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(11) |
EP 3 464 716 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.02.2020 Patentblatt 2020/07 |
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Anmeldetag: 29.05.2017 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2017/062865 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2017/207475 (07.12.2017 Gazette 2017/49) |
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MASCHINE ZUR ENTWÄSSERUNG UND TROCKNUNG EINER FASERSTOFFBAHN
MACHINE FOR DEWATERING AND DRYING A FIBROUS WEB
MACHINE POUR DÉSHUMIDIFIER ET SÉCHER UNE BANDE DE MATIÈRE FIBREUSE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
03.06.2016 DE 102016209780
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.04.2019 Patentblatt 2019/15 |
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Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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Erfinder: |
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- GRONYCH, Herr Daniel
89522 Heidenheim (DE)
- RÜHL, Thomas
73249 Wernau (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 134 233
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DE-A1-102005 001 890
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Entwässerung und Trocknung einer Papier-,
Karton- oder einer anderen Faserstoffbahn, welcher eine zumindest teilweise aus Altpapier
gebildete Faserstoffsuspension zugeführt wird, mit mindestens zwei Pressspalten, die
von jeweils zwei zusammengedrückten Presswalzen gebildet werden, wobei die Faserstoffbahn
mit beidseitig je einem wasseraufnehmenden Entwässerungsband durch den ersten und
wenigstens einem anderen Entwässerungsband durch den zweiten Pressspalt läuft und
auf der, dem anderen Entwässerungsband gegenüberliegenden Seite der Faserstoffbahn
ein glattes impermeables Transferband durch den zweiten Pressspalt geführt wird, welches
die Faserstoffbahn nach dem zweiten Pressspalt an ein Band einer folgenden Maschineneinheit
übergibt, wobei das Transferband unter der Faserstoffbahn verläuft, wobei das übernehmende
Band ein Trockensieb und die folgende Maschineneinheit eine Trockengruppe ist, in
der die Faserstoffbahn mäanderförmig, abwechselnd über beheizte Trockenzylinder und
besaugte Leitwalzen geführt wird und einem, vorzugsweise dem ersten Trockenzylinder
der folgenden Trockengruppe wenigstens ein Abnahme-Schaber zugeordnet ist, wobei sich
unter dem Abnahme-Schaber ein Pulper befindet und wobei die Achse des Trockenzylinders
mit dem Abnahme-Schaber und die Achse der folgenden, besaugten Leitwalze vertikal
zueinander versetzt sind.
[0002] Derartige, beispielsweise in der
DE 10 2005 001890 A1 beschriebene Anlagen sind seit langem bekannt, wobei die aus Altpapier hergestellten
Faserstoffsuspensionen einen erhöhten Anteil an Verunreinigungen aufweisen.
Dementsprechend führen die daraus hergestellten Faserstoffbahnen zu einer stärkeren
Verschmutzung der damit in Kontakt kommenden Elemente, insbesondere wenn diese Elemente
eine relativ hohe Adhäsion, insbesondere eine glatte Oberfläche haben.
Aus diesem Grund besitzen die beiden Pressspalte häufig zwei separate Entwässerungsbänder,
so dass die Faserstoffbahn sicher zwischen den beiden geführt werden kann. Allerdings
ist dies dann auch mit einer hohen Rückbefeuchtung der Faserstoffbahn nach dem Pressspalt
verbunden.
Zur Minderung dieser Rückbefeuchtung ist es auch bekannt, durch den zweiten Pressspalt
nur ein, meist oberes Entwässerungsband zu führen. Die Faserstoffbahn haftet dann
nach dem zweiten Pressspalt an der glatten Manteloberfläche der entsprechenden Presswalze
und wird dann mit offenem Zug an ein Band einer folgenden Trockengruppe übergeben.
Problematisch sind hierbei die Übergabe der Faserstoffbahn mittels offenem Zug besonders
bei hohen Maschinengeschwindigkeiten und das aufwändige Überführen.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher das Überführen bei möglichst intensiver Entwässerung
der Faserstoffbahn, sicherem Bahnlauf und möglichst geringer Rückbefeuchtung zu vereinfachen.
[0004] Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Achse des Trockenzylinders
mit dem Abnahme-Schaber und die Achse der folgenden, besaugten Leitwalze einen horizontalen
Abstand voneinander haben, der größer als 80% der Summe der Radien dieses Trockenzylinders
und dieser Leitwalze ist.
