[0001] Die Erfindung betrifft einen Leistungsverteiler, insbesondere für ein Bordnetz eines
Kraftfahrzeuges, aufweisend zwei Leistungsausgänge und einen Zwischenabgriff. Sie
betrifft außerdem ein Bordnetz mit zumindest einem derartigen Leistungsverteiler.
[0002] Bordnetze für den Kraftfahrzeugbereich sind prinzipiell bekannt und beispielsweise
in der
DE 10 2015 101 235 A1 beschrieben. Hierbei werden Bordnetze für eine hohe Funktionssicherheit zunehmend
als sogenannte redundante Bordnetze ausgestaltet. Dabei weist ein entsprechendes redundantes
Bordnetz zumindest zwei elektrische Energiequellen auf, die unabhängig voneinander
in das redundante Bordnetz eingebundene elektrische Verbraucher versorgen können.
Zudem sind die entsprechenden elektrischen Verbraucher typischerweise über zwei voneinander
unabhängige Leitungswege mit den elektrischen Energiequellen verbunden, sodass nicht
nur bei einem Ausfall einer der beiden elektrischen Energiequellen, sondern auch im
Falle eines Ausfalls eines der Leitungswege, also bei einer Unterbrechung entlang
eines der Leitungswege, die Versorgung des entsprechenden Verbrauchers über den jeweils
anderen Leitungsweg sowie die daran angebundene elektrische Energiequelle aufrecht
erhalten werden kann.
[0003] Die Bedeutung derartiger redundanter Bordnetze hat dabei zuletzt auch deswegen zugenommen,
da Kraftfahrzeuge mit immer mehr Assistenzsystemen ausgestattet werden. Entsprechende
Assistenzsysteme dienen hierbei nicht nur zur Erhöhung des Komforts sondern auch zur
Erhöhung der Sicherheit, weswegen deren Funktion mit besonders hoher Zuverlässigkeit
sichergestellt werden soll.
[0004] Dies geschieht unter anderem durch den Einsatz der zuvor genannten redundanten Bordnetze,
bei denen üblicherweise mehrere Leistungsverteiler als Versorgungsknoten in einer
Ringform oder in einer Strangform angeordnet sind. Dabei dient jeder Leistungsverteiler
zur Versorgung einer Anzahl elektrischer Verbraucher und weist zwei Versorgungseingänge
auf, über die elektrische Leistung von zwei unabhängigen elektrischen Energiequellen
eingespeist werden kann.
[0005] Problematisch für derartige redundante Bordnetze sind jedoch Spannungsabfälle, die
beispielsweise durch einen sogenannten Kurzschluss hervorgerufen werden, da sich derartige
Spannungsabfälle typischerweise auch bis zu den Versorgungsknoten hin fortpflanzen,
sodass die Versorgungsspannung auch an den Versorgungsknoten, also an den Leistungsverteilern,
zusammenbricht. Sind nun beispielsweise Steuergeräte als elektrische Verbraucher an
einen solchen Leistungsverteiler angebunden, so führt ein entsprechender Spannungsabfall
bei diesen in der Regel dazu, dass diese in einen sogenannten Auto-Reset-Betriebszustand
fallen oder zurückversetzt werden und infolgedessen über einen potenziell problematisch
langen Zeitraum inaktiv sind. Ein Fahrerassistenzsystem, welches mit Hilfe eines entsprechenden
Steuergeräts realisiert ist, fällt dann dementsprechend über einen gewissen Zeitraum
hinweg aus. Dies ist insbesondere problematisch im Falle von Fahrerassistenzsystemen,
die für eine teilautomatisierte oder vollautomatisierte Fahrzeugführung, also für
das sogenannte autonome Fahren, ausgebildet sind.
[0006] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein vorteilhaft ausgebildetes
Bordnetz und einen vorteilhaft ausgebildeten Leistungsverteiler anzugeben.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Leistungsverteiler (IPDN) mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Bordnetz mit den Merkmalen des Anspruchs
8. Bevorzugte Weiterbildungen sind in den rückbezogenen Ansprüchen enthalten. Die
im Hinblick auf den Leistungsverteiler angeführten Vorteile und bevorzugten Ausgestaltungen
sind sinngemäß auch auf das Bordnetz übertragbar und umgekehrt.
[0008] Dabei werden mit einem entsprechenden Leistungsverteiler (IPDN) und/oder mit einem
entsprechenden Bordnetz zwei Ideenansätze verfolgt. Einer der Ideenansätze besteht
hierbei darin, ein einfacher ausgestaltetes redundantes Bordnetz zu realisieren sowie
einen einfacher ausgestalteten Leistungsverteiler.
[0009] Dazu wird der Umstand ausgenutzt, dass typischerweise nicht alle elektrischen Verbraucher
sicherheitsrelevant sind und dementsprechend nicht alle elektrischen Verbraucher durch
zwei unabhängige Versorgungsmöglichkeiten abgesichert werden sollen oder müssen. Infolgedessen
lässt sich dann das Bordnetz und/oder lassen sich die im Bordnetz eingesetzten Leistungsverteiler
einfacher gestalten. Eine solche vereinfachte Ausführung ist dabei insbesondere von
Vorteil, wenn diese in einem Kraftfahrzeug eingesetzt wird, welches eine relativ geringe
Anzahl sicherheitsrelevanter elektrischer Verbraucher aufweist und/oder welches lediglich
für eine teilautomatisierte Fahrzeugführung ausgebildet ist und nicht für eine vollautomatisierte
Fahrzeugführung. Ein hierfür ausgebildeter Leistungsverteiler (IPDN) weist dabei zumindest
zwei schaltbare Leistungsausgänge, die jeweils auch als Versorgungsanschlüsse nutzbar
sind, auf, wobei die schaltbaren Leistungsausgänge bevorzugt derart ausgestaltet sind,
dass in einem Fehlerfall der jeweils am direktesten mit der Fehlerquelle verbundene
Leistungsausgang und insbesondere lediglich der jeweils am direktesten mit der Fehlerquelle
verbundene Leistungsausgang schnell abgeschaltet, abgetrennt oder gesperrt wird. Bevorzugt
weist ein solcher Leistungsverteiler (IPDN) dann keine weiteren Leistungsausgänge
auf.
[0010] Der zweite Ideenansatz ist darin zu sehen, dass die eingangs genannten einfachen
Versorgungsknoten, beispielsweise die einfachen Versorgungsknoten einer Ringform oder
Ringleitung (Powerring), ersetzt werden durch Leistungsverteiler (IPDNs) mit zumindest
zwei schaltbaren Leistungsausgänge, wobei die schaltbaren Leistungsausgänge bevorzugt
derart ausgestaltet sind, dass in einem Fehlerfall der jeweils am direktesten mit
der Fehlerquelle verbundene Leistungsausgang und insbesondere lediglich der jeweils
am direktesten mit der Fehlerquelle verbundene Leistungsausgang oder die jeweils am
direktesten mit der Fehlerquelle verbundenen Leistungsausgänge und insbesondere lediglich
die jeweils am direktesten mit der Fehlerquelle verbundenen Leistungsausgänge schnell
abgeschaltet, abgetrennt oder gesperrt wird bzw. werden.
[0011] Die Abschaltung, Abtrennung oder Sperrung bewirkt dabei im Sinne dieser Anmeldung
in beiden Fällen, dass über den entsprechenden gesperrten Leistungsausgang kein elektrischer
Strom mehr aus dem Leistungsverteiler (IPDN) herausfließen kann, wohingegen es typischerweise
weiterhin möglich ist, dass elektrischer Strom über den entsprechenden gesperrten
Versorgungsanschluss in den Leistungsverteiler hineinfließt.
[0012] Erfindungsgemäß wird hierbei zur Abschaltung, Abtrennung oder Sperrung ein verzögernd
schaltendes Abschaltelement eingesetzt, bei dem die Verzögerung weiter bevorzugt abnimmt,
je stärker die Spannung abfällt und bei dem die Verzögerung insbesondere umgekehrt
proportional zur Tiefe des Spannungsabfalls ist, so dass beispielsweise in einer Anordnung
mehrerer Abschaltelemente dasjenige am schnellsten reagiert und schaltet, das sich
am nächsten am Ursprung des Spannungsabfalls befindet.
[0013] Die Erkennung des Fehlerfalls erfolgt dabei beispielsweise durch eine dynamische
Beurteilung eines auftretenden Spannungsabfalls oder Spannungszusammenbruchs, wobei
weiter bevorzugt dem entsprechenden Leistungsverteiler oder den entsprechenden Leistungsverteilern
keine weiteren Zusatzinformationen über Zusatzleitungen von außen zugeführt werden,
sodass dieser quasi autark den Fehlerfall ermittelt bzw. diese quasi autark den Fehlerfall
ermitteln und den betroffenen Leistungsausgang abschalten.
[0014] Als Fehlerfall ist hierbei insbesondere der Fall/der Betriebszustand vorgegeben,
bei dem Leistung/Strom über einen Leistungsausgang aus dem Leistungsverteiler heraus
fließt, während die Spannung am entsprechenden Leistungsausgang oder am Zwischenabgriff
unterhalb eines vorgegebenen ersten Sollwerts liegt. Das heißt, dass der Fehlerfall
insbesondere dann vorliegt, wenn ein sogenannter harter Kurzschluss auftritt. Die
Abschaltung, Abtrennung oder Sperrung durch das Schalten des Abschaltelements soll
daher sehr rasch erfolgen und dementsprechend ist ein hier vorgestellter Leistungsverteiler
bevorzugt derart ausgebildet, dass die Reaktionszeit, also die Zeitdifferenz zwischen
einem Abfall der Spannung an einem Leistungsausgang oder am Zwischenabgriff und der
Sperrung oder dem Abschluss der Sperrung des entsprechenden Leistungsausgangs, kleiner
etwa 10 ms ist, bevorzugt kleiner etwa 5 ms und insbesondere kleiner 1 ms. Ein entsprechender
Leistungsverteiler ist daher typischerweise nicht geeignet zur Absicherung gegen sogenannte
kriechende Kurzschlüsse wie sie beispielsweise in der
DE 10 2009 027 387 A1 näher beschrieben sind. Außerdem ist der vorgegebene erste Sollwert bevorzugt ein
Schwellwert, bei dessen Unterschreitung die Sperrung des entsprechenden Leistungsausgangs
im Wesentlichen unabhängig davon erfolgt, wie lange die Unterschreitung anhält. Es
sind also insbesondere nicht für verschiedene Unterschreitungszeiten unterschiedliche
Schwellwerte, also Spannungswerte, vorgegeben, sondern lediglich ein Schwellwert.
