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EP 2 363 556 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.07.2020 Patentblatt 2020/30 |
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Anmeldetag: 21.02.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Schloss
Lock
Serrure
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
03.03.2010 AT 3352010
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.09.2011 Patentblatt 2011/36 |
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Patentinhaber: Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH |
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70771 Leinfelden-Echterdingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Riznik, Peter
8430, Tillmitsch (AT)
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| (74) |
Vertreter: Speringer, Markus |
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Dr. Müllner Dipl.-Ing. Katschinka OG
Patentanwaltskanzlei
Postfach 169 1010 Wien 1010 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102004 003 168 DE-U1- 29 815 247
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DE-U1- 9 409 846
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schloss, insbesondere Einsteckschloss, umfassend ein Gehäuse,
eine drehbar gelagerte Nuss sowie eine federnd gelagerte Falle, wobei die Nuss und
die Falle beide im gleichen Gehäuse angeordnet sind, und wobei an der Nuss eine Nussklappe
schwenkbar gelagert ist, und wobei ferner die Nussklappe einen Mitnehmer aufweist,
welcher mit einer Eingriffsfläche der Falle zusammenwirkt.
Stand der Technik
[0002] Bei Schlössern, insbesondere Einsteckschlössern für schmale Türrahmen, beispielsweise
Balkontüren mit großer Glasfläche, stellt sich regelmäßig die Aufgabe ein Schloss
zu schaffen, welches ein möglichst geringes Dornmaß aufweist. Das Dornmaß entspricht
dem Normalabstand zwischen Stulp und Drehachse der Nuss. Die Minimierung des Dornmaßes
bei bekannten Schlössern ist oftmals dadurch limitiert, dass im Bereich der Nuss Bohrungen
im Schlossgehäuse, wie beispielsweise der Rosettendurchbruch, vorzusehen sind, um
das Schloss im Türrahmen zu fixieren. Gleichzeitig muss die Nuss einen Mitnehmer für
die Falle aufweisen, welcher einen gewissen Abstand zur Drehachse nicht unterschreiten
darf, da ein entsprechender Hub der Falle notwendig ist.
[0003] Die
DE 29815247 U1 zeigt ein Türschloss für Glastüren, bei dem eine Falle über eine Nuss betätigbar
ist. Die Nuss ist mit der Falle über eine Kurbel verbunden, welche auf der Seite der
Falle in einer in dieser befindlichen Kulisse geführt ist. Die Kulissenführung erlaubt,
dass die Falle auch ohne Drehung der Nuss beim Zuschlagen der Tür in das Gehäuse gedrückt
werden kann. Ein vollständiges Anliegen der Kurbel an der Nuss ist durch die Kulissenführung
innerhalb der Falle verhindert, weshalb auch die Positionierung eines etwaigen Rosettendurchbruchs
durch die Kurbel behindert ist. Auch ein geringes Dornmaß kann durch die feste Verbindung
zwischen Kurbel und Falle nur bedingt erreicht werden.
Darstellung der Erfindung
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es somit, ein Schloss zu schaffen, welches die oben genannten
Nachteile beseitigt und es ermöglicht, das Dornmaß möglichst gering zu halten. Gleichzeitig
soll die Konstruktion mit möglichst wenigen Teilen auskommen, da dies sowohl die Herstellungskosten
als auch den Wartungsaufwand minimiert.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, dass die Nussklappe ferner einen Steuerzapfen
aufweist, welcher mit einer Steuerkulisse im Gehäuse zusammenwirkt. Die Nuss kann
bei dieser Konstruktion möglichst klein ausgestaltet sein, da die Nussklappe über
die Steuerkulisse ausklappbar ist und somit der längere Abstand zwischen Steuerzapfen
und Drehachse, der zur Erreichung eines erforderlichen Fallenhubs notwendig ist, nicht
über den gesamten Umfang der Nuss hinweg geführt werden muss.
[0006] Ein weiteres vorteilhaftes Merkmal ist es, dass die Nussklappe in einer Endstellung
der Nuss in Bezug zur Drehachse der Nuss in radialer Richtung bis maximal an den Umfang
der Nuss heranreicht. Wird die Nuss also in jene Richtung gedreht, in der die Nussklappe
durch die Kulisse eingeklappt wird, kommt es zu einer Endstellung, in welcher der
Radius der Nuss nicht überschritten wird. Diese Stellung ist insbesondere im Bereich
des Normalabstandes zwischen Stulp und Nussachse sowie in den Bereichen der Befestigungsbohrungen
im Gehäuse des Schlosses vorgesehen.
[0007] Ferner ist es ein vorteilhaftes Merkmal, dass die Steuerkulisse den Steuerzapfen
der Nussklappe von seiner einen Endstellung aus beim Verdrehen der Nuss derart führt,
dass die Nussklappe ausschwenkt und der Mitnehmer mit der Eingriffsfläche in Kontakt
kommt und in weiterer Folge die Falle über den Mitnehmer entgegen der Federkraft in
das Schloss verlagert wird. Durch die Führung des Steuerzapfens über eine Kulisse
kann die Nussklappe in jeder Drehstellung der Nuss sicher geführt werden. So wird
die Nussklappe in die eine Drehrichtung herausgeklappt, um einen maximalen Fallenhub
aufzuweisen, und in die andere Drehrichtung eingeklappt, um einen geringen Abstand
zur Drehachse und damit einen geringen Gesamtdurchmesser der Nuss zu erzielen. Da
die Führung durch die Kulisse in beide Richtungen und an jeder Position zu einer vordefinierten
Stellung der Nussklappe führt, ist es nicht notwendig weitere aufwendige und fehleranfällige
Teile, wie Federn oder Getriebe, vorzusehen. Das Herstellen der Kulisse selbst ist
ebenfalls unaufwändig, da dies bereits beim Fertigen des Gehäuses eingeplant werden
kann. Weiters ist es möglich, eine Stulpschraube im Bereich der Nuss zu befestigen.
Diese stabilisiert die Falle bei Seitenlast und ist bei zylinderbetätigten Mehrfachverriegelungsschlössern
üblich. Mit dieser Konstruktion ist eine einheitliche Stulpbaugruppe bei drücker-
und zylinderbetätigten Mehrfachverriegelungsschlössern möglich.
[0008] Gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmal ist es vorgesehen, dass eine Steuermechanik
vorgesehen ist, welche mit einer zur Verlagerung von zumindest einem Sperrriegel dienenden
Schlossschubstange zusammenwirkt, und dass die Falle als Umkehrfalle ausgebildet ist
und durch eine verlagerbare Rückhaltung im Gehäuse gehalten ist, wobei die verlagerbare
Rückhaltung durch eine in einer Ausnehmung im Gehäuse angeordnete Blattfeder ausgebildet
ist, welche mit einem freien Ende mit Eingriffsflächen der Falle zusammenwirkt, wodurch
die Falle im Schloss gegen Herausfallen gesichert ist, und wobei die Blattfeder zumindest
eine erste und eine zweite Ausnehmung zur entgegen der Kraft der Blattfeder verlagerbaren
Halterung einer Eingriffsfläche der Schlossschubstange ausbildet, wodurch die Schlossschubstange
in zumindest zwei vordefinierten Positionen gehalten ist. Durch das Vorsehen einer
speziell ausgeformten Blattfeder werden die beiden Aufgaben, nämlich das Sichern der
Falle und das Halten der Schlossschubstange, durch Anordnen eines einzigen Bauteils
gelöst, wodurch das Schloss einfach und kostengünstig herstellbar ist. Zudem minimiert
das Vorsehen von wenigen Bauteilen den Wartungsaufwand.
[0009] Es ist ferner ein vorteilhaftes Merkmal, dass das Gehäuse eine von außen zugängliche
Bohrung im Stulp aufweist, welche bis an die Ausnehmung, in welcher die Blattfeder
angeordnet ist, reicht, und dass die Blattfeder einen Abschnitt aufweist, welcher
in die Bohrung ragt und als Angriffsfläche für ein Manipulationswerkzeug dient, derart,
dass die Blattfeder entgegen der Federkraft in eine Freigabestellung für die Falle
bringbar ist. Durch die Bohrung im Stulp kann die Blattfeder, beispielsweise mittels
eines Schraubendrehers, in eine Freigabestellung für die Falle gebracht werden.
[0010] Ferner ist es ein vorteilhaftes Merkmal, dass die erste Ausnehmung der Blattfeder
durch eine Faltung derselben ausgebildet ist, wobei ein aufsteigender Seitenabschnitt
im Wesentlichen senkrecht auf den Ausnehmungsgrund angeordnet ist und als Endanschlag
für die Eingriffsfläche der Schlossschubstange dient und wobei der zweite Seitenabschnitt
als konvexer Bogen in einem stumpfen Winkel vom Ausnehmungsgrund ausgehend angeordnet
ist und als flexible Bremse beim Verlagern der Schlossschubstange aus der Ausnehmung
heraus dient, und dass die zweite Ausnehmung der Blattfeder durch eine Faltung derselben
gebildet ist, wobei ein aufsteigender Seitenabschnitt im Wesentlichen senkrecht auf
den Ausnehmungsgrund angeordnet ist und als Endanschlag für die Eingriffsfläche der
Schlossschubstange dient und der zweite Seitenabschnitt als konkaver Bogen in einem
stumpfen Winkel vom Ausnehmungsgrund ausgehend angeordnet ist und als entgegen der
Federkraft verlagerbarer Seitenanschlag für die Eingriffsfläche der Schlossschubstange
dient. In einer gesperrten Position des Schlosses bedarf es einigen Kraftaufwands,
die Schlossschubstange in die entsperrte Position zu bewegen. Die als flexible Bremse
ausgebildete Ausnehmung bewirkt, dass die entsperrte Position nur eingenommen wird,
wenn der Kraftaufwand ausreichend groß ist, und dass die Schlossschubstange in jeder
Zwischenlage bei zu geringem Kraftaufwand wieder in die gesperrte Position zurück
bewegt wird. Um die Schlossschubstange von der entsperrten Position in eine gesperrte
Position zu bewegen ist es erforderlich, ausreichend Kraft aufzuwenden, um die Eingriffsfläche
der Schlossschubstange entgegen der Federkraft über den konkaven Bogen hinweg aus
der Ausnehmung heraus zu bewegen. Durch diese zweite Ausnehmung ist sichergestellt,
dass nicht bereits ein geringer Kraftaufwand zu einem Sperren des Schlosses führt.
[0011] Entsprechend einem weiteren vorteilhaften Merkmal ist es vorgesehen, dass eine Getriebeeinrichtung,
welche eine Wirkverbindung zwischen der Nuss und der Schlossschubstange herstellt,
vorgesehen ist, wobei die Nuss eine zangenförmig angeordnete Verzahnung aufweist,
die auf einem Halsumfang der Nuss angeordnet ist, welcher einen geringeren Durchmesser
als den Außendurchmesser der Nuss hat, und dass die Getriebeeinrichtung aus einer
in Schlosslängsrichtung verschiebbaren Nussschubstange sowie einem auf einem Drehpunkt
gelagerten Hebel gebildet ist, wobei die Nussschubstange eine in Längsrichtung verlaufende,
mit der Verzahnung der Nuss in Eingriff stehende Verzahnung aufweist, und wobei der
auf dem Drehpunkt gelagerte Hebel auf der der Nussschubstange zugewandten Seite eine
in eine Ausnehmung mit zwei Begrenzungsanschlägen der Nussschubstange eingreifende
Verzahnung und am entgegengesetzten Hebelarm einen mit der Schlossschubstange zusammenwirkenden
Hebelbolzen aufweist, wobei der Hebelarm mit dem Hebelbolzen länger ist als der Hebelarm
mit der Verzahnung, und dass die Ausnehmung mit zwei Begrenzungsflächen der Nussschubstange,
die mit dem Hebel in Verbindung steht, in einer Vertiefung der Nussschubstange vorgesehen
ist.
[0012] Es ist also die Verzahnung der Nuss nicht, wie im Stand der Technik, im Bereich des
größten Durchmessers vorgesehen, sondern im Bereich eines Halses der Nuss, der einen
reduzierten Durchmesser aufweist. Damit liegt die Nussschubstange nicht neben der
Nuss, sondern überlappt mit dieser (in Draufsicht gesehen). Somit kann die Tiefe des
Schlosses reduziert werden.
[0013] Durch den geringeren Durchmesser des Halses wird allerdings der Weg, den die Nussschubstange
bei Betätigung der Nuss zurücklegt, verringert. Um dies auszugleichen, ist erfindungsgemäß
ein zweiarmiger Hebel vorgesehen, der bei einer geringen Bewegung der Nussschubstange
eine entsprechend größere Bewegung der Schlossschubstange bewirkt. Durch das Vorsehen
einer derartigen Getriebeeinrichtung ist es somit möglich, das Schloss mit einer geringen
Einbautiefe zu konstruieren und dabei gleichzeitig den Schlossaufbau einfach zu halten,
was die Fehleranfälligkeit und die Herstellungskosten minimiert.
[0014] Gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmal weist die Schlossschubstange einen Mitnehmer
auf, welcher in eine Steuerkulisse eines Sperrriegels eingreift, sodass der Sperrriegel
beim Verschieben der Schlossschubstange in Längsrichtung des Schlosses in Querrichtung
des Schlosses verlagerbar ist. Die Schlossschubstange verschiebt also nicht nur im
Türblatt angeordnete Sperrriegel, sondern auch einen Sperrriegel, welcher sich aus
dem Stulp des Schlosses heraus verlagern lässt.
[0015] Schließlich ist es ein weiteres vorteilhaftes Merkmal, dass zusätzlich eine Schließeinrichtung,
beispielsweise ein Zylinderschloss, vorgesehen ist, welches mit einem Sperrschieber
zusammenwirkt, wobei der Sperrriegel durch den Sperrschieber in der gesperrten Position
arretierbar ist. Das erfindungsgemäße Schloss kann über die Nuss und den damit verbundenen
Griff in eine gesperrte, eine entsperrte und eine geöffnete Position gebracht werden.
Durch das Vorsehen einer zusätzlichen Schließeinrichtung kann die gesperrte Position
des Schlosses zusätzlich gegen Aufsperren über die Nuss gesichert werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0016] Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Schlosses ohne Schlossschubstange;
Fig. 2 einen Detailausschnitt einer Seitenansicht des Schlosses aus Fig. 1 in einer
Stellung mit ausgeklappter Nussklappe;
Fig. 3 einen Detailausschnitt einer Seitenansicht des Schlosses aus Fig. 1 in einer
Stellung mit eingeklappter Nussklappe,
Fig. 4 eine perspektivische Detailansicht des Schlosses aus
Fig. 1 im Bereich der Rückhaltung für die Falle;
Fig. 5 eine perspektivische Detailansicht des Schlosses aus
Fig. 1 mit eingesetzter Schlossschubstange;
Fig. 6 eine Schnittansicht des Schlosses aus Fig. 1 im Bereich der Blattfeder;
Fig. 7 eine Aufsicht eines erfindungsgemäßen Schlosses in entsperrter Stellung ohne
Schlossschubstange;
Fig. 8 eine Aufsicht eines erfindungsgemäßen Schlosses in gesperrter Stellung mit
Schlossschubstange.
Bester Weg zur Ausführung der Erfindung
[0017] Das in den Figuren 1 bis 9 dargestellte erfindungsgemäße Schloss 1 weist eine Nuss
2 mit einer Nussklappe 4 auf. Zusätzlich greifen an der Nuss 2 noch weitere Steuerelemente,
wie hier eine Nussschubstange 7, zur Steuerung zusätzlicher Schlosskomponenten ein
(Fig. 1). Die Nussklappe 4 ist über ein Lager 8 schwenkbar an der Nuss 2 befestigt
und wird mittels des Steuerzapfens 9 über die Steuerkulisse 11 geführt.
[0018] Im Gehäuse des Schlosses 1 im Bereich der Nussklappe 2 befinden sich auch Bohrungen
zur Befestigung des Schlosses im Türrahmen, wie der Rosettendurchbruch 6 und die Stulpbefestigungsbohrung
5. Um nun ein möglichst geringes Dornmaß, d.h. einen möglichst geringen Abstand zwischen
Stulp 15 und Drehachse 12 zu erreichen, ist es vorteilhaft die Nuss 2 mit einem möglichst
geringen Durchmesser auszugestalten.
[0019] Die Fig. 2 zeigt eine Funktionsstellung des Schlosses 1 mit ausgeklappter Nussklappe
4. Wird die Nuss 2 zum Öffnen des Schlosses 2 gedreht, so wird der Mitnehmer 10 der
Nussklappe 4 über den Steuerzapfen 9 entlang der Steuerkulisse 11 radial nach außen
verlagert und trifft schließlich auf die Eingriffsfläche 14 der Falle 3. Beim weiteren
Verdrehen wird dadurch die Falle 3 entgegen der Kraft der Feder 13 in das Schloss
1 hineinbewegt. Durch den größeren Abstand des Mitnehmers 10 zur Drehachse 12 bei
ausgeklappter Nussklappe 4 wird ein größerer Hebelweg beim Verlagern der Falle 3 bewirkt,
ohne dass dadurch der Umfang der Nuss 2 im Bereich der Bohrungen 5, 6 erhöht werden
muss.
[0020] Wird die Nuss 2 in die andere Richtung bewegt, so wird die Nussklappe 4 über den
Steuerzapfen 9 entlang der Steuerkulisse 11 radial nach innen in Richtung der Drehachse
12 verlagert, bis schließlich in einer Endstellung die Nussklappe 4 vollständig eingeklappt
ist und in radialer Richtung nicht über den Umfang der Nuss 2 hinausragt (Fig. 3).
[0021] Zur besseren Ansicht der Schlossmechanik sowie der Kombifeder in Form einer Blattfeder
19 ist die Schlossschubstange 27 in Fig. 1. nicht gezeigt. Die Umkehrfalle 3 ist im
Gehäuse 18 in einer dafür vorgesehenen Ausnehmung angeordnet und wird in dieser durch
die Blattfeder 19 gegen Herausfallen gesichert. Die Blattfeder 19 greift mit ihrem
freien Ende 20 in eine Eingriffsfläche 21 der Falle 3 ein und verhindert so ein unerwünschtes
Herausfallen der Falle 3 (Fig. 4).
[0022] Um die Falle 3 zum Auswechseln oder Umdrehen herauszunehmen, kann die Blattfeder
19 mit einem Manipulationswerkzeug, beispielsweise mit einem Schraubendreher, entgegen
der Federkraft komprimiert werden. Dazu führt man das Manipulationswerkzeug in die
im Stulp 15 befindliche Bohrung 24 ein und bringt die Spitze des Manipulationswerkzeugs
mit dem Abschnitt 29 der Blattfeder 19 in Kontakt. Der Abschnitt 29 der Blattfeder
19 ragt in die Bohrung 24 und bietet eine Angriffsfläche für das Manipulationswerkzeug
(Fig. 6). Wird nun die Blattfeder 19 komprimiert, so steht das freie Ende 20 nicht
mehr mit der Eingriffsfläche 21 der Falle 3 in Kontakt, wodurch die Falle 3 herausgenommen
werden kann.
[0023] Die Blattfeder 19 ist als eine Kombifeder ausgebildet und erfüllt zusätzlich zur
Sicherung der Falle 3 die Funktion, die Schlossschubstange 27 in zwei vordefinierten
Positionen zu halten. Die Schlossschubstange 27 wird von der Schlossmechanik über
den Hebelbolzen 26 bewegt und dient zur Verlagerung von Sperrriegeln. Die beiden vordefinierten
Positionen entsprechen einer gesperrten und entsperrten Position der Sperrriegel.
Um die Schlossschubstange 27 in den oben genannten Positionen zu halten, sind Ausnehmungen
22, 23 in der Blattfeder 19 angeordnet. Die Schlossschubstange 27 greift mit einer
Eingriffsfläche 28 in die Ausnehmungen 22, 23 ein (Fig. 5).
[0024] In der geschlossenen Position des Schlosses 1 befindet sich die Eingriffsfläche 28
der Schlossschubstange 27 in der Ausnehmung 22. Die Schlossschubstange 27 kann nicht
weiter in Richtung geschlossener Position verlagert werden, da der im Wesentlichen
senkrecht aufsteigende Seitenabschnitt 17 der Ausnehmung 22 als Endanschlag dient.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel entspricht der aufsteigende Seitenabschnitt 17 dem
Abschnitt 29, welcher als Angriffsfläche für das Manipulationswerkzeug dient.
[0025] Wird nun die Schlossmechanik betätigt, um die Schlossschubstange 27 mittels des Hebelbolzens
26 in die entsperrte Position zu bewegen, so bewegt sich die Eingriffsfläche 28 der
Schlossschubstange 27 entlang des konvexen Bogens 16 der Ausnehmung 22 der Blattfeder
19. Der konvexe Bogen 16 fungiert als eine Bremse, welche bei zu geringem Kraftaufwand
die Schlossschubstange 27 in die gesperrte Position zurück bewegt. Ist der Kraftaufwand
groß genug, um die Federkraft der Blattfeder 19 zu überwinden, wird die Eingriffsfläche
28 der Schlossschubstange 27 in die Ausnehmung 23 bewegt. Die Schlossschubstange 27
befindet sich nun in der entsperrten Position. Die Ausnehmung 23 weist einen im Wesentlichen
senkrecht aufsteigenden Seitenabschnitt 30 auf, welcher als Endanschlag für die Schlossschubstange
27 dient. Der zweite Seitenabschnitt ist als konkaver Bogen 31 ausgebildet. Beim Verlagern
der Schlossschubstange 27 zurück in die gesperrte Position muss die Federkraft der
Blattfeder 19 überwunden werden und die Eingriffsfläche 28 der Schlossschubstange
27 über den konkaven Bogen 31 hinweg aus der Ausnehmung 23 heraus bewegt werden.
[0026] Das Vorsehen einer Kombifeder in Form der Blattfeder 19 ermöglicht es, das Schloss
kostengünstig herzustellen. Da für zwei notwendige Funktionen nur ein einziges Bauteil
vorgesehen ist, kann das Schloss 1 klein und damit Platz sparend ausgebildet sein.
Zusätzlich wird die Fehleranfälligkeit durch das Vorsehen nur weniger Bauteile minimiert.
[0027] Das in den Fig. 7 und 8 dargestellte erfindungsgemäße Schloss 1 weist ein möglichst
geringes Dornmaß auf, das heißt einen geringen Abstand zwischen der Drehachse der
Nuss 2 und dem Stulp 15 sowie mit einer geringen Einbautiefe. Um diese Bauweise zu
ermöglichen, ist unter anderem auch eine Getriebeeinrichtung zur Betätigung der Schlossschubstange
27 vorgesehen.
[0028] Die Getriebeeinrichtung umfasst eine Nussschubstange 7, welche mittels einer Nussfeder
33 im Gehäuse 18 derart gelagert ist, dass sie in Längsrichtung des Schlosses 1 verschiebbar
ist. Die Nussschubstange 7 weist eine in Längsrichtung verlaufende Ausnehmung auf,
wobei am Grund der Ausnehmung eine Verzahnung 34 angeordnet ist. Die Nuss 2 weist
einen Hals auf, der einen geringeren Durchmesser hat als den Maximaldurchmesser der
Nuss 2. Auf dem Halsumfang ist eine zangenförmige Verzahnung 35 angeordnet, die mit
einer Verzahnung 34' der Nussschubstange 7 in Eingriff steht. Des Weiteren steht eine
Verzahnung 37 mit einer Ausnehmung mit zwei Begrenzungsanschlägen 34 oder einer entsprechenden
Verzahnung der Nussschubstange 7 in Eingriff, wobei die Verzahnung 37 auf einem Hebelarm
eines Hebels 36 angeordnet ist. Der Hebel 36 ist in einem Drehpunkt 38 gelagert. Am
zweiten Hebelarm trägt der Hebel 36 einen Hebelbolzen 26, welcher mit einer Ausnehmung
der Schlossschubstange 27 in Eingriff steht. Da die Verzahnung 35 der Nuss 2 nahe
der Drehachse angeordnet ist, kann mit ihr die Nussschubstange 7 nur um ein relativ
geringes Stück verschoben werden. Der Hebelarm mit dem Hebelbolzen 26 ist daher länger
ausgeführt als der Hebelarm mit der Verzahnung 37, sodass die Schlossschubstange 27
einen entsprechend größeren Weg zurücklegt als die Nussschubstange 7.
[0029] Die Nuss 2 erfüllt in einem erfindungsgemäßen Schloss 1 eine Doppelfunktion. Zum
einen betätigt man über die Nuss 2 die Falle 3, welche beim Verdrehen der Nuss 2 von
einer Nussklappe 4 ins Innere des Schlosses 1 verlagert wird. In der anderen Drehrichtung
betätigt die Nuss 2 über die Nussschubstange 7 und den Hebel 36 die Schlossschubstange
27 und bringt daher beim Verdrehen das Schloss 1 entweder in eine gesperrte (Fig.
8) oder eine entsperrte (Fig. 7) Position.
[0030] Die Schlossschubstange 27 weist weiters einen Mitnehmer 40 auf, welcher in eine Steuerkulisse
32 eines Sperrriegels 39 eingreift. Beim Verschieben der Schlossschubstange 27 in
die gesperrte Position wird somit der Sperrriegel 39 aus dem Schloss 1 heraus bewegt.
Mittels einer zusätzlichen Schließeinrichtung, beispielsweise eines Zylinderschlosses,
kann diese gesperrte Position mit herausgeschobenem Sperrriegel 39 durch Verlagern
eines weiteren Sperrschiebers 25 gesichert werden.
[0031] Das erfindungsgemäße Schloss 1 hat also den Vorteil, einen möglichst einfachen Aufbau
zu haben, welcher die kostengünstige Herstellung, geringe Fehleranfälligkeit und ein
geringes Dornmaß gewährleistet. Zusätzlich ist es möglich, sämtliche Schlossfunktionen
- Sperren, Entsperren und Öffnen - über das Betätigen der Nuss 2 auszuführen.
1. Schloss, insbesondere Einsteckschloss, umfassend ein Gehäuse (18), eine drehbar gelagerte
Nuss (2) sowie eine federnd gelagerte Falle (3), wobei die Nuss (2) und die Falle
(3) beide im gleichen Gehäuse (18) angeordnet sind, und wobei an der Nuss (2) eine
Nussklappe (4) schwenkbar gelagert ist, und wobei ferner die Nussklappe (4) einen
Mitnehmer (10) aufweist, welcher mit einer Eingriffsfläche (14) der Falle (3) zusammenwirkt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Nussklappe (4) ferner einen Steuerzapfen (9) aufweist, welcher mit einer Steuerkulisse
(11) im Gehäuse zusammenwirkt.
2. Schloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nussklappe (4) in einer Endstellung der Nuss (2) in Bezug zur Drehachse (12)
der Nuss (2) in radialer Richtung bis maximal an den Umfang der Nuss (2) heranreicht.
3. Schloss nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkulisse (11) den Steuerzapfen (9) der Nussklappe (4) von seiner einen Endstellung
aus, beim Verdrehen der Nuss (2) derart führt, dass die Nussklappe (4) ausschwenkt
und der Mitnehmer (10) mit der Eingriffsfläche (14) in Kontakt kommt, und in weiterer
Folge die Falle (3) über den Mitnehmer (10) entgegen der Federkraft in das Schloss
(1) verlagert wird.
4. Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuermechanik vorgesehen ist, welche mit einer zur Verlagerung von zumindest
einem Sperrriegel dienenden Schlossschubstange (27) zusammenwirkt, und dass die Falle
(3) als Umkehrfalle ausgebildet ist und durch eine verlagerbare Rückhaltung im Gehäuse
gehalten ist, wobei die verlagerbare Rückhaltung durch eine in einer Ausnehmung im
Gehäuse (18) angeordnete Blattfeder (19) ausgebildet ist, welche mit einem freien
Ende (20) mit Eingriffsflächen (21) der Falle (3) zusammenwirkt, wodurch die Falle
(3) im Schloss (1) gegen Herausfallen gesichert ist, und wobei die Blattfeder (19)
zumindest eine erste (22) und eine zweite Ausnehmung (23) zur entgegen der Kraft der
Blattfeder (19) verlagerbaren Halterung einer Eingriffsfläche (28) der Schlossschubstange
(27) ausbildet, wodurch die Schlossschubstange (27) in zumindest zwei vordefinierten
Positionen gehalten ist.
5. Schloss nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (18) eine von außen zugängliche Bohrung (24) im Stulp (15) aufweist,
welche bis an die Ausnehmung, in welcher die Blattfeder (19) angeordnet ist, reicht,
und dass die Blattfeder (19) einen Abschnitt (29) aufweist, welcher in die Bohrung
(24) ragt und als Angriffsfläche für ein Manipulationswerkzeug dient, derart, dass
die Blattfeder (19) entgegen der Federkraft in eine Freigabestellung für die Falle
(3) bringbar ist.
6. Schloss nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Ausnehmung (22) der Blattfeder (19) durch eine Faltung derselben ausgebildet
ist, wobei ein aufsteigender Seitenabschnitt (17) im Wesentlichen senkrecht auf den
Ausnehmungsgrund angeordnet ist und als Endanschlag für die Eingriffsfläche (28) der
Schlossschubstange (27) dient und wobei der zweite Seitenabschnitt als konvexer Bogen
(16) in einem stumpfen Winkel vom Ausnehmungsgrund ausgehend angeordnet ist und als
flexible Bremse beim Verlagern der Schlossschubstange (27) aus der Ausnehmung (22)
heraus dient, und dass die zweite Ausnehmung (23) der Blattfeder (19) durch eine Faltung
derselben gebildet ist, wobei ein aufsteigender Seitenabschnitt (30) im Wesentlichen
senkrecht auf den Ausnehmungsgrund angeordnet ist und als Endanschlag für die Eingriffsfläche
(28) der Schlossschubstange (27) dient und der zweite Seitenabschnitt als konkaver
Bogen (31) in einem stumpfen Winkel vom Ausnehmungsgrund ausgehend angeordnet ist
und als entgegen der Federkraft verlagerbarer Seitenanschlag für die Eingriffsfläche
(28) der Schlossschubstange (27) dient.
7. Schloss, nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Getriebeeinrichtung, welche eine Wirkverbindung zwischen der Nuss (2) und der
Schlossschubstange (27) herstellt, vorgesehen ist, und wobei die Nuss (2) eine zangenförmig
angeordnete Verzahnung (35) aufweist, die auf einem Halsumfang der Nuss (2) angeordnet
ist, welcher einen geringeren Durchmesser als den Außendurchmesser der Nuss (2) hat,
und dass die Getriebeeinrichtung aus einer in Schlosslängsrichtung verschiebbaren
Nussschubstange (7) sowie einem auf einem Drehpunkt (38) gelagerten Hebel (36) gebildet
ist, wobei die Nussschubstange (7) eine in Längsrichtung verlaufende, mit der Verzahnung
der Nuss (2) in Eingriff stehende Verzahnung (34') aufweist, und wobei der auf dem
Drehpunkt (38) gelagerte Hebel (36) auf der der Nussschubstange (7) zugewandten Seite
eine in eine Ausnehmung mit zwei Begrenzungsanschlägen (34) der Nussschubstange (7)
eingreifende Verzahnung (37) und am entgegengesetzten Hebelarm einen mit der Schlossschubstange
(27) zusammenwirkenden Hebelbolzen (26) aufweist, wobei der Hebelarm mit dem Hebelbolzen
(26) länger ist als der Hebelarm mit der Verzahnung (37), und dass die Ausnehmung
mit zwei Begrenzungsanschlägen (34) der Nussschubstange (7), die mit dem Hebel (36)
in Verbindung steht, in einer Vertiefung der Nussschubstange (7) vorgesehen ist.
8. Schloss nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlossschubstange (27) einen Mitnehmer (40) aufweist, welcher in eine Steuerkulisse
(32) eines Sperrriegels (39) eingreift, sodass der Sperrriegel (39) beim Verschieben
der Schlossschubstange (27) in Längsrichtung des Schlosses (1) in Querrichtung des
Schlosses (1) verlagerbar ist.
9. Schloss nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich eine Schließeinrichtung, beispielsweise ein Zylinderschloss, vorgesehen
ist, welches mit einem Sperrschieber (25) zusammenwirkt, wobei der Sperrriegel (39)
durch den Sperrschieber (25) in der gesperrten Position arretierbar ist.
1. Lock, in particular a mortise lock, comprising a casing (18), a rotatably supported
follower (2) and a resiliently supported latch (3), wherein the follower (2) and the
latch (3) are both arranged in the same housing (18), and wherein at the follower
(2) a follower flap (4) is pivotably supported, and wherein furthermore the follower
flap (4) includes a driver (10) which interacts with an engagement surface (14) of
the latch (3), characterized in that the follower flap (4) further includes a control pin (9) which interacts with a slotted
guide (11) in the housing.
2. Lock according to claim 1, characterized in that the follower flap (4) in an end position of the follower (2) with respect to to the
axis of rotation (12) of the follower (2) reaches in a radial direction to the circumference
of the follower (2) as a maximum.
3. Lock according to any of claims 1 or 2, characterised in that the slotted guide (11) guides the control pin (9) of the follower flap (4) from its
one end position, when turning the follower (2), in such a way that the follower flap
(4) is swinging out and the driver (10) comes in contact with the engagement surface
(14), and subsequently the latch (3) is shifted via the driver (10) into the lock
(1), against the spring force.
4. Lock according to any of claims 1 to 3, characterised in that a control mechanism is provided, which interacts with a lock push rod (27) serving
for the displacement of at least one locking bolt, and that the latch (3) is formed
as a reversing latch and is held in the housing by a displaceable retention, wherein
the displaceable retention is formed by a leaf spring (19) arranged in a recess in
the housing (18) and interacting at its free end (20) with engagement surfaces (21)
of the latch (3), whereby the latch (3) in the lock (1) is secured against falling
out and wherein the leaf spring (19) forms at least a first (22) and a second recess
(23) for a displaceable holding of an engagement surface (28) of the lock push rod
(27), against the force of the leaf spring (19), whereby the lock push rod (27) is
held in at least two predefined positions.
5. Lock according to claim 4, characterized in that the housing (18) includes a bore (24), accessible from the outside, in the face plate
(15), which is extended to the recess, in which the leaf spring (19) is arranged,
and that the leaf spring (19) includes a section (29) which projects into the bore
(24) and serves as a contact surface for a manipulation tool, such that the leaf spring
(19) can be moved into a release position for the latch (3), against the spring force.
6. Lock according to claim 4 or 5, characterized in that the first recess (22) of the leaf spring (19) is formed by folding the same, wherein
a rising side section (17) is arranged substantially perpendicular to the recess bottom
and serves as an end stop for the engagement surface (28) of the lock push rod (27),
and wherein the second side section is formed as a convex arc (16) in an obtuse angle
starting from the recess bottom and serves as a flexible brake when displacing the
lock push rod (27) out of the recess (22), and that the second recess (23) of the
leaf spring (19) is formed by folding thereof, wherein a rising side section (30)
is arranged substantially perpendicular to the recess bottom and serves as an end
stop for the engagement surface (28) of the lock push rod (27), and the second side
section is arranged as a concave arc (31) at an obtuse angle from the recess bottom
and serves as a side stop for the engagement surface (28) of the lock push rod (27),
against the spring force.
7. Lock according to any of claims 4 to 6, characterized in that a transmission device is provided which establishes an operative connection between
the follower (2) and the lock push rod (27), and wherein the follower (2) includes
a tong-like toothing (35) which is arranged on a neck circumference of the follower
(2) which has a smaller diameter than the outside diameter of the follower (2), and
that the transmission device is formed of a follower push rod (7) slidable in the
longitudinal direction of the lock as well as a lever (36) supported on one pivot
point (38), wherein the follower push rod (7) includes a toothing (34') extending
longitudinally and engaging the toothing of the follower (2), and wherein the lever
(36), which is supported on the pivot point (38), on the side facing the follower
push rod (7) includes a toothing (37) engaging a recess of the follower push rod (7)
having two end stops (34), and on the opposite lever arm a lever pin (26) interacting
with the lock push rod (27), wherein the lever arm with the lever pin (26) is longer
than the lever arm with the toothing (37), and that the recess with two end stops
(34) of the follower push rod (7), which is connected to the lever (36), is provided
in a depression of the follower push rod (7).
8. Lock according to claim 7, characterized in that the lock push rod (27) includes a driver (40), which is inserted into a slotted guide
(32) of a locking bolt (39) such that the locking bolt (39) can be displaced in the
transverse direction of the lock (1) when the lock push rod (27) is shifted in the
longitudinal direction of the lock (1).
9. Lock according to claim 8, characterized in that additionally a locking device, for example a cylinder lock, is provided which is
interacting with a blocking slide (25), wherein the locking bolt (39) is arrestable
by the blocking slide (25) in the blocked position.
1. Serrure, notamment serrure à larder, comprenant un boîtier (18), un fouillot (2) monté
rotatif ainsi qu'un pêne demi-tour (3) monté à ressort, le fouillot (2) et le pêne
demi-tour (3) étant disposés dans le même boîtier (18), et une trappe de fouillot
(4) étant montée pivotante sur le fouillot (2), et la trappe de fouillot (4) comportant
en outre un organe d'entraînement (10) qui coopère avec une face d'engagement (14)
du pêne demi-tour (3), caractérisée en ce que la trappe de fouillot (4) comporte en outre un ergot de commande (9) qui coopère
avec une coulisse de commande (11) dudit boîtier.
2. Serrure selon la revendication 1, caractérisée en ce que la trappe de fouillot (4) s'étend, dans une position finale du fouillot (2) par rapport
à l'axe de rotation (12) du fouillot (2), selon une direction radiale de manière à
atteindre, au maximum, la circonférence du fouillot (2).
3. Serrure selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que, lorsqu'on tourne le fouillot (2), la coulisse de commande (11) guide l'ergot de
commande (9) de la trappe de fouillot (4), depuis l'une de ses positions finales,
de façon à ce que la trappe de fouillot (4) pivote vers l'extérieur et que l'organe
d'entraînement (10) entre en contact avec la face d'engagement (14), pour ainsi provoquer,
à travers l'organe d'entraînement (10), un retrait du pêne demi-tour (3) dans la serrure
(1), à l'encontre de la force dudit ressort .
4. Serrure selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'elle est pourvue d'une mécanique de commande coopérant avec une tige de poussée de
serrure (27) servant à déplacer au moins un verrou de blocage, et que le pêne demi-tour
(3) est réalisé sous forme d'un pêne demi-tour réversible tout en étant retenu dans
ledit boîtier au moyen d'un organe de rétention mobile, ledit organe de rétention
mobile étant réalisé sous forme d'un ressort à lames (19) qui est disposé dans un
évidement au sein du boîtier (18) et dont une extrémité libre (20) vient coopérer
avec des faces d'engagement (21) du pêne demi-tour (3), assurant ainsi que le pêne
demi-tour (3) ne sorte pas de la serrure (1), et le ressort à lames (19) formant au
moins un premier (22) et un deuxième (23) évidements permettant d'attacher, à l'encontre
de la force du ressort à lames (19), une face d'engagement (28) de la tige de poussée
de serrure (27) tout en pouvant déplacer celle-ci, faisant en sorte que la tige de
poussée de serrure (27) puisse être retenue dans au moins deux positions prédéfinies.
5. Serrure selon la revendication 4, caractérisée en ce que le boîtier (18) comporte dans la têtière (15) un trou (24) qui est accessible depuis
l'extérieur et qui s'étend jusqu'audit évidement dans lequel le ressort à lames (19)
est disposé, et que le ressort à lames (19) comporte une partie (29) s'étendant dans
le trou (24) et servant de face d'attaque pour un outil de manipulation, de manière
à ce que le ressort à lames (19) puisse être amené, à l'encontre de la force de ressort,
dans une position de libération du pêne demi-tour (3).
6. Serrure selon les revendications 4 ou 5, caractérisée en ce que le premier évidement (22) du ressort à lames (19) est réalisé en pliant ce dernier,
une partie latérale (17) ascendante se trouvant dans une disposition sensiblement
perpendiculaire au fond de l'évidement, servant ainsi de butée finale à la face d'engagement
(28) de la tige de poussée de serrure (27), et la deuxième partie latérale étant disposée
sous forme d'un arc de cercle (16) convexe, s'étendant depuis le fond de l'évidement
selon un angle obtus et servant ainsi de frein flexible lorsqu'on sort la tige de
poussée de serrure (27) de l'évidement (22), et que le deuxième évidement (23) du
ressort à lames (19) est réalisé en pliant ce dernier, une partie latérale (30) ascendante
se trouvant dans une disposition sensiblement perpendiculaire au fond de l'évidement,
servant ainsi de butée finale à la face d'engagement (28) de la tige de poussée de
serrure (27) et la deuxième partie latérale étant disposée sous forme d'un arc de
cercle (31) concave, s'étendant depuis le fond de l'évidement selon un angle obtus
et servant ainsi de butée latérale, pouvant être déplacée à l'encontre de la force
du ressort, pour la face d'engagement (28) de la tige de poussée de serrure (27).
7. Serrure selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisée en ce qu'elle est pourvue d'un dispositif de transmission établissant un couplage effectif
entre le fouillot (2) et la tige de poussée de serrure (27), le fouillot (2) présentant
en outre une denture (35) disposée en forme de pince qui se trouve sur la circonférence
d'un col du fouillot (2) lequel a un diamètre inférieur au diamètre extérieur du fouillot
(2), et que le dispositif de transmission est formé à partir d'une tige de poussée
de fouillot (7) pouvant être déplacée selon une direction longitudinale de la serrure
ainsi que d'un levier (36) monté sur un pivot (38), la tige de poussée de fouillot
(7) présentant une denture (34') s'étendant selon la direction longitudinale et s'engageant
avec la denture du fouillot (2), et le levier (36) monté sur le pivot (38) présentant,
sur le côté faisant face à la tige de poussée de fouillot (7), une denture (37) s'engageant
dans un évidement qui équipe la tige de poussée de fouillot (7) et qui comporte deux
butées de limitation (34), alors que le bras de opposé dudit levier présente un boulon
de levier (26) coopérant avec la tige de poussée de serrure (27), le bras de levier
pourvu du boulon de levier (26) étant plus long que le bras de levier pourvu de la
denture (37), et que l'évidement qui équipe la tige de poussée de fouillot (7) et
qui comporte deux butées de limitation (34), tout en étant en liaison avec le levier
(36), est prévu dans un creux de la tige de poussée de fouillot (7).
8. Serrure selon la revendication 7, caractérisée en ce que la tige de poussée de serrure (27) présente un organe d'entraînement (40) s'engageant
dans une coulisse de commande (32) d'un verrou de blocage (39), faisant en sorte que
le verrou de blocage (39) soit mobile selon la direction transversale de la serrure
(1) lorsqu'on déplace la tige de poussée de serrure (27) selon la direction longitudinale
de la serrure (1).
9. Serrure selon la revendication 8, caractérisée en ce qu'elle comporte en outre un dispositif de fermeture, s'agissant par exemple d'une serrure
à cylindre laquelle coopère avec un verrou coulissant (25), le verrou de blocage (39)
pouvant être arrêté, au moyen du verrou coulissant (25), dans la position verrouillée.
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