| (19) |
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(11) |
EP 3 071 903 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.07.2020 Patentblatt 2020/30 |
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Anmeldetag: 14.11.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2014/074623 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2015/071418 (21.05.2015 Gazette 2015/20) |
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| (54) |
KALTKOPF FÜR TIEFTEMPERATUR-KÄLTEMASCHINE
COLD HEAD FOR CRYOGENIC REFRIGERATING MACHINE
TÊTE FROIDE POUR REFROIDISSEUR CRYOGÉNIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
18.11.2013 DE 202013010352 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.09.2016 Patentblatt 2016/39 |
| (73) |
Patentinhaber: Leybold GmbH |
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50968 Köln (DE) |
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Erfinder: |
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- WALTER, Gerhard, Wilhelm
50169 Kerpen (DE)
- DIETZ, Holger
51149 Köln (DE)
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| (74) |
Vertreter: dompatent von Kreisler Selting Werner -
Partnerschaft von Patent- und Rechtsanwälten mbB |
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Deichmannhaus am Dom
Bahnhofsvorplatz 1 50667 Köln 50667 Köln (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-03/036191 US-A- 5 878 580
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GB-A- 2 422 655
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Kaltkopf für eine Tieftemperatur-Kältemaschine.
[0002] WO 94/29653 beschreibt einen Kaltkopf für eine Tieftemperatur-Kältemaschine, der mit Helium als
Arbeitsgas betrieben wird und an einer Hochdruckquelle und einer Niederdruckquelle
angeschlossen ist. Der Kaltkopf enthält ein mehrkanaliges Steuerventil, das die Verbindung
eines Hochdruck-Einlasses und eines Niederdruck-Einlasses jeweils mit einer Kolben-Zylinder-Einheit
und mit einem warmseitigen Arbeitsraum des Kaltfingers steuert. Der Verdränger, der
einen Regenerator enthalten kann, begrenzt an seinem einen Ende einen warmseitigen
Arbeitsraum und am gegenüberliegenden Ende einen kaltseitigen Arbeitsraum. Während
der Verdränger durch die Kolben-Zylinder-Einheit periodisch hin- und herbewegt wird,
wird dem Gehäuse des Kaltkopfs ständig Wärme entzogen. Mit einem Kaltkopf mit einstufigem
Verdränger lassen sich Temperaturen bis herunter zu etwas 30 K erzeugen. Mit zwei-
oder dreistufigen Verdrängern können Temperaturen bis unter 1 K erzeugt werden. In
dem Kaltkopf wird mit dem Prozessgas, in der Regel Helium, ein thermodynamischer Kreisprozess
(Stirling Prozess oder Gifford-McMahon-Prozess) durchgeführt, wobei das Prozessgas
in einem geschlossenen Kreislauf geführt wird. Die Folge ist, dass dem einen Endbereich
des den Verdränger umschließenden Gehäuses Wärme entzogen wird.
[0003] Der Kaltkopf ist mit einem Kompressor verbunden. Da es sich um einen geschlossenen
Kreislauf handelt, ist sowohl der Hochdruckanschluss als auch der Niederdruckanschluss
des Kaltkopfs mit dem Kompressor verbunden. Derartige Kompressoren weisen üblicherweise
ein Überströmventil auf. Dieses ist in einem zwischen der Hochdruckseite und der Niederdruckseite
angeordneten Rückströmkanal angeordnet. Üblicherweise handelt es sich bei Überströmventilen
um federbelastete Rückschlagventile, die üblicherweise auf eine Differenzdruck zwischen
Hoch- und Niedrigdruck des Kompressors von beispielsweise 18 bar ausgelegt sind. Ist
an den Kompressor ein Kaltkopf angeschlossen, dessen Widerstand sehr groß ist, kommt
es zu einer Überhöhung des Arbeitsdrucks auf der Hochdruckseite am Kompressor. Zur
Abfuhr dieser überschüssigen Energie öffnet das Überströmventil, so dass das Kältemedium,
wie insbesondere Helium, über die Rückströmleitung zur Niederdruckseite des Kompressors
strömt. Aufgrund des zyklischen Prozesses des Kaltkopfs erfolgt eine gepulste Gaszufuhr
von dem Kompressor zu dem Kaltkopf. Hierbei können sich Gasschwingungen einstellen.
