[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung zum Spannen einer Schraubenfeder,
die als Torsions- oder Drehfeder wirkt, wobei zum Spannen der Feder deren beide Enden
zueinander verdreht werden, sodass die Feder in einem gespannten Zustand eine veränderte
axiale Länge gegenüber ihrem entspannten Zustand aufweist.
[0002] Derartig gespannte Schraubenfedern dienen beispielsweise der Antriebsunterstützung
von Sektionaltoren. Sektionaltore bestehen aus mehreren Torsektionen, die faltbar
miteinander verbunden sind und stirnseitig jeweils eine oder mehrere in Laufschienen
geführte Laufrollen aufweisen. Zum Heben und Senken des Sektionaltores dient eine
Antriebswelle, die mit einem Antrieb, meist ein Elektromotor verbunden ist. An der
Antriebwelle sind Schraubenfedern angebracht. Die Federkraft der Schraubenfedern wirkt
der Eigengewichtskraft des Tors entgegen, um die Drehung der Antriebwelle zu unterstützen
und den elektrischen Antrieb zu entlasten. Die Schraubenfeder wird an der Antriebswelle
fest montiert. Das Spannen der Schraubenfeder erfolgt während der Montage durch Einbringen
eines Drehmomentes an dem nicht drehfest befestigten Ende der Schraubenfeder, sodass
die Feder gespannt werden kann und die Feder im gespannten Zustand an der Antriebswelle
befestigt wird. Aufgrund der erforderlichen großen Kräfte bzw. Momente ist eine unterstützende
Vorrichtung zum Spannen der Feder nötig.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Vorrichtungen zum Spannen von Federn
bekannt.
[0004] In der
DE 10 2014 013 449 A1 ist ein Federbeinspanner zum Austausch einer Feder oder eines Stoßdämpfer eines Federbeins
eines Kraftfahrzeuges beschrieben. Die Federspannung wird durch zwei in das Innere
der Schraubenfeder greifende hufeisenförmige Federhalter des exzentrisch zur Feder
angeordneten Federbeinspanners realisiert, die sich durch das Betätigen einer am Federbeinspanner
angeordneten Spindel aufeinander zubewegen. Dadurch wird der axiale Versatz, den jeder
einzelne Drahtumfang an seinen beiden Enden aufweist, verringert, was zur Spannung
der Feder führt.
[0005] Die
DE 10 2013 101 083 A1 befasst sich mit einem Hilfswerkzeug zur Montage eines Stoßdämpfers, dass eine Haltebaugruppe
und eine Antriebsbaugruppe umfasst. Das Hilfswerkzeug weist einen Gewindevorschub
auf und ist koaxial zur zu spannenden Feder angeordnet. Mit Hilfe eines Drehelementes
wird das Hilfswerkzeug manuell um die Rotationsachse gedreht. Die Feder wird durch
die Veränderung des axialen Versatzes des Drahtumfangs ge- oder entspannt.
[0006] Die
DE 20 2012 005 626 U1 beschreibt eine Druckplatte für einen Federspanner, der zum Spannen einer zwischen
einem unteren und einem oberen Federteller aufgenommenen Schraubenfeder eines Federdämpferbeines.
Die Druckplatte ist am oberen Federteller zur axialen Abstützung von Halteelementen
angebracht, wobei die Halteelemente mit den Federwindungen der Schraubenfedern in
Eingriff bringbar sind.
[0007] Die
DE 20 2011 050 354 U1 bezieht sich auf einen Spannteller für einen Federspanner sowie Federspanner zur
Montage und Demontage von Schraubendruckfedern, insbesondere an gefederten Fahrwerken.
Dabei weist der Spannteller eine Kontaktfläche zur Aufnahme eines Federsegmentes auf,
über das eine Stauchkraft in axialer Richtung auf die Fahrwerksfeder aufbringbar ist.
[0008] Die
US 7,909,305 B2 beschreibt eine Federbeinentnahmevorrichtung. Sie umfasst zwei Verdichterplatten,
die so ausgebildet sind, dass sie einen Befestigungsbereich aufweisen, mit dem sie
mit einem antreibenden Gewindeabschnitt verbunden sind. Weiterhin weist jede Verdichterplatte
eine Einrichtung auf, die zum Eingriff in eine jeweils erste Spule einer Schraubenfeder
ausgebildet ist. Die Vorrichtung ist mit einem manuell erzeugten Drehmoment antreibbar.
