[0001] Die Erfindung betrifft eine Entkopplungsbahn mit einer Trägerplatte und einer Vielzahl
von aus der Trägerplattenebene herausragenden Noppen.
[0002] Unter dem Begriff "Entkopplung" wird in der vorliegenden Anmeldung der Abbau von
Schubspannungen bzw. Spannungsspitzen zwischen zwei im festen Verbund angeordneten
Schichten verstanden. Eine effektive Entkopplung verhindert also, dass sich in einer
der Schichten vorhandene Schubspannungen bzw. Spannungsspitzen auf die andere Schicht
der Verbundkonstruktion übertragen und dort Schäden verursachen könnten.
[0003] Entkopplungsbahnen der vorgenannten Art werden beispielsweise im Bauwesen beim Verlegen
von Fußböden verwendet, insbesondere zur Entkopplung, Abdichtung und/oder zum Dampfdruckausgleich.
Dabei werden die Entkopplungsbahnen auf einen Untergrund verlegt, insbesondere verklebt,
und bilden die Auflagefläche für Bodenbelagselemente, wie beispielsweise keramische
Fliesen. Das Verlegen von Fliesen erfolgt insbesondere auf jungem Estrich im Dünnbettverfahren.
Wird zwischen dem Fliesenboden und dem jungen Estrich keine Entkopplungsbahn verlegt,
so könnten bei einer Schwindung des Estrichs die Fliesen, insbesondere aufgrund ihres
geringen Ausdehnungskoeffizienten, der Bewegung des Estrichs nicht folgen, so dass
Schubspannungen entstehen, die letztlich zum Ablösen oder gar zum Reißen der Fliesen
führen können. Auch bei der Verlegung von Belägen auf insbesondere kritischen Untergründen,
wie beispielsweise alten Holzböden, sind Entkopplungsbahnen erforderlich. Eine Entkopplungsbahn
der vorgenannten Art kompensiert diese Schubspannungen durch Verformung, weshalb Beschädigungen
der Verbundkonstruktion nicht zu befürchten sind. Meist sind Entkopplungsbahnen aus
folienartigem Kunststoff hergestellt, also aus einer flexiblen Kunststoffschicht,
die sich unter Einwirkung von äußeren Kräften verformt. Das Material wird dabei in
der Regel so ausgewählt, dass es emissionsarm, insbesondere in Bezug auf Schadstoffe,
ist.
[0004] Zur Fixierung der Bodenbelagselemente auf der Entkopplungsbahn wird in der Regel
eine dünne Schicht eines Fliesenklebers, auch Klebemörtel oder Verbindungsschicht
genannt, auf der Auflageebene der Entkopplungsbahn aufgetragen. Dabei versteht es
sich, dass anstelle eines Fliesenklebers auch letztlich eine gleichermaßen geeignete
Klebe- oder Befestigungsschicht, bzw. ein entsprechendes Material, vorgesehen sein
kann. Fliesenkleber werden dabei meist mit einem Zahnspachtel oder einer gezahnten
Glättkelle gekämmt und es wird je nach Anwendungsbereich und/oder Untergrund ein unterschiedlicher
Fliesenkleber verwendet. Beispielsweise wird als Fliesenkleber ein Reaktionsharzkleber,
ein zementärer Dünnbettmörtel, ein Kaseinfliesenkleber oder ein Dispersionskleber
verwendet.
[0005] Nach dem Auftrag des Fliesenklebers auf eine Entkopplungsbahn erfolgt eine Verlegung
der einzelnen Bodenbelagselemente bzw. der Fliesen auf dem Fliesenkleber. Der Fliesenkleber
dringt bei der Applikation in die Vertiefungen der Entkopplungsbahn ein und härtet
aus.
[0006] Bei derartigen Entkopplungsbahnen werden die verbundenen Bodenbelagselemente von
dem Untergrund getrennt und mechanisch entkoppelt. Aufgrund der Anordnung der Noppen
quer zur Längsrichtung und in Längsrichtung der Trägerplatte ergeben sich Kanäle,
die sich über die gesamte Trägerplatte erstrecken. Diese Kanäle wirken dabei gemeinsam
mit den Noppen so zusammen, dass sie mechanische Beanspruchungen und insbesondere
Scherspannungen auffangen und kompensieren. Diese Beanspruchung der Bodenbelagselemente
kann aufgrund von Temperatur- und Feuchtigkeitseinflüssen und/oder durch eine Belastung
mit Gewicht erzeugt werden.
[0007] Bei der Herstellung von derartigen Entkopplungsbahnen wird ein Formwerkzeug verwendet,
das den Vertiefungen bzw. Noppen entsprechende Vorsprünge aufweist. Das Entformen
von Formwerkzeug und Entkopplungsbahn ist meist allerdings problematisch. Darüber
hinaus kann die Entkopplungsbahn während der Entformung leicht beschädigt werden,
insbesondere wenn die Vorsprünge des Werkzeugs scharfe Ecken aufweisen, die in das
meist noch weiche Entkopplungsbahnmaterial einschneiden und/oder dieses aufreißen.
Letzteres Problem wird in der Praxis dadurch zu lösen versucht, dass die Ecken der
Werkzeugvorsprünge mit einem Radius versehen werden.
[0009] Die
EP 2 372 041 B1 betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Trägerplatte sowie eine Trägerplatte
für einen plattenbekleideten Boden-, Wand- oder Deckenaufbau zum Erzielen einer Entkopplung
zwischen dem Untergrund und der auf der folienartigen Platte aufzubringenden Flächenbekleidung,
welche eine folienartige Platte mit einer Vielzahl von Kammern aufweist, die durch
Vertiefungen aus einer Ebene der folienartigen Platte ausgebildet sind, deren Stirnseiten
eine erste Plattenseite und gegenüberliegend eine zweite Plattenseite bilden. Dabei
ist zumindest auf einer Plattenseite eine haftverstärkende Schicht aus einem bahnförmigem
Material aufgebracht, welche zumindest die Vertiefungen der Kammern auskleidet. Die
haftverstärkende Schicht soll zur besseren Entkopplung und im Übrigen zur besseren
Anbindung des Fliesenklebers dienen. Die Vertiefungen dienen zur Aufnahme des Fliesenklebers,
der oberseitig auf die haftverstärkende Schicht der Entkopplungsbahn aufgebracht wird.
Bei der bekannten Entkopplungsbahn sind als Vertiefungen runde, zylinderförmige und/oder
topfförmige Ausformungen vorgesehen.
[0010] Anstelle einer haftverstärkenden Schicht bzw. zusätzlich zu dieser ist aus der
EP 2 246 467 B1 bekannt, dass durch ein Aufbringen von einer Vielzahl von Fasern auf die Oberseite
der Entkopplungsbahn, die dem Fliesenkleber zugewandt ist, eine verbesserte Anhaftung
des Fliesenklebers ermöglicht sein soll. Die Noppen bzw. Vertiefungen dieser bekannten
Entkopplungsbahn weisen eine runde, zylinderförmige und/oder topfförmige Form auf
und sind demgemäß gerundet. Die auf der oberen Fläche der Entkopplungsbahn aufgebrachten
Fasern sind permanent mit dieser Fläche verbunden. Der Fliesenkleber wird hierbei
in die Vertiefungen der Trägerplatte eingebracht.
[0011] Die aus der
EP 2 372 041 B1 und
EP 2 246 467 B1 bekannten Entkopplungsbahnen weisen regelmäßig angeordnete runde, zylinderförmige
Ausformungen auf, die reihen- und spaltenförmig angeordnet sind. Aufgrund der Anordnung
bilden sich zwischen den Reihen der Noppen Kanäle, die sich über die gesamte Entkopplungsbahn
erstrecken. Diese Kanäle sind dabei zum Untergrund hin offen und kreuzen sich dabei
mit anderen Kanälen. Beim Auftrag des Fliesenklebers werden die Kanäle nur mit einer
dünnen Schicht des Fliesenklebers bedeckt, so dass sie eine Schwächungslinie bilden,
die eine Verformung der Entkopplungsbahn entlang dieser Schwächungslinie begünstigt.
Bei einer ungünstigen Anordnung würde der Fugenverlauf von benachbarten Belagselementen
mit einer Schwächungslinie bzw. Sollbruchstelle zusammenfallen, so dass Haarrisse
und/oder größere Beschädigungen in der Klebemörtelschicht und/oder in der Fuge selber
entstehen.
[0012] Nachteilig bei den bekannten Entkopplungsbahnen ist es, dass diese ohne die Verwendung
der zusätzlichen haftverstärkenden Schicht bzw. ohne zusätzliche Fasern mangelnde
Entkopplungseigenschaften zwischen den Belagselementen zu dem Untergrund aufweisen.
Die Herstellung ist bei derartigen Entkopplungsbahnen aufwendig, da zur Steigerung
der Anhaftung zwischen dem Fliesenkleber und der Oberfläche der Entkopplungsbahn,
die der Fliesenkleberschicht zugewandt ist, ein zusätzlicher Verfahrensschritt durch
die Aufbringung der haftverstärkenden Schicht bzw. zusätzlicher Fasern vorgesehen
ist.
[0013] Die
AT 211 523 B betrifft ein feuchtigkeits- und dampfsperrendes Bauteil, das besonders zur Verwendung
im Hoch-, Tief-, Wasser- und Straßenbau geeignet ist. Das Bauteil weist eine Profilierung
bzw. Prägung und sich über die ganze Fläche erstreckende, versetzt zueinander angeordnete
kegel- oder pyramidenstumpfartige Ausbeulungen auf.
[0014] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, eine Entkopplungsbahn bereitzustellen,
die eine verbesserte Verkrallung des Fliesenklebers mit der Entkopplungsbahn erreicht.
[0015] Darüber hinaus ist es insbesondere die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein einfaches
und effizientes Verfahren zur Herstellung einer Entkopplungsbahn bereitzustellen.
[0016] Die vorgenannte Aufgabe ist bei einer Entkopplungsbahn der eingangs genannten Art
erfindungsgemäß im Wesentlichen dadurch gelöst, dass auf der dem Noppeninnenraum zugewandten
Seite des Noppenbodens wenigstens einer Noppe eine Mehrzahl von Vorsprüngen und/oder
Vertiefungen vorgesehen ist und/oder dass auf der dem Noppeninnenraum zugewandten
Seite der Trägerplatte eine Mehrzahl von Vorsprüngen und/oder Vertiefungen vorgesehen
ist.
[0017] Bevorzugt weist die Strukturierung und/oder die Vertiefungen und/oder Vorsprünge
des Noppenbodens und/oder der Trägerplatte eine Höhe und/oder eine Tiefe von größer
1 µm, bevorzugt größer 100 µm, weiter bevorzugt zwischen 100 bis 1000 µm und insbesondere
zumindest im Wesentlichen zwischen 300 bis 500 µm auf. Schließt sich direkt ein Vorsprung
an eine Vertiefung an, wobei der Vorsprung aus der Ebene des Noppenbodens und/oder
der Trägerplatte herausragt und die Vertiefung in den Noppenboden und/oder in die
Trägerplatte hineinragt, ist der Abstand zwischen der tiefsten Stelle der Vertiefung
und der höchsten Stelle des Vorsprunges bevorzugt größer 50 µm, weiter bevorzugt größer
100 µm, weiter bevorzugt weiter zwischen 100 bis 300 µm und insbesondere zumindest
im Wesentlichen zwischen 300 bis 800 µm.
[0018] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen,
dass die Vorsprünge und/oder Vertiefungen auf den Noppenboden und/oder auf der Trägerplatte
eine strukturierte Oberfläche des Noppenbodens und/oder der Trägerplatte bilden.
