Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Pumpenmembran, insbesondere Dosierpumpenmembran, für
eine Membranpumpe zur Förderung eines Fluides.
Technischer Hintergrund
[0002] Eine Membranpumpe zur Förderung von Fluiden weist als wesentliches Element eine Pumpenmembran
auf, welche einen kreisförmigen Funktionsbereich und einen den Funktionsbereich umgebenden
peripheren Einspannrand umfasst. Mit dem Einspannrand ist sie in der Membranpumpe
befestigt. Dabei ist der Antrieb der Pumpe durch die Pumpenmembran vom Fluid in der
Pumpenkammer getrennt. Zur Förderung des Fluids wird der kreisförmiger Funktionsbereich
der Pumpenmembran im Betriebszustand entweder hydraulisch, pneumatisch, mechanisch
oder elektromagnetisch im Wesentlichen entlang einer durch das Zentrum des Funktionsbereichs
verlaufenden Längsachse ausgelenkt resp. angetrieben.
[0003] Mechanisch angetriebene Pumpenmembranen weisen typischerweise einen flexiblen Membrankörper
aus Kautschuk und einen teilweise darin eingebetteten festen Kern mit einer Anschlusseinrichtung
für den Antrieb auf. Der feste Kern ist in den meisten Fällen über eine Pleuelstange
und einen Exzenter von einem Elektromotor angetrieben. Die Pumpwirkung wird dann durch
die periodisch Auslenkung der Pumpenmembran erzielt resp. des kreisförmigen Funktionsbereichs
der Pumpenmembran im Wesentlichen entlang der durch das Zentrum des Funktionsbereichs
verlaufenden Längsachse der Pumpenmembran, d.h. die Auslenkung ist nicht exakt axial,
sondern die Pumpenmembran erfährt je nach geometrischer Ausgestaltung der antreibenden
Komponenten in der Regel auch eine seitliche resp. taumelnde Auslenkung.
[0004] Bei den bekannten, mechanisch angetriebenen Pumpenmembranen, z.B. aus
US2011311379, ist der feste Kern aus Metall oder Kunststoff gefertigt und mit einem Haftvermittler
versehen, welcher eine mehr oder weniger feste Verbindungsschicht zwischen dem Kern
und dem Kautschuk des Membrankörper ausbildet. Derartige Pumpenmembranen werden unter
anderem in Dosierpumpen z.B. für Dialysegeräte verwendet, bei welchen in jedem Pumpzyklus
ein bestimmtes, gleichbleibendes Fluidvolumen gefördert werden muss. Weitere ähnliche
Beispiele für Pumpenmembranen sind aus
EP1479910,
DE19829084,
DE29612117,
DE102010009670 und
DE10050274.
[0005] Es hat sich nun bei Versuchen durch die Anmelderin gezeigt, dass beispielsweise bei
Pumpenmembranen, die in Dialysegeräten verwendet werden, die geförderten Medien, z.B.
auch bei der Reinigung der Pumpe verwendete Desinfektionsmittel, mit der Zeit durch
den Kautschuk bis in die Grenzschicht zwischen Kern und Membrankörper diffundieren
können und dabei die Verbindungsschicht langsam zerstören und somit die Verbindung
zwischen Kern und Membrankörper über die Zeit schwächen. Dies führt dann zu zunehmenden
Ungenauigkeiten des Pumpvolumens, weil der Kern nicht mehr fest im Membrankörper verankert
ist und beim Zurückziehen des Kern der flexible Membrankörper nicht mehr gleichmässig
und vollständig zurückbeweget wird. Die fortschreitende Zerstörung der Verbindung
zwischen Kern und Membrankörper führt schliesslich bis zum kompletten Versagen der
Pumpenmembran resp. zum Verlust der Pumpleistung.
[0006] Dasselbe Problem besteht auch bei Membranpumpen zur Förderung von aggressiven Fluiden,
wie beispielsweise Lösungsmittel oder lösungsmittelenthaltende Fluide. Auch beim Pumpenmembranen
die mit sehr relativ hohen Frequenzen von 50 Hz oder mehr betrieben werden, kann die
starke Belastung zu einer zunehmenden Zerstörung der Verbindung zwischen Kern und
Membrankörper führen.