Dies kann, insbesondere über einen langen Zeitraum, zu einem häufigen Öffnen und Schließen
des Überströmventils führen. Hierdurch treten erhebliche Überlastungen des Überströmventils
auf. Diese können zu einer Beschädigung oder sogar Zerstörung des Ventilsitzes des
Überströmventils führen. Des Weiteren treten hierbei erhebliche Geräuschentwicklungen
und Leistungsverluste auf. Bei einem beschädigten Überströmventil kann es ferner vorkommen,
dass Öl in den Kältekreislauf gelangt. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass Leistungsverluste
aufgrund der bestehenden Hysterese des Überströmventils zwischen Öffnungs- und Schließdruck
auftreten.
[0004] Ein Kaltkopf für Tieftemperatur-Kältemaschinen mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1 ist aus
WO 03/036191 bekannt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, die Belastung des Überströmventils zu verringern.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Kaltkopf gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0007] Der erfindungsgemäße Kaltkopf für eine Tieftemperatur-Kältemaschine weist in einem
gegebenenfalls mehrteiligen Gehäuse einen Arbeitsraum auf. In dem Arbeitsraum ist
ein ein- oder mehrstufiger Verdränger angeordnet. Ferner weist der Kaltkopf einen
Hochdruckanschluss zur Zufuhr von hochkomprimiertem Kältemedium zu dem Arbeitsraum
sowie einen Niederdruckanschluss zur Abfuhr von entspanntem bzw. einen niedrigen Druck
aufweisenden Kältemedium auf. Des Weiteren ist eine Steuerventileinrichtung vorgesehen.
Die Steuerventileinrichtung dient zum Steuern der Zu- und Abfuhr von Kältemedium in
bzw. aus dem Arbeitsraum. Hierbei kann die Steuereinrichtung mehrere Ventile, wie
beispielsweise ein Einlass- und ein Auslassventil, aufweisen. Bevorzugt ist es, dass
die Steuerventileinrichtung ein mehrkanaliges Steuerventil aufweist, durch das die
Verbindung zwischen dem Hochdruckanschluss, dem Niedrigdruckanschluss sowie dem Arbeitsraum
gesteuert wird.
[0008] Erfindungsgemäß weist der Kaltkopf einen Verteilkörper auf, in dem zumindest ein
erster Verbindungskanal vorgesehen ist. Der erste Verbindungskanal dient zur Verbindung
des Hochdruckanschlusses mit dem Arbeitsraum. Vorzugsweise erfolgt diese Verbindung
über die Steuerventileinrichtung, so dass der erste Verbindungskanal zwischen der
Steuerventileinrichtung und dem Arbeitsraum angeordnet ist. Vorzugsweise weist der
Verteilkörper zusätzlich einen zweiten Verbindungskanal auf, der zwischen der Steuerventileinrichtung
und dem Niederdruckanschluss angeordnet ist.
[0009] In besonders bevorzugter Ausführungsform ist der Verteilkörper derart ausgebildet,
dass er auch einen Steuerkanal aufweist. Der Steuerkanal dient zur Zu- und Abfuhr
von Steuermedium zu der Bewegungseinrichtung, d. h. insbesondere zu der Kolben-Zylinder-Einheit.
