GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Vorhanghalter, insbesondere eine Halterung
für eine Scheibengardinenstange.
STAND DER TECHNIK
[0002] Herkömmlicherweise werden Halterungen für Scheibengardinenstangen durch Ankleben
oder Verschrauben an einem Fenster- oder Türrahmen angebracht. Entsprechende Halterungen
sind beispielsweise aus den Druckschriften
DE 7 533 114 U,
DE 3 404 183 A1 oder
DE 7 739 251 U1 bekannt.
[0003] Eine solche Befestigung ist jedoch nachteilig, da sich der Kleber nach einer gewissen
Gebrauchsdauer lösen kann bzw. eine dauerhafte Beschädigung des Fenster- oder Türrahmens
durch das Bohren oder Kleberrückstände entsteht.
[0004] Deshalb sind verschiedene Halterungen entwickelt worden, mit denen Scheibengardinenstangen
ohne Verkleben und Bohren an einem Fenster oder einer Tür mit Glasfüllung befestigt
werden können.
[0005] Die Gebrauchsmusterschrift
DE 299 02 646 U1 beschreibt zu diesem Zweck eine Halterung für Scheibengardinenstangen und dergleichen,
die aus einem U-förmigen abgewinkelten Profil mit integriertem Stangenhalter besteht,
das mit einem Hakenbügel in Verbindung steht, wobei der Hakenbügel stirnseitig über
einen Rahmen, z.B. den Rahmen eines Fensterflügels gehängt werden kann und eine Scheibengardinenstange
in dem U-förmigen Stangenhalterabschnitt aufgenommen werden kann.
[0006] Andere herkömmliche Halterungen können zur Befestigung zwischen eine Glasscheibe
und einen Dichtungsgummi eines Fensters oder einer Tür eingesteckt werden. So offenbart
die Druckschrift
DE 10 2009 057 075 A1 ein im Wesentlichen L-förmiges Trägerelement mit zwei gleichlangen Schenkeln, wobei
die beiden Schenkel jeweils mit einem Haltemittel, z.B. einer Ausnehmung, zur Anbringung
der Scheibengardinenstange ausgebildet sind, wobei das Trägerelement abschnittsweise
zwischen eine Glasscheibe und einen Dichtungsgummi eines Fensters oder einer Tür lösbar
eingeschoben werden kann.
[0007] Um eine sichere Montage an dem Fenster- oder Türrahmen zu gewährleisen, ist aus den
Gebrauchsmustern
DE 20 2007 012 318 U1 bzw.
DE 20 2008 000 192 U1 ferner jeweils ein Halter zur Anbringung an einem Fensterrahmen bekannt, wobei der
Halter ein einstückiges streifenförmiges Material ist, das durch Biegen an einem Ende
mit einem Halterücken und einer von dem Halterücken abgewinkelten Klemmwange ausgebildet
ist, die zwischen einer Glasscheibe und einer Dichtung einsteckbar ist, wobei sich
der Halterrücken von der Klemmwange in Richtung auf die Rahmenwand abgewinkelt erstreckt
und eine Befestigungsvorrichtung, z.B. für eine Gardinenstange, aufweist, wobei die
Klemmwange Widerhaken aufweisen kann, und wobei die Befestigungsvorrichtung beispielsweise
als ein Befestigungshaken oder Hakenfuß durch Umbiegen ausgebildet sein kann und sich
in der der zur Klemmwange entgegengesetzten Richtung und in Richtung der Fensterfläche
erstreckt
[0008] Ferner ist auch aus der Druckschrift
DE 296 08 151 U1 ein im Wesentlichen L-förmiges Trägerelement mit einem Befestigungsschenkel und einem
Tragschenkel bekannt, wobei der Befestigungsschenkel zwischen eine Glasscheibe und
einen Dichtungsgummi eines Fensters oder einer Tür lösbar eingeschoben werden kann,
sodass der Tragschenkel an der Innenseite der Glasleiste anliegt und über deren Vorderseite
hinausragt, wobei der Tragschenkel mit Sollbrucheinkerbungen ausgebildet ist, sodass
eine Stangenaufnahme mit einer Klammer verrastend auf den Endbereich des Tragschenkels
aufgesteckt und in einer benutzerdefinierten Position fixiert werden kann, wobei die
Stangenaufnahme einen nach oben offenen U-förmigen Halter mit einem Befestigungsstift
umfasst, der im Bereich des Seitenrahmens oder im Bereich des Ober- und Unterrahmens
außerhalb der Glasscheibe positionierbar ist.
[0009] Ein anderes L-förmiges Trägerelement mit einem Befestigungsschenkel und einem Tragschenkel
ist außerdem auch aus der Druckschrift
DE 93 16 146 U1 bekannt, wobei der Befestigungsschenkel zwischen eine Glasscheibe und einen Dichtungsgummi
eines Fensters oder einer Tür lösbar eingeschoben werden kann, sodass der Tragschenkel
an der Innenseite der Glasleiste anliegt und über deren Vorderseite hinausragt, wobei
der überstehende Abschnitt des Tragschenkels danach von der Glasscheibe weg rechtwinklig
bis zum Anschlag zu dem Seitenrahmen umgebogen wird, sodass ein im Wesentlichen U-förmiges
Profil entsteht, bei dem ein Teil des Tragschenkels parallel zum Befestigungsschenkel
steht, wobei an dem Teil des Tragschenkels, der parallel zum Befestigungsschenkel
steht, eine Stangenaufnahme mittels eines Schiebers verschiebbar angebracht ist.
[0010] Die Druckschrift
EP 1 464 260 A1 offenbart eine Halteanordnung für eine teleskopische Scheibengardinenstange, wobei
jede Halterung davon gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ausgebildet ist, wobei
der Tragschenkel der aus dieser Druckschrift bekannten Halterung eine im Allgemeinen
trapezförmige Form aufweist und die Dicke des Befestigungsschenkels zu dessen freiem
Ende hin allmählich abnimmt.