[0007] Aus
EP1892414 ist eine Lösung bekannt, bei welcher die Pumpenmembran fluidseitig mit einer als
Permeationsbarriere ausgebildeten Sperrschicht versehen ist. Eine solche Pumpenmembran
weist jedoch einen wesentlich komplexeren Aufbau auf und ist entsprechen kostspielig
in der Herstellung.
Darstellung der Erfindung
[0008] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine Pumpenmembran anzugeben, bei welcher eine
Schwächung oder Zerstörung der Verbindung zwischen Kern und Membrankörper verhindert
oder zumindest stark verzögert ist, und so eine zeitabhängige Veränderung des Fördervolumens
nicht auftritt oder zumindest stark verzögert ist.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine Pumpenmembran mit den Merkmalen des Anspruch 1 gelöst.
[0010] Die Pumpenmembran für eine Membranpumpe zur Förderung eines Fluides umfasst einen
festen Kern mit einer Anschlusseinrichtung für eine Antriebsstange der Membranpumpe
und einen tellerförmigen, elastischen Membrankörper aus Kautschuk mit einem peripheren
Einspannrand. Der feste Kern ist wenigstens teilweise im Membrankörper eingebettet.
Weiter ist der feste Kern aus einem thermoplastischen Kunststoff gefertigt und bildet
haftvermittlerfrei mit dem elastischen Membrankörper aus Kautschuk kovalente Bindungen
aus.
[0011] D.h. der thermoplastische Kunststoff und der Kautschuk sind derart gewählt, dass
sie bei der Herstellung der Pumpenmembran an deren Grenzschicht zueinander eine direkte,
haftvermittlerfreie chemische Kunststoff-Kautschuk-Bindung eingehen resp. Kunststoff
und Kautschuk an der Grenzschicht kovalent miteinander vernetzt sind. Eine für Schwächung
oder Zerstörung anfällige Verbindungsschicht zwischen Kern und Membrankörper ist auf
diese Weise nicht vorhanden.
[0012] Zu Herstellung einer solchen Pumpenmembran wird erst der Kern aus Kunststoff gefertigt
und anschliessend der Kautschuk direkt am Kern ausvulkanisiert. Bei der Vulkanisierung
des Kautschuks entstehen auch an der Grenzschicht zwischen Kunststoff und Kautschuk
die kovalenten Bindungen. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0013] In einigen Ausführungsformen kann der Kautschuk ein peroxidisch vernetzter Kautschuk
sein, insbesondere peroxidisch vernetzter Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM).
[0014] In einigen Ausführungsformen kann der Kunststoff ein Polyamid 612 oder ein Polyphenylenether,
insbesondere Poly-2,6-dimethyl-1,4-phenylenether, sein.
[0015] Besonders geeignete Kunststoff-Kautschuk-Material-Paarungen sind: Polyamid 612 (wie
z.B. unter dem Handelsnamen Vestamid DX 9325 "ISO 1874-1 PA612, MH, 14-100, GF40"
von Evonik Industries AG vermarktet) oder Polyphenylenether, insbesondere Poly-2,6-dimethyl-1,4-phenylenether
(wie z.B. unter dem Handelsnamen Vestoran 1900 GF20 von Evonik Industries AG vermarktet)
zusammen mit einem peroxidisch vernetzten Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM).
[0016] In einigen Ausführungsformen kann der Kautschuk eine Silikonkautschuk oder Fluor-Silikonkautschuk
(MVQ/FMQV) und der Kunststoff ein Polybutylenterephthalat (PBT) sein.
[0017] Neben der verbesserten chemischen Verankerung des Kerns innerhalb des Membrankörpers
kann auch der Kern eine für eine mechanische Verankerung optimierte Form aufweisen,
wie im Folgenden erläutert wird. Sowohl die Merkmale der chemischen wie auch der mechanischen
Verankerung können auch als eigenständige Erfindungen betrachten werden, welche die
gleiche Aufgabe der verbesserten Funktionalität und Langlebigkeit lösen. Die Kombination
der chemischen Verankerung mit der im Folgenden dargestellten mechanischen Verankerung
zeigen jedoch einen synergistischen Effekt indem durch die Merkmale der mechanischen
Verankerung die Gesamtfläche der Grenzschicht zwischen Kern und Membrankörper wesentlich
vergrössert ist.
