[0001] Die Erfindung betrifft eine Holzboden-Vorrichtung mit einer Mehrzahl mutuell parallel
angeordneter und paarweise von Fugen getrennter Bohlen, deren Oberflächen einen planen
Holzboden bilden und die im auf einer Mehrzahl in vorgegebenem Abstand mutuell parallel
angeordneter Lagerhölzer rechtwinklig zu den Lagerhölzern angeordnet sind, wobei die
Lagerhölzer auf einem wasserdurchlässigen Versickerungsmaterial feststehend platziert
sind. Die Fugen sind dabei vorgesehen und dimensioniert, um eine durch Temperatur-
oder Luftfeuchtigkeitsänderungen bedingte seitliche Ausdehnung der im Außenbereich
angeordneten und somit der Witterung ausgesetzten Bohlen zu ermöglichen.
[0002] Holzboden-Vorrichtungen der eingangs genannten Art werden im Stand der Technik verwendet,
um eine optisch und haptisch ansprechende begehbare Oberfläche insbesondere für Terrassen
aber beispielsweise auch für Balkone, Stege oder Holzbrücken zu bilden. Die bekannten
Holzboden-Vorrichtungen weisen indes sämtlich den Nachteil auf, dass Regenwasser in
den zwischen zwei benachbarten Bohlen ausgebildeten Fugenzwischenraum eindringt und
im Nachgang auf die mit den Bohlen fest verbundenen Lagerhölzer trifft, mindestens
teilweise in diese eindringt und im Nachgang ein Verrotten der Lagerhölzer an diesen
Stellen bewirkt. Auf diese Weise entsteht ein vorzeitiger Verschleiß der insgesamten
Holzboden-Vorrichtung.
[0003] Die Druckschrift
DE 199 31 810 A1 offenbart einen Trittboden für Balkone, Dachgärten und ähnliche der Witterung ausgesetzte
begehbare Flächen an Bauwerken, welcher aus Bohlen, die auf Verbindungsholmen parallel
und mit Abstand zueinander befestigt sind, gebildet wird, wobei an den einander zugewandten
Schmalseiten benachbarter Bohlen jeweils eine von der Unterseite jeder Bohle bis unterhalb
des oberen Drittels der Höhe der Schmalseiten reichende, in das Innere gerichtete
Ausnehmung gebildet ist, die sich parallel zur Richtung der Schmalseiten der Bohlen
über deren gesamte Länge erstreckt, und wobei jeweils ein rinnenförmiges Entwässerungselement
in dem Raum, der im Wesentlichen von Innenflächen der sich gegenüberliegenden Ausnehmungen
der benachbarten Bohlen und den Oberkanten der Verbindungsholme umgrenzt wird, angeordnet
ist, und die hinteren und oberen Innenflächen der Ausnehmungen in Richtung zur Oberseite
der Bohlen schräg verlaufen, wobei das Entwässerungselement zwischen den oberen Innenflächen
der Ausnehmungen und den oberen Flächen der Verbindungsholme des Trittbodens sowie
durch ein an seinem Ende befindliches, über die Profilhöhe des Entwässerungselementes
hinausragendes Abschlusselement an den hinteren Stirnkanten der Bohlen gehalten ist.
[0004] Aus der Druckschrift
DE 20 2006 011 380 U1 ist eine Tragfeder, insbesondere für Fußböden aus genuteten Holzbauelementen bekannt,
die in ihrem Querschnitt mittig als trapezförmige Rinne mit nach oben ausgeformter
Sohle ausgebildet ist, wobei an den seitlichen Schenkeln nahezu rechtwinkelig Federn
anschließen, die ihrerseits aus einem federnden Umschlag mit Radius geformt sind,
um einen Bodenbelag für Feuchträume und freies Gelände zu schaffen, der preiswert,
stabil, schnell verlegbar, langfristig haltbar und gut wasserableitend ist.
