[0001] Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeugschloss gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1 sowie eine Kraftfahrzeugtüranordnung gemäß Anspruch 13.
[0002] Das in Rede stehende Kraftfahrzeugschloss ist einer Kraftfahrzeugtüranordnung mit
einer Kraftfahrzeugtür zugeordnet. Der Begriff "Kraftfahrzeugtür" ist vorliegend weit
zu verstehen. Er umfasst insbesondere Seitentüren, Hecktüren, Heccklappen, Heckdeckel
oder Motorhauben. Eine solche Kraftfahrzeugtür kann grundsätzlich auch nach Art einer
Schiebetür ausgestaltet sein.
[0003] Die Crashsicherheit spielt bei heutigen Kraftfahrzeugschlössern eine wichtige Rolle.
Dabei steht im Vordergrund, dass weder crashbedingte Beschleunigungen noch crashbedingte
Verformungen zu einem ungewünschten Öffnen der Kraftfahrzeugtür führen dürfen, der
das Kraftfahrzeugschloss zugeordnet ist.
[0005] Das bekannte Kraftfahrzeugschloss (
DE 10 2011 015 675 A1), von dem die Erfindung ausgeht, ist mit einer Crashsicherung ausgestattet, die ein
crashbedingtes, also ein selbsttätiges und ungewünschtes Öffnen der Kraftfahrzeugtür
im Crashfall verhindert. Hierfür ist ein Crashelement vorgesehen, das durch eine crashbedingte
Verformung der Türaußenhaut in eine Crashstellung verstellbar ist und dadurch einen
Betätigungshebel des Kraftfahrzeugschlosses blockiert.
[0006] Das Crashelement bei dem bekannten Kraftfahrzeugschloss ist schwenkbar ausgestaltet.
Eine solche schwenkbare Lagerung ist im Bereich der Kraftfahrzeugschlösser allgemein
bevorzugt, da die Betriebssicherheit solcher Schwenklager auch bei nachteiligen Umgebungsbedingungen,
beispielsweise bei Vereisungsbedingungen, als hoch angesehen wird.
[0007] Nachteilig bei dem bekannten Kraftfahrzeugschloss mit einem über ein Schwenklager
schwenkbaren Crashelement ist allerdings die Tatsache, dass die Krafteinleitung für
eine Verstellung des Crashelements stets in einer Ebene erfolgen muss, die senkrecht
zur Schwenkachse des Crashelements ausgerichtet ist. Wird dies nicht eingehalten,
so ist besonders bei den hohen im Crashfall auftretenden Kräften mit einer Zerstörung
des Schwenklagers zu rechnen. Diesem Umstand kann zur Gewährleistung einer hohen Betriebssicherheit
nur mit einer besonders robusten und damit kostenintensiven Auslegung des Schwenklagers
des Crashelements Rechnung getragen werden.
[0008] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, das bekannte Kraftfahrzeugschloss derart
auszugestalten und weiterzubilden, dass die Betriebssicherheit der Crashsicherung
mit einfachen konstruktiven Mitteln erhöht wird.
[0009] Das obige Problem wird bei einem Kraftfahrzeugschloss durch die Merkmale von Anspruch
1 gelöst. Wesentlich ist die grundsätzliche Überlegung, eine Crashelementlagerung
vorzusehen, die als Linearführung ausgestaltet ist und in der das Crashelement verschieblich
gefuhrt ist.
[0010] Vorschlagsgemäß ist erkannt worden, dass eine solche Linearführung bei geeigneter
Auslegung robust gegen eine Krafteinleitung in das Crashelement ist, deren Ausrichtung
von der Ausrichtung der Linearführung abweicht. Dies trifft gerade für die in der
Regel hohen, auf das Crashelement einwirkenden Crashkräfte zu, die dazu führen, dass
das Crashelement durch die Crashelementlagerung gewissermaßen "hindurchgedrückt" wird.
Dabei kann sogar eine gewisse Verformung der Crashelementlagerung auftreten, ohne
dass die eigentliche Funktion der Crashelementlagerung beeinträchtigt wird. Ein mögliches
Verkanten des Crashelements in der Linearführung spielt somit im Crashfall keine oder
lediglich eine untergeordnete Rolle.
[0011] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung gemäß Anspruch 2 weist das Crashelement
einen Eingriffsabschnitt für den Eingriff mit der crashbedingt verformten Komponente
der Kraftfahrzeugtür auf, wobei der Eingriffsabschnitt weiter vorzugsweise im Wesentlichen
tellerförmig ausgestaltet ist. Die tellerförmige Ausgestaltung ist so getroffen, dass
die Crashkräfte im Wesentlichen von der Tellerfläche des Eingriffsabschnitts aufgenommen
werden. Auf diese Weise ist die Aufnahme von Crashkräften über eine relativ große
Fläche, die der Tellerfläche entspricht, möglich.
[0012] Eine ganz besonders robuste Ausgestaltung ergibt sich ferner vorzugsweise dadurch,
dass bei der Blockierung durch das Crashelement die Blockierkraft über eine insbesondere
ortsfeste Abstützung und außerhalb der Crashelementlagerung verlaufen kann. Die Formulierung
"kann" bedeutet hier, dass nicht jede Blockierkraft, insbesondere eine geringe Blockierkraft,
über die Abstützung verlaufen muss. Beispielsweise ist es denkbar, dass bei geringen
Blockierkräften ein gewisses Spiel zwischen dem Crashelement und der Abstützung verbleibt,
das erst durch erhöhte Blockierkräfte aufgehoben wird. Mit einer solchen Variante
lässt sich die Crashelementlagerung schwach und damit kostengünstig auslegen, da jedenfalls
hohe Blockierkräfte im Wesentlichen von der Abstützung aufgenommen werden können.
[0013] Nach einer weiteren Ausgestaltung gemäß Anspruch 3 wird ein Kraftfahrzeugschloss
beansprucht, bei dem eine Crashelementlagerung vorgesehen ist, in der das Crashelement
geführt ist, wobei sich das Crashelement bei seiner Verstellung in die Crashstellung
zwischen die vom Crashelement zu blockierende Komponente und eine insbesondere ortsfeste
Abstützung verstellt, insbesondere schiebt, so dass zumindest ein Teil des Kraftflusses
der Blockierkraft über die Abstützung und außerhalb der Crashelementlagerung verlaufen
kann. Der vorteilhafte Kostenaspekt einer solchen Anordnung ist weiter oben bereits
angesprochen worden. Im Übrigen darf auf alle Ausführungen zu dem vorschlagsgemäßen
Kraftfahrzeugschloss verwiesen werden.
[0014] Beispielsweise ist es gemäß Anspruch 5 vorgesehen, dass die Verstellbarkeit des Crashelements
jedenfalls auch auf eine Verformbarkeit des Crashelements selbst zurückgeht.
[0015] Mit der verformbaren Auslegung des Crashelements ergeben sich neue Möglichkeiten
für die Auslegung der Crashelementlagerung. Bei der bevorzugten Ausgestaltung gemäß
Anspruch 8 ist es beispielweise vorgesehen, dass die Crashelementlagerung das Crashelement
an dem Kraftfahrzeugschloss im Übrigen festlegt. Die Führung des Crashelements durch
die Crashelementlagerung beschränkt sich dann schlicht auf ein Halten des Crashelements
im Bereich der Crashelementlagerung.
[0016] Bei den besonders bevorzugten Ausgestaltungen gemäß Anspruch 10 ist das Crashelement
als Bügel ausgestaltet, der über die Crashelementlagerung jedenfalls an zwei Aufhängepunkten
aufgehängt ist. Für den Fall, dass das Crashelement, wie oben angedeutet, verformbar
ausgelegt ist, lässt sich hiermit eine besonders robuste und gleichzeitig kostengünstige
Anordnung erreichen.
[0017] Nach einer weiteren Lehre gemäß Anspruch 13, der eigenständige Bedeutung zukommt,
wird eine Kraftfahrzeugtüranordnung mit einer Kraftfahrzeugtür und einem der Kraftfahrzeugtür
zugeordneten, vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugschloss beansprucht. Dabei ist das Kraftfahrzeugschloss
vorzugsweise in der Kraftfahrzeugtür angeordnet. Das Kraftfahrzeugschloss wirkt dann
mit einem an der Karosserie des Kraftfahrzeugs angeordneten Schließkeil o. dgl. zusammen.