[0011] Jedoch sind diese herkömmlichen Halterungen für eine Scheibengardinenstange nachteilig,
da sie in der Herstellung und der Montage aufwendig sind. Außerdem können solche herkömmlichen
Halterungen für eine Scheibengardinenstange nicht schnell und bequem abgenommen und
erneut angebracht werden, um beispielsweise das Fensterputzen zu erleichtern oder
um die Gardinenstange entsprechend der Benutzeranforderungen in einer anderen Höhe
zu platzieren.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0012] Demgemäß liegt die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Halterung für eine
Scheibengardinenstange bereitzustellen, welche schnell und bequem montier- bzw. demontierbar
ist, wodurch eine verbesserte Anwendbarkeit erreicht werden kann, und darüber hinaus
einen einfachen Aufbau aufweist, sodass eine kostengünstige Herstellung gewährleistet
werden kann.
TECHNISCHE LÖSUNG
[0013] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Halterung für eine Scheibengardinenstange mit
den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
[0014] Die Erfindung schlägt vor, eine Halterung für eine Scheibengardinenstange bereitzustellen,
die als ein mehrfach abgewinkeltes Profil einteilig ausgebildet ist, wobei ein Befestigungsschenkel
und ein Tragschenkel ein L-förmiges Profil bilden, wobei in Verlängerung des dem Befestigungsschenkel
gegenüberliegenden Endes des Tragschenkels ferner ein Verlängerungsabschnitt vorgesehen
ist, der im Wesentlichen L-förmig ausgebildet ist und einen Kontaktabschnitt und einen
Stangenaufnahmeabschnitt umfasst, wobei der Kontaktabschnitt mit dem Tragschenkel
verbunden ist, und wobei der Stangenaufnahmeabschnitt mit einer Befestigungsvorrichtung
für die Gardinenstange ausgebildet ist.
[0015] Erfindungsgemäß ist die Befestigungsvorrichtung für die Gardinenstange, die an dem
Stangenaufnahmeabschnitt ausgebildet ist, eine Aufnahmeausnehmung und die Aufnahmeausnehmung
ist als eine nach oben offene Aussparung vorzugsweise in der Mitte des Stangenaufnahmeabschnitts
ausgebildet.
[0016] Der Kontaktabschnitt kann sich im Wesentlichen parallel zu dem Befestigungsschenkel
und in die gleiche Richtung wie dieser erstrecken, sodass sich der Kontaktabschnitt
im Wesentlichen senkrecht von dem Tragschenkel erstreckt. Folglich können der Befestigungsschenkel,
der Tragschenkel und der Kontaktabschnitt eine U-Form bilden, die durch Umbiegen ausgebildet
sein kann.
[0017] Der Stangenaufnahmeabschnitt, der an dem dem Tragschenkel gegenüberliegenden Ende
des Kontaktabschnitts vorgesehen ist, kann in Bezug auf den Kontaktabschnitt so umgebogen
sein, dass diese eine L-Form bilden, wobei sich der Stangenaufnahmeabschnitt im Wesentlichen
senkrecht von einem Ende des Kontaktabschnitts erstreckt, sodass der Stangenaufnahmeabschnitt
im Wesentlichen parallel zu dem Tragschenkel ausgebildet ist, wobei der Stangenaufnahmeabschnitt
den Kontaktabschnitt in die dem Tragschenkel entgegengesetzte Richtung verlängert.
[0018] Der Befestigungsschenkel kann zwischen eine Glasscheibe und einen Dichtungsgummi
eines Fensters oder einer Tür eingeführt werden, wobei der Tragschenkel das Einschieben
des Befestigungsschenkels beschränken kann, d.h. wenn der Befestigungsschenkel vollständig
eingeschoben ist, kann der Tragschenkel an der Innenseite eines Fenster- oder Türrahmens
anliegen.
[0019] Der Stangenaufnahmeabschnitt mit der Befestigungsvorrichtung kann einen Haltebereich
für eine zu befestigende Gardinenstange bereitstellen, wobei die Endabschnitte einer
Gardinenstange an der Befestigungsvorrichtung fixiert werden können, beispielsweise
durch Einhängen in die Aufnahmeausnehmung.
[0020] Des Weiteren kann die für eine Scheibengardinenstange einen Befestigungsschenkel
aufweisen, der länger ist als der Stangenaufnahmeabschnitt, wobei der Befestigungsschenkel
jedoch kürzer ist als der Tragschenkel.
[0021] Des Weiteren kann für die Halterung für eine Scheibengardinenstange die Länge des
Kontaktabschnitts in etwa genauso lang gewählt sein wie diejenige des Tragschenkels,
wobei die Länge des Kontaktabschnitts und des Tragschenkels vorzugsweise etwa 30 mm
beträgt.
[0022] Darüber hinaus kann in der Halterung für eine Scheibengardinenstange die Breite der
Aufnahmeausnehmung, welche mittig an dem Stangenaufnahmeabschnitt als Aussparung ausgebildet
ist, die an einer Seite nach oben hin geöffnet ist, etwa gleich der Hälfte der Länge
des Stangenaufnahmeabschnitts ist.
[0023] Die Halterung für eine Scheibengardinenstange kann aus einem metallischen Material
hergestellt sein, wobei vorzugsweise ein Metallblech verwendet wird, das eine Dicke
zwischen 0,3 und 1,5 mm aufweist.
[0024] Die Halterung für eine Scheibengardinenstange kann einteilig aus einem streifenförmigen
Material gefertigt sein.
[0025] Folglich kann eine Halterung für eine Scheibengardinenstange durch Schneide- und
Biegeprozesse gefertigt werden, wobei das Verfahren zur Herstellung folgende Schritte
umfassen kann:
Bereitstellen eines Metallbleches,
Zuschneiden eines Streifens aus dem bereitgestellten Metallblech durch Laserstrahlschneiden
oder Ausstanzen, und
mehrfaches Umbiegen zum Ausbilden der Biegekanten zwischen dem Befestigungsschenkel
und dem Tragschenkel, dem Tragschenkel und dem Kontaktabschnitt und dem Kontaktabschnitt
und dem Stangenaufnahmeabschnitt.
[0026] An dem dem Stangenaufnahmeabschnitt entsprechenden Bereich kann durch Ausschneiden
oder Ausstanzen eine Aufnahmeausnehmung geformt werden. Alternativ kann eine andere
Befestigungsvorrichtung ausgebildet werden, die vorzugsweise durch Schneide- und Biegeprozesse
an dem Stangenaufnahmeabschnitt herstellbar ist.
