[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spülkastenanordnung zur Spülung einer Sanitärkeramik
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Grundsätzlich können bei der Spülung einer Sanitärkeramik, beispielsweise eines Toilettenbeckens
oder eines Urinalbeckens, Wasserspritzer über die Sanitärkeramik austreten. Am Beispiel
des Toilettenbeckens muss gemäß der europäischen Norm EN 997 allerdings sowohl eine
flächige Ausspülung des Toilettenbeckens gewährleistet als auch ein Austreten von
Spritzern, kurz Überspritzen, vermieden werden. Dies führt vor allem bei sogenannten
spülrandlosen Toilettenbecken, bei denen kein umlaufender Spülrand vorgesehen ist,
zu einer erhöhten Anforderung an die Präzision bei der Herstellung der Sanitärkeramik.
[0003] Zudem kommt hinzu, dass am Markt unterschiedliche Spülkästen verfügbar sind, die
ihrerseits unterschiedliche Spülströme aufweisen. So weisen vor allem ältere Spülkästen
regelmäßig Spülströme im Bereich von 3 Litern pro Sekunde und neuere Spülkästen Spülströme
von 2 bis 2,4 Litern pro Sekunde auf. Dabei wird der maximale Spülstrom bereits kurz
nach Beginn des Spülvorgangs, etwa nach 0,2 Sekunden, erreicht. Anschließend nimmt
der Spülstrom aufgrund des sinkenden Wasserpegels im Spülkasten über den Spülvorgang
kontinuierlich ab. Somit kann vor allem beim Betrieb der spülrandlosen Toilettenbecken
der zu Beginn des Spülvorgangs schnell anliegende maximale Spülstrom zum Überspritzen
führen. Allerdings zeigt es sich problematisch, bei Installation der Sanitärkeramik
den Spülstrom der unterschiedlichen Spülkästen an die anzuschließenden Toilettenbecken,
Urinalbecken oder dergleichen anzupassen, um ein Überspritzen zu vermeiden. Insofern
wird vor allem für die spülrandlosen Toilettenbecken der diversen Hersteller eine
Vielzahl unterschiedlicher Spülkästen am Markt vorgehalten, die den für das jeweilige
Toilettenbecken empfohlenen maximalen Spülstrom nicht überschreiten. Dabei darf die
Sanitärkeramik auch nicht mit einem zu niedrigen Spülstrom durchströmt werden, um
stets zu gewährleisten, dass die Sanitärkeramik sowie die nachfolgenden Abwasserleitungen
ausreichend gespült werden.
[0004] Die
DE 80 06 070 U1 offenbart eine Ablaufgarnitur für Spülkästen, mittels der sich die pro Zeiteinheit
in die Klosettschüssel oder dergleichen einströmende Wassermenge einregulieren lässt.
Auf einer Außenseite eines Gehäuses der Ablaufgarnitur ist ein in der Höhe verstellbarer
Ring angeordnet, der je nach seiner Stellung die freie Höhe von Fenstern, die an dem
Gehäuse ausgebildet sind, verändert.
[0005] Aus der
US 4 388 737 B ist ein Spülkasten bekannt, der mehrere Trennwände aufweist, so dass mehrere Kammern
gebildet sind. Nach einer Ausführungsform ist in einer Trennwand eine Durchgangsöffnung
vorgesehen, die von einem schwenkbaren Schieber verschlossen oder geöffnet werden
kann. Nach einer weiteren Ausführungsform sind in einer Trennwand mehrere Öffnungen
vorgesehen, die von Stopfen verschließbar sind.
[0006] Aus der
US 2013/0180039 A1 ist ein Spülkasten mit einem Ablaufventil bekannt. Um das Ablaufventil herum ist
ein Durchfluss-Einstellkörper angeordnet. Der Einstellkörper ist rechteckig gestaltet
und nach oben hin offen. Der Einstellkörper hat in seinen seitlichen Wandungen Durchfluss-Öffnungen,
durch die Wasser aus dem Wasserkasten in das Innere des Einstellkörpers gelangen kann.
Die Durchfluss-Öffnungen können mit Einstell-Deckeln verdeckt werden, welche in verschiedenen
Positionen mit dem Einstellkörper verbindbar sind.
[0007] Aus der
EP 2 602 391 B1 ist ein Spülwasserverteiler zur Reduzierung des Spülstromes bekannt, der in ein spülrandloses
Toilettenbecken eingesetzt ist. Der Spülwasserverteiler weist einen länglichen, halbschalenartig
ausgebildeten Grundkörper auf, in dem zwei parallel verlaufende Innenwandungen ausgebildet
sind. Durch die Innenwandungen ist der Spülwasserverteiler in drei Strömungskanäle
aufgeteilt, die zur Umlenkung des Spülwassers jeweils einen endseitig abgebogenen
Bereich mit einer seitlichen Auslassöffnung aufweisen. Eingangsseitig weist der Spülwasserverteiler
eine lösbar am Grundkörper befestigte Spülstromdrossel auf, durch die das in den Spülwasserverteiler
einströmende Spülwasser entwirbelt, beziehungsweise beruhigt werden soll. Um den aus
einem Kunststoff hergestellten Spülwasserverteiler für einen Benutzer des Toilettenbeckens
aus optischen Gründen nicht sichtbar werden zu lassen, weist das spülrandlose Toilettenbecken
eine Verblendung auf, die nach dem Einsetzen des Spülwasserverteilers vor diesem befestigt
wird.
[0008] Allerdings müssen mehrere der bekannten Spülstromdrosseln mit jeweils einer unterschiedlich
starken Spülstromdrosselwirkung bereitgestellt werden, um den Spülstrom eines angeschlossenen
Spülkastens an das Toilettenbecken anpassen zu können. Darüber hinaus muss zur Einstellung
des Spülstromes stets der gesamte Spülwasserverteiler entnommen werden, um die rückseitig,
beziehungsweise in Flussrichtung eingangsseitig, am Grundkörper des Spülwasserverteilers
gehaltene Spüldrossel auszutauschen. Dadurch gestaltet sich die Einstellung des Spülstromes
an das Toilettenbecken aufwendig. Des Weiteren ist die Ausstattung des Toilettenbeckens
mit dem bekannten Spülstromverteiler nur dann möglich, wenn werkseitig ein entsprechender
Bauraum im Toilettenbecken vorgesehen wurde.
[0009] Aus dem Prospekt "TECE-Spültechnik, Technische Informationen", 1-2015 der TECE GmbH
ist bekannt, dass durch Einsetzen einer Spülstromdrossel in einem Ventilsitz eines
in einem Unterputz-Spülkasten eingesetzten Ablaufkorbes der Spülstrom verändert werden
kann. Hierzu wird ein Drosselset mit vier verschiedenen Drosseln bereitgestellt, die
jeweils einen unterschiedlichen Innendurchmesser aufweisen. Wenn der Spülstrom des
Unterputz-Spülkastens für die angeschlossene Sanitärkeramik zu hoch ist und das Spülwasser
überspritzt, kann der Spülstrom durch Einsetzen einer der Drosseln in den Ventilsitz
reduziert werden. Dabei ist der Spülstrom ohne eine Drossel am höchsten und entsprechend
am niedrigsten, wenn die Drossel mit dem kleinsten Innendurchmesser im Ventilsitz
eingesetzt ist.
[0010] Um eine der Drosseln im Ventilsitz einsetzen oder gegen eine andere Drossel mit einer
unterschiedlichen Drosselwirkung austauschen zu können, muss aufgrund des beengten
Innenraums des Unterputz-Spülkastens das mit dem Ventilsitz zusammenwirkende Ablaufventil
demontiert bzw. anschließend wieder montiert werden. Zudem muss ein Drosselset mit
mehreren Drosseln unterschiedlicher Drosselwirkung bereitgestellt werden, um den für
die angeschlossene Sanitärkeramik passenden Spülstrom einstellen zu können.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Spülkastenanordnung bereitzustellen,
die auf einfache und kostengünstige Weise an eine Sanitärkeramik angepasst werden
kann, um ein Überspritzen zu vermeiden.
[0012] Die Aufgabe ist erfindungsgemäß bei einer Spülkastenanordnung zur Spülung einer Sanitärkeramik
gemäß der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Einstellvorrichtung am Ablaufventil
angeordnet ist, wobei beim Betätigen der Spülung der Verstellkörper zusammen mit dem
Ablaufventil hochbewegt wird und sich anschließend zusammen mit dem Ablaufventil wieder
absenkt. Der Verstellkörper ist relativ zum Wasserkasten bewegbar angeordnet und in
mehrere Ablaufpositionen verstellbar, wobei der Spülstrom der aus dem Wasserkasten
abfließenden definierten Spülwassermenge von der Ablaufposition des Verstellkörpers
abhängig ist, respektive beeinflusst wird. Der Verstellkörper ist am Ablaufventil
höhenverstellbar gehalten, wobei der Spülstrom entsprechend veränderbar bzw. einstellbar
ist.
[0013] Unter dem Begriff des Spülstroms wird ein Volumenstrom, konkret das Volumen des Spülwassers
pro Zeiteinheit durch einen Auslass der Spülkastenanordnung, insbesondere den Auslass
eines Ablaufstutzens eines Spülkastens, verstanden.
[0014] Erfindungsgemäß ist somit vorgesehen, den Spülstrom durch einen bewegbaren Verstellkörper
einzustellen, wobei der Verstellkörper in wenigstens zwei voneinander unterschiedliche
Ablaufpositionen bewegt werden kann. In den einzelnen Ablaufpositionen wird durch
den Verstellkörper eine Durchlassgeometrie eines vom abfließenden Spülwasser durchströmten
Durchlasses verändert. Regelmäßig gilt, dass je kleiner die Durchlassgeometrie ist,
das heißt je mehr der Verstellkörper den Durchlass verengt, desto geringer ist der
sich ergebende Spülstrom. Im Umkehrschluss ist der Spülstrom regelmäßig dann maximal,
wenn der Einfluss des Verstellkörpers auf den Durchlass marginal ist. Somit stellt
sich in der einen Ablaufposition aufgrund einer vom Verstellkörper beeinflussten ersten
Durchlassgeometrie ein erster Spülstrom und in der zweiten Ablaufposition aufgrund
einer veränderten zweiten Durchlassgeometrie ein zweiter Spülstrom ein. Beispielsweise
kann der erste Spülstrom ein hoher Spülstrom, beispielsweise 2,4 Liter pro Sekunde,
und der zweite Spülstrom ein geringerer Spülstrom, beispielsweise 2,0 Liter pro Sekunde,
sein. Neben den beiden vorgenannten Ablaufpositionen kann der Verstellkörper auch
in weitere Ablaufpositionen bewegt werden.