[0005] Die Druckschrift
US 5,479,750 A offenbart eine Balkenkappe, die an ein Ende eines Balkens anpassbar ist, mit einem
länglichen wasserundurchlässigen plattenartigen Element mit einer oberen Oberfläche
und einer unteren Oberfläche und einer Länge, die in einem Paar von Enden endet, und
einer Vielzahl von Stegmitteln, die einstückig in das plattenartige Element ausgebildet
sind und sich über dessen Länge erstrecken, um ein Biegen des plattenartigen Elements
an dem Stegmittel zu erleichtern um das plattenartige Element an das Ende des Balkens
anzupassen, wobei die Stegmittel durch eine erste Nut in der oberen Fläche und eine
zweite Nut in der unteren Fläche unmittelbar gegenüber der ersten Nut definiert sind.
Ein U-förmiges Element ist dabei über ein Paar Flügel definiert, die durch ein Segment
getrennt sind und zusammen eine Kerbe zwischen sich bilden, um das Ende des Balkens
in Presssitz aufzunehmen. Jeder der Flügel endet an einem distalen Ende und ist so
strukturiert, dass auf der Kappenaußenfläche angeordnete Feuchtigkeit von der Kerbe
und dem aufgenommenen Balken weggeleitet wird. Materialien, wie z. B. Terrassendielen,
können dann von dem Balken und dem angepassten U-förmigen Element so getragen werden,
dass keine Feuchtigkeit zwischen dem Balken und den getragenen Materialien eingeschlossen
werden kann. Somit wird ein Verrotten der Balken aufgrund von eingeschlossener Feuchtigkeit
beseitigt.
[0006] Die Druckschrift
US 2004/200158 A1 offenbart eine Feuchtigkeitssperr-Vorrichtung, die ein allgemeines T-förmiges Profil
bildet und zum Ableiten von Luft und Grundwasser von einem Holzelement, das ein Balken
oder Balken einer Holzaußenstruktur ist, und zum Schutz desselben ausgelegt ist, umfassend:
ein Oberteil, das einen relativ horizontalen Längsstreifen mit zwei parallelen Längskanten
bildet, und des Weiteren versehen ist mit
- einem zentralen Streifenabschnitt, der sich entlang des zentralen Bereichs des Oberteils
erstreckt und zwischen den beiden oberen Längskanten positioniert ist,
- einem Paar Flügelstreifen, die sich entlang einer ersten Flügelkante erstrecken und
mit jeder Seite des mittleren Streifenabschnitts gekoppelt sind, und wobei jeder Flügelstreifen
eine zweite Flügelkante aufweist, die mit den beiden jeweiligen oberen Kanten koextensiv
ist,
- einer Tropfkante, die entlang der jeweiligen zweiten Flügelkante gekoppelt ist und
einen Winkel bildet, der in Bezug auf den jeweiligen Flügelstreifen nach unten geneigt
ist, und
ein Paar Seitenwandstreifen mit:
- einer Oberkante, die mit der Oberseite verbunden ist, wobei die Flügelstreifen mit
der Mittelleiste verbunden sind, um sich von der Oberseite aus relativ senkrecht nach
unten zu erstrecken,
- einem Hohlraum, der sich zwischen dem Paar von Seitenwandstreifen befindet, und
- einer Seitenwandtropfkante, die mit einer Unterkante der Seitenwandstreifen verbunden
ist und einen Winkel bildet, der von dem Hohlraum nach außen geneigt ist.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, eine für den Außenbereich vorgesehene Holzboden-Vorrichtung
zu schaffen, bei der ein Benetzen der Lagerhölzer mit durch die zwischen zwei benachbarten
Bohlen vorgesehenen Fugen eingedrungenes Regenwasser oder andere Feuchtigkeit sicher
verhindert ist.