[0027] Ferner kann eine erfindungsgemäße Halterung für eine Scheibengardinenstange in einem
Montageset verwendet werden, mit welchem eine Scheibengardinenstange an einem Fenster
oder einer Türe mit Glasscheibe fixiert werden kann, wobei das Montageset zwei der
erfindungsgemäßen Halterungen für eine Scheibengardinenstange umfasst. Die beiden
Halterungen sind spiegelsymmetrisch zueinander ausgebildet, sodass eine davon an einem
rechten Seitenrahmen und die andere davon in einer korrespondierenden Position an
dem linken Seitenrahmen eines Fensters oder einer Tür anbringbar ist, wobei die Stangenaufnahmeabschnitte
einander entsprechend an dem jeweiligen Seitenrahmen außerhalb der Glasfüllung positioniert
sind, sodass eine Gardinenstange im Wesentlichen waagrecht an den Befestigungsvorrichtungen,
z.B. in den Aufnahmeausnehmungen gehalten werden kann, um die Gardinenstange an dem
Fenster oder der Tür anzubringen.
[0028] Zusammenfassend stellt die vorliegende Erfindung somit eine Halterung für eine Scheibengardinenstange
bereit, die sich in Form eines Stecksystems zur einfachen und schnellen Montage bzw.
Demontage an einem Fenster oder einer Türe mit Glasfüllung eignet und einfach und
kostengünstig gefertigt werden kann.
[0029] Weitere Ziele, Vorteile und Funktionen der vorliegenden Erfindung werden anhand der
nachfolgenden Beschreibung unter Zuhilfenahme der beigefügten Zeichnungen ersichtlich.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0030] Die beigefügten Zeichnungen zeigen in rein schematischer Weise in
- FIG. 1
- eine schematische dreidimensionale Ansicht einer Halterung für eine Scheibengardinenstange
gemäß der vorliegenden Erfindung,
- FIG. 2
- eine schematische Ansicht der erfindungsgemäßen Halterung für eine Scheibengardinenstange
von unten,
- FIG. 3
- eine schematische Ansicht der erfindungsgemäßen Halterung für eine Scheibengardinenstange
von oben,
- FIG. 4
- eine weitere schematische Ansicht der erfindungsgemäßen Halterung für eine Scheibengardinenstange
von unten,
- FIG. 5
- eine weitere schematische Ansicht der erfindungsgemäßen Halterung für eine Scheibengardinenstange
von oben,
- FIG. 6
- eine schematische dreidimensionale Ansicht der Anwendung der erfindungsgemäßen Halterung,
wobei die Befestigung einer Gardinenstange gezeigt ist, und
- FIG. 7
- eine schematische Querschnittsansicht der Anwendung der erfindungsgemäßen Halterung
für eine Scheibengardinenstange von oben, wobei die Fixierung der erfindungsgemäßen
Halterung für eine Scheibengardinenstange zwischen einer Glasscheibe und einem Dichtungsgummi
eines Fensters oder einer Tür gezeigt ist.
BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0031] Weitere Vorteile, Kennzeichen und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden bei
der nachfolgenden detaillierten Darstellung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
deutlich, wobei die Erfindung nicht auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt ist.
[0032] Bezugnehmend auf die FIG. 1 bis 3 ist eine erfindungsgemäße Halterung für eine Scheibengardinenstange
1 als ein mehrfach abgewinkeltes Profil ausgebildet und umfasst einen Befestigungsschenkel
11 und einen Tragschenkel 12, die miteinander verbunden sind und eine L-Form ausbilden.
Ferner erstreckt sich von dem Ende des Tragschenkels 12, das dem Befestigungsschenkel
11 gegenüberliegt, ein Verlängerungsabschnitt, der im Wesentlichen L-förmig ausgebildet
ist. Der Verlängerungsabschnitt beinhaltet einen Kontaktabschnitt 13 und einen Stangenaufnahmeabschnitt
14, wobei der Kontaktabschnitt 13 mit dem Tragschenkel 12 verbunden ist, und wobei
der Stangenaufnahmeabschnitt 14 mit einer Befestigungsvorrichtung für die Gardinenstange
2 ausgebildet ist.
[0033] Die erfindungsgemäße Halterung für eine Scheibengardinenstange 1 ist einteilig ausgebildet,
d.h. ohne stoffschlüssige Verbindungen (wie z.B. Schweißnähte).
[0034] Die Befestigungsvorrichtung ist eine Aufnahmeausnehmung 141, die in Form einer nach
oben offenen Aussparung in der Mitte des Stangenaufnahmeabschnitts 14 ausgebildet
ist.
[0035] Beispielhaft sind auch alternative Befestigungsvorrichtungen, wie hakenförmige Elemente,
möglich, solange diese einteilig an der erfindungsgemäßen Halterung, beispielsweise
durch Schneide- und Biegeprozesse, ausgebildet werden können. Es sei jedoch darauf
hingewiesen dass die Ausbildung der Befestigungsvorrichtung als Aufnahmeausnehmung
141 besonders vorteilhaft ist, da sie einfach gefertigt werden kann und eine schnelle
und einfache Montage bzw. Demontage der Gardinenstange 2 an der erfindungsgemäßen
Halterung gewährleistet.
[0036] Gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Kontaktabschnitt 13 im Wesentlichen
senkrecht in Bezug auf den Tragschenkel 12, d.h. im Wesentlichen parallel zu dem Befestigungsschenkel
11 ausgebildet. Darüber hinaus ist der Kontaktabschnitt 13 in Bezug auf den Tragschenkel
12 in die gleiche Richtung wie der Befestigungsschenkel 11 umgebogen, sodass der Befestigungsschenkel
11, der Tragschenkel 12 und der Kontaktabschnitt 13 gemeinsam eine U-Form bilden.
[0037] Der Stangenaufnahmeabschnitt 14 ist an dem dem Tragschenkel 12 gegenüberliegenden
Ende des Kontaktabschnitts 13 vorgesehen und ist in Bezug auf den Kontaktabschnitt
13 so umgebogen, dass diese eine L-Form bilden, wobei der Stangenaufnahmeabschnitt
14 und der Kontaktabschnitt 13 im Wesentlichen senkrecht zueinander sind. Folglich
erstreckt sich der Stangenaufnahmeabschnitt 14 im Wesentlichen parallel zu dem Tragschenkel
12. Jedoch verlängert der Stangenaufnahmeabschnitt 14 den Kontaktabschnitt 13 in die
dem Tragschenkel 12 entgegengesetzte Richtung.
