| (19) |
 |
|
(11) |
EP 3 303 982 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
22.07.2020 Patentblatt 2020/30 |
| (22) |
Anmeldetag: 31.05.2016 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2016/062299 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2016/198289 (15.12.2016 Gazette 2016/50) |
|
| (54) |
NEBELMUNITION
SMOKE MUNITION
MUNITION FUMIGÈNE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
08.06.2015 DE 202015003966 U
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
11.04.2018 Patentblatt 2018/15 |
| (73) |
Patentinhaber: Rheinmetall Waffe Munition GmbH |
|
29345 Unterlüss (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- RAUPP, Karl
79395 Neuenburg (DE)
- KOPP, Lothar-Georg
79395 Neuenburg (DE)
- LAUER, Stefan
79102 Freiburg (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Dietrich, Barbara |
|
Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH
Rheinmetall Platz 1 40476 Düsseldorf 40476 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 3 427 973 US-A- 3 759 216
|
US-A- 3 685 450
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft aus einem Werfer verschießbare Wirkkörper zur Erzeugung eines
Nebels zum Schutz von Schiffen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass bevorzugt noch
vor dem Aufschlag auf der Wasseroberfläche der / die Wirkkörper schwimmfähig werden.
Dazu wird vor dem Aufschlag eine Schwimmhilfe aktiviert, die verhindert, dass der
Wirckörper versinkt. Daher wird nach dem Abschuss des Wirkkörpers die Wirkmasser angezündet
und in etwa zeitgleich ein pyrotechnischer Satzauslöser, der das Gaserzeugungsgemisch
der ebenfalls in einer Granate (Nebelgranate) eingebundenen Schwimmhilfe aktiviert.
[0002] Eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Erzeugung einer wirksamen Nebelwand über der
Wasseroberfläche offenbart die
EP 2 612 101 A1. Ein Wirkkörper zur Scheinzielerzeugung wird in der
DE 10 2004 047 231 B4 beschrieben.
[0003] Bei landgestützten Fahrzeugen (Panzer, LKW etc.) wird Nebelmunition als visueller
oder infraroter Sichtschutz in Richtung eines Gegners ausgebracht und versperrt diesem
sowohl die optische Sicht als auch die Abbildung auf IR-Sichtgeräten. Eine Vorrichtung
zur Schaffung multispektraler Nebelwände benennt die
WO 2012/028257 A1. Die Wirkkörper der Nebelgranaten kommen in der Regel normalerweise auf festem Untergrund
zu liegen, sodass die Nebelwirkmasse sich vollständig umsetzen kann.
[0004] Beim Verschießen derart bekannter Nebelgranaten von einem Schiff aus würde der Wirckörper
der Nebelgranate nach dem Aufschlagen auf das Wasser versinken. Die in dem Wirkkörper
enthaltene Nebel erzeugende Wirkmasse würde nass werden und könnte dann nicht angezündet
werden. Sofern die Wirkmasse bereits vor dem Aufschlagen des Wirkkörpers auf das Wasser
angezündet wurde, würde sie wieder erlöschen.
[0005] Um daher ein Vernebeln von Schiffen als Eigenschutz zu erreichen, werden üblicherweise
schwimmfähige Nebeltöpfe von der Schiffsbesatzung manuell ins Wasser geworfen. Eine
derartige Lösung zeigt die
US 3,427,973 A, die eine handgeworfene schwimmende Granate offenbart. Diese weist eine teleskopierbare
Umhüllung auf, um zu erreichen, dass die Granate schwimmfähig wird, sobald die Granate
auf das Wasser auftrifft.
[0006] Abgesehen davon, dass eine derartige Ausbringung von Nebeltöpfen aufwändig und für
die Schiffsbesatzung mit Gefahren verbunden ist, ist auch die erzielbare Vernebelung
der Umgebung der Schiffe relativ ungenau.
[0007] Aus der
US 3,685,450 A ist eine Granate bekannt, die verschossen auf dem Wasser die Wirkung als Nebelgranate
entfalten kann. Für den Auftrieb im Wasser vergrößert sich das Containervolumen.