[0018] In einigen Ausführungsformen kann der feste Kern eine tellerförmige Verankerungsplatte
mit mehreren Durchgangsöffnungen umfassen. Die Durchgangsöffnungen sind in der Regel
ringförmig um die Längsachse der Pumpenmembran angeordnet. Eine besonders gute mechanische
Verankerung des Membrankörpers am Kern kann erreicht werden, indem die Durchgangsöffnungen
von der fluidabgewandten Seite in Richtung der fluidzugewandten Seite gesehen jeweils
mindestens eine Verengung des Querschnitts aufweisen. Dadurch wird bei einer Zugbewegung
des Antriebs die Kraft vom Kern besser auf den Membrankörper übertragen.
[0019] Die Verengung kann als umlaufender Absatz oder Flansch ausgebildet sein und setzt
in der Regel etwa mittig in der Durchgangsöffnung an. Der umlaufende Absatz oder Flansch
kann Unterbrechungen aufweisen, so dass die Verengung durch mehrere Längsrippen ausgebildet
ist. Die Verengung kann auch durch eine konische Durchgangsöffnung ausgebildet sein.
[0020] Die Verankerungsplatte kann wenigstens teilweise im Membrankörper eingebettet sein,
wobei sie fluidseitig immer vollständig vom Membrankörper überdeckt ist. An der fluidabgewandten
Seite kann sie teilweise freiliegend sein, d.h. nicht vollständig vom Membrankörper
überdeckt sein.
[0021] In einigen Ausführungsformen kann der feste Kern eine tellerförmige Verankerungsplatte
umfassen, die an der fluidabgewandten Seite eine ringförmige Nut aufweist, in welcher
mehrere Durchgangsöffnungen angeordnet sind. Diese Nut und die Durchgangöffnungen
sind bei der Pumpenmembran vollständig vom Membrankörper ausgefüllt. Dadurch wird
bei einer Zugbewegung des Antriebs die Kraft vom Kern besser auf den Membrankörper
übertragen.
[0022] Weiter kann eine radial äussere Wand der Nut eine geringere Höhe aufweisen als eine
radial innere Wand, so dass ein peripherer Rand der Verankerungsplatte vollständig
vom Membrankörper umgeben ist.
[0023] Die ringförmige Nut kann mit den oben beschriebenen ringförmig angeordneten Durchgangsöffnungen
mit Verengung kombiniert sein.
[0024] In einigen Ausführungsformen kann der Kern einen Zapfen aufweisen, an dessen fluidabgewandten
Ende die Anschlusseinrichtung angeordnet ist. Der Zapfen kann an der fluidzugewandten
Seite ein zentrales Sackloch aufweisen, welches durch den Membrankörper ausgefüllt
ist.
[0025] In einigen Ausführungsformen kann die Anschlusseinrichtung ein metallischer Gewindeeinsatz
sein. Dieser kann direkt mit dem Kern umspritzt sein. Alternativ kann die Anschlusseinrichtung
auch einstückig mit dem Kern ausgebildet sein.
Kurze Erläuterung zu den Figuren
[0026] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
der(n) Zeichnung(en) näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht auf die fluidabgewandten Seite einer Pumpenmembran mit
festem Kern und elastischem Membrankörper;
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung der Pumpenmembran;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht auf die fluidabgewandte Seite eines festen Kerns der
Pumpenmembran;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht auf die fluidzugewandte Seite des festen Kern; und
- Fig. 5
- eine perspektivische teilweise Schnittdarstellung der Pumpenmembran.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0027] Fig. 1 zeigt perspektivische Ansicht einer Pumpenmembran 1 für eine Membranpumpe,
insbesondere eine Dosiermembranpumpe, zur Förderung eines Fluides. Fig. 2 zeigt eine
Schnittdarstellung durch die Pumpenmembran aus Fig. 1. Die Pumpenmembran 1 umfasst
einen tellerförmigen, elastischen Membrankörper 2 aus Kautschuk mit einem kreisförmigen
Funktionsbereich 8 und einem peripheren, eine Längsachse A der Pumpenmembran 1 umlaufenden
Einspannrand 6. Die Längsachse A verläuft durch das Zentrum des kreisförmigen Funktionsbereichs
8 und parallel zur Auslenkrichtung der Pumenpenmembran1. Die Pumpenmembran 1 ist im
eingebauten Zustand mit dem Einspannrand 6 in einem Pumpengehäuse zur Abgrenzung eines
Pumpraums, in welchem das zu pumpende Fluid fliesst, dichtend gehalten. In der gezeigten
Ausführungsform ist der Einspannrand 6 im Querschnitt T-förmig ausgestaltet. Andere
Formen sind auch möglich.