[0015] Durch die variable Verstellbarkeit des Verstellkörpers in die verschiedenen Ablaufpositionen
kann der Spülstrom verändert, beziehungsweise eingestellt werden. Dabei kann der Verstellkörper
zwischen einzelnen Spülvorgängen, insbesondere zwischen den von einem Installateur
durchgeführten Probespülvorgängen, in eine der Ablaufpositionen bewegt werden. Während
der Spülvorgänge kann der an sich bewegbare, beziehungsweise verstellbare Verstellkörper
relativ zum Wasserkasten oder einem im Wasserkasten angeordneten Bauteil einer herkömmlichen
Spülkastenanordnung, beispielsweise dem Ablaufventil oder einem Füllventil, ortsfest
gehalten. Somit kann der Verstellkörper auch als Hinderniskörper oder Widerstandskörper
bezeichnet werden, der die Strömung in der Spülkastenanordnung verändert, respektive
beeinflusst. Das abfließende Spülwasser wird in seinem ungestörten Fluss, der sich
ohne den Verstellkörper einstellen würde, gestört, da der Verstellkörper die vom Spülwasser
durchströmte Durchlassgeometrie verändert. Auf diese Weise greift der Verstellkörper
gestaltend in die Spülströmung ein, um den Spülstrom zu verändern.
[0016] Beispielsweise kann der Verstellkörper in seiner Lage und/oder Ausrichtung zur Spülströmung
verändert werden. Dabei kann die Bewegung des Verstellkörpers gestuft oder stufenlos
erfolgen. Dadurch kann der Installateur den Spülstrom auf einfache Weise durch den
in der Spülkastenanordnung eingesetzten beziehungsweise eingebauten Verstellkörper
in die einzelnen Ablaufpositionen verstellen, ohne diesen hierzu entnehmen oder gegen
einen anderen Verstellkörper austauschen zu müssen. Somit muss der einmal in der Spülströmung
angeordnete Verstellkörper im Betrieb der Sanitäranordnung und vor allem zur Einstellung
des Spülstromes nicht mehr entnommen werden.
[0017] Es versteht sich, dass der Bezug auf das Spülwasser und die Spülströmung lediglich
dem besseren Verständnis der räumlichen Anordnung der Einstellvorrichtung in der Spülkastenanordnung
dient, da der Wasserkasten nur im Betrieb mit Spülwasser befüllt ist und das Spülwasser
entsprechend nur im Betrieb in der Offenstellung des Ablaufventils aus der Bodenöffnung
abfließen kann.
[0018] Durch Verstellung des Verstellkörpers in eine der Ablaufpositionen wird der Spülstrom
verändert. Allerdings ist nicht vorgesehen, dass der Verstellkörper derart ausgestaltet
und positioniert ist, dass durch den Verstellkörper beziehungsweise die Einstellvorrichtung
Spülwasser im Wassertank zurückgehalten wird. Somit bleibt das für den Spülvorgang
zur Verfügung stehende Gesamtvolumen des Spülwassers, das heißt die definierte Spülwassermenge,
unverändert. Die definierte Spülwassermenge kann beispielsweise bei einem Spülkasten
mit einer bekannten Zweimengenspültechnik eine kleine Spülwassermenge von circa 3
Litern oder bei der Anwahl der Vollspülung eine große Spülwassermenge von circa 4
bis 9 Litern sein. Der Spülvorgang kann bei einem Spülkasten mit einer bekannten Start-Stop-Funktion
unterbrochen werden, wodurch die definierte Spülwassermenge manuell durch Betätigung
der Stop-Taste verändert werden kann. Allerdings wird durch die Zweimengenspültechnik
oder die Start-Stop-Funktion lediglich die Spülwassermenge verändert, wobei der Spülstrom
unverändert bleibt.
[0019] Der Spülstrom kann reduziert werden, indem der Verstellkörper die sich ohne den Verstellkörper
ergebende durchströmte Fläche des Durchlasses teilweise überdeckt, respektive verengt,
ohne diesen vollständig zu versperren. Im Umkehrschluss kann der Spülstrom erhöht
werden, wenn der Verstellkörper derart verstellt wird, dass die ursprüngliche Durchlassgeometrie
des Durchlasses, die sich ohne den Verstellkörper ergeben würde, wieder erreicht wird.
Beispielsweise kann der Verstellkörper in einer der Ablaufpositionen derart entfernt
vom Durchlass angeordnet oder derart in seiner Erstreckung verkleinert oder derart
reibungsarm parallel zur Strömungsrichtung des abfließenden Spülwassers ausgerichtet
sein, dass der Einfluss des Verstellkörpers auf das durch den Durchlass abfließende
Spülwasser marginal ist. Dabei wird eine Veränderung des Spülstroms durch den Einfluss
des Verstellkörpers von maximal 5% gegenüber einem sich ohne den Verstellkörper ergebenden
Spülstrom noch als marginal betrachtet.
[0020] Weiterhin kann die Einstellvorrichtung eine unabhängige Baueinheit darstellen. Insbesondere
ist die Einstellvorrichtung eine vom Ablaufventil funktional und baulich getrennte
Einheit. Die Einstellvorrichtung kann beispielsweise lösbar am Ablaufventil befestigt
sein. Die Einstellvorrichtung wird üblicherweise vom Installateur zwischen zwei Probespülvorgängen
verstellt, um den Spülstrom zu reduzieren oder zu erhöhen. Dagegen bewegt sich das
Ablaufventil üblicherweise nur während der Spülvorgänge. Somit funktioniert die Einstellvorrichtung
unabhängig von sich bewegenden Bauteilen des Ablaufventils, beispielsweise dem sich
zwischen der Offenstellung und der Schließstellung bewegenden Ventilverschlussteil
des Ablaufventils. Ebenso kann die Einstellvorrichtung zusammen mit dem Ventilverschlussteil
hoch- und herunterbewegt werden. Insbesondere ist der Verstellkörper relativ zum Ventilverschlussteil
ortsfest gehalten.
[0021] Des Weiteren kann die Spülkastenanordnung genau den einen Verstellkörper umfassen.
Dabei kann der Verstellkörper einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein. Es ist prinzipiell
auch denkbar und möglich, dass die Spülkastenanordnung mehrere der einteilig oder
mehrteilig ausgebildeten Verstellkörper aufweist. Beispielsweise kann wenigstens einer
der Verstellkörper im Wassertank und/oder wenigstens einer der Verstellkörper im Ablaufstutzen
des Wassertanks angeordnet sein und/oder es können zwei Verstellkörper gegeneinander
drehbar sein. Der besseren Lesbarkeit halber wird der zumindest eine Verstellkörper
kurz mit der Verstellkörper bezeichnet. Wenn es auf genau den einen Verstellkörper
ankommt, wird entsprechend darauf hingewiesen.
[0022] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann der Verstellkörper innerhalb
des Wasserkastens bewegbar angeordnet sein. Somit kann der Verstellkörper über eine
Revisionsöffnung des Wasserkastens vom Installateur erreicht und in die einzelnen
Ablaufpositionen bewegt werden.
[0023] Vorteilhafterweise ist der Verstellkörper innerhalb des Wasserkastens höhenverstellbar
gehalten. Dabei wird der Einfluss des Verstellkörpers auf den Spülstrom größer, je
näher der Verstellkörper an die Bodenöffnung des Wasserkastens oder den Ventilsitz
angeordnet ist, und vice versa. Üblicherweise hebt das Ablaufventil das Ventilverschlussteil
entlang eines Verfahrweges zwischen der Schließstellung und der Offenstellung linear
nach oben vom Ventilsitz ab. Bei einem herkömmlichen Spülkasten ohne Verstellkörper
würde dann das Spülwasser in der Offenstellung zwischen dem Ablaufventil und dem Ventilsitz
durch die Bodenöffnung abfließen. Durch die Höhenverstellung kann der Verstellkörper
beispielsweise radial beabstandet zum Ventilverschlussteil hoch- und runterbewegt
werden. Wenn der Verstellkörper soweit nach oben bewegt ist, dass sich der Verstellkörper
nicht mit dem Verfahrweg des Ventilverschlussteils axial überlagert, übt der Verstellkörper
keinen oder allenfalls einen marginalen Effekt auf den sich einstellenden Spülstrom
aus. Wenn dagegen der Verstellkörper weiter nach unten verstellt wird, wird der Durchlass
zwischen dem Ablaufventil und dem Ventilsitz teilweise überdeckt. Dadurch ergibt sich
eine veränderte Durchlassgeometrie des Durchlasses, insbesondere wird der Durchlass
verkleinert, wodurch die Durchflussrate, das heißt der Spülstrom, reduziert wird.
Weiterhin kann der Verstellkörper auch in der Offenstellung des Ventilverschlussteils
zumindest teilweise in der Bodenöffnung angeordnet sein, um den Durchlass der Bodenöffnung
zu verändern, respektive gegenüber dem ursprünglichen Durchlass der Bodenöffnung wahlweise
zu verengen.
[0024] Insbesondere sind Führungs- und/oder Haltemittel vorgesehen, die den Verstellkörper
im Wasserkasten halten. Auf diese Weise kann der Spülstrom bei Installation der Spülkastenanordnung
durch den Installateur einfach und reproduzierbar eingestellt werden. Der Verstellkörper
kann beispielsweise dadurch höhenverstellbar im Wasserkasten gehalten sein, indem
er an einem Führungs- und/oder Haltemittel in Form eines länglichen Stabs befestigt
ist, der an einem ortsfesten Bauteil der Spülkastenanordnung, beispielsweise einer
Wandung des Wasserkastens oder einem Gehäuse des Ablaufventils, gehalten ist. Der
Stab kann beispielsweise geclipst, lösbar arretiert oder mit einer manuell bedienbaren
Kunststoffschraube an einem ortsfesten Bauteil innerhalb des Wasserkastens oder am
Wasserkasten selbst befestigt sein. Dadurch kann der Verstellkörper in dem Wasserkasten
auf einfache Weise insbesondere linear hoch-und runterbewegt werden. Ebenso kann der
Verstellkörper auch durch eine Drehbewegung in der Höhe verstellt werden. Beispielsweise
kann der Verstellkörper an einem unteren Ende einer Drehspindel befestigt sein, die
wiederum am Wasserkasten, Ablaufventil oder an einem ortsfesten Bauteil gehalten sein
kann. Weiterhin kann der Verstellkörper im Wasserkasten geführt verschiebbar sein.