[0038] Der Befestigungsschenkel 11 kann zwischen eine Glasscheibe 3 und einen Dichtungsgummi
5 eines Fensters oder einer Tür eingeführt werden, um die erfindungsgemäße Halterung
für eine Scheibengardinenstange 1 mittels einer Steckverbindung an einer Glasscheibe
3 zu befestigen. Beim Einstecken des Befestigungsschenkels 11 zwischen eine Glasscheibe
3 und einen Dichtungsgummi 5 eines Fensters oder einer Tür ist das Einstecken des
Befestigungsschenkels 11 vollständig, wenn der Tragschenkel 12 an die Innenseite 41
der Glasleiste des Fenster- oder Türrahmens anstößt.
[0039] Es sei darauf hingewiesen dass der Begriff der Glasleiste hierin den Teil des Fenster-
oder Türrahmens definieren soll, mittels welchem die Glasscheibe 3 kraftschlüssig
an einem Fenster- oder Türrahmen fixiert ist.
[0040] Der Verlängerungsabschnitt dient dazu, um eine Gardinenstange 2 in einem Bereich
des Seitenrahmens 4 eines Fensters oder einer Tür außerhalb der Glasfüllung abzustützen,
um eine verbesserte Optik zu erzielen. Der Seitenrahmen 4 soll hierbei den Teil des
Fenster- oder Türrahmens definieren, der seitlich ausgebildet ist, d.h. senkrecht
zu einer Bodenfläche verläuft. Der Stangenaufnahmeabschnitt 14 mit der Befestigungsvorrichtung,
z.B. der Aufnahmeausnehmung 141, stellt den Haltebereich für eine zu befestigende
Gardinenstange 2 bereit, wobei der Kontaktabschnitt 13 dazu dient, um den Stangenaufnahmeabschnitt
14 außerhalb der Glasfüllung an dem Seitenrahmen 4 zu halten, wobei der Kontaktabschnitt
13 an einer Außenwand 42 des Seitenrahmens 4 anliegen kann, um den Stangenaufnahmeabschnitt
14 vorteilhaft abzustützen.
[0041] Gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Halterung 1 einstückig aus einem
streifenförmigen Material hergestellt, wobei die entsprechenden Abwinklungen zwischen
dem Befestigungsschenkel 11 und dem Tragschenkel 12, dem Tragschenkel 12 und dem Kontaktabschnitt
13 sowie dem Kontaktabschnitt 13 und dem Stangenaufnahmeabschnitt 14 durch Umbiegen
des streifenförmigen Materials ausgebildet sind.
[0042] Da ein streifenförmiges Material verwendet wird, haben der Befestigungsschenkel 11,
der Tragschenkel 12, der Kontaktabschnitt 13 und der Stangenaufnahmeabschnitt 14 folglich
die gleiche Höhe, wobei die Höhe in einer y-Richtung definiert ist (siehe FIG. 1).
[0043] Bezugnehmend auf FIG. 1, 4 und 5 sind eine Länge des Befestigungsschenkels L
11 und die Länge des Kontaktabschnitts L
13 jeweils entlang einer x-Richtung definiert und eine Länge des Tragschenkels L
12 und eine Länge des Stangenaufnahmeabschnitts L
14 sind jeweils entlang einer z-Richtung definiert.
[0044] Die Länge des Tragschenkels L
12 soll im Wesentlichen der Länge des Kontaktabschnitts L
13 entsprechen und soll zwischen 20 und 35 mm, vorzugsweise 30 mm, betragen.
[0045] Die Länge des Befestigungsschenkels L
11 soll kleiner sein als die Länge des Tragschenkels L
12 bzw. die Länge des Kontaktabschnitts L
13 und soll zwischen 15 und 30 mm, vorzugsweise 23 mm, betragen.
[0046] Die Länge des Stangenaufnahmeabschnitts L
14 soll kleiner sein als die Länge des Befestigungsschenkels L
11 und soll zwischen 10 und 25 mm, vorzugsweise 18 mm, betragen.
[0047] Somit soll bezüglich der jeweiligen Längen des Befestigungsschenkels L
11, des Tragschenkels L
12, des Kontaktabschnitts L
13 und des Stangenaufnahmeabschnitts L
14 folgendes Verhältnis gelten: L
14< L
11 < L
12 ≈ L
13.
[0048] Wie vorab beschrieben soll der Tragschenkel 12 an der Innenseite 41 der Glasleiste
des Fenster- oder Türrahmens anliegen, wenn der Befestigungsschenkel 11 vollständig
zwischen die Glasscheibe 3 und den Dichtungsgummi 5 eines Fensters oder einer Tür
eingeschoben ist. Folglich sei darauf hingewiesen, dass die Länge des Tragschenkels
L
12 im Wesentlichen der Breite der Glasleiste bzw. des zugehörigen Fenster- oder Türrahmens,
insbesondere des Seitenrahmens 4, entsprechen soll.
[0049] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Halterung für eine Scheibengardinenstange
1 als ein zumindest teilweise elastischer Materialstreifen ausgebildet. Dann kann
die Länge des Tragschenkels L
12 in diesem Ausführungsbeispiel vorzugsweise geringfügig kleiner gewählt sein als die
Breite der Glasleiste bzw. des zugehörigen Fenster- oder Türrahmens, insbesondere
des Seitenrahmens 4, sodass der Kontaktabschnitt L
13, wenn der Befestigungsschenkel 11 zwischen die Glasscheibe 3 und den Dichtungsgummi
5 eines Fensters oder einer Tür eingesteckt wird, geringfügig von seiner Ausgangsstellung
weggebogen werden kann. Dann kann nämlich eine Rückstellkraft des Kontaktabschnitts
L
13, die in Richtung des Seitenrahmens 4 wirkt, dazu beitragen, dass die erfindungsgemäße
Halterung für eine Scheibengardinenstange 1 besser an dem Seitenrahmen 4 festgeklemmt
wird, wodurch eine noch sicherere Fixierung der Halterung für eine Scheibengardinenstange
1 gewährleistet ist.
