[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von bestimmten Polymeren zur antimikrobiellen
Ausrüstung von Textilien oder harten Haushaltsoberflächen.
[0002] Mikroorganismen, wie Bakterien, Pilze und Viren können sich auf Oberflächen im Haushalt
und auf Textilien ansiedeln. Bakterien und Pilze können sich auf solchen Oberflächen
auch vermehren. Dies kann Hygienerisiken zur Folge haben, aber auch zu unästhetischen
mikrobiellen Belägen, sogenannten Biofilmen, führen. Auch das Auftreten mikrobiell
bedingter, insbesondere bakteriell bedingter schlechter Gerüche ist möglich.
[0003] Zur Vermeidung dieser Probleme wird oft eine temporäre Ausrüstung solcher Oberflächen
mit einem antimikrobiellen Wirkstoff vorgeschlagen.
[0005] Überraschend wurde gefunden, dass auf Oberflächen, die mit bestimmten anderen polymeren
Wirkstoffen in Kontakt gebracht wurden, das Wachstum von Mikroorganismen unterbunden
wird oder zumindest deutlich reduziert ist.
[0006] Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von Polyalkyleniminen, deren mittlere
Molmasse (Gewichtsmittel) im Bereich von 400 g/mol bis 50000 g/mol liegt und in denen
das Verhältnis von primären zu sekundären Aminogruppen im Bereich von 1:0,5 bis 1:1,5
liegt, zur Verhinderung der mikrobiellen Besiedelung, insbesondere der Besiedelung
durch Bakterien, Pilze und/oder Viren, von textilen Oberflächen oder harten Haushaltsoberflächen,
wobei es sich bei dem Polyalkylenimin um ein Polymer mit einem N-Atom-haltigen Rückgrat
handelt, das an den Enden primäre Aminofunktionen und im Inneren sekundäre Aminofunktionen
aufweist, so dass sich nicht ein verzweigtkettiges, sondern ein lineares Polyalkylenimin
ergibt. Dies kann beispielsweise realisiert werden durch die entsprechende Verwendung
eines Wasch- oder Reinigungsmittels, das das Polyalkylenimin enthält.
[0007] Das Verhältnis von primären zu sekundären Aminogruppen im Polyalkylenimin liegt insbesondere
im Bereich von 1:0,7 bis 1:1. Das Verhältnis von primären zu tertiären Aminogruppen
im Polyalkylenimin liegt vorzugsweise im Bereich von 1:0,2 bis 1:1, insbesondere im
Bereich von 1:0,5 bis 1:0,8. Die mittlere Molmasse der erfindungsgemäß eingesetzten
Polymere liegt vorzugsweise im Bereich von 400 g/mol bis 50000 g/mol, insbesondere
von 500 g/mol bis 5000 g/mol. Bei den hier und später gegebenenfalls für andere polymere
Inhaltsstoffe angegebenen mittleren Molmassen handelt es sich um gewichtsmittlere
Molmassen Mw, die grundsätzlich mittels Gelpermeationschromatographie mit Hilfe eines
RI-Detektors bestimmbar sind, wobei die Messung zweckmäßig gegen einen externen Standard
erfolgt. Die N-Atome im Polyalkylenimin sind vorzugsweise durch Alkylengruppen mit
2 bis 12 C-Atomen, insbesondere 2 bis 6 C-Atomen, voneinander getrennt, wobei nicht
sämtliche Alkylengruppen die gleiche C-Atomzahl aufweisen müssen. Besonders bevorzugt
handelt es sich bei dem Polyalkylenimin um ein Polyethylenimin.
[0008] Diese Polymere sind in der Lage, Textilen und harte Oberflächen antimikrobiell auszurüsten
und mikrobielles Wachstum auf diesen zu vermeiden. Ergänzend trägt ein derartiger
Wirkstoff auch zur mikrobiellen Stabilität eines ihn enthaltenden Wasch- oder Reinigungsmittels
bei.
[0009] Vorzugsweise setzt man eine wässrige Wasch- oder Reinigungsflotte ein, die 1 mg/l
bis 500 mg/l, insbesondere 5 mg/l bis 100 mg/l Polyalkylenimin enthält.
[0010] Die erfindungsgemäße Verwendung kann vorzugsweise so realisiert werden, dass man
ein Waschmittel, welches ein genanntes Polymer enthält, im Rahmen eines maschinellen
oder mit der Hand ausgeführten Waschvorgangs auf ein Textil einwirken lässt. Die erfindungsgemäße
Verwendung kann analog auch so realisiert werden, dass man ein Reinigungsmittel, welches
ein genanntes Polymer enthält, im Rahmen eines maschinellen oder mit der Hand ausgeführten
Reinigungsvorgangs auf eine harte Oberfläche einwirken lässt. Ein weiterer Gegenstand
der Erfindung ist daher die Verwendung eines Wasch- oder Reinigungsmittels, das ein
genanntes Polymer enthält, zur Verhinderung der mikrobiellen Besiedelung von textilen
Oberflächen und harten Haushaltsoberflächen.
[0011] Ein Mittel zum Waschen von Wäsche oder zum Reinigen von harten Haushaltsoberflächen
enthält vorzugsweise 0,01 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 5 Gew.-%
des genannten polymeren Wirkstoffs neben üblichen, mit diesem verträglichen Inhaltsstoffen.
Diese Mittel, die als insbesondere pulverförmige Feststoffe, in nachverdichteter Teilchenform,
als homogene Lösungen oder als Suspensionen beziehungsweise Dispersionen vorliegen
können, können außer dem erfindungsgemäß verwendeten Polymer im Prinzip alle bekannten
und in derartigen Mitteln üblichen Inhaltsstoffe enthalten. Die Wasch- und Reinigungsmittel
können insbesondere Buildersubstanzen, oberflächenaktive Tenside, Bleichmittel, Bleichaktivatoren
und- katalysatoren, wassermischbare organische Lösungsmittel, Enzyme, Sequestrierungsmittel,
Elektrolyte, pH-Regulatoren oder weitere Hilfsstoffe, wie optische Aufheller, Vergrauungsinhibitoren,
Farbübertragungsinhibitoren, Schaumregulatoren sowie Farb- und Duftstoffe, enthalten.
[0012] Die Mittel können ein oder mehrere Tenside enthalten, wobei insbesondere anionische
Tenside, nichtionische Tenside und deren Gemische in Frage kommen. Geeignete nichtionische
Tenside sind insbesondere Alkylglykoside und Ethoxylierungs- und/oder Propoxylierungsprodukte
von AIkylglykosiden oder linearen oder verzweigten Alkoholen mit jeweils 12 bis 18
C-Atomen im Alkylteil und 3 bis 20, vorzugsweise 4 bis 10 Alkylethergruppen. Weiterhin
sind entsprechende Ethoxylierungs- und/oder Propoxylierungsprodukte von N-Alkyl-aminen,
vicinalen Diolen, Fettsäureestern und Fettsäureamiden, die hinsichtlich des Alkylteils
den genannten langkettigen Alkoholderivaten entsprechen, sowie von Alkylphenolen mit
5 bis 12 C-Atomen im Alkylrest brauchbar.
