[0001] Die Erfindung betrifft eine Siebdruckmaschine mit einem zylinderförmigen Rundsieb
und eine in dem Rundsieb angeordneten Rakel.
[0002] Aus
DE 10 2006 012 735 A1 ist ein Siebdruckmaschine mit einem Rotationssiebdruckzylinder sowie ein entsprechendes
Verfahren zum Bedrucken eines Substrats im Rotationssiebdruckverfahren und eine Rakel
zur Verwendung in dem Rotationssiebdruckzylinder und in dem Verfahren bekannt. Hierbei
wird die Rakel in dem Rotationssiebdruckzylinder so angeordnet, dass es die innere
Umfangsoberfläche des zylindrischen Hohlkörpers im Wesentlichen nur in den Bereichen
der druckenden Siebbereiche überstreicht. Dabei umfasst die Rakel vorzugsweise mehrere
Rakelblätter, die beabstandet zueinander derart angeordnet sind, dass sie im Wesentlichen
nur die druckenden Siebbereiche überstreichen. Eine Einstellbarkeit der einzelnen
Rakelbereiche ist jedoch nicht vorgesehen.
[0003] Für eine gute Druckqualität ist aber beim Siebdruck die richtige Einstellung des
Rakeldrucks essentiell, also des mechanischen Drucks, mit dem die Rakel gegen die
Innenseite des Rundsiebs drückt. Bei aus dem Stand der Technik bekannten Rundsiebmaschinen
wird der Rakeldruck nur mit zwei Stellschrauben links und rechts der Druckmaschine
eingestellt. Dies hat zur Folge, dass der Rakeldruck an den Außenseiten des Rundsiebs
eher hoch ist, weil sich dort auch die Rahmen der Siebführung befinden, in der Mitte
des Rundsiebs jedoch der Rakeldruck eher gering bleibt, weil Siebspannung und Rakeldruck
dort abfallen. Wird jedoch in der Mitte des Rundsiebes mehr Rakeldruck für einen ordentlichen
Ausdruck benötigt, muss die Rakel von außen her weiter zugestellt werden, sodass der
Rakeldruck auch am Rand des Rundsiebes weiter steigt und somit das Rundsieb unnötig
belastet. Dieser Effekt ist u.a. ein Grund für einen vorzeitigen Verschleiß oder Defekt
des Rundsiebs.
[0004] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Siebdruckmaschine
derart weiterzubilden, dass die Nachteile des Standes der Technik behoben werden und
der Rakeldruck auf das Rundsieb über die gesamte Breite des Rundsiebs eingestellt
werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Erfindungsgemäß ist die Rakel in mehrere einzelne kurze Rakel bzw. Einzelrakel aufgeteilt,
wobei die einzelnen kurzen Rakel jeweils nur einen zu druckenden Bereich von bestimmter
Rakel- bzw. Druckbreite abdecken und deren Abstand von der Innenseite des Rundsiebs
quer zur Drehrichtung des Rundsiebs einzeln einstellbar ist. Damit kann der Abstand
jeder einzelnen kurzen Rakel vom Rundsieb abhängig von der jeweiligen Anordnung im
Rundsieb unterschiedlich eingestellt werden, so dass insbesondere auch in der Mitte
des Rundsiebs der gleiche Rakeldruck wie an den äußeren Enden aufgebaut werden kann,
ohne die Bereiche an den äußeren Enden des Rundsiebs mit zu hohem Rakeldruck zu belasten.
Die erfindungsgemäße Einstellbarkeit einzelner Rakel ermöglicht besonders bevorzugt
eine Verbesserung der Standzeit bzw. Lebensdauer eines Rundsiebs durch eine gleichmäßigere
mechanische Belastung des Rundsiebs.
[0007] Die Rakel- bzw. Druckbreite beträgt bevorzugt bis zu 5 cm, wobei die Rakelbreite
bzw. Druckbreite ja nach Druckbereich auch unterschiedliche oder verschiedene Größen
aufweisen kann, beispielsweise auch mehr als 5 cm, und wobei die Aufteilung der Rakel
in auch unterschiedliche oder verschiedene Stückzahlen von Einzelrakeln möglich sind.