[0050] Wie vorab beschrieben umfasst der Stangenaufnahmeabschnitt 14 eine Aufnahmeausnehmung
141, welche mittig an dem Stangenaufnahmeabschnitt 14 ausgebildet ist und an einer
Seite nach oben hin geöffnet ist, wobei die Aufnahmeausnehmung 141 durch die Öffnung
eine zu befestigende Gardinenstange 2 zur Halterung aufnehmen kann. Vorzugsweise ist
die Aufnahmeausnehmung 141 als ein Ausschnitt oder eine Ausstanzung ausgebildet, wobei
die Breite der Aufnahmeausnehmung L
141 etwa die Hälfte der Länge des Stangenaufnahmeabschnitts L
14 entspricht und zwischen 5 und 12 mm, vorzugsweise 8 mm, betragen soll.
[0051] Die Materialstärke der Halterung für eine Scheibengardinenstange 1 soll zwischen
0,3 und 1,5 mm, vorzugsweise etwa 1 mm, betragen.
[0052] Die Breite der erfindungogemößen Halterung für eine Scheibengardinenstange 1, die
durch die Höhe des Befestigungsschenkels 11, des Tragschenkels 12, des Kontaktabschnitts
13 und des Stangenaufnahmeabschnitts 14, d.h. durch die Höhe in der y-Richtung definiert
ist (siehe FIG. 1), soll zwischen 10 und 30 mm, vorzugsweise zwischen 10 und 15 mm,
betragen.
[0053] In einer bevorzugten Ausführung werden folgende Abmessungen gewählt:
| Materialstärke: |
etwa 1 mm, |
| Länge des Befestigungsschenkels L11 : |
23 mm, |
| Länge des Tragschenkels L12 : |
30 mm, |
| Länge des Kontaktabschnitts L13 : |
30 mm, |
| Länge des Stangenaufnahmeabschnitts L14 : |
18 mm, und |
| Breite der Aufnahmeausnehmung L141 : |
8 mm. |
[0054] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Halterung für eine Scheibengardinenstange
1 aus einem metallischen Material hergestellt, wobei als Ausgangsmaterial vorzugsweise
ein Metallblech, z.B. ein Stahlblech oder ein Aluminiumblech, verwendet wird.
[0055] Zur Herstellung der Halterung für eine Scheibengardinenstange 1 wird zuerst ein Metallblech
mit der gewünschten Materialstärke bereitgestellt, aus welchem ein Streifen zugeschnitten
wird, der eine vorbestimmte Breite (Breite der Halterung für eine Scheibengardinenstange
1) und eine vorbestimmte Länge hat, wobei die Länge des Streifens der Summe der Länge
des Befestigungsschenkels L
n, der Länge des Tragschenkels L
12 , der Länge des Kontaktabschnitts L
13 und der Länge des Stangenaufnahmeabschnitts L
14 entspricht.
[0056] Die Materialstärke sowie die Breite und Länge des Materialstreifens zur Herstellung
der Halterung für eine Scheibengardinenstange 1 sind veränderbar und können variabel
abhängig von den jeweiligen Benutzeranforderungen in einem gewünschten Design gewählt
werden.
[0057] Der Materialstreifen mit den benutzerdefinierten Abmessungen kann beispielsweise
durch Laserstrahlschneiden oder Ausstanzen aus dem bereitgestellten Metallblech gefertigt
werden.
[0058] Anschließend kann eine Aufnahmeausnehmung 141 an einem Endabschnitt des zugeschnittenen
Streifens, der später den Stangenaufnahmeabschnitt 14 bilden soll, ausgeschnitten
oder ausgestanzt werden. Danach wird der Streifen mehrmals umgebogen, um die Biegekanten
zwischen dem Befestigungsschenkel 11 und dem Tragschenkel 12, dem Tragschenkel 12
und dem Kontaktabschnitt 13 sowie dem Kontaktabschnitt 13 und dem Stangenaufnahmeabschnitt
14 so auszubilden, dass die Aufnahmeausnehmung 141 an dem Stangenaufnahmeabschnitt
14 positioniert ist. Alternativ kann die Ausnahmeausnehmung 141 oder eine andere Befestigungsvorrichtung
auch erst nachträglich nach dem Umbiegen aus dem Stangenaufnahmeabschnitt 14 durch
Ausschneiden, Ausstanzen oder Umbiegen geformt werden.
[0059] In einer bevorzugten Ausführungsform sind ferner die Ecken und Kanten der Halterung
1 zur Befestigung einer Scheibengardinenstange abgerundet und/oder entgratet, um ein
Verletzungsrisiko des Benutzers an spitzen Ecken oder scharfen und/oder rauen Kanten
zu vermeiden.
[0060] Es sei darauf hingewiesen, dass die Halterung 1 zur Befestigung einer Scheibengardinenstange
alternativ auch aus einem Kunststoff hergestellt sein kann, wobei die entsprechende
Formgebung dann beispielsweise in einem Spritzgussverfahren erfolgen kann.
[0061] FIG. 6 und Fig. 7 zeigen schematische Darstellungen der Anwendung der Halterung 1
zur Befestigung einer Gardinenstange 2 an einer Glasscheibe 3 an dem Seitenrahmen
4 eines Fensters oder einer Tür.
[0062] Bezugnehmend auf FIG. 7 wird nachfolgend die Montage der Halterung für eine Scheibengardinenstange
1 beschrieben. Ein Benutzer kann die Halterung für eine Scheibengardinenstange 1 beispielsweise
an dem Stangenaufnahmeabschnitt 14 mit seinen Fingern greifen und kann den Befestigungsschenkel
11 dann entlang der Innenseite 31 der Glasscheibe 3 in Richtung des Seitenrahmens
4 bewegen, um den Befestigungsschenkel 11 zwischen die Glasscheibe 3 und den Dichtungsgummi
5 so einzuführen, dass die Aufnahmeausnehmung 141 des Stangenaufnahmeabschnitt 14
nach oben geöffnet ist.
[0063] Wenn der Tragschenkel 12 an der Innenseite 41 der Glasleiste des Seitenrahmens 4
anliegt, ist der Befestigungsschenkel 11 vollständig eingeschoben. Der Befestigungsschenkel
11 ist dann zwischen der Glasscheibe 3 und dem Dichtungsgummi 5 des Seitenrahmens
4 festgeklemmt und der Kontaktabschnitt 13 erstreckt sich in Richtung des Außenumfangs
des Seitenrahmens 4 von der Mitte der Glasscheibe 3 weg und liegt an der Außenwand
42 des Rahmens fest an, sodass die Halterung für eine Scheibengardinenstange 1 stabil
an dem Seitenrahmen 4 eines Fensters oder einer Tür mit Glasfüllung angebracht ist
und nicht verrutschen kann.