Da die Faserstoffbahn in der Pressenpartie ständig von wenigstens einem Band geführt
wird, ist die Bahnführung auch bei hohen Maschinengeschwindigkeiten sehr stabil. Außerdem
kann so das Überführen bahnbreit durch die Pressenpartie zumindest bis zum ersten
Trockenzylinder der folgenden Trockengruppe erfolgen, was dies ebenfalls sehr sicher
macht.
Ein Überführen nur bis zum Ende der Pressenpartie ist problematisch, da die Abnahme
der Faserstoffbahn vom Transferband mittels Abnahmeschaber wegen des dabei erforderlichen
Anpressdruckes leicht zur Beschädigung des Transferbandes führen kann.
Der horizontale Abstand zwischen den Achsen schafft genug Raum für den Pulper und
um die Faserstoffbahn beim Überführen stabil und sicher vom Abnahmeschaber in diesen,
darunter angeordneten Pulper abzuführen. Damit sinkt auch die Gefahr, dass die Faserstoffbahn
beim Überführen nicht in den Pulper sondern am Trockenzylinder oder dem Trockensieb
weitergeführt wird und dabei Schaden an Maschinenelementen verursacht.
Dabei ist es von Vorteil, wenn die Achse des Trockenzylinders mit dem Abnahme-Schaber
und die Achse der folgenden, besaugten Leitwalze sogar einen horizontalen Abstand
voneinander haben, der größer als 90% und insbesondere größer als 95% der Summe der
Radien dieses Trockenzylinders und dieser Leitwalze ist.
[0005] Nach dem zweiten Pressspalt haftet die Faserstoffbahn am glatten Transferband, so
dass das gegenüberliegende relativ raue Entwässerungsband unmittelbar, höchstens 200
mm nach diesem Pressspalt problemlos weggeführt werden kann und eine Rückbefeuchtung
verhindert wird.
Das Transferband führt die Bahn anschließend sicher zum Band der folgenden Maschineneinheit.
Anschließend wird das Transferband von einer Reinigungsvorrichtung gereinigt, die
ein Reinigungsfluid mit einem Druck von mindestens 50 bar auf die faserstoffbahnführende
Seite richtet und mindestens einen, darauf folgenden Schaber umfasst.
[0006] Hierbei kann es vorteilhaft sein, wenn die Reinigungsvorrichtung das Reinigungsfluid
sogar mit einem Druck von mindestens 100 bar, vorzugsweise mit wenigstens 120 bar
auf die faserstoffbahnführende Seite des Transferbandes richtet.
Wegen des hohen Druckes und zur Gewährleistung eines ausreichenden Kontakts mit dem
Schaber sollte sich das Transferband im Bereich der Reinigungsvorrichtung auf mindestens
einer Leitwalze abstützen.
[0007] Im Interesse einer intensiven und dennoch volumenschonenden Entwässerung sollte wenigstens
ein, vorzugsweise beide Pressspalte verlängert ausgebildet sein. Mit Vorteil wird
der verlängerte Pressspalt dabei von einer zylindrischen Presswalze und einer Schuh-Presswalze
gebildet wird, die einen flexiblen Walzenmantel besitzt, welcher von einem Anpressschuh
mit konkaver Pressfläche zur zylindrischen Walze gedrückt wird.
[0008] Dabei hat es sich als optimal erwiesen, wenn sich der verlängerte Presspalt zumindest
über 250 mm in Maschinenlaufrichtung erstreckt und/oder eine Linienkraft von wenigstens
800 kN/m aufweist.
[0009] Zur sicheren Abstützung der Faserstoffbahn verläuft das Transferband unter der Faserstoffbahn.
Dabei ergibt sich eine ausreichende Haftung der Faserstoffbahn am Transferband, wenn
dieses auf der faserstoffbahnführenden Seite eine Rauigkeit R
Z in Maschinenlaufrichtung von weniger als 12, vorzugsweise weniger als 10 und insbesondere
weniger als 8 µm aufweist.
[0010] Des Weiteren sollte die Strecke zwischen dem zweiten Pressspalt und der Abgabe der
Faserstoffbahn an das übernehmende Band kürzer als 2,5 m, vorzugsweise kürzer als
2 m und insbesondere kürzer als 1,5 m sein.