[0008] Für eine Holzboden-Vorrichtung der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass die Bohlen (110, 120) im Bereich ihrer jeweiligen beiden längsachsparallelen
Seitenkanten (112', 113'; 122', 123') mit einem Falz (112, 113; 122, 123) versehen
sind, wobei die beiden Falze (113, 122) zweier im vorherbestimmten Abstand einer Fuge
(105) nebeneinander angeordneter Bohlen (110, 120) eine langschmale Höhlung zur Aufnahme
einer auf einem Lagerholz aufliegenden Rinne (150) bilden, deren Länge bemessen ist,
um Wasser in angemessenem Abstand zu einem betreffenden Lagerholz (130) zwischen zwei
Lagerhölzern in das Versickerungsmaterial (140) abzuleiten.
[0009] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche, deren
Elemente im Sinne einer weiteren Verbesserung des Lösungsansatzes der der Erfindung
zugrunde gelegten Aufgabe wirken.
[0010] Bei der erfindungsgemäßen Holzboden-Vorrichtung wird mit Hilfe der Merkmalskombination,
dass die Bohlen (110, 120) im Bereich ihrer jeweiligen beiden längsachsparallelen
Seitenkanten (112', 113'; 122', 123') mit einem Falz (112, 113; 122, 123) versehen
sind, wobei die beiden Falze (113, 122) zweier im vorherbestimmten Abstand einer Fuge
(105) nebeneinander angeordneter Bohlen (110, 120) eine langschmale Höhlung zur Aufnahme
einer auf einem Lagerholz aufliegenden Rinne (150) bilden, deren Länge bemessen ist,
um Wasser in angemessenem Abstand zu einem betreffenden Lagerholz (130) zwischen zwei
Lagerhölzern in das Versickerungsmaterial (140) abzuleiten, ein Benetzen mit Wasser
der Lagerhölzer durch Umleiten von Regenwasser oder Wasser anderen Ursprungs um die
Lagerhölzer herum sicher verhindert. Auf diese Weise wird die Lebensdauer eines betreffenden
Holzbodens deutlich verlängert.
[0011] Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Holzboden-Vorrichtung
ist vorgesehen, dass ein Falz eine längsachsparallele Innenfläche sowie eine längsachsparallele
Unterfläche aufweist. Die Innenfläche ist dabei vorzugsweise in einem Abstand von
0,5 cm bis 2 cm von der betreffenden Seitenkante eines Bohlens ausgebildet.
[0012] Des Weiteren ist die Unterfläche eines Falzes vorzugsweise in einem spitzen Winkel
zur betreffenden Innenfläche des Falzes angeordnet, um im Übergangsbereich des Falzes
zur betreffenden Seitenkante des Bohlens eine Abtropfkante für von der Oberfläche
des Holzbodens in eine betreffende Fuge abfließendes Wasser zu bilden.
[0013] Die Unterfläche des Falzes ist vorzugsweise in einem mittleren Bereich der Gesamthöhe
eines Bohlens angeordnet, wobei ein mittlerer Bereich der Gesamthöhe als mittleres
Drittel der Gesamthöhe eines Bohlens definiert ist.
[0014] Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Holzboden-Vorrichtung
weist eine Rinne ein langschmales Basispaneel sowie zwei langschmale Seitenpaneele
auf, wobei die Seitenpaneele in einem Winkel geringfügig größer als 90° zum Basispaneel
angeordnet sind, so dass der Abstand der oberen Kanten der beiden Seitenpaneele größer
ist als der dem Basispaneel nahe untere Abstand der Kanten der beiden Seitenpaneele.
[0015] Die Rinne ist vorzugsweise aus einem elastischen Material hergestellt, dessen Elastizität
bemessen ist, um bei einem Ansetzen der oberen Kanten der beiden Seitenpaneele an
die jeweiligen sich gegenüberliegenden, im Übergangsbereich zwischen einer längsachsparallelen
Innenfläche sowie einer längsachsparallelen Unterfläche ausgebildeten Übergangskanten
zweier benachbarter Bohlen eine Vorspannung zu erzeugen, die bei einer Annäherung
der benachbarten Bohlen auf vorgegebene Distanz ein festes Anliegen der betreffenden
oberen Kanten der beiden Seitenpaneele an die jeweiligen Übergangskanten der beiden
benachbarten Bohlen sicherstellt. Die Rinne ist zu diesem Zweck vorzugsweise aus einem
Metall hergestellt.