[0064] Zur Demontage der Halterung für eine Scheibengardinenstange 1 kann ein Benutzer die
erfindungsgemäße Halterung für eine Scheibengardinenstange 1 beispielsweise wieder
an dem Stangenaufnahmeabschnitt 14 mit seinen Fingern greifen und kann dann eine Kraft
aufwenden, um den Stangenaufnahmeabschnitt 14 in Richtung der Mitte der Glasscheibe
3 zu schieben, wodurch der Befestigungsschenkel 11 nach und nach aus der Klemmung
zwischen der Glasscheibe 3 und dem Dichtungsgummi 5 gelöst wird, wobei, wenn der Befestigungsschenkel
11 vollständig freigelegt ist, die erfindungsgemäßen Halterung dann von der Glasscheibe
3 entfernt werden kann.
[0065] Zusammenfassend kann die Halterung für eine Scheibengardinenstange 1 somit leicht
zur Fixierung zwischen die Glasscheibe 3 und den Dichtungsgummi 5 eines Fensters oder
einer Tür eingeführt werden, sodass die Halterung für eine Scheibengardinenstange
1 einfach und bequem ohne Bohren oder Kleben an einer Glasscheibe 3 eines Fensters
oder einer Tür mit Glasfüllung befestigt werden kann, sodass eine Beschädigung der
Glasscheibe oder des Rahmens vermieden werden kann.
[0066] Des Weiteren lässt sich die Halterung für eine Scheibengardinenstange 1 ohne Werkzeug
anbringen und auch wieder entfernen, wodurch der Benutzerkomfort und die Anwendbarkeit
verbessert sind.
[0067] Durch die schnelle und einfache Montage und Demontage kann der Benutzer die Halterung
für eine Scheibengardinenstange 1 beispielsweise zum Fensterputzen abnehmen, um eine
Verletzungsgefahr zu vermeiden und nach dem Fensterputzen schnell und einfach wieder
anbringen.
[0068] Außerdem kann der Benutzer die Halterung für eine Scheibengardinenstange 1 durch
die schnelle und einfache Montage und Demontage auch bequem in einer anderen Position
anbringen, was vorteilhaft ist, wenn er die Scheibengardine für eine andere Innendekoration
wechseln oder anders anbringen möchte.
[0069] Ferner betrifft die Erfindung ein Montageset für eine Scheibengardinenstange an einem
Fenster oder einer Türe mit Glasscheibe, welches zwei der erfindungsgemäßen Halterungen
1 und eine Gardinenstange 2 beinhaltet, wobei die beiden Halterungen 1 spiegelsymmetrisch
zueinander ausgebildet sind, sodass sie an zwei einander gegenüberliegenden Positionen
eines Fenster- oder Türrahmens anbringbar sind. Eine der Halterungen 1 kann an einem
linken Seitenrahmen 4 eines Fensters oder einer Türe angebracht werden und die andere
Halterung 1 kann an der korrespondierenden Stelle an dem rechten Seitenrahmen 4 des
Fensters oder der Türe fixiert werden, sodass sich die jeweiligen Stangenaufnahmeabschnitte
14 in der gleichen Höhe von dem linken und rechten Seitenrahmen erstrecken, wobei
die Befestigungsvorrichtungen fluchtend ausgerichtet sind (wenn die Befestigungsvorrichtungen
Aufnahmeausnehmungen 141 sind, so sind diese ferner so ausgerichtet, dass sie jeweils
nach oben geöffnet sind). Folglich kann eine Gardinenstange 2 mit ihren beiden Endabschnitten
jeweils an den Befestigungsvorrichtungen der beiden Halterungen 1 aufgenommen werden,
z.B. in den Aufnahmeausnehmungen 141 eingehängt werden, wie in FIG. 6 dargestellt
ist, sodass die Gardinenstange 2 im Wesentlichen waagrecht vor der Glasscheibe 3 gehalten
wird.
[0070] Zusammenfassend stellt die vorliegende Erfindung somit eine Halterung für eine Scheibengardinenstange
1 bereit, die sich in Form eines Stecksystems zur einfachen und schnellen Montage
bzw. Demontage an einem Fenster oder einer Türe mit Glasfüllung eignet.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0071]
- 1
- Halterung
- 11
- Befestigungsschenkel
- 12
- Tragschenkel
- 13
- Kontaktabschnitt
- 14
- Stangenaufnahmeabschnitt
- 141
- Aufnahmeausnehmung
- 2
- Gardinenstange
- 3
- Glasscheibe
- 31
- Innenseite der Glasscheibe
- 4
- Seitenrahmen
- 41
- Innenseite der Glasleiste
- 42
- Außenwand des Seitenrahmens
- 5
- Dichtungsgummi
- L11
- Länge des Befestigungsschenkels
- L12
- Länge des Tragschenkels
- L13
- Länge des Kontaktabschnitts
- L14
- Länge des Stangenaufnahmeabschnitts
- L141
- Breite der Aufnahmeausnehmung
1. Halterung (1) für eine Scheibengardinenstange, welche als ein mehrfach abgewinkeltes
Profil einteilig ausgebildet ist und einen Befestigungsschenkel (11) und einen Tragschenkel
(12) aufweist, die miteinander im Wesentlichen L-förmig verbunden sind, wobei der
Befestigungsschenkel (11) zwischen eine Glasscheibe (3) und einen Dichtungsgummi (5)
eines Fensters oder einer Tür einsteckbar ist, sodass der Tragschenkel (12) an der
Innenseite (41) der Glasleiste eines Fenster- oder Türrahmens anliegt,
wobei der Tragschenkel (12) an dem dem Befestigungsschenkel (11) gegenüberliegenden
Ende mit einem im Wesentlichen L-förmigen Verlängerungsabschnitt einteilig ausgebildet
ist, der einen Kontaktabschnitt (13) und einen Stangenaufnahmeabschnitt (14) umfasst,
wobei der Kontaktabschnitt (13) mit dem Tragschenkel (12) verbunden ist, und wobei
der Stangenaufnahmeabschnitt (14) mit einer Befestigungsvorrichtung für die Gardinenstange
(2) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass
der Befestigungsschenkel (11), der Tragschenkel (12), der Kontaktabschnitt (13) und
der Stangenaufnahmeabschnitt (14) eine gleiche und konstante Dicke und Breite aufweisen
und sich bündig aneinander anschließen,
wobei der Befestigungsschenkel eine Länge (L11) und der Stangenaufnahmeabschnitt eine Länge (L14) aufweist, wobei die Länge des Stangenaufnahmeabschnitts (L14) kleiner als die Länge des Befestigungsschenkels (L11) ist,
und wobei die Befestigungsvorrichtung für die Gardinenstange (2) an dem Stangenaufnahmeabschnitt
(14) eine Aufnahmeausnehmung (141) mit einer nach oben offenen Aussparung zum Einlegen
eines Endabschnitts der Gardinenstange (2) ist.