[0013] Geeignete anionische Tenside sind insbesondere Seifen und solche, die Sulfat- oder
SulfonatGruppen mit bevorzugt Alkaliionen als Kationen enthalten. Verwendbare Seifen
sind bevorzugt die Alkalisalze der gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren mit 12
bis 18 C-Atomen. Derartige Fettsäuren können auch in nicht vollständig neutralisierter
Form eingesetzt werden. Zu den brauchbaren Tensiden des Sulfat-Typs gehören die Salze
der Schwefelsäurehalbester von Fettalkoholen mit 12 bis 18 C-Atomen und die Sulfatierungsprodukte
der genannten nichtionischen Tenside mit niedrigem Ethoxylierungsgrad. Zu den verwendbaren
Tensiden vom Sulfonat-Typ gehören lineare Alkylbenzolsulfonate mit 9 bis 14 C-Atomen
im Alkylteil, Alkansulfonate mit 12 bis 18 C-Atomen, sowie Olefinsulfonate mit 12
bis 18 C-Atomen, die bei der Umsetzung entsprechender Monoolefine mit Schwefeltrioxid
entstehen, sowie alpha-Sulfofettsäureester, die bei der Sulfonierung von Fettsäuremethyl-
oder -ethylestern entstehen.
[0014] Derartige Tenside sind in Reinigungs- oder Waschmitteln in Mengenanteilen von vorzugsweise
5 Gew.-% bis 50 Gew.-%, insbesondere von 8 Gew.-% bis 30 Gew.-%, enthalten, während
Mittel zur Reinigung von Geschirr vorzugsweise 0,1 Gew.-% bis 20 Gew.-%, insbesondere
0,2 Gew.-% bis 5 Gew.-% Tenside, enthalten.
[0015] Ein Wasch- oder Reinigungsmittel enthält vorzugsweise mindestens einen wasserlöslichen
und/oder wasserunlöslichen, organischen und/oder anorganischen Builder. Zu den wasserlöslichen
organischen Buildersubstanzen gehören Polycarbonsäuren, insbesondere Citronensäure
und Zuckersäuren, monomere und polymere Aminopolycarbonsäuren, insbesondere Glycindiessigsäure,
Methylglycindiessigsäure, Nitrilotriessigsäure, Iminodisuccinate wie Ethylendiamin-N,N'-dibernsteinsäure
und Hydroxyiminodisuccinate, Ethylendiamintetraessigsäure sowie Polyasparaginsäure,
Polyphosphonsäuren, insbesondere Aminotris(methylenphosphonsäure), Ethylendiamin-tetrakis(methylenphosphonsäure),
Lysintetra(methylenphosphosäure) und 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure, polymere
Hydroxyverbindungen wie Dextrin sowie polymere (Poly-)carbonsäuren, insbesondere durch
Oxidation von Polysacchariden zugängliche Polycarboxylate, polymere Acrylsäuren, Methacrylsäuren,
Maleinsäuren und Mischpolymere aus diesen, die auch geringe Anteile polymerisierbarer
Substanzen ohne Carbonsäurefunktionalität einpolymerisiert enthalten können. Die relative
mittlere Molekülmasse (hier und im Folgenden: Gewichtsmittel) der Homopolymeren ungesättiger
Carbonsäuren liegt im allgemeinen zwischen 5 000 g/mol und 200 000 g/mol, die der
Copolymeren zwischen 2 000 g/mol und 200 000 g/mol, vorzugsweise 50 000 g/mol bis
120 000 g/mol, jeweils bezogen auf freie Säure. Ein besonders bevorzugtes Acrylsäure-Maleinsäure-Copolymer
weist eine relative mittlere Molekülmasse von 50 000 bis 100 000 auf. Geeignete, wenn
auch weniger bevorzugte Verbindungen dieser Klasse sind Copolymere der Acrylsäure
oder Methacrylsäure mit Vinylethern, wie Vinylmethylethern, Vinylester, Ethylen, Propylen
und Styrol, in denen der Anteil der Säure mindestens 50 Gew.-% beträgt. Als wasserlösliche
organische Buildersubstanzen können auch Terpolymere eingesetzt werden, die als Monomere
zwei ungesättigte Säuren und/oder deren Salze sowie als drittes Monomer Vinylalkohol
und/ oder ein Vinylalkohol-Derivat oder ein Kohlenhydrat enthalten. Das erste saure
Monomer beziehungsweise dessen Salz leitet sich von einer monoethylenisch ungesättigten
C
3-C
8-Carbonsäure und vorzugsweise von einer C
3-C
4-Monocarbonsäure, insbesondere von (Meth)-acrylsäure ab. Das zweite saure Monomer
beziehungsweise dessen Salz kann ein Derivat einer C
4-C
8-Dicarbonsäure sein, wobei Maleinsäure besonders bevorzugt ist. Die dritte monomere
Einheit wird in diesem Fall von Vinylalkohol und/oder vorzugsweise einem veresterten
Vinylalkohol gebildet. Insbesondere sind Vinylalkohol-Derivate bevorzugt, welche einen
Ester aus kurzkettigen Carbonsäuren, beispielsweise von C
1-C
4-Carbonsäuren, mit Vinylalkohol darstellen. Bevorzugte Polymere enthalten dabei 60
Gew.-% bis 95 Gew.-%, insbesondere 70 Gew.-% bis 90 Gew.-% (Meth)acrylsäure bzw. (Meth)acrylat,
besonders bevorzugt Acrylsäure bzw. Acrylat, und Maleinsäure bzw. Maleinat sowie 5
Gew.-% bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 10 Gew.-% bis 30 Gew.-% Vinylalkohol und/oder Vinylacetat.
Ganz besonders bevorzugt sind dabei Polymere, in denen das Gewichtsverhältnis von
(Meth)acrylsäure beziehungsweise (Meth)acrylat zu Maleinsäure beziehungsweise Maleinat
zwischen 1:1 und 4:1, vorzugsweise zwischen 2:1 und 3:1 und insbesondere 2:1 und 2,5:1
liegt. Dabei sind sowohl die Mengen als auch die Gewichtsverhältnisse auf die Säuren
bezogen. Das zweite saure Monomer beziehungsweise dessen Salz kann auch ein Derivat
einer Allylsulfonsäure sein, die in 2-Stellung mit einem Alkylrest, vorzugsweise mit
einem C
1-C
4-Alkylrest, oder einem aromatischen Rest, der sich vorzugsweise von Benzol oder Benzol-Derivaten
ableitet, substituiert ist. Bevorzugte Terpolymere enthalten dabei 40 Gew.-% bis 60
Gew.-%, insbesondere 45 bis 55 Gew.-% (Meth)acrylsäure beziehungsweise (Meth)acrylat,
besonders bevorzugt Acrylsäure beziehungsweise Acrylat, 10 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise
15 Gew.-% bis 25 Gew.-% Methallylsulfonsäure bzw. Methallylsulfonat und als drittes
Monomer 15 Gew.-% bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 20 Gew.-% bis 40 Gew.-% eines Kohlenhydrats.
