[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leuchte mit einem witterungsempfindliche
Elemente nach außen hin abdeckenden Leuchtenglas, welches Mittel zur Erwärmung des
Leuchtenglases aufweist, um dieses zu enteisen.
[0002] Leuchten mit Mitteln zur Enteisung des Leuchtenglases sind aus dem Stand der Technik
bekannt geworden. Anders als die früheren Glühlampen, die einen nicht unerheblichen
Anteil der aufgenommenen Energie in Form von Wärme abstrahlten, geben moderne Leuchtmittel
wie insbesondere LEDs vergleichsweise wenig Wärme ab, was zunächst einmal ja beabsichtigt
ist, da ein hoher Wirkungsgrad und eine möglichst hohe Lichtausbeute pro aufgenommener
elektrischer Leistung angestrebt werden. Dies führt jedoch dazu, dass das Leuchtmittel
die Abschlussscheibe nicht mehr ausreichend erwärmt, so dass eine bei niedrigeren
Temperaturen auf der Außenseite der Abschlussscheibe einer Außenleuchte oder eines
Schweinwerfers abgeschiedene Eisschicht nach dem Einschalten der Leuchte nicht oder
nicht ausreichend rasch schmilzt und daher die Eisschicht die Beleuchtungseigenschaften
beeinträchtigt, insbesondere die Beleuchtungsstärke der Leuchte verringert.
[0003] Die
DE 10 2008 019 664 A1 beschreibt einen Scheinwerfer mit einer Abschlussscheibe, bei der eine Heizvorrichtung
zur Enteisung der Abschlussscheibe vorgesehen ist, wobei auf die zum Innenraum gerichtete
Seite der Abschlussscheibe ein Schichtsystem mit mehreren Schichten aufgebracht ist.
Dieses Schichtsystem umfasst eine untere Schicht, gefolgt von einer Metall-Schicht
und einer oberen Schicht. Entweder die untere Schicht oder die obere Schicht besteht
aus einem Oxid oder einem Mischoxid eines der Elemente Si, Ti, Al, Zn, Sn, In, Nb,
Zr oder Ta oder einem Nitrid der Elemente Al oder Si. Zwischen der unteren und oberen
Oxidschicht ist eine dünne metallische Schicht aufgetragen, die als Heizelement verwendet
werden kann, wenn sie von Strom durchflossen wird. Auf diese Weise lässt sich die
Abschlussscheib enteisen oder eine Reif- oder Tauablagerung vermeiden. Diese Schichten
auf der Abschlussscheibe müssen eine ausreichende Transmission für das von dem Leuchtmit-tel
abgestrahlte Licht ausweisen, da andernfalls die Lichtausbeute durch das Schichtensystem
verringert wird. Die Schichtdicke der unteren und der oberen Schicht muss daher bei
nur etwa 20 nm bis 70 nm liegen und die Schichtdicke der aus einem gut leitenden Metall
wie beispielsweise Silber oder Kupfer bestehenden mittleren metallischen Schicht muss
noch geringer sein und liegt bei etwa 5 nm bis 20 nm. Das Verfahren der Aufbringung
mehrerer unterschiedlicher extrem dünner Schichten nacheinander, beispielsweise durch
"chemical vapor deposition" (CVD) oder "physical vapor deposition" (PVD) bei dieser
bekannten Lösung ist verhältnismäßig aufwändig. Gegebenenfalls muss noch eine zusätzliche
Deckschicht auf der oberen Schicht abgeschieden werden, was das Verfahren weiter verteuert.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Leuchte mit Mitteln zur
Erwärmung des Leuchtenglases zwecks Enteisung mit den Merkmalen der eingangs genannten
Gattung zu schaffen, welche eine weniger aufwändige und damit preiswertere Aufbringung
der Mittel zur Enteisung zulässt.
[0005] Die Lösung der vorgenannten Aufgabe liefert eine Leuchte mit Mitteln zur Erwärmung
des Leuchtenglases der eingangs genannten Art mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0006] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die elektrisch leitfähigen Bereiche Leiterbahnen
oder wenigstens eine Leiterbahn umfassen, die auf das Leuchtenglas aufgedruckt sind
(ist).