[0009] Die zuvor beschriebenen Spannvorrichtungen erzeugen eine axial auf die Feder einwirkende
Kraft, ohne dass ein Drehmoment auf die zu spannende Feder einwirkt.
[0010] Die
DE 10 2012 104 673 B3 bezieht sich auf ein Werkzeug, System und Verfahren zum Verschrauben von in der Regel
zwei Schraubendruckfedern zu einer einzigen Schraubentellerfeder. An dem dafür eingesetzten
Werkzeug sind Handgriffe ausgebildet, die zur Bedienung des Werkzeuges dienen.
[0011] Die
US 3,651,719 lehrt ein Torsionsfedereinstellwerkzeug für obenliegende Türen. Mit ihm lässt sich
die Spannung von Torsionsfedern variieren. Das Werkzeug weist eine geteilte Klemmvorrichtung
auf und kann mit dem verstellbaren Hülsenanker in Eingriff gebracht werden. Dazu sind
umfänglich beabstandet abgerundete Zähne ausgebildet. Zur Einbringung eines Drehmomentes
in das Werkzeug sind Griffabschnitte zur manuellen Bedienung am Werkzeug ausgebildet.
[0012] Nachteilig bei den Lösungen gemäß der
DE 10 2012 104 673 B3 und der
US 3,651,719 ist, dass die Vorrichtungen von Hand betrieben werden müssen. Für Federn, die für
den Einsatz als Torgewichtsausgleich bei Sektionaltoren ausgelegt sind, ist mit den
bekannten Vorrichtungen viel Muskelkraft zum Spannen der Schraubenfeder erforderlich.
Aufgrund der beengten Einbausituation müssen die Hilfsmittel außerdem während des
Spannens immer wieder neu angesetzt werden. Die Einbauposition erfordert weiterhin,
dass die Bedienperson während des Spannens der Feder eine ergonomisch ungünstige Körperhaltung
einnehmen muss. Diese Vorgehensweise führt zu einer nicht zu unterschätzenden Gefährdung
der Bedienperson, bis die Torsionsfeder in einer gespannten Endlage gesichert werden
kann. In einigen Fällen ist es notwendig, dass zwei Personen gleichzeitig den Torsionsfedereinbau
vornehmen.
[0013] Die
US 3,921,761 A beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Wickeln von Torsionsfedern. Die
Vorrichtung umfasst eine Torsionsfeder, welche mit einem ersten Ende an einem Stützmittel
befestigt ist. Ein zweites Ende der Torsionsfeder ist gegenüber dem ersten Ende verdrehbar.
Weiterhin umfasst die Vorrichtung ein Getriebe sowie ein rotierbares Schneckengetriebe,
wobei das Getriebe mindestens ein durch das Schneckengetriebe rotierbares Getriebeteil
aufweist. Das Schneckengetriebe ist mit einem stationären Bauteil über eine Stützplatte
verbunden, welches gegenüber dem Getriebeteil beweglich ist und das Schneckengetriebe
in Position hält. Weiterhin weist die Vorrichtung ein Antriebselement in Form eines
Akkuschraubers oder eines elektrischen Motors auf.
[0014] In der
US 8,936,063 B1 ist ein System zum sicheren und effektiven Spannen einer Feder eines Garagentors
beschrieben. Das System besitzt einen Hauptsitz mit einem Zahnrad, welches antreibbar
ist, um die Feder zu spannen. Ein Abschnitt des Hauptsitzes umgreift die Welle des
Garagentors. Eingriffzacken greifen für die Übertragung der Spannkraft in Aufnahmeschlitze
im Hauptsitz ein.
[0015] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht ausgehend vom Stand der Technik darin,
das Spannen von Schraubenfedern weniger muskelkraftintensiv und weniger gefährlich
zu gestalten. Außerdem soll eine mögliche Beschädigung z. B. des Tors beim Spannen
der Feder verhindert werden.
[0016] Diese Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Spannvorrichtung zum Spannen einer
Schraubenfeder gemäß dem beigefügten Anspruch 1 gelöst.