Beispielsweise kann am Wasserkasten eine Führungsschiene befestigt sein, an der der
Verstellkörper geführt verschoben werden kann. Insbesondere ist der Verstellkörper
durch die Führungs- und/oder Haltemittel zumindest während eines Spülvorgangs relativ
zur Spülströmung ortsfest gehalten.
[0025] Um in der Offenstellung kein Spülwasser im Wasserkasten durch den Verstellkörper
zurückzuhalten, soll der Verstellkörper stets von einem Boden des Wasserkastens beabstandet
sein. Beispielsweise kann eine axiale Längserstreckung des Verstellkörpers kleiner
sein als ein axialer Abstand zwischen dem sich in der Offenstellung befindlichen Ventilverschlussteil
und dem Ventilsitz. Somit wird gewährleistet, dass der Verstellkörper den ursprünglichen
Durchlass in keiner Stellung vollständig verdeckt und stets Spülwasser durch den Durchlass
abfließen kann.
[0026] Des Weiteren kann der Verstellkörper formstabil und nur in der Lage und/oder Ausrichtung
zur Spülströmung verstellbar sein. Der Verstellkörper kann in Umfangsrichtung geschlossen
ausgebildet sein. Der Verstellkörper kann hohlzylindrisch oder kegel- oder kegelstumpfartig
ausgebildet sein. Der Verstellkörper kann eine geschlossene Mantelfläche aufweisen.
Alternativ kann der Verstellkörper eine löchrige und/oder geschlitzte Mantelfläche
aufweisen, sodass zumindest eine Teilmenge des abfließenden Spülwassers den Verstellkörper
durchströmen kann, bevor es durch den Durchlass durchströmt. Dies kann ebenfalls zu
einer Verlangsamung des Spülwassers und somit zu einer Reduzierung des Spülstroms
führen. Insbesondere kann ein Innenradius des Verstellkörpers größer, gleich oder
kleiner als ein Außenradius des Ventilverschlussteils sein. Des Weiteren kann der
Verstellkörper konzentrisch zum Ventilsitz angeordnet sein. Wenn der Innendurchmesser
des Verstellkörpers größer ist als der des Ablaufventils, dann kann der Verstellkörper
das Ablaufventil umgreifen und axial zum Ablaufventil hoch und runterbewegt werden.
Zweckmäßigerweise ist der Verstellkörper am Ablaufventil verstellbar gehalten. Weiterhin
kann der Verstellkörper in Umfangsrichtung unterbrochen ausgebildet sein. Beispielsweise
kann der Verstellkörper mehrere in Umfangsrichtung verteilt angeordneten Elemente
aufweisen. Die Elemente können zum Beispiel über Führungs- und/oder Haltemittel relativ
zueinander gehalten sein.
[0027] Des Weiteren kann der Verstellkörper an einem der in einem Wasserkasten eines herkömmlichen
Spülkastens üblicherweise vorgesehenen Bauteile gehalten sein. Somit können herkömmliche
Spülkasten auf einfache Weise mit der Einstellvorrichtung nachgerüstet werden.
[0028] Insbesondere kann der Verstellkörper zumindest in der Offenstellung des Ventilverschlussteils
zumindest teilweise innerhalb der Bodenöffnung des Wasserkastens angeordnet sein.
Auf diese Weise greift der Verstellkörper in der Offenstellung in die Bodenöffnung
und verengt den Durchlass, respektive die Durchlassgeometrie der Bodenöffnung. Der
Verstellkörper kann in der Schließstellung des Ventilverschlussteils insbesondere
vollständig in der Bodenöffnung angeordnet sein. Somit kann der Verstellkörper in
der Schließstellung, in der das Ventilverschlussteil auf dem Ventilsitz aufsitzt und
die Bodenöffnung wasserdicht verschließt, zusammen mit dem Ventilverschlussteil abgesenkt
werden.
[0029] Weiterhin kann in der Bodenöffnung ein Ablaufkorb eingesetzt sein, der einen den
Querschnitt der Bodenöffnung verjüngenden Ablaufabschnitt aufweist. Auf diese Weise
kann der sich zwischen den Verstellkörper und der Bodenöffnung ergebende Durchlass
zusätzlich verengt werden, um den Spülstrom zu beeinflussen.
[0030] Des Weiteren kann das Ablaufventil ein Überlaufrohr mit dem Ventilverschlussteil
aufweisen, wobei der Verstellkörper unterhalb des Ventilverschlussteils am Überlaufrohr
angeordnet sein kann. Auf diese Weise kann der Spülstrom besonders gut verändert werden.
Das Ventilverschlussteil kann scheibenförmig ausgebildet sein, beispielsweise in Form
einer Silikondichtscheibe. Diese kann an einem der Bodenöffnung zugewandten Längsendbereich
des Überlaufrohrs gehalten sein. Somit kann der Verstellkörper beim Betätigen des
Ablaufventils zusammen mit dem Überlaufrohr angehoben werden, sodass der sich in der
Schließstellung unterhalb des Ventilverschlussteils befindliche Verstellkörper aus
der Bodenöffnung zumindest teilweise herausgehoben wird. Dabei wird der Verstellkörper
nur soweit angehoben, dass dieser zumindest teilweise innerhalb der Bodenöffnung verbleibt
und dort die Durchlassgeometrie zwischen dem Wasserkasten bzw. einem in die Bodenöffnung
eingesetzten Ablaufkorbes und dem Verstellkörper verengt.
[0031] Insbesondere kann die Einstellvorrichtung einen am Überlaufrohr angeordneten Basiskörper
aufweisen. Weiterhin kann der Verstellkörper relativ zum Basiskörper verstellbar am
Basiskörper gehalten sein. Der Basiskörper kann als Verbindungskörper zwischen dem
Überlaufrohr und dem Verstellkörper dienen. Neben der Haltefunktion für den Verstellkörper
kann der Basiskörper an der dem Ventilverschlussteil zugewandten Stirnseite eine Stützfläche
für das Ventilverschlussteil aufweisen, um ein Umschlagen des Ventilverschlussteils
aufgrund der besonders in der Offenstellung auf das Ventilverschlussteil einwirkenden
Wasserlast zu verhindern.
[0032] Weiterhin kann die Einstellvorrichtung Rastmittel aufweisen, die zwischen dem Verstellkörper
und dem Basiskörper wirksam angeordnet sind. Die Rastmittel können dabei derart wirksam
sein, dass der Verstellkörper höhenverstellbar am Basiskörper gehalten ist. Insbesondere
können die Rastmittel zwei am Verstellkörper angeordnete Rastarme aufweisen, wobei
die Rastarme am Basiskörper ausgebildete Hinterschneidungen federelastisch hintergreifen
können. Auf diese Weise kann der Verstellkörper in verschiedene Ablaufpositionen verstellt,
respektive eingerastet werden, wobei zur Halterung des Verstellkörpers am Basiskörper
die Rastarme in den einzelnen Ablaufpositionen form- und kraftschlüssig verrasten.
In analoger Weise können die Rastmittel auch insbesondere zwei am Basiskörper angeordnete
Rastarme aufweisen, wobei die Rastarme am Verstellkörper ausgebildete Hinterschneidungen
federelastisch hintergreifen können. In den jeweiligen Raststellungen ist der Verstellkörper
relativ zum Basiskörper ortsfest gehalten.
[0033] Alternativ zu der höhenverstellbaren Halterung des Verstellkörpers am Basiskörper
mittels der Rastmittel kann die Einstellvorrichtung Schraubmittel aufweisen. Insbesondere
können der Verstellkörper und der Basiskörper einander korrespondierende Gewindeabschnitte
aufweisen. Somit können der Verstellkörper und der Basiskörper höhenverstellbar miteinander
verschraubt sein. Beispielsweise können der Verstellkörper ein Innengewinde und der
Basiskörper ein korrespondierendes Außengewinde aufweisen. Alternativ kann der Basiskörper
ein Innengewinde aufweisen, in welches der mit einem Außengewinde versehene Verstellkörper
höhenverstellbar rein- und rausgeschraubt werden kann.
[0034] Insbesondere weist die Einstellvorrichtung Verliermittel auf, um ein vollständiges
Lösen des Verstellkörpers vom Basiskörper beim Verstellen des Verstellkörpers in die
verschiedenen Ablaufpositionen zu verhindern.
[0035] Weiterhin können die Führungsmittel der Einstellvorrichtung derart ausgebildet sein,
dass der Verstellkörper von einem von der Bodenöffnung abgewandten Längsende des Ablaufventils
aus in die Ablaufposition verstellbar ist. Insbesondere können die Führungsmittel
eine im Überlaufrohr angeordnete Stange aufweisen, die mit dem Verstellkörper verbunden
ist. Auf diese Weise kann der Verstellkörper vom oberen Längsende des Ablaufventils
aus in die einzelnen Ablaufpositionen bewegt werden. Die Stange kann im Überlaufrohr
geführt sein, um die Stange auf einfache Weise Hochziehen und Runterdrücken zu können.
Alternativ kann die Stange auch durch eine Drehbewegung hoch und runterbewegt werden.
Die Stange kann insbesondere eine gewindelose Stange oder eine Gewindestange sein.
[0036] Weiterhin kann eine Fülleinheit zur Befüllung des Wasserkastens mit Spülwasser vorgesehen
sein, wobei der Verstellkörper an einem Träger der Fülleinheit gehalten, insbesondere
höhenverstellbar gehalten ist. Ein solcher Träger kann beispielsweise eine höhenverschiebbare
Trennwand für eine Zweimengensteuertechnik des Spülkastens sein. Weiterhin kann der
Verstellkörper an einem Haltestab befestigt sein, der an einem ortsfesten Gehäuse
des Ablaufventils oder der Fülleinheit oder dem Wassertank selbst insbesondere höhenverstellbar
gehalten ist.
[0037] Weiterhin kann der Ventilsitz ein in der Bodenöffnung eingesetztes Bauteil sein.
Der Ventilsitz kann eine zentrale Durchgangsbohrung aufweisen, durch die das Spülwasser
abfließen kann. In der Schließstellung sitzt der Ventilverschlussteil auf dem Ventilsitz
auf und verschließt den Ventilsitz und somit auch die Bodenöffnung wasserdicht. Insbesondere
kann der Ventilsitz an einem herkömmlichen Ablaufkorb ausgebildet sein. Mit anderen
Worten kann der Ventilsitz ein Bestandteil des Ablaufkorbes sein. Der Ablaufkorb ist
üblicherweise in der Bodenöffnung des Wasserkastens eingesetzt und gegenüber der Bodenöffnung
des Wasserkastens abgedichtet. Der in der Bodenöffnung eingesetzte Ablaufkorb kann
sich in Richtung des Ablaufventils erstrecken und dieses zumindest teilweise in Umfangsrichtung
umgreifen. Somit kann der Ablaufkorb den Verfahrweg des Ventilverschlussteils axial
überdecken. Das heißt, das Ventilverschlussteil kann sich innerhalb des Ablaufkorbes
zwischen der Offenstellung und der Schließstellung hoch- und runterbewegen. Grundsätzlich
kann das Ventilverschlussteil auch eine Schwenkbewegung zwischen der Offenstellung
und der Schließstellung durchführen. Der Ablaufkorb weist üblicherweise Rippen beziehungsweise
Streben, insbesondere Quer- und Längsstreben, auf, die zwischen sich Durchlässe begrenzen,
durch die das Spülwasser zunächst in den Ablaufkorb und anschließend durch den Ventilsitz,
respektive die Bodenöffnung aus dem Wasserkasten ausströmen kann.