Auf alle Ausführungen zu dem vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugschloss darf verwiesen
werden.
[0018] Bei der besonders bevorzugten Ausgestaltung gemäß Anspruch 14 ist der Eingriffsabschnitt
des Crashelements in unmittelbarer Nähe zu der Türaußenhaut der Kraftfahrzeugtür angeordnet.
Insbesondere für den Fall, dass der Eingriffsabschnitt im Wesentlichen tellerförmig
ausgestaltet ist, lassen sich crashbedingte Verformungen der Türaußenhaut über einen
weiten Flächenbereich in das Crashelement einleiten.
[0019] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- ein nicht vorschlagsgemäßes Kraftfahrzeugschloss im montierten Zustand,
- Fig. 2
- den Außenbetätigungshebel sowie das Crashelement mit zugeordneter Crashelementlagerung
des nicht vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugschlosses aus Fig. 1 im demontierten Zustand
a) im Normalbetrieb und b) im Crashfall,
- Fig. 3
- das Crashelement mit zugeordneter Crashelementlagerung des nicht vorschlaggemäßen
Kraftfahrzeugschlosses gemäß Fig. 1 in einer Explosionsdarstellung,
- Fig. 4
- ein nicht vorschlagsgemäßes Kraftfahrzeugschloss nach einer weiteren Lehre im montierten
Zustand und
- Fig. 5
- den Außenbetätigungshebel sowie das Crashelement des nicht vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugschlosses
gemäß Fig. 4 im demontierten Zustand a) im Normalbetrieb und b) im Crashfall.
[0020] Das in der Zeichnung dargestellte Kraftfahrzeugschloss 1 ist einer Kraftfahrzeugtüranordnung
2 zugeordnet, die neben dem Kraftfahrzeugschloss 1 eine Kraftfahrzeugtür 2a umfasst.
Hinsichtlich des weiten Verständnisses des Begriffs "Kraftfahrzeugtür" darf auf den
einleitenden Teil der Beschreibung verwiesen werden. Hier und vorzugsweise handelt
es sich bei der Kraftfahrzeugtür 2a um eine Seitentür eines Kraftfahrzeugs.
[0021] Das Kraftfahrzeugschloss 1 ist mit den üblichen Schließelementen Schlossfalle 3 und
Sperrklinke 4 ausgestattet. Die Schlossfalle 3 ist in eine Offenstellung und in eine
in Fig. 1 gezeigte Schließstellung bringbar, wobei die in der Schließstellung befindliche
Schlossfalle 3 in Eingriff mit einem nicht dargestellten Schließkeil o. dgl. steht
oder bringbar ist. Die Schlossfalle 3 befindet sich üblicherweise in der Kraftfahrzeugtür
2a, während sich der Schließkeil, wie oben erläutert, ortsfest an der Kraftfahrzeugkarosserie
befindet.
[0022] Die Sperrklinke 4 ist in die in Fig. 1 dargestellte, eingefallene Stellung bringbar,
in der sie die Schlossfalle 3 in der Schließstellung fixiert. Die Sperrklinke 4 ist
ferner in eine Freigabestellung aushebbar, in der sie die Schlossfalle 3 freigibt.
Zum Ausheben der Sperrklinke 4 in die Freigabestellung ist eine Betätigungsanordnung
6 vorgesehen. Hier und vorzugsweise lässt sich die Betätigungsanordnung 6 manuell
über einen Bowdenzug 7 betätigen, der mit einem nicht dargestellten Türaußengriff
gekoppelt ist. Alternativ oder zusätzlich kann es vorgesehen sein, dass die Betätigung
der Betätigungsanordnung 6 motorisch erfolgt.
[0023] Es darf darauf hingewiesen werden, dass die Darstellung des Kraftfahrzeugschlosses
1 in Fig. 1 nur ganz schematisch ist. Ferner sind nur ausgewählte Komponenten innerhalb
des Kraftfahrzeugschlosses 1 in gestrichelter Linie dargestellt. Weitere Komponenten,
beispielsweise eine Betätigungshebelkette zur Sperrklinke 4 zu deren Ausheben ist
im Sinne einer übersichtlichen Darstellung nicht gezeigt.
[0024] Grundsätzlich kann es im Crashfall, wie weiter oben erläutert, zu einem ungewünschten
Ausheben der Sperrklinke 4 kommen. Ursächlich hierfür können die im Crashfall auftretenden
Crashbeschleunigungen sein, die beispielsweise auf einen Betätigungshebel 6a oder
auf einen dem Betätigungshebel 6a zugeordneten Türgriff, insbesondere Türaußengriff,
wirken. Ursächlich hierfür können weiter die im Crashfall auftretenden Verformungen
von Komponenten sein, die im Crashfall ggf. in Eingriff mit einem solchen Betätigungshebel
6a o. dgl. kommen.
[0025] Das Kraftfahrzeugschloss 1 ist mit einem Crashelement 8 ausgestattet, das zur Vermeidung
eines crashbedingten Aushebens der Sperrklinke 4 mit einer Komponente 9 der Kraftfahrzeugtür
2a, hier und vorzugsweise einer Türaußenhaut 2b, durch deren crashbedingte Verformung
in eine Crashstellung verstellbar ist. Bei der in Fig. 1 gezeigten Darstellung ist
das Kraftfahrzeugschloss 1 einer als Schiebetür ausgestalteten Seitentür zugeordnet,
so dass die Türaußenhaut 2b der Kraftfahrzeugtür 2a in einem stumpfen Winkel zu einer
Flachseite 10 des Kraftfahrzeugschlosses 1 steht.
[0026] Bei einem Seitenaufprall S kommt es zu einer crashbedingten Verformung der Türaußenhaut
2b, wodurch das Crashelement 8 in eine Crashstellung verstellt wird. Die Stellung
des Crashelements 8 im Normalbetrieb zeigt Fig. 2a), während Fig. 2b) die Stellung
des Crashelements 8 im Crashfall zeigt.
[0027] Um zu vermeiden, dass es zu einem crashbedingten Ausheben der Sperrklinke 4 kommt,
ist es im in der Zeichnung dargestellten, nicht vorschlagsgemäßen Ausführungsbeispiel
vorgesehen, dass das in der Crashstellung befindliche Crashelement 8 die Betätigungsanordnung
6 blockiert. Vorschlagsgemäß ist jedoch vorgesehen, dass die Sperrklinke 4 durch das
Crashelement 8 blockiert wird.
[0028] Grundsätzlich erfolgt die Blockierung unmittelbar durch das Crashelement 8.
[0029] Wesentlich ist, dass eine Crashelementlagerung 11 vorgesehen ist, die als Linearführung
ausgestaltet ist und in der das Crashelement 8 verschieblich geführt ist.
[0030] Die Crashelementlagerung 11 ist entlang einer geometrischen Lagerachse 12 ausgerichtet,
wie am besten der Darstellung gemäß Fig. 3 zu entnehmen ist. Bei geeigneter Auslegung
lassen sich über die Crashelementlagerung 11 Crashkräfte von ganz unterschiedlicher
Ausrichtung aufnehmen.
[0031] Eine Zusammenschau der Fig. 1 und 2 zeigt, dass die Crashelementlagerung 11 und damit
das Crashelement 8 selbst an das Kraftfahrzeugschloss 1 im Übrigen angesetzt ist.
Auf diese Weise lassen sich ohne Weiteres eine Variante mit Crashelement 8 und eine
Variante ohne Crashelement 8 realisieren.
[0032] Fig. 3 zeigt, dass das Crashelement 8 einen Führungsabschnitt 13 aufweist, der mit
der Crashelementlagerung 11 in führendem Eingriff steht. Hier und vorzugsweise ist
der Führungsabschnitt 13 im Querschnitt senkrecht zu der geometrischen Lagerachse
12 länglich ausgestaltet. Ferner zeigt der Führungsabschnitt 13 im Querschnitt senkrecht
zu der geometrischen Lagerachse 12 vorzugsweise eine im Wesentlichen rechteckige Ausgestaltung.