[0017] Die erfindungsgemäße Spannvorrichtung dient zum Spannen einer Schraubenfeder, die
auf einer Hauptwelle gelagert ist. An ihrem einen Ende ist die Schraubenfeder mit
einem Rahmen- oder Gehäuseteil, in dem sich ein Lagerbock befindet, fest verbunden.
Die Spannvorrichtung umfasst einen Verzahnungsantrieb. Der Verzahnungsantrieb umfasst
ein erstes Getriebeelement sowie ein zweites Getriebeelement. Das erste Getriebeelement
ist auf der Hauptwelle axialverschiebbar geführt und mit einem freien Ende der Schraubenfeder
drehfest verbunden. Das zweite Getriebeelement steht mit dem ersten Getriebeelement
in Antriebseingriff, d. h. das zweite Getriebeelement treibt das erste Getriebeelement
an und versetzt dieses in eine Rotation um die Hauptwelle. Durch die drehfeste Verbindung
der Schraubenfeder an ihrem festen Ende mit dem Rahmen wird die Schraubenfeder bei
Einleitung eines Drehmomentes über das mit dem ersten Getriebeelement verbundene Ende
gespannt bzw. entspannt.
[0018] Die Spannvorrichtung umfasst weiterhin ein Halteelement. Das Halteelement hält das
zweite Getriebeelement während des Spannvorgangs in der Position des Antriebseingriffs
mit dem ersten Getriebeelement.
[0019] Die Spannvorrichtung umfasst weiterhin ein Antriebselement. Das Antriebselement ist
am zweiten Getriebeelement vorzugsweise lösbar angekoppelt, um dieses für den Spannvorgang
in Rotation zu versetzen.
[0020] Die Vorteile der Erfindung sind insbesondere darin zu sehen, dass die Spannvorrichtung
zum Spannen durch eine einzige Person bedienbar ist und weniger Kraft durch die Person
aufgebracht werden muss. Dadurch wird die Sicherheit beim Vorspannen großer Schraubenfedern
erhöht und es wird günstiger, schneller und einfacher, die Schraubenfedern mit der
benötigten Vorspannung zu installieren.
[0021] Der Verzahnungsantrieb der erfinderischen Spannvorrichtung ist als Kegelradgetriebe
ausgebildet. Somit ist das erste Getriebeelement als ein Kegelrad und das zweite Getriebeelement
als ein Kegelritzel gebildet. Die Rotationsachse des ersten Getriebeelementes und
des zweiten Getriebeelementes verlaufen dabei senkrecht zueinander. Die Drehachse
der Hauptwelle ist bevorzugt koaxial zur Rotationsachse des ersten Getriebeelementes
angeordnet. Senkrecht dazu ist ein Führungszapfen zur achszentralen Lagerung des Kegelritzels
angeordnet. Das Kegelrad weist eine zentrale Öffnung auf, die zur Durchführung der
Hauptwelle dient. Eine zentrale Öffnung des Kegelritzels dient zur Aufnahme eines
Führungszapfens und kann durch eine Durchgangsöffnung gebildet sein. So ist eine Antriebswelle,
deren eines Ende als Führungszapfen ausgebildet ist, in der axialen Durchgangsöffnung
des Kegelritzels anordenbar.
[0022] Das Kegelrad ist mit einer Führungsbuchse verbunden. Die Führungsbuchse ist auf der
Hauptwelle axialverschiebbar geführt, so dass die Führungsbuchse zusammen mit dem
Kegelrad auf der Hauptwelle axialverschiebbar ist. An ihrem Außenumfang weist die
Führungsbuchse eine Führungsnut auf. In der Führungsnut ist der Führungszapfen des
Kegelritzels gelagert.
[0023] Das Kegelrad ist einstückig mit der Führungsbuchse verbunden. Auf seiner der Führungsbuchse
axial abgewandten Seite weist das Kegelrad einen zylindrischen Aufnahmeabschnitt auf.
An diesem Aufnahmeabschnitt ist das freie Ende der Schraubenfeder drehfest befestigt.