[0015] Sind dann mehrere solcher Leistungsverteiler mit schaltbaren Leistungsausgängen mit
verzögernd schaltenden Abschaltelementen, beispielsweise in einer Ringform oder in
einer Strangform, zur Ausbildung eines Versorgungsnetzes miteinander verschaltet und
über Leitungssegmente miteinander verbunden, so wird der Fehlerfall beim Auftreten
eines Fehlers, beispielsweise eines harten Kurzschlusses, in einem Leitungssegment
von den beiden daran angeschlossenen Leitungsverteilern am schnellsten ermittelt und
die an das fehlerbehaftete Leitungssegment angeschlossenen schaltbaren Leistungsausgänge
werden abgeschaltet. In der Folge ist dann das fehlerbehaftete Leitungssegment, also
beispielsweise ein einen Spannungseinbruch verursachendes Leitungssegment, quasi isoliert,
weswegen sich die Spannung im Übrigen Versorgungsnetz wieder stabilisiert, bevor weitere
Abschaltelemente reagieren. Die Spannungsversorgung kann somit für das übrige Versorgungsnetz,
also beispielsweise ein Bordnetz, durchgehend aufrecht erhalten werden. Dementsprechend
werden dann an derartige Leistungsverteiler angeschlossene Steuergeräte nicht in einen
Auto-Reset Betriebsmodus fallen und die eingangs beschriebenen Probleme werden nicht
auftreten.
[0016] Ein hier beschriebener Leistungsverteiler ist weiter bevorzugt einfach gehalten,
indem zum Beispiel auf eine zuvor genannte Zusatzleitung für Zusatzinformationen,
also für eine Datenübermittelung, verzichtet wird, wodurch sich auf einfach Weise
sehr zuverlässige Leitungsverteiler realisieren lassen und wodurch sich entsprechende
Leistungsverteiler verhältnismäßig kostengünstig fertigen lassen.
[0017] Die genaue Ausgestaltung eines entsprechenden Leistungsverteilers ist dabei an den
jeweiligen Anwendungsfall oder Verwendungszweck angepasst, wobei der Leistungsverteiler
vorzugsweise für den Einsatz als Teil eines Bordnetzes eines Fahrzeuges zu Land, zu
Wasser oder in der Luft und in jedem Fall für ein Gleichstrom-Versorgungsnetz, ausgelegt
ist.
[0018] Dabei weist ein solcher Leistungsverteiler typischerweise einen Zwischenabgriff oder,
insbesondere sofern der Leistungsverteiler beispielsweise für ein Bordnetz mit mehreren
entsprechenden Leistungsverteilern ausgebildet ist, einen als Versorgungsausgang oder
Versorgungsknoten ausgebildeten Zwischenabgriff beispielsweise zur Versorgung einer
Anzahl elektrischer Verbraucher auf sowie zwei Leistungsausgänge (nächster IPDN/Batterie)
als Versorgungsanschlüsse, die in der Regel als Leistungsanschlüsse ausgebildet sind
und dementsprechend je nach Betriebsweise oder je nach Betriebszustand des Leistungsverteilers
als Leistungseingänge oder als Leistungsausgänge dienen. Weiter weist der Leistungsverteiler
für jeden Leistungsausgang eine Schalteinheit mit einem Schalter zur bedarfsweisen
Sperrung des zugehörigen Leistungsausgangs auf, sodass ein an einen Leistungsausgang
angeschlossenes Leitersegment, ein daran angeschlossenes Teilbordnetz oder eine daran
angeschlossene elektrische Energiequelle bedarfsweise, also insbesondere in einem
Fehlerfall, vom entsprechenden Leistungsverteiler abgekoppelt werden kann, wobei hierdurch
zumindest ein Fließen von elektrischem Strom aus dem entsprechenden Leistungsausgang
heraus unterbunden wird. Auf diese Weise sind die Leistungsausgänge als schaltbare
Leistungsausgänge ausgebildet.
[0019] Hierbei ist jede dieser Schalteinheiten derart ausgebildet, dass eine Sperrung des
zugehörigen Leistungsausgangs erfolgt, wenn bei einem Spannungsabfall am zugehörigen
Leistungsausgang und/oder am Versorgungsausgang unter einen ersten Sollwert ein Fehlerfall
ermittelt wird, wobei die Sperrung des zugehörigen Leistungsausgangs umso schneller
erfolgt, je größer der entsprechende Spannungsabfall ist. Das heißt, dass die Schalteinheiten
derart ausgebildet sind, dass deren Reaktionszeit vom Spannungsabfall am zugehörigen
Leistungsausgang und/oder am Versorgungsausgang abhängt und umso kürzer ist, je größer
der entsprechende Spannungsabfall ist.
[0020] Von einem Spannungsabfall wird dabei im Sinne dieser Anmeldung dann gesprochen, wenn
die Spannung beispielsweise an einem Leistungsausgang von einer typischen Betriebsspannung
oder Versorgungsspannung, typischerweise ein Wertebereich um eine sogenannte Nennspannung
herum, ausgehend unter einen vorgegebenen Grenzwert, dem ersten Sollwert, fällt.
[0021] Als Fehlerfall ist zudem insbesondere der Fall/der Betriebszustand vorgegeben, bei
dem Leistung/Strom über einen der Leistungsausgänge aus dem Leistungsverteiler heraus
fließt oder bei dem Leistung/Strom über einen der Leistungsausgänge aus dem Leistungsverteiler
heraus fließt, während die Spannung am entsprechenden Leistungsausgang und/oder am
Versorgungsausgang unterhalb des vorgegebenen ersten Sollwerts liegt.
[0022] Wird weiter der Fehlerfall durch eine Schalteinheit ermittelt, so erfolgt ein Umschalten
des zugehörigen Schalters und somit eine Sperrung des zugehörigen Leistungsausgangs.
[0023] Ist ein entsprechender Leistungsverteiler also beispielsweise für ein Bordnetz eines
Kraftfahrzeuges ausgebildet, so ist das Bordnetz typischerweise für eine Nennspannung
von 12 V ausgelegt und dementsprechend ist dann auch ein hierfür vorgesehener Leistungsverteiler
für Nennspannung von 12 V ausgelegt. Die üblicherweise im Betrieb auftretenden Spannungs-Schwankungen
und die tolerierbaren Abweichungen der von der Nennspannung ergeben dann einen Wertebereich
um die Nennspannung, dessen niedrigster Wert als Grenze oder eben als erster Sollwert
vorgegeben wird und im Leistungsverteiler vorgegeben ist zwischen dem Normalbetrieb
mit einer Spannung oberhalb der Grenze und dem Fehlerfall bei einer Spannung unterhalb
der Grenze. Bei einem Bordnetz mit einer Nennspannung von 12 V wird dementsprechend
ein erster Sollwert vorgegeben, der, je nachdem welcher Wertebereich um die Nennspannung
herum als tolerierbar angesehen werden soll, 2 V bis 7 V und insbesondere 3 V bis
5 V unter dem Wert der Nennspannung, also 12 V, liegt, also zum Beispiel ein erster
Sollwert von 8,8 V. Das entsprechende Konzept lässt sich hierbei ohne Weiteres auch
auf Bordnetze mit einer höheren Spannung, beispielsweise 24 V oder 48 V, übertragen,
wobei der Toleranzbereich typischerweise geeignet angepasst wird.
[0024] Bevorzugt weist weiter jede Schalteinheit eine Spannungs-Überwachungs-Einheit zur
Überwachung der Spannung am zugehörigen Leistungsausgang und/oder am Zwischenabgriff
bzw. am Versorgungsausgang auf. Dabei ist vorzugsweise eine Komparatorschaltung Teil
einer solchen Spannungs-Überwachungs-Einheit, mittels der die Spannung am zugehörigen
Leistungseingang und/oder am Zwischenabgriff bzw. am Versorgungsausgang mit dem ersten
Sollwert verglichen wird, der insbesondere als Referenzspannung für die Komparatorschaltung
generiert wird und somit als Spannung vorliegt.
[0025] Alternativ weist der Leistungsverteiler lediglich eine Spannungs-Überwachungs-Einheit,
insbesondere mit einer Komparatorschaltung, auf, mittels derer beide Leistungseingänge
und/oder der Zwischenabgriff bzw. der Versorgungsausgang überwacht wird. In diesem
Fall sind dann die beiden Schalteinheiten mit dieser Spannungs-Überwachungs-Einheit
verknüpft.
[0026] Außerdem ist jeder Spannungs-Überwachungs-Einheit ein Verzögerungsglied, insbesondere
ein RC-Glied, vorgeschaltet. Jedes Verzögerungsglied dient hierbei vor allem dazu,
einen Spannungsabfall an der Spannungs-Überwachungs-Einheit, also zum Beispiel am
Eingang einer Komparatorschaltung, gegenüber einem am zugehörigen Leistungsausgang
und/oder am Zwischenabgriff bzw. am Versorgungsausgang auftretenden Spannungsabfall
zeitlich zu verzögern, wobei die zeitliche Verzögerung umso ausgeprägter ist, je langsamer
die Spannung am Versorgungsausgang abfällt und/oder je geringer der Spannungsabfall
am entsprechenden Versorgungsausgang bzw. am Zwischenabgriff bzw. am Versorgungsausgang
ausfällt. Auf diese Weise werden quasi spannungsabfall-abhängige Reaktionszeiten für
die Schalteinheiten vorgegeben, ohne dafür mehrere spannungsabhängige Schaltbedingungen
vorgeben zu müssen. Als Folge wird bevorzugt als Schaltbedingung für die Schalteinheiten
lediglich ein Spannungsschwellwert vorgegeben oder es werden als Schaltbedingungen
für die Schalteinheiten lediglich ein Spannungsschwellwert und die Stromrichtung vorgegeben.
Die Schaltbedingung ist dabei nicht mit der Reaktionszeit gleichzusetzen.
[0027] Hierdurch lässt sich mit entsprechenden Leistungsverteilern beispielsweise ein Bordnetz
aufbauen, bei dem stets nur diejenigen Leistungsausgänge gesperrt werden, die einer
Fehlerquelle, also insbesondere einer Kurzschlussstelle, und somit quasi dem Ursprung
des Spannungsabfall am nächsten liegen. Dabei wird der Umstand ausgenutzt, dass die
Spannung infolge eines entsprechenden Fehlers zwar an allen Versorgungsknoten abfällt,
die Tiefe der der Spannungseinbrüche an den Versorgungsknoten aber unterschiedlich
ausfällt und davon abhängig ist, wie nah ein Versorgungsknoten am Ursprung des Spannungsabfall
liegt.
[0028] Alternativ oder ergänzend hierzu weist eine jede Schalteinheit eine Stromrichtungs-Überwachungs-Einheit
auf, mittels derer die Stromflussrichtung am entsprechenden Leistungsausgang überwacht
wird, mit der also überwacht wird, ob über diesen Leistungsausgang Leistung/Strom
in den Leistungsverteiler hinein fließt oder aus dem Leistungsverteiler herausfließt.
Bevorzugt erfolgt dabei die Stromüberwachung indirekt durch eine Spannungsüberwachung,
die darüber hinaus bevorzugt eine Komparatorschaltung aufweist, mittels derer beispielsweise
die Spannungen vor und nach dem zugehörigen Schalter oder vor und nach einem Hilfswiderstand
am entsprechenden Leistungsausgang miteinander verglichen werden.