Um die Faserstoffbahn auch vor den Pressspalten sicher zu führen, ist es vorteilhaft,
wenn die Faserstoffbahn zumindest vor dem ersten, vorzugsweise vor jedem Pressspalt
über eine möglichst lange Führungsstrecke von beiden Bändern des jeweiligen Pressspaltes
geführt wird.
Da die Faserstoffbahn nach dem ersten Pressspalt mit etwa gleicher Stärke an beiden
Entwässerungsbändern haftet, sollte das obere Entwässerungsband des ersten Pressspaltes
während einer Besaugung des unteren Entwässerungsbandes von der Faserstoffbahn weggeführt
werden.
Besondere Vorteile ergeben sich bei der Nutzung dieser Erfindung in einer Maschine
zur Herstellung einer Faserstoffbahn mit einem Flächengewicht zwischen 50 und 180,
vorzugsweise zwischen 50 und 120 g/m
2.
Nachfolgend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In der beigefügten Zeichnung zeigt die Figur einen schematischen Querschnitt durch
einen Teil einer Papiermaschine mit Pressenpartie und folgender Trockengruppe zur
Herstellung von Verpackungspapieren mit einem Flächengewicht zwischen 50 und 120 g/m
2 aus einer zumindest teilweise aus Altpapier gebildeten Faserstoffsuspension.
[0011] Die dargestellte Presspartie umfasst zwei Pressspalte 2,3, die von jeweils zwei zusammengedrückten
Presswalzen 4,5,6,7 gebildet werden. Die separaten Presswalzen-Paare werden dabei
an den Enden von Supportteilen in Form eines Fundamentes, welches sich auf dem Maschinenfundament
abstützt, getragen.
[0012] Für eine schonende Entwässerung sind beide Pressspalte 2,3 verlängert ausgebildet
sind. Hierzu werden die Pressspalte 2,3 jeweils von einer zylindrischen Presswalze
5,7 und einer Schuh-Presswalze 4,6 gebildet.
Die Schuh-Presswalzen 4,6 besitzen einen flexiblen Walzenmantel, der von einem Anpressschuh
mit konkaver Pressfläche zur zylindrischen Presswalze 5,7 gedrückt wird. Angestrebt
wird dabei eine Länge des Pressspaltes 2,3 in Maschinenlaufrichtung 16 von zumindest
250 mm und eine Linienkraft von wenigstens 800 kN/m.
[0013] Durch den ersten Pressspalt 2 läuft die Faserstoffbahn 1 mit beidseitig je einem
Entwässerungsband 8,9. Im Gegensatz dazu wird die Faserstoffbahn 1 von einem oberen
Entwässerungsband 10 und einem unteren, glatten und impermeablen Transferband 11 durch
den zweiten Pressspalt 3 geführt.
Dabei sind die Entwässerungsbänder 8,9,10 als wasseraufnehmende Pressfilze ausgeführt.
Das obere Entwässerungsband 8 des ersten Pressspaltes 2 übernimmt die Faserstoffbahn
1 von einem Formersieb 17 eines vorgelagerten Formers zur Blattbildung. Anschließend
wird auch das untere Entwässerungsband 9 mit der Faserstoffbahn 1 in Kontakt gebracht,
so dass die Faserstoffbahn 1 vor dem ersten Pressspalt 2 über eine möglichst lange
Führungsstrecke von beiden Bändern 8,9 des Pressspaltes 2 geführt wird.
[0014] Nach dem ersten Pressspalt 2 läuft die Faserstoffbahn 1 gemeinsam mit beiden Entwässerungsbändern
8,9, bevor das obere Entwässerungsband 8 weggeführt wird.
[0015] Um während der Wegführung des oberen Entwässerungsbandes 8 eine sichere Führung der
Faserstoffbahn 1 gewährleisten zu können, wird das untere Entwässerungsband 9 in diesem
Bereich von einem darunter angeordneten Saugkasten 18 besaugt.
[0016] Von dem allein führenden unteren Entwässerungsband 9 wird die Faserstoffbahn 1 dann
an das andere, obere Entwässerungsband 10 des zweiten Pressspaltes 3 übergeben.
[0017] Nach dem zweiten Pressspalt 3 wird das (andere) obere Entwässerungsband 10 nach höchstens
200 mm von der Faserstoffbahn 1 weggeführt, was die Gefahr einer Rückbefeuchtung insbesondere
bei geringen Flächengewichten mindert.
[0018] Danach führt das untere Transferband 11 die Faserstoffbahn 1 bis zur Übergabe an
ein Band 12, hier ein Trockensieb einer folgenden Trockengruppe mit nur drei Trockenzylindern
19 einer Trockenpartie zur Trocknung der Faserstoffbahn 1, allein.
[0019] In der Trockengruppe wird die Faserstoffbahn 1 vom Trockensieb gestützt, mäanderförmig
abwechselnd über beheizte Trockenzylinder 19 und besaugte Leitwalzen 20 geführt.
[0020] Dabei ist dem ersten Trockenzylinder 19 der folgenden Trockengruppe ein Abnahme-Schaber
24 zugeordnet. Dieser trennt die Faserstoffbahn 1 beim Überführen vom Trockenzylinder
19 und leitet diese dann in einen darunter befindlichen Pulper 23.
[0021] Um dies beim bahnbreiten Überführen der Faserstoffbahn 1 sicher und stabil zu gestalten,
sind die Achse des ersten Trockenzylinders 19 mit dem Abnahme-Schaber 24 und die Achse
der folgenden, besaugten Leitwalze 20 vertikal zueinander versetzt. Darüber hinaus
haben diese Achsen einen horizontalen Abstand 22 voneinander, der hier größer als
95% der Summe der beiden Radien dieses Trockenzylinders 19 und dieser Leitwalze 20
ist.
[0022] Die oberen Entwässerungsbänder 8,10 sowie das Trockensieb umschlingen während der
Übernahme der Faserstoffbahn 1 jeweils eine besaugte Leitwalze 21.
[0023] Im Interesse eines sicheren Bahnlaufs insbesondere bei Flächengewichten zwischen
50 und 120 g/m
2 und/oder Maschinengeschwindigkeiten von mehr als 1.000 m/min ist die Strecke zwischen
dem zweiten Pressspalt 3 und der Abgabe der Faserstoffbahn 1 an das übernehmende Trockensieb
kürzer als 1,5 m. Dabei sorgt eine relativ glatte Oberfläche des Transferbandes 11
mit einer Rauigkeit R
Z in Maschinenlaufrichtung 16 von weniger als 10 µm auf der faserstoffbahnführenden
Seite für eine ausreichende Haftung der Faserstoffbahn 1 am Transferband 11.
[0024] Auf Grund ihres hohen Anteils an Verunreinigungen ist durch den Kontakt der Faserstoffbahn
1 mit dem Transferband 11 mit einer relativ starken Verschmutzung desselben zu rechnen.
Um dennoch einen möglichst langen und zuverlässigen Betrieb zu ermöglichen, wird das
Transferband 11 nach der Abgabe der Faserstoffbahn 1 von einer Reinigungsvorrichtung
13 intensiv gereinigt.
Diese Reinigungsvorrichtung 13 richtet ein Reinigungsfluid, hier Wasser mit einem
Druck von mindestens 100 bar auf die faserstoffbahnführende Seite des Transferbandes
11. Danach werden die gelösten Verunreinigungen von einem folgenden Schaber 14 vom
Transferband 11 entfernt.
Wegen des hohen Drucks stützt sich das Transferband 11 im Bereich der Reinigungsvorrichtung
13 sowie des Schabers 14 auf wenigstens einer Leitwalze 15 ab.
1. Maschine zur Entwässerung und Trocknung einer zumindest teilweise aus Altpapier gebildeten
Papier-, Karton- oder einer anderen Faserstoffbahn (1), mit mindestens zwei Pressspalten
(2,3), die von jeweils zwei Presswalzen (4,5,6,7) gebildet werden, wobei die Faserstoffbahn
(1) mit beidseitig je einem wasseraufnehmenden Entwässerungsband (8,9) durch den ersten
(2) und wenigstens einem anderen Entwässerungsband (10) durch den zweiten Pressspalt
(3) läuft und auf der, dem anderen Entwässerungsband (10) gegenüberliegenden Seite
der Faserstoffbahn (1) ein glattes impermeables Transferband (11) durch den zweiten
Pressspalt (3) geführt wird, welches die Faserstoffbahn (1) nach dem zweiten Pressspalt
(3) an ein Band (12) einer folgenden Maschineneinheit übergibt, wobei das Transferband
(11) unter der Faserstoffbahn (1) verläuft, wobei das übernehmende Band (12) ein Trockensieb
und die folgende Maschineneinheit eine Trockengruppe ist, in der die Faserstoffbahn
(1) mäanderförmig, abwechselnd über beheizte Trockenzylinder (19) und besaugte Leitwalzen
(20) geführt wird und einem Trockenzylinder (19) der folgenden Trockengruppe wenigstens
ein Abnahme-Schaber (24) zugeordnet ist, und wobei sich unter dem Abnahme-Schaber
(24) ein Pulper (23) befindet und wobei die Achse des Trockenzylinders (19) mit dem
Abnahme-Schaber (24) und die Achse der folgenden, besaugten Leitwalze (20) vertikal
zueinander versetzt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse des Trockenzylinders (19) mit dem Abnahme-Schaber (24) und die Achse der
folgenden, besaugten Leitwalze (20) einen horizontalen Abstand (22) voneinander haben,
der größer als 80% der Summe der Radien dieses Trockenzylinders (19) und dieser Leitwalze
(20) ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse. des Trockenzylinders (19) mit dem Abnahme-Schaber (24) und die Achse der
folgenden, besaugten Leitwalze (20) einen horizontalen Abstand (22) voneinander haben,
der größer als 90% und insbesondere größer als 95% der Summe der Radien dieses Trockenzylinders
(19) und dieser Leitwalze (20) ist.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockenzylinder (19) mit dem Abnahme-Schaber (24) der erste Trockenzylinder (19)
der folgenden Trockengruppe ist.
4. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Transferband (11) nach dem zweiten Pressspalt (3) und der Abgabe der Faserstoffbahn
(1) von einer Reinigungsvorrichtung (13) gereinigt wird, die ein Reinigungsfluid mit
einem Druck von mindestens 50, vorzugsweise mindestens 100 und insbesondere mindestens
120 bar auf die faserstoffbahnführende Seite richtet und mindestens einen, darauf
folgenden Schaber (14) umfasst.
5. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Transferband (11) im Bereich der Reinigungsvorrichtung (13) auf mindestens
einer Leitwalze (15) abstützt.
6. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Strecke zwischen dem zweiten Pressspalt (3) und der Abgabe der Faserstoffbahn
(1) an das übernehmende Band (12) kürzer als 2,5 m, vorzugsweise kürzer als 2 m und
insbesondere kürzer als 1,5 m ist.
7. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein, insbesondere beide Pressspalte (2,3) verlängert ausgebildet sind,
wobei der verlängerte Pressspalt (2,3) vorzugsweise von einer zylindrischen Presswalze
(5,7) und einer Schuh-Presswalze (4,6) gebildet wird, die einen flexiblen Walzenmantel
besitzt, welcher von einem Anpressschuh mit konkaver Pressfläche zur zylindrischen
Presswalze (5,7) gedrückt wird.
8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich der verlängerte Presspalt (2,3) zumindest über 250 mm in Maschinenlaufrichtung
(16) erstreckt und/oder eine Linienkraft von wenigstens 800 kN/m aufweist.
9. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Transferband (11) auf der faserstoffbahnführenden Seite eine Rauigkeit RZ in Maschinenlaufrichtung (16) von weniger als 12, vorzugsweise weniger als 10 und
insbesondere weniger als 8 µm aufweist.
10. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Entwässerungsband (8) des ersten Pressspaltes (2) während einer Besaugung
des unteren Entwässerungsbandes (9) von der Faserstoffbahn (1) weggeführt wird.
11. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das andere Entwässerungsband (10) höchstens 200 mm nach dem zweiten Pressspalt (3)
von der Faserstoffbahn (1) weggeführt wird.
12. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Maschine hergestellte Faserstoffbahn (1) ein Flächengewicht zwischen
50 und 180, vorzugsweise zwischen 50 und 120 g/m2 hat.
1. Machine for dewatering and drying a paper, board or other fibrous web (1) formed at
least partly from waste paper, having at least two press nips (2, 3), which are each
formed by two press rolls (4, 5, 6, 7), wherein the fibrous web (1) runs through the
first press nip (2) with a water-absorbing dewatering belt (8, 9) on both sides and
through the second press nip (3) with at least one other dewatering belt (10) and,
on the side of the fibrous web (1) that is opposite to the other dewatering belt (10),
a smooth impermeable transfer belt (11) is led through the second press nip (3), and,
after the second press nip (3), transfers the fibrous web (1) to a belt (12) of a
following machine unit, wherein the transfer belt (11) runs underneath the fibrous
web (1), wherein the accepting belt (12) is a dryer fabric and the following machine
unit is a drying group, in which the fibrous web (1) is led in a meandering fashion
alternately over heated drying cylinders (19) and evacuated guide rolls (20), and
a drying cylinder (19) of the following drying group is assigned at least one removal
doctor (24), and wherein there is a pulper (23) under the removal doctor (24), and
wherein the axis of the drying cylinder (19) having the removal doctor (24) and the
axis of the following evacuated guide roll (20) are offset vertically relative to
each other, characterized in that the axis of the drying cylinder (19) having the removal doctor (24) and the axis
of the following evacuated guide roll (20) are at a horizontal distance (22) from
each other which is greater than 80% of the sum of the radii of this drying cylinder
(19) and this guide roll (20).
2. Machine according to Claim 1, characterized in that the axis of the drying cylinder (19) having the removal doctor (24) and the axis
of the following evacuated guide roll (20) are at a horizontal distance (22) from
each other which is greater than 90% and in particular greater than 95% of the sum
of the radii of this drying cylinder (19) and this guide roll (20).
3. Machine according to Claim 1 or 2, characterized in that the drying cylinder (19) having the removal doctor (24) is the first drying cylinder
(19) of the following drying group.
4. Machine according to one of the preceding claims, characterized in that after the second press nip (3) and the transfer of the fibrous web (1), the transfer
belt (11) is cleaned by a cleaning device (13) which directs a cleaning fluid at a
pressure of at least 50, preferably at least 100 and in particular at least 120 bar,
to the side that carries the fibrous web, and comprises at least one doctor (14) following
thereon.
5. Machine according to one of the preceding claims, characterized in that the transfer belt (11) in the region of the cleaning device (13) is supported on
at least one guide roll (15).
6. Machine according to one of the preceding claims, characterized in that the distance between the second press nip (3) and the transfer of the fibrous web
(1) to the accepting belt (12) is shorter than 2.5 m, preferably shorter than 2 m
and in particular shorter than 1.5 m.
7. Machine according to one of the preceding claims, characterized in that at least one press nip, in particular both press nips (2, 3) is/are of extended design,
wherein the extended press nip (2, 3) is preferably formed by a cylindrical press
roll (5, 7) and a shoe press roll (4, 6), which has a flexible roll shell which is
pressed by a pressure shoe with concave press surface onto the cylindrical press roll
(5, 7).
8. Machine according to Claim 7, characterized in that the extended press nip (2, 3) extends at least over 250 mm in the machine running
direction (16) and/or has a line force of at least 800 kN/m.
9. Machine according to one of the preceding claims, characterized in that on the side carrying the fibrous web, the transfer belt (11) has a roughness Rz in the machine running direction (16) of less than 12, preferably less than 10 and
in particular less than 8 µm.
10. Machine according to one of the preceding claims, characterized in that the upper dewatering belt (8) of the first press nip (2) is led away from the fibrous
web (1) during evacuation of the lower dewatering belt (9).
11. Machine according to one of the preceding claims, characterized in that the other dewatering belt (10) is led away from the fibrous web (1) at a maximum
of 200 mm after the second press nip (3).
12. Machine according to one of the preceding claims, characterized in that the fibrous web (1) produced by the machine has a grammage between 50 and 180, preferably
between 50 and 120 g/m2.
1. Machine pour déshumidifier et sécher une feuille continue de papier, de carton ou
d'une autre matière fibreuse (1) au moins partiellement formée de vieux papier, comprenant
au moins deux lignes de contact (2, 3) qui sont formées respectivement par deux rouleaux
de pressage (4, 5, 6, 7), la feuille continue de matière fibreuse (1) passant à travers
la première ligne de contact (2) avec à chaque fois une bande de déshumidification
(8, 9) absorbant l'eau des deux côtés et à travers la deuxième ligne de contact (3)
avec au moins une autre bande de déshumidification (10), et une bande de transfert
(11) imperméable lisse sur le côté de la feuille continue de matière fibreuse (1)
à l'opposé de l'autre bande de déshumidification (10) est guidée à travers la deuxième
ligne de contact (3), laquelle transfère la feuille continue de matière fibreuse (1)
à une bande (12) d'une unité de machine suivante après la deuxième ligne de contact
(3), la bande de transfert (11) suivant un tracé sous la feuille continue de matière
fibreuse (1), la bande (12) de prise en charge étant une toile de séchage et l'unité
de machine suivante étant un groupe de séchage dans lequel la feuille continue de
matière fibreuse (1) est guidée en forme de méandre en alternance sur des cylindres
de séchage (19) chauffés et des rouleaux de guidage (20) à dépression et au moins
un racloir de séparation (24) étant associé à un cylindre de séchage (19) du groupe
de séchage suivant, et un triturateur (23) se trouvant sous le racloir de séparation
(24), et l'axe du cylindre de séchage (19) muni du racloir de séparation (24) et l'axe
du rouleau de guidage (20) à dépression suivant étant décalés verticalement l'un de
l'autre, caractérisée en ce que l'axe du cylindre de séchage (19) muni du racloir de séparation (24) et l'axe du
rouleau de guidage (20) à dépression suivant présentent entre eux un écart horizontal
(22) qui est supérieur à 80 % de la somme des rayons de ce cylindre de séchage (19)
et de ce rouleau de guidage (20).
2. Machine selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'axe du cylindre de séchage (19) muni du racloir de séparation (24) et l'axe du
rouleau de guidage (20) à dépression suivant présentent entre eux un écart horizontal
(22) qui est supérieur à 90 % et notamment supérieur à 95 % de la somme des rayons
de ce cylindre de séchage (19) et de ce rouleau de guidage (20).
3. Machine selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le cylindre de séchage (19) muni du racloir de séparation (24) est le premier cylindre
de séchage (19) du groupe de séchage suivant.
4. Machine selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bande de transfert (11) est nettoyée par un dispositif de nettoyage (13) après
la deuxième ligne de contact (3) et la remise de la feuille continue de matière fibreuse
(1), lequel dirige un fluide de nettoyage avec une pression d'au moins 50, de préférence
d'au moins 100 et notamment d'au moins 120 bar sur le côté de guidage de la feuille
continue de matière fibreuse et comporte à la suite au moins un racloir (14).
5. Machine selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bande de transfert (11) s'appuie sur au moins un rouleau de guidage (15) dans
la zone du dispositif de nettoyage (13).
6. Machine selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le trajet entre la deuxième ligne de contact (3) et la remise de la feuille continue
de matière fibreuse (1) à la bande (12) de prise en charge est plus court que 2,5
m, de préférence plus court que 2 m et notamment plus court que 1,5 m.
7. Machine selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une, notamment les deux lignes de contact (2, 3) sont de configuration prolongée,
la ligne de contact (2, 3) prolongée étant de préférence formée par un rouleau de
pressage cylindrique (5, 7) et un rouleau de pressage à patin (4, 6) qui possède une
chemise de rouleau flexible, laquelle est pressée vers le rouleau de pressage cylindrique
(5, 7) par un patin de pressage ayant une surface de pressage concave.
8. Machine selon la revendication 7, caractérisée en ce que la ligne de contact (2, 3) prolongée s'étend au moins sur 250 mm dans le sens de
défilement de la machine (16) et/ou présente une force linéaire d'au moins 800 kN/m.
9. Machine selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bande de transfert (11) présente, sur le côté de guidage de la feuille continue
de matière fibreuse, une rugosité Rz dans le sens de défilement de la machine (16) inférieure à 12, de préférence inférieure
à 10 et notamment inférieure à 8 µm.
10. Machine selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bande de déshumidification supérieure (8) de la première ligne de contact (2)
est éloignée de la feuille continue de matière fibreuse (1) pendant une mise en dépression
de la bande de déshumidification inférieure (9).
11. Machine selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'autre bande de déshumidification (10) est éloignée de la feuille continue de matière
fibreuse (1) au plus tard 200 mm après la deuxième ligne de contact (3).
12. Machine selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la feuille continue de matière fibreuse (1) fabriquée avec la machine possède un
grammage compris entre 50 et 180, de préférence entre 50 et 120 g/m2.

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