[0001] Die Erfindung betrifft eine Siebvorrichtung für eine Geschirrspülmaschine und eine
Geschirrspülmaschine mit einer Siebvorrichtung. Die Geschirrspülmaschine kann insbesondere
eine sogenannte Transportgeschirrspülmaschine oder eine sogenannte programmgesteuerte
Geschirrspülmaschine sein.
[0002] Unter einer programmgesteuerten Geschirrspülmaschine ist eine Geschirrspülmaschine
zu verstehen, die einen Spülraum umfasst, in dem das Spülgut angeordnet ist, während
einzelne Spülvorgänge und gegebenenfalls Trocknungs-vorgänge innerhalb des Spülraums
stattfinden, und wobei sich das Spülgut während des Spülvorgangs und gegebenenfalls
während des Trocknungsvorgangs im Wesentlichen an einer festen Stelle innerhalb des
Spülraums befindet. Bei programmgesteuerten Geschirrspülmaschinen erfolgt keine gezielte
Bewegung des Spülgutes während eines Spülvorgangs oder gegebenenfalls eines Trocknungsvorgangs
zwischen unterschiedlichen Positionen innerhalb eines Spülraums, beispielsweise bestimmter
Zonen oder innerhalb von mehreren Spülräumen.
[0003] Dem gegenüber unterscheiden sich sogenannte Transportgesschirrspülmaschinen dadurch,
dass das Spülgut, beispielsweise in einem Spülkorb, durch verschiedene Stationen befördert
wird, wobei an unterschiedlichen Stationen unterschiedliche Vorgänge, insbesondere
Spül- und/oder Trocknungs-Vorgänge, durchgeführt werden. Eine Transportgeschirrspülmaschine,
insbesondere eine gewerbliche Geschirrspülmaschine, kann beispielsweise einen Förderpfad
aufweisen, der sich quer durch die Transportgeschirrspülmaschine von einem Eingang
zu einem Ausgang erstreckt, wobei sich zwischen dem Eingang und dem Ausgang hintereinander
unterschiedliche Zonen, beispielsweise eine Vorspülzone, eine Hauptspülzone, eine
Nachspülzone und/oder gegebenenfalls eine oder mehrere Trocknungszonen befinden können.
[0004] Viele Spülmaschinen weisen einen Tank zum Sammeln des verschmutzten Spülwassers auf.
Bei solchen Geschirrspülmaschinen wird das Spülmedium, also die Spülflüssigkeit, bevorzugt
über Düsen in einen Spülraum der Geschirrspülmaschine zum Reinigen des Geschirrs eingebracht,
wobei gegebenenfalls unterschiedliche Düsen für einen Spülvorgang, einen Vorspülgang
und/oder einen Nachspülgang vorhanden sein können.
[0005] Das verschmutzte Spülwasser wird in dem Tank aufgefangen und mittels einer oder mehrerer
Reinigungs- bzw. Filtereinrichtungen zumindest teilweise gereinigt, wobei ein Teil
des gereinigten Spülwassers mittels einer Spülpumpe abgesaugt wird, damit dieses erneut
für einen Spülprozess verwendet werden kann, während ein anderer Teil des im Tank
aufgefangenen Spülmediums entsorgt wird.
[0006] Eine derartige Spülmaschine ist beispielsweise in
DE 10 2011 008 491 A1 beschrieben. Darin befindet sich der Tank zum Sammeln von verschmutztem Spülwasser
unterhalb des Spülraums. Der Tank ist von dem Spülraum separiert durch ein Flächensieb,
das dem Rückhalten von kleinem Spülgut und gröbsten Schmutzpartikeln dient. Dieses
Flächensieb kann von einem Flächenblech umgeben sein, das einen Teil der Oberseite
des Tanks abdeckt und sicherstellt, dass sämtliches Spülwasser aus dem Spülraum ausschließlich
durch das erste Sieb in den Bereich des Tanks gelangt.
[0007] In Folge des Spülvorgangs kommt es im Tank einer Geschirrspülmaschine zu Schaumbildung.
Der Schaum ist leichter als das verschmutzte Spülwasser im Tank und schwimmt daher
auf diesem auf. Falls es zu hoher Schaumbildung kommt, kann sich innerhalb des Tanks
so viel Schaum bilden, dass dieser von unten gegen das Flächensieb stößt und eine
Auftriebskraft auf das Flächensieb ausübt. Falls das Flächensieb in der Spülmaschine
vertikal festgehalten ist, beispielsweise durch eine Verschraubung, eine Verklemmung
oder ein relativ hohes Eigengewicht, kann dies dazu führen, dass der Schaum das verschmutzte
Spülwasser in dem Tank verdrängt, sodass der Tank leerlaufen kann, was zu mechanischen
Spülleistungsverlusten oder gar Ausfällen von Maschinenkomponenten, wie der Spülwasserheizung,
führen kann. Falls die Kraft des auf dem Spülwasser aufschwimmenden Schaums ausreichend
hoch ist, um das Flächensieb anzuheben, kann dieses aus seiner Arbeitsposition durch
den Schaum verschoben werden, sodass sich große Öffnungen bilden, durch die nicht
nur Spülwasser, sondern auch grobe Schmutzpartikel oder feines Besteck aus dem Spülraum
in den Tank fallen können, welche Maschinenkomponenten, wie die Spülmittelpumpe, verschmutzen
oder gar beschädigen können.
[0008] Um die Schaumbildung im Tank einer Geschirrspülmaschine zu verringern, ist es aus
DE 197 50 266 A1 bekannt, die Drehzahl einer Umwälzpumpe einer Geschirrspülmaschine schlagartig zu
reduzieren und anschließend erneut auf eine höhere Drehzahl zu heben. Das erforderliche
Steuerungsverfahren ist recht aufwendig und wirkt sich nachteilig auf die Lebensdauer
der Umwälzpumpe aus. Auch kann das Spülergebnis beeinträchtigt sein.