Die Rakel kann also auch in Einzelrakel aufgeteilt werden, wobei jede Einzelrakel
unterschiedlich breit ist und an die jeweiligen Gegebenheiten im Sieb angepasst ist.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Einstellung der
Position der jeweiligen einzelnen kurzen Rakel von außerhalb des Siebs bzw. von außen
erfolgt und damit während des Betriebs der Siebdruckmaschine erfolgen kann. Damit
kann besonders bevorzugt der Rakeldruck in Abhängigkeit von dem während des Druckvorgangs
entstehenden Druckbildes variiert und entsprechend angepasst werden. Zur Einstellung
wird zunächst die Grundeinstellung über die linke und rechte Zustellung der Gesamt-Rakels
vorgenommen, bis die äußeren Spuren ein gutes Druckbild erzeugen, und anschließend
der Rakeldruck der weiter innenliegenden Spuren mittels Einzelzustellung optimiert.
Bei manchen Siebdruckmaschinen sind die Verhältnisse zwischen mittleren und äußeren
Spuren genau umgekehrt, was in diesem Fall auch die Vorgehensweise umkehrt.
[0009] Die Einstellung der einzelnen kurzen Rakel bzw. Einzelrakel kann manuell durch mit
Zahnrädern umgelenkter Achsen, die zur Einstellung links und rechts an die Sieböffnung
geführt werden, oder über von jede Einzelrakel nach außen geführte biegsame Wellen
erfolgen.
[0010] Die Einstellung kann auch über ein Keilsystem erfolgen, bei dem der Abstand einer
an ihrer Hinterkante schräg oder konisch ausgeformten Einzelrakel zum Rundsieb mit
Hilfe eines verschiebbaren Keils einstellt wird. In diesem Fall erhält bevorzugt jede
Einzelrakel einen eigenen Keil. Besonders bevorzugt erfolgt die Verschiebung des jeweiligen
Keils mittels piezoelektrischer oder pneumatischer Aktoren oder mit Hilfe einer Spindel
oder Gewindestange, die mechanisch oder elektromotorisch angetrieben bzw. in Drehung
versetzt wird.
[0011] Damit möglichst wenig Farbe im Sieb und bei der Reinigung verloren geht, wird eine
Einzelrakel gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform möglichst weit rings
um die Einzelrakel abgeschlossen, sodass kaum Farbe das System verlassen kann, außer
über den Siebkontakt mit dem Druckprodukt. Die Einzelrakel wird hierbei bevorzugt
an ihren äußeren Rändern mit Streifen aus Filz oder Elastomer abgeschlossen, wobei
diese Streifen eine Art Gegenform zum Rundsieb bilden, und nach oben durch einen Deckel
aus Filz oder Elastomer abgeschlossen. Auch eine komplette Abtrennung der Einzelrakel
durch im Sieb eingeklebte Elastomer- oder Moosgummiringe ist möglich. Dieses Vorgehen
ähnelt einem Kammerrakel-System und wird deshalb auch als quasi-Kammerrakel bezeichnet,
bei dem jedoch die Rakel an den Kanälen des Druckzylinders zweimal pro Umdrehung leicht
abhebt. Bei einer erfindungsgemäßen Rakelanstellung in der waagerechten bzw. leicht
darüber, kann jedoch das ungewünschte Austreten von Druckfarbe im Kanalbereich weitgehend
vermieden werden, weil durch eine leichte Neigung des Rakels nach unten die Farbe
von der Schwerkraft eher nach hinten fließt bzw. nicht viel Farbe nach außen tritt.
Aus
WO 2004/096545 A2 ist dazu bekannt, dass an der, der vor die Rakel geförderten Farbe zugewandten seitlichen
Fläche der Rakel ein zur Zylinderachse paralleler Steg angeordnet ist, wobei die Rakel,
ein von ihr berührter Abschnitt des Rundsiebs und der von der Rakel ausgehende Steg
eine entgegen der Drehrichtung des Siebdruckzylinders offene Kanalsohle bilden, und
dass wenigstens in den beiden Längsendbereichen des Steges Leitmittel, zum Ablenken
von durch die Rakel von dem Rundsieb abgestreifter Farbe in Längsrichtung der Rakel
zu deren Mitte hin, angeordnet sind.