Dieses Kohlenhydrat kann dabei beispielsweise ein Mono-, Di-, Oligo- oder Polysaccharid
sein, wobei Mono-, Di- oder Oligosaccharide bevorzugt sind. Besonders bevorzugt ist
Saccharose. Durch den Einsatz des dritten Monomers werden vermutlich Sollbruchstellen
in das Polymer eingebaut, die für die gute biologische Abbaubarkeit des Polymers verantwortlich
sind. Diese Terpolymere weisen im Allgemeinen eine relative mittlere Molekülmasse
zwischen 1 000 g/mol und 200 000 g/mol, vorzugsweise zwischen 200 g/mol und 50 000
g/mol auf. Weitere bevorzugte Copolymere sind solche, die als Monomere Acrolein und
Acrylsäure/Acrylsäuresalze beziehungsweise Vinylacetat aufweisen. Die organischen
Buildersubstanzen können, insbesondere zur Herstellung flüssiger Mittel, in Form wässriger
Lösungen, vorzugsweise in Form 30- bis 50-gewichtsprozentiger wässriger Lösungen eingesetzt
werden. Alle genannten Säuren werden in der Regel in Form ihrer wasserlöslichen Salze,
insbesondere ihre Alkalisalze, eingesetzt. Derartige organische Buildersubstanzen
können gewünschtenfalls in Mengen bis zu 40 Gew.-%, insbesondere bis zu 25 Gew.-%
und vorzugsweise von 1 Gew.-% bis 8 Gew.-% enthalten sein. Mengen nahe der genannten
Obergrenze werden vorzugsweise in pastenförmigen oder flüssigen, insbesondere wasserhaltigen,
Mitteln eingesetzt.
[0016] Als wasserlösliche anorganische Buildermaterialien kommen insbesondere Polyphosphate,
vorzugsweise Natriumtriphosphat, in Betracht. Als wasserunlösliche anorganische Buildermaterialien
werden insbesondere kristalline oder amorphe, wasserdispergierbare Alkalialumosilikate,
in Mengen nicht über 25 Gew.-%, vorzugsweise von 3 Gew.-% bis 20 Gew.-% und insbesondere
in Mengen von 5 Gew.-% bis 15 Gew.-% eingesetzt. Unter diesen sind die kristallinen
Natriumalumosilikate in Waschmittelqualität, insbesondere Zeolith A, Zeolith P sowie
Zeolith MAP und gegebenenfalls Zeolith X, bevorzugt. Mengen nahe der genannten Obergrenze
werden vorzugsweise in festen, teilchenförmigen Mitteln eingesetzt. Geeignete Alumosilikate
weisen insbesondere keine Teilchen mit einer Korngröße über 30 µm auf und bestehen
vorzugsweise zu wenigstens 80 Gew.-% aus Teilchen mit einer Größe unter 10 µm. Ihr
Calciumbindevermögen liegt in der Regel im Bereich von 100 bis 200 mg CaO pro Gramm.
[0017] Zusätzlich oder alternativ zum genannten wasserunlöslichen Alumosilikat und Alkalicarbonat
können weitere wasserlösliche anorganische Buildermaterialien enthalten sein. Zu diesen
gehören neben den Polyphosphaten wie Natriumtriphosphat insbesondere die wasserlöslichen
kristallinen und/oder amorphen Alkalisilikat-Builder. Derartige wasserlösliche anorganische
Buildermaterialien sind in den Mitteln vorzugsweise in Mengen von 1 Gew.-% bis 20
Gew.-%, insbesondere von 5 Gew.-% bis 15 Gew.-% enthalten. Die als Buildermaterialien
brauchbaren Alkalisilikate weisen vorzugsweise ein molares Verhältnis von Alkalioxid
zu SiO
2 unter 0,95, insbesondere von 1:1,1 bis 1:12 auf und können amorph oder kristallin
vorliegen. Bevorzugte Alkalisilikate sind die Natriumsilikate, insbesondere die amorphen
Natriumsilikate, mit einem molaren Verhältnis Na
2O:SiO
2 von 1:2 bis 1:2,8. Als kristalline Silikate, die allein oder im Gemisch mit amorphen
Silikaten vorliegen können, werden vorzugsweise kristalline Schichtsilikate der allgemeinen
Formel Na
2Si
xO
2x+1 · y H
2O eingesetzt, in der x, das sogenannte Modul, eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine Zahl
von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Bevorzugte kristalline
Schichtsilikate sind solche, bei denen x in der genannten allgemeinen Formel die Werte
2 oder 3 annimmt. Insbesondere sind sowohl β- als auch δ-Natriumdisilikate (Na
2Si
2O
5 · y H
2O) bevorzugt. Auch aus amorphen Alkalisilikaten hergestellte, praktisch wasserfreie
kristalline Alkalisilikate der obengenannten allgemeinen Formel, in der x eine Zahl
von 1,9 bis 2,1 bedeutet, können in den Mitteln eingesetzt werden. In einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform wird ein kristallines Natriumschichtsilikat mit einem
Modul von 2 bis 3 eingesetzt, wie es aus Sand und Soda hergestellt werden kann. Natriumsilikate
mit einem Modul im Bereich von 1,9 bis 3,5 werden in einer weiteren Ausführungsform
eingesetzt. In einer bevorzugten Ausgestaltung solcher Mittel setzt man ein granulares
Compound aus Alkalisilikat und Alkalicarbonat ein, wie es zum Beispiel unter dem Namen
Nabion® 15 im Handel erhältlich ist.
[0018] Maschinelle Geschirreinigungsmittel sind vorzugsweise niederalkalisch und enthalten
die üblichen Alkaliträger wie zum Beispiel Alkalisilikate, Alkalicarbonate und/oder
Alkalihydrogencarbonate. Zu den üblicherweise eingesetzten Alkaliträgern zählen Carbonate,
Hydrogencarbonate und Alkalisilikate mit einem Molverhältnis SiO
2/M
2O (M = Alkaliatom) von 1,5 : 1 bis 2,5 : 1. Alkalisilikate können dabei in Mengen
von bis zu 30 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel, enthalten sein. Auf den Einsatz
der hoch alkalischen Metasilikate als Alkaliträger wird vorzugsweise ganz verzichtet.