[0009] Aus der
DE 10 2008 037 321 A1 ist eine Geschirrspülmaschine mit einer Filteranordnung bekannt, wobei die Filteranordnung
eine Plattenfiltereinheit mit einem Filterrahmen und einem Filter umfasst, der innerhalb
des Filterrahmens installiert ist, und ein Durchgangsloch aufweist, wobei die Filteranordnung
auch eine zylindrische Filtereinheit umfasst.
[0010] Eine weitere Geschirrspülmaschine mit einer Siebvorrichtung zum Einsetzen zwischen
einem Spülraum und einem Tank ist aus der
US 2017/0086641 A1 bekannt.
[0011] Auf Grundlage eines solchen Stands der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Geschirrspülmaschine und eine Siebvorrichtung bereitzustellen, die die Nachteile
des Stands der Technik überwindet, insbesondere bei einem hochwertigen Spülergebnis
vermeidet, dass infolge von Schaumbildung im Tank der Geschirrspülmaschine Beeinträchtigungen
der Maschinenkomponenten der Geschirrspülmaschine auftreten.
[0012] Diese Aufgabe wird durch eine Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1 gelöst. Die Ansprüche
2 bis 12 betreffen besonders vorteilhafte Ausführungsformen der Geschirrspülmaschine
nach Anspruch 1.
[0013] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine, insbesondere eine gewerbliche
Geschirrspülmaschine, wie eine Transportgeschirrspülmaschine oder eine programmgesteuerte
Geschirrspülmaschine. Die Geschirrspülmaschine umfasst eine Siebvorrichtung, die zwischen
einem Spülraum und einem Tank zum Sammeln und Abführen verschmutzten Spülwassers der
Geschirr-spülmaschine eingesetzt ist. Die Siebvorrichtung umfasst wenigstens ein Sieb,
das so ausgebildet ist, dass Spülwasser von dem Spülraum in den Tank durch das Sieb
geleitet wird, und einen dieses wenigstens eine Sieb tragenden Siebrahmen. Vorzugsweise
sind das wenigstens eine Sieb und der Siebrahmen einstückig realisiert. Der Siebrahmen
und das wenigstens eine Sieb können separate Bauteile sein.
[0014] Erfindungsgemäß weist die Siebvorrichtung eine Öffnung zum Entlassen von Schaum aus
dem Tank in den Spülraum auf und eine Abdeckung, die an dem Siebrahmen beweglich gelagert
ist zwischen einer Schließstellung, in der die Abdeckung die Öffnung schließt bzw.
bedeckt, und einer Öffnungsstellung, in der die Abdeckung die Öffnung zumindest teilweise
freigibt. Wenn sich bei einer erfindungsgemäßen Spülmaschine innerhalb des Tanks Schaum
bildet, so kann dieser Schaum nach dem Ausfüllen des freien Tankvolumens oberhalb
der Spülflüssigkeit durch die Öffnung der Siebvorrichtung in den Spülraum der Geschirrspülmaschine
entweichen bzw. abströmen. Im Spülraum wird der Schaum beispielsweise durch das von
den Spüldüsen abgegebene Spülwasser zerschlagen. Dabei verhindert die Abdeckung, dass
grobe Schmutzpartikel oder feines Besteck durch die Öffnung in den Tank hinein gelangen
können. Die Öffnung oder die Öffnungen sind vorzugsweise größer als, insbesondere
wenigstens 3 mal, wenigstens 5 mal oder wenigstes 10 mal so groß wie, die gröbste
Maschenweite des Siebs oder der Siebe der Siebvorrichtung. Eine Beeinträchtigung der
Geschirrspülmaschinekomponenten infolge großer Schaum-Volumina wird folglich durch
die Erfindung verhindert ohne dass das Spülergebnis beeinträchtigt wird.
[0015] Dass der Tank "unterhalb" des Spülraums angeordnet ist, bedeutet, dass der Tank in
Gravitationsrichtung unterhalb des Spülraums angeordnet ist, so dass Spülwasser aufgrund
der Gravitation automatisch in den Tank läuft. Der Tank selbst kann dabei in horizontaler
Richtung durchaus Abmessungen aufweisen, die über die entsprechenden, horizontalen
Abmessungen des Spülraums selbst hinausragen, der Tank kann beispielsweise auch in
horizontaler Richtung vollständig neben dem Spülraum angeordnet sein. Bei einer anderen
Ausführungsform ist es jedoch auch möglich, dass der Tank selbst tatsächlich nicht
in Gravitationsrichtung unterhalb des Spülraums angeordnet ist, in welchem Falle eine
zusätzliche Pumpe vorgesehen wird, die das Spülwasser aus dem Spülraum in den Tank
befördert. Im Allgemeinen können sich im Rahmen dieser Offenbarung räumliche Begriffe
wie Horizontal oder Vertikal auf die Gravitationsrichtung beziehen.
[0016] Der Begriff "Sieb" umfasst sowohl Siebe im engeren Sinne, also Vorrichtungen zum
Trennen fester Stoffe nach unterschiedlichen Größen, insbesondere Korngrößen, als
auch Filtervorrichtungen zum Trennen von Feststoffen von Flüssigkeit sowie Kombinationen
hiervon. Ein "Sieb" kann unterschiedliche Formen und Ausgestaltungen umfassen, insbesondere
kann es eine im Wesentlichen flächige Vorrichtung, eben oder gekrümmt, mit Öffnungen
sein, wobei die Siebe aus unterschiedlichsten Materialien, insbesondere Metall, Kunststoff
und/oder Gummi verschiedener Härten hergestellt sind.
[0017] Eine weitere Möglichkeit für ein "Sieb" ist eine im Wesentlichen 3-dimensional ausgebildete
Vorrichtung, beispielsweise in Form eines Labyrinths, die ebenfalls sicherstellt,
dass Elemente einer gewissen Größe nicht durch eine solche 3-dimensionale Struktur,
bspw. ein Labyrinth, hindurchtreten können. Auch hiermit wird sowohl eine Siebung
als auch eine Filtration im engeren Sinne realisiert.