[0012] Zusätzlich oder alternativ dazu kann die Rakel mit einem Shutter bzw. Verschluss
versehen werden, der beim Abheben der Rakel vom Sieb das Ausfließen von Farbe verhindert.
Dieser Shutter, vorzugsweise ein dünnes Metall oder Kunststoff-Blättchen, schließt
nur während des kurzen Abhebens der Rakel den Restspalt der quasi Kammerrakel, indem
er vorzugsweise von oben Richtung Rakelkante bewegt wird. Diese Bewegung kann entweder
mechanisch über eine Druckkurve (ähnlich der Steuerung eines Greifers) oder elektromechanisch
mittels Motor oder Hubmagnet und einer Auslösung synchron zur entsprechenden Zylinderumfangsposition
ausgeführt sein.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass zusätzlich der Winkel
jeder einzelnen kurzen Rakel, also der Anstellwinkel der Rakel an das Rundsieb, und/
oder die Höhe jeder einzelnen kurzen Rakel, also eine Verschiebung parallel zur Innenseite
des Rundsiebs aber quer zur Längsachse (was ebenfalls den Anstellwinkel des Rakelblatts
an das Rundsieb verändert), einstellbar ist. Hierdurch wird die Druckqualität, Siebstandzeit
und Farbführung noch weiter verbessert. Üblich sind im Siebdruck Anstellwinkel der
Rakel von 45° bis 135°, bevorzugt von 90° ± 15°, wobei der Anstellwinkel bekanntlich
die Randschärfe bestimmt und Einfluss auf den Farbauftrag hat. Ein Anstellwinkel der
Rakel von 90° bedeutet hierbei, dass die Rakel senkrecht zur Sieboberfläche ausgerichtet
ist. Die Verstellung der Höhe jeder einzelnen kurzen Rakel erfolgt bevorzugt um jeweils
± 10 mm.
[0014] Im oben genannten Beispiel "quasi Kammerrakel" kann durch die geeignete Einstellung
des Anstellwinkels der Rakel (wie oben bevorzugt zwischen 45° und 135°) vermieden
werden, dass zu viel Farbe ins Sieb fließt bzw. beim Abheben der Rakel an den Greifer-Kanälen
von der Rakel läuft. Die restliche, ins Sieb austretende kleine Farbmenge, kann durch
geeignete, an der Rakel angebrachte, schräg angestellte Gummischieber-Lippen wieder
in den Druckbereich und damit in die Rakel zurückgeführt werden.
[0015] Die erfindungsgemäßen Einzelrakel sind bevorzugt auf einem Rakelhalter derart angebracht,
dass sie vor dem Einbau der Gesamtrakel in die Druckmaschine seitlich verschoben und
justiert werden können, sodass die jeweils gewünschte Druckposition quer zur Druckrichtung
getroffen wird.
[0016] Die erfindungsgemäße Vorrichtung und das Verfahren zur Einstellung des Rakeldrucks
kann prinzipiell auch für andere Druckverfahren eingesetzt werden, die eine Rakel
aufweisen, und ist natürlich für beliebige Druckanwendungen auch außerhalb des Banknotendrucks
geeignet. Mögliche weitere Anwendungsbereiche sind beispielsweise die Lackiermaschine
NotaProtector® der Firma KBA NotaSys, Flexodruckwerke mit Kammerrakel sowie Farbwerke
für Offsetdruck oder indirekten Hochdruck.
[0017] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachfolgend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in den angegebenen Kombinationen, sondern auch in anderen Kombinationen
einsetzbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen, soweit dies
von dem Schutzumfang der Ansprüche erfasst ist.