Das in den Mitteln bevorzugt eingesetzte Alkaliträgersystem ist ein Gemisch aus Carbonat
und Hydrogencarbonat, vorzugsweise Natriumcarbonat und -hydrogencarbonat, das in einer
Menge von bis zu 60 Gew.-%, vorzugsweise 10 Gew.-% bis 40 Gew.-%, enthalten ist. Je
nachdem, welcher pH-Wert letztendlich gewünscht wird, variiert das Verhältnis von
eingesetztem Carbonat und eingesetztem Hydrogencarbonat, üblicherweise wird jedoch
ein Überschuss an Natriumhydrogencarbonat eingesetzt, so dass das Gewichtsverhältnis
zwischen Hydrogencarbonat und Carbonat im allgemeinen 1 : 1 bis 15 : 1 beträgt.
[0019] In einer weiteren Ausführungsform der Mittel zur Reinigung von Geschirr sind in diesen
20 Gew.-% bis 40 Gew.-% wasserlöslicher organischer Builder, insbesondere Alkalicitrat,
5 Gew.-% bis 15 Gew.-% Alkalicarbonat und 20 Gew.-% bis 40 Gew.-% Alkalidisilikat
enthalten.
[0020] Als Bleichmittel kommen solche auf Chlorbasis, wie insbesondere Alkalihypochlorit,
Dichlorisocyanursäure, Trichlorisocyanursäure und deren Salze, wie auch solche auf
Persauerstoffbasis in Frage. Als geeignete Persauerstoffverbindungen kommen insbesondere
organische Persäuren beziehungsweise persaure Salze organischer Säuren, wie Phthalimidopercapronsäure,
Perbenzoesäure, Monoperoxyphthalsäure, und Diperdodecandisäure sowie deren Salze wie
Magnesiummonoperoxyphthalat, Wasserstoffperoxid und unter den Reinigungsbedingungen
Wasserstoffperoxid abgebende anorganische Salze, wie Perborat, Percarbonat und/oder
Persilikat, und Wasserstoffperoxid-Einschlußverbindungen, wie H
2O
2-Harnstoffaddukte, in Betracht. Wasserstoffperoxid kann dabei auch mit Hilfe eines
enzymatischen Systems, das heißt einer Oxidase und ihres Substrats, erzeugt werden.
Sofern feste Persauerstoffverbindungen eingesetzt werden sollen, können diese in Form
von Pulvern oder Granulaten verwendet werden, die auch in im Prinzip bekannter Weise
umhüllt sein können. Die Persauerstoffverbindungen können als solche oder in Form
diese enthaltender Mittel, die prinzipiell alle üblichen Wasch- oder Reinigungsmittelbestandteile
enthalten können, zu der Wasch- beziehungsweise Reinigungslauge zugegeben werden.
Besonders bevorzugt wird Alkalipercarbonat, Alkaliperborat-Monohydrat oder Wasserstoffperoxid
in Form wässriger Lösungen, die 3 Gew.-% bis 10 Gew.-% Wasserstoffperoxid enthalten,
eingesetzt. Falls ein Wasch- oder Reinigungsmittel Persauerstoffverbindungen enthält,
sind diese in Mengen von vorzugsweise bis zu 25 Gew.-%, insbesondere von 1 Gew.-%
bis 20 Gew.-% und besonders bevorzugt von 7 Gew.-% bis 20 Gew.-% vorhanden.
[0021] Als unter Perhydrolysebedingungen Peroxocarbonsäure-liefernde Verbindung können insbesondere
Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure
und/oder aliphatische Peroxocarbonsäuren mit 1 bis 12 C-Atomen, insbesondere 2 bis
4 C-Atomen ergeben, allein oder in Mischungen, eingesetzt werden. Geeignet Bleichaktivatoren,
die O- und/oder N-Acylgruppen insbesondere der genannten C-Atomzahl und/oder gegebenenfalls
substituierte Benzoylgruppen tragen. Bevorzugt sind mehrfach acylierte Alkylendiamine,
insbesondere Tetraacetylethylendiamin (TAED), acylierte Glykolurile, insbesondere
Tetraacetylglykoluril (TAGU), acylierte Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin
(DADHT), N-Acylimide, insbesondere N-Nonanoylsuccinimid (NOSI), acylierte Phenolsulfonate
oder-carboxyate beziehungsweise die Sulfon- oder Carbonsäuren von diesen, insbesondere
Nonanoyl- oder Isononanoyl- oder Lauroyloxybenzolsulfonat (NOBS beziehungsweise iso-NOBS
beziehungsweise LOBS) oder Decanoyloxybenzoat (DOBA), deren formale Kohlensäureesterderivate
wie 4-(2-Deanoyloxyethoxycarbonyloxy)-benzolsulfonat (DECOBS), acylierte mehrwertige
Alkohole, insbesondere Triacetin, Ethylenglykoldiacetat und 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran
sowie acetyliertes Sorbitol und Mannitol und deren Mischungen (SORMAN), acylierte
Zuckerderivate, insbesondere Pentaacetylglukose (PAG), Pentaacetylfruktose, Tetraacetylxylose
und Octaacetyllactose, acetyliertes, gegebenenfalls N-alkyliertes Glucamin und Gluconolacton,
und/oder N-acylierte Lactame, beispielsweise N-Benzoylcaprolactam.
[0022] Zusätzlich zu den Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen Peroxocarbonsäuren
bilden, können weitere bleichaktivierende Verbindungen, wie beispielsweise Nitrile,
aus denen sich unter Perhydrolysebedingungen Perimidsäuren bilden, vorhanden sein.
Dazu gehören insbesondere Aminoacetonitrilderivate mit quaterniertem Stickstoffatom
gemäß der Formel

in der R
1 für -H, -CH
3, einen C
2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest, einen substituierten C
1-24-Alkyl- oder C
2-24-Alkenylrest mit mindestens einem Substituenten aus der Gruppe -Cl, -Br, -OH, -NH
2, -CN und -N
(+)-CH
2-CN, einen Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C
1-24-Alkylgruppe, oder für einen substituierten Alkyl- oder Alkenylarylrest mit mindestens
einer, vorzugsweise zwei, gegebenenfalls substituierten C
1-24-Alkylgruppe(n) und gegebenenfalls weiteren Substituenten am aromatischen Ring steht,
R
2 und R
3 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -CH
2-CN, -CH
3, -CH
2-CH
3, -CH
2-CH
2-CH
3, -CH(CH
3)-CH
3,-CH
2-OH, -CH
2-CH
2-OH, -CH(OH)-CH
3, -CH
2-CH
2-CH
2-OH, -CH
2-CH(OH)-CH
3, -CH(OH)-CH
2-CH
3, -(CH
2CH
2-O)
nH mit n = 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, R
4 und R
5 unabhängig voneinander eine voranstehend für R
1, R
2 oder R
3 angegebene Bedeutung haben, wobei mindestens 2 der genannten Reste, insbesondere
R
2 und R
3, auch unter Einschluss des Stickstoffatoms und gegebenenfalls weiterer Heteroatome
ringschließend miteinander verknüpft sein können und dann vorzugsweise einen Morpholino-Ring
ausbilden, und X ein ladungsausgleichendes Anion, vorzugsweise ausgewählt aus Benzolsulfonat,
Toluolsulfonat, Cumolsulfonat, den C
9-15-Alkylbenzolsulfonaten, den C
1-20-Alkylsulfaten, den C
8-22-Carbonsäuremethylestersulfonaten, Sulfat, Hydrogensulfat und deren Gemischen, ist,
können eingesetzt werden. Auch sauerstoffübertragende Sulfonimine und/oder Acylhydrazone
können eingesetzt werden.