[0038] Insbesondere kann der Ventilsitz an einem Ablaufkorb ausgebildet sein, wobei der
Verstellkörper am Ablaufkorb bewegbar gehalten oder ein verstellbares Bauteil des
Ablaufkorbes sein kann. Somit kann der wenigstens eine Verstellkörper der Einstellvorrichtung
in Form zumindest einer bewegbar angeordneten Strebe, insbesondere der Quer- und/oder
Längsstreben, des Ablaufkorbes ausgebildet sein. Zur Einstellung des Spülstromes können
dann die Streben verstellt werden, um das abfließende Spülwasser möglichst nah an
der Bodenöffnung beziehungsweise dem Ventilsitz zu stören und auf diese Weise den
Spülstrom zu verändern.
[0039] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass
der Verstellkörper in einem in Flussrichtung dem Ventilsitz nachfolgenden Ablaufstutzen
des Wasserkastens angeordnet ist. Insbesondere kann der Verstellkörper im Ablaufstutzen
drehend bewegbar gehalten sein und wenigstens eine Durchtrittsöffnung für das Spülwasser
aufweisen. Durch Drehen des Verstellkörpers ist dieser in die einzelnen Ablaufpositionen
verstellbar. Weiterhin kann die Einstellvorrichtung einen zweiten Verstellkörper mit
wenigstens einer zweiten Durchtrittsöffnung für das Spülwasser aufweisen. Durch Verdrehen
zumindest eines der Verstellkörper relativ zum anderen Verstellkörper wird der Überdeckungsgrad
der beiden Durchtrittsöffnungen verändert, wodurch sich die Durchlassgeometrie des
Durchlasses in den einzelnen Ablaufpositionen ändert. Je größer der Überdeckungsgrad
der Durchtrittsöffnungen der beiden Verstellkörper ist, desto größer ist der Durchlass,
respektive desto größer ist der sich ergebende Spülstrom, und vice versa. Auf diese
Weise kann der Spülstrom verändert werden.
[0040] Insbesondere stimmen die Durchtrittsöffnungen der beiden Verstellkörper in Form und
Position überein. Wenn die Durchtrittsöffnungen der beiden Verstellkörper fluchtend
übereinander angeordnet sind, ist der sich einstellende Spülstrom maximal. Wenn die
beiden Verstellkörper gegeneinander verdreht werden, kann die Durchlassgeometrie des
vom Spülwasser durchströmten Durchlasses verkleinert werden, sodass sich ein gegenüber
dem maximal erreichbaren Spülstrom reduzierter Spülstrom einstellen lässt. Insbesondere
können die Verstellkörper jeweils mehrere der Durchtrittsöffnungen aufweisen, die
an den Verstellkörpern in Umfangsrichtung verteilt ausgebildet sind. Insbesondere
ist der zweite Verstellkörper drehfest im Ablaufstutzen gehalten. Auf diese Weise
kann der Spülstrom durch Drehen des ersten Verstellkörpers auf einfache Weise eingestellt
werden.
[0041] Weiterhin können die Durchtrittsöffnungen der Verstellkörper in Umfangsrichtung gleichmäßig
verteilt ausgebildet sein. Beispielsweise können die Verstellkörper radförmig oder
sternförmig ausgebildet sein. Insbesondere sind radial verlaufende und die Durchtrittsöffnungen
begrenzende Stege in Umfangsrichtung betrachtet schmaler ausgebildet als die Durchtrittsöffnungen,
sodass beim Verdrehen der Verstellkörper relativ zueinander stets ein Durchfluss des
Spülwassers durch den Durchlass aufrechterhalten bleibt. Somit wird vermieden, dass
abfließendes Spülwasser durch die Verstellkörper vollständig zurückgehalten wird,
respektive, dass der Spülstrom zu Null wird.
[0042] Des Weiteren kann der Verstellkörper Mittel zur Veränderung seines Innendurchmessers
aufweisen. Beispielsweise kann der Verstellkörper in Form einer fotografischen Blende
ausgebildet sein. Hierzu kann der Verstellkörper mehrere in Umfangsrichtung verteilte
Lamellen aufweisen, die so ineinander verschoben werden können, dass der Innendurchmesser
größer oder kleiner wird. Je kleiner der Innendurchmesser ist, desto mehr wird das
abfließende Spülwasser verlangsamt, beziehungsweise der Spülstrom reduziert. Entsprechend
gilt, dass je größer der Innendurchmesser ist, desto ungehinderter kann das abfließende
Spülwasser den Verstellkörper durchströmen und wird entsprechend weniger stark abgebremst.
Dadurch ergibt sich eine weitere Möglichkeit, den Spülstrom durch Veränderung der
Durchlassgeometrie des Durchlasses einzustellen beziehungsweise zu verändern.
[0043] Die durch den Verstellkörper veränderte Durchlassgeometrie kann grundsätzlich jede
zwei oder dreidimensionale geometrische Form aufweisen. Beispielsweise liegt die veränderte
Durchlassgeometrie auf der Mantelfläche eines Konus, eines Kegelstumpfes, eines Zylinders
oder eines Quaders. Dabei kann der Durchlass auch durch mehrere sich zwischen dem
Verstellkörper einerseits und dem Ablaufventil beziehungsweise dem Boden des Wassertanks
andererseits ergebende Spalte und/oder durch Aussparungen im Verstellkörper selbst
gebildet sein.
[0044] Insbesondere ist der Verstellkörper werkzeuglos verstellbar. Beispielsweise kann
der im Wasserkasten angeordnete Verstellkörper an einem Haltestab befestigt sein.
Dann kann der Installateur auf einfache Weise durch eine Revisionsöffnung hindurch
ein oberes Ende des Haltestabes greifen, um den Verstellkörper in die gewünschte Ablaufposition
zu verstellen. Zur werkzeuglosen Verstellung eignen sich vor allem Rast- und/oder
Schnapp- und/oder Clipverbindungen. Am Beispiel der vorgenannten fotografischen Blende
oder dem im Ablaufstutzen angeordneten drehbaren Verstellkörper oder den beiden relativ
zueinander verdrehbaren Verstellkörpern kann der Verstellkörper insbesondere über
einen den Ablaufstutzen durchgreifenden und gegenüber diesem abgedichteten Verstellhebel
oder Verstellring aufweisen.
[0045] Zweckmäßigerweise sind optische und/oder haptische Anzeigemittel zur Anzeige der
Stellung und/oder Ausrichtung des Verstellkörpers in der Spülströmung vorgesehen.
Auf diese Weise kann beim Einstellen des Verstellkörpers erkannt werden, in welcher
Ablaufposition sich der Verstellkörper befindet. Insofern kann der Installateur durch
die Anzeigemittel den Verstellkörper in die gewünschte Ablaufposition verstellen,
um die Durchlassgeometrie des vom Spülwasser durchströmten Durchlasses zu verändern,
insbesondere vergrößern oder verkleinern, ohne dabei einen direkten Blick auf den
Verstellkörper haben zu müssen. Die Anzeigemittel können beispielsweise eine Skala,
insbesondere eine Zahlenskala oder mehrere tastbare Erhebungen umfassen, die insbesondere
äquidistant zueinander angeordnet sind.
[0046] Insbesondere weist die Spülkastenanordnung einen Unterputz-Spülkasten für die Vorwand-
oder Ständerwandinstallation oder einen Aufputz-Spülkasten auf.
[0047] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden in den Zeichnungen dargestellt
und nachstehend beschrieben. Hierin zeigt:
- Figur 1
- eine Spülkastenanordnung gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
in perspektivischer Schnittansicht;
- Figur 2
- einen Teilausschnitt der Spülkastenanordnung aus Figur 1 in Schnittansicht;
- Figur 3
- die Spülkastenanordnung aus Figur 1 in perspektivischer Ansicht von schräg oben;
- Figur 4
- eine Einstellvorrichtung zur Veränderung des Spülstroms der Spülkastena-nordnung aus
Figur 1 in perspektivischer Ansicht;
- Figur 5
- ein vergrößerter Teilausschnitt der Spülkastenanordnung aus Figur 1 in vereinfachter
schematischer Darstellung, mit einem Verstellkörper in
- a) einer oberen Ablaufposition für einen hohen Spülstrom,
- b) einer mittleren Ablaufposition für einen mittleren Spülstrom,
- c) einer unteren Ablaufposition für einen niedrigen Spülstrom;
- Figur 6
- der Teilausschnitt der Spülkastenanordnung in der in Figur 5b gezeigten mittleren
Ablaufposition;
- Figur 7
- eine Spülkastenanordnung gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
in perspektivischer Schnittansicht;
- Figur 8
- eine Spülkastenanordnung gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
in perspektivischer Schnittansicht;
- Figur 9
- ein Verstellkörper der Spülkastenanordnung aus Figur 8 in Draufsicht;
- Figur 10
- ein Teilausschnitt einer Spülkastenanordnung gemäß einer vierten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung in Schnittansicht;
- Figur 11
- ein vergrößerter Teilausschnitt der Spülkastenanordnung aus Figur 10 in Schnittansicht
mit einem Ventilverschlussteil in Offenstellung; und
- Figur 12
- ein vergrößerter Teilausschnitt der Spülkastenanordnung aus Figur 10 in Schnittansicht
mit einem Ventilverschlussteil in Schließstellung.
- Figur 13
- ein Ablaufventil und ein Ablaufkorb der Spülkastenanordnung aus Figur 10 in perspektivischer
Ansicht von schräg oben;
- Figur 14
- das Ablaufventil der Spülkastenanordnung aus Figur 10 in perspektivischer Seitenansicht;
- Figur 15
- das Ablaufventil und der Ablaufkorb der Spülkastenanordnung aus Figur 10 in perspektivischer
Seitenansicht; und
- Figur 16
- ein vergrößerter Teilausschnitt des in Figur 15 gezeigten Ablaufventils und des Ablaufkorbes
in perspektivischer Seitenansicht.