[0018] In diesem Sinne ist auch der Begriff "Maschenweite" in einem weiten Umfang zu verstehen:
Handelt es sich bei dem "Sieb" im Sinne dieser Erfindung beispielsweise um ein übliches,
flächig ausgebildetes Element, beispielsweise ein Geflecht, das typischerweise als
Siebbelag oder Flächensieb bezeichnet wird, entspricht diese Maschenweite der Größe
der Öffnungen. Bei anders ausgebildeten Sieben im Sinne dieser Erfindung, beispielsweise
dem oben genannten Labyrinth, ist unter dem Begriff "Maschenweite" die maximale Größe
von Festkörperelementen zu verstehen, die noch durch das Sieb durchgelassen werden.
[0019] Bei einer Ausführungsform umfasst die Siebvorrichtung wenigstens ein erstes Sieb,
das als Flächensieb, als Siebköcher und/oder Siebkassette ausgebildet sein kann. Bevorzugt
besteht der Siebköcher aus einem Siebelement ähnliche einem Drahtgewebe, vorzugsweise
mit einer Maschenweite von 5 bis 20 mm, bevorzugt 10 bis 15 mm, und einem Drahtdurchmesser
von 0,5 bis 3 mm, bevorzugt 1 bis 2 mm. Bei einer Ausführungsform wird ein Drahtgewebe
der Größenordnung 12,5 - 1,5 (Maschenweite 12,5 mm und Drahtdurchmesser 1,5 mm) verwendet.
[0020] Die Siebvorrichtung kann vorzugsweise ein zweites Sieb aufweisen, das als Feinsieb
ausgestaltet ist, bevorzugt mit einem Siebelement ähnlich einem Drahtgewebe, das bevorzugt
eine Maschenweite von 0,1 mm bis 2 mm, besonders bevorzugt von 0,2 mm bis 1 mm oder
von 0,3 mm bis 0,7 mm aufweist, wobei das Drahtgewebe bevorzugt einen Drahtdurchmesser
in einer Größenordnung von 0,1 mm bis 0,5 mm, bevorzugt von 0,1 mm bis 0,3 mm aufweist.
Bei einer Ausführungsform wird ein Feinsieb in der Größenordnung 0,5 - 0,2 (Maschenweite
0,5 mm, Drahtdurchmesser 0,2 mm) verwendet.
[0021] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Abdeckung senkrecht zu einer von dem
Siebrahmen aufgespannten Fläche beweglich. Es sei klar, dass die von dem Siebrahmen
aufgespannte Fläche bei einer Montage des Siebrahmens in einer Geschirrspülmaschine
sich horizontal zwischen dem Spülraum und dem Tank der Geschirrspülmaschine erstreckt,
um den Innenraum der Geschirrspülmaschine einerseits in den Spülraum und andererseits
in den Tank zu unterteilen. Der Siebrahmen erstreckt sich im Wesentlichen horizontal.
Von der idealhorizontalen Erstreckung kann der Siebrahmen insbesondere dergestalt
abweichen, dass der Siebrahmen als Ganzes eine leichte Schrägstellung gegenüber der
Idealhorizontalebene und/oder wenigstens einen Kanal aufweist, um das Abfließen von
Spülwasser von der Oberfläche der Siebvorrichtung in Richtung des Tanks zu erleichtern.
Die senkrechte Beweglichkeit der Abdeckung kann gut durch den aufschwimmenden Schaum
aktiviert werden, der Schaum kann also einfach die Abdeckung aus der Schließstellung
in Richtung der Öffnungsstellung bewegen. Die Abdeckung, die sich vorzugsweise horizontal
quer über die gesamte Öffnung erstreckt und diese wenigstens die Schließstellung vollständig
bedecken kann, vorzugsweise auch während einer Bewegung senkrecht, insbesondere nach
oben, von der Öffnung hinfort in Richtung der Öffnungsstellung, weiterhin eine Abschirmung
der Öffnung gegenüber vertikal hinabfallendes Geschirr, grobe Schmutzpartikel, etc.
bewirkt. Vorzugsweise kann die Abdeckung in einer sich senkrecht oberhalb der Schließstellung
befindenden Öffnungsstellung eine zumindest teilweise, vorzugsweise vollständige Abschirmung
der Öffnung insbesondere gegenüber herabfallendes Geschirr oder Besteck und/oder groben
Schmutzpartikeln bewirken, welche das gröbste und/oder äußerste Sieb der Siebvorrichtung
nicht passieren können.
[0022] Erfindungsgemäß ist die Abdeckung um eine Schwenkachse S drehbeweglich. Die Schwenkachse
S erstreckt sich vorzugsweise in eine Horizontalrichtung. Zum Öffnen der Abdeckung
kann sich die Abdeckung um die Schwenkachse drehend senkrecht nach oben bewegen. Die
Abdeckung ist vorzugsweise mit der Schwenkachse an der Siebvorrichtung, vorzugsweise
dem Siebrahmen, festgelegt. Indem die Abdeckung zwischen der Schließstellung und der
Öffnungsstellung verschwenkbar ausgestaltet ist, kann die Anhebung der Abdeckung durch
den Schaum gewichtskraftentlastend erfolgen und ein Wegschwimmen der Abdeckung ist
durch eine Festlegung an der Schwenkachse verhindert. Vorzugsweise ist die Abdeckung
um weniger als 90°, insbesondere weniger als 45°, vorzugsweise weniger als 30°, besonders
bevorzugt weniger als 15° relativ zu der Schließstellung drehbeweglich. Zu diesem
Zweck kann die Siebvorrichtung einen Endanschlag aufweisen. Die Begrenzung der Beweglichkeit
der Abdeckung stellt sicher, dass zum Austreten des Schaumes aus dem Tank in den Spülraum
eine ausreichende horizontale Durchtrittsfläche bereitsteht, ohne eine ebenso große
Durchtrittsöffnung in Vertikalrichtung für herabfallendes Besteck oder grobe Schmutzpartikel
freizugeben.