Die Schraubenfeder ist am Aufnahmeabschnitt beispielsweise durch Anschweißen oder
Nieten befestigt. Die Schraubenfeder kann in einer weiteren Ausführungsform lösbar
am Aufnahmeabschnitt befestigt sein, indem sie beispielsweise verschraubt wird. Die
drehfeste Verbindung der Schraubenfeder an dem Aufnahmeabschnitt überträgt ein auf
das Kegelrad wirkendes Drehmoment auf die Schraubenfeder. Je nach Drehrichtung und
Ausgangslage der Schraubenfeder spannt das eingeprägte Drehmoment die Schraubenfeder
oder entspannt sie. Die dabei auftretende Änderung der axialen Ausdehnung der Feder
führt dazu, dass sich die Position des freien Endes der Schraubenfeder entlang der
Hauptwelle zwischen einer gespannten und einer entspannten Endlage verschiebt. Das
Kegelrad, das mit der Schraubenfeder verbunden ist, bewegt sich also auch zwischen
diesen beiden Endlagen auf der Hauptwelle. Da das Kegelrad zum Spannen oder Entspannen
der Schraubenfeder mit dem Kegelritzel in Antriebseingriff steht, ist es notwendig,
dass das Kegelritzel gut am Kegelrad eingreift und mit diesem mitbewegt wird. Dafür
weist die Spannvorrichtung das Halteelement auf.
[0024] Das Halteelement umfasst bevorzugt einen Bügel und eine mit dem Bügel verbundene
Druckplatte. Der Bügel ist die Führungsbuchse und das Kegelritzel umgreifend anbringbar.
Die Druckplatte ist bevorzugt positioniert, um in axialer Richtung eine Haltekraft
auf eine der Führungsbuchse abgewandte Seite und senkrecht zu deren Rotationsachse
angeordnete Bodenfläche des Kegelritzels einzuprägen. Dadurch wird der Führungszapfen,
auf dem das Kegelritzel gelagert ist, in die Führungsnut der Führungsbuchse des Kegelrades
eingepresst. So bleibt während des Spannens oder Entspannens der Schraubenfeder das
Kegelrad mit dem Kegelritzel im Eingriff.
[0025] Es ist weiterhin vorteilhaft ein erstes Gegenstück zwischen Bügel und Führungsbuchse
anzuordnen. Ein zweites Gegenstück ist zwischen der Druckplatte und der Bodenfläche
des Kegelritzels platzierbar. Die Gegenstücke unterstützen eine gleichmäßige Einleitung
der Haltekraft durch das Halteelement, indem sie durch hinreichend große Kontaktflächen
ausreichend große Kontaktbereiche zwischen dem Halteelement und zwischen den Getriebeelementen
bilden. Die Gegenstücke weisen dafür bevorzugt eine an die Geometrie des Haltelementes
und die Geometrie der Getriebeelemente angepasste Form auf und sind hinsichtlich der
wirkenden Kräfte aus haltbaren Werkstoffen gebildet.
[0026] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Antriebselement als ein Elektromotor
gebildet. Auf einer Motorachse des Elektromotors ist das zweite Getriebeelement, also
dass Kegelritzel, angebracht. Besonders bevorzugt wie auch zweckmäßig ist das Ende
der Motorachse, auf der das zweite Getriebeelement angeordnet ist, als Führungszapfen
zur Lagerung des Kegelritzels ausgebildet. Im einfachsten Fall kommt als Antriebselement
eine Handbohrmaschine oder ein Akkuschrauber in Betracht.
[0027] Eine bevorzugte Ausführung der Spannvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass sie
weiterhin Feststellelemente aufweist. Mit den Feststellelementen ist das erste Getriebeglied
an der Hauptwelle drehfest festlegbar. Ein Feststellelement kann beispielsweise ein
Keil, ein Stift, eine Schraube, ein Bolzen oder dergleichen sein. Zum Feststellen
ist beispielsweise eine Nut in der Hauptwelle angeordnet und korrespondierend dazu
mindestens eine Durchgangsöffnung im ersten Getriebeglied. Jede der Durchgangsöffnungen
erstreckt sich vorzugsweise abschnittsweise radial umlaufend entlang des Außenumfangs,
im Bereich der Führungsbuchse des Kegelrades, im zylindrischen Aufnahmeabschnitt des
Kegelrades oder am Kegelrad selbst. Die Durchgangsöffnungen sind beispielsweise durch
Bohrungen oder Langlöcher gebildet, und dienen zur Durchführung eines Feststellelementes.