[0008] Mit der
US 3,759,216 A wird eine Rauch-Markierungsvorrichtung publiziert, die von einer Pistole abgeschossen
werden kann. Die Vorrichtung umfasst ein aufblasbares Schwimmteil, das an dem die
Rauchzusammensetzung enthaltenden Gehäuse befestigt ist.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit aufzuzeigen, durch die
Wirkkörper für die Schiffsbesatzung schnell und gefahrlos ausbringbar sind und deren
Wirkmasse auch nach dem Aufschlagen auf das Wasser vollständig in Nebel umsetztbar
ist.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere,
besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die Unteransprüche.
[0011] Die Erfindung beruht im Wesentlichen auf dem Gedanken, den Wirkkörper einer Nebelgranate
mit einer Schwimmhilfe zu versehen, die vor dem Aufschlagen des Wirkkörpers auf das
Wasser entfaltbar ist und verhindert, dass der Wirkkörper versinkt und die Nebel erzeugende
Wirkmasse nass wird.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Nebelgranate eine Granathülse zur
Aufnahme des Wirkkörpers mit mindestens einer Nebel erzeugenden Wirkmasse, wobei an
dem, in Abschussrichtung gesehen, heckseitigen Ende der Granathülse eine Anzündeinrichtung
zur Zündung einer Ausstoßladung des Wirkkörpers sowie zur Zündung einer auf einen
Anzündsatz der Wirkmasse wirkendes erstes pyrotechnisches Verzögerungselement angeordnet
ist. Im Bereich des vorderen Endes der Granathülse weist diese eine gehäuseförmige
Erweiterung für eine aufblasbare Schwimmhilfe des Wirkkörpers auf. Diese Schwimmhilfe
ist derart ausgebildet, dass sie im aufgeblasenen Zustand den Wirkkörper solange am
Versinken hindert, bis die Nebel erzeugende Wirkmasse sich möglichst vollständig umgesetzt
hat. Zum Aufblasen der Schwimmhilfe ist innerhalb des Wirkkörpers ein Gaserzeugungsgemisch
angeordnet, welches über ein zweites pyrotechnisches Verzögerungselement von dem Anzündsatz
der Wirkmasse aktivierbar ist. Die Schwimmhilfe ist derart ausgebildet, dass sie im
aufgeblasenen Zustand eine reifenförmige, eine kugelförmige, eine kissenförmige oder
eine ähnliche Gestalt aufweist. Das Material der Schwimmhilfe kann beispielsweise
ein Aramidfasergewebe sein. Zur Stabilisierung der Schwimmhilfe hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, wenn sich in der gehäuseförmigen Erweiterung der Granathülse an die Außenwand
der Wirkmasse zunächst eine aus mindestens zwei zylinderförmigen Rohren bestehende
Teleskoprohreinrichtung im eingeschobenen Zustand anschließt. Diese Teleskoprohreinrichtung
wird von der aufblasbaren Schwimmhilfe umschlossen und ist mit ihr derart kraftschlüssig
verbunden, dass beim Aufblasen der Schwimmhilfe die Schwimmhilfe die Teleskoprohreinrichtung
in ihren auseinandergeschobenen Zustand betätigt. Dabei entweichen die den Nebel erzeugenden
Verbrennungsprodukte der Wirkmasse über den Innenraum der Rohre der Teleskoprohreinrichtung
in die äußere Atmosphäre.
[0013] Vorzugsweise sollte der Wirkkörper ein sich in Längsrichtung erstreckendes, von der
Wirkmasse umschlossenes zentrales Mittelrohr aus einem hitzeresistenten Material (beispielsweise
Stahl) enthalten, in dem die Ausstoßladung, das erste pyrotechnische Verzögerungselement
und der Anzündsatz axial hintereinander angeordnet sind, und welches an seinem vorderen
Ende eine Öffnung zur Zündung des zweiten pyrotechnischen Verzögerungselementes aufweist.
[0014] Die schwimmfähige Munition kann von jedem Wurfbecher / Werfer aus verbracht werden
(z.B. 76mm). Die für die Platzierung der Teleskopeinrichtung und Schwimmhilfe notwendige
Kalibererweiterung befindet sich beispielsweise außerhalb des Werfers. Der Abstand
vom Auflagepunkt des Randes des Werfers (27; Fig.1) bis zum äußeren hinteren Ende
der Munition ist der gleiche, wie von der herkömmlichen Nebelmunition, z.B. vom Kaliber
76mm.