[0023] Bei einer bevorzugten Ausführungsform liegt die Abdeckung in der Schließstellung
auf dem Siebrahmen auf. Alternativ oder zusätzlich kann sich die Abdeckung in der
Schließstellung oberhalb der Öffnung ausdehnen, wobei vorzugsweise zumindest die Abdeckung
zumindest in der Schließstellung die Öffnung vorzugsweise vollständig oder zumindest
teilweise abschirmt. In der Schließstellung erstreckt sich die Abdeckung in einer
horizontalen Ebene, vorzugsweise vollständig, insbesondere zumindest teilweise, beispielsweise
zu wenigstens 75%, wenigstens 80% oder wenigstens 90%, senkrecht über und flächig
oberhalb der Öffnung der Siebvorrichtung. Die Fläche der Abdeckung ist vorzugsweise
wenigstens genauso groß wie die Fläche der Öffnung; insbesondere kann die Abdeckung
eine 10% bis 50%, vorzugsweise 15% bis 25% größere Fläche als die Fläche der Öffnung
aufweisen. Es ist auch denkbar, dass eine Siebvorrichtung mehrere Öffnungen aufweist,
die beispielsweise durch Stege der Siebvorrichtung getrennt sind, wobei eine einzige
Abdeckung sich oberhalb mehrerer Öffnungen ausdehnen kann. Falls eine Abdeckung sich
über mehrere Öffnungen ausdehnt, können die oben genannten Verhältnisse auf die summierte
Fläche der Öffnungen bezogen sein.
[0024] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Abdeckung von der Schließstellung
zur Öffnungsstellung bis zu einem Endanschlag um höchstens 5 cm, höchstens 2 cm oder
höchstens 1 cm beweglich. Indem ein Endanschlag vorgesehen ist, kann auf einfache
Weise sichergestellt werden, dass die Abdeckung sich nicht weiter als notwendig von
der Schließstellung weg bewegt, wobei ein ausreichender Durchlassquerschnitt für den
Schaum bereitgestellt ist.
[0025] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Abdeckung rechteckig. Gemäß einer
bevorzugten Ausführung ist die Abdeckung zumindest teilweise siebartig. Die Abdeckung
kann insbesondere als Flächensieb realisiert sein. Der bewegliche Abdeckungsteil der
Siebvorrichtung kann ein vorzugsweise weiteres Sieb der Siebvorrichtung realisieren,
sodass die gesamte als Sieb realisierte Fläche der Siebvorrichtung gegenüber herkömmlichen
Siebvorrichtungen trotz des Vorsehens einer beweglichen Abdeckung nicht oder allenfalls
geringfügig beeinträchtigt ist. Die Abdeckung kann demnach in ihrem siebartig ausgestalteten
Bereich Spülflüssigkeit aus dem Spülraum in den Tank durchlassen und beim Auftreten
einer großen Menge Schaum in eine Öffnungsstellung bewegt werden, in der die Abdeckung
Schaum aus dem Tank in den Spülraum entlässt. Eine rechteckige Gestaltung der Abdeckung
vereinfacht das Anlenken der Abdeckung an dem Siebrahmen und gestattet eine Beweglichkeit
in senkrechte Richtung oder Schwenkrichtung, um eine der Randkanten des Rechtecks
gemäß welcher dank der Rechteckform die Entstehung unnötig großer Durchtrittsquerschnitte
in Vertikalrichtung vorteilhafterweise vermieden sind.
[0026] Gemäß einer bevorzugten Ausführung gibt die Abdeckung in der Öffnungsstellung zwischen
der Abdeckung und dem Siebrahmen eine sich quer zu einer von dem Siebrahmen aufgespannten
Fläche erstreckende Durchlassfläche für Schaum frei, welcher naher einer Umfangskante
des Siebrahmens angeordnet ist. Die Anordnung der Durchlassfläche in der Nähe einer
der Umfangskanten des Siebrahmens bewirkt eine Anordnung der Durchlassfläche für Schaum
nahe den seitlichen Wandbereichen der Spülmaschine, in denen erfahrungsgemäß weniger
Schmutzpartikel und weniger herunterfallendes Geschirr oder Besteck zu erwarten ist,
als in einem mittigen Spülmaschinenbereich. Vorzugsweise wird die Durchlassfläche
in einem Bereich gebildet, welcher nicht mehr als 25 cm, nicht mehr als 15 cm, nicht
mehr als 10 cm oder nicht mehr als 5 cm von der Umfangskante des Siebrahmens entfernt
ist.
[0027] Die erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine, insbesondere eine industrielle Geschirrspülmaschine,
wie eine Transportgeschirrspülmaschine oder eine programmgesteuerte Geschirrspülmaschine,
umfasst einen Spülraum zum Aufnehmen des zu spülenden Spülguts, wie Besteck, Geschirr,
Gläser oder dergleichen, sowie einen Tank zum Sammeln und gegebenenfalls Abführen
verschmutzten Spülwassers. Das verschmutzte Spülwasser kann beispielsweise eine Mischung
aus Wasser, Lauge und insbesondere feinen Schmutzpartikeln sein.
[0028] Zwischen dem Spülraum und dem Tank ist die Siebvorrichtung eingesetzt, die wie oben
beschrieben ausgebildet sein soll. Die Siebvorrichtung trennt den Spülraum von dem
Tank derart, dass das Spülwasser aus dem Spülraum in den Tank durch ein Sieb der Spülvorrichtung
fließen muss. Die Siebvorrichtung weist einen Siebrahmen zum Ablegen und/oder zur
Befestigung in dem Innenraum der Geschirrspülmaschine auf. Die Siebvorrichtung der
Geschirrspülmaschine umfasst eine Öffnung, die von einer Abdeckung geschlossen bzw.
bedeckt oder von der Abdeckung freigeben sein kann. Dabei ist die Abdeckung dazu ausgelegt,
von Schaum im Tank der Spülmaschine, insbesondere abhängig von der vertikalen Höhe
des Schaums, aus der Schließstellung gehoben zu werden. Zu diesem Zweck ist die Abdeckung
bevorzugt derart dimensioniert, dass ihr Gewicht insbesondere im Verhältnis zu dem
Gewicht des umgebenden Siebrahmens ausreichend niedrig ist, dass eine Anhebekraft
infolge des Schaumaufkommens in dem Tank nur die Abdeckung, nicht jedoch die übrige
Siebvorrichtung, anhebt, damit Schaum durch die nun von dem der Abdeckung freigegebenen
Öffnung aus dem Tank in den Spülraum entweichen kann. Es ist denkbar, dass unterhalb
der Siebvorrichtung ein Schwimmer oder dergleichen vorgesehen ist, welcher der Abdeckung
zugeordnet ist, um die Anhebung der Abdeckung durch den Schaum zu erleichtern.