[0016] Gemäß einer einfachen und kostengünstigen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Holzboden-Vorrichtung
sind die Bohlen mit äquidistant angeordneten Bohrungen zum Einführen von Holzschrauben
zwecks Verankerung der Bohlen in den jeweils zugeordneten Lagerhölzern versehen.
[0017] Gemäß einer besonders ästhetischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Holzboden-Vorrichtung
bei der Bohrungen durch die Bohlen entbehrlich sind ist jeder Falz mit einer Quernut
zur Aufnahme eines abgewinkelten, dem Basispaneel fernen oberen Teils eines jeden
Seitenpaneels einer Rinne versehen.
[0018] Gemäß dieser Ausführungsform ist der abgewinkelte obere Teil eines Seitenpaneels
einer Rinne vorzugsweise in einem rechten Winkel zu dem betreffenden unteren Teil
des Seitenpaneels angeordnet, und eine Quernut in einem rechten Winkel zur längsachsparallelen
Innenfläche des Falzes ausgebildet.
[0019] Des Weiteren ist gemäß dieser Ausführungsform eine Rinne vorzugsweise mit einer in
Längsrichtung verlaufenden Wölbung versehen, in der äquidistant Bohrungen zum Einführen
jeweils einer Holzschraube eingebracht sind, um die Rinne samt der über die jeweiligen
oberen Teile der Seitenpaneele mit der Rinne fest verbundenen Bohlen in zugeordneten
Lagerhölzern zu verankern.
[0020] Allen Ausführungsformen der Erfindung ist gemein, dass das Basispaneel im Endbereich
einer Rinne vorzugsweise in Richtung des Versickerungsmaterials abgewinkelt ist, um
einen ungehinderten Abfluss von Wasser aus der Rinne in das Versickerungsmaterial
sicherzustellen.
[0021] Generell ist ein Bohlen beispielsweise aus Lerchenholz, Douglasienholz oder einem
Tropenholz gefertigt, und ein Lagerholz ist beispielsweise aus Fichtenholz gefertigt.
[0022] Die erfindungsgemäße Holzboden-Vorrichtung wird im Folgenden anhand einer bevorzugten
Ausführungsform erläutert, die in den Figuren der Zeichnung dargestellt ist. Darin
zeigen:
- Fig. 1
- eine erste bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Holzboden-Vorrichtung
in einer Ansicht von schräg oben;
- Fig. 2
- eine Teilansicht der in Fig. 1 dargestellten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Holzboden-Vorrichtung in einer Darstellung von schräg oben;
- Fig. 3
- eine andere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Holzboden-Vorrichtung
in einer Querschnittsansicht.
[0023] Die in den Figuren 1 und 2 sowie die in Figur 3 dargestellten erfindungsgemäßen Holzboden-Vorrichtungen
100 enthalten eine Mehrzahl mutuell parallel angeordneter und paarweise von Fugen
105 getrennter Bohlen 110, 120, deren Oberflächen einen planen Holzboden bilden und
die im auf einer Mehrzahl in vorgegebenem Abstand mutuell parallel angeordneter Lagerhölzer
130 rechtwinklig zu den Lagerhölzern 130 angeordnet sind, wobei die Lagerhölzer 130
auf einem wasserdurchlässigen Versickerungsmaterial 140 feststehend platziert sind.