[0007] Die Aufbringung der Mittel zur Erwärmung in einem Druckverfahren ist technisch weniger
aufwändig als eine mehrfache Beschichtung und erfordert beispielsweise kein Arbeiten
im Hochvakuum oder unter Reinstraumbedingungen. Vorteilhaft ist weiterhin, dass man
vergleichsweise wenig Material für die Leiterbahnen benötigt, da sich diese nur über
einen Bruchteil der gesamten Fläche des Leuchtenglases, auf die sie aufgebracht sind,
erstrecken. Es genügt, wenn die Leiterbahnen vergleichsweise dünn oder schmal sind,
während eine Beschichtung flächig aufgebracht wird. Das Druckverfahren ist zudem wesentlich
gezielter hinsichtlich der für die Leiterbahnen bestimmten Flächenbereiche des Leuchtenglases
und anders als bei der Aufbringung einer flächigen Beschichtung geht praktisch kein
Beschichtungsmaterial verloren. Schon aus diesem Grunde ist eine Bedruckung preisgünstiger.
[0008] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt darin, dass sich die
durch Bedrucken aufgebrachten Leiterbahnen nur über einen vergleichsweise kleinen
Flächenbereich der bedruckten Fläche des Leuchtenglases erstrecken, so dass auch die
Lichtverluste sehr gering sind, selbst dann, wenn das Material, welches aufgedruckt
wird, eine geringere Transmission aufweist, als das Material der flächigen Beschichtung
nach dem Stand der Technik.
[0009] Obwohl die aufgedruckten Leiterbahnen im Ergebnis sich nur über einen sehr geringen
Anteil der gesamten Licht abstrahlenden Fläche des Leuchtenglases erstrecken, kann
man die Leiterbahnen auf dieser Fläche gleichwohl so anordnen, dass sich ein Verlauf
ergibt, durch den weite Bereiche der gesamten Fläche von wenigstens einem Abschnitt
einer Leiterbahn durchlaufen werden, so dass man eine Aufheizung der gesamten Fläche
des Leuchtenglases erreichen kann.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung bestehen die Leiterbahnen aus
einem gut leitfähigen Material, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe umfassend keramische
Leitpasten, anorganische Leitpasten, keramische elektrisch leitende Lacksysteme, anorganische
elektrisch leitende Lacksysteme, Metalle, beispielsweise Silber oder Kupfer und metallische
Legierungen. Beispielsweise kommen als keramische Leitpasten solche in Betracht, die
Metallpartikel wie zum Beispiel Silberpartikel oder Kupferpartikel und eine Glasfritte
enthalten. Durch Bestromung der Leiterbahn wird Wärme erzeugt, mittels derer die Oberfläche
des Leuchtenglases erwärmt und somit effektiv von Eis oder Tau befreit werden kann.
[0011] Wenn in der vorliegenden Anmeldung von "Leiterbahnen" die Rede ist, schließt dies
auch den Fall ein, dass nur eine einzige Leiterbahn vorhanden ist. Diese Leiterbahn
kann sich von einem Ausgangspunkt zu einem Endpunkt auf der Fläche des Leuchtenglases
erstrecken und dabei einem Pfad mit mehrfacher Richtungsumlenkung folgen. Einzelne
in jeweils einer Richtung verlaufende Abschnitte einer solchen einzigen durchgehenden
Leiterbahn kann man auch als "Leiterbahnen" im Sinne der vorliegenden Erfindung ansehen.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist die Leiterbahn oder die
Leiterbahnen einen mindestens abschnittsweise wendelförmigen Verlauf auf. Bei dieser
bevorzugten Variante hat die Leiterbahn Abschnitte in einer Richtung und nach Richtungsumkehr
jeweils Abschnitte, die sich etwa in Gegenrichtung erstrecken, so dass sie quasi hin