[0018] Anhand der nachfolgenden Ausführungsbeispiele und der ergänzenden Figuren werden
die Vorteile der Erfindung erläutert. Die Ausführungsbeispiele stellen bevorzugte
Ausführungsformen dar, auf die jedoch die Erfindung in keinerlei Weise beschränkt
sein soll. Des Weiteren sind die Darstellungen in den Figuren des besseren Verständnisses
wegen stark schematisiert und spiegeln nicht die realen Gegebenheiten wider. Insbesondere
entsprechen die in den Figuren gezeigten Proportionen nicht den in der Realität vorliegenden
Verhältnissen und dienen ausschließlich zur Verbesserung der Anschaulichkeit. Des
Weiteren sind die in den folgenden Ausführungsbeispielen beschriebenen Ausführungsformen
der besseren Verständlichkeit wegen auf die wesentlichen Kerninformationen reduziert.
Bei der praktischen Umsetzung können wesentlich komplexere Ausgestaltungen zur Anwendung
kommen.
[0019] Im Einzelnen zeigen schematisch:
- Fig. 1
- in Seitenansicht einen Ausschnitt einer Rundsieb-Druckmaschine mit einer Rakel,
- Fig. 2
- in schräger Draufsicht eine Rundsieb-Druckmaschine, bei der eine Rakel in sechs in
Richtung der Drehachse des Rundsiebs verschiebbare Einzelrakel aufgeteilt ist,
- Fig. 3
- den Ausschnitt aus Fig. 1 mit einer Rakel, deren Rakelwinkel und Rakelhöhe justierbar
ist,
- Fig. 4
- in Draufsicht von oben eine Zustellung eines Einzelrakels zur Innenseite des Rundsiebs
über ein Keilsystem.
[0020] Fig. 1 zeigt einen schematischen Ausschnitt aus einer Rundsieb-Druckmaschine, die
aus einem Rundsieb 1 und einer Rakel 2 aus einem elastischen Kunststoffmaterial oder
Elastomer besteht, wobei die Rakel 2 zwischen einen Grundkörper 3 und einer Deckplatte
4 eingespannt ist, die beispielsweise aus Aluminium bestehen. Oberhalb der Rakel 2
bildet sich bei Drehung des Rundsiebs 1 in Pfeilrichtung durch Aufstauung der Farbe
ein Farbwulst 5.
[0021] Die Rakel 2 kann auch als Systemrakel ausgeführt sein, das aus zwei Komponenten besteht.
Die eine Komponente besteht aus einem hartelastischen Träger, beispielsweise glasfaserverstärkter
Kunststoffprofil, der für einen konstanten Rakelwinkel und Rakeldruck sowie gleichbleibende
Flexibilität sorgt. Der Träger ist mit einem weichelastischen Streifen oder einem
Elastomerprofil beispielsweise aus Polyurethan mit einer Shorehärte von 55° bis 85°
als Druckkante dauerhaft verbunden, der mit dem Sieb in Kontakt ist. Derartige Systemrakel
werden beispielsweise von der Firma RK Siebdrucktechnik GmbH (RKS®) hergestellt. Beispielsweise
hat die RKS-Systemrakel Typ 32 HQ ein GFK-Kunststoffprofil mit einer Höhe von 50 mm
bis 115 mm und einer Dicke von 2,5 mm sowie ein Elastomerprofil mit einer Dicke von
6 mm bis 8 mm und einer Shorehärte von 55°, 65° oder 75°. Die Länge dieser RKS-Systemrakel
kann bis zu 2600 mm betragen.
[0022] Fig. 2 zeigt eine Rundsieb-Druckmaschine, bei der eine Rakel in sechs Einzelrakel
2.1 bis 2.6 aufgeteilt ist, die parallel zur Längsachse des Rundsiebs 1 angeordnet
sind. Jede Einzelrakel 2.1 bis 2.6 kann jeweils in Richtung der in Fig. 2 dargestellten
Doppelpfeile senkrecht auf das Rundsieb zu oder von ihm weg bewegt werden. Dies bedeutet,
dass jede Einzelrakel 2.1 bis 2.6 unabhängig von den anderen Einzelrakeln derart eingestellt
werden kann, dass es an der Innenseite des Rundsiebs 1 an der Oberfläche des Rundsiebs
1 anliegt. Unterschiedliche bzw. sich verändernde Durchmesser des Rundsiebs in Längsachse
können somit ausgeglichen werden.