[0028] Nach einer zweckmäßigen Ausführungsform ist das zweite Getriebeelement lösbar am
ersten Getriebeelement angebracht, sodass der Antriebseingriff aufhebbar ist. Um das
zweite Getriebeelement frei zu geben, sind bevorzugt der Bügel und die Druckplatte,
also das Halteelement, lösbar an der Spannvorrichtung angebracht. Durch das Lösen
des Halteelementes entfällt die auf die Bodenfläche des Kegelritzels eingeprägte Haltekraft.
Dadurch löst sich der Führungszapfen des zweiten Getriebeelementes aus der Führungsnut
des ersten Getriebeelementes, so dass das zweite Getriebeelement abnehmbar ist. Der
Bügel ist mit der Druckplatte beispielsweise durch Schrauben lösbar verbunden.
[0029] Weitere Vorteile, Einzelheiten und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform, unter Bezugnahme
auf die Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1:
- einen Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung zum Spannen einer Schraubenfeder;
- Fig. 2:
- eine Vorderansicht der Spannvorrichtung mit einem Halteelement.
[0030] Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung 01 zum Spannen
einer Schraubenfeder 02, die auf einer Hauptwelle 03 geführt ist. Nicht dargestellt
ist der Bereich, in dem die Schraubenfeder 02 mit einem festen Ende drehfest mit einem
Gehäuseteil oder einem Rahmen (nicht gezeigt) verbunden ist.
[0031] Die Spannvorrichtung umfasst einen Verzahnungsantrieb, der durch ein erstes Getriebeelement
06 und ein zweites Getriebeelement 07 gebildet ist, wobei das erste Getriebeelement
06 als ein Kegelrad und das zweite Getriebeelement 07 als ein Kegelritzel ausgebildet
sind. Die Rotationsachse des Kegelrades 06 verläuft senkrecht zur Rotationsachse des
Kegelritzels 07.
[0032] Das Kegelrad 06 ist auf der Hauptwelle 03 axialverschiebbar geführt. Dafür weist
das Kegelrad 06 eine erste axiale Durchgangsöffnung 09 auf, durch die die Hauptwelle
03 verläuft.
[0033] Das Kegelrad 06 ist an seiner von der Schraubenfeder 02 abgewandten Seite mit einer
Führungsbuchse 10 verbunden. Die Führungsbuchse 10 ist vorzugsweise einstückig am
Kegelrad angeformt und weist eine Führungsnut 11 auf. Die Führungsnut 11 ist radial
umlaufend ausgebildet. Die zur Schraubenfeder gerichtete Seite des Kegelrades 06 weist
einen zylindrischen Aufnahmeabschnitt 12 auf. Sowohl in der Führungsbuchse 10 als
auch im Aufnahmeabschnitt 12 setzt sich die Durchgangsöffnung 09 fort.
[0034] An dem Aufnahmeabschnitt 12 ist ein während des Spannvorgangs gegenüber der Hauptwelle
03 drehbares Ende der Schraubenfeder 02 befestigt, sodass wenn das erste Getriebeelement
06 rotiert, sich ein Drehmoment in die Schraubenfeder 02 überträgt. Je nach Drehrichtung
des ersten Getriebeelementes 06 führt die Einprägung des Drehmomentes zum Spannen
oder Entspannen der Schraubenfeder.
[0035] Das Kegelritzel 07 weist eine zweite axiale Durchgangsöffnung 14 auf. Die zweite
Durchgangsöffnung 14 dient zur Aufnahme einer Antriebswelle 15, die an einem Ende
mit einem elektrischen Antrieb (nicht dargestellt) verbindbar ausgebildet ist und
deren freies Ende als Führungszapfen 16 ausgebildet ist. Die Antriebswelle 15 ist
drehfest mit dem Kegelritzel 07 verbunden und überträgt ein Drehmoment von dem elektrischen
Antrieb auf das Kegelritzel 07. Der Führungszapfen 16 des Kegelritzels 07 ist zur
Führung des Kegelritzels 07 im Eingriff mit dem Kegelrad 06 in der Führungsnut 11
angeordnet. Kegelritzel, Antriebswelle und Führungszapfen können alternativ auch einstückig
ausgebildet sein.
[0036] Fig. 1 zeigt weiterhin ein erstes Gegenstück 17, das an der Führungsbuchse 10 angelegt
ist und einen nach Innen gerichteten Abschnitt aufweist, der in die Führungsnut 11
eingreift. Die Kontaktflächen des Gegenstückes 17 sind hinreichend groß ausgebildet,
um ausreichend große Kontaktbereiche zwischen einem Halteelement 19 (Fig. 2) und der
Führungsbuchse 10 zu bilden.