und her läuft, wobei die Richtungsumkehr mit einem Radius (bogenförmig) verläuft,
so dass der vorgenannte wendelförmige Verlauf entsteht. Eine Verlegung mit einem solchen
etwa wendelförmigen Verlauf hat den Vorteil, dass man eine einzige Leiterbahn über
eine längere Strecke durchgehend ohne Verbindungspunkte laufen lassen kann und dabei
einen größeren Flächenbereich auf der Glasfläche des Leuchtenglases abdeckt.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sind mindestens zwei mit wenigstens
einer Leiterbahn verbundene Kontaktelemente auf das Leuchtenglas aufgedruckt. Die
Leiterbahn geht dann von dem ersten Kontaktpunkt aus, verläuft zum Beispiel etwa wendelförmig
über die Oberfläche des Leuchtenglases und endet an dem zweiten Kontaktpunkt.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist wenigstens eine Leiterbahn
mit einem solchen Verlauf auf die Fläche des Leuchtenglases aufgebracht, dass sie
den überwiegenden Teil der zu erwärmenden Fläche des Leuchtenglases durchläuft. Die
Leiterbahn kann beispielsweise auch wendelförmig oder mäandernd in konzentrischen
Kreisen oder Kreisbogensegmenten verlaufen, insbesondere dann, wenn das Leuchtenglas
eine runde Geometrie aufweist.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist somit wenigstens eine Leiterbahn
auf der Fläche des Leuchtenglases, auf die sie aufgebracht ist, in der Draufsicht
gesehen wenigstens abschnittsweise einen mäandernden Verlauf auf. Ein solcher mäandernder
Verlauf lässt es zu, mit beispielsweise nur einer Leiterbahn, die zwischen zwei beispielsweise
jeweils in einem äußeren Randbereich liegenden Kontaktpunkten auf der Oberfläche des
Leuchtenglases verläuft, weitestgehend den gesamten oder zumindest weitaus überwiegenden
Flächenbereich der Oberfläche mit der Leiterbahn zu durchziehen. Auf diese Weise wird
die Möglichkeit geschaffen, den Oberflächenbereich des Leuchtenglases praktisch flächendeckend
zu erwärmen, dabei aber nur vergleichsweise geringe Flächenanteile der Gesamtfläche
mit dem Material der Leiterbahnen abzudecken. Dies ist anders als bei der Aufbringung
einer flächigen Beschichtung.
[0016] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass auf die Leiterbahnen
mindestens eine Schicht aus einem Lötstopplack aufgebracht ist. Diese Maßnahme dient
dazu, die aufgedruckten Leiterbahnen vor Korrosion und mechanischer Beschädigung zu
schützen. Ein solcher Lötstopplack kann beispielsweise ein Epoxidharz umfassen. Ebenso
wie die Leiterbahnen selbst kann auch der Lötstopplack beispielsweise in einem Siebdruckverfahren
aufgebracht werden.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Leuchte eine Bodeneinbauleuchte,
insbesondere eine im Außenbereich eingebaute Bodeneinbauleuchte, deren beheizbares
Leuchtenglas ein Abdeckglas der Bodeneinbauleuchte ist.
[0018] Vorzugsweise sind gemäß einer Weiterbildung der Erfindung die Leiterbahnen im Siebdruckverfahren
aufgedruckt. Das Siebdruckverfahren hat sich als besonders geeignet erwiesen, um das
Material, welches für den Druck der Leiterbahnen verwendet wird, gezielt in einem
automatisierten Verfahren mit numerischer Steuerung gemäß einem vorgegebenen Druckmuster
auf das Leuchtenglas aufzubringen. Vorteilhaft im Vergleich zu herkömmlichen Beschichtungsverfahren,
bei denen beispielsweise im Vakuum aufgedampft wird, ist dabei unter anderem die Tatsache,
dass es nicht oder kaum zu einem Verlust an Beschichtungsmaterial kommt.