[0029] Von Vorteil ist dabei insbesondere eine Ausführung des Leistungsverteilers, bei der
jede Schalteinheit eine Spannungs-Überwachungs-Einheit mit einer Komparatorschaltung
und eine Stromrichtungs-Überwachungs-Einheit mit einer Komparatorschaltung aufweist
und bei der die Ausgänge der beiden Komparatorschaltungen einer Schalteinheit miteinander
verknüpft sind, sodass der zu einer Schalteinheit gehöriger Leistungsausgang nur dann
mittels des zugehörigen Schalter gesperrt wird, wenn Leistung/Strom über den entsprechenden
Leistungsausgang aus dem Leistungsverteiler heraus fließt, während die Spannung am
entsprechenden Leistungsausgang und/oder am Zwischenabgriff bzw. am Versorgungsausgang
unterhalb des vorgegebenen ersten Sollwerts liegt. Die beiden Komparatorschaltungen
werden hierzu bevorzugt über zumindest ein Logikgatter, welches beispielsweise als
AND-Gatter ausgebildet ist, oder über eine Logikschaltung miteinander verknüpft, welche
zum Beispiel aus AND-Gattern und OR-Gattern oder aus NAND-Gattern und NOR-Gattern
aufgebaut ist. Alternativ dazu teilen sich die beiden Schalteinheiten eine gemeinsame
Spannungs-Überwachungs-Einheit. In diesem Fall weist dann zweckdienlicherweise jede
Schalteinheit eine Stromrichtungs-Überwachungs-Einheit mit einer Komparatorschaltung
und zumindest ein Logikgatter auf, welches beispielsweise als AND-Gatter ausgebildet
ist, und der Ausgang der gemeinsamen Spannungs-Überwachungs-Einheit ist mit beiden
Schalteinheiten über diese beiden Logikgatter verknüpft.
[0030] Des Weiteren ist eine jede Schalteinheit vorteilhafterweise derart ausgestaltet,
dass diese eine Sperrung nach ermitteltem Fehlerfall dauerhaft aufrecht erhält, zumindest
bis die Sperrung über eine Reset-Schaltung und/oder durch einen manuellen Reset aufgehoben
wird, in dem beispielsweise ein Reset-Signal über einen Rest-Eingang am Leistungsverteiler
in den Leistungsverteiler eingespeist wird. Hierbei erfolgt dann beispielsweise nach
einer Sperrung eine Fehlervalidierung durch einen Controller, zum Beispiel ein Prozessor
oder eine programmierbare Steuereinheit, und gegebenenfalls wird nachfolgend eine
Entsperrung vorgenommen, indem beispielsweise ein Reset-Signal durch den Controller
in den Leistungsverteiler eingespeist wird. Alternativ ist ein entsprechender Reset-Eingang
zum Beispiel als Buchse an einem Gehäuse des Leistungsverteilers ausgebildet oder
die Reset-Schaltung weist einen Taster oder Schalter für eine manuelle Betätigung
auf, wobei in diesem Fall eine manuelle Betätigung ein Zurücksetzen der Schalteinheit
und somit ein Entsperren des dazugehörigen Leistungsausgang bedingt. Dabei wird davon
ausgegangen, dass die Ermittlung des Fehlerfalls in der Regel nur dann erfolgt, wenn
ein Defekt auftritt, der eine Reparaturmaßnahme notwendig macht, weswegen eine Entsperrung
des entsprechenden Versorgungsausgangs erst dann erfolgen soll, wenn eine entsprechende
Reparatur vorgenommen wurde. Dementsprechend soll der Reset dann beispielsweise durch
einen Servicemitarbeiter im Rahmen einer Wartung vollzogen werden.
[0031] Außerdem ist einer Ausführungsvariante entsprechend der Leistungsverteiler derart
ausgebildet, dass eine Art "Lock"-Funktion realisiert ist, mittels derer die Reaktionsfähigkeit
der anderen Schalteinheit oder aller übrigen Schalteinheiten zeitweise, beispielsweise
für eine Zeitdauer von etwa 100 bis etwa 300 µs, blockiert wird, sobald eine Schalteinheit
aufgrund eines Fehlerfalls reagiert hat. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise
verhindern, dass eine Schalteinheit quasi auf Spannungsschwankungen reagiert, die
durch eine andere Schalteinheit hervorgerufen werden, also durch den Sperrvorgang
einer der Leistungseingänge. Dabei gilt es zu bedenken, dass durch das Sperren eines
Leistungsausgangs im Schaltmoment Spannungspeaks ausgelöst werden können. Eine solche
"Lock"-Funktion lässt sich hierbei beispielsweise durch Logik-Gatter realisieren und/oder
durch eine Anpassung der zuvor genannten Logikschaltung.
[0032] Weiter erfolgt eine dauerhafte Sperrung bevorzugt mit Hilfe eines Setzspeichers in
einer jeden Schalteinheit, der bei Ermittlung des Fehlerfalls in einen Zustand versetzt
wird, durch den der zugehörigen Leistungsausgang gesperrt und nachfolgend gesperrt
gehalten wird. Im einfachsten Fall handelt es sich dabei um einen einfachen quasi
digitalen Speicher mit zwei Zuständen, wobei der eine Zustand die Sperrung des zugehörigen
Leistungsausgang bedingt, während der andere Zustand die Entsperrung bedingt.
[0033] Ist ein solcher Setzspeicher einerseits und eine Reset-Schaltung andererseits vorgesehen,
so ist es zweckdienlich, wenn die Reset-Schaltung direkt mit dem Setzspeicher verknüpft
ist. Bei einem Reset-Vorgang wird dann beispielsweise der Setzspeicher, zum Beispiel
ein Kondensator oder ein Logikbaustein, auf ein Massepotential gezogen, was dann einem
Low-Zustand entspricht, der eine Entsperrung des zugehörigen Leistungsausgangs bedingt
oder zumindest ermöglicht.
[0034] Zur Sperrung des Leistungsausgangs dagegen wird der Setzspeicher entsprechend in
einen High-Zustand versetzt, in dem an den Setzspeicher eine von Massepotential einfach
zu unterscheidende Spannung angelegt wird, beispielsweise 3 V.
[0035] Ein entsprechender Setzspeicher lässt sich dabei zudem problemlos in eine einfach
Logikschaltung, wie die zuvor genannte, integrieren, die aus Logikgattern aufgebaut
ist. Von Vorteil ist dabei beispielsweise eine Logikschaltung, bei der einem AND-Gatter
ein OR-Gatter nachgeschaltet ist, wobei weiter bevorzugt der Setzspeicher mit einem
Eingang des OR-Gatters verbunden ist. Alternativ oder ergänzend hierzu ist der Ausgang
des OR-Gatters mit dem Setzspeicher verbunden, wobei der Ausgang des OR-Gatters weiter
bevorzugt zur Ansteuerung des Schalters der entsprechenden Schalteinheit genutzt wird,
der typischerweise durch einen oder mehrere Halbleiterschalter ausgebildet ist. An
das zuvor genannte AND-Gatter lassen sich zudem vorteilhafterweise Komparatorschaltungen
anbinden.
[0036] Außerdem ist eine Ausführung des Leistungsverteilers von Vorteil, bei der jede der
Schalteinheiten eine Komparatorschaltung zur Spannungsüberwachung und eine Komparatorschaltung
zur Stromrichtungsüberwachung aufweist, wobei die beiden Komparatorschaltungen ausgangsseitig
über ein AND-Gatter miteinander verknüpft sind. Jenem AND-Gatter ist dann ein OR-Gatter
nachgeschaltet, wobei ein Eingang des OR-Gatters mit einem zuvor genannten Setzspeicher
verbunden ist, der gleichzeitig mit dem Ausgang des OR-Gatters verbunden ist. Zudem
ist an den Ausgang des OR-Gatters direkt oder indirekt zumindest ein Halbleiterschalter
angebunden, der in Abhängigkeit des Ausgangssignals am Ausgang des OR-Gatter gesperrt
oder entsperrt ist. Alternativ dazu teilen sich wiederum die beiden Schalteinheiten
eine gemeinsame Spannungs-Überwachungs-Einheit.
[0037] Unabhängig von der genauen Ausgestaltung der Schalteinheiten des Leistungsverteilers
sind die Schalteinheiten bevorzugt als autarke Schalteinheiten ausgebildet, in dem
Sinne, dass jede Schalteinheit eine isolierte, autarke Logikeinheit aufweist oder
ausbildet, so dass eine Sperrung des zugehörigen Leistungsausgangs ohne eine Kommunikation
mit anderen Schalteinheiten im entsprechenden Leistungsverteiler oder in anderen Leistungsverteilern
erfolgt. Es wird hierbei insbesondere auf eine Datenschnittstelle in einem entsprechenden
Leistungsverteiler verzichtet, über die dieser mit anderen Leistungsverteilern für
einen Informationsaustausch verbindbar ist. Auch kommen die entsprechenden Schalteinheiten
bevorzugt ohne Prozessoren oder programmierbare Steuereinheiten aus, weswegen die
Schalteinheiten und letzen Ende auch der Leistungsverteiler einfach gehalten ist.
Ist dagegen ein Prozessor oder eine programmierbare Steuereinheit, also beispielsweise
ein Controller, vorhanden, so wird dieser bevorzugt nicht für die Fehlererkennung,
Fehlerermittlung und/oder für ein Abschalten, insbesondere ein Sperren eines Leistungsausgangs,
benötigt und/oder genutzt.
[0038] Hierbei ist es außerdem günstig, wenn ein entsprechender Leistungsverteiler oder
eine jede Schalteinheit eine interne Spannungsversorgungs-Schaltung aufweist, die
die Schalteinheiten bzw. die jeweilige Schalteinheit versorgt und bevorzugt spannungsstabilisierend
wirkt. Dabei liegt die Versorgungsspannung der Schalteinheiten typischerweise unter
der Nennspannung des Leistungsverteilers.
[0039] Wie bereits zuvor erwähnt, wird der Schalter einer jeden Schalteinheit durch zumindest
einen Halbleiterschalter gebildet. Hierbei ist es zweckdienlich, wenn der Leistungsverteiler
oder eine jede Schalteinheit zumindest eine Spannungspumpe zur Ansteuerung der Halbleiterschalter
im Leistungsverteiler oder der Halbleiterschalter der jeweiligen Schalteinheit aufweist,
durch welche die Halbleiterschalter für den Normalbetrieb entsperrt werden.
[0040] Soll der Schalter einer Schalteinheit für höhere Leistungen ausgelegt sein, so ist
es außerdem zweckdienlich diesen durch mehrere parallel geschaltete Halbleiterschalter
auszubilden, welche dann auch parallel angesteuert und somit parallel, also insbesondere
zeitgleich, gesperrt und entsperrt werden. Die Halbleiterschalter einer Schalteinheit
sind dabei bevorzugt gleichartig ausgestaltet.