[0024] Die Bohlen 110, 120 sind im Bereich ihrer jeweiligen beiden längsachsparallelen Seitenkanten
112', 113'; 122', 123' mit einem Falz 112, 113; 122, 123 versehen, wobei die beiden
Falze 112, 113 zweier im vorherbestimmten Abstand einer Fuge nebeneinander angeordneter
Bohlen 110, 120 eine langschmale Höhlung zur Aufnahme einer Rinne 150 bilden, deren
Länge bemessen ist, um Wasser in angemessenem Abstand zu einem betreffenden Lagerholz
130 in das Versickerungsmaterial 140 abzuleiten.
[0025] Ein jeder Falz 112, 113; 122, 123 weist eine längsachsparallele Innenfläche 114,
115 sowie eine längsachsparallele Unterfläche 116, 117 auf, wobei die Innenfläche
114, 115 in einem Abstand von 0,5 cm bis 2 cm von der betreffenden Seitenkante 112',
113' eines Bohlens 110 vorgesehen ist.
[0026] Die Unterfläche 116, 117 eines Falzes 112, 113 ist in einem spitzen Winkel zur betreffenden
Innenfläche 114, 115 des Falzes 112, 113 angeordnet, um im Übergangsbereich des Falzes
112, 113 zur betreffenden Seitenkante 112', 113' des Bohlens 110 eine Abtropfkante
118, 119 für von der Oberfläche des Holzbodens in eine betreffende Fuge abfließendes
Wasser zu bilden. Die Unterfläche 116, 117 des Falzes 112, 113 ist in einem mittleren
Bereich der Gesamthöhe eines Bohlens 110 angeordnet, wobei ein mittlerer Bereich der
Gesamthöhe als mittleres Drittel der Gesamthöhe eines Bohlens 110 definiert ist.
[0027] Jede Rinne 150 weist gemäß der in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsform
ein langschmales Basispaneel 151 sowie zwei langschmale Seitenpaneele 152, 153 auf,
wobei die Seitenpaneele 152, 153 in einem Winkel geringfügig größer als 90° zum Basispaneel
151 angeordnet sind, so dass der Abstand der oberen Kanten 152', 153' der beiden Seitenpaneele
152, 153 größer ist als der dem Basispaneel 151 nahe untere Abstand der Kanten 152",
153" der beiden Seitenpaneele 152, 153.
[0028] Die Rinne 150 ist dabei aus einem elastischen Material hergestellt, dessen Elastizität
bemessen ist, um bei einem Ansetzen der oberen Kanten 152', 153' der beiden Seitenpaneele
152, 153 an die jeweiligen sich gegenüberliegenden, im Übergangsbereich zwischen einer
längsachsparallelen Innenfläche 114, 115 sowie einer längsachsparallelen Unterfläche
116, 117 ausgebildeten Übergangskanten zweier benachbarter Bohlen 110, 120 eine Vorspannung
zu erzeugen, die bei einer Annäherung der benachbarten Bohlen 110, 120 auf vorgegebene
Distanz ein festes Anliegen der betreffenden oberen Kanten 152', 153' der beiden Seitenpaneele
152, 153 an die jeweiligen Übergangskanten der beiden benachbarten Bohlen 110, 120
sicherstellt. Die Rinne 150 ist zu diesem Zweck aus einem Metall hergestellt.
[0029] Gemäß der in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Holzboden-Vorrichtung 100 sind die Bohlen 110, 120 mit äquidistant angeordneten Bohrungen
111, 121 zum Einführen von Holzschrauben zwecks Verankerung der Bohlen 110, 120 in
den jeweils zugeordneten Lagerhölzern 130 versehen.
[0030] Gemäß der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Holzboden-Vorrichtung
100 ist jeder Falz 112, 113; 122, 123 mit einer Quernut 106, 107 zur Aufnahme eines
abgewinkelten, dem Basispaneel 151 fernen oberen Teils eines jeden Seitenpaneels 152,
153 einer Rinne 150 versehen. Der abgewinkelte obere Teil eines Seitenpaneels 152,
153 einer Rinne 150 ist dabei in einem rechten Winkel zu dem betreffenden unteren
Teil des Seitenpaneels 152, 153 angeordnet, und entsprechend ist eine Quernut 106,
107 in einem rechten Winkel zur längsachsparallelen Innenfläche 114, 115 des Falzes
112, 113; 122, 123 ausgebildet.