[0019] Vorzugsweise sind gemäß der vorliegenden Erfindung die aufgedruckten Leiterbahnen
transparent oder weitgehend transparent und/oder weisen eine hohe Transmission für
das von dem Leuchtmittel der Leuchte abgegebene Licht auf, insbesondere eine Transmission
von wenigstens etwa 80 %, vorzugsweise eine Transmission von wenigstens etwa 90 %,
weiter bevorzugt eine Transmission von wenigstens etwa 95 %, besonders bevorzugt eine
Transmission von wenigstens etwa 98 %. Die Transmission ist dabei als das Verhältnis
desjenigen Lichtanteils, welcher im Bereich der aufgedruckten Leiterbahnen durch das
Abdeckglas hindurchtritt, zum gesamten bei der oder den entsprechenden Wellenlängen
von dem Leuchtmittel der Leuchte abgestrahlten Licht anzusehen. Im Idealfall ist es
somit so, dass die aufgedruckten Leiterbahnen mit dem bloßen Auge praktisch nicht
sichtbar sind, was zum einen durch die Auswahl der Schichtdicke des aufgedruckten
Materials der Leiterbahnen erreicht wird, die sehr gering ist. Außerdem können die
Leiterbahnen jeweils sehr fein (dünn) sein, so dass sie schon aufgrund ihrer geringen
Ausdehnung in Breitenrichtung optisch kaum wahrgenommen werden, die im Bereich von
etwa einem Millimeter oder bevorzugt geringer ist, das heißt nur Bruchteile von Millimetern
beträgt. Auch bei Verwendung von sehr feinen Leiterbahnen genügt die Leitfähigkeit,
um einen ausreichenden Stromfluss durch die Leiterbahnen zu gewährleisten, der aufgrund
des elektrischen Widerstands des Materials der Leiterbahnen zu einer Erwärmung führt,
die das Leuchtenglas soweit erwärmt, dass es in effektiver Weise abgetaut wird und
nicht mehr beschlägt.
[0020] Die erfindungsgemäße Lösung eignet sich für im Außenbereich angeordnete Leuchten
jeglicher Art, beispielsweise Bodeneinbauleuchten, Wandeinbauleuchten, Bodenanbauleuchten,
Wandanbauleuchten, Deckenleuchten, Straßenleuchten, Scheinwerfer, um nur einige zu
nennen. Im Prinzip kommt die Erfindung für alle Leuchten in Betracht, die der Witterung
ausgesetzt sind und ein Leuchtenglas (Abdeckglas) aufweisen, durch das hindurch das
Leuchtmittel Licht abstrahlt. Handelt es sich um eine Bodeneinbauleuchte, kann diese
beispielsweise ein topfförmiges Gehäuse mit einer im Prinzip etwa zylindrischen Geometrie
aufweisen.
[0021] Die in den Unteransprüchen genannten Merkmale beziehen sich auf bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung. Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Detailbeschreibung.
[0022] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:
Figur 1 eine schematisch vereinfachte perspektivische Ansicht einer im Boden eingebauten
Leuchte gemäß einer beispielhaften Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung;
Figur 2 eine Draufsicht auf ein gemäß der Erfindung mit Leiterbahnen bedrucktes Leuchtenglas;
Figur 3 eine schematisch vereinfachte Schnittansicht durch einen Ausschnitt eines
Leuchtenglases im vergrößerten Maßstab.
[0023] Zunächst wird auf die Figur 1 Bezug genommen und anhand dieser wird die prinzipielle
Gestaltung einer beispielhaften Bodeneinbauleuchte gemäß der vorliegenden Erfindung
erläutert. Diese umfasst beispielsweise ein zylindrisches Gehäuse 10, welches in der
Einbausituation im Boden versenkt ist. Die funktionellen Elemente wie das Leuchtmittel,
Netzteil, optische Bauteile zur Lichtlenkung, elektronische Bauelemente zur Steuerung
des oder der Leuchtmittel etc. befinden sich im Inneren des Gehäuses 10 und werden
hier nicht näher erläutert. An der Oberseite ist auf das hohlzylindrische Gehäuse
ein äußerer flacher ringförmiger Rahmen 11 aufgesetzt, welcher in der Regel mittels
Schrauben befestigt wird. Dieser zumeist aus Metall bestehende Rahmen 11 fasst das
Leuchtenglas 12, welches als Abdeckglas das Gehäuse 10 an der oberen stirnseitigen
Fläche abdeckt und das Leuchtmittel und die Einbauten vor Einflüssen der Witterung
und mechanisch schützt. Das Licht der im inneren des Gehäuses 10 angeordneten Leuchtmittel
wird daher durch das Leuchtenglas 12 hindurch abgestrahlt.
[0024] Gemäß der vorliegenden Erfindung sind die Leiterbahnen für die Erwärmung des Leuchtenglases
12 auf dessen Oberfläche, entweder an der Unterseite oder an der Oberseite angebracht.