[0028] Weiter umfasst die Pumpenmembran 1 einen festen Kern 3, welcher wenigstens teilweise
im Membrankörper 2 eingebettet und fluidseitig, d.h. zum Pumpraum hin, vollständig
durch den Membrankörper 2 überdeckt ist. An der fluidabgewandten Seite weist der Kern
3 eine Anschlusseinrichtung 4 auf, welche mit dem Antrieb der Membranpumpe zur Auslenkung
Pumpenmembran 1 entlang der Längsachse A wirkverbindbar ist.
[0029] Zur chemischen Verankerung des Kerns 3 im Membrankörper 2 ist der Kern 3 einstückig
aus einem thermoplastischen Kunststoff gefertigt, welcher haftvermittlerfrei mit dem
elastischen Membrankörper 2 aus Kautschuk kovalente Bindungen ausbildet. Der thermoplastische
Kunststoff kann ein Polyamid 612 oder ein Polyphenylenether, insbesondere Poly-2,6-dimethyl-1,4-phenylenether,
sein, welches mit peroxidisch vernetztem Kautschuk, vorzugsweise peroxidisch vernetzter
Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM), kovalente Bindungen eingeht. Die kovalenten
Bindungen entstehen während der Vulkanisierung des Kautschuks.
[0030] Alternativ kann als Kautschuk ein Silikonkautschuk oder Fluor-Silikonkautschuk (MVQ/FMQV)
und als Kunststoff ein Polybutylenterephthalat (PBT) verwendet werden.
[0031] Zur mechanischen Verankerung umfasst der Kern 3 eine Verankerungsplatte 5, welche
an der fluidabgewandten Seite wenigstens teilweise vom Membrankörper 2 überdeckt ist.
In der gezeigten Ausführungsform umfasst der Kern 3 weiter einen Zapfen 7, und die
Anschlusseinrichtung 4 ist nicht direkt in der Verankerungsplatte 5 angeordnet sondern
am fluidabgewandten Ende des Zapfens 7.
[0032] Weiter ist in der gezeigten Ausführungsform die Anschlusseinrichtung 4 als separates
Teil, z.B. in der Form eines Gewindeeinsatzes, im Kern fixiert. Der Kern 7 kann am
fluidabgewandten Ende zudem mehrkantig ausgebildet sein, so dass er mit einem Gabelschüssel
an einer Antriebstange festschraubbar ist.
[0033] Die Pumpenmembran 1 kann spritzgusstechnisch hergestellt sein, beispielsweise durch
ein Zwei-Komponenten-Spritzgussverfahren, bei welchem erst der feste Kern 3und anschliessend
der Membrankörper 2 gespritzt werden. Dabei kann eine metallische Anschlusseinrichtung
4, z.B. in Form eines Gewindeeinsatzes, direkt mit dem Kernmaterial umspritzt sein.
[0034] Fig. 3 und Fig. 4 zeigen eine perspektivische Explosionsdarstellung auf die fluidabgewandte
Seite resp. die fluidzugewandte Seite des festen Kerns 3. Fig. 5 zeigt eine perspektivische
teilweise Schnittdarstellung der Pumpenmembran 1 aus Fig. 1 und 2 mit dem Kern aus
Fig. 3 und 4. Die Verankerungsplatte 5 weist einen inneren Ring aus mehreren um die
Längsachse A angeordneten inneren Durchgangsöffnungen 51 auf. Wie in Fig. 2 und in
Fig. 5 erkennbar weisen die inneren Durchgangsöffnungen 51 zur mechanischen Verankerung
des Kerns 3 im Membrankörper 2 jeweils einen umlaufenden Absatz auf, so dass sie fluidseitig
verengt sind. Die inneren Durchgangsöffnungen 51 der Verankerungsplatte 5 sind bei
der fertigen Pumpenmembran 1 vollständig mit dem Kautschuk des Membrankörpers ausgefühlt.
Als zusätzliche mechanische Verankerung weist die Verankerungsplatte 5 weiter auf
der fluidabgewandten Seite eine umlaufende Nut 52 auf, in welcher ein äusserer Ring
aus mehreren äusseren Durchgangsöffnungen 53 angeordnet ist. Zudem wiest in der gezeigten
Ausführungsform die äussere Wand 54 der Nut 52 eine geringer Höhe die innere Wand
55 der Nut 52 auf, so dass bei der fertigen Pumpenmembran 1 der Membrankörper 2 den
peripheren Rand der Verankerungsplatte 5 mit dessen äusseren Wand 54 umschliesst und
die Nut 52 zusammen mit den äusseren Durchgangsöffnungen 53 vollständig ausfüllt.