[0031] Des Weiteren ist gemäß der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Holzboden-Vorrichtung 100 eine Rinne 150 mit einer in Längsrichtung verlaufende Wölbung
157 versehen, in der äquidistant Bohrungen 111, 121 zum Einführen jeweils einer Holzschraube
eingebracht sind, um die Rinne 150 samt der über die jeweiligen oberen Teile 155,
156 der Seitenpaneele 152, 153 mit der Rinne 150 fest verbundenen Bohlen 110, 120
in zugeordneten Lagerhölzern 130 zu verankern.
[0032] Das Basispaneel 151 einer Rinne 150 ist im Endbereich der Rinne 150 in Richtung des
Versickerungsmaterials 140 abgewinkelt ausgebildet, um einen ungehinderten Abfluss
von Wasser aus der Rinne 150 in das Versickerungsmaterial 140 sicherzustellen, wobei
die Länge eines Überstandes 158, 159 einer Rinne 150 über eine Seitenkante 131, 132
eines Lagerholzes 130 hinaus auf die Breite des Lagerholzes 130 bemessen ist.
[0033] Die Bohlen 110, 120 der dargestellten erfindungsgemäßen Holzboden-Vorrichtungen 100
sind aus Douglasienholz hergestellt und die Lagerhölzer 130 sind aus Fichtenholz gefertigt.
[0034] Die oben erläuterten Ausführungsbeispiele der Erfindung dienen lediglich dem Zweck
eines besseren Verständnisses der durch die Ansprüche vorgegebenen erfindungsgemäßen
Lehre, die als solche durch das Ausführungsbeispiel nicht eingeschränkt ist.
1. Holzboden-Vorrichtung (100) mit einer Mehrzahl mutuell parallel angeordneter und paarweise
von Fugen (105) getrennter Bohlen (110, 120), deren Oberflächen einen planen Holzboden
bilden und die im auf einer Mehrzahl in vorgegebenem Abstand mutuell parallel angeordneter
Lagerhölzer (130) rechtwinklig zu den Lagerhölzern (130 angeordnet sind, wobei die
Lagerhölzer (130) auf einem wasserdurchlässigen Versickerungsmaterial (140) feststehend
platziert sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohlen (110, 120) im Bereich ihrer jeweiligen beiden längsachsparallelen Seitenkanten
(112', 113'; 122', 123') mit einem Falz (112, 113; 122, 123) versehen sind, wobei
die beiden Falze (113, 122) zweier im vorherbestimmten Abstand einer Fuge (105) nebeneinander
angeordneter Bohlen (110, 120) eine langschmale Höhlung zur Aufnahme einer auf einem
Lagerholz aufliegenden Rinne (150) bilden, deren Länge bemessen ist, um Wasser in
angemessenem Abstand zu einem betreffenden Lagerholz (130) zwischen zwei Lagerhölzern
in das Versickerungsmaterial (140) abzuleiten.
2. Holzboden-Vorrichtung (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Falz (112, 113) eine längsachsparallele Innenfläche (114, 115) sowie eine längsachsparallele
Unterfläche (116, 117) aufweist.
3. Holzboden-Vorrichtung (100) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenfläche (114, 115) in einem Abstand von 0,5 cm bis 2 cm von der betreffenden
Seitenkante (112', 113') eines jeden Bohlens (110) vorgesehen ist.
4. Holzboden-Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Unterfläche (116, 117) eines Falzes (112, 113) in einem spitzen Winkel
zur betreffenden Innenfläche (114, 115) eines Falzes (112, 113) angeordnet ist, um
im Übergangsbereich des Falzes (112, 113) zur betreffenden Seitenkante (112', 113')
des Bohlens (110) eine Abtropfkante (118, 119) für von der Oberfläche des Holzbodens
in eine betreffende Fuge 105 abfließendes Wasser zu bilden.
