[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Brennkammerschindel einer Gasturbine gemäß den
Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0002] Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Gasturbine mit einer Brennkammerschindel.
[0003] Die Brennkammerschindel weist einen Grundkörper auf, an welchem zumindest ein Randbereich
vorgesehen ist. Dieser Randbereich ist in Form einer Randleiste ausgebildet, welche
sich im Wesentlichen zur Oberfläche des Grundkörpers erstreckt. Weiterhin weist die
Randleiste eine Dicke auf, welche sich von der Dicke des Grundkörpers unterscheidet.
Üblicherweise ist die Randleiste mit einer größeren Dicke ausgebildet, als der Grundkörper
selbst.
[0005] Bauteile der beschriebenen Art werden bevorzugterweise mittels eines additiven Herstellungsverfahrens
hergestellt, bspw. mittels eines Laserauftragsschweißverfahrens oder mittels DLD-direct
laser deposition. Dabei wird das jeweilige Bauteil aus einem Pulvervorrat Schicht
für Schicht durch Aufschmelzen des Pulvers aufgebaut. Dies führt zur lokalen Verfestigung
der jeweiligen aufgeschmolzenen Schicht. Somit können komplexe 3D-Geometrien erzeugt
werden.
[0006] Während des Herstellungsverfahrens können geometrische Veränderungen der Bauteildicke
in Abhängigkeit von der Orientierungsrichtung des Bauteils bei der Herstellung schon
während des Aufschmelzverfahrens zu Spannungen und Rissen führen. Es können sich in
dem Bauteil hohe Eigenspannungen aufbauen, die zu einem Versagen des Bauteils führen
können. Zur Vermeidung derartiger starker Übergänge der jeweiligen Bauteildicken oder
Bauteilvolumina ist es bekannt, Unterstützungsstrukturen zu nutzen, die zu einem geringeren
Gradienten bei der Bauteildickenänderung führen. Derartige Unterstützungsstrukturen
führen entweder zu lokalen vergrößerten Volumen-Bereichen der Bauteile oder müssen
nachfolgend wieder entfernt werden. Im ersteren Fall erweisen sich die vergrößerten
BauteilVolumina im Hinblick auf die Kühlung des Bauteils, bspw. einer Brennkammerschindel,
als problematisch. Eine nachträgliche Entfernung der Unterstützungsstrukturen ist
zum einen fertigungstechnisch aufwendig und stellt zum anderen nicht sicher, dass
sich während der Fertigung bereits hohe Eigenspannungen, die zu Rissen führen können,
gebildet haben.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein plattenförmiges Bauteil, insbesondere
für eine Gasturbine, insbesondere in Form einer Brennkammerschindel zu schaffen, welches
bei einfachem Aufbau und einfacher, kostengünstiger Herstellbarkeit die Nachteile
des Standes der Technik vermeidet und über günstige Materialeigenschaften verfügt.
[0008] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmalskombinationen des Anspruchs 1
gelöst, die Unteransprüche zeigen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0009] Erfindungsgemäß ist somit vorgesehen, dass zwischen der Randleiste und dem Grundkörper
ein einstückig mit dem Grundkörper und der Randleiste verbundener Stützkörper angeordnet
ist, welcher einen im Wesentlichen dreieckigen Querschnitt aufweist und welcher mit
mehreren schlitzartigen Ausnehmungen versehen ist.
[0010] Durch den erfindungsgemäßen Stützkörper, welcher zwischen dem Grundkörper und der
Randleiste angeordnet ist, ergibt sich bei einer üblicherweise vertikalen Ausrichtung
des Grundkörpers bei dem additiven Fertigungsverfahren ein zunehmender Übergang von
der Wanddicke des Grundkörpers zu der Randleiste oder umgekehrt. Plötzliche geometrische
Veränderungen, die zu Eigenspannungen und Rissbildungen führen könnten, werden somit
vermieden.
[0011] Weiterhin kommt hinzu, dass der erfindungsgemäße Stützkörper eine Vielzahl von schlitzartigen
Ausnehmungen aufweist, sodass sich eine im Wesentlichen rippenartige Form des Stützkörpers
ergibt. Insgesamt führt dies bei geeigneter Dimensionierung zu einer geringen Materialanhäufung
am Übergang zwischen dem Grundkörper zu der Randleiste. Hierdurch werden nicht nur
auftretende Spannungsspitzen vermieden, vielmehr wird auch die Möglichkeit einer effektiven
Kühlung geschaffen. Diese ist insbesondere dadurch möglich, dass in der jeweiligen
schlitzartigen Ausnehmung zumindest ein Kühlluftloch ausgebildet ist.
[0012] Die schlitzartigen Ausnehmungen des Stützkörpers sind so ausgebildet, dass die Wandungen
der Ausnehmung angrenzend an die Oberfläche des Grundkörpers beidseitig zunächst einen
geradlinigen Wandverlauf aufweisen, welcher zur Ausbildung einer spitzbogenartigen
Struktur im oberen Bereich der schlitzartigen Ausnehmung in einen abgerundeten Wandverlauf
übergeht. Dabei ist es besonders günstig, wenn der abgerundete Wandverlauf einen Radius
aufweist, welcher zwischen dem 0,1- bis 2-fachen, insbesondere 1- bis 2-fachen, der
Breite der Ausnehmung beträgt. In besonders günstiger Weiterbildung ist vorgesehen,
dass die abgerundeten Wandverläufe einen Winkel zwischen 45° und 120° bilden. Hierdurch
wird die in der Seitenansicht spitzbogenartige Kontur der Ausnehmungen besonders wirkungsvoll
realisiert.
[0013] Vorzugsweise ist in jeder schlitzartigen Ausnehmung jeweils ein den Grundkörper durchdringendes
Kühlluftloch angeordnet.
[0014] Die erfindungsgemäße Schindel eignet sich insbesondere bei der Verwendung von spröden
Werkstoffen, welche hinsichtlich der Spannungsverteilung und der Material-Festigkeit
hohe Anforderungen haben.
[0015] Erfindungsgemäß wird somit ein Übergang zwischen Bauteilen mit unterschiedlicher
Dicke oder unterschiedlichem Volumen geschaffen, welcher die Herstellung des Bauteils
mittels eines additiven Herstellverfahrens ermöglicht. Die einzelnen schlitzartigen
Ausnehmungen können in geeigneter Weise geometrisch gestaltet werden. Gleiches gilt
für die bevorzugte Implementierung der Kühlluftlöcher. Es versteht sich, dass die
Breite der Ausnehmungen sowie die jeweilige verbleibende Breite des Bereichs des Stützkörpers
zwischen den Ausnehmungen ebenso den Bauteilgeometrien angepasst werden kann, wie
die Dimensionierung und Geometrie des Kühlluftlochs. Es ist auch möglich, mehrere
Kühlluftlöcher in einer Ausnehmung vorzusehen.
[0016] Die zwischen den Ausnehmungen verbleibenden streifenförmigen Bereiche des Stützkörpers
führen zu einer Reduzierung der Eigenspannungen entlang der Schindellängsseite beim
additiven Aufbau der Schindel. Wie erwähnt, kann dadurch insbesondere bei spröden
Materialien das Auftreten von Eigenspannungen vermieden werden. Die Gefahr der Rissbildung
wird somit erheblich reduziert.
[0017] Da bevorzugt in jeder der schlitzartigen Ausnehmungen zumindest ein Kühlluftloch
vorgesehen ist, kann das erfindungsgemäße plattenförmige Bauteil hinsichtlich der
Kühlung optimiert werden. Zusätzlich besteht durch das additive Herstellverfahren
die Möglichkeit, die Kühllöcher über ihre Länge unterschiedlich zu gestalten, bspw.
den Querschnitt zu verändern. All dies führt dazu, dass ein ausreichendes Kühlluftvolumen
an die der Randleiste gegenüberliegende Rückseite des Grundkörpers des plattenförmigen
Bauteils geleitet werden kann. Durch die Möglichkeit, die Kühllöcher in ihrer Längserstreckung
variabel zu gestalten, sind auch bogenförmige oder gewendelte oder geschlängelte Formen
von Kühlluftlöchern realisierbar. Dies führt zu einer effektiveren Kühlung.
[0018] Weiter bevorzugt umfasst die Schindel zusätzliche Kühlluftlöcher, welche durch die
Randleiste verlaufen und von der schlitzförmigen Ausnehmung ausgehen. Die zusätzlichen
Kühlluftlöcher sind demnach Randluftlöcher, welche Kühlluft durch die Randleiste aus
der Ausnehmung nach außen führen. Die zusätzlichen Kühlluftlöcher können in Durchströmungsrichtung
bevorzugt einen sich erweiternden Querschnitt aufweisen, insbesondere einen sich konisch
erweiternden Querschnitt aufweisen. Dadurch wirken die zusätzlichen Kühlluftlöcher
als Diffusor. Besonders bevorzugt ist dabei ein kleinster Querschnitt des zusätzlichen
Kühlluftlochs am Eintritt in die Randleiste oder benachbart zum Eintritt in die Randleiste,
d.h. in einem Bereich von 10% einer Gesamtlänge des zusätzlichen Kühlluftlochs durch
die Randleiste, vorhanden.
[0019] Somit kann eine Kühlung im Bereich der Randleiste des plattenförmigen Bauteils ausschließlich
durch die schlitzförmigen Ausnehmungen erfolgen oder durch Kühlluftlöcher, welche
im Grundkörper des plattenförmigen Bauteils ausgebildet sind oder durch zusätzliche
Kühlluftlöcher, welche in der Randleiste des plattenförmigen Bauteils ausgebildet
sind oder durch eine Kombination der zusätzlichen Kühlluftlöcher durch die Randleiste
und der Kühlluftlöcher durch den Grundkörper. Somit können Varianten mit keinem Kühlluftloch
an der Ausnehmung, einem Kühlluftloch in der Randleiste oder dem Grundkörper oder
zwei Kühlluftlöcher in der Randleiste und dem Grundkörper verwendet werden.
[0020] In besonders günstiger Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Ausnehmung
symmetrisch zur Mittelebene des Kühlluftlochs ausgebildet ist. Hierdurch ergeben sich
gleichmäßige Spannungsverteilungen im Bereich der Ausnehmung und der angrenzenden
Bereiche des Stützkörpers. Weiterhin wird die Zuleitung der Kühlluft in das Kühlluftloch
optimiert.
[0021] Der Abstand benachbarter Ausnehmungen kann, in Längsrichtung der Randleiste, größer
oder gleich der Hälfte der Breite der Ausnehmungen entsprechen. Somit sind alternierend
längs der Randleiste im Wesentlichen gleichbreite Ausnehmungen und verbleibende fasenartige
Bereiche des Stützkörpers vorgesehen.
[0022] Der Stützkörper selbst, welcher einen fasenartigen Übergang zwischen dem Grundkörper
und der Randleiste bildet, kann hinsichtlich seiner Oberfläche einen Winkel zur Oberfläche
des Grundkörpers zwischen 30 ° und 60 ° aufweisen. Ein Betrag von 45 ° ist dabei bevorzugt.
[0023] Weiterhin ist es erfindungsgemäß möglich, die Mittelachse des Kühlluftlochs rechtwinklig
oder in einem stumpfen Winkel zur Oberfläche des Grundkörpers, d.h. in einem Bereich
von 90 ° bis 180 °, anzuordnen. Hierdurch sind bevorzugte Kühleffekte insbesondere
an thermisch stark beanspruchten Bereichen der Randleiste oder des Grundkörpers erzielbar.
[0024] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit
der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Teilansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der
Erfindung,
- Fig. 2
- eine perspektivische Seitenansicht gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine vereinfachte Draufsicht gemäß Fig. 1 oder 2,
- Fig. 4
- eine schematische Draufsicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung,
- Fig. 5
- eine schematische, perspektivische Seitenansicht eines dritten Ausführungsbeispiels
der Erfindung, und
- Fig. 6
- eine schematische, vereinfachte Draufsicht eines vierten Ausführungsbeispiels der
Erfindung.
[0025] Die Figur 1 zeigt in perspektivischer Darstellung in einer Teilansicht ein erstes
Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Brennkammerschindel einer Gasturbine.
Die Schindel weist einen Grundkörper 1 auf, welcher als ebene Platte ausgestaltet
ist. Der Grundkörper 1 hat eine Oberfläche 6, welche einem Brennkammer-Innenraum eines
Gasturbinentriebwerks abgewandt ist. Somit stellt die Oberfläche 6 die kalte Oberfläche
des plattenförmigen Bauteils (Brennkammerschindel) dar.
[0026] In dem Grundkörper 1 sind eine Vielzahl von Effusionskühllöchern ausgebildet, so
wie dies aus dem Stand der Technik bekannt ist.
[0027] Der Grundkörper 1 weist eine Dicke d1 auf.
[0028] Am Randbereich des Grundkörpers 1 ist einstückig mit diesem eine Randleiste 2 ausgebildet,
welche eine Dicke d2 hat. Die Dicke d1 wird von der Oberfläche 6 des Grundkörpers
1 zu dessen Rückseite gemessen. In gleicher Richtung wird die Dicke d2 der Randleiste
2 definiert.
[0029] Die Randleiste 2, welche einstückig mittels eines additiven Verfahrens mit dem Grundkörper
1 ausgebildet wird, ist über einen Stützkörper 3 abgestützt. Dieser weist, so wie
sich dies aus der Fig. 2 ergibt, einen im Wesentlichen dreieckigen Querschnitt auf.
Über die Länge des Stützkörpers ist dieser mit einer Vielzahl von Ausnehmungen 4 versehen.
Die zwischen den Ausnehmungen 4 verbleibenden Bereiche des Stützkörpers 3 sind somit
leistenförmig oder streifenförmig ausgebildet.
[0030] In jeder Ausnehmung 4 ist zumindest ein Kühlluftloch 5 vorgesehen, welches sich von
der Ausnehmung 4 aus zur Rückseite des Grundkörpers 1 erstreckt, analog den Effusionskühllöchern
10.
[0031] Die freie Fläche des Stützkörpers 3 weist zur Oberfläche 6 des Grundkörpers 1 einen
Winkel β auf, welcher zwischen 30° und 60° betragen kann. Ein Wert von 45 ° ist bevorzugt.
[0032] Die Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß den Fig. 1 und 2. Dabei
ist ersichtlich, dass die Ausnehmung 4 eine Breite l3 aufweist. Die Seitenwandungen
der Ausnehmung 4, welche in Fig. 3 als l1 und l2 bezeichnet sind, weisen jeweils einen
geradlinigen Wandverlauf 7 auf und gehen in einen abgerundeten Wandverlauf 8 über,
dessen Radius jeweils mit r1 und r2 in Fig. 3 verdeutlicht ist. Die beiden abgerundeten
Wandverläufe 8 treffen sich in einem Winkel α. Dieser kann zwischen 45 ° und 120 °
betragen.
[0033] Die Länge der geradlinigen Wandverläufe 7 (l1 bzw. l2) ist bevorzugterweise gleich
und ≥ 0 mm. Die Radien r1 und r2 sind ebenfalls gleich und betragen das 0,1- bis 2-fache
der Breite l3 der Ausnehmung 4.
[0034] Sowohl die geradlinigen Wandverläufe 7 mit den Längen l1 und l2 als auch die abgerundeten
Wandverläufe 8 mit den Radien r1 und r2 sind nicht zwingend für die Erfindung notwendig,
es können auch andere Wandverläufe realisiert werden, um die Ausnehmung 4 auszubilden.
Sowohl die Längen l1 und l2 als auch die Radien r1 und r2 können voneinander in den
angegebenen Intervallen abweichen. Auch ist es nicht zwingend erforderlich, dass die
Ausnehmung 4 symmetrisch zu einer Mittelebene des Kühlluftlochs 5 angeordnet ist.
[0035] Die Fig. 3 zeigt die Positionierung des Kühlluftlochs 5 mit dessen Mittelachse 9.
Somit ergibt sich, dass der Aufbau der Ausnehmungen 4 und der zugeordneten Kühlluftlöcher
5 im Wesentlichen symmetrisch ist. Die Ausnehmungen 4 bilden somit eine Unterstützungsstruktur,
welche durch zwei abgerundete oder bogenförmige Wandbereiche definiert wird, zwischen
denen die einzelnen Kühlluftlöcher 5 angeordnet sind.
[0036] Die Fertigung des erfindungsgemäßen Bauteils durch ein additives Verfahren erfolgt
üblicherweise mit vertikaler Ausrichtung des Grundkörpers 1. Sofern dieser an allen
Seiten mit einer Randleiste versehen ist, wird zunächst eine Randleiste mit der Dicke
d2 aufgebaut. Der Übergang zum Grundkörper 1 mit einer Dicke d1 erfolgt kontinuierlich
durch den jeweiligen Stützkörper 3, welcher mit den Ausnehmungen 4 versehen wird.
[0037] Es versteht sich, dass das erfindungsgemäße Bauteil an allen seinen Rändern mit einer
Randleiste 2 versehen sein kann. Weiterhin ist erfindungsgemäß der plattenförmige
Grundkörper 1 nicht auf eine ebene Platte beschränkt, er kann auch gekrümmt oder doppelt
gekrümmt ausgebildet sein.
[0038] Fig. 4 zeigt schematisch eine vereinfachte Draufsicht einer schlitzartigen Ausnehmung
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das zweite Ausführungsbeispiel
entspricht im Wesentlichen dem ersten Ausführungsbeispiel, wobei zusätzlich noch jeweils
ein zusätzliches Kühlluftloch 15 vorgesehen ist. Das zusätzliche Kühlluftloch 15 verläuft
von der schlitzartigen Ausnehmung 4 durch die Randleiste 2 des plattenartigen Bauteils
und mündet an der Außenseite der Randleiste. Hierbei verändert sich bevorzugt ein
Strömungsquerschnitt des zusätzlichen Kühlluftlochs in der Randleiste 2. Wie in Fig.
4 gezeigt, ist das zusätzliche Kühlluftloch 15 als die Diffusor ausgebildet, wobei
sich der engste Querschnitt am Eintritt in die Randleiste 2 befindet. Das zusätzliche
Kühlluftloch 15 ist bevorzugt geradlinig ausgebildet. Es sei jedoch angemerkt, dass
das zusätzliche Kühlluftloch 15 auch einen gekrümmten Verlauf in Strömungsrichtung
aufweisen kann. Durch das zusätzliche Kühlluftloch 15 kann somit zusätzlich noch die
Randleiste 2 gekühlt werden. Die Diffusorausbildung des zusätzlichen Kühlluftlochs
15 reduziert dabei die Geschwindigkeit der Kühlluft, wodurch ein Kühlungseffekt erhöht
werden kann.
[0039] Fig. 5 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel der Erfindung, welches im Unterschied
zum ersten Ausführungsbeispiel keine Kühlluftlöcher 5 aufweist, die an der schlitzartigen
Ausnehmung 4 angeordnet sind. Hierdurch kann im Bereich des Stützkörpers 3 und der
Randleiste 2 der Brennkammerschindel eine verbesserte Stabilität erreicht werden,
die besonders beim additiven Aufbau der Schindel die Eigenspannungen im Bauteil verringert.
Durch das Vorsehen der Vielzahl von schlitzförmigen Ausnehmungen 4 kann trotzdem eine
ausreichende Kühlung des Stützkörpers 3 und der Randleiste 2 ermöglicht werden.
[0040] Fig. 6 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das vierte Ausführungsbeispiel
entspricht im Wesentlichen dem zweiten Ausführungsbeispiel, wobei im Unterschied zum
zweiten Ausführungsbeispiel keine Kühlluftlöcher 5 durch den Grundkörper 1 vorgesehen
sind, welche am Boden der Ausnehmung 4 angeordnet sind. Somit wird die schlitzförmige
Ausnehmung 4 nur durch die zusätzlichen Kühlluftlöcher 15 gekühlt, welche durch die
Randleiste 2 verlaufen. Das zusätzliche Kühlluftloch 15 durch die Randleiste 2 ist
wie im zweiten Ausführungsbeispiel als Diffusor ausgebildet. Es sei jedoch angemerkt,
dass auch andere geometrische Formen für das zusätzliche Kühlluftloch 15 vorgesehen
werden können, beispielsweise ein konstanter Querschnitt über die Strömungslänge des
zusätzlichen Kühlluftlochs 15.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Grundkörper
- 2
- Randleiste
- 3
- Stützkörper
- 4
- Ausnehmung
- 5
- Kühlluftloch
- 6
- Oberfläche
- 7
- geradliniger Verlauf
- 8
- abgerundeter Verlauf
- 9
- Mittelachse
- 10
- Effusionskühlloch
- 15
- zusätzliches Kühlluftloch in der Randleiste
- a
- Abstand zwischen benachbarten Ausnehmungen
- d1
- Dicke des Grundkörpers
- d2
- Dicke der Randleiste
- l1, l2
- Längen von geradlinigen Wandverläufen der Ausnehmung
- l3
- Breite der Ausnehmung am Fuß des Stützkörpers
- r1, r2
- Radius von abgerundeten Wandverläufen der Ausnehmung
1. Brennkammerschindel einer Gasturbine mit einem Grundkörper (1), welcher an zumindest
einem Randbereich einstückig mit einer im Wesentlichen rechtwinklig zur Oberfläche
des Grundkörpers (1) ausgebildeten Randleiste (2) versehen ist, wobei der Grundkörper
(1) eine unterschiedliche Dicke (d1) aufweist, als die Randleiste (2), wobei zwischen
der Randleiste (2) und dem Grundkörper (1) ein einstückig mit dem Grundkörper (1)
und der Randleiste (2) verbundener, mit einem im Wesentlichen dreieckigen Querschnitt
versehener Stützkörper (3) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (3) mit mehreren schlitzartigen Ausnehmungen (4) versehen ist, wobei
die Ausnehmung (4) angrenzend an die Oberfläche (6) des Grundkörpers (1) beidseitig
einen geradlinigen Wandverlauf (7) aufweist, welcher zur Ausbildung einer spitzbogenartigen
Struktur in einen abgerundeten Wandverlauf (8) übergeht.
2. Brennkammerschindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den schlitzartigen Ausnehmungen (4) jeweils ein den Grundkörper durchdringendes
Kühlluftloch (5) angeordnet ist.
3. Brennkammerschindel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend zusätzliche
Kühlluftlöcher (15), welche von der Ausnehmung (4) durch die Randleiste (2) verlaufen.
4. Brennkammerschindel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzlichen Kühlluftlöcher (15) einen sich in Durchströmungsrichtung durch die
zusätzlichen Kühlluftlöcher (15) erweiternden Querschnitt, insbesondere konisch erweiternden
Querschnitt, aufweisen.
5. Brennkammerschindel nach Anspruch 4, wobei ein kleinster Querschnitt des zusätzlichen
Kühlluftlochs (15) am Eintritt in die Randleiste (2) oder benachbart zum Eintritt
in die Randleiste (2) vorhanden ist.
6. Brennkammerschindel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (4) symmetrisch zur Mittelebene des Kühlluftlochs (5) ausgebildet
ist.
7. Brennkammerschindel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (a) benachbarter Ausnehmungen (4) in Längsrichtung der Randleiste (2)
a ≥ l3 x 0,5 beträgt, wobei l3 die Breite der Ausnehmung (4) ist.
8. Brennkammerschindel nach einem der Ansprüche 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der abgerundete Wandverlauf (8) einen Radius (r1, r2) aufweist, welcher zwischen
der 0,1- bis 2-fachen, insbesondere 1- bis 2-fachen, Breite (l3) der Ausnehmung (4)
beträgt.
9. Brennkammerschindel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die abgerundeten Wandverläufe (8) einen Winkel (α) zwischen 45 ° und 120 ° bilden.
10. Brennkammerschindel nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (3) zur Oberfläche (6) des Grundkörpers (1) einen Winkel (β) zwischen
30 ° und 60 °, bevorzugt 45 ° aufweist.
11. Brennkammerschindel nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelachse (9) des Kühlluftlochs (5) rechtwinklig oder in einem stumpfen Winkel
zur Oberfläche (6) des Grundkörpers (1) ausgebildet ist.
1. Combustion chamber tile of a gas turbine with a main body (1), which is provided on
at least one edge region in one piece with an edge strip (2) which is configured substantially
at a right angle with respect to the surface of the main body (1), the main body (1)
having a different thickness (d1) from the edge strip (2), a supporting body (3) which
is connected in one piece to the main body (1) and the edge strip (2) and is provided
with a substantially triangular cross section being arranged between the edge strip
(2) and the main body (1), characterized in that the supporting body (3) is provided with a plurality of slot-like recesses (4), the
recess (4) having a rectilinear wall course (7) on both sides adjacently with respect
to the surface (6) of the main body (1), which wall course (7) merges into a rounded
wall course (8) for the configuration of an ogival structure.
2. Combustion chamber tile according to Claim 1, characterized in that in each case one cooling air hole (5) which penetrates the main body is arranged
in the slot-like recesses (4).
3. Combustion chamber tile according to either of the preceding claims, comprising, furthermore,
additional cooling air holes (15) which run from the recess (4) through the edge strip
(2).
4. Combustion chamber tile according to Claim 3, characterized in that the additional cooling air holes (15) have a cross section which widens in the throughflow
direction through the additional cooling air holes (15), in particular a cross section
which widens conically.
5. Combustion chamber tile according to Claim 4, there being a smallest cross section
of the additional cooling air hole (15) at the inlet into the edge strip (2) or adjacently
with respect to the inlet into the edge strip (2).
6. Combustion chamber tile according to one of the preceding claims, characterized in that the recess (4) is of symmetrical configuration with respect to the centre plane of
the cooling air hole (5).
7. Combustion chamber tile according to one of the preceding claims, characterized in that the spacing (a) of adjacent recesses (4) in the longitudinal direction of the edge
strip (2) is a ≥ 13 x 0.5, 13 being the width of the recess (4).
8. Combustion chamber tile according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the rounded wall course (8) has a radius (r1, r2) which is between 0.1 and 2 times,
in particular from 1 to 2 times, the width (13) of the recess (4).
9. Combustion chamber tile according to one of the preceding claims, characterized in that the rounded wall courses (8) form an angle (α) of between 45° and 120°.
10. Combustion chamber tile according to one of the preceding claims, characterized in that the supporting body (3) has an angle (β) with respect to the surface (6) of the main
body (1) of between 30° and 60°, preferably 45°.
11. Combustion chamber tile according to one of Claims 2 to 10, characterized in that the centre axis (9) of the cooling air hole (5) is configured at a right angle or
at an obtuse angle with respect to the surface (6) of the main body (1).
1. Bardeau de chambre de combustion d'une turbine à gaz comprenant un corps de base (1),
qui est pourvu d'un seul tenant, au niveau d'au moins une zone de bord, d'un rebord
(2) configuré sensiblement perpendiculaire par rapport à la surface du corps de base
(1), le corps de base (1) présentant une épaisseur (d1) différente de celle du rebord
(2), un corps d'appui (3) ayant une section transversale sensiblement triangulaire
et relié d'un seul tenant avec le corps de base (1) et le rebord (2) étant disposé
entre le rebord (2) et le corps de base (1), caractérisé en ce que le corps d'appui (3) est pourvu de plusieurs cavités (4) en forme de fentes, la cavité
(4) présentant des deux côtés un tracé de paroi rectiligne (7) adjacent à la surface
(6) du corps de base (1), lequel se transforme en un tracé de paroi arrondi (8) en
vue de former une structure de type ogive.
2. Bardeau de chambre de combustion selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un trou à air de refroidissement (5) qui traverse le corps de base est respectivement
disposé dans les cavités (4) en forme de fentes.
3. Bardeau de chambre de combustion selon l'une des revendications précédentes, comprenant
en outre des trous à air de refroidissement supplémentaires (15) qui suivent un tracé
depuis la cavité (4) à travers le rebord (2).
4. Bardeau de chambre de combustion selon la revendication 3, caractérisé en ce que les trous à air de refroidissement supplémentaires (15) possèdent une section transversale
qui s'élargit dans le sens de l'écoulement à travers les trous à air de refroidissement
supplémentaires (15), notamment qui s'élargit de manière conique.
5. Bardeau de chambre de combustion selon la revendication 4, la section transversale
la plus petite des trous à air de refroidissement supplémentaires (15) se trouvant
à l'entrée dans le rebord (2) ou voisine de l'entrée dans le rebord (2).
6. Bardeau de chambre de combustion selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la cavité (4) est de configuration asymétrique par rapport au plan central du trou
à air de refroidissement (5).
7. Bardeau de chambre de combustion selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'écart (a) entre les cavités (4) voisines dans le sens longitudinal du rebord (2)
est a ≥ l3 x 0,5, l3 étant la largeur de la cavité (4).
8. Bardeau de chambre de combustion selon l'une des revendications 1 et 7, caractérisé en ce que le tracé de paroi arrondi (8) présente un rayon (r1, r2) qui est compris entre 0,1
et 2 fois, notamment entre 1 et 2 fois la largeur (l3) de la cavité (4).
9. Bardeau de chambre de combustion selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les tracés de paroi arrondis (8) forment un angle (a) entre 45° et 120°.
10. Bardeau de chambre de combustion selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps d'appui (3) présente un angle (β) entre 30° et 60°, de préférence de 45°,
par rapport à la surface (6) du corps de base (1).
11. Bardeau de chambre de combustion selon l'une des revendications 2 à 10, caractérisé en ce que l'axe central (9) du trou à air de refroidissement (5) est configuré perpendiculaire
ou avec un angle obtus par rapport à la surface (6) du corps de base (1).