[0015] Vorgeschlagen wird eine Nebelgranate für die Schiffsbesatzung, deren Wirkkörper schnell
und gefahrlos ausbringbar ist und deren Wirkmasse auch nach dem Aufschlagen auf das
Wasser vollständig in Nebel umsetzbar ist, wozu der Wirkkörper mit einer Schwimmhilfe
versehen ist, die vor dem Aufschlagen des Wirkkörpers auf das Wasser sich entfaltet
und verhindert, dass der Wirkkörper versinkt und die Nebel erzeugende Wirkmasse nass
wird.
[0016] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den folgenden, anhand
von Figuren erläuterten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
- Fig.1
- den Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Nebelgranate mit einem Nebel erzeugenden
Wirkkörper mit Schwimmhilfe und Teleskoprohreinrichtung vor dem Abschuss des Wirkkörpers
aus einem Granatwerfer;
- Fig.2
- eine schematische Darstellung des in Fig.1 dargestellten Wirkkörpers nach seinem Abschuss
und dem Entfalten der Schwimmhilfe, aber vor dem Auftreffen auf eine Wasseroberfläche
und
- Fig.3
- der in Fig.2 dargestellte Wirkkörper nach seinem Auftreffen auf die Wasseroberfläche.
[0017] In Fig.1 ist mit 1 eine Nebelmunition (Nebelgranate) bezeichnet, die eine (Granat-)Hülse
2 zur Aufnahme eines Nebels erzeugenden Wirkkörpers 3 umfasst.
[0018] An dem, in Abschussrichtung gesehen, heckseitigen Ende 4 der Hülse 2 ist ein Kontaktierungsbecher
5 mit elektrischen Kontaktringen 6 vorgesehen. Die Kontaktringe 6 sind zur elektrischen
Zündung mit einer Anzündeinrichtung 7 verbunden, die ihrerseits auf eine Ausstoßladung
8 wirkt.
[0019] Nach Zündung der Ausstoßladung 8 zündet diese über ein erstes pyrotechnisches Verzögerungselement
9 einen Anzündsatz 10 einer den Nebel erzeugenden Wirkmasse 30.
[0020] Die Ausstoßladung 8, das erste pyrotechnische Verzögerungselement 9 und der Anzündsatz
10 sind axial hintereinander in einem zentralen Mittelrohr 11 (beispielsweise aus
Stahl) des Wirkkörpers 3 angeordnet. Im Mittelrohr 11 befindet sich auf der gegenüberliegenden
Seite des Verzögerungselements 9 ein Verschließbolzen 25, an dessen Stirnseite sich
eine Abdeckfolie 22 befindet. Um zu vermeiden, dass der Anzündsatz 10 je nach Lage
der Munition wandern kann, reicht der Verschließbolzen 25 mit seiner Abdeckfolie bis
an den Anzündsatz 10 heran.
[0021] Vorderseitig weist die Hülse 2 eine gehäuseförmige Erweiterung 12 zur Aufnahme einer
aus beispielsweise drei zylinderförmigen Rohren bestehenden Teleskoprohreinrichtung
13 im eingeschobenen Zustand und einer die Teleskoprohreinrichtung 13 umschließenden
zusammengefalteten Schwimmhilfe 14 auf. Außerdem befindet sich im vorderen Bereich
des Wirkkörpers 3 ein von einem zweiten pyrotechnischen Verzögerungselement 15 zündbares
Gaserzeugungsgemisch 16. Dieses dient zur Erzeugung von Gasen zum Aufblasen der Schwimmhilfe
14.
[0022] Nachfolgend wird mit Hilfe der Fig.1-3 näher auf den Funktionsablauf beim Verschießen
des Wirkkörpers 3 der erfindungsgemäßen Nebelgranate 1 eingegangen:
Soll der Wirkkörper 3 der Nebelgranate 1 verschossen werden, so wird von dem entsprechenden
Werfer (nicht dargestellt) ein Zündstrom erzeugt und über die Kontaktringe 6 die Anzündeinrichtung
7 elektrisch gezündet. Diese zündet dann die Ausstoßladung 8, die den für den Ausstoß
des Wirkkörpers 3 der Nebelmunition 1 aus dem Werfer erforderlichen Gasdruck liefert.