[0041] Zudem ist es vorteilhaft für die Schalteinheiten des Leistungsverteilers und insbesondere
für die Halbleiterschalter der Schalter einen Unterspannungsschutz vorzusehen, also
insbesondere zumindest eine Schaltung, beispielsweise eine Komparatorschaltung, die
eine Gateansteuerung erst zulässt, wenn die zur Verfügung stehende Versorgungsspannung
ausreichend für eine volle Durchschaltung ist.
[0042] Des Weiteren ist es günstig, wenn die Schalteinheiten des Leistungsverteilers auf
einer Leiterplatine realisiert sind und/oder wenn ein entsprechender Leistungsverteiler
oder jede Schalteinheit des Leistungsverteilers zumindest einen Eingang für Ansteuer-
und/oder Testsignale aufweist.
[0043] Weiter weist ein hier vorgestelltes Bordnetz je nach Anwendungszweck einen oder mehrere
Leistungsverteiler auf, der bzw. die gemäß einer der zuvor beschriebenen Ausgestaltungsvarianten
ausgebildet ist bzw. ausgebildet sind.
[0044] Gemäß einer Ausführungsvariante weist das Bordnetz dabei eine Anzahl sicherheitsrelevanter
Verbraucher und eine Anzahl sonstiger Verbraucher sowie ein erstes Teilbordnetz und
ein zweites Teilbordnetz auf, wobei das erste und das zweite Teilbordnetz über einen
Leistungsverteiler miteinander verbunden oder verknüpft sind. Dabei sind die sicherheitsrelevanten
Verbraucher bevorzugt zur redundanten Versorgung in beide Teilbordnetze eingebunden.
Die sonstigen Verbraucher sind bevorzugt zur einfachen Versorgung jeweils in eines
der beiden Teilbordnetze eingebunden und /oder an den Zwischenabgriff des Leistungsverteilers
angebunden.
[0045] Das Bordnetz ist in diesem Fall dann quasi zweigeteilt und es sind bevorzugt keine
weiteren Leistungsverteiler, also keine weiteren Leistungsverteiler dieser Ausgestaltung,
vorgesehen und im Bordnetz eingesetzt. Eine derartige Ausgestaltung des Bordnetzes
ist dabei insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Anzahl sicherheitsrelevanter Verbraucher
relativ gering ist und dementsprechend relativ wenige elektrische Verbraucher zweifach
abgesichert sein sollen oder müssen. Als sicherheitsrelevante elektrische Verbraucher
werden hierbei beispielsweise Steuereinheiten angesehen, mithilfe derer Fahrassistenzsysteme
realisiert werden, die zur teilautomatisierten Steuerung eines Kraftfahrzeuges ausgebildet
sind, die also in die Steuerung des Kraftfahrzeuges quasi eingreifen.
[0046] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung sind weiter alle sonstigen Verbraucher in
das erste Teilbordnetz eingebunden und dementsprechend dient dann das zweite Teilbordnetz
ausschließlich zur zusätzlichen Absicherung der sicherheitsrelevanten Verbraucher
oder aber es sind alle sonstigen Verbraucher an den Zwischenabgriff des Leistungsverteilers
angebunden.
[0047] Einer alternativen Ausgestaltungsvariante entsprechend sind die sicherheitsrelevanten
Verbraucher, also diejenigen elektrischen Verbraucher, die zur Realisierung einer
sicherheitsrelevanten Funktion genutzt und dementsprechend eingesetzt werden, nicht
zur redundanten Versorgung in beide Teilbordnetze eingebunden, stattdessen ist eine
vergleichbarere Redundanz dadurch erreicht, dass die sicherheitsrelevanten Verbraucher
doppelt vorhanden sind und zwar einmal im ersten Teilbordnetz und einmal im zweiten
Teilbordnetz. Die beiden Prinzipien lassen sich dabei auch miteinander kombinieren,
wobei in diesem Fall dann einige sicherheitsrelevante Verbraucher doppelt vorhanden
und einige sicherheitsrelevante Verbraucher zur redundanten Versorgung in beide Teilbordnetzte
eingebunden sind.
[0048] Bei einer derartigen Ausgestaltung eines Bordnetzes ist es je nach Anwendungszweck
weiter von Vorteil, wenn die beiden Schalteinheiten des Leistungsverteilers räumlich
voneinander getrennt sowie insbesondere in separaten Gehäusen angeordnet sind. In
einem solchen Fall ist dann der Zwischenabgriff zweckdienlicherweise als Leiterverbindung
oder Verteilerknoten ausgebildet, die bzw. der die beiden Schalteinheiten bzw. die
beiden separaten Gehäuse insbesondere für einen Leistungsaustausch oder eine Leistungsübertragung
elektrisch leitend miteinander verbindet.
[0049] In vorteilhafter Weiterbildung sind die beiden Schalteinheiten dann jeweils in einer
sogenannten Sicherungsbox angeordnet, beispielsweise zusammen mit einer Stromverteilerschiene
und/oder einer Anzahl von Schmelzsicherungen und/oder anderen Sicherungselementen,
wie elektronischen Sicherungen.
[0050] Alternativ bilden mehrere Leistungsverteiler, die gemäß einer der zuvor genannten
Ausführungsvarianten ausgestaltet sind, ein Bordnetz aus, wobei in diesem Fall dann
bevorzugt an jedem Leistungsverteiler über dessen als Versorgungsausgang ausgebildeten
Zwischenabgriff eine Anzahl an elektrischer Verbraucher angeschlossen ist. Bei einer
derartigen Ausgestaltung des Bordnetzes sind dann die Leistungsverteiler typischerweise
über ihre Leistungsausgänge und dazwischen liegende Verbindungsleiter untereinander
verbunden, wobei beispielsweise an zwei Leistungsausgängen oder an zwei Zwischenabgriffen
zweier Leistungsverteiler zwei elektrische Energiequellen für eine redundante Versorgung
der elektrischen Verbraucher mit elektrischer Leistung angeschlossen sind, sodass
bei einem Kurzschluss entlang einem der Verbindungsleiter dieser durch die angeschlossenen
Verbindungsleiter elektrisch isoliert wird.
[0051] Die Leistungsverteiler bilden zudem weiter bevorzugt je nach Ausführungsvariante
eine Verteilerkette aus, an deren Enden je eine elektrische Energiequelle angeschlossen
ist oder aber die Leistungsverteiler bilden einen Verteilerring aus, wobei an zwei
Leistungsverteilern jeweils eine elektrische Energiequelle angeschlossen ist.
[0052] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand einer schematischen
Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- in einem Blockschaltbild eine erste Ausführung eines Leistungsverteilers mit einer
ersten Ausführung einer Steuereinheit,
- Fig. 2
- in einem Blockschaltbild eine zweite Ausführung eines Leistungsverteilers mit einer
zweiten Ausführung der Steuereinheit,
- Fig. 3
- in einem Blockschaltbild eine erste Ausführung eines Bordnetzes mit mehreren Leistungsverteilern,
- Fig. 4
- in einem Blockschaltbild eine zweite Ausführung des Bordnetzes mit mehreren Leistungsverteilern,
- Fig. 5
- in einem Blockschaltbild eine dritte Ausführung des Bordnetzes mit einem Leistungsverteiler,
- Fig. 6
- in einem Blockschaltbild eine vierte Ausführung des Bordnetzes mit einem Leistungsverteiler
- Fig. 7
- in einem Blockschaltbild eine fünfte Ausführung des Bordnetzes mit einem Leistungsverteiler,
- Fig. 8
- in einem Blockschaltbild eine sechste Ausführung des Bordnetzes mit einem Leistungsverteiler,
- Fig. 9
- in einem Blockschaltbild eine dritte Ausführung der Steuereinheit,
- Fig. 10
- in einem Blockschaltbild eine vierte Ausführung der Steuereinheit sowie
- Fig. 11
- in einem Blockschaltbild eine fünfte Ausführung der Steuereinheit.
[0053] Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren jeweils mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0054] Ein nachfolgend exemplarisch beschriebener und in Fig. 1 skizzierter Leistungsverteiler
2 dient bevorzugt zur Ausbildung eines sogenannten Versorgungsknotens in einem in
Fig. 3 bis Fig. 6 beispielhaft dargestellten Bordnetz 4 eines Kraftfahrzeuges 6.
[0055] Jener Leistungsverteiler 2 ist dabei im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 zumindest
teilweise auf einer Leiterplatine 8 realisiert, welche in einem nicht mit abgebildeten
Kunststoffgehäuse einliegt. Er weist zwei Leistungsausgänge 10 auf, die als Leistungsanschlüsse
ausgebildet sind, sodass über einen entsprechenden Leistungsausgang 10 je nach Betriebssituation
oder Betriebszustand des Leistungsverteilers 2 elektrische Leistung/elektrischer Strom
in den Leistungsverteiler 2 hineinfließt oder aber elektrische Leistung/elektrischer
Strom aus dem Leistungsverteiler 2 herausfließt. Im verbauten Zustand des Leistungsverteilers
2 sind die entsprechenden Leistungsausgänge 10 dann direkt oder indirekt über Leitungssegmente
12 mit weiteren Leistungsverteilern 2, mit anderen elektrischen Baugruppen und/oder
mit elektrischen Energiequellen, beispielsweise einer Batterie 14, verbunden, so dass
der Leistungsverteiler 2 insbesondere einen Versorgungsknoten in dem Bordnetz 4 des
Kraftfahrzeuges 6 ausbildet.
[0056] Weiter weist der Leistungsverteiler 2 einen Zwischenabgriff 16 auf, der im Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 als Versorgungsausgang 16 ausgebildet ist, der zwischen den beiden Leistungsausgängen
10 zwischengeschaltet ist und über den sich einer Anzahl elektrischer Verbraucher
18 im Betrieb des Leistungsverteilers 2 mit elektrischer Energie versorgen lassen.
Hierzu ist der Versorgungsausgang 16 im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 als Verteilerblech
20 mit mehreren Anschlussarmen 22 ausgebildet, wobei bevorzugt in jeden Anschlussarm
22 nach an sich bekanntem Prinzip eine Schmelzsicherung 24 integriert ist. An jeden
Anschlussarm 22 wiederum ist im Ausführungsbeispiel ein Steckverbinder 26 angeschlossen,
an welchem sich ein elektrischer Verbraucher 18 über eine Steckverbindung anschließen
lässt. Gemäß einer alternativen Ausführung bilden die Anschlussarme 22 gemeinsam die
Steckkontakte eines einzigen Steckverbinders 26 aus.
[0057] Außerdem weist der Leistungsverteiler 2 eine Schalteinheit 28 mit einem Schalter
30 für jeden Leistungsausgang 10 auf, die im Bedarfsfall eine Sperrung des zugehörigen
Leistungsausgangs 10 ermöglicht.
