[0001] Die Erfindung betrifft eine Kraftfahrzeugtür, insbesondere grifflose Kraftfahrzeug-Seitentür,
mit einem Türflügel, ferner mit einem an eine Kraftfahrzeug-Karosserie angelenkten
Feststellglied zum Festlegen des Türflügels in vorbestimmten Winkelstellungen im Vergleich
zu der Kraftfahrzeug-Karosserie, und mit zumindest einem auf den Türflügel arbeitenden
Aktuator, welcher wenigstens eine spaltweise Öffnung des Türflügels gegenüber der
Kraftfahrzeug-Karosserie bewirkt.
[0002] Kraftfahrzeugtüren sind durchweg mit Feststellgliedern zum Festlegen des Türflügels
in vorbestimmten Winkelstellungen im Vergleich zu der Kraftfahrzeug-Karosserie ausgerüstet.
Dazu ist das Feststellglied an die Kraftfahrzeug-Karosserie angelenkt, und zwar meistens
der Art, dass sein Drehpunkt außerhalb der durch Scharnierachsen vorgegebenen Schwenkachse
des Türflügels liegt. Das Feststellglied ragt im Allgemeinen über eine Öffnung an
einer Seitenkante ins Innere des Türflügels hinein. Aufgrund seiner bezüglich der
Scharnierachsen exzentrischen Anlenkung an der Kraftfahrzeug-Karosserie vollführt
das Feststellglied beim Bewegen des Türflügels Ausfahr- und Einfahrbewegungen relativ
zum Türflügel.
[0003] Üblicher Weise verfügen solche Feststellglieder über einen Feststellarm bzw. Rastarm
mit mehreren Rastausnehmungen. In die Rastausnehmungen können am Türflügel angebrachte
Feststellorgane eintauchen. Dadurch lassen sich die vorbestimmten Winkelstellungen
des Türflügels im Vergleich zu der Kraftfahrzeug-Karosserie realisieren. Eine solche
Vorgehensweise ist hinlänglich bekannt, wozu nur beispielhaft auf die
DE 41 30 782 A1 verwiesen sei.
[0004] Insbesondere bei grifflosen Kraftfahrzeug-Seitentüren ist es zum Öffnen der fraglichen
Kraftfahrzeug-Seitentür erforderlich, diese bzw. den zugehörigen Türflügel wenigstens
spaltweise zu öffnen. Hierunter sind im Allgemeinen Öffnungspalte im Bereich von 100
mm bis 200 mm gegenüber der Kraftfahrzeug-Karosserie gemeint. Dadurch kann ein Bediener
in den Spalt hinter den Türflügel greifen und diesen vollständig öffnen. Für die wenigstens
spaltweise Öffnung des Türflügels gegenüber der Kraftfahrzeug-Karosserie sorgt der
zumindest eine auf den Türflügel arbeitende Aktuator.
[0005] Im gattungsbildenden Stand der Technik nach der
DE 10 2013 202 801 A1 wird eine Einrichtung zur Betätigung einer Kraftfahrzeugtür mit Feststellfunktion
beschrieben. Die Einrichtung verfügt über einen an der Kraftfahrzeugtür befestigbaren
Aktuator sowie einen durch den Aktuator um eine Aktuatorachse schwenkbaren Schwenkhebel.
Außerdem ist ein Stellarm bzw. ein Feststellglied zum Festlegen der Kraftfahrzeugtür
in vorbestimmten Winkelstellungen im Vergleich zur Kraftfahrzeug-Karosserie vorgesehen.
Bei der bekannten Lehre wird so vorgegangen, dass der Stellarm bzw. das Feststellglied
mit dem durch den Aktuator beaufschlagbaren Schwenkhebel drehbeweglich gekoppelt ist.
Aus der
US 2009/0051192 A1 ist eine Kraftfahrzeugtür bekannt und ein Aktuator, der an ein an die Fahrzeugkarosserie
angelenktes Feststellglied zum Festlegen des Türflüges angeschlossen ist und dieses
antreibt.
[0006] Auf diese Weise soll die Möglichkeit eröffnet werden, wahlweise herkömmliche Einrichtungen
oder die beschriebenen Einrichtungen mit möglichst wenig Aufwand nachrüsten zu können.
Als Folge hiervon wird eine kinematisch relativ aufwendige Ausgestaltung realisiert,
weil der Aktuator auf den um die Aktuatorachse schwenkbaren Schwenkhebel arbeitet,
der seinerseits mit dem Stellarm bzw. Feststellglied drehbeweglich gekoppelt ist.
Hier setzt die Erfindung ein.
[0007] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, eine Kraftfahrzeugtür so weiter
zu entwickeln, dass auf konstruktiv einfache Art und Weise eine zumindest spaltweise
Öffnung des Türflügels gegenüber der Kraftfahrzeug-Karosserie bewirkt wird.
[0008] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung umfasst eine gattungsgemäße Kraftfahrzeugtür
und Insbesondere grifflose Kraftfahrzeug-Seitentür Im Rahmen der Erfindung einen Türflügel,
ferner ein an eine Kraftfahrzeug-Karosserie angelenktes Feststellglied zum Festlegen
des Türflügels In vorbestimmten Winkelstellungen im Vergleich zu der Kraftfahrzeug-Karosserie,
und einen auf den Türflügel arbeitenden Aktuator, welcher wenigstens eine spaltenweise
Öffnung des Türflügels gegenüber der Kraftfahrzeug-Karosserie bewirkt, wobei der auf
den Türflügel arbeitende Aktuator an das Feststeilglied angeschlossen ist und dieses
unmittelbar zur Verstellung des Türflügels antreibt, wobei das Feststellglied einen
an einen türflügelseitigen Anschlag angreifenden Gegenanschlag und einen Rastarm zur
Wechselwirkung mit Feststellorganen am Türflügel aufweist, und wobei zusätzlich zu
dem Aktuator ein Antrieb für den Türflügel vorgesehen ist, wobei der Antrieb über
den Anschlag am Türflügel auf den Gegenanschlag am Feststellglied arbeitet.
[0009] Im Rahmen der Erfindung arbeltet der Aktuator zur wenigstens spaltweisen Öffnung
des Türflügels also direkt bzw, unmittelbar auf das Feststellglied. Das helßt, etwalge
Zwischenelemente, wie sie der gattungsbildende Stand der Technik nach der
DE 10 2013 202 801 A1 In Gestalt des Schwenkhebels obligatorisch fordert, werden ausdrückilch vermieden.
Dadurch wird zunächst einmal der konstruktive Aufwand verringert. Außerdem geht die
Erfindung von der Erkenntnis aus, dass der an das Feststellglied angeschlossene Aktuator
dieses unmittelbar und soweit zur Verstellung des Türflügels antreibt und auch antreiben
kann, dass wenigstens die spaltweise Öffnung des Türflügels erreicht wird. Das helßt,
die mit Hilfe des Aktuators bewirkten Stellbewegungen des Feststellgiledes reichen
durchweg aus, um den Türflügel zumindest spaltweise zu öffnen, so dass ein Bedlener
In den Spalt hineingreifen und den Türflügel zu dessen vollständiger Öffnung hintergreifen
kann.
[0010] Selbstverständlich ilegt es auch Im Rahmen der Erfindung, wenn der an das Feststellglied
angeschlossene Aktuator dieses unmittelbar zur Verstellung des Türflügels antrelbt
und dabei nicht nur für eine spaltweise Öffnung des Türflügels sorgt, sondern prinzipiell
den Türflügel vollständig öffnen und gegebenenfalls schließen kann. Das Feststellglied
selbst mag diese vom Aktuator bewirkte Stellbewegung über die berelts angesprochenen
Feststellorgane auf den Türflügel übertragen. Tatsächlich korrespondiert die mit Hilfe
des Aktuators Initlierte Bewegung des Feststellgliedes dazu, dass dieses gleichsam
"verlängert" wird bzw. der Abstand zwischen einem Ende des Festatellgliedes und dem
Gelenk zum Anschluss des Feststellgliedes an die Kraftfahrzeug-Karoeserle am anderen
Ende vergrößert wird. Als Folge hiervon wird der Türflügel für die wenigstens spaltweise
Öffnung ausgestellt. Dabei wird man Im Allgemeinen so vorgehen, dass der Aktuator
für die spaltweise Öffnung des Türflügels gegenüber der Kraftfahrzeug-Karosserie sorgt.
Demgegenüber bewirkt der Antrieb dann eine vollständige Öffnung/Schließung des Türflügels
gegenüber der Kraftfahrzeug-Karosserie, Das heißt, der Antrieb arbeitet grundsätzlich
unabhängig von dem Aktuator, Dabel kann der Antrieb den Türflügel vollständig öffnen
oder auch den Türflügel vollständig schließen. Ebenso sind sowohl vollständige Öffnungen
als auch Schließungen des Türflügels gegenüber der Kraftfahrzeug-Karosserie mit Hilfe
des Antriebes möglich und werden erfindungsgemäß umfasst.
[0011] Erfindungsgemäß Feststellglied einen an einen türflügelseitigen Anschlag angreifenden
Gegenanschlag und einen Rastarm zur Wechselwirkung mit Feststellorganen am Türflügel
auf. Außerdem verfügt das Feststellglied vorteilhaft über eine Stellstange.
[0012] Tatsächlich Ist der Aktuator meistens als Linearstellglied ausgeblidet, Dabei wird
regelmäßig so vorgegangen, dass die Stellstange des Feststellgliedes von einer an
den Aktuator angeschlossenen Stellmutter zur Linearverstellung beaufschlagt wird.
Der Aktuator sorgt also dafür, dass die Stellmutter rotiert. Als Folge hiervon vollführt
die In die Stellmutter eintauchende Stellstange entsprechende Linearbewegungen, Gleiches
gilt für das Feststellglied im Ganzen. Diese Linearbewegungen des Festetellgliedes
werden über den türflügeiseltigen Anschlag auf den Türflügel zu dessen Öffnung übertragen,
[0013] Erfindungsgemäß arbeitet der Antrieb über den Anschlag am Türflügel auf das Feststellglied.
Tatsächlich wird hier so vorgegangen, dass der Antrieb über den Anschlag am Türflügel
mit dem Gegenanschlag am Feststellglied wechselwirkt. Dazu ist der Anschlag am Türflügel
vorteilhaft verstellbar ausgebildet.
[0014] Tatsächlich kann es sich bei dem fraglichen Anschlag um zwei relativ zueinander bewegbare
Antriebsscheiben handeln. Die beiden Antriebsscheiben mögen darüber hinaus über Federn
miteinander gekoppelt sein.
[0015] Dabei ist eine Antriebsscheibe meistens als mit dem Feststellglied wechselwirkende
erste Antriebsscheibe ausgelegt. Bei der anderen Antriebsscheibe handelt es sich demgegenüber
um eine an den Antrieb angeschlossene zweite Antriebsscheibe. Da die beiden Antriebsscheiben
durch Federkraft miteinander gekoppelt und darüber hinaus relativ zueinander bewegbar
ausgelegt sind, erfolgt auch eine Entkopplung von einerseits dem Aktuator und andererseits
dem Antrieb. Denn durch die relative Beweglichkeit der beiden Antriebsscheiben zueinander
und folglich die gleichsam verstellbare oder flexible Auslegung des Anschlages am
Türflügel greifen der Aktuator und der Antrieb nicht starr an dem Anschlag an, sondern
vielmehr voneinander entkoppelt und beweglich zueinander.
[0016] Auf diese Weise kann etwaiges Spiel beim Bewegen des Antriebes ebenso ausgeglichen
werden wie ein Spiel bei einer Betätigung des Aktuators. Dadurch lassen sich der Antrieb
und der Aktuator unabhängig voneinander betätigen und für die gewünschte Bewegung
des Türflügels erfindungsgemäß nutzen. Das alles gelingt auf konstruktiv frappierend
einfache Art und Weise und dementsprechend kostengünstig und funktionssicher. Außerdem
wird das Feststellglied mit einer weiteren Funktionalität ausgerüstet, weil dieses
sich mit Hilfe des Aktuator bewegt und für die Verstellung des Türflügels genutzt
wird. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.
[0017] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1 und 2
- eine erfindungsgemäße Kraftfahrzeugtür im Längsschnitt schematisch in geöffnetem Zustand
(vgl. Fig. 1) und geschlossenem Zustand (vgl. Fig. 2),
- Fig. 3
- die erfindungsgemäße Kraftfahrzeugtür in einer schematischen Übersicht sowie in Seitenansicht,
- Fig. 4
- die Seitenansicht nach der Fig. 3 in der konkreten Ausgestaltung und
- Fig. 5
- ein Detail aus der Fig. 4 perspektivisch dargestellt.
[0018] In den Figuren ist eine Kraftfahrzeugtür gezeigt, deren Türflügel 1 an eine Kraftfahrzeug-Karosserie
2 über ein oder mehrere Scharniere 3 drehbar angelenkt ist. Die Scharniere 3 bzw.
deren Scharnierachsen definieren eine Schwenkachse des Türflügels 1. Bei der dargestellten
Kraftfahrzeugtür handelt es sich nicht einschränkend um eine Kraftfahrzeug-Seitentür.
Außerdem ist die Kraftfahrzeug-Seitentür grifflos ausgelegt, verfügt also nicht über
einen Türgriff oder eine vergleichbare Handhabe zum Öffnen respektive Schließen. Aus
diesem Grund muss die fragliche Kraftfahrzeugtür wenigstens spaltweise gegenüber der
Kraftfahrzeug-Karosserie 2 geöffnet werden, damit ein Bediener im Spalt den Türflügel
1 hintergreifen und diesen vollständig öffnen kann.
[0019] Die Kraftfahrzeugtür verfügt neben dem bereits beschriebenen Türflügel 1 zusätzlich
noch über ein Feststellglied 4, 5, 6, mit dessen Hilfe der Türflügel 1 in vorbestimmten
Winkelstellungen im Vergleich zu der Kraftfahrzeug-Karosserie 2 festgelegt werden
kann. Das Feststellglied 4, 5, 6 ist im Ausführungsbeispiel mit einer Stellstange
4 und einem daran anschließenden Rastarm 5 ausgerüstet. Der Rastarm 5 geht endseitig
in einen Gegenanschlag 6 über, wie dies im Detail in der Fig. 3 dargestellt ist.
[0020] Das Feststellglied 4, 5, 6 ist ausweislich der Fig. 1 und 2 an die Kraftfahrzeug-Karosserie
2 über ein Drehgelenk 7 dreh- und schwenkbar angeschlossen. Das Drehgelenk 7 definiert
einen Drehpunkt beabstandet von der durch die Scharnierachsen 3 vorgegebenen Schwenkachse
des Türflügels 1.
[0021] Folglich vollführt das Feststellglied 4, 5, 6 aufgrund der beschriebenen exzentrischen
Anlenkung an die Kraftfahrzeug-Karosserie 2 beim Bewegen des Türflügels 1 Ausfahr-
und Einfahrbewegungen relativ zu dem fraglichen Türflügel 1. Dazu ragt das Feststellglied
4, 5, 6 in eine Öffnung 8 an einer Seitenkante des Türflügels 1 in diesen hinein (vgl.
Fig. 1 und 2).
[0022] Zur Festlegung des Türflügels 1 in den vorbestimmten Winkelstellungen im Vergleich
zu der Kraftfahrzeug-Karosserie 2 wechselwirkt der mit Ausnehmungen ausgerüstete Rastarm
5 mit lediglich in den Fig. 1 und 2 angedeuteten und sich gegenüberliegenden Feststellorganen
9 im Innern des Türflügels. Bei den Feststellorganen 9 kann es sich um federbelastete
Gleit- oder Rollkörper handeln, die mit der Kraft ihrer Federn gegen den Rastarm 5
drücken. Sobald die Feststellorgane 9 in eine Rastausnehmung des Rastarmes 5 des Feststellgliedes
4, 5, 6 eintauchen, wird der Türflügel 1 in der zugehörigen Winkelstellung festgelegt
und werden unbeabsichtigte Bewegungen des Türflügels 1 verhindert.
[0023] Die Kraftfahrzeugtür weist in ihrem grundsätzlichen Aufbau ferner zumindest einen
auf den Türflügel 1 arbeitenden Aktuator 10, 11 auf, der insbesondere in der Fig.
4 zu erkennen ist. Im Ausführungsbeispiel ist der fragliche Aktuator 10, 11 im Bereich
des Drehgelenkes 7 angeordnet, was selbstverständlich nicht zwingend ist und nur beispielhaft
gilt. Der Aktuator 10, 11 setzt sich seinerseits aus einem Elektromotor 11 und einer
an den Elektromotor 11 angeschlossenen Stellmutter 10 zusammen, die mit der Stellstange
4 des Feststellgliedes 4, 5, 6 wechselwirkt.
[0024] Tatsächlich ist der Aktuator 10, 11 an das Feststellglied 4, 5, 6 angeschlossen und
treibt das Feststellglied 4, 5, 6 unmittelbar zur Verstellung des Türflügels 1 an
und zwar linear. Dies wird im Rahmen des Ausführungsbeispiels so bewerkstelligt, dass
der Elektromotor 11 als Bestandteil des Aktuators 10, 11 die Stellmutter 10 in Rotationen
versetzt. In die Stellmutter 10 taucht die Stellstange 4 des Feststellgliedes 4, 5,
6 ein. Die Stellmutter 10 und die Stellstange 4 sind mit zueinander korrespondierenden
Gewindegängen ausgerüstet. Auf diese Weise führen Rotationen der Stellmutter 10 dazu,
dass die Stellstange 4 linear hin- und her bewegt wird. Gleiches gilt dann auch für
das Feststellglied 4, 5, 6 im Ganzen.
[0025] In der Fig. 3 ist schematisch eine Ausstellbewegung des Türflügels 1 mit Hilfe des
Feststellgliedes 4, 5, 6 dargestellt. Die strichpunktierte Position des Feststellgliedes
4, 5, 6 korrespondiert zur Ausgangsposition, wohingegen die durchgezogene Darstellung
das Ende des Verstellweges X des Feststellgliedes 4, 5, 6 markiert. Das heißt, für
die Ausstellbewegung des Türflügels 1 wird das Feststellglied 4, 5, 6 in der Darstellung
nach Fig. 3 nach links bewegt, wie ein entsprechender Pfeil andeutet. Selbstverständlich
kann das Feststellglied 4, 5, 6 auch eine Gegenbewegung zum Zurückziehen vollführen,
die jedoch in der Fig. 3 nicht dargestellt ist.
[0026] Als Folge der Ausstellbewegung nach der Fig. 3 bewirkt der Aktuator 10, 11, welcher
das Feststellglied 4, 5, 6 unmittelbar antreibt, das heißt ohne zwischengeschaltete
Übertragungselemente oder dergleichen auskommt, eine zumindest spaltweise Öffnung
des Türflügels 1. Diese spaltweise Öffnung des Türflügels 1 korrespondiert typischerweise
zu einem Spalt in der Größenordnung von 100 mm bis 200 mm gegenüber der Kraftfahrzeug-Karosserie
2, so dass ein Bediener in diesem Spalt den Türflügel 1 hintergreifen und vollständig
öffnen kann.
[0027] Der als Linearstellglied ausgebildete Aktuator 10, 11 sorgt also insgesamt dafür,
dass mit Hilfe des Feststellgliedes 4, 5, 6 und seines frontseitigen Gegenanschlages
6 ein korrespondierender Anschlag 12, 13 am Türflügel 1 in der Darstellung nach Fig.
3 ebenfalls nach links bewegt wird. Da der Anschlag 12, 13 an den Türflügel 1 angeschlossen
ist, führt die beschriebene Verlagerung des Feststellgliedes 4, 5, 6 dazu, dass der
Gegenanschlag 6 den in der Fig. 3 dargestellten Verstellweg x vollführt und sich um
diesen Betrag von dem Drehgelenk 7 entfernt. Das hat unmittelbar zur Folge, dass der
Türflügel 1 wenigstens spaltweise gegenüber der Kraftfahrzeug-Karosserie 2 geöffnet
wird.
[0028] Wie bereits erläutert, verfügt zu diesem Zweck das Feststellglied 4, 5, 6 über die
endseitigen Stellstange 4, welche mit der Stellmutter 10 des Aktuators 10, 11 wechselwirkt.
Das heißt, die Stellstange 4 wird von der Stellmutter 10 des Aktuators 10, 11 zur
Linearverstellung des Feststellgliedes 4, 5, 6 beaufschlagt. Bei diesem Vorgang wird
das Feststellglied 4, 5, 6 und mit ihm der Gegenanschlag 6 um den Wegbetrag x bzw.
der Verstellung im dargestellten Beispiel nach der Fig. 3 nach links verlagert. Da
der Gegenanschlag 6 mit dem türflügelseitigen Anschlag 12, 13 wechselwirkt und diesen
ebenfalls in der Darstellung nach Fig. 3 nach links verstellt, wird der Türflügel
1 im Ergebnis wenigstens teilweise ausgestellt bzw. erfährt die beschriebene spaltweise
Öffnung.
[0029] Im Ausführungsbeispiel und nach bevorzugter Ausführungsform ist zusätzlich zu dem
bereits beschriebenen Aktuator 10, 11 ein Antrieb 14, 15 ,16 ,17 realisiert. Der Antrieb
14, 15, 16, 17 ist grundsätzlich auch entbehrlich, weil der Aktuator 10, 11 prinzipiell
das Feststellglied 4, 5, 6 auch so unmittelbar antreiben kann, dass das Feststellglied
4, 5, 6 den Türflügel 1 bei Bedarf vollständig öffnet und gegebenenfalls schließt.
[0030] Im Rahmen des Ausführungsbeispiels ist die Auslegung jedoch so getroffen, dass der
Aktuator 10, 11 für die spaltweise Öffnung des Türflügels 1 gegenüber der Kraftfahrzeug-Karosserie
2 sorgt. Demgegenüber bewirkt der Antrieb 14, 15, 16 eine vollständige Öffnung/Schließung
des Türflügels 1 gegenüber der Kraftfahrzeug-Karosserie 2. Das heißt, mit Hilfe des
Antriebes 14, 15 , 16, 17 kann der zunächst spaltweise geöffnete Türflügel 1 vollständig
geöffnet werden. Auch eine vollständige Schließung des Türflügels 1 oder beides ist
möglich und wird von der Erfindung mit umfasst.
[0031] Zu diesem Zweck arbeitet der Antrieb 14, 15, 16, 17 über den Anschlag 12, 13 am Türflügel
1 auf das Feststellglied 4, 5, 6. Tatsächlich wechselwirkt der Antrieb 14, 15, 16
über den Anschlag 12, 13 mit dem Gegenanschlag 6 am Feststellglied 4, 5, 6 (vgl. Fig.
3).
[0032] Man erkennt, dass der Anschlag 12, 13 am Türflügel 1 verstellbar ausgebildet ist.
Das wird anhand einer vergleichenden Betrachtung der konkreten Ausgestaltung nach
den Fig. 4 und 5 deutlich. Tatsächlich weist der Anschlag 12, 13 zwei relativ zueinander
bewegbare Antriebsscheiben 12, 13 auf. Dabei wechselwirkt die erste Antriebsscheibe
12 mit dem Feststellglied 4, 5, 6, wie nachfolgend noch näher erläutert wird. Die
andere zweite Antriebsscheibe 13 ist als an den Antrieb 14, 15, 16, 17 angeschlossene
zweite Antriebsscheibe 13 ausgebildet.
[0033] Tatsächlich setzt sich der Antrieb 14, 15, 16, 17 zunächst einmal aus einem Elektromotor
14 und einem an den Elektromotor 14 angeschlossenen Bowdenzug 15, 16 oder einem anderen
Übertragungsglied 15, 16 zusammen. Mit Hilfe des Elektromotors 14 kann eine Seele
16 des Bowdenzuges 15, 16 gegenüber der zugehörigen Hülle 15 linear hin- und her bewegt
werden, wie dies ein Doppelpfeil in den Fig. 4 und 5 andeutet. Als Folge hiervon wird
die über ein endseitiges Anschlussstück 17 an die Seele 16 angeschlossene zweite Antriebsscheibe
13 verschwenkt, und zwar im Vergleich zu einer Achse 18. Tatsächlich wird die Achse
18 von einem Drehzapfen gebildet, der mit einer Anschlussplatte 19 verbunden ist.
Die Anschlussplatte 19 ist ihrerseits am Türflügel 1 festgelegt. Die beiden Antriebsscheiben
12, 13 sind nun drehbar im Vergleich zu der Achse 18 gegenüber der Anschlussplatte
19 ausgelegt. Dadurch ist der von den beiden Antriebsscheiben 12, 13 zusammenfassend
gebildete Anschlag 12, 13 am Türflügel 1 verstellbar ausgelegt. Außerdem sind die
beiden Antriebscheiben 12, 13 noch über Federn 20, 21 miteinander elastisch gekoppelt,
lassen sich folglich relativ zueinander bewegen.
[0034] Die Funktionsweise ist wie folgt. Um den im Ausführungsbeispiel grifflosen Türflügel
1 der beschriebenen Kraftfahrzeug-Seitentür gegenüber der Kraftfahrzeug-Karosserie
2 wenigstens spaltweise zu öffnen, wird zunächst der Aktuator 10, 11 beaufschlagt.
Der Aktuator 10, 11 sorgt dafür, dass das Feststellglied 4, 5, 6 in der Darstellung
nach Fig. 3 nach links bewegt wird. Als Folge hiervon bewegt sich auch der Anschlag
12, 13 um den dort dargestellten Betrag x des zugehörigen Verstellweges.
[0035] Übertragen auf das konkrete Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 und 5 bedeutet dies,
dass der Gegenanschlag 6 des Feststellgliedes 4, 5, 6 gegen die erste Antriebsscheibe
12 fährt und diese im Vergleich zur Achse 18 im Uhrzeigersinn verschwenkt. Bei diesem
Vorgang nimmt die erste Antriebsscheibe 12 über die Feder 21 die zweite Antriebsscheibe
13 mit, so dass der Anschlag 12, 13 insgesamt den Verstellweg x wie beschrieben absolviert.
Da zu diesem Zeitpunkt der Antrieb 14, 15, 16, 17 gleichsam starr ist, sorgt die Verlagerung
des Anschlages 12, 13 am Türflügel 1 mit Hilfe des linear bewegten Feststellgliedes
4, 5, 6 dafür, dass der Türflügel 1 die beschriebene wenigstens spaltweise Öffnung
vollführt. Der Aktuator 10, 11 beaufschlagt bei diesem Vorgang die erste Antriebsscheibe
12 soweit, bis diese gegen einen Anschlag 22 fährt. Zugleich wird hierdurch ein Sensor
bzw. Schalter 23 betätigt, welcher den Aktuator 10, 11 abschaltet.
[0036] Das Signal des Sensors 23 bzw. Schalters 23 kann nun ergänzend dazu genutzt werden,
den Antrieb 14, 15, 16, 17 zu starten. Dieser Vorgang sorgt dafür, dass die Seele
16 des Bowdenzuges 15 in der Darstellung nach der Fig. 5 eingezogen bzw. dort nach
links bewegt wird. Als Folge hiervon vollführt die an den Antrieb 14, 15, 16, 17 angeschlossene
Antriebsscheibe 13 eine Gegenuhrzeigersinnbewegung im Vergleich zur Achse 18. Da die
erste Antriebsscheibe 12 am Anschlag 22 der zweiten Antriebsscheibe 13 anliegt, wird
diese gegen Uhrzeigersinnbewegung der zweiten Antriebsscheibe 13 auf die erste Antriebsscheibe
12 übertragen.
[0037] Da die erste Antriebsscheibe 12 am Gegenanschlag 6 des Feststellgliedes 4, 5, 6 anliegt,
korrespondiert dieser Vorgang dazu, dass sich der Antrieb 14, 15, 16, 17 bzw. die
von ihm initiierte Antriebsbewegung gegenüber dem Feststellglied 4, 5, 6 abstützt
bzw. auf das Feststellglied 4, 5, 6 arbeitet.
[0038] Durch die gemeinsame Gegenuhrzeigersinnbewegung der beiden Antriebsscheiben 12, 13
um die Achse 18 im Vergleich zur Anschlussplatte 19 wird der Türflügel 1 komplett
geöffnet. Dieser Vorgang endet, sobald die zweite Antriebsscheibe 13 mit einer Nase
24 einen weiteren Sensor bzw. Schalter 25 erreicht. Dieser sorgt bei seiner Beaufschlagung
dafür, dass der Antrieb 14, 15, 16 abgeschaltet wird.
1. Kraftfahrzeugtür, insbesondere grifflose Kraftfahrzeug-Seitentür, mit einem Türflügel
(1), ferner mit einem an eine Kraftfahrzeug-Karosserie (2) angelenkten Feststellglied
(4, 5, 6) zum Festlegen des Türflügels (1) in vorbestimmten Winkelstellungen im Vergleich
zu der Kraftfahrzeug-Karosserie (2), und mit zumindest einem auf den Türflügel (1)
arbeitenden Aktuator (10, 11), welcher wenigstens eine spaltenweise Öffnung des Türflügels
(1) gegenüber der Kraftfahrzeug-Karosserie (2) bewirkt, wobei der Aktuator (10, 11)
an das Feststellglied (4, 5, 6) angeschlossen ist und dieses unmittelbar zur Verstellung
des Türflügels (1) antreibt, wobei das Feststellglied (4, 5, 6) einen an einen türflügelseitigen
Anschlag (12, 13) angreifenden Gegenanschlag (6) und einen Rastarm (5) zur Wechselwirkung
mit Feststellorganen (9) am Türflügel (1) aufweist, und wobei zusätzlich zu dem Aktuator
(10, 11) ein Antrieb (14, 15, 16, 17) für den Türflügel (1) vorgesehen ist, wobei
der Antrieb (14, 15, 16, 17) über den Anschlag (12, 13) am Türflügel (1) auf den Gegenanschlag
(6) am Feststellglied (4, 5, 6) arbeitet.
2. Kraftfahrzeugtür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (10, 11) als Linearstellglied ausgebildet ist.
3. Kraftfahrzeugtür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Feststellglied (4, 5, 6) eine Stellstange (4) aufweist, welche von einer Stellmutter
(10) des Aktuators (10, 11) zur Linearverstellung beaufschlagt wird.
4. Kraftfahrzeugtür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (10, 11) für die spaltweise Öffnung des Türflügels (1) gegenüber der
Kraftfahrzeug-Karosserie (2) sorgt, während der Antrieb (14, 15, 16, 17) eine vollständige
Öffnung/Schließung des Türflügels (1) gegenüber der Kraftfahrzeug-Karosserie (2) bewirkt.
5. Kraftfahrzeugtür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (12, 13) am Türflügel (1) verstellbar ausgebildet ist.
6. Kraftfahrzeugtür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (12, 13) zwei relativ zueinander bewegbare Antriebsscheiben (12, 13)
aufweist.
7. Kraftfahrzeugtür nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Antriebsscheibe (12) als mit dem Feststellglied (4, 5, 6) wechselwirkende
erste Antriebsscheibe (12) und die andere Antriebsscheibe (13) als an den Antrieb
(14, 15, 16, 17) angeschlossene zweite Antriebsscheibe (13) ausgebildet ist.
1. Motor vehicle door, in particular handle-free motor vehicle side door, comprising
a door leaf (1), further comprising a locking member (4, 5, 6) which is hinged to
a motor vehicle body (2) and intended for securing the door leaf (1) in predetermined
angular positions in relation to the motor vehicle body (2), and comprising at least
one actuator (10, 11) which operates on the door leaf (1) and which causes the door
leaf (1) to open at least by a gap with respect to the motor vehicle body (2), wherein
the actuator (10, 11) is connected to the locking member (4, 5, 6) and drives said
member directly in order to adjust the door leaf (1), wherein the locking member (4,
5, 6) has a counter-stop (6) that is in contact with a stop (12, 13) on the door leaf
and has a ratchet arm (5) for interaction with locking elements (9) on the door leaf
(1), and wherein, in addition to the actuator (10, 11), a drive (14, 15, 16, 17) is
provided for the door leaf (1), wherein the drive (14, 15, 16, 17) operates on the
counter stop (6) on the locking member (4, 5, 6) via the stop (12, 13) on the door
leaf (1).
2. Motor vehicle door according to claim 1, characterised in that the actuator (10, 11) is designed as a linear adjustment member.
3. Motor vehicle door according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the locking member (4, 5, 6) has an adjustment rod (4) which is acted on by an adjustment
nut (10) of the actuator (10, 11) for linear adjustment.
4. Motor vehicle door according to any of the preceding claims, characterised in that the actuator (10, 11) opens the door leaf (1) by a gap with respect to the motor
vehicle body (2), while the drive (14, 15, 16, 17) causes the door leaf (1) to fully
open/close with respect to the motor vehicle body (2),
5. Motor vehicle door according to any of the preceding claims, characterised in that the stop (12, 13) on the door leaf (1) is designed to be adjustable.
6. Motor vehicle door according to any of the preceding claims, characterised in that the stop (12, 13) has two drive discs (12,13) which can be moved relative to one
another,
7. Motor vehicle door according to claim 6, characterised in that one drive disc (12) is designed as a first drive disc (12) that interacts with the
locking member (4, 5, 6) and the other drive disc (13) is designed as a second drive
disc (13) that is connected to the drive (14, 15, 16, 17).
1. Porte de véhicule à moteur, en particulier porte latérale sans poignée de véhicule
à moteur, comprenant un battant de porte (1), comprenant en outre un organe de verrouillage
(4, 5, 6) articulé sur une carrosserie (2) du véhicule à moteur pour fixer le battant
de porte (1) dans des positions angulaires prédéfinies par rapport à la carrosserie
(2) du véhicule à moteur, et comprenant au moins un actionneur (10, 11) qui enclenche
le battant de porte (1) et qui amène une ouverture au moins partielle du battant de
porte (1) par rapport à la carrosserie (2) du véhicule à moteur, l'actionneur (10,
11) étant relié à l'organe de verrouillage (4, 5, 6) et amenant directement celui-ci
à régler le battant de porte (1), l'organe de verrouillage (4, 5, 6) comportant une
contre-butée (6) agissant sur une butée (12, 13) du côté du battant de porte et un
bras d'encliquetage (5) servant à interagir avec des éléments de verrouillage (9)
au niveau du battant de porte (1), et en plus de l'actionneur (10, 11), un mécanisme
d'entraînement (14, 15, 16, 17) étant prévu pour le battant de porte (1), le mécanisme
d'entraînement (14, 15, 16, 17) enclenchant la contre-butée (6) au niveau de l'organe
de verrouillage (4, 5, 6) par l'intermédiaire de la butée (12, 13) au niveau du battant
de porte (1).
2. Porte de véhicule à moteur selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'actionneur (10, 11) est réalisé sous la forme d'un organe de commande linéaire.
3. Porte de véhicule à moteur selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'organe de verrouillage (4, 5, 6) comporte une tige de réglage (4), laquelle est
sollicitée par un écrou de réglage (10) de l'actionneur (10, 11) pour le réglage linéaire.
4. Porte de véhicule à moteur selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'actionneur (10, 11) assure l'ouverture partielle du battant de porte (1) par rapport
à la carrosserie (2) du véhicule à moteur, tandis que le mécanisme d'entraînement
(14, 15, 16, 17) amène une ouverture/fermeture complète du battant de porte (1) par
rapport à la carrosserie (2) du véhicule à moteur.
5. Porte de véhicule à moteur selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la butée (12, 13) au niveau du battant de porte (1) est réalisée de manière réglable.
6. Porte de véhicule à moteur selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la butée (12,13) comporte deux disques d'entraînement (12,13) mobiles l'un par rapport
à l'autre.
7. Porte de véhicule à moteur selon la revendication 6, caractérisée en ce qu'un disque d'entraînement (12) est réalisé sous la forme d'un premier disque d'entraînement
(12) interagissant avec l'organe de verrouillage (4, 5, 6) et en ce que l'autre disque d'entraînement (13) est réalisé sous la forme d'un second disque d'entraînement
(13) relié au mécanisme d'entraînement (14, 15, 16, 17).