[0048] In den Figuren 1 bis 6 ist eine Spülkastenanordnung zur Spülung einer nicht gezeigten
Sanitärkeramik gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt.
Die Spülkastenanordnung weist einen Wasserkasten 1 zur Aufnahme von Spülwasser auf,
der über eine Fülleinheit 2 in an sich bekannter Weise mit Spülwasser befüllt werden
kann. Die Fülleinheit 2 ist an einem innerhalb des Wasserkastens 1 angeordneten Träger
3 gehalten. Der Träger 3 ist hier als eine entlang einer Längsrichtung X höhenverschiebbare
Trennwand für eine aus der
DE 10 2004 046 721 B1 bekannten Zweimengensteuertechnik ausgebildet. Weiterhin weist der Wasserkasten 1
eine Bodenöffnung 4 auf, an die sich ein Ablaufstutzen 20 mit einem endseitigen Auslass
21 anschließt. Die Bodenöffnung 4 wird durch ein Ablaufventil 5 geöffnet und wasserdicht
verschlossen. Hierzu weist das Ablaufventil 5 ein Ventilverschlussteil 6 auf, das
zwischen einer in der Figur 6 gezeigten Offenstellung und einer Schließstellung, die
in den Figuren 1 und 2 dargestellt ist, entlang eines sich parallel zur Längsachse
X erstreckenden Verfahrweges H linear auf und ab bewegt werden kann. In der Schließstellung
wirkt das Ventilverschlussteil 6 mit einem in der Bodenöffnung 4 eingesetzten Ventilsitz
7 eines in der Bodenöffnung 4 eingesetzten Ablaufkorbes 25 zusammen. In der Offenstellung
ist das Ventilverschlussteil 6 vom Ventilsitz 7 abgehoben und gibt die Bodenöffnung
4 frei, sodass das Spülwasser durch die Bodenöffnung 4 abfließen und die angeschlossene
Sanitärkeramik spülen kann. Der Ablaufkorb 25 weist in an sich bekannter Weise mehrere
Längsstreben 26 und zwischen den Längsstreben 26 angeordnete und mit diesen verbundene
Querstreben 27 auf. Zwischen den Streben 26, 27 kann das Spülwasser in den Ablaufkorb
25 einströmen und in der Offenstellung entsprechend durch den Ventilsitz 7 des Ablaufkorbes
25 in den an die Sanitärkeramik angeschlossenen Ablaufstutzen 20 abfließen.
[0049] Zur variablen Einstellung des Spülstroms, respektive des Volumenstroms des durch
den Auslass 21 abfließenden Spülwassers, weist die Spülkastenanordnung eine Einstellvorrichtung
8 auf, die in der Figur 4 zur Verdeutlichung deren Aufbaus separat dargestellt ist.
Die Einstellvorrichtung 8 weist beispielsweise einen hohlzylindrischen Verstellkörper
9 auf. Gemäß der in der Figur 4 vergrößerten Darstellung des Verstellkörpers 9 kann
dieser mehrere, beispielsweise zwei, insbesondere einander diametral gegenüberliegend
angeordnete radial nach innen aufgebogene Leitöffnungen 24 aufweisen. Ebenso kann
der Verstellkörper 9 mehrere Öffnungen in Form von runden oder länglichen Bohrungen
oder Schlitzen aufweisen. Prinzipiell kann der Verstellkörper 9 auch ein eckiges Profil
aufweisen. Weiterhin kann der Verstellkörper 9 die Form einer im Querschnitt halbrunden
Schale aufweisen, die axial und/oder radial zur Längsachse X verstellt werden kann.
Grundsätzlich kann der Verstellkörper 9 auch mehrteilig ausgebildet sein. Beispielsweise
kann der Verstellkörper 9 mehrere schalenartige Elemente, insbesondere zwei halbrunde
Schalen, aufweisen, die axial und/oder radial zur Längsachse X verstellt werden können.
Dabei können die einzelnen Elemente des Verstellkörpers 9 in Umfangsrichtung auf Stoß
oder beabstandet voneinander angeordnet sein. Grundsätzlich kann der Verstellkörper
9 jede dreidimensionale geometrische Form aufweisen, wobei der Verstellkörper 9 einteilig
oder mehrteilig ausgebildet sein kann.
[0050] Gemäß der in der Figur 4 gezeigten Ausführungsform kann der hier exemplarisch als
in Umfangsrichtung geschlossen ausgebildeter Verstellkörper 9 an Führungsmitteln gehalten
sein. Die Führungsmittel weisen einen länglichen Haltestab 10 auf, an dem der Verstellkörper
9 befestigt ist. In Längsrichtung des Haltestabes 10 sind mehrere über die Längserstreckung
gleich verteilte Aussparungen 11 vorgesehen. Weiterhin weisen die Führungsmittel eine
Halteplatte 12 auf, an der der Haltestab 10 und somit auch der Verstellkörper 9 parallel
zur Längsachse X höhenverstellbar geführt ist. Konkret ist an der Halteplatte 12 eine
Haltelasche 13 angeformt, die von dem Haltestab 10 durchgriffen ist. Sobald sich eine
der Aussparungen 11 des Haltestabes 10 mit der Haltelasche 13 deckt, verrastet der
Haltestab 10 lösbar mit der Halteplatte 12. Auf diese Weise ist der Verstellkörper
9 geführt und gestuft höhenverstellbar an der Halteplatte 12 gehalten.
[0051] Die in den Figuren 1 bis 3 im eingebauten Zustand gezeigte Einstellvorrichtung 8
ist durch die Halteplatte 12 am Träger 3 des Füllventils 2 gehalten. Im eingebauten
Zustand sind die Halteplatte 12 sowie der Haltestab 10 parallel zur Längsachse X und
der Verstellkörper 9 radial zur Längsachse X angeordnet. Erkennbar ist, dass ein Innenradius
r
i des hohlzylindrischen Verstellkörpers 9 größer als ein Außenradius r
a des Ablaufventils 5 ist. Dabei muss der Außenradius r
a nicht der maximale Außenradius des Ablaufventils 5 sein. Der Innenradius r
i des Verstellkörpers 9 sollte lediglich entlang des Bereiches, in dem der Verstellkörper
9 relativ zum Ablaufventil 5 höhenverstellt wird, größer sein als das Ablaufventil
5 in diesem Bereich. Denn es hat sich gezeigt, dass zur Einstellung des Spülstroms
der Verstellkörper 9 möglichst nah an die Bodenöffnung 4 beziehungsweise den Ventilsitz
7 herangeführt werden sollte. Grundsätzlich ist ausreichend, wenn der Innenradius
r
i des Verstellkörpers 9 größer ist als ein Außenradius des Ventilverschlussteils 6.
[0052] In der Figur 2 ist erkennbar, dass der Verstellkörper 9 konzentrisch zum Ventilsitz
7 angeordnet ist und das Ablaufventil 5 umgreift. Prinzipiell möglich und auch denkbar
ist, dass der Verstellkörper 9 exzentrisch, respektive außermittig zum Ventilsitz
7 angeordnet ist. Weiterhin ist eine axiale Längserstreckung B des Verstellkörpers
9 kleiner als ein axialer Abstand H zwischen dem Ventilverschlussteil 6 und dem Ventilsitz
7 in der Offenstellung des Ablaufventils 5.
[0053] In der Figur 5 sind drei verschiedene Ablaufpositionen des Verstellkörpers 9 in einer
vereinfachten schematischen Teilansicht gezeigt.
[0054] In der Figur 5a ist der Verstellkörper 9 in einer oberen Ablaufposition dargestellt.
Zwischen einer unteren Stirnseite 14 des Ablaufventils 5 und einer oberen Außenfläche
15 des Ventilsitzes 7 ist ein zylindrischer Durchlass 16a gebildet. Der Verstellkörper
9 ist so weit nach oben geschoben, dass er den Durchlass 16a axial nicht überdeckt.
Somit kann das Spülwasser in der Offenstellung des Ablaufventils 5 ungehindert durch
die Bodenöffnung 4 abfließen. Dadurch stellt sich ein hoher Spülstrom ein. Dabei entspricht
der hohe Spülstrom in vernachlässigbarer Weise dem maximal erzielbaren Spülstrom,
der mit dieser Spülkastenanordnung erreicht worden wäre, wenn kein Verstellkörper
9 eingesetzt ist.
[0055] In der Figur 5b ist der Verstellkörper 9 in einer mittleren Ablaufposition dargestellt,
in der der Verstellkörper 9 den zylindrischen Durchlass 16a axial teilweise überdeckt.
Erkennbar ist, dass die Durchlassgeometrie des Durchlasses verändert wurde. Das abfließende
Spülwasser muss nun durch einen verengten Durchlass strömen. Konkret ergibt sich durch
den vor den Durchlass herunterbewegten Verstellkörper 9 ein Durchlass mit einem sich
radial zur Längsachse X erstreckenden Ringspalt 16b' und einem sich axial zur Längsachse
X erstreckenden schmaleren zylindrischen Durchlassspalt 16b". Die Summe der beiden
vom Spülwasser durchströmten Flächen 16b', 16b" ist dabei kleiner als der ursprüngliche,
in der Figur 5a gezeigte, zylindrische Durchlass 16a. Im Ergebnis ergibt sich durch
die verengte Durchlassgeometrie des Durchlasses 16b', 16b" ein mittlerer Spülstrom.
[0056] In der Figur 5c ist der Verstellkörper 9 weiter in Richtung eines Bodens 17 des Wasserkastens
1 nach unten verschoben. Der Durchlass wird durch den Verstellkörper 9 weiter verengt.
Konkret ergibt sich ein Durchlass mit einem sich konisch zur Längsachse X erstreckenden
Ringspalt 16c' und einem sich axial zur Längsachse X erstreckenden weiter verkleinerten
zylindrischen Durchlassspalt 16c". Die Summe der beiden vom Spülwasser durchströmten
Flächen 16c', 16c" ist dabei kleiner als der ursprüngliche, in der Figur 5a gezeigte,
zylindrische Durchlass 16a sowie kleiner als die Summe der in der Figur 5b gezeigten
Durchlassgeometrie 16b', 16b". Im Ergebnis ergibt sich durch die weiter verengte Durchlassgeometrie
des Durchlasses 16c', 16c" ein niedriger Spülstrom.