[0058] Ein entsprechender Schalter 30 ist dabei im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 durch
drei parallel geschaltete Halbleiterschalter 32 ausgebildet, wobei parallel zu jedem
Halbleiterschalter 32 eine Sperrdiode 34 geschaltet ist. Die Halbleiterschalter 32
sind dabei im Wesentlichen identisch ausgestaltet und für schnelle Schaltvorgänge
ausgelegt. Bevorzugt werden hierbei Halbleiterschalter 32 eingesetzt, die sich innerhalb
einiger µs sperren lassen, also in 10 bis 100 µs.
[0059] Dabei sind insbesondere für Anwendungsfälle mit größerem Leistungsbedarf Schalter
30 mit mehreren parallel geschalteten Halbleiterschaltern 32 vorgesehen, auf die sich
die entsprechende Leistung verteilt. Im Falle eines geringeren Leistungsbedarfs und/oder
in Fällen, in denen die Anforderungen an die Schaltgeschwindigkeit geringer ausfallen,
lässt sich ein entsprechender Schalter 30 gegebenenfalls mithilfe nur eines Halbleiterschalters
32 realisieren und es wird in solchen Fällen dann auch auf die Verwendung mehrerer
Halbleiterschalter 32 verzichtet. Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel, bei dem
jeder Schalter 30 durch einen einzigen Halbleiterschalter 32 mit parallel geschalteter
Sperrdiode 34 realisiert ist, ist in Fig. 2 wiedergegeben.
[0060] Teil einer jeden Schalteinheit 28 ist außerdem eine Steuereinheit 36, mittels derer
der Schalter 30 der entsprechenden Schalteinheit 28 angesteuert wird und mittels derer
festgelegt wird, ob der zugehörige Schalter 30 und somit der zugehörige Leistungsausgang
10 gesperrt oder entsperrt ist. Im Ausführungsbeispiel sind dabei die Steuereinheiten
36 des Leistungsverteilers 2 einerseits und die Schalter 30 des Leistungsverteilers
2 andererseits auf verschiedenen Seiten der Leiterplatine 8 realisiert und über Durchkontaktierungen
miteinander verbunden. Einer alternativen Variante entsprechend sind die Steuereinheiten
36 einerseits und die Schalter 30 andererseits auf verschiedenen Leiterplatinen 8
realisiert, die dann beispielsweise über Leitungen miteinander verbunden sind oder
aber die Schalteinheiten 28 des Leistungsverteilers 2 sind als Ganzes auf einer Seite
einer Leiterplatine 8 realisiert.
[0061] Außerdem sind die Schalteinheiten 28 im Ausführungsbeispiel derart ausgebildet, dass
die Halbleiterschalter 32 der Schalter 30 in einem Ausgangszustand ohne eine dem Leistungsverteiler
2 von außen zugeführte oder zur Verfügung gestellte Versorgungsspannung gesperrt sind
und dementsprechend für einen Betrieb oder Normalbetrieb des Leistungsverteilers 2
im Bordnetz 4 entsperrt werden müssen. Hierzu wird die im Normalbetrieb über die Leistungsausgänge
10 zur Verfügung stehende elektrische Spannung genutzt, wobei aus dieser mittels einer
internen Spannungsversorgungs-Schaltung 38 mit einer Spannungspumpe 40 eine Versorgungsspannung
für die Schalteinheiten 28 und insbesondere für die Schalter 30 generiert wird, welche
die Halbleiterschalter 32 der Schalter 30 insbesondere zeitgleich entsperrt. Die Spannungsversorgung
der Halbleiterschalter 32 der Schalter 30 über die Spannungsversorgungs-Schaltung
38 wird dabei typischerweise permanent aufrechterhalten und dementsprechend sind die
Halbleiterschalter 32 in der Regel entsperrt, sobald ein entsprechender Leistungsverteiler
2 erst einmal im Kraftfahrzeuges 6 verbaut und an eine elektrische Energiequelle,
beispielsweise eine Batterie 14, angeschlossen ist. In einigen Fällen weist die entsprechende
interne Spannungsversorgungs-Schaltung 38 hierbei zudem einen Unterspannungsschutz
42 auf, der die Versorgungsspannung für die Schalteinheiten 28 und insbesondere für
die Schalter 30 erst dann freigibt, wenn die Versorgungsspannung ausreicht um insbesondere
sämtliche Halbleiterschalter 32 vollständig durchzuschalten.
[0062] Sind die Halbleiterschalter 32 und somit die Schalter 30 entsperrt, so erfolgt durch
die Schalteinheiten 28 eine Überwachung der zugehörigen Leistungsausgänge 10, wobei
im Falle der Ermittlung eines Fehlerfalls an einem Leistungsausgang 10 durch die zugehörige
Schalteinheit 28 der entsprechende Leistungsausgang 10 gesperrt wird, in dem der zugehörige
Schalter 30 angesteuert und hierdurch gesperrt wird. Im gesperrten Zustand ist dann
ein Stromfluss über den entsprechenden Leistungsausgang 10 aus dem Leistungsverteiler
2 heraus unterbunden.
[0063] Der Fehlerfall liegt dabei an einem Leistungsausgang 10 vor, wenn Leistung/Strom
über diesen Leistungsausgang 10 aus dem Leistungsverteiler 2 heraus fließt, während
die Spannung am entsprechenden Leistungsausgang 10 unterhalb eines vorgegebenen ersten
Sollwerts liegt. Dementsprechend werden durch die Schalteinheiten 28 die Spannungen
und Stromrichtungen an den Leistungsausgängen 10 überwacht.
[0064] Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 erfolgt die Überwachung der Spannungen an den
Leistungsausgängen 10 dabei indirekt durch eine Überwachung der Spannung am Zwischenabgriff
16 bzw. am Versorgungsausgang 16, wobei davon ausgegangen wird, dass die Spannung
am Zwischenabgriff 16 bzw. am Versorgungsausgang 16 bei geschlossenem Halbleiterschaltern
32 mit den Spannungen an den Leistungsausgängen 10 vergleichbar ist. Gemäß einer alternativen
Ausgestaltung erfolgt dagegen eine direkte Überwachung der Spannungen unmittelbar
an den entsprechenden Leistungsausgängen 10.
[0065] Eine entsprechende Spannungsüberwachung erfolgt dabei durch eine Spannungs-Überwachungs-Einheit
44, mit Hilfe derer sich Spannungsabfälle am Zwischenabgriff 16 bzw. am entsprechenden
Versorgungsausgang 16 detektieren lassen. Fällt die überwachte Spannung dann in Betrieb
des Leistungsverteilers 2 ausgehend von einer Versorgungsspannung oder Nennspannung
von beispielsweise etwa 12 Volt unter einen vorgegebenen ersten Sollwert von beispielsweise
9 Volt, so ist hierdurch durch die Schalteinheit 28 die erste Bedingung für den Fehlerfall
ermittelt.
[0066] Dabei wird bei der Vorgabe des ersten Sollwertes berücksichtigt, dass die Spannung
in einem Bordnetz 4 typischerweise lokal variiert und/oder zeitlichen Schwankungen
unterliegt. Diese Abweichungen werden jedoch als unproblematisch angesehen und sollen
dementsprechend auch nicht zur Ermittlung des Fehlerfalls führen. Gleichzeitig ist
es jedoch gewünscht, dass der Leistungsverteiler 2 oder vielmehr die Schalteinheiten
28 möglichst schnell auf Störungen im Bordnetz 4 reagieren und zwar auch dann, wenn
eine Störung, also beispielsweise das Auftreten eines Defekts bei einem Bauteil im
Bordnetz 4, nicht zu einem völligen Zusammenbruch der Versorgungsspannung im Bordnetz
4 führt, also zu einem Abfall der Spannung an einem Leistungsausgang 10 auf einen
Wert im Bereich eines Massepotentials. Ein erster Sollwert der etwa 20% unter der
sogenannten Nennspannung liegt stellt dabei einen vorteilhaften Kompromiss dar.
[0067] Weiter erfolgt durch die Schalteinheiten 28 im Ausführungsbeispiel zusätzlich zur
Überwachung der Spannung eine Überwachung der Stromrichtung am zugehörigen Leistungsausgang
10 mit Hilfe einer Stromrichtungs-Überwachungs-Einheit 45. Hierbei wird die Stromrichtung
indirekt über eine Spannungsdifferenz ermittelt, wobei hierzu wiederum eine Komparatorschaltung
genutzt wird, welche die Potentiale vor und nach dem zugehörigen Schalter 30 miteinander
vergleicht. Die zweite Bedingung ist dann erfüllt, wenn Strom über den zugehörigen
Leistungsausgang 10 aus dem Leistungsverteiler 2 herausfließt.
[0068] Der Fehlerfall liegt jedoch im Ausführungsbeispiel nur dann vor, wenn beide Bedingungen
erfüllt sind, wenn also eine Schalteinheit 28 ermittelt, dass Strom über den zugehörigen
Leistungsausgang 10 aus dem Leistungsverteiler 2 herausfließt, während die Spannung
am zugehörigen Leistungsausgang 10 unter dem ersten Sollwert liegt. Die beiden Komparatorschaltungen
einer jeden Schalteinheit 28 sind daher, wie im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 dargestellt,
ausgangsseitig über eine einfache Logik miteinander verknüpft, also hier einem AND-Gatter
46.
[0069] Der zugehörige Schalter 30 wird dabei gesperrt, indem ein dem AND-Gatter 46 nachgeschalteter
Halbleiterschalter 48 entsperrt und hierdurch das Potential am Gate des Halbleiterschalters
32 des Schalters 30 auf ein Massepotential oder ein Source-Potential gezogen wird.
Einmal entsperrt wird der dem AND-Gatter 46 nachgeschaltete Halbleiterschalter 48
mittels eines Setzspeichers 50 dauerhaft entsperrt gehalten, wodurch schließlich der
zugehörige Schalter 30 dauerhaft gesperrt bleibt. Hierzu ist dem AND-Gatter ein OR-Gatter
52 nachgeschaltet, welches sowohl eingangsseitig als auch ausgangsseitig mit dem Setzspeicher
50 verbunden ist. Eine Rücksetzung des Setzspeichers 50, der beispielsweise als Kondensator
ausgebildet ist, und infolgedessen eine Sperrung des nachgeschalteten Halbleiterschalters
48 und schließlich eine Entsperrung des zugehörigen Schalters 30 ist im Ausführungsbeispiel
dann nur möglich, indem der Setzspeicher 50 zusammen mit dem zugehörigen Eingang am
OR-Gatter 52 über einen Reset-Kontakt 54 auf ein Massepotential oder ein Source-Potential
gezogen wird.
[0070] Zusätzlich zum Reset-Kontakt 54 weist der Leistungsverteiler 2 oder eine jede Schalteinheit
28 je nach Ausführungsvariante weitere Ansteuer- und Test-Kontakte oder Kontaktanschlüsse
auf, die es erlauben verschiedene Signale einzuspeisen und/oder auszulesen, um beispielsweise
den Zustand des Leistungsverteilers 2 bzw. der jeweiligen Schalteinheit 28 zu ermitteln,
also insbesondere ob im Leistungsverteiler 2 bzw. in der jeweiligen Schalteinheit
28 ein Defekt vorliegt oder nicht. Hierzu wird dann beispielsweise im Rahmen einer
Wartung des Kraftfahrzeuges ein Testgerät über die Kontakte bzw. Kontaktanschlüsse
an den Leistungsverteiler 2 bzw. an die jeweilige Schalteinheit 28 angeschlossen.