[0023] Auch die Anwesenheit von bleichkatalysierenden Übergangsmetallkomplexen ist möglich.
Diese werden vorzugsweise unter den Cobalt-, Eisen-, Kupfer-, Titan-, Vanadium-, Mangan-
und Rutheniumkomplexen ausgewählt. Als Liganden in derartigen Übergangsmetallkomplexen
kommen sowohl anorganische als auch organische Verbindungen in Frage, zu denen neben
Carboxylaten insbesondere Verbindungen mit primären, sekundären und/oder tertiären
Amin- und/oder Alkohol-Funktionen, wie Pyridin, Pyridazin, Pyrimidin, Pyrazin, Imidazol,
Pyrazol, Triazol, 2,2'-Bispyridylamin, Tris-(2-pyridylmethyl)amin, 1,4,7-Triazacyclononan,
1,4,7-Trimethyl-1,4,7-triazacyclononan, 1,5,9-Trimethyl-1,5,9-triazacyclododecan,
(Bis-((1-methylimidazol-2-yl)-methyl))-(2-pyridylmethyl)-amin, N,N'-(Bis-(1-methylimidazol-2-yl)-methyl)-ethylendiamin,
N-Bis-(2-benzimidazolylmethyl)-aminoethanol, 2,6-Bis-(bis-(2-benzimidazolylmethyl)aminomethyl)-4-methylphenol,
N,N,N',N'-Tetrakis-(2-benzimidazolylmethyl)-2-hydroxy-1,3-diaminopropan, 2,6-Bis-(bis-(2-pyridylmethyl)aminomethyl)-4-methylphenol,
1,3-Bis-(bis-(2-benzimidazolylmethyl)aminomethyl)-benzol, Sorbitol, Mannitol, Erythritol,
Adonitol, Inositol, Lactose, und gegebenenfalls substituierte Salene, Porphine und
Porphyrine gehören. Zu den anorganischen Neutralliganden gehören insbesondere Ammoniak
und Wasser. Falls nicht sämtliche Koordinationsstellen des Übergangsmetallzentralatoms
durch Neutralliganden besetzt sind, enthält der Komplex weitere, vorzugsweise anionische
und unter diesen insbesondere ein- oder zweizähnige Liganden. Zu diesen gehören insbesondere
die Halogenide wie Fluorid, Chlorid, Bromid und lodid, und die (NO
2)-Gruppe, das heißt ein Nitro-Ligand oder ein Nitrito-Ligand. Die (NO
2)
--Gruppe kann an ein Übergangsmetall auch chelatbildend gebunden sein oder sie kann
zwei Übergangsmetallatome asymmetrisch oder η
1-O-verbrücken. Außer den genannten Liganden können die Übergangsmetallkomplexe noch
weitere, in der Regel einfacher aufgebaute Liganden, insbesondere ein- oder mehrwertige
Anionliganden, tragen. In Frage kommen beispielsweise Nitrat, Acetat, Trifluoracetat,
Formiat, Carbonat, Citrat, Oxalat, Perchlorat sowie komplexe Anionen wie Hexafluorophosphat.
Die Anionliganden sollen für den Ladungsausgleich zwischen Übergangsmetall-Zentralatom
und dem Ligandensystem sorgen. Auch die Anwesenheit von Oxo-Liganden, Peroxo-Liganden
und Imino-Liganden ist möglich. Insbesondere derartige Liganden können auch verbrückend
wirken, so dass mehrkernige Komplexe entstehen. Im Falle verbrückter, zweikerniger
Komplexe müssen nicht beide Metallatome im Komplex gleich sein. Auch der Einsatz zweikerniger
Komplexe, in denen die beiden Übergangsmetallzentralatome unterschiedliche Oxidationszahlen
aufweisen, ist möglich. Falls Anionliganden fehlen oder die Anwesenheit von Anionliganden
nicht zum Ladungsausgleich im Komplex führt, sind in den gemäß der Erfindung zu verwendenden
Übergangsmetallkomplex-Verbindungen anionische Gegenionen anwesend, die den kationischen
Übergangsmetall-Komplex neutralisieren. Zu diesen anionischen Gegenionen gehören insbesondere
Nitrat, Hydroxid, Hexafluorophosphat, Sulfat, Chlorat, Perchlorat, die Halogenide
wie Chlorid oder die Anionen von Carbonsäuren wie Formiat, Acetat, Oxalat, Benzoat
oder Citrat. Beispiele für einsetzbare Übergangsmetallkomplex-Verbindungen sind Mn(IV)
2(µ-O)
3(1,4,7-trimethyl-1,4,7-triazacyclononan)-di-hexafluorophosphat, [N,N'-Bis[(2-hydroxy-5-vinylphenyl)-methylen]-1,2-diaminocyclohexan]-mangan-(III)-chlorid,
[N,N'-Bis[(2-hydroxy-5-nitrophenyl)-methylen]-1,2-diaminocyclohexan]-mangan-(III)-acetat,
[N,N'-Bis[(2-hydroxyphenyl)-methylen]-1,2-phenylendiamin]-mangan-(III)-acetat, [N,N'-Bis[(2-hydroxyphenyl)-methylen]-1,2-diaminocyclohexan]-mangan-(III)-chlorid,
[N,N'-Bis[(2-hydroxyphenyl)-methylen]-1,2-diaminoethan]-mangan-(III)-chlorid, [N,N'-Bis[(2-hydroxy-5-sulfonatophenyl)-methylen]-1,2-diaminoethan]-mangan-(III)-chlorid,
Mangan-oxalatokomplexe, Nitropentammin-cobalt(III)-chlorid, Nitritopentammincobalt(III)-chlorid,
Hexammincobalt(III)-chlorid, Chloropentammin-cobalt(III)-chlorid sowie der Peroxo-Komplex
[(NH
3)
5Co-O-O-Co(NH
3)
5]Cl
4.