[0057] In der Figur 6 ist der Verstellkörper 9, wie auch in der Figur 5b, in der mittleren
Ablaufposition gezeigt, in der der Verstellkörper 9 den Verfahrweg H des Ventilverschlussteils
6 axial teilweise überdeckt. Zur Verdeutlichung des sich in der Offenstellung des
Ablaufventils 5 ergebenden Strömungsflusses des abfließenden Spülwassers ist dieser
mit Pfeilen S vereinfacht dargestellt, wobei der Übersichtlichkeit halber der Strömungsfluss
mit Blick auf die Figur 6 nur auf der rechten Hälfte der Figur 6 eingezeichnet ist.
[0058] Damit der Installateur beim Blick in den Wasserkasten 1 von außen die Ablaufposition
des Verstellkörpers 9 erkennen kann, ist an dem Träger 3 des Füllventils 2 eine Markierung
18 vorgesehen. Ein oberes Längsende 19 des Haltestabes 10 schließt mit der Markierung
18 bündig ab, wenn der Verstellkörper 9 in einer vorgegebenen untersten Ablaufposition,
in der der Verstellkörper 9 vom Boden 17 beabstandet ist, angeordnet ist. Beispielsweise
kann der Verstellkörper 9 in der untersten mit etwa 10 Millimetern vom Boden 17 beabstandet
sein. Zur werkzeuglosen Verstellung des Verstellkörpers 9 kann der Installateur durch
eine nicht näher dargestellte Revisionsöffnung in den Wasserkasten 1 greifen und den
Haltestab 10 bewegen, in dem der Haltestab 10 nach oben gezogen oder nach unten gedrückt
wird. Weiterhin kann auf dem Haltestab 10 eine Zahlenskala aufgebracht sein, sodass
der Installateur beim Höhenverstellen des Haltestabes 10 zusammen mit der Markierung
18 erkennt, in welcher der Ablaufpositionen sich der Verstellkörper 9 befindet.
[0059] In der Figur 7 ist eine Spülkastenanordnung zur Spülung einer nicht gezeigten Sanitärkeramik
gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt, wobei
Bauteile, die mit der vorbeschriebenen Spülkastenanordnung übereinstimmen, mit gleichen
Bezugsziffern versehen sind.
[0060] Im Unterschied zu der in den Figuren 1 bis 6 gezeigten Spülkastenanordnung ist die
Einstellvorrichtung 8 höhenverstellbar am Ablaufventil 5 gehalten. Konkret ist an
einem Gehäuse 23 des Ablaufventils 5 eine Führungsschiene 22 angeordnet, an der der
Haltestab 10 bewegbar gehalten ist. Somit kann der Verstellkörper 9 durch Verstellen
des Haltestabes 10 in die gewünschte Ablaufposition verstellt werden.
[0061] In den Figuren 8 und 9 ist eine Spülkastenanordnung zur Spülung einer nicht gezeigten
Sanitärkeramik gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt,
wobei Bauteile, die mit einer der vorbeschriebenen Ausführungsformen übereinstimmen,
mit gleichen Bezugsziffern versehen sind.
[0062] Die Einstellvorrichtung 28 weist einen ersten Verstellkörper 29 und einen zweiten
Verstellkörper 29' auf, wobei beide Verstellkörper 29, 29' im Ablaufstutzen 20 angeordnet
sind. Der in Flussrichtung erste Verstellkörper 29 ist im Ablaufstutzen 20 drehend
bewegbar gehalten und kann über einen gegenüber dem Ablaufstutzen 20 abgedichteten
Drehring 30 von außen verstellt werden. Der in Flussrichtung nachfolgende zweite Verstellkörper
29' ist im Ablaufstutzen 20 drehfest eingesetzt.
[0063] In der Figur 9 ist exemplarisch der zweite Verstellkörper 29' gezeigt. Der erste
Verstellkörper 29 entspricht der Ausgestaltung des zweiten Verstellkörpers 29', wobei
der erste Verstellkörper 29 zusätzlich noch den Drehring 30 aufweist. Erkennbar ist,
dass die beiden Verstellkörper 29, 29' im Querschnitt eine speichenförmige Ausgestaltung
aufweisen. Das heißt die Verstellkörper 29, 29' weisen mehrere radial verlaufende
Stege 31 auf, die zwischen sich Durchtrittsöffnungen 32 für das Spülwasser begrenzen.
[0064] Um den Spülstrom der aus dem Wasserkasten 1 mit einer definierten Spülwassermenge
abfließenden Spülwassers durch die Einstellvorrichtung 28 zu verändern, wird der drehbare
erste Verstellkörper 29 relativ zum feststehenden zweiten Verstellkörper 29' über
den Drehring 30 in die gewünschte Ablaufposition gedreht. Auf diese Weise wird der
Überdeckungsgrad der Durchtrittsöffnungen 32 der übereinander angeordneten Verstellkörper
29, 29' verändert. Auf diese Weise wird die Durchlassgeometrie des Durchlasses in
den einzelnen Ablaufpositionen verändert. Je größer der Überdeckungsgrad der Durchtrittsöffnungen
32 der beiden Verstellkörper 29, 29' ist, desto größer ist der Durchlass, respektive
desto größer ist der sich ergebende Spülstrom, und vice versa. Auf diese Weise kann
der Spülstrom verändert werden.
[0065] Damit der Installateur mit Blick auf den Ablaufstutzen 20 von außen die eingestellte
Ablaufposition des ersten Verstellkörpers 29 erkennen kann, können am Drehring 30
und/oder außen am Ablaufstutzen 20 nicht näher gezeigte optische und/oder haptische
Anzeigemittel zur Anzeige der Stellung und/oder Ausrichtung des Verstellkörpers 29
vorgesehen sein.
[0066] Prinzipiell möglich und denkbar ist, dass zumindest eine der Streben 26, 27 variabel
verstellbar ist, um den Spülstrom des durch die Bodenöffnung 4 abfließenden Spülwassers
zu verändern.
[0067] In den Figuren 10 bis 16 ist eine Spülkastenanordnung zur Spülung einer nicht gezeigten
Sanitärkeramik gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt,
wobei Bauteile, die mit einer der vorbeschriebenen Ausführungsformen übereinstimmen,
mit gleichen Bezugsziffern versehen sind.
[0068] In der Schnittansicht der Figur 10 ist erkennbar, dass die Einstellvorrichtung 38
einen Verstellkörper 39 und einen Basiskörper 40 aufweist, wobei der Basiskörper 40
an einem Überlaufrohr 41 des Ablaufventils 5 angeordnet ist. An dem Überlaufrohr 41
ist weiterhin das Ventilverschlussteil 6 gehalten, wobei der Basiskörper 40 unterhalb
des Ventilverschlussteils 6 mit Überlaufrohr 41 lösbar verbunden ist. Der Basiskörper
40 kann beispielsweise auf dem Längsende des Überlaufrohres 41 aufgeschoben, aufgesteckt
oder aufgeschraubt sein. Hier sind der Basiskörper 40 und das Überlaufrohr 41 mittels
eines Bajonettverschlusses 42 miteinander verbunden. Der Basiskörper 40 ist etwa trichterförmig
zur Bodenöffnung 4 hin verjüngend ausgebildet, sodass die dem Ventilverschlussteil
6 zugewandte Stirnseite des Basiskörpers 40 einen maximalen Außendurchmesser aufweist.
Somit kann sich das Ventilverschlussteil 6, welches hier in Form einer ringförmigen
Silikondichtscheibe ausgebildet ist, in der in Figur 11 gezeigten Offenstellung an
der Stirnseite des Basiskörpers 40 abstützen. Dadurch wird ein mögliches Umklappen
der Silikondichtscheibe 6 aufgrund der einwirkenden Wasserlast verhindert.
[0069] Der Verstellkörper 39 ist hohlzylindrisch ausgebildet und kann in Form eines Schieberings,
respektive teleskopartig, durch relatives Hoch- und Runterbewegen gegenüber dem Basiskörper
40 höhenverstellt und somit in mehrere Ablaufpositionen bewegt werden.
[0070] Zur Höhenverstellung des Verstellkörpers 39 am Basiskörper 40 weist die Einstellvorrichtung
38 Rastmittel 43 auf, die zwischen dem Verstellkörper 39 und dem Basiskörper 40 wirksam
sind. Konkret sind an dem hohlzylindrisch ausgebildeten Verstellkörper 39 zwei einander
diametral gegenüberliegend angeordnete Rastarme 44 angeordnet. Die Rastarme 44 erstrecken
sich durch zwei im Basiskörper 40 ausgebildete Aufnahmeschlitze 45 in das Innere des
Basiskörpers 40 hinein. Die Rastarme 44 weisen an deren radialen Außenseiten mehrere
übereinander angeordnete Rastnasen 46, hier sechs Rastnasen 46 je Rastarm 44, auf,
die am Basiskörper 40 ausgebildete Hinterschneidungen 47 aufgrund der federelastischen
Ausgestaltung der Rastarme 44 hintergreifen. Somit kann der Verstellkörper 39 relativ
zum Basiskörper 40, respektive relativ zum Ablaufventil 5 in sechs verschiedene Ablaufpositionen
höhenverstellt werden. Weiterhin sind an dem zum Ablaufventil 5 gewandten freien Ende
der Rastarme 44 jeweils eine Haltenase 48 angeformt, die ein Verlieren des Verstellkörpers
39 zur Bodenöffnung 4 hin verhindern.
[0071] In Figuren 11 und 12 ist erkennbar, dass zur Erhöhung der Stabilität der Rastarme
44 an den radial nach innen gewandten Außenflächen Stege 49 angeformt sein können,
die hier als radial nach innen abstehende dreieckig ausgebildete Stege 49 ausgebildet
sind.
[0072] In Figur 10 ist erkennbar, dass die Einstellvorrichtung 38 weiterhin Führungsmittel
50 aufweist, mittels denen der Verstellkörper 39 von einem von der Bodenöffnung 4
abgewandten Längsende 51 des Ablaufventils 5 aus in die verschiedenen, durch die Rastnasen
46 bestimmten Ablaufpositionen höhenverstellbar ist. Konkret weisen die Führungsmittel
50 eine im Überlaufrohr 41 angeordnete Stange 52 auf, die an deren unteren Längsende
mit dem Verstellkörper 39 verbunden ist. Hierzu sind am unteren Längsende der Stange
52 zwei radial ausgerichtete Haltestege 53 angeordnet, die radial innenliegend mit
der Stange 52 verbunden sind. Radial außenliegend sind die Haltestege 53 mit dem Verstellkörper
39 verbunden, wobei im Basiskörper 40 zwei axial nach unten offene Längsschlitze ausgebildet
sind, durch die sich die Haltestege 53 radial nach außen erstrecken. Am oberen Längsende
der Stange 52 ist ein Halteelement 54 zur klemmenden Aufnahme der Stange 52 angeordnet.