[0033] Bei dem in Fig. 3 dargestellten, nicht vorschlagsgemäßen Ausführungsbeispiel schließt
sich an den Führungsabschnitt 13 ein Eingriffsabschnitt 14 für den Eingriff mit der
crashbedingt verformten Komponente 9 der Kraftfahrzeugtür 2a an. Vorzugsweise zeigt
der Eingriffsabschnitt 14 eine Eingriffsfläche 15, die seitlich über das Crashelement
8 im Übrigen hervorsteht. Mit "seitlich" ist eine Richtung senkrecht zu der geometrischen
Lagerachse 12 gemeint.
[0034] Um eine optimale Kraftaufnahme, insbesondere über einen größeren flächigen Bereich,
gewährleisten zu können, ist es weiter vorzugsweise so, dass der Eingriffsabschnitt
14 im Wesentlichen tellerförmig ausgestaltet ist. Wie oben angesprochen, steht der
tellerförmige Eingriffsabschnitt 14 seitlich über das Crashelement 8 im Übrigen hervor,
so dass sich der tellerförmige Eingriffsabschnitt 14 im Wesentlichen senkrecht zu
der geometrischen Lagerachse 12 erstreckt. Der tellerförmige Eingriffsabschnitt 14
ist hier im Wesentlichen konzentrisch zu der geometrischen Lagerachse 12 ausgerichtet.
[0035] Bei dem Crashelement 8 handelt es sich vorzugsweise um ein einstückiges Element,
das in besonders bevorzugter Ausgestaltung aus einem Kunststoffmaterial, insbesondere
im Kunststoff-Spritzgießverfahren, hergestellt ist. Grundsätzlich ist es aber auch
denkbar, dass das Crashelement 8 mehrteilig ausgestaltet ist.
[0036] Im Normalbetrieb befindet sich das Crashelement 8 in der in Fig. 2a) gezeigten Ruhestellung,
in die es mittels einer Federanordnung 16 vorgespannt ist. Aus der Ruhestellung heraus
lässt sich das Crashelement 8, getrieben durch die crashbedingte Verformung der Türaußenhaut
2b, gegen seine Vorspannung in die in Fig. 2b) gezeigte Crashstellung verstellen.
Diese Verstellung entspricht einer Verstellung des in Fig. 2a) gezeigten Crashelements
8 im Wesentlichen nach links.
[0037] Zur Abstützung der Federanordnung 16 gegenüber dem Kraftfahrzeugschloss 1 im Übrigen
ist das Crashelement 8 mit einem Stützabschnitt 17 ausgestattet, der vorzugsweise
seitlich des Führungsabschnitts 13 angeordnet ist. In besonders bevorzugter Ausgestaltung
ist der Stützabschnitt 17 beidseits des Führungsabschnitts 13 angeordnet, so dass
eine bezogen auf die geometrische Lagerachse 12 symmetrische Abstützung der Federanordnung
16 erfolgt. Damit lässt sich einem Verkanten des Crashelements 8 in der Crashelementlagerung
11 entgegenwirken.
[0038] Bei dem dargestellten, nicht vorschlagsgemäßen Ausführungsbeispiel weist die Federanordnung
16 zwei Schraubendruckfedern 16a, 16b auf, die sich über den beidseits des Führungsabschnitts
13 angeordneten Stützabschnitt 17 abstützen.
[0039] An der Crashelementlagerung 11 ist eine Federaufnahme 18 vorgesehen, die jeweils
einen Zentrierdorn 19a, 19b für die Schraubendruckfedern 16a, 16b aufweist.
[0040] Im Sinne einer besonders einfachen Montage ist das Crashelement 8 in die Crashelementlagerung
11 eingeklipst. Hierfür sind federnde Rastelemente 20 vorgesehen, die bei der Montage
des Crashelements 8 in starre Gegenrastelemente 21 einrasten. Bei dem dargestellten,
nicht vorschlagsgemäßen Ausführungsbeispiel sind die federnden Rastelemente 20 an
der Crashelementlagerung 11 und die starren Gegenrastelemente 21 am Führungsabschnitt
13 angeordnet. Dies kann auch umgekehrt vorgesehen sein.
[0041] Im montierten Zustand stützt sich die Federanordnung 16 an der Crashelementführung
11 einerseits und am Stützabschnitt 17 des Crashelements 8 andererseits ab. Das Crashelement
8 leitet die Vorspannung über die Rastelemente 20 und die Gegenrastelemente 21 wiederum
auf die Crashelementführung 11 ab.
[0042] Die Montage des Crashelements 8 geht bei dem dargestellten, nicht vorschlagsgemäßen
Ausführungsbeispiel auf ein Einschieben des Führungsabschnitts 13 in die Crashelementführung
11 zurück. Dieses Einschieben erfolgt gegen die Vorspannung der Federanordnung 16
so weit, bis die Rastelemente 20 in die Gegenrastelemente 21 einrasten. Werkzeuge
werden bei diesem Montagevorgang des Crashelements 8 vorteilhafterweise nicht benötigt.
[0043] Bei dem dargestellten, nicht vorschlagsgemäßen Ausfuhrungsbeispiel kommt dem Crashelement
8 eine blockierende Funktion zu. Im Einzelnen ist die Betätigungsanordnung 6 mit einem
hier und vorzugsweise schwenkbaren Betätigungshebel 6a ausgestattet, dessen Betätigung
ein Ausheben der Sperrklinke 4 bewirkt. Hier handelt es sich bei dem Betätigungshebel
6a um einen Außenbetätigungshebel, der über den Bowdenzug 7 mit einem nicht dargestellten
Türaußengriff gekoppelt ist. Grundsätzlich kann es sich bei dem Betätigungshebel 6a
um irgendeinen Betätigungshebel 6a, beispielsweise um einen Innenbetätigungshebel
6a, handeln. Wesentlich ist hier lediglich, dass die Betätigung des Betätigungshebels
6a ein Ausheben der Sperrklinke 4 bewirkt und dass das in der Crashstellung befindliche
Crashelement 8 (Fig. 2 b)) den Betätigungshebel 6a in Betätigungsrichtung 22 blockiert.
Für die Blockierung ist der Betätigungshebel 6a mit einer Blockierfläche 23 ausgestattet,
die mit einer Gegenblockierfläche 24 an dem Führungsabschnitt 13 in blockierenden
Eingriff bringbar ist. Die Blockierfläche 23 am Betätigungshebel 6a ist bezogen auf
die Betätigungshebelachse 6b im Wesentlichen radial ausgerichtet. Die Gegenblockierfläche
24 ist im Wesentlichen senkrecht zu der geometrischen Lagerachse 12 der Crashelementlagerung
11 ausgerichtet.
[0044] Ein besonders interessanter Aspekt bei dem dargestellten Kraftfahrzeugschloss ist
die Tatsache, dass zumindest ein Teil des Kraftflusses der bei der Blockierung durch
das Crashelement 8 auftretenden Blockierkraft im Wesentlichen außerhalb der Crashelementlagerung
11 verläuft. Dies wird in einer bevorzugten Alternative dadurch realisiert, dass sich
das Crashelement 8 bei seiner Verstellung in die Crashstellung zwischen die Betätigungsanordnung
6 und eine insbesondere ortsfeste Abstützung 25 verstellt, hier und vorzugsweise schiebt.
Ein solcher Crashfall ist für die in Fig. 1 gezeigte Konstruktion in der dortigen
Detaildarstellung links oben gezeigt. Der Kraftfluß der Blockierkraft wird über die
Abstützung 25 also gewissermaßen kurzgeschlossen. Dies ergibt sich am besten aus der
in Fig. 1 rechts oben gezeigten Prinzipskizze.
[0045] In bevorzugter Ausgestaltung verläuft im Wesentlichen der gesamte Kraftfluß der obigen
Blockierkraft über die Abstützung 25 und außerhalb der Crashelementlagerung 11, so
dass die Crashelementlagerung 11 wie oben angesprochen schwach ausgelegt werden kann.
[0046] Denkbar ist auch, dass zwischen dem in der Crashstellung befindlichen Crashelement
8 und der Abstützung 25 ein gewisses Spiel vorhanden ist, sofern noch keine Crashkräfte
auf den Betätigungshebel 6a wirken. Erst wenn Crashkräfte auf den Betätigungshebel
6a wirken, wird das Spiel, ggf. durch Verformung eines Teils der Crashelementlagerung
11, aufgehoben, so dass der Kraftfluß über die Abstützung 25 verlaufen kann.