[0037] Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht der Spannvorrichtung 01 mit dem Halteelement 19.
Das Haltelement 19 umfasst einen Bügel 20 und eine Druckplatte 21. Der Bügel 20 umgreift
die Führungsbuchse 10 und das Kegelritzel 07. Die Druckplatte 21 ist an der Bodenfläche
des Kegelritzels 07 angeordnet. Der Bügel 20 und die Druckplatte 21 sind vorzugsweise
lösbar angebracht, um das Kegelritzel 07 freizugeben. Durch das Halteelement 19 bleibt
das Kegelrad 06 mit dem Kegelritzel 07 im Antriebseingriff, insbesondere wenn das
Kegelrad 06 entlang der Hauptwelle 03 zwischen einer gespannten und entspannten Lage
seine Position ändert.
[0038] Der Antriebseingriff zwischen dem Kegelrad 06 und dem Kegelritzel 07 ist aufhebbar,
sobald das Halteelement 19 gelöst wird und damit keine Haltekraft auf das Kegelritzel
07 und die Führungsbuchse 10 des Kegelrades 06 einwirkt. Die lösbare Verbindung kann
beispielsweise durch Schrauben gebildet sein.
[0039] Fig.2 zeigt auch die Antriebsachse 15, die durch die zweite Durchgangsöffnung 14
des Kegelritzels 07 verläuft und in der Führungsnut 11 geführt ist. An dem Ende der
Antriebswelle 15, das in der Führungsnut 11 angeordnet ist, ist die Antriebswelle
15 als Führungszapfen 16 ausgebildet.
[0040] Weiterhin zeigt Fig. 2, dass zusätzlich zum ersten Gegenstück 17 ein zweites Gegenstück
23 angeordnet ist. Die beiden Gegenstücke 17, 23 sind in Bezug auf die Antriebsachse
15 axial beabstandet, gegenüberliegend angeordnet, wobei das zweite Gegenstück 23
zwischen der Bodenfläche des Kegelritzels 07 und der Druckplatte 21 des Halteelementes
19 angeordnet ist. Die Kontaktflächen des zweiten Gegenstückes 23 sind hinreichend
groß ausgebildet, um ausreichend große Kontaktbereiche zwischen dem Halteelement 19,
insbesondere der Druckplatte 21, und der Bodenfläche des Kegelritzels 07 zu bilden.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 01 -
- Spannvorrichtung
- 02 -
- Schraubenfeder
- 03 -
- Hauptwelle
- 04 -
- -
- 05 -
- -
- 06 -
- Kegelrad
- 07 -
- Kegelritzel
- 08 -
- -
- 09 -
- erste Durchgangsöffnung
- 10 -
- Führungsbuchse
- 11 -
- Führungsnut
- 12 -
- Aufnahmeabschnitt
- 13 -
- -
- 14 -
- zweite Durchgangsöffnung
- 15 -
- Antriebswelle
- 16 -
- Führungszapfen
- 17 -
- erstes Gegenstück
- 18 -
- -
- 19 -
- Halteelement
- 20 -
- Bügel
- 21 -
- Druckplatte
- 22 -
- -
- 23 -
- zweites Gegenstück
1. Spannvorrichtung (01) zum Spannen einer Schraubenfeder (02), welche auf einer Hauptwelle
(03) gelagert ist und mit einem festen Ende drehfest mit einem Rahmen oder Gehäuseteil
verbunden ist, wobei die Spannvorrichtung (01) umfasst:
- einen Verzahnungsantrieb, mit einem ersten Getriebeelement (06), welches auf der
Hauptwelle (03) axialverschiebbar geführt und mit einem freien Ende der Schraubenfeder
(02) drehfest verbunden ist, sowie mit einem zweiten Getriebeelement (07), welches
mit dem ersten Getriebeelement (06) in Antriebseingriff steht, um das erste Getriebeelement
(06) in eine Rotation um die Hauptwelle (03) zu versetzen;
- ein Halteelement (19), welches das zweite Getriebeelement (07) in der Position des
Antriebseingriffs mit dem ersten Getriebeelement (06) hält;
- ein Antriebselement, welches an das zweite Getriebeelement (07) angekoppelt ist,
um dieses in Rotation zu versetzen;
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Verzahnungsantrieb als Kegelradgetriebe gebildet ist, wobei das erstes Getriebeelement
(06) als ein Kegelrad (06) und das zweite Getriebeelement (07) als ein Kegelritzel
(07) gebildet sind, und wobei die Rotationsachsen der beiden Getriebeelemente (06,
07) senkrecht zueinander verlaufen;
- das Kegelrad (06) einstückig mit einer Führungsbuchse (10) verbunden ist, welche
auf der Hauptwelle (03) axialverschiebbar geführt ist und an ihrem Außenumfang eine
Führungsnut (11) aufweist, in welcher ein achszentraler Führungszapfen (16) des Kegelritzels