5. Holzboden-Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterfläche (116, 117) des Falzes (112, 113) in einem mittleren Bereich der Gesamthöhe
h eines Bohlens (110) angeordnet ist.
6. Holzboden-Vorrichtung (100) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein mittlerer Bereich der Gesamthöhe h als mittleres Drittel der Gesamthöhe h eines
Bohlens (110) definiert ist.
7. Holzboden-Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rinne (150) ein langschmales Basispaneel (151) sowie zwei langschmale Seitenpaneele
(152, 153) aufweist, wobei die Seitenpaneele (152, 153) in einem Winkel geringfügig
größer als 90° zum Basispaneel (151) angeordnet sind, so dass der Abstand der oberen
Kanten (152', 153') der beiden Seitenpaneele (152, 153) größer ist als der dem Basispaneel
(151) nahe untere Abstand der Kanten (152", 153") der beiden Seitenpaneele (152, 153).
8. Holzboden-Vorrichtung (100) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rinne (150) aus einem elastischen Material hergestellt ist, dessen Elastizität
bemessen ist, um bei einem Ansetzen der oberen Kanten (152', 153') der beiden Seitenpaneele
(152, 153) an die jeweiligen sich gegenüberliegenden, im Übergangsbereich zwischen
einer längsachsparallelen Innenfläche (114, 115) sowie einer längsachsparallelen Unterfläche
(116, 117) ausgebildeten Übergangskanten zweier benachbarter Bohlen (110, 120) eine
Vorspannung zu erzeugen, die bei einer Annäherung der benachbarten Bohlen (110, 120)
auf vorgegebene Distanz ein festes Anliegen der betreffenden oberen Kanten (152',
153') der beiden Seitenpaneele (152, 153) an die jeweiligen Übergangskanten der beiden
benachbarten Bohlen (110, 120) sicherstellt.
9. Holzboden-Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rinne (150) aus einem Metall hergestellt ist.
10. Holzboden-Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohlen (110, 120) mit äquidistant angeordneten Bohrungen (111, 121) zum Einführen
von Holzschrauben zwecks Verankerung der Bohlen in den jeweils zugeordneten Lagerhölzern
(130) vorgesehen sind.
11. Holzboden-Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Falz (112, 113; 122, 123) mit einer Quernut (106, 107) zur Aufnahme eines abgewinkelten,
dem Basispaneel (151) fernen oberen Teils (155, 156) eines jeden Seitenpaneels (152,
153) einer Rinne (150) versehen ist.
12. Holzboden-Vorrichtung (100) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der abgewinkelte obere Teil (155, 156) eines Seitenpaneels (152, 152) einer Rinne
(150) in einem rechten Winkel zu dem betreffenden unteren Teil des Seitenpaneels (152,
153) angeordnet ist, und eine Quernut (106, 107) in einem rechten Winkel zur längsachsparallelen
Innenfläche (114, 115) des Falzes (112, 113) ausgebildet ist.
13. Holzboden-Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rinne (150) mit einer in Längsrichtung verlaufende Wölbung (157) versehen ist,
in der äquidistant Bohrungen (111, 121) zum Einführen jeweils einer Holzschraube eingebracht
sind, um die Rinne (150) samt der über die jeweiligen oberen Teile (155, 156) der
Seitenpaneele (152, 153) mit der Rinne (150) fest verbundenen Bohlen (110) in zugeordneten
Lagerhölzern (130) zu verankern.
14. Holzboden-Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basispaneel (151) im Endbereich einer Rinne (150) in Richtung des Versickerungsmaterials
(140) abgewinkelt ist, um einen ungehinderten Abfluss von Wasser aus der Rinne (150)
in das Versickerungsmaterial (140) sicherzustellen.