[0035] Weiter weist der Kern 3 eine fluidseitig eine zentrale Öffnung 31 auf, welche zusammen
mit der Anschlusseinrichtung eine Sackloch ausbildet. In der fertigen Pumpenmembran
1 ist dieses Sackloch ebenfalls mit dem Kautschuk des Membrankörpers 2 ausgefüllt.
Die beschrieben Strukturen des Kern 2 (Durchgangsöffnungen, Nut, Sackloch) führen
alle zu einer Vergrösserung der Verbindungsfläche zwischen Kern 3 und Membrankörper
2, was insbesondere bei der voran beschriebenen chemischen Verankerung zu einer wesentlich
dauerhafteren und stärkeren Befestigung des Kerns 3 im Membrankörper 2 führt.
Bezeichnungsliste
[0036]
- 1
- Pumpenmembran
- 2
- Membrankörper
- 3
- Kern
- 4
- Anschlusseinrichtung
- 5
- Verankerungsplatte
- 6
- Einspannrand
- 7
- Zapfen
- 8
- Funktionsbereich
- 31
- zentrale Öffnung / zentrales Sackloch
- 51
- innere Durchgangsöffnungen
- 52
- umlaufende Nut
- 53
- äussere Durchgangsöffnungen
- 54
- äussere Wand
- 55
- innere Wand
- A
- Längsachse
1. Pumpenmembran (1) für eine Membranpumpe zur Förderung eines Fluides umfassend einen
festen Kern (3) mit einer Anschlusseinrichtung (4) für eine Antriebsstange der Membranpumpe
und einen tellerförmigen, elastischen Membrankörper (2) aus Kautschuk mit einem peripheren
Einspannrand (6), wobei der feste Kern (3) wenigstens teilweise im Membrankörper (2)
eingebettet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der feste Kern (3) aus einem thermoplastischem Kunststoff gefertigt ist und haftvermittlerfrei
mit dem elastischen Membrankörper (2) aus Kautschuk kovalente Bindungen ausbildet.
2. Pumpenmembran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kautschuk ein peroxidisch vernetzter Kautschuk ist, insbesondere peroxidisch
vernetzter Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM).
3. Pumpenmembran nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff ein Polyamid 612 oder ein Polyphenylenether, insbesondere Poly-2,6-dimethyl-1,4-phenylenether,
ist.
4. Pumpenmembran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kautschuk ein Silikonkautschuk oder Fluor-Silikonkautschuk (MVQ/FMQV) und der
Kunststoff ein Polybutylenterephthalat (PBT) ist.
5. Pumpenmembran nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der feste Kern (3) eine tellerförmige Verankerungsplatte (5) umfasst, wobei die Verankerungsplatte
(5) mehreren ringförmig um die Längsachse (A) der Pumpenmembran (1) angeordnete Durchgangsöffnungen
(51) aufweist, die von einer fluidabgewandten Seite in Richtung einer fluidzugewandten
Seite gesehen jeweils eine Verengung des Querschnitts aufweisen.
6. Pumpenmembran nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der feste Kern (3) eine tellerförmige Verankerungsplatte (5) umfasst, wobei die Verankerungsplatte
(5) an einer fluidabgewandten Seite eine ringförmige Nut (52) aufweist und in der
Nut (52) mehrere Durchgangsöffnungen (53) angeordnet sind.
7. Pumpenmembran nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der feste Kern (3) einen Zapfen (7) aufweist, der an einem fluidabgewandten Ende
die Anschlusseinrichtung (4) angeordnet ist.
8. Pumpenmembran nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (6) an der fluidzugewandten Seite ein zentrales Sackloch (31) aufweist.
9. Pumpenmembran nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusseinrichtung (4) ein metallischer Gewindeeinsatz ist.
1. A pump membrane (1) for conveying fluids comprising a solid core (3) with a connection
means (4) for a drive rod of the diaphragm pump and a plate-shaped, elastic diaphragm
body (2) made of rubber with a peripheral clamping edge (6), wherein the solid core
(3) is at least partially embedded in the diaphragm body (2), characterised in that the solid core (3) is produced from a thermoplastic and forms covalent bonds with
the elastic diaphragm body (2) made of rubber without adhesive.