2. Halterung (1) für eine Scheibengardinenstange nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich der Kontaktabschnitt (13) im Wesentlichen senkrecht zu dem Tragschenkel (12)
und parallel zu dem Befestigungsschenkel (11) erstreckt, sodass der Befestigungsschenkel
(11), der Tragschenkel (12) und der Kontaktabschnitt (13) gemeinsam eine U-Form bilden.
3. Halterung (1) für eine Scheibengardinenstange nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich der Stangenaufnahmeabschnitt (14) im Wesentlichen senkrecht zu dem Kontaktabschnitt
(13) und parallel zu dem Tragschenkel (12) erstreckt, wobei sich der Stangenaufnahmeabschnitt
(14) relativ zu dem Kontaktabschnitt (13) in die dem Tragschenkel (12) entgegengesetzte
Richtung erstreckt.
4. Halterung (1) für eine Scheibengardinenstange nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Länge des Befestigungsschenkels (L11), die Länge des Tragschenkels (L12), die Länge des Kontaktabschnitts (L13) und die Länge des Stangenaufnahmeabschnitts (L14) zwischen 15 und 35 mm beträgt,
wobei gilt: L14< L11 < L12 ≈ L13, und
wobei die Breite der Aufnahmeausnehmung (L141) etwa der Hälfte der Länge des Stangenaufnahmeabschnitts (L14) entspricht.
5. Halterung (1) für eine Scheibengardinenstange nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Materialstärke der Halterung (1) zwischen 0,3 und 1,5 mm, vorzugsweise etwa 1
mm, beträgt.
6. Halterung (1) für eine Scheibengardinenstange nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Halterung (1) aus einem metallischen Material hergestellt ist, wobei das Material
vorzugsweise ein Metallblech ist.
7. Verfahren zur Herstellung einer Halterung (1) für eine Scheibengardinenstange nach
einem der Ansprüche 1 bis 6, welches die folgenden Schritte umfasst:
Bereitstellen eines Metallbleches,
Zuschneiden eines Streifens aus dem bereitgestellten Metallblech durch Laserstrahlschneiden
oder Ausstanzen,
Ausschneiden oder Ausstanzen der Aufnahmeausnehmung (141) an einem Endabschnitt des
zugeschnittenen Streifens, und
mehrfaches Umbiegen zum Ausbilden der Biegekanten zwischen dem Befestigungsschenkel
(11) und dem Tragschenkel (12), dem Tragschenkel (12) und dem Kontaktabschnitt (13)
sowie dem Kontaktabschnitt (13) und dem Stangenaufnahmeabschnitt (14), sodass sich
die Aufnahmeausnehmung (141) an dem Stangenaufnahmeabschnitt (14) befindet.
8. Montageset für eine Scheibengardinenstange an einem Fenster oder einer Türe mit Glasscheibe
(3), wobei das Montageset zwei Halterungen (1) für eine Scheibengardinenstange nach
einem der Ansprüche 1 bis 6 und eine Gardinenstange (2) umfasst, wobei die beiden
Halterungen (1) spiegelsymmetrisch zueinander ausgebildet sind, sodass sie an zwei
einander korrespondierenden Positionen des linken und des rechten Seitenrahmens eines
Fensters oder einer Tür anbringbar sind, sodass die beiden Endabschnitte der Gardinenstange
(2) an den Befestigungsvorrichtungen der beiden Halterungen (1) aufgenommen werden
können, um die Gardinenstange (2) im Wesentlichen waagrecht vor der Glasscheibe (3)
zu positionieren.
1. A bracket (1) for a net curtain rod, which is designed in one piece as a multiply
angled profile and has a fastening leg (11) and a supporting leg (12) which are connected
to one another in an essentially L-shaped manner, wherein the fastening leg (11) may
be inserted between a glass pane (3) and a rubber seal (5) of a window or a door,
so that the supporting leg (12) abuts against the inside (41) of the glazing bead
of a window or door frame,
wherein the supporting leg (12) is formed integrally with a substantially L-shaped
extension section at the end opposite to the fastening leg (11), which extension section
comprises a contact section (13) and a rod receiving section (14), wherein the contact
section (13) is connected to the supporting leg (12), and wherein the rod receiving
section (14) is formed with a fastening device for the curtain rod (2),
characterised in that
the fastening leg (11), the supporting leg (12), the contact section (13) and the
rod receiving section (14) have the same constant thickness and width and are flush
with one another, the fastening leg having a length (L11) and the rod receiving section having a length (L14), the length of the rod receiving section (L14) being shorter than the length of the fastening leg (L11),
and wherein the fastening leg for the curtain rod (2) on the rod receiving section
(14) is a receiving recess (141) with an upwardly open recess for inserting an end
section of the curtain rod (2).
2. The bracket (1) for a net curtain rod according to claim 1,
characterised in that
the contact section (13) extends substantially perpendicularly to the supporting leg
(12) and parallel to the fastening leg (11), so that the fastening leg (11), the supporting
leg (12) and the contact section (13) together form a U-shape.
3. The bracket (1) for a net curtain rod according to claim 1 or 2,
characterised in that
the rod receiving section (14) extends substantially perpendicular to the contact
section (13) and parallel to the supporting leg (12), wherein the rod receiving section
(14) extends relative to the contact section (13) in the direction opposite to the
supporting leg (12).
4. The bracket (1) for a net curtain rod according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the length of the fastening leg (L11), the length of the supporting leg (L12), the length of the contact section (L13) and the length of the rod receiving section (L14) are between 15 and 35 mm, where: L14< L11 < L12 ≈ L13, and
wherein the width of the receiving recess (L141) corresponds approximately to half the length of the rod receiving section (L14).
5. The bracket (1) for a net curtain rod according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the material thickness of the bracket (1) is between 0.3 and 1.5 mm, preferably about
1 mm.
6. The bracket (1) for a net curtain rod according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the bracket (1) is made of a metallic material, the material preferably being a metal
sheet.
7. A method for manufacturing a bracket (1) for a net curtain rod according to any one
of claims 1 to 6, comprising the steps of:
providing a metal sheet,
cutting a strip from the metal sheet provided by laser beam cutting or die cutting,
cutting or die cutting the receiving recess (141) at an end section of the cut strip,
and
multiple bending to form the bending edges between the fastening leg (11) and the
supporting leg (12), the supporting leg (12) and the contact section (13) as well
as the contact section (13) and the rod receiving section (14), so that the receiving
recess (141) is located on the rod receiving section (14).
8. A kit for assembling a net curtain rod on a window or door with a glass pane (3),
the kit for assembling comprising two brackets (1) for a net curtain rod according
to any one of claims 1 to 6 and a curtain rod (2), wherein the two brackets (1) are
formed mirror-symmetrically with respect to each other so that they can be mounted
at two mutually corresponding positions of the left and right side frames of a window
or door so that the two end sections of the curtain rod (2) can be received on the
fastening devices of the two brackets (1) in order to position the curtain rod (2)
substantially horizontally in front of the glass pane (3).
1. Support (1) pour une tringle à rideaux de vitre qui est réalisée d'un seul tenant
en tant que profilé coudé à multiples reprises et présente une branche de fixation
(11) et une branche porteuse (12) qui sont reliées entre elles sensiblement en forme
de L, dans lequel la branche de fixation (11) peut être enfichée entre une vitre (3)
et un caoutchouc de joint (5) d'une fenêtre ou d'une porte de sorte que la branche
porteuse (12) repose contre le côté intérieur (41) de la baguette de verre d'un cadre
de fenêtre ou de porte,
dans lequel la branche porteuse (12) est réalisée d'un seul tenant à l'extrémité opposée
à la branche de fixation (11) avec une section de prolongement sensiblement en forme
de L qui comporte une section de contact (13) et une section de réception de tringle
(14), dans lequel la section de contact (13) est reliée à la branche porteuse (12),
et dans lequel la section de réception de tringle (14) est réalisée avec un dispositif
de fixation pour la tringle à rideaux (2), caractérisé en ce que
la branche de fixation (11), la branche porteuse (12), la section de contact (13)
et la section de réception de tringle (14) présentent une épaisseur et largeur identiques
et constantes et se raccordent les unes aux autres à fleur,
dans lequel la branche de fixation présente une longueur (L11) et la section de réception de tringle une longueur (L14), dans lequel la longueur de la section de réception de tringle (L14) est inférieure à la longueur de la branche de fixation (L11), et dans lequel le dispositif de fixation pour la tringle à rideaux (2) au niveau
de la section de réception de tringle (14) est un évidement de réception (141) avec
un évidement ouvert vers le haut pour l'insertion d'une section d'extrémité de la
tringle à rideaux (2).
2. Support (1) pour une tringle à rideaux de vitre selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la section de contact (13) s'étend sensiblement perpendiculairement à la branche porteuse
(12) et parallèlement à la branche de fixation (11) de sorte que la branche de fixation
(11), la branche porteuse (12) et la section de contact (13) forment ensemble une
forme de U.
3. Support (1) pour une tringle à rideaux de vitre selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la section de réception de tringle (14) s'étend sensiblement perpendiculairement à
la section de contact (13) et parallèlement à la branche porteuse (12), dans lequel
la section de réception de tringle (14) s'étend par rapport à la section de contact
(13) dans le sens opposé à la branche porteuse (12).
4. Support (1) pour une tringle à rideaux de vitre selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la longueur de la branche de fixation (L11), la longueur de la branche porteuse (L12), la longueur de la section de contact (L13) et la longueur de la section de réception de tringle (L14) s'élèvent entre 15 et 35 mm,
dans lequel L14 < L11 < L12 ≈ L13, et
dans lequel la largeur de l'évidement de réception (L141) correspond environ à la moitié de la longueur de la section de réception de tringle
(L14).
5. Support (1) pour une tringle à rideaux de vitre selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'épaisseur de matériau du support (1) est comprise entre 0,3 et 1,5 mm, de préférence
s'élève à environ 1 mm.
6. Support (1) pour une tringle à rideaux de vitre selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le support (1) est fabriqué en un matériau métallique, dans lequel le matériau est
de préférence une tôle métallique.
7. Procédé de fabrication d'un support (1) pour une tringle à rideaux de vitre selon
l'une des revendications 1 à 6 qui comporte les étapes suivantes:
la mise à disposition d'une tôle métallique,
la découpe d'une bande à partir de la tôle métallique mise à disposition par coupe
au faisceau laser ou poinçonnage,
la coupe ou le poinçonnage de l'évidement de réception (141) au niveau d'une section
d'extrémité de la bande découpée, et
le pliage multiple pour la réalisation des arêtes de flexion entre la branche de fixation
(11) et la branche porteuse (12), la branche porteuse (12) et la section de contact
(13) ainsi que la section de contact (13) et la section de réception de tringle (14)
de sorte que l'évidement de réception (141) se trouve au niveau de la section de réception
de tringle (14).
8. Ensemble de montage pour une tringle à rideaux de vitre au niveau d'une fenêtre ou
d'une porte avec une vitre (3), dans lequel l'ensemble de montage comporte deux supports
(1) pour une tringle à rideaux de vitre selon l'une des revendications 1 à 6 et une
tringle à rideaux (2), dans lequel les deux supports (1) sont réalisés de manière
symétrique l'un à l'autre de sorte qu'ils puissent être amenés au niveau de deux positions
correspondantes l'une à l'autre du cadre latéral gauche et du cadre latéral droit
d'une fenêtre ou d'une porte de sorte que les deux sections d'extrémité de la tringle
à rideaux (2) puissent être reçues au niveau des dispositifs de fixation des deux
supports (1) afin de positionner la tringle à rideaux (2) sensiblement horizontalement
devant la vitre (3).