[0047] Bei dem Verlauf des Kraftflusses der Blockierkraft außerhalb der Crashelementlagerung
11 spielt es keine Rolle, ob vorschlagsgemäß die Sperrklinke 4 oder, wie hier, die
Betätigungsanordnung 6, insbesondere der Betätigungshebel 6a, durch das Crashelement
8 blockiert wird.
[0048] Bei der Abstützung 25 handelt es sich vorzugsweise um eine unbewegliche Fläche am
Kraftfahrzeugschloss 1, die hier und vorzugsweise an einem Gehäuseblech, hier am Rückblech
26, des Kraftfahrzeugschlosses 1 angeordnet ist. Andere Varianten für die Realisierung
der starren Abstützung 25 sind denkbar.
[0049] Wie schon angesprochen, ist der Betätigungshebel 6a vorzugsweise um eine Betätigungshebelachse
6b schwenkbar ausgestaltet, wobei die geometrische Lagerachse 12 der Crashelementlagerung
11 gegenüber der Betätigungshebelachse 6b angestellt ist. Vorzugsweise ist die geometrische
Lagerachse 12 der Crashelementlagerung 11 gegenüber der Betätigungshebelachse 6b um
einen Winkel angestellt, der in einem Bereich zwischen etwa 30° und etwa 60°, vorzugsweise
bei etwa 45° liegt. Dieses Anstellen der geometrischen Lagerachse 12 gegenüber der
Betätigungshebelachse 6b um einen obigen Winkel hat sich für den Anwendungsbereich
der Seitentüren als besonders vorteilhaft herausgestellt.
[0050] In besonders bevorzugter Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass das Crashelement 8
bei einer crashbedingten Verstellung in die Crashstellung derart zerstört wird, dass
die Blockierung der Sperrklinke 4 nach dem Auftreten der Crashbeschleunigungen aufgehoben
ist. Dies kann beispielsweise dadurch vorgesehen sein, dass bei einem einmaligen Verstellen
des Crashelements 8 in die Crashstellung zwar ein Aufbrechen des Crashelements 8 erfolgt,
allerdings ein gewisser Formschluss verbleibt, der das Crashelement zunächst stabil
hält. Erst nach Veränderung der Belastungssituation "zerfällt" das Crashelement 8
in seine einzelnen Teile, so dass die Blockierung der Blockieranordnung 6 aufgehoben
ist.
[0051] Zu einer weiteren Ausführungsform wird ein Kraftfahrzeugschloss 1 beschrieben, bei
dem eine Crashelementlagerung 11 vorgesehen ist, in der das Crashelement 8 geführt
ist, wobei zumindest ein Teil des Kraftflusses der Blockierkraft in obiger Weise über
die Abstützung 25 und außerhalb der Crashelementlagerung 11 verlaufen kann. Auf alle
diesbezüglichen Ausführungen zu dem vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugschloss 1 darf
verwiesen werden.
[0052] Die Fig. 4 und 5 zeigen eine weitere, nicht vorschlagsgemäße Ausführungsform, bei
der eine Linearführung im Sinne der vorschlagsgemäßen Lehre nicht vorgesehen ist.
Der grundsätzliche Aufbau des in den Fig. 4 und 5 dargestellten Kraftfahrzeugschlosses
1 entspricht dem grundsätzlichen Aufbau des in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Kraftfahrzeugschlosses
1, wobei eben eine Linearführung für das Crashelement 8 nicht vorgesehen ist. Entsprechend
sind für funktionsgleiche Elemente in den Fig. 1 bis 3 und in den Fig. 4, 5 dieselben
Bezugszeichen verwendet worden. Alle im Zusammenhang mit den in den Fig. 1 bis 3 erläuterten
Varianten mit den dazugehörigen Vorteilen sind auf das in den Fig. 4, 5 gezeigte,
nicht vorschlagsgemäße Ausführungsbeispiel entsprechend anwendbar.
[0053] Das in den Fig. 4, 5 gezeigte Kraftfahrzeugschloss 1 weist eine Schlossfalle 3 und
eine der Schlossfalle 3 zugeordnete Sperrklinke 4 auf. Die Schlossfalle 3 ist wie
oben erläutert in eine nicht dargestellte Offenstellung und in eine in Fig. 4 dargestellte
Schließstellung bringbar, wobei die in der Schließstellung befindliche Schlossfalle
3 in Eingriff mit einem Schließkeil o. dgl. steht oder bringbar ist.
[0054] Die Sperrklinke 4 ist in die dargestellte, eingefallene Stellung bringbar, in der
sie die Schlossfalle 3 in der in Fig. 4 ebenfalls dargestellten Schließstellung fixiert.
Die Sperrklinke 4 ist ferner in eine nicht dargestellte Freigabestellung aushebbar,
in der sie die Schlossfalle 3 freigibt.
[0055] Die Sperrklinke 4 lässt sich auch hier mittels einer Betätigungsanordnung 6 in die
Freigabestellung bringen, wobei die Betätigungsanordnung 6 mit einem in den Fig. 4
und 5 dargestellten Betätigungshebel 6a ausgestattet ist, der wiederum um eine Betätigungshebelachse
6b schwenkbar ist.
[0056] Eine Zusammenschau der Fig. 4 und 5 zeigt, dass ein Crashelement 8 vorgesehen ist,
das zur Vermeidung eines crashbedingten Aushebens der Sperrklinke 4 mit einer Komponente
9 der Kraftfahrzeugtüranordnung 2, insbesondere einer Türaußenhaut 2b, durch deren
crashbedingte Verformung in eine Crashstellung verstellbar ist, wobei hierfür das
in der Crashstellung befindliche Crashelement 8 die Sperrklinke 4 und/oder die Betätigungsanordnung
6, insbesondere den Betätigungshebel 6a, blockiert (Fig. 5b)).
[0057] Wesentlich ist auch bei dem in den Fig. 4 und 5 dargestellten Kraftfahrzeugschloss
1, dass eine Crashelementlagerung 11 für das Crashelement 8 vorgesehen ist und dass
sich das Crashelement 8 bei seiner Verstellung in die Crashstellung zwischen die vom
Crashelement 8 zu blockierende Komponente 4, 6 und eine insbesondere ortsfeste Abstützung
25 verstellt, insbesondere schiebt, so dass zumindest ein Teil des Kraftflusses der
Blockierkraft über die Abstützung 25 und außerhalb der Crashelementlagerung 11 verlaufen
kann. Der grundsätzlich hiermit verbundene Vorteil, nämlich der Vorteil der vergleichsweise
schwachen Auslegung der Crashelementlagerung 11, wurde im Zusammenhang mit der in
den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausgestaltung erläutert.
[0058] Besonders interessant bei dem in den Fig. 4 und 5 dargestellten, nicht vorschlagsgemäßen
Ausführungsbeispiel ist die Ausgestaltung des Crashelements 8 einerseits und der Crashelementlagerung
11 andererseits. Das Crashelement 8 dient hier, wie in den Fig. 1 bis 3 auch, der
Blockierung der Betätigungsanordnung 6, insbesondere des Betätigungshebels 6a, im
Crashfall.
[0059] Im Einzelnen ist die Abstützung 25, wie ebenfalls in den Fig. 1 bis 3 gezeigt, unbeweglich
am Kraftfahrzeugschloss 1 angeordnet. Vorzugsweise ist die Abstützung 25 an einem
Gehäuseteil des Kraftfahrzeugschlosses 1 angeordnet und weiter vorzugsweise Bestandteil
des betreffenden Gehäuseteils. In besonders bevorzugter Ausgestaltung ist die Abstützung
25 an einem Kunststoff-Gehäuseteil 28, hier und vorzugsweise an einer Kunststoff-Abdeckung
28, des Kraftfahrzeugschlosses 1 angeordnet. Alternativ kann es aber auch vorgesehen
sein, dass, wie weiter oben erläutert, die Abstützung 25 an einem Gehäuseblech 26,
insbesondere einem Rückblech 26, des Kraftfahrzeugschlosses 1 angeordnet ist.