(07) gelagert ist, wobei der Führungszapfen (16) drehfest mit dem Kegelritzel (07)
verbunden ist;
- das Kegelrad (06) eine zentrale Öffnung (09) besitzt, durch welche die Hauptwelle
(03) verläuft, und auf der der Führungsbuchse (10) axial abgewandten Seite einen zylindrischen
Aufnahmeabschnitt (12) besitzt, in welchem das freie Ende der Schraubenfeder (02)
befestigt ist.
2. Spannvorrichtung (01) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (19) einen Bügel (20) und eine mit diesem verbundene Druckplatte
(21) umfasst, wobei der Bügel (20) die Führungsbuchse (10) und das Kegelritzel (07)
umgreift, und wobei die Druckplatte (21) positioniert ist, um in axialer Richtung
eine Haltekraft auf die Bodenfläche des Kegelritzels (07) einzuprägen, sodass der
Führungszapfen (16) in die Führungsnut (11) gepresst wird.
3. Spannvorrichtung (01) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebselement durch einen Elektromotor gebildet ist, auf dessen Motorachse
das zweite Getriebeelement (07) angebracht ist.
4. Spannvorrichtung (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin ein Feststellelement umfasst, mit welchem das erste Getriebeelement
(06) an der Hauptwelle (03) drehfest festgelegt werden kann.
5. Spannvorrichtung (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Getriebeelement (07) lösbar angebracht ist, sodass der Antriebseingriff
aufhebbar ist.
6. Spannvorrichtung (01) nach Anspruch 5, soweit dieser auf Anspruch 2 bezogen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (20) und die Druckplatte (21) lösbar angebracht sind, um das zweite Getriebeelement
(07) freizugeben.
1. A tensioning device (01) for tensioning a coil spring (02) that is supported on a
main shaft (03) and at a fixed end is rotatably fixedly connected to a frame or housing
part, the tensioning device (01) comprising:
- a gear drive having a first gear element (06) that is axially displaceably guided
on the main shaft (03) and rotatably fixedly connected to a free end of the coil spring
(02), and having a second gear element (07) that is in drive engagement with the first
gear element (06) in order to set the first gear element (06) in rotation about the
main shaft (03);
- a retaining element (19) that holds the second gear element (07) in the position
of drive engagement with the first gear element (06);
- a drive element that is coupled to the second gear element (07) in order to set
it in rotation;
characterized in that
- the gear drive is formed as a bevel gear transmission, wherein the first gear element
(06) is formed as a bevel gear (06) and the second gear element (07) is formed as
a bevel gear pinion (07), and wherein the rotational axes of the two gear elements
(06, 07) extend perpendicularly to one another;
- the bevel gear (06) is integrally connected to a guide bushing (10) that is axially
displaceably guided on the main shaft (03), and on its outer circumference has a guide
groove (11) in which an axially central guide pin (16) of the bevel gear pinion (07)
is supported, wherein the guide pin (16) is rotatably fixedly connected to the bevel
gear pinion (07);
- the bevel gear (06) has a central opening (09) through which the main shaft (03)
extends, and has a cylindrical receiving section (12) on the side facing axially away
from the guide bushing (10), in which the free end of the coil spring (02)is fastened.
2. The tensioning device (01) according to claim 1, characterized in that the retaining element (19) includes a bracket (20) and a pressure plate (21) connected
thereto, wherein the bracket (20) engages around the guide bushing (10) and the bevel
gear pinion (07), and wherein the pressure plate (21) is positioned to apply a retaining
force to the base surface of the bevel gear pinion (07) in the axial direction, so
that the guide pin (16) is pressed into the guide groove (11).