Diese Leiterbahnen sind in der Figur 2 dargestellt und werden anhand dieser nachfolgend
näher erläutert. Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf eine beispielhafte Anordnung einer
Leiterbahn 13 auf der Fläche eines Leuchtenglases 12. Es sind zwei Kontaktelemente
14 jeweils in äußeren Randbereichen des Leuchtenglases 12 angeordnet, welche sich
am Umfang des etwa kreisrunden Leuchtenglases 12 etwa diametral gegenüber liegen.
In diese beiden Kontaktelemente 14 kann man den Strom für die Bestromung der Leiterbahn
13 einspeisen. Die Kontaktelemente können beispielsweise auch auf das Leuchtenglas
aufgedruckt werden.
[0025] Von dem ersten im peripheren Bereich angeordneten Kontaktelement 14 ausgehend weist
die Leiterbahn zunächst einen ersten bogenförmigen Abschnitt 13 a auf, welcher konzentrisch
zum äußeren Rahmen 11 verläuft und sich etwa über einen Viertelkreis erstreckt. Dann
folgt eine Umlenkung 13 b um etwa 180 ° und die Leiterbahn verläuft danach in einem
weiteren Bogensegment 13 c in die Gegenrichtung, wobei dieses zweite Bogensegment
konzentrisch zu dem ersten bogenförmigen Abschnitt 13 a verläuft. Danach folgt erneut
eine Umlenkung 13 d um etwa 180 ° und es folgt ein drittes Bogensegment 13 e, welches
wiederum konzentrisch zu dem zweiten Bogensegment 13 c verläuft. Am Ende dieser Bogensegments
folgt wieder eine Umlenkung und es folgt dann ein viertes innerstes Bogensegment 13
f, welches sich über etwa einen Halbkreis erstreckt und sich somit bis auf die andere
Seite der Oberfläche des Leuchtenglases 12 erstreckt. Die ersten vier konzentrisch
ineinander verlaufenden Bogensegmente 13 a, 13 c, 13 e, 13 f verlaufen jeweils mit
Abstand zueinander und decken etwa ein Viertel der Oberfläche des etwa kreisförmigen
Leuchtenglases 12 ab. Somit verläuft die Leiterbahn 13 mäandernd und in einer etwa
wendelförmigen Anordnung, wobei die Wendel jeweils einen in sich bogenförmigen Verlauf
haben.
[0026] Das innerste Bogensegment 13 f erstreckt sich über eine längere Strecke und stellt
quasi die Verbindung zu dem zweiten Viertel der Oberfläche des Leuchtenglases her.
An dem Ende dieses Bogensegments 13 f folgt wieder eine Umlenkung und der Verlauf
der Leiterbahn wiederholt sich dann in konzentrischen Bogensegmenten, wobei diese
hier umgekehrt von innen nach außen ineinander geschachtelt liegen. Das äußerste Bogensegment
13 g ist wiederum länger ausgebildet und verläuft über etwa einen Halbkreis im peripheren
Bereich und stellt somit die Verbindung zu dem dritten Viertel der Oberfläche her,
so dass dann wieder die Bogensegmente von außen nach innen verlaufen und die zuvor
beschriebene Anordnung wiederholt sich im Prinzip. Das äußerste Bogensegment 13 h
des vierten Viertels der Oberfläche führt dann zu dem zweiten Kontaktelement 14, welches
dem ersten Kontaktelement diametral gegenüber liegt. Auf diese Weise wird durch den
Verlauf nur einer einzigen durchgehenden Leiterbahn 13 mit den konzentrisch ineinander
liegenden viertelkreisförmigen bzw. halbkreisförmigen Bogensegmenten zwischen den
beiden Kontaktelementen weitgehend die gesamte Oberfläche des Leuchtenglases 12 überspannt
und abgedeckt und die ganze Oberfläche kann bei Bestromung der Leiterbahn 13 erwärmt
werden.
[0027] Alternativ dazu ist beispielsweise auch eine Anordnung möglich, bei der die Leiterbahn
13 über die Fläche des Leuchtenglases mäandernd und wendelförmig verläuft, jedoch
in jeweils geradlinigen zueinander etwa parallelen Abschnitten, mit jeweils etwa 180
° Umlenkung zwischen je zwei Abschnitten.