[0060] Interessant bei dem in den Fig. 4 und 5 dargestellten, nicht vorschlagsgemäßen Ausführungsbeispiel
ist, dass die Verstellbarkeit des Crashelements 8 jedenfalls auch auf eine Verformbarkeit
des Crashelements 8 zurückgeht. Je nach Ausgestaltung der Crashelementlagerung 11
kann es auch vorgesehen sein, dass die Verstellbarkeit des Crashelements 8 ausschließlich
auf eine Verformbarkeit des Crashelements 8 zurückgeht.
[0061] Grundsätzlich ist es denkbar, dass die crashbedingte Verformung des Crashelements
8 eine bleibende Verformung, insbesondere eine plastische Verformung ist. Denkbar
ist auch, dass das Crashelement 8 durch die crashbedingte Verformung, wie oben angesprochen,
zumindest abschnittsweise bricht und zerstört wird. In besonders bevorzugter Ausgestaltung
ist es allerdings so, dass die Verformbarkeit des Crashelements 8 zumindest zum Teil
eine elastische Verformbarkeit ist. Dadurch lässt sich das Verhalten des Crashelements
8, insbesondere dessen Verformungsweg, am besten vorhersehen.
[0062] Die Fig. 4 und 5 zeigen, dass die Verformbarkeit des Crashelements 8 hier und vorzugsweise
auf mindestens eine lokale Strukturschwächung 29 des Crashelements 8 zurückgeht. Bei
dem in den Fig. 4 und 5 dargestellten, nicht vorschlagsgemäßen Ausführungsbeispiel
ist das Crashelement 8 im Wesentlichen wabenartig aufgebaut. Es setzt sich entsprechend,
zumindest abschnittsweise aus Biegeelementen 30, hier und vorzugsweise aus elastischen
Wandelementen 30, zusammen.
[0063] Fig. 5 zeigt, dass das Crashelement 8 zumindest in einem Bereich der Crashlagerung
11 nachgiebig ausgestaltet ist. In diesem Bereich weist das Crashelement einen Federabschnitt
31 auf, der ein Einfedern des Crashelements 8 gegenüber dem Kraftfahrzeugschloss 1
im Übrigen erlaubt. Die Crashelementlagerung 11 ist an dieser Verstellung des Crashelements
8 nicht oder nur unwesentlich beteiligt, wie aus den folgenden Ausführungen deutlich
wird.
[0064] Mit der oben angesprochenen Verformbarkeit des Crashelements 8 kann es grundsätzlich
vorgesehen sein, dass die Crashelementlagerung 11 das Crashelement 8 an dem Kraftfahrzeugschloss
1 im Übrigen festlegt. Ein Bewegungsfreiheitsgrad für das Crashelement 8 ergibt sich
dann ausschließlich aus der Verformbarkeit des Crashelements 8.
[0065] Hier und vorzugsweise ist es allerdings so, dass die Crashelementlagerung 11 mindestens
ein Schwenklager 32, 33, hier und vorzugsweise zwei Schwenklager 32, 33 aufweist.
Da Schwenkbewegungen hier nur im Ausnahmefall, nämlich im Crashfall, auftreten, reicht
es aus, das bzw. die Schwenklager 32, 33 als Reiblager auszugestalten.
[0066] Denkbar ist in diesem Zusammenhang, dass das Crashelement 8 als Hebel ausgestaltet
ist, der über die Crashelementlagerung 11 schwenkbar ist. Dabei bleibt es bei dem
vorschlagsgemäßen Vorteil, dass durch die Abstützung des Crashelements 8 über die
Abstützung 25 eine nur geringe Belastung des Schwenklagers im Crashfall auftritt.
[0067] Die Fig. 4 und 5 zeigen eine Ausgestaltung des Crashelements 8, die nicht nur ein
besonders reproduzierbares Verhalten im Crashfall garantiert, sondern mit der die
Verformung der betreffenden Komponente 9 der Kraftfahrzeugtüranordnung 2 aus einer
Mehrzahl von Richtungen aufgenommen werden kann. Hierfür wird das Crashelement 8 als
Bügel ausgestaltet, der über die Crashelementlagerung 11 jedenfalls an zwei Aufhängepunkten
34, 35 aufgehängt ist. Hier und vorzugsweise weist das bügelartige Crashelement 8
zwei Enden auf, an denen sich jeweils ein Aufhängepunkt 34, 35 befindet. Bei den obigen
Aufhängepunkten 34, 35 handelt es sich hier und vorzugsweise um die oben angesprochenen
Schwenklager 32, 33. Denkbar ist aber auch, dass das Crashelement 8, wie ebenfalls
oben angesprochen, über die Crashelementlagerung 11 an den Aufhängepunkten 34, 35
festgelegt ist.
[0068] Das bügelartige Crashelement 8 ist zumindest in einem Bereich zwischen den beiden
Aufhängepunkten 34, 35 bogenartig ausgestaltet, so dass es einen Eingriff mit der
betreffenden Komponente 9 der Kraftfahrzeugtüranordnung 2 aus verschiedenen Richtungen
36a, b, c erlaubt.
[0069] Die Anordnung ist nun vorzugsweise so getroffen, dass durch die crashbedingte Verformung
der betreffenden Komponente 9 der Kraftfahrzeugtüranordnung 2, hier und vorzugsweise
einer Türaußenhaut 2b, eine Kraft von der Komponente 9 auf das Crashelement 8 wirkt,
deren Kraftwirkungslinie an zumindest einer der beiden Aufhängepunkte 34, 35 des Crashelements
8 vorbeiläuft.
[0070] Vorzugsweise ist es nun so, dass das Crashelement 8 eine Blockiernase 37 aufweist,
die bei in der Crashstellung befindlichem Crashelement 8 (Fig. 5) die Betätigungsanordnung
6, hier den Betätigungshebel 6a, blockiert. Im Einzelnen ist es so, dass sich die
Blockiernase 37 bei der Verstellung des Crashelements 8 in die Crashstellung zwischen
die Betätigungsanordnung 6 und die insbesondere ortsfeste Abstützung 25 verstellt,
hier und vorzugsweise schiebt.
[0071] Vorschlagsgemäß wird die Sperrklinke 4 blockiert. Wie ebenfalls oben angesprochen,
erfolgt die Blockierung gegen die Abstützung 25, so dass zumindest ein Teil des Kraftflusses
der Blockierkraft über die Abstützung 25 und außerhalb der Crashelementlagerung 11
verlaufen kann.
[0072] Besonders interessant bei dem dargestellten, nicht vorschlagsgemäßen Ausführungsbeispiel
ist die Tatsache, dass die Verformbarkeit des Crashelements 8 so ausgelegt ist, dass
die Blockiernase 37 im Crashfall eine im Wesentlichen lineare Bewegung ausführt. Damit
kann die Verstellung des Crashelements 8, hier der Blockiernase 37 des Crashelements
8, auf besonders platzsparende Weise zwischen die vom Crashelement 8 zu blockierende
Komponente 4, 6 und eine hier und vorzugsweise ortsfeste Abstützung 25 verstellt werden.
[0073] Es darf darauf hingewiesen werden, dass der Begriff "Blockiernase"' vorliegend weit
zu verstehen ist und jede Komponente umfasst, die zwischen zwei Komponenten verstellt
werden kann, um zwischen diesen beiden Komponenten einen Kraftfluss herzustellen.
[0074] Die Blockiernase 37 befindet sich bei dem in den Fig. 4 und 5 dargestellten, nicht
vorschlagsgemäßen Ausführungsbeispiel an einer Stelle zwischen den beiden Aufhängepunkten
34, 35 des bügelartigen Crashelements 8. Im Einzelnen ist die Blockiernase 37 in einem
mittleren Abschnitt zwischen den beiden Authängepunkten 34, 35 angeordnet, so dass
die crashbedingte Verformung möglichst unmittelbar auf die Blockiernase 37 übertragen
wird.