[0019] Erfindungsgemäß sind mehr als 20, bevorzugt mehr als 100, weiter bevorzugt mehr als
1000, vorzugsweise mehr als 10000, Vorsprünge und/oder Vertiefungen auf dem Noppenboden
und/oder der Trägerplatte vorgesehen, wobei die Vorsprünge und/oder Vertiefungen,
vorzugsweise sowohl auf dem Noppenboden als auch auf der Trägerplatte, unregelmäßig
und/oder ungeordnet angeordnet sind. Durch eine hohe Anzahl an Vorsprüngen und Vertiefungen
ergibt sich eine strukturierte Oberfläche der Entkopplungsbahn.
[0020] In diesem Zusammenhang sind vorteilhafterweise verschiedenste Formen und/oder Strukturen
der Vertiefungen und/oder Vorsprünge vorgesehen, insbesondere wobei sich die Formen
und/oder Strukturen der Vorsprünge und/oder Vertiefungen aufgrund der Herstellungsart
der Vorsprünge und/oder Vertiefungen ergeben.
[0021] Letztlich ist bevorzugt erfindungsgemäß vorgesehen, dass eine strukturierte Oberfläche
zur besseren Verkrallung des Fliesenklebers gebildet wird, wobei sich eine Strukturierung
der Oberfläche aufgrund von Vorsprüngen und/oder Vertiefungen ergibt. Dabei können,
wie nachfolgend erläutert, die Vorsprünge und/oder Vertiefungen eine festgelegte geometrische
Form aufweisen, insbesondere wenn sie bei der Herstellung der Entkopplungsbahn eingeprägt
werden, und/oder sie weisen verschiedenste Strukturen bzw. Formen auf, wobei es erfindungswesentlich
ist, dass die Vorsprünge und/oder Vertiefungen eine maximale Höhe und/oder Tiefe von
größer 1 µm aufweisen.
[0022] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante ist zur Ausbildung eines Hinterschnittes
an den Vorsprüngen und/oder Vertiefungen eine Ausformung vorgehen. Diese Ausformung
bildet dabei den Hinterschnitt, insbesondere wobei der Hinterschnitt zur besseren
Verkrallung des Fliesenklebers auf der Oberfläche der Trägerplatte und/oder des Noppenbodens
dient, wobei der Fliesenkleber vorzugsweise in den Bereich des Hinterschnittes eingreift
und sich dort verkrallt.
[0023] Vorteilhafterweise ist bei einer Strukturierung des Noppenbodens und/oder der Trägerplatte
vorgesehen, dass mindestens 30 % der freien Oberfläche des Noppenbodens und/oder der
Trägerplatte strukturiert sind und/oder Vertiefungen und/oder Vorsprünge aufweisen.
Bevorzugt sind über 50 % der Trägerplatte und/oder über 50 %, vorzugsweise über 70
%, weiter bevorzugt 80 % +/- 5%, der gesamten Fläche aller Noppenböden strukturiert
und/oder weisen Vorsprünge und/oder Vertiefungen auf. Diese strukturierte Fläche sorgt
für eine bessere Verkrallung des Fliesenklebers und einer Erhöhung der Haftfestigkeit
der gesamten Entkopplungsbahn. Vorzugsweise ist die Oberfläche der Trägerplatte und/oder
die Noppenböden vollflächig angeraut bzw. strukturiert.
[0024] Im Ergebnis ist vorgesehen, dass auf dem Noppenboden und/oder der Trägerplatte eine
Vielzahl überstehender Vorsprünge, zwischen denen jeweils Vertiefungen vorgesehen
sind, vorhanden sind, die zur Verkrallung/Verbindung mit dem fliesenseitig auf die
Entkopplungsbahn aufzubringenden Fliesenkleber dienen. Dabei handelt es sich bei den
Vorsprüngen letztlich um Materialüberstände bzw. Erhöhungen. Bei den Vertiefungen
handelt es sich nicht um Durchbrechungen im Noppenboden bzw. der Trägerplatte, die
einen Luft- bzw. Feuchtigkeitsaustausch von der Bodenseite zur Fliesenseite ermöglichen.
Gleiches gilt auch für die Vorsprünge, die ebenfalls keine Öffnungen oder Durchbrechungen
aufweisen und daher ebenfalls keinen Luft- oder Feuchtigkeitsaustausch von der Bodenseite
zur Fliesenseite ermöglichen.
[0025] Die vorgenannte Ausgestaltung der Erfindung vergrößert die freiliegende Oberfläche
der Noppenböden und die den Noppenböden abgewandte Oberfläche der Trägerplatte, d.
h. die Oberfläche der auf der Trägerplatte vorgesehenen Stege zwischen den einzelnen
in die Noppeninnenräume ragenden Noppenöffnungen. Durch die Vorsprünge und/oder Vertiefungen
und die damit vergrößerte Oberfläche ergibt sich eine verbesserte Verkrallung des
Fliesenklebers. Die erfindungsgemäßen Vorsprünge und/oder Vertiefungen verbessern
auch die Entformbarkeit der gesamten Entkopplungsbahn. Die Vorsprünge und/oder Vertiefungen
führen insbesondere dazu, dass die Entkopplungsbahn eine erhöhte Biegesteifigkeit
und/oder Torsionssteifigkeit aufweist.
[0026] Im Zusammenhang mit dem Zustandekommen der Erfindung wurde in durchgeführten Versuchen
festgestellt, dass durch die Vorsprünge und/oder Vertiefungen in dem Noppenboden und/oder
in der Trägerplatte sich im Vergleich zu der bekannten Entkopplungsbahn eine um bis
zu 40 % verbesserte Haftzugsfestigkeit - demzufolge eine deutlich verbesserte Verkrallung
des Fliesenklebers mit der Entkopplungsbahn - ergibt.
[0027] Die vorgenannte Realisierung der Vorsprünge und/oder der Vertiefungen und/oder die
strukturierte Oberfläche der Trägerplatte und/oder des Noppenbodens lässt sich grundsätzlich
an jedem Noppenboden und/oder jeder Noppe in der zuvor beschriebenen Art und Weise
realisieren, unabhängig von der Art der Ausgestaltung der Noppe und/oder des Noppenbodens.
Die Noppe kann damit - in Draufsicht gesehen - beispielsweise eine elliptische, insbesondere
runde, oder auch eine viereckige, insbesondere rechteckige und/oder quadratische Form,
haben.
[0028] Vorzugsweise sind dabei benachbarte Noppen quer zur Längsrichtung der Trägerplatte
und in Längsrichtung der Trägerplatte angeordnet, insbesondere in Reihenform.
[0029] Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Noppe mehrschenklig
ausgebildet ist. Die mehrschenklige Ausbildung der Noppe in Kombination mit der Anordnung
benachbarter Noppen quer zur Längsrichtung der Trägerplatte und in Längsrichtung der
Trägerplatte ermöglicht insbesondere eine optimale Verteilung zwischen der freiliegenden
Fläche der Trägerplatte und der Noppenoberfläche. Dieses Verhältnis bestimmt maßgeblich
die Drainage- und Entkopplungseigenschaften. Bei einer mehrschenkligen Ausbildung
der Noppe wurde in den durchgeführten Versuchen festgestellt, dass sich die Entkopplungseigenschaften
um ein Vielfaches verbessern lassen. Vorzugsweise ist auf dem Schenkelboden eines
Schenkels eine Mehrzahl von Vorsprüngen und/oder Vertiefungen vorgesehen.
[0030] Des Weiteren ist bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens eine
Anordnung unmittelbar benachbarter Noppen quer zur Längsrichtung und in Längsrichtung
der Trägerplatte vorgesehen, wobei unmittelbar benachbarte Noppen einen dreiachsigen
Noppenboden, insbesondere mit wenigstens drei Schenkelseiten, aufweisen.
[0031] Unter einer dreiachsigen Ausbildung des Noppenbodens ist eine dreischenklige Ausbildung
in einer zweidimensionalen Erstreckung zu verstehen. Der Noppenboden bzw. die Noppe
weist demgemäß drei Schenkel auf. Zur dreidimensionalen Ausbildung der Noppe ist vorgesehen,
dass sich an den Noppenboden wenigstens eine Seitenwandung zur Bildung des Noppeninnenraums
anschließt.
[0032] Die dreiachsige Noppenform ergibt sich in der Draufsicht auf die Entkopplungsbahn.
[0033] Zunächst einmal zeichnet sich die dreiachsige Ausbildung des Noppenbodens dadurch
aus, dass eine einfache Herstellung der erfindungsgemäßen Entkopplungsbahn gewährleistet
wird. Diese Herstellung ermöglicht dabei insbesondere, dass hohe Verarbeitungsgeschwindigkeiten
erzielt werden, vorzugsweise durch ein sogenanntes Inline-Verfahren, wobei die Entkopplungsbahn
mit einer vergleichsweise hohen Produktionsgeschwindigkeit kontinuierlich hergestellt
wird. Die erhöhte Produktionsgeschwindigkeit wird insbesondere dadurch ermöglicht,
dass eine schnelle und einfache Entformung der erfindungsgemäßen Entkopplungsbahn
vorgesehen ist. Eine erhöhte Verarbeitungsgeschwindigkeit führt insbesondere zu einer
Senkung der Produktionsdauer und damit zu einer Einsparung der Produktionskosten.
[0034] Die erfindungsgemäßen Noppen und die erfindungsgemäße Noppenanordnung bieten darüber
hinaus die Möglichkeit eines einfachen Ausspachtelns der Entkopplungsbahn mit Fliesenkleber.
Dieses Ausspachteln wird insbesondere dadurch vereinfacht, dass eine dreiachsige Form
der Noppen gewählt wird, so dass sich der Fliesenkleber innerhalb dieser Noppenform
beim Auftrag und Einbringen in die Noppen gut verteilt und die Luft aus den Vertiefungen
gut entweichen kann.
[0035] Zusätzlich ist eine gute Trocknung und ein überaus guter Dampfdruckausgleich gewährleistet,
da bei der erfindungsgemäßen Entkopplungsbahn die Kanäle, die sich zwischen benachbarten
Noppen ergeben, über die gesamte Noppenbahn miteinander mittelbar und/oder unmittelbar
verbunden sind. Aufgrund der dreiachsigen Noppenform des Noppenbodens sind die Kanäle
bevorzugt gerundet bzw. wellenförmig, so dass ein vollflächiger Dampfdruckausgleich
ohne Unterbrechungen gleichzeitig sowohl eine gute Entfeuchtung und Belüftung ergibt.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Entkopplungsbahn kann insbesondere durch
den sehr guten Dampfdruckausgleich die Entkopplungsbahn insbesondere auf einen feuchten
und gegebenenfalls nicht vollständig ausgehärteten Untergrund aufgebracht werden,
ohne dass die noch in dem Untergrund befindliche Feuchtigkeit eingeschlossen und/oder
die angestrebte Trocknung des Untergrundes verhindert und/oder übermäßig verzögert
wird. Demzufolge kann die Entkopplungsbahn zeitnah nach Herstellung des Untergrundes
verlegt werden. Hierdurch ergibt sich insbesondere der Vorteil, dass die Verlegezeit
des gesamten Bodenbelages drastisch reduziert werden kann, eine schnelle Arbeitsfolge
gewährleistet wird und demgemäß die Herstellungskosten des Belages gesenkt werden.
[0036] Des Weiteren weist die erfindungsgemäße Noppenbahn verbesserte Entkopplungseigenschaften
auf, da sich bei einer dreiachsigen Noppenform des Noppenbodens, bevorzugt in Verbindung
mit der Ausrichtung der Noppen in Reihen in Längsrichtung und quer zur Längsrichtung
der Trägerplatte, mit einem mittigen Bereich, der durch einen Kreis definiert ist,
eine verbesserte Lastverteilung ergibt. Darüber hinaus werden Spannungsspitzen reduziert
oder zum Teil gänzlich vermieden. Die Schubspannungen werden auf die Entkopplungsbahn
übertragen und verteilen sich insbesondere auf der den Noppen abgewandten Oberfläche
der Trägerplatte. Die deutlich verbesserte Lastverteilung wird zusätzlich vorteilhafterweise
durch die Kanalstruktur mit erzielt. Die Entkopplungswirkung ist vorteilhafterweise
so ausgestaltet, dass zum einen keine Risse in der der Entkopplungsbahn abgewandten
Oberfläche des Belages entstehen und zum anderen, dass mögliche Risse im Untergrund,
die insbesondere erst nach Verlegen der Entkopplungsbahn auftreten, sich nicht in
der Fliesenkleberschicht und/oder auf den Belagselementen abzeichnen.