Bei dem Steuermedium handelt es sich vorzugsweise um das Kältemedium. Erfindungsgemäß
weist der Kaltkopf einen zwischen dem Hochdruckanschluss und dem Niederdruckanschluss
angeordneten bzw. die beiden Anschlüsse verbindenden Bypasskanal auf, der im Verteilkörper
vorgesehen ist. Hierüber kann erforderlichenfalls überschüssiges Kältemedium unmittelbar
von dem Hochdruckanschluss zum Niederdruckanschluss strömen, ohne dass es den Kaltkopf
durchströmt. Derartige auftretende Energieüberschüsse können somit über den Bypass
abgeleitet werden. Dies führt dazu, dass das in den Kompressor integrierte Überströmventil
entlastet wird. Gegebenenfalls kann das Überströmventil in dem Kompressor sogar vollständig
entfallen oder lediglich nur noch als Sicherheitseinrichtung vorgesehen werden. Dies
führt dazu, dass zumindest ein deutlich kostengünstigeres Überströmventil verwendet
werden kann.
[0010] Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist in dem Bypasskanal
eine Durchflussregulierungseinrichtung angeordnet. Hierbei handelt es sich beispielsweise
um eine Düse und/oder ein Ventil. Die Durchflussregulierungseinrichtung kann einstellbar
sein. Hierbei ist es möglich, dass vor dem Betrieb eine Festeinstellung erfolgt, so
dass das Ventil beispielsweise bei Überschreiten einer Druckdifferenz öffnet. Ferner
ist es möglich, eine Einstellung der Durchflussregulierungseinrichtung von außen,
d. h. von außerhalb des Kaltkopfes, zu ermöglichen. Insofern ist es gegebenenfalls
möglich, entsprechende Einstellungen auch während des Betriebs vorzunehmen.
[0011] Aufgrund des erfindungsgemäßen Vorsehens eines vorzugsweise eine Druckregulierungseinrichtung
aufweisenden Bypasses in dem Kaltkopf, kann eine erhebliche Kostenreduzierung bei
den verwendeten Kompressoren erzielt werden. Ferner kann die Betriebssicherheit der
Kompressoren verbessert und eine Erhöhung der Kompressorleistung erzielt werden. Auch
die Gefahr von Öldurchbrüchen aufgrund eines beschädigten Überströmventils im Kompressor
ist reduziert. Des Weiteren sind die Standzeiten erhöht und ein gleichbleibendes Geräuschverhalten
kann erzielt werden.
[0012] Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist der Kaltkopf eine Bewegungseinrichtung
zum Bewegen des Verdrängers auf. Bei der Bewegungseinrichtung, kann es sich um einen
Motor handeln. Mit Hilfe des Motors, bei dem es sich beispielsweise um einen Elektromotor
handeln kann, kann eine Bewegung des Verdrängers mit Hilfe einer Kulissenführung erfolgen.
Dies kann beispielsweise über einen Exzenter erfolgen, so dass die Drehbewegung des
Motors auf einfache Weise in eine Linearbewegung des Verdrängers überführt wird. Alternativ
kann zur Bewegung des Verdrängers eine Kolben-Zylinder-Einheit vorgesehen sein. Die
Kolben-Zylinder-Einheit kann beispielsweise über ein gesondertes Hydrauliksystem betrieben
werden. Bevorzugt ist es jedoch, die Kolben-Zylinder-Einheit zur Betätigung mit dem
Hochdruckanschluss und dem Niederdruckanschluss zu verbinden. Das Betätigen der Kolben-Zylinder-Einheit
und somit das Bewegen des Verdrängers, erfolgt somit in bevorzugter Ausführungsform
mittels des Kältemediums.
[0013] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme
auf die anliegenden Zeichnungen näher erläutert.
[0014] Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Tieftemperatur-Kältemaschine nach dem Stand der
Technik,
- Figur 2
- eine schematische Darstellung einer Tieftemperatur-Kältemaschine gemäß der Erfindung
und
- Figur 3
- eine schematische Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsform eines Kaltkopfes.
[0015] Eine Tieftemperatur-Kältemaschine nach dem Stand der Technik (Figur 1) weist einen
Kompressor 10 auf, durch den Kältemedium, wie Helium, komprimiert wird.
[0016] Hochdruckseitig ist der Kompressor 10 über eine Leitung 12 mit einem Hochdruckanschluss
14 eines Kaltkopfs 16 verbunden. Ein Niedrigdruckanschluss 18 des Kaltkopfes 16 ist
über eine Leitung 20 mit der Niedrigdruckseite des Kompressors 10 verbunden. Zur Vermeidung
von Überlastungen des Kompressors 10 ist in einer Rückströmleitung 22, die die Hochdruckseite
des Kompressors 10 mit der Niedrigdruckseite des Kompressors 10 verbindet, ein Rückschlagventil
24 angeordnet.
[0017] Innerhalb des Kaltkopfes 16 ist ein Arbeitsraum 26 vorgesehen, in dem ein in Figur
1 nicht dargestellter Verdrängerkolben angeordnet ist. Ein Einlassventil 28 ist mit
dem Hochdruckanschluss 14 verbunden, so dass bei geöffnetem Einlassventil 28 komprimiertes
Kältemedium in den Arbeitsraum 26 strömt. Über ein Auslassventil 30 kann expandiertes
Kältemedium zum Niederdruckanschluss 18 geführt werden.
[0018] Bei dem in Figur 2 dargestellten prinzipiellen Aufbau eines erfindungsgemäßen Systems
sind ähnliche und identische Bauteile mit denselben Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0019] Erfindungsgemäß ist in schematischer Darstellung zwischen dem Einlassventil 28 des
Kaltkopfes 16 und dem Auslassventil 30 des Kaltkopfes 16 ein Bypasskanal 32 vorgesehen,
in der gegebenenfalls eine Durchflussregulierungseinrichtung angeordnet ist. Wie in
Figur 2 gestrichelt dargestellt, können durch Vorsehen des erfindungsgemäßen Bypasskanals
32 die Rückströmleitung 22 sowie das Überströmventil 24 entfallen.
[0020] Eine bevorzugte Ausführungsform des Kaltkopfes 16 ist in schematischer Schnittansicht
in Figur 3 dargestellt.
[0021] Der Kaltkopf 16 hat ein Gehäuse, welches aus den beiden Gehäuseteilen 34 und 36 besteht.
Im Gehäuseteil 34 sind zwei zylindrische kaltseitige Arbeitsräume 38 und 40 für die
beiden Verdrängerstufen 42 und 44 untergebracht.
[0022] Die obere Verdrängerstufe 42 begrenzt einen warmseitigen Arbeitstraum 46 und sie
ist mit einem Antriebskolben 48 ausgerüstet, der in einem Zylinder 50 eines Verteilkörpers
52 untergebracht ist. Der Verdränger 42, 44 ist somit in einem aus mehreren Teilräumen
bestehen Arbeitsraum 38, 40, 46 angeordnet.
[0023] Der Verteilkörper 52 begrenzt den warmseitigen Arbeitsraum 46. Er ist mit Bohrungen
ausgestattet, die einen Steuerkanal 54, einen ersten Verbindungskanal 56 sowie einen
zweiten Verbindungskanal 57 bilden. Der erste Verbindungskanal 56 mündet in den Arbeitsraum
46 und dient der Versorgung dieses Raumes mit dem Arbeitsgas. Alle drei Kanäle werden
von dem Steuerventil 58 gesteuert. Der erste Verbindungskanal 56 verbindet das Steuerventil
58 mit dem warmseitigen Arbeitsraum 46, der Steuerkanal 54 verbindet das Ventil 58
mit dem Zylinder 50 und der zweite 57 verbindet das Ventil 58 mit einem Niederdruckanschluss
60. Das Steuerventil 58 ist ferner mit einem Raum 62 verbunden, der mit einem Hochdruckanschluss
64 in Verbindung steht. Der Hochdruckanschluss 64 liefert Helium-Gas mit einem Druck
von ca. 20 bar, während an dem Niederdruck-Anschluss 18 Helium mit einem Druck von
etwa 5 bar ansteht. Durch den Raum 62 bzw. den zweiten Verbindungskanal 57 werden
beide Drücke entsprechenden (nicht dargestellten) Anschlüssen des Steuerventils 58
zugeführt. Sämtliche Leitungen führen in die Oberseite des Verteilkörpers 52 und von
dort zu dem Ventil 58.
[0024] In dem Gehäuseteil 36 ist ein Motor 66 untergebracht, der über eine Welle 68 das
Steuerventil 58 antreibt. Dieses steht unter der Wirkung einer Druckfeder 70.
[0025] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind das Prozessgas, das dem thermodynamischen
Kreisprozess unterworfen ist und das Antriebsgas für die Kolben-Zylinder-Einheit 48,
50 identisch. Zweckmäßig wird Helium eingesetzt. Man kann auch als Antriebsgas ein
anderes Gas als das Prozessgas benutzen.
[0026] Anstelle der im dargestellten Ausführungsbeispiel zur Bewegung der Verdränger 72,
76 angeordneten Kolben-Zylinder-Einheit 48, 50 kann auch eine motorische Bewegung
der Verdränger 72, 76, beispielweise mit Hilfe eines Elektromotors, erfolgen. Hierzu
kann der Elektromotor mit einem Exzenter und einer Kulissenführung versehen sein,
so dass die Drehung des Exzenters in eine Linearbewegung überführt wird.
[0027] Die Verdrängerstufe 42 weist in dem zylindrischen Arbeitsraum 46 einen rohrförmigen
Verdränger 72 auf, der mit einem thermischen Regenerator 74 ausgefüllt ist, der gasdurchlässig
ist. Der Regenerator 74 dient der Kältespeicherung und der Abgabe von gespeicherter
Kälte an das nachströmende warme Gas.
[0028] In gleicher Weise enthält die Verdrängerstufe 44, die einen kleineren Durchmesser
hat als die Verdrängerstufe 42, einen in dem zylindrischen Arbeitsraum 40 axial verschiebbaren
rohrförmigen Verdränger 76, der mit dem Verdränger 72 verbunden und ebenfalls mit
einem gasdurchlässigen Regenerator 78 gefüllt ist.
[0029] Beim Betrieb des Kaltfingers wird zunächst der warmseitige Arbeitsraum 46 über den
ersten Verbindungskanal 56 und das Steuerventil 58 mit dem Hochdruckanschluss 64 verbunden.
Gleichzeitig wird über den Steuerkanal 54 der Hochdruck in den Zylinder 50 eingelassen.
Die Verdränger 72 und 76 werden zur Kaltseite (nach unten) verschoben. Das unter Hochdruck
stehende Gas strömt durch die Regeneratoren 74 und 78 ebenfalls zur Kaltseite. Dabei
entspannt es sich unter Abkühlung, wobei eine weitere Entspannung durch Wärmeaustausch
mit den Regeneratoren erfolgt.
[0030] In der zweiten Phase wird der Steuerkanal 54 mit dem Niederdruck-Anschluss verbunden.
Unter der Wirkung des Hochdrucks werden die Verdränger 72 und 76 zur Warmseite hin
verschoben, so dass der warmseitige Arbeitsraum 46 sich verkleinert und Gas durch
die Regeneratoren 74 und 78 in den kaltseitigen Arbeitsraum 40 strömt.
[0031] In der dritten Phase bewirkt das Steuerventil 58, dass der Arbeitsraum 46 über die
Leitung 56 mit dem Niederdruck-Anschluss 60 verbunden wird. Dadurch entspannt sich
das Gas in sämtlichen Arbeitsräumen des Kaltkopfes unter Abkühlung.
[0032] Anschließend werden die Verdränger 72 und 76 zur Kaltseite bewegt, wodurch sich das
Volumen des kaltseitigen Arbeitsraumes 40 verkleinert, um für den nächsten Zyklus
vorbereitet zu sein. In dieser Phase strömt das kalte Gas aus dem Arbeitsraum 40 in
die Regeneratoren 74 und 78, die dadurch weiter abgekühlt werden.
[0033] Die Frequenz des beschriebenen Arbeitszyklus beträgt etwa 2 Hz.
[0034] Ferner ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel in dem Verteilkörper 52 ein erfindungsgemäßer
Bypasskanal 80 vorgesehen. Der Bypasskanal 80 verbindet den zweiten Verbindungskanal
57 mit dem Raum 62. Der Bypasskanal 80 verbindet somit den Hochdruckanschluss 64 mit
dem Niederdruckanschluss 60. Innerhalb des Bypasskanals 80 ist schematisch dargestellt
eine Durchflussregulierungseinrichtung, wie ein Ventil 82, angeordnet. Bei einem in
dem Raum 62 ungewollt hohen Druckanstieg strömt somit ein Teil des Kältemediums unmittelbar
durch den Bypasskanal 80 zurück in den mit dem Niedrigdruckanschluss 60 verbundenen
Kanal 57.
1. Kaltkopf für Tieftemperatur-Kältemaschinen, mit einem Gehäuse (34, 36),
einem in einem Arbeitsraum (38, 40, 46) des Gehäuses (34, 36) angeordneten Verdränger
(72, 76),
einem Hochdruckanschluss (64) zur Zufuhr von hochkomprimiertem Kältemedium in den
Arbeitsraum (38, 40, 46),
einem Niederdruckanschluss (60) zur Abfuhr entspannten Kältemediums aus dem Arbeitsraum
(38, 40, 46)
einer Steuerventileinrichtung (28, 30; 58) zum Steuern der Zu- und Abfuhr von Kältemedium
in bzw. aus dem Arbeitsraum (38, 40, 46), und
einen Verteilkörper (52), in dem zumindest ein erster Verbindungskanal (56) zur Verbindung
des Hochdruckanschlusses (64) mit dem Arbeitsraum (38, 40, 46) vorgesehen ist,
gekennzeichnet durch
einen den Hochdruckanschluss (64) mit dem Niederdruckanschluss (60) verbindenden,
im Verteilkörper (52) vorgesehenen Bypasskanal (80).
2. Kaltkopf für Tieftemperatur-Kältemaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Verbindungskanal (56) zwischen dem Steuerventil (58) und dem Arbeitsraum
(38, 40, 46) angeordnet ist.
3. Kaltkopf für Tieftemperatur-Kältemaschinen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteilkörper (52) einen zweiten Verbindungskanal (57) zwischen dem Steuerventil
(58) und dem Niedrigdruckanschluss (60) aufweist.
4. Kaltkopf für Tieftemperatur-Kältemaschinen nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteilkörper (52) einen Steuerkanal (54) zur Zu- und/oder Abfuhr von Steuermedium,
insbesondere Kältemedium, zu der Kolben-Zylinder-Einheit (48, 50) aufweist.
5. Kaltkopf für Tieftemperatur-Kältemaschinen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Bypasskanal (80) eine Durchflussregulierungseinrichtung (82) angeordnet ist.
6. Kaltkopf für Tieftemperatur-Kältemaschinen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchflussregulierungseinrichtung (82) insbesondere während des Betriebs einstellbar
ist.
7. Kaltkopf für Tieftemperatur-Kältemaschinen nach einem der Ansprüche 1 - 6, gekennzeichnet durch eine Bewegungseinrichtung (48, 50) zum Bewegen des Verdrängers (72, 76).