[0075] Fig. 4 zeigt einen weiteren interessanten Aspekt, nämlich, dass eine Begrenzung 38
für die Blockiernase 37 vorgesehen ist, die die Bewegbarkeit der Blockiernase 37 im
Crashfall begrenzt. Hier und vorzugsweise handelt es sich bei der Begrenzung 38 um
eine schlitzartige Ausformung in dem Kunststoff-Gehäuseteil 28, wobei die schlitzartige
Ausformung 38 in Fig. 4 nach oben hin durch die Abstützung 25 abgeschlossen wird.
Im Crashfall läuft die Blockiernase 37 also in die Begrenzung 38, insbesondere in
die schlitzartige Ausformung 38, hinein, die die Bewegbarkeit der Blockiernase 37
im Crashfall begrenzt. Damit ist sichergestellt, dass die Blockiernase 37 im Crashfall
tatsächlich in den Bewegungsbereich des Betätigungshebels 6a blockierend hineinläuft,
und nicht durch irgendeine andere Verformung aus diesem Bewegungsbereich herausläuft.
[0076] In weiter bevorzugter Ausgestaltung ist es so, dass die Blockiernase 37 schon im
Normalbetrieb mit der Begrenzung 38 in Eingriff steht, insbesondere in die schlitzartige
Ausformung 38 hineinragt, so dass die Blockiernase 37 im Crashfall bereits in die
schlitzartige Ausformung 38 "eingefädelt" ist.
[0077] Abschließend darf die Funktionsweise des in den Fig. 4 und 5 dargestellten Kraftfahrzeugschlosses
im Detail erläutert werden: Bei einem Seitenaufprall S kommt es zu einer crashbedingten
Verformung der Türaußenhaut 2b, wodurch das Crashelement 8 in eine Crashstellung verstellt
wird. Die Stellung des Crashelements 8 im Normalbetrieb zeigt Fig. 5a), während Fig.
5b) die Stellung des Crashelements 8 im Crashfall zeigt.
[0078] Um zu vermeiden, dass es zu einem crashbedingten Ausheben der Sperrklinke 4 kommt,
ist es im Einzelnen vorzugsweise vorgesehen, dass das in der Crashstellung befindliche
Crashelement 8 die Betätigungsanordnung 6 blockiert. Für die Blockierung ist der Betätigungshebel
6a, wie in den Fig. 1 bis 3, mit einer Blockierfläche 23 ausgestattet, die mit einer
Gegenblockierfläche 24 am Crashelement 8 in blockierenden Eingriff bringbar ist. Die
Blockierfläche 23 am Betätigungshebel 6a ist bezogen auf die Betätigungshebelachse
6b im Wesentlichen radial ausgerichtet. Hier und vorzugsweise verstellt sich das Crashelement
8 bei seiner Verstellung in die Crashstellung zwischen den Betätigungshebel 6a und
die Abstützung 25. Der Kraftfluss der Blockierkraft wird über die Abstützung 25, wie
oben angesprochen, gewissermaßen kurzgeschlossen.
[0079] Wie ebenfalls im Zusammenhang mit den Fig. 1 bis 3 angesprochen, ist zwischen dem
in der Crashstellung befindlichen Crashelement 8 und der Abstützung 25 ein gewisses
Spiel vorhanden, sofern noch keine Crashkräfte auf den Betätigungshebel 6a wirken.
Erst wenn Crashkräfte auf den Betätigungshebel 6a wirken (in Fig. 5 gegen den Uhrzeigersinn),
wird das Spiel, bei dem in den Fig. 4 und 5 dargestellten, nicht vorschlagsgemäßen
Ausführungsbeispiel durch Verformung eines Teils des Crashelements 8, aufgehoben,
so dass der Kraftfluss über die Abstützung 25 verlaufen kann.
[0080] Es darf noch darauf hingewiesen werden, dass es für das erläuterte Prinzip der Blockierung
gegen eine Abstützung 25 keine Rolle spielt, ob, wie hier, die Betätigungsanordnung
6 oder vorschlagsgemäß die Sperrklinke 4 durch das Crashelement 8 blockiert wird.
[0081] Es darf schließlich darauf hingewiesen werden, dass in einer besonders bevorzugten
Ausgestaltung das Crashelement 8 als federelastisch biegbarer Draht oder Streifen
ausgestaltet sein kann. Damit lässt sich eine oben angesprochene Verformbarkeit auf
besonders kostengünstige Weise realisieren. Der Draht oder Streifen kann auch, wie
ebenfalls oben angesprochen, zu einem Bügel o. dgl. gebogen sein.
[0082] Nach einer weiteren Lehre, der eigenständige Bedeutung zukommt, wird eine Kraftfahrzeugtüranordnung
mit einer Kraftfahrzeugtür 2a und einem der Kraftfahrzeugtür 2a zugeordneten Kraftfahrzeugschloss
1 beansprucht. Bei dem Kraftfahrzeugschloss 1 handelt es sich um ein oben beschriebenes,
vorschlagsgemäßes Kraftfahrzeugschloss 1, so dass insoweit auf die obigen Ausführungen
verwiesen werden darf.
[0083] In einer bevorzugten Variante ist es so, dass die Kraftfahrzeugtür 2a eine Türaußenhaut
2b aufweist, wobei das Crashelement 8, wie in Fig. 1 dargestellt, mit einem Eingriffsabschnitt
14 in unmittelbarer Nähe zu der Türaußenhaut 2b angeordnet ist. In besonders bevorzugter
Ausgestaltung ist zwischen dem Crashelement 8 und der Türaußenhaut 2b, also zwischen
dem Eingriffsabschnitt 14 und der Türaußenhaut 2b, ein Spalt 27 vorgesehen, der kleiner
als etwa 20 mm und weiter vorzugsweise kleiner als etwa 10 mm ist. Als besonders vorteilhaft
hat sich ein Spalt 27 von etwa 3 mm Breite herausgestellt.
[0084] In bevorzugter Ausgestaltung ist die Kraftfahrzeugtüranordnung mit einem Türaußengriff
ausgestattet, der hier und vorzugsweise über den Bowdenzug 7 mit dem Betätigungshebel
6a gekoppelt ist. Dabei ist die Anordnung so getroffen, dass der Türaußengriff bei
einem Seitenaufprall durch die herrschenden Crashbeschleunigungen grundsätzlich zu
einem selbsttätigen Ausheben neigt und die Verformung der Türaußenhaut 2b zu einer
Verstellung des Crashelements 8 in die Crashstellung führt. Bei geeigneter Auslegung
ist es vorzugsweise so, dass die Verstellung des Crashelements 8 in die Crashstellung
erfolgt, bevor eine Betätigung des Betätigungshebels 6a durch die Neigung des Türaußengriffs
zum selbsttätigen Ausheben erfolgt ist. Somit kann ein crashbedingtes Öffnen der zugeordneten
Kraftfahrzeugtür wirksam vermieden werden.
1. Kraftfahrzeugschloss für eine Kraftfahrzeugtüranordnung (2), wobei eine Schlossfalle
(3) und eine der Schlossfalle (3) zugeordnete Sperrklinke (4) vorgesehen sind, wobei
die Schlossfalle (3) in eine Offenstellung und in eine Schließstellung bringbar ist,
wobei die in der Schließstellung befindliche Schlossfalle (3) in Eingriff mit einem
Schließkeil o. dgl. steht oder bringbar ist, wobei die Sperrklinke (4) in eine eingefallene
Stellung bringbar ist, in der sie die Schlossfalle (3) in der Schließstellung fixiert
und wobei die Sperrklinke (4) in eine Freigabestellung aushebbar ist, in der sie die
Schlossfalle (3) freigibt,
wobei die Sperrklinke (4) mittels einer Betätigungsanordnung (6) in die Freigabestellung
bringbar ist,
wobei ein Crashelement (8) vorgesehen ist, das zur Vermeidung eines crashbedingten
Aushebens der Sperrklinke (4) mit einer Komponente (9) der Kraftfahrzeugtüranordnung
(2), insbesondere einer Türaußenhaut (2b), durch deren crashbedingte Verformung in
eine Crashstellung verstellbar ist und dass hierfür das in der Crashstellung befindliche
Crashelement (8) die Sperrklinke (4) blockiert, wobei eine Crashelementlagerung (11)
vorgesehen ist, die als Linearführung ausgestaltet ist und in der das Crashelement
(8) verschieblich geführt ist.
2. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Crashelement (8) einen Eingriffsabschnitt (14) für den Eingriff mit der crashbedingt
verformten Komponente (9) der Kraftfahrzeugtür (2a) aufweist, vorzugsweise, dass der
Eingriffsabschnitt (14) eine Eingriffsfläche (15) aufweist, die seitlich über das
Crashelement (8) im Übrigen hervorsteht, weiter vorzugsweise, dass der Eingriffsabschnitt
(14) im Wesentlichen tellerförmig ausgestaltet ist, weiter vorzugsweise, dass sich
der tellerförmige Eingriffsabschnitt (14) im Wesentlichen senkrecht zu der geometrischen
Lagerachse (12) der Crashelementlagerung (11) erstreckt.
3. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Crashelementlagerung (11) für das Crashelement (8) vorgesehen ist und dass sich
das Crashelement (8) bei seiner Verstellung in die Crashstellung zwischen die vom
Crashelement (8) zu blockierende Komponente (4, 6) und eine insbesondere ortsfeste
Abstützung (25) verstellt, insbesondere schiebt, so dass zumindest ein Teil des Kraftflusses
der Blockierkraft über die Abstützung (25) und außerhalb der Crashelementlagerung
(11) verlaufen kann.
4. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützung (25) unbeweglich am Kraftfahrzeugschloss (1) angeordnet ist, vorzugsweise,
dass die Abstützung (25) an einem Gehäuseteil des Kraftfahrzeugschlosses angeordnet
ist, vorzugsweise, dass die Abstützung an einem Kunststoff-Gehäuseteil (28), insbesondere
an einer Kunststoff-Abdeckung, des Kraftfahrzeugschlosses angeordnet ist, oder, dass
die Abstützung an einem Gehäuseblech, insbesondere einem Rückblech (26), des Kraftfahrzeugschlosses
(1) angeordnet ist.
5. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellbarkeit des Crashelements (8) jedenfalls auch, vorzugsweise ausschließlich,
auf eine Verformbarkeit des Crashelements (8) zurückgeht, vorzugsweise, dass die Verformbarkeit
des Crashelements (8) zumindest zum Teil eine elastische Verformbarkeit ist.
6. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verformbarkeit des Crashelements (8) auf mindestens eine lokale Strukturschwächung
(29) des Crashelements (8) zurückgeht, vorzugsweise, dass sich das Crashelement (8)
zumindest abschnittsweise aus Biegeelementen (30), insbesondere aus elastischen Wandelementen
(30), zusammensetzt.
7. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Crashelement (8) zumindest in einem Bereich der Crashlagerung (11) nachgiebig
ausgestaltet ist.
8. Kraftfahrzeugschloss nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Crashelementlagerung (11) das Crashelement (8) an dem Kraftfahrzeugschloss (1)
im Übrigen festlegt.
9. Kraftfahrzeugschloss nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Crashelementlagerung (11) mindestens ein Schwenklager (32, 33) aufweist, vorzugsweise,
dass das Crashelement (8) als Hebel, der über die Crashelementlagerung (11) schwenkbar
ist, ausgestaltet ist.
10. Kraftfahrzeugschloss nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Crashelement (8) als Bügel, der über die Crashelementlagerung jedenfalls an zwei
Aufhängepunkten (34, 35) aufgehängt ist, ausgestaltet ist, vorzugsweise, dass durch
die crashbedingte Verformung einer Komponente (9) der Kraftfahrzeugtüranordnung (2),
insbesondere einer Türaußenhaut (2b), eine Kraft von der Komponente auf das Crashelement
(8) wirkt, deren Kraftwirkungslinie an zumindest einem der beiden Aufhängepunkte (34,
35) des Crashelements (8) vorbeiläuft.
11. Kraftfahrzeugschloss nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Crashelement (8) eine Blockiernase (37) aufweist, die bei in der Crashstellung
befindlichem Crashelement (8) die Sperrklinke (4) blockiert, vorzugsweise, dass die
Blockiernase (37) bei einer crashbedingten Verstellung des Crashelements (8) eine
im Wesentlichen lineare Bewegung ausführt.
12. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Begrenzung für die Blockiernase (37) vorgesehen ist, die die Bewegbarkeit der
Blockiernase (37) im Crashfall begrenzt.
13. Kraftfahrzeugtüranordnung mit einer Kraftfahrzeugtür (2a) und einem der Kraftfahrzeugtür
(2a) zugeordneten Kraftfahrzeugschloss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
14. Kraftfahrzeugtüranordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftfahrzeugtür (2a) eine Türaußenhaut (2b) aufweist und dass das Crashelement
(8) mit einem Eingriffsabschnitt (14) in unmittelbarer Nähe zu der Türaußenhaut (2b)
angeordnet ist, vorzugsweise, dass ein Spalt (27) zwischen dem Crashelement (8) und
der Türaußenhaut (2b) vorgesehen ist, der kleiner als etwa 20mm, vorzugsweise kleiner
als etwa 10mm ist.
1. Motor vehicle lock for a motor vehicle door arrangement (2), wherein a lock latch
(3) and a pawl (4) assigned to the lock latch (3) are provided, wherein the lock latch
(3) can be brought into an open position and into a closed position, wherein the lock
latch (3) in the closed position is or can be brought into engagement with a striker
or the like, wherein the pawl (4) can be brought into an engaged position in which
it fixes the lock latch (3) in the closed position and wherein the pawl (4) can be
lifted out into a release position in which it releases the lock latch (3),
wherein the pawl (4) can be brought into the release position by means of an actuating
arrangement (6),
wherein a crash element (8) is provided which, in order to avoid a crash-induced lifting-out
of the pawl (4), can be adjusted by the crash-induced deformation of said component
by a component (9) of the motor vehicle door arrangement (2), in particular a door
outer skin (2b), into a crash position, and in that, for this purpose, the crash element
(8) in the crash position blocks the pawl (4) wherein a crash element mounting (11)
is provided which is configured as a linear guide and in which the crash element (8)
is displaceably guided.
2. Motor vehicle lock according to Claim 1, characterized in that the crash element (8) has an engagement portion (14) for engagement with the component
(9) of the motor vehicle door (2a) that has undergone crash-induced deformation, preferably
in that the engagement portion (14) has an engagement surface (15) which furthermore projects
laterally beyond the crash element (8), furthermore preferably in that the engagement portion (14) is configured to be substantially plate-like, furthermore
preferably in that the plate-like engagement portion (14) extends substantially perpendicular to the
geometrical bearing axis (12) of the crash element mounting (11).
3. Motor vehicle lock according to Claim 1 or 2, characterized in that a crash element mounting (11) is provided for the crash element (8), and in that, during its adjustment into the crash position, the crash element (8) is adjusted,
in particular slides, between the component (4, 6) to be blocked by the crash element
(8) and an, in particular positionally fixed, support (25), with the result that at
least some of the force flow of the blocking force can pass via the support (25) and
outside the crash element mounting (11).
4. Motor vehicle lock according to Claim 3, characterized in that the support (25) is arranged immovably on the motor vehicle lock (1), preferably
in that the support (25) is arranged on a housing part of the motor vehicle lock, preferably
in that the support is arranged on a plastic housing part (28), in particular on a plastic
covering, of the motor vehicle lock, or in that the support is arranged on a housing plate, in particular a backplate (26), of the
motor vehicle lock (1).
5. Motor vehicle lock according to Claim 3 or 4, characterized in that the adjustability of the crash element (8) in any case also stems, preferably exclusively,
from a deformability of the crash element (8), preferably in that the deformability of the crash element (8) is at least in part an elastic deformability.
6. Motor vehicle lock according to Claim 5, characterized in that the deformability of the crash element (8) stems from at least one local structural
weakening (29) of the crash element (8), preferably in that the crash element (8) is composed at least in certain portions of bending elements
(30), in particular of elastic wall elements (30).
7. Motor vehicle lock according to Claim 5 or 6, characterized in that the crash element (8) is designed to be flexible at least in a region of the crash
mounting (11).
8. Motor vehicle lock according to Claims 3 to 7, characterized in that the crash element mounting (11) furthermore secures the crash element (8) on the
motor vehicle lock (1).