[0037] In durchgeführten Versuchen wurde festgestellt, dass im Vergleich zur aus dem Stand
der Technik bekannten Entkopplungsbahn bei Verwendung der den dreieckigen Noppenboden
aufweisenden Noppe die Entkopplungseigenschaften um bis zu 30 % verbessert werden
konnten.
[0038] Die erfindungsgemäße Noppenform bietet neben einer deutlich verbesserten Entformbarkeit
und erhöhten Entkopplungseigenschaften darüber hinaus eine höhere Festigkeit der Fliesenverklebung,
da der Fliesenkleber sich sehr gut in der Vertiefung, die durch die hervorgerufen
wird, und in den Vertiefungen zwischen den Vorsprüngen verteilt und ein Zusammenwirken
zwischen der Trägerplatte und den Noppen dazu führt, dass die Festigkeit erhöht wird.
Damit einhergehend erhöht sich auch die Haftzugfestigkeit der gesamten Entkopplungsbahn.
Es wird vor allem keine zusätzliche haftverstärkende Schicht oder ergänzende Fasern
benötigt, so dass sich insbesondere die Herstellungskosten und/oder die Produktionsdauer
reduzieren lassen.
[0039] Die Haftzugfestigkeit dient als Kennwert für die Adhäsion und/oder Haftung von Schichten
auf Untergründen, insbesondere Betonoberflächen. Sie wird mittels einer speziellen
Prüfung ermittelt, die auch Haftzugprüfung und/oder Abreißversuch genannt wird. Die
DIN EN 1348 weist eine Vorgabe für die Ermittlung der Haftzugfestigkeit unter definierten
Bedingungen auf.
[0040] Aufgrund der erhöhten Festigkeit der Fliesenverklebung und den verbesserten Entkopplungseigenschaften
kann eine geringere Gesamtschichtaufbauhöhe der erfindungsgemäßen Entkopplungsbahnen
im Vergleich zu der aus dem Stand der Technik bekannten Entkopplungsbahn gewählt werden.
Dieser geringere Gesamtschichtaufbau führt unter anderem dazu, dass beim Verlegen
weniger Fliesenkleber zur Verbindung der Belagselemente mit der Entkopplungsbahn benötigt
wird, so dass sich eine Senkung der Herstellungskosten des zu verlegenden Belages
ergibt.
[0041] Die erfindungsgemäße Entkopplungsbahn weist außerdem eine hohe Verwindungssteifigkeit
auf, vorzugsweise bei Erhalt einer hohen Wickelfähigkeit. Die hohe Verwindungssteifigkeit
bzw. Torsionssteifigkeit bedingt, dass sich die Entkopplungsbahn nicht knicken und/oder
verdrehen kann, insbesondere um 90°. Die trotzdem erhaltene Wickelfähigkeit impliziert,
dass die Entkopplungsbahn, bevorzugt zum Transport, aufgerollt werden kann.
[0042] Bei einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Entkopplungsbahn eine
niedrige Verwindungssteifigkeit aufweist, so dass sich die Entkopplungsbahn insbesondere
knicken und/oder verdrehen lässt. Vorzugsweise wird bei dieser Ausführungsvariante
eine rechteckige Form der Noppe gewählt.
[0043] Darüber hinaus wurde in durchgeführten Versuchen festgestellt, dass die erfindungsgemäße
Entkopplungsbahn neben ihren ausgezeichneten Entkopplungseigenschaften darüber hinaus
eine sehr gute Trittschalldämmung aufweist. Auch dieser Effekt ist das Ergebnis der
besonderen Noppenform und -anordnung.
[0044] Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Vorsprung
und/oder Vertiefung am Noppenboden spiralförmig und/oder bogenabschnittsförmig ausgebildet
ist. Es ist festgestellt worden, dass insbesondere die spiralförmige und/oder gerundete
Vorsprungs- und/oder Vertiefungsform eine verbesserte Verkrallung des Fliesenklebers
zur Folge hat. Letztlich hat es sich bei Versuchen gezeigt, dass es besonders vorteilhaft
ist, wenn der spiralförmige Vorsprung und/oder Vertiefung im mittigen Bereich des
Noppenbodens vorgesehen ist.
[0045] Im Übrigen versteht es sich, dass eine Vielzahl von Vorsprüngen und/oder Vertiefungen
auf dem Noppenboden vorgesehen sein kann, so dass die Haftzugsfestigkeit zwischen
der Entkopplungsbahn und den Belagselementen erhöht wird.
[0046] Demgemäß ist es bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform in Verbindung mit
der dreischenkligen Noppe bzw. der den dreischenkligen Noppenboden aufweisenden Noppe
vorgesehen, dass der Schenkelboden eines Schenkels der Noppe eine Mehrzahl von Vorsprüngen
und/oder Vertiefungen aufweist.
[0047] Bei einer anderen bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Vorsprünge und/oder
Vertiefungen konzentrisch zu dem mittigen Bereich und/oder zu dem Mittelpunkt der
Noppe auf dem Schenkelboden angeordnet.
[0048] Des Weiteren ist festgestellt worden, dass es besonders vorteilhaft ist, wenn die
Vorsprünge und/oder Vertiefungen des Noppenbodens bei einer anderen Ausgestaltung
stegartig und/oder rechteckförmig und/oder ellipsenförmig ausgebildet sind. In diesem
Zusammenhang ist es besonders bevorzugt, wenn die stegartig und/oder rechteckförmig
und/oder ellipsenförmig ausgebildeten Vorsprünge und/oder Vertiefungen auf dem Noppenboden
quer und/oder längs zur Längsrichtung der Trägerplatte ausgerichtet sind. Diese Anordnung
der Vorsprünge und/oder Vertiefungen auf dem Noppenboden bedingt bei einer guten Entformbarkeit
der Noppenbahn insbesondere ein einfaches Ausspachteln der Entkopplungsbahn mit dem
Fliesenkleber.
[0049] Dabei versteht es sich, dass nicht nur Vorsprünge und/oder Vertiefungen auf dem Noppenboden
aufgebracht sein können, sondern bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung sind
alternativ zu den Vorsprüngen und/oder Vertiefungen am Noppenboden oder ergänzend
dazu ebenfalls Vorsprünge und/oder Vertiefungen auf der Trägerplatte bzw. den Trägerplattenstegen
zwischen den in die Noppeninnenräume hineinragenden Noppenöffnungen vorgesehen, und
zwar sowohl in Längsrichtung der Trägerplatte und in Querrichtung der Trägerplatte.
Diese Anordnung der Vorsprünge und/oder Vertiefungen auf der Trägerplatte insbesondere
in Kombination mit einer bevorzugten Ausführung der Vorsprünge in stegartiger und/oder
rechteckförmiger und/oder ellipsenförmiger Form bedingt eine gute Haftzugsfestigkeit.
[0050] Darüber hinaus ist bei einer anderen bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen,
dass die Vorsprünge und/oder Vertiefungen der Trägerplatte langgestreckt sind und
mit ihrer in Längserstreckung ausschließlich quer und/oder längs zur Längsrichtung
der Trägerplatte ausgerichtet sind. Diese Ausrichtung in Kombination mit der langgestreckten
Form bewirkt insbesondere eine bessere Verkrallung des Fliesenklebers mit der Trägerplatte.
[0051] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist eine besondere Anordnung
der Vorsprünge und/oder Vertiefungen vorgesehen, bei der diese in Reihen quer und/oder
längs zur Längsrichtung der Trägerplatte verlaufen und von ihrer Ausrichtung her alternierend
angeordnet sind. Gerade mit einer derartigen Ausbildung und Anordnung ergibt sich
eine gute Verkrallung des Fliesenklebers mit der Trägerplatte.
[0052] Vorzugsweise weist wenigstens eine einen dreiachsigen Noppenboden aufweisende Noppe
drei Langseiten auf, wobei der mittige Bereich des dreiachsigen Noppenbodens durch
einen Kreis definiert ist, den alle Langseiten tangential berühren. Diese geometrische
Ausgestaltung der Noppe bzw. des Noppenbodens ermöglicht besonders hohe Entkopplungseigenschaften
bei einer gleichzeitig ausgezeichneten Drainagefunktion.
[0053] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist die Noppe bzw.
der dreiachsige Noppenboden wenigstens an einer Langseite konkav ausgebildet. Diese
konkave Ausbildung der Langseite führt dazu, dass eine verbesserte Entformung stattfinden
kann, da insbesondere keine Ecken zwischen den Langseiten vorhanden sind. Eine verbesserte
Entformung bedingt ein einfacheres und/oder verbessertes Herstellungsverfahren.
[0054] Darüber hinaus ist bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Entkopplungsbahn
im Bereich der Langseite und/oder Schenkelseite der Noppe bzw. des Noppenbodens wenigstens
eine Ausformung zur Bildung eines noppeninnenseitigen Hinterschnitts vorgesehen. Dabei
versteht es sich letztlich, dass die Langseite beispielsweise durch zwei und/oder
eine Schenkelseite gebildet wird. Der Fliesenkleber dringt während des Ausspachtelns
in die Hinterschneidung ein, so dass eine verbesserte Verkrallung hervorgerufen wird.
Dies wiederum führt zu einer Fixierung und/oder zur formschlüssigen Festlegung der
auf der Entkopplungsmatte aufzubringenden Fliesenbahn bzw. der Belagselemente.
[0055] Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist die Ausformung
zur Bildung des noppeninnenseitigen Hinterschnitts sichelartig oder bogenförmig und/oder
bogenabschnittsförmig und/oder halbmondförmig ausgebildet. Diese bogenabschnittsförmige
Ausbildung führt insbesondere dazu, dass eine verbesserte Entformung bei der Herstellung
der Entkopplungsbahn ermöglicht wird. Im Gegensatz zu eckigen Hinterschnitten wird
bei einer gerundeten bzw. sichelartigen Form des Hinterschnitts vorteilhafterweise
eine leichtere Trennung zwischen dem Formwerkzeug und der Entkopplungsbahn gewährleistet.
Somit kann die Entkopplungsbahn insbesondere nicht während der Entformung beschädigt
werden. Im Übrigen dienen die gerundeten Hinterschnitte bevorzugt dazu, dass die Spannungsspitzen
der Schubspannung der Belagselemente reduziert und/oder gleichmäßig auf der Entkopplungsbahn
verteilt werden.
[0056] Bei einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform ist die Ausformung durch einen
aus dem Noppeninnenraum herausragenden Vorsprung gebildet. Bei einer besonders vorteilhaften
Ausgestaltung ist dabei der Vorsprung im Bereich des Noppenbodens vorgesehen, wobei
der Vorsprung insbesondere unmittelbar in den Noppenboden übergeht. Dieser unmittelbare
Übergang des Vorsprungs in den Noppenboden hat eine verbesserte Entformung zur Folge,
so dass insbesondere selbst im noch nicht vollständig erhärteten Zustand des Entkopplungsbahnmaterials
das Formwerkzeug problemlos von der Entkopplungsbahn entfernt werden kann, ohne dass
eine Beschädigung der Entkopplungsbahn während des Entformens zu befürchten ist.
[0057] Dieser Vorteil ergibt sich insbesondere auch dann, wenn sich die Ausformung über
wenigstens 40 %, vorzugsweise zwischen 50 % und 100 % und insbesondere zwischen 60
% und 90 % der Länge der Langseite und/oder Schenkelseite erstreckt. Diese Abmaße
bedingen, dass der Endbereich der Noppe bzw. des dreiachsigen Noppenbodens, der sich
durch zwei zulaufende Langseiten ergibt, hinterschnittfrei ist bzw. keine Ausformung
in diesem Bereich aufweist. Bei dieser Ausführungsform kann das Formwerkzeug im Endbereich
jeweils scharfkantige Ecken aufweisen, ohne dass eine Beschädigung der Entkopplungsbahn
während des Entformens hervorgerufen wird.
[0058] Bei einer weiteren Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass jeweils
der Endbereich der Noppe bzw. des dreiachsigen Noppenbodens, der sich durch zwei zulaufende
Langseiten ergibt, gerundet und ohne Ecken ausgebildet ist. Dabei ist bei einer bevorzugten
Ausgestaltung der Ausführungsform der Entkopplungsbahn der Radius einer konkaven Langseite
um ein Mehrfaches größer als der Radius eines Endbereiches, bevorzugt ist der Radius
einer konkaven Langseite um ein zweifaches größer als der Radius des Endbereiches.
Durch die konkav ausgebildeten Langseiten und die gerundeten und/oder konvex ausgebildeten
Endbereiche der Langseiten ergibt sich eine geschwungene Noppenform, die auftretende
Spannungsspitzen deutlich reduziert oder zum Teil gänzlich vermeidet. Dabei wirken
diese Endbereiche, die insbesondere hinterschnittfrei sind, Lufteinschlüssen entgegen
und vereinfachen somit das Ausspachteln.
[0059] Im Übrigen ist in durchgeführten Versuchen festgestellt worden, dass es besonders
vorteilhaft ist, wenn die Noppe und/oder der dreiachsige Noppenboden zu einer im Wesentlichen
parallel zur Längsrichtung verlaufenden Mittelachse spiegelsymmetrisch ist. Diese
spiegelsymmetrische Noppenachse ist nicht nur herstellungstechnisch, sondern auch
bezogen auf die Produkteigenschaften der Entkopplungsbahn ausgesprochen vorteilhaft,
worauf nachfolgend noch eingegangen wird.
[0060] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen,
dass der Winkel der vom mittigen Bereich ausgehenden Schenkel zwischen den jeweils
zueinander benachbarten, beabstandeten Schenkelachsen wenigstens 90° beträgt.
[0061] Um eine optimierte Anordnung der Noppen auf der Entkopplungsbahn zu gewährleisten,
ist erfindungsgemäß bei einer weiteren Ausführungsform vorgesehen, dass die Schenkellänge
eines Schenkels, insbesondere des zur Längsrichtung der Entkopplungsbahn parallel
verlaufenden Schenkels, geringer ist als die jeweils beiden anderen Schenkellängen.
Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn der Winkel, der zwischen der Schenkelachse
des kürzeren Schenkels und der Schenkelachse des benachbarten Schenkels angeordnet
ist, größer als 120° ist und insbesondere kleiner 130° ist. Aufgrund einer vorzugsweisen
spiegelsymmetrischen Anordnung sind bei der Noppe bzw. bei dem dreiachsigen Noppenboden
zwei größere Winkel vorgesehen und der Winkel, der zwischen den Schenkelachsen der
längeren Schenkel eingeschlossen wird, ist dementsprechend kleiner als 120°. Diese
Geometrie birgt im Vergleich zu dem bei dem Stand der Technik üblichen rechtwinkligen
und/oder rotationssymmetrischen Geometrien vor allem den Vorteil, dass verbesserte
Entkopplungseigenschaften der gesamten Entkoppelungsbahn bei Verwendung der Noppe
mit den vorgenannten Eigenschaften hervorgerufen werden.
[0062] Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang darauf, dass sich besonders verbesserte Entkopplungseigenschaft
ergeben, wenn eine Vielzahl von den erfindungsgemäßen den dreiachsigen Noppenboden
aufweisenden Noppen auf der Entkopplungsbahn vorgesehen ist. Dabei ist bei einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass die quer zur Längsrichtung der Trägerplatte verlaufenden
Noppen derart angeordnet sind, dass sich auf der Trägerplatte keine durchgehende quer
zur Längsrichtung der Trägerplatte verlaufende gerade Linie ergibt und/oder dass in
der Längsrichtung der Trägerplatte verlaufende Noppen derart angeordnet sind, dass
sich keine durchgehende Linie, in Längsrichtung der Trägerplatte verlaufende gerade
Linie ergibt und/oder dass längs und quer zur Längsrichtung der Trägerplatte verlaufende
Noppen derart angeordnet sind, dass sich auf der Trägerplatte keine durchgehende,
schräg zur Längsrichtung der Trägerplatte verlaufende gerade Linie ergibt. Dabei bedeutet
"durchgehend" eine Verbindung von einem Rand der Entkopplungsbahn zum gegenüberliegenden
Rand der Entkopplungsbahn auf der anderen Längs- oder Querseite der Entkopplungsbahn.
Erfindungsgemäß wird dies insbesondere dadurch erzielt, dass eine einen dreiachsigen
Noppenboden aufweisende Noppe mit den vorgenannten Eigenschaften verwendet wird, die
erst durch die Anordnung und somit durch das Zusammenwirken der Noppen diese Ausführungsform
ermöglicht.
[0063] Durch die vorgenannte Ausgestaltung werden Schwächungslinien und/oder Sollbruchkanten
der Noppenbahn vermieden, die den gesamten Noppendurchmesser, insbesondere um ein
Vielfaches, überschreiten. Durch die Anordnung der Noppen in der vorgenannten Art
und Weise ergeben sich zwischen den Noppen Kanalabschnitte, die einen Verlauf, insbesondere
mäanderförmig, in Rechts- und Linkskurven haben, so dass sich die Kanalabschnitte,
vorzugsweise wellenförmig, über die Trägerplatte erstrecken. Durch die Vermeidung
eines geradlinigen Verlaufes der einzelnen Kanäle kann vorteilhafterweise ausgeschlossen
werden, dass über die Entkopplungsbahn hinweg geradlinig verlaufende Schwächungslinien
gebildet werden. Letztlich ist es dabei nicht relevant, wie die Entkopplungsbahn in
einem Raum verlegt wird, so dass in jeder beliebigen Richtung ein in dieser Richtung
verlaufender Kanalabschnitt bei einer geradlinigen Fortführung auf eine Noppe treffen
würde, so dass die durch den betreffenden Kanalabschnitt gebildete Schwächungsabschnittslinie
unterbrochen wird und somit werden insbesondere die Entstehung von längeren Schwächungslinien
verhindert. Demgemäß kann unabhängig von der Ausrichtung der Entkopplungsbahn während
des Verlegens sichergestellt werden, dass gebildete Fugen bei dem verlegten Bodenbelag
abschnittsweise immer wieder über Noppen hinweg verlaufen, so dass Fugen nicht deckungsgleich
über einen längeren Kanalabschnitt der Entkopplungsbahn verlaufen.
[0064] Die erfindungsgemäße Trägerplatte weist bevorzugt bei der Verwendung der dreiachsigen
Noppe vorzugsweise ausschließlich derartige Kanäle auf, die sich von einem Seitenrand
bis zu einem anderen Seitenrand der Trägerplatte erstrecken und in Rechts- und Linkskurven,
bezogen auf die Querrichtung der Entkopplungsbahn bzw. der Trägerplatte, verlaufen.
Jeder Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Noppen stellt einen Kanalabschnitt dar
und ist Bestandteil eines Kanals, so dass geradlinig über die Trägerplatte verlaufende
Schwächungslinien bzw. Sollbruchkanten zwischen beabstandet angeordneten Noppen ausgeschlossen
sind.
[0065] Dabei versteht es sich letztlich, dass in einer weiteren Ausführungsform, insbesondere
bei der Verwendung einer quadratischen und/oder elliptischen und/oder rechteckigen
Noppe, sich derartige Schwächungslinien und/oder Sollbruchkanten der Entkopplungsbahn
ergeben können.
[0066] Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform sind die Noppen sowohl in Längsrichtung
als auch in Querrichtung verlaufenden Reihen angeordnet, wobei die Mittelpunkte der
in Längsrichtung verlaufenden Noppen auf einer zumindest im Wesentlichen parallel
zur Längsrichtung der Entkopplungsbahn angeordneten Linie vorgesehen sind und wobei
die Mittelpunkte der quer zur Längsrichtung verlaufenden Noppen auf eine zumindest
im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung verlaufenden Linie angeordnet sind. Diese
Anordnung der Noppen führt zu herstellungstechnischen Vorteilen, da diese, vorzugsweise
symmetrische, Anordnung der Noppen durch eine Einprägungseinrichtung, bevorzugt eine
Noppenwalze, mittels Formwerkzeuge in ein folienartiges Material, dass der Einprägungseinrichtung
als Basismaterial der Entkopplungsmatte zugeführt wird, eingebracht werden kann. Die
Formwerkzeuge sind dabei auf der Noppenwalze angeordnet, so dass das Einprägen der
Noppen in einem kontinuierlichen Herstellungsprozess erfolgen kann.
[0067] Ein anderer möglicher und ergänzender Aspekt der vorliegenden Erfindung liegt darin,
dass die in einer im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung verlaufenden Reihe befindlichen
Noppen derart hintereinander angeordnet sind, dass der kürzere Schenkel der Noppen
bzw. des Noppenbodens in Längsrichtung ausgerichtet ist. Bei einer unmittelbar benachbarten
zumindest im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung der Entkopplungsbahn verlaufenden
Reihe der Noppen sind die kürzeren Schenkel der Noppen entgegengesetzt zur Längsrichtung
ausgerichtet. Hierbei ist es insbesondere möglich, die zuvor genannten Schwächungslinien
über der Entkopplungsbahn zu vermeiden, dadurch dass die entstehenden Kanalabschnitte
zwischen den benachbarten Noppen nicht geradlinig ausgeführt werden. Die erfindungsgemäßen
kürzeren Schenkel gewährleisten hierbei, dass die Noppen in Längs- und Querreihen
zur Trägerplatte angeordnet sind, ohne jedoch eine Schwächungslinie aufzuweisen bzw.
zu bilden.
[0068] Vorzugsweise ist bei einer weiteren Ausführungsform des Erfindungsgedankens vorgesehen,
dass die Anordnung der Noppen auf der Trägerplatte so ausgebildet ist, dass der kürzeste
Abstand zwischen zwei benachbarten Noppen stets in etwa dieselbe Größe aufweist, insbesondere
mit einer Abweichung von +/- 20%, vorzugsweise +/- 10%. Dies erzeugt insbesondere
eine gleiche oder annähernd gleiche Kanalbreite, wobei aufgrund der Noppenform sich
die Kanäle mäanderförmig über die Trägerplatte erstrecken. Vorteilhafterweise ist
zur Ausbildung gleicher Kanalbreiten und/oder zur Gewährleistung eines zumindest im
Wesentlichen kürzesten konstanten Abschnittes zwischen zwei benachbarten Noppen ein
Schenkel der Noppen kürzer auszuführen.
[0069] Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen,
dass die Noppen so angeordnet und/oder ausgebildet sind, dass sich in etwa derselbe
Strömungsquerschnitt in den Kanälen ergibt, insbesondere mit einer Abweichung von
+/- 20%, vorzugsweise +/- 10%.
[0070] Grundsätzlich versteht es sich, dass zur Verbindung zwischen der Entkopplungsbahn
und dem Untergrund an der Außenseite der Noppenböden ein flächiges Verbindungsmittel
vorgesehen sein kann. Vorzugsweise ist dieses Verbindungsmittel an den Noppenböden
befestigt, wobei vorzugsweise das Verbindungsmittel als Vlies und/oder Gewebe und/oder
Gelege und/oder Gitter und/oder Papier, insbesondere in vollflächiger und/oder gitterförmiger
Ausbildung, ausgebildet ist. Dabei gibt das Verbindungsmittel erfindungsgemäß vor,
dass der Noppenboden über das Verbindungsmittel fest mit dem Untergrund verbunden
ist, so dass insbesondere seine Haftzugfestigkeit erhöht wird. Vorzugsweise wird das
Verbindungsmittel direkt beim Herstellungsprozess der Entkopplungsbahn in die Außenseite
der Noppenböden eingebracht. Aufgrund der festen Verbindung der Entkopplungsbahn mit
dem Untergrund mittels des Verbindungsmittels wird bevorzugt eine Verschiebung zwischen
der Belagsschicht und der Entkopplungsbahn vermieden.
[0071] Die Anordnung des Verbindungsmittels auf den Noppenböden ist dabei vorzugsweise derart
gestaltet, dass sich zwischen den Außenseiten der Noppen und dem Verbindungsmittel
die Kanäle bzw. Kanalabschnitte ergeben, über die eine Entfeuchtung und/oder eine
Entlüftung möglich ist. Das Verbindungsmittel ist üblicherweise dem Untergrund, auf
den die Entkopplungsbahn aufgelegt wird, zugewandt. Die Öffnungen in die einzelnen
Noppen hinein sind zur Verlegeseite hin ausgerichtet, so dass der Fliesenkleber in
die Noppen bzw. in die Noppeninnenräume eingebracht werden kann.
[0072] Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist die Höhe
der Noppen zwischen 1 und 5 mm, bevorzugt 2 bis 4 mm, weiter bevorzugt 2,5 bis 3,5
mm. Diese vergleichsweise geringe Noppenhöhe ermöglicht einen geringen Gesamtschichtaufbau
und impliziert die verringerte Menge des benötigten Fliesenklebers zur Verbindung
zwischen der Entkopplungsbahn und den Belagselementen. Dennoch wird aufgrund der besonderen
Noppenform und -ausbildung eine feste Verbindung zwischen dem Fliesenkleber und der
Entkopplungsbahn bei gleichzeitiger Erzielung einer hervorragenden Entkopplungswirkung
erreicht.
[0073] Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform weist der lichte Abstand benachbarter
Noppen eine Breite größer 2 mm, insbesondere zwischen 3 mm bis 9 mm, bevorzugt 4 mm
bis 8 mm, weiter bevorzugt 5 mm bis 6 mm, auf. Dieser lichte Abstand bestimmt auch
die Breite des Kanalabschnittes und definiert somit den Freiraum zwischen benachbarten
Noppen. Hierbei bewirkt der Kanalabschnitt aufgrund der vorhandenen Breite nicht nur
eine gute Entfeuchtung und Belüftung des Unterbodens, sondern auch eine gleichmäßige
Wärmeverteilung, insbesondere bei Systemaufbauten mit Fußbodenheizung.
[0074] Darüber hinaus ist bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen, dass
das Verhältnis der Fläche der Noppenböden aller Noppen zur Trägerplatte bevorzugt
zwischen 40 % bis 70 %, weiter bevorzugt zwischen 45 % bis 55 % und insbesondere zumindest
im Wesentlichen 50 % beträgt. Bei durchgeführten Versuchen ist festgestellt worden,
dass bei Einhaltung des vorgenannten Verhältnisses besonders gute Entkopplungswerte
bei einer gleichzeitig besonders festen Fixierung des Fliesenklebers an der Entkopplungsbahn
erzielt werden. Das vorgenannte Verhältnis definiert auch gemeinsam mit der Noppenhöhe
unter anderem maßgeblich die benötigte Menge des Fliesenklebers, die zum Verbund der
Entkopplungsbahn und dem Belagselement verwendet wird. Auf der Trägerplatte wird insbesondere
eine Lastverteilung der auftretenden Schubspannung durch die Kanäle ermöglicht, wobei
vorzugsweise eine Kompensation der auftretenden Spannungen vollzogen wird. In Versuchen
wurde letztlich festgestellt, dass das Verhältnis von 40 % bis 60 %, vorzugsweise
45 % bis 55 %, besonders vorteilhaft ist und gute Entkopplungseigenschaften sowie
eine gute Haftzugsfestigkeit aufweist.
[0075] Darüber hinaus ist ein Verfahren zur Herstellung der Entkopplungsbahn mit einer Trägerplatte
und einer Vielzahl von aus der Trägerplattenebene herausragenden Noppen vorgesehen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist vorgesehen, dass in der dem Noppeninnenraum
zugewandten Seite des Noppenbodens wenigstens einer Noppe eine Mehrzahl von Vorsprüngen
und/oder Vertiefungen eingebracht wird und/oder dass in die dem Noppeninnenraum zugewandten
Seite der Trägerplatte eine Mehrzahl von Vorsprüngen und/oder Vertiefungen eingebracht
wird, insbesondere wobei die Oberfläche angeraut wird.
[0076] Vorzugsweise wird somit eine strukturierte und/oder angeraute Oberfläche erzeugt.
Die strukturierte Oberfläche kann unregelmäßig und ungeordnet angeordnete Vorsprünge
und Vertiefungen aufweisen.
[0077] Dabei sind bevorzugt quer zur Längsrichtung und in Längsrichtung der Trägerplatte
die Noppenböden unmittelbar benachbarter Noppen insbesondere dreiachsig ausgebildet.
Letztlich versteht es sich jedoch, dass erfindungsgemäß andere Noppenstrukturen vorgesehen
sein können.
[0078] Bei einer bevorzugten erfindungsgemäßen Verfahrensausgestaltung ist vorgesehen, dass
der Vorsprung durch Laserverfahren, Plasmaverfahren, mechanische Verfahren, vorzugsweise
Strahlen, insbesondere mittels Sand und/oder Nussschalen, und/oder durch Einprägen
bei und/oder nach der Herstellung der Entkopplungsbahn hergestellt wird. Es ist festgestellt
worden, dass sich durch die vorgenannten Verfahren eine für die nachfolgende Verarbeitung
der Entkopplungsbahn ideal auf- bzw. angeraute Oberfläche ergibt.
[0079] Dabei versteht es sich letztlich, dass die Vorsprünge und/oder Vertiefungen im Anschluss
an die Herstellung der Entkopplungsbahn, insbesondere in einem separaten Verfahrensschritt,
in die Entkopplungsbahn bzw. in die Trägerplatte und/oder in den Noppenboden eingebracht
werden können.
[0080] Herstellungstechnisch bietet es sich an, das Einprägen der Vorsprünge und/oder Vertiefungen
in die Entkopplungsbahn direkt bei der Herstellung der Entkopplungsbahn vorzunehmen,
so dass die Vorsprünge und/oder Vertiefungen direkt mittels Vertiefungen und/oder
Erhöhungen auf den Formwerkzeugen und/oder der Einprägungseinrichtung bzw. der Noppenwalze
angeordnet sind.
[0081] Bei einer anderen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Einprägen nach der Herstellung
der Entkopplungsbahn durch eine zusätzliche bzw. weitere Prägewalze vollzogen wird,
die insbesondere beheizt ist. Diese zusätzliche Prägewalze schließt sich an die eigentliche
Noppenwalze, über die die Entkopplungsbahn als solche erzeugt wird, in Herstellungsrichtung
an.
[0082] Die Oberflächenmodifikation oder -strukturierung kann alternativ durch mechanische
Verfahren, wie Strahlen, beispielsweise unter der Verwendung von Sand und/oder Nussschalen,
erfolgen. Eine Aufrauhung bzw. Anrauhung der Oberfläche ist bei mechanischen Verfahren
durch die Verwendung von beispielsweise Bürsten und/oder Schleifpapier gegeben.
[0083] Nachteilig an einer mechanischen Anrauhung mittels Schmirgeln, Bürsten und/oder an
einem Materialabtrag mittels eines Schleifpapiers ist der vergleichsweise hohe Materialabtrag,
der zu einer Schwächung der Noppen und der Entkopplungsbahn insgesamt führt. Es ist
überraschend festgestellt worden, dass durch die Herstellungsverfahren Laserstrahlung,
Plasmastrahlung, Einprägung und/oder Strahlen der Materialabtrag im Vergleich zum
Schmirgeln bzw. Bürsten um bis zu 30% gesenkt werden kann. Insbesondere kann durch
die erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren die strukturierte Oberfläche gezielt vorgegeben
und umgesetzt werden, was beim Bürsten und Schmirgeln nicht möglich ist.
[0084] Die vorgenannten Verfahren führen zu einer strukturierten Oberfläche bzw. zu einer
Profilierung der Oberfläche, so dass insbesondere eine erhöhte Rauigkeit hervorgerufen
wird. Als besonders vorteilhaft erwies sich in den durchgeführten Versuchen die Aufrauhung
bzw. Strukturierung der Oberfläche mittels Nussstrahlen.
[0085] Bei dem Plasmaverfahren werden energiereiche Elektronen und Ionen insbesondere direkt
aus der umgebenden Atmosphäre mittels starker elektrischer Felder erzeugt und zur
Erzeugung eines Plasmas verwendet. Hierdurch wird die Oberflächenstruktur der Entkopplungsbahn
entsprechend angegriffen. Das Laserverfahren weist bevorzugt die Behandlung der Oberfläche
der Entkopplungsbahn mit einer gepulsten Laserstrahlquelle auf, die bevorzugt mit
einer hohen Strahlungsintensität auf die Oberfläche der Entkopplungsbahn gerichtet
werden kann.
[0086] Beim Verlegen der Entkopplungsmatte auf einer Untergrundfläche kann eine haftverstärkende
Schicht zwischen der Entkopplungsbahn und den Belagselementen bevorzugt durch Aufstreichen
und/oder Aufsprühen und/oder Aufpinseln auf die Entkopplungsbahn aufgebracht werden.
Grundsätzlich ist es auch denkbar, bereits während der Herstellung der Entkopplungsbahn
eine haftverstärkende Schicht auf die Entkopplungsbahn durch Aufstreichen und/oder
Aufsprühen und/oder Aufpinseln aufzubringen.
[0087] Im Ergebnis betrifft die Erfindung eine Entkopplungsbahn mit einer Trägerplatte und
einer Vielzahl von aus der Trägerplatte herausragenden Noppen, wobei benachbarte Noppen
quer zur Längsrichtung der Trägerplatte und in Längsrichtung der Trägerplatte angeordnet
sind, wobei zur Verbesserung der Entkopplungseigenschaften und zur Erhöhung der Haftzugsfestigkeit
eine Mehrzahl von Vorsprüngen und/oder Vertiefungen auf den Noppenböden und/oder der
Oberfläche der Trägerplatte, die den Noppenböden abgewandt ist, vorgesehen ist. Letztlich
betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zur Herstellung einer Entkopplungsbahn,
insbesondere mit den erfindungsgemäßen Vorsprüngen und/oder Vertiefungen.
[0088] Im Übrigen versteht es sich, dass in den vorgenannten Intervallen und Bereichsgrenzen
jegliche Zwischenintervalle und Einzelwerte enthalten und als erfindungswesentlich
offenbart anzusehen sind, auch wenn diese Zwischenintervalle und Einzelwerte nicht
konkret angegeben sind.
[0089] Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung und der Zeichnung selbst. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich
dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der
vorliegenden Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder
deren Rückbeziehung.