2. The pump membrane according to claim 1, characterised in that the rubber is a peroxidically cross-linked rubber, in particular peroxidically cross-linked
ethylene-propylenediene rubber (EPDM).
3. The pump membrane according to any one of the preceding claims, characterised in that the plastic can be a polyamide 612 or a polyphenylene ether, in particular poly-2,6-dimethyl-1,4-phenylene
ether.
4. The pump membrane according to claim 1, characterised in that the rubber can be a silicone rubber or a fluorosilicone rubber (MVQ/FMQV) and the
plastic can be a polybutylene terephthalate (PBT) .
5. The pump membrane according to any one of the preceding claims, characterised in that the solid core (3) comprises a plate-shaped anchoring plate (5), wherein the anchoring
plate (5) comprises a plurality of through-holes (51) arranged in a circular manner
around the longitudinal axis (A) of the pump diaphragm (1), which through-holes in
each case have a constriction of the crosssection, as viewed from a side facing away
from the fluid in the direction of a side facing the fluid.
6. The pump membrane according to any one of the preceding claims, characterised in that the solid core (3) comprises a plate-shaped anchoring plate (5), wherein the anchoring
plate (5) comprises an annular groove (52) at a side facing away from the fluid and
a plurality of through-holes (53) are arranged in the groove (52).
7. The pump membrane according to any one of the preceding claims, characterised in that the solid core (3) comprises a peg (7) arranged at an end of the connection means
(4) facing away from the fluid.
8. The pump membrane according to claim 7, characterised in that the peg (6) comprises a central blind hole (31) at the side facing the fluid.
9. The pump membrane according to any one of the preceding claims, characterised in that the connection means (4) is a metallic threaded insert.
1. Membrane de pompe (1) pour une pompe à membrane de transport d'un fluide comprenant
un noyau fixe (3) avec un dispositif de raccord (4) pour une tige d'entraînement de
la pompe à membrane et un corps de membrane (2) élastique en forme de disque en caoutchouc
avec un bord de serrage (6) périphérique, sachant que le noyau fixe (3) est encastré
au moins en partie dans un corps de membrane (2), caractérisée en ce que le noyau fixe (3) est fabriqué dans une matière thermoplastique et constitue des
liaisons covalentes sans agent adhésif avec le corps de membrane élastique (2) en
caoutchouc.
2. Membrane de pompe selon la revendication 1, caractérisée en ce que le caoutchouc est un caoutchouc à réticulation peroxydique, en particulier un caoutchouc
éthylène-propylène-diène (EPDM) à réticulation peroxydique.
3. Membrane de pompe selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la matière plastique est un polyamide 612 ou un éther de polyphénylène, en particulier
un éther de poly-2,6-diméthyl-1,4-phénylène.
4. Membrane de pompe selon la revendication 1, caractérisée en ce que le caoutchouc est un caoutchouc au silicone ou caoutchouc au silicone fluoré (MVQ/FMQV)
et la matière plastique un téréphtalate de polybutylène (TPB) .
5. Membrane de pompe selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le noyau fixe (3) comprend une plaque d'ancrage (5) en forme de disque, sachant que
la plaque d'ancrage (5) comporte plusieurs ouvertures de passage (51) disposées en
forme d'anneau autour de l'axe longitudinal (A) de la membrane de pompe (1), qui comportent
respectivement, vues d'un côté opposé au fluide en direction d'un côté tourné vers
le fluide, un rétrécissement de la section.
6. Membrane de pompe selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le noyau fixe (3) comprend une plaque d'ancrage (5) en forme de disque, sachant que
la plaque d'ancrage (5) comporte une rainure (52) de forme annulaire sur un côté opposé
au fluide et plusieurs ouvertures de passage (53) sont disposées dans la rainure (52).
7. Membrane de pompe selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le noyau fixe (3) comporte un tourillon (7), qui est disposé sur une extrémité opposée
au fluide du dispositif de raccord (4).
8. Membrane de pompe selon la revendication 7, caractérisée en ce que le tourillon (6) comporte un trou borgne (31) central sur le côté tourné vers le
fluide.
9. Membrane de pompe selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de raccord (4) est un élément d'insertion fileté métallique.