders ausgedrückt, wird dann die zweite Strahldüsen-Anordnung
14.2. wieder abgeschaltet bzw. außer Betrieb gesetzt.
[0070] Die Tatsache, dass in einem Normalbetrieb der Erfindung lediglich eine einzige Strahldüsen-Anordnung
- für das vorstehende Beispiel die erste Strahldüsen-Anordnung 14.1 - zum Einsatz
kommen, leistet einen Beitrag zur Einsparung von Energie und Hochdruck-Wasser, und
gewährleistet eine gewünschte minimale Abkühlung des Warmbands 12 bei dessen Entzunderung.
[0071] Bei der Durchführung der vorliegenden Erfindung kann auch eine Anpassung der Betriebsparameter
der Vorrichtung 10 vorgenommen werden: Durch eine geeignete Ansteuerung der Hochdruckpumpeneinheit
24 mittels der Steuereinrichtung 22 kann der Druck, mit dem die Flüssigkeit 18 den
Strahldüsen 16 zugeführt wird, solange gesenkt werden, bis erkennbarer Restzunder
das Unterschreiten eines minimalen spezifischen Energieeintrags E anzeigt und dann
dieser Druck wieder leicht erhöht werden muss. Hierbei wird der Druck für die den
Strahldüsen 16 zugeführten Flüssigkeit 18 auf einen hinreichend großen Wert eingestellt,
mit dem die Oberflächenqualität den vorbestimmten Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells
erreicht.
[0072] Ergänzend und/oder alternativ kann eine Veränderung des spezifischen Energieeintrags
E auch dadurch erfolgen, dass der Abstand A der Strahldüsen-Anordnung gegenüber dem
Warmband 12 verändert wird. Zu diesem Zweck wird der Stellmotor der Halterung H (vgl.
Fig. 4) durch die Steuereinrichtung 22 geeignet angesteuert. Beispielsweise bewirkt
eine Vergrößerung des Abstands A eine Verminderung des spezifischen Energieeintrags
E, und umgekehrt.
[0073] Schließlich ist es nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung möglich, die
Erkenntnisse in Bezug auf die einzelnen Betriebsparameter für die Vorrichtung 10 für
die in dem Datenspeicher 21 gespeicherten Soll-Daten eines jeweiligen Prozessmodells
zu berücksichtigen, bzw. die Soll-Daten an diese Erkenntnisse anzupassen. Zu diesem
Zweck ist es möglich, dass die in dem Datenspeicher 21 gespeicherten Soll-Daten eines
Prozessmodells für einen bestimmten Typ eines Warmbands 12 mittels der Steuereinrichtung
22 angepasst bzw. überschrieben werden. Eine solche Betriebsweise der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 10 ist durch den Doppelpfeil für die signaltechnische Verbindung 23.4
(vgl. Fig. 4) zwischen dem Datenspeicher 21 und der Steuereinrichtung 22 symbolisiert,
und entspricht einem sog. "Teach-In" in Bezug auf den Datenspeicher 21 und die darin
gespeicherten Soll-Daten eines Prozessmodells.
Bezugszeichenliste
[0074]
- 1
- Produktionsanlage
- 2.1; 2.2
- Heizungen
- 4
- Vorgerüst
- 6
- Zwischengerüst-Bereich
- 7
- Kühleinrichtungen
- 8
- Schere
- 9
- Haspeleinrichtung
- 10
- Vorrichtung (gemäß der vorliegenden Erfindung)
- 12
- Werkstück (insbesondere Warmband)
- 13
- Seitlicher Rand (des Werkstücks)
- 14
- Strahldüsen-Anordnung
- 14.1
- Erste Strahldüsen-Anordnung
- 14.2
- Zweite Strahldüsen-Anordnung
- 16
- Strahldüsen
- 18
- Flüssigkeit
- 20
- Oberfläche (des Werkstücks 12)
- 21
- Datenspeicher
- 22
- Steuereinrichtung
- 23.1-23.6
- Signaltechnische Verbindungen
- 24
- Hochdruckpumpeneinheit
- 25
- Frequenzregler
- 26
- Oberflächeninspektionseinrichtung
- A
- Abstand der Strahldüsen-Anordnung 14 zur Oberfläche des Werkstücks
- D
- Druckversorgungsleitung
- L
- Längsachse (der Strahldüsen)
- R
- Rotationsachse
- S
- Spritzrichtung
- v
- Vorschubgeschwindigkeit (des Werkstücks)
- X
- Bewegungsrichtung (des Werkstücks 12)
1. Vorrichtung (10) zum Erzeugen eines Werkstücks (12) eines vorbestimmten Typs, insbesondere
eines Warmwalzgutes, umfassend
zumindest eine erste Strahldüsen-Anordnung (14; 14.1) mit einer Mehrzahl von Strahldüsen
(16), aus denen eine Flüssigkeit (18), insbesondere Wasser, auf eine Oberfläche (20)
des Werkstücks (12) unter Hochdruck ausbringbar ist, um dadurch das Werkstück (12)
zu entzundern, und
eine Steuereinrichtung (22),
dadurch gekennzeichnet,
dass ein mit der Steuereinrichtung (22) signaltechnisch (23.4) verbundener Datenspeicher
(21) vorgesehen ist, wobei in dem Datenspeicher (21) Soll-Daten eines Oberflächen-Prozessmodells
für das Werkstück (12) nach zumindest einem vorbestimmten Typ speicherbar sind, wobei
ein spezifischer Energieeintrag (E), mit dem eine Oberfläche (20) des Werkstücks (12)
durch die aus den Strahldüsen (16) gespritzte Flüssigkeit (18) zum Entzundern beaufschlagt
wird, mittels der Steuereinrichtung (22) in Abhängigkeit der Soll-Daten des Oberflächen-Prozessmodells
für den vorbestimmten Typ des Werkstücks (12) steuerbar, vorzugsweise regelbar, ist,
derart, dass der spezifische Energieeintrag (E) und damit verbunden eine Temperaturabsenkung
für das Werkstück (12) jeweils einen minimalen Wert annehmen.