9. Motor vehicle lock according to Claims 3 to 8, characterized in that the crash element mounting (11) has at least one pivot bearing (32, 33), preferably
in that the crash element (8) is configured as a lever which is pivotable via the crash element
mounting (11).
10. Motor vehicle lock according to Claims 3 to 9, characterized in that the crash element (8) is configured as a bow which is in any case suspended at two
suspension points (34, 35) via the crash element mounting, preferably in that, owing to the crash-induced deformation of a component (9) of the motor vehicle door
arrangement (2), in particular of a door outer skin (2b), a force acts from the component
on the crash element (8) whose force action line runs past at least one of the two
suspension points (34, 35) of the crash element (8).
11. Motor vehicle lock according to Claims 3 to 10, characterized in that the crash element (8) has a blocking nose (37) which, with the crash element (8)
in the crash position, blocks the pawl (4), preferably in that the blocking nose (37) performs a substantially linear movement during a crash-induced
adjustment of the crash element (8).
12. Motor vehicle lock according to Claim 11, characterized in that a limitation is provided for the blocking nose (37) that limits the movability of
the blocking nose (37) in a crash situation.
13. Motor vehicle door arrangement having a motor vehicle door (2a) and a motor vehicle
lock (1) according to one of the preceding claims that is assigned to the motor vehicle
door (2a).
14. Motor vehicle door arrangement according to Claim 13, characterized in that the motor vehicle door (2a) has a door outer skin (2b), and in that the crash element (8) is arranged with an engagement portion (14) in the direct vicinity
of the door outer skin (2b), preferably in that a gap (27) is provided between the crash element (8) and the door outer skin (2b)
that is less than about 20 mm, preferably less than about 10 mm.
1. Serrure de véhicule automobile pour un ensemble de portière de véhicule automobile
(2), dans laquelle un pêne de serrure (3) et un cliquet de verrouillage (4) associé
au pêne de serrure (3) sont prévus, le pêne de serrure (3) pouvant être amené à une
position ouverte et à une position fermée, le pêne de serrure (3) qui se trouve dans
la position fermée étant ou pouvant être amené en prise avec une clavette de fermeture
ou similaire, dans laquelle le cliquet de verrouillage (4) peut être amené dans une
position enclenchée dans laquelle il fixe le pêne de serrure (3) dans la position
fermée, et le cliquet de verrouillage (4) pouvant être soulevé dans une position de
libération dans laquelle il libère le pêne de serrure (3),
dans laquelle le cliquet de verrouillage (4) peut être amené dans la position de libération
au moyen d'un ensemble d'actionnement (6),
dans laquelle un élément anticollision (8) est prévu qui, pour éviter un soulèvement
provoqué par une collision du cliquet de verrouillage (4) avec un composant (9) de
l'ensemble de portière de véhicule automobile (2), en particulier un panneau extérieur
de portière (2b), peut être réglé dans une position de collision en raison de la déformation
de celui-ci provoquée par la collision, et l'élément anticollision (8), qui se trouve
dans la position de collision, bloque le cliquet de verrouillage (4) à cet effet,
dans laquelle une disposition de paliers d'élément anticollision (11) est prévue qui
est configurée comme un guidage linéaire et dans laquelle l'élément anticollision
(8) est guidé de manière coulissante.
2. Serrure de véhicule automobile selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément anticollision (8) présente une partie de mise en prise (14) pour la mise
en prise avec le composant (9) déformé par la collision de la portière de véhicule
automobile (2a), de préférence en ce que la partie de mise en prise (14) présente une surface de mise en prise (15) qui, par
ailleurs, fait saillie latéralement au-delà de l'élément anticollision (8), plus préférablement,
en ce que la partie de mise en prise (14) est configurée substantiellement en forme de disque,
plus préférablement en ce que la partie de mise en prise (14) en forme de disque s'étend de manière substantiellement
perpendiculaire à l'axe de palier géométrique (12) de la disposition de palier d'élément
anticollision (11).
3. Serrure de véhicule automobile selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'une disposition de paliers d'élément anticollision (11) est prévue pour l'élément
anticollision (8), et en ce que l'élément anticollision (8), lors de son réglage sur la position de collision, se
décale, en particulier coulisse, entre le composant (4, 6) à bloquer par l'élément
anticollision (8) et un appui (25) en particulier stationnaire, de sorte qu'au moins
une partie du flux de la force de blocage peut passer par l'appui (25) et en dehors
de la disposition de paliers d'élément anticollision (11).
4. Serrure de véhicule automobile selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'appui (25) est disposé de manière immobile sur la serrure de véhicule automobile
(1), de préférence en ce que l'appui (25) est disposé sur une partie de boîtier de la serrure de véhicule automobile,
de préférence en ce que l'appui est disposé sur une partie de boîtier en plastique (28), en particulier sur
un recouvrement en plastique, de la serrure de véhicule automobile, ou en ce que l'appui est disposé sur une tôle de boîtier, en particulier une tôle arrière (26),
de la serrure de véhicule automobile (1).
5. Serrure de véhicule automobile selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que la possibilité de réglage de l'élément anticollision (8) est également, de préférence
exclusivement, basée sur une déformabilité de l'élément anticollision (8), de préférence
en ce que la déformabilité de l'élément anticollision (8) est au moins en partie une déformabilité
élastique.
6. Serrure de véhicule automobile selon la revendication 5, caractérisée en ce que la déformabilité de l'élément anticollision (8) est basée sur au moins un affaiblissement
structural local (29) de l'élément anticollision (8), de préférence en ce que l'élément anticollision (8) est composé du moins par endroits d'éléments de flexion
(30), en particulier d'éléments de paroi élastiques (30).
7. Serrure de véhicule automobile selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que l'élément anticollision (8) est configuré de manière souple au moins dans une partie
de la disposition de paliers anticollision (11).
8. Serrure de véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications 3 à 7, caractérisée en ce que la disposition de paliers d'élément anticollision (11) immobilise par ailleurs l'élément
anticollision (8) au niveau de la serrure de véhicule automobile (1).
9. Serrure de véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications 3 à 8, caractérisée en ce que la disposition de paliers d'élément anticollision (11) présente au moins un palier
pivotant (32, 33), de préférence en ce que l'élément anticollision (8) est configuré sous forme de levier qui peut être amené
à pivoter par le biais de la disposition de paliers d'élément anticollision (11).
10. Serrure de véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications 3 à 9, caractérisée en ce que l'élément anticollision (8) est configuré sous forme d'étrier qui est en tout cas
suspendu par le biais de la disposition de paliers d'élément anticollision en deux
points de suspension (34, 35), de préférence en ce qu'en raison de la déformation provoquée par la collision d'un composant (9) de l'ensemble
de portière de véhicule automobile (2), en particulier d'un panneau extérieur de portière
(2b), une force provenant du composant agit sur l'élément anticollision (8) dont la
ligne d'action passe devant au moins l'un des deux points de suspension (34, 35) de
l'élément anticollision (8).
11. Serrure de véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications 3 à 10, caractérisée en ce que l'élément anticollision (8) présente un ergot de blocage (37) qui bloque le cliquet
de verrouillage (4) lorsque l'élément anticollision (8) se trouve dans la position
de collision, de préférence en ce que l'ergot de blocage (37) exécute un mouvement substantiellement linéaire lorsque l'élément
anticollision (8) est décalé en raison d'une collision.
12. Serrure de véhicule automobile selon la revendication 11, caractérisée en ce qu'une limite est prévue pour l'ergot de blocage (37) qui limite la mobilité de l'ergot
de blocage (37) en cas de collision.
13. Ensemble de portière de véhicule automobile, comprenant une portière de véhicule automobile
(2a) et une serrure de véhicule automobile (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes associée à la portière de véhicule automobile (2a).
14. Ensemble de portière de véhicule automobile selon la revendication 13, caractérisée en ce que la portière de véhicule automobile (2a) présente un panneau extérieur de portière
(2b), et en ce que l'élément anticollision (8) est disposé avec une partie de mise en prise (14) à proximité
immédiate du panneau extérieur de portière (2b), de préférence en ce qu'un interstice (27) est prévu entre un élément anticollision (8) et le panneau extérieur
de portière (2b) qui est inférieur à environ 20 mm, de préférence inférieur à environ
10 mm.