Nach dem Anzünden der Ausstoßladung 8 gelangt das Gas in einen Druckraum 26. Über
den Boden der Dose 28 des Wirkkörpers 3 gelangt der Kraftfluss über eine Lochscheibe
21 in ein Gehäuse 29 des Gaserzeugungsgemisches 16 in den Deckel 23. Bei Erreichen
der erforderlichen Kraft wird der Deckel 23 rausgedrückt. Der sich aufbauende Druck
erzeugt somit die erforderliche Kraft, um den Deckel 23 abzustoßen und den Wirkkörper
3 auf die entsprechende Umlaufbahn zu beschleunigen.
[0023] Die Ausstoßladung 8 zündet ihrerseits das erste pyrotechnische Verzögerungselement
9, welches während des Fluges des Wirkkörpers 3 nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitdauer
den Anzündsatz 10 und damit die Nebel erzeugende Wirkmasse 30 zündet. Die Anzündung
der Wirkmasse 30 erfolgt durch die vom Anzündsatz 10 erzeugten heißen Gase. Diese
gelangen durch Achsbohrungen und Querborhung des Verschließbolzens 25 (nicht näher
dargestellt) sowie durch kongruente Querbohrungen des Mittelrohres 11 auf die Stirnfläche
der Wirkmasse 30. Auf der Wirkmasse 30 befindet sich ein anzündfreudiger pyrotechnischer
Anzündsatz, der das stirnförmige Abbrennen der Wirkmasse 30 unterstützt. Außerdem
wird mit Hilfe des Anzündsatzes 10 auch das zweite pyrotechnische Verzögerungselement
15 über eine am vorderseitigen Ende in dem Mittelrohr 11 vorgesehenen Öffnung 17 gezündet,
sodass nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitdauer die Gase des Gaserzeugungsgemisches
16 die Schwimmhilfe 14 befüllen. Durch diese Gasbefüllung der Schwimmhilfe 14 dehnt
sich diese während des Fluges des Wirkkörpers 3 beispielsweise kissenförmig aus und
bewirkt ein Ausfahren der Teleskoprohre der Teleskoprohreinrichtung 13, durch welche
der von der Wirkmasse 30 erzeugte Nebel 18 in die umgebende Atmosphäre gelangt (Fig.2).
[0024] Da die Nebel 18 erzeugende Wirkmasse 30 eine größere Masse als die Schwimmhilfe 14
einschließlich Teleskoprohreinrichtung 13 besitzt, richtet sich der Wirkkörper 3 während
seines Fluges in der in Fig.2 dargestellten Weise aus, d.h. die Wirkmasse 30 befindet
sich in Flugrichtung vor der Schwimmhilfe 14. In dieser Lage trifft dann der Wirkkörper
3 auch auf die Wasseroberfläche 19 auf.
[0025] In Abhängigkeit von dem Gewicht der Wirkmasse 30 und dem Auftrieb der Schwimmhilfe
14 sinkt der Wirkkörper 3 mehr oder weniger tief in das Wasser 20 ein (Fig.3). Dabei
gelangt der von der Wirkmasse 30 erzeugte Nebel weiterhin durch die ausgefahrenen
Teleskoprohre der Teleskoprohreinrichtung 13 in die Luft.
[0026] Selbst wenn sich der Wirkkörper 3 einschließlich der Schwimmhilfe 14 aufgrund des
Gewichtes des Wirkkörpers 3 etwas unterhalb der Wasseroberfläche 19 befinden sollte,
erfolgt eine bestimmungsgemäße Vernebelung der Umgebung des entsprechenden Schiffes.
Denn der bei dem Wirkmassenabbrand entstehende Innendruck ist in der Regel größer
als der in etwa einem Meter Wassertiefe vorhandene Überdruck von 10
4 N/m
2, sodass kein Wasser 20 in das Wirkkörperinnere gelangen kann.