[0023] Fig. 3 zeigt die Rakel aus Fig. 1, bei dem zusätzlich dessen Winkel in Richtung des
Doppelpfeils 7, also der Anstellwinkel der Rakel 2 an das Rundsieb, und/oder dessen
Höhe in Richtung des Doppelpfeils 8, also eine Verschiebung parallel zur Innenseite
des Rundsiebs aber quer zur Längsachse (was ebenfalls den Anstellwinkel des Rakelblatts
2 an das Rundsieb verändert), justierbar ist. Hierdurch wird die Druckqualität, Siebstandzeit
und Farbführung noch weiter verbessert. Wird die Rakel als "quasi-Kammerrakel" ausgeführt,
kann durch die vielfältigen Einstellmöglichkeiten des Rakelwinkels vermieden werden,
dass zu viel Farbe in das Sieb fließt bzw. beim Abheben der Rakel an den Greifer-Kanälen
von der Rakel läuft.
[0024] Fig. 4 zeigt eine Zustellung einer Rakel 2 einer Einzelrakel gemäß Fig. 2 zur Innenseite
des Rundsiebs über ein Keilsystem. Die Rakel 2 ist an der Hinterkante abgeschrägt,
die der Vorderkante gegenüberliegt, die an dem Rundsieb anliegt. Ein Keil 9 ist an
der abgeschrägten Hinterkante der Rakel 2 angeordnet. Wird der Keil 9 in Richtung
des Pfeils 10 mittels einer drehbaren Spindel oder Gewindestange 11 vor (in der Figur
nach oben) und zurück (in der Figur nach unten) bewegt, wird die Rakel 2 in Richtung
des Pfeils 12 auf das Rundsieb zu oder von ihm weg bewegt. Die drehbare Spindel oder
Gewindestange 11 wird in einem Gestell 13 geführt und beispielsweise durch einen (nicht
dargestellten) Elektromotor mit einem Drehmoment von 0,35 Nm in Drehung versetzt.
[0025] Die Rakel 2 hat in diesem Ausführungsbeispiel an seiner Vorderkante, eine Dicke von
14 mm und eine mittlere Breite (Mitte zwischen Oberkante und Unterkante) von 45 mm.
Der Keil 9 ist an seiner schmalen Oberkante 15 mm breit und an seiner breiten Unterkante
25 mm breit.
1. Siebdruckmaschine mit einem zylinderförmigen Rundsieb und einer in dem Rundsieb angeordneten
Rakel, dadurch gekennzeichnet, dass die Rakel in mehrere einzelne kurze Rakel aufgeteilt ist, wobei die einzelnen kurzen
Rakel jeweils nur einen zu druckenden Bereich von bestimmter Rakel- bzw. Druckbreite,
bevorzugt bis zu 5 cm, abdecken und wobei der Abstand der einzelnen kurzen Rakel von
der Innenseite des Rundsiebs quer zur Drehrichtung des Rundsiebs einzeln einstellbar
ist, so dass der Abstand jedes einzelnen kurzen Rakels vom Rundsieb abhängig von der
jeweiligen Anordnung im Rundsieb unterschiedlich eingestellt werden kann.
2. Siebdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der Position der jeweiligen einzelnen kurzen Rakel von außerhalb
des Siebs bzw. von außen erfolgt.
3. Siebdruckmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der einzelnen kurzen Rakel manuell durch mit Zahnrädern umgelenkter
Achsen, die zur Einstellung links und rechts an die Sieböffnung geführt werden, oder
über von jeder einzelnen kurzen Rakel nach außen geführte biegsame Wellen erfolgt.
4. Siebdruckmaschine nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der einzelnen kurzen Rakel über ein Keilsystem erfolgt, bei dem der
Abstand eines an ihrer Hinterkante schräg oder konisch ausgeformten Einzelrakel zum
Rundsieb mit Hilfe eines verschiebbaren Keils einstellt wird.
5. Siebdruckmaschine nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel jeder einzelnen kurzen Rakel, also der Anstellwinkel der Rakel an das
Rundsieb, und/oder die Höhe jeder einzelnen kurzen Rakel, also eine Verschiebung parallel
zur Innenseite des Rundsiebs aber quer zur Längsachse, einstellbar ist.