[0028] Figur 3, auf die nachfolgend Bezug genommen wird, zeigt eine schematisch vereinfachte
Schnittansicht durch einen Ausschnitt eines Leuchtenglases im stark vergrößerten Maßstab.
Der Schnitt ist dort gelegt, wo sich eine Leiterbahn 13 auf dem Leuchtenglas 12 befindet.
Diese Leiterbahn 13 kann beispielsweise aus einem elektrisch leitenden Material wie
einer keramischen Leitpaste bestehen, welche ein Metall wie Silberpartikel oder Kupferpartikel
und eine Glasfritte enthält. Um die Leiterbahn 13 gegenüber Witterungseinflüssen und
mechanischen Einflüssen zu schützen, wird beispielsweise eine Schicht aus einem Lötstopplack
15 auf der Leiterbahn 13 aufgebracht, so dass sie die Leiterbahn bedeckt.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 10
- Gehäuse
- 11
- Rahmen
- 12
- Leuchtenglas
- 13
- Leiterbahn
- 13 a
- bogenförmiger Abschnitt
- 13 b
- Umlenkung
- 13 c
- Bogensegment
- 13 d
- Umlenkung
- 13 e
- Bogensegment
- 13 f
- Bogensegment
- 13 g
- Bogensegment
- 13 h
- Bogensegment
- 14
- Kontaktelemente
- 15
- Lötstopplack
1. Leuchte mit einem witterungsempfindliche Elemente nach außen hin abdeckenden Leuchtenglas,
welches Mittel zur Erwärmung des Leuchtenglases aufweist, um dieses zu enteisen, umfassend
elektrisch leitfähige Bereiche, die sich bei hindurchleiten von elektrischem Strom
erwärmen, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitfähigen Bereiche wenigstens eine Leiterbahn (13) oder Leiterbahnen
umfassen, die auf das Leuchtenglas (12) aufgedruckt sind.
2. Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Leiterbahn (13) aus einem gut leitfähigen Material besteht, insbesondere
ausgewählt aus der Gruppe umfassend keramische Leitpasten, anorganische Leitpasten,
keramische elektrisch leitende Lacksysteme, anorganische elektrisch leitende Lacksysteme,
Metalle, beispielsweise Silber oder Kupfer und metallische Legierungen.
3. Leuchte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Leiterbahn (13) eine keramische Leitpaste umfasst, welche Metallpartikel,
insbesondere Silberpartikel oder Kupferpartikel und eine Glasfritte enthält.
4. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Leiterbahn (13) einen mindestens abschnittsweise wendelförmigen
Verlauf aufweist.
5. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Leiterbahn (13) mit einem solchen Verlauf auf die Fläche des Leuchtenglases
(12) aufgebracht ist, dass sie den überwiegenden Teil der zu erwärmenden Fläche des
Leuchtenglases durchläuft.
6. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Leiterbahn (13) auf der Fläche des Leuchtenglases (12), auf die sie
aufgebracht ist, in der Draufsicht gesehen wenigstens abschnittsweise einen mäandernden
Verlauf aufweist.
7. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei mit wenigstens einer Leiterbahn (13) oder mehreren Leiterbahnen verbundene
Kontaktelemente (14) auf das Leuchtenglas (12) aufgebracht, insbesondere aufgedruckt
sind.
8. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf die wenigstens eine Leiterbahn (13) oder die Leiterbahnen mindestens eine Schicht
aus einem Lötstopplack (15) aufgebracht ist.
9. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine Bodeneinbauleuchte, insbesondere eine im Außenbereich eingebaute Bodeneinbauleuchte
ist, deren beheizbares Leuchtenglas (12) ein Abdeckglas der Bodeneinbauleuchte ist.
10. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterbahn (13) oder die Leiterbahnen im Siebdruckverfahren aufgedruckt sind.
11. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die aufgedruckte(n) Leiterbahn(en) (13) transparent oder weitgehend transparent sind
und/oder eine hohe Transmission für das von dem Leuchtmittel der Leuchte abgegebene
Licht aufweisen.