[0029] Gemäß einer bevorzugten Ausführung einer Geschirrspülmaschine ist der Siebrahmen
relativ zu dem Spülraum und/oder dem Tank ortsfest montierbar. Beispielsweise können
eine Stufe oder eine oder mehrere Nasen im Innenraum der Geschirrspülmaschine vorgesehen
sein, auf denen der Siebrahmen ortsfest auflegbar ist. Die Geschirrspülmaschine kann
wenigstens ein Befestigungsmittel, wie Schrauben, Klemmen, Keile, Riegel oder dergleichen
aufweisen, um den Siebrahmen in einer Betriebsposition zu fixieren. Auf diese Weise
ist sichergestellt, dass selbst große Schaummengen nicht die gesamte Siebvorrichtung
sondern nur deren Abdeckung sich bewegt.
[0030] Bei einer bevorzugten Ausführungsform gibt die Abdeckung in ihrer Öffnungsstellung
eine Durchlassfläche bzw. einen Durchlassquerschnitt für Schaum frei, die zumindest
zum Großteil an einem Peripheriebereich des Spülraums mit geringer Schmutzpartikelverteilung,
insbesondere nahe einer Innenwand des Spülraums, angeordnet ist. Vorzugsweise kann
der Abstand von dem Durchlassquerschnitt zu einer nächstgelegenen Innenwand des Spülraums
25 cm oder weniger, 15 cm oder weniger, 10 cm oder weniger oder vorzugsweise 5 cm
oder weniger betragen.
[0031] Gemäß dieser bevorzugten Ausführung ist sichergestellt, dass das zu erwartende Aufkommen
an Schmutzpartikeln auf einen Teil der Siebvorrichtung trifft, welcher durch ein Blech
oder ein Sieb gebildet ist, und der den Durchtritt grober Schmutzpartikel verhindert.
Vorzugsweise kann die Durchlassfläche in dem Spülraum so angeordnet sein, dass das
Sieb durch Führungsschienen für Geschirrkörbe oder dergleichen in Vertikalrichtung
zumindest teilweise abgeschirmt ist.
[0032] Gemäß einer bevorzugten Ausführung einer Geschirrspülmaschine gibt die Abdeckung
in ihrer Öffnungsstellung eine sich in Vertikalrichtung erstreckende, vorzugsweise
spaltförmige, Durchlassfläche für Schaum frei, sodass Schaum durch die Durchlassfläche
quer zur Vertikalrichtung in den Spülraum eintreten kann, vorzugsweise in Richtung
(d. h. gerichtet auf) eine relativ zur Durchlassfläche naheliegende, insbesondere
nächstliegende, Innenwand des Spülraums. Die Innenwand des Spülraums dient dann der
Abschirmung der Durchlassfläche gegen den Durchtritt von groben Schmutzpartikeln und
Geschirr.
[0033] Diese und weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand
der beigefügten Zeichnungen, die vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung zeigen,
noch deutlicher:
- Fig. 1
- zeigt eine schematische Querschnittsansicht einer Geschirrspülmaschine mit einer erfindungsgemäßen
Siebvorrichtung;
- Fig. 2
- zeigt eine erste Ausführung einer erfindungsgemäßen Siebvorrichtung;
- Fig. 3
- zeigt eine zweite Ausführung einer erfindungsgemäßen Siebvorrichtung, ähnlich der
Ausführung der Fig. 2;
- Fig. 4
- zeigt eine dritte Ausführung einer erfindungsgemäßen Siebvorrichtung;
- Fig. 5
- zeigt eine schematische Ansicht eines Innenraums einer Geschirrspülmaschine mit einer
erfindungsgemäßen Siebvorrichtung gemäß Fig. 2 oder Fig. 3; und
- Fig. 6
- zeigt eine schematische Querschnittsansicht einer Spülmaschine mit einer Siebvorrichtung
gemäß Fig. 4.
[0034] In den folgenden Figuren werden die gleichen oder ähnlichen Bauteile zur Vereinfachung
der Lesbarkeit mit den gleichen oder ähnlichen Bezugszeichen bezeichnet.
[0035] Fig. 1 zeigt schematisch ein Verfahrensfließbild einer Spülmaschine, insbesondere
einer gewerblichen Spülmaschine 1, die einen Spülraum 3 und einen im Wesentlichen
unterhalb des Spülraums 3 liegenden Tank 5 umfasst. In dem Spülraum 3 sind Spüldüsen
51, 53 schematisch dargestellt. Die Düsen 51, 53 werden versorgt über einen Wasserzulauf,
der aus einem Frischwasserbehälter 55 und/oder dem Tank 5 unterhalb des Spülraums
3 gespeist werden kann. Zur Förderung sind Pumpen 55, 57 vorgesehen. Zur Erwärmung
des Spülwassers ist an dem Frischwassertank 55, wie auch in dem Tank 5, der auch als
Wiederaufbereitungstank bezeichnet sein kann, eine Heizwendel 62, 61 vorgesehen.
[0036] Der Tank 5 kann eine Ablaufpumpe 63 aufweisen, durch die Spülwasser aus dem Tank
5 zu einem Ablauf 65 abgeführt werden kann.
[0037] In dem schematischen Verfahrensfließbild gemäß Fig. 1 ist die erfindungsgemäße Siebvorrichtung
11 zwischen dem Spülraum 3 und dem Tank 5 schematisch als Flächensieb angedeutet.
Die erfindungsgemäße Siebvorrichtung 11 wird bezüglich der folgenden Figuren im Detail
beschrieben.