Auch die Rücksetzung des Setzspeichers 50 erfolgt typischerweise im Rahmen einer Wartung
des Kraftfahrzeuges 6, und zwar nachdem die Störung, die zum Setzen des Setzspeichers
50 und somit zur Sperrung des zugehörigen Schalters 30 geführt hat, beseitigt worden
ist.
[0071] Weiter ist jeder Spannungs-Überwachungs-Einheit 44 bevorzugt ein Verzögerungsglied
vorgeschaltet, welches beispielsweise als RC-Glied 56 ausgestaltet ist. Hierdurch
wird ein Spannungsabfall am Eingang der Spannungs-Überwachungs-Einheit 44, also im
Ausführungsbeispiel am Eingang der entsprechenden Komparatorschaltung, gegenüber einem
am zugehörigen Leistungsausgang 10 bzw. am Zwischenabgriff bzw. am Versorgungsausgang
16 auftretenden Spannungsabfall zusätzlich verzögert, wobei die Verzögerung umso größer
ausfällt, je geringer oder je langsamer der Spannungsabfall am Leistungsausgang 10
bzw. am Versorgungsausgang 16 ist.
[0072] Mit einem solchen Leistungsverteiler 2 lässt sich dann auch ein vorteilhaftes, redundantes
Bordnetz 4 realisieren, in dem gemäß einer Ausführungsvariante mehrere Leistungsverteiler
2 beispielsweise in einer Ringform, sowie in Fig. 3 dargestellt, oder in einer Strangform,
sowie in Fig. 4 dargestellt, angeordnet werden und mit zwei unabhängigen elektrischen
Energiequellen, also insbesondere zwei Batterien 14, verbunden werden.
[0073] Tritt dann in einem der Leitungssegmente 12 beispielsweise ein Kurzschluss auf oder
ein anderer einen signifikanten Spannungsabfall verursachender Defekt, so werden stets
nur diejenigen Schalter 30 gesperrt, die entlang der Strompfade gesehen dem Defekt
am nächsten sind, also am dichtesten an der Fehlerquelle positioniert sind, wodurch
das entsprechende Leitungssegment 12 isoliert wird. Nach einer entsprechenden Isolierung
eines Leitungssegments 12 sind jedoch alle Leitungsverteiler 2 weiterhin mit zumindest
einer Batterie 14 verbunden, sodass die Versorgung der an die Leitungsverteiler 2
angeschlossenen elektrischen Verbraucher 18 weiterhin sichergestellt ist.
[0074] Einer alternativen Ausführungsvariante entsprechend wird das Bordnetz 4 mit lediglich
einem derartigen, zuvor beschriebenen Leistungsverteiler 2 realisiert, wobei das Bordnetz
4 in diesem Fall bevorzugt quasi zweiteilig aufgebaut ist und dementsprechend ein
erstes Teilbordnetz 58 und ein zweites Teilbordnetz 60 aufweist. Ein Ausführungsbeispiel
hierzu ist in Fig. 5 schematisch wiedergegeben, wobei das zweite Teilbordnetz 60 gestrichelt
dargestellt ist.
[0075] Hierbei dient das erste Teilbordnetz 58 zur Versorgung einer Anzahl sicherheitsrelevanter
elektrischer Verbraucher 62 sowie einer Anzahl sonstiger elektrischer Verbraucher
64, wohingegen das zweite Teilbordnetz 60 ausschließlich zur Versorgung der sicherheitsrelevanten
elektrischen Verbraucher 62 ausgebildet ist, so dass diese durch eine zweite Versorgungsmöglichkeit
zusätzlich abgesichert sind. Das heißt, dass lediglich für die sicherheitsrelevanten
elektrischen Verbraucher 62 eine redundante Versorgung vorgesehen ist.
[0076] Dabei sind die beiden Teilbordnetze 58, 60 über den einen Leistungsverteiler 2 miteinander
verbunden oder verknüpft und dementsprechend werden die beiden Teilbordnetze 58, 60
im Fehlerfall, also im Fall eines zuvor beschriebenen Fehlers, voneinander getrennt,
wodurch lediglich eines der beiden Teilbordnetze 58, 60 ausfällt und die Versorgung
der sicherheitsrelevanten elektrischen Verbraucher 62 durch das jeweilige andere Teilbordnetz
58, 60 weiterhin sichergestellt ist.
[0077] In einer modifizierten Variante des Bordnetzes 4 gemäß Fig. 5 werden beide Teilbordnetze
58, 60 zur Versorgung sonstiger elektrischer Verbraucher 64 genutzt, allerdings sind
die sonstigen elektrischen Verbraucher 64 auch hier bevorzugt jeweils nur an eines
der beiden Teilbordnetze 58, 60 angebunden, so dass die entsprechenden sonstigen elektrischen
Verbraucher 64 ausfallen, wenn das dazugehörige Teilbordnetz 58, 60 ausfällt.
[0078] Eine Abwandlung des Bordnetzes 4 gemäß Fig. 5 ist in Fig. 6 wiedergegeben, wobei
in diesem Fall die beiden Schalteinheiten 28 des Leistungsverteilers 2 räumlich voneinander
getrennt und in zwei separaten Gehäusen angeordnet sind. Hierbei ist jede der beiden
Schalteinheiten 28 bevorzugt Teil einer sogenannten Sicherungsbox 66, in der eine
sogenannte Stromverteilerschiene 68 angeordnet ist sowie typischerweise eine Anzahl
Sicherungselemente, beispielsweise Schmelzsicherungen und/oder elektronische Sicherungen.
Bei dieser Ausführungsvariante ist der Leistungsverteiler 2 quasi halbiert und jedes
der beiden Gehäuse bzw. jede Sicherungsbox weist quasi einen halben Leistungsverteiler
2 auf.
[0079] Die beiden Sicherungsboxen 66 mit den darin enthaltenen Schalteinheiten 28 sind weiterhin
zweckdienlicherweise über den Zwischenabgriff 16 des Leistungsverteilers 2 für einen
Leistungsaustausch oder eine Leistungsübertragung elektrisch leitend miteinander verbunden,
wobei in diesem Fall der Zwischenabgriff 16 beispielsweise als Leiterverbindung oder
Kabelverbindung ausgestaltet ist. Eine der beiden Sicherungsboxen 66 ist hierbei beispielsweise
im Frontbereich des Kraftfahrzeuges 6 angeordnet und die andere der beiden Sicherungsboxen
66 ist dann zum Beispiel im Heckbereich des Kraftfahrzeuges 6 angeordnet.
[0080] Außerdem weist bei dieser Ausführung jede Schalteinheit 28 bevorzugt eine eigene
interne Spannungsversorgungs-Schaltung 38 auf.
[0081] In Fig. 7 ist eine weitere Variante des Bordnetzes 4 gezeigt, die ähnlich der Ausführungsvariante
gemäß Fig. 6 aufgebaut ist. Allerdings sind hier in beide Teilbordnetze 58, 60 jeweils
sonstige elektrische Verbraucher 64 eingebunden und zudem ist ein sonstiger elektrischer
Verbraucher 64 zur Versorgung an den Zwischenabgriff 16 angebunden.
[0082] Alternativ zur redundanten Versorgung der sicherheitsrelevanten elektrischen Verbraucher
62 lässt sich eine Redundanz auch dadurch erreichen, dass die sicherheitsrelevanten
elektrischen Verbraucher 62 doppelt verbaut werden und zwar derart, dass jeder sicherheitsrelevante
elektrische Verbraucher 62 einmal im ersten Teilbordnetz 58 und einmal im zweiten
Teilbordnetz 60 vorhanden ist. Eine derartige Bordnetzausführung ist in Fig. 8 angedeutet.
Zudem sind im Falle dieser Ausführungsvariante alle sonstigen elektrischen Verbraucher
64 an den Zwischenabgriff 16 angebunden. Diese Anbindung ist dabei als indirekte Anbindung
ausgestaltet, wobei zwischen den Zwischenabgriff 16 und den sonstigen elektrischen
Verbrauchern 64 eine zusätzliche Sicherungsbox 66 mit einer zusätzlichen Schalteinheit
28 zwischengeschaltet ist. In diesem Fall weist der Leistungsverteiler 2 dann quasi
drei Schalteinheiten 28 auf.
[0083] In den Darstellungen Fig. 9 sowie Fig. 10 sind schließlich zwei alternative Ausführungen
der Steuereinheit 36 wiedergegeben. Bei diesen Ausführungen ist die Logikschaltung
nicht durch AND-Gatter 46 und OR-Gatter 52 aufgebaut sondern mit Hilfe von NAND-Gattem
72 und NOR-Gattern 74.
[0084] Darüber hinaus ist bei diesen Ausführungen der Steuereinheit 36 eine sogenannte "Lock"-Funktion
realisiert, die es ermöglicht, die Reaktionsfähigkeit einer Schalteinheit 28, die
eine solche Steuereinheit 36 aufweist, zumindest zeitweise, also beispielsweise für
eine Zeitdauer von etwa 100 bis etwa 300 µs, zu blockieren. Dazu wird dann beispielsweise
über einen "Lock"-Eingang 70 ein Schaltsignal oder Steuersignal der Logikschaltung
der Steuereinheit 36 der Schalteinheit 28 derart zugeführt, dass der Halbleiterschalter
48 unabhängig von der mittels der Spannungs-Überwachungs-Einheit 44 überwachten Spannung
zumindest zeitweise nicht mehr entsperrt werden kann und dementsprechend der zugehörige
Schalter 30 der Schalteinheit 28 nicht gesperrt werden kann.
[0085] Typischerweise soll dabei die Reaktionsfähigkeit einer Schalteinheit 28 genau dann
blockiert werden, wenn eine weitere Schalteinheit 28 desselben Leistungsverteilers
2 aufgrund eines Fehlerfalls reagiert hat oder gerade reagiert. Daher sind im Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 11 die Logikschaltungen zweier Steuereinheiten 36 zweier Schalteinheiten
28 eines Leistungsverteilers 2 zur Realisierung einer solchen "Lock"-Funktion miteinander
verknüpft. Die Logikschaltungen der beiden Steuereinheiten 36 sind dabei, von der
Verknüpfung abgesehen, entsprechend der Logikschaltung der Steuereinheit 36 gemäß
Fig. 9 ausgestaltet. Zur Ausbildung der Verknüpfung ist hierbei bei beiden Steuereinheiten
36 jeweils der Ausgang des NOR-Gatters 74, welches den zugehörigen Halbleiterschalter
48 der jeweiligen Steuereinheit 36 ansteuert, über ein RC-Glied 76 mit einem Eingang
des NAND-Gatters 72 der jeweils anderen Steuereinheit 36 verbunden, welches der zugehörigen
Spannungs-Überwachungs-Einheit 44 nachgeschaltet ist. Als Folge blockiert dann quasi
ein Schaltsignal oder Steuersignal, welches in einer der Steuereinheiten 36 des Leistungsverteilers
2 den zugehörigen Halbleiterschalter 48 entsperrt, gleichzeitig eine Entsperrung des
Halbleiterschalters 48 der anderen Steuereinheit 36 des Leistungsverteilers 2.