[0073] In der Figur 14 ist das Ablaufventil 5 als separate Baugruppe dargestellt. Erkennbar
ist, dass die Einstellvorrichtung 38 am Ablaufventil 5 angeordnet ist und somit zusammen
mit dem Ablaufventil 5 in den Wasserkasten 1 eingesetzt und aus diesem entnommen werden
kann. Damit kann eine übliche Spülkastenanordnung mit einem her kömmlichen Ablaufventil
durch Austausch des Ablaufventils mit dem in Figur 14 gezeigten Ablaufventil 5 mit
der Einstellvorrichtung 38 nachgerüstet werden. Ebenso kann ein herkömmliches Ablaufventil
mit der Einstellvorrichtung 38 nachgerüstet wer den. In einfachster Ausführung weist
die Einstellvorrichtung 38 dann nur den Basiskörper 40 und den Verstellkörper 39 auf,
der an dem unteren Längsende des Überlaufrohres eines herkömmlichen Ablaufventils
nachgerüstet wird. Die nachgerüstete Vari ante kann in einer besonders einfachen Ausführungsform
der Einstellvorrichtung 38 auch ohne die Führungsmittel 50 vorgesehen sein.
[0074] In Figur 10 ist erkennbar, dass der in die Bodenöffnung 4 eingesetzte Ablaufkorb
25 einen den Querschnitt der Bodenöffnung 4 verjüngenden Ablaufabschnitt 55 aufweist
[0075] Beim Betätigen der Spülung wird der Verstellkörper 39 zusammen mit dem Ablaufventil
5 hochbewegt und senkt sich anschließend zusammen mit dem Ablaufventil 5 wieder ab.
In Figur 11 ist das Ablaufventil 5 in der Offenstellung gezeigt, in der das Ventilverschlussteil
6 vom Ventilsitz 7 abgehoben ist und die Bodenöffnung 4 freigibt. In Figur 12 ist
das Ablaufventil 5 in der Schließstellung gezeigt, in der das Ventilveschlussteil
6 auf dem Ventilsitz 7 aufsitzt und die Bodenöffnung 4 wasserdicht verschließt.
[0076] In Figur 11 ist erkennbar, dass in der Offenstellung des Ventilverschlussteils 6
der Basiskörper 40 aus der Bodenöffnung 4 des Wassertanks 1 gehoben wird, wobei der
Verstellkörper 39 durch die Anordnung am unteren Längsende des Überlaufrohes 41 teilweise
innerhalb der Bodenöffnung 4 verbleibt. Grundsätzlich könnte auch der Basiskörper
40 in der Offenstellung zumindest teilweise innerhalb der Bodenöffnung angeordnet
sein.
[0077] Dadurch, dass sich der Verstellkörper 39 in der Offenstellung in die Bodenöffnung
4, respektive in den vom Ablaufkorb 25 verjüngten Ablaufabschnitt 55 hinein erstreckt,
wird die Ablauföffnung, respektive die Durchlassgeometrie für das abfließende Spülwasser
verengt. Durch Höhenverstellen des Verstellkörpers 39 relativ zum Basiskörper 40,
respektive zum Überlaufrohr 41, kann die Tiefe des Verstellkörpers 39, mit der sich
der Verstellkörper 39 in der Offenstellung in die Bodenöffnung 4 hinein erstreckt,
eingestellt werden. Unter dem Begriff Tiefe wird hier die axiale Länge der axialen
Überdeckung des Verstellkörpers 39 mit der Bodenöffnung 4 verstanden. Auf diese Weise
kann der Verstellkörper 39 in hier sechs verschiedene Ablaufpositionen verstellt werden,
wobei der Spülstrom der durch die Bodenöffnung 4 abfließenden definierten Spülwassermenge
von der eingestellten Ablaufposition des Verstellkörpers 39 abhängig ist. In der in
Figur 12 gezeigten Schließstellung ist der Basiskörper 40 und der Verstellkörper 39
innerhalb der Bodenöffnung 4 angeordnet. Je nach eingestellter Ablaufposition kann
sich der Verstellkörper 39 auch über die Bodenöffnung 4 hinaus in den am Wasserkasten
1 angeschlossenen Ablaufstutzen 20 erstrecken.
[0078] Zur einfacheren Einstellung des Spülstromes kann der Verstellkörper 39 zwischen einzelnen
Spülvorgängen, insbesondere zwischen den von einem Installateur durchgeführten Probespülvorgängen,
durch nach oben Ziehen oder nach unten Drücken der Stange 52 in eine der, hier sechs,
Raststellungen, respektive Ablaufpositionen bewegt werden. Während der Spülvorgänge
ist der Verstellkörper 39 relativ zum Basiskörper 40 respektive zum Ablaufventil 4
ortsfest gehalten.
[0079] Grundsätzlich könnte der Verstellkörper 39 statt der höhenverstellbaren Rastmittel
43 in nicht gezeigter Weise mit dem Basiskörper 40 höhenverstellbar verschraubt sein,
sodass dann eine Drehbewegung der Stange 52 den Verstellkörper 39 in die verschiedenen
Ablaufpositionen überführen würde. Dadurch kann eine stufenlose Höhenverstellung des
Verstellkörpers 39 bereitgestellt werden.
Bezugszeichenliste
[0080]
- 1
- Wasserkasten
- 2
- Fülleinheit
- 3
- Träger
- 4
- Bodenöffnung
- 5
- Ablaufventil
- 6
- Ventilverschlussteil
- 7
- Ventilsitz
- 8
- Einstellvorrichtung
- 9
- Verstellkörper
- 10
- Haltestab
- 11
- Aussparungen
- 12
- Halteplatte
- 13
- Haltelasche
- 14
- Stirnseite
- 15
- Außenfläche
- 16
- Ringspalt
- 17
- Boden
- 18
- Markierung
- 19
- oberes Längsende
- 20
- Ablaufstutzen
- 21
- Auslass
- 22
- Führungsschiene
- 23
- Gehäuse
- 24
- Leitöffnung
- 25
- Ablaufkorb
- 26
- Längsstrebe
- 27
- Querstrebe
- 28
- Einstellvorrichtung
- 29, 29'
- Verstellkörper
- 30
- Drehring
- 31
- Steg
- 32
- Durchtrittsöffnung
- 38
- Einstellvorrichtung
- 39
- Verstellkörper
- 40
- Basiskörper
- 41
- Überlaufrohr
- 42
- Bajonettverschluss
- 43
- Rastmittel
- 44
- Rastarme
- 45
- Aufnahmeschlitze
- 46
- Rastnasen
- 47
- Hinterschneidungen
- 48
- Verliernasen
- 49
- Stege
- 50
- Führungsmittel
- 51
- Längsende
- 52
- Stange
- 53
- Haltestege
- 54
- Halteelement
- 55
- Ablaufabschnitt
- B
- Längserstreckung
- H
- Verfahrweg
- ri
- Innenradius
- ra
- Außenradius
- S
- Spülströmung
- X
- Längsachse
1. Spülkastenanordnung zur Spülung einer Sanitärkeramik, mit
einem eine Bodenöffnung (4) aufweisenden Wasserkasten (1) zur Aufnahme von Spülwasser,
einem Ablaufventil (5) mit einem Ventilverschlussteil (6), das in einer Schließstellung
auf einem Ventilsitz (7) aufsitzt und die Bodenöffnung (4) wasserdicht verschließt
und in einer Offenstellung vom Ventilsitz (7) abgehoben ist und die Bodenöffnung (4)
freigibt, wobei in der Offenstellung eine definierte Spülwassermenge aus dem Wasserkasten
(1) durch die Bodenöffnung (4) abfließt, und
einer Einstellvorrichtung (8; 38) mit einem Verstellkörper (9; 39) zur Veränderung
des Spülstroms der aus dem Wasserkasten (1) abfließenden definierten Spülwassermenge,
wobei der Verstellkörper (9; 39) innerhalb des Wasserkastens (1) und relativ zum Wasserkasten
(1) bewegbar angeordnet und in mehrere Ablaufpositionen verstellbar ist, und wobei
der Verstellkörper (9; 39) am Ablaufventil (5) höhenverstellbar gehalten ist, wobei
der Spülstrom der aus dem Wasserkasten (1) abfließenden definierten Spülwassermenge
von der Ablaufposition des höhenverstellbaren Verstellkörpers (9; 39) abhängig ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einstellvorrichtung (8; 38) am Ablaufventil (5) angeordnet ist, wobei beim Betätigen
der Spülung der Verstellkörper (9; 39) zusammen mit dem Ablaufventil (5) hochbewegt
wird und sich anschließend zusammen mit dem Ablaufventil (5) wieder absenkt.
2. Spülkastenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Einstellvorrichtung (8; 38) Führungsmittel (10, 12, 13; 50) aufweist, die derart
ausgebildet sind, dass der Verstellkörper (9; 39) im Wasserkasten (1) geführt bewegbar
ist, wobei die Führungsmittel (10, 12, 13; 50) insbesondere einen mit dem Verstellkörper
(9; 39) verbundenen Haltestab (10; 52) umfassen.
3. Spülkastenanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Verstellkörper (9; 39) hohlzylindrisch und in Umfangsrichtung geschlossen oder
unterbrochen ausgebildet ist.
4. Spülkastenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der Verstellkörper (39) zumindest in der Offenstellung des Ventilverschlussteils
(6) zumindest teilweise innerhalb der Bodenöffnung (4) des Wasserkastens (1) angeordnet
ist.
5. Spülkastenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass in der Bodenöffnung (4) ein Ablaufkorb (25) eingesetzt ist, der einen den Querschnitt
der Bodenöffnung (4) verjüngenden Ablaufabschnitt (55) aufweist.
6. Spülkastenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass das Ablaufventil (5) ein Überlaufrohr (41) mit dem Ventilverschlussteil (6) aufweist,
wobei der Verstellkörper (39) unterhalb des Ventilverschlussteils (6) am Überlaufrohr
(41) angeordnet ist.
7. Spülkastenanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass die Einstellvorrichtung (38) einen am Überlaufrohr (41) angeordneten Basiskörper
(40) aufweist, wobei der Verstellkörper (39) relativ zum Basiskörper (40) verstellbar
gehalten ist.
8. Spülkastenanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungsmittel (50) derart ausgebildet sind, dass der Verstellkörper (39) von
einem von der Bodenöffnung (4) abgewandten Längsende (51) des Ablaufventils (5) aus
in die Ablaufpositionen verstellbar ist, und insbesondere eine im Überlaufrohr (41)
angeordnete Stange (52) aufweisen, die mit dem Verstellkörper (39) verbunden ist.