[0038] Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Siebvorrichtung 11 gemäß einer
ersten Ausführung. Die Siebvorrichtung 11 setzt sich zusammen aus einem umfänglichen
Siebrahmen 33 zum Ablegen der Siebvorrichtung auf einer Halterung der Spülmaschine
1, die beispielsweise durch die beidseitige Stufung des Spülraums 3, wie in Fig. 1
dargestellt, realisiert sein kann. An dem Siebrahmen 33 kann, wie in Fig. 2 dargestellt,
ein erstes, als Flächensieb 15 ausgestaltetes Sieb vorgesehen sein. Ein solches Flächensieb
15 kann aus einem Drahtgewebe der Größenordnung 12,5 - 1,5 (Maschenweite 12,5 mm,
Drahtdurchmesser 1,5 mm) zur Rückhaltung von kleinem Spülgut und groben Schmutzpartikeln
ausgebildet sein.
[0039] Die Siebvorrichtung 11 gemäß Fig. 2 umfasst ferner ein zweites, als Siebköcher ausgebildetes
Sieb 13, das in einer kreisförmigen Öffnung des ersten Flächensiebs 15 eingesetzt
sein kann. Das zweite Sieb 13 kann von dem Siebrahmen 33, beispielsweise über einen
Steg, direkt oder mittels des ersten Siebs 15 indirekt gehalten sein. Ein solches
Köchersieb kann beispielsweise als Feinsiebzylinder mit einem Siebelement ähnlich
einem Drahtgewebe der Größenordnung 0,5 - 0,2 (Maschenweite 0,5 mm, Drahtdurchmesser
0,2 mm) ausgebildet sein. Durch die Siebe 13, 15 gelangt das von zumindest groben
Schmutzpartikeln befreite Spülwasser in den Auffangtank 5. Wie oben beschrieben kann
das Spülwasser aus dem Tank 5 durch die Rezirkulationspumpe 57 über die Düsen 53 wieder
in den Spülraum 3 und das darin befindliche, zu reinigende Spülgut (Geschirr, Besteck,
etc.) gefördert werden.
[0040] Die erfindungsgemäße Siebvorrichtung 11 gemäß Fig. 2 umfasst eine rechteckförmige
klappenartige Abdeckung 31, die über mindestens ein Scharnier 35 an dem Siebrahmen
33 gehalten ist und auf dem Siebrahmen 33 aufliegt. Die Innenfläche des Spülraums
ist gegenüber dem darunter befindlichen Tank 5 vollständig mit der Siebvorrichtung
11 abgedeckt. Die Fläche der Siebvorrichtung 11 setzt sich zu einem kleinen Teil durch
den außenumfänglichen Siebrahmen 33, jedoch größtenteils durch die Fläche des Flächensiebs
15 und die daneben befindliche Abdeckung 31, zusammen. Optional kann die Abdeckung
31 zumindest teilweise siebartig, beispielsweise als Grobsieb oder Feinsieb ausgestaltet
sein.
[0041] Wenn Schaum von unten, aus dem Tank 5, gegen die Siebvorrichtung 11 drückt, so hebt
nur der Schaum die Abdeckung 31 aus einer geschlossenen Stellung an. Wie unten im
Hinblick auf die Figuren 5 (und 6) noch weiter beschrieben, kann die Abdeckung 31
auf diese Weise in eine relativ zu der im Wesentlichen rein horizontalen Erstreckung
des Siebrahmens 33 und des damit verbundenen Flächensiebs 15 in eine leicht angehobenen
Schrägstellung verbracht sein. Gegenüber der Horizontalen H kann die Abdeckung 31
beispielsweise bis zu einem Öffnungswinkel α von etwa 5° bis 10° geöffnet werden.
Die in Fig. 5 gut erkennbare Durchgangsöffnung 23 zwischen der Abdeckung 31 und dem
Siebrahmen 33 erlaubt es Schaum, nahe einer seitlichen Innenwand 44 des Spülraums
3 aus dem Tank 5 in den Spülraum 3 zu entweichen.
[0042] Die Abdeckung 31 der Ausführung gemäß der Figuren 2 und 5 erstreckt sich quer durch
einen Großteil des Spülraums 3. Auf diese Weise genügt ein kleiner Öffnungswinkel
a, um eine ausreichend große Durchgangsöffnung 23 für Schaum bereitzustellen, wobei
die Abdeckung 31 sich an ihrem zu der Schwenkachse S am entferntesten Ende nur um
wenige Millimeter bis wenige Zentimeter anhebt. Die verschwenkbare Länge der Abdeckung
31 ausgehend von der Schwenkachse S kann so groß wie oder größer als die von der Schwenkachse
S ausgehende Breite der Öffnung 21 in der Siebvorrichtung 11 sein. Wenn die schwenkbare
Länge der Abdeckung 31 etwas länger ist als der Abstand von der Schwenkachse S zu
dem gegenüberliegenden Ende der Öffnung 21, kann die Abdeckung 31 selbst bei einer
geringen Verschwenkung, beispielsweise um den Winkel a, ausgehend von der Schließstellung,
weiterhin in Vertikalrichtung V die Öffnung 21 vollständig abdecken, damit keine Schmutzpartikel
und kein Geschirr in Vertikalrichtung V aus dem Spülraum 3 in den Tank 5 fallen kann.
[0043] Die Nähe des Durchgangsquerschnitts 23 zu der Innenwand 44 des Spülraums 3 sorgt
ferner dafür, dass der Durchgangsquerschnitt 23 in einem Bereich des Spülraums 3 realisiert
ist, in dem die zu erwartende Menge an Schmutzpartikel ohnehin sehr gering ist, weil
wenig Spülgut sich so nahe des Randes 44 befinden wird. Gegebenenfalls kann sogar
eine Schiene oder dergleichen in Vertikalrichtung V oberhalb des Durchgangsquerschnitts
23 angeordnet sein, sodass eine weitere, zusätzliche Abschirmung durch die Spülmaschine
11 bereitgestellt ist, welche verhindert, dass grobe Schmutzpartikel oder feines Besteck
vertikal durch den Durchlassquerschnitt 23 in den Tank 5 fällt.
[0044] Die Abdeckung 31 kann auch als undurchlässige Abdeckung, beispielsweise aus Blech,
realisiert sein, die Spülflüssigkeit lediglich hin zu dem ersten Sieb 15 und dem zweiten
Sieb 13 der Siebvorrichtung 11 lenkt.
[0045] Die zweite erfindungsgemäße Ausführung einer Siebvorrichtung 11 gemäß Fig. 3 ist
der Ausführung gemäß Fig. 2 sehr ähnlich. In der Längs-Horizontalrichtung erstreckt
sich die Abdeckung 31 gemäß Fig. 3 über mehr als die Hälfte der Breite der Siebvorrichtung
11 und lässt im Wesentlichen eine Aussparung für einen Köchersieb 13 (nicht abgebildet)
frei. Der Aufbau für das Köchersieb kann von einem weiteren Flächensieb 15 umgeben
sein. Die Abdeckung 31 kann ebenfalls als Flächensieb 16 realisiert sein.
[0046] Eine weitere bevorzugte Ausführung einer erfindungsgemäßen Siebvorrichtung 11 ist
perspektivisch in Fig. 4 und in einem Einbauzustand in Fig. 6 abgebildet. Von den
vorherigen Ausführungen unterscheidet sich diese im Wesentlichen dadurch, dass die
Schwenkachse S etwa mittig in dem Spülraum 3 angeordnet ist, die bewegliche Abdeckung
31 in Quer-Horizontalrichtung nur einen Teil von der Hälfte der Siebvorrichtung 11
ausmacht. Der Öffnungswinkel α kann zwischen 15 und 25 liegen.
[0047] Wenn sich in dem Tank 5 unterhalb der Siebvorrichtung 11 Schaum auf der Oberfläche
der Spülflüssigkeit 7 bildet, kann dieser, wie üblich, ansteigen, bis der Schaum gegen
die Siebvorrichtung 11 trifft. Bildet sich weiterer Schaum auf der Oberfläche der
Spülflüssigkeit 7 in dem Tank 5, kann dieser die Abdeckung 31 anheben und in den Spülraum
3 abfließen, wo er durch herabprasselndes Wasser zerschlagen wird. Die Erfindung ermöglicht
so eine weitgehende Regeneration der Spüllauge.
[0048] Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen
offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination
für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich
sein.
1. Geschirrspülmaschine (1), umfassend einen Spülraum (3), einen Tank (5) zum Sammeln
verschmutzten Spülwassers (7) und eine zwischen dem Spülraum (3) und dem Tank (5)
eingesetzte Siebvorrichtung (11), wobei die Siebvorrichtung (11) wenigstens ein Sieb,
das so ausgebildet ist, dass Spülwasser von dem Spülraum (3) in den Tank (5) durch
das Sieb (13, 15, 16) geleitet wird, und einen das wenigstens eine Sieb (13, 15, 16)
tragenden Siebrahmen (33) umfasst,
wobei die Siebvorrichtung (11) eine Öffnung (21) zum Entlassen von Schaum aus dem
Tank (5) in den Spülraum (3) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Siebvorrichtung (11) eine Abdeckung (31) umfasst, die an dem Siebrahmen (33)
beweglich gelagert ist zwischen einer Schließstellung, in der die Abdeckung (31) die
Öffnung (21) schließt, und einer Öffnungsstellung, in der die Abdeckung (31) die Öffnung
(21) zumindest teilweise freigibt,
wobei die Abdeckung (31) in Vertikalrichtung (V) beweglich ist, und wobei die Abdeckung
(31) um eine Schwenkachse (S) drehbeweglich ist, wobei ferner die Abdeckung (31) dazu
ausgelegt ist, von Schaum im Tank (5) aus der Schließstellung gehoben zu werden.
2. Geschirrspülmaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (31) senkrecht zu einer von dem Siebrahmen (33) aufgespannten Fläche
beweglich ist.
3. Geschirrspülmaschine (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (31) in der Schließstellung auf dem Siebrahmen (33) aufliegt und/oder
sich oberhalb der Öffnung (21) ausdehnt.
4. Geschirrspülmaschine (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (31) von der Schließstellung zur Öffnungsstellung bis zu einem Endanschlag
um höchstens 5 cm, höchstens 2 cm oder höchstens 1 cm beweglich ist.
5. Geschirrspülmaschine (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (31) rechteckig ist.
6. Geschirrspülmaschine (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (31) zumindest teilweise siebartig insbesondere als Flächensieb (16)
realisiert ist.
7. Geschirrspülmaschine (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (31) in der Öffnungsstellung zwischen der Abdeckung (31) und dem Siebrahmen
(33) eine sich quer zu einer von dem Siebrahmen (33) aufgespannten Fläche erstreckende
Durchlassfläche (23) für Schaum freigibt, die nahe einer Umfangskante des Siebrahmens
(33) angeordnet ist.
8. Geschirrspülmaschine (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Siebrahmen (33) relativ zum Spülraum (3) und/oder Tank (5) ortsfest montierbar
ist.
9. Geschirrspülmaschine (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (S), um die die Abdeckung drehbeweglich ist, sich in einer Horizontalrichtung
(H) erstreckt.
10. Geschirrspülmaschine (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (31) in der Öffnungsstellung eine Durchlassfläche (23) für Schaum freigibt,
die zumindest zum Großteil in einem Peripheriebereich des Spülraums (3) mit geringer
Schmutzpartikelverteilung, insbesondere nahe einer Innenwand (41, 42, 43, 44) des
Spülraums (3), angeordnet ist.
11. Geschirrspülmaschine (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (31) in der Öffnungsstellung eine sich in Vertikalrichtung (V) erstreckende,
vorzugsweise spaltförmige Durchlassfläche (23) für Schaum freigibt, sodass Schaum
durch die Durchlassfläche (23) quer zur Vertikalrichtung (V) in den Spülraum (3) eintreten
kann, vorzugsweise in Richtung einer relativ zur Durchlassfläche (23) naheliegenden
Innenwand (41, 42, 43, 44) des Spülraums (3).
1. A dishwashing machine (1) comprising a washing chamber (3), a tank (5) for collecting
dirty dishwater (7) and a straining device (11) inserted between the washing chamber
(3) and the tank (5), the straining device (11) comprising at least one strainer,
which is constructed in such a manner that dishwater is conducted from the washing
chamber (3) into the tank (5) through the strainer (13, 15, 16), and a strainer frame
(33) carrying the at least one strainer (13, 15, 16),
the straining device (11) having an opening (21) for discharging foam from the tank
(5) into the washing chamber (3) ,
characterized in that the straining device (11) comprises a cover (31), which is mounted in a movable manner
on the strainer frame (33), between a closed position, in which the cover (31) closes
the opening (21), and an open position, in which the cover (31) at least partially
clears the opening (21),
wherein the cover (31) is movable in the vertical direction (V), and wherein the cover
(31) is rotatably movable about a pivot axis (S), wherein the cover (31) is further
configured to be raised from the closed position by foam in the tank (5).
2. The dishwashing machine (1) according to Claim 1, characterized in that the cover (31) is movable perpendicularly to an area spanned by the strainer frame
(33) .
3. The dishwashing machine (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the cover (31) rests on the strainer frame (33) and/or extends over the opening (21)
in the closed position.
4. The dishwashing machine (1) according to Claim 3, characterized in that the cover (31) can be moved by at most 5 cm, at most 2 cm or at most 1 cm from the
closed position to the open position up to an end stop.
5. The dishwashing machine (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the cover (31) is rectangular.
6. The dishwashing machine (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the cover (31) is realized to be at least partially screen-like, particularly as
a strainer (16).
7. The dishwashing machine (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the cover (31), in the open position between the cover (31) and the strainer frame
(33), clears an outlet area (23) for foam extending transversely to an area spanned
by the strainer frame (33), which outlet area is arranged close to a circumferential
edge of the strainer frame (33).
8. The dishwashing machine (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the strainer frame (33) can be mounted in a stationary manner relative to the washing
chamber (3) and/or tank (5).
9. The dishwashing machine (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the pivot axis (S), about which the cover is rotatably movable, extends in a horizontal
direction (H).
10. The dishwashing machine (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the cover (31) clears an outlet area (23) for foam in the open position, which outlet
area is arranged at least in large part in a peripheral region of the washing chamber
(3) with low dirt particle distribution, particularly close to an inner wall (41,
42, 43, 44) of the washing chamber (3).
11. The dishwashing machine (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the cover (31), in the open position, clears a preferably slot-shaped outlet area
(23) for foam, extending in the vertical direction (V), so that foam can enter into
the washing chamber (3) through the outlet area (23) transversely to the vertical
direction (V), preferably in the direction of an inner wall (41, 42, 43, 44) of the
washing chamber (3), which is close relative to the outlet area (23).
1. Lave-vaisselle (1) comprenant un espace de lavage (3), un réservoir (5) pour la collecte
des eaux de lavage usées (7) et un dispositif de tamisage (11) inséré entre l'espace
de lavage (3) et le réservoir (5), le dispositif de tamisage (11) comprenant au moins
un tamis qui est conçu de façon à ce que les eaux de lavage soient conduites de l'espace
de lavage (3) vers le réservoir (5) en passant par le tamis (13, 15, 16) et un châssis
de tamis (33) supportant l'au moins un tamis (13, 15, 16),
le dispositif de tamisage (11) comprenant une ouverture (21) pour l'évacuation de
la mousse hors du réservoir (5) vers l'espace de lavage (3),
caractérisé en ce que le dispositif de tamisage (11) comprend un couvercle (31) qui est logé de manière
mobile, au niveau du châssis de tamis (33), entre une position de fermeture, dans
laquelle le couvercle (31) ferme l'ouverture (21), et une position d'ouverture, dans
laquelle le couvercle (31) libère au moins partiellement l'ouverture (21),
le couvercle (31) étant mobile dans la direction verticale (V) et le couvercle (31)
étant rotatif autour d'un axe de pivotement (S), le couvercle (31) étant en outre
conçu pour être soulevé de la position de fermeture par la mousse dans le réservoir
(5).
2. Lave-vaisselle (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le couvercle (31) est mobile perpendiculairement à une surface délimitée par le châssis
de tamis (33).
3. Lave-vaisselle (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le couvercle (31) repose, dans la position de fermeture, sur le châssis de tamis
(33) et/ou s'étend au-dessus de l'ouverture (21).
4. Lave-vaisselle (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que le couvercle (31) est mobile de la position de fermeture vers la position d'ouverture,
jusqu'à une butée finale, sur maximum 5 cm, maximum 2 cm ou maximum 1 cm.
5. Lave-vaisselle (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le couvercle (31) est rectangulaire.
6. Lave-vaisselle (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le couvercle (31) est réalisé au moins partiellement sous la forme d'un tamis, plus
particulièrement d'un tamis plat (16).
7. Lave-vaisselle (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le couvercle (31) libère, dans la position d'ouverture, entre le couvercle (31) et
le châssis de tamis (33), une surface de passage (23) pour la mousse, s'étendant transversalement
à une surface délimitée par le châssis de tamis (33), qui est disposée près d'une
arête circonférentielle du châssis de tamis (33).
8. Lave-vaisselle (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le châssis de tamis (33) peut être monté de manière fixe par rapport à l'espace de
lavage (3) et/ou du réservoir (5).
9. Lave-vaisselle (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'axe de pivotement (S), autour duquel le couvercle est rotatif, s'étend dans une
direction horizontale (H).
10. Lave-vaisselle (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le couvercle (31), dans la position d'ouverture, libère une surface de passage (23)
pour la mousse, qui est disposée au moins en grande partie dans une zone périphérique
de l'espace de lavage (3) avec une faible répartition de particules de saleté, plus
particulièrement près d'une paroi interne (41, 42, 43, 44) de l'espace de lavage (3).
11. Lave-vaisselle (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le couvercle (31), dans la position d'ouverture, libère une surface de passage (23)
pour la mousse s'étendant dans la direction verticale (V), de préférence en forme
de fente, de façon à ce que la mousse puisse entrer dans l'espace de lavage (3) par
la surface de passage (23) transversalement par rapport à la direction verticale (V),
de préférence dans la direction d'une paroi interne (41, 42, 43, 44) de l'espace de
lavage (3) proche de la surface de passage (23).