Bezugszeichenliste
[0086]
- 2
- Leistungsverteiler
- 4
- Bordnetz
- 6
- Kraftfahrzeug
- 8
- Leiterplatine
- 10
- Leistungsausgang
- 12
- Leitungssegment
- 14
- Batterie
- 16
- Zwischenabgriff/Versorgungsausgang
- 18
- elektrischer Verbraucher
- 20
- Verteilerblech
- 22
- Anschlussarm
- 24
- Schmelzsicherung
- 26
- Steckverbinder
- 28
- Schalteinheit
- 30
- Schalter
- 32
- Halbleiterschalter
- 34
- Sperrdiode
- 36
- Steuereinheit
- 38
- interne Spannungsversorgungs-Schaltung
- 40
- Spannungspumpe
- 42
- Unterspannungsschutz
- 44
- Spannungs-Überwachungs-Einheit
- 45
- Stromrichtungs-Überwachungs-Einheit
- 46
- AN D-Gatter
- 48
- Halbleiterschalter
- 50
- Setzspeicher
- 52
- OR-Gatter
- 54
- Reset-Kontakt
- 56
- RC-Glied
- 58
- erstes Teilbordnetz
- 60
- zweites Teilbordnetz
- 62
- sicherheitsrelevanter elektrischer Verbraucher
- 64
- sonstiger elektrischer Verbraucher
- 66
- Sicherungsbox
- 68
- Stromverteilerschiene
- 70
- "Lock"-Eingang
- 72
- NAND-Gatter
- 74
- NOR-Gatter
- 76
- RC-Glied
1. Leistungsverteiler (2), insbesondere für ein Bordnetz (4) eines Kraftfahrzeuges (6),
aufweisend zwei Leistungsausgänge (10), einen Zwischenabgriff (16), und je eine Schalteinheit
(28) für jeden Leistungsausgang (10) mit einem Schalter (30) zur bedarfsweisen Sperrung
des zugehörigen Leistungsausgangs (10), wobei
- jede dieser Schalteinheiten (28) derart ausgebildet ist, dass eine Sperrung des
zugehörigen Leistungsausgangs (10) erfolgt, wenn bei einem Spannungsabfall am zugehörigen
Leistungsausgang (10) und/oder am Zwischenabgriff (16) unter einen ersten Sollwert
ein Fehlerfall ermittelt wird, wobei die Sperrung des zugehörigen Leistungsausgangs
(10) umso schneller erfolgt, je größer der entsprechende Spannungsabfall ist,
- jede dieser Schalteinheiten (28) mit einer Spannungs-Überwachungs-Einheit (44) verknüpft
ist, mittels derer die Spannungen an den Leistungsausgängen (10) und/oder die Spannung
am Zwischenabgriff (16) überwacht wird, oder wobei jede dieser Schalteinheiten (28)
eine Spannungs-Überwachungs-Einheit (44) aufweist, mittels derer die Spannung am zugehörigen
Leistungsausgang (10) und/oder am Zwischenabgriff (16) überwacht wird und
- jeder Spannungs-Überwachungs-Einheit (44) ein Verzögerungsglied (56) vorgeschaltet
ist, so dass ein Spannungsabfall am zugehörigen Leistungsausgang (10) und/oder am
Zwischenabgriff (16) einen Spannungsabfall mit verändertem zeitlichen Verlauf an der
jeweiligen Spannungs-Überwachungs-Einheit (44) bedingt.
2. Leistungsverteiler (2) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass dieser derart ausgebildet ist, dass in einem Fehlerfall der jeweils am direktesten
mit der Fehlerquelle verbundene Leistungsausgang und insbesondere lediglich der jeweils
am direktesten mit der Fehlerquelle verbundene Leistungsausgang gesperrt wird.
3. Leistungsverteiler (2) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Zwischenabgriff (16) als Verteilerknoten oder als Versorgungsausgang (16) zur
Versorgung einer Anzahl elektrischer Verbraucher (18) ausgebildet ist.
4. Leistungsverteiler (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede Spannungs-Überwachungs-Einheit (44) eine Komparatorschaltung (44) aufweist,
mittels derer die Spannung am zugehörigen Leistungsausgang (10) und/oder am Zwischenabgriff
(16) mit einer generierten Referenzspannung verglichen wird, wobei die Referenzspannung
(URef) dem ersten Sollwert entspricht.
5. Leistungsverteiler (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede dieser Schalteinheiten (28) einen Setzspeicher (50) aufweist, der eine initiierte
Sperrung dauerhaft aufrechterhält.
6. Leistungsverteiler (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Art "Lock"-Funktion realisiert ist, mittels derer die Reaktionsfähigkeit der
anderen Schalteinheit (28) oder aller übrigen Schalteinheiten (28) zeitweise, insbesondere
für eine Zeitdauer von etwa 100 bis etwa 300 µs, blockiert wird, sobald eine Schalteinheit
(28) aufgrund eines Fehlerfalls reagiert hat.
7. Leistungsverteiler (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Schalteinheiten (28) räumlich voneinander getrennt sowie insbesondere
in separaten Gehäusen (66) angeordnet sind und dass der Zwischenabgriff (16) als Leiterverbindung
ausgebildet ist, die die beiden Schalteinheiten (28) bzw. die beiden Gehäuse (66)
elektrisch leitend miteinander verbindet.
8. Bordnetz (4) für ein Kraftfahrzeug (6) mit zumindest einem Leistungsverteiler (2)
gemäß einem der vorherigen Ansprüche.
9. Bordnetz (4) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass dieses mehrere Leistungsverteiler (2) gemäß einem der vorherigen Ansprüche aufweist,
wobei an jeden Leistungsverteiler (2) über dessen Zwischenabgriff (16) eine Anzahl
elektrischer Verbraucher (18) angeschlossen ist, wobei die Leistungsverteiler (2)
über ihre Leistungsausgänge (10) und dazwischenliegende Verbindungsleiter (12) untereinander
verbunden sind und wobei an zwei Leistungsausgängen (10) oder an zwei Zwischenabgriffen
(16) oder an einem Leistungsausgang (10) und an einem Zwischenabgriff (16) zweier
Leistungsverteiler (2) zwei elektrische Energiequellen (14) für eine redundante Versorgung
der elektrischen Verbraucher (18) mit elektrischer Leistung angeschlossen sind, so
dass bei einem Kurzschluss entlang einem der Verbindungsleiter (12) dieser durch die
angeschlossenen Leistungsverteiler (2) elektrisch isoliert wird.
10. Bordnetz (4) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leistungsverteiler (2) eine Verteilerkette ausbilden, an deren Enden je eine
der elektrischen Energiequellen (14) über einen Versorgungsausgang (16) oder einen
Leistungsausgang (10) angeschlossen ist.
11. Bordnetz (4) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leistungsverteiler (2) einen Verteilerring ausbilden, wobei an zwei Leistungsverteilern
(2) jeweils eine elektrische Energiequelle (14) über einen Versorgungsausgang (16)
oder einen Leistungsausgang (10) angeschlossen ist.
12. Bordnetz (4) nach Anspruch 8,
gekennzeichnet durch eine Anzahl sicherheitsrelevanter elektrischer Verbraucher (62), die zur Realisierung
einer sicherheitsrelevanten Funktion genutzt werden, und eine Anzahl sonstiger elektrischer
Verbraucher (64) sowie ein erstes Teilbordnetz (58) und ein zweites Teilbordnetz (60),
wobei das erste und das zweite Teilbordnetz (58,60) über den Leistungsverteiler (2)
miteinander verbunden sind, wobei die sicherheitsrelevanten elektrischen Verbraucher
(64) zur redundanten Versorgung jeweils in beide Teilbordnetze (58,60) eingebunden
sind und wobei die sonstigen elektrischen Verbraucher (64) zur einfachen Versorgung
jeweils in eines der beide Teilbordnetze (58,60) eingebunden sind.
13. Bordnetz (4) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass alle sonstigen elektrischen Verbraucher (64) in das erste Teilbordnetz (58) eingebunden
sind.
14. Bordnetz (4) nach Anspruch 8,
gekennzeichnet durch
eine Anzahl sicherheitsrelevanter elektrischer Verbraucher (62), die zur Realisierung
einer sicherheitsrelevanten Funktion genutzt werden, und eine Anzahl sonstiger elektrischer
Verbraucher (64) sowie ein erstes Teilbordnetz (58) und ein zweites Teilbordnetz (60),
wobei das erste und das zweite Teilbordnetz (58,60) über den Leistungsverteiler (2)
miteinander verbunden sind, wobei die sicherheitsrelevanten elektrischen Verbraucher
(64) zur redundanten Versorgung jeweils in beide Teilbordnetze (58,60) eingebunden
sind und wobei die sonstigen elektrischen Verbraucher (64) zur einfachen Versorgung
an den Zwischenabgriff (16) angebunden sind.
15. Bordnetz (4) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die sonstigen elektrischen Verbraucher (64) über eine zusätzliche Schalteinheit (28)
oder über einen zusätzlichen Leistungsverteiler (2) gemäß einem der vorherigen Ansprüche
an den Zwischenabgriff (16) angebunden sind.
1. Power distributor (2), in particular for an on-board network (4) of a motor vehicle
(6), comprising two power outputs (10), an intermediate tap (16) and a respective
switching unit (28) for each power output (10) with a switch (30) for blocking the
associated power output (10) as required, wherein
- each of these switching units (28) is designed in such a way that the associated
power output (10) is blocked if in the event of a voltage drop below a first setpoint
value at the associated power output (10) and/or at the intermediate tap (16) a fault
situation is detected, wherein the blocking of the associated power output (10) takes
place the faster the higher the corresponding voltage drop is,
- each of said switching units (28) is linked to a voltage monitoring unit (44), by
means of which the voltages at the power outputs (10) and/or the voltage at the intermediate
tap (16) are monitored, or wherein each of these switching units (28) comprises a
voltage monitoring unit (44), by means of which the voltage at the associated power
output (10) and/or at the intermediate tap (16) is monitored and
- a delay element (56) is connected upstream of each voltage monitoring unit (44),
so that a voltage drop at the associated power output (10) and/or at the intermediate
tap (16) causes a voltage drop with a modified time characteristic at the respective
voltage monitoring unit (44).
2. Power distributor (2) according to claim 1,
characterized in
that it is designed in such way that in the event of a fault situation, the power output
respectively connected most directly to the fault source and, in particular, respectively
only the power output connected most directly to the fault source is blocked.
3. Power distributor (2) according to claim 1 or 2,
characterized in
that the intermediate tap (16) is designed as a distribution node or as a supply output
(16) for supplying a number of electrical consumers (18).