[0090] Es zeigt
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht auf einen Teil einer Entkopplungsbahn,
- Fig. 2
- eine schematische Querschnittsansicht längs der Linie I-I gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine schematische Draufsicht auf eine einen dreiachsigen Noppenboden aufweisende Noppe,
- Fig. 4
- eine schematische Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer Noppe,
- Fig. 5
- schematische Draufsichten auf weitere einen dreiachsigen Noppenboden aufweisende Noppen,
- Fig. 6
- eine schematische Draufsicht auf eine weitere Ausführungsvariante einer Entkopplungsbahn,
- Fig. 7
- eine perspektivisch schematische Ansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Entkopplungsbahn,
- Fig. 8
- eine perspektivisch schematische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Entkopplungsbahn,
- Fig. 9
- eine perspektivisch schematische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Entkopplungsbahn,
- Fig. 10
- eine perspektivisch schematische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Entkopplungsbahn,
- Fig. 11
- eine perspektivisch schematische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Entkopplungsbahn,
- Fig. 12
- eine perspektivisch schematische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Entkopplungsbahn,
- Fig. 13
- eine schematische Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Entkopplungsbahn längs
der Linie II-II gemäß Fig. 11,
- Fig. 14
- eine schematische Draufsicht auf eine weitere Ausführungsvariante einer Entkopplungsbahn,
- Fig. 15
- eine perspektivisch schematische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Entkopplungsbahn,
- Fig. 16
- eine perspektivisch schematische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Entkopplungsbahn,
- Fig. 17
- eine perspektivisch schematische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Entkopplungsbahn und
- Fig. 18
- eine schematische Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Entkopplungsbahn gemäß
Fig. 17.
[0091] Fig. 1 zeigt einen Teil einer Entkopplungsbahn 1 mit einer Trägerplatte 2 und einer
Vielzahl von aus der Trägerplattenebene 3 herausragenden Noppen 4. Benachbarte Noppen
4 sind quer zur Längsrichtung 5 (in Querrichtung 15) der Trägerplatte 2 und in Längsrichtung
5 der Trägerplatte 2 angeordnet. Darüber hinaus verdeutlicht Fig. 1, dass quer zur
Längsrichtung 5 (in Querrichtung 15) und in Längsrichtung 5 der Trägerplatte 2 unmittelbar
benachbarte Noppen 4 einen dreiachsigen Noppenboden 10 aufweisen.
[0092] In Fig. 14 ist dargestellt, dass auch andere Formen und/oder Strukturen für die Noppe
4 in weiteren Ausführungsvarianten vorgesehen sein können. Fig. 14 verdeutlicht, dass
auf einer Entkopplungsbahn 1 eine elliptische, insbesondere zylinderförmige, und eine
rautenförmige Noppe 4 vorgesehen sind. Es versteht sich letztlich, dass in weiteren
Ausführungsvarianten auf der Entkopplungsbahn 1 ausschließlich zylinderförmige und/oder
rautenförmige und/oder rechteckige Noppen 4 vorhanden sind. In Fig. 14 ist jedoch
nicht dargestellt, dass die Entkopplungsbahn 1 Vorsprünge 21a, 21c und/oder Vertiefungen
21b, 21d aufweist. Diese Vorsprünge 21a, 21c und/oder Vertiefungen 21b, 21d können
in einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsvariante unterschiedliche Formen
und Strukturen aufweisen, insbesondere wobei sie eine strukturierte Oberfläche des
Noppenbodens 10 und/oder der Trägerplatte 2 bilden. Des Weiteren ist nicht dargestellt,
dass die Vorsprünge 21a, 21c und/oder Vertiefungen 21b, 21d auf Entkopplungsbahnen
1 gemeinsam mit unterschiedlichen Formen der Noppe 4 vorhanden sein können. Weiter
ist nicht dargestellt, dass die Noppe 4 mehrschenklig ausgebildet sein kann, wobei
sie zwei oder mehr Schenkel aufweisen kann. In den Ausführungsvarianten gemäß den
Abbildungen 1 bis 13 ist die dreischenklige Form der Noppe 4 bzw. des Noppenbodens
10 vorgesehen.
[0093] Die dreiachsige Ausbildung der Noppe 4 bzw. des Noppenbodens 10 bedingt, dass drei
Schenkel 12, 13 vorgesehen sind. Die dreiachsige Ausbildung des Noppenbodens 10 ist
bei Draufsicht auf die Entkopplungsbahn 1 und damit einhergehend bei Draufsicht auf
die Noppe 4 ersichtlich. Die unmittelbare Nachbarschaft der Noppen 4 in Längsrichtung
5 und in Querrichtung 15 tritt bei einer Gruppe von wenigstens drei Noppen 4 auf.
Dies bedeutet, dass wenigstens drei unmittelbar benachbarte Noppen 4 in Längsrichtung
5 und in Querrichtung 15 einen dreiachsig ausgebildeten Noppenboden 10 aufweisen.
Bei der Anordnung der Noppen 4 auf der Trägerplatte 2 ist vorgesehen, dass die Noppen
4 und die Noppenböden 10 sich weder überschneiden noch überlappen. Dabei versteht
es sich letztlich, dass in einer nicht dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Entkopplungsbahn 1 vorgesehen sein kann, dass verschiedene Noppenformen bzw. Formen
des Noppenbodens 10 - sowohl dreiachsig als auch beliebige Formen - auf der Entkopplungsbahn
1 verwendet werden können. In dieser nicht dargestellten Ausführungsvariante ist bevorzugt
eine Gruppe von wenigstens drei unmittelbar benachbarter Noppen 4 mit einem dreiachsigen
Noppenboden 10 ausgebildet.
[0094] Alternativ und/oder ergänzend zur dreiachsigen Ausbildung von unmittelbar benachbarten
Noppen 4 in Längsrichtung 5 und in Querrichtung 15 ist vorgesehen, dass auf der Entkopplungsbahn
1 wenigstens eine Noppe 4 mit einem dreiachsigen Noppenboden 10 mit drei Langseiten
6a vorhanden ist. Gemäß Fig. 3 und 4 wird verdeutlicht, dass der mittige Bereich 7
der Noppe 4 bzw. des Noppenbodens 10 durch einen Kreis definiert ist, den alle Langseiten
6 tangential berühren.
[0095] In Fig. 3 und 4 sind verschiedene Ausführungsformen der dreiachsigen Noppenform mit
unterschiedlichen dreiachsigen Noppenböden 10 mit drei Langseiten 6a gezeigt.
[0096] Ferner zeigt die Fig. 1 die Anordnung der Noppen 4 gemäß Fig. 4 auf einer Entkopplungsbahn
1, wobei alle Noppen 4 einen dreiachsigen Noppenboden 10 aufweisen.
[0097] In einer nicht dargestellten Ausführungsvariante ist lediglich eine Noppenform mit
einem dreiachsigen Noppenboden 10 mit drei Langseiten 6a gemäß Fig. 3 oder 4 vorgesehen,
die in eine Trägerplatte 2 eingebracht ist, wobei die übrigen Noppen 4 bekannte Noppenstrukturen,
beispielsweise zylindrisch und/oder topfförmig, aufweisen.
[0098] Im Übrigen verdeutlichen die Fig. 3 und 4, dass die Langseite 6 der Noppe 4 bzw.
des Noppenbodens 10 konkav ausgebildet ist. In einer nicht dargestellten Ausführungsvariante
ist lediglich eine Langseite 6a der Noppe 4 oder zwei Langseiten 6a der Noppe 4 konkav
ausgebildet.
[0099] Ein Noppeninnenraum 20 wird durch den Noppenboden 10 und wenigstens einer sich an
den Noppenboden 10 anschließenden Seitenwandung gebildet, wobei durch die wenigstens
eine Seitenwandung sich die dreidimensionale Form der Noppe 4 ergibt.
[0100] Die Fig. 2 verdeutlicht, dass im dargestellten Ausführungsbeispiel ein noppeninnenseitiger
Hinterschnitt 8 vorhanden ist. Dieser noppeninnenseitige Hinterschnitt 8 wird dabei
durch die Ausformung 8 gebildet, wobei die Ausformung 8 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
sichelartig und/oder bogenabschnittsförmig und/oder halbmondförmig gestaltet ist.
Die Ausformung 8 wird darüber hinaus durch einen aus dem Noppeninnenraum 20 herausragenden
Vorsprung 9 gebildet. Die Ausformung 8 ist dabei gemäß Fig. 3 und 4 im Bereich der
Langseite 6a der Noppe 4 vorgesehen. Anhand von Fig. 2 wird deutlich, dass in dem
dargestellten Ausführungsbeispiel der Vorsprung 9 im Bereich des Noppenbodens 10 angeordnet
ist, wobei dieser in den Noppenboden 10 übergeht. Im Übrigen verdeutlichen die Fig.
3 und 4, dass die Ausformung 8 sich etwa über 90 % der Langseite 6a erstreckt. Bei
einer nicht dargestellten Ausführungsform ist vorgesehen, dass sich die Ausformung
8 über wenigstens 40 %, vorzugsweise bei weiteren Ausführungsformen zwischen 50 und
100 % und insbesondere zwischen 60 und 90 %, der Langseite 6a erstreckt.
[0101] Des Weiteren zeigen die Fig. 3 und 4, dass sich der durch zwei zulaufende Langseiten
6a ergebende Endbereich 11 hinterschnittfrei ist und somit weder eine Hinterschneidung
8 aufweist noch einen Vorsprung 9 zur Bildung des Hinterschnitts 8. Zusätzlich ist
in dem dargestellten Ausführungsbeispiel der sich ergebende Endbereich 11 gerundet
und ohne Ecken ausgebildet, wobei die Rundung anhand eines Kreisbogenabschnittes beschrieben
wird. Der Radius, der die Konkavität der Langseite 6a charakterisiert, ist dabei um
ein Mehrfaches bzw. Vielfaches größer als der Radius, der den Kreisbogenabschnitt
des Endbereiches 11 bestimmt.
[0102] Zusätzlich verdeutlichen die Fig. 3 und 4, dass die Noppe 4 bzw. der dreiachsige
Noppenboden 10 zu einer zumindest im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung 5 verlaufenden
Mittelachse spiegelsymmetrisch ist. Diese Spiegelsymmetrie wird auch anhand der Fig.
1 deutlich. Bei der dreiachsigen Noppenform des Noppenbodens 10 sind gemäß Fig. 3
und 4 drei voneinander beabstandete Schenkel 12, 13, vorgesehen, die von dem mittigen
Bereich 7 ausgehen.
[0103] Anhand der Fig. 3 und 4 wird ersichtlich, dass eine Schenkellänge 14 eines Schenkels
13, welcher zur Mittelachse parallel verläuft, kürzer als die jeweils anderen beiden
Schenkellängen 14 des Schenkels 12 ausgeführt ist. Darüber hinaus sind in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel auch verschiedene Winkel der Schenkelachsen vorgesehen. Grundsätzlich
sind bei allen dargestellten Noppenformen der Noppe 4 Winkel zwischen zwei beabstandeten
Schenkelachsen mit größer 90° vorgesehen. Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
der Noppe 4 gemäß Fig. 3 und 4 ist vorgesehen, dass der Winkel der Schenkelachse des
kürzeren Schenkels 13 zur Schenkelachse des benachbarten Schenkels 12 größer 120°,
in dem dargestellten Ausführungsbeispiel etwa 123°, ist. Demzufolge ist der Winkel
zwischen den Schenkelachsen der Schenkel 12 kleiner als 120°, etwa 114°.
[0104] Die Ausgestaltung der Noppe 4 mit einem dreiachsigen Noppenboden 10 ermöglicht die
Noppenanordnung gemäß Fig. 1. In diesem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass quer
zur Längsrichtung 5 der Trägerplatte 2 die Noppen 4 derart angeordnet sind, dass sich
auf der Trägerplatte 2 bzw. auf der Trägerplattenebene 3 keine durchgehende, quer
zur Längsrichtung 5 und damit in Querrichtung 15 der Trägerplatte 2 verlaufende gerade
Linie ergibt. Darüber hinaus ist ebenfalls vorgesehen, dass die in Längsrichtung 5
der Trägerplatte 2 verlaufenden Noppen 4 derart angeordnet sind, dass sich auf der
Trägerplatte 2 keine durchgehende, in Längsrichtung 5 der Trägerplatte 2 verlaufende
gerade Linie ergibt. Jedoch sind nicht nur gerade Linien in Längsrichtung 5 und in
Querrichtung 15 vermieden worden, sondern auch längs und quer zur Längsrichtung 5
der Trägerplatte 2 sind die Noppen 4 derart angeordnet, dass sich auf der Trägerplatte
2 keine durchgehende, schräg zur Längsrichtung 5 der Trägerplatte 2 verlaufende gerade
Linie ergibt. Demzufolge ergibt sich auf der Entkopplungsbahn 1 keine gerade verlaufende
Linie, da jeweils einzelne Linienabschnitte durch die Noppen 4 unterbrochen sind.