[0027] Nach dem Abbrand der Wirkmasse 30 wird der durch Leckagen verursachte Gasverlust
in der Schwimmhilfe 14 die Versenkung der von dem Wirkkörper 3 übrig gebliebenen Teile
in der See bewirken.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1
- Nebelgranate, Granate
- 2
- Granathülse
- 3
- Wirkkörper
- 4
- heckseitiges Ende
- 5
- Kontaktierungsbecher
- 6
- Kontaktring
- 7
- Anzündeinrichtung
- 8
- Ausstoßladung
- 9
- erstes pyrotechnisches Verzögerungselement
- 10
- Anzündsatz
- 11
- Mittelrohr
- 12
- gehäuseförmige Erweiterung
- 13
- Teleskoprohreinrichtung
- 14
- Schwimmhilfe
- 15
- zweites pyrotechnisches Verzögerungselement
- 16
- Gaserzeugungsgemisch
- 17
- Öffnung
- 18
- Nebel
- 19
- Wasseroberfläche
- 20
- Wasser
- 21
- Lochscheibe
- 22
- Abdeckfolie
- 23
- Deckel
- 24
- Ausgleichgummi
- 25
- Verschließbolzen
- 26
- Druckraum
- 27
- stirnseitiger Rand des Wurfbechers
- 28
- Dose Wirkkörper
- 30
- Wirkmasse
1. Nebelmunition (1) mit wenigstens einem Wirkkörper (3) zur Erzeugung eines Nebels (18)
zum Schutz von Schiffen, mit einer die Nebelmunition (1) umfassenden Granathülse (2)
zur Aufnahme des Wirkkörpers (3) mit mindestens einer Nebel (18) erzeugenden Wirkmasse
(30), dadurch gekennzeichnet, dass sich im vorderen Bereich der Granathülse (2) eine aufblasbare Schwimmhilfe (14) des
Wirkkörpers (3) befindet, wobei die Granathülse (2) im Bereich des vorderen Endes
eine gehäuseförmige Erweiterung (12) für die aufblasbare Schwimmhilfe des Wirkkörpers
(3) aufweist.
2. Nebelmunition (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich im vorderen Bereich der Granathülse (2) eine Teleskoprohreinrichtung (13) im
eingeschobenen Zustand befindet.
3. Nebelmunition (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens aus zwei zylinderförmigen Rohren bestehende Teleskoprohreinrichtung
(13) im eingeschobenen Zustand von der aufblasbaren Schwimmhilfe (14) umschlossen
und mit dieser kraftschlüssig verbunden ist.
4. Nebelmunition (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass beim Aufblasen der Schwimmhilfe (14) diese die Teleskoprohreinrichtung (13) in ihren
auseinandergeschobenen Zustand betätigt und die den Nebel (18) erzeugende Verbrennungsprodukte
der Wirkmasse (30) über den Innenraum der Rohre der Teleskoprohreinrichtung (13) in
die Atmosphäre entweichen.
5. Nebelmunition (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Teleskoprohreinrichtung aus drei zylinderförmigen Rohren besteht.
6. Nebelmunition (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass am heckseitigen Ende (4) der Granathülse (2) eine Anzündeinrichtung (7) zur Zündung
einer Ausstoßladung (8) des Wirkkörpers (3) sowie zur Zündung einer auf einen Anzündsatz
(10) der Wirkmasse (30) wirkendes erstes pyrotechnisches Verzögerungselement (9) angeordnet
ist.
7. Nebelmunition (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gaserzeugungsgemisch (16) derart innerhalb des Wirkkörpers (3) angeordnet ist,
dass es über ein zweites pyrotechnisches Verzögerungselement (15) durch den ersten
Anzündsatz (10) der Wirkmasse (30) aktivierbar ist.
8. Nebelmunition (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwimmhilfe (14) derart ausgebildet ist, dass sie im aufgeblasenen Zustand den
Wirkkörper (3) solange am Versinken hindert, bis die Nebel (18) erzeugende Wirkmasse
(30) sich umgesetzt hat.
9. Nebelmunition (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwimmhilfe (14) derart ausgebildet ist, dass sie im aufgeblasenen Zustand eine
reifenförmige, eine kugelförmige, eine kissenförmige oder eine leistenförmige Gestalt
aufweist.