3. The tensioning device (01) according to claim 1, characterized in that the drive element is formed by an electric motor, on the motor axis of which the
second gear element (07) is mounted.
4. The tensioning device (01) according to claim 1, characterized in that it also includes a fixing element with which the first gear element (06) may be nonrotatably
fixed to the main shaft (03).
5. The tensioning device (01) according to claim 1, characterized in that the second gear element (07) is detachably mounted so that the drive engagement may
be discontinued.
6. The tensioning device (01) according to claim 5, as far as it relates to claim 2,
characterized in that the bracket (20) and the pressure plate (21) are detachably mounted in order to release
the second gear element (07).
1. Dispositif de tension (01), destiné à mettre en tension un ressort hélicoïdal (02),
lequel est logé sur un arbre principal (03) et par une extrémité fixe est assemblé
de manière solidaire en rotation avec un cadre ou une partie de boîtier, le dispositif
de tension (01) comprenant :
- un engrenage, pourvu d'un premier élément de transmission (06), lequel est guidé
en étant déplaçable en direction axiale sur l'arbre principal (03) et est assemblé
de manière solidaire en rotation avec une extrémité libre du ressort hélicoïdal (02),
et pourvu d'un deuxième élément de transmission (07), lequel se trouve en engagement
d'entraînement avec le premier élément de transmission (06), pour amener le premier
élément de transmission (06) en une rotation autour de l'arbre principal (03) ;
- un élément de retenue (19), lequel retient le deuxième élément de transmission (07)
dans la position de l'engagement en entraînement avec le premier élément de transmission
(06) ;
- un élément d'entraînement, lequel est accouplé sur le deuxième élément de transmission
(07) pour amener celui-ci en rotation ;
caractérisé en ce que
- l'engrenage est conçu sous la forme d'un engrenage conique, le premier élément de
transmission (06) étant conçu sous la forme d'une roue conique (06) et le deuxième
élément de transmission (07) étant conçu sous la forme d'un pignon conique (07), et
les axes de rotation des deux éléments de transmission (06, 07) s'écoulant à la perpendiculaire
l'un de l'autre ;
- la roue conique (06) est assemblée en monobloc avec une douille de guidage (10),
laquelle est guidée de manière déplaçable en direction axiale sur l'arbre principal
(03) et sur sa périphérie extérieure comporte une rainure de guidage (11) dans laquelle
est logé un tenon de guidage (16) du pignon conique (07) centré par rapport à l'axe,
le tenon de guidage (16) étant assemblé de manière solidaire en rotation avec le pignon
conique (07) ;
- la roue conique (06) détient un orifice (09) central à travers lequel l'arbre principal
(03) s'écoule, et sur le côté axialement opposé à la douille de guidage (10), détient
un segment de logement (12) cylindrique, dans lequel est fixée l'extrémité libre du
ressort hélicoïdal (02).
2. Dispositif de tension (01) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de retenue (19) comprend un étrier (20) et une plaque de pression (21)
assemblée avec celui-ci, l'étrier (20) entourant la douille de guidage (10) et le
pignon conique (07), et la plaque de pression (21) étant positionnée pour imprimer
dans la direction axiale une force de retenue sur la surface de fond inférieur du
pignon conique (07), de sorte que le tenon de guidage (16) soit pressé dans la rainure
de guidage (11).
3. Dispositif de tension (01) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément d'entraînement est formé d'un moteur électrique sur l'axe de moteur duquel
est monté le deuxième élément de transmission (07) .
4. Dispositif de tension (01) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que qu'il comprend par ailleurs un élément de blocage, à l'aide duquel le premier élément
de transmission (06) peut être bloqué de manière solidaire en rotation sur l'arbre
principal (03).
5. Dispositif de tension (01) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le deuxième élément de transmission (07) est monté de manière amovible, de telle
sorte que l'engagement en entraînement puisse être annulé.
6. Dispositif de tension (01) selon la revendication 5, dans la mesure où elle se rapporte
à la revendication 2, caractérisé en ce que l'étrier (20) et la plaque de pression (21) sont montés de manière amovible, pour
libérer le deuxième élément de transmission (07).