Der zwischen zwei Noppen 4 auftretende Kanalabschnitt mit dem lichten Abstand 19 ist
derart angeordnet, dass er sich mäanderförmig gemäß Fig. 1 über die Entkopplungsbahn
1 erstreckt. Die sich in dem Kanalabschnitt möglichen ergebenden Linien lassen sich
nicht über die Trägerplatte 2 hinweg geradlinig fortführen. Es ragt jeweils ein Schenkel
12, 13 einer benachbarten Noppe 4 in den Kanalabschnitt zwischen zwei Noppen 4 hinein.
[0105] Darüber hinaus versteht sich, dass dies auch bei der Verwendung einer anderen Noppenform
realisiert werden kann. Andere dreiachsige Noppenformen des Noppenbodens 10 der Noppe
4 sind anhand der Fig. 5 dargestellt und mit den Ausführungsvarianten 1 bis 13 bezeichnet.
Die Anordnung dieser möglichen Noppenformen auf der Trägerplatte 2 kann derart ausgestaltet
sein, dass sich die vorgenannten durchgehenden geraden Linien auf der Trägerplatte
2 nicht ergeben. Die dreiachsigen Ausführungsformen 1 bis 13 gemäß der Fig. 5 zeigen
jeweils wenigstens drei Schenkelseiten 6b, dabei versteht es sich, dass die Langseite
6a durch wenigstens eine Schenkelseite gebildet wird. Nicht dargestellt ist, dass
die Ausführungsvarianten 1 bis 13 im Bereich der Langseite einen Hinterschnitt 8 aufweisen
können und/oder dass die Ausformung 8 sich über wenigstens 40 % der Langseite 6a bzw.
über die Schenkelseite 6b erstrecken kann.
[0106] Fig. 6 zeigt, dass bei der Verwendung einer dreieckförmigen Noppenform des Noppenbodens
10 der Noppe 4 eine Anordnung auf der Trägerplatte 2 derart vorgesehen ist, dass sich
keine durchgehende gerade Linie des Kanalabschnitts von benachbarten Noppen 4 auf
der Trägerplatte 2 ergibt. Die Mittelpunkte der Noppen 4 bzw. der Noppenböden 10 gemäß
Fig. 3 sind dabei auf parallel zur Längsrichtung 5 verlaufenden geraden Linien und
auf parallel zur Querrichtung 15 verlaufenden Linien angeordnet.
[0107] Auch bei der dreiachsigen Ausgestaltung des Noppenbodens 10 gemäß Fig. 3 und 4 sind
diese Noppen 4 auf der Trägerplatte 2 derart angeordnet, dass sich gemäß Fig. 1 eine
Anordnung ergibt, wobei die Noppen 4 in Längsrichtung 5 und in Querrichtung 15 und
in Reihen verlaufend angeordnet sind. Die Mittelpunkte der in Längsrichtung 5 verlaufenden
Noppen 4 sind zumindest auf einer im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung 5 verlaufenden
Linie angeordnet. Zusätzlich sind die Mittelpunkte der quer zur Längsrichtung 5 verlaufenden
Noppen 4 auf einer zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung 5 und somit
in Querrichtung 15 verlaufenden Linie angeordnet. Diese Anordnung der Noppen 4 ergibt
eine symmetrische Noppenfolge innerhalb der jeweiligen Reihe, wobei insbesondere durch
diese Anordnung ermöglicht wird, dass sich die vorgenannten durchgehenden geraden
Linien bzw. Schwächungslinien nicht auf der Trägerplatte 2 ergeben.
[0108] Jedoch sind nicht nur die Mittelpunkte der Noppen 4 bzw. der Noppenböden 10 auf der
Entkopplungsbahn 1 gemäß Fig. 1 in Reihen angeordnet, sondern die Anordnung ist derart
durchgeführt, dass sich in einer zumindest im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung
5 verlaufenden Reihe hintereinander angeordnete Noppen 4 so erstrecken, dass der kürzere
Schenkel 13 der Noppen 4 in Längsrichtung 5 ausgerichtet ist. Bei einer unmittelbar
benachbarten zumindest im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung 5 verlaufenden Reihe
sind die hintereinander angeordneten Noppen 4 so ausgerichtet, dass der kürzere Schenkel
13 der Noppen 4 entgegengesetzt zur Längsrichtung 5 ausgerichtet ist. Dies ergibt
eine alternierende Noppenausrichtung in einer zumindest im Wesentlichen parallel zur
Querrichtung 15 verlaufenden Reihe.
[0109] Zur Anordnung der Entkopplungsbahn 1 auf einem Untergrund 18 ist ein Verbindungsmittel
17 gemäß Fig. 2 vorgesehen. Dieses Verbindungsmittel 17 wird auf der Außenseite 16
der Noppenböden 10 angeordnet. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Verbindungsmittel
17 mit der Außenseite 16 der Noppenböden 10 befestigt. Als Verbindungsmittel 17 wurde
in dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein Vlies genutzt. Es versteht sich, dass
in den weiteren, nicht dargestellten Ausführungsvarianten auch ein Gewebe und/oder
Papier und/oder Gelege und/oder Gitter vorgesehen sein können. Das Verbindungsmittel
17 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit einer gitterförmigen Ausbildung
versehen. In einer nicht dargestellten Ausführungsform ist neben der gitterförmigen
Ausgestaltung auch eine vollflächige Ausgestaltung möglich.
[0110] Darüber hinaus weist die Noppe 4 gemäß Fig. 2 eine Höhe von 3 mm auf. In weiteren
Ausführungsformen, die nicht graphisch dargestellt sind, ist eine Höhe zwischen 1
bis 4 mm, weiter bevorzugt zwischen 2,5 bis 3,5 mm, vorgesehen. Des Weiteren ist der
lichte Abstand 19 benachbarter Noppen 4 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel größer
als 2 mm. Der lichte Abstand 19 der Noppen 4 variiert auf der Entkopplungsbahn 1 gemäß
Fig. 1, so dass etwa ein lichter Abstand 19 zwischen 3 mm bis 9 mm vorgesehen sein
kann, bevorzugt zwischen 4 bis 8 mm, weiter bevorzugt zwischen 5 bis 6 mm. Im Übrigen
verdeutlicht die Fig. 1, dass das Verhältnis der Fläche der Noppenböden 10 aller Noppen
4 zur Fläche der Trägerplatte 2 zumindest im Wesentlichen etwa 50% beträgt. In weiteren
Ausführungsformen kann das Verhältnis zwischen 40% bis 70%, bevorzugt zwischen 45%
bis 55% betragen.
[0111] Im Übrigen verdeutlicht Fig. 2, dass Fliesen 23 oberhalb der Trägerplatte 2 vorgesehen
sind. Zwischen benachbarten Fliesen 23 ergeben sich Fugen 24. Zur Verbindung der Fliesen
23 mit der Entkopplungsbahn 1 ist ein Fliesenkleber vorgesehen, der sowohl in den
Noppeninnenraum 20 als auch auf die Trägerplatte 2 aufgebracht wird. Er verhakt sich
dabei innerhalb des Hinterschnitts 8 bzw. dringt in den Vorsprung 9 ein. Unabhängig
von der Ausrichtung der Entkopplungsbahn 1 auf einem Untergrund 18 ergibt sich, dass
die Fugen 24 zwischen den Fliesen 23 nicht mit einer Schwächungslinie bzw. einer durchgehenden
Linie auf der Trägerplatte 2 zusammenfallen. Die sich zwischen zwei Noppen 4 ergebende
mögliche durchgehende Linie lässt sich nicht über benachbarte Noppen 4 hinaus fortsetzen.
[0112] In weiteren Ausführungsbeispielen ist gemäß den Fig. 7 bis 13 vorgesehen, dass Vorsprünge
21a, 21c und/oder Vertiefungen 21b, 21d sowohl auf den Noppenboden 10 als auch auf
der Trägerplatte 2 vorhanden sein können. Dabei versteht es sich, dass zwischen benachbarten
Vorsprüngen 21a, 21c jeweils Vertiefungen 21b, 21d vorgesehen sind. Letztlich schließt
sich an einen Vorsprung 21a, 21c und/oder Vertiefung 21b, 21d grundsätzlich eine Vertiefung
an.
[0113] Die Fig. 7 bis 12 zeigen eine Trägerplatte 2 und Noppen 4, wobei der Noppeninnenraum
20 zur Trägerplatte 2 hin geöffnet ist. Die Vorsprünge 21a und/oder Vertiefungen 21b
können auf der dem Noppeninnenraum 20 zugewandten Seite des Noppenbodens 10 gemäß
Fig. 9 bis 11 vorgesehen sein. In den dargestellten Ausführungsbeispielen sind die
Vorsprünge 21a gemäß Fig. 9 bis 11 auf allen dargestellten Noppenböden 10 der Entkopplungsbahn
1 vorgesehen.
[0114] Eine Perforation der Trägerplatte 2 mit den Vorsprüngen 21c und/oder Vertiefungen
21d ist in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 bis 8 und gemäß Fig. 11 bis 12 gezeigt.
Dabei sind die Vorsprünge 21c auf der dem Noppeninnenraum 20 zugewandten Seite vorgesehen.
Demgemäß sind auf der dem Noppeninnenraum 20 bzw. dem Noppenboden 10 abgewandten Seite
der Trägerplatte 2 Vertiefungen vorgesehen, die zu den Vorsprüngen 21c korrespondieren.
Es versteht sich letztlich, dass auf der dem Noppeninnenraum 20 zugewandten Seite
der Trägerplatte 2 neben jedem Vorsprung 21c eine Vertiefung 21d vorgesehen ist.
[0115] In den Ausführungsbeispielen ist eine Vielzahl von Vorsprüngen 21c auf der Trägerplatte
2 vorgesehen.
[0116] In den Ausführungsbeispielen ist dargestellt, dass mehr als 20, bevorzugt mehr als
100, Vorsprünge 21a, 21c und/oder Vertiefungen 21b, 21d vorgesehen sind. In weiteren
Ausführungsformen sind weiter bevorzugt mehr als 1000, vorzugsweise mehr als 10000,
Vorsprünge 21a, 21c und/oder Vertiefungen 21b, 21d vorgesehen.
[0117] Die Fig. 15 bis 17 zeigen schematisch, dass die Vorsprünge 21a, 21c und/oder Vertiefungen
21b, 21d, vorzugsweise sowohl auf dem Noppenboden 10 als auch auf der Trägerplatte
2, unregelmäßig und/oder ungeordnet angeordnet sind. Die Fig. 15 zeigt schematisch
eine strukturierte Oberfläche der Trägerplatte 2, die durch unregelmäßige und zumindest
zum Teil ungleiche Vorsprünge 21a, 21c und/oder Vertiefungen 21b, 21d erzeugt wird.
In Fig. 16 ist eine Strukturierung des Noppenbodens 10 dargestellt, wobei die Oberfläche
des Noppenbodens 10 letztlich angeraut ist. Schließlich zeigt Fig. 17 schematisch
eine strukturierte Oberfläche des Noppenbodens 10 und der Trägerplatte 2, wobei alle
dargestellten Noppenböden 10 strukturiert sind und die Strukturierung sich über die
gesamte Fläche der Trägerplatte 2 erstreckt.
[0118] Die Vorsprünge 21a, 21c und die Vertiefungen 21b, 21d sind insofern schematisch in
den Fig. 15 bis 18 gezeigt, da die Strukturierung des Noppenbodens 10 bzw. der Trägerplatte
2 zum Teil mit bloßem Auge aufgrund der vergleichsweise geringen Höhe der Vorsprünge
21a, 21c und der Vertiefungen 21b, 21d von etwa 500 +/-300 µm kaum erkennbar ist.