10. Nebelmunition (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Schwimmhilfe (14) ein Aramidfasergewebe ist.
11. Nebelmunition (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Wirkkörper (3) ein sich in Längsrichtung ersteckendes, von der Wirkmasse (30)
umschlossenes zentrales Mittelrohr (11) aus einem hitzeresistenten Material enthält,
in dem die Ausstoßladung (8), das erste pyrotechnische Verzögerungselement (9) und
der Anzündsatz (10) axial hintereinander angeordnet sind.
12. Nebelmunition (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittelrohr (11) an seinem vorderen Ende eine Öffnung (17) zur Zündung des zweiten
pyrotechnischen Verzögerungselement (15) aufweist.
13. Nebelmunition (1) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Mittelrohr (11) sich auf der gegenüberliegenden Seite des Verzögerungselements
(9) ein Verschließbolzen (25) befindet, an dessen Stirnseite sich eine Abdeckfolie
(22) befindet.
14. Nebelmunition (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschließ-bolzen (25) mit seiner Abdeckfolie (22) an einen Anzündsatz (10) heranreicht.
15. Werfer mit einer Nebelmunition (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14.
1. Smoke munition (1) with at least one submunition (3) for producing smoke (18) as a
protection for ships, comprising a grenade casing (2), which encloses the smoke munition
(1) and is intended for receiving the submunition (3) with at least one active compound
(30) that produces smoke (18), characterized in that in the front region of the grenade casing (2) there is an inflatable floating aid
(14) of the submunition (3), wherein the grenade casing (2) has in the region of the
front end a widening (12) in the form of a housing for the inflatable floating aid
of the submunition (3).
2. Smoke munition (1) according to Claim 1, characterized in that in the front region of the grenade casing (2) there is a telescopic tube device (13)
in the pushed-in state.
3. Smoke munition (1) according to Claim 2, characterized in that the telescopic tube device (13) consisting of at least two cylindrical tubes is enclosed
in the pushed-in state by the inflatable floating aid (14) and is non-positively connected
to it.
4. Smoke munition (1) according to Claim 2 or 3, characterized in that, when the floating aid (14) inflates, the latter actuates the telescopic tube device
(13) into its pushed-apart state and the combustion products that produce the smoke
(18) of the active compound (30) escape into the atmosphere by way of the space inside
the tubes of the telescopic tube device (13).
5. Smoke munition (1) according to Claim 3 or 4, characterized in that the telescopic tube device consists of three cylindrical tubes.
6. Smoke munition (1) according to one of Claims 1 to 5, characterized in that an igniting device (7) for igniting an expulsion charge (8) of the submunition (3)
and for igniting a first pyrotechnic delay element (9), which acts on a priming charge
(10) of the active compound (30), is arranged at the rear end (4) of the grenade casing
(2).
7. Smoke munition (1) according to one of Claims 1 to 6, characterized in that a gas-producing mixture (16) is arranged inside the submunition (3) in such a way
that it can be activated by the first priming charge (10) of the active compound (30)
by way of a second pyrotechnic delay element (15).
8. Smoke munition (1) according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the floating aid (14) is formed in such a way that in the inflated state it prevents
the submunition (3) from sinking until the active compound (30) that produces smoke
(18) has converted into smoke.
9. Smoke munition (1) according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the floating aid (14) is formed in such a way that it has in the inflated state a
tire-shaped, sphere-shaped, cushion-shaped or strip-shaped form.
10. Smoke munition (1) according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the material of the floating aid (14) is an aramid fabric.
11. Smoke munition (1) according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the submunition (3) contains a central middle tube (11) of a heat-resistant material,
which extends in the longitudinal direction and is enclosed by the active compound
(30) and in which the expulsion charge (8), the first pyrotechnic delay element (9)
and the priming charge (10) are arranged axially one behind the other.
12. Smoke munition (1) according to Claim 11, characterized in that the middle tube (11) has at its front end an opening (17) for the ignition of the
second pyrotechnic delay element (15).
13. Smoke munition (1) according to Claim 11 or 12, characterized in that in the middle tube (11) there is on the opposite side of the delay element (9) a
firing pin (25), on the end face of which there is a covering film (22).
14. Smoke munition (1) according to Claim 13, characterized in that the firing pin (25) reaches with its covering film (22) up to a priming charge (10).