4. Power distributor (2) according to one of claims 1 to 3,
characterized in
that each voltage monitoring unit (44) comprises a comparator circuit (44), by means of
which the voltage at the associated power output (10) and/or at the intermediate tap
(16) is compared to a generated reference voltage, wherein the reference voltage (URef) corresponds to the first setpoint value.
5. Power distributor (2) according to one of claims 1 to 4,
characterized in
that each of said switching units (28) comprises a set memory (50) which permanently maintains
an initiated blocking.
6. Power distributor (2) according to one of claims 1 to 5,
characterized in
that a type of "lock" function is implemented, by means of which the responsiveness of
the other switching unit (28) or of all other switching units (28) is temporarily
blocked, in particular for a period of about 100 to about 300 µs, as soon as one switching
unit (28) has responded due to a fault situation.
7. Power distributor (2) according to one of claims 1 to 6,
characterized in
that the two switching units (28) are spatially separated from one another and, in particular,
are arranged in separate housings (66), and in that the intermediate tap (16) is designed
as a conductor connection connecting the two switching units (28), respectively the
two housings (66) to one another in an electrically conductive manner.
8. On-board network (4) for a motor vehicle (6) with at least one power distributor (2)
according to one of the preceding claims.
9. On-board network (4) according to claim 8,
characterized in
that it comprises a plurality of power distributors (2) according to one of the preceding
claims, wherein a number of electrical consumers (18) are connected to each power
distributor (2) via its intermediate tap (16), wherein the power distributors (2)
are connected to one another via their power outputs (10) and intermediate connecting
conductors (12) and wherein two electrical energy sources (14) for a redundant supply
of electrical power to the electrical consumers (18) are connected to two power outputs
(10) or to two intermediate taps (16) or to one power output (10) and to one intermediate
tap (16) of two power distributors (2), so that in the event of a short circuit along
one of the connecting conductors (12), said conductor is electrically insulated by
the connected power distributors (2).
10. On-board network (4) according to claim 9,
characterized in
that the power distributors (2) form a distribution chain, to the ends of which in respectively
one of the electrical energy sources (14) is connected via a supply output (16) or
a power output (10).
11. On-board network (4) according to claim 9,
characterized in
that the power distributors (2) form a distributor ring, with an electrical energy source
(14) being respectively connected to two power distributors (2) via a supply output
(16) or a power output (10).
12. On-board network (4) according to claim 8,
characterised by
a number of safety-relevant electrical consumers (62), which are used to implement
a safety-relevant function, and a number of other electrical consumers (64) as well
as a first partial on-board system (58) and a second partial on-board system (60),
wherein the first and second partial on-board systems (58,60) are connected to one
another via the power distributor (2), and wherein the safety-relevant electrical
consumers (64) each are integrated into both partial on-board systems (58,60) for
redundant supply and with the other electrical consumers (64) each are integrated
into one of the two partial on-board systems (58,60) for simple supply.
13. On-board network (4) according to claim 12,
characterized in
that all other electrical consumers (64) are integrated into the first partial on-board
system (58).
14. On-board network (4) according to claim 8,
characterised by
a number of safety-relevant electrical consumers (62), which are used to implement
a safety-relevant function, and a number of other electrical consumers (64) as well
as a first partial on-board system (58) and a second on-board electrical system (60),
wherein the first and second partial on-board systems (58,60) are connected to one
another via the power distributor (2), with the safety-relevant electrical consumers
(64) each being integrated into both partial on-board systems (58,60) for redundant
supply and with the other electrical consumers (64) being connected to the intermediate
tap (16) for simple supply.
15. On-board network (4) according to claim 14,
characterized in
that the other electrical consumers (64) are connected to the intermediate tap (16) via
an additional switching unit (28) or via an additional power distributor (2) according
to one of the preceding claims.
1. Distributeur de puissance (2), en particulier pour un réseau de bord (4) d'un véhicule
automobile (6), comportant deux sorties de puissance (10), une prise intermédiaire
(16) et une unité de commutation (28) pour chaque sortie de puissance (10) avec un
commutateur (30) pour bloquer la sortie de puissance (10) associée en cas de besoin,
dans lequel
- chacune desdites unités de commutation (28) est conçue de telle manière que la sortie
de puissance (10) correspondante est bloquée en cas de chute de tension inférieure
à une première valeur de consigne à la sortie de puissance (10) correspondante et/ou
à la prise intermédiaire (16) si une condition de défaut est constatée, dans lequel
le blocage de la sortie de puissance (10) correspondante est d'autant plus rapide
que la chute de tension correspondante est importante,
- chacune desdites unités de commutation (28) est reliée à une unité de surveillance
de la tension (44), au moyen de laquelle les tensions aux sorties de puissance (10)
et/ou la tension à la prise intermédiaire (16) sont surveillées, ou dans lequel chacune
desdites unités de commutation (28) comporte une unité de surveillance de la tension
(44), au moyen de laquelle la tension à la sortie de puissance associée (10) et/ou
à la prise intermédiaire (16) est surveillée et
- un temporisateur (56) est connecté en amont de chaque unité de surveillance de la
tension (44), de sorte qu'une chute de tension à la sortie de puissance associée (10)
et/ou à la prise intermédiaire (16) provoque une chute de tension avec une caractéristique
temporelle modifiée à l'unité de surveillance de la tension (44) respective.
2. Distributeur de puissance (2) selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'il est conçu de telle manière qu'en cas de défaut, la sortie de puissance connectée
le plus directement à la source de défaut dans chaque cas et, en particulier, seule
la sortie de puissance connectée le plus directement à la source de défaut dans chaque
cas est bloquée.
3. Distributeur de puissance (2) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce
que la prise intermédiaire (16) est conçue comme un nœud de distribution ou comme une
sortie d'alimentation (16) pour l'alimentation d'un certain nombre de consommateurs
électriques (18).
4. Distributeur de puissance (2) selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce
que chaque unité de surveillance de la tension (44) comporte un circuit comparateur (44)
au moyen duquel la tension à la sortie de puissance associée (10) et/ou à la prise
intermédiaire (16) est comparée à une tension de référence générée, dans lequel la
tension de référence (URef) corresponde à la première valeur de consigne.
5. Distributeur de puissance (2) selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce
que chacune desdites unités de commutation (28) dispose d'une mémoire de réglage (50)
qui maintient en permanence un blocage initié.
6. Distributeur de puissance (2) selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce
qu'un type de fonction de "verrouillage" est réalisé, au moyen de laquelle la réactivité
de l'autre unité de commutation (28) ou de toutes les autres unités de commutation
(28) est temporairement bloquée, en particulier pendant une période d'environ 100
à environ 300 µs, dès qu'une unité de commutation (28) a répondu en raison d'un cas
de défaut.
7. Distributeur de puissance (2) selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce
que les deux unités de commutation (28) sont spatialement séparées l'une de l'autre et
sont en particulier disposées dans des boîtiers (66) séparés, et en ce que la prise intermédiaire (16) est conçue comme une connexion de conducteur qui rélie
les deux unités de commutation (28), respectivement les deux boîtiers (66) de manière
électriquement conductrice.
8. Réseau de bord (4) d'un véhicule automobile (6) avec au moins un distributeur de puissance
(2) selon l'une des revendications précédentes.
9. Réseau de bord (4) selon la revendication 8,
caractérisé en ce
qu'il comprend une pluralité de distributeurs de puissance (2) selon l'une des revendications
précédentes, dans lequel un certain nombre de consommateurs électriques (18) est connecté
à chaque distributeur de puissance (2) via sa prise intermédiaire (16), dans lequel
les distributeurs de puissance (2) sont reliés entre eux par leurs sorties de puissance
(10) et leurs conducteurs de connexion (12) intermédiaires et dans lequel à deux sorties
de puissance (10) ou à deux prises intermédiaires (16) ou à une sortie de puissance
(10) et à une prise intermédiaire (16) de deux distributeurs de puissance (2), deux
sources d'énergie électrique (14) pour une alimentation redondante en puissance électrique
des consommateurs électriques (18) sont reliées, de sorte qu'en cas de court-circuit
le long d'un des conducteurs de connexion (12), ce dernier est isolé électriquement
par les distributeurs de puissance (2) raccordés.
10. Réseau de bord (4) selon la revendication 9,
caractérisé en ce
que les distributeurs de puissance (2) forment une chaîne de distribution, aux extrémités
de laquelle, dans chaque cas, une des sources d'énergie électrique (14) est reliée
par une sortie d'alimentation (16) ou une sortie de puissance (10).
11. Réseau de bord (4) selon la revendication 9,
caractérisé en ce
que les distributeurs de puissance (2) forment un anneau de distribution, dans lequel
à deux distributeurs de puissance (2) respectivement une source de puissance électrique
(14) est reliée par une sortie d'alimentation (16) ou une sortie de puissance (10).
12. Réseau de bord (4) selon la revendication 8,
caractérisé par
un certain nombre de consommateurs électriques d'importance sécuritaire (62) qui sont
utilisées pour réaliser une fonction d'importance sécuritaire, et un certain nombre
d'autres consommateurs électriques (64) ainsi qu'un premier réseau de bord partiel
(58) et un deuxième réseau de bord partiel (60), dans lequel le premier et le deuxième
réseau de bord partiel (58, 60) sont reliés par le distributeur de puissance (2),
dans lequel les consommateurs électriques (64) d'importance sécuritaire sont intégrés
chacun dans les deux réseaux de bord partiels (58, 60) pour une alimentation redondante
et les autres consommateurs électriques (64) sont intégrés chacun dans l'un des deux
réseaux de bord partiels (58, 60) pour une alimentation facile.
13. Réseau de bord (4) selon la revendication 12,
caractérisé en ce
que tous les autres consommateurs électriques (64) sont intégrés dans le premier réseau
de bord partiel (58).
14. Réseau de bord (4) selon la revendication 8,
caractérisé par
un certain nombre de consommateurs électriques d'importance sécuritaire (62) qui sont
utilisées pour réaliser une fonction d'importance sécuritaire, et un certain nombre
d'autres consommateurs électriques (64) ainsi qu'un premier réseau de bord partiel
(58) et un deuxième réseau de bord partiel (60), dans lequel le premier et le deuxième
réseau de bord (58, 60) sont reliés entre eux par le distributeur de puissance (2),
dans lequel les consommateurs électriques (64) d'importance sécuritaire sont intégrés
dans les deux réseaux de bord partiels (58, 60) pour une alimentation redondante et
les autres consommateurs électriques (64) sont reliés à la prise intermédiaire (16)
pour une alimentation facile.
15. Réseau de bord (4) selon la revendication 14,
caractérisé en ce
que les autres consommateurs électriques (64) sont raccordés à la prise intermédiaire
(16) par l'intermédiaire d'une unité de commutation supplémentaire (28) ou d'un distributeur
de puissance (2) supplémentaire selon l'une des revendications précédentes.