8. Kaltkopf für Tieftemperatur-Kältemaschinen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungseinrichtung als Kolben-Zylinder-Einheit (48, 50) ausgebildet ist, die
zur Betätigung vorzugsweise mit dem Hochdruckanschluss (64) und dem Niederdruckanschluss
(60) verbunden ist.
9. Kaltkopf für Tieftemperatur-Kältemaschinen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungseinrichtung einen Motor, insbesondere einen Elektromotor, aufweist.
10. Kaltkopf für Tieftemperatur-Kältemaschinen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor einen Exzenter antreibt, der auf eine Kulissenführung einwirkt um
eine Linearbewegung des Verdrängers (72, 76) zu bewirken.
11. Kaltkopf für Tieftemperatur-Kältemaschinen nach einem der Ansprüche 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerventileinrichtung (28, 30; 58) ein zyklisch arbeitendes mehrkanaliges Steuerventil
(58) aufweist, das den Anschluss eines Arbeitsraums (38, 40 ,46) an einen Hochdruckanschluss
(64) und einen Niederdruckanschluss (60) steuert.
12. Kaltkopf für Tieftemperatur-Kältemaschinen nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (58) den Anschluss der Kolben-Zylinder-Einheit (48, 50) steuert.
1. Cold head for cryogenic refrigeration machines, comprising
a housing (34, 36),
a displacer (72, 76) mounted in a working chamber (38, 40, 46) of the housing (34,
36),
a high-pressure connection (64) for supplying highly compressed refrigerant into the
working chamber (38, 40, 46),
a low-pressure connection (60) for discharging expanded refrigerant from the working
chamber (38, 40, 46), and
a control valve device (28, 30; 58) for controlling the supply and discharge of refrigerant
into and from the working chamber (38, 40, 46),
a distributor body (52) in which at least a first connecting channel (56) is provided
for connecting the high-pressure connection (64) to the working chamber (38, 40, 46),
characterized by
a bypass channel (80) connecting the high-pressure connection (64) to the low-pressure
connection (60) and provided in the distributor body (62).
2. Cold head for cryogenic refrigeration machines of claim 1, characterized in that the first connecting channel (56) is arranged between the control valve (58) and
the working chamber (38, 40, 46).
3. Cold head for cryogenic refrigeration machines of one of claims 1 -2, characterized by the distributor body (52) has a second connecting channel (57) between the control
valve (58) and the low-pressure connection (60).
4. Cold head for cryogenic refrigeration machines of one of claims 1-3, characterized in that the distributor body (52) has a control channel (54) for supplying and/or discharging
a control medium, in particular a refrigerant, to and/or from the piston-cylinder
unit (48, 50).
5. Cold head for cryogenic refrigeration machines of one of claims 1-4, characterized in that a throughflow regulation device (82) is arranged in the bypass channel (80).
6. Cold head for cryogenic refrigeration machines of claim 5, characterized in that the throughflow regulation device (82) is adjustable in particular during operation.
7. Cold head for cryogenic refrigeration machines of one of claims 1-6, characterized by a movement device (48, 50) for moving the displacer (72, 76).
8. Cold head for cryogenic refrigeration machines of claim 7, characterized in that the movement device is configured as a piston-cylinder unit (48, 50) which, for actuation,
is preferably connected to the high-pressure connection (64) and the low-pressure
connection (60).
9. Cold head for cryogenic refrigeration machines of claim 7, characterized in that the movement device has a motor, in particular an electric motor.
10. Cold head for cryogenic refrigeration machines of claim 9, characterized in that the electric motor drives an eccentric that acts on a slotted guide to cause a linear
movement of the displacer (72, 76).
11. Cold head for cryogenic refrigeration machines of one of claims 1 - 9, characterized in that the control valve device (28, 30; 58) has a cyclically operating, multi-channel control
valve (58) that controls the connection of a working chamber (38, 40, 46) to a high-pressure
connection (64) and to a low-pressure connection (60).
12. Cold head for cryogenic refrigeration machines of claim 11, characterized in that the control valve (58) controls the connection of the piston-cylinder unit (48, 50).
1. Tête froide pour machine frigorifique basse température, dotée
d'un boîtier (34, 36),
d'un élément de déplacement (72, 76) agencé dans un espace de travail (38, 40, 46)
du boîtier (34, 36),
d'un raccord à haute pression (64) destiné à acheminer du fluide frigorigène hautement
comprimé dans l'espace de travail (38, 40, 46),
d'un raccord à basse pression (60) destiné à évacuer le fluide frigorigène détendu
hors de l'espace de travail (38, 40, 46),
d'un dispositif de vanne de commande (28, 30 ; 58) destiné à commander l'acheminement
et l'évacuation de fluide frigorigène respectivement dans et hors de l'espace de travail
(38, 40, 46), et
d'un corps de distribution (52), au moins un premier canal de liaison (56) étant prévu
dans celui-ci afin de relier le raccord à haute pression (64) à l'espace de travail
(38, 40, 46),
caractérisée par
un canal de pontage (80) prévu dans le corps de distribution (52), reliant le raccord
à haute pression (64) au raccord à basse pression (60).
2. Tête froide pour machine frigorifique basse température selon la revendication 1,
caractérisée en ce que le premier canal de liaison (56) est agencé entre la vanne de commande (58) et l'espace
de travail (38, 40, 46) .
3. Tête froide pour machine frigorifique basse température selon la revendication 1 ou
2, caractérisée en ce que le corps de distribution (52) comporte un deuxième canal de liaison (57) entre la
vanne de commande (58) et le raccord à basse pression (60).
4. Tête froide pour machine frigorifique basse température selon l'une des revendications
1-3, caractérisée en ce que le corps de distribution (52) comporte un canal de commande (54) pour l'acheminement
et/ou l'évacuation de fluide de commande, en particulier de fluide frigorigène, à
l'unité piston-cylindre (48, 50) .
5. Tête froide pour machine frigorifique basse température selon l'une des revendications
1 à 4, caractérisée en ce qu'un dispositif de régulation de débit (82) est agencé dans le canal de pontage (80).
6. Tête froide pour machine frigorifique basse température selon la revendication 5,
caractérisée en ce que le dispositif de régulation de débit (82) est en particulier réglable pendant le
fonctionnement.
7. Tête froide pour machine frigorifique basse température selon l'une des revendications
1-6, caractérisée par un dispositif de mouvement (48, 50) destiné à mouvoir l'élément de déplacement (72,
76).
8. Tête froide pour machine frigorifique basse température selon la revendication 7,
caractérisée en ce que le dispositif de mouvement est réalisé comme unité piston-cylindre (48, 50), laquelle
est reliée de préférence au raccord à haute pression (64) et au raccord à basse pression
(60) pour l'actionnement.
9. Tête froide pour machine frigorifique basse température selon la revendication 7,
caractérisée en ce que le dispositif de mouvement comporte un moteur, en particulier un moteur électrique.
10. Tête froide pour machine frigorifique basse température selon la revendication 9,
caractérisée en ce que le moteur électrique entraîne un excentrique, lequel opère sur un guidage à coulisse
afin de fournir un mouvement linéaire de l'élément de déplacement (72, 76).
11. Tête froide pour machine frigorifique basse température selon l'une des revendications
1-9, caractérisée en ce que le dispositif de vanne de commande (28, 30 ; 58) comporte une vanne de commande (58)
multicanaux fonctionnant de façon cyclique, laquelle commande le raccordement d'un
espace de travail (38, 40, 46) à un raccord à haute pression (64) et à un raccord
à basse pression (60).
12. Tête froide pour machine frigorifique basse température selon la revendication 11,
caractérisée en ce que la vanne de commande (58) commande le raccordement de l'unité piston-cylindre (48,
50).


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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