2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Heizeinrichtung (2.1; 2.2) zum Erwärmen des Werkstücks (12) und zumindest eine
angrenzend und ortsnah zur Strahldüsen-Anordnung (14; 14.1) angeordnete Temperatur-Messeinrichtung,
mittels der eine Temperatur des Werkstücks (12) messbar ist, vorgesehen sind, wobei
die Heizeinrichtung und die Temperatur-Messeinrichtung jeweils mit der Steuereinrichtung
(22) signaltechnisch verbunden sind, wobei in dem Datenspeicher (21) Soll-Daten eines
thermischen Prozessmodells für das Werkstück (12) nach zumindest einem vorbestimmten
Typ speicherbar sind, wobei die Steuereinrichtung (22) programmtechnisch derart eingerichtet
ist, dass die mittels der Temperatur-Messeinrichtung gemessene Temperatur des Werkstücks
(12) mit einer Soll-Temperatur gemäß der Soll-Daten des thermischen Prozessmodells
vergleichbar ist und auf Grundlage dessen die Temperatur der Heizeinrichtung regelbar
ist, vorzugsweise, dass die Heizeinrichtung (2.1) in Bezug auf eine Bewegungsrichtung
(X) des Werkstücks (12) stromaufwärts der ersten Strahldüsen-Anordnung (14; 14.1)
angeordnet ist
3. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit der Steuereinrichtung (22) signaltechnisch verbundene Oberflächeninspektionseinrichtung
(26) vorgesehen ist, die in Bezug auf eine Bewegungsrichtung (X) des Werkstücks (12)
stromabwärts von der Strahldüsen-Anordnung (14) und unmittelbar ortsnah hierzu angeordnet
ist, wobei die Steuereinrichtung (22) programmtechnisch derart eingerichtet ist, dass
auf Grundlage der Signale der Oberflächeninspektionseinrichtung (26) eine Oberflächenqualität
des Werkstücks (12) bestimmt und mit einem vorbestimmten Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells
für den vorbestimmten Typ eines Werkstücks (12) verglichen wird.
4. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch
3, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit der Steuereinrichtung (22) signaltechnisch verbundene Hochdruckpumpeneinheit
(24) vorgesehen ist, die mit den Strahldüsen (16) der Strahldüsen-Anordnung (14) in
Fluidverbindung steht und die Strahldüsen (16) mit der Flüssigkeit (18) speist, wobei
die Hochdruckpumpeneinheit (24) mittels der Steuereinrichtung (22) steuerbar, vorzugsweise
regelbar, ist, so dass der Druck, mit dem die Flüssigkeit (18) den Strahldüsen (16)
zugeführt wird, veränderlich ist, vorzugsweise, dass der Druck für die den Strahldüsen
(16) zugeführten Flüssigkeit (18), falls die Oberflächenqualität des Werkstücks (12)
den vorbestimmten Sollwert überschreitet oder unterschreitet, entsprechend vermindert
oder erhöht wird.
5. Vorrichtung (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochdruckpumpeneinheit (24) mit zumindest einem Frequenzregler (25) ausgestattet
ist.
6. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Steuereinrichtung (22) ein Abstand (A), den die Strahldüsen-Anordnung
(14; 14.1; 14.2) zu einer Oberfläche (20) des Werkstücks (12) aufweist, steuerbar,
vorzugsweise regelbar ist, wobei der Abstand (A) der Strahldüsen-Anordnung (14; 14.1;
14.2) zur Oberfläche (20) des Werkstücks (12) verminderbar ist, falls die Oberflächenqualität
des Werkstücks (12) den vorbestimmten Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells für
den vorbestimmten Typ eines Werkstücks (12) unterschreitet, oder wobei der Abstand
(A) der Strahldüsen-Anordnung (14; 14.1; 14.2) zur Oberfläche (20) des Werkstücks
(12) solange vergrößerbar ist, solange die Oberflächenqualität des Werkstücks (12)
den vorbestimmten Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells für den vorbestimmten Typ
eines Werkstücks (12) einhält.
7. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Strahldüsen-Anordnung (14.2) mit einer Mehrzahl von Strahldüsen (16)
vorgesehen ist, die angrenzend zur ersten Strahldüsen-Anordnung (14; 14.1) angeordnet
ist, wobei, falls die Oberflächenqualität des Werkstücks (12) den vorbestimmten Sollwert
des Oberflächen-Prozessmodells unterschreitet, die zweite Strahldüsen-Anordnung (14.2)
ergänzend zu der ersten Strahldüsen-Anordnung (14; 14.1) zuschaltbar ist und dann
aus den Strahldüsen (16) der zugeschalteten zweiten Strahldüsen-Anordnung (14.2) Flüssigkeit
(18) unter Hochdruck auf eine Oberfläche (20) des Werkstücks (12) ausbringbar ist,
um dadurch das Werkstück (12) zu entzundern.