[0119] Die angeraute Oberfläche der Trägerplatte 2 und des Noppenbodens 10 gemäß den Fig.
15 bis 18 ist demgemäß schematisch dargestellt und erstreckt sich vorzugsweise vollflächig
über die Noppenböden 10 und/oder die Trägerplatten 2.
[0120] Die Fig. 15 bis 18 zeigen schematisch, dass sich durch die Vorsprünge 21a, 21c und
die Vertiefungen 21b, 21d eine strukturierte und angeraute Oberfläche ergibt, wobei
die Vorsprünge 21a, 21c und die Vertiefungen 21b, 21d unregelmäßig angeordnet sind.
In den Fig. 15 bis 17 sind ausschließlich Noppen 4 mit einem dreiachsigen Noppenboden
10 gezeigt. Nicht dargestellt ist, dass die Entkopplungsbahn 1 eine unregelmäßige
Strukturierung der Trägerplatte 2 und/oder der Noppenböden 10 mit unterschiedlichen
Noppenformen, wie zylindrische oder quaderförmige Noppen 4, aufweisen kann.
[0121] Fig. 18 zeigt schematisch einen Querschnitt längs der in Fig. 17 dargestellten Entkopplungsbahn
1. Die Entkopplungsbahn 1 ist an dem Noppenboden 10 und auf der Oberfläche der Trägerplatte
unregelmäßig strukturiert und weist demgemäß Vorsprünge 21a, 21c und/oder Vertiefungen
21b, 21d auf. Die Vertiefungen 21b auf dem Noppenboden 10 sind an ein Verbindungsmittel
17 angeordnet, wobei der Fliesenkleber zur Verbindung der Fliesen 23 mit der Entkopplungsbahn
1 bzw. der Trägerplatte 2 in die Vorsprünge 21c der Trägerplatte 2 und/oder in die
Vertiefungen 21b der Noppe 4 eindringt.
[0122] Die Vorsprünge 21a, 21c und/oder Vertiefungen 21b, 21d können dabei verschiedene
geometrische Formen und Strukturen annehmen. Beispielhaft seien im Folgenden einige
anhand der dargestellten Ausführungsformen erläutert. Es versteht sich letztlich hierbei,
dass letztlich erfindungsgemäß in nicht dargestellten Ausführungsformen verschiedene
Vorsprünge 21a, 21c mit verschiedenen Strukturen vorgesehen sein können. Bei den Vorsprüngen
21c bzw. Vertiefungen 21b ist es letztlich entscheidend, dass der Fliesenkleber zur
Verbindung der Fliesen 23 mit der Entkopplungsbahn 1 in die Vorsprünge 21c bzw. Vertiefungen
21b eindringt und diese nahezu vollständig ausfüllt. Dies ist anhand von Fig. 13 verdeutlicht.
[0123] In den dargestellten Ausführungsformen ist eine Mehrzahl bzw. Vielzahl von Vorsprüngen
21a, 21c und/oder Vertiefungen 21b, 21d entweder auf der Trägerplatte 2 oder auf dem
Noppenboden 10 oder auf beiden vorgesehen. Der Vorsprung 21a am Noppenboden 10 ist
gemäß der Fig. 9 und 11 spiralförmig und/oder bogenabschnittsförmig ausgebildet. Dieser
spiralförmige Verlauf des Vorsprunges 21a geht vom mittigen Bereich 7 des Noppenbodens
10 aus. Nicht nur auf dem Noppenboden 10 selber, sondern auch auf dem Schenkelboden
22 eines Schenkels 12, 13 können eine Mehrzahl von Vorsprüngen 21a gemäß Fig. 10 vorgesehen
sein.
[0124] Letztlich dienen die Vorsprünge 21a, 21c und/oder Vertiefungen 21b, 21d zur Erzeugung
einer strukturierten Oberfläche des Noppenbodens 10 und/oder der Trägerplatte 2.
[0125] Gemäß Fig. 8 weisen die Vorsprünge 21c der Trägerplatte 2 eine zur Bildung eines
Hinterschnittes ausgebildete Ausformung auf. Bei einer weiteren, nicht dargestellten
Ausführungsform ist vorgesehen, dass auch die Vorsprünge 21a und/oder die Vertiefungen
21b des Noppenbodens 10 eine Ausformung zur Bildung eines Hinterschnittes aufweisen.
[0126] Im Übrigen ist bei einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform vorgesehen,
dass die Vorsprünge 21a, 21c und/oder die Vertiefungen 21b, 21d eine Höhe und/oder
eine Tiefe von größer 1 µm, bevorzugt größer 100 µm, weiter bevorzugt zwischen 100
bis 1000 µm und insbesondere zwischen 300 und 500 µm, aufweisen.
[0127] Letztlich versteht es sich, dass auch die Vorsprünge 21a und/oder Vertiefungen 21
b des Noppenbodens 10 direkt in die Vorsprünge 21c und/oder Vertiefung 21d der Trägerplatte
2 übergehen können, wobei insbesondere die Struktur und/oder Form der Vorsprünge 21a,
21c und/oder der Vertiefungen 21b, 21d unterbrochen werden können, wenn die Trägerplatte
2 eine Vertiefung aufgrund der Noppe 4 aufweist bzw. wenn die Trägerplatte 2 in die
Noppe 4 übergeht. Dabei versteht es sich auch, dass die Vorsprünge 21a und/oder die
Vertiefungen 21b auf dem Noppenboden 10 ihre geometrische Struktur unterbrechen, insbesondere
wenn die Noppenwand der Noppe 4 in den Vorsprung 21a und/oder die Vertiefung 21b des
Noppenbodens 10 übergeht.
[0128] Die Fig. 9 verdeutlicht, dass bogenabschnittsförmige Vorsprünge 21a konzentrisch
zu dem mittigen Bereich 7 um den Mittelpunkt der Noppe 4 bzw. des Noppenbodens 10
auf dem Schenkelboden 22 vorgesehen sind.
[0129] Die Fig. 10 zeigt eine weitere geometrische Form der Vorsprünge 21a, wobei die Vorsprünge
21a auf dem Noppenboden 10 stegartig und/oder zumindest im Wesentlichen rechteckförmig
und/oder ellipsenförmig ausgebildet sind. Dabei sind die stegartigen und/oder zumindest
im Wesentlichen rechteckförmigen und/oder die ellipsenförmigen Vorsprünge 21a auf
dem Noppenboden 10 gemäß Fig. 10 quer und/oder längs zur Längsrichtung 5 der Trägerplatte
2 vorgesehen.
[0130] Zusätzlich verdeutlicht Fig. 7, dass in dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine
Vielzahl von Vorsprüngen 21c bzw. Vertiefungen 21d auf der Trägerplatte 2 vorhanden
ist, wobei die Vorsprünge 21c in quer zur Längsrichtung 5 der Trägerplatte 2 verlaufenden
Reihen angeordnet sind. Die Fig. 7 stellt stegartige und/oder rechteckförmige Vorsprünge
21c auf der Trägerplatte 2 dar. Die gemäß Fig. 7 dargestellten langgestreckten Vorsprünge
21c erstrecken sich mit ihrer Längserstreckung ausschließlich quer und/oder längs
zur Längsrichtung 5 der Trägerplatte 2. Die Vorsprünge 21c sind in dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 7 von ihrer Ausrichtung her alternierend in einer Reihe, die längs und/oder
quer zur Längsrichtung 5 der Trägerplatte 2 verläuft, angeordnet.
[0131] Die Fig. 8 verdeutlicht, dass die Vorsprünge 21c rechteckförmig ausgebildet sind.
In einer nicht dargestellten Ausführungsform sind die Vorsprünge 21c der Trägerplatte
2 ellipsenförmig ausgebildet. Dabei versteht es sich, dass letztlich auch Vertiefungen
21d die geometrischen Formen der Vorsprünge 21c aufweisen können.
[0132] Die Fig. 13 zeigt eine Querschnittsansicht längs des Schnittes II-II gemäß Fig. 11,
wobei sie verdeutlicht, dass die Vertiefungen 21b auf dem Noppenboden 10 an ein Verbindungsmittel
17 angeordnet sind, wobei der Fliesenkleber zur Verbindung der Fliesen 23 mit der
Entkopplungsbahn 1 bzw. der Trägerplatte 2 in die Vorsprünge 21c der Trägerplatte
2 und/oder in die Vertiefungen 21b der Noppe 4 eindringt.
[0133] Im Übrigen ist auch ein Verfahren zur Herstellung einer Entkopplungsbahn 1 in dem
dargestellten Ausführungsbeispiel vorgesehen, wobei die Entkopplungsbahn 1 eine Trägerplatte
2 und eine Vielzahl von aus der Trägerplatte 2 herausragenden Noppen 4 aufweist, wobei
benachbarte Noppen 4 quer zur Längsrichtung 5 der Trägerplatte 2 und in Längsrichtung
5 der Trägerplatte 2 gemäß Fig. 1 und gemäß Fig. 6 bis 12 vorgesehen sind. Dabei ist
gemäß den dargestellten Ausführungsformen vorgesehen, dass die Noppenböden 10 unmittelbar
benachbarter Noppen 4 dreiachsig ausgebildet werden und dass in der dem Noppeninnenraum
20 zugewandten Seite des Noppenbodens 10 wenigstens einer Noppe 4 eine Mehrzahl von
Vorsprüngen 21a und/oder Vertiefungen 21b eingebracht wird und/oder dass in die dem
Noppeninnenraum 20 zugewandten Seite der Trägerplatte 2 eine Mehrzahl von Vorsprüngen
21c und/oder Vertiefungen 21d eingebracht wird. Die eingebrachten Vorsprünge 21a,
21 c in den Noppenboden 10 bzw. in die Trägerplatte 2 ist gemäß den Fig. 7 bis 12
verdeutlicht. Es versteht sich jedoch, dass in weiteren, nicht dargestellten Ausführungsformen
eine andere Struktur als die dreiachsige Ausbildung des Noppenbodens 10 der Noppe
4 innerhalb des Verfahrens zur Herstellung einer Entkopplungsbahn 1 gewählt werden
kann.
[0134] In einer nicht dargestellten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Vorsprünge
21a, 21c und/oder Vertiefungen 21b, 21d durch ein Laserverfahren, ein Plasmaverfahren,
ein mechanisches Verfahren, vorzugsweise Strahlen, insbesondere mittels Sand und/oder
Nussschalen, und/oder durch Einprägen bei und/oder nach der Herstellung der Entkopplungsbahn
1 hergestellt werden, wobei der Vorsprung 21a, 21c und/oder die Vertiefung 21b, 21d
in die Trägerplatte 2 bzw. in die Noppe 4 auf dem Noppenboden 10 eingebracht wird.
Bezugszeichenliste:
[0135]
- 1
- Entkopplungsbahn
- 2
- Trägerplatte
- 3
- Trägerplattenebene
- 4
- Noppen
- 5
- Längsrichtung
- 6a
- Langseite Noppe
- 6b
- Schenkelseite Noppe
- 7
- mittiger Bereich
- 8
- Hinterschnitt/Ausformung
- 9
- Vorsprung zur Bildung des Hinterschnitts
- 10
- Noppenboden
- 11
- Endbereich
- 12
- Schenkel
- 13
- kurzer Schenkel
- 14
- Schenkellänge
- 15
- Querrichtung
- 16
- Außenseite Noppenboden
- 17
- Verbindungsmittel
- 18
- Untergrund
- 19
- lichter Abstand
- 20
- Noppeninnenraum
- 21a
- Vorsprung Noppe
- 21b
- Vertiefung Noppe
- 21c
- Vorsprung Trägerplatte
- 21d
- Vertiefung Trägerplatte
- 22
- Schenkelboden
- 23
- Fliese
- 24
- Fuge