15. Launcher with a smoke munition (1) according to one of Claims 1 to 14.
1. Munition fumigène (1) comprenant au moins un corps actif (3) destiné à générer un
nuage de fumée (18) destiné à la protection de navires, comprenant une douille d'obus
(2) comportant la munition fumigène (1) servant à accueillir le corps actif (3) avec
au moins une masse active (30) générant le nuage de fumée (18), caractérisée en ce que
une aide à la flottaison (14) gonflable du corps actif (3) se trouve dans la zone
avant de la douille d'obus (2), la douille d'obus (2) possédant dans la zone de l'extrémité
avant un élargissement (12) en forme de boîtier pour l'aide à la flottaison gonflable
du corps actif (3).
2. Munition fumigène (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un dispositif tubulaire télescopique (13) à l'état rétracté se trouve dans la zone
avant de la douille d'obus (2).
3. Munition fumigène (1) selon la revendication 2, caractérisée en ce que le dispositif tubulaire télescopique (13), qui se compose d'au moins deux tubes de
forme cylindrique, est, à l'état rétracté, entouré par l'aide à la flottaison (14)
gonflable et relié à celle-ci par assemblage de force.
4. Munition fumigène (1) selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que lors du gonflage de l'aide à la flottaison (14), celle-ci actionne le dispositif
tubulaire télescopique (13) dans son état déployé et les produits de combustion de
la masse active (30) qui génèrent le nuage de fumée (18) s'échappent dans l'atmosphère
par le biais de l'espace intérieur des tubes du dispositif tubulaire télescopique
(13).
5. Munition fumigène (1) selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que le dispositif tubulaire télescopique se compose de trois tubes de forme cylindrique.
6. Munition fumigène (1) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'au niveau de l'extrémité côté arrière (4) de la douille d'obus (2) est disposé un
dispositif d'allumage (7) destiné à allumer une charge d'éjection (8) du corps actif
(3) et aussi destiné à allumer un premier élément retardateur pyrotechnique (9) agissant
sur une composition d'allumage (10) de la masse active (30).
7. Munition fumigène (1) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce qu'un mélange générateur de gaz (16) est disposé à l'intérieur du corps actif (3) de
telle sorte qu'il peut être activé par la première composition d'allumage (10) de
la masse active (30) par le biais d'un deuxième élément retardateur pyrotechnique
(15).
8. Munition fumigène (1) selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que l'aide à la flottaison (14) est configurée de telle sorte qu'à l'état gonflé, elle
empêche le corps actif (3) de couler jusqu'à ce que la masse active (30) qui génère
le nuage de fumée (18) se soit transformée.
9. Munition fumigène (1) selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que l'aide à la flottaison (14) est configurée de telle sorte qu'à l'état gonflé, elle
présente une configuration en forme de pneu, en forme de sphère, en forme de coussin
ou en forme de barre.
10. Munition fumigène (1) selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que le matériau de l'aide à la flottaison (14) est un tissu de fibres d'aramide.
11. Munition fumigène (1) selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que le corps actif (3) contient un tube central (11) en un matériau résistant à la chaleur
qui s'étend dans le sens longitudinal et qui est entouré par la masse active (30),
dans lequel la charge d'éjection (8), le premier élément retardateur pyrotechnique
(9) et la composition d'allumage (10) sont disposés les uns derrière les autres dans
le sens axial.
12. Munition fumigène (1) selon la revendication 11, caractérisée en ce que le tube central (11) possède au niveau de son extrémité avant une ouverture (17)
servant à l'allumage du deuxième élément retardateur pyrotechnique (15).
13. Munition fumigène (1) selon la revendication 11 ou 12, caractérisée en ce qu'un goujon de fermeture (25), au niveau du côté frontal duquel se trouve un film protecteur
(22), se trouve dans le tube central (11) sur le côté opposé de l'élément retardateur
(9).
14. Munition fumigène (1) selon la revendication 13, caractérisée en ce que le goujon de fermeture (25) muni de son film protecteur (22) s'étend contre une composition
d'allumage (10).
15. Lanceur comprenant une munition fumigène (1) selon l'une des revendications 1 à 14.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente