[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Behandeln von Substraten mit einer Trenneinrichtung,
mit der bearbeitetes Substrat in mindestens ein Abfallteil und mindestens einen Nutzen
trennbar ist. Als Substrate werden insbesondere bogenförmige verstanden, die vorzugsweise
bedruckbar oder bedruckt sind. Derartige Substrate werden durch einen oder mehrere
Bearbeitungsvorgänge bearbeitet, wie z.B. durch Bedrucken und/oder Beschichten und/oder
Lackieren und/oder Schneiden und/oder Stanzen und/oder Prägen und/oder Rillen und/oder
Perforieren.
[0002] Aus der
DE 40 13 116 A1 ist ein Verfahren zum Stapeln flacher Zuschnitte aus Karton oder dergleichen bekannt,
bei welchem die Zuschnitte auf einem ersten Förderer herankommen, von einem zweiten
Förderer mit gleicher Förderebene und zeitweise gleicher Fördergeschwindigkeit übernommen
und in mindestens einem linearen Schuppenstrom gefördert werden, auf dem zweiten Förderer
intermittierend mit höherer Geschwindigkeit gefördert und über das Ende des zweiten
Förderers auf eine unmittelbar dahinter befindliche Stapelablage gegen einen Anschlag
zur Bildung eines Stapels horizontal flach aufeinanderliegender Zuschnitte abgeworfen
werden.
[0003] Aus der
DE 103 56 405 A1 ist eine Vorrichtung zum veredelnden Bearbeiten, z. B. Schneiden, Stanzen, Prägen,
Folientransfer, und/oder Beschichtungen, von bedrucktem Papier, Karton, Kartonverpackungen,
Wellpappe, Kunststoffe mittels eines Rotationsvorganges bekannt, bei dem das Substrat
in Vorschubrichtung zwischen einer rotierenden Gegendruck-Bearbeitungswalze und einer
rotierenden Bearbeitungswalze einführbar ist und beim Durchlaufen durch im Arbeitsspalt
wirksame Werkzeugteile seine Bearbeitung erfährt. Der Bearbeitungswalze ist direkt
ein Auslageförderband für formfreie Substrate nachgeordnet, das annähernd horizontal
ausgerichtet ist.
Die Vorrichtung ist ausschließlich zur Bearbeitung von bahnförmigen Substraten ausgebildet.
[0004] Aus der
DE 103 56 413 A1 ist eine Vorrichtung zum veredelnden Bearbeiten von bedrucktem Papier oder dergleichen
bahnförmigen Substraten, mittels eines Rotationsvorganges, bei dem das Substrat in
Vorschubrichtung zwischen einer rotierenden Gegendruck-Bearbeitungswalze und einer
rotierenden Bearbeitungswalze einführbar ist und beim Durchlaufen durch im Arbeitsspalt
wirksame Werkzeugteile seine Bearbeitung erfährt. Die Gegendruck-Bearbeitungswalze
ist im Wesentlichen neben einer Bearbeitungswalze angeordnet und der Bearbeitungswalze
direkt ein Auslageförderband für formfreie Substrate nachgeordnet, das annähernd horizontal
ausgerichtet ist. Die Bearbeitungswalze ist doppeltgroß ausgebildet und weist Greifer
auf. Die Führung der Substrate auf der Mantelfläche der Bearbeitungswalze, in den
vom Greifer beabstandeten Bereichen, ist nicht variabel auf unterschiedliche Substratformate
einstellbar.
[0005] Die
DE 20 2004 018 764 U1 offenbart eine Vorrichtung zum veredelnden Bearbeiten von bedruckten und/oder beschichteten
bogenförmigen Substraten, insbesondere zum z. B. Stanzen mittels eines Rotationsvorgangs,
bei dem das Substrat in Vorschubrichtung zwischen zwei rotierenden Bearbeitungswalzen
einführbar ist und beim Durchlaufen durch im Arbeitsspalt wirksame Werkzeugteile seine
Bearbeitung erfährt, wobei eine Bearbeitungswalze mit mindestens einem Greifer für
einen registergerechten Transport des bogenförmigen Substrates versehen ist und eine
Greifer-Auflage bzw. Greifer-Amboss als Einhängenocken für das als Werkzeugblech gebildete
Werkzeugteil ausgebildet ist.
Die Vorrichtung ist ausschließlich zur Verwendung von Werkzeugblechen ausgebildet,
die mit Einhängenocken korrespondierende Ausnehmungen aufweisen.
[0006] Die
DE 10 2004 058 597 A1 zeigt eine Vorrichtung zum veredelnden Bearbeiten von bedruckten bogenförmigen Substraten,
mittels eines Rotationsstanzvorganges, bei dem das Substrat zwischen zwei rotierenden
Bearbeitungswalzen einführbar ist und eine Bearbeitung erfährt, wobei eine Bearbeitungswalze
einen Greifer für einen registergerechten Transport des Substrates aufweist und an
bestimmten Positionen einer der Bearbeitungswalzen Punkturnadeln auf der Oberfläche
aufweisen, die Abfallausschnitte aufnehmen.
Die Führung der Substrate in den vom Greifer beabstandeten Bereichen auf der Mantelfläche
der Bearbeitungswalze erfolgt unter Verwendung einer Vielzahl von mechanisch bewegten
Einzelteilen und ist anfällig gegen Verschmutzung.
[0007] Aus der
DE 10 2004 058 598 A1 ist ein Werkzeugteil in einer Vorrichtung zum veredelnden Bearbeiten von bedruckten
und/oder beschichteten bogenförmigen Substraten, insbesondere zum z. B. Stanzen mittels
eines Rotationsvorgangs, bekannt, bei dem das Substrat zwischen zwei rotierenden Bearbeitungswalzen
einführbar ist und beim Durchlaufen durch im Arbeitsspalt wirksame Werkzeugteile seine
Bearbeitung erfährt, wobei eine Bearbeitungswalze einen Greifer für den registergerechten
Transport des Substrates und das als Matrize profilierte Werkzeugteil umfangsseitige
Durchbrüche aufweist.
Das Werkzeugteil ist aufwendig aufgebaut und weist neben Profilierungen noch Öffnungen
auf.
[0008] Die
DE 10 2004 058 599 A1 offenbart eine Vorrichtung zum veredelnden Bearbeiten von bedruckten bogenförmigen
Substraten, von bedrucktem Papier oder dergleichen, mittels eines Rotationsstanzvorganges,
bei dem das Substrat in Vorschubrichtung zwischen zwei rotierende Bearbeitungswalzen
einführbar ist, wobei die Bearbeitungswalze einen Greifer für einen registergerechten
Transport des Substrates aufweisen. Der Bearbeitungswalze sind zwei weitere Bearbeitungswalzen
in 12-Uhr Position und in der 10-Uhr Position zugeordnet.
Die Vorrichtung ist auf Grund der Vielzahl der Bearbeitungswalzen vergleichsweise
aufwendig aufgebaut.
[0009] Die
DE 10 2004 058 600 A1 zeigt eine Vorrichtung zum veredelnden Bearbeiten von bedruckten bogenförmigen Substraten
mit zwei Bearbeitungswalzen. Neben einer der Bearbeitungswalzen ist ein annähernd
horizontal ausgerichtetes Förderband angeordnet, dass formgebunden ausgebildet ist.
[0010] Aus der
DE 10 2004 058 601 A1 ist eine Vorrichtung zum veredelnden Bearbeiten von bedruckten bogenförmigen Substraten
mit zwei Bearbeitungswalzen bekannt. Neben einer der Bearbeitungswalzen ist ein annähernd
horizontal ausgerichtetes Förderband angeordnet. Das Förderband ist mit Saugluft und
eine der Bearbeitungswalzen mit Blasluft beaufschlagt.
[0012] Die
DE 101 47 486 A1 offenbart eine Stanz- oder Schneidevorrichtung mit einem Magnetzylinder und einer
neben dem Magnetzylinder angeordneten Absaugeinrichtung, zum Absaugen von ausgestanzten
Materialstücken.
[0013] Die
DE 103 00 234 B3,
DE 103 00 235 A1,
DE 1 786 548 A1 und
EP 2 399 835 A1 offenbaren jeweils eine Maschine zum Bearbeiten von bahnförmigen Substraten. Die
DE 103 00 235 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Behandeln von Substraten: Sie weist eine Trenneinrichtung
auf, mit der bearbeitetes Substrat in mindestens ein Abfallteil und mindestens einen
Nutzen trennbar ist. Die Trenneinrichtung hat einen Transportzylinder der als Ausbrechzylinder
ausgebildet ist. Der Transportzylinder ist magnetisch zum Fixieren einer flexiblen
Metallfolie als Aufzug und weist Öffnungen auf, die bei fixiertem Aufzug zumindest
teilweise von im Aufzug ausbildbaren Durchbrechungen überdeckt sind. Die Öffnungen
werden mit Vakuum versorgt.
[0016] Die
EP 0 878 277 A2 offenbart eine Vorrichtung, bei welcher aus vorgestanzten Bahnen Abfallteile ausgebrochen
werden und die Nutzen mit Rahmen kurze Zeit weiterbefördert werden.
[0018] Die
US 3,404,607 betrifft eine Vorrichtung zum Behandeln von Substraten mit Ausbrech- und Transportzylinder.
[0019] Die
EP 0 117 623 A2 offenbart ein Verfahren zum Behandeln von Substraten.
[0022] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Behandeln von Substraten
zu schaffen, mit der eine Trennung von bearbeiteten Substraten in ein oder mehrere
Abfallteile und mindestens einen Nutzen ermöglicht wird. Insbesondere liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Behandeln von Substraten zu schaffen, die
eine verbesserte Flexibilität aufweist.
[0023] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gelöst, die gemäß der Merkmale von Patentanspruch
1 ausgebildet ist.
[0024] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen darin, dass eine effektive und/oder
sichere Trennung von Substraten in mindestens ein Abfallteil und mindestens einen
Nutzen unter Minimierung des hierfür erforderlichen maschinentechnischen Aufwands
geschaffen wird.
Insbesondere von Vorteil ist bei einer Ausführungsform der Erfindung, dass die Trenneinrichtung
bereits bearbeitetes Substrat behandelt, insbesondere in mindestens ein Abfallteil
und mindestens einen Nutzen trennt, wobei das Substrat seine Bearbeitung durch im
Zylinderspalt von zwei der Trenneinrichtung vorgelagerten Bearbeitungswalzen wirksame
Werkzeugteile insbesondere durch Schneiden, Stanzen, Rillen oder Perforieren erfährt.
Durch die Realisierung des auch als Ausbrechen bezeichneten Trennens einerseits und
des Bearbeiten andererseits an verschiedenen Orten, wird die Funktionsstabilität der
Vorrichtung zum Behandeln von Substraten erhöht. Von Vorteil ist insbesondere ebenso,
dass durch die Ausbildung zweier Luftversorgungsmittel zur unabhängigen Versorgung
erster und zweiter Öffnungen in Verbindung mit der Umschaltbarkeit zwischen Saugluftversorgung
und einer Blasluftversorgung ein sicherer Transport von Abfallteile und/oder Nutzen
und eine sichere Freigabe an den dafür vorgesehenen Orten erfolgt.
[0025] Im Fall einer Vorrichtung zum Behandeln von Substraten mit einem Greifersystem zum
Fixieren der Vorderkanten von bogenförmigem Substrat, das als Sauggreifersystem ausgebildet
ist, ist insbesondere von Vorteil, dass Substratbogen oder als Gitter bezeichnete
Abfallteile sicher transportiert werden können, bis eine Freigabe an den dafür vorgesehenen
Orten erfolgt. Das Sauggreifersystem ist im Vergleich zu mechanischen Greifersystemen,
insbesondere Klemmgreifern, vergleichsweise einfach aufgebaut. Die Ausbildung des
Sauggreifersystems zum registergenauen Transport kann vorteilhafterweise unterbleiben.
Bei der letztgenannten Vorrichtung ist es des Weiteren insbesondere vorteilhaft, dass
dem Mittel zum Fixieren des Aufzugs das Sauggreifersystem zugeordnet ist, was den
umgekehrten Fall einschließt. Dadurch wird in vorteilhafter Weise erreicht, dass die
Zahl der beweglichen Teile auf ein Minimum beschränkt ist. Bei minimalem Platzbedarf
werden die Funktionen des Fixierens des Aufzugs und des Haltens der Vorderkanten des
bogenförmigem Substrats bzw. von Gittern in einfacher Weise und zudem funktionsstabil
realisiert. Die zum Betrieb des Sauggreifersystems benötigte Saugluft liegt bei einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung am Transportzylinder bereits an und kann
zudem in vorteilhafter Weise für das Halten von Abfallteilen und/oder Nutzen auf der
Mantelfläche des Transportzylinders verwendet werden.
[0026] Von Vorteil ist bei einer Ausführung der Vorrichtung zum Behandeln von Substraten
mit einer Trenneinrichtung, die einen Transportzylinder umfasst, dem ein umlaufendes
Transportband zugeordnet ist, insbesondere, dass das Transportband die Abfallteile
oder Nutzen sicher vom Transportzylinder übernimmt. Ist das Transportband dem Transportzylinder
direkt zugeordnet und bildet einen Übergabepunkt oder einen Übergabebereich mit dem
Transportzylinder aus, insbesondere in Form eines Tangentenpunkts oder eines Umschlingungswinkels,
kann das Transportband die Abnahme der Abfallteile oder Nutzen in vorteilhafter Weise
unterstützen. Letzteres trifft insbesondere dann zu, wenn das Transportband ein Saugband
ist. Bei der letztgenannten Vorrichtung ist es des Weiteren insbesondere vorteilhaft,
dass die Übergabe von Abfallteilen oder Nutzen vom Transportzylinder an das Transportband
durch das Anlegen von Blasluft an der Mantelfläche des Transportzylinders, d.h. insbesondere
an den Öffnungen des auf dem Transportzylinder fixierten Aufzugs unterstützt wird.
Vorteilhaft ist es ebenso, wenn die Übergabe von Abfallteilen oder Nutzen vom Transportzylinder
an das Transportband allein durch das Anlegen von Blasluft an der Mantelfläche des
Transportzylinders bewirkt wird und das Transportband nicht mit saugluftbeaufschlagten
Öffnungen, d.h. als Saugband, ausgebildet ist.
[0027] Im Fall einer Vorrichtung zum Behandeln von Substraten mit einer Trenneinrichtung,
die einen Transportzylinder und einen dem Transportzylinder zugeordneten Ausbrechzylinder
umfasst, dem ein umlaufendes Transportband zugeordnet ist, besteht ein Vorteil insbesondere
in der flexiblen Verwendbarkeit der Vorrichtung. Ist das Transportband dem Ausbrechzylinder
direkt zugeordnet und bildet einen Übergabepunkt oder einen Übergabebereich mit dem
Ausbrechzylinder aus, insbesondere in Form eines Tangentenpunkts oder eines Umschlingungswinkels,
kann das Transportband die Abnahme der Abfallteile oder Nutzen in vorteilhafter Weise
unterstützen. Das Transportband ist dem Ausbrechzylinder vorzugsweise kontaktierend
zugeordnet. Letzteres trifft insbesondere dann zu, wenn das Transportband ein Saugband
ist. Bei der letztgenannten Vorrichtung ist es des Weiteren insbesondere vorteilhaft,
dass die Übergabe von Abfallteilen oder Nutzen vom Ausbrechzylinder an das Transportband
durch das Anlegen von Blasluft an der Mantelfläche des Ausbrechzylinder, d.h. insbesondere
an den Öffnungen des auf dem Transportzylinder fixierten Aufzugs, unterstützt wird.
Vorteilhaft ist es ebenso, wenn die Übergabe von Abfallteilen oder Nutzen vom Ausbrechzylinder
an das Transportband allein durch das Anlegen von Blasluft an der Mantelfläche des
Transportzylinders bewirkt wird und das Transportband nicht mit saugluftbeaufschlagten
Öffnungen, d.h. als Saugband, ausgebildet ist.
[0028] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0029] Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Bogen verarbeitenden Maschine mit schematischer
Darstellung einer Vorrichtung zum Behandeln von Substraten
Fig. 2 den Transportzylinder der Trenneinrichtung
Fig. 3 einen detaillierten Ausschnitt des Transportzylinders im Bereich des Zylinderkanals
mit Mitteln zum Fixieren des Aufzugs im geschlossenen Zustand
Fig. 4 einen detaillierten Ausschnitt des Transportzylinders im Bereich des Zylinderkanals
mit Mitteln zum Fixieren des Aufzugs im offenen Zustand
Fig. 5 erste Luftversorgungsmittel
Fig. 6 zweite Luftversorgungsmittel
Fig. 7 den Transportzylinder mit Luftversorgungsmitteln
Fig. 8 Luftversorgungsmittel Sauggreifersystem
Fig. 9 Transportzylinder mit Ausbrechzylinder
Fig. 10 einen detaillierten Ausschnitt des Ausbrechzylinders im Bereich des Zylinderkanals
mit Mitteln zum Fixieren des Aufzugs im geschlossenen Zustand
Fig. 11 und Fig. 12 einen Transportzylinder mit umlaufenden Saugband
Fig. 14 und Fig. 15 einen Transportzylinder mit umlaufenden Saugband
Fig. 16 einen Transportzylinder mit Mittel zum Zuführen eines Aufzugs
Fig. 17 eine schematische Darstellung einer Bogen verarbeitenden Maschine mit schematischer
Darstellung einer Vorrichtung zum Behandeln von Substraten
Fig. 18 eine Vorrichtung zum Behandeln/Ablegen von Substraten in Seitenansicht
Fig. 19 eine Vorrichtung zum Behandeln/Ablegen von Substraten in perspektivischer
Ansicht
Fig. 20 bis 32 Details der Vorrichtung gemäß Figur 18 und 19
Fig. 33 bis 46 Varianten von Bogen verarbeitenden Maschinen mit Fensterauftragwerk
oder Folienauftragswerk
Fig. 47 bis 48 eine Vorrichtung zum Behandeln/Ablegen von Substraten mit einer Abschäleinrichtung
Fig. 49 eine Antistatikvorrichtung am Transportzylinder
[0030] Die Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 1 mit einer Trenneinrichtung 2, mit
der bearbeitetes Substrat 1 in mindestens ein Abfallteil 9 und mindestens einen Nutzen
10 trennbar ist, kann als eigenständige Maschine ausgebildet sein und weist in diesem
Fall ein nicht näher beschriebenes Zuführsystem für Substrat 1 auf.
Nach einer weiteren Ausführungsform ist die Trenneinrichtung 2 Bestandteil einer substratverarbeitenden,
insbesondere einer Bogen verarbeitenden Maschine und wird inline mit den Aggregaten
der Bogen verarbeitenden Maschine betrieben. Als Bogen verarbeitende Maschine ist
insbesondere eine Bogendruckmaschine vorgesehen, wie sie z.B. in Fig. 1 dargestellt
ist. Die Erfindung wird nachfolgend am Beispiel einer Bogendruckmaschine, insbesondere
einer Offsetbogendruckmaschine beschrieben, wobei diese Beschreibung sinngemäß auch
für andere Bogen verarbeitende Maschinen sowie für eine Ausführung der Vorrichtung
als eigenständige Maschine sinngemäß gelten soll.
Die Bogendruckmaschine umfasst ein auch als Anleger 7 bezeichnetes Zuführsystem für
Substrate 1. Als Substrate 1 werden insbesondere bogenförmige Werkstücke aus Papier,
Karton, Pappe, Wellpappe, Kunststoff oder dergleichen verstanden, die vorzugsweise
bedruckbar oder bedruckt sind. Die Substrate 1 liegen im Anleger 7 der Bogendruckmaschine
als Stapel vor und werden von diesem vereinzelt und den dem Anleger 7 nachgelagerten
Aggregaten der Bogendruckmaschine über ein Beschleunigungssystem 8 zugeführt. Die
Bogendruckmaschine umfasst mindestens ein vorzugsweise mehrere Druckwerke 6. Die Druckwerke
6 umfassen jeweils insbesondere einen Druckzylinder 41 und einen vorzugsweise als
Übergabetrommel 42 ausgebildeten Bogenführungszylinder 42. Dem Druckzylinder 41 ist
ein ein Gummituch tragender Gummituchzylinder 43 und diesem wiederum ein eine Druckplatte
tragender Plattenzylinder 44 zugeordnet. Der Plattenzylinder 44 steht in Kontakt mit
einem Farbwerk 45 und vorzugsweise auch einem Feuchtwerk. Im Druckwerk 6 wird der
Substratbogen 1 in an sich bekannter Weise von den am Druckzylinder 41 und Bogenführungszylinder
42 vorgesehenen Bogenhaltesystemen geführt, in dem zwischen Druckzylinder 41 und Gummituchzylinder
43 gebildeten Druckspalt bedruckt und an das sich anschließende Aggregat der Bogendruckmaschine,
z.B. in Form des nächsten Druckwerks 6, übergeben. Im Anschluss an das oder die Druckwerke
6 oder zwischen den Druckwerken 6 kann eine oder können mehrere Bearbeitungswerke
46 ausgebildet sein. Die Bearbeitungswerke 46 umfassen vorzugsweise zwei Bearbeitungszylinder
96, 97, von denen einer, vorzugsweise der untere, ein Bogenhaltesystem und der andere,
vorzugsweise der obere, einen Werkzeugträger aufweist. Das Bogenhaltesystem des Bearbeitungszylinders
96, kann als Klemmgreifersystem oder als Sauggreifersystem ausgebildet sein. In seiner
Funktion und ist es vorzugsweise mit dem Greifersystem (Klemmgreifersystem oder Sauggreifersystem)
des Transportzylinders 3 identisch, auf dessen Beschreibung Bezug genommen wird.
[0031] Die Bearbeitungszylinder sind unter Bildung eines Zylinderspaltes einander zugeordnet.
Mindestens einer der Bearbeitungszylinder trägt ein Werkzeug. Ein Bearbeitungszylinderpaar
ist im einfachsten Fall durch den Druckzylinder 41 und Gummituchzylinder 43 eines
Druckwerks 6 gebildet. In diesem Fall dient ein Druckwerk 6 als Bearbeitungswerk 46.
Zum Befestigen des Werkzeugs auf dem Gummituchzylinder 43 dient in diesem Fall die
Spanneinrichtung für das Gummituch.
Die Bearbeitungszylinder können auf vielfältige Weise ausgebildet sein.
Nach einer Ausführungsform, die sich besonders für Stanz- und Perforieranwendungen
eignet, ist der obere Bearbeitungszylinder als voller Magnetzylinder oder Trägerzylinder
mit Magnetsegmenten zur Aufnahme von magnetischen Blechen oder Magnetblechen und der
untere Bearbeitungszylinder als oberflächengehärteter Zylinder oder mit einem darauf
befestigten gehärteten Blech ausgebildet.
Nach einer anderen Ausführungsform, die sich besonders für Präge- oder Rill- oder
Nutanwendungen eignet, ist der obere Bearbeitungszylinder als voller Magnetzylinder
oder Trägerzylinder mit Magnetsegmenten zur Aufnahme von magnetischen Blechen oder
Magnetblechen und der untere Bearbeitungszylinder als oberflächengehärteter Zylinder
oder mit einem darauf befestigten gehärteten Blech oder mit einem Blech mit Hartgummi
/ Kunststoff ausgebildet.
Der untere Bearbeitungszylinder kann dabei in allen genannten Fällen mit mechanisch
insbesondere form- oder kraftschlüssig wirkenden Werkzeugträgern oder Aufzugträgern
versehen sein. Die kraftschlüssig wirkenden Werkzeugträgern oder Aufzugträgern sind
insbesondere magnetisch wirkend ausgebildet.
[0032] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Vorrichtung zum Behandeln
von Substraten 1, die als Bogen verarbeitende Maschine ausgebildet sein kann oder
Bestandteil derselben, insbesondere ein Bearbeitungswerk 46 sein kann, einen ersten
und einen zweiten Bearbeitungszylinder 96, 97. Zwischen ersten und einen zweiten Bearbeitungszylinder
96, 97 sind Substratbogen 1 einführbar, die beim Durchlaufen des Zylinderspaltes zwischen
den Bearbeitungszylindern 96, 97 bearbeitet werden. Der erste Bearbeitungszylinder
96 weist ein Bogenhaltesystem auf. Der erste und/oder der zweite Bearbeitungszylinder
96, 97 weisen einen Werkzeugträger zur Aufnahme eines Werkzeugs oder eines Werkzeugteils
auf, das vorzugsweise aus der Gruppe der Schneidwerkzeuge, Stanzwerkzeuge, Rillwerkzeuge,
Perforierwerkzeuge oder Nutwerkzeuge stammt. Dem zweiten Bearbeitungszylinder 97 ist
auf dessen dem ersten Bearbeitungszylinder 96 abgewandter Seite ein Gegenzylinder
98 zugeordnet, der mit dem zweiten Bearbeitungszylinder 97 in Oberflächenkontakt steht.
Der Gegenzylinder 98 ist dem Bearbeitungszylinder 97 derart zugeordnet, dass bei einer
Durchbiegung des Bearbeitungszylinders 97, wie sie bei einer Bearbeitung von Substratbogen
1 im Spalt zwischen den beiden Bearbeitungszylindern 96, 97 auftritt, die Kraftwirkung
der resultierenden Biegekraft des zweiten Bearbeitungszylinders 97 den Gegenzylinder
98, vorzugsweise in dessen Mitte oder nahe seiner Mitte trifft. Geometrisch betrachtet
liegen die Mittelpunkte des ersten und des zweiten Bearbeitungszylinders 96, 97 und
des Gegenzylinders 98 bevorzugt auf einer gedachten Geraden oder es liegen die Mittelpunkte
des zweiten Bearbeitungszylinders 97und des Gegenzylinders 98 auf einer Geraden, die
gegenüber einer Geraden, auf der die Mittelpunkte des ersten und des zweiten Bearbeitungszylinders
96, 97 liegen, um einen Winkel kleiner gleich 10 Grad geneigt ist.
Der Gegenzylinder 98 kann den gleichen Durchmesser aufweisen, wie der zweite Bearbeitungszylinder
97.
Ebenso können der Gegenzylinder 98 und der zweite Bearbeitungszylinder 97 Schmitzringe
aufweisen, die in Abrollkontakt miteinander stehen. Es ist auch möglich, dass der
Oberflächenkontakt zwischen dem Gegenzylinder 98 und dem zweiten Bearbeitungszylinder
97 auf den Kontakt zwischen den Schmitzringen begrenzt ist. In diesem Fall wird zumindest
einer Durchbiegung des zweiten Bearbeitungszylinders 97 jeweils in den Bereichen zwischen
dessen Lagerstellen in einer Gestellwand und dem der jeweiligen Lagerstelle benachbarten
Schmitzring entgegengewirkt.
[0033] Die Verwendung von Schmitzringen ist im Druckmaschinenbau bekannt. Die Schmitzringe
an Druckmaschinen werden an den Seiten der Druckzylinder angeordnet. Der Schmitzring
soll den Schmitz verhindern. Er ist aus vergütetem Stahl und wird hochpräzise rund
und maßhaltig geschliffen. Der Schmitzring ist ca. 1-4 cm breit und rollt entweder
auf der Fundamentschiene oder auf dem Schmitzring des Gegenzylinders ab. Der Umfang
des Schmitzringes beträgt genau den Umfang des Aufzuges oder er hat genau den Umfang
der Form, je nachdem, an welchem Maschinenteil er angebracht ist. Der Schmitzring
ist ein Element der Zwangsführung an Druckmaschinen mit Zentralantrieb und gleicht
geringfügige Lagerungenauigkeiten ebenso aus wie ungleichmäßigen An- und Abtrieb aus
dem Zahnradantrieb der Druckmaschinen.
Im Fall der Ausbildung von Schmitzringen ist vorteilhafter Weise eine Vorrichtung
zur Einstellung der Pressung zwischen den Schmitzringen durch Verlagerung des Gegenzylinders
98 und/oder des zweiten Bearbeitungszylinders 97 vorgesehen. Dem Gegenzylinder 98
ist vorzugsweise eine Vorrichtung zum Fixieren eines Aufzugs zugeordnet. Diese ermöglich
die Anordnung eines Aufzugs auf dem Gegenzylinder 98 um sicherzustellen, dass dieser
auch bei auf dem zweiten Bearbeitungszylinder 97 angeordneten Werkzeug, dessen Dicke
variieren kann, mit dem Bearbeitungszylinder 97 bzw. mit dem auf dessen Oberfläche
angeordneten Werkzeug in Oberflächenkontakt, insbesondere Abrollkontakt, steht. Vorzugsweise
ist dem Gegenzylinder 98 auch eine Vorrichtung zum Spannen des Aufzugs in Umfangsrichtung
des Gegenzylinders 98 zugeordnet, die mit der Vorrichtung zum Fixieren eines Aufzugs
eine Baueinheit bilden kann.
Insbesondere für die Verwendung eines profilierten Aufzugs, zum Beispiel in Form einer
Matrize, erweist es sich als vorteilhaft, wenn der Gegenzylinder 98 ein Registersystem
zum Positionieren eines Aufzugs auf dem Gegenzylinder 98 aufweist.
[0034] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform, die das Auswechseln von Werkzeugteilen
erleichtert, umfasst die Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 1, ein Bearbeitungswerk
46 mit zwei miteinander zusammenwirkenden Bearbeitungszylindern 96, 97, zwischen die
das Substrat 1 einführbar ist. Das Substrat 1 wird beim Durchlaufen durch im Zylinderspalt
zwischen den Bearbeitungszylindern 96, 97 wirksame Werkzeugteile aus der Gruppe der
Schneidwerkzeuge, Stanzwerkzeuge, Rillwerkzeuge, Perforierwerkzeuge oder Nutwerkzeuge
bearbeitet. Mindestens einer der Bearbeitungszylinder 96, 97 ist als Magnetzylinder
ausgebildet. Dem als Magnetzylinder ausgebildeten Bearbeitungszylinder 96, 97 ist
eine Abschäleinrichtung zum Abschälen mindestens eines Werkzeugteils zugeordnet.
[0035] Nach der Erfindung, die das Auswechseln von Werkzeugteilen erleichtert, umfasst die
Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 1, eine Trenneinrichtung mit einen Transportzylinder
3 und einen Ausbrechzylinder 4, zwischen die das Substrat 1 einführbar ist. Das Substrat
1 wird beim Durchlaufen durch den Zylinderspalt zwischen Transportzylinder 3 und Ausbrechzylinder
4 durch mindestens einen Aufzug 5 in mindestens ein Abfallteil 9 und mindestens einen
Nutzen 10 getrennt. Der Transportzylinder 3 und/oder der Ausbrechzylinder 4 sind als
Magnetzylinder ausgebildet. Dem Transportzylinder 3 und/oder dem Ausbrechzylinder
4 ist eine Abschäleinrichtung 103 zum Abschälen des mindestens einen Aufzugs 5 zugeordnet.
Siehe dazu insbesondere Figur 47 und 48. Die Abschäleinrichtung 103 ist an den Zylinder,
dem sie zugeordnet ist und der zum Tragen eines Aufzugs 5 ausgebildet ist, insbesondere
an den Bearbeitungszylinder 96, 97 oder den Transportzylinder 3 oder den Ausbrechzylinder
4 anstell- und/oder abstellbar ausgebildet. Die Abschäleinrichtung 103 weist eine
Abschälkante 104 auf. Die Abschälkante 104 erstreckt sich, wenn die Abschäleinrichtung
103 an den jeweiligen Zylinder angestellt ist, vorzugsweise tangential oder annähernd
tangential zur Peripherie des Zylinders, dem sie zugeordnet ist, also insbesondere
zum Bearbeitungszylinder 96, 97, Transportzylinder 3 oder Ausbrechzylinder 4. Des
Weiteren erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Abschäleinrichtung 103 mit einem
Schutz 70, 71 eine Baueinheit bildet. Bei dem Schutz 70, 71 kann es sich zum Beispiel
um ein beliebiges Teil des Gehäuses eines Bearbeitungswerkes 46 oder eines Trennwerks
2.2 handeln, das die Bedienperson vor Verletzungen durch rotierenden Zylinder schützt
oder Lärm oder Staubemissionen vermeidet oder vermindert. Eine Zuordnung der Abschäleinrichtung
103 zu Teilen der Plattenwechseleinheit oder der Vorrichtung zum Aufzugswechsel ist
ebenfalls möglich. Bildet die Abschäleinrichtung 103 mit einem Schutz 70, 71 eine
Baueinheit, kann die Baueinheit in einer Stellung die Funktion als Abschäleinrichtung
103 und in einer anderen Stellung eine Funktion als Schutz 70, 71 erfüllen.
Vorzugsweise weist die die Abschäleinrichtung 103 ein Halteelement zum Fixieren der
Werkzeugteile oder des mindestens einen Aufzugs 5 auf. Das Halteelement kann pneumatisch
oder magnetisch wirken oder in anderer geeigneter Weise ausgebildet sein, z.B. in
Form einer Stufe oder Klinke.
Um Sicherzustellen, dass die Abschäleinrichtung 103 eine Kante des Werkzeugteils oder
des mindestens einen Aufzugs 5 untergreift, kann das Werkzeugteil oder der mindestens
eine Aufzug 5 manuell abgehoben werden. Nach einer vorteilhaften Alternative ist zu
diesem Zweck ein Auswerfer ausgebildet, der dem Bearbeitungszylinder 96, 97 und/oder
dem Transportzylinder 3 und/oder dem Ausbrechzylinder 4 zugeordnet ist und der zum
zumindest teilweisen Abheben von Werkzeugteilen oder des mindestens einen Aufzugs
5 von der Oberfläche des Bearbeitungszylinders 96, 97 oder des Transportzylinders
3 oder des Ausbrechzylinders 4 ausgebildet ist.
[0036] Vorzugsweise ist ein auf den Bearbeitungszylinder 96, 97 und/oder den Transportzylinder
3 und/oder den Ausbrechzylinder 4 einwirkender Antrieb ausgebildet, mit dem eine Antriebsteuerung
zusammenwirkt. Die Antriebssteuerung bewirkt, dass der Bearbeitungszylinder 96, 97
und/oder der Transportzylinder 3 und/oder der Ausbrechzylinder 4 automatisch in einer
Stellung positioniert wird, in der ein Ende eines Werkzeugteils oder des mindestens
einen Aufzugs 5 der Abschäleinrichtung 103 gegenüberliegt und/oder sich im Wirkbereich
der Abschäleinrichtung 103, insbesondere der Abschälkante 104 befindet. Nach dem Positionieren
kann die Antriebssteuerung ein Verdrehen des Bearbeitungszylinders 96, 97 und/oder
des Transportzylinders 3 und/oder des Ausbrechzylinders 4 derart bewirken, dass das
andere Ende des Werkzeugteils oder des mindestens einen Aufzugs 5 der Abschäleinrichtung
103 gegenüberliegt und/oder sich im Wirkbereich der Abschäleinrichtung 103 befindet.
Während des Verdrehens schält die Abschäleinrichtung 103 das Werkzeugteil oder den
mindestens einen Aufzug 5 von der jeweiligen Zylinderoberfläche ab. Zwischen dem Positionieren
und Verdrehen des Bearbeitungszylinders 96, 97 und/oder des Transportzylinders 3 und/oder
des Ausbrechzylinders 4 wird der Auswerfer zum zumindest teilweisen Abheben des jeweiligen
Werkzeugteils oder des mindestens einen Aufzugs 5 von der Oberfläche des Bearbeitungszylinders
96, 97 oder des Transportzylinders 3 oder des Ausbrechzylinders 4 vorzugsweise aktiviert.
[0037] Unter einem Magnetzylinder sind im vorgenannten Zusammenhang alle Arten von Zylindern
oder Trommeln zu verstehen, die im Bereich ihrer Peripherie eine magnetische Kraftwirkung
auf benachbarte ferromagnetische Elemente, insbesondere auf Werkzeuge oder Werkzeugteile
aus der Gruppe der Schneidwerkzeuge, Stanzwerkzeuge, Rillwerkzeuge, Perforierwerkzeuge
oder Nutwerkzeuge, ausüben. Ein derartiger Zylinder kann als voller Magnetzylinder
oder Zylinder mit eingelassenen Magnetsegmenten oder als Trägerzylinder für auf ihm
angeordnete Magnetsegmenten oder Magnetbleche ausgebildet sein, was für die Bauweise
als Trommel im analogen Sinn gilt.
[0038] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Vorrichtung zum Behandeln
von Substraten 1, die als Bogen verarbeitende Maschine ausgebildet sein kann oder
Bestandteil derselben sein kann, neben vorzugsweise als Druckwerken 6 und Bearbeitungswerke
46 ausgebildeten Werken noch weitere Werke, die in beliebiger Reihenfolge einzeln
oder gruppenweise angeordnet sein könne. So können ein oder mehrere Beschichtungswerke
88.2 und/oder ein oder mehrere Trennwerke 2.2 und/oder ein oder mehrere Fensterauftragwerke
85 oder ein Folienauftragswerk 85 und/oder ein oder mehrere Stanzwerke in alternativ
oder in Ergänzung zu den vorgenannten Werken angeordnet sein.
Ein Trennwerk 2.2 umfasst vorzugsweise einen Transportzylinder 3 mit in dessen Mantelfläche
ausgebildeten Öffnungen 12, 13 und Luftversorgungsmittel 14, 15 zur Versorgung der
Öffnungen 12, 13 mit Luft, vorzugsweise Saugluft. Dem Transportzylinder 3 ist vorzugsweise
ein Ausbrechzylinder 4 zugeordnet.
Ein Beschichtungswerk 88.2 umfasst vorzugsweise eine Vorrichtung zum Bogentransport
insbesondere einen bogenführenden Zylinder und eine Beschichtungsvorrichtung 88 und
ist zum partiellen oder vollflächigem Beschichten eines Substratbogens 1 mit einem
adhäsiv wirkenden Kleber ausgebildet.
[0039] Ein Fensterauftragwerk 85 oder Folienauftragswerk 85 kann in verschiedenen Bauformen
ausgebildet sein. In einer ersten Bauform liegt die Folie in Form von Folienabschnitten
vor. Die erste Bauform umfasst vorzugsweise einen Transportzylinder 3.1 zum Transport
bogenförmiger Substrate 1, eine Bogenfördereinrichtung, z.B. in Form eines bogenführenden
Zylinders, die mit dem Transportzylinder 3.1 zusammenwirkt, eine Folienzuführung 86,
die Mittel zur Führung von Folienabschnitten aufweist, eine Beschichtungsvorrichtung
88 zur Zuführung eines Haftvermittlers zum Substrat 1 oder zu einem jeweiligen Folienabschnitt.
Die Folienzuführung 86 kann einen Speicher 93 zur Aufnahme eines aus Folienabschnitten
gebildeten Stapels und eine Vereinzelungsvorrichtung aufweisen, welche Folienabschnitte
vom aus Folienabschnitten gebildeten Stapel vereinzelt und auf Umfangsgeschwindigkeit
des Transportzylinders 3.1 beschleunigt.
Vorzugsweise umfasst die Folienzuführung 86 einen Zuführzylinder 84, der mit dem Transportzylinder
3.1 einen Pressspalt bildet.
Die Vereinzelungsvorrichtung kann ein Transportorgan 94 zur Vereinzelung der Folienabschnitte
von der Oberseite oder von der Unterseite des aus Folienabschnitten gebildeten Stapels
aufweisen. Zum Zuführen der Folienabschnitte zu dem zwischen Zuführzylinder 84 und
Transportzylinder 3.1 gebildeten Pressspalt ist vorzugsweise ein Transportorgan 94
ausgebildet. Das Transportorgan 94 kann ein oder mehrere Elemente aus der Gruppe der
Saugbänder und/oder Saugwalzen und/oder Sauger aufweisen. Als Transportmechanismus
dient bei den genannten als Transportorganen 94 vorgesehenen Elementen vorzugsweise
eine Kraftwirkung in Folge eines anliegenden Unterdruckes. Alternativ oder ergänzen
dazu kann als Transportmechanismus auch Reibschluss dienen. Ist als Transportorgane
94 ein Sauger vorgesehen, kann dieser z.B. als kombinierter Sauger ausgebildet sein
und einen oder mehrere Schleppsauger aufweisen, die mit einem oder mehreren Hubsauger
zusammenwirken.
Das Transportorgan 94 kann zur direkten Zuführung eines jeweiligen vereinzelten Folienabschnitts
zum Pressspalt oder Zuführzylinder 84 vorgesehen sein. Unter direkter Zuführung ist
in diesem Zusammenhang die Zuführung ohne Übergabe, d.h. Zwischenübergabe an ein anderes
Transportorgan 94, zu verstehen.
In der Mantelfläche des Zuführzylinders 84 sind vorzugsweise Öffnungen ausgebildet,
die von Luftversorgungsmitteln mit Saugluft versorgbar sind. Nach einer Ausführungsform
können die Luftversorgungsmittel zur Saugluftversorgung in Abhängigkeit der Winkellage
der jeweils versorgten Öffnungen ausgebildet sein.
Die Beschichtungsvorrichtung 88 kann dem Transportzylinder 3.1 oder einem Zuführzylinder
84 zugeordnet sein.
Ist die Beschichtungsvorrichtung 88 dem Transportzylinder 3.1 zugeordnet, so wird
das Substrat 1 unmittelbar beschichtet und anschließend mit einem Folienabschnitt
in Kontakt gebracht. Ist die Beschichtungsvorrichtung 88 dem Zuführzylinder 84 zugeordnet,
so wird das Substrat 1 mittelbar beschichtet. Das bedeutet, dass der Haftvermittler
insbesondere der Kleber einem jeweiligen Folienabschnitt zugeführt wird, der anschließend
mit einem Substratbogen 1 in Kontakt gebracht wird.
Die Beschichtungsvorrichtung 88 kann in Art eines Lackwerks ausgebildet sein und/oder
eine Auftragswalze und/oder einen Inkjetkopf umfassen. Vorzugsweise ist die Beschichtungsvorrichtung
88 derart beschaffen, dass sie eine adressierbare, partielle Beschichtung des jeweiligen
Substratbogens 1 oder des jeweiligen Folienabschnitts mit Haftvermittler, insbesondere
Kleber, ermöglicht. Im Fall der Ausbildung einer Beschichtungsvorrichtung 88 mit Auftragswalze
kann zur adressierbaren, partiellen Beschichtung eine Druckform, insbesondere eine
Lackplatte, insbesondere eine Flexoplatte vorgesehen sein.
[0040] Bei einer zweiten bevorzugten Bauform eines Fensterauftragwerkes 85 oder Folienauftragswerkes
85 liegt die Folie in Form einer Folienbahn 87 vor.
Die zweite Bauform umfasst vorzugsweise einen Transportzylinder 3.1 zum Transport
bogenförmiger Substrate 1, eine Bogenfördereinrichtung, die mit dem Transportzylinder
3.1 zusammenwirkt, eine Folienzuführung 86, die Mittel zur Führung einer Folienbahn
87 aufweist. Der zweiten Bauform sind vorzugsweise eine Beschichtungsvorrichtung 88
zur Zuführung eines Haftvermittlers zum Substrat 1 und eine Schneideinrichtung 89
zum Schneiden der Folienbahn 87 in Folienabschnitte oder zum Heraustrennen von Folienabschnitten
aus der Folienbahn 87 zugeordnet. Die Folienzuführung 86 umfasst vorzugsweise Mittel
zur Führung der Folienabschnitte.
Vorzugsweise umfasst die Folienzuführung 86 einen Zuführzylinder 84, der mit dem Transportzylinder
3.1 einen Pressspalt bildet. Die Schneideinrichtung 89 kann dem Zuführzylinder 84
zugeordnet sein. Nach einer Ausführungsform der Schneideinrichtung 89 umfasst diese
einen Schneidzylinder 90, der ein im Spalt zwischen dem Zuführzylinder 84 und dem
Schneidzylinder 90 wirksames Schneidmittel oder Trennmittel aufweist. Das Schneidmittel
kann als Querschneider oder in anderer geeigneter Form ausgebildet sein. In der Mantelfläche
des Zuführzylinders 84 sind vorzugsweise Öffnungen ausgebildet, die von Luftversorgungsmitteln
mit Saugluft versorgbar sind. Nach einer Ausführungsform können die Luftversorgungsmittel
zur Saugluftversorgung in Abhängigkeit der Winkellage der jeweils versorgten Öffnungen
ausgebildet sein.
Die Beschichtungsvorrichtung 88 kann dem Transportzylinder 3.1 oder einem Zuführzylinder
84 zugeordnet sein. Ist die Beschichtungsvorrichtung 88 dem Transportzylinder 3.1
zugeordnet, so wird das Substrat 1 unmittelbar beschichtet und anschließend mit einem
Folienabschnitt in Kontakt gebracht. Ist die Beschichtungsvorrichtung 88 dem Zuführzylinder
84 zugeordnet, so wird das Substrat 1 mittelbar beschichtet. Das bedeutet, dass der
Haftvermittler insbesondere der Kleber einem jeweiligen Folienabschnitt zugeführt
wird, der anschließend mit einem Substratbogen 1 in Kontakt gebracht wird.
[0041] Die Beschichtungsvorrichtung 88 kann in Art eines Lackwerks ausgebildet sein und/oder
eine Auftragswalze und/oder einen Inkjetkopf umfassen. Vorzugsweise ist die Beschichtungsvorrichtung
88 derart beschaffen, dass sie eine adressierbare, partielle Beschichtung des jeweiligen
Substratbogens 1 oder des jeweiligen Folienabschnitts mit Haftvermittler, insbesondere
Kleber, ermöglicht. Im Fall der Ausbildung einer Beschichtungsvorrichtung 88 mit Auftragswalze
kann zur adressierbaren, partiellen Beschichtung eine Druckform, insbesondere eine
Lackplatte, insbesondere eine Flexoplatte vorgesehen sein.
[0042] Nach einer weiteren Ausführungsform umfasst die Folienzuführung 86 eine Abwickelvorrichtung
91, die zur Aufnahme einer oder mehrerer Folienrollen 92 ausgebildet ist. Vorzugsweise
weist die Abwickelvorrichtung 91 zur Aufnahme mehrerer Folienrollen 92 Positioniermittel
auf, wobei mit den Positioniermitteln die Folienrollen 92 axial und/oder radial in
Bezug zueinander positionierbar sind.
[0043] Ein Fensterauftragwerk 85 oder Folienauftragswerk 85 der zweiten Bauform ist z.B.
in der Figur 33 oder 40 dargestellt. Die Folienzuführung 86 dieses Fensterauftragwerks
85 oder Folienauftragswerks 85 umfasst eine Abwickelvorrichtung 91 und eine Aufwickelvorrichtung.
Eine Schneideinrichtung 89 kann ebenfalls vorgesehen sein, ist in Figur 33 oder 40
aber nicht dargestellt. Dem Zuführzylinder 84 ist eine Beschichtungsvorrichtung 88
zugeordnet.
Ein weiteres Fensterauftragwerk 85 oder Folienauftragswerk 85 der zweiten Bauform
ist Figur 34 oder 41 zu entnehmen, es unterscheidet sich vom Fensterauftragwerk 85
oder Folienauftragswerk 85 gemäß Figur. 33 oder 40 dadurch, dass die Beschichtungsvorrichtung
88 dem Transportzylinder 3.1 zugeordnet ist.
Eine weiteres Fensterauftragwerk 85 oder Folienauftragswerk 85 der zweiten Bauform
ist Figur 35 oder 42 zu entnehmen. Es unterscheidet sich vom Fensterauftragwerk 85
oder Folienauftragswerk 85 gemäß Figur. 33 oder 40 dadurch, dass die Folienzuführung
86 zwar eine Abwickelvorrichtung 91 aber keine Aufwickelvorrichtung. umfasst. Dem
Zuführzylinder 84 ist eine Schneideinrichtung 89 mit einem Schneidzylinder 90 zugeordnet.
Ein weiteres Fensterauftragwerk 85 oder Folienauftragswerk 85 der zweiten Bauform
ist Figur 36 oder 43 zu entnehmen. Es weist eine Folienzuführung 86 mit Abwickelvorrichtung
91 auf. Dem Transportzylinder 3.1 ist eine Schneideinrichtung 89 mit einem Schneidzylinder
90 zugeordnet. Die Beschichtungsvorrichtung 88 ist dem Transportzylinder 3.1 zugeordnet.
[0044] Ein Fensterauftragwerk 85 oder Folienauftragswerk 85 der ersten Bauform zeigt z.B.
Figur 37 oder 44. Die Folienzuführung 86 umfasst einen Speicher 93 zur Aufnahme eines
aus Folienabschnitten gebildeten Stapels und mindestens ein Transportorgan 94. Das
Transportorgan 94 führt einen jeweiligen Folienabschnitt dem Transportzylinder 3.1
zu. Die Beschichtungsvorrichtung ist dem Transportzylinder 3.1 zugeordnet.
[0045] Nach einer Ausführungsform umfasst die Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 1,
die als Bogen verarbeitende Maschine ausgebildet sein kann oder Bestandteil derselben
sein kann, einen Anleger 7, an den sich ein oder mehrere Druckwerke 6 und/oder ein
oder mehrere Stanzwerke anschließen, an die sich ein Trennwerk 2.2 anschließt, an
das sich entweder ein Beschichtungswerk 88.2 und ein Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk
85 oder ein eine Beschichtungsvorrichtung 88 aufweisendes Fensterauftragwerk 85 anschließen.
Eine derartige Vorrichtung oder Bogen verarbeitende Maschine ist insbesondere zum
Herstellen von Folienfenstern geeignet. Ausführungsformen derartiger Maschinen sind
insbesondere den Figuren 33 bis 46 entnehmbar. Vorzugsweise schließt sich an das Folienauftragswerk
oder Fensterauftragwerk 85 ein Trennwerk 2.2 an. Vorzugsweise folgt dem Folienauftragswerk
oder Fensterauftragwerk 85 oder dem in Transportrichtung 74)des Substrats 1 letzten
Trennwerk 2.2 eine Auslage 99.
[0046] Nach einer Ausführungsform umfasst die Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 1,
die als Bogen verarbeitende Maschine ausgebildet sein kann, einen Anleger 7 und ein
oder mehrere erste Unterbaumodule 100, die jeweils einen Druckzylinder 41 mit Mitteln
zum Fixieren eines Aufzugs und eine Bogenfördereinrichtung aufweisen und ein oder
mehrere zweite Unterbaumodule 101, die jeweils einen Transportzylinder 3 mit in dessen
Mantelfläche ausgebildeten Öffnungen 12 sowie Mittel zum Fixieren eines Aufzugs 5
und eine Bogenfördereinrichtung aufweisen.
Vorzugsweise weisen alle ersten und zweiten Unterbaumodule 100, 101 eingangsseitig
und/oder ausgangsseitig gleiche Schnittstellen zur Verbindung der Unterbaumodule 100,
101 miteinander in frei vorgebbarer Reihenfolge auf und sind mit einem Aufsatzmodul
ausrüstbar oder ausgerüstet. Zur Versorgung der Öffnungen 12 mit Luft können Luftversorgungsmittel
14 ausgebildet sein. Diese Luftversorgungsmittel 14 sind bevorzugt zur Umschaltung
zwischen Saugluftversorgung und Blasluftversorgung in Abhängigkeit der Winkellage
der jeweils versorgten Öffnungen 12 ausgebildet.
Der Druckzylinder 41 mindestens eines ersten Unterbaumoduls 100 ist vorzugsweise als
Magnetzylinder ausgebildet. Vorzugsweise sind alle Druckzylinder 41 der ersten Unterbaumodule
100 als Magnetzylinder ausgebildet. Ebenso können alle Unterbaumodule 100, 101 baugleiche
Bogenfördereinrichtungen aufweisen.
Einige oder alle der ersten Unterbaumodule 100 sind vorzugsweise für die Ausrüstung
mit einem als Druckmodul 6.1 oder als Lackmodul oder als Trockenmodul oder als Folienauftragsmodul
85.1 oder als Bearbeitungsmodul 46.1 ausgebildeten Aufsatzmodul und/oder alle zweiten
Unterbaumodule 101 für die Ausrüstung mit einem als Trennmodul 2.1 oder einem Inspektionsmodul
ausgebildeten Aufsatzmodul ausgebildet. Weiter bevorzugt weisen alle ersten Unterbaumodule
100 und/oder alle zweiten Unterbaumodule 101 baugleiche Schnittstellen zur Verbindung
mit Aufsatzmodulen auf.
[0047] Das Trennmodul 2.1 umfasst vorzugsweise einen Ausbrechzylinder 4.
Das Klebemodul 88.1 umfasst mindestens eine Vorrichtung zum Kleberauftrag.
[0048] Das Bearbeitungsmodul 46.1 umfasst vorzugsweise einen Stanzzylinder 75 oder einen
zur Aufnahme einer Stanzform vorbereiteten Zylinder.
Das Druckmodul 6.1 umfasst vorzugsweise einen Plattenzylinder 44, einen Gummituchzylinder
43 und ein Farbwerk 45.
Das Folienauftragsmodul 85.1 umfasst vorzugsweise eine Vorrichtung zum Zuführen von
Folienabschnitten.
[0049] Nach einer Ausführungsform sind dem Anleger 7 mindestens ein mit einem Druckmodul
6.1 oder einem Bearbeitungsmodul 46.1 ausgerüstetes erstes Unterbaumodul 100 nachgeordnet,
und diesem mindestens ein mit einem Trennmodul 2.1 ausgerüstetes zweites Unterbaumodul
101 nachgeordnet.
Dem Anleger 7 können auch ein oder mehrere mit einem Druckmodul 6.1 ausgerüstete erste
Unterbaumodule 100 nachgeordnet sein, gefolgt von einem oder mehreren ersten Unterbaumodulen
100, die mit einem Bearbeitungsmodul 46.1 ausgerüstet sind, gefolgt von einem zweiten
Unterbaumodul 101, das mit einem Trennmodul 2.1 ausgerüstet ist, gefolgt von einem
ersten oder zweiten Unterbaumodul 100, 101, dass mit einem Folienauftragsmodul 85.1
ausgerüstet ist.
Nach einer Ausführungsform ist zwischen dem mit einem Trennmodul 2.1 und dem mit einem
Folienauftragsmodul 85.1 ausgerüsteten Unterbaumodul 100 ein mit einem Klebemodul
88.1 ausgerüstetes Unterbaumodul 102 angeordnet oder das Folienauftragsmodul 85.1
umfasst eine Vorrichtung zum Kleberauftrag.
[0050] Mögliche Konfigurationen von Vorrichtungen zum Behandeln von Substraten 1, die als
Bogen verarbeitende Maschinen ausgebildet sind, sollen nachfolgend beschrieben werden.
Für die Beschreibung wird dabei nicht differenziert, ob es sich bei einem jeweiligen
Werk um eine Einheit aus Unterbaumodul 101 und Aufsatzmodul handelt oder nicht. Somit
bezieht sich die Beschreibung jeweils auf beide Varianten.
[0051] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 33 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 7, Beschleunigungssystem 8, mehrere Druckwerke 6,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 2.2
und Auslage 99. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 7 vereinzelten Substratbogen
1 werden vom Beschleunigungssystem 8 beschleunigt und in den Druckwerken 6 bedruckt.
Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger Aussparungen
in den Substraten 1, wobei anschließend die Abfallteile 9 abgeführt werden. Im Folienauftragswerk
oder Fensterauftragwerk 85 werden Folienabschnitte mit Kleber beschichtet und auf
den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert. Im anschließenden Trennwerk
2.2. werden weitere Abfallteile 9 ausgebrochen und die Substratbogen 1 in der Auslage
99 zu einem Stapel abgelegt.
[0052] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 34 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 7, Beschleunigungssystem 8, mehrere Druckwerke 6,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 2.2
und Auslage 99. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 7 vereinzelten Substratbogen
1 werden vom Beschleunigungssystem 8 beschleunigt und in den Druckwerken 6 bedruckt.
Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger Aussparungen
in den Substraten 1, wobei anschließend die Abfallteile 9 abgeführt werden. Im Folienauftragswerk
oder Fensterauftragwerk 85 werden die Substratbogen 1 mit Kleber beschichtet und die
Folienabschnitte auf den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert. Im anschließenden
Trennwerk 2.2. werden weitere Abfallteile 9 ausgebrochen und die Substratbogen 1 in
der Auslage 99 zu einem Stapel abgelegt.
[0053] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 35 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 7, Beschleunigungssystem 8, mehrere Druckwerke 6,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 2.2
und Auslage 99. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 7 vereinzelten Substratbogen
1 werden vom Beschleunigungssystem 8 beschleunigt und in den Druckwerken 6 bedruckt.
Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger Aussparungen
in den Substraten 1, wobei anschließend die Abfallteile 9 abgeführt werden. Im Folienauftragswerk
oder Fensterauftragwerk 85 werden Folienabschnitte mittels einer Schneideinrichtung
89 und eines Schneidzylinders 90 von der Folienbahn 87 getrennt und anschließend mit
Kleber beschichtet und auf den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert. Im
anschließenden Trennwerk 2.2. werden weitere Abfallteile 9 ausgebrochen und die Substratbogen
1 in der Auslage 99 zu einem Stapel abgelegt.
[0054] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 36 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 7, Beschleunigungssystem 8, mehrere Druckwerke 6,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 2.2
und Auslage 99. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 7 vereinzelten Substratbogen
1 werden vom Beschleunigungssystem 8 beschleunigt und in den Druckwerken 6 bedruckt.
Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger Aussparungen
in den Substraten 1, wobei anschließend die Abfallteile 9 abgeführt werden. Im Folienauftragswerk
oder Fensterauftragwerk 85 werden die Substratbogen 1 mit Kleber beschichtet und die
Folienabschnitte mittels einer Schneideinrichtung 89 und eines Schneidzylinders 90
von der Folienbahn 87 getrennt und anschließend auf den fensterförmigen Aussparungen
überlappend fixiert. Im anschließenden Trennwerk 2.2. werden weitere Abfallteile 9
ausgebrochen und die Substratbogen 1 in der Auslage 99 zu einem Stapel abgelegt.
[0055] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 37 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 7, Beschleunigungssystem 8, mehrere Druckwerke 6,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 2.2
und Auslage 99. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 7 vereinzelten Substratbogen
1 werden vom Beschleunigungssystem 8 beschleunigt und in den Druckwerken 6 bedruckt.
Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger Aussparungen
in den Substraten 1, wobei anschließend die Abfallteile 9 abgeführt werden. Im Folienauftragswerk
oder Fensterauftragwerk 85 werden die Substratbogen 1 mit Kleber beschichtet und die
Folienabschnitte aus einem Speicher 93 über ein Transportorgan 94 dem Transportzylinder
3.1 zugeführt und dabei auf den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert.
Im anschließenden Trennwerk 2.2. werden weitere Abfallteile 9 ausgebrochen und die
Substratbogen 1 in der Auslage 99 zu einem Stapel abgelegt.
[0056] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 38 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 7, Beschleunigungssystem 8, mehrere Druckwerke 6,
Bearbeitungswerk 46, Beschichtungswerk 88.2, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk
85, Trennwerk 2.2 und Auslage 99. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger
7 vereinzelten Substratbogen 1 werden vom Beschleunigungssystem 8 beschleunigt und
in den Druckwerken 6 bedruckt. Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen
fensterförmiger Aussparungen in den Substraten 1, wobei anschließend die Abfallteile
9 abgeführt werden. Im Beschichtungswerk 88.2 werden die Substratbogen 1 mit Kleber
beschichtet. Im Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 werden Folienabschnitte
auf den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert. Im anschließenden Trennwerk
2.2. werden weitere Abfallteile 9 ausgebrochen und die Substratbogen 1 in der Auslage
99 zu einem Stapel abgelegt.
[0057] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 39 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 7, Beschleunigungssystem 8, mehrere Druckwerke 6,
Bearbeitungswerk 46, Trennwerk 2.2, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85,
Trennwerk 2.2 und Auslage 99. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 7 vereinzelten
Substratbogen 1 werden vom Beschleunigungssystem 8 beschleunigt und in den Druckwerken
6 bedruckt. Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger
Aussparungen in den Substraten 1, wobei anschließend die Abfallteile 9 abgeführt werden.
Im darauffolgenden Trennwerk 2.2 werden weiter Abfallteile 9 ausgebrochen. Im Folienauftragswerk
oder Fensterauftragwerk 85 werden Folienabschnitte mit Kleber beschichtet und auf
den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert. Im anschließenden Trennwerk
2.2. werden weitere Abfallteile 9 ausgebrochen und die Substratbogen 1 in der Auslage
99 zu einem Stapel abgelegt.
[0058] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 40 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 7, Beschleunigungssystem 8, mehrere Druckwerke 6,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 2.2
und Transportbänder 29, 30. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 7 vereinzelten
Substratbogen 1 werden vom Beschleunigungssystem 8 beschleunigt und in den Druckwerken
6 bedruckt. Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger
Aussparungen in den Substraten 1, wobei anschließend die Abfallteile 9 abgeführt werden.
Im Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 werden Folienabschnitte mit Kleber
beschichtet und auf den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert. Im anschließenden
Trennwerk 2.2. werden entweder nur weitere Abfallteile 9 oder Abfallteile 9 zusammen
mit den Rahmen ausgebrochen und abgeführt. Die Transportbänder 29, 30 transportieren
entsprechend des vorangegangenen Trennvorgangs Substratbogen 1 oder ausgebrochene
Nutzen 10 zu einem Stapel.
[0059] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 41 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 7, Beschleunigungssystem 8, mehrere Druckwerke 6,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 2.2
und Transportbänder 29, 30. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 7 vereinzelten
Substratbogen 1 werden vom Beschleunigungssystem 8 beschleunigt und in den Druckwerken
6 bedruckt. Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger
Aussparungen in den Substraten 1, wobei anschließend die Abfallteile 9 abgeführt werden.
Im Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 werden die Substratbogen 1 mit Kleber
beschichtet und die Folienabschnitte auf den fensterförmigen Aussparungen überlappend
fixiert. Im anschließenden Trennwerk 2.2. werden entweder nur weitere Abfallteile
9 oder Abfallteile 9 zusammen mit den Rahmen ausgebrochen und abgeführt. Die Transportbänder
29, 30 transportieren entsprechend des vorangegangenen Trennvorgangs Substratbogen
1 oder ausgebrochene Nutzen 10 zu einem Stapel.
[0060] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 42 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 7, Beschleunigungssystem 8, mehrere Druckwerke 6,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 2.2
und Transportbänder 29, 30. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 7 vereinzelten
Substratbogen 1 werden vom Beschleunigungssystem 8 beschleunigt und in den Druckwerken
6 bedruckt. Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger
Aussparungen in den Substraten 1, wobei anschließend die Abfallteile 9 abgeführt werden.
Im Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 werden Folienabschnitte mittels einer
Schneideinrichtung 89 und eines Schneidzylinders 90 von der Folienbahn 87 getrennt
und anschließend mit Kleber beschichtet und auf den fensterförmigen Aussparungen überlappend
fixiert. Im anschließenden Trennwerk 2.2. werden entweder nur weitere Abfallteile
9 oder Abfallteile 9 zusammen mit den Rahmen ausgebrochen und abgeführt. Die Transportbänder
29, 30 transportieren entsprechend des vorangegangenen Trennvorgangs Substratbogen
1 oder ausgebrochene Nutzen 10 zu einem Stapel.
[0061] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 43 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 7, Beschleunigungssystem 8, mehrere Druckwerke 6,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 2.2
und Transportbänder 29, 30. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 7 vereinzelten
Substratbogen 1 werden vom Beschleunigungssystem 8 beschleunigt und in den Druckwerken
6 bedruckt. Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger
Aussparungen in den Substraten 1, wobei anschließend die Abfallteile 9 abgeführt werden.
Im Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 werden die Substratbogen 1 mit Kleber
beschichtet und die Folienabschnitte mittels einer Schneideinrichtung 89 und eines
Schneidzylinders 90 von der Folienbahn 87 getrennt und anschließend auf den fensterförmigen
Aussparungen überlappend fixiert Im anschließenden Trennwerk 2.2. werden entweder
nur weitere Abfallteile 9 oder Abfallteile 9 zusammen mit den Rahmen ausgebrochen
und abgeführt. Die Transportbänder 29, 30 transportieren entsprechend des vorangegangenen
Trennvorgangs Substratbogen 1 oder ausgebrochene Nutzen 10 zu einem Stapel.
[0062] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 44 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 7, Beschleunigungssystem 8, mehrere Druckwerke 6,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 2.2
und Transportbänder 29, 30. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 7 vereinzelten
Substratbogen 1 werden vom Beschleunigungssystem 8 beschleunigt und in den Druckwerken
6 bedruckt. Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger
Aussparungen in den Substraten 1, wobei anschließend die Abfallteile 9 abgeführt werden.
Im Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 werden die Substratbogen 1 mit Kleber
beschichtet und die Folienabschnitte aus einem Speicher 93 über ein Transportorgan
94 dem Transportzylinder 3.1 zugeführt und dabei auf den fensterförmigen Aussparungen
überlappend fixiert. Im anschließenden Trennwerk 2.2. werden entweder nur weitere
Abfallteile 9 oder Abfallteile 9 zusammen mit den Rahmen ausgebrochen und abgeführt.
Die Transportbänder 29, 30 transportieren entsprechend des vorangegangenen Trennvorgangs
Substratbogen 1 oder ausgebrochene Nutzen 10 zu einem Stapel.
[0063] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 45 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 7, Beschleunigungssystem 8, mehrere Druckwerke 6,
Bearbeitungswerk 46, Beschichtungswerk 88.2, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk
85, Trennwerk 2.2 und Transportbänder 29, 30. Die Funktionsweise ist folgende. Die
vom Anleger 7 vereinzelten Substratbogen 1 werden vom Beschleunigungssystem 8 beschleunigt
und in den Druckwerken 6 bedruckt. Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das
Stanzen fensterförmiger Aussparungen in den Substraten 1, wobei anschließend die Abfallteile
9 abgeführt werden. Im Beschichtungswerk 88.2 werden die Substratbogen 1 mit Kleber
beschichtet. Im Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 werden Folienabschnitte
auf den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert. Im anschließenden Trennwerk
2.2. werden entweder nur weitere Abfallteile 9 oder Abfallteile 9 zusammen mit den
Rahmen ausgebrochen und abgeführt. Die Transportbänder 29, 30 transportieren entsprechend
des vorangegangenen Trennvorgangs Substratbogen 1 oder ausgebrochene Nutzen 10 zu
einem Stapel.
[0064] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 46 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 7, Beschleunigungssystem 8, mehrere Druckwerke 6,
Bearbeitungswerk 46, Trennwerk 2.2, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85,
Trennwerk 2.2 und Transportbänder 29, 30. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom
Anleger 7 vereinzelten Substratbogen 1 werden vom Beschleunigungssystem 8 beschleunigt
und in den Druckwerken 6 bedruckt. Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das
Stanzen fensterförmiger Aussparungen in den Substraten 1, wobei anschließend die Abfallteile
9 abgeführt werden. Im darauffolgenden Trennwerk 2.2 werden weiter Abfallteile 9 ausgebrochen.
Im Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 werden Folienabschnitte mit Kleber
beschichtet und auf den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert. Im anschließenden
Trennwerk 2.2. werden entweder nur weitere Abfallteile 9 oder Abfallteile 9 zusammen
mit den Rahmen ausgebrochen und abgeführt. Die Transportbänder 29, 30 transportieren
entsprechend des vorangegangenen Trennvorgangs Substratbogen 1 oder ausgebrochene
Nutzen 10 zu einem Stapel.
Für alle beschriebenen Ausführungen mit einem, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk
85 ist es sinnvoll, wenn unmittelbar oder mittelbar vor dem Werk in dem der Kleber
aufgebracht wird, eine Wendeeinrichtung angeordnet ist. Das hat den Vorteil, dass
z.B. für eine Produktion von Briefumschlägen die Schneid-, bzw. Stanzlinien bzw. Materialausrisse
infolge des Scheidens oder Stanzens im Substrat 1 auf der Innenseite der Briefumschläge
auftreten würden, wo sie weniger stören als auf der Außenseite.
[0065] Im Folgenden wird ein bevorzugtes Verfahren zum Behandeln von bogenförmigen Substraten
1, beschrieben, welches mit einer der Ausführungen gemäß den Figuren 33 bis 46 durchgeführt
werden kann.
Das Verfahren läuft wie folgt ab.
[0066] In einem Verfahrensschritt Stanzen werden fensterförmige Bereiche in den Substraten
1 angestanzt, wobei Materialverbindungen erhalten bleiben. In einem Verfahrensschritt
Trennen, der sich vorzugsweise unmittelbar an den Verfahrensschritt Stanzen anschließt,
werden die fensterförmigen Bereiche aus den Substraten 1 ausgebrochen, wobei die Materialverbindungen
durchtrennt werden, so dass sich fensterförmige Aussparungen in den Substraten 1 bilden.
In einem Verfahrensschritt Beschichten, der sich vorzugsweise unmittelbar an den Verfahrensschritt
Trennen anschließt, werden die Substrate 1 im angrenzenden Bereich der fensterförmigen
Aussparungen mit Kleber beschichtet. In einem Verfahrensschritt Fensterauftragen werden
Folienabschnitte, deren Erstreckung größer als die Erstreckung der fensterförmigen
Aussparungen ist, über den fensterförmigen Aussparungen positioniert und mit dem Kleber
fixiert.
Vorzugsweise werden im Verfahrensschritt Stanzen Nutzen 10 in den Substraten 1 angestanzt,
in denen jeweils mindestens ein fensterförmiger Bereich angeordnet ist, wobei weitere
Materialverbindungen zwischen den Nutzen 10 und zwischen Nutzen 10 und Abfallteilen
9 erhalten bleiben. Im Fall einer Produktion von Briefumschlägen mit Fenster würde
ein derartiger Nutzen 10 einen ungefalteten Briefumschlag repräsentieren. Nach dem
Fensterauftragen werden die Substrate 1 entweder unmittelbar auf einem Stapel oder
ein Transportband 29, 30 abgelegt, alternativ können vor dem Ablegen in einem weiteren
Trennvorgang die weiteren Materialverbindungen zwischen den Nutzen 10 oder zwischen
den Nutzen 10 und den Abfallteilen 9, z.B. den äußeren Rahmen, durchtrennt werden.
Es ist auch möglich die Substrate 1 vor dem Verfahrensschritt Stanzen zu Bedrucken.
Die beschriebenen Verfahrensschritte werden vorzugsweise in sich aneinander anschließenden
Werken einer Bogen verarbeitenden Maschine, insbesondere Rotationsdruckmaschine, durchgeführt.
[0067] Eine weitere Ausführung bezieht sich auf ein Verfahren zum Behandeln von bogenförmigen
Substraten 1.
Das Verfahren läuft wie folgt ab.
[0068] Ein jeweiliger Substratbogen 1 wird von einem aus Substratbogen 1 gebildeten Stapel
von einem Anleger 7 vereinzelt, anschließend in einem ersten Bearbeitungswerk 46 geprägt
und/oder getrocknet, anschließend in einem zweiten Bearbeitungswerk 46 gerillt oder
gestanzt und/oder angestanzt, anschließend in einem dritten Bearbeitungswerk 46 gestanzt
und/oder angestanzt und/oder perforiert und/oder geprägt und/oder gerillt. Vorzugsweise
wird der jeweilige Substratbogen 1 zwischen dem Vereinzeln im Anleger 7 und dem Behandeln
im ersten Bearbeitungswerk 46 in einem oder mehreren Druckwerken 6 bedruckt und/oder
in einem oder mehreren Lackwerken lackiert. Alternativ dazu oder ergänzend kann das
Bedrucken und/oder Lackieren in mindestens einem Druck-, bzw. Lackierwerk auch zwischen
dem Behandeln in zwei der Bearbeitungswerke 46 und/oder nach dem Behandeln im letzten
Bearbeitungswerke 46 erfolgen. Nach dem Trennen werden die bogenförmigen Substrate
1 oder Nutzen 10 vorzugsweise in einer Auslage 99 oder auf einem Transportband 29,
30 auf einem Stapel oder als Folge, geschuppt oder ungeschuppt, abgelegt.
[0069] Unter Schneiden wird dabei insbesondere das vollständige mechanische Trennen eines
ungestanzten Werkstoffs durch Druck verstanden, wobei vorwiegend Scherspannungen wirken.
Der Schneidvorgang kann im Messerschnitt-, oder im Scherschnitt-, oder im Berstschnittprinzig
erfolgen.
[0070] Unter Stanzen wird insbesondere das Teilen von Werkstoffen in einer von der Geraden
abweichenden Trennlinie verstanden. Vorzugsweise wird dabei an die Herstellung von
Aus- und Zuschnitten mit in sich geschlossenen Begrenzungslinien gedacht. In einigen
Fällen werden jedoch auch offene Schnitte durch Stanzen realisiert, z. B. das Abrunden
von Ecken sowie das Registerstanzen.
[0071] Unter Prägen wird das Bearbeiten von Werkstoffen durch Druck mit entsprechenden Werkzeugen
verstanden, wobei der Werkstoff dabei reliefartig geformt und/oder verformt wird.
[0072] Unter Rillen wird das Bearbeiten von Werkstoffen durch Druck mit entsprechenden Werkzeugen
verstanden, wobei im Werkstoff längliche, schmale Vertiefung in der Oberfläche eingebracht
werden.
[0073] Unter Perforieren wird das Bearbeiten von Werkstoffen durch Druck mit entsprechenden
Werkzeugen verstanden, wobei im Werkstoff eine Vielzahl von zumeist linienförmig angeordneten
Löchern eingebracht werden. Die Abstände zwischen den Löchern sind dabei vorzugsweise
gleich.
[0074] Zur Durchführung der einzelnen Verfahrensschritte der beschriebenen Verfahren ist
vorzugsweise jeweils ein eigenständiges Werk vorgesehen, das in beliebiger Reichenfolge
mit anderen Werken zur Realisierung veränderter Produktionsabläufe kombinierbar ist.
Die Werke weisen zu diesem Zweck vorzugsweise eigenständige Gestellwände auf. Insbesondere
wird der Verfahrensschritt Stanzen oder die Verfahrensschritte Stanzen und Trennen
mit einem Stanzwerk, der Verfahrensschritt Trennen mit einen Trennwerk 2.2, der Verfahrensschritt
Beschichten mit einem Beschichtungswerk 88.2, der Verfahrensschritt Fensterauftragen
oder die Verfahrensschritte Beschichten und Fensterauftragen mit einem Fensterauftragwerk
85 durchgeführt. Jedes der genannten Werke, mit Ausnahme des letzten Werkes, übergibt
das Substrat 1 nach Durchführung von jeweils mindestens einem Verfahrensschritt an
das ihm nachfolgende Werk.
[0075] In Abhängigkeit von der jeweils realisierten Maschinenkonfiguration mit oder ohne
Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, liegen nach dem Durchlaufen verschiedener
Bearbeitungsstufen entweder Substratbogen 1 (miteinander über Reststege verbundene
Nutzen 10 mit oder ohne Rahmen) vor, die in einer Auslage 99 zu Stapeln abgelegt werden
oder ausgestanzte Nutzen 10, die vorzugsweise auf einem Transportband 30 aus der Maschine
gefördert werden. Diese Nutzen 10 werden vorzugsweise in Nutzenströme aufgeteilt,
die einen seitlichen Abstand zueinander aufweisen. Dazu sind im Anschluss an das Transportband
30 mehrere Wanzenpaare angeordnet, wobei jedes Walzenpaar zu den anderen Walzenpaaren
divergierend, d.h. mit anderer seitlicher Winkellage, angeordnet ist. Die Walzenpaare
bilden jeweils einen Walzenspalt und laufen mit einer Umfangsgeschwindigkeit um, die
größer ist, als die Geschwindigkeit des Transportbandes 30. Die nebeneinander und
hintereinander liegenden Nutzen 10 werden vom Transportband 30 bis in einen jeweiligen
Walzenspalt gefördert. Im Walzenspalt werden dann die jeweiligen Nutzen 10 erfasst,
auf Umfangsgeschwindigkeit der Walzen beschleunigt und entsprechend der Ausrichtung
des Walzenpaares auf Abstand zueinander gebracht. Die Walzenpaare sind zur Positionierung
auf die Nutzen 10 quer zu ihrer Transportrichtung 74 verschiebbar. Nach den Walzenpaaren
ist ein Transportband angeordnet, dass die nunmehr seitlich zueinander beabstandeten
Nutzen 10 aufnimmt und abtransportiert. Das nachgeordnete Transportband läuft vorzugsweise
mit einer Geschwindigkeit, die kleiner ist als die Umfangsgeschwindigkeit der Walzenpaare.
An das nachgeordnete Transportband kann sich eine Vorrichtung zum Behandeln, insbesondere
Ablegen von Substraten 1, insbesondere Nutzen 10, anschließen, die nachfolgend insbesondere
in Bezug auf die Figuren 18 und 19 beschrieben wird. Die Vorrichtung umfasst ein umlaufendes
Transportband 29, 30, das die Substrate 1, insbesondere Nutzen 10, in mindestens einer
Bahn, vorzugsweise als Schuppenstrom, gegen mindestens einen Anschlag 77 zur Ablage
der Substrate 1 auf einem Stapelträger 78 fördert. Der Stapelträger 78 kann eine handelsübliche
Palette oder eine Systempalette sein, wie sie in Logistiksystemen von Druckereien
oder im Bereich der Weiterverarbeitung Verwendung finden. Zur Handhabung, insbesondere
Verlagerung des Stapelträgers 78 ist eine Transportvorrichtung 79 ausgebildet, mit
der der Stapelträger 78 derart unter den mindestens einen Anschlag 77 und/oder das
Transportband 29, 30 verlagerbar ist, dass sich die vom Transportband 29. 30 geförderten
Substratbogen 1 oder Nutzen 10 auf dem Stapelträger 78 ablegen. Die Transportvorrichtung
79 ist zur vertikalen und horizontalen Verlagerung des Stapelträgers 78 ausgebildet.
Dem Transportband 29, 30 ist eine Vorrichtung zur Bildung einer Lücke im Schuppenstrom
83 zugeordnet, die vorzugsweise als Walze 83 oder Rolle ausgebildet ist. Die Walze
83 oder Rolle ist verlagerbar angeordnet, wozu sie vorzugsweise endseitig an Hebeln
gelagert ist. Soll eine Lücke im Schuppenstroms gebildet werden, weil z.B. der Stapelträger
78 verlagert oder ausgetauscht werden muss, wird die die Walze 83 oder Rolle verlagert
oder verschwenkt bis sie in Oberflächenkontakt mit dem Transportband 29, 30 ist. Fördert
das Transportband 29, 30 infolge seiner Bewegung weiter Substratbogen 1, werden diese
an der Walze 83 oder Rolle aufgestaut. Die Walze 83 oder Rolle kann dabei feststehend
oder drehbar gelagert sein und wird im letzten Fall vorzugsweise gebremst.
[0076] Die Transportvorrichtung 79 ist zur Verlagerung des Stapelträgers 78 in einer oder
mehrere Positionen ausgebildet, in denen sich der Stapelträger 78 und der mindestens
eine Anschlag 77 und/oder der Stapelträger 78 und das Transportband 29, 30 überlappen.
Vorzugsweise sind mehrere Anschläge 77 quer zu der Transportrichtung 74 der Substratbogen
1 oder der Nutzen 10 auf dem Transportband 29, 30 in Gruppen nebeneinanderliegend
angeordnet. Weiter bevorzugt weist jede Gruppe von Anschlägen 77 entweder zwei Seitenanschläge
oder zwei Seitenanschläge und einen Hinteranschlag auf. Jeweils eine Gruppe von Anschlägen
bildet dabei vorzugsweise eine Art Tasche, die durch seitliche Positionierung der
Anschlägen 77 auf den oder die Ströme von Substratbogen1 oder Nutzen 10 auf den Transportband
29, 30 ausgerichtet wird. Die Anschläge 77 sind vertikal beweglich ausgebildet. Zur
synchronen Verlagerung der Anschläge 77 ist ein oder sind mehrere Antriebe ausgebildet.
Die Transportvorrichtung 79 weist vorzugsweise einen Antrieb auf, der zur diskontinuierlichen
oder kontinuierlichen Verlagerung des Stapelträgers 78 ausgebildet ist. Die Transportvorrichtung
79 ist vorzugsweise zur Verlagerung des Stapelträgers 78 in und entgegen der Transportrichtung
74 des Transportbandes 29, 30 ausgebildet. Weiter bevorzugt ist die Transportvorrichtung
79 zur Verlagerung des Stapelträgers 78 in der Transportrichtung 74 des Transportbandes
29, 30 in Abhängigkeit von der Erstreckung der Substrate 1 oder Nutzen 10 in Transportrichtung
74 des Transportbandes 29, 30 ausgebildet. Weiter bevorzugt ist die Transportvorrichtung
79 zur Realisierung eines Bewegungszyklus ausgebildet, der eine erste und mindestens
eine weitere Bewegung des Stapelträgers 78 in der Transportrichtung 74 des Transportbandes
29, 30 umfasst, wobei der Stapelträger 78 zwischen seiner ersten und seiner mindestens
einen weiteren Bewegung in Bezug auf die Transportrichtung 74 des Transportbandes
29, 30 stillsteht.
Des Weiteren kann eine Zuführeinrichtung 80 ausgebildet sein, mit der mindestens ein
Trennelement 81 auf die vom Stapelträger 78 getragenen Substrate 1 positionierbar
ist. Die Zuführeinrichtung 80 umfasst eine Vereinzelungsvorrichtung, die die Trennelemente
81 von einem aus mehreren Trennelementen 81 gebildeten Stapel 82 vereinzelt. Bei den
Trennelemente 81 handelt es sich vorzugsweise um bogenförmige Materialien, die zwischen
Nutzenstapeln zur räumlichen Separierung derselben voneinander eingelegt werden können.
Die Zuführeinrichtung 80 kann durch einen horizontal verlagerbaren Rahmen gebildet
sein, dessen Unterseite vertikal verlagerbare Sauger oder andere geeignete Fixierorgane
zugeordnet sind. Die Ausbildung der Zuführeinrichtung 80 mit starren Saugern oder
anderen geeigneten Fixierorganen ist ebenfalls möglich, sofern der Rahmen eine vertikale
Bewegung zum Abheben eines jeweiligen Trennelements 81 zulässt.
Bevorzugte Bewegungsabläufe, die der Stapelträger 78 durch Einwirkung der Transportrichtung
74 realisiert, sollen nachfolgend insbesondere in Bezug auf die Figuren 20 bis 32
beispielhaft beschrieben werden.
Zuerst wird der Stapelträger 78 von der Transportvorrichtung 79 in Bezug auf das Transportband
29, 30 derart positioniert, dass er in Bezug auf seine vertikale Lage einen möglichst
geringen Abstand zu dessen Unterseite aufweist. In Bezug auf seine horizontale Lage
erfolgt die Positionierung derart, dass vom Transportband 29, 30 geförderte Nutzen
10 oder Substratbogen1 auf dem Stapelträger 78 zur Ablage gelangen. Bei umlaufenden
Transportband 29, 30 werden anschließend Substratbogen 1 oder Nutzen 10 auf den Stapelträger
78 gefördert und dabei von den Anschlägen 77 seitlich und vorzugsweise auch in Transportrichtung
74 ausgerichtet. Im weiteren Verlauf wächst der Stapel aus Substratbogen 1 oder Nutzen
10, wie in Figur 21 dargestellt. Der Stapelträger 78 wird vorzugsweise abgesenkt.
Dabei können die Anschläge 77 synchron zur Absenkbewegung des Stapelträgers 78 mit
abgesenkt werden. Alternativ kann der Stapelträger 78 von Anfang an auch in einem
derartigen vertikalen Abstand zum Transportband 29, 30 positioniert werden, dass er
ohne Vertikalbewegung eine ausreichende Menge Substratbogen 1 oder Nutzen 10 aufzunehmen
vermag. In Figur 21 ist dabei nur ein Stapel erkennbar. Neben diesem können zeitgleich
zueinander mehrere weitere nebeneinanderliegende Stapel gebildet werden. Wenn der
Stapel aus Substratbogen 1 oder Nutzen 10 eine ausreichende Höhe erreicht hat, werden
die Anschläge 77, falls diese mit dem Stapelträger 78 verlagert wurden, wieder vertikal
in ihre Ausgangsposition verlagert. Der Stapelträgers 78 wird vertikal in seine Ausgangsposition
und horizontal um einen Weg verlagert, der der Länge der abzulegenden Substratbogen
1 plus einem Abstandswert entspricht. Die zeitliche Abfolge der Verlagerung von Stapelträger
78 und Anschlägen 77 ist dabei unerheblich, sofern Kollisionen vermieden werden. Vorzugsweise
erfolgt die Verlagerung synchron. Während der Verlagerung des Stapelträgers 78 wird
die Vorrichtung zur Bildung einer Lücke im Schuppenstrom 83 aktiviert, so dass in
dieser Zeit dem Stapelträger 78 keine Substratbogen 1 oder Nutzen 10 zugeführt werden.
Nach dem deaktivieren der Vorrichtung zur Bildung einer Lücke im Schuppenstrom 83
kann der nächste Stapel aus Substratbogen 1 oder Nutzen 10 auf dem Stapelträger 78
gebildet werden (Figur 24).
[0077] Anschließen wiederholen sich die Vorgänge, wie für die Bildung des ersten Stapels
aus Substratbogen 1 oder Nutzen 10 beschrieben, einfach oder mehrfach bis ein weiterer
Stapel oder weitere Stapel mit der gewünschten Höhe gebildet sind, die in Transportrichtung
74 betrachtet hintereinander und gegebenenfalls auch nebeneinander liegen (Figur 25).
[0078] An dieser Stelle des Ablaufs kann die Zuführeinrichtung 80 zum Einsatz gelangen.
Diese erfasst das oberste Trennelement 81 des aus Trennelementen 81 gebildeten Stapels
82 und transportiert es über die auf dem Stapelträger 78 gebildeten Stapel aus Substratbogen
1 oder Nutzen 10, wo es freigegeben wird und zur Ablage auf den jeweils obersten Substratbogen
1 oder Nutzen 10 gelangt (Figur 26). Die Oberfläche des Trennbogens 81 tritt im weiteren
Verlauf an die Stelle der Oberfläche des Stapelträgers 78 und bildet somit die neue
Stapelebene.
[0079] Auf der neuen Stapelebene werden in einem nächsten Schritt ein einzelner oder eine
Reihe von Stapeln aus Substratbogen 1 oder Nutzen 10 gebildet. Dazu wird der Stapelträger
78 in Bezug auf seine vertikale Lage von der Transportvorrichtung 79 derart positioniert,
dass die neue Stapelebene unterhalb der Freigabeebene des Transportbandes 29, 30 liegt.
In Bezug auf seine horizontale Lage erfolgt die Positionierung derart, dass vom Transportband
29, 30 geförderte Nutzen 10 oder Substratbogen1 auf dem Trennelement 81 zur Ablage
gelangen. (Fig. 28) Bei umlaufenden Transportband 29, 30 werden anschließend Substratbogen
1 oder Nutzen 10 auf das Trennelement 81 gefördert und dabei von den Anschlägen 77
seitlich und vorzugsweise auch in Transportrichtung 74 ausgerichtet. Im weiteren Verlauf
wächst der Stapel aus Substratbogen 1 oder Nutzen 10 wie in Figur 29 dargestellt.
Der Stapelträger 78 wird vorzugsweise abgesenkt. Dabei können die Anschläge 77 synchron
zur Absenkbewegung des Stapelträgers 78 mit abgesenkt werden. Alternativ kann der
Stapelträger 78 von Anfang an auch in einem derartigen vertikalen Abstand zum Transportband
29, 30 positioniert werden, dass er ohne Vertikalbewegung eine ausreichende Menge
Substratbogen 1 oder Nutzen 10 aufzunehmen vermag. Wenn der Stapel aus Substratbogen
1 oder Nutzen 10 eine ausreichende Höhe erreicht hat, werden die Anschläge 77, falls
diese mit dem Stapelträger 78 verlagert wurden, wieder vertikal in ihre Ausgangsposition
verlagert. Der Stapelträgers 78 wird vertikal in die Position verlagert, die er zu
Beginn der Bildung des ersten Stapels auf dem Trennelement 81 innehatte und horizontal
um einen Weg, der der Länge der abzulegenden Substratbogen 1 plus einem Abstandswert
entspricht.
Während der Verlagerung des Stapelträgers 78 wird die Vorrichtung zur Bildung einer
Lücke im Schuppenstrom 83 aktiviert, so dass in dieser Zeit dem Stapelträger 78 keine
Substratbogen 1 oder Nutzen 10 zugeführt werden. Nach dem Deaktivieren der Vorrichtung
zur Bildung einer Lücke im Schuppenstrom 83 kann der nächste Stapel aus Substratbogen
1 oder Nutzen 10 auf dem Trennelement 81 gebildet werden (Figur 31). Ist eine ausreichende
Anzahl von Stapeln aus Substratbogen 1 oder Nutzen 10 auf dem Stapelträger 78 gebildet,
wird der beladene Stapelträger 78 abtransportiert und durch einen neuen aufnahmefähigen
Stapelträger 78 ersetzt.
[0080] Die Abfolge der Werke der Bogendruckmaschine ergibt sich aus den technologischen
Erfordernissen. Vorzugsweise sind ein oder mehrere Bearbeitungswerke 46 im Anschluss
an ein oder mehrere Druckwerke 6 ausgebildet. Im Fall mehrerer Druckwerke 6 sind diese
zumeist mit unterschiedlichen Werkzeugen aus der Gruppe der Schneidwerkzeuge, Stanzwerkzeuge,
Rillwerkzeuge, Perforierwerkzeuge oder Nutwerkzeuge ausgestattet. Ebenso können ein
oder mehrere Bearbeitungswerke 46 einem oder mehreren Druckwerken 6 vorangestellt
sein. Alternativ ist auch eine Zwischenschaltung von einem oder mehreren Bearbeitungswerken
46 zwischen ein oder mehrere Druckwerke 6 vorgesehen. Vorzugsweise umfasst die Bogendruckmaschine
auch ein oder mehrere Lackwerke, die vorzugsweise den Druckwerken 6 nachgeschaltet
sind oder sich an die Bearbeitungswerke 46 anschließen.
Eine substratverarbeitende, insbesondere Bogen verarbeitende Maschine die keine Druckmaschine
ist, kann in ihrem Aufbau der beschriebenen Bogendruckmaschine vermindert um die Druckwerke
6 gleichen.
Im Anschluss an die Druckwerke 6 oder die Bearbeitungswerke 46 ist die Trenneinrichtung
2 ausgebildet. Die Trenneinrichtung umfasst einen Transportzylinder 3. Der Transportzylinder
3 ist doppeltgroß, d.h. er transportiert pro Umdrehung zwei Substratbogen 1. Die Erfindung
ist jedoch nicht auf eine doppeltgroße Ausführung des Transportzylinders 3 beschränkt.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines einfachgroßen Systems beschrieben. Diese
Beschreibung steht auch stellvertretend für das doppeltgroße System oder mehrfachgroße
System in analoger Entsprechung. Im Bereich der Mantelfläche des Transportzylinders
3 ist ein Bogenhaltesystem zum Fixieren der Vorderkanten von bogenförmigem Substrat
1, insbesondere ein Greifersystem ausgebildet (im Fall eines doppelgroßen Systems
sind zwei Bogenhaltesysteme ausgebildet). Das Greifersystem ist vorzugsweise als Sauggreifersystem
17, auch als Saugersystem 17 bezeichnet, ausgebildet und wird von Luftversorgungsmitteln
versorgt. Das Sauggreifersystem 17 ist zur Erzeugung eines Saugbereichs ausgebildet,
dessen Erstreckung in axialer Richtung des Transportzylinders 3 ein Vielfaches seiner
Erstreckung in Umfangsrichtung beträgt. Die Erstreckung des Saugbereichs des Sauggreifersystem
17 in Umfangsrichtung des Transportzylinders 3 beträgt vorzugsweise weniger als 20
mm, weiter bevorzugt weniger als 15mm, weiter bevorzugt weniger als 10 mm. Der Saugbereich
kann durch eine durchgehende, sich über die Breite des Transportzylinders 3 erstreckende
Öffnung oder eine Vielzahl von nebeneinanderliegenden Saugöffnungen gebildet sein.
Die mindestens eine Saugöffnungen ist derart zum Fixieren der Vorderkante des Substrats
1 angeordnet, dass sie bei fixierten Aufzug 5 in Umfangsrichtung des Transportzylinders
3 zum Aufzug 5 beabstandet ist. Vorteilhafter Weise ist die Erstreckung des Saugbereichs
in axialer Richtung des Transportzylinders 3 einstellbar ausgebildet. Dazu können
insbesondere im Zuführweg der Saugluft für die in Bezug auf die Mitte des Transportzylinders
3 äußeren Saugöffnungen Einstellmittel 28 insbesondere in Form von Absperrventilen
vorgesehen sein. Die Einstellbarkeit der Erstreckung des Saugbereichs hat den Vorteil,
dass der Saugluftverbrauch minimiert wird. Der Transportzylinder 3 weist des Weiteren
vorzugsweise Mittel (im Fall eines doppelgroßen Systems sind zwei Fixiermittel ausgebildet)
zum Fixieren eines austauschbaren Aufzugs 5 auf. Die Mittel zum Fixieren sind vorzugsweise
als Klemmgreifer ausgebildet. Mit ihnen ist ein jeweiliger Aufzug 5 an der Hinterkante
und an der Vorderkante fixierbar. Die Mittel zum Fixieren der Vorderkante des Aufzugs
5 sind vorzugsweise durch das Klemmelement Vorderkante 22 (auch als Klemmbacke bezeichnet)
und das korrelativ mit diesem unter Bildung eines Klemmspaltes zusammenwirkende weitere
Klemmelement 24 (auch als Aufschlag bezeichnet) gebildet. Das weitere Klemmelement
24 ist fest am Grundkörper des Transportzylinders 3 gelagert. Das Klemmelement 22
ist fest mit einem Hebel 21 verbunden, der um einen Drehpunkt 34 verschwenkbar auf
dem Grundkörper des Transportzylinders 3 gelagert ist. Der Hebel 21 wird von einem
vorzugsweise als Feder ausgebildeten Kraftspeicher 23 verspannt, derart dass sich
der zwischen dem Klemmelement 22 und dem weiteren Klemmelement 24 gebildete Klemmspalt
schließt. Die Feder 23 ist als Druckfeder ausgebildet und stützt sich mit einem Ende
auf dem Hebel 21 und mit ihrem anderen Ende am Kopf einer in den Grundkörper des Transportzylinders
3 geschraubten Schraube ab. Die Figur 3 zeigt den Klemmgreifer Vorderkante mit fixierter
Vorderkante des Aufzugs 5, d.h. im geschlossenen Zustand. Die Figur 4 zeigt den Klemmgreifer
Vorderkante mit freigegebener Vorderkante des Aufzugs 5, d.h. im offenen Zustand.
Die Öffnung des Klemmgreifers Vorderkante wird gegen die Kraftwirkung der Feder 23
bewirkt. Die zum Öffnen des Klemmgreifers Vorderkante benötigte Kraft wird vorzugsweise
von einem Stellelement 23, das insbesondere als pneumatischer Muskel 23 ausgebildet
sein kann, aufgebracht. Das Stellelement, bzw. der pneumatischer Muskel 23 wirkt vorzugsweise
auf einen weiteren Hebel 33 ein, dessen eines Ende sich an einem Fixpunkt des Transportzylinders
3 abstützt. Unter der Kraftwirkung des Stellelements 23, das insbesondere als pneumatischer
Muskel 23 ausgebildet sein kann, ist der weitere Hebel 33 um den vorgenannten Fixpunkt
verschwenkbar. Im Fall der Ausbildung als pneumatischer Muskel 23 wird dieser mit
Druckluft beaufschlagt, unter deren Wirkung er sich ausdehnt, wobei der weitere Hebel
33 verschwenkt wird. Die Verschwenkbewegung des weiteren Hebels 33 wird durch eine
am Transportzylinder 3 ausgebildete Wandung begrenzt. Der weitere Hebel 33 wirkt dabei
auf eine Kugel 35 ein, die zwischen dem weiteren Hebel 33 und dem Hebel 21 ausgebildet
ist und verlagert diese. Mit der Verlagerung der Kugel 35 wird auch der Hebel 21 und
mit diesem das Klemmelement Vorderkante 22 verlagert. Wird das Stellelement 23 in
der entgegengesetzten Richtung betätigt, bzw. der pneumatische Muskel 23 drucklos,
d.h. kraftlos geschaltet, verlagert die Kraft des Kraftspeichers 23, insbesondere
der Feder 23, den Hebel 21, die Kugel 35 und den weiteren Hebel 33 wieder in Richtung
ihrer Ausgangslage, bis die Bewegung durch Anschlagen des Klemmenelements Vorderkante
22 an dem weiteren Klemmelement Vorderkante 24 bzw. dem Aufzug 5 begrenzt wird. Die
Hinterkante des Aufzugs 5 ist zwischen einem Klemmelement Hinterkante 47 und einem
weiteren Klemmelement Hinterkante 48 fixierbar, die gemeinsam einen weiteren Klemmspalt
bilden. Die für das Schließen des Klemmgreifers Hinterkante benötigte Kraft wird von
einer verdrehbaren Spannwelle 50 aufgebracht, die über einen Kniehebel 51 auf das
Klemmelement Hinterkante 47 einwirkt. Zum Spannen des Aufzugs 5 ist mindestens einer
der Klemmgreifer also der Klemmgreifer Vorderkante oder der Klemmgreifer Hinterkante
in Umfangsrichtung des Transportzylinders verlagerbar. In den Figuren 3 und 4 ist
der Klemmgreifer Hinterkante verlagerbar. Insbesondere ist der Klemmgreifer Hinterkante
auf einem in Umfangsrichtung des Transportzylinders 3 verschiebbaren Schlitten gelagert.
Der Schlitten 49 trägt vorzugsweise neben dem Klemmgreifer Hinterkante auch die Spannwelle
50 und den Kniehebel 51. Zum Spannen des Aufzugs 5 wird dieser zunächst an seinen
beiden Enden vom Klemmgreifer Vorderkante und vom Klemmgreifer Hinterkante fixiert.
Anschließend wird der Schlitten 49 im Uhrzeigersinn verschoben, was von einem weiteren
Stellelement 52, das ebenfalls als pneumatischer Muskel ausgebildet sein kann, bewirkt
wird. Unabhängig von der Art der Ausbildung der Mittel zum Fixieren des Aufzugs 5
tragen diese vorzugsweise Positionierstifte oder sind diesen vorzugsweise Positionierelemente
zugeordnet. Die Positionierstifte oder Positionierelemente können insbesondere dem
weiteren Klemmelement Vorderkante 22 direkt zugeordnet sein.
Der Transportzylinder 3 weist vorzugsweise erste und zweite Öffnungen 12, 13 auf,
die bei fixiertem Aufzug 5 zumindest teilweise vom im Aufzug 5 ausbildbaren Durchbrechungen
überdeckt sind. Die Öffnungen 12, 13 sind mit Luftversorgungsmitteln 14, 15 verbunden.
Insbesondere sind erste Luftversorgungsmittel 14 zur Versorgung der ersten Öffnungen
12 mit Luft und zweite Luftversorgungsmittel 15 zur Versorgung der zweiten Öffnungen
13 mit Luft vorgesehen. Unter Luft werden in nachstehenden Zusammenhang alle Formen
von Systemluft verstanden, d.h. insbesondere Blasluft oder Saugluft, die geeignet
sind insbesondere physikalische Wirkung wie z.B. Kraftwirkung auszuüben und die durch
mindestens einen der Paramater statischer Druck, dynamischer Druck oder Volumenstrom
kennzeichenbar sind. Dabei kommt es insbesondere nicht auf die chemische Zusammensetzung
der Luft oder deren Feuchtegehalt an. Derartige Luft wird in an sich bekannter Weise
mit Kompressoren, Verdichtern, Vakuumpumpen, Saugpumpen oder ähnlichen Bauelementen
erzeugt. Die vorgenannten Lufterzeuger können von den ersten und zweiten Luftversorgungsmitteln
14, 15 umfasst des Transportzylinder und insbesondere gemeinsam mit allen Mitteln
die die Luft den Öffnungen 12, 14 zuführen und/oder die Zuführung steuern die Luftversorgungsmittel
14, 15 bilden.
Die ersten und die zweiten Öffnungen 12, 13 sind dabei vorzugsweise unabhängig voneinander
mit Luft versorgbar. Vorzugsweise ist dabei die Luftversorgung entweder der ersten
oder der zweiten Öffnungen 14, 15 oder beider Öffnungen 14, 15 umschaltbar ausgebildet.
Unter Umschaltbarkeit ist in diesem Sinn insbesondere das Umschalten zwischen Saugluft
und Blasluft gemeint, wobei es nicht darauf ankommt von welcher Art der Luftversorgung
in welche Art umgeschaltet wird.
Die ersten und die zweiten Öffnungen 12, 13 sind in der Mantelfläche des Transportzylinders
3 ausgebildet. Vorzugsweise sind die ersten und zweiten Öffnungen 12, 13 in Umfangsrichtung
des Transportzylinders 3 oder in Achsrichtung des Transportzylinders 3 sich jeweils
abwechselnd angeordnet sind. Die ersten und/oder die zweiten Öffnungen 12, 13 sind
vorzugsweise nutförmig oder lochförmig ausgebildet sind. Durch die Anordnung der ersten
und der zweiten Öffnungen 12, 13 in der Mantelfläche des Transportzylinders 3 ergibt
sich vorzugsweise ein feinmaschiges Netz von Elementen, mit denen eventuell im Aufzug
5 ausgebildete Durchbrechungen mit Luft versorgt werden können. Die Anordnung der
Durchbrechungen im Aufzug 5 erfolgt dabei entsprechend der Anordnung von Abfallteil
oder Abfallteilen 9 einerseits und Nutzen 10 andererseits. So können beispielsweise
im Bereich derjenigen ersten Öffnungen 12, die im Bereich von Nutzen ausgebildet sind
Durchbrechungen im Aufzug 5 ausgebildet werden, während allen zweiten Öffnungen 13,
die im Bereich von Nutzen 10 ausgebildet sind, keine Durchbrechungen im Aufzug 5 gegenüberstehen.
Das Gleiche gilt sinngemäß auch für den Bereich von Abfallteilen 9, wobei hier den
zweiten Öffnungen 13 Durchbrechungen im Aufzug 5 gegenüberstehen, während die ersten
Öffnungen 12 von geschlossenen Bereichen des Aufzugs 5 abgedeckt sind. Durch diese
Maßnahmen können Nutzen 10 und Abfallteile 9 unterschiedlich behandelt, bzw. auf der
Mantelfläche des Transportzylinders 3 bzw. dessen Aufzug 5 fixiert werden.
Die Details der Luftversorgung der ersten und zweiten Öffnungen 12, 13 sind insbesondere
in den Figuren 5, 6 und 7 dargestellt. Die Luftversorgungsmittel 14, 15 zur Versorgung
der ersten und zweiten Öffnungen 12, 13 umfassen vorzugsweise einen oder mehrere Drehschieber
oder Dreheinführungen. Vorzugsweise sind die Drehschieber oder Dreheinführungen an
der Stirnseite des Transportzylinders 3 ausgebildet oder dieser zugeordnet. Vorzugsweise
sind zwei Drehschieber oder zwei Dreheinführungen an gegenüberliegenden Stirnseiten
des Transportzylinders 3 ausgebildet. Bei dem in den Figuren 5, 6 und 7 dargestellten
Beispiel umfasst der Drehschieber oder die mindestens eine Dreheinführung ein Scheibe
18, die einer der Stirnseiten des Transportzylinders 3 zugeordnet ist. In der Scheibe
18 sind mehrere nutförmige Ausnehmungen 19, 56, 57 ausgebildet, die sich vorzugsweise
kreissegmentförmig, koaxial zur Drehachse 16 des Transportzylinders 3 erstrecken.
Die Ausnehmung 19 wird über einen ersten Zuführstutzen 53, die Ausnehmung 56 über
einen zweiten Zuführstutzen 54 und die Ausnehmung 57 über eine dritten Zuführstutzen
55 mit Luft versorgt. Die Ausnehmungen 19, 56 und 57 sind auf der dem Transportzylinder
3 zugewandten Seite der Scheibe 18 ausgebildet. Sie erstrecken sich in unterschiedlichen
Radien kreissegmentförmig, koaxial zur Drehachse 16 des Transportzylinders 3. Jede
der Ausnehmungen 19, 56 und 57 muss in Umfangsrichtung der Scheibe 18 nicht durchgängig
sondern kann vielmehr durchbrochen sein, so dass auf demselben Radius mehrere in Umfangsrichtung
der Scheibe 18 betrachtet hintereinanderliegende Ausnehmungen 19, 56 und 57 bilden.
Die Ausnehmungen 19, 56 und 57 korrespondieren bezüglich ihres Abstandes (Radius)
zur Drehachse 16 des Transportzylinders 3 mit in der Stirnseite des Transportzylinders
3 ausgebildeten Öffnungen 58. Jede der Öffnungen 58 in der Stirnseite des Transportzylinders
3 kommuniziert über weitere Leitungen entweder mit einer einzigen oder einem Teil
der ersten Öffnungen 12 oder mit einer einzigen oder einem Teil der zweiten Öffnungen
13 in der Mantelfläche des Transportzylinders 3 oder mit dem Sauggreifersystem 17.
Das gilt natürlich nur solange die jeweilige Öffnung der jeweiligen Ausnehmung 19,
56 und 57 abhängig von der Winkellage des Transportzylinders 3 gegenüberliegt. Bei
dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel versorgen die der Drehachse 16 des
Transportzylinders 3 am nächsten liegenden Ausnehmungen 57 das Sauggreifersystem 17,
die zu diesen benachbarten Ausnehmungen 56 die zweiten Öffnungen 13 und die zu diesen
benachbarten Ausnehmungen 19 die ersten Öffnungen 12.
Die Scheibe 18 steht gegenüber dem Transportzylinder 3, der im Betriebszustand um
die Drehachse 16 dreht, still. Durch die Erstreckung der Ausnehmungen 19, 56 und 57
in Umfangsrichtung des Transportzylinders 3 werden Bereiche von Saug- oder Blasluft
bestimmt, die auf der Mantelfläche des Transportzylinders 3 drehwinkelbezogen ausgebildet
werden.
Überlagert zu diesen Wirkungen sind die Bereiche von Saug- oder Blasluft auch durch
die Art der Luftversorgung bzw. von deren Zuschaltung oder Abschaltung bestimmbar.
So kann der in seiner Erstreckung durch die gleichen Luftversorgungsmittel 12 oder
13 entsprechend der Ausnehmungen 19, 56 versorgter Bereich verkürzt werden, indem
eine winkelbezogene Abschaltung der Luftversorgung erfolgt. Ebenso kann ein in seiner
Erstreckung durch die gleichen Luftversorgungsmittel 12 oder 13 entsprechend der Ausnehmungen
19, 56 versorgte Bereich durch Umschaltung der Luftversorgung zwischen einer Saugluftversorgung
und einer Blasluftversorgung in mindestens einen Saugbereich und mindestens einen
Blasbereich unterteilt werden. Dabei dient der Saugbereich auf der Mantelfläche des
Transportzylinders 3 zum Fixieren und der Blasbereich zum Abstoßen von Nutzen 10 beziehungsweise
Abfallteilen 9. Es versteht sich von selbst, dass die Luftversorgung für die ersten
Öffnungen 12 vorzugsweise unabhängig von der Luftversorgung für die zweiten Öffnungen
13 ist.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind die ersten und/oder die zweiten Luftversorgungsmittel
14, 15 zur Abschaltung der Saugluftversorgung oder Umschaltung zwischen Saugluftversorgung
und Blasluftversorgung in Abhängigkeit der Winkellage der jeweils versorgten Öffnungen
12, 13 ausgebildet. Vorzugsweise schalten die ersten Luftversorgungsmittel 14 die
Luftversorgung der ersten Öffnungen 12 aus oder von Saugluftversorgung auf Blasluftversorgung
um, wenn die jeweiligen ersten Öffnungen 12 durch Rotation des Transportzylinders
3 um seine Drehachse 16 einen ersten Freigabepunkt erreichen. Weiter bevorzugt schalten
die zweiten Luftversorgungsmittel 15 die Luftversorgung der zweiten Öffnungen 13 aus
oder von Saugluftversorgung auf Blasluftversorgung um, wenn die jeweiligen zweiten
Öffnungen 13 durch Rotation des Transportzylinders 3 um seine Drehachse 16 einen zweiten
Freigabepunkt erreichen. Die Scheibe 18 ist vorzugsweise über eine Drehmomentstütze
20 mit einem Gestell verbunden und auf dem Transportzylinder 3 drehbar gelagert ist.
Der Transportzylinder 3 ist vorzugsweise im selben Gestell an dem die Drehmomentstütze
20 angelenkt ist, drehbar gelagert.
Zur Verlagerung der Bereiche von Saug- oder Blasluft, die auf der Mantelfläche des
Transportzylinders 3 drehwinkelbezogen ausgebildet werden, können Stellorgane zum
Verdrehen der Scheibe 18 vorgesehen sein.
Um die Montage zu erleichtern weist die Scheibe 18 vorzugsweise eine Aussparung auf,
die eine radiale Verlagerung der Scheibe 18 im Sinne einer Verschiebung zum Zweck
des Austauschs ermöglicht.
Statt einer Scheibe 18 können auch mehrere Scheiben 18 vorgesehen sein. Im Fall mehrerer
Scheiben 18 sind in einer der Scheiben 18 die Ausnehmungen 57 zur Versorgung des Sauggreifersystems
17 und in der anderen Scheibe 18 die Ausnehmungen 19 und 56 zur Versorgung der ersten
und zweiten Öffnungen 12, 13 ausgebildet.
Die Details der Versorgung des Sauggreifersystems 17 sind in einer bevorzugten Variante
in Figur 8 dargestellt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel dient die Scheibe 18 zur
Versorgung der ersten und der zweiten Öffnungen 12, 13 sowie der Versorgung des Sauggreifersystems
17. '
Alternativ dazu kann die Scheibe 18 auch ausschließlich eine nutförmige Ausnehmungen
57 aufweisen, die sich vorzugsweise kreissegmentförmig, koaxial zur Drehachse 16 des
Transportzylinders 3 erstreckt. Die Ausnehmung 57 wird auch in dieser Ausgestaltung
von einen dritten Zuführstutzen 55 mit Luft versorgt. Die Ausnehmung 57 ist auf der
dem Transportzylinder 3 zugewandten Seite der Scheibe 18 ausgebildet. Die Ausnehmung
57 ist in Umfangsrichtung der Scheibe 18 vorzugsweise durchgängig oder unterbrochen,
so dass auf demselben Radius mehrere in Umfangsrichtung der Scheibe 18 betrachtet
hintereinanderliegende Ausnehmungen 57 bzw. Abschnitte der Ausnehmung 57 gebildet
sind. Die Ausnehmung 57 korrespondiert bezüglich ihres Abstandes (Radius) zur Drehachse
16 des Transportzylinders 3 mit einer oder mehreren in der Stirnseite des Transportzylinders
3 ausgebildeten Öffnungen 58. Die oder jede Öffnung 58 kommuniziert über weitere Leitungen
mit dem Sauggreifersystem 17. Das gilt natürlich nur solange die jeweilige Öffnung
58 der Ausnehmung 57 abhängig von der Winkellage des Transportzylinders 3 gegenüberliegt.
Mit anderen Worten wird die Länge und die Lage des Winkelbereichs in dem am Sauggreifersystem
17 Saugluft anliegt, d.h. das Sauggreifersystem 17 Haltewirkung entfaltet, durch die
Erstreckung und Lage der Ausnehmungen 57 bestimmt.
Es versteht sich von selbst, dass die Luftversorgung des Sauggreifersystems 17 nicht
auf die beschriebene Ausführungsform mit Scheiben 18 beschränkt ist. Die Luftversorgung
des Sauggreifersystems 17 kann ebenso mit anderen bekannten Ausführungsformen einer
Luftversorgung realisiert sein, die ausreichend schnell die am Sauggreifersystem 17
anliegende Saugluft taktweise aktivieren und deaktivieren können.
Das Sauggreifersystem 17 ist im Bereich der Mantelfläche des Transportzylinders 3
ausgebildet. Vorzugsweise ist das Sauggreifersystem 17 dem Mittel zum Fixieren des
Aufzugs 5 zugeordnet ist. Insbesondere kann das Sauggreifersystem 17 auf dem Mittel
zum Fixieren des Aufzugs 5 gelagert sein. Vorzugsweise ist das Mittel zum Fixieren
des Aufzugs 5 seinerseits und damit auch das Sauggreifersystem 17 beweglich, insbesondere
verschwenkbar gelagert. Das Sauggreifersystem 17 kann insbesondere dem Klemmelement
Vorderkante 22 zugeordnet sei. Es ist ebenfalls vorteilhaft das Sauggreifersystem
17 gemeinsam mit dem Klemmelement 22 auf dem Hebel 21 anzuordnen.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist benachbart zum Transportzylinder 3 ein
Ausbrechzylinder 4 angeordnet. Der Ausbrechzylinder 4 ist wie der Transportzylinder
3 drehbar gelagert. Der Ausbrechzylinder 4 dient dem Ausbrechen von Abfallteilen 9
oder von Nutzen 10. Vorzugsweise weist der Ausbrechzylinder 4 dritte Öffnungen 32
auf. Zur Versorgung der dritten Öffnungen 32 mit Luft sind dritte Luftversorgungsmittel
vorgesehen.
Der Ausbrechzylinder 4 kann wie der Transportzylinder 3 auch doppeltgroß oder einfachgroß
ausgebildet sein. Im Falle einer doppelgroßen Ausbildung des Ausbrechzylinders 4 entspricht
dessen Umfang bzw. Durchmesser dem Umfang bzw. Durchmesser eines doppeltgroß ausgebildeten
Transportzylinders 3. Vorzugsweise ist der Ausbrechzylinder 4 einfachgroß ausgebildet.
In seinem Aufbau gleicht der Ausbrechzylinder 4 vorzugsweise in vielen Merkmalen dem
Transportzylinder 3, so dass zur Beschreibung der Beschaffenheit des Ausbrechzylinders
4 auf die Ausführungen zur Beschaffenheit des Transportzylinders 3 Bezug genommen
wird. Das gilt insbesondere für alle Baugruppen des Transportzylinders 3 bzw. des
Ausbrechzylinders 4 zu denen nicht ausdrücklich auf bauliche Unterschiede oder ein
Fehlen hingewiesen wird. Die Beschaffenheit des Ausbrechzylinders 4 wird nachfolgend
anhand eines einfachgroßen Systems beschrieben. Diese Beschreibung steht auch stellvertretend
für das doppeltgroße System oder mehrfachgroße System in analoger Entsprechung. Im
Unterschied zum Transportzylinder 3 umfasst der Ausbrechzylinder 4 kein Bogenhaltesystem
zum Fixieren der Vorderkanten von bogenförmigem Substrat 1. Wie auch der Transportzylinder
3 weist der Ausbrechzylinder 4 vorzugsweise Mittel zum Fixieren eines austauschbaren
Aufzugs 5 auf. Die Mittel zum Fixieren sind vorzugsweise als Klemmgreifer ausgebildet.
Mit ihnen ist ein jeweiliger Aufzug 5 an der Hinterkante und an der Vorderkante fixierbar.
Die Mittel zum Fixieren der Vorderkante des Aufzugs 5 sind vorzugsweise durch das
Klemmelement Vorderkante 22 und das korrelativ mit diesem unter Bildung eines Klemmspaltes
zusammenwirkende weitere Klemmelement 24 gebildet. Das Klemmelement Vorderkante 22
ist am Grundkörper des Ausbrechzylinders 4 gelagert. Das weitere Klemmelement 24 kann
insbesondere als Blattfederpaket gebildet sein. Benachbart zum weiteren Klemmelement
24 ist ein vorzugsweise als pneumatischer Muskel ausgebildetes Stellelement 25 angeordnet.
Das Stellelement ist vorzugsweise mit einer Luftzuführung verbunden, mit der am Stelleelement
25 ein Überdruck angelegt werden kann. Bei anliegendem Überdruck dehnt sich das Stellelement
25 aus, wobei es am weiteren Klemmelement 24 anliegt und dieses verformt. Infolge
der Verformung, insbesondere der Biegung des weiteren Klemmelements 24 ändert sich
dessen Erstreckung in Richtung des Klemmelements Vorderkante 22. Durch Anlegen eines
Überdrucks z.B. in Form von Druckluft am Stellelement 25 kann damit der zwischen Klemmelement
Vorderkante 22 und weiteren Klemmelement 24 gebildete Spalt vergrößert und bei Abschaltung
des Überdrucks am Stellelement 25 verkleinert werden, was dem Klemmen des Aufzugs
5 entspricht. Die Figur 10 zeigt den Klemmgreifer des Ausbrechzylinders 4 Vorderkante
mit fixierter Vorderkante des Aufzugs 5, d.h. im geschlossenen Zustand.
Die Hinterkante des Aufzugs 5 ist zwischen einem Klemmelement Hinterkante 47 und einem
weiteren Klemmelement Hinterkante 48 fixierbar, die gemeinsam einen weiteren Klemmspalt
bilden. Die für das Schließen des Klemmgreifers Hinterkante benötigte Kraft wird von
einer verdrehbaren Spannwelle 50 aufgebracht, die über einen Kniehebel 51 auf das
Klemmelement Hinterkante 47 einwirkt.
[0081] Zum Spannen des Aufzugs 5 ist mindestens einer der Klemmgreifer also der Klemmgreifer
Vorderkante oder der Klemmgreifer Hinterkante in Umfangsrichtung des Ausbrechzylinders
4 verlagerbar. In der Figur 10 ist der Klemmgreifer Hinterkante verlagerbar. Insbesondere
ist der Klemmgreifer Hinterkante auf einem in Umfangsrichtung des Ausbrechzylinders
4 verschiebbaren Schlitten 49 gelagert. Der Schlitten 49 trägt vorzugsweise neben
dem Klemmgreifer Hinterkante auch die Spannwelle 50 und den Kniehebel 51. Zum Spannen
des Aufzugs 5 wird dieser zunächst an seinen beiden Enden vom Klemmgreifer Vorderkante
und vom Klemmgreifer Hinterkante fixiert. Anschließend wird der Schlitten 49 gegen
den Uhrzeigersinn verschoben, was von einem weiteren Stellelement 52, das ebenfalls
als pneumatischer Muskel ausgebildet sein kann, bewirkt wird.
Unabhängig von der Art der Ausbildung der Mittel zum Fixieren des Aufzugs 5 tragen
diese vorzugsweise Positionierstifte oder sind diesen vorzugsweise Positionierelemente
zugeordnet. Die Positionierstifte oder Positionierelemente können insbesondere dem
weiteren Klemmelement Vorderkante 22 direkt zugeordnet sein.
Es versteht sich von selbst, dass die beschriebenen Elemente zum Fixieren der Vorderkante
sowie die Elemente zum Fixieren der Hinterkante auch in anderer Weise ausgebildet
sein können. So erweist es sich alternativ zur Ausbildung von kraftschlüssig wirkenden
Elementen auch als vorteilhaft, wenn die Elemente zum Fixieren der Vorderkante und/oder
die Elemente zum Fixieren der Hinterkante zum formschlüssigen Fixieren von Aufzügen
5 ausgebildet sind. In diesem Fall können insbesondere hackenförmige oder klauenförmige
Halteelemente ausgebildet sein, die mit Aussparungen korrespondieren, die im Aufzug
5 ausgebildet sind oder in Halteschienen eingreifen, die fest mit dem Aufzug 5 verbunden
sind.
Der Klemmgreifer Vorderkante oder der Klemmgreifer Hinterkante sind vorzugsweise in
einem Kanal des Ausbrechzylinders 4 gelagert, der von einer Kanalabdeckung überspannt
sein kann.
Der Ausbrechzylinder 4 weist vorzugsweise dritte Öffnungen 32 auf, die bei fixiertem
Aufzug 5 zumindest teilweise vom im Aufzug 5 ausbildbaren Durchbrechungen überdeckt
sind. Die dritten Öffnungen 32 sind mit dritten Luftversorgungsmitteln verbunden.
Unter Luft werden in nachstehenden Zusammenhang alle Formen von Systemluft verstanden,
d.h. insbesondere Blasluft oder Saugluft, die geeignet sind insbesondere physikalische
Wirkung wie z.B. Kraftwirkung auszuüben und die durch mindestens einen der Paramater
statischer Druck, dynamischer Druck oder Volumenstrom kennzeichenbar sind. Derartige
Luft wird in an sich bekannter Weise mit Kompressoren, Verdichtern, Vakuumpumpen,
Saugpumpen oder ähnlichen Bauelementen erzeugt.
Die dritten Öffnungen 32 sind dabei mit Saugluft versorgbar. Vorzugsweise ist die
Luftversorgung umschaltbar ausgebildet. Unter Umschaltbarkeit ist in diesem Sinn insbesondere
das Umschalten zwischen Saugluft und Blasluft gemeint, wobei es nicht darauf ankommt
von welcher Art der Luftversorgung in welche Art umgeschaltet wird. Die dritten Öffnungen
32 sind in der Mantelfläche des Ausbrechzylinders 4 ausgebildet. Vorzugsweise sind
die dritten Öffnungen 32 nutförmig oder lochförmig ausgebildet. Durch die Anordnung
dritten Öffnungen 32 in der Mantelfläche des Ausbrechzylinders 4 ergibt sich vorzugsweise
ein feinmaschiges Netz von Elementen, mit denen eventuell im Aufzug 5 ausgebildete
Durchbrechungen mit Luft versorgt werden können. Die Anordnung der Durchbrechungen
im Aufzug 5 erfolgt dabei entsprechend der Anordnung von Abfallteil oder Abfallteilen
9 einerseits oder Nutzen 10 andererseits. So können beispielsweise im Bereich derjenigen
dritten Öffnungen 32, die im Bereich von Nutzen ausgebildet sind Durchbrechungen im
Aufzug 5 ausgebildet werden. Die erweist sich als vorteilhaft, wenn der Ausbrechzylinder
4 zum Transport der Nutzen 10 verwendet werden soll.
Ist die Verwendung des Ausbrechzylinders 4 zum Transport von Abfallteilen 9 vorgesehen,
werden vorzugsweise im Bereich derjenigen dritten Öffnungen 32, die im Bereich von
Abfallteilen 9 ausgebildet sind Durchbrechungen im Aufzug 5 ausgebildet. Durch diese
Maßnahmen können Nutzen 10 bzw. Abfallteile 9 unterschiedlich behandelt, bzw. auf
der Mantelfläche des Transportzylinders 3 bzw. dessen Aufzug 5 fixiert werden. Die
Freigabe der Nutzen 10 bzw. Abfallteile 9 kann durch Anlegen von Blasluft an den dritten
Öffnungen 32 unterstützt werden.
Die Details der Luftversorgung der dritten Öffnungen 32 sind nicht gesondert dargestellt
und werden nachfolgend unter Verweis auf die Ausbildung der Luftversorgungsmittel
14, 15 am Transportzylinder 3 beschrieben. Die Luftversorgungsmittel zur Versorgung
der dritten Öffnungen 32 umfassen vorzugsweise einen Drehschieber oder eine Dreheinführung.
Vorzugsweise ist der Drehschieber oder die Dreheinführungen an der Stirnseite des
Transportzylinders 3 ausgebildet oder dieser zugeordnet. Der Drehschieber oder die
mindestens eine Dreheinführung umfasst vorzugsweise eine Scheibe 18, die einer der
Stirnseiten des Ausbrechzylinders 4 zugeordnet ist. In der Scheibe 18 ist eine Ausnehmungen
X ausgebildet, die sich vorzugsweise kreissegmentförmig, koaxial zur Drehachse des
Ausbrechzylinders 4 erstrecken. Die Ausnehmung wird über einen vierten Zuführstutzen
53 mit Luft versorgt. Die Ausnehmung ist auf der dem Ausbrechzylinder 4 zugewandten
Seite der Scheibe 18 ausgebildet. Die Ausnehmungen ist in Umfangsrichtung der Scheibe
18 nicht durchgängig sondern kann vielmehr durchbrochen sein, so dass auf demselben
Radius mehrere in Umfangsrichtung der Scheibe 18 betrachtet hintereinanderliegende
Ausnehmungen gebildet sind. Jede Ausnehmung korrespondiert bezüglich ihres Abstandes
(Radius) zur Drehachse des Ausbrechzylinders 4 mit in der Stirnseite des Ausbrechzylinders
4 ausgebildeten Öffnungen 58. Jede der Öffnungen 58 in der Stirnseite des Transportzylinders
3 kommuniziert über weitere Leitungen entweder mit einer einzigen oder einem Teil
oder allen dritten Öffnungen 32 in der Mantelfläche des Ausbrechzylinders 4. Das gilt
natürlich nur solange die jeweilige Öffnung 58 der jeweiligen Ausnehmung abhängig
von der Winkellage des Ausbrechzylinders 4 gegenüberliegt.
Die Scheibe 18 steht gegenüber dem Ausbrechzylinder 4, der sich im Betriebszustand
um seine Mittelachse dreht, still. Durch die Erstreckung der Ausnehmungen in Umfangsrichtung
des Ausbrechzylinders 4 werden Bereiche von Saug- oder Blasluft bestimmt, die auf
der Mantelfläche des Ausbrechzylinders 4 drehwinkelbezogen ausgebildet werden.
Überlagert zu diesen Wirkungen sind die Bereiche von Saug- oder Blasluft auch durch
die Art der Luftversorgung bzw. von deren Zuschaltung oder Abschaltung bestimmbar.
So kann der in seiner Erstreckung durch die dritten Luftversorgungsmittel entsprechend
der Ausnehmung versorgte Bereich verkürzt werden, indem eine winkelbezogene Abschaltung
der Luftversorgung erfolgt. Ebenso kann ein in seiner Erstreckung durch die dritten
Luftversorgungsmittel entsprechend der Ausnehmungen versorgter Bereich durch Umschaltung
der Luftversorgung zwischen einer Saugluftversorgung und einer Blasluftversorgung
in mindestens einen Saugbereich und mindestens einen Blasbereich unterteilt werden.
Dabei dient der Saugbereich auf der Mantelfläche des Ausbrechzylinders 4 zum Fixieren
und der Blasbereich zum Abstoßen von Nutzen 10 beziehungsweise Abfallteilen 9.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind die dritten Luftversorgungsmittel zur
Abschaltung der Saugluftversorgung oder Umschaltung zwischen Saugluftversorgung und
Blasluftversorgung in Abhängigkeit der Winkellage der jeweils versorgten dritten Öffnungen
32 ausgebildet. Vorzugsweise schalten die dritten Luftversorgungsmittel die Luftversorgung
der dritten Öffnungen 32 aus oder von Saugluftversorgung auf Blasluftversorgung um,
wenn die jeweiligen dritten Öffnungen 32 durch Rotation des Ausbrechzylinders 4 um
seine Mittelachse einen dritten Freigabepunkt erreichen. Die Scheibe 18 ist vorzugsweise
über eine Drehmomentstütze 20 mit einem Gestell verbunden und auf dem Ausbrechzylinder
4 drehbar gelagert ist. Der Ausbrechzylinder 4 ist vorzugsweise im selben Gestell
an dem die Drehmomentstütze 20 angelenkt ist, drehbar gelagert.
[0082] Zur Verlagerung der Bereiche von Saug- oder Blasluft, die auf der Mantelfläche des
Ausbrechzylinders 4 drehwinkelbezogen ausgebildet werden, können Stellorgane zum Verdrehen
der Scheibe 18 vorgesehen sein.
Um die Montage zu erleichtern weist die Scheibe 18 vorzugsweise eine Aussparung auf,
die eine radiale Verlagerung der Scheibe 18 im Sinne einer Verschiebung zum Zweck
des Austauschs ermöglicht. Die Aussparung weist eine Erstreckung auf, die größer ist
als der Durchmesser eines Zapfens des Ausbrechzylinders 4 in dem Bereich des Ausbrechzylinders
4, in dem diesem die Scheibe 18 zugeordnet ist.
Der Ausbrechzylinder 4 und der Transportzylinder 3 tragen zum Behandeln von Substraten
1, insbesondere zum Trennen bzw. Ausbrechen von bearbeiteten, d.h. angeschnittenem
oder durchgeschnittenem stegbehafteten oder perforiertem Substrat 1 in mindestens
ein Abfallteil 9 und mindestens einen Nutzen 10 vorzugsweise jeweils einen Aufzug
5. Beim Trennen bzw. Ausbrechen werden verbliebene Haltestege oder Materialverbindungen
oder beabsichtigt nicht vollständig durchgeschnittene Materialverbindungen, insbesondere
Fasern oder Faserbündel im Bereich von Schnittlinien zwischen Abfallteil 9 und mindestens
einen Nutzen 10 zerrissen. Zu diesem Zweck kann einer der Aufzüge 5 als Matrize und
der andere Aufzug 5 als Patrize ausgebildet sein. Die Patrize weist eine Grundebene
und gegenüber der Grundebene erhabene Bereiche auf. Die erhabenen Bereiche wirken
auf das Substrat 1 ein und bilden Werkzeuge. Die Matrize weist eine Grundebene und
gegenüber der Grundebene vertiefte Bereiche oder weitere Aussparungen auf. Matrize
und Patrize sind derart auf Transportzylinder 3 bzw. Ausbrechzylinders 4 angeordnet,
dass die erhabenen Bereiche der Patrize den vertieften Bereichen oder den weiteren
Aussparungen der Matrize gegenüberliegen. Die Patrize bildet dabei eine Art Gegenstück
zur Matrize. Die Matrize ist entweder auf dem Transportzylinder 3 oder dem Ausbrechzylinders
4 und die Patrize jeweils auf dem anderen Zylinder angeordnet. Der andere Zylinder
in diesem Sinne ist der Zylinder, der mit dem die Matrize tragenden Zylinder zusammenwirkt
(Transportzylinder 3 oder Ausbrechzylinder 4) angeordnet. Vorzugsweise ist die Matrize
auf dem Transportzylinder 3 und die Patrize auf dem Ausbrechzylinder angeordnet. Das
vorstehend beschriebene Werkzeugpaar Patrize und Matrize unterscheidet sich dabei
vorzugsweise von Patrize und Matrize Werkzeugpaaren wie sie beim Schneiden oder Perforieren,
z.B. auf den der Trenneinrichtung 2 vorgelagerten Bearbeitungszylindern. Die konstruktive
Ausführung der Patrize ist durch ihre Funktion, die zu trennenden bzw. auszubrechenden
Elemente lediglich in die vertieften Bereiche oder die weiteren Aussparungen der Matrize
hineinzudrücken, bestimmt. Dementsprechend können die erhabenen Bereiche der Patrize
auch deutlich kleinere Erstreckungen aufweisen, als die mit ihnen korrespondierenden
vertieften Bereiche oder weiteren Aussparungen der Matrize. Als Patrize kann insbesondere
eine Flexodruckplatte verwendet werden.
In einer alternativen Ausführungsform weist die Patrize keine gegenüber der Grundebene
erhabenen Bereiche sondern eine im Ganzen erhöhte Grundebene auf. In diesem Fall ist
die Patrize zumindest auf der der Matrize zugewandten Seite mit einem elastischen
Überzug versehen oder aus einem elastischen Material gebildet.
Beim Trennen bzw. Ausbrechen werden Abfallteile 9 und Nutzen 10 relativ zueinander
bewegt, wobei Reststege oder einzelne Fasern oder Faserbündel im Bereich von Schnittlinien
zu zerrissen werden. Dazu werden entweder die Abfallteile 9 oder die Nutzen 10 vorzugsweise
von der Patrize in die vertieften Bereiche oder die weiteren Aussparungen der Matrize
gedrückt. Im Fall der Verwendung einer Patrize mit elastische Oberfläche, werden die
Abfallteile 9 in die vertieften Bereiche oder die weiteren Aussparungen der Matrize
gedrückt, wobei sich die Oberfläche der Patrize an diesen Stellen ausdehnt, während
in Bereichen der Oberfläche außerhalb der Vertiefungen oder weiteren Aussparungen
in der der Matrize das Substrat an die Oberfläche der Matrize gepresst wird.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist dem Transportzylinder 3 kein Ausbrechzylinder
4 zugeordnet, wobei auch bei dieser Ausführungsform die Abfallteile 9 und Nutzen 10
relativ zueinander bewegt und Reststege oder einzelne Fasern oder Faserbündel im Bereich
von Schnittlinien zerrissen werden. Die Trenneinrichtung 2 ist vorzugsweise derart
ausgebildet, dass sie ausschließlich auf die dem Transportzylinder 3 zugewandte Seite
des bearbeiteten Substrats 1 einwirkt, während das Substrat 1 auf dem Transportzylinder
3transportiert wird. Die Trenneinrichtung 2 ist in einer bevorzugten Ausführungsform
aus erhabenen Bereichen und gegenüber den erhabenen Bereichen vertieften Bereichen
der Oberfläche des Transportzylinders 3 gebildet. Den vertieften Bereichen sind weiter
bevorzugt erste Öffnungen 12 zugeordnet, die mit ersten Luftversorgungsmitteln 14
in Wirkverbindung stehen können. Die ersten Luftversorgungsmittel 14 sind vorzugsweise
zur Saugluftversorgung ausgebildet. Weiter bevorzugt ist der Mantelfläche des Transportzylinders
3 ein Aufzug 5 austauschbar zugeordnet, wobei die erhabenen Bereiche der Oberfläche
des Transportzylinders 3 durch den Aufzug 5 und die vertieften Bereichen der Oberfläche
des Transportzylinders 3 durch die Mantelfläche des Transportzylinders 3 im Bereich
von im Aufzug 5 ausgebildeten Durchbrechungen gebildet sind. In den erhabenen Bereichen
und/oder den vertieften Bereichen der Oberfläche des Transportzylinders 3 können zweiten
Öffnungen 13 ausgebildet sein, die mit zweiten Luftversorgungsmitteln 15 in Wirkverbindung
stehen. Des Weiteren können die ersten und/oder die zweiten Luftversorgungsmittel
14, 15 zwischen einer Saugluftversorgung und einer Blasluftversorgung umschaltbar
sein. Zur Realisierung der Relativbewegung der Abfallteile 9 und Nutzen 10 relativ
zueinander kann dem Transportzylinder 3 ein Aufzug 5 zugeordnet sein, der insbesondere
in Art einer Matrize ausgebildet ist und vertiefte Bereiche oder weitere Durchbrechungen
aufweist. Im Bereich der vertieften Bereiche oder weiteren Durchbrechungen wird über
die ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 ein Unterdruck angelegt, der die Abfallteile
9 und Nutzen 10 relativ zueinander bewegt, das heißt insbesondere die Abfallteile
9 in die vertieften Bereiche oder die weiteren Durchbrechungen zieht, während die
Nutzen 10 auf der Grundebene der Matrize abgestützt sind. Alternativ dazu kann ebenso
vorgesehen sein, die Nutzen 10 in die vertieften Bereiche oder die weiteren Durchbrechungen
zu ziehen, während die Abfallteile 9 auf der Grundebene der Matrize abgestützt sind.
Mit anderen Worten wird der Trennvorgang vorzugsweise allein durch die Kraftwirkung
des in den vertieften Bereichen oder weiteren Durchbrechungen anliegenden Unterdrucks
oder der Saugluft auf die dem Transportzylinder 3 zugewandten Seiten von Nutzen 10
oder Abfallteilen 9 bewirkt. Im Bereich der vertieften Bereiche sind dabei vorzugsweise
Durchbrechungen angeordnet. Diese stellen sicher, dass sich der an den ersten und/oder
zweiten Öffnungen 12, 13 anliegende Unterdruck bis zu der dem Transportzylinder 3
zugewandten Seite von Nutzen 10 oder Abfallteilen 9 ausbreiten kann.
[0083] Bei Trennen der Substratbogen 1 in Abfallteile 9 und Nutzen 10 ergeben sich insbesondere
in Umgebungen mit geringer Luftfeuchtigkeit Probleme, die durch unerwünschte elektrostatische
Aufladungen der Abfallteile 9 und/oder Nutzen 10 und/oder den Oberflächen von Transportzylinder
3 und/oder Ausbrechzylinder 4 verursacht sind. Infolge der elektrostatischen Aufladungen
haften Abfallteile 9 und/oder Nutzen 10 an den Oberflächen von Transportzylinder 3
und/oder Ausbrechzylinder 4. Die Wirkung der Schwerkraft reicht in diesen Fällen zumeist
nicht aus, um die Abfallteile 9 und/oder Nutzen 10 von der Zylinderoberfläche, bzw.
von den auf den Zylinderoberflächen fixierten Werkzeugen oder Werkzeugteilen, insbesondere
Patrize und Matrize, zu entfernen.
[0084] Nach einer weiteren Ausführungsform, die insbesondere der Vermeidung von Problemen
durch elektrostatische Aufladungen dient, ist vorgesehen, eine Trenneinrichtung 2
auszubilden, die einen Transportzylinder 3 und einen diesem zugeordneten Ausbrechzylinder
4 umfasst, wobei dem Transportzylinder 3 und/oder dem Ausbrechzylinder 4 eine Antistatikvorrichtung
95 zugeordnet ist (Figur 9 und Figur 49, wobei bei der Figur 49 beispielhaft der Transportzylinder
3 dargestellt ist). Vorzugsweise weist der Transportzylinder 3 Mittel zum Fixieren
eines austauschbaren Aufzugs 5, sowie Öffnungen 12, 13 auf, die bei fixiertem Aufzug
5 zumindest teilweise von im Aufzug 5 ausbildbaren Durchbrechungen überdeckt sind,
wobei Luftversorgungsmittel 14, 15 zur Versorgung der Öffnungen 12, 13 mit Luft vorgesehen
sind. Die Antistatikvorrichtung 95 umfasst vorzugsweise mindestens eine Elektrode,
die mit mindestens einer Hochspannungsquelle verbunden ist. Bei der Hochspannungsquelle
kann es sich um eine positive oder eine negative Hochspannungsquelle handeln. Alternativ
ist die Hochspannungsquelle zwischen einer Betriebsart als positive und einer Betriebsart
als negative Hochspannungsquelle umstellbar. Die Hochspannungsquellen können über
eine Steuerung mit einem Sensor verbunden sein, der die an den Oberflächen von Transportzylinder
3 und/oder Ausbrechzylinder 4 oder den an ihnen befestigten Werkzeugen oder Werkzeugteilen
anliegende Spannung erfasst. Die Steuerung ist vorzugsweise zur fallweisen Aktivierung
der positiven oder negativen Hochspannungsquelle oder der Umstellung der umstellbaren
Hochspannungsquelle in Abhängigkeit vom Vorzeichen der anliegenden Spannung ausgebildet.
Die Steuerung kann ebenfalls den Wert der anliegenden Fig. 12 Spannung als Systemparameter
verarbeiten und mindestens eine Hochspannungsquelle in Abhängigkeit von diesem Systemparameter
ansteuern. Die beschriebenen Hochspannungsquellen liefern vorzugsweise eine gepulste
oder eine ungepulste Gleichspannung.
Die Elektrode der Antistatikvorrichtung 95 erstreckt sich vorzugsweise in axialer
Richtung des Ausbrechzylinders 4 über dessen Länge und/oder in axialer Richtung des
Transportzylinders 3 über dessen Länge.
Die Antistatikvorrichtung 95 umfasst nach einer Weiterbildung eine Bürste, wobei die
Bürste einen walzenförmigen oder einen leistenförmigen Grundkörper umfasst, der insbesondere
elektrisch leitfähig ausgebildet ist. Dem Grundkörper sind Borsten 105 zugeordnet.
Der Grundkörper kann im Fall einer walzenförmigen Ausbildung drehbar gelagert sein.
Die Borsten 105 sind in diesem Fall auf der Mantelfläche des Grundkörpers vorzugsweise
gleichmäßig verteilt angeordnet. Im Fall einer leistenförmigen Ausbildung des Grundkörpers
ist dieser in Bezug auf die Oberfläche des Zylinders, dem er zugeordnet ist (Transportzylinder
3 oder Ausbrechzylinder 4), zumindest in einer Betriebsposition fest angeordnet.
Die Borsten 105 sind vorzugsweise aus einem elektrisch leitfähigen Material, wie zum
Beispiel Metall, gebildet. Als Material der Borsten 105 kann auch eine Kohlenstoffverbindung
verwendet werden. Die Borsten 105 sind weiter bevorzugt aus miteinander verflochtenen
Fasern oder Faserbündeln gebildet. Diese können in einer Reihe nebeneinander angeordnet
sein. Vorzugsweise sind mehrere der beschriebenen Reihen von miteinander verflochtenen
Fasern oder Faserbündeln in Rotationsrichtung des Transportzylinders 3 bzw. Ausbrechzylinders
4 betrachtet hintereinander angeordnet. Alternativ zur Zuordnung von Borsten 105 kann
dem Grundkörper auch ein Tuch 105 zugeordnet sein, das elektrisch leitenden Fasern
aufweist. Die Fasern können in das Tuch 105 eingewebt oder mit dem Tuch 105 z.B. durch
einen Haftvermittler verbunden sein. Bei den Weiterbildungen bei denen dem Grundkörper
Borsten 105 oder ein Tuch 105 zugeordnet sind, bilden die Borsten 105 bzw. das Tuch
105 die Elektrode oder sind mit der Elektrode verbunden.
Die Ausführungsformen von Antistatikvorrichtungen 95, die mit Borsten 105 oder einem
Tuch 105 ausgestattet sind, sind in Bezug auf den Transportzylinders 3 bzw. Ausbrechzylinder
4 derart angeordnet, dass diese die Mantelfläche des jeweiligen Zylinders berühren.
Vorzugsweise ist eine Vorrichtung vorgesehen, mit der die Antistatikvorrichtung 95
zwischen einer Betriebsposition in der die Borsten 105 bzw. das Tuch 105 die Mantelfläche
des jeweiligen Zylinders berühren und einer Parkposition, in der die Borsten 105 bzw.
das Tuch 105 die Mantelfläche des jeweiligen Zylinders nicht berühren, verlagerbar
ist.
[0085] Des Weiteren oder alternativ dazu ist in derartigen Weiterbildungen bevorzugt, dass
die Antistatikvorrichtung 95 eine Blaseinrichtung umfasst, die einen Volumenstrom
eines von mindestens einer Elektrode ionisierten gasförmiges Medium in Richtung der
Mantelfläche des Transportzylinders 3 und/oder der Mantelfläche des Ausbrechzylinders
4 erzeugt.
[0086] Alternativ oder ergänzend zur Ausbildung der Trenneinrichtung 2 mit einer Antistatikvorrichtung
95 können auch die verwendeten Werkzeuge oder Werkzeugteile, wie z.B. Matrize und
Patrize, und/oder die Zylinderoberflächen von Transportzylinder 3 und/oder einen diesem
zugeordneten Ausbrechzylinder 4 antistatisch, insbesondere mit elektrisch leitenden
Materialien, ausgebildet werden.
[0087] Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform mit oder ohne Ausbrechzylinder 4 ist
dem Transportzylinder 3 ein umlaufendes Transportband 29 zugeordnet, wie insbesondere
aus Fig. 11 oder Fig. 12. ersichtlich ist. Das Transportband 29 ist vorzugsweise oberhalb
des Transportzylinders 3 angeordnet. Das Transportband 29 ist den Transportzylinder
3 vorzugsweise unter Bildung eines Umschlingungswinkels teilumfänglich umschlingend
zugeordnet. Alternativ dazu kann das Transportband 29 dem Transportzylinder 3 auch
unter Bildung eines Tangentenpunkts 36 zugeordnet sein. Weiter bevorzugt ist der Tangentenpunkt
36 in der 12 Uhr Position des Transportzylinders 3 ausgebildet. Das Transportband
29 wird in seiner Erstreckung durch die Anordnung von Umlenkrollen bestimmt. Vorzugsweise
weist das Transportband 29 einen sich waagerecht erstreckenden Transportbereich 37
auf. Das Transportband 29 kann insbesondere als Saugband ausgebildet sein. Weiter
bevorzugt liegt zumindest im Transportbereich 37 Saugluft am Transportband 29 an.
Daraus ergibt sich, dass das Transportband 29 zum hängenden Transport Nutzen und/oder
Abfallteilen 10, 9 ausgebildet sein kann. Das Transportband 29 hat insbesondere die
Funktion bearbeitete Substratbogen 1, Abfallteile 9 oder Nutzen 10 im Tangentenpunkt
36 oder im Bereich der Umschlingung des Transportbands 29 um den Transportzylinder
3 von diesem zu übernehmen und weiter zu transportieren.
An das Transportband 29 kann sich ein anderes Transportsystem zum Beispiel in Form
eines weiteren Transportbandes 30 anschließen. Vorzugsweise ist zwischen dem Transportband
29 und dem weiteren Transportband 30 ein Überlappungsbereich ausgebildet ist, in dem
Funktion bearbeitete Substratbogen 1 oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile 9 vom Transportband
29 an das weitere Transportband 30 übergebbar sind. Weiter bevorzugt ist das weitere
Transportband 30 zum liegenden Transport von Nutzen und/oder Abfallteilen 10, 9 ausgebildet.
Es versteht sich von selbst, dass statt des weiteren Transportbandes 30 auch ein anderes
geeignetes Transportsystem ausgebildet sein kann, dass bearbeitete Substratbogen 1
oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile 9 vom Transportband 29 übernimmt.
[0088] Statt des weiteren Transportbandes 30 kann auch ein Behälter zur Aufnahme von Abfallteilen
unter dem Transportband 30 angeordnet sein.
Neben dem Transportband 29 kann dem Transportzylinder 3 auch ein weiteres Transportsystem
76 direkt, d.h. unter Bildung eines Übergabebereichs oder Übergabepunktes zwischen
dem Transportzylinder 3 und dem weiteren Transportsystem für bearbeitete Substratbogen
1 oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile 9, zugeordnet sein. Dieses weitere Transportsystem
76 ist vorzugsweise als Bogenführungszylinder oder Bogenführungstrommel oder Kettenfördersystem
mit Greiferbrücken oder Transportband ausgebildet.
Die Betriebsweise einer Ausführungsform wie sie vorzugsweise durch die Fig. 11 oder
Fig. 12. veranschaulicht ist, kann wie folgt beschrieben werden. Die dargestellte
Ausführungsform der Vorrichtung zum Behandeln von Substraten ist vorzugsweise Bestandteil
einer Bogendruckmaschine. Die Bogendruckmaschine kann ein oder mehrere Druckwerke
umfassen. Weiter bevorzugt sind der in Fig. 11 oder Fig. 12. dargestellten Ausführungsform
zwei Bearbeitungszylinder, zwischen die das Substrat 1 einführbar ist, wobei das Substrat
1 beim Durchlaufen durch im Zylinderspalt wirksame Werkzeugteile aus der Gruppe der
Schneidwerkzeuge, Stanzwerkzeuge, Rillwerkzeuge, Perforierwerkzeuge eine Bearbeitung
erfährt, vorgeordnet. Einer der Bearbeitungszylinder ist in Fig. 11 oder Fig. 12.
als Halbkreis dargestellt. Der Bearbeitungszylinder ist vorzugsweise als Bogentransportzylinder
ausgebildet und weist ein Bogenhaltesystem auf. Der Bogentransportzylinder übergibt
einen bearbeiteten Substratbogen 1 im Tangentenpunkt A zwischen Transportzylinder
3 und vorgelagerten Bogentransportzylinder an den Transportzylinder 3. Dabei gibt
das Bogenhaltesystem des Bogentransportzylinders den bearbeiteten Substratbogen 1
frei, während das Greifersystem, insbesondere das Sauggreifersystem 17 des Transportzylinders
3 den bearbeiteten, insbesondere angeschnittenen Substratbogen 1 übernimmt. Der Substratbogen
1 umfasst dabei vorzugsweise einen Rand und mit diesem über sogenannte Reststege verbundene
Abfallteile 9 sowie Nutzen 10. Der Transportzylinder 3 trägt einen Aufzug 5. Der Aufzug
5 weist Durchbrechungen auf und ist an den Stellen, an denen er auf Nutzen 10 einwirkt
mit Vertiefungen versehen. Durchbrechungen sind zum einen im Bereich der Nutzen 10
an den Stellen im Aufzug 5 eingebracht, an denen erste Öffnungen 12 ausgebildet sind,
wobei die zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Nutzen 10 vom Aufzug 5 abgedeckt, das
heißt verschlossen sind. Durchbrechungen sind zum anderen auch im Bereich der Abfallteile
9 an den Stellen im Aufzug 5 eingebracht, an denen zweite Öffnungen 13 ausgebildet
sind, wobei die ersten Öffnungen 12 im Bereich der Abfallteile 9 vom Aufzug 5 abgedeckt,
das heißt verschlossen sind. Wenn die ersten Öffnungen 12 infolge der Rotation des
Transportzylinders 3 den Tangentenpunkt A passiert haben oder genau im Tangentenpunkt
A, wird von den ersten Luftversorgungsmitteln 14 an den ersten Öffnungen 12 ein Unterdruck
angelegt, der die Nutzen 10 an der Mantelfläche des Transportzylinders 3 beziehungsweise
am Aufzug 5 fixiert. Infolge der weiteren Rotation des Transportzylinders 3 erreichen
die durch den Unterdruck fixierten Nutzen 10 sowie die Abfallteile 9 den Tangentenpunkt
B, der zwischen Transportzylinder 3 und Ausbrechzylinder 4 gebildet ist. Im Tangentenpunkt
B kontaktieren die erhabenen Bereiche des Aufzugs 5, der auf dem Ausbrechzylinder
4 angeordnet ist, die Oberflächen der Abfallteile 9 und drücken die Abfallteile 9
in die Vertiefungen des auf dem Transportzylinder 3 fixierten Aufzugs 5. Dabei werden
die Reststege, die die Abfallteile 9 mit dem Rahmen oder mit Gutteilen 10 verbinden,
zerrissen. Vorzugsweise am Tagentenpunkt B wird über die zweiten Luftversorgungsmittel
15 an den zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile 9 ein Unterdruck angelegt,
der die Abfallteile 9 an der Mantelfläche des Transportzylinders 3 beziehungsweise
am Aufzug 5 fixiert. Alternativ dazu kann der Unterdruck über die zweiten Luftversorgungsmittel
15 an den zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile 9 auch schon im Tagentenpunkt
A oder unmittelbar danach angelegt werden. Wenn die jeweiligen Nutzen 10 den Übergabepunkt
oder Übergabebereich C zwischen Transportzylinder 3 und Transportband 29 erreichen,
werden die ersten Luftversorgungsmittel 14 vorzugsweise deaktiviert. Der Unterdruck
im Bereich der ersten Öffnungen 12 liegt nicht mehr an und die Nutzen 10 werden nicht
mehr fixiert und somit freigegeben. Infolge des vorzugsweise am Transportband 29 anliegenden
Unterdrucks werden die Nutzen 10 im Übergabepunkt oder Übergabebereich C vom Transportzylinder
3 abgehoben, an der Unterseite des Transportbandes 29 fixiert und von an diesem hängend
abtransportiert. Die Übergabe der Nutzen 10 vom Transportzylinder 3 an das Transportband
29 kann durch Anlegen eines Überdruckes an den ersten Öffnungen 12 unterstützt werden.
Die Versorgung der ersten Öffnungen 12 wird von Unterdruck auf Überdruck vorzugsweise
umgeschaltet, wenn die ersten Öffnungen im Bereich der jeweiligen Nutzen 10 den Übergabepunkt
oder Übergabebereich C erreichen. Der Abtransport der Nutzen 10 kann vorzugsweise
mit dem weiteren Transportband 30 realisiert werden. Dazu fördert das Transportband
29 die Nutzen 10 bis zum weiteren Transportband 30 und übergebt die Nutzen 10 an das
weitere Transportband 30. Zur Übergabe wird vorzugsweise der am Transportband 29 anliegende
Unterdruck deaktiviert, so dass die Nutzen unter der Wirkung der Schwerkraft oder
durch zusätzliche Saugwirkung am weiteren Transportband 30 auf diesem fixiert und
von diesem abtransportiert werden. Wenn die Abfallteile 9 den Freigabepunkt D erreichen,
wird der an den zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile 9 anliegende Unterdruck
deaktiviert oder vorzugsweise statt des Unterdrucks ein Überdruck angelegt. Dadurch
erfolgt eine Freigabe der Abfallteile 9 oder eine aktive Abstoßung der Abfallteile
9, die von einem Abfallbehälter aufgenommen werden können. Im Bereich von Freigabepunkt
D wird neben den der Abfallteilen 9 vorzugsweise auch der vordere Rand den Substratbogens
1 vom Greifersystem 17 freigegeben.
Die weitere Betriebsweise einer Ausführungsform wie sie vorzugsweise durch die Fig.
11 oder Fig. 12. veranschaulicht ist, kann wie folgt beschrieben werden. Der Bogentransportzylinder
übergibt einen bearbeiteten Substratbogen 1 im Tangentenpunkt A zwischen Transportzylinder
3 und vorgelagerten Bogentransportzylinder an den Transportzylinder 3. Dabei gibt
das Bogenhaltesystem des Bogentransportzylinders den bearbeiteten Substratbogen 1
frei, während das Greifersystem, insbesondere das Sauggreifersystem 17 des Transportzylinders
3 den bearbeiteten, insbesondere angeschnittenen Substratbogen 1 übernimmt. Der Substratbogen
1 umfasst dabei vorzugsweise einen Rand und mit diesem über sogenannte Reststege verbundene
Abfallteile 9 sowie Nutzen 10. Der Transportzylinder 3 trägt einen Aufzug 5. Der Aufzug
5 weist Durchbrechungen auf und ist an den Stellen, an denen er auf Nutzen 10 einwirkt
mit Vertiefungen versehen. Durchbrechungen sind zum einen im Bereich der Nutzen 10
an den Stellen im Aufzug 5 eingebracht, an denen erste Öffnungen 12 ausgebildet sind,
wobei die zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Nutzen 10 vom Aufzug 5 abgedeckt, das
heißt verschlossen sind. Durchbrechungen sind zum anderen auch im Bereich der Abfallteile
9 an den Stellen im Aufzug 5 eingebracht, an denen zweite Öffnungen 13 ausgebildet
sind, wobei die ersten Öffnungen 12 im Bereich der Abfallteile 9 vom Aufzug 5 abgedeckt,
das heißt verschlossen sind. Wenn die ersten Öffnungen 12 infolge der Rotation des
Transportzylinders 3 den Tangentenpunkt A passiert haben oder genau im Tangentenpunkt
A, wird von den ersten Luftversorgungsmitteln 14 an den ersten Öffnungen 12 ein Unterdruck
angelegt, der die Nutzen 10 an der Mantelfläche des Transportzylinders 3 beziehungsweise
am Aufzug 5 fixiert. Infolge der weiteren Rotation des Transportzylinders 3 erreichen
die durch den Unterdruck fixierten Nutzen 10 sowie die Abfallteile 9 den Tangentenpunkt
B, der zwischen Transportzylinder 3 und Ausbrechzylinder 4 gebildet ist. Im Tangentenpunkt
B kontaktieren die erhabenen Bereiche des Aufzugs 5, der auf dem Ausbrechzylinder
4 angeordnet ist, die Oberflächen der Abfallteile 9 und drücken die Abfallteile 9
in die Vertiefungen des auf dem Transportzylinder 3 fixierten Aufzugs 5. Dabei werden
die Reststege, die die Abfallteile 9 mit dem Rahmen oder mit Gutteilen 10 verbinden,
zerrissen. Der auf dem Ausbrechzylinder 4 fixierte Aufzug 5 weist Durchbrechungen
auf, die mit den dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders 4 korrespondieren. Die
Durchbrechungen sind im Bereich des Aufzugs 5 ausgebildet, in dem dieser nicht erhaben
ist beziehungsweise im Abrollkontakt mit den Nutzen 10 in Wechselwirkung tritt. Wenn
die dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders 4 den Tangentenpunkt B erreichen und
im Tangentenpunkt B einem jeweiligen Nutzen 10 gegenüberstehen, wird an ihnen ein
Unterdruck angelegt. Infolge dieses Unterdrucks wird eine die Nutzen 10 von der Oberfläche
des Transportzylinders 3 abhebende Kraftwirkung entfaltet. Der Unterdruck an den dritten
Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders 4 wird deaktiviert, sobald diese den Bereich des
Tangentenpunktes B wieder verlassen haben oder wenige Winkelgrade, insbesondere 10
Grad, danach. Vorzugsweise wird der an den ersten Öffnungen 12 anliegende Unterdruck
deaktiviert, wenn sich die jeweiligen ersten Öffnungen 12 im Bereich des Tangentenpunkts
B befinden. Dadurch wird sichergestellt, dass der jeweiligen Nutzen 10 unter der Wirkung
des Unterdrucks an den dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders 4 kurz, das heißt
für wenigen Winkelgrade, insbesondere 10 Grad der Drehbewegung des Transportzylinders
3 von der Oberfläche des Transportzylinders 3 abgehoben wird. Durch diese Maßnahme
wird die Trennung von Nutzen 10 und Abfallteilen 9 zusätzlich unterstützt, da diese
zumindest kurzzeitig aktiv in unterschiedliche Richtungen bewegt werden. Vorzugsweise
am Tagentenpunkt B wird über die zweiten Luftversorgungsmittel 15 an den zweiten Öffnungen
13 im Bereich der Abfallteile 9 ein Unterdruck angelegt, der die Abfallteile 9 an
der Mantelfläche des Transportzylinders 3 beziehungsweise am Aufzug 5 fixiert. Alternativ
dazu kann der Unterdruck über die zweiten Luftversorgungsmittel 15 an den zweiten
Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile 9 auch schon im Tagentenpunkt A oder unmittelbar
danach angelegt werden. Wenn die jeweiligen Nutzen 10 den Übergabepunkt oder Übergabebereich
C zwischen Transportzylinder 3 und Transportband 29 erreichen, werden die ersten Luftversorgungsmittel
14 vorzugsweise deaktiviert. Der Unterdruck im Bereich der ersten Öffnungen 12 liegt
nicht mehr an und die Nutzen 10 werden nicht mehr fixiert und somit freigegeben. Infolge
des vorzugsweise am Transportband 29 anliegenden Unterdrucks werden die Nutzen 10
im Übergabepunkt oder Übergabebereich C vom Transportzylinder 3 abgehoben, an der
Unterseite des Transportbandes 29 fixiert und von an diesem hängend abtransportiert.
Die Übergabe der Nutzen 10 vom Transportzylinder 3 an das Transportband 29 kann durch
Anlegen eines Überdruckes an den ersten Öffnungen 12 unterstützt werden. Die Versorgung
der ersten Öffnungen 12 wird von Unterdruck auf Überdruck vorzugsweise umgeschaltet,
wenn die ersten Öffnungen im Bereich der jeweiligen Nutzen 10 den Übergabepunkt oder
Übergabebereich C erreichen. Der Abtransport der Nutzen 10 kann vorzugsweise mit dem
weiteren Transportband 30 realisiert werden. Dazu fördert das Transportband 29 die
Nutzen 10 bis zum weiteren Transportband 30 und übergebt die Nutzen 10 an das weitere
Transportband 30. Zur Übergabe wird vorzugsweise der am Transportband 29 anliegende
Unterdruck deaktiviert, so dass die Nutzen unter der Wirkung der Schwerkraft oder
durch zusätzliche Saugwirkung am weiteren Transportband 30 auf diesem fixiert und
von diesem abtransportiert werden. Wenn die Abfallteile 9 den Freigabepunkt D erreichen,
wird der an den zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile 9 anliegende Unterdruck
deaktiviert oder vorzugsweise statt des Unterdrucks ein Überdruck angelegt. Dadurch
erfolgt eine Freigabe der Abfallteile 9 oder eine aktive Abstoßung der Abfallteile
9, die von einem Abfallbehälter aufgenommen werden können. Im Bereich von Freigabepunkt
D wird neben den der Abfallteilen 9 vorzugsweise auch der vordere Rand den Substratbogens
1 vom Greifersystem 17 freigegeben.
[0089] Eine weitere Betriebsweise einer Ausführungsform wie sie vorzugsweise durch die Fig.
11 oder Fig. 12. veranschaulicht ist, bezieht sich auf die Ganzbogenverarbeitung oder
die Ganzbogeninspektion und wird nachfolgend beschrieben. Der Bogentransportzylinder
übergibt einen bearbeiteten Substratbogen 1 im Tangentenpunkt A zwischen Transportzylinder
3 und vorgelagerten Bogentransportzylinder an den Transportzylinder 3. Dabei gibt
das Bogenhaltesystem des Bogentransportzylinders den bearbeiteten Substratbogen 1
frei, während das Greifersystem, insbesondere das Sauggreifersystem 17 des Transportzylinders
3 den bearbeiteten, insbesondere angeschnittenen Substratbogen 1 übernimmt. Der Substratbogen
1 umfasst dabei vorzugsweise einen Rand und mit diesem über sogenannte Reststege verbundene
Abfallteile 9 sowie Nutzen 10. Der Transportzylinder 3 trägt einen Aufzug 5. Der Aufzug
5 weist Durchbrechungen. Die Durchbrechungen sind an den Stellen im Aufzug 5 eingebracht,
an denen erste und oder zweite Öffnungen 12, 13 ausgebildet sind. Wenn die ersten
und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 infolge der Rotation des Transportzylinders 3 den
Tangentenpunkt A passiert haben oder genau im Tangentenpunkt A, wird von den ersten
und/oder zweiten Luftversorgungsmitteln 14, 15 an den ersten und/oder zweiten Öffnungen
12, 13 ein Unterdruck angelegt, der nur die Nutzen 10 oder nur die Abfallteile 9 oder
die Nutzen 10 und die Abfallteile 9 an der Mantelfläche des Transportzylinders 3 beziehungsweise
am Aufzug 5 fixiert. Infolge der weiteren Rotation des Transportzylinders 3 passieren
die Nutzen 10 sowie die Abfallteile 9 den Tangentenpunkt B. Ein Kontaktieren der Abfallteile
9 oder der Nutzen mit weiteren Elementen erfolgt im Tangentenpunkt B nicht. Wenn die
jeweiligen Nutzen 10 und die jeweiligen Abfallteile 9 den Übergabepunkt oder Übergabebereich
C zwischen Transportzylinder 3 und Transportband 29 erreichen, werden die ersten und/oder
zweiten Luftversorgungsmittel 14, 15 vorzugsweise deaktiviert. Der Unterdruck im Bereich
der ersten und/oder Öffnungen 12, 13 liegt nicht mehr an und die Nutzen 10 und die
Abfallteile 9 werden nicht mehr fixiert und somit freigegeben. Auch der Fixierung
der Vorderkanten der Substratbogen 1 durch das Greifersystem 17 wird am Übergabepunkt
oder Übergabebereich C aufgehoben. Infolge des vorzugsweise am Transportband 29 anliegenden
Unterdrucks werden die Nutzen 10 und die Abfallteile 9 und die Rahmen der Substratbogen
1 einschließlich der vorderen Ränder der Substratbogen 1, die noch durch die Reststege
miteinander verbunden sind (Ganzbogen), im Übergabepunkt oder Übergabebereich C vom
Transportzylinder 3 abgehoben, an der Unterseite des Transportbandes 29 fixiert und
von an diesem hängend abtransportiert. Die Übergabe der Nutzen 10 und der Abfallteile
9 und der Rahmen der Substratbogen 1 einschließlich der vorderen Ränder der Substratbogen
1 als Ganzbogen vom Transportzylinder 3 an das Transportband 29 kann durch Anlegen
eines Überdruckes an den ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 unterstützt werden.
Die Versorgung der ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 wird vorzugsweise von
Unterdruck auf Überdruck vorzugsweise umgeschaltet, wenn die ersten und/oder zweiten
Öffnungen 12, 13 den Übergabepunkt oder Übergabebereich C erreichen.
[0090] Der Abtransport der Ganzbogen kann vorzugsweise mit dem weiteren Transportband 30
realisiert werden. Dazu fördert das Transportband 29 die Ganzbogen bis zum weiteren
Transportband 30 und übergebt die Ganzbogen an das weitere Transportband 30. Zur Übergabe
wird vorzugsweise der am Transportband 29 anliegende Unterdruck deaktiviert, so dass
die Ganzbogen unter der Wirkung der Schwerkraft oder durch zusätzliche Saugwirkung
am weiteren Transportband 30 auf diesem fixiert und von diesem abtransportiert werden.
Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform mit Ausbrechzylinder 4 ist dem Ausbrechzylinder
ein umlaufendes Transportband 29 zugeordnet, wie insbesondere aus Fig. 13 ersichtlich
ist. Das Transportband 29 ist vorzugsweise oberhalb des Transportzylinders 3 angeordnet.
Das Transportband 29 ist dem Ausbrechzylinder 4 vorzugsweise unter Bildung eines Übergabepunktes
38 oder Übergabebereiches zugeordnet. Weiter bevorzugt ist das Transportband 29 den
Ausbrechzylinder 4 unter Bildung eines Umschlingungswinkels teilumfänglich umschlingend
angeordnet. Besonders bevorzugt ist der Übergabepunkt 38 oder der Übergabebereich
in der 8 Uhr Position des Ausbrechzylinders 4 ausgebildet und der Ausbrechzylinder
4 dem Transportzylinder 3 in der 12 Uhr Position des Transportzylinders 3 zugeordnet.
Das Transportband 29 wird in seiner Erstreckung durch die Anordnung von Umlenkrollen
bestimmt. Vorzugsweise weist das Transportband 29 einen ersten Transportbereich 39
auf, der sich zumindest annähernd tangential zum Ausbrechzylinder 4 erstreckt. Weiter
bevorzugt ist der erste Transportbereich 39 in einem Winkel zwischen 30 und 60 Grad
gegenüber der Waagerechten geneigt. Das Transportband 29 weist vorzugsweise einen
zweiten Transportbereich 40 auf, der zumindest annähernd waagerecht, insbesondere
genau waagerecht verläuft. Insbesondere ist das Transportband 29 ein Saugband und
der erste Transportbereich 39 ein Bereich, in dem Saugluft am Transportband 29 anliegt.
Das Transportband 29 hat insbesondere die Funktion bearbeitete Substratbogen 1, Abfallteile
9 oder Nutzen 10 im Übergabepunkt 38 oder Übergabebereiches zwischen dem Transportband
29 dem Ausbrechzylinder 4 vom Ausbrechzylinder 4 zu übernehmen und weiter zu transportieren.
An das Transportband 29 kann sich ein anderes Transportsystem zum Beispiel in Form
eines weiteren Transportbandes 30 anschließen. Vorzugsweise ist zwischen dem Transportband
29 und dem weiteren Transportband 30 ein Überlappungsbereich ausgebildet ist, in dem
Funktion bearbeitete Substratbogen 1 oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile 9 vom Transportband
29 an das weitere Transportband 30 übergebbar sind. Es versteht sich von selbst, dass
statt des weiteren Transportbandes 30 auch ein anderes geeignetes Transportsystem
ausgebildet sein kann, dass bearbeitete Substratbogen 1 oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile
9 vom Transportband 29 übernimmt. Neben dem Transportband 29 kann dem Transportzylinder
3 auch ein weiteres Transportsystem 76 direkt, d.h. unter Bildung eines Übergabebereichs
oder Übergabepunktes zwischen dem Transportzylinder 3 und dem weiteren Transportsystem
76 für bearbeitete Substratbogen 1 oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile 9, zugeordnet
sein. Dieses weitere Transportsystem 76 ist vorzugsweise als Bogenführungszylinder
oder Bogenführungstrommel oder Kettenfördersystem mit Greiferbrücken oder Transportband
ausgebildet. Der Ausbrechzylinder 5 weist vorzugsweise dritte Öffnungen 32 und dritte
Luftversorgungsmittel zur Versorgung der dritten Öffnungen 32 mit Luft auf. Die dritten
Luftversorgungsmittel sind vorzugsweise zwischen einer Saugluftversorgung und einer
Blasluftversorgung umschaltbar. Insbesondere sind die dritten Luftversorgungsmittel
zur Umschaltung zwischen Saugluftversorgung und Blasluftversorgung in Abhängigkeit
der Winkellage der jeweils versorgten dritten Öffnungen 32 ausgebildet sind. Weiter
bevorzugt sind die dritten Luftversorgungsmittel zur Umschaltung die Luftversorgung
der dritten Öffnungen 32 von Saugluftversorgung auf Blasluftversorgung ausgebildet,
wenn die jeweiligen dritten Öffnungen 32 durch Rotation des Ausbrechzylinders 4 um
seine Drehachse einen dritten Freigabepunkt erreichen, insbesondere den Übergabepunkt
oder Übergabebereich zwischen Ausbrechzylinder 4 und Transportband 29. Die dritten
Öffnungen 32 können nutförmig oder lochförmig ausgebildet sein. Die dritten Luftversorgungsmittel
umfassen vorzugsweise einen Drehschieber oder eine Dreheinführung, wobei der mindestens
eine Drehschieber oder die mindestens eine Dreheinführung an der Stirnseite des Ausbrechzylinders
4 ausgebildet sein kann. Wie auch der Transportzylinder 3 weist der Ausbrechzylinder
4 vorzugsweise Mittel zum Fixieren eines austauschbaren Aufzugs 5 auf. Die Mittel
zum Fixieren sind vorzugsweise als Klemmgreifer ausgebildet. Mit ihnen ist ein jeweiliger
Aufzug 5 an der Hinterkante und an der Vorderkante fixierbar. Die Mittel zum Fixieren
der Vorderkante des Aufzugs 5 sind vorzugsweise durch das Klemmelement Vorderkante
22 und das korrelativ mit diesem unter Bildung eines Klemmspaltes zusammenwirkende
weitere Klemmelement 24 gebildet. Das Klemmelement Vorderkante 22 ist am Grundkörper
des Ausbrechzylinders 4 gelagert. Das weitere Klemmelement 24 kann insbesondere als
Blattfederpaket gebildet sein. Benachbart zum weiteren Klemmelement 24 ist ein vorzugsweise
als pneumatischer Muskel ausgebildetes Stellelement 25 angeordnet. Das Stellelement
ist vorzugsweise mit einer Luftzuführung verbunden, mit der am Stelleelement 25 ein
Überdruck angelegt werden kann. Die Hinterkante des Aufzugs 5 ist zwischen einem Klemmelement
Hinterkante 47 und einem weiteren Klemmelement Hinterkante 48 fixierbar, die gemeinsam
einen weiteren Klemmspalt bilden. Die für das Schließen des Klemmgreifers Hinterkante
benötigte Kraft wird von einer verdrehbaren Spannwelle 50 aufgebracht, die über einen
Kniehebel 51 auf das Klemmelement Hinterkante 47 einwirkt.
Weitere bevorzugte Details des Ausbrechzylinders 4 sind in Figur 10 und der zugehörigen
Beschreibung dargestellt, auf die im Zusammenhang mit dem beschriebenen Ausführungsbeispiel
verwiesen wird. Auf dem Ausbrechzylinder 4 ist vorzugsweise ein Aufzug 5 mit Durchbrechungen
fixiert. Die Durchbrechungen im Aufzug 5 des Ausbrechzylinders 4 korrespondieren mit
den dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders 4. Die Durchbrechungen sind vorzugsweise
im Bereich des Aufzugs 5 ausgebildet, in dem dieser nicht erhaben ist und im Abrollkontakt
mit den Nutzen 10 in Wechselwirkung tritt. Wenn die dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders
4 den Tangentenpunkt B erreichen und im Tangentenpunkt B einem jeweiligen Nutzen 10
gegenüberstehen, wird an ihnen ein Unterdruck angelegt. Infolge dieses Unterdrucks
wird eine die Nutzen 10 von der Oberfläche des Transportzylinders 3 abhebende Kraftwirkung
entfaltet.
Eine bevorzugte Betriebsweise einer Ausführungsform wie sie vorzugsweise durch die
Fig. 13 veranschaulicht ist, kann wie folgt beschrieben werden. Der Bogentransportzylinder
übergibt einen bearbeiteten Substratbogen 1 im Tangentenpunkt A zwischen Transportzylinder
3 und vorgelagerten Bogentransportzylinder an den Transportzylinder 3. Dabei gibt
das Bogenhaltesystem des Bogentransportzylinders den bearbeiteten Substratbogen 1
frei, während das Greifersystem, insbesondere das Sauggreifersystem 17 des Transportzylinders
3 den bearbeiteten, insbesondere angeschnittenen Substratbogen 1 übernimmt. Der Substratbogen
1 umfasst dabei vorzugsweise einen Rand und mit diesem über sogenannte Reststege verbundene
Abfallteile 9 sowie Nutzen 10. Der Transportzylinder 3 trägt einen Aufzug 5. Der Aufzug
5 weist Durchbrechungen auf und ist an den Stellen, an denen er auf Nutzen 10 einwirkt
mit Vertiefungen versehen. Durchbrechungen sind vorzugsweise zum einen im Bereich
der Nutzen 10 an den Stellen im Aufzug 5 eingebracht, an denen erste Öffnungen 12
ausgebildet sind, wobei die zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Nutzen 10 vom Aufzug
5 abgedeckt, das heißt verschlossen sind. Durchbrechungen sind vorzugsweise zum anderen
auch im Bereich der Abfallteile 9 an den Stellen im Aufzug 5 eingebracht, an denen
zweite Öffnungen 13 ausgebildet sind, wobei die ersten Öffnungen 12 im Bereich der
Abfallteile 9 vom Aufzug 5 abgedeckt, das heißt verschlossen sind. Wenn die ersten
Öffnungen 12 infolge der Rotation des Transportzylinders 3 den Tangentenpunkt A passiert
haben oder genau im Tangentenpunkt A, wird von den ersten Luftversorgungsmitteln 14
an den ersten Öffnungen 12 ein Unterdruck angelegt, der die Nutzen 10 an der Mantelfläche
des Transportzylinders 3 beziehungsweise am Aufzug 5 fixiert. Infolge der weiteren
Rotation des Transportzylinders 3 erreichen die durch den Unterdruck fixierten Nutzen
10 sowie die Abfallteile 9 den Tangentenpunkt B, der zwischen Transportzylinder 3
und Ausbrechzylinder 4 gebildet ist. Im Tangentenpunkt B kontaktieren die erhabenen
Bereiche des Aufzugs 5, der auf dem Ausbrechzylinder 4 angeordnet ist, die Oberflächen
der Abfallteile 9 und drücken die Abfallteile 9 in die Vertiefungen des auf dem Transportzylinder
3 fixierten Aufzugs 5. Dabei werden die Reststege, die die Abfallteile 9 mit dem Rahmen
oder mit Gutteilen 10 verbinden, zerrissen. Der auf dem Ausbrechzylinder 4 fixierte
Aufzug 5 weist Durchbrechungen auf, die mit den dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders
4 korrespondieren. Die Durchbrechungen sind vorzugsweise im Bereich des Aufzugs 5
ausgebildet, in dem dieser nicht erhaben ist beziehungsweise im Abrollkontakt mit
den Nutzen 10 in Wechselwirkung tritt. Wenn die dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders
4 den Tangentenpunkt B erreichen und im Tangentenpunkt B einem jeweiligen Nutzen 10
gegenüberstehen oder unmittelbar davor, wird an ihnen ein Unterdruck angelegt. Infolge
dieses Unterdrucks wird eine die Nutzen 10 von der Oberfläche des Transportzylinders
3 abhebende Kraftwirkung entfaltet. Vorzugsweise wird der an den ersten Öffnungen
12 des Transportzylinders 3 anliegende Unterdruck dabei deaktiviert, wenn sich die
jeweiligen ersten Öffnungen 12 im Bereich des Tangentenpunkts B befinden. Dadurch
wird sichergestellt, dass der jeweilige Nutzen 10 unter der Wirkung des Unterdrucks
an den dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders von der Oberfläche des Transportzylinders
3 abgehoben wird. Der an den zweiten Öffnungen 13 anliegende Unterdruck wird aufrecht
vorzugsweise erhalten, wenn die jeweiligen zweiten Öffnungen 13 den Tangentenpunkt
B passieren. Dadurch werden die Abfallteile 9 an der Oberfläche des Transportzylinders
4 gehalten und am Tangentenpunkt B vorbei transportiert, während die Nutzen 10 im
Tangentenpunkt B vom Transportzylinder 3 an den Ausbrechzylinder 4 übergeben werden.
Der Ausbrechzylinder 4 transportiert die durch Unterdruck fixierten Nutzen 10 infolge
seiner Rotation weiter in Richtung des Transportbandes 29, bis diese den Übergabepunkt
oder Übergabebereich E von Ausbrechzylinder 4 und Transportband 29 erreichen. Im Übergabepunkt
oder Übergabebereich E von Ausbrechzylinder 4 und Transportband 29 wird auf die dem
Ausbrechzylinder 4 abgewandte Seite der Nutzen 10 vorzugsweise eine Saugwirkung durch
das vorzugsweise als Saugband ausgebildete Transportband 29 ausgeübt. Wenn die jeweiligen
dritten Öffnungen 32 den Übergabepunkt oder Übergabebereich E erreichen wird zudem
der an ihnen anliegende Unterdruck deaktiviert. Vorzugsweise kann im Anschluss an
die Deaktivierung des Unterdrucks an den dritten Öffnungen 32 ein Überdruck aufgebaut
werden. Durch die beschriebenen Kraftwirkungen werden die jeweiligen Nutzen 10 im
Übergabepunkt oder Übergabebereich E vom Ausbrechzylinder 4 an das Transportband 29
übergeben. Das Transportband 29 läuft auf Umlenkrollen von denen mindestens eine angetrieben
ist und transportiert die Nutzen 10 vorzugsweise zu einer nicht dargestellten Stapeleinrichtung
oder Ablageeinrichtung. Nach Passieren des Übergabepunktes oder Übergabebereiches
E durch die dritten Öffnungen 32 kann der an ihnen anliegende Unterdruck deaktiviert
werden. Die Deaktivierung endet spätestens, wenn die dritten Öffnungen 32 wieder in
den Tangentenpunkt B einlaufen. Vorzugsweise am Tagentenpunkt B wird über die zweiten
Luftversorgungsmittel 15 an den zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile 9
ein Unterdruck angelegt, der die Abfallteile 9 an der Mantelfläche des Transportzylinders
3 beziehungsweise am Aufzug 5 fixiert. Alternativ dazu kann der Unterdruck über die
zweiten Luftversorgungsmittel 15 an den zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile
9 auch schon im Tagentenpunkt A oder unmittelbar danach angelegt werden. Wenn die
Abfallteile 9 den Freigabepunkt D erreichen, wird der an den zweiten Öffnungen 13
im Bereich der Abfallteile 9 anliegende Unterdruck deaktiviert oder vorzugsweise statt
des Unterdrucks ein Überdruck angelegt. Dadurch erfolgt eine Freigabe der Abfallteile
9 oder eine aktive Abstoßung der Abfallteile 9, die von einem Abfallbehälter aufgenommen
werden können. Im Bereich von Freigabepunkt D wird neben den der Abfallteilen 9 vorzugsweise
auch der vordere Rand den Substratbogens 1 vom Greifersystem 17 freigegeben.
Eine weitere Betriebsweise einer Ausführungsform wie sie vorzugsweise durch die Fig.
13. veranschaulicht ist, bezieht sich auf die Ganzbogenverarbeitung oder die Ganzbogeninspektion
und wird nachfolgend beschrieben. Der Bogentransportzylinder übergibt einen bearbeiteten
Substratbogen 1 im Tangentenpunkt A zwischen Transportzylinder 3 und vorgelagerten
Bogentransportzylinder an den Transportzylinder 3. Dabei gibt das Bogenhaltesystem
des Bogentransportzylinders den bearbeiteten Substratbogen 1 frei, während das Greifersystem,
insbesondere das Sauggreifersystem 17 des Transportzylinders 3 den bearbeiteten, insbesondere
angeschnittenen Substratbogen 1 übernimmt. Der Substratbogen 1 umfasst dabei vorzugsweise
einen Rand und mit diesem über sogenannte Reststege verbundene Abfallteile 9 sowie
Nutzen 10. Der Transportzylinder 3 trägt einen Aufzug 5. Der Aufzug 5 weist Durchbrechungen.
Die Durchbrechungen sind an den Stellen im Aufzug 5 eingebracht, an denen erste und
oder zweite Öffnungen 12, 13 ausgebildet sind. Wenn die ersten und/oder zweiten Öffnungen
12, 13 infolge der Rotation des Transportzylinders 3 den Tangentenpunkt A passiert
haben oder genau im Tangentenpunkt A, wird von den ersten und/oder zweiten Luftversorgungsmitteln
14, 15 an den ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 ein Unterdruck angelegt, der
nur die Nutzen 10 oder nur die Abfallteile 9 oder die Nutzen 10 und die Abfallteile
9 an der Mantelfläche des Transportzylinders 3 beziehungsweise am Aufzug 5 fixiert.
Wenn die jeweiligen Nutzen 10 und die jeweiligen Abfallteile 9 Infolge der weiteren
Rotation des Transportzylinders 3 den Tangentenpunkt B erreichen, werden die ersten
und/oder zweiten Luftversorgungsmittel 14, 15 vorzugsweise deaktiviert. Der Unterdruck
im Bereich der ersten und/oder Öffnungen 12, 13 liegt nicht mehr an und die Nutzen
10 und die Abfallteile 9 werden nicht mehr fixiert und somit freigegeben. Auch der
Fixierung der Vorderkanten der Substratbogen 1 durch das Greifersystem 17 wird am
Tangentenpunkt B aufgehoben. Wenn die dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders 4
den Tangentenpunkt B erreichen und im Tangentenpunkt B einem jeweiligen Nutzen 10
gegenüberstehen oder unmittelbar davor, wird an ihnen ein Unterdruck angelegt. Infolge
dieses Unterdrucks wird eine die Nutzen 10 von der Oberfläche des Transportzylinders
3 abhebende Kraftwirkung entfaltet. Vorzugsweise wird der an den ersten und/oder zweiten
Öffnungen 12, 13 des Transportzylinders 3 anliegende Unterdruck dabei deaktiviert,
wenn sich die jeweiligen ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 im Bereich des Tangentenpunkts
B befinden. Infolge des vorzugsweise an den dritten Öffnungen 32 anliegenden Unterdrucks
werden die Nutzen 10 und die Abfallteile 9 und die Rahmen der Substratbogen 1 einschließlich
der vorderen Ränder der Substratbogen 1, die noch durch die Reststege miteinander
verbunden sind (Ganzbogen), im Tangentenpunkt B vom Transportzylinder 3 abgehoben
und an den Ausbrechzylinder 4 übergeben. Die Übergabe der Nutzen 10 und der Abfallteile
9 und der Rahmen der Substratbogen 1 einschließlich der vorderen Ränder der Substratbogen
1 als Ganzbogen vom Transportzylinder 3 an den Ausbrechzylinder 4 kann durch Anlegen
eines Überdruckes an den ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 unterstützt werden.
Die Versorgung der ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 wird vorzugsweise von
Unterdruck auf Überdruck vorzugsweise umgeschaltet, wenn die ersten und/oder zweiten
Öffnungen 12, 13 den Tangentenpunkt B erreichen. Der Ausbrechzylinder 4 transportiert
die durch Unterdruck fixierten Ganzbogen infolge seiner Rotation weiter in Richtung
des Transportbandes 29, bis diese den Übergabepunkt oder Übergabebereich E von Ausbrechzylinder
4 und Transportband 29 erreichen. Im Übergabepunkt oder Übergabebereich E von Ausbrechzylinder
4 und Transportband 29 wird auf die dem Ausbrechzylinder 4 abgewandte Seite der Ganzbogen
vorzugsweise eine Saugwirkung durch das vorzugsweise als Saugband ausgebildete Transportband
29 ausgeübt. Wenn die jeweiligen dritten Öffnungen 32 den Übergabepunkt oder Übergabebereich
E erreichen wird zudem der an ihnen anliegende Unterdruck deaktiviert. Vorzugsweise
kann im Anschluss an die Deaktivierung des Unterdrucks an den dritten Öffnungen 32
ein Überdruck aufgebaut werden. Durch die beschriebenen Kraftwirkungen werden die
Ganzbogen im Übergabepunkt oder Übergabebereich E vom Ausbrechzylinder 4 an das Transportband
29 übergeben. Das Transportband 29 läuft auf Umlenkrollen von denen mindestens eine
angetrieben ist und transportiert die Ganzbogen vorzugsweise zu einer nicht dargestellten
Stapeleinrichtung oder Ablageeinrichtung. Nach Passieren des Übergabepunktes oder
Übergabebereiches E durch die dritten Öffnungen 32 kann der an ihnen anliegende Unterdruck
deaktiviert werden. Die Deaktivierung endet spätestens, wenn die dritten Öffnungen
32 wieder in den Tangentenpunkt B einlaufen.
Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform mit oder ohne Ausbrechzylinder 4 ist
dem Transportzylinder 3 eine Abschäleinrichtung 31 (auch Abschälvorrichtung genannt)
zugeordnet, wie insbesondere aus Fig. 14 ersichtlich ist. Die Abschäleinrichtung 31
weist vorzugsweise eine Auflagefläche auf, die sich in Richtung einer an den Transportzylinder
3 angelegten virtuellen Tangente erstreckt. Die Auflagefläche kann waagerecht ausgerichtet
sein. Der Abschäleinrichtung 31 ist weiter bevorzugt ein umlaufendes Transportband
29 zugeordnet, das als über Umlenkrollen umlaufendes Saugband ausgebildet sein kann.
Die Abschäleinrichtung 31 ist dem Transportzylinder 3 bevorzugt in dessen 12 Uhr Position
oder in Drehrichtung des Transportzylinders 3 betrachtet, unmittelbar benachbart zu
dessen 12 Uhr Position, zugeordnet. Das Transportband 29 weist vorzugsweise einen
sich waagerecht oder um einen Winkel kleiner 10 Grad gegenüber der Waagerechten geneigten
Transportbereich 37 auf. Die an der Abschäleinrichtung 31 ausgebildete Auflagefläche
und der Transportbereich 37 liegen gemäß einer bevorzugten Ausführung in ein und derselben
virtuellen Ebene. Weiter bevorzugt erstrecken sich die Auflagefläche und der Transportbereich
37 in Richtung einer an den Transportzylinder 3 angelegten virtuellen Tangente.
Der Transportzylinder 3 und der fakultative Ausbrechzylinder 4 können gemäß derjenigen
Ausführungsformen von Transportzylinder 3 und Ausbrechzylinder 4 ausgebildet sein,
wie sie insbesondere im Zusammenhang mit den Gegenständen gemäß der Figuren 9 bis
13 bereits beschrieben wurden.
Die Abschäleinrichtung 31 hat insbesondere die Funktion bearbeitete Substratbogen
1, Abfallteile 9 oder Nutzen 10 die mit Hilfe der Abschäleinrichtung 31 von der Oberfläche
des Transportzylinders 3 beziehungsweise der Oberfläche des diesem zugeordneten Aufzugs
5 abzuheben und dem Transportband 29 zuzuführen, das diese abtransportiert. An das
Transportband 29 kann sich ein anderes Transportsystem zum Beispiel in Form eines
weiteren Transportbandes 30 anschließen. Vorzugsweise ist zwischen dem Transportband
29 und dem weiteren Transportband 30 ein Überlappungsbereich ausgebildet, in dem bearbeitete
Substratbogen 1 oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile 9 vom Transportband 29 an das
weitere Transportband 30 übergebbar sind.
Es versteht sich von selbst, dass statt des weiteren Transportbandes 30 auch ein anderes
geeignetes Transportsystem ausgebildet sein kann, das bearbeitete Substratbogen 1
oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile 9 vom Transportband 29 übernimmt.
Statt des weiteren Transportbandes 30 kann auch ein Behälter zur Aufnahme von Abfallteilen
9 unter dem Transportband 29 angeordnet sein.
Neben dem Transportband 29 kann dem Transportzylinder 3 auch ein weiteres Transportsystem
76 direkt, d.h. unter Bildung eines Übergabebereichs oder Übergabepunktes zwischen
dem Transportzylinder 3 und dem weiteren Transportsystem 76 für bearbeitete Substratbogen
1 oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile 9, zugeordnet sein. Dieses weitere Transportsystem
76 ist vorzugsweise als Bogenführungszylinder oder Bogenführungstrommel oder Kettenfördersystem
mit Greiferbrücken oder Transportband ausgebildet.
Die Betriebsweise einer Ausführungsform wie sie vorzugsweise durch die Fig. 14 veranschaulicht
ist, kann wie folgt beschrieben werden. Die dargestellte Ausführungsform der Vorrichtung
zum Behandeln von Substraten 1 ist vorzugsweise Bestandteil einer Bogendruckmaschine.
Die Bogendruckmaschine kann ein oder mehrere Druckwerke 6 umfassen. Weiter bevorzugt
sind der in Fig. 14. dargestellten Ausführungsform zwei Bearbeitungszylinder vorgeordnet,
zwischen die das Substrat 1 einführbar ist, wobei das Substrat 1 beim Durchlaufen
durch im Zylinderspalt wirksame Werkzeugteile aus der Gruppe der Schneidwerkzeuge,
Stanzwerkzeuge, Rillwerkzeuge, Perforierwerkzeuge eine Bearbeitung erfährt. Einer
der Bearbeitungszylinder ist in Fig. 14. als Halbkreis dargestellt. Der Bearbeitungszylinder
ist vorzugsweise als Bogentransportzylinder ausgebildet und weist ein Bogenhaltesystem
auf. Der Bogentransportzylinder übergibt einen bearbeiteten Substratbogen 1 im Tangentenpunkt
A zwischen Transportzylinder 3 und vorgelagerten Bogentransportzylinder an den Transportzylinder
3. Dabei gibt das Bogenhaltesystem des Bogentransportzylinders den bearbeiteten Substratbogen
1 frei, während das Greifersystem 17, insbesondere das Sauggreifersystem 17, des Transportzylinders
3 den bearbeiteten, insbesondere angeschnittenen Substratbogen 1 übernimmt. Der Substratbogen
1 umfasst dabei vorzugsweise einen Rand und mit diesem über sogenannte Reststege verbundene
Abfallteile 9 sowie Nutzen 10. Der Transportzylinder 3 trägt einen Aufzug 5. Der Aufzug
5 weist Durchbrechungen auf und ist an den Stellen, an denen er auf Nutzen 10 einwirkt
mit Vertiefungen versehen. Durchbrechungen sind zum einen im Bereich der Nutzen 10
an den Stellen im Aufzug 5 eingebracht, an denen erste Öffnungen 12 ausgebildet sind,
wobei die zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Nutzen 10 vom Aufzug 5 abgedeckt, das
heißt verschlossen sind. Durchbrechungen sind zum anderen auch im Bereich der Abfallteile
9 an den Stellen im Aufzug 5 eingebracht, an denen zweite Öffnungen 13 ausgebildet
sind, wobei die ersten Öffnungen 12 im Bereich der Abfallteile 9 vom Aufzug 5 abgedeckt,
das heißt verschlossen sind. Wenn die ersten Öffnungen 12 infolge der Rotation des
Transportzylinders 3 den Tangentenpunkt A passiert haben oder genau im Tangentenpunkt
A, wird von den ersten Luftversorgungsmitteln 14 an den ersten Öffnungen 12 ein Unterdruck
angelegt, der die Nutzen 10 an der Mantelfläche des Transportzylinders 3 beziehungsweise
am Aufzug 5 fixiert. Infolge der weiteren Rotation des Transportzylinders 3 erreichen
die durch den Unterdruck fixierten Nutzen 10 sowie die Abfallteile 9 den Tangentenpunkt
B, der zwischen Transportzylinder 3 und Ausbrechzylinder 4 gebildet ist. Im Tangentenpunkt
B kontaktieren die erhabenen Bereiche des Aufzugs 5, der auf dem Ausbrechzylinder
4 angeordnet ist, die Oberflächen der Abfallteile 9 und drücken die Abfallteile 9
in die Vertiefungen des auf dem Transportzylinder 3 fixierten Aufzugs 5. Dabei werden
die Reststege, die die Abfallteile 9 mit dem Rahmen oder mit Gutteilen (Nutzen) 10
verbinden, zerrissen. Vorzugsweise am Tagentenpunkt B wird über die zweiten Luftversorgungsmittel
15 an den zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile 9 ein Unterdruck angelegt,
der die Abfallteile 9 an der Mantelfläche des Transportzylinders 3 beziehungsweise
am Aufzug 5 fixiert. Alternativ dazu kann der Unterdruck über die zweiten Luftversorgungsmittel
15 an den zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile 9 auch schon im Tagentenpunkt
A oder unmittelbar danach angelegt werden. Infolge der Rotation des Transportzylinders
3 werden die Nutzen 10 und die Abfallteile 9 am Tagentenpunkt B vorbei transportiert
bis sie schließlich den Übergabepunkt F zwischen dem Transportzylinder 3 und der Abschäleinrichtung
31 erreichen. Bevor die jeweiligen Nutzen 10 den Übergabepunkt F zwischen dem Transportzylinder
3 und der Abschäleinrichtung 31 erreichen, werden die ersten Luftversorgungsmittel
14 des Transportzylinders 3 von einer Saugluftversorgung auf eine Blasluftversorgung
umgeschaltet. Der Unterdruck im Bereich der ersten Öffnungen 12 wird abgebaut, so
dass die Nutzen 10 nicht mehr fixiert und in dem Maß in dem sich der Überdruck an
den ersten Öffnungen 12 aufbaut, von der Oberfläche des Transportzylinders 3 beziehungsweise
von dessen Aufzug 5 abgestoßen werden. Damit ragen zumindest die in Rotationsrichtung
des Transportzylinders 3 betrachtet vorderen Kanten der Nutzen 10 in radialer Richtung
des Transportzylinders 3 über die Abschäleinrichtung 31 hinaus. In den zwischen den
vorderen Kanten der Nutzen 10 und der Oberfläche des Transportzylinders 3 beziehungsweise
von dessen Aufzug 5 gebildeten Spalt zielt die Abschäleinrichtung 31. Infolge der
Rotation des Transportzylinders 3 werden die Nutzen 10 auf die Auflagefläche der Abschäleinrichtung
31 geschoben, bis sie in den Erfassungsbereich des Transportbandes 29 gelangen, das
den Abtransport der Nutzen 10 bewirkt. Im Unterschied zu den ersten Öffnungen 12 wird
der an den zweiten Öffnungen 13 anliegenden Unterdruck von den zweiten Luftversorgungsmitteln
15 aufrechterhalten, wenn die zweiten Öffnungen 13 den Tangentenpunkt B passieren,
bis sie den Freigabepunkt D erreichen. Mit dem Erreichen des Freigabepunktes D wird
der an den zweiten Öffnungen 13 anliegende Unterdruck deaktiviert. In einer bevorzugten
Ausführungsform kann an den zweiten Öffnungen 13 zusätzlich ein Überdruck angelegt
werden, wenn die zweiten Öffnungen 13 in den Bereich des Freigabepunktes D gelangen.
Mit den genannten Verfahrensschritten wird nicht nur die Fixierung der Abfallteile
9 mit dem Erreichen des Freigabepunktes D beendet sondern vorzugsweise das Abheben
der Abfallteile 9 zusätzlich zur Kraftwirkung der Schwerkraft mit pneumatischen Mitteln
unterstützt. Im Bereich des Freigabepunktes D wird neben den Abfallteilen 9 vorzugsweise
auch der vordere Rand der Substratbogen 1 vom Greifersystem 17 freigegeben.
Eine weitere Betriebsweise einer Ausführungsform wie sie vorzugsweise durch die Fig.
14 veranschaulicht ist, bezieht sich auf die Ganzbogenverarbeitung oder die Ganzbogeninspektion
und wird nachfolgend beschrieben. Der Bogentransportzylinder übergibt einen bearbeiteten
Substratbogen 1 im Tangentenpunkt A zwischen Transportzylinder 3 und vorgelagerten
Bogentransportzylinder an den Transportzylinder 3. Dabei gibt das Bogenhaltesystem
des Bogentransportzylinders den bearbeiteten Substratbogen 1 frei, während das Greifersystem
17, insbesondere das Sauggreifersystem 17, des Transportzylinders 3 den bearbeiteten,
insbesondere angeschnittenen Substratbogen 1 übernimmt. Der Substratbogen 1 umfasst
dabei vorzugsweise einen Rand und mit diesem über sogenannte Reststege verbundene
Abfallteile 9 sowie Nutzen 10. Der Transportzylinder 3 trägt einen Aufzug 5. Der Aufzug
5 weist Durchbrechungen auf. Die Durchbrechungen sind an den Stellen im Aufzug 5 eingebracht,
an denen erste und oder zweite Öffnungen 12, 13 ausgebildet sind. Wenn die ersten
und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 infolge der Rotation des Transportzylinders 3 den
Tangentenpunkt A passiert haben oder sich genau im Tangentenpunkt A befinden, wird
von den ersten und/oder zweiten Luftversorgungsmitteln 14, 15 an den ersten und/oder
zweiten Öffnungen 12, 13 ein Unterdruck angelegt, der nur die Nutzen 10 oder nur die
Abfallteile 9 oder die Nutzen 10 und die Abfallteile 9 an der Mantelfläche des Transportzylinders
3 beziehungsweise am Aufzug 5 fixiert. Infolge der weiteren Rotation des Transportzylinders
3 passieren die Nutzen 10 sowie die Abfallteile 9 den Tangentenpunkt B. Ein Kontaktieren
der Abfallteile 9 oder der Nutzen 10 mit weiteren Elementen erfolgt im Tangentenpunkt
B nicht. Der Ausbrechzylinder 4 ist vom Transportzylinder 3 abgestellt. Wenn die jeweiligen
Nutzen 10 und die jeweiligen Abfallteile 9 den Übergabepunkt F zwischen Transportzylinder
3 und Abschäleinrichtung 31 erreichen, werden die ersten und/oder zweiten Luftversorgungsmittel
14, 15 deaktiviert oder vorzugsweise auf Blasluftversorgung umgestellt. Der Unterdruck
im Bereich der ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 liegt nicht mehr an und die
Nutzen 10 und die Abfallteile 9 und die Rahmen der Substratbogen 1 einschließlich
der vorderen Ränder der Substratbogen 1, die noch durch die Reststege miteinander
verbunden sind (Ganzbogen), werden nicht mehr fixiert und somit im Übergabepunkt F
freigegeben und vorzugsweise gezielt von der Oberfläche des Transportzylinders 3 beziehungsweise
vom Aufzug 5 abgehoben. Auch der Fixierung der Vorderkanten der Substratbogen 1 durch
das Greifersystem 17 wird am Übergabepunkt oder Übergabebereich C aufgehoben. Infolge
der Rotation des Transportzylinders 3 werden die Ganzbogen anschließend über die Auflagefläche
der Abschäleinrichtung 31 geschoben, bis sie in den Wirkbereich des Transportbandes
29 gelangen, von dem sie abtransportiert werden.
Die Betriebsweise einer Ausführungsform wie sie vorzugsweise durch die Fig. 15 veranschaulicht
ist, kann wie folgt beschrieben werden. Der Bogentransportzylinder übergibt einen
bearbeiteten Substratbogen 1 im Tangentenpunkt A zwischen Transportzylinder 3 und
vorgelagerten Bogentransportzylinder an den Transportzylinder 3. Dabei gibt das Bogenhaltesystem
des Bogentransportzylinders den bearbeiteten Substratbogen 1 frei, während das Greifersystem
17, insbesondere das Sauggreifersystem 17, des Transportzylinders 3 den bearbeiteten,
insbesondere angeschnittenen Substratbogen 1 übernimmt. Der Substratbogen 1 umfasst
dabei vorzugsweise einen Rand und mit diesem über sogenannte Reststege verbundene
Abfallteile 9 sowie Nutzen 10. Der Transportzylinder 3 trägt einen Aufzug 5. Der Aufzug
5 weist Durchbrechungen auf und ist an den Stellen, an denen er auf Nutzen 10 einwirkt
mit Vertiefungen versehen. Durchbrechungen sind zum einen im Bereich der Nutzen 10
an den Stellen im Aufzug 5 eingebracht, an denen erste Öffnungen 12 ausgebildet sind,
wobei die zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Nutzen 10 vom Aufzug 5 abgedeckt, das
heißt verschlossen sind. Durchbrechungen sind zum anderen auch im Bereich der Abfallteile
9 an den Stellen im Aufzug 5 eingebracht, an denen zweite Öffnungen 13 ausgebildet
sind, wobei die ersten Öffnungen 12 im Bereich der Abfallteile 9 vom Aufzug 5 abgedeckt,
das heißt verschlossen sind. Wenn die ersten Öffnungen 12 infolge der Rotation des
Transportzylinders 3 den Tangentenpunkt A passiert haben oder sich genau im Tangentenpunkt
A befinden, wird von den ersten Luftversorgungsmitteln 14 an den ersten Öffnungen
12 ein Unterdruck angelegt, der die Nutzen 10 an der Mantelfläche des Transportzylinders
3 beziehungsweise am Aufzug 5 fixiert. Infolge der weiteren Rotation des Transportzylinders
3 erreichen die durch den Unterdruck fixierten Nutzen 10 sowie die Abfallteile 9 den
Tangentenpunkt B, der zwischen Transportzylinder 3 und Ausbrechzylinder 4 gebildet
ist. Im Tangentenpunkt B kontaktieren die erhabenen Bereiche des Aufzugs 5, der auf
dem Ausbrechzylinder 4 angeordnet ist, die Oberflächen der Abfallteile 9 und drücken
die Abfallteile 9 in die Vertiefungen des auf dem Transportzylinder 3 fixierten Aufzugs
5. Dabei werden die Reststege, die die Abfallteile 9 mit dem Rahmen oder mit Gutteilen
10 verbinden, zerrissen. Der auf dem Ausbrechzylinder 4 fixierte Aufzug 5 weist Durchbrechungen
auf, die mit den dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders 4 korrespondieren. Die
Durchbrechungen sind im Bereich des Aufzugs 5 ausgebildet, in dem dieser nicht erhaben
ist beziehungsweise im Abrollkontakt mit den Nutzen 10 in Wechselwirkung tritt. Wenn
die dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders 4 den Tangentenpunkt B erreichen und
im Tangentenpunkt B einem jeweiligen Nutzen 10 gegenüberstehen, wird an ihnen ein
Unterdruck angelegt. Infolge dieses Unterdrucks wird eine die Nutzen 10 von der Oberfläche
des Transportzylinders 3 abhebende Kraftwirkung entfaltet. Der Unterdruck an den dritten
Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders 4 wird deaktiviert, sobald diese den Bereich des
Tangentenpunktes B wieder verlassen haben oder wenige Winkelgrade, insbesondere 10
Grad, danach. Vorzugsweise wird der an den ersten Öffnungen 12 anliegende Unterdruck
deaktiviert, wenn sich die jeweiligen ersten Öffnungen 12 im Bereich des Tangentenpunkts
B befinden. Dadurch wird sichergestellt, dass der jeweilige Nutzen 10 unter der Wirkung
des Unterdrucks an den dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders 4 kurz, das heißt
für wenigen Winkelgrade, insbesondere 10 Grad der Drehbewegung des Transportzylinders
3 von der Oberfläche des Transportzylinders 3 abgehoben wird. Durch diese Maßnahme
wird die Trennung von Nutzen 10 und Abfallteilen 9 zusätzlich unterstützt, da diese
zumindest kurzzeitig aktiv in unterschiedliche Richtungen bewegt werden. Vorzugsweise
am Tagentenpunkt B wird über die zweiten Luftversorgungsmittel 15 an den zweiten Öffnungen
13 im Bereich der Abfallteile 9 ein Unterdruck angelegt, der die Abfallteile 9 an
der Mantelfläche des Transportzylinders 3 beziehungsweise am Aufzug 5 fixiert. Alternativ
dazu kann der Unterdruck über die zweiten Luftversorgungsmittel 15 an den zweiten
Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile 9 auch schon im Tagentenpunkt A oder unmittelbar
danach angelegt werden. Infolge der Rotation des Transportzylinders 3 werden die Nutzen
10 und die Abfallteile 9 am Tagentenpunkt B vorbei transportiert bis sie schließlich
den Übergabepunkt F zwischen dem Transportzylinder 3 und der Abschäleinrichtung 31
erreichen. Bevor die jeweiligen Nutzen 10 den Übergabepunkt F zwischen dem Transportzylinder
3 und der Abschäleinrichtung 31 erreichen, werden die ersten Luftversorgungsmittel
14 des Transportzylinders 3 von einer Saugluftversorgung auf eine Blasluftversorgung
umgeschaltet. Der Unterdruck im Bereich der ersten Öffnungen 12 wird abgebaut, so
dass die Nutzen 10 nicht mehr fixiert und in dem Maß in dem sich der Überdruck an
den ersten Öffnungen 12 aufbaut, von der Oberfläche des Transportzylinders 3 beziehungsweise
von dessen Aufzug 5 abgestoßen werden. Damit ragen zumindest die in Rotationsrichtung
des Transportzylinders 3 betrachtet vorderen Kanten der Nutzen 10 in radialer Richtung
des Transportzylinders 3 über die Abschäleinrichtung 31 hinaus. In den zwischen den
vorderen Kanten der Nutzen 10 und der Oberfläche des Transportzylinders 3 beziehungsweise
von dessen Aufzug 5 gebildeten Spalt, zielt die Abschäleinrichtung 31. Infolge der
Rotation des Transportzylinders 3 werden die Nutzen 10 auf die Auflagefläche der Abschäleinrichtung
31 geschoben, bis sie in den Erfassungsbereich des Transportbandes 29 gelangen, das
den Abtransport der Nutzen 10 bewirkt. Im Unterschied zu den ersten Öffnungen 12 wird
der an den zweiten Öffnungen 13 anliegenden Unterdruck von den zweiten Luftversorgungsmitteln
15 aufrechterhalten, wenn die zweiten Öffnungen 13 den Tangentenpunkt B passieren,
bis sie den Freigabepunkt D erreichen. Mit dem Erreichen des Freigabepunktes D wird
der an den zweiten Öffnungen 13 anliegende Unterdruck deaktiviert. In einer bevorzugten
Ausführungsform kann an den zweiten Öffnungen 13 zusätzlich ein Überdruck angelegt
werden, wenn die zweiten Öffnungen 13 in den Bereich des Freigabepunktes D gelangen.
Mit den genannten Verfahrensschritten wird nicht nur die Fixierung der Abfallteile
9 mit dem Erreichen des Freigabepunktes D beendet sondern vorzugsweise das Abheben
der Abfallteile 9 zusätzlich zur Kraftwirkung der Schwerkraft mit pneumatischen Mitteln
unterstützt. Im Bereich des Freigabepunktes D wird neben den Abfallteilen 9 vorzugsweise
auch der vordere Rand der Substratbogen 1 vom Greifersystem 17 freigegeben.
Statt dem Transportband 29 kann dem Transportzylinder 3 auch ein weiteres Transportsystem
76 direkt, d.h. unter Bildung eines Übergabebereichs oder Übergabepunktes zwischen
dem Transportzylinder 3 und dem weiteren Transportsystem 76 für bearbeitete Substratbogen
1 oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile 9, zugeordnet sein. Dieses weitere Transportsystem
76 ist vorzugsweise als Bogenführungszylinder oder Bogenführungstrommel oder Bogenführungssystem,
insbesondere Kettenfördersystem mit Greiferbrücken, oder Transportband ausgebildet.
Eine Ausführungsform mit einem Kettenfördersystem mit Greiferbrücken als Bestandteil
der Auslage 99 einer Bogendruckmaschine ist in Fig. 17 dargestellt.
Das Kettenfördersystem enthält über Antriebs- und Umlenkmittel bewegte Zugmittel,
die Greifeinrichtungen, insbesondere Greiferbrücken, zur Substratförderung antreiben.
Die Greifeinrichtungen weisen Fixierorgane zur Übernahme und Fixierung der bogenförmigen
Substrate 1 auf. Als Fixierorgane können insbesondere Klemm- und/oder Sauggreifer
zum Greifen der Substratkanten eingesetzt werden. In nicht dargestellten Weiterbildungen
sind zusätzliche Greifeinrichtungen für die Substrathinterkanten vorgesehen. Das hier
als Kettenfördersystem ausgebildete Bogenfördersystem enthält über Kettenräder gelegte
und von diesen angetriebene, in seitlich angeordneten nicht dargestellten Führungsschienen
geführte Ketten, an denen Greiferbrücken zum Transport der Substrate 1 angeordnet
sind. Von den Greiferbrücken werden die Substrate 1 in Transportrichtung zu dem auf
beispielsweise einer Palette oder einer anders gearteten Transportunterlage gelagerten
Auslagestapel gefördert. Die Greiferbrücken enthalten vorzugsweise Vorderkantenklemmgreifer,
die mit Greiferbrücken zusammenwirkende Greiferfinger aufweisen, welche beabstandet
zueinander auf einer Greiferwelle angeordnet und von dieser steuerbar sind.
Für einen sicheren Transport der von den Greiferbrücken gehaltenen Substrate 1 ist
in der Auslage 99 eine Substratleitvorrichtung und zum Beispiel ein Trockner vorgesehen.
Die Substratleiteinrichtung weist den Greiferbrücken zugewandte Substratleitbleche
auf, die mit Blasluftdüsen versehen sind und sich über die Maschinenbreite erstrecken.
Unter dem Substratleitblech sind Blaskästen angeordnet, über welche die Blasluftdüsen
mit Blasluft versorgt werden, sodass zwischen dem Substratleitblech und den von den
Greiferbrücken transportierten Substrate 1 ein Tragluftpolster ausgebildet wird. Um
eine Erwärmung des Substratleitblechs im Bereich des Trockners regeln zu können, kann
ein Kühlmittelkreislauf integriert sein. Um das Zusammenkleben der Substrate 1 auf
dem Auslagestapel zu vermeiden, ist im Bereich der Auslage 99 vorzugsweise eine nicht
weiter bezeichnete Trennmittelauftrageinrichtung, insbesondere eine Pudereinrichtung,
bevorzugt kombiniert mit einer Einrichtung zum Absaugen des Puders, vorgesehen. Vor
dem Auslagestapel ist eine nicht weiter bezeichnete Bremseinrichtung zur Verzögerung
der von den Greiferbrücken freigegebenen Substrate 1 angeordnet. Die Bremseinrichtung
kann rotierende Saugringe und/oder umlaufende Saugbänder enthalten oder als Nachgreifersystem
ausgebildet sein. Die von der Bremseinrichtung verzögerten Substrate 1 legen sich
an Vorderanschlägen an und werden so ausgerichtet auf dem Auslagestapel abgelegt.
Der Auslagestapel wird vorzugsweise von einem Stapelhubantrieb um die jeweils abgelegte
Substratstärke abgesenkt, so dass die Stapeloberfläche ein stets annähernd konstantes
Niveau einnimmt.
Eine weitere Betriebsweise einer Ausführungsform, wie sie vorzugsweise durch die Fig.
17 veranschaulicht ist, wird nachfolgend beschrieben. Die zu bearbeitenden Substrate
1 liegen als Substratbogenstapel im Anleger 7 und werden von diesem Substratbogenstapel
vereinzelt und nacheinander entweder einem oder mehreren Druckwerken 6 zugeführt und
in diesen bedruckt oder wenn keine Druckwerke 6 vorgesehen sind, direkt dem Bearbeitungswerk
46 zugeführt. Im Bearbeitungswerk 46 erfolgt die Bearbeitung der Substratbogen 1.
Dazu werden die Substratbogen 1 nacheinander in einen zwischen zwei Bearbeitungszylindern
gebildeten Zylinderspalt eingeführt und derart gestanzt, dass aus jedem Substratbogen
1 ein Stanzbogen (bearbeiteter Substratbogen 1) entsteht, der aus mindestens einem
Nutzen 10 sowie mindestens einem Abfallteil 9 und einem diese umschließenden Rahmen
gebildet ist, wobei Nutzen 10, Abfallteil 9 und Rahmen über nicht vollständig durchtrennte
Materialverbindungen aneinander haften. Die Bearbeitungszylinder können als werkzeugtragende
Stanzzylinder ausgebildet oder durch Druckzylinder 41 und Gummituchzylinder 43 einer
Bogendruckmaschine verkörpert sein. Die nunmehr bearbeiteten Substratbogen 1 werden
vorzugsweise von einem Bogentransportzylinder im Tangentenpunkt A zwischen Transportzylinder
3 und vorgelagerten Bogentransportzylinder an den Transportzylinder 3 übergeben. Dabei
gibt das Bogenhaltesystem des Bogentransportzylinders den bearbeiteten Substratbogen
1 frei, während das Greifersystem 17, insbesondere das Sauggreifersystem 17, des Transportzylinders
3 den bearbeiteten, insbesondere angeschnittenen Substratbogen 1 übernimmt. Der Transportzylinder
3 trägt vorzugsweise einen Aufzug 5. Der Aufzug 5 weist Durchbrechungen auf. Die Durchbrechungen
sind an den Stellen im Aufzug 5 eingebracht, an denen Öffnungen 12, 13, insbesondere
erste und oder zweite Öffnungen 12, 13, ausgebildet sind. Vorzugsweise wenn die Öffnungen
12, 13 infolge der Rotation des Transportzylinders 3 den Tangentenpunkt A passiert
haben oder sich genau im Tangentenpunkt A befinden, wird von den ersten und/oder zweiten
Luftversorgungsmitteln 14, 15 an den Öffnungen 12, 13 ein Unterdruck angelegt, der
die Nutzen 10 oder nur die Abfallteile 9 oder die Nutzen 10 und die Abfallteile 9
an der Mantelfläche des Transportzylinders 3 beziehungsweise am Aufzug 5 fixiert.
Infolge der weiteren Rotation des Transportzylinders 3 erreichen die vorzugsweise
durch den Unterdruck fixierten Abfallteile 9 den Tangentenpunkt B, der zwischen Transportzylinder
3 und Ausbrechzylinder 4 gebildet ist. Im Tangentenpunkt B kontaktieren die erhabenen
Bereiche des Aufzugs 5, der auf dem Ausbrechzylinder 4 angeordnet ist, die Oberflächen
der Abfallteile 9 und drücken die Abfallteile 9 in die Vertiefungen des auf dem Transportzylinder
3 fixierten Aufzugs 5. Dabei werden die nicht vollständig durchtrennten Materialverbindungen,
die die Abfallteile 9 mit dem Rahmen oder mit Nutzen 10 verbinden, getrennt, das heißt
zerrissen. Es versteht sich von selbst, dass die erhabenen Bereiche des Aufzugs 5
alternativ auch als vertiefte Bereiche ausgebildet sein können. In diesem Fall sind
die korrespondierenden Bereiche des Ausbrechzylinders 4 vorzugsweise erhaben. Entscheiden
ist, dass die erhabenen beziehungsweise vertieften Bereiche auf Transportzylinder
3 und einem diesen zugeordneten Ausbrechzylinder 4 derart ausgebildet sind, dass die
nicht vollständig durchtrennten Materialverbindungen getrennt, das heißt zerrissen
werden.
Infolge der Rotation des Transportzylinders 3 werden die Nutzen 10 und die Abfallteile
9 am Tagentenpunkt B vorbei transportiert bis sie schließlich den Übergabepunkt F
zwischen dem Transportzylinder 3 und dem weiteren Transportsystem 76 erreichen.
Im Übergabepunkt F werden die Rahmen mit den ausschließlich über nicht vollständig
durchtrennten Materialverbindungen an ihnen haftenden Nutzen 10 einem Stapelbilder,
insbesondere einer Auslage 99, weiter bevorzugt einer jeweiligen Greiferbrücke der
Auslage 99 übergeben, von dieser vorzugsweise bis zu einem Stapelträger transportiert
und aufgestapelt werden.
Wenn die Abfallteile 9 den Übergabepunkt F zwischen dem Transportzylinder 3 und dem
weiteren Transportsystem 76 erreichen, halten die ersten und/oder zweiten Luftversorgungsmittel
14, 15 des Transportzylinders 3 die Saugluftversorgung der ersten und/oder zweiten
Öffnungen 12, 13 aufrecht. Erst wenn die Abfallteile 9 den Freigabepunkt D erreichen,
wird die Saugluftversorgung der ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 aufgehoben
oder vorzugsweise auf Blasluftversorgung umgeschaltet, so dass die Abfallteile 9 freigeben
oder bevorzugt aktiv abgestoßen werden.
Im Zusammenhang mit den Trennprozessen zwischen Transportzylinder 3 und Ausbrechzylinder
4 erweist es sich bei bevorzugten Ausführungen als vorteilhaft, nur ausgewählte nicht
vollständig durchtrennte Materialverbindungen aufzuheben und andere gezielt aufrecht
zu erhalten, um die für den weiteren Transport des Rahmens und der mit ihm verbundenen
Nutzen 10 erforderliche Stabilität aufrecht zu erhalten. Demnach ist bevorzugt vorgesehen,
zwischen Transportzylinder 3 und Ausbrechzylinder 4 die nicht vollständig durchtrennten
Materialverbindungen zwischen dem in Transportrichtung des Rahmens hinteren Rahmenteil
und den Nutzen 10 aufzuheben und die nicht vollständig durchtrennten Materialverbindungen
zwischen dem in Transportrichtung des Rahmens vorderen Rahmenteil und den Nutzen 10
aufrechtzuhalten. Des Weiteren können auch die nicht vollständig durchtrennten Materialverbindungen
zwischen dem in Transportrichtung des Rahmens seitlichen Rahmenteilen und den Nutzen
10 aufgehoben werden.
Weiter bevorzugt werden zwischen Transportzylinder 3 und Ausbrechzylinder 4 die nicht
vollständig durchtrennten Materialverbindungen zwischen mehreren Nutzen 10 aufrechterhalten.
Das vorstehend beschriebene Verfahren kann insbesondere unter Verwendung einer der
beschriebenen Ausführungsformen der Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 1, insbesondere
unter Verwendung der in Fig. 17 dargestellten und in Bezug auf Fig. 17 beschriebenen
Vorrichtung durchgeführt werden.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist insbesondere in Fig. 16 dargestellt und
soll nachfolgend weiter beschrieben werden. Die Ausführungsform umfasst einen Transportzylinder
3, der in seinem grundsätzlichen Aufbau dem in der Fig.2 dargestellten Transportzylinder
3 entsprechen kann, so dass hiermit insbesondere auf die Fig. 2 und die zugehörigen
Beschreibungsteile sowie ergänzend auf die Fig. 3 bis 8 einschließlich zugehöriger
Beschreibungsteile bezuggenommen wird. Dem Transportzylinder 3 kann ein Ausbrechzylinder
4 zugeordnet sein, der in seinem grundsätzlichen Aufbau dem in der Fig.10 dargestellten
Ausbrechzylinder 4 entsprechen kann, so dass hiermit auf die Fig. 10 und die zugehörigen
Beschreibungsteile bezuggenommen wird.
Der Transportzylinder 3 und/oder der Ausbrechzylinder 4 weisen vorzugsweise Mittel
zum Fixieren eines austauschbaren Aufzugs 5 auf.
Im Fall einer bevorzugten Ausführungsform mit einem Transportzylinder 3 ohne zugeordneten
Ausbrechzylinder 4, sind die Mittel zum Zuführen des austauschbaren Aufzugs 5 dem
Transportzylinder 3 zugeordnet. Im Fall einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
mit einem Transportzylinder 3 mit zugeordnetem Ausbrechzylinder 4, sind die Mittel
zum Zuführen des austauschbaren Aufzugs 5 dem Transportzylinder 3 oder dem Ausbrechzylinder
4 oder sowohl dem Transportzylinder 3 als auch dem Ausbrechzylinder 4 zugeordnet.
Die Mittel zum Zuführen des austauschbaren Aufzugs 5 umfassen, wenn sie dem Transportzylinder
3 zugeordnet sind, ein an den Transportzylinder 3 wahlweise an- und abstellbares,
insbesondere an- und abschwenkbares, Andrückmittel 60 und wenn sie dem Ausbrechzylinder
4 zugeordnet sind, ein an den Ausbrechzylinder 4 wahlweise an- und abstellbares, insbesondere
an- und abschwenkbares, Andrückmittel 61. Das Andrückmittel 60, 61 ist vorzugsweise
als Rolle oder Walze ausgebildet. Die Rolle oder Walze kann eine elastische Oberfläche,
insbesondere eine Gummioberfläche aufweisen. Die Rolle oder Walze ist drehbar gelagert
und kann sich über die gesamte Breite des jeweiligen Zylinders (Transportzylinder
3 bzw. Ausbrechzylinder 4) erstrecken oder nur über einen Teil von dessen Breite.
Ebenso kann die Walze durch mehrere bezüglich ihrer Drehachse miteinander fluchtenden
Rollen gebildet sein. Die Rolle oder Walze ist frei beweglich oder in einer bevorzugten
Ausführungsform motorisch angetrieben. Weiter bevorzugt kann der Rolle oder Walze
auch ein Motor zugeordnet sein, der die Rolle oder Walze antreibt und/oder bremst.
Der Walze kann auch eine geeignete Bremseinrichtung zum Beispiel in Form einer Friktionsbremse
zugeordnet sein.
Die Rolle oder Walze ist vorzugsweise auf einem verlagerbaren Andrückarm 62, 63 gelagert,
dem ein Antriebsmittel 64, 65 vorzugsweise in Form eines Linearantriebs 64, 65, weiter
bevorzugt in Form eines Pneumatikzylinders 64, 65 oder elektrischen Linearmotors,
zugeordnet ist. Der Andrückarm 62, 63 ist um einen Schwenkpunkt verschwenkbar.
Die Mittel zum Zuführen des austauschbaren Aufzugs 5 umfassen vorzugsweise eine Führungsrolle
66, 67 und/oder eine Führungsschiene 68, 69. Weiter bevorzugt ist die mindestens eine
Führungsrolle 66, 67 einem beweglich gelagertem Schutz 70, 71 zugeordnet. Dem Schutz
70, 71 kann ein dessen Lage erfassender Sensor zugeordnet sein.
Die Mittel zum Zuführen des austauschbaren Aufzugs 5 können des Weiteren einen Speicher
72, 73 umfassen, der mehrere Aufzüge 5 aufzunehmen vermag. Der Speicher 72, 73 ist
zur Bevorratung mindestens eines Aufzugs 5 ausgebildet, während mindestens ein weiterer
Aufzug 5 auf dem Transportzylinder 3 bzw. dem Ausbrechzylinder 4 angeordnet ist, gegen
den der gespeicherte Aufzug 5 im Wechsel ausgetauscht werden kann. Der Speicher 72,
73 vermag vorzugsweise neben einem zuzuführenden Aufzug 5 auch einen abgeführten oder
abzuführenden Aufzug 5 aufzunehmen. Der Speicher 72, 73 weist vorzugsweise unterschiedliche
Speicherplätze für einen zuzuführenden Aufzug 5 und einen abzuführenden Aufzug 5 auf.
Die Mittel zum Zuführen des austauschbaren Aufzugs 5 können des Weiteren auch eine
Vorrichtung zum Vorpositionieren insbesondere Positionierstifte aufweisen. Die Vorrichtung
zum Vorpositionieren ist vorzugsweise dem Speicher 72, 73 zugeordnet. Zur Anordnung
eines Aufzugs 5 auf dem Transportzylinder 3 wird der Transportzylinder 3 zunächst
in eine zur Aufnahme des Aufzugs 5 vorgesehene Aufnahmeposition gedreht. Das Verdrehen
des Transportzylinders 3 kann mithilfe eines diesem zugeordneten Einzelantriebes oder
über einen Zahnräderzug erfolgen, der den Transportzylinder 3 mit weiteren Zylindern
antriebstechnisch verbindet und in den ein Hauptantrieb eintreibt. In der Aufnahmeposition
stehen die Mittel zum Fixieren der Vorderkante des austauschbaren Aufzugs 5 zumindest
annähern dem Speicher 72 gegenüber. Der zuzuführende Aufzug 5 steht dabei mit seiner
Unterkante (die der Vorderkannte im auf dem Transportzylinder 3 fixiertem Zustand
entspricht) auf einem als Schiene 72, vorzugsweise Winkelschiene, ausgebildeten Speicher
72. Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind dem Speicher 72 Positioniermittel
zum Beispiel in Form von Positionierstiften zugeordnet die mit Positionierausnehmungen
im Aufzug 5 korrespondieren. Im Fall der Ausbildung von Positionierstiften stehen
die Positionierausnehmungen im Aufzug 5 den Positionierstiften gegenüber und der Aufzug
5 ist durch die Zuordnung der Positionierausnehmungen zu den Positionierstiften vorausgerichtet.
Zum Zuführen des Aufzugs 5 wird die Unterkante des Aufzugs 5 von der Schiene 72 freigegeben,
indem die Schiene 72 motorisch verschwenkt oder verdreht oder die Vorderkante des
Aufzugs 5 manuell von der Schiene 72 abgehoben wird. Der seinerseits verschwenkbar
gelagerte Schutz 70, der endseitig vorzugsweise eine Führungsrolle 66 trägt, wird
manuell oder motorisch verschwenkt, so dass sich eine Zugangsöffnung ergibt, durch
die der Aufzug 5 den Mitteln zum Fixieren des Aufzugs 5 zugeführt werden kann. Sobald
die Vorderkante des Aufzugs 5 die von Schutz 70 und der Führungsrolle 66 freigegebene
Zugangsöffnung passiert hat, wird der Schutz 70 manuell oder von einem Motor in seine
Ausgangslage zurückgeschwenkt, so dass die Führungsrolle 66 den Aufzug 5 kontaktiert
und damit der Aufzug 5 auf seinem Weg zu dem zwischen der Klemmbacke 22 und dem Aufschlag
24 gebildeten Klemmspalt geführt wird. Die Zuführung des Aufzugs 5 erfolgt vorzugsweise
durch die Wirkung der Schwerkraft oder alternativ motorisch angetrieben oder manuell.
Wenn die Vorderkante des Aufzugs 5 den Klemmspalt erreicht hat, wird der Hebel 21
verschwenkt und damit die Vorderkante des Aufzugs 5 zwischen der Klemmbacke 22 und
dem Aufschlag 24 fixiert. Anschließend wird der Transportzylinder 3 motorisch gegen
den Urzeigersinn verdreht. Wenn sich die Vorderkante des Aufzugs 5 unter die Andrückrolle
60 durch Rotation des Transportzylinders 3 hindurchbewegt hat, wird der Linearantrieb
64 angesteuert. Der Linearantrieb 64 verschwenkt den Andrückhebel 62, bis sich die
Andrückrolle 60 an den Aufzug 5 anlegt und diesen gegen die Mantelfläche des Transportzylinders
3 drückt. Anschließend wird der Transportzylinder 3 weiter motorisch gegen den Urzeigersinn
verdreht und dabei im Einflussbereich der Andrückrolle 60 der Aufzug 5 auf die Mantelfläche
des Transportzylinders 3 gedrückt, bis die Hinterkante des Aufzugs 5 den zwischen
der Klemmbacke 47 und dem Aufschlag 48 gebildeten Klemmspalt erreicht.
[0091] Wenn die Hinterkante des Aufzugs 5 in den Klemmspalt eingeführt ist, wird die Spannwelle
50 verdreht und damit der Klemmspalt geschlossen. Anschließend erfolgt das Abschwenken
der Andrückrolle 60. Soll der Aufzug 5 wieder vom Transportzylinder 3 entfernt werden,
bleibt die Andrückrolle 60 vom Transportzylinder 3 abgeschwenkt. Entweder die Vorderkante
oder die Hinterkante des Aufzugs 5 wird vom Transportzylinder 3 freigegeben und der
Transportzylinders 3 anschließend rotiert, so dass der Aufzug 5 wieder in Richtung
des Speichers 72 gefördert wird. Abschließend wird die bis dahin noch fixierte Kante
des Aufzugs 5 freigegeben.
Die Anordnung eines Aufzugs 5 auf dem Ausbrechzylinder 4 ist der Anordnung eines Aufzugs
5 auf dem Transportzylinder 3 vergleichbar, so dass auf diese vorzugsweise Bezug genommen
wird, sofern Unterschiede nicht ausdrücklich beschrieben sind. Zur Anordnung eines
Aufzugs 5 auf dem Ausbrechzylinder 4 wird der Ausbrechzylinder 4 zunächst in eine
zur Aufnahme des Aufzugs 5 vorgesehene Aufnahmeposition gedreht. Das Verdrehen des
Ausbrechzylinders 4 kann mithilfe eines diesem zugeordneten Einzelantriebes oder über
einen Zahnräderzug erfolgen, der den Ausbrechzylinder 4 mit weiteren Zylindern antriebstechnisch
verbindet und in den ein Hauptantrieb eintreibt. Vorzugsweise ist der Ausbrechzylinder
4 von einem Einzelantrieb angetrieben, wohingegen der Antrieb des Transportzylinders
3 über einen Zahnräderzug erfolgt, der den Transportzylinder 3 mit weiteren Zylindern
antriebstechnisch verbindet und in den ein Hauptantrieb eintreibt.
[0092] In der Aufnahmeposition stehen die Mittel zum Fixieren der Hinterkante des austauschbaren
Aufzugs 5 zumindest annähern dem Speicher 73 gegenüber. Der zuzuführende Aufzug 5
steht dabei mit seiner Unterkante (die der Hinterkante im auf dem Ausbrechzylinder
4 fixiertem Zustand entspricht) auf einem durch Haltestifte umfassenden Speicher 73.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind die Haltestifte als Positioniermittel
in Form von Positionierstiften ausgebildet, die mit Positionierausnehmungen im Aufzug
5 korrespondieren. Im Fall der Ausbildung von Positionierstiften stehen die Positionierausnehmungen
im Aufzug 5 den Positionierstiften gegenüber und der Aufzug 5 ist durch die Zuordnung
der Positionierausnehmungen zu den Positionierstiften vorausgerichtet. Zum Zuführen
des Aufzugs 5 wird die Unterkante des Aufzugs 5 von den Haltestiften freigegeben,
indem die Haltestifte eingezogen werden oder die Hinterkante manuell von den Haltestiften
abgehoben wird. Der verschwenkbar gelagerte Schutz 71, der endseitig vorzugsweise
eine Führungsrolle 67 trägt, wird manuell oder motorisch verschwenkt, so dass sich
eine Zugangsöffnung ergibt, durch die der Aufzug 5 den Mitteln zum Fixieren des Aufzugs
5 zugeführt werden kann.
Sobald die Hinterkante des Aufzugs 5 die von Schutz 71 und der Führungsrolle 67 freigegebene
Zugangsöffnung passiert hat, wird der Schutz 71 manuell oder von einem Motor in seine
Ausgangslage zurückgeschwenkt, so dass die Führungsrolle 67 den Aufzug 5 kontaktiert
und damit der Aufzug 5 auf seinem Weg zu dem zwischen der Klemmbacke 22 und dem Aufschlag
24 gebildeten Klemmspalt geführt wird. Die Zuführung des Aufzugs 5 erfolgt vorzugsweise
durch die Wirkung der Schwerkraft oder alternativ motorisch angetrieben oder manuell.
Wenn die Hinterkante des Aufzugs 5 den Klemmspalt erreicht hat, wird der pneumatisch
Muskel 25 entspannt und damit die Hinterkante des Aufzugs 5 zwischen der Klemmbacke
22 und dem Aufschlag 24 fixiert. Anschließend wird der Ausbrechzylinder 4 motorisch
im Urzeigersinn verdreht. Wenn sich die Hinterkante des Aufzugs 5 unter die Andrückrolle
61 durch Rotation des Ausbrechzylinders 4 hindurchbewegt hat, wird der Linearantrieb
65 angesteuert. Der Linearantrieb 65 verschwenkt den Andrückhebel 63, bis sich die
Andrückrolle 61 an den Aufzug 5 anlegt und diesen gegen die Mantelfläche des Ausbrechzylinders
4 drückt. Anschließend wird der Ausbrechzylinder 4 weiter motorisch im Urzeigersinn
verdreht und dabei im Einflussbereich der Andrückrolle 61 der Aufzug 5 auf die Mantelfläche
des Ausbrechzylinders 4 gedrückt, bis die Vorderkante des Aufzugs 5 den zwischen der
Klemmbacke 47 und dem Aufschlag 48 gebildeten Klemmspalt erreicht. Wenn die Vorderkante
des Aufzugs 5 in den Klemmspalt eingeführt ist, wird die Spannwelle 50 verdreht und
damit der Klemmspalt geschlossen. Anschließend erfolgt das Abschwenken der Andrückrolle
61. Soll der Aufzug 5 wieder vom Ausbrechzylinder 4 entfernt werden, bleibt die Andrückrolle
61 vom Ausbrechzylinder 4 abgeschwenkt. Entweder die Vorderkante oder die Hinterkante
des Aufzugs 5 wird vom Ausbrechzylinder 4 freigegeben und der Ausbrechzylinder 4 anschließend
rotiert, so dass der Aufzug 5 wieder in Richtung des Speichers 73 gefördert wird.
Abschließend wird die bis dahin noch fixierte Kante des Aufzugs 5 freigegeben.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Substrat, Substratbogen |
| 2 |
Trenneinrichtung |
| 2.1 |
Trennmodul |
| 2.2 |
Trennwerk |
| 3 |
Transportzylinder |
| 3.1 |
Transportzylinder (Folienauftragswerk) |
| 4 |
Ausbrechzylinder |
| 5 |
Aufzug |
| 6 |
Druckwerk |
| 7 |
Anleger |
| 8 |
Beschleunigungssystem |
| 9 |
Abfallteil |
| 10 |
Nutzen |
| 11 |
Vorschubrichtung |
| 12 |
erste Öffnungen |
| 13 |
zweite Öffnungen |
| 14 |
erste Luftversorgungsmittel |
| 15 |
zweite Luftversorgungsmittel |
| 16 |
Drehachse |
| 17 |
Greifersystem; Sauggreifersystem |
| 18 |
Scheibe |
| 19 |
Ausnehmung |
| 20 |
Drehmomentstütze |
| 21 |
Hebel |
| 22 |
Klemmelement Vorderkante, Klemmbacke |
| 23 |
Kraftspeicher, Feder |
| 24 |
weiteres Klemmelement Vorderkante, Aufschlag |
| 25 |
Stellelement, pneumatischer Muskel |
| 26 |
Getriebemittel, Hebel |
| 27 |
Positionierstifte |
| 28 |
Einstellmittel Saugbereich |
| 29 |
Transportband |
| 30 |
weiteres Transportband, Transportband |
| 31 |
Abschäleinrichtung |
| 32 |
dritte Öffnungen |
| 33 |
weiterer Hebel |
| 34 |
Drehpunkt |
| 35 |
Kugel |
| 36 |
Tangentenpunkt |
| 37 |
waagerechter Transportbereich |
| 38 |
Übergabepunkte |
| 39 |
erster Transportbereich |
| 40 |
zweiter Transportbereich |
| 41 |
Druckzylinder |
| 42 |
Übergabetrommel, Bogenführungszylinder |
| 43 |
Gummituchzylinder |
| 44 |
Plattenzylinder |
| 45 |
Farbwerk |
| 46 |
Bearbeitungswerk |
| 46.1 |
Bearbeitungsmodul |
| 47 |
Klemmelement Hinterkante, Klemmbacke |
| 48 |
weiteres Klemmelement Hinterkante, Aufschlag |
| 49 |
Schlitten |
| 50 |
Spannwelle |
| 51 |
Kniehebel |
| 52 |
weiteres Stellelement, pneumatischer Muskel |
| 53 |
erster Zuführstutzen |
| 54 |
zweiter Zuführstutzen |
| 55 |
dritter Zuführstutzen |
| 56 |
Ausnehmung |
| 57 |
Ausnehmung |
| 58 |
Öffnungen |
| 59 |
Kanalabdeckung |
| 60 |
Andrückmittel, Andrückrolle |
| 61 |
Andrückmittel, Andrückrolle |
| 62 |
Andrückarm, Andrückhebel |
| 63 |
Andrückarm, Andrückhebel |
| 64 |
Linearantrieb, Pneumatikzylinder |
| 65 |
Linearantrieb, Pneumatikzylinder |
| 66 |
Führungsrolle |
| 67 |
Führungsrolle |
| 68 |
Führungsschiene |
| 69 |
Führungsschiene |
| 70 |
Schutz |
| 71 |
Schutz |
| 72 |
Speicher |
| 73 |
Speicher |
| 74 |
Transportrichtung oder Vorschubrichtung 11 |
| 75 |
Stanzzylinder |
| 76 |
weiteres Transportsystem |
| 77 |
Anschlag |
| 78 |
Stapelträger |
| 79 |
Transportvorrichtung (für Palette) |
| 80 |
Zuführeinrichtung (für Trennelement) |
| 81 |
Trennelement (Zwischeneinlage) |
| 82 |
Stapel (von Trennelement) |
| 83 |
Vorrichtung zur Bildung einer Lücke im Schuppenstroms, Walze |
| 84 |
Zuführzylinder (Saugzylinder Folienwerk ) |
| 85 |
Folienauftragswerk, Fensterauftragwerk |
| 85.1 |
Folienauftragsmodul |
| 86 |
Folienzuführung |
| 87 |
Folienbahn |
| 88 |
Beschichtungsvorrichtung |
| 88.1 |
Klebemodul |
| 88.2 |
Beschichtungswerk |
| 89 |
Schneideinrichtung |
| 90 |
Schneidzylinder |
| 91 |
Abwickelvorrichtung |
| 92 |
Folienrolle |
| 93 |
Speicher (zur Aufnahme eines aus Folienabschnitten gebildeten Stapels) |
| 94 |
Transportorgan (für die Folienabschnitte) |
| 95 |
Antistatikvorrichtung |
| 96 |
erster Bearbeitungszylinder (des Bearbeitungswerks) |
| 97 |
zweiter Bearbeitungszylinder (des Bearbeitungswerks) |
| 98 |
Gegenzylinder |
| 99 |
Auslage |
| 100 |
Erste Unterbaumodule |
| 101 |
Zweite Unterbaumodule |
| 102 |
Unterbaumodul (Klebemodul) |
| 103 |
Abschäleinrichtung |
| 104 |
Abschälkante |
| 105 |
Borsten / Tuch |
| |
|
| A |
Tangentenpunkt Transportzylinder und vorgelagerter Bogentransportzylinder |
| B |
Tangentenpunkt Transportzylinder und Ausbrechzylinder |
| C |
Übergabepunkt oder Übergabebereich Transportzylinder und Transportband |
| D |
Freigabepunkt |
| E |
Übergabepunkt oder Übergabebereich Ausbrechzylinder und Transportband |
| F |
Übergabepunkt Transportzylinder und weiteres Transportsystem |