[0024] Als in den Wasch- oder Reinigungsmitteln gegebenenfalls enthaltene Enzyme kommen
insbesondere solche aus der Klasse der Proteasen, Lipasen, Cutinasen, Amylasen, Pullulanasen,
Xylanasen, Hemicellulasen, Cellulasen, Peroxidasen sowie Oxidasen beziehungsweise
deren Gemische in Frage, wobei der Einsatz von Protease, Amylase, Lipase und/oder
Cellulase besonders bevorzugt ist. Der Anteil beträgt vorzugsweise 0,2 Gew.-% bis
1,5 Gew.-%, insbesondere 0,5 Gew.-% bis 1 Gew.-%. Die Enzyme können in üblicher Weise
an Trägerstoffen adsorbiert und/oder in Hüllsubstanzen eingebettet sein oder als konzentrierte,
möglichst wasserfreie Flüssigformulierungen eingearbeitet werden.
[0025] Geeignete Vergrauungsinhibitoren beziehungsweise soil-release-Wirkstoffe sind Celluloseether,
wie Carboxymethylcellulose, Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulosen und Cellulosemischether,
wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose und Methyl-Carboxymethylcellulose.
Vorzugsweise werden Natrium-Carboxymethylcellulose und deren Gemische mit Methylcellulose
eingesetzt. Zu den üblicherweise eingesetzten Soil-release-Wirkstoffen gehören Copolyester,
die Dicarbonsäureeinheiten, Alkylenglykoleinheiten und Polyalkylenglykoleinheiten
enthalten. Der Anteil an Vergrauungsinhibitoren und/oder soil-release-Wirkstoffen
in den Mitteln liegt im allgemeinen nicht über 2 Gew.-% und beträgt vorzugsweise 0,5
Gew.-% bis 1,5 Gew.-%.
[0026] Als optische Aufheller für insbesondere Textilien aus Cellulosefasern (zum Beispiel
Baumwolle) können in Waschmitteln beispielsweise Derivate der Diaminostilbendisulfonsäure
beziehungsweise deren Alkalimetallsalze enthalten sein. Geeignet sind zum Beispiel
Salze der 4,4'-Bis(2-anilino-4-morpholino-1,3,5-triazin-6-yl-amino)-stilben-2,2'-disulfonsäure
oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle der Morpholinogruppe eine Diethanolaminogruppe,
eine Methylaminogruppe oder eine 2-Methoxyethylaminogruppe tragen. Weiterhin können
Aufheller vom Typ des substituierten 4,4'-Distyryl-diphenyl anwesend sein, zum Beispiel
4,4'-Bis-(4-chlor-3-sulfostyryl)-diphenyl. Auch Gemische von Aufhellern können verwendet
werden. Für Polyamidfasern eignen sich besonders gut Aufheller vom Typ der 1,3-Diaryl-2-pyrazoline,
beispielsweise 1-(p-Sulfoamoylphenyl)-3-(p-chlorphenyl)-2-pyrazolin sowie gleichartig
aufgebaute Verbindungen. Der Gehalt des Mittels an optischen Aufhellern beziehungsweise
Aufhellergemischen liegt im allgemeinen nicht über 1 Gew.-%, vorzugsweise 0,05 Gew.-%
bis 0,5 Gew.-%. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Mittel frei von derartigen
Wirkstoffen.
[0027] Zu den in insbesondere Waschmitteln einsetzbaren üblichen Schaumregulatoren gehören
beispielsweise Polysiloxan-Kieselsäure-Gemische, wobei die darin enthaltene feinteilige
Kieselsäure vorzugsweise silaniert oder anderweitig hydrophobiert ist. Die Polysiloxane
können sowohl aus linearen Verbindungen wie auch aus vernetzten Polysiloxan-Harzen
sowie aus deren Gemischen bestehen. Weitere Entschäumer sind Paraffinkohlenwasserstoffe,
insbesondere Mikroparaffine und Paraffinwachse, deren Schmelzpunkt oberhalb 40 °C
liegt, gesättigte Fettsäuren beziehungsweise Seifen mit insbesondere 20 bis 22 C-Atomen,
zum Beispiel Natriumbehenat, und Alkalisalze von Phosphorsäuremono- und/oder -dialkylestern,
in denen die Alkylketten jeweils 12 bis 22 C-Atome aufweisen. Unter diesen wird bevorzugt
Natriummonoalkylphosphat und/oder -dialkylphosphat mit C
16- bis C
18-Alkylgruppen eingesetzt. Der Anteil der Schaumregulatoren kann vorzugsweise 0,2 Gew.-%
bis 2 Gew.-% betragen.
[0028] Die Mittel können Wasser als Lösungsmittel enthalten. Zu den in den Mitteln, insbesondere
wenn sie in flüssiger oder pastöser Form vorliegen, verwendbaren organischen Lösungsmitteln
gehören Alkohole mit 1 bis 4 C-Atomen, insbesondere Methanol, Ethanol, Isopropanol
und tert.-Butanol, Diole mit 2 bis 4 C-Atomen, insbesondere Ethylenglykol und Propylenglykol,
sowie deren Gemische und die aus den genannten Verbindungsklassen ableitbaren Ether.
Derartige wassermischbare Lösungsmittel sind in den Mitteln in Mengen von vorzugsweise
nicht über 20 Gew.-%, insbesondere von 1 Gew.-% bis 15 Gew.-%, vorhanden.
[0029] Zur Einstellung eines gewünschten, sich durch die Mischung der übrigen Komponenten
nicht von selbst ergebenden pH-Werts können die Mittel system- und umweltverträgliche
Säuren, insbesondere Citronensäure, Essigsäure, Weinsäure, Äpfelsäure, Milchsäure,
Glykolsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure und/oder Adipinsäure, aber auch Mineralsäuren,
insbesondere Schwefelsäure oder Alkalihydrogensulfate, oder Basen, insbesondere Ammonium-
oder Alkalihydroxide, enthalten. Derartige pH-Regulatoren sind vorzugsweise nicht
über 10 Gew.-%, insbesondere von 0,5 Gew.-% bis 6 Gew.-%, enthalten.
[0030] Die Herstellung fester Mittel bietet keine Schwierigkeiten und kann in im Prinzip
bekannter Weise, zum Beispiel durch Sprühtrocknen oder Granulation, erfolgen, wobei
thermisch empfindliche Inhaltstoffe gegebenenfalls später getrennt zugesetzt werden.
[0031] Mittel in Form wässriger oder sonstige übliche Lösungsmittel enthaltender Lösungen
werden besonders vorteilhaft durch einfaches Mischen der Inhaltsstoffe, die in Substanz
oder als Lösung in einen automatischen Mischer gegeben werden können, hergestellt.
[0032] Die Mittel liegen vorzugsweise als pulverförmige, granulare oder tablettenförmige
Präparate vor, die in an sich bekannter Weise, beispielsweise durch Mischen, Granulieren,
Walzenkompaktieren und/oder durch Sprühtrocknung der thermisch belastbaren Komponenten
und Zumischen der empfindlicheren Komponenten, zu denen insbesondere Enzyme, Bleichmittel
und bleichaktivierende Wirkstoffe zu rechnen sind, hergestellt werden können. Zur
Herstellung von Mitteln mit erhöhtem Schüttgewicht, insbesondere im Bereich von 650
g/l bis 950 g/l, ist ein einen Extrusionsschritt aufweisendes Verfahren bevorzugt.
[0033] Zur Herstellung von Mitteln in Tablettenform geht man vorzugsweise derart vor, dass
man alle Bestandteile in einem Mischer miteinander vermischt und das Gemisch mittels
herkömmlicher Tablettenpressen, beispielsweise Exzenterpressen oder Rundläuferpressen,
mit Pressdrucken im Bereich von 200 10
5 Pa bis 1 500 · 10
5 Pa verpresst. Man erhält so problemlos bruchfeste und dennoch unter Anwendungsbedingungen
ausreichend schnell lösliche Tabletten mit Biegefestigkeit von normalerweise über
150 N. Vorzugsweise weist eine derart hergestellte Tablette ein Gewicht von 15 g bis
40 g, insbesondere von 20 g bis 30 g auf, bei einem Durchmesser von 35 mm bis 40 mm.
Beispiele
Beispiel 1
[0034] Polyethylenimin (MW 600g/mol) wurde in 1 Gew.-%iger Lösung auf Läppchen aus Baumwolle
zwangsappliziert, die Läppchen wurden getrocknet und auf Agarplatten mit dem bakteriellen
Teststamm Staphylococcus aureus (10
5 cfu/ml) beaufschlagt und bebrütet. Nach 24 Stunden ergab sich eine Inhibierungszone
mit einem Durchmesser von 2,5 mm.
Beispiel 2
[0035]
Zusammensetzung von Waschmitteln (Gew.-%)
| |
A |
B |
C |
D |
E |
F |
G |
H |
| C10-13-Alkylbenzolsulfonat, Na-Salz |
9 |
10 |
6 |
7 |
5 |
15 |
15 |
9 |
| C12-18-Fettalkohol mit 7 EO |
8 |
9 |
6 |
7 |
5 |
6 |
11 |
10 |
| C12-14-Fettalkoholsulfat mit 2EO |
- |
- |
8 |
7 |
10 |
2 |
2 |
5 |
| C12-18-Fettsäure, Na-Salz |
4 |
3 |
3 |
3 |
4 |
2 |
4 |
7 |
| Zitronensäure |
2 |
3 |
3 |
2 |
2 |
2 |
2 |
3 |
| Natriumhydroxid, 50 % |
3 |
3 |
2 |
3 |
3 |
3 |
3 |
4 |
| Borsäure |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
| Enzyme (Amylase, Protease, Cellulase) |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
| Parfüm |
1 |
0,5 |
0,5 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
| Propandiol |
- |
- |
- |
- |
- |
5 |
5 |
- |
| Ethanol |
1,5 |
1,5 |
1,5 |
1,5 |
1,5 |
1,5 |
1,5 |
5 |
| PVA/Maleinsäure-Copolymer |
0,1 |
- |
0,1 |
- |
- |
- |
- |
- |
| Optischer Aufheller |
- |
0,1 |
- |
0,1 |
0,2 |
0,2 |
0,2 |
0,2 |
| Trübungsmittel |
0,2 |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
| Phosphonsäure, Na-Salz |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
| erfindungswesentliches Polymer |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
| Wasser |
auf 100 |
1. Verwendung von Polyalkyleniminen, deren mittlere Molmasse (Gewichtsmittel) im Bereich
von 400 g/mol bis 50000 g/mol liegt und in denen das Verhältnis von primären zu sekundären
Aminogruppen im Bereich von 1:0,5 bis 1:1,5 liegt, zur Verhinderung der mikrobiellen
Besiedelung von textilen Oberflächen oder harten Haushaltsoberflächen, wobei es sich
bei dem Polyalkylenimin um ein Polymer mit einem N-Atom-haltigen Rückgrat handelt,
das an den Enden primäre Aminofunktionen und im Inneren sekundäre Aminofunktionen
aufweist, so dass sich nicht ein verzweigtkettiges, sondern ein lineares Polyalkylenimin
ergibt.
2. Verwendung eines Wasch- oder Reinigungsmittels, das Polyalkylenimin enthält, dessen
mittlere Molmasse (Gewichtsmittel) im Bereich von 400 g/mol bis 50000 g/mol liegt
und in dem das Verhältnis von primären zu sekundären Aminogruppen im Bereich von 1:0,5
bis 1:1,5 liegt, zur Verhinderung der mikrobiellen Besiedelung von textilen Oberflächen
oder harten Haushaltsoberflächen, wobei es sich bei dem Polyalkylenimin um ein Polymer
mit einem N-Atom-haltigen Rückgrat handelt, das an den Enden primäre Aminofunktionen
und im Inneren sekundäre Aminofunktionen aufweist, so dass sich nicht ein verzweigtkettiges,
sondern ein lineares Polyalkylenimin ergibt.
3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um die Besiedelung durch Bakterien, Pilze und/oder Viren handelt.
4. Verwendung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Waschmittel, welches Polyalkylenimin enthält, im Rahmen eines maschinellen
oder mit der Hand ausgeführten Waschvorgangs auf ein Textil einwirken lässt.
5. Verwendung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Reinigungsmittel, welches Polyalkylenimin enthält, im Rahmen eines maschinellen
oder mit der Hand ausgeführten Reinigungsvorgangs auf eine harte Oberfläche einwirken
lässt.
6. Verwendung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel 0,01 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 5 Gew.-% Polyalkylenimin
enthält.
7. Verwendung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zusätzlich Buildersubstanzen, oberflächenaktive Tenside, Bleichmittel,
Bleichaktivatoren und - katalysatoren, wassermischbare organische Lösungsmittel, Enzyme,
Sequestrierungsmittel, Elektrolyte, pH-Regulatoren oder weitere Hilfsstoffe enthält.
8. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Molmasse (Gewichtsmittel) des Polyalkylenimins im Bereich von 500 g/mol
bis 5000 g/mol liegt.
9. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man eine wässrige Wasch- oder Reinigungsflotte einsetzt, die 1 mg/l bis 500 mg/l,
insbesondere 5 mg/l bis 100 mg/l Polyalkylenimin enthält.
10. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die N-Atome im Polyalkylenimin durch Alkylengruppen mit 2 bis 12 C-Atomen, insbesondere
2 bis 6 C-Atomen, voneinander getrennt sind, wobei nicht sämtliche Alkylengruppen
die gleiche C-Atomzahl aufweisen müssen.
11. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Polyalkylenimin ein Polyethylenimin ist.
12. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von primären zu sekundären Aminogruppen im Polyalkylenimin im Bereich
von 1:0,7 bis 1:1 liegt.
1. The use of polyalkyleneimines, of which the average molar mass (weight average) is
in the range of from 400 g/mol to 50000 g/mol and in which the ratio of primary to
secondary amino groups is in the range of from 1:0.5 to 1:1.5, for preventing microbial
colonization of textile surfaces or hard household surfaces, wherein the polyalkyleneimine
is a polymer comprising an N atom-containing backbone that has primary amino functions
at the ends and secondary amino functions internally, such that a linear polyalkyleneimine,
and not a branched chain polyalkyleneimine, is produced.
2. The use of a washing or cleaning agent containing polyalkyleneimine, of which the
average molar mass (weight average) is in the range of from 400 g/mol to 50000 g/mol
and in which the ratio of primary to secondary amino groups is in the range of from
1:0.5 to 1:1.5, for preventing microbial colonization of textile surfaces or hard
household surfaces, wherein the polyalkyleneimine is a polymer comprising an N atom-containing
backbone that has primary amino functions at the ends and secondary amino functions
internally, such that a linear polyalkyleneimine, and not a branched chain polyalkyleneimine,
is produced.
3. The use according to claim 1 or 2, characterized in that it relates to colonization by bacteria, fungi and/or viruses.
4. The use according to claim 1 or 3, characterized in that a washing agent containing polyalkyleneimine is allowed to act on a textile as part
of a washing process carried out by a machine or by hand.
5. The use according to claim 1 or 3, characterized in that a cleaning agent containing polyalkyleneimine is allowed to act on a hard surface
as part of a cleaning process carried out by a machine or by hand.
6. The use according to one of claims 2 to 5, characterized in that the agent contains 0.01 wt.% to 10 wt.%, in particular 0.1 wt.% to 5 wt.% polyalkyleneimine.
7. The use according to one of claims 2 to 5, characterized in that the agent additionally contains builders, surface-active surfactants, bleaching agents,
bleach activators and catalysts, water-miscible organic solvents, enzymes, sequestering
agents, electrolytes, pH regulators or other auxiliaries.
8. The use according to one of claims 1 to 7, characterized in that the average molar mass (weight average) of the polyalkyleneimine is in the range
of from 500 g/mol to 5000 g/mol.
9. The use according to one of claims 1 to 8, characterized in that an aqueous washing or cleaning liquor is used which contains 1 mg/l to 500 mg/l,
in particular 5 mg/l to 100 mg/l polyalkyleneimine.
10. The use according to one of claims 1 to 9, characterized in that the N atoms in the polyalkyleneimine are separated from one another by alkylene groups
having 2 to 12 C atoms, in particular 2 to 6 C atoms, it not being necessary for all
the alkylene groups to have the same number of C atoms.
11. The use according to one of claims 1 to 10, characterized in that the polyalkyleneimine is a polyethyleneimine.
12. The use according to one of claims 1 to 11, characterized in that the ratio of primary to secondary amino groups in the polyalkyleneimine is in the
range of from 1:0.7 to 1:1.
1. Utilisation de polyalkylèneimines dont la masse molaire moyenne (poids moyen) est
comprise entre 400 g/mol et 50 000 g/mol et dans lesquelles le rapport des groupes
amino primaires aux groupes amino secondaires est compris entre 1:0,5 et 1:1,5 pour
empêcher la colonisation microbienne de surfaces textiles ou de surfaces domestiques
dures, la polyalkylèneimine étant un polymère comportant un squelette contenant des
atomes N et présentant des fonctions amino primaires aux extrémités et des fonctions
amino secondaires à l'intérieur, ce qui permet d'obtenir une polyalkylèneimine linéaire,
et non à chaîne ramifiée.
2. Utilisation d'un agent de lavage ou de nettoyage contenant une polyalkylèneimine dont
la masse molaire moyenne (poids moyen) est comprise entre 400 g/mol et 50 000 g/mol
et dans laquelle le rapport des groupes amino primaires aux groupes amino secondaires
est compris entre 1:0,5 et 1:1,5 pour empêcher la colonisation microbienne de surfaces
textiles ou de surfaces domestiques dures, la polyalkylèneimine étant un polymère
comportant un squelette contenant des atomes N et présentant des fonctions amino primaires
aux extrémités et des fonctions amino secondaires à l'intérieur, ce qui permet d'obtenir
une polyalkylèneimine linéaire, et non à chaîne ramifiée.
3. Utilisation selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la colonisation est effectuée par des bactéries, des champignons et/ou des virus.
4. Utilisation selon la revendication 1 ou 3, caractérisée en ce que l'on laisse agir, sur un textile, un agent de lavage contenant la polyalkylèneimine,
dans le cadre d'une opération de lavage en machine ou à la main.
5. Utilisation selon la revendication 1 ou 3, caractérisée en ce que l'on laisse agir, sur une surface dure, un agent de nettoyage contenant la polyalkylèneimine,
dans le cadre d'une opération de nettoyage en machine ou à la main.
6. Utilisation selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisée en ce que l'agent contient 0,01 à 10 % en poids, en particulier 0,1 à 5 % en poids de la polyalkylèneimine.
7. Utilisation selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisée en ce que l'agent contient en outre des substances adjuvantes, des tensioactifs, des agents
de blanchiment, des activateurs et des catalyseurs de blanchiment, des solvants organiques
miscibles dans l'eau, des enzymes, des agents séquestrants, des électrolytes, des
régulateurs de pH ou d'autres adjuvants.
8. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que la masse molaire moyenne (poids moyen) de la polyalkylèneimine est comprise entre
500 g/mol et 5 000 g/mol.
9. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce qu'un liquide aqueux de lavage ou de nettoyage est utilisé, lequel contient 1 mg/l à
500 mg/l, en particulier 5 mg/l à 100 mg/l de la polyalkylèneimine.
10. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que les atomes N dans la polyalkylèneimine sont séparés les uns des autres par des groupes
alkylène comportant 2 à 12 atomes C, en particulier 2 à 6 atomes C, les groupes alkylène
ne devant pas tous présenter le même nombre d'atomes C.
11. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que la polyalkylèneimine est une polyéthylèneimine.
12. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que le rapport des groupes amino primaires aux groupes amino secondaires dans la polyalkylèneimine
est compris entre 1:0,7 et 1:1.