9. Spülkastenanordnung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
dass die Einstellvorrichtung (38) Rastmittel (43) aufweist, die zwischen dem Verstellkörper
(39) und dem Basiskörper (40) derart wirksam sind, dass der Verstellkörper (39) höhenverstellbar
am Basiskörper (40) gehalten ist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass die Rastmittel
(43) zwei Rastarme (44) aufweisen, die an einem der Körper Verstellkörper und Basiskörper
(39, 40) angeordnet sind, wobei die Rastarme (44) Hinterschneidungen (47) federelastisch
hintergreifen, die am anderen der Körper Basiskörper und Verstellkörper (40, 39) ausgebildet
sind.
10. Spülkastenanordnung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
dass der Verstellkörper (39) und der Basiskörper (40) einander korrespondierende Gewindeabschnitte
aufweisen, sodass der Verstellkörper (39) und der Basiskörper (40) höhenverstellbar
miteinander verschraubbar sind.
11. Spülkastenanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
das der Verstellkörper (9; 39) werkzeuglos verstellbar ist.
12. Spülkastenanordnung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass optische und/oder haptische Anzeigemittel (18) zur Anzeige der Stellung und/oder
Ausrichtung des Verstellkörpers (9; 39) vorgesehen sind.
1. Flushing cistern arrangement for flushing a sanitary ceramic, comprising
a water tank (1) for receiving flush water, wherein the water tank (1) has a bottom
opening (4),
a discharge valve (5) having a valve closure part (6) which, in a closed position,
sits on a valve seat (7) and closes the bottom opening (4) in a watertight manner
and, in an open position, is lifted from the valve seat (7) and opens the bottom opening
(4), wherein in the open position a defined amount of flush water flows out of the
water tank (1) through the bottom opening (4), and
an adjusting device (8; 38) having an adjusting body (9; 39) for adjusting the flush
flow of the defined quantity of flush water flowing out of the water tank (1), wherein
the adjusting body (9; 39) is arranged movably within the water tank (1) and relative
to the water tank (1) and is adjustable into a plurality of discharge positions, and
wherein the adjusting body (9; 39) is held on the discharge valve (5) in a hight-adjustable
manner, wherein the flush flow of the defined quantity of flush water flowing out
of the water tank (1) is dependent on the discharge position of the vertically adjustable
adjusting body (9; 39),
characterized in
that the adjusting device (8; 38) is arranged on the discharge valve (5), wherein the
adjusting body (9; 39) is moved up together with the discharge valve (5), when the
flushing is actuated, and is subsequently lowered again together with the discharge
valve (5).
2. Flushing cistern arrangement according to claim 1, characterised in
that the adjusting device (8; 38) has guide means (10, 12, 13; 50) which are designed
such that the adjusting body (9; 39) can be movably guided in the water tank (1),
wherein the guide means (10, 12, 13; 50) comprise a holding rod (10; 52) which in
particular is connected to the adjusting body (9; 39).
3. Flushing cistern arrangement according to one of claims 1 or 2, characterized in
that the adjusting body (9; 39) is hollow cylindrical and, with regard to the circumferential
direction, is closed or interrupted.
4. Flushing cistern arrangement according to one of claims 1 to 3, characterized in
that at least in the open position of the valve closure part (6) the adjusting body (39)
is arranged at least partially inside the bottom opening (4) of the water tank (1).
5. Flushing cistern arrangement according to one of claims 1 to 4, characterised in
that a discharge basket (25) having a discharge section (55) tapering the cross-section
of the bottom opening (4) is inserted in the bottom opening (4).
6. Flushing cistern arrangement according to one of claims 1 to 5, characterised in
that the discharge valve (5) has an overflow tube (41) with the valve closure part (6),
wherein the adjusting body (39) is arranged on the overflow tube (41) below the valve
closure part (6).
7. Flushing cistern arrangement according to claim 6, characterised in
that the adjusting device (38) has a base body (40) arranged on the overflow tube (41),
wherein the adjusting body (39) is held adjustably relative to the base body (40).
8. Flushing cistern arrangement according to one of claims 2 to 7, characterised in
that the guide means (50) are designed such that the adjusting body (39) can be adjusted
into the discharge positions from a longitudinal end (51) of the outlet valve (5)
remote from the bottom opening (4) and in particular comprise a rod (52) which is
arranged in the overflow tube (41) and connected to the adjusting body (39).
9. Flushing cistern arrangement according to one of claims 7 or 8, characterised in
that the adjusting device (38) has latching means (43) which are operative between the
adjusting body (39) and the base body (40) such that the adjusting body (39) is held
on the base body (40) in a height-adjustable manner, wherein in particular it is provided
that the latching means (43) have two latching arms (44) which are arranged on one
of the elements adjusting body and base body (39, 40), wherein the latching arms (44)
engage resiliently behind undercuts (47) which are formed on the other of the elements
base body and adjusting body (40, 39).
10. Flushing cistern arrangement according to one of claims 7 or 8, characterised in
that the adjusting body (39) and the base body (40) have threaded sections corresponding
to one another so that the adjusting body (39) and the base body (40) can be screwed
together in a height-adjustable manner.
11. Flushing cistern arrangement according to one of the previous claims, characterized in
that the adjusting body (9; 39) can be adjusted without tools.
12. Flushing cistern arrangement according to one of the previous claims, characterized in
that optical and/or haptic indicator means (18) for indicating the position and/or orientation
of the adjusting body (9; 39) are provided.
1. Dispositif de chasse d'eau, destiné à rincer un produit céramique sanitaire, comprenant
un réservoir d'eau (1) comportant une ouverture dans le fond inférieur (4), destiné
à recevoir l'eau de rinçage,
une soupape d'évacuation (5) pourvue d'un organe obturateur (6), qui dans une position
de fermeture repose sur le siège de soupape (7) et ferme de manière étanche à l'eau
l'ouverture dans le fond inférieur (4) et dans une position d'ouverture, est relevé
du siège de soupape (7) et libère l'ouverture dans le fond inférieur (4), dans la
position d'ouverture, une quantité définie d'eau de rinçage s'écoulant hors du réservoir
d'eau (1), à travers l'ouverture dans le fond inférieur (4), et
un dispositif de réglage (8; 38), pourvu d'un corps d'ajustage (9; 39) destiné à modifier
le flux de rinçage de la quantité d'eau définie s'écoulant du réservoir d'eau (1),
le corps d'ajustage (9; 39) étant placé de manière mobile à l'intérieur du réservoir
d'eau (1) et par rapport au réservoir d'eau (1) et étant ajustable dans plusieurs
positions d'écoulement, et le corps d'ajustage (9; 39) étant maintenu en étant réglable
en hauteur sur la soupape d'évacuation (5), le flux de réglage de la quantité d'eau
définie qui s'écoule du réservoir d'eau (1) dépendant de la position d'écoulement
du corps d'ajustage (9; 39) réglable en hauteur,
caractérisé en ce que
le dispositif de réglage (8; 38) est placé sur la soupape d'évacuation (5), lors de
l'actionnement du rinçage, le corps d'ajustage (9; 39) se relevant, conjointement
avec la soupape d'évacuation (5) et se rabaissant par la suite, conjointement avec
la soupape d'évacuation (5).
2. Dispositif de chasse d'eau selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif de réglage (8; 38) comporte des moyens de guidage (10, 12, 13; 50) qui
sont conçus de telle sorte que le corps d'ajustage (9; 39) soit mobile en étant guidé
dans le réservoir d'eau (1), les moyens de guidage (10, 12, 13; 50) comprenant notamment
une tige de retenue (10; 52) reliée avec le corps d'ajustage (9; 39) .
3. Dispositif de chasse d'eau selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que
le corps d'ajustage (9; 39) est conçu en forme de cylindre creux et en étant fermé
ou interrompu dans la direction périphérique.
4. Dispositif de chasse d'eau selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce
qu'au moins dans la position d'ouverture de l'organe obturateur (6), le corps d'ajustage
(39) est placé au moins en partie à l'intérieur de l'ouverture dans le fond inférieur
(4) du réservoir d'eau (1).
5. Dispositif de chasse d'eau selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que
dans l'ouverture dans le fond inférieur (4) est inséré un panier d'évacuation (25),
qui comporte une portion d'évacuation (55) rétrécissant la section transversale de
l'ouverture dans le fond inférieur (4).
6. Dispositif de chasse d'eau selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que
la soupape d'évacuation (5) comporte un tuyau de trop-plein (41) pourvu de l'organe
obturateur (6), le corps d'ajustage (39) étant placé en-dessous de l'organe obturateur
(6) sur le tuyau de trop-plein (41).
7. Dispositif de chasse d'eau selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
le dispositif de réglage (38) comporte un corps de base (40) placé sur le tuyau de
trop-plein (41), le corps d'ajustage (39) étant maintenu en étant ajustable par rapport
au corps de base (40).
8. Dispositif de chasse d'eau selon l'une quelconque des revendications 2 à 7, caractérisé en ce que
les moyens de guidage (50) sont conçus de telle sorte que le corps d'ajustage (39)
soit ajustable à partir d'une extrémité longitudinale (51) de la soupape d'évacuation
(5) qui est opposée à l'ouverture dans le fond inférieur (4) dans les positions d'évacuation,
et comportant notamment une barre (52) placée dans le tuyau de trop-plein (41) qui
est reliée avec le corps d'ajustage (39).
9. Dispositif de chasse d'eau selon l'une quelconque des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce que
le dispositif de réglage (38) comporte des moyens d'enclenchement (43) qui sont actifs
entre le corps d'ajustage (39) et le corps de base (40), de telle sorte que le corps
d'ajustage (39) soit maintenu en étant réglable en hauteur sur le corps de base (40),
étant notamment prévu que les moyens d'enclenchement (43) comportent deux bras d'enclenchement
(44) qui sont placés sur l'un des corps, corps d'ajustage et corps de base (39, 40),
les bras d'enclenchement (44) s'engageant de manière élastique dans des contre-dépouilles
(47) qui sont conçues sur l'autre des corps, corps de base et corps d'ajustage (40,
39).
10. Dispositif de chasse d'eau selon l'une quelconque des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce que
le corps d'ajustage (39) et le corps de base (40) comportent des tronçons filetés
qui se correspondent, de telle sorte que le corps d'ajustage (39) et le corps de base
(40) puissent se visser l'un sur l'autre en étant réglables en hauteur.
11. Dispositif de chasse d'eau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le corps d'ajustage (9; 39) est réglable sans outil.
12. Dispositif de chasse d'eau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que des moyens indicateurs (18) optiques et/ou haptiques sont prévus pour indiquer la
position et/ou l'orientation du corps d'ajustage (9; 39).