8. Verfahren zum Erzeugen eines Werkstücks (12) eines vorbestimmten Typs, vorzugsweise
eines Warmwalzguts, das relativ zu einer zumindest ersten Strahldüsen-Anordnung (14;
14.1) mit einer Mehrzahl von Strahldüsen (16) entlang einer Bewegungsrichtung (X)
bewegt wird, wobei aus den Strahldüsen (16) eine Flüssigkeit (18), insbesondere Wasser,
unter Hochdruck auf eine Oberfläche (20) des Werkstücks (12) gespritzt wird, um dadurch
das Werkstück (12) zu entzundern,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Steuereinrichtung (22) mit einem Datenspeicher (21) signaltechnisch (23.4) verbunden
ist, wobei in dem Datenspeicher (21) Soll-Daten eines Oberflächen-Prozessmodells für
das Werkstück (12) nach zumindest einem vorbestimmten Typ gespeichert sind, wobei
der spezifische Energieeintrag (E), mit dem eine Oberfläche (20) des Werkstücks (12)
durch die aus den Strahldüsen (16) gespritzte Flüssigkeit (18) zum Entzundern beaufschlagt
wird, mittels der Steuereinrichtung (22) in Abhängigkeit der Soll-Daten des Oberflächen-Prozessmodells
für den vorbestimmten Typ des Werkstücks (12) gesteuert, vorzugsweise geregelt, wird,
derart, dass der spezifische Energieeintrag (E) und damit verbunden eine Temperaturabsenkung
für das Werkstück (12) jeweils einen minimalen Wert annehmen.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Datenspeicher (21) Soll-Daten eines thermischen Prozessmodells für das Werkstück
(12) nach zumindest einem vorbestimmten Typ gespeichert sind und eine mit der Steuereinrichtung
(22) signaltechnisch verbundene Heizeinrichtung (2.1; 2.2) zum Erwärmen des Werkstücks
(12) vorgesehen ist, wobei eine Temperatur des Werkstücks (12) angrenzend und ortsnah
an die Strahldüsen-Anordnung (14; 14.1) gemessen und durch eine Vergleichsrechnung
mit einer Soll-Temperatur gemäß der Soll-Daten des thermischen Prozessmodells verglichen
wird, wobei anschließend die Temperatur der Heizeinrichtung (2.1; 2.2) mittels der
Steuereinrichtung (22) in Abhängigkeit der gemessenen Temperatur des Werkstücks (12)
und dessen Soll-Temperatur gemäß der Soll-Daten des thermischen Prozessmodells geregelt
wird, so dass die gemessene bzw. tatsächliche Temperatur des Werkstücks (12) an seine
Soll-Temperatur angeglichen wird, vorzugsweise, dass die Heizeinrichtung (2.2) stromaufwärts
der Strahldüsen-Anordnung (14; 14.1) angeordnet ist
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Steuereinrichtung (22) eine Hochdruckpumpeneinheit (24), durch die die
Strahldüsen (16) mit der Flüssigkeit (18) gespeist werden, gesteuert, vorzugsweise
geregelt wird, um den Druck und/oder den Volumenstrom, mit dem die Flüssigkeit (18)
den Strahldüsen (16) zugeführt wird, an die Soll-Daten des Oberflächen-Prozessmodells
für das Werkstück (12) nach einem vorbestimmten Typ anzupassen.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit der Steuereinrichtung (22) signaltechnisch (23.2) verbundene Oberflächeninspektionseinrichtung
(26) vorgesehen ist, die in Bezug auf die Bewegungsrichtung (X) des Werkstücks (12)
stromabwärts von der Strahldüsen-Anordnung (14; 14.1) und unmittelbar ortsnah hierzu
angeordnet ist, wobei mit der Oberflächeninspektionseinrichtung (26) verbleibender
Zunder auf der Oberfläche (20) des Werkstücks (12) detektiert wird, wobei die Steuereinrichtung
(22) programmtechnisch derart eingerichtet ist, dass auf Grundlage der Signale der
Oberflächeninspektionseinrichtung (26) eine Oberflächenqualität des Werkstücks (12)
bestimmt und mit einem vorbestimmten Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells für den
vorbestimmten Typ eines Werkstücks (12) verglichen wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit des Vergleichs der auf Grundlage der Signale der Oberflächeninspektionseinrichtung
(26) bestimmten Oberflächenqualität mit dem entsprechenden Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells
für ein Werkstück (12) eines vorbestimmten Typs der spezifische Energieeintrag (E),
mit dem eine Oberfläche (20) des Werkstücks (12) des vorbestimmten Typs durch die
aus den Strahldüsen (16) gespritzte Flüssigkeit (18) beaufschlagt wird, mittels der
Steuereinrichtung (22) gesteuert, vorzugsweise geregelt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck und/oder der Volumenstrom (V) für die den Strahldüsen (16) zugeführten
Flüssigkeit (18) erhöht wird, falls die Oberflächenqualität des Werkstücks (12) den
vorbestimmten Sollwert unterschreitet, oder dass der Druck und/oder der Volumenstrom
(V) für die den Strahldüsen (16) zugeführten Flüssigkeit (18) solange vermindert wird,
solange die Oberflächenqualität des Werkstücks (12) den vorbestimmten Sollwert einhält.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorschubgeschwindigkeit (v) des Werkstücks (12) in seiner Bewegungsrichtung
(X) vermindert wird, falls die Oberflächenqualität des Werkstücks (12) den vorbestimmten
Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells unterschreitet, oder dass eine Vorschubgeschwindigkeit
(v) des Werkstücks (12) in seiner Bewegungsrichtung (X) solange erhöht wird, solange
die Oberflächenqualität des Werkstücks (12) den vorbestimmten Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells
einhält.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Steuereinrichtung (22) ein Abstand (A), den die Strahldüsen-Anordnung
(14; 14.1; 14.2) zu einer Oberfläche (20) des Werkstücks (12) aufweist, gesteuert,
vorzugsweise geregelt wird, wobei der Abstand (A) der Strahldüsen-Anordnung (14; 14.1;
14.2) zur Oberfläche (20) des Werkstücks (12) vermindert wird, falls die Oberflächenqualität
des Werkstücks (12) den vorbestimmten Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells für
den vorbestimmten Typ eines Werkstücks (12) unterschreitet, oder wobei der Abstand
(A) der Strahldüsen-Anordnung (14; 14.1; 14.2) zur Oberfläche (20) des Werkstücks
(12) solange vergrößert wird, solange die Oberflächenqualität des Werkstücks (12)
den vorbestimmten Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells für den vorbestimmten Typ
eines Werkstücks (12) einhält.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Strahldüsen-Anordnung (14.2) vorgesehen ist, die angrenzend zur ersten
Strahldüsen-Anordnung (14; 14.1) angeordnet ist, wobei, falls die Oberflächenqualität
des Werkstücks (12) den vorbestimmten Sollwert des Oberflächen-Prozessmodells unterschreitet,
die zweite Strahldüsen-Anordnung (14.2) ergänzend zu der ersten Strahldüsen-Anordnung
(14; 14.1) zugeschaltet wird und dann aus den Strahldüsen (16) der zugeschalteten
zweiten Strahldüsen-Anordnung (14.2) Flüssigkeit (18) unter Hochdruck auf eine Oberfläche
(20) des Werkstücks (12) gespritzt wird, um dadurch das Werkstück (12) zu entzundern.
1. Device (10) for producing a workpiece (12) of a predetermined type, particularly of
a hot-rolled material, comprising
at least one first jet nozzle arrangement (14; 14.1) with a plurality of jet nozzles
(16), from which a liquid (18), particularly water, can be applied to a surface (20)
of the workpiece (12) under high pressure so as to thereby descale the workpiece (12),
and
a control device (22),
characterised in that
a data memory (21) connected with a control device (22) on a signal basis (23.4) is
provided, wherein target data of a surface process model for the workpiece (12) in
accordance with at least one predetermined type can be stored in the data memory (21),
wherein a specific energy intake (E), which for the descaling acts on a surface (20)
of the workpiece (12) through the liquid (18) sprayed from the jet nozzles (16), is
controllable, preferably regulable, by means of the control device (22) in dependence
on the target data of the surface process model for the predetermined type of workpiece
(12) in such a way that the specific energy intake (E) and in connection therewith
a temperature drop for the workpiece (12) each assume a minimum value.
2. Device (10) according to claim 1, characterised in that a heating device (2.1; 2.2) for heating the workpiece (12) and at least one temperature
measuring device, which is arranged to adjoin and in the vicinity of the jet nozzle
arrangement (14; 14.1) and by means of which a temperature of the workpiece (12) is
measurable, are provided, wherein the heating device and the temperature measuring
device are each connected with the control device (22) on a signal basis, wherein
target data of a thermal process model for the workpiece (12) according to at least
one predetermined type can be stored in the data memory (21), wherein the control
device (22) is so configured in terms of program that the temperature of the workpiece
(12) measured by means of the temperature measuring device can be compared with a
target temperature in accordance with the target data of the thermal process model
and the temperature of the heating device can be regulated on the basis thereof, preferably
that the heating device (2.1) is arranged upstream of the first jet nozzle arrangement
(14; 14,1) with respect to a movement direction (X) of the workpiece (12).
3. Device (10) according to one of the preceding claims, characterised in that a surface inspection device (26) connected with the control device (22) on a signal
basis is provided, the inspection device being arranged downstream of the jet nozzle
arrangement (14) with respect to a movement direction (X) of the workpiece (12) and
directly in the vicinity of the arrangement, wherein the control device (22) is so
configured in terms of program that a surface quality of the workpiece (12) is determined
on the basis of the signals of the surface inspection device (26) and is compared
with a predetermined target value of the surface process model for the predetermined
type of a workpiece (12).
4. Device (10) according to any one of the preceding claims, particularly according to
claim 3, characterised in that a high-pressure pumping unit (24) connected with the control device (22) on a signal
basis is provided, the pumping unit being disposed in fluid connection with the jet
nozzles (16) of the jet nozzle device (14) and supplying the jet nozzles (16) with
the liquid (18), wherein the high-pressure pumping unit (24) is controllable, preferably
regulable, by means of the control device (22) so that the pressure at which the liquid
(18) is supplied to the jet nozzles (16) is variable, preferably that the pressure
for the liquid (18) supplied to the jet nozzles (16) is appropriately decreased or
increased if the surface quality of the workpiece (12) exceeds or falls below the
predetermined target value.
5. Device (10) according to claim 4, characterised in that the high-pressure pumping unit (24) is equipped with at least one frequency regulator
(25).
6. Device (10) according to any one of claims 3 to 5, characterised in that a spacing (A) which the jet nozzle arrangement (14; 14.1; 14.2) has from a surface
(20) of the workpiece (12) is controllable, preferably regulable, by means of the
control device (22), wherein the spacing (A) of the jet nozzle arrangement (14; 14.1;
14.2) from the surface (20) of the workpiece (12) can be reduced if the surface quality
of the workpiece (12) falls below the predetermined target value of the surface process
model for the predetermined type of a workpiece (12) or wherein the spacing (A) of
the jet nozzle arrangement (14; 14.1; 14.2) from the surface (20) of the workpiece
(12) can be increased until the surface quality of the workpiece (12) meets the predetermined
target value of the surface process model for the predetermined type of a workpiece
(12).
7. Device (10) according to any one of claims 3 to 6, characterised in that a second jet nozzle arrangement (14.2) with a plurality of jet nozzles (16) is provided,
the second jet nozzle arrangement being arranged adjacent to the first jet nozzle
arrangement (14; 14.1), wherein if the surface quality of the workpiece (12) falls
below the predetermined target value of the surface process model the second jet nozzle
arrangement (14.2) can be switched on in addition to the first jet nozzle arrangement
(14; 14.1) and then liquid (18) at high pressure from the jet nozzles (16) of the
switched-on second jet nozzle arrangement (14.2) can be applied to a surface (20)
of the workpiece (12) so as to thereby descale the workpiece (12).
8. Method for producing a workpiece (12) of a predetermined type, preferably of a hot-rolled
material, which is moved along a first movement direction (X) relative to an at least
first jet nozzle arrangement (14; 14.1) with a plurality of jet nozzles (16), wherein
a liquid (18), particularly water, is sprayed at high pressure from the jet nozzles
(16) onto a surface (20) of the workpiece (12) so as to thereby descale the workpiece
(12),
characterised in that
a control device (22) is connected with a data memory (21) on a signal basis (23.4),
wherein target data of a surface process model for the workpiece (12) in accordance
with at least one predetermined type are stored in the data memory (21), wherein the
specific energy intake (E), which acts on a surface (20) of the workpiece (12) by
the liquid (18), which is sprayed from the jet nozzles (16), for descaling is controlled,
preferably regulated, by means of the control device (22) in dependence on the target
data of the surface process model for the predetermined type of the workpiece (12)
in such a way that the specific energy intake (E) and in connection therewith a drop
in temperature for the workpiece (12) each assume a minimum value.
9. Method according to claim 8, characterised in that target data of a thermal process model for the workpiece (12) in accordance with
at least one predetermined type are stored in the data memory (21) and a heating device
(2.1; 2,2), which is connected with the control device (22) on a signal basis, for
heating the workpiece (12) is provided, wherein a temperature of the workpiece (12)
is measured adjacent and in the vicinity of the jet nozzle arrangement (14; 14.1)
and is compared by a comparison computation with a target temperature in accordance
with the target data of the thermal process model, wherein subsequently the temperature
of the heating device (2.1; 2.2) is regulated by means of the control device (22)
in dependence on the measured temperature of the workpiece (12) and the target temperature
thereof is regulated in accordance with the target data of the thermal process model,
so that the measured or actual temperature of the workpiece (12) is assimilated to
its target temperature, preferably that the heating device (2.2) is arranged upstream
of the jet nozzle arrangement (14; 14.1).
10. Method according to claim 8 or 9, characterised in that at high-pressure pumping unit (24) by which the jet nozzles (16) are supplied with
the liquid (18) is controlled, preferably regulated, by means of the control device
(22) so as to adapt the pressure and/or the volume flow, at which the liquid (18)
is supplied to the jet nozzles (16), to the target data of the surface process model
for the workpiece (12) in accordance with a predetermined type.
11. Method according to any one of claims 8 to 10, characterised in that a surface inspection device (26) connected with the control device (22) on a signal
basis (23.2) is provided, the inspection device being arranged downstream of the jet
nozzle arrangement (14; 14.1) with respect to the movement direction (X) of the workpiece
(12) and directly in the vicinity of the arrangement, wherein residual scale on the
surface (20) of the workpiece (12) is detected by the surface inspection device (26),
wherein the control device (22) is so configured in terms of program that a surface
quality of the workpiece (12) is determined on the basis of the signals of the surface
inspection device (26) and is compared with a predetermined target value of the surface
process model for the predetermined type of a workpiece (12).
12. Method according to claim 11, characterised in that the specific energy intake (E) which acts on a surface (20) of the workpiece (12)
of the predetermined type by the liquid (18) sprayed from the jet nozzles (16) is
controlled, preferably regulated, by means of the control device (22) in dependence
on the comparison of the surface quality, which is determined on the basis of the
signals of the surface inspection device (26), with the corresponding target value
of the surface process model for a workpiece (12) of a predetermined type.
13. Method according to claim 12, characterised in that the pressure and/or the volume flow (V̇) for the liquid (18) supplied to the jet
nozzles (16) is increased if the surface quality of the workpiece (12) falls below
the predetermined target value or that the pressure and/or the volume flow (V̇) for
the liquid (18) supplied to the jet nozzles (16) is reduced until the surface quality
of the workpiece (12) meets the predetermined target value.
14. Method according to any one of claims 11 to 13, characterised in that a rate (v) of advance of the workpiece (12) in its movement direction (X) is reduced
if the surface quality of the workpiece (12) falls below the predetermined target
value of the surface process model or that a rate (v) of advance of the workpiece
(12) in its movement direction (X) is increased until the surface quality of the workpiece
(12) meets the predetermined target value of the surface process model.
15. Method according to any one of claims 12 to 14, characterised in that a spacing (A) which the jet nozzle arrangement (14; 14.1; 14.2) has from a surface
(20) of the workpiece (12) is controlled, preferably regulated, by means of the control
device (22), wherein the spacing (A) of the jet nozzle arrangement (14; 14.1; 14.2)
from the surface (20) of the workpiece (12) is reduced if the surface quality of the
workpiece (12) exceeds the predetermined target value of the surface process model
for the predetermined type of a workpiece (12) or wherein the spacing (A) of the jet
nozzle arrangement (14; 14.1; 14.2) from the surface (20) of the workpiece (12) is
increased until the surface quality of the workpiece (12) meets the predetermined
target value of the surface process model for the predetermined type of a workpiece.
16. Method according to any one of claims 11 to 15, characterised in that a second jet nozzle arrangement (14.2) is provided, the second jet nozzle arrangement
being arranged adjacent to the first jet nozzle arrangement (14; 14.1), wherein if
the surface quality of the workpiece (12) falls below the predetermined target value
of the surface process model, the second jet nozzle arrangement (14.2) is switched
on in addition to the first jet nozzle arrangement (14; 14.1) and then liquid (18)
is sprayed from the jet nozzles (16) of the switched-on second jet nozzle arrangement
(14.2) at high pressure onto a surface (20) so as to thereby descale the workpiece
(12).
1. Dispositif (10) pour la production d'une pièce (12) d'un type prédéfini, en particulier
d'un produit de laminage à chaud, comprenant au moins un premier agencement de buses
de projection (14 ; 14.1) comprenant une multitude de buses de projection (16), à
partir desquelles un liquide (18), en particulier de l'eau, peut être appliqué sous
haute pression sur une surface (20) de la pièce (12) pour, de cette manière, mettre
en oeuvre un décalaminage de la pièce (12), et un mécanisme de commande (22), caractérisé en ce que l'on prévoit un dispositif de stockage de données (21) relié, d'une manière assurée
par des signaux (23.4), au mécanisme de commande (22) ; dans lequel des données de
consigne d'un modèle de processus visant la surface pour la pièce (12) peuvent être
mémorisées conformément à au moins un type prédéterminé dans le dispositif de stockage
de données (21) ; dans lequel un apport énergétique spécifique (E), avec lequel une
surface (20) de la pièce (12) peut être sollicitée à des fins de décalaminage par
l'intermédiaire du liquide (18) pulvérisé à partir des buses de projection (16), peut
être commandé, de préférence peut être réglé au moyen du mécanisme de commande (22)
en fonction des données de consigne du modèle de processus visant la surface pour
le type prédéfini de la pièce (12), d'une manière telle que l'apport d'énergie spécifique
(E) et une diminution de la température qui y est liée pour la pièce (12) adoptent
respectivement une valeur minimale.
2. Dispositif (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on prévoit un mécanisme de chauffage (2.1 ; 2.2) pour le réchauffement de la pièce
(12) et au moins un mécanisme de mesure de la température disposé en position adjacente
et à proximité de l'agencement des buses de projection (14 ; 14.1), au moyen duquel
on peut mesurer une température de la pièce ; dans lequel le mécanisme de chauffage
et le mécanisme de mesure de la température sont reliés respectivement d'une manière
assurée par des signaux au mécanisme de commande (22) ; dans lequel, dans le dispositif
de stockage de données (21), on peut mémoriser des données de consigne d'un modèle
de processus thermique pour la pièce (12) en fonction d'au moins un type prédéfini
; dans lequel le mécanisme de commande (22) est conçu, d'une manière assurée par un
programme, de façon telle que la température de la pièce (12), mesurée au moyen du
mécanisme de mesure de la température, peut être comparée à une température de consigne
conformément aux données de consigne du modèle de processus thermique et, sur la base
de cette comparaison, la température du mécanisme de chauffage peut être réglée ;
de préférence en ce que le mécanisme de chauffage (2.1) est disposé, par rapport à une direction de déplacement
(X) de la pièce (12), en amont du premier agencement de buses de projection (14 :
14.1).
3. Dispositif (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on prévoit un mécanisme d'inspection de la surface (26) relié, d'une manière assurée
par des signaux, au mécanisme de commande (22), qui est disposé, par rapport à une
direction de déplacement (X) de la pièce (12), en aval de l'agencement de buses de
projection (14) et à proximité immédiate de ce dernier ; dans lequel le mécanisme
de commande (22) est conçu, d'une manière assurée par un programme, de façon telle
que, sur la base des signaux du mécanisme d'inspection de la surface (26), on détermine
une qualité de la surface de la pièce (12) et on la compare à une valeur de consigne
prédéfinie du modèle de processus visant la surface pour le type prédéterminé d'une
pièce (12).
4. Dispositif (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, en particulier
selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'on prévoit une unité de pompage sous haute pression (24) reliée, d'une manière
assurée par des signaux, au mécanisme de commande (22), qui est mise en liaison par
fluide avec les buses de projection (16) de l'agencement de buses de projection (14)
et qui alimente les buses de projection (16) avec le liquide (18) ; dans lequel l'unité
de pompage sous haute pression (24) peut être commandée, de préférence peut être réglée
au moyen du mécanisme de commande (22), d'une manière telle que la pression, avec
laquelle le liquide (18) est acheminé aux buses de projection (16), peut être modifiée
; de préférence, en ce que la pression pour le liquide (18) acheminé aux buses de projection (16), dans le cas
où la qualité de la surface de la pièce (12) dépasse vers le haut ou dépasse vers
le bas la valeur de consigne prédéfinie, est diminuée ou est augmentée de manière
correspondante.
5. Dispositif (10) selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'unité de pompage sous haute pression (24) est équipée d'au moins un régulateur
de fréquence (25).
6. Dispositif (10) selon l'une quelconque des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que, au moyen du mécanisme de commande (22) on peut commander, de préférence on peut
régler une distance (A) que présente l'agencement de buses de projection (14 ; 14.1
; 14.2) par rapport à une surface (20) de la pièce (12) ; dans lequel la distance
(A) de l'agencement de buses de projection (14 ; 14.1 ; 14.2) par rapport à la surface
(20) de la pièce (12) peut être réduite dans le cas où la qualité de la surface de
la pièce (12) dépasse vers le bas la valeur de consigne prédéfinie du modèle de processus
visant la surface pour le type prédéterminé d'une pièce (12) ; ou bien dans lequel
la distance (A) de de buses de projection (14 ; 14.1 ; 14.2) par rapport à la surface
(20) de la pièce (12) peut être augmentée tant que la qualité de la surface de la
pièce (12) respecte la valeur de consigne prédéterminée du modèle de processus visant
la surface pour le type prédéterminé d'une pièce (12).
7. Dispositif (10) selon l'une quelconque des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que l'on prévoit un deuxième agencement de buses de projection (14.2) comprenant une
multitude de buses de projection (16), qui est disposé en position adjacente au premier
agencement de buses de projection (14 ; 14.1) ; dans lequel, dans le cas où la qualité
de la surface de la pièce (12) dépasse vers le bas la valeur de consigne prédéfinie
du modèle de processus visant la surface, le deuxième agencement de buses de projection
(14.2) peut être mis en circuit pour faire office de complément au premier agencement
de buses de projection (14 ; 14.1) et ensuite, à partir des buses de projection (16)
du deuxième agencement de buses de projection mis en circuit (14.2), du liquide (18)
peut être appliqué sous haute pression sur une surface (20) de la pièce (12) pour
de cette manière soumettre la pièce (12) à un décalaminage.
8. Procédé pour la production d'une pièce (12) d'un type prédéterminé, de préférence
d'un produit de laminage à chaud qui est soumis à un déplacement le long d'une direction
de déplacement (X) par rapport à au moins un premier agencement de buses de projection
(14 ; 14.1) comprenant une multitude de buses de projection (16) ; dans lequel, à
partir des buses de projection (16), un liquide (18), en particulier de l'eau, est
pulvérisé sous haute pression sur une surface (20) de la pièce (12), pour ainsi soumettre
la pièce (12) à un décalaminage ;
caractérisé en ce qu'un mécanisme de commande (22) est relié, d'une manière assurée par des signaux (23.4),
à un dispositif de stockage de données (21) ; dans lequel des données de consigne
d'un modèle de processus visant la surface pour la pièce (12) conformément à au moins
un type prédéterminé sont mémorisées dans le dispositif de stockage de données (21)
; dans lequel l'apport énergétique spécifique (E), avec lequel une surface (20) de
la pièce (12) est sollicitée à des fins de décalaminage par l'intermédiaire du liquide
(18) pulvérisé à partir des buses de projection (16), est commandé, de préférence
est réglé au moyen du mécanisme de commande (22) en fonction des données de consigne
du modèle de processus visant la surface pour le type prédéfini de la pièce (12),
d'une manière telle que l'apport d'énergie spécifique (E) et une diminution de la
température qui y est liée pour la pièce (12) adoptent respectivement une valeur minimale.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que, dans le dispositif de stockage de données (21), on mémorise des données de consigne
d'un modèle de processus thermique pour la pièce (12) en fonction d'au moins un type
prédéfini et on prévoit un mécanisme de chauffage (2.1 ; 2.2) pour le réchauffement
de la pièce (12) relié, d'une manière assurée par des signaux, au mécanisme de commande
(22) ; dans lequel on mesure une température de la pièce (12) en position adjacente
et à proximité de l'agencement des buses de projection (14 ; 14.1) et on la compare,
par l'intermédiaire d'un calcul comparatif, à une température de consigne conformément
aux données de consigne du modèle de processus thermique ; dans lequel on règle ensuite
la température du mécanisme de chauffage (2.1 ; 2.2) au moyen du mécanisme de commande
(22) en fonction de la température mesurée de la pièce (12) et de sa température de
consigne conformément aux données de consigne du modèle de processus thermique, d'une
manière telle que la température mesurée, respectivement réelle de la pièce (12) est
comparée à sa température de consigne ; de préférence en ce que le mécanisme de chauffage (2.2) est disposé en amont par rapport à l'agencement de
buses de projection (14 ; 14.1).
10. Procédé selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que, au moyen du mécanisme de commande (22), une unité de pompage sous haute pression
(24), par l'intermédiaire de laquelle les buses de projection (16) sont alimentées
avec le liquide (18), est commandée, de préférence est réglée, pour adapter la pression
et/ou le courant volumique, avec laquelle/lequel le liquide (18) est acheminé aux
buses de projection (16), aux données de consigne du modèle de processus visant la
surface pour la pièce (12) en fonction d'un type prédéterminé.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, caractérisé en ce que l'on prévoit un mécanisme d'inspection de la surface (26) relié, d'une manière assurée
par des signaux, au mécanisme de commande (22), qui est disposé, par rapport à la
direction de déplacement (X) de la pièce (12), en aval de de buses de projection (14
; 14.1) et à proximité immédiate de ce dernier ; dans lequel, avec le mécanisme d'inspection
de la surface (26), on détecte la calamine qui subsiste sur la surface (20) de la
pièce (12) ; dans lequel, le mécanisme de commande (22) est conçu, d'une manière assurée
par un programme, de façon telle que, sur la base des signaux du mécanisme d'inspection
de la surface (26), on détermine une qualité de la pièce (12) et on la compare à une
valeur de consigne prédéfinie du modèle de processus visant la surface pour le type
prédéterminé d'une pièce (12).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que, en fonction de la comparaison de la qualité de la surface déterminée, sur la base
des signaux du mécanisme d'inspection de la surface (26), à la valeur de consigne
correspondante du modèle de processus visant la surface pour une pièce (12) d'un type
prédéterminé, on commande, de préférence on règle l'apport d'énergie spécifique (E)
avec lequel une surface (20) de la pièce (12) du type prédéterminé, est sollicitée
par l'intermédiaire du liquide (18) pulvérisé à partir des buses de projection (16).
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'on augmente la pression et/ou le courant volumique (V) pour le liquide (18) acheminé
aux buses de projection (16) dans le cas où la qualité de la surface de la pièce (12)
dépasse vers le bas la valeur de consigne prédéfinie ; ou bien en ce que l'on diminue la pression et/ou le courant volumique (V) pour le liquide (18) acheminé
aux buses de projection (16) tant que la qualité de la surface de la pièce (12) respecte
la valeur de consigne prédéfinie.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 11 à 13, caractérisé en ce que l'on diminue une vitesse de progression (v) de la pièce (12) dans sa direction de
déplacement (X), dans le cas où la qualité de la surface de la pièce (12) dépasse
vers le bas la valeur de consigne prédéfinie du modèle de processus visant la surface
; ou bien en ce que l'on élève une vitesse de progression (v) de la pièce (12) dans sa direction de déplacement
(X), tant que la qualité de la surface de la pièce (12) respecte la valeur de consigne
prédéfinie du modèle de processus visant la surface.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que, au moyen du mécanisme de commande (22), on commande, de préférence on règle une
distance (A) que présente de buses de projection (14 ; 14.1 ; 14.2) par rapport à
une surface (20) de la pièce (12) ; dans lequel on réduit la distance (A) de l'agencement
de buses de projection (14 ; 14.1 ; 14.2) par rapport à la surface (20) de la pièce
(12) dans le cas où la qualité de la surface de la pièce (12) dépasse vers le bas
la valeur de consigne prédéfinie du modèle de processus visant la surface pour le
type prédéterminé d'une pièce (12) ; ou bien dans lequel on augmente la distance (A)
de l'agencement de buses de projection (14 ; 14.1 ; 14.2) par rapport à la surface
(20) de la pièce (12) tant que la qualité de la surface de la pièce (12) respecte
la valeur de consigne prédéterminée du modèle de processus visant la surface pour
le type prédéterminé d'une pièce (12).
16. Procédé selon l'une quelconque des revendications 11 à 15, caractérisé en ce que l'on prévoit un deuxième agencement de buses de projection (14.2), qui est disposé
en position adjacente au premier agencement de buses de projection (14 ; 14.1) ; dans
lequel, dans le cas où la qualité de la surface de la pièce (12) dépasse vers le bas
la valeur de consigne prédéfinie du modèle de processus visant la surface, on met
en circuit le deuxième agencement de buses de projection (14.2) pour faire office
de complément au premier agencement de buses de projection (14 ; 14.1) et ensuite,
à partir des buses de projection (16) du deuxième agencement de buses de projection
mis en circuit (14.2), du liquide (18) est pulvérisé sous haute pression sur une surface
(20) de la pièce (12) pour de cette manière soumettre